Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 6157
Eingetragen
28.11.2008
Branche
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und GerätenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Der Handel und Vertrieb von Maschinen, Ersatzteilen und Fertigmaschinen, insbesondere der Handel mit Zubehör und Ersatzteilen für Landmaschinen.

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Hermann
seit 7.1.2025
Geschäftsführer
Johannes Peyke
seit 9.2.2023
Geschäftsführer
Siegfried Gößwein
seit 4.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Kramp Groep B.V.
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kramp Groep B.V.
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kramp GmbH

Strullendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kramp GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kramp GmbH, Strullendorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kramp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

 

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

 

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

 

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

 

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

 

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

 

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

 

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

 

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 27. April 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Collie, Wirtschaftsprüfer

Yeromenko, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

EUR EUR 31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.734,24 38,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 578.343,71 622.237,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 201.980,78 225.953,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.763.781,01 10.628.149,76
10.544.105,50 11.476.339,96
10.553.839,74 11.476.378,33
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.082.684,56 8.064.927,92
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.049.913,00 453.586,44
6.132.597,56 8.518.514,36
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.985.380,65 2.189.662,27
10.117.978,21 10.708.176,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 183.242,94 216.576,90
D. Aktive latente Steuern 93.718,55 94.736,06
20.948.779,44 22.495.867,92

Passiva

EUR EUR 31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.292,00 511.292,00
II. Bilanzgewinn 11.030.040,87 10.133.510,39
11.541.332,87 10.644.802,39
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 52.585,64 66.125,52
2. Sonstige Rückstellungen 3.192.722,49 2.794.722,72
3.245.308,13 2.860.848,24
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 779.488,02 896.879,82
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.039.478,26 6.464.004,35
davon gegenüber Gesellschafter EUR 4.837.061,26 (Vj. EUR 6.265.561,01)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 343.172,16 1.629.333,12
davon aus Steuern EUR 0,00 (Vj. EUR 730.184,21)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
6.162.138,44 8.990.217,29
20.948.779,44 22.495.867,92

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

EUR EUR 2018
EUR
1. Umsatzerlöse 150.991.181,16 149.948.646,64
2. Sonstige betriebliche Erträge 922.816,59 948.188,69
151.913.997,75 150.896.835,33
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 103.311.259,57 104.011.074,76
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.747.442,77 15.636.642,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.329.028,59 3.091.315,93
davon für Altersversorgung EUR 183.026,15 (Vj. EUR 176.493,32)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.540.113,87 1.930.407,02
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.846.986,63 21.917.894,38
-147.774.831,43 -146.587.334,68
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113.281,49 53.903,56
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 113.281,49 (Vj. EUR 37.683,56)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.168,51 17.733,57
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 14.182,51 (Vj. EUR 17.691,57)
91.112,98 36.169,99
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.266.883,79 1.515.191,08
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 1.017,51 (Vj. EUR 198.381,74)
10. Ergebnis nach Steuern 2.963.395,51 2.830.479,56
11. Sonstige Steuern 66.865,03 59.981,64
12. Jahresüberschuss 2.896.530,48 2.770.497,92
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.133.510,39 11.363.012,47
14. Ausschüttung 2.000.000,00 4.000.000,00
15. Bilanzgewinn 11.030.040,87 10.133.510,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Kramp GmbH hat ihren Sitz in 96129 Strullendorf, Siemensstraße 1 und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Bamberg, HRB 6157.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Gesellschaft erhält aufgrund des Distributionsvertrages mit der Muttergesellschaft Kramp Groep B.V. einen vertraglich festgelegten EBIT-%-Satz auf den externen Netto-Umsatz. Die EBIT-Marge wird über die Wareneinkaufpreise gesteuert, die zum Jahresende angepasst werden. In diesem Zusammenhang wurde das Risiko für Vorräte und für mögliche Risiken aus Forderungen von der Kramp Group B.V. übernommen. Darüber hinaus wurde auf weitere konzerninterne Kostenverrechnungen verzichtet, da durch die Transfer Price Adjustments bereits entsprechende Weiterverrechnungen berücksichtigt sind.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 410,00 werden im Zugangsjahr aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Werthaltigkeitsrisiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des Distributionsvertrages sind durch die Kramp Group B.V. übernommen, daher wurden hierfür keine Wertberichtigungen gebildet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für Altersvorsorge und Versicherungen, die vor dem Bilanzstichtag bezahlt wurden und einen Zeitraum im Geschäftsjahr 2020 betreffen.

