Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Soltecture GmbHLiquidiert
Groß-Berliner Damm, 12487 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 95.07% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Soltexture GmbH | 4.93% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sulfurcell Solartechnik GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009LAGEBERICHT 20091. RahmenbedingungenDie Solarindustrie hat im ersten Halbjahr 2009 einen Nachfragerückgang erlebt, der weit stärker war, als es die Branche als Effekt der Wintermonate gewohnt war. Spanien hatte die Förderung der Solarenergie zum Jahresende 2008 gekappt, so dass aus dem Land, das in 2008 etwa 50 % zum Weltmarkt beigetragen hatte, nahezu keine Nachfrage mehr zu verzeichnen war. Die Situation wurde durch die globale Finanzkrise verschärft, die sich seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15.9.2008 immer dramatischer auf das Kreditwesen auswirkte. Projektfinanzierungen, wie sie für große Solaranlagen gebraucht werden, wurden erschwert und auch die Nachfrage nach Solaranlagen für private Häuser und kleinere gewerbliche Dächer ging zurück, da viele Verbraucher und Unternehmer langfristige Investitionen zurückstellten. Das Angebot an Solarmodulen ist in 2009 dagegen deutlich gestiegen, da vor allem chinesische Hersteller ihre Produktionskapazitäten massiv ausgebaut hatten und zusätzlich auf den Weltmarkt drängten. Die Konsequenz dieser Trends waren ansteigende Lagerbestände der großen Hersteller in den ersten Monaten 2009 und schließlich ein deutlicher Preisrutsch. Der Bundesverband Solarwirtschaft schätzt, dass die Preise für Solaranlagen in 2009 um 26 % zurückgegangen sind. Der Preisdruck wurde vor allem durch die Hersteller der Solarmodule aufgefangen, die ihre Preise teilweise noch deutlicher senken mussten. Nach Sulfurcell Recherchen lagen die Preise für die marktdominierenden Module aus polykristallinem Silizium in 2008 noch oft im Bereich von 3,00 €/W, während große Abnehmer in 2010 polykristalline Module chinesischer Bauart für weniger als 1,50 €/W einkauften. Die Chinesen konnten sich als Preisführer etablieren, da sie nicht nur von skalierungs- und standortbedingten Kostenvorteilen profitierten, sondern auch Vorteile gegenüber europäischen Herstellern genossen, die aus Währungseffekten und sehr großen, bedingungslosen und günstigen Kreditlinien [LBBW 2009] erwuchsen. Deutsche Hersteller verteidigten zwar ein qualitätsbegründetes höheres Preisniveau als die asiatischen Hersteller, mussten ihre Preise jedoch so weit senken, dass viele der börsennotierten Unternehmen in 2009 Verluste zeichneten oder Profitabilität einbüßten. Die Nachfrage nach Solarmodulen wurde durch den Preisverfall für Solaranlagen jedoch deutlich stimuliert. Im zweiten Halbjahr 2009 gaben viele Investoren und Banken ihre zögerliche Haltung auf und verschafften insbesondere dem deutschen Markt ein beispielloses Wachstum. Das Branchenmagazin Photon schätzt, dass allein in Deutschland in 2009 Solarmodule einer Gesamtleistung von drei Gigawatt installiert wurden. Auch die Auslandsmärkte entwickelten sich und insbesondere in Italien, Frankreich und den USA wuchs die Nachfrage. 2. Unternehmensentwicklunga) Geschäftsentwicklung Sulfurcell hat im Geschäftsjahr 2009 die neue Produktionsstätte "CIS-Line" errichtet und damit den wesentlichen Schritt zur Großserienfertigung vollzogen. Nach dem Ersten Spatenstich am 2. Februar wurden die 17.000 m 2 große Produktionshalle und das neue Verwaltungsgebäude mit 3.000 m 2 Büroraum in einer Bauzeit von acht Monaten errichtet. Gleichzeitig wurden die Maschinen aufgebaut, die technische Infrastruktur installiert und das automatisierte System für den Transport der Glasscheiben und Module eingerichtet. Am 14.10.2009 konnte das neue Gebäude feierlich eingeweiht und bezogen werden. Die Sulfurcell-Büros in der Schwarzschildstraße sowie etliche der Büros in der Barbara-McClintock-Straße wurden aufgegeben und die Belegschaft am neuen Hauptsitz Groß-Berliner Damm 149 zusammengeführt. Im 4. Quartal startete das Sulfurcell-Team, die