Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 141089
Eingetragen
4.4.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Der Verkauf von Hörgeräten, auch als Leistungserbringer der Krankenkassen, in Kooperation mit Hörgeräteakustiker-Meisterbetrieben sowie damit verbundener Dienstleistungen und sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte. Geschäfte, für die besondere behördliche Genehmigungen erforderlich sind, gehören nicht zum Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Hunnekuhl
seit 17.11.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Marco Wiesmann
seit 24.4.2012
Geschäftsführer
Paul Crusius
seit 4.4.2012
Geschäftsführer
Marco Dr. Vietor
seit 4.4.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
hear.com N.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

hear.com N.V.
Netherlands
55.382 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

audibene GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die audibene GmbH (kurz "audibene") wurde 2012 gegründet und hat ihren Firmensitz in Berlin. Die Erlöse des Unternehmens werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Hörgeräten und Zubehör an Endkunden erzielt.

Die audibene GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der hear.com N.V. und Teil des WS Audiology A/S Konzerns, Dänemark (WSA-Konzern).

Die audibene GmbH hält 100 % der Anteile an mehreren Tochtergesellschaften (audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz; audibene B.V., Utrecht, Niederlande; Audiocare Hearing Experts Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia; Ihre Hörgeräte Beratung GmbH, Berlin, Deutschland; hear.com - Simply Good Hearing Inc., Kitchener, Kanada und Hear Com (Pty) Ltd., Kapstadt, Südafrika). Die Gesellschaft hat zudem eine Niederlassung (Betriebsstätte) in Paris, Frankreich.

Alle Tochtergesellschaften verkaufen wie die audibene GmbH in ihren jeweiligen Märkten Hörgeräte und Zubehör an Endkunden.

Kunden der audibene GmbH sind zum ganz überwiegenden Teil Endverbraucher. Der Verkauf erfolgt dabei in einem mehrstufigen Prozess, der eine Online-Kundenansprache, eine intensive telefonische Beratung sowie eine Anpassung der Hörgeräte vor Ort durch Partnerakustiker miteinander verbindet.

In den Jahren 2021 und 2022 hat sich das Wachstum des Hörgerätemarktes in Deutschland stetig fortgesetzt und es konnten jährliche Wachstumsraten von 4 % bis 9 % erreicht werden. Das Wachstum des Marktes basiert u.a. auf der Baby-Boomer-Generation, die sich nun dem Rentenalter nähert und bei denen nun vermehrt Hörprobleme auftreten. Audibene hat sich frühzeitig und eindeutig als Dienstleister für diese Kundengruppe positioniert. Damit ist audibene gut positioniert, um eine führende Rolle in der hochwertigen Versorgung dieser anspruchsvollen Zielgruppe fortzuführen.

Der deutsche Hörgerätemarkt ist einer der größten Hörgerätemärkte der Welt. Die audibene GmbH wächst nach einer Wachstumsphase in den Vorjahren im aktuellen Berichtsjahr nicht mit dem Markt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Die audibene GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/2023 wie im Vorjahr ein negatives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Um das Unternehmen auf ein positives EBITDA zu bringen, wurde in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 ein umfassendes Maßnahmenpaket durch die Geschäftsführung eingeleitet, welches im aktuellen Geschäftsjahr weiter fortgeführt wurde. Im Rahmen der Umsetzung konnte die operative Effizienz in einigen Dimensionen / KPIs gesteigert werden. Zum Beispiel wurde die Anzahl der Verkäufe pro Mitarbeiter und der durchschnittliche Bestellwert pro Kunde gesteigert. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Sales- und Marketingeffizienz sind in der Umsetzung.

Entwicklung

audibene betreibt keine eigenen Forschungsaktivitäten im Bereich der Hörgeräte. Hier bieten die Hersteller ausgereifte Lösungen an.

Nachholbedarf hat die Branche jedoch im Bereich des Vertriebs der Produkte an den Endkunden und den Einsatz von Technologie dabei.

audibene möchte globaler Technologieführer in der Hörgerätebranche sein und investiert deshalb massiv in die eigene Softwareentwicklung, um für den Kunden und Partner ein möglichst perfektes Erlebnis zu bieten und effiziente Prozesse aufzubauen. Insgesamt waren im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich 69 Mitarbeiter (i. Vj. 76 Mitarbeiter) in der Softwareentwicklung beschäftigt.

Im Geschäftsjahr fielen im Rahmen der Softwareentwicklung Aufwendungen für Entwicklung in Höhe von TEUR 4.363 (i. Vj. TEUR 5.242) an. Diese Eigenleistungen sind in voller Höhe im Anlagevermögen (selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände) aktiviert. Dies entspricht einem Anteil in Höhe von 4,9 % (i. Vj. 5,6 %) des Umsatzes. Daneben wurden Fremdleistungen in Höhe von TEUR 228 (i. Vj. TEUR 398) aktiviert. Die Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 6.042 (i. Vj. TEUR 6.426).

Die wesentlichen Software-Projekte, die im Geschäftsjahr vorangetrieben wurden, sind:

Weiterentwicklung der CRM-Software Salesforce Lightning sowie einer verbesserten User Experience

Weiterentwicklung der eigenen B2C App ("HEARO")

Weiterentwicklung und Implementierung von weiteren Teleaudiologie Lösungen

Weitentwicklung und Customization des ERP-Systems

Weiterentwicklung der Hörgeräte App für das audibene Horizon

Weiterentwicklung einer cloudbasierten Dynamic Dialer Plattform

Weiterentwicklung eines einheitlichen Data Layer Konzepts

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Statistischem Bundesamt sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % (Vorjahr +1,8 %). Für das Jahr 2024 wird gem. dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland ein BIP-Wachstum von 0,2 % erwartet. Gleichzeitig führte ein starker Anstieg der Inflation im Jahr 2022 zu einer erhöhten Unsicherheit, die sich im Jahr 2023 fortgesetzt hat.

