avviarsi GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Michaeli seit 19.10.2021 | Prokura |
Marko Raabe seit 11.8.2021 | Geschäftsführer |
Christian Adolf Völxen seit 5.12.2018 | Geschäftsführer |
Valéry-Christoph Engelke seit 24.10.2007 | Geschäftsführer |
Mathias Kulke seit 24.10.2007 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Selinus Capital GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023Selinus Capital GmbH, Frankfurt am MainAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Selinus Capital GmbH, Frankfurt am Main
ANHANGI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Gliederung der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung für Kreditinstitute (RechKredV) angewandt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft, auf die aber nach § 340 Abs. 4a HGB i. V. m. § 340a HGB als Wertpapierinstitut gemäß WplG die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden sind. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und die Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung für Kreditinstitute (RechKredV) zu beachten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung waren nicht zu berücksichtigen. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, wurden bis zu einem Wert von 800 Euro im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die letzte Zuführung zum GWG-Sammelposten für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro erfolgte im Jahr 2013. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Flüssige Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungspositionen wurden zum Bilanzstichtag unter Beachtung der Vorschriften des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Jahresbilanz Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (Angaben nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 RechKredV)
Angaben gemäß § 35 Absatz 1 Nr. 4 RechKredV
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die gesamten Verbindlichkeiten in Höhe von 518.464,33 Euro (Vorjahr: 3.171.582,28 Euro) haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Angaben zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 441.360,00 Euro (Vj. 2.325.679,50 Euro) betreffen in Höhe von 271.073,00 Euro (Vj. 1.915.571,50 Euro) Personalkosten, in Höhe von 45.830,00 Euro (Vj. 45.538,00 Euro) die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und in Höhe von 124.457,00 Euro (Vj. 364.570,00 Euro) erbrachte aber noch nicht abgerechnete Rechtsberatungsleistungen, erbrachte aber noch nicht abgerechnete sonstige Leistungen sowie die Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen. Die Steuerrückstellungen betragen 0,00 Euro (Vj. 71.175,94 Euro). Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. des § 251 HGB bestanden nicht. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Angaben gem. § 34 Absatz 2 Nr. 1 RechKredV Aufgliederung der Provisionserträge nach geographischen Gesichtspunkten
Angaben gem. § 35 Absatz 1 Nr. 5 RechKredV Die Provisionserträge resultieren aus Anlagevermittlung an Dritte. Angaben zu sonstigen betrieblichen Erträgen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Verwaltungskosten i. H. v. 340.825,30 Euro enthalten. Ebenfalls enthalten sind die Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. 29.635,46 Euro. Des Weiteren setzten sich die sonstigen betrieblichen Erträge aus Erstattungen aufgrund des Aufwendungsausgleichgesetzes i. H. v. 6.585,51 Euro Versicherungsentschädigungen und Schadenersatz i. H. v. 4.788,85 Euro, sowie Erträgen aus der Strompreisbremse i. H. v. 693,67 Euro zusammen. V. Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB Am 06.12.2017 wurde mit der Landesbank Hessen-Thüringen ein gewerblicher Mietvertrag über die Büroräumlichkeiten "Neue Mainzer Landstraße 52-58, 60311 Frankfurt am Main" geschlossen. Durch Nachtrag vom 16.11.2022 wurde die Festlaufzeit um drei Jahre verlängert. Über die verbleibende Mietzeit ergeben sich ohne Berücksichtigung der Nebenkosten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 344.362,20 Euro. VI. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die folgenden Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten:
