Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 7585
Vorher
ART Autolack-Systeme GmbH
Eingetragen
5.5.1986
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
der Handel mit Autolacken und Zubehör für Autolackierer und Kraftfahrzeugwerkstätten. Innerhalb dieses Bereiches ist die Gesellschaft zu allen Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig sind. Sie kann gleichartige oder ähnliche Gesellschaften errichten und sich an solchen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hendrik Franke
seit 27.1.2025
Geschäftsführer
Christian Zielonka
seit 6.6.2023
Prokura
Wolfram Schier
seit 15.1.2019
Prokura
Martin Sprenger
seit 23.1.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
BASF Coatings GmbHEigenbeteiligung
98.27%
BASF Coatings GmbHEigenbeteiligung
1.73%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.100 €
98.27%
Germany
900 €
1.73%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BASF Coatings Services GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Feststellung des Jahresabschlusses der BASF Coatings Services GmbH

Wir teilen gemäß § 328 Abs. 1, Ziffer 1 Satz 2 HGB mit, dass der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 der BASF Coatings Services GmbH am 10.07.2025 festgestellt wurde.

 

BASF Coatings Services GmbH

Gesellschafterbeschluss

Als alleinige Gesellschafterin der

BASF Coatings Services GmbH, Dortmund,

fasst die BASF Coatings GmbH, Münster, vertreten durch die Prokuristen

 

Antonius Lechler

und

 

Dr. Robert Arns

folgende Beschlüsse:

1.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 der BASF Coatings Services GmbH, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 mit einer Bilanzsumme von 14.824.080,28 €, der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, wird hiermit festgestellt.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Gewinn von 455.602,03 € wird aufgrund des mit der BASF Coatings GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags vom 18.05.1998 in voller Höhe an die BASF Coatings GmbH abgeführt werden.

2.

Dem Geschäftsführer, Herrn Florian Schäfer, wird für das Geschäftsjahr 2024 Entlastung erteilt.

3.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2025 wird die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt.

4.

Der vorliegende Beschluss wird zweifach ausgefertigt. Je eine Ausfertigung erhalten die unterzeichnete Gesellschafterin und die BASF Coatings Services GmbH.

 

Münster, den 10. Juli 2025

BASF Coatings GmbH

ppa. Lechler

ppa. Dr. Arns

Handelsregister HRB 7585 des Amtsgerichts Dortmund

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

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Anhang 31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen (1)
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.819,97 24.406,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.594,12 95.980,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.139,27 439.001,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.250,00 558.803,36 0,00 559.387,00
558.803,36 559.387,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.501,78 10.955,78
2. Handelswaren 4.618.417,60 4.625.919,38 3.479.158,07 3.490.113,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.586.897,38 2.683.009,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.674,27 29.567,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.049.496,76 9.638.068,41 6.036.543,24 8.749.120,57
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr EUR 5.639.561,60 (i.Vj. EUR 5.369.954,91)-
III. Kassenbestand 1.012,46 4.786,00
14.265.000,25 12.244.020,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 276,67 20.861,34
14.824.080,28 - 12.824.268,76

Passiva

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Anhang 31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 114.481,83 114.481,83
III. Bilanzgewinn (3) 59.479,24 59.479,24
225.961,07 225.961,07
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.317.468,00 3.636.433,00
2. Steuerrückstellungen 90.100,00 384.806,40
3. Sonstige Rückstellungen (5) 2.206.739,96 759.033,85
5.614.307,96 4.780.273,25
C. Verbindlichkeiten (6)
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.862,75 3.027,50
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.862,75 (i.Vj. EUR 3.027,50) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 854.975,09 733.511,78
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 854.975,09 (i.Vj. EUR 733.511,78) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.534.809,77 5.858.979,78
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.534.809,77 (i.Vj. EUR 5.858.979,78) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 576.077,76 1.222.515,38
-davon aus Steuern EUR 146.414,29 (i. Vj. EUR 171.115,39) -
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (i.Vj. EUR 6.020,64) -
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 560.285,10 (i.Vj. EUR 1.222.506,39) -
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 15.792,66 (i.Vj. EUR 8,99) -
8.970.725,37 7.818.034,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.085,88
14.824.080,28 12.824.268,76