Der wichtigste Absatzmarkt für die Gesellschaft ist Deutschland. Im Kalenderjahr 2023 wurden gemäß Bundesinnung der Hörakustiker ("biha") insgesamt 1.609.990 Hörgeräte in Deutschland verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 0,5 %. Somit lag die Steigerung des Absatzes von Hörgeräten in Deutschland 2023 wie in den Vorjahren über dem BIP-Wachstum Deutschlands, jedoch spürbar abgeschwächt. Gemäß den Prognosen der WHO werden bis 2050 global 2,5 Milliarden Menschen unter einer Hörminderung leiden, von denen 700 Millionen einen behandlungsbedürftigen Hörverlust haben werden. Hieraus wird für die zukünftigen Jahre ein weiteres Wachstum für die deutsche Hörgerätebranche erwartet.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz von audibene hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Durch die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung liegt zunächst der Fokus auf einer Verbesserung der Profitabilität und weniger auf einem starken Umsatzwachstum. Durch diese Maßnahmen hat sich der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft deutlich reduziert. Trotzdem war die audibene GmbH mit ihrem erwirtschafteten Umsatz die Einzelgesellschaft mit dem zweithöchsten Umsatz in der hear.com-Gruppe, die neben der audibene GmbH und ihren Tochtergesellschaften noch die US-amerikanische hear.com LLC umfasst. Innovative Produktneuerungen, die konsequente Ausrichtung der Marketing- Aktivitäten auf die relevante Zielgruppe sowie eine gute Reputation als anerkannter Anbieter für eine Versorgung mit hochwertigen Hörgeräten mit einem attraktiven Preis-Leistungs- Verhältnis sicherten audibene im vergangenen Geschäftsjahr einen reinen Hörgeräte- Umsatz ohne die Erlöse aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen an die Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 83.352 (i. Vj. TEUR 87.065). Trotz intensiven Wettbewerbs im relevanten Markt konnte audibene den Marktanteil in Deutschland im Wesentlichen behaupten.

Ertragslage

Die im Vorjahr prognostizierten Werte zum Umsatz konnten nicht erreicht werden. Der prognostizierte Wert zum EBITDA konnte jedoch erreicht werden. Der Umsatzplan für das Geschäftsjahr lag bei TEUR 90.000 bis TEUR 100.000 und wurde mit TEUR 89.565 knapp nicht erreicht. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde eine deutliche Verbesserung des EBITDA angestrebt, welche mit TEUR -6.264 (i. Vj. TEUR -22.730) erreicht werden konnte.

Die Verbesserung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der um 1,8 %-Punkte auf 45,4 % gesunkenen Personalaufwandsquote und der um 18,7 %-Punkte auf 40,9 % gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwandsquote. Die Entwicklungen sind insbesondere auf die in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 von der Geschäftsführung ergriffenen Maßnahmen zum Personalabbau und zur effizienteren Aussteuerung der digitalen Marketing-Kanäle zurückzuführen, die im aktuellen Geschäftsjahr zum Tragen kamen.

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

Okt 22 bis Sept 2023 Okt 21 bis Sept 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 89.565 93.409
- Andere aktivierte Eigenleistungen 4.363 5.242
- Sonstige betriebliche Erträge 15.372 16.996
- Materialaufwand -38.222 -38.573
- Personalaufwand -40.682 -44.091
- sonstige betriebliche Aufwendungen -36.660 -55.713
EBITDA -6.264 -22.730
- Abschreibungen -6.546 -16.965
EBIT -12.810 -39.695
± Finanzergebnis -2.515 -1.310
davon Zinsaufwendungen Verb. Unternehmen -1.786 -644
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -89 -369
Sonstige Steuern -2 0
Jahresüberschuss-/fehlbetrag -15.416 -41.374

Die Umsatzerlöse der audibene GmbH (erster wesentlicher Leistungsindikator) sind im Geschäftsjahr 2022/2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % auf TEUR 89.565 gesunken (i. Vj. TEUR 93.409). Die Umsatzerlöse unterteilen sich in Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hörgeräten in Höhe von TEUR 83.352 (i. Vj. TEUR 87.004) und Erlöse aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen der audibene GmbH an die Tochtergesellschaften inklusive Markups in Höhe von TEUR 6.213 (i. Vj. TEUR 6.405). Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen in Deutschland erzielt. Die Entwicklung ist damit begründet, dass die Geschäftsführung durch das eingeleitete Maßnahmenpaket beschloss, einen stärkeren Fokus auf die Profitabilität zu legen und weniger auf ein Umsatzwachstum. Das Maßnahmenpaket beinhaltete unter anderem Personalabbau, Beendung unprofitablerer Marketingkampagnen und die Optimierung des Produktangebots.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um TEUR 1.624 auf TEUR 15.372 gesunken und beinhalten maßgeblich die Weiterbelastungen von Kosten an die Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 9.254 (i. Vj. TEUR 11.510). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Wesentlichen durch die geringeren Weiterbelastungen von Kosten an die Tochterunternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, Audiocare Hearing Experts Malaysia Sdn Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia, hear.com - Simply Good Hearing Inc., Kitchener, Kanada, und um TEUR 2.802 geringere Erträge aus Währungsumrechnungen verringert. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten auch die Wertaufholung der im Vorjahr außerplanmäßig abgeschriebenen Anteile an dem verbundenen Unternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.150, da die Gründe für den niedrigeren Wertansatz des Vorjahres nicht mehr bestehen. Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Forschungszulage in Höhe von TEUR 482 (i. Vj. TEUR 0) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 287 (i. Vj. TEUR 0).

Der Wareneinsatz betrug TEUR 38.222 (i. Vj. TEUR 38.573) im Geschäftsjahr. Die Wareneinsatzquote im Verhältnis zum Umsatz erhöhte sich leicht von 41 % auf 43 %. Die Wareneinsatzquote für die Hörgeräte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 %-Punkte auf 16 %. Die Kosten für die bezogenen Leistungen der Akustiker für die Anpassungen stiegen leicht auf 27 % an (i. Vj. 26 %).

Die Summe der Aufwendungen für Personal lag bei TEUR 40.682 (i. Vj. TEUR 44.091). Die Verringerung um TEUR 3.409 resultiert daraus, dass sich die Anzahl der beschäftigten Personen von 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 von durchschnittlich 597 auf 484 reduzierte. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %-Punkte auf 45,4 %, aufgrund der im Vorjahr eingeleiteten Personalmaßnahmen, die im aktuellen Jahr zum Tragen kamen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 19.053 auf TEUR 36.660 im Geschäftsjahr verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Verringerung der Forderungsverluste um TEUR 10.988, der Weiterbelastungen um TEUR 2.266 und der Aufwendungen aus Währungsumrechnungen um TEUR 1.061 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechen einem prozentualen Anteil vom Umsatz in Höhe von 41 % (i. Vj. 60 %).