VII. Sonstige Angaben
Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Mathias KulkeValery-Christoph EngelkeChristian Adolf VölxenMarko RaabeSämtliche Geschäftsführer besitzen einen Abschluss als Diplom-Kaufmann. Herr Valery-Christoph Engelke und Herr Marko Raabe besitzen zudem einen Abschluss als Immobilienökonom. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 8,5 abgabepflichtige Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Hiervon waren 4,5 Arbeitnehmer im Vertrieb und 4,00 Arbeitnehmer im Back Office beschäftigt. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 979.450,58 € in voller Höhe vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetroffen. Ebenfalls ist bis zum Abschlussstichtag kein Gefährdungspotential unter den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für die Ertrags- und Vermögensentwicklung der Gesellschaft ersichtlich. Geschäftsführerbezüge Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Jahr 2023 Herr Mathias Kulke, Herr Valery-Christoph Engelke, Herr Christian Adolf Völxen und Herr Marko Raabe. An die Geschäftsführer wurden für die Tätigkeiten im Jahr 2023 Gesamtbezüge in Höhe von 1.446.388,26 € gewährt. Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird ausgeführt: Im Geschäftsjahr wurden an den Geschäftsführer Herrn Mathias Kulke keine Darlehen ausgereicht. Sämtliche bestehenden Darlehen mit einer unbestimmten Laufzeit und einer ordentlichen Kündigungsfrist von 10 Bankarbeitstagen wurden im Geschäftsjahr zu einem Zinssatz zwischen 4,5 % und 6,5% verzinst. Darüber hinaus wurden vom Geschäftsführer Herrn Mathias Kulke im Geschäftsjahr Darlehen i. H. v. insgesamt 200.000 Euro zurückgeführt. Im Geschäftsjahr wurde an den Geschäftsführer Herrn Valery-Christoph Engelke ein Darlehen über 56.000 Euro ausgereicht. Sämtliche bestehenden Darlehen mit einer unbestimmten Laufzeit und einer ordentlichen Kündigungsfrist von 10 Bankarbeitstagen wurden im Geschäftsjahr zu einem Zinssatz zwischen 4,5 % und 6,5% verzinst. Darüber hinaus wurden vom Geschäftsführer Herrn Valery-Christoph Engelke im Geschäftsjahr Darlehen i. H. v. insgesamt 200.000 Euro zurückgeführt. Abschlussprüferhonorar Das Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich im Jahr 2023 folgendermaßen zusammen:
Frankfurt am Main, den 13. Mai 2024 ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Selinus Capital GmbH wurde im Jahr 2007 gegründet und ist ein inhabergeführtes und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Anlagevermittlung zugelassenes Wertpapierinstitut (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG). Die Gesellschaft ist in der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen und ist geschäftsansässig in 60311 Frankfurt am Main, Neue Mainzer Str. 52-58. Einschließlich der Geschäftsleitung besteht die Gesellschaft derzeit aus vierzehn festangestellten Mitarbeitern. Mittelbare Gesellschafter (über die Rasque Beteiligungs OHG) und Geschäftsleiter des Unternehmens sind die Herren Valéry-Christoph Engelke und Mathias Kulke, die beide auch mittelbare Mehrheitsgesellschafter und jeweils einzelvertretungsberechtigt sind. Herr Max Michaeli ist unmittelbarer Minderheitsgesellschafter und gesamtvertretungsberechtigter Prokurist des Instituts. Weitere Geschäftsleiter sind Herr Christian A. Völxen und Herr Marko Raabe, die ebenfalls gesamtvertretungsberechtigt sind. Aufgrund der Größe des