 

Dortmund, den 12.05.2025

Hendrik PAUL Franke

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

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2024 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.412.408,66 44.086.780,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 342.460,86 595.904,53
-- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 84,83 (i.Vj. EUR 111,91) --
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 26.715.053,56 28.264.466,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 122.123,32 26.837.176,88 93.929,48 28.358.395,61
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.627.332,83 5.327.703,24
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.118.845,85 6.746.178,68 1.238.370,53 6.566.073,77
-- davon für Altersversorgung EUR 27.546,31 (i.Vj. EUR 216.249,68) --
5. Abschreibungen:
auf immatrielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 166.306,30 189.025,23
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.377.425,26 8.735.912,86
-- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 88,83 (i.Vj. EUR 106,92) --
-- davon sonstige Steuern EUR 431.849,83 (i.Vj. EUR 23.484,51) --
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.786,80 569,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 174.967,17 273.631,01
-- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 118.085,49 (i. Vj. EUR 165.673,56)
-- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 49.619,66 (i.Vj. EUR 40.950,00) --
9. Ergebnis nach Steuern 455.602,03 560.216,12
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 455.602,03 560.216,12
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00
12. Gewinnvortrag 59.479,24 59.479,24
13. Bilanzgewinn - 59.479,24 59.479,24

Anhang zum 31. Dezember 2024

A. Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Abschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 2 HGB.

Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen die Betragsangaben im Anhang in tausend Euro (TEUR).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.

Zugänge ab dem 01.01.2018, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 EUR, aber nicht 800 EUR, übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Vermögensgegenstände, die ab dem 01.01.2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 EUR nicht übersteigen, werden direkt im Aufwand erfasst.

Die Abschreibung erfolgt linear. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegruppen. Die durchschnittliche Abschreibungsdauer beträgt für Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 15 Jahre, technische Anlagen und Maschinen zehn Jahre, Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Anlagen sechs Jahre.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten. Als beizulegende Werte werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei Waren die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Zur Abdeckung von Lagerrisiken werden Bewertungsabschläge auf Basis von Reichweiten-Gängigkeitsanalysen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskoste Ausfall- und Wechselkursrisiken werden durch Abschreibungen und Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Kassenbestände

Kassenbestände werden zu Nominalbeträgen angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck modifiziert 2019 sowie unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen und Rentenanpassungen. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen werden nicht passiviert.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Lohn- und Umsatzsteuerrisiken.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für erkennbare Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

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Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2024 38 380 1.329 0 1.747
Zugänge (-) 55 98 12 165
Abgänge (-) (-) (-) (-) (-)
Stand am 31.12.2024 38 435 1.427 12 1.912
Abschreibungen
Stand am 01.01.2024 13 284 890 (-) 1.187
Zugänge 2 15 149 (-) 166
Abgänge (-) (-) (-) (-) (-)
Stand am 31.12.2024 15 299 1.039 (-) 1.353
Nettobuchwert 31.12.2024 23 136 388 12 559
Nettobuchwert 31.12.2023 24 96 439 (-) 560

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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2024 2023
davon RLZ über 1 Jahr davon RLZ über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.587 (-) 2.683 (-)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2 (-) 30 (-)
Sonstige Vermögensgegenstände 6.049 5.640 6.036 5.370

Die Forderungen gegen den Gesellschafter belaufen sich auf insgesamt 5 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR).

3. Eigenkapital

In 1998 wurde mit der BASF Coatings GmbH, Münster, ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Aus vororganschaftlicher Zeit besteht ein Gewinnvortrag in Höhe von 59 TEUR.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionen basiert auf folgenden Rechnungsgrundlagen:

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in Prozent 2024 2023
Rententrend 2,00 2,20
Gehaltstrend 3,00 3,00
Zinssatz (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) 1,90 1,82

Der Unterschiedsbetrag bei einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre zu einer Bewertung auf Basis des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre beträgt -28 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR).