Im aktuellen Jahr lagen keine Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens vor. Im Vorjahr beinhaltet der Posten die außerplanmäßige Abschreibung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen Audicare Hearing Experts Malaysia Snd Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia, in Höhe von TEUR 7.743 aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs. Des Weiteren lag im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.150 vor.

Das EBITDA (zweiter wesentlicher finanzieller Leistungsindikator) ist mit TEUR -6.264 deutlich gestiegen. Dies resultiert insbesondere aus den niedrigeren Personalkosten und den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Der Jahresfehlbetrag beträgt TEUR 15.416 (i. Vj. Jahresfehlbetrag von TEUR 41.374). Ursächlich für den bilanziell ausgewiesenen Verlust sind im Wesentlichen das negative EBITDA (TEUR -6.264), Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.546 (i. Vj. TEUR 7.070) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.798 (i. Vj. TEUR 1.712).

Vermögenslage

Die nachfolgende Übersicht zeigt wesentliche Posten zur Vermögenslage:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Anlagevermögen . 26.242 25.867
Umlaufvermögen (ohne Liquidität) 34.549 35.434
Liquidität 30 3.039
ARAP 2.514 1.827
Summe Aktiva 63.335 66.167
30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Eigenkapital 9.619 25.035
Rückstellungen 8.514 8.358
Verbindlichkeiten 44.232 31.946
PRAP 970 828
Summe Passiva 63.335 66.167

Der Anstieg des Anlagevermögens von TEUR 25.867 auf TEUR 26.242 resultiert im Kern aus der Wertaufholung der im Vorjahr außerplanmäßig abgeschriebenen Anteile an dem verbundenen Unternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.150, da die Gründe für den niedrigeren Wertansatz des Vorjahres nicht mehr bestehen sowie aus Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von TEUR 4.591. Gegenläufig liegen die Abschreibungen bei TEUR 6.546, davon entfallen TEUR 6.043 auf die Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände.

Die Vorräte haben sich um TEUR 374 auf TEUR 3.792 (i. Vj. TEUR 3.418) erhöht. Bestandsrisiken bei den Vorräten, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit, gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreisen ergeben sind durch angemessene Abwertungen bzw. Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.227 (i. Vj. TEUR 738) im Jahresabschluss berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich u.a. aufgrund eines verbesserten Forderungsmanagements, insbesondere durch die Reduzierung der gesamt DSO (Days Sals Outstanding) von 49 auf 44 Tage aber auch aufgrund des um 4 % rückläufigen Umsatzes von TEUR 11.737 im Vorjahr auf TEUR 10.073 im Berichtsjahr reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von 14 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich geringfügig um TEUR 140 auf TEUR 17.407 zum Bilanzstichtag.

Die Intercompany-Forderungen bestehen gegenüber der hear.com N.V. in den Niederlanden, der audibene B.V. in den Niederlanden, der Sivantos PTE Ltd. in Singapur, der audibene GmbH in der Schweiz, der Hear Com (Pty) Ltd. in Südafrika sowie der Ihre Hörgeräte Beratung in Deutschland.

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem 30. September 2022 aufgrund des Jahresfehlbetrags um TEUR 15.416 auf TEUR 9.619 reduziert.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum um TEUR 12.286 auf TEUR 44.232 erhöht. Davon entfielen TEUR 12.443 auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Anstieg resultiert mit TEUR 11.994 im Wesentlichen aus der Rückeingliederung der Gesellschaft in den Cash-Pool des Konzerns.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 436 auf TEUR 4.200, wobei sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 594 auf TEUR 948 reduzierten. Dies ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 650 (i. Vj. TEUR 1.134) zurückzuführen.

Finanzlage

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war geprägt durch die Umsetzung des im Vorjahr eingeleiteten umfassenden Maßnahmenpaketes zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung.

Die Eigenkapitalquote betrug im aktuellen Geschäftsjahr 15 % (i. Vj. 38 %).

Für den Finanzierungsbedarf wurde die Gesellschaft im aktuellen Geschäftsjahr wieder in den Cash-Pool des WSA-Konzerns eingegliedert. Daneben besteht eine konzerninterne Finanzierung von TEUR 22.694 (i. Vj. TEUR 21.894) durch die Sivantos Pte. Ltd., Singapur. Die eingeräumte konzerninterne Finanzierung hat eine Laufzeit bis zum 3. Januar 2025 bzw. 23. Mai 2025 und kann bei Bedarf um jeweils 12 Monate verlängert werden. Die bestehende, harte Patronatserklärung der WS Audiology A/S, Lynge, Dänemark, wurde im Juni 2024 für weitere 18 Monate bis zum 30. November 2025 verlängert. Die WS Audiology A/S, Dänemark, sagt darin zu, die Gesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass sie ihren finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen kann.

Am 30. September 2023 waren flüssige Mittel in Höhe von TEUR 30 (i. Vj. TEUR 3.039) vorhanden. Der Rückgang der flüssigen Mittel um TEUR 3.009 resultiert aus der Rückeingliederung in den Cash-Pool.

Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage ist unter Berücksichtigung der finanziellen Unterstützung durch die harte Patronatserklärung der WS Audiology A/S, Lynge, Dänemark, der konzerninternen Finanzierung durch die Sivantos Pte Ltd. und der Einbindung in das konzernweite Cash-Pooling des WSA-Konzerns grundsätzlich geordnet. Die von der Geschäftsführung in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses, welche im Kern die Kostenreduktion, Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen in der gesamten Wertschöpfungskette sowie die Fokussierung auf profitablere Kundengruppen beinhalten, wurden im aktuellen Geschäftsjahr weiter fortgeführt. Die Umsetzung der Effizienzmaßnahmen wird im folgenden Geschäftsjahr fortgeführt. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird ein positives EBITDA erwartet.