Unternehmens verfügt Selinus Capital über eine flache Hierarchiestruktur, die aus den Ebenen der Geschäftsführung einerseits und Mitarbeitern mit besonderem Aufgabenbereich andererseits besteht. Selinus Capital ist als sog. "Placement Agent" spezialisiert auf die Vermittlung von institutionellen Investoren an Fondsinitiatoren, welche Immobilienfonds auflegen und anbieten. Die Nutzung eines Placement Agents kommt für deutsche Fondsinitiatoren ohne Vertriebsarm wie für ausländische Anbieter in Betracht, die häufig über keine eigenen Strukturen zur Herstellung von Kontakten zu Investoren verfügen, um selbst Eigen- bzw. Beteiligungskapital in Deutschland einzuwerben. Die Gesellschaft verfügt somit über ein Netzwerk zu institutionellen deutschsprachigen Investoren sowie international agierenden Fondsinitiatoren und konzentriert sich auf solche Fondsinitiatoren, die den Bedürfnissen und Anforderungen ihrer Zielgruppe gerecht werden, ohne dass die Gesellschaft selbst in der Auswahl der Produkte auf einen bestimmten Anbieter beschränkt ist. Primärer Geschäftsbereich der Gesellschaft ist die Anlagevermittlung von Immobilienfonds gegenüber Fondsinitiatoren (Kunden), welche vornehmlich im deutschsprachigen Raum mit Fokus auf Deutschland ihre Produkte platzieren wollen. Andere erlaubnispflichtige Dienstleistungen i. S. d. WpIG, insbesondere andere Wertpapierdienstleistungen, erbringt die Gesellschaft nicht. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 spiegelte unter anderem die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie den Anstieg des Zinsumfeldes wider, der sich durch erhebliche Nachfragerückgänge nach Immobilienprodukten seitens der Marktteilnehmer auszeichnete. Die Provisionserträge sanken gegenüber dem Vorjahr erheblich. Die Platzierung von neu in das Vermittlungsportfolio aufgenommenen Fondsmanagern als auch die weitere Platzierung von bereits in den Vorjahren "vermittelten" Fondsmanagern erreichte nicht annährend das Niveau der Vorjahre, wobei sich das Geschäftsumfeld insgesamt herausfordernd zeigte. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland war die Wirtschaft im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn 2023 allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt hatten. Dämpfend wirkten zum einen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die geopolitischen Spannungen und Krisen 1 , zum anderen die spürbaren Effekte der restriktiveren Geldpolitik sowie der außergewöhnlich hohe Krankenstand. Dies führte dazu, dass im Jahr 2023 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland preisbereinigt um 0,3 % abnahm. 2 Bezüglich der konjunkturellen Dynamik der Weltwirtschaft kamen stützende Impulse für die Weltkonjunktur lediglich von der starken Binnennachfrage in den USA. In vielen anderen Regionen der Welt, wie im Euro- Raum, in Japan und im Vereinigten Königreich, belasteten die hohen Inflationsraten die privaten Konsumausgaben. Die schwache Binnennachfrage sowie der fragile Immobiliensektor in China verlangsamten das Wachstum in der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer. 3 Die Inflationsrate hat sich im Jahresverlauf 2023 vor allem infolge der deutlich rückläufigen Energiepreise spürbar abgeschwächt. Lag der Anstieg der Verbraucherpreise im Januar 2023 im Vorjahresvergleich noch bei 8,7 %, fiel er im Januar 2024 mit 2,9 % auf den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise 5,9 % über dem Wert des Vorjahres. Die hohen Inflationsraten zogen eine geldpolitische Straffung nach sich, was zu einer Vervielfachung der Finanzierungskosten im Jahresverlauf 2023 führte. 4
1 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft
und Klimaschutz, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage
in Deutschland im Dezember 2023", 13.12.2023.