Der Fehlbetrag aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen (Artikel 28 Abs. 2 EGHGB) beträgt 805 TEUR (Vorjahr: 1.119 TEUR).

5. Sonstige Rückstellungen

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2024 2023
Personalverpflichtungen, inkl. Boni 549 547
Verpflichtungen aufgrund von Ein- und Verkaufsgeschäften 87 87
Kundenboni 1.525 (-)
Übrige 46 125

6. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Mitzugehörigkeitsvermerke bzgl. der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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2024 2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.429 1.907
davon gegenüber Gesellschafter 2.185 1.702
Sonstige Verbindlichkeiten 5.106 3.952
davon gegenüber Gesellschafter 456 560

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich auf insgesamt 2.641 TEUR (Vorjahr: 2.262 TEUR).

E. Sonstige Angaben

1. Durchschnittlicher Personalstand

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2024 2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 27 29
Angestellte 62 60
Gesamt 89 89

2. Geschäftsführung

Florian Schäfer, hauptberuflich (bis 31.12.2024)

Hendrik Franke, hauptberuflich (ab 1.1.2025)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Anteile der BASF Coatings Services GmbH werden von der BASF Coatings GmbH gehalten. Die BASF Coatings GmbH wird in den Konzernabschluss der BASF SE, Ludwigshafen am Rhein, einbezogen. Die BASF SE stellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen nach den für die von der EU übernommenen IFRS- Richtlinien und einen Konzernlagebericht auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Die Gesellschaft wird nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

 

Dortmund, den 12/05/25

Hendrik PAUL Franke

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Gesellschaftsrechtliche Struktur

Die BASF Coatings Services GmbH (im Folgenden auch „BCSD“) ist eine Gruppengesellschaft der BASF SE, Ludwigshafen am Rhein.

Sämtliche Anteile der Gesellschaft werden von der BASF Coatings GmbH, Münster, gehalten, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Darüber hinaus bestehen mit der BASF Coatings GmbH sowie mit der BASF SE diverse Service-Verträge. Die Gesellschaft ist Teil der steuerlichen Organschaft der BASF SE.

Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren gelten wie im Vorjahr die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

1.2. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Autolacken und Zubehör für Autolackierer und Kraftfahrzeugwerkstätten. Die BCSD ist als überregionale Vertriebsgesellschaft für Autoreparatur und Nutzfahrzeuglacke in Deutschland tätig. Das Sortiment umfasst dabei hauptsächlich Lacke der Marke Glasurit.

Unsere Kunden erwarten umfassenden Service und Lösungen aus einer Hand. Unser Leistungsportfolio umfasst neben Lackprodukten und anwendungstechnischem Service auch die Ausmischung spritzfertiger Lacke, sowie alle Leistungen rund um die Bedürfnisse eines professionellen Fahrzeuglackierers und Reparaturbetriebes. Hierzu gehören beispielsweise Schulungsleistungen, Beratungsleistungen und zunehmend auch digitale Lösungsangebote zur Optimierung von Werkstattabläufen genauso wie Verbrauchsmaterialien, wie Schleifpapiere, Abklebebänder und Rührer bis hin zu Investitionsgütern in Form kompletter Werkstattausrüstungen.

Zusätzlich zu unseren Produkt- und Serviceleistungen bieten wir unseren Kunden seit Ende 2016, falls erforderlich, auch eine strategische Zusammenarbeit durch sog. Market Investment-Verträge an. Diese Verträge sind vor allem marktüblich im PKW-Geschäft und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahren mit dem Ziel das Geschäft mit strategischen Bestandskunden abzusichern sowie neue Kunden zu akquirieren.

Unsere Leistungen passen wir kontinuierlich den Erfordernissen des Marktes und unserer Kunden an. Weiterhin stellen wir sicher, dass Know-How über die bestehenden Beratungsleistungen für unsere Kunden auch innerhalb unserer Organisation kontinuierlich zur Verbesserung unserer Effizienz eingesetzt wird. Der Unternehmertag und ISO-Zertifizierungen unterstützen unsere Kunden im Hinblick auf eine gemeinsame profitable Zukunft.