3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (nicht steuerungsrelevant)

Kunden

Da die Gesellschaft im Wesentlichen im Endkundenbereich tätig ist, ist die Zufriedenheit unserer Kunden entscheidend für den langfristigen Geschäftserfolg und ein zentraler KPI. Die zentrale Bedeutung einer kundenorientierten Unternehmensausrichtung offenbart sich in vielen Bereichen. So verfügt audibene z.B. über einen eigenen kostenlosen Kundenservice, um professionell die entstehenden Kundenkontakte abzudecken. Zudem wird durch die Messung des NPS (Net Promotor Score) als KPI die Kundenzufriedenheit nach jedem Kauf oder Nicht-Kauf gemessen und ausgewertet. Der Net Promoter Score ist eine Kennzahl, die misst, inwiefern Konsumenten ein Produkt oder eine Dienstleistung auf einer Skala von -100 bis +100 weiterempfehlen würden. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der NPS stabil und befindet sich im Geschäftsjahr im mittleren zweistelligen Bereich.

Mitarbeiter

Eine nachhaltige Personalpolitik ist entscheidend für unseren Unternehmenserfolg. Zur Mitarbeiterentwicklung investiert das Unternehmen zusätzlich zu attraktiven Tätigkeiten in Fortbildung. audibene bildet z.B. alle Sales Teamleiter zu systematischen Business Coaches aus. Der Personalbestand wurde von durchschnittlich 597 im Geschäftsjahr 2022 auf 484 im Geschäftsjahr 2023 reduziert, wovon 85 leitende Angestellte waren.

Dank dieser und weiterer Personalinstrumente, wie z.B. der Weiterbildung, Familienfreundlichkeit und flexibler Arbeitszeiten, erreicht die audibene GmbH eine hohe Mitarbeitermotivation. Ein Großteil der Mitarbeiter arbeitete und arbeitet remote im Home- Office ohne Beeinträchtigung der Leistung und Prozesse.

Marketing & Vertrieb

Mit unserem Geschäftsmodell verfolgen wir einen maßgeschneiderten und beidseitigen Beratungsansatz, um neue Kunden von den Vorzügen moderner Hörsystemversorgung zu überzeugen. Neben Digital- und Beratungskompetenz ist die intensive Kooperation mit exzellenten Hörakustik-Partnern erfolgsentscheidend. Die Kunden werden über eine Vielzahl von Impressionen online aufmerksam auf audibene und das Thema Hörverlust und Hörgeräte gemacht. Der potenzielle Kunde füllt dann einen Fragebogen aus und wird von unseren Kundenberatern zeitnah angerufen. Alle Kunden werden über die verschiedenen Online-Marketing Channels (SEO, Social etc.) angesprochen. Entsprechend hohe Aufmerksamkeit wird auf Online-Marketing-Instrumente und deren Steuerung gelenkt. Die relevanten Kennzahlen unterteilen sich hierbei in reine Vertriebskennzahlen, aber auch auf den Onlinehandel fokussierte Kennzahlen zur Erfolgsmessung des Onlineshops und entsprechender Marketinginstrumente. Auf der Vertriebsseite steht der Auftragseingang im Fokus. Im Bereich Online Marketing sind Kennzahlen wie Besucherzahlen und Warenkorbwert von hoher Bedeutung.

4. Risiko- und Chancenbericht

Die audibene GmbH verfügt über ein internes Überwachungs- und Frühwarnsystem entlang des Customer Funnel, welches kontinuierlich unsere Sales- und Marketing Performance anhand von KPIs überwacht und aktualisiert.

Die Gesamtrisikosituation der audibene GmbH setzt sich aus verschiedenen Einzelrisiken zusammen. Zur Bewertung der Risiken wurde das Bruttoverfahren angewendet, um eine möglichst umfassende Darstellung der Risiken vorzunehmen. Die Gegenmaßnahmen werden unter den jeweiligen Risiken aufgeführt. Oberstes Ziel des Risikomanagements ist die Risikobegrenzung. Dabei ist es wichtig, Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen und gezielt zu kontrollieren.

Aus Sicht der Geschäftsführung überwiegen die Chancen deutlich die möglichen Risiken.

Folgende berichtsrelevante Einzelrisiken wurden identifiziert:

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Gesellschaft weist zum 30. September 2023 ein positives Eigenkapital, ein negatives Working Capital (definiert als Differenz aus dem Umlaufvermögen und den kurzfristigen Verbindlichkeiten) und geringe liquide Mittel aus.

Für die notwendige Finanzierung zur Durchführung des für 2023/2024 und Folgejahre beschlossenen Businessplans besteht eine konzerninterne Finanzierung von TEUR 22.694 (i. Vj. TEUR 21.894) durch die Sivantos Pte. Ltd., Singapur. Zudem wurde die Gesellschaft zu Beginn des Berichtsjahres in den Cash-Pool des WSA-Konzerns rückeingegliedert, um möglichen Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken. Hierbei ist die Einbindung aktuell nicht auf einen bestimmen Kreditrahmen beschränkt, ferner ist die Laufzeit nicht begrenzt. Zusätzlich hat die oberste Muttergesellschaft, die WS Audiology A/S, Dänemark, eine bis zum 30. November 2025 gültige Patronatserklärung ausgestellt, in der sie zusagt, die Gesellschaft finanziell so ausgestattet zu halten, dass sie ihren finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen kann. Ein finanzwirtschaftliches Risiko wird von der Geschäftsführung aufgrund der Rückeingliederung in den Cash-Pool des Konzerns im Berichtsjahr als gering eingeschätzt. Der für das aktuell laufende Geschäftsjahr 2023/2024 sowie für Folgejahre ggf. erforderliche Liquiditätsbedarf ist durch die Einbindung in das Cash-Pooling des Konzerns gesichert. Eine Bestandsgefährdung ergibt sich aus den oben dargestellten Risiken nicht.

Steigender Preiswettbewerb im Hörgeräte-Markt

Ein steigender Preiswettbewerb im Hörgerätemarkt würde die Profitabilität von audibene belasten, insbesondere sind hierbei eine verstärkte Konzentration unter den Hörgeräteakustiker-Ketten in Deutschland hervorzuheben. audibene differenziert sich mit seinen kundenspezifischen Angeboten, ausgefeiltem und innovativen Marketing und kundenorientiertem Service gegenüber dem Wettbewerb, der hauptsächlich über den Preis konkurriert, und reduziert somit deutlich das Margenrisiko auf ein adäquates Maß. Daher wird die Bedeutung als mittel und die Eintrittswahrscheinlichkeit als mittel eingeschätzt.