Anlagen einzurichten und die Prozesse zu qualifizieren. Die Produktionsaufnahme ist für das erste Quartal 2010 geplant. Die neue Fabrik CIS-Line wurde damit innerhalb des vorgesehenen Zeitplans und unter Einhaltung des Budgets errichtet. Sulfurcell hat seine Produkte über den Fachgroßhandel abgesetzt und seine Kundenbeziehungen ausgebaut. Preislich ist Sulfurcell dem Markttrend gefolgt und hat seine Preise deutlich stärker gesenkt als geplant. Ein wirtschaftlicher Betrieb der Pilotproduktion war nicht geplant und die geringe Produktionsmenge hat den finanziellen Effekt dieses Einschnitts gering gehalten. Die Produktion diente in 2009 vorwiegend dem Ziel, Sulfurcell-Produkte am Markt bekannter zu machen und neue Kunden zu gewinnen. Das Jahresergebnis der Sulfurcell ist wie im Vorjahr negativ, die Verluste liegen auf dem erwarteten Niveau und resultieren aus dem Pilotcharakter der Fertigung mit ihrem hohen Fixkostenanteil sowie dem Aufbau der neuen Produktion. Sulfurcell leitete die Planung der neuen Fabrik, wählte die Anlagen aus, legte ihre Spezifikationen fest und überwachte die Leistungen des Bauunternehmers und der Maschinenlieferanten. Im Sommer 2009 begannen Sulfurcells Technologen die Maschinen einzurichten und den Prozess zu entwickeln. Neben Personalkosten entstanden hohe Material- und Betriebskosten der neuen Fabrik, die das Jahresergebnis belasteten. b) Produktion und Beschaffung Sulfurcell hat die Produktion von Solarmodulen in der bestehenden 2,5 MW-Pilotproduktion unverändert fortgesetzt und den Herstellungsprozess kontinuierlich verbessert. So gelang es die mittlere Modulleistung von 55 Watt Ende 2008 auf über 60 Watt Ende 2009 zu steigern. Im zweiten Halbjahr wurde die Produktion gedrosselt, da vorbeschichtetes Glas für die Einrichtung der Maschinen in der CIS-Line entnommen wurde. Der Umsatz sank daher gegenüber dem Vorjahr. Der Preisrutsch am Markt hat Sulfurcell dazu veranlasst, noch mehr Ressourcen für die Senkung der Einkaufspreise einzusetzen als geplant und die Materialkosten zu optimieren. So konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden und die Jahresziele weit übererfüllt werden. Die Materialkosten pro Modul lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2009 etwa 30 % niedriger als im Vorjahr. Für 2010 sollen die Materialkosten gegenüber 2009 um weitere 15 % gesenkt werden. c) Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde in 2009 intensiviert und konzentrierte sich auf die Steigerung der Modulleistung. Über zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen konnte die mittlere Modulleistung auf über 60 W gesteigert werden und erreichte damit einen Zugewinn von 10 %. Darüber hinaus hat Sulfurcell grundsätzliche Modifikationen des Absorbermaterials vorbereitet. Die Priorität wurde dabei auf die Integration des Elements Gallium in Sulfurcells CIS-Absorber gelegt. In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin war zuvor gezeigt worden, dass diese Maßnahme den Wirkungsgrad von Laborsolarzellen um 15 % steigert. Die Übertragung der entsprechenden Technologie auf Sulfurcells Industrieanlagen erwies sich als ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches Entwicklungsprojekt, das Ende 2009 erste Solarmodule mit Galliumhaltigem Absorber lieferte. Anfang 2010 erreichten die Module bereits Leistungen von deutlich über 65 W. Ein weiterer Schwerpunkt war die Spezifikation und Anschaffung einer Maschine zur Herstellung Selenhaltiger CIS-Solarmodule mit höchsten Wirkungsgraden ("CIGSe"). Um dieses Ziel schnell erreichen zu können, wurde in der neuen Fabrik ca. 3.000 m 2 für neue Anlagen reserviert, mehrere Labore eingerichtet und ein Automatisierungskonzept gewählt, das den parallelen Betrieb verschiedener Produktionsprozesse erlaubt. Eine erste CIGSe-Anlage wurde zum Jahresende in Betrieb genommen und Anfang 2010 begann die Prozessentwicklung. Sulfurcell erwartet aus diesem Prozess Solarmodule mit deutlich über 10 % Modulwirkungsgrad und plant den neuen Prozess bereits Ende 2010 in der Produktion anzuwenden. d) Investitionen Die Investitionen in 2009 in die neue