1.3. Marktumfeld

Durch die zwischenzeitlich in nahezu allen Fahrzeugen verbauten Assistenzsysteme, wie Rückfahrkamera, Park- und Bremsassistenzsysteme, ist der Markt seit Jahren in Bezug auf das Absatzvolumen von Fahrzeugreparaturlacken rückläufig. Darüber hinaus verringert sich die Schadengröße kontinuierlich; wurden früher im Falle eines Kleinschadens ganze Fahrzeugteile repariert, wird zwischenzeitlich nur noch der Kleinschaden selbst im Spot- oder Smart Repair-Verfahren repariert. Das Refinish-Geschäft wird positiv vom Trend der Nachhaltigkeit „Reparieren statt Ersetzen“ geprägt. Auch die wirtschaftliche Situation führt dazu, dass Autos länger gehalten und ggf. öfter repariert werden.1

Nach wie vor ist das Geschäft aufgrund der hohen Margen für alle Marktteilnehmer attraktiv. Es kämpfen vier große Marktteilnehmer um den weiteren Ausbau ihres Marktanteils im „Premiumsegment“. Ein zweites Marktsegment, in welchem wir deutlich weniger Service anbieten, wird als „Value for Money-Segment“ bezeichnet. Dieses Segment wächst überproportional. Hier drängen kleinere Anbieter, in der Regel über qualitativ „gut genug Produkte“, zu attraktiven Preisen auf den Markt. Dies führt zu einer weiteren Steigerung des Wettbewerbsdrucks.

1.4. Ziele und Strategien

Trotz der stagnierenden Marktgröße im PKW-Bereich2 zielt unsere Geschäftsstrategie, klar auf Wachstum ab. Während wir mit unserem umfassenden Leistungsportfolio unser Bestandsgeschäft absichern möchten, konzentrieren wir uns zudem stark auf die Gewinnung von Neukunden. Unsere Vision dabei ist es, der bevorzugte Partner im Bereich der Autoreparaturlackierung zu sein und den Wandel in Digitalisierung und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Wir orientieren uns dabei an fünf strategischen Pfeilern: Bei strategischen Kunden gewinnen, Digitalisierung proaktiv vorantreiben, bei Nachhaltigkeit vorangehen, Segmentfokus erweitern und Teameffizienz verbessern.

Aus den strategischen Fokusbereichen leiten wir Maßnahmen ab, um unsere Marktanteile konsequent auszubauen. Beispielsweise arbeiten wir daran, mit maßgeschneiderten Lösungsangeboten für strategisch relevante Kundensegmente, wie OEMs und Werkstattketten, unseren Lieferanteil bei diesen Kundengruppen zu erhöhen. Die Differenzierung erreichen wir über ein nachhaltiges Produktportfolio (z.B. unser Basislacksystem Reihe 1003 , welches durch digitale Leistungsbausteine (z.B. Refinity) ergänzt wird. Die stetige Weiterentwicklung unserer Lösungen und letztendlich unserer Kunden ist Grundlage für unseren Geschäftserfolg. Darüber hinaus ergänzen wir unser „Value for Money“-Produktportfolio gezielt, um auch in diesem Marktsegment Marktanteile gewinnen zu können. Letztlich rundet unser Nutzfahrzeuggeschäft das Portfolio im deutschen Markt ab. Auch hier konzentrieren wir uns auf die Gewinnung von Neugeschäft.

Die Netzwerk- und Kundenbindungsprogramme „ColorMotion“, die von Glasurit initiiert werden, um in den Partnerbetrieben die dort vorhandenen Potentiale zu fördern, sowie die angebotenen „Value added Services“, Maßnahmen zur Betriebsunterstützung bis hin zu einem umfangreichen Schulungsangebot in einem weltweiten Netz moderner Trainingszentren, sind auch weiterhin Faktoren für unseren nachhaltigen Erfolg. Um zusätzliche Synergien zu realisieren, haben wir die Netzwerkaktivitäten auf DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) - Ebene zusammengefasst.