Nachfragerisiko

Die Nachfrage nach Hörgeräten ist abhängig von der Höhe der durch die Krankenkassen übernommenen Kostenanteile (sog. Festbeiträge). Bei einer Absenkung der Festbeiträge wäre mit geringerer Nachfrage und geringeren Umsätzen zu rechnen. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich. audibene beobachtet das regulatorische Umfeld in dieser Hinsicht sehr genau. Daher wird die Bedeutung als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit ebenfalls als gering eingeschätzt.

Preiserhöhungen durch Lieferanten

Aufgrund der starken Marktposition und des damit einhergehenden stark erhöhten Einkaufsvolumens konnten die Preise mit allen wesentlichen Hörgeräte-Herstellern im Geschäftsjahr stabil gehalten werden. Es verbleiben Preisrisiken im Bereich der Online Marketing Dienstleister wie Google und Facebook, die aufgrund ihrer Stellung im Markt die Preise signifikant anheben könnten. Ferner besteht das Risiko steigender Kosten bei den Partner-Akustikern für die Anpassung der Hörgeräte an den Endkunden. Es ergeben sich zum derzeitigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte auf einen wesentlichen Anstieg der Preise. audibene pflegt zu allen Lieferanten in allen Bereichen enge Geschäftsbeziehungen. Durch Lieferantendiversifizierung wird das Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten minimiert und somit ebenfalls das Preissteigerungsrisiko, das sich auf das EBITDA auswirken würde, reduziert. Daher wird die Bedeutung als gering und die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt.

Ausfallrisiken

Es bestehen latente Ausfallrisiken in Bezug auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Den Risiken wirkt audibene mit der Veräußerung von Kundenforderungen an einen externen Finanzdienstleister entgegen. Durch die Inanspruchnahme des echten Factorings werden mögliche Ausfallrisiken minimiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß der sich aus der Verwendung des Finanzinstruments ergebenden Risiken sind geringer als die sich ergebenden Ausfallrisiken der Forderungen gegen den Endkunden. Die Forderungen gegenüber dem Factoring-Dienstleister belaufen sich zum 30. September 2023 auf TEUR 1.196 (i. Vj. TEUR 1.528) und werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Weiterhin beinhalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen gegen Krankenkassen in Höhe von TEUR 3.264 (i. Vj. TEUR 3.166) zum Bilanzstichtag. Mit einer Ausfallrisiko ist hier nicht zu rechnen, da die Krankenkassen stets eine sehr gute Zahlungsmoral aufweisen.

Den Risiken stehen folgende Chancen gegenüber:

Weitere Internationalisierung: Der globale Hörgerätemarkt ist sehr groß und bietet noch viele Entwicklungsmöglichkeiten für innovative Anbieter wie audibene. Eine Übertragung des Geschäftsmodells von audibene in andere Märkte bietet große Chancen für weiteres Umsatzwachstum und hiermit einhergehend einen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis.

Ausbau des Produktportfolios: audibene führt regelmäßig innovative Produktkonzepte ein wie zum Beispiel die Einführung der audibene AX-Plattform mit Sonderfeatures in 2022/2023 bzw. die Einführung des audibene IX im aktuell laufenden Geschäftsjahr 2023/2024. Damit können weitere Zielgruppen erreicht werden, die dem Thema Hörgerät bisher skeptisch gegenüberstanden. Die Erreichung weiterer Zielgruppen geht einher mit einer Verbesserung des Umsatzes und des Jahresergebnisses.

Ausbau von Marketing: Erhebungen der WHO zur Folge leiden heute global mehr als 1,5 Milliarden Menschen unter einer Hörminderung. Von diesen haben 430 Millionen einen behandlungsbedürftigen Hörverlust. Bis 2050 prognostiziert die WHO, dass 2,5 Milliarden Menschen unter einer Hörminderung leiden werden, von denen 700 Millionen einen behandlungsbedürftigen Hörverlust haben werden. Trotzdem sind aktuell gemäß WHO Erhebungen nur global 17 % der Menschen, die unter einer Hörminderung leiden, mit Hörgeräten versorgt. Hieraus ergibt sich ein erhebliches Marktpotenzial für audibene durch die Erschließung der verbleibenden 83 % Nicht-Versorgten. Sollte audibene die Erschließung gelingen, ergibt sich hieraus ebenfalls die Chance auf eine Steigerung des Ergebnisses.

Alle Chancen sind für die Gesellschaft von hoher Bedeutung und mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit.

Die audibene GmbH bleibt für die Muttergesellschaft aufgrund der hohen Wachstumsaussichten von großer strategischer Bedeutung.

5. Prognose

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Das große Marktpotenzial unversorgter Menschen mit Hörminderung und die Positionierung von audibene als Dienstleister für Erstversorger bilden sehr gute Voraussetzungen für ein zukünftiges starkes Umsatzwachstum von audibene. Gemäß den Prognosen der WHO werden bis 2050 global 2,5 Milliarden Menschen unter einer Hörminderung leiden, von denen 700 Millionen einen behandlungsbedürftigen Hörverlust haben werden. Hieraus lässt sich für die zukünftigen Jahre ein weiteres Wachstum für die globale Hörgerätebranche erwarten.

Als erster wesentlicher finanzieller Leistungsindikator wird die Erzielung von Umsatzerlösen angesehen. Die audibene GmbH kalkuliert für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Umsatzplan von TEUR 90.000 bis TEUR 100.000. Gemäß aktuellen Hochrechnungen wird eine Zielerreichung innerhalb der Spanne für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet. Das Umsatzwachstum soll durch eine Ausweitung des Kundenstamms und des Partnernetzwerkes sowie der Marketingaktivitäten bei gleichzeitiger fortgeführter Steigerung der Konversionsraten erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 werden Umsatzerlöse von TEUR 100.000 bis TEUR 106.000 erwartet.

Das EBITDA ist der zweite wesentliche finanzielle Leistungsindikator. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wird eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr angestrebt. Ziel ist es, die Ertragslage vor allem durch Kostenmaßnahmen und Effizienzgewinne zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Mitarbeiterproduktivität, gemessen am Umsatz pro Kopf, und auch die Marketingproduktivität, gemessen am Umsatz durch Marketingkosten, maßgeblich. Die Kostenmaßnahmen beinhalten die Reduktion von sonstigen Kosten, Fokus auf profitablere Kundengruppen und Marketingkampagnen, Effizienzmaßnahmen in der Supply Chain und detailliertes Aussteuern von Produktportfolio, Verkaufspreisen und Rabatten.

