VAG Verkehrs- Aktiengesellschaft
Am Plärrer 43, 90429 Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Berger seit 18.6.2025 | Prokura |
Andreas May seit 9.4.2021 | Prokura |
Magdalena Weigel seit 22.8.2019 | Vorstandsmitglied |
Tim Dipl.-Ing. Dahlmann-Resing seit 10.8.2012 | Vorstandsmitglied |
Rainer Kleedörfer seit 26.3.2012 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VAG Verkehrs-AktiengesellschaftNürnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, NürnbergA Geschäft und Rahmenbedingungen Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung (StWN) mit Sitz in Nürnberg. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von öffentlichen Verkehrsmitteln und -anlagen. Die VAG bietet Verkehrsleistungen im Stadtgebiet Nürnberg und einigen Nachbarortslinien an. Die VAG ist durch die Stadt Nürnberg auf Grundlage eines Öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Nürnberg, einschließlich einiger Stadtgrenzen überschreitender Linien, betraut worden. B Wirtschaftsbericht B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr, angesichts der vorangegangenen Krisen, als schwach erwiesen. So ergab sich für das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt ein Rückgang um 0,3 % ausgelöst überwiegend durch den schwachen privaten Konsum. Nach ersten Einschätzungen belief sich die Inflationsrate im Dezember auf 3,7 % und erhöhte sich im Vergleich zum Vormonat. Diese Entwicklung ist jedoch überwiegend auf die Dezember-Soforthilfen zum Jahresende 2022 zurückzuführen. Die Inflationsentwicklung dürfte weiterhin durch steuerliche und fiskalische Maßnahmen geprägt werden, aber auch durch inflationssenkende Faktoren, wie sinkende Erzeuger- und Importpreise, eine straffe Geldpolitik sowie die Normalisierung der Gewinnmargen. Arbeitsmarkt Der Arbeitsmarkt in Deutschland blieb im Jahr 2023 trotz schwacher Konjunktur stabil. Bundesweit stieg die Arbeitslosenquote von 5,3 % im Vorjahr auf 5,7 %. Im Stadtgebiet Nürnberg erhöhte sich der Wert zum 31. Dezember 2023 auf 6,1 % (Vorjahr 5,5 %). Fahrgastzahlen Im Berichtsjahr waren rund 9,5 Milliarden Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen unterwegs. Damit hat sich die Nachfrage im deutschen ÖPNV nach mehreren Jahren pandemiebedingter Einbrüche weiter erholt. Insgesamt konnte eine Steigerung von 8,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, was überwiegend auf die Einführung des Deutschlandtickets (D-Ticket) zurückzuführen ist. B.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2023 der VAG spiegelte einerseits die zunehmende Bedeutung des Personennahverkehrs, andererseits aber auch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwicklung in Folge des Ukraine-Konflikts sowie die schwierige Personallage insbesondere im Bereich des Fahrpersonals wider. Eine besondere Rolle spielte die Einführung des D-Tickets und dessen Sonderformen (D-Ticket Job, Bayerisches Ermäßigungsticket, D-Ticket Nürnberg-Pass). Markt und Kunde Ab Mai 2023 wurde das D-Ticket im Vertragskundengeschäft zu einem Monatspreis von 49 Euro als ausschließlich elektronisches Ticket umgesetzt und im Jahresverlauf in den oben genannten Sonderformen ausgeprägt. Dies hatte einen wesentlichen Einfluss auf die operativen Prozesse in Vertrieb und Marketing, die Ticket- und Nachfragestruktur sowie das Mobilitätsverhalten der Kund*innen. Insgesamt stieg die Anzahl der Abonennt*innen bei der VAG (einschließlich 365-Euro-Ticket VGN für Selbstzahlende) bis zum Jahresende (Stand 1. Januar 2024) auf rund 239.000 (davon 214.000 D-Tickets, Vorjahr 116.462) an. Die Zahl der betreuten Firmen im Jobticket erhöhte sich zum Jahresende auf 499 (Vorjahr 278). In der Kundenkommunikation sowie im Kundenservice erwuchs hieraus ein deutlich erhöhter Servicebedarf. Durch das D-Ticket verursachte Fahrgeldmindereinnahmen sowie vertriebliche Umsetzungskosten im Jahr 2023 werden mit einem Solleinnahmenvergleich zum Basisjahr 2019 durch öffentliche Beihilfeleistungen vollständig ausgeglichen. Der vorläufige Ausgleich für das Jahr 2023 lag in Summe bei rund 25.812 T€ und wird unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Auftrag der VAG durchgeführte kontinuierliche Marktanalysen zum Mobilitätsverhalten der Nürnberger Bevölkerung wiesen für den ÖPNV in Nürnberg für die Monate Oktober 2022 bis September 2023 mit 23,3 % einen Marktanteil auf Vor-Pandemieniveau aus. Der gemessene Zufriedenheitsindex (Saldo aus Anteil zufriedener und unzufriedener Kunden) lag im Befragungszeitraum bei +51 und somit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Speziell bei den Zufriedenheitsmerkmalen "Fahrpreis" und "Fahrkartensortiment" war die Entwicklung der Befragungsergebnisse im Vorjahresvergleich deutlich positiv. Die auf Basis der Nutzungshäufigkeit der im VGN verkauften Fahrausweisarten rechnerisch ermittelte Gesamtzahl der Fahrgäste (Nürnberg mit Nachbarorten und U-Bahn Fürth) stieg im Jahr 2023 um 13,1 % auf 154,0 Mio. Personen und damit auf einen neuen Höchstwert. Die Fahrgäste verteilten sich auf Regeltarif (136,5 Mio.), Schwerbehindertenbeförderung (10,3 Mio.) und Sonstige (7,2 Mio.). Die Zahlen unterliegen wegen nicht abbildbaren strukturellen Veränderungen der Fahrausweisnutzung statistischen Unsicherheiten. Zum 1. Januar 2023 wurden die Fahrpreise im VGN über alle Tarifstufen um durchschnittlich 3,0 % erhöht. Der zugrunde liegende VGN-Mobilitätsindex bildet neben den prognostizierten Kostensteigerungen der Verkehrsunternehmen im VGN mit gleichem Gewicht die indexierte Einkommensentwicklung der mittelfränkischen Privathaushalte ab. Zusätzlich wurde die zum 1. Januar 2022 ausgesetzte Tariferhöhung in den Tarifstufen A und K (Tarifgebiet Nürnberg-Fürth) von (verbundweit) 5,50 % unterjährig zum 1. Mai 2023 nachgeholt. Mit der Integration des E-Scooteranbieters VOI wurde die App NürnbergMOBIL in Version 2.0 mit einem neuen Userinterface zu einer multimodalen Plattform weiterentwickelt. Eine Anschlussförderung des Projekts bis Mitte 2026 konnte gesichert werden. Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb Der Fahrgastbetrieb konnte im Jahr 2023 weitgehend stabil erbracht werden. Wegen baustellenbedingter Zusatzleistungen bei gleichzeitig hohen Krankenständen wurden in Absprache mit dem Aufgabenträger geringfügige Fahrplananpassungen bis April 2023 sowie in den Sommerferien erforderlich. Die Infrastruktur stand mit einer hohen Verfügbarkeit und ohne größere Störungen für den Betrieb zur Verfügung. Ausbildungen, Nachschulungen sowie die Fahrausweisprüfung wurden regelmäßig durchgeführt. Insgesamt wurde eine Verkehrsleistung von 22,6 Mio. Kilometern erbracht. Auf die U-Bahn entfielen davon 5,7 Mio. Kilometer, auf die Straßenbahn 2,7 Mio. Kilometer und auf den Busverkehr 14,2 Mio. Kilometer. Bei den U-Bahn-Fahrzeugen wurden die letzten Altfahrzeuge der Typen DT1 und DT2 außer Betrieb genommen und zu großen Teilen recycelt. Das Erneuerungsprogramm der 26 Straßenbahnfahrzeuge der Baureihe GT8N wurde im Dezember 2023 abgeschlossen. Die Auslieferung der neuen Straßenbahnfahrzeuge der Baureihe GTA8 ("Avenio") wurde im Jahr 2023 fortgesetzt. Bislang wurden 16 der insgesamt 26 bestellten Fahrzeuge an die VAG ausgeliefert, wovon bis zum Jahresende 2023 insgesamt 12 in den Fahrgastbetrieb überführt wurden. Die Erweiterung der Abstellhalle am Betriebshof Heinrich-Alfes-Straße wurde im Oktober 2023 in Betrieb genommen. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 wurden die Straßenbahnlinien 10 und 11 eröffnet. Der Takt konnte so in wesentlichen Teilen des Straßenbahnnetzes deutlich verdichtet und das Verkehrsangebot der VAG verbessert werden. Damit wurde ein erster bedeutender Baustein der Beschlüsse zum VAG-Maßnahmenpaket 2030 umgesetzt. Die VAG setzte im Busbereich weiter konsequent auf Elektromobilität, um ihrer Verantwortung für den Umweltschutz gerecht zu werden. Im Jahr 2023 wurden 46 neue Busse des Typs eCitaro von Mercedes Benz nach Nürnberg überführt und zum großen Teil in Betrieb genommen. Seit Januar 2024 sind alle Neufahrzeuge im Regeleinsatz. Die VAG betreibt damit insgesamt 92 eBusse. Um diese bedarfsgerecht elektrisch laden zu können, wurden zusätzliche 63 Ladepunkte funktionsfähig eingerichtet. Sie befinden sich in der im Umbau befindlichen Abstellhalle, die mit einem Vordach außerdem um 24 weitere Abstellplätze erweitert wurde. Die gesamte Umbaumaßnahme mit Dach- und Fassadenbegrünungen, Photovoltaikanlage und einer Erhöhung des Brandschutzes wird Mitte des Jahres 2024 fertiggestellt werden. Das Fahrradverleihsystem VAG_Rad konnte sich im Jahr 2023 weiter am Markt etablieren. Im November wurde die Marke von 1 Mio. Ausleihen im Jahr erstmals überschritten. B.3 Umwelt Die VAG investiert bei Fahrzeugen, Anlagen und Einrichtungen auch künftig in umweltfreundliche Technologien. Bei den elektrischen Betriebsmitteln setzt die VAG weiterhin vollständig auf Ökostrom. Für den Betrieb von Erdgasbussen konnte der gesamte Bedarf als Bioerdgas beschafft werden, womit die entsprechende Betriebsleistung CO 2 -neutral erbracht wurde. Ihrem Anspruch, Fahrgästen eine umweltschonende Alternative zum Pkw zu bieten, wird die VAG damit weiterhin gerecht. Der entstehende CO 2 -Ausstoß pro Person und Kilometer liegt im Mix über alle VAG-Fahrzeuge deutlich unter dem entsprechenden Pkw-Wert. Mit dem komplett CO 2 -frei gewonnenen Ökostrom aus Wasserkraft ist die CO 2 -Bilanz bei der U-Bahn, der Straßenbahn sowie den Elektrobussen weiterhin neutral. B.4 Personal Im Jahr 2023 beschäftigte die VAG im Durchschnitt 2.083 Mitarbeitende (Vorjahr 2.044) und 105 zur Berufsausbildung Beschäftigte (Vorjahr 96). Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung Seit Mitte Mai 2023 gibt es ein Mitarbeitenden-Empfehlungsprogramm im StWN Konzern. Parallel dazu wurden die Recruiting-Kampagnen für technische Fachkräfte, IT- Spezialist*innen und den Fahrdienst gestartet. Diese umfassen unter anderem digitale Anzeigen auf Social Media, Print- und Radiowerbung sowie Plakat- und Außenwerbung, auch auf Fahrzeugen. Als zusätzliche Maßnahme zur Nachwuchssicherung bietet das Unternehmen neben der beruflichen Ausbildung seit diesem Jahr das Duale Studium für technische Studiengänge an. Zudem können ab dem Jahr 2024 erstmalig Werkstudierende als Tramfahrer*innen neben dem Studium tätig sein. Innerhalb des Unternehmens ist die Personalklausur ein entscheidendes Instrument für die systematische Nachfolgeplanung und -entwicklung zur Förderung der Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten. Passgenaue Weiterbildungsangebote machen Mitarbeitenden ihre persönlichen Perspektiven transparent und begleiten sie bei deren Erreichung. Unternehmenserklärung Gemäß der gesetzlichen Verpflichtungen nach § 289f Abs. 4 HGB gibt die VAG nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung ab: Für den Zeitraum bis 30. Juni 2027 beschloss der Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des eigenen Gremiums einen Anteil von 25,0 % weiblicher Mitglieder sowie für das Vorstandsgremium eine Quote von 33,3 %. Die