Darüber hinaus haben wir durch unser BOOST-Beraterteam ein gutes Mittel um Betriebe im Karosserie + Lack Bereich zu optimieren und so auch den Lackabsatz zu erhöhen.

1 Quelle: https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/Fahrzeugalter/2021/2021_b_kurzbericht_fz_alter_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=2 ; DAT Report2024_Pressemitteilung.pdf
2 Quelle: Reparaturen pro Pkw 2023 | Statista
3 Quelle: REIHE 100

1.5. Organisation

In den letzten fünf Jahren wurde die Organisation mehrfach neu ausgerichtet (z. B. Kunden-Service-Center, Logistikstrukturen, kaufmännischer- und technischer Außendienst). Während diese Anpassungen Personalreduktionen zur Folge hatten, wurde damit unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichergestellt. Diese Maßnahmen waren Ende 2019 formal abgeschlossen.

Im Laufe des Jahres 2022 wurden weitere organisatorische Veränderungen geplant und umgesetzt, um aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden und insgesamt wettbewerbsfähig zu bleiben. In dem Zusammenhang wurde das Lager in Braunschweig geschlossen und die Bürofläche in der Zentrale in Dortmund reduziert.

Im Jahr 2023 wurde die Bereichsstrategie „Future EC“ eingeführt und entsprechend haben sich interne Berichtslinien teilweise geändert. Dies hat aber nur sehr geringe Auswirkungen auf die lokale Organisation.

Ende des Jahres 2024 wurde ein Geschäftsführerwechsel bekannt gegeben, welcher Anfang 2025 umgesetzt wurde. Der langjährige technische Leiter, Hendrik Franke folgt somit auf den scheidenden Geschäftsführer Florian Schäfer.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der andauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine seit Februar 2022 beeinflusst die Energiepolitik langfristig. Hohe Energiekosten und Inflation prägten neben einer großen Unsicherheit das Geschäft. Die Inflationsrate sank im Laufe des Jahres und lag im Jahresdurchschnitt bei 2,2%,4 damit hat sie sich im Jahr 2024 wieder auf normalem Niveau begeben. Die Kosten für Energieprodukte sanken im Vergleich zum Vorjahr leicht, sind aber nach wie vor auf einem hohen Niveau (ca. 25% über 2021).5

In Deutschland sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die weiterhin angespannte geopolitische Lage, sowie hohe Zinsen senkten die Nachfrage und trübten die Konjunktur.6

Der Anstieg von Neuzulassungen von Personenkraftwagen im Laufe des Jahres 2023 setzt sich in 2024 nicht fort. Insgesamt wurden 2,8 Millionen Neuwagen zugelassen, damit 1% weniger als im Vorjahr.7 Die Autoproduktion lag mit rund 4,1 Millionen Autos auf dem Vorjahresniveau.8

Aktuell geben 80% der PKW-Halter an, dass sie ihr Auto länger fahren, um die Entwicklung der E-Mobilität abzuwarten. Entsprechend kann die Reparatur-Rate steigen.9

Dies hat auch entsprechenden Einfluss auf die Entwicklung des Autoreparaturlackgeschäfts.

4 Quelle: Inflationsrate im Jahr 2024 bei +2,2 % - Statistisches Bundesamt
5 Quelle: Erdgas- und Stromdurchschnittspreise - Statistisches Bundesamt
6 Quelle: https://www.bmwk.de/https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html
7 Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt - Pressemitteilungen - Fahrzeugzulassungen im Dezember 2024 - Jahresbilanz
8 Quelle: Pkw-Produktion in Deutschland 2024 | Statista
9 https://www.dat.de/fileadmin/de/images/produkte/DAT_Report/DAT_Report_NEW/2024/DAT_Report2024_Pressemitteilung.pdf