Die Pensionsrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten auf Grundlage der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung der Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszinsfuß von 2,79 % (i. Vj. 3,25 %) nach der Projected Unit Credit Methode ermittelt worden. Es handelt sich dabei um den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Laufzeit von 15 Jahren. Auf den Unterschiedsbetrag zwischen der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (2,02 %) und der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (2,79 %) besteht gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1. Das deutliche Absinken ist durch die Niedrigzinsphase bedingt. Es wurde ein Rententrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) p. a. sowie ein Fluktuationstrend von 0,0 % (i. Vj. 0,0 %) berücksichtigt.

Darüber hinaus bezahlt die Gesellschaft für einen Rentner in den nächsten drei Jahren eine Rente, die mit einem Diskontierungszinssatz von 2,6 % (i. Vj. 2,6 %) abgezinst wurde.

Die Jubiläumsrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten auf Grundlage der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung der Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszinsfuß von 1,97 % (i. Vj. 2,33 %) nach der Projected Unit Credit Methode ermittelt worden. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) sowie ein Fluktuationstrend von 0,0 % (i. Vj. 0,0 %) p. a. berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen und sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Mietaufwendungen des nicht genutzten Gebäudes in Torgau wurde seit 2017 eine Rückstellung gebildet und mit dem Barwert in Höhe von TEUR 40 angesetzt. Diese wurde mit einem Zinssatz von 1,75 % abgezinst. Die letzte Zahlung ist im März 2020.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und Verbindlichkeiten

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 5.039 (i. Vj. TEUR 6.464) und betreffen im Wesentlichen den Verrechnungsverkehr mit dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.837 (i. Vj. TEUR 6.266). Die aus dem Cash-Pooling-Vertrag resultierenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 7.866 (i. Vj. TEUR 5.814) als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 971 wurden wie in den Vorjahren mit den Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.000 verrechnet. Die Gesellschaft rechnet die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter gemäß § 387 BGB auf, sofern es sich um die gleichartigen Leistungsbeziehungen handelt.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert.

3. Latente Steuern

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch und bilanziert aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 94 (i. Vj. TEUR 95). Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei der Jubiläumsrückstellung sowie bei übrigen Rückstellungen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei der Pensionsrückstellung saldiert. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 28,88 % (i. Vj. 29,08 %) berechnet.

4. Eigenkapital und Ausschüttungssperre

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 15. November 2019 wurde die Ausschüttung in Höhe von TEUR 2.000 beschlossen und am 28. November 2019 durchgeführt.

Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von TEUR 94 (i. Vj. TEUR 95). Diese resultiert aus den aktivierten latenten Steuern.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.193 betreffen im Wesentlichen Kundenboni, personalbezogene Rückstellungen wie ausstehende Tantiemenzahlungen, Jubiläums-, Urlaubs- und Überstundenrückstellungen sowie Kundenretouren und Frachtkosten.

6. Haftungsverhältnisse

Im Rahmen einer Asset-Based-Finanzierungsvereinbarung der Kramp Groep B.V. vom 15. Juni 2018 wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als Sicherheiten abgetreten.

Aufgrund der Liquiditätssituation und der Liquiditätsplanung der Kramp Group B.V. ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf den Lagebericht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die folgenden Bereiche:

2019
TEUR
2018
TEUR
Agri (Landwirtschaft) 119.805 118.935
Industrie 9.412 19.345
Sonstiges 21.774 11.669
150.991 149.949

Auf das Inland entfallen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 147.741 (i. Vj. TEUR 147.557).

Auf das Ausland entfallen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.250 (i. Vj. TEUR 2.392).

2. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 61 (i. Vj. TEUR 102) enthalten. Diese resultieren aus dem Verkauf von im Betrieb befindlichem Anlagevermögen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 96 (i. Vj. TEUR 157) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Verlust aus Anlagenabgängen.

3. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen aus dem versicherungstechnischen Gutachten für Pensions- und Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 14 (i. Vj. TEUR 18).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die laufende Körperschaftsteuer mit TEUR 652 (i. Vj. TEUR 685) sowie die laufende Gewerbesteuer mit TEUR 583 (i. Vj. TEUR 621). Des Weiteren ergab sich eine Verringerung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. Verringerung TEUR 198).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen TEUR
fällig 2020 3.294
fällig 2021 bis 2024 10.315
fällig nach 2024 24.603
38.212
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 202

2. Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl

2019 2018
Gewerbliche Mitarbeiter 207 203
Angestellte 183 182
Auszubildende 14 15
Aushilfen 25 28
Gesamt 429 428

3. Abschlussprüferhonorar

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, bestellt. Das Honorar für die Durchführung von Prüfungen beträgt TEUR 32.