3. Rahmenbedingungen in der Immobilienfonds-Branche Die Straffung der Geldpolitik hatte großen Einfluss auf das Anlageverhalten der Investoren. Aufgrund der dadurch bedingten höheren Finanzierungskosten, die auch zu Abwertungen in den Immobilienportfolios der Anleger führten, und zudem renditeträchtige Anlagealternativen zu der Assetklasse Immobilien eröffneten, zeigten die Anleger 2023 eine sehr zurückhaltende bzw. pausierende Investitionstätigkeit bzgl. der Assetklasse Immobilien. Nicht ausreichend angepasste Preisadjustierungen, aber vor allem nicht vorhandene Investitionsbudgets führten zu einem starken Rückgang bei der Nachfrage nach Immobilien im Vergleich zum Vorjahr. Selbst Immobilienprodukte, die Trends wie Nachhaltigkeit - Environmental Social Governance (ESG) in den Fokus rückten und spezielle regulatorische Anforderungen wie die Immobilienquote unter der AnIV erfüllten, fanden nur schwerlich interessierte Investoren. Mit einem Transaktionsvolumen für europäische Gewerbeimmobilien in Höhe von € 162 Mrd. im Jahr 2023 verringerte sich der Wert im Vergleich zum Vorjahr um 47 %. Dabei verzeichneten alle europäischen Märkte erheblich niedrigere Umsätze, so wie z. B. Deutschland (-56 %), Spanien (-35 %), Schweden (-45 %), Großbritannien (-32 %), Frankreich (-55 %) und den Niederlanden (-53 %). 5 Auch der deutsche Investmentmarkt wartete im abgelaufenen Jahr 2023 mit € 29 Mrd. (2022: € 66 Mrd.) mit einem deutlich niedrigeren gewerblichen Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr auf und sorgte damit für ein unterdurchschnittliches Transaktionsniveau bezogen auf die letzten zehn Jahre (Durchschnitt: € 48,7 Mrd.). Gründe für das im Jahresvergleich niedrigere Transaktionsvolumen lagen zum einen in den hohen Finanzierungskosten und zum anderen in den Renditen bei Alternativanlagen. Aber auch der andauernde Preisfindungsprozess zwischen Verkäufer und Käuferseite hemmte die Transaktionstätigkeit. Erstmals stellten 2023 Logistikimmobilien den stärksten Immobiliensektor, gefolgt von Wohnimmobilien. 6 4. Ertragslage Die Gesellschaft verzeichnete im Jahr 2023 einen Provisionsrückgang von 54 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2023 wurden somit Provisionserträge in Höhe von 4.090.400,12 Euro (Vj. 8.978.292,36 Euro) erzielt. Die Umsatzerlöse stammen aus Erlösen für Vermittlungsleistungen gegenüber Fondsinitiatoren (Anlagevermittlung, Bestandsschutz oder sog. Re-Ups), die im Wesentlichen aus Deutschland, Hong Kong, den Vereinigten Staaten von Amerika, Finnland und Australien bezahlt wurden.
4 Quelle: Quelle: Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2024 -
Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, S. 163
und 165.
Der Großteil der Aufwendungen stammte aus allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum (einschließlich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Abschreibungen und Wertberichtigungen) bei 5.091.498,73 Euro (Vj. 6.660.389,67 Euro) und setzten sich vor allem aus Personalkosten, Reise- und Repräsentationskosten, Raumkosten, Beratungskosten, Marketing- und Werbekosten zusammen. Erträge aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen insgesamt 83.222,07 Euro (Vj. Aufwand 904.134,87 Euro). Nach Berücksichtigung sonstiger betrieblicher Erträge sowie der Steuererträge und -aufwendungen wurde ein Jahresfehlbetrag im Jahr 2023 von 466.178,16 Euro (Vj. Jahresüberschuss 1.895.628,74 Euro) erwirtschaftet. 5. Finanzlage Die Eigenkapitalquote der Selinus Capital GmbH beträgt 70,81 %. Im Geschäftsjahr 2023 bestand zwar eine kurzfristige Kontokorrentfinanzierungsvereinbarung mit einem Kreditinstitut. Diese wurde jedoch nicht in Anspruch genommen. Aufgrund der Zahlungszuflüsse aus den Provisionserträgen konnte die Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Der Grad der Liquidität lag während des ganzen Jahres im positiven Bereich. Auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für 2023 war positiv und betrug 1.182,41 Tsd. Euro. Der Liquiditätsgrad 1. Grades betrug 1,97 (= liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten = 1.023.233,95 / 518.464,33), der Liquiditätsgrad 2. Grades betrug 4,29 (= (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten = (1.023.233,95 + 1.203.984,44) / 518.464,33) und der Liquiditätsgrad 3. Grades betrug 6,14 (= Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten = 3.186.423,74 / 518.464,33). 