2.2. Ertragslage

Trotz des beschriebenen insgesamt rückläufig Marktumfeldes für Autoreparaturlacke konnte die Marktposition weitgehend behauptet werden. Das in 2023 veranschlagte Ziel von 1.379 KG Lackabsatz wurde dabei jedoch mit einem tatsächlichen Absatz von 1.261 KG verfehlt. Auch der anvisierte Jahresumsatz fällt mit 43,4 Mio€ im Jahr 2024 geringer aus, als er im Jahr 2023 mit 45,9 Mio€ geplant wurde. Die Erwartungen an das Jahr waren insgesamt besser, als es sich schließlich entwickelt hat. Dies zeigt auch die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex im Laufe des Jahres 202410.

Der Materialaufwand ist durch niedrigere Einkaufspreise von 28,4 Mio. € auf 26,8 Mio. € zurückgegangen. Die Materialaufwandsquote hat sich von 65 % im Vorjahr auf 62 % reduziert.

Die Personalaufwendungen sind mit 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €) fast unverändert geblieben. Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten ist mit 89 Mitarbeitenden gleichgeblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 8,7 Mio. € auf 9,4 Mio. € erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Dienstleistungs- und Frachtkosten sowie auf erhöhte Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen.

Insgesamt reduzierte sich das Ergebnis vor Gewinnabführung von 560 T€ im Vorjahr auf 456 T€ im Berichtsjahr.

Nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung in Höhe von 456 T€ ergab sich für das Geschäftsjahr ein Ergebnis in Höhe von 0 € (i. Vj. Ergebnis in Höhe von 0€).

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 2 Mio. € auf 14,8 Mio. € zum 31. Dezember 2024 erhöht.

Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 4 % (i. Vj. 4,4 %) am Gesamtvermögen und ist mit einem Wert von 0,6 Mio. € auf dem gleichen Niveau des Vorjahres geblieben.

Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 97 % (i. Vj. 95 %) des Gesamtvermögens und erhöhte sich von 12,2 Mio. € auf 14,3 Mio. € zum Bilanzstichtag. Das Vorratsvermögen wurde aufgrund des Systemwechsels zu S4 Hana gezielt aufgebaut, um jederzeit die Liefermöglichkeiten aufrechtzuerhalten (Erhöhung um 1,1 Mio. € auf 4,6 Mio. €). Infolge ungebuchter Boni auf Kundenebene haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 2,7 Mio. €auf 3,6 Mio. € erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen unverändert 6,0 Mio. € und enthalten im Wesentlichen Market Investments. Diese haben überwiegend eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

2.4. Finanzlage

2.4.1. Kapitalstruktur

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2024 ein Eigenkapital in gleicher Höhe von 0,2 Mio. € zum Vorjahr aus. Die Eigenkapitalquote hat sich von 1,8 % im Vorjahr auf 1,5 % zum Bilanzstichtag reduziert.

Die Rückstellungen betragen insgesamt 5,6 Mio. € zum 31. Dezember 2024 und weisen eine Erhöhung von 0,8 Mio. € aus. Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 0,8 Mio. € auf 2,2 Mio. € erhöht; dies ist überwiegend auf höhere Rückstellungen für Kundenrabatte zurückzuführen.

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2024 Verbindlichkeiten in Höhe von 9,0 Mio. €. Diese repräsentieren eine Quote von 60 % (i. Vj. 61 %) des Gesamtkapitals. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Verbindlichkeiten um 1,2 Mio. € gestiegen. Sie bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (7,5 Mio. €), insbesondere aus Cash Pool-Verbindlichkeiten (4,7 Mio. €, i. Vj. 3,4 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

10 ifo Geschäftsklimaindex gesunken (Dezember 2024) | Fakten | ifo Institut

2.4.2. Liquidität und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling der BASF SE teil. Die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten erfolgt im Wege der Innenfinanzierung und, sofern erforderlich, über die Inanspruchnahme des Cash-Pools der BASF SE. Der negative Cash-Pool-Bestand zum 31. Dezember 2024 beträgt 4,7 Mio. € (i. Vj. 3,4 Mio. €).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancen und Risikobericht