Zielgröße des Anteils der Frauen für die erste Führungsebene liegt bei mindestens 11,1 %, für die zweite Führungsebene bei mindestens 20,0 %. Beide Zielgrößen wurden bis 30. Juni 2027 beschlossen. B.5 Lage Insgesamt entwickelte sich die Ergebnissituation des Unternehmens trotz der Nachwirkungen der Corona-Pandemie, den Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwicklung in Folge des Ukraine-Konflikts sowie der schwierigen Personallage insbesondere im Bereich des Fahrpersonals, besser als erwartet. Leistungsindikatoren Die wesentlichen Steuerungsgrößen der VAG sind die im Folgenden beschriebenen Leistungsindikatoren: Die zentrale Steuerungsgröße stellt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) dar, welches gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelt wurde. Daneben ist die Kundenzufriedenheit ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Die Kundenzufriedenheitsanalyse erfolgt mittels Testkunden sowie regelmäßig durchgeführter Kundenumfragen durch die PB-Consult Planungs- und Betriebsberatungsgesellschaft mbH im Namen der VAG. Ertragslage
* + = Ergebnisverbesserung / - =
Ergebnisverschlechterung
Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Geschäftsjahres 2023 lag bei -97.576 T€ und damit 4.615 T€ bzw. 4,5 % besser als im Vorjahr und deutlich positiver als das Planergebnis von rund -126.000 T€. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt: Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
Im Berichtsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse insgesamt um 51.672 T€ bzw. 36,6 % auf 192.790 T€. Hierbei nahmen insbesondere die Verkehrserlöse im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Die Fahrpreise im VGN wurden durchschnittlich um 3,0 % über alle Tarifstufen hinweg erhöht. Zusätzlich wurde die zum 1. Januar 2022 ausgesetzte Tariferhöhung in den Tarifstufen A und K (Tarifgebiet Nürnberg-Fürth) von (verbundweit) 5,5 % unterjährig zum 1. Mai 2023 nachgeholt. Diese Erhöhung der Fahrpreise wirkte sich ebenso wie die deutliche Zunahme der Fahrgastzahlen um 13,1 % erhöhend auf die Fahrgeldeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr aus. Dabei führte die Einführung des D-Tickets im Berichtsjahr zu deutlichen Fahrgeldmindereinnahmen. Dieses Delta zu den Solleinnahmen im Vergleich zum Basisjahr 2019 wurde durch die Beihilfeleistungen vom Bund vollständig ausgeglichen. Die vorläufige Ausgleichsleistung lag bei rund 25.812 T€. Diese Ausgleichsleistungen führen im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Erlöse. Die sonstigen Erträge reduzierten sich deutlich aufgrund der geringeren Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm von Bund und Ländern sowie dem 9-Euro-Ticket um 48.232 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig dazu erhöhten sich die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 11.388 T€ auf 85.265 T€. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für den Bezug von Energie und Fahrstrom sowie für Instandhaltungen. Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 %. Im Wesentlichen verringerte sich der Aufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung infolge einer geringeren Dotierung der Pensionsrückstellung. Der laufende Personalaufwand erhöhte sich durch den gestiegenen Personalstand und durch die Zahlung des Inflationsausgleichs im Vergleich zum Vorjahr. Die Abschreibungen lagen bedingt durch die getätigten Investitionen um 2.402 T€ über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Berichtsjahr um 10.354 T€. Dies war hauptsächlich auf die geringe Zuführung zu den Rückstellungen für Verbundeinnahmen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr fiel das negative EGT um 22,6 % besser aus als das geplante negative Ergebnis. Die Hauptgründe für diese Ergebnisverbesserung im Vergleich zur Planung waren niedrigere Aufwendungen im Bereich Materialaufwand und Personalaufwand infolge einer geringeren Dotierung der Pensionsrückstellung sowie bei den Abschreibungen. Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr. Während sich die Umsatzerlöse infolge der Ausgleichsleistungen für das D-Ticket und durch die Erhöhung der Fahrpreise erhöhten, reduzierten sich die sonstigen Erträge aufgrund der geringeren Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm sowie dem 9-Euro-Ticket. Der Materialaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich. In der Folge der geringen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des reduzierten Personalaufwands lag das negative Jahresergebnis mit 97.713 T€ um 4.616 T€ besser als im Vorjahr. Dieses wird auf Basis des bestehenden Organschaftsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen. Finanzlage Die finanzielle Entwicklung der Gesellschaft wird in folgender Kapitalflussrechnung gemäß DRS 21 dargestellt:
Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten durch den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gedeckt werden. Zur Finanzierung der Investitionen und zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten mussten im Berichtsjahr keine Kredite aufgenommen werden. Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds 2023 um 329 T€ auf 7.276 T€. Im negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wirkte sich vor allem das negative Periodenergebnis aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit war insbesondere von den Auszahlungen für die Fahrzeugbeschaffungen sowie den kurzfristigen Finanzmittelanlagen im Rahmen des Cash-Pools geprägt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultierte im Wesentlichen aus dem Verlustausgleich 2022 der StWN, der Vereinnahmung von Zuschüssen sowie der Tilgung von Darlehen. Der positive Finanzmittelfonds in Höhe von 7.276 T€ (Vorjahr 7.605 T€) bestand wie im Vorjahr aus den flüssigen Mitteln. Die VAG ist in das Cash-Pooling der StWN eingebunden, über das die Liquidität gesteuert wird. Die Zahlungsfähigkeit ist damit sichergestellt. Zum Stichtag bestanden keine nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien. Vermögenslage In der nachfolgenden Vermögens- und Kapitalstruktur wurden Rechnungsabgrenzungsposten dem Umlaufvermögen zugeordnet. Rückstellungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im mittel- und langfristigen Fremdkapital ausgewiesen. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigte folgende Entwicklung:
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 33.311 T€ bzw. 5,0 % auf 631.695 T€. Während auf der Aktivseite insbesondere das Sachanlagevermögen aufgrund der getätigten Investitionen zunahm, reduzierten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen überwiegend durch die kurzfristigen Gelder, die im Rahmen des Cash-Pools zur Verfügung gestellt wurden. Auf der Passivseite reduzierten sich die Pensionsrückstellungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Am Ende des Geschäftsjahres betrug die Eigenkapitalquote 14,2 % (Vorjahr 13,5 %). Bei der Beurteilung der Vermögens- und Kapitalstruktur ist die wirtschaftliche Einbindung der VAG in den StWN Konzern zu berücksichtigen. Durch den Verlustausgleich der StWN und die Verlustübernahmen der Stadt Nürnberg ist die Vermögensstruktur ausreichend. Investitionen und Finanzierung Das Investitionsvolumen ohne Finanzanlagen (vor Abzug der erhaltenen Zuschüsse) betrug 82.092 T€. Insgesamt erhielt die VAG im Jahr 2023 Zuschüsse in Höhe von 15.604 T€ nach dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, 11.164 T€ vom Bundesministerium für Umwelt, 650 T€ nach dem Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Bayern, 594 T€ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, 152 T€ vom VGN und 23 T€ vom bayrischen Landesamt für Denkmalpflege. Die Investitionszuschüsse wurden von den Investitionen abgesetzt. Das Investitionsvolumen ohne Finanzanlagen und abzüglich der erhaltenen Zuschüsse umfasste 53.905 T€.
Die Investitionen 2023 entfielen im Wesentlichen auf die Geschäftsbereiche Straßenbahn und Bus. Sie betrafen vor allem die Neubeschaffung der Straßenbahnfahrzeuge des Typs GTA8 sowie Anzahlungen und Anlagen im Bau für Straßenbahnen und Busse. Die Investitionen im Bereich Sonstige betrafen insbesondere Gebäude. Das Anlagevermögen war zu 19,3 % (Vorjahr 20,0 %) durch Eigenkapital bzw. vollständig durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehende Mittel gedeckt. C Chancen-, Risiko- und Prognosebericht C.1 Risikomanagement sowie Risiko- und Chancenbericht Ziel des Risikomanagementsystems der VAG ist es, frühzeitig Abweichungen vom geplanten Ergebnis sowie bestandsgefährdende Risiken zu erkennen, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Wichtige Rahmenbedingungen für den Risikomanagementprozess sind die Feststellung des Risikokapitals und dessen Aufteilung sowie die Definition der Risikolimits für die einzelnen unternehmerischen Teilaktivitäten. Weiterer wesentlicher Bestandteil ist das damit verbundene mehrstufige EGT-Vorwarnstufenkonzept, durch das Veränderungen in der Risikosituation deutlich aufgezeigt und die Möglichkeit zur rechtzeitigen Gegensteuerung gegeben werden. Die Risiko- und Chancenidentifikation sowie deren Bewertung finden systematisch und fortlaufend statt. Die Dokumentation aller identifizierten Risiken und Chancen inklusive Gegenmaßnahmen erfolgt in einer zentralen Datenbank. Erfassten Risiken und Chancen werden statistische Verteilfunktionen und Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet. Die Gesamtheit der Risiken und Chancen wird unter Berücksichtigung der ihnen zugeordneten Verteilfunktionen und Eintrittswahrscheinlichkeiten mittels Simulationen aggregiert und bewertet. Ein regelmäßiges Berichtswesen an alle relevanten Empfänger ist implementiert. Betrachtungszeitraum ist das jeweils laufende Jahr sowie die fünf Planjahre des aktuell genehmigten mittelfristigen Wirtschaftsplans. Wesentliche Veränderungen einzelner Risiken und Chancen werden ad hoc berichtet. Die wesentlichen Chancen und Risiken werden nachfolgend aufgeführt: Politische und regulatorische Risiken Die allgemeine Verfügbarkeit von ÖPNV-Zuschüssen durch den Bund und die Landesmittel des Freistaats Bayern stellen ein wesentliches Risikopotenzial dar. Das Umdenken in der Politik führt aktuell zu einer punktuellen Erhöhung der Zuschussquoten und einer teilweisen Ausweitung der Zuschussprogramme. Jedoch ist zu befürchten, dass wegen der zeitlichen Befristung der Programmlaufzeiten die Zuschussmittel bis zum Projektende nicht im erforderlichen Umfang abgerufen werden können, um eine kontinuierliche Verbesserung der Situation im ÖPNV zu bewirken. Die aktuelle Lage der öffentlichen Haushalte erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Deckelung von zukünftig bewilligten Zuschüssen (Höchstbetragsförderung). Die Erlössituation 2023 war geprägt von der Einführung des D-Tickets zum 1. Mai 2023 sowie des Bayerischen Ermäßigungstickets als Sonderform des D-Tickets und der städtischen Zuwendung zum D-Ticket für Nürnberg-Pass-Berechtigte. Basis für den Ausgleich der Mindereinnahmen des