6. Vermögenslage Die wesentlichen Vermögenspositionen der Gesellschaft bestehen aus kurzfristig realisierbaren Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 1.203.984,44 Euro (Vj. 5.456.362,18 Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 959.295,35 Euro (Vj. 1.320.276,84 Euro) sowie flüssigen Mitteln in Höhe von 1.023.233,95 Euro (Vj. 1.471.031,89 Euro). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Forderungen gegenüber den Gesellschaftern des Unternehmens in Höhe von 519.802,52 Euro. Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens betrug 98 % der Bilanzsumme. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Neben dem kurzfristig gebundenen Vermögen war im Geschäftsjahr 2023 langfristig gebundenes Vermögen in Form von EDV-Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 64.037,29 Euro (Vj. 72.708,29 Euro) vorhanden. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 441.360,00 Euro (Vj. 2.325.679,50 Euro) betreffen in Höhe von 271.073,00 Euro (Vj. 1.915.571,50 Euro) Personalkosten, in Höhe von 45.830,00 Euro (Vj. 45.538,00 Euro) die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und in Höhe von 124.457,00 Euro (Vj. 364.570,00 Euro) erbrachte aber noch nicht abgerechnete Rechtsberatungsleistungen, erbrachte aber noch nicht abgerechnete sonstige Leistungen sowie die Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen. Die Steuerrückstellungen betragen 0,00 Euro (Vj. 71.175,94 Euro). Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 2.329.450,58 Euro (Vj. 2.795.628,74 Euro). Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Der Anteil des Eigenkapitals in Höhe von 2.329.450,58 Euro (Vj. 2.795.628,74 Euro) beläuft sich auf 70,81 % (Vj. 33,42 %) der Bilanzsumme in Höhe von 3.289.530,64 Euro (Vj. 8.364.066,46 Euro). C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose- und Chancenbericht Es ist davon auszugehen, dass bedingt durch die Auswirkungen der Geldpolitik (Zinsen) und Weltwirtschaftslage im Allgemeinen, auch 2024 die Weltwirtschaft vor großen Herausforderungen steht. In welchem Maße die Assetklasse "Immobilie" insgesamt selbst und die Nachfrage nach dieser betroffen sein wird, ist schwer abzuschätzen, jedoch ist von einer weiterhin zurückhaltenden Investitionstätigkeit seitens der Anleger auszugehen. Auf der einen Seite kann aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten, wie z. B. Inflation und das dadurch bedingte hohe Zinsniveau, die voraussichtlichen Abwertungen innerhalb der Immobilienportfolien sowie renditeträchtiger Investitionsalternativen, mit einer geringeren Nachfrage nach Immobilien gerechnet werden. Auf der anderen Seite können insgesamt fallende Preisniveaus attraktive Einstiegschancen bei direkten Immobilieninvestitionen und Immobilienfondsprodukten für institutionelle Investoren bieten. Die Gesellschaft wird auch 2024 ihre bewährte Strategie fortführen und somit Investoren auf eine breite Palette von Fondsmanagern hinweisen. Diese Fondsmanager bieten unterschiedliche Produkte (Diversifizierung) bezüglich des geographischen Investitionshorizonts (Europa, Asien, USA), der Phasen der Kapitaleinwerbung (erstes bis finales Closing) und der unterschiedlichen Immobiliensektoren an. Eine hohe ESG-Konformität bei neuen Produkten wird hierbei angestrebt. Wie in den vergangenen Jahren ermöglicht dies die Ansprache einer großen Anzahl von Investoren mit verschiedenen Anforderungen bzw. Interessen. In diesem Zusammenhang werden weiterhin kontinuierlich Nachfragetrends und Märkte beobachtet, um bei Bedarf mögliche nötige Anpassungen und Weiterentwicklungen am Angebotsportfolio von Fondsmanagern zu identifizieren und entsprechend umzusetzen. Im Vergleich zum Vorjahr wird für 2024 trotz der weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Lage in Europa mit einem leicht verbesserten Neugeschäft und Jahresergebnis gerechnet. 