Mithilfe eines Chancen- und Risikomanagementsystems verfolgt die Gesellschaft kontinuierlich externe und interne Entwicklungen und legt entsprechende Maßnahmen zur Maximierung der Chancen und Eindämmung der Risiken fest. Wir sind weiterhin in das Steuerungssystem der BASF SE, Ludwigshafen am Rhein, einbezogen, so dass Chancen und Risiken, die zu einer Prognose- bzw. Zielabweichung führen, rechtzeitig erkannt werden können. Aus diesem Grund können wir zeitnah reagieren, wenn Abweichungen vom geplanten Umsatz und Ergebnis vor Ergebnisabführung möglich erscheinen.

Eine Chance ist für uns als ein wesentliches Übertreffen von Kennzahlen von den geplanten Geschäften und Entwicklungen definiert, und vice versa ein Risiko als substantielle Abweichung nach unten.

Die Elemente der internen Unternehmensteuerung (Risikomanagement, Compliance Management, Qualitätsmanagement, Internes Kontrollsystem, Prozesse) sind in der gesamten BASF- Gruppe implementiert. Notwendige Schulungen und Richtlinien sind ausgerollt, um allen Mitarbeitern Orientierung für rechtlich und ethisch einwandfreies Handeln zu geben.

Chancen sehen wir im Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen mit Werkstattketten und in zusätzlichen Kooperationen mit Versicherern und dem damit verbundenen Schadensmanagement. Darüber hinaus sehen wir wesentliche Chance für unser Geschäft im Hinblick auf die Differenzierung über das Thema Nachhaltigkeit. Wir sind davon überzeugt, unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 hierdurch weiter positiv gestalten zu können. Sollte diesbezüglich ein Ausbau der Geschäftsbeziehungen gelingen, der über das budgetierte Niveau hinausgeht, hätte dies über entsprechende Skaleneffekte positive Auswirkungen auf die Leistungsindikatoren der Gesellschaft.

Die folgenden Einzelrisiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung angegeben, beginnend mit dem Bedeutsamsten:

Aufgrund der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Lage ergeben sich Risiken hinsichtlich überhöhter Einstandskosten für Produktionsmaterialien, inkl. Fracht- und Energiekosten. Sollte die Preisentwicklung hierbei die im Budget veranschlagten Kosten überschreiten, hätte dies negative Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Wir gehen bzgl. dieses Risikos von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit aus und schätzen das Ausmaß ebenfalls als mittel ein. Durch den Einkaufsverbund im BASF-Konzern können wir frühzeitig und bestmöglich gegensteuern.

Die Inflationsrate hat sich auf 2-3 % normalisiert, wobei sie zuletzt wieder stieg. Sollte die Inflationsrate weiter steigen führt dies dazu, dass die Fixkosten der Produktion stärker steigen als geplant, hätte dies ebenfalls negative Auswirkungen auf das Ergebnis vor Ergebnisabführung. Wir gehen bzgl. dieses Risikos von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit aus und schätzen das Ausmaß ebenfalls als gering ein.

Insolvenzen sind auch weiterhin im Markt zu beobachten. Unser konsequentes Finanzmanagement minimiert das Risiko von Zahlungsausfällen. Bestehenden Risiken wird durch die Bildung von Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft schätzen wir insgesamt als gering ein.

Vor dem Hintergrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der BASF Coatings GmbH sowie der Einbindung in das Cash-Pooling der BASF SE sind finanzielle Risiken derzeit nicht erkennbar, die auf die künftige Geschäftsentwicklung wesentlich Einfluss nehmen könnten.

Insgesamt sind aus Sicht des Managements keine individuellen oder aggregierten Risiken erkennbar, die die Fortführung des Unternehmens in den nächsten 12 Monaten ab dem Datum der Aufstellung des Jahresabschlusses gefährden könnten.