D-Tickets bildeten die fortgeschriebenen Fahrgelderlöse des Jahres 2019. Diese Basis wird auch für die Wirtschaftsjahre 2024 und 2025 herangezogen. Ab 2026 soll eine noch zu entwickelnde Einnahmenaufteilungs- und Zuschussregelung greifen. Der Beschluss des Bundeskanzlers mit den Regierungschef*innen der Länder vom 6. November 2023 sieht einen paritätischen Ausgleich der in den Jahren 2023 und 2024 entstehenden Kostenunterdeckung von bis zu 6 Mrd. € vor. Dabei werden die im Jahr 2023 nicht ausgezahlten Mittel auf 2024 übertragen. Eine darüberhinausgehende Finanzierungslücke im Jahr 2024 soll durch die Gewinnung von Neukunden ausgeglichen werden. Daraus ergibt sich für 2024 ein gewisses Risikopotenzial, da ein vollumfänglicher Ausgleich des Zuschussbedarfs 2024 nicht grundsätzlich sichergestellt ist. Dies gilt bis zur endgültigen Klärung der zukünftigen Ausgleichs- und Abrechnungsmodalitäten auch für die Folgejahre und stellt damit die entscheidenden Faktoren für die Erlösentwicklung der Verkehrsunternehmen dar. Marktrisiken und -chancen Die Inflationsraten sind zum Jahresende 2023 etwas abgeflacht, allerdings verharren die Preise auf einem höheren Niveau. Dieser Anstieg wurde im Wirtschaftsplan eingepreist. Darüber hinaus mussten 2023 wiederholt zusätzliche Dienste an private Verkehrsunternehmen vergeben werden, was zu ungeplanten Kosten führte. Verstärkt wurde dieser Effekt durch die gestiegenen Treibstoffpreise, die auf die Anmietkosten umgelegt werden. Weiterhin sorgt die starke Nachfrage nach Anmietleistungen bei den privaten Verkehrsunternehmen und der hohe Tarifabschluss in diesem Sektor, insbesondere bei zusätzlich zu vergebenden Diensten, für ein Risikopotenzial. Technische Risiken Maßnahmen wie eine vorausschauende Instandhaltung (Wartung, Inspektion und Instandsetzung), ein Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN ISO 9001 und die laufende Aktualisierung und Anpassung von Notfallplänen gewährleisten die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität des öffentlichen Nahverkehrs - auch bei technischen Störungen von Betriebsmitteln, Fahrzeugausfällen oder infrastrukturellen Änderungen. Zudem wird durch eine vorausschauende Instandhaltung und Ersatzteilhaltung versucht, das Risiko von Verzögerungen bei Neubau- und Instandhaltungsmaßnahmen aufgrund von Lieferengpässen und hoher Auslastung bestimmter Hersteller bzw. Lieferanten auf ein Minimum zu reduzieren. Zur Risikominimierung und für einen ordnungsgemäßen IT-Betrieb dient das Informationssicherheitsmanagementsystem gemäß BSI-Kritis-Verordnung. Personalwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Entwicklung der Verbraucherpreise mit den insbesondere spürbar gestiegenen Energiepreisen wurde von den Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen als wesentliches Argument für Entgelterhöhungen vorgebracht. Der Tarifabschluss zum TV-N läuft bis 31. Dezember 2024. Auch für die Folgejahre wird von höheren Tarifabschlüssen ausgegangen. Größtes Risikopotenzial besitzt der demografische Wandel verbunden mit vielen altersbedingten Austritten in den kommenden Jahren sowie einem Mangel an Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt. Den Auswirkungen wird mit der frühzeitigen Identifikation künftiger Personalbedarfe in Zusammenarbeit zwischen Fach- und Personalbereich sowie der jährlichen Überprüfung der Planung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen entgegengewirkt. Allgemein vergrößert sich der Aufwand, geeignete Arbeitskräfte einstellen zu können. Spezielle Recruiting-Kampagnen in Verbindung mit gezielten Employer-Branding- Maßnahmen (Studijob als Straßenbahnfahrer*in, Mitarbeiter*innen werben Mitarbeiter*innen usw.) sollen die Attraktivität für Fach- und Führungskräfte steigern. Eine Vergabe zusätzlicher Dienste an private Verkehrsunternehmen kann trotzdem nicht ausgeschlossen werden Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die im zweiten Halbjahr 2022 eingetretene Zinswende führte zu einem Zinsanstieg der Finanzierungskosten für 2023 und die Folgejahre. Seit der Zinswende sind demgegenüber wieder positive Verzinsungen im Rahmen des Cash-Poolings für die VAG erzielbar. Steuerliche Risiken Durch die kurzfristigen und vielfältigen Änderungen in der steuerlichen Gesetzgebung, Rechtsprechung und Finanzverwaltungsauffassung besteht für die VAG das Risiko, steuerlich relevante Sachverhalte nicht korrekt und zeitnah abzubilden. Die Dauer der steuerlichen Außenprüfung durch die Finanzverwaltung ist erfahrungsgemäß überdurchschnittlich lang, der Abschluss der Außenprüfungen ist nicht beeinflussbar. Um unter anderem diesen Risiken zu begegnen, besteht ein konzernweites Tax Compliance Management System, das die Beachtung aller steuerrechtlichen Vorschriften sicherstellen soll. Gesamtbeurteilung Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Einbindung der VAG in den StWN Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar. C.2 Prognosebericht Markt und Kunde Die VAG strebt weiterhin eine Erhöhung des ÖPNV-Anteils am Modal Split sowie eine Steigerung der Kundenzufriedenheit an, um den politisch und öffentlich formulierten Zielsetzungen zu Klimaschutz und Verkehrswende gerecht zu werden. Die Einführung des D-Tickets wirkt hier positiv, wobei dessen nachhaltige Finanzierung bislang nicht gesichert ist. Es ergeben sich außerdem Handlungsfelder hinsichtlich der nachhaltigen Platzierung des ÖPNV als Mobilitätsalternative in der öffentlichen Wahrnehmung. Die für eine Mobilitätswende erforderliche, zusätzliche