2. Risikomanagement und Angaben zu Einzelrisiken Die Gesellschaft betreibt derzeit die Anlagevermittlung gegenüber Fondsinitiatoren, daher sind unter Berücksichtigung der Größe sowie Art und Umfang der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft die vorzuhaltenden Kontrollstrukturen (vorbehaltlich erlaubter Ausnahmetatbestände) schlank gehalten. Die Geschäftsleiter, die auch Inhaber der Gesellschaft sind, üben die wesentlichen Kontrollfunktionen in Abstimmung mit den ausgelagerten Bereichen selbst aus. Im Rahmen der Überwachung der Anforderungen zur Risiko- und Liquiditätssteuerung überprüfen die Geschäftsleiter auf regelmäßiger Basis die laufende Geschäftstätigkeit. Hierbei werden die aktuellen Zahlen dem vorab erstellten Budget unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäfts- und Marktlage gegenübergestellt. Gemäß den Vorgaben nach § 249 HGB wurden im Berichtszeitraum die folgenden Risikovorsorgemaßnahmen getroffen:
Liquiditätsrisiko Aufgrund der Eigenkapitalquote in Höhe von 70,81 %, des hohen Anteils an kurzfristig gebundenen Forderungen und der zu jedem Zeitpunkt bestehenden ausreichenden liquiden Mittel bestehen keine besonderen Liquiditätsrisiken. Weitere Risiken für das Wertpapierinstitut Adressausfallrisiko Die ausstehenden Forderungen bestehen gegenüber Kunden, mit denen Selinus Capital bereits seit längerer Zeit zusammenarbeitet. Weiterhin sind alle Kunden profitabel und haben eine gute Bonität. In der Vergangenheit wurden alle Forderungen beglichen, sodass das Ausfallrisiko als sehr gering erachtet wird. Internes Betrugsrisiko Das interne Betrugsrisiko ist weiterhin insgesamt als gering anzusehen, da die Gesellschaft weder kontogebundene Zahlungsverkehrs- und Handelsgeschäfte für Dritte durchführt, noch aktiv in kundenbezogene Transaktionen eingebunden ist. Fondsplatzierung Risiken im Bereich der Fondsplatzierung resultieren aus der Unsicherheit der erwarteten Erträge im Zuge der geplanten Platzierung bestehender und neuer Fondsprodukte. In diesem Zusammenhang sind Gebühreneinnahmen von dem platzierten Fondsvolumen abhängig. Kundenzufriedenheit Auch wenn Selinus Capital selbst nicht für die Performance der von ihr platzierten Fonds verantwortlich ist, so liegt dennoch ein Risiko in der Kundenzufriedenheit und der Kundenbindung bezüglich der institutionellen Anleger. Leidet die Reputation von Selinus Capital als Vermittler für institutionelle Fonds, kann auch der Vertrieb neuer Fondsprodukte gefährdet werden, für die neben den Bestandskunden auch Neukunden für von Selinus Capital vermittelte Fondsprodukte gewonnen werden sollen. Im Jahr 2023 gab es - wie auch in den Jahren zuvor - keine Kundenbeschwerden. Rechtliche Risiken Selinus Capital sind keine Rechtsstreitigkeiten bekannt, weder anhängig noch drohend. Risiken für die Kunden Die Risiken, die einem Kunden, den Fondsmanagern, von der von Selinus Capital getätigten Geschäftstätigkeit entstehen können, werden als gering eingeschätzt, da Selinus Capital keine Kundengelder hält und Fondsmanager nur eine Vergütung zahlen, wenn eine von Selinus Capital erbrachte Dienstleistung zu einer Investition in einen gemanagten Fonds führt. 3. Gesamtbild der Risikolage Es lassen sich keine wesentlichen Risiken in Bezug auf die geschäftliche Entwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft feststellen. Die gebildeten Bilanzpositionen, vor allem bezüglich etwaiger Risikopositionen, sind angemessen bewertet. 