4. Geschäftsführung und Geschäftsführerbezüge

Geschäftsführer sind:

Herr Mario Babic, Kaufmann, Bayreuth/Deutschland

Herr Joachim Bach, Handelsfachwirt Vertrieb, Michelfeld/Deutschland (ab 4. April 2019)

Herr Philippe Louis H. Everaerts, Marketing Management, Sint-Truiden/Belgien (ab 4. April 2019)

Herr Siegfried Gößwein, Betriebswirt Logistik, Forchheim/Deutschland (ab 4. April 2019)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf TEUR 703.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2019 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Mit der Verbreitung des Coronavirus seit Februar 2020 sind Vorgänge eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind. Die Ausführungen zu den Auswirkungen auf die Kramp GmbH finden Sie in unserem Lagebericht. Darüber hinaus sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

7. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Kramp Groep B.V., Varsseveld/Niederlande, einbezogen. Dieser Abschluss ist bei der Kramp Groep B.V. erhältlich.

 

Strullendorf, den 20. April 2020

Mario Babic

Joachim Bach

Philippe Louis H. Everaerts

Siegfried Gößwein

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
31.12.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.538,28 10.005,00 30.280,07 79.263,21
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 860.226,53 91.881,56 42.198,48 909.909,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 391.671,71 27.080,65 28.000,00 390.752,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.297.898,50 1.568.163,29 1.676.057,82 17.190.003,97
18.549.796,74 1.687.125,50 1.746.256,30 18.490.665,94
18.649.335,02 1.697.130,50 1.776.536,37 18.569.929,15
kumulierte Abschreibungen
31.12.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 99.499,91 304,54 30.275,48 69.528,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 237.989,48 116.464,75 22.888,33 331.565,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 165.718,56 51.052,51 27.999,49 188.771,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.669.748,74 2.372.292,07 1.615.817,85 7.426.222,96
7.073.456,78 2.539.809,33 1.666.705,67 7.946.560,44
7.172.956,69 2.540.113,87 1.696.981,15 8.016.089,41
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.734,24 38,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 578.343,71 622.237,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 201.980,78 225.953,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.763.781,01 10.628.149,76
10.544.105,50 11.476.339,96
10.553.839,74 11.476.378,33

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Kramp GmbH ist ein Großhandelsunternehmen im Bereich des Ersatzteilhandels für landwirtschaftliche Maschinen, sowie Hydraulik und Antriebstechnik. Sie ist Mitglied der internationalen Kramp-Gruppe mit dem Hauptsitz in Varsseveld (Niederlande), welche ebenfalls zum überwiegenden Teil im Bereich Großhandel mit Ersatzteilen für landwirtschaftliche Maschinen, sowie Hydraulik und Antriebstechnik tätig ist.

Die Kramp GmbH hat ihren Hauptsitz in Strullendorf (Bayern). Das Betriebsgelände ist angemietet. In 2016 wurde der Standort Torgau (Sachsen) und in 2019 die Niederlassung in Hamminkeln (Nordrhein-Westfalen) nach Strullendorf verlagert. Das Mietverhältnis in Torgau endet im März 2020.