öffentliche Finanzierung wird durch die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage sowie die schwierige Haushaltslage der Länder und Kommunen gefährdet. Nachdem die Finanzierung des D-Tickets zumindest für das Jahr 2024 gesichert zu sein scheint, werden die Anstrengungen im Ticketing, in der Kundenkommunikation sowie im Kundenservice weiterhin stark von dessen Umsetzung und Weiterentwicklung geprägt sein. Im Jahr 2023 eingeführte Tarifmerkmale und Vertriebsprozesse sollen im Jahr 2024 konsolidiert und teilweise justiert werden. Durch das D-Ticket sind weiterhin strukturelle Veränderungen in der Ticket- und Fahrgastnachfrage zu erwarten. Ein vollständiger Ausgleich der mit der Einführung verbundenen Kosten bzw. Fahrgeldmindereinnahmen wird mit Blick auf das Unternehmensergebnis erwartet. Zum 1. Januar 2024 lag die Tariferhöhung im VGN auf Basis des VGN-Mobilitätsindex bei durchschnittlich 7,8 %. Zum 1. Januar 2025 ist die nächste turnusmäßige, verbundweite Tariferhöhung vorgesehen. Nach Beschluss der Gesellschafterversammlung der Mobility Inside Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt, soll der operative Geschäftsbetrieb der Brancheninitiative ab März 2024 geordnet eingestellt werden, so auch das Angebot der seit Herbst 2023 in Betrieb befindlichen App VAG.Deutschland. Die Plattform NürnbergMOBIL wird als digitaler Service strategisch weiterentwickelt und durch die Einbindung weiterer Verkehrsdienstleister ausgebaut. Sie wird zudem mehrsprachig ausgeprägt und damit für einen noch größeren Kundenkreis nutzbar. Sie bildet künftig außerdem die Basis einer gemeinsamen Mobilitätsplattform im VGN. Die Pilotierung des eTarif-Modells EGON wird im Jahr 2024 fortgesetzt. Das Tarifmodell wird seit November 2023 durch eine Mitnahmeoption ergänzt. Über eine Überführung in den Regelbetrieb ist in den VGN-Gremien im Laufe des Jahres abzustimmen. Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb Die VAG geht weiterhin von perspektivisch steigenden Fahrgastzahlen und damit einem erhöhten Fahrzeugbedarf aus. Die Angebotsqualität steht mit Blick auf die Fahrgastgewinnung im Zuge der Einführung des D-Tickets sowie Maßnahmen des Angebotsausbaus weiter im Fokus. Die VAG investiert daher weiterhin in die Modernisierung und den Ausbau ihres Fuhrparks. Nach bereits erfolgter Auslieferung und Inbetriebnahme der ersten Straßenbahnfahrzeuge soll das Beschaffungsprojekt voraussichtlich im Herbst 2024 vollständig abgeschlossen werden. In der neu errichteten Abstellhalle werden im Jahr 2024 erste Einrichtungen für eine Werkstattnutzung eingebaut: Zwei Gleise erhalten eine Dacharbeitsbühne, ein Gleis wird als Grubengleis für Arbeiten unter dem Fahrzeug ertüchtigt. Ein neues Betriebshofmanagementsystem mit neuer Weichensteuerung auf dem gesamten Betriebshof wird im ersten Halbjahr 2024 implementiert. Für die Busbeschaffungen der Jahre 2024 und 2025 besteht eine Förderzusage des Bundesministeriums für Datenverarbeitung und Verkehr über ein Gesamtvolumen von 18.390 T€ für die Beschaffung von weiteren 52 Elektrogelenkbussen sowie zugehöriger Ladeinfrastruktur. Die europaweite Ausschreibung der Busse wurde abgeschlossen und die Bestellungen ausgelöst. Die Vergabe zur Beschaffung der Ladeinfrastruktur soll im 2. Quartal 2024 erfolgen. Die VAG verfolgt damit ihr mittelfristiges Ziel weiter, die Busflotte vollständig mit lokal emissionsfreien Fahrzeugen auszustatten. Mit der Ausweitung von VAG_Rad in die Städteachse nach Fürth, Erlangen und Schwabach wird der Leihradbestand auf rund 2.500 Räder erweitert. In den Städten Fürth und Erlangen wird wie in Nürnberg eine sogenannte Flexzone mit einem angegliederten Stationsnetzwerk eingeführt. In Schwabach erfolgt die Ausleihe stationsgebunden. Der Markenname VAG_Rad wird flächendeckend fortgeführt. Die Buchung erfolgt über die Mobilitätsplattform NürnbergMOBIL. Die VAG rechnet durch die signifikante Vergrößerung des Geschäftsgebietes mit einem Nachfragewachstum von bis zu 25,0 %. Risiken bestehen weiterhin im Bereich der Finanzierung des Betriebes sowie der Personalverfügbarkeit. Die Personalbeschaffung gewinnt noch stärker an Bedeutung. Die Ausweitung von Teilzeitmodellen und der Umgang mit Sprachbarrieren bleiben zentrale Herausforderungen in den nächsten Jahren. Gesamtprognose und Ausblick 2024 Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass dem ÖPNV eine tragende Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zukommt und hierfür der Ausbau des Verkehrsangebots fortgesetzt wird. Perspektivisch wird weiterhin eine Erhöhung des ÖPNV-Anteils am Modal Split angestrebt, um den politisch und öffentlich formulierten Zielsetzungen zu Klimaschutz und Verkehrswende gerecht zu werden. Im Rahmen der Wirtschaftsplanung wird im Geschäftsjahr 2024 mit einem negativen EGT in Höhe von rund 130.000 T€ bis 140.000 T€ gerechnet. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 verschlechtern sich fast alle GuV-Positionen, insbesondere die Personalaufwendungen, der Materialaufwand aufgrund höherer Unterhaltsleistungen und steigender Aufwendungen für die Fahrzeuganmietung, die Abschreibungen sowie die sonstigen Erträge, nur die Umsatzerlöse zeigen sich verbessert. Der Aufsichtsrat genehmigte mit dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2024 Investitionen in Höhe von rund 92.000 T€. Die VAG rechnet für 2024 mit rund 29.000 T€ Zuschüssen der öffentlichen Hand. Die Förderquote des ÖPNV durch die öffentliche Hand variiert dabei je nach Investitionsmaßnahme.