Gemäß aktuellen Hochrechnungen wird eine Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwartet. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2024/2025, aufgrund der im aktuellen Geschäftsjahr weiter umgesetzten Maßnahmen, ein positives EBITDA erwartet.

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Berlin, 30. September 2024

audibene GmbH

Dr. Marco Vietor

Paul Crusius

Marco Wiesmann

Bilanz zum 30. September 2023

Aktiva

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.203.469,65 13.675.594,49
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.563,02 132.541,02
12.329.032,67 13.808.135,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 871.066,70 1.167.964,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.042.111,42 10.891.848,60
26.242.210,79 25.867.948,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.792.096,07 3.417.768,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.073.257,24 11.737.453,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.406.738,30 17.266.940,22
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.277.611,95 3.012.106,61
30.757.607,49 32.016.500,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 29.829,40 3.039.004,16
34.579.532,96 38.473.272,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.514.145,43 1.827.227,74
63.335.889,18 66.168.449,54

Passiva

30.09.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 55.382,00 55.382,00
II. Kapitalrücklage 114.890.204,12 114.890.204,12
III. Verlustvortrag -89.910.142,93 -48.536.480,09
IV. Jahresfehlbetrag -15.416.005,55 -41.373.662,84
9.619.437,64 25.035.443,19
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 179.806,00 179.806,00
2. Sonstige Rückstellungen 8.334.276,80 8.178.255,23
8.514.082,80 8.358.061,23
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.200.383,60 3.764.461,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.083.208,67 26.639.724,22
3. Sonstige Verbindlichkeiten 948.384,51 1.542.115,19
davon aus Steuern: EUR 650.532,40 (Vorjahr: EUR 1.134.338,54 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 107.705,01 (Vorjahr: EUR 77.813,29)
44.231.976,78 31.946.300,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 970.391,96 828.644,16
63.335.889,18 66.168.449,54

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 89.564.949,94 93.409.765,93
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.363.365,36 5.242.328,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 15.371.031,17 16.996.032,01
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.265.290,83 (i. Vj. EUR 4.067.474,61)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.429.854,05 13.927.072,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.792.287,81 24.645.973,13
38.222.141,86 38.573.045,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 34.094.223,49 36.831.349,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.587.425,70 7.259.343,72
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00)
40.681.649,19 44.090.692,77
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.545.896,18 7.070.362,56
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.660.054,25 55.713.924,96
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.396.315,33 (i. Vj. EUR 2.456.969,25 )
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 283.408,82 401.427,89
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 162.554,82 (i. Vj. EUR 261.090,92)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögen 0,00 9.893.754,95
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.798.344,44 1.712.494,97
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.785.959,76 (i. Vj. EUR 643.649,80)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 88.870,37 368.941,90
12. Ergebnis nach Steuern -15.414.201,00 -41.373.662,84
13. Sonstige Steuern 1.804,55 0,00
14. Jahresfehlbetrag -15.416.005,55 -41.373.662,84

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die audibene GmbH, nachfolgend "audibene" oder "Gesellschaft" genannt, hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Register Nummer HRB 141089 B). Das Geschäftsjahr der audibene GmbH beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für alle Kaufleute (§§ 242 ff. HGB), den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und den einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die audibene GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der hear.com N.V. und Teil des WS Audiology A/S Konzerns, Dänemark (WSA-Konzern).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen hat die Gesellschaft die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu beachten.

Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose aus und hat den Jahresabschluss unter Zugrundelegung der Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Die für die Aufstellung des Jahresabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die Gesellschaft aktiviert in Übereinstimmung mit dem Ansatzwahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Aufwendungen für die Entwicklung von Software als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und Abs. 2a HGB. Dabei wird die handelsrechtliche Wertuntergrenze gemäß § 255 Abs. 2 HGB zur Anwendung gebracht.

Die Abschreibung abnutzbarer selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear und entspricht im Wesentlichen den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und entsprechen im Wesentlichen den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Soweit bei einem Vermögensgegenstand des Anlagevermögens eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung der fortgeschriebenen Anschaffungskosten.

Die Vorräte werden zu individuellen Anschaffungskosten angesetzt und zum Stichtag unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Vorräte beinhalten ausschließlich Handelswaren.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt, erkennbare Einzelrisiken sind durch Bewertungsabschläge berücksichtigt. Daneben erfolgen pauschale Wertberichtigungen.

Die Bewertung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen werden nur für die in § 249 Abs. 1 HGB genannten Fälle gebildet. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, soweit für ihren Eintritt hinreichend konkrete Anhaltspunkte vorliegen. Soweit Rückstellungen eine Laufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden bei Zugang mit dem Kurs am Entstehungstag bewertet. Die Umrechnung am Abschlussstichtag erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB, sofern eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr besteht. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Bewertung mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge gebildet, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Der Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 30,175 % (Gewerbesteuersatz von 14,35 %, Körperschaftsteuersatz von 15 % und Solidaritätszuschlag von 5,5 %) bzw. 35 % für die französische Betriebsstätte zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände und die aktiven latenten Steuern entfallen auf die Verlustvorträge. Wie im Vorjahr werden auch im Geschäftsjahr die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowohl für Deutschland als auch für die französische Betriebsstätte bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern verrechnet (Steuersatz 35 % für Frankreich, 30,175 % für Deutschland). Darüberhinausgehende aktive latente Steuern werden nicht bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr gab es TEUR 4.591 Zugänge zu den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen, wovon TEUR 4.363 auf andere aktivierte Eigenleistungen entfielen. Der Buchwert der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der bereits im Vorjahr aktivierten Beträge und der kumulierten Abschreibung beträgt zum 30. September 2023 TEUR 12.203 (i. Vj. TEUR 13.676).