3.2. Prognosebericht

Moderne technische Features in Fahrzeugen (Kameras, akustische Warnsysteme) führen zu immer sichererem Fahren und wird nach unserer Einschätzung zu Unfallzahlen führen, die mit geringerem Aufwand repariert werden müssen. Desweiteren gehen wir davon aus, dass Privatkunden im Neuwagengeschäft zurückhaltend agieren. Dies führt zu einer höheren Reparaturquote des existierenden Fuhrparks. Die höhere Anzahl der zu erwartenden Reparaturen wird im Spot- oder Smart Repair-Verfahren durchgeführt werden und führt zu steigenden Umsätzen in unserem Markt.

Mit unserer umsatzstärksten Marke Glasurit blicken wir sowohl im PKW- als auch im Nutzfahrzeugsegment positiv in die nähere Zukunft, da wir mit unserem Leistungsportfolio als auch mit der Qualität unserer technischen Services nach wie vor gut aufgestellt sind und weiterhin Marktanteile dazugewinnen möchten. Die Reparaturarbeiten verschieben sich zunehmend auf das strategische Kundensegment der Werkstattketten. Auch im Jahr 2025 konzentrieren sich unsere Akquisitionstätigkeiten auf dieses Kundensegment.

Die letzten Jahre waren geprägt durch hohe Unsicherheit im Markt. Insbesondere die Corona- Krise als auch diverse geopolitische Konflikte (z.B. Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts) haben dazu beigetragen. Wir gehen davon aus, dass das Marktumfeld auch 2025 sehr dynamisch bleibt und viele Kunden vorsichtig bezüglich größerer Investitionen in die Zukunft agieren.

Basierend auf Informationen des ifo-Instituts wird ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8% in 2025 erwartet.11

Insgesamt bleiben das Marktumfeld und die wirtschaftliche Lage übergreifend angespannt. Dennoch erwarten wir für 2025 eine moderate Erholung des Marktes. Außerdem werden wir zunehmend die Effekte verschiedener Neukundengewinne in unserem Ergebnis sehen. Damit erwarten wir auch eine Steigerung der eigenen Umsätze.

Im Jahr 2024 haben wir durch unsere konsequente Strategieumsetzung eine gute Ausgangssituation für das Geschäftsjahr 2025 geschaffen, um Wachstumspotentiale im Premium- als auch im Value-for-Money Segment zu realisieren. Neben unseren Marktaktivitäten legen wir in diesem Jahr einen großen Fokus auf eine effizientere Prozesslandschaft. Nur so können wir uns gegenüber dem sich weiter verschärfenden Wettbewerb erfolgreich positionieren und die großen Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit effektiv im Markt umsetzen.

In 2024 konnten wir eine Vielzahl strategischer Partnerschaften mit unseren Kunden verlängern durch Erneuerungen der Market Investment-Verträge. Parallel konnten wir Marktanteile vom Wettbewerb gewinnen, indem wir zahlreiche Verträge mit Neukunden schließen konnten. Die Anzahl an Neukunden im Jahr 2024 erreichte 23 Betriebe. Die Planung für das Geschäftsjahr 2025 erfolgt auf Basis der Erfahrungen aus dem Vorjahr und unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken. Die Geschäftsführung hat die zuvor genannten Rahmenbedingungen in einer aktualisierten Planung berücksichtigt und dementsprechend ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zur ursprünglichen Planung angepasst. Demnach wird erwartet, dass die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen werden.

11 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024: Deutsche Wirtschaft im Umbruch - Konjunktur und Wachstum schwach | Fakten | ifo Institut

Unsere Prognosen stützen sich auf allgemeine Rahmendaten, die unter anderem durch die BASF SE für alle konzernangehörigen Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Diese Prognosen enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Einschätzungen sowie auf den derzeit verfügbaren Informationen basieren. Diese sind von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Aufgrund des Prognosecharakters dieser Einschätzung kann die tatsächliche Entwicklung somit von unseren Erwartungen wesentlich abweichen.

 

Dortmund, den 12.05.2025

Hendrik PAUL Franke

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