Seit dem Jahr 2013 ist bei der Kramp-Gruppe ein neues Transfer-Pricing-System in Kraft getreten. Infolge dessen wurden die Vorräte mit den entsprechenden Risiken der Tochtergesellschaften von der Gesellschafterin übernommen. Ab diesem Zeitpunkt wurden, als weitere Konsequenz hieraus, bei der Kramp GmbH keine internen Umsätze mehr realisiert. Die Gesellschaft erhält bezogen auf ihre externen Umsatzerlöse eine vertraglich festgelegte prozentuelle Marge auf Basis des EBIT, die über die zum Jahresende entsprechend angepassten Wareneinkaufspreise gesteuert wird. Die vertraglich vereinbarte EBIT-Marge reduzierte sich bis 2019 gestaffelt über fünf Jahre auf 2,7% und erfüllt damit den Benchmark Bericht. Das Versorgungsgebiet des Zentrallagers in Strullendorf umfasst außer Deutschland, Schweiz und Österreich auch die Länder in Süd-/Osteuropa. Die Dienstleistungsfunktion im Bereich Logistik übernimmt die Kramp GmbH. Dies bedeutet, der Wareneinkauf und die Logistikfunktion liegt in Händen des Gesellschafters am Standort der Kramp GmbH in Strullendorf. Im Zeitpunkt der Verkaufsrealisation erfolgt der Warenübergang von der Kramp Groep an die Kramp GmbH und gleichzeitig der Verkauf an den entsprechenden Kunden.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.043 oder 0,7 % auf TEUR 150.991 erhöht und lagen somit leicht hinter dem im Vorjahr geplanten Wert. Die Materialaufwandsquote, definiert als Materialaufwand zu Umsatzerlösen, hat sich im Geschäftsjahr 2019 um 0,9 %-Punkte auf 68,4 % verringert, um die vertraglich vereinbarte EBIT-Marge von 2,7% (i.Vj. 2,9%) zu erreichen.

Die Personalaufwandsquote, definiert als Personalaufwand zu Umsatzerlösen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% auf 13,3 % (i. Vj. 12,5 %) erhöht. Absolut erhöhte sich der Personalaufwand um TEUR 1.349 auf TEUR 20.076. Dies resultiert einerseits aus den normalen tariflichen Erhöhungen und anderseits aus dem normalen Wachstum in der Logistik.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 610 auf TEUR 2.540 vor allem durch die anteilige Abschreibung der Großinvestition im Vorjahr. Auf Grund der Anpassung der Nutzungsdauer für die neue Lagerausstattung, die im Jahr 2018 aktiviert wurde, wurde die Abschreibung in Höhe von TEUR 96 im Geschäftsjahr nachgeholt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 71 auf TEUR 21.847 reduziert. Die höheren Transportkosten konnten dadurch kompensiert werden, dass Kosten für private PKW-Nutzung in 2019 (TEUR 426) im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 25 auf TEUR 923 verringert und beinhalten in 2019 im Wesentlichen die Erträge aus privater PKW-Nutzung und aus Schadenersatz.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von TEUR 2.830 im Vorjahr auf TEUR 2.963.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 126 von TEUR 2.770 im Vorjahr auf TEUR 2.896. Dies resultiert hauptsächlich daraus, dass sich der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhte. Im Gegenzug dazu hat sich die vertraglich festgelegte EBIT-Marge von 2,9% auf 2,7% verringert, was zu einem geringeren Ergebnis vor Steuern führt. Der Hauptgrund für das erhöhte Ergebnis nach Steuern ist der Wegfall der latenten Steuern in Höhe von TEUR 198 im Vergleich zum Vorjahr.

Finanzlage

Das Finanzmanagement der Kramp GmbH ist eng in das Finanzmanagement der Kramp-Gruppe eingebunden. Es werden konzerninterne Möglichkeiten zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit genutzt.

Über das konzernweite Cash-Pooling-Verfahren bestehen ausreichende Betriebsmittellinien, die im Berichtsjahr in Anspruch genommen wurden. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Cash-Pooling-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.866 (i. Vj. TEUR 5.814).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um TEUR 1.547 auf TEUR 20.949 verringert.

Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen im Berichtszeitraum um TEUR 923 auf TEUR 10.554. Diese Veränderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr, die von der Großinvestition in die Lagererweiterung im Jahr 2018 beeinflusst wird, die Investitionen des Geschäftsjahres übersteigen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 37 % auf TEUR 5.083 verringert. Dies resultiert hauptsächlich aus der Veränderung von Zahlungsbedingungen im Jahr 2019.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 454 im Vorjahr um TEUR 596 auf TEUR 1.050 gestiegen. Dies resultiert zum Großteil aus der Veränderung der Körperschaftssteuerforderung aus 2019 (TEUR 303).

Die Eigenkapitalquote, definiert als Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme, hat sich um 7,8 % auf 55,1 % erhöht. Im Geschäftsjahr wurden Dividenden in Höhe von TEUR 2.000 (i. Vj. TEUR 4.000) ausgeschüttet.

Die Rückstellungen setzten sich insbesondere aus Pensionsrückstellungen, Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Tantiemen, Urlaub und Überstunden zusammen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um TEUR 398 auf TEUR 3.193 begründet sich hauptsächlich aus den höheren Rückstellungen für Mitarbeiter- und Kundenbonus.

Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 2.828 bzw. (31,5 %) auf TEUR 6.162 verringert. Der Grund hierfür liegt hauptsächlich an den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Diese sanken um TEUR 1.428 auf TEUR 4.837 und betreffen im Wesentlichen das Cash-Pool-Konto beim Gesellschafter (TEUR 7.866) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 971), die zum Bilanzstichtag mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin (TEUR 4.000) saldiert wurden.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die langfristige Strategie der Kramp Groep beinhaltet nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die von allen Ländergesellschaften verfolgt werden. Diese beziehen sich unter anderem auf die Kundenzufriedenheit (CSAT = Customer Satisfaction) und das Kundenfeedback (NPS = Net Promotor Score). Hierzu werden durch Umfragen Daten gesammelt, die Aufschlüsse über diese Punkte geben.

Um die organisatorische Weiterentwicklung innerhalb der Firma Kramp sicherzustellen, finden alle zwei Jahre Mitarbeiterumfragen statt. Ziel dieser Umfragen ist es, dass verschiedene Anliegen der Mitarbeiter verfolgt werden und bei Bedarf Anpassungen erfolgen. Dies stellt sicher, dass das Mitarbeiterwohlbefinden immer Grundlage künftiger Entscheidungen ist.

Gesamtaussage

Für die Kramp GmbH war das Geschäftsjahr 2019 mit leicht steigenden Umsätzen zufriedenstellend. Die Kramp GmbH investiert erneut in den Standort Strullendorf. Derzeit wird das Verwaltungsgebäude in Strullendorf umgebaut. Die Fertigstellung ist auf Ende 2021 terminiert.

3. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

2019 2018
Gewerbliche Mitarbeiter 204 209
Angestellte 181 179
Auszubildende 13 17
Aushilfen 17 24
Gesamt 415 429

4. Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 1.697 (i. Vj. TEUR 2.010) und wurden vor allem im Logistikbereich (TEUR 1.146) getätigt.

Die Abgänge des Geschäftsjahres mit dem Restbuchwert von TEUR 90 (i. Vj. TEUR 150) betreffen vor allem Mietereinbauten (TEUR 19), Lagerausstattung (TEUR 34) und Mietregale, die an den Kunden übergegangen sind (TEUR 22).

5. Chancen- und Risikobericht

Neben den eigenen Risikomanagementinstrumenten ist die Kramp GmbH in den Budget-, Controlling- und Risikomanagementprozess der Kramp Groep B.V. mit einbezogen. Die Gesellschaft hat aufgrund der bestehenden Verträge mit der Kramp Groep B.V. keine bestandsgefährdenden Risiken, jedoch bestehen allgemeine Branchenrisiken wie zum Beispiel die konjunkturelle Entwicklung und der Rückgang der Umsatzerlöse. Mittels des bestehenden Risikomanagementsystems können sich anbahnende Fehlentwicklungen in Bereichen wie Liquiditätsentwicklung, Umsatzentwicklung, Margenentwicklung, Kostenabweichungen zum Budget frühzeitig erkannt werden und es kann durch entsprechende Maßnahmen gegengesteuert werden. Aufgrund der ständigen Optimierung der bestehenden Controllinginstrumente sowie der stetigen Verbesserung der Ablauforganisation ist eine umfangreiche Umsatz- und Kostenkontrolle sowie die Möglichkeit, frühzeitig auf Abweichungen zu reagieren, gesichert. Die Finanzierungslage der Gesellschaft hat sich im Verhältnis zum Vorjahr nicht verändert. Das Gruppen-Cash-Pooling-System ist installiert und arbeitet reibungslos. Durch das Transfer-Pricing-System hat die Gesellschafterin 2013 die Risiken der Forderungsausfälle und die Risiken der Vorratshaltung übernommen.

Mit der Verbreitung des Coronavirus seit Februar 2020 sind operative Risiken für Kramp entstanden wie z. B.