Die Finanzanlagen beinhalten folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 1 HGB:

Firma Sitz Ort/Land Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
Ort/Land % EUR EUR
audibene GmbH 1 Rotkreuz, Schweiz 100 819.119,65 - 2.623.738,30
audibene B.V. 2 Utrecht, Niederlande 100 -5.627.513,00 - 897.151,00
Ihre Hörgeräte Beratung GmbH 3 Berlin, Deutschland 100 - 97.784,46 - 4.712,54
Hear Com (Pty) Ltd. 4 Kapstadt, Südafrika 100 56.713,99 - 99.358,08
Audicare Hearing Experts Malaysia Snd Bhd 5 Kuala Lumpur, Malaysia 100 - 108.193,85 81.626,73
hear.com - Simply Good Hearing Inc. 6 Kitchener, Kanada 100 143.828,16 34.939,91

1 Gem. letztem vorliegenden Jahresabschluss (30. September 2023), erstellt nach Swiss GAAP.
2 Gem. letztem vorliegenden Jahresabschluss (30. September 2023), erstellt nach Dutch Civil Code zweites Buch, Titel 9.
3 Festgestellter Jahresabschluss 30. September 2023, erstellt nach HGB.
4 Gem. letztem vorliegenden Jahresabschluss (30. September 2023), erstellt nach IFRS & den lokalen Anforderungen des Companies Act of South Africa.
5 Gem. letztem vorliegenden Jahresabschluss (30. September 2023), erstellt nach IFRS & den lokalen Anforderungen des Companies Act Malaysia
6 Gem. letztem vorliegenden Jahresabschluss (30. September 2023), erstellt nach IFRS.

Vorräte

Die Vorräte haben sich um TEUR 374 auf TEUR 3.792 (i. Vj. TEUR 3.418) erhöht. Bestandsrisiken bei den Vorräten, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit, gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen bzw. Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.227 (i. Vj. TEUR 738) im Jahresabschluss berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 1.531 (i. Vj. TEUR 1.611) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.542 (i. Vj. TEUR 10.126) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 14.681 (i. Vj. TEUR 13.980) sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.726 (i. Vj. TEUR 3.287), darin enthalten sind Forderungen aus gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 2.660 (i. Vj. TEUR 3.250) und Zinsforderungen für das gewährte Darlehen in Höhe von TEUR 66 (i. Vj. TEUR 37). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.893 (i. Vj. TEUR 5.926) enthalten.

Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen gegen den Factoring-Partner in Höhe von TEUR 1.196 (i. Vj. TEUR 1.528), eine Forderung aus der Forschungszulage gegen das Finanzamt von TEUR 867 (i. Vj. TEUR 0) sowie eine Forderung gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 436 (i. Vj. TEUR 400) ausgewiesen.

Eigenkapital

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages von TEUR 15.416 ergibt sich ein Eigenkapital von TEUR 9.619 (i. Vj. TEUR 25.035). Das gezeichnete Kapital von TEUR 55 (i. Vj. TEUR 55) ist vollständig einbezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 114.890.

Angabe der Beträge im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB (§ 285 Nr. 28 HGB)

Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinn des § 268 Abs. 8 HGB ermittelt sich wie folgt:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
aus der Aktivierung selbst geschaffener Software (Restbuchwert) 12.203 13.676
./. darauf entfallende passive latente Steuern 3.682 4.127
Betrag aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 8.521 9.549

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.113 (i. Vj. TEUR 2.931) und Rückstellungen für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.490 (i. Vj. TEUR 3.476), hierin enthalten ist die Rückstellung für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in Höhe von TEUR 915 (i. Vj. TEUR 1.382). Weiterhin wurden sonstige Rückstellungen für die Folgeservice-Pauschalen der dem Verband der Ersatzkassen ("vdek") angehörenden Krankenkassen in Höhe von TEUR 712 (i. Vj. TEUR 0) sowie für Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 456 (i. Vj. TEUR 477) gebildet.

Die audibene GmbH gewährt ausgewählten Mitarbeitern virtuelle Aktienoptionen (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm). Dabei haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, ein bestimmtes Kontingent an virtuellen Aktien (VSOP) zu erwerben. Nach einer Halteperiode von zwei Jahren partizipieren diese darüber hinaus noch an der Wertsteigerung. Der Wert der virtuellen Aktien wird mittels einer vereinfachten Unternehmensbewertung basierend auf Umsatzwachstum und EBITDA Entwicklung ermittelt. Dabei wird ein Multiplikator auf das EBITDA und den Umsatz der hear.com-Gruppe verwendet. Für die virtuellen Aktien erhalten die Mitarbeiter einen Barausgleich, wenn sie sich nach Ablauf der Halteperiode für einen Verkauf entscheiden. Die Rückstellung für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm beläuft sich auf insgesamt TEUR 915 (i. Vj. TEUR 1.382). Bei der Berechnung der Wertsteigerung wurde mit einer Fluktuation von 5 % sowie einer durchschnittlichen Haltedauer von drei Jahren gerechnet.

Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr von 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.200.383,60 4.200.383,60 - -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.083.208,67 39.083.208,67 - -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 948.384,51 948.384,51
44.231.976,78 44.231.976,78 - -

Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 39.083 (i. Vj. TEUR 26.640) umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.462 (i. Vj. TEUR 4.342) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.621 (i. Vj. TEUR 22.298), bestehend aus erhaltenen Finanzierungen in Höhe von TEUR 22.694 (i. Vj. TEUR 21.894), Zinsverbindlichkeiten aus den erhaltenen Finanzierungen in Höhe von TEUR 933 (i. Vj. TEUR 397) und Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling gegenüber der Sivantos Pte. Ltd., Singapur, in Höhe von TEUR 11.994 (i. Vj. TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2022/2023 erfolgte die Wiedereingliederung der audibene in den Cash-Pool des Konzerns.

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 13) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 30. September 2023 beliefen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen auf insgesamt TEUR 994 (bis 1 Jahr TEUR 641, 2-5 Jahre TEUR 353 und über 5 Jahre TEUR 0).

Neben den Mietverhältnissen bestehen Zahlungsverpflichtungen aus 11 Kfz-Leasingverträgen mit einer monatlichen Gesamtbelastung von TEUR 8. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingfahrzeugen betrugen zum 30. September 2023 TEUR 57 (bis 1 Jahr TEUR 32, 2-5 Jahre TEUR 25 und über 5 Jahre TEUR 0).

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019/2020 eine Factoring-Vereinbarung abgeschlossen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Forderungen im Rahmen des sogenannten "echten" Factorings von TEUR 75.381 (i. Vj. TEUR 80.115) verkauft. Es handelt sich somit um einen Forderungsverkauf an den Factoring-Anbieter, der im Anschluss auch das Ausfallrisiko übernimmt. Das primäre Ziel besteht darin, die Liquiditätsposition zu verbessern sowie die Forderungsposition relativ zum Umsatz unter Kontrolle zu behalten. Risiken sind hierbei, dass durch den zusätzlichen Drittanbieter die operative Komplexität zunimmt. Darüber hinaus könnte die Kundenzufriedenheit leiden, da die Kommunikation zwischen Factoring-Anbieter und Kunden zwar gemeinsam definiert, aber nicht von audibene betrieben wird. Die Vorteile überwiegen allerdings durch die deutliche Liquiditätsverbesserung, die wesentliche Reduzierung des Forderungsbestands, die Flexibilität in der Auswahl der Zahlungsmethoden für Kunden, sowie die Reduzierung des Forderungsausfallrisikos. Im Ergebnis hat das Factoring auch zu der weiteren Verbesserung des working capital und zu einer Reduzierung der gesamt DSO (Days Sales Outstanding) von 49 auf 44 Tage im Geschäftsjahr beigetragen. Die Gebühren/Zinsen belaufen sich auf 0,85 % vom Umsatz des Kunden bei Rechnungskunden. Bei Ratenzahlern ist dies abhängig von der Ratendauer und beträgt 2,75 % (bei 3 Monaten) bis 17,05 % (bei 36 Monaten) vom Umsatz.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus der Weiterbelastung von Dienstleistungen der audibene GmbH an die Tochtergesellschaften inklusive Markups von TEUR 6.213 (i. Vj. TEUR 6.405). Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hörgeräten belaufen sich auf TEUR 83.352 (i. Vj. TEUR 87.004). TEUR 78.057 der Umsätze aus dem Verkauf von Hörgeräten wurden hauptsächlich in Deutschland erzielt und TEUR 5.295 in Frankreich.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten maßgeblich die Weiterbelastungen von Kosten an die Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 9.254 (i. Vj. TEUR 11.510). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten auch die Wertaufholung der im Vorjahr außerplanmäßig abgeschriebenen Anteile an dem verbundenen Unternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.150, da die Gründe für den niedrigeren Wertansatz des Vorjahres nicht mehr bestehen.

Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 287 (i. Vj. TEUR 0).

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im aktuellen Jahr liegen keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen vor. Im Vorjahr beinhaltet der Posten die außerplanmäßige Abschreibung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen Audicare Hearing Experts Malaysia Snd Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia, in Höhe von TEUR 7.743 aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs.

Des Weiteren lag im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen audibene GmbH, Rotkreuz, Schweiz, in Höhe von TEUR 2.150 vor.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen betreffen überwiegend Marketingkosten, Aufwendungen aus Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen, Mietaufwendungen, Aufwendungen aus Provisionen sowie Aufwendungen aus Forderungsverlusten und Wertberichtigungen auf Forderungen. Im Vorjahr beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Abschreibungen auf Forderungen gegen Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 10.670.

Gesamthonorar für die Abschlussprüfung

Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 66 und beinhaltet nur Abschlussprüfungsleistungen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Gesellschaft betreibt keine Forschung. Die Entwicklungskosten aus den aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres betragen TEUR 4.363 (i. Vj. TEUR 5.242). Diese sind unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert worden.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält Aufwendungen für Quellensteuer auf Lizenzleistungen an die Schwestergesellschaften in Indien und Südkorea.

Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren neben den Geschäftsführern durchschnittlich 484 (i. Vj. 597) Angestellte, wovon 85 (i. Vj. 91) leitende Angestellte waren, bei der Gesellschaft beschäftigt. Darunter waren 233 (i. Vj. 287) Frauen, 251 (i. Vj. 310) Männer und 0 divers (i. Vj. 0).

Mutterunternehmen und Konzernzugehörigkeit

Die audibene GmbH ist zu 100 % direkte Tochter der hear.com N.V.

Die audibene GmbH, Berlin, wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss des mittelbaren Mutterunternehmens WS Audiology A/S, Dänemark, der nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt wird, einbezogen. Dieser stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen, in den die audibene GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, dar. Der Konzernabschluss, Konzernlagebericht und Bestätigungsvermerk der WS Audiology A/S, Dänemark, für das zum 30. September 2023 endende Geschäftsjahr werden in englischer Sprache im Unternehmensregister durch die Sivantos Holding Germany GmbH offengelegt und hat befreiende Wirkung gemäß § 291 HGB.

Dementsprechend ist die audibene GmbH von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im aktuellen Geschäftsjahr erfolgten keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die bestehende Patronatserklärung der WS Audiology A/S, Dänemark, wurde im Juni 2024 für weitere 18 Monate bis zum 30. November 2025 verlängert.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ergeben.

Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Dr. Marco Vietor Tätigkeitsschwerpunkt Business development, Finanzen, HR
Weiterer Geschäftsführer: Paul Crusius Tätigkeitsschwerpunkt B2C & B2C Sales, Operations, Product
Weiterer Geschäftsführer: Marco Wiesmann Tätigkeitsschwerpunkt Customer Acquisition, IT Conversion-Management

Die Bezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr betragen TEUR 297 (i. Vj. TEUR 214).

Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Berlin, 30. September 2024

audibene GmbH

Dr. Marco Vietor

Paul Crusius

Marco Wiesmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.110.317,65 4.591.253,96 0,00 21.600,00 31.679.971,61
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 250.841,02 0,00 0,00 0,00 250.841,02
27.361.158,67 4.591.253,96 0,00 21.600,00 31.930.812,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.899.186,83 205.388,27 0,00 236.270,14 2.868.304,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.785.603,55 0,00 0,00 0,00 20.785.603,55
51.045.949,05 4.796.642,23 0,00 257.870,14 55.584.721,14
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Zugänge Zuschreibung Abgänge 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.434.723,16 6.043.030,80 0,00 1.252,00 19.476.501,96
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.300,00 6.978,00 0,00 0,00 125.278,00
13.553.023,16 6.050.008,80 0,00 1.252,00 19.601.779,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.731.222,09 495.887,38 0,00 229.871,21 1.997.238,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.893.754,95 0,00 2.150.262,82 0,00 7.743.492,13
25.178.000,20 6.545.896,18 2.150.262,82 231.123,21 29.342.510,35
Nettobuchwerte
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.203.469,65 13.675.594,49
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 125.563,02 132.541,02
12.329.032,67 13.808.135,51
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 871.066,70 1.167.964,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.042.111,42 10.891.848,60
26.242.210,79 25.867.948,85

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die audibene GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der audibene GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der audibene GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 30. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Himmelsbach, Wirtschaftsprüfer

Melissa Gramlich, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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