Nürnberg, 12. April 2024 VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Der Vorstand Tim Dahlmann-Resing Magdalena Weigel Bilanz zum 31. Dezember 2023der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, NürnbergAktivseite
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Nürnberg
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, NürnbergA Allgemeine Angaben Die Firma VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft mit Sitz in Nürnberg ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 1072 eingetragen. Der Jahresabschluss der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) und der Satzung aufgestellt. Der Jahresabschluss ist auf Tausend Euro gerundet. Durch die Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund der kaufmännischen Rundung Differenzen auftreten. Besonderheiten des öffentlichen Personennahverkehrs sind in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die zur übersichtlicheren Darstellung in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen bzw. erläutert. Des Weiteren werden alle Davon-Vermerke im Anhang ausgewiesen. Die Ziffern in der Vorspalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Erläuterungen im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Zwischensumme "Ergebnis der Geschäftstätigkeit" (Position 10) ergänzt. Dieses Ergebnis stellt eine Steuerungsgröße dar. B Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgten grundsätzlich linear über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer und beginnen im Zugangsmonat. Den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert und Anlagen im Bau sind mit den bisher angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen (aktivierte Eigenleistungen) umfassen den in § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB definierten Mindestumfang der aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Die erhaltenen Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögensgegenstände abgesetzt. Selbstständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250 €, aber nicht 800 € übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bei dauernder Wertminderung bewertet. Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen unverzinslichen Darlehen sind zum Barwert bilanziert. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zum durchschnittlichen Einstandspreis unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. Die unfertigen Leistungen sind mit Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen den in § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB definierten Mindestumfang der aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Zweifelhafte oder uneinbringliche Forderungen werden wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch die pauschale Wertberichtigung der Forderungen berücksichtigt. Unverzinsliche Gehaltsvorschüsse werden mit ihrem Barwert angesetzt. Flüssige Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Der Ansatz des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennbetrag. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Teilwertverfahren ermittelt. Grundlagen des Gutachtens sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und der durch die Deutsche Bundesbank bekannt gegebene Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %), der dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren entspricht. Zudem wird ein Gehaltstrend von 2,1 % (Vorjahr 2,1 %) berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate wird nicht unterstellt. Der Rentenanpassung wird mit 2,8 % (Vorjahr 2,8 %) für allgemeine Versorgungen und mit 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) für Einzelzusagen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten gemäß § 249 Abs. 1 HGB und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen, Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Teilwertverfahren, einem Rechnungszinsfuß von 1,74 % (Vorjahr 1,44 %), der dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre entspricht und einem Gehaltstrend von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) bewertet. Alle weiteren langfristigen Rückstellungen wurden, entsprechend ihrer Restlaufzeit, mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst; die Dotierung erfolgte nach der Nettomethode. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. C Erläuterungen zur Bilanz C.1 Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens werden im Einzelnen in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagengitter dargestellt. Der Anteilsbesitz ist unter E.3 detailliert aufgeführt. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich um Anteile an Wertpapiersondervermögen (Mischfonds auf Basis von Renten und Aktien). Der Marktwert zum 31. Dezember 2023 beträgt insgesamt 17.622 T€ und liegt somit 6.591 T€ über dem Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden 337 T€ ausgeschüttet. C.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es handelt sich bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Verlustausgleich in Höhe von 97.713 T€ (Vorjahr 102.329 T€) und um sonstige Forderungen in Höhe von 8.526 T€ (Vorjahr 62.047 T€). Daneben sind sonstige Forderungen von 567 T€ (Vorjahr 514 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 652 T€ (Vorjahr 351 T€) gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen, wie im Vorjahr, ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 46 T€ (Vorjahr 42 T€) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. C.3 Eigenkapital Das Grundkapital von 38.400 T€ ist eingeteilt in 75.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien. Der rechnerische Wert ergibt 512 € je Stamm-Stückaktie. Die Städtische Werke Nürnberg GmbH (StWN), Nürnberg, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und Abs. 4 AKtG sowie § 21 Abs. 1 AKtG mitgeteilt, dass die StWN seit 1959 100,0 % der Aktien an unserer Gesellschaft hält. An der StWN ist seit 1959 wiederum die Stadt Nürnberg mit 100,0 % beteiligt. C.4 Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt 2.564 T€. Mit den sonstigen Rückstellungen wird nach derzeitigem Kenntnisstand im ausreichenden Umfang Vorsorge für künftige Verpflichtungen und Risiken getroffen. Sie enthalten in der Hauptsache Risiken aus der Korrektur von Verbundeinnahmen (14.434 T€), ungewisse Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich (11.230 T€), unter anderem Überstunden- und Gleitzeitüberhänge sowie sonstige Bauleistungen (3.399 T€). C.5 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten, wie im Vorjahr, ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten, wie im Vorjahr, nur Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. D Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung D.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten periodenfremde Umsatzerlöse in Höhe von 2.800 T€ (Vorjahr 3.911 T€). Die Umsatzerlöse entstanden ausschließlich im Inland. D.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 16.546 T€ (Vorjahr 62.112 T€ (periodenfremd und außergewöhnlich)) enthalten. Diese resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen. D.3 Materialaufwand
D.4 Personalaufwand
D.5 Finanzergebnis
E Ergänzende Angaben E.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen
Vorwiegend sind hier Pachtzinsverpflichtungen für die U-Bahn-Anlagen ausgewiesen. Bei den übrigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um regelmäßig wiederkehrende Leistungsverpflichtungen, die sich aus dem laufenden Betrieb ergeben. E.2 Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der StWN. E.3 Beteiligungsunternehmen und Unternehmensverbindungen Der Jahresabschluss der VAG ist in den Konzernabschluss der StWN (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Unternehmensregister offengelegt. Aufgrund der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft StWN, einschließlich sämtlicher Töchter der VAG, wird die befreiende Wirkung gemäß § 291 HGB in Anspruch genommen und auf die Erstellung eines eigenen Konzernabschlusses verzichtet. Die Beteiligungsunternehmen werden nachfolgend aufgezeigt:
1) Ergebnisabführungsvertrag
E.4 Personalstand Während des Berichtsjahres war im Jahresdurchschnitt die folgende Anzahl an Mitarbeitenden beschäftigt:
E.5 Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres wurden keine Risiken oder Vorgänge von besonderer Bedeutung identifiziert, die unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Einbindung der VAG in den StWN Konzern den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. E.6 Organe und Aufwendungen für Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat Christian Vogel, dritter Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jürgen Rötzer, Betriebsratsvorsitzender der VAG, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Nasser Ahmed, Stadtrat und Referent für Kommunikation der Tennet TSO GmbH Mike Bock, Stadtrat und freiberuflicher Ingenieur für Maschinensicherheit unter dem Namen "Safety 4 Future - Mike Bock" Thorsten Brehm, Stadtrat und Geschäftsführer der Rimondeli UG, bis 12. Juni 2023 Daniel Frank, Stadtrat und Lehrer am Wolfgang-von-Eschenbach-Gymnasium, ab 13. Oktober 2023 Andreas Gerstmeier, freigestelltes Betriebsratsmitglied der VAG Natalie Keller, Stadträtin, Geschäftsleiterin Haus der Heimat e. V. Nürnberg Aynur Kir, Diplom-Sozialpädagogin am Klinikum Nürnberg, ab 12. Juni 2023 Andreas Krieglstein, Stadtrat und Bereichsleiter Unternehmensentwicklung der VR Bank Metropolregion Nürnberg eG Dieter Leikauf, Straßenbahnfahrer der VAG Jürgen Meierhöfer, Straßenbahnfahrer der VAG Maximilian Müller, Stadtrat und Geschäftsführer für Projektentwicklung und Transaktion der Alpha Gruppe in Nürnberg Roland Müller, Busfahrer der VAG Marion Padua, Stadträtin und pädagogische Fachkraft in einer offenen Ganztagsschule Stefanie Sattler, Schwerbehindertenvertreterin der VAG Konrad Schmidt, Geschäftsbereichsleiter Fahrweg der VAG Kilian Sendner, Stadtrat und Rentner, bis 13. Oktober 2023 Rita Wittmann, Bezirksgeschäftsführerin ver.di Mittelfranken Stefan Wolf, Gewerkschaftssekretär ver.di Ingolstadt Walter Wunsiedler, FAP-Fahrer der VAG, NahVG Yasemin Yilmaz, Stadträtin und Fachassistentin bei ZAV International Services (Bayern) - Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit Die Mitglieder des Aufsichtsrats der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft erhielten Aufwandsentschädigungen von 39 T€. Vorstand Tim Dahlmann-Resing Sprecher des Vorstands, Mitglied des Vorstands für Technik und Markt, Ressorts: VGN-Angelegenheiten, Technik und Innovation, Steuerung Betrieb, Fahrweg, Marketing, Planung, Werkstatt Bus und Werkstatt Schienenfahrzeuge sowie Verkauf, Controlling und Wirtschaftsplanung Mitglied der Geschäftsführung der Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Nürnberg Magdalena Weigel Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin, Ressort: Fahrbetrieb und Service Sprecherin der Geschäftsführung und Arbeitsdirektorin der Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Nürnberg Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektorin der N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen 408 T€. Die Vergütung des Vorstands betragen im Einzelnen für Tim Dahlmann-Resing Fixum 261 T€ sowie Sachleistungen 6 T€ und für Magdalena Weigel Fixum 138 T€ sowie Sachleistungen 3 T€. Zudem bestehen Pensionszusagen von 3.089 T€, die unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen werden. Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen erhielten Gesamtbezüge in Höhe von 131 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind 2.328 T€ zurückgestellt.
Nürnberg, den 12. April 2024 VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Der Vorstand Tim Dahlmann-Resing Magdalena Weigel Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Nürnberg
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt B.4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt B.4 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 12. April 2024 Deloitte
GmbH
Dr. Benedikt Brüggemann, Wirtschaftsprüfer Markus Putz, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSAktivitäten des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat die Maßnahmen des Vorstands während des Geschäftsjahres 2023 entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und eng begleitet. Er hat sich regelmäßig und umfassend über die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft in den Aufsichtsratssitzungen sowie durch schriftliche Berichte unterrichten lassen und Einblick in die Geschäftsführung genommen. Er wurde über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik informiert und hat darüber mit dem Vorstand beraten. Wichtige geschäftliche Einzelvorgänge wurden erörtert und die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte behandelt. So hat der Aufsichtsrat unter anderem Nachträgen zu den Anstellungsverträgen der beiden Vorstandsmitglieder Tim Dahlmann- Resing und Magdalena Weigel zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zustehenden Überwachungsfunktionen ausgeübt und die ihm obliegenden Entscheidungen nach ausführlichen Beratungen getroffen. Im Geschäftsjahr 2023 trat der Aufsichtsrat zu drei ordentlichen Sitzungen zusammen. Außerdem fanden zwei Sitzungen des Vergabeausschusses, eine Sitzung des Personal- und Präsidialausschusses und eine gemeinsame Sitzung der Personal- und Präsidialausschüsse der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft, der Städtische Werke Nürnberg GmbH und der N-ERGIE Aktiengesellschaft statt. Besetzung des Aufsichtsrats Im Berichtszeitraum gab es auf der Anteilseignerseite zwei Änderungen in der Besetzung des Aufsichtsrats. Mit dem 12. Juni 2023 schied Thorsten Brehm aus dem Gremium aus. Ihm folgte Aynur Kir nach. Am 13. Oktober 2023 wurde Kilian Sendner als Mitglied abberufen und Daniel Frank neu in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt den beiden ausgeschiedenen Mitgliedern für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Jahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht wurden von der Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft. Der Auftrag zur Durchführung der Prüfung wurde in der Hauptversammlung am 12. Juni 2023 beschlossen und vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats erteilt. Der Prüfungsbericht wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt. Die Abschlussprüfer*innen haben bei der Jahresabschlussberatung des Aufsichtsrats am 13. Mai 2024 berichtet. Die Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Jahresabschluss wurde mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Er billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt ist, sowie den Lagebericht. Dank an Vorstand, Betriebsrat und Unternehmensangehörige Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Beschäftigten der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und spricht hierfür seine Anerkennung aus.
Nürnberg, 13. Mai 2024 Christian Vogel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss 2023 wurde am 13.05.2024 festgestellt. |
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