Transportrisiken in Bezug auf mögliche Insolvenzen unserer Speditions-Dienstleister, eventuell entstehende höhere Kosten für Transport oder sogar Engpässe bei Transportkapazitäten

Mögliche personelle Engpässe (vor allem im Hinblick auf die Logistik) bei eintretender Krankheit

etwaige Probleme bei der Beschaffung von Waren, sollte es COVID-bedingt bei unseren Lieferanten zu Produktionsausfällen kommen

Bisher können nur kleinere Probleme bei unseren Lieferanten als auch bei den Transport-Dienstleistern festgestellt werden. Betroffen waren z. B. Lieferanten aus Italien und Spanien, welche inzwischen schon wieder lieferfähig sind. Unser Einkauf ist im ständigen Austausch mit unseren wesentlichen Lieferanten um unseren Bestand sicherzustellen. Aus heutiger Sicht sind unsere Partner nicht direkt von COVID-19 betroffen. Aufgrund der Kundenvielzahl sehen wir kein Risiko, dass einzelne Kundeninsolvenzen von Bedeutung sein werden. Des Weiteren ist keine Steigerung der Forderungsausfälle zu beobachten und auch nicht zu erwarten. Bei Ausfall wären diese durch die Kramp Groep gesichert. Aufgrund dessen, dass die Kramp GmbH in einer systemrelevanten Branche tätig ist, besteht hier bisher kein Risiko einer vorübergehenden Betriebsschließung.

Vorkehrungen, um das Risiko einer Übertragung des Coronavirus bei der Kramp GmbH zu minimieren, wurden getroffen. Beispielsweise arbeiten Mitarbeiter soweit möglich von Zuhause und gerade bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird die benötigte Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt. In der Logistik wurden die Teams in Gruppen eingeteilt, damit sichergestellt ist, dass im Ernstfall nicht alle Mitarbeiter angesteckt werden können. Zusätzlich wurden die externen Mitarbeiter aufgestockt, um im Ernstfall lieferfähig zu bleiben. Die Maßnahmen werden stetig überwacht und bei Bedarf verbessert. Backup-Optionen innerhalb der Kramp Groep, um einzelne Konzerngesellschaften gegenseitig zu unterstützen, sind bereits getroffen worden.

Chancen ergeben sich aus der Fortführung und Intensivierung der in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um:

Vertriebsaktionen

Kostenkontrollen

Umsetzung neuer Marketingstrategien

6. Prognosebericht

Ziel der Kramp GmbH ist es, durch die Umsetzung neuer Marketing- und Vertriebsstrategien die bereits starke Marktposition im Kerngeschäft Agri (Landwirtschaft) weiter auszubauen und in neuen Marktsegmenten und Regionen zu wachsen. Dabei plant die Gesellschaft mit einem Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2020 von ca. 6%. Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) wird nach derzeitigem Stand unsere Umsatzziele für 2020 nicht wesentlich beeinträchtigen. Allerdings, aufgrund der Einmaligkeit der Situation kann nicht ausgeschlossen werden, dass künftige unvorhersehbare Entwicklungen im Zusammenhang mit der Pandemie sich auf Lieferanten, Kunden und den eigenen Betrieb auswirken könnten, sodass die Ziele tatsächlich nicht erreicht werden können. Das Transfer-Pricing-System sieht allerdings immer eine positive EBIT-Marge für Kramp GmbH vor. Mit der organisatorischen Professionalisierung und der stärkeren Ausnutzung von Synergieeffekten in der Kramp-Gruppe, z. B. im Bereich Einkauf oder der Logistik, ist von einer weiteren Kostenreduktion auszugehen. Diese wird durch eine starke Kostenüberwachung unterstützt.

Aufgrund des bestehenden Transfer-Pricing-Systems kann in den nächsten Jahren davon ausgegangen werden, dass das EBIT sich in Zukunft positiv entwickeln und leicht über dem Niveau 2019 liegen wird.

Die Gesellschaft hat auch für das zukünftige Geschäftsjahr einige Kennzahlen im Blick und versucht, ihre Eigenkapitalquote stetig bei ungefähr 50 % zu halten. Die Materialaufwandsquote wird sich analog zum Umsatz entwickeln. Die Personalaufwandsquote in 2020 wird leicht steigen. Es wird stets versucht, die Reklamationsquote zu senken und die Mitarbeiterfluktuation durch ein gutes Arbeitsklima sowie freiwillige soziale Aufwendungen und Aus- und Fortbildungen auf möglichst niedrigem Niveau zu halten. Darüber hinaus ist durch den bestehenden Cash-Pool-Vertrag auch für das Geschäftsjahr 2020 die Aufrechterhaltung der Liquidität gesichert.

 

Strullendorf, den 20. April 2020

Mario Babic

Joachim Bach

Philippe Louis H. Everaerts

Siegfried Gößwein

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