4. Angaben zum Risikomanagementsystem Die Gesellschaft hat sich aufgrund der Unternehmensgröße dazu entschieden, die Bereiche Lohnbuchhaltung, Abschlusserstellung und Meldewesen sowie Compliance und Geldwäscheprävention auf externe Dienstleister auszulagern, behält sich jedoch die Gesamtverantwortung vor. Der mit dem jeweiligen Auslagerungsdienstleister geschlossene Vertrag stellt im Rechte- und Pflichtenkatalog die Unabhängigkeit und die Zurverfügungstellung von ausreichenden Ressourcen durch die Vertragsparteien sicher. Auf der Gegenseite stellt die Gesellschaft sicher, dass der Dienstleister Zugriff auf alle zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendigen Informationen hat bzw. hierüber in Kenntnis gesetzt wird. Die Art, Form und Inhalt des jeweiligen Dienstleistungsvertrages sind auf Dauerhaftigkeit ausgelegt. Die Funktionen der Internen Revision und des Risikomanagements nehmen die Geschäftsleiter der Selinus Capital selbst wahr und üben dabei die wesentlichen Kontrollfunktionen - in Abstimmung mit den ausgelagerten Bereichen - selbst aus. Die Funktion des Risikomanagements nehmen die Geschäftsleiter gemeinsam wahr. Während diese Funktion grundsätzlich exklusiv wahrzunehmen ist, betrachtet Selinus Capital die Funktionsausgestaltung unter Berücksichtigung der Institutsgröße und Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft als angemessen. Im Rahmen der Überwachung der Anforderungen zur Risiko- und Liquiditätssteuerung gemäß MaRisk überprüfen die Geschäftsleiter in der quartalsweise stattfindenden Geschäftsleiter-/Gesellschafterversammlung die laufende Geschäftstätigkeit. Hierbei werden die aktuellen Zahlen unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäfts- und Marktlage dem vorab erstellten Budget gegenübergestellt. Die Funktion der internen Revision nimmt der Geschäftsleiter Mathias Kulke selbst wahr. Er berichtet jährlich im Rahmen seines Berichts an die Geschäftsleitung. Über fortlaufende aus der aktuellen Revisionstätigkeit resultierende Ergebnisse und wesentliche Erkenntnisse berichtet er in der quartalsweise stattfindenden Geschäftsleiter-/Gesellschafterversammlung, an der auch der externe Compliance- Beauftragte teilnimmt, sowie ad hoc. Sofern notwendig, werden der externe Compliance-Beauftragte und der Abschlussprüfer über wesentliche Ereignisse und Erkenntnisse zeitnah informiert. Gegenstand der Prüfung ist die Einhaltung der einschlägigen handels- und aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Grundlage für die Erstellung des Revisionsberichts sind die Anforderungen der MaRisk (09/2017) AT 4.4.3 und BT 2 unter ergänzender Berücksichtigung der Leitlinien des Prüfungsstandards PS 321 des IDW sowie die PrüfBV als sog. "best practice" Der externe Compliance-Beauftragte berichtet im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit an die Geschäftsleitung des Unternehmens. Der gemäß Geschäftsverteilungsplan für die Compliance- und Geldwäsche-Prävention zuständige Geschäftsleiter ist Herr Valery-Christoph Engelke. Der externe Compliance- und Geldwäsche-Beauftragte erstellt einen jährlichen Compliance-Bericht sowie eine Geldwäscherisiko- und Gefährdungsanalyse. Über fortlaufende, aus der aktuellen Tätigkeit resultierende Ergebnisse und wesentliche Erkenntnisse berichtet er ad hoc. In Bezug auf die Geldwäscheprävention ist des Weiteren herauszustellen, dass Selinus Capital nicht in den Geldverkehr zwischen Fondsinitiator und Investor eingebunden ist.
Frankfurt am Main, den 13. Mai 2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Selinus Capital GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Selinus Capital GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Selinus Capital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. Mai 2024 WEDDING
& Cie. GmbH
Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer Oliver Robbe, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungDer Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beträgt EUR 466.178,16. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt EUR 1.445.628,74. Der Bilanzgewinn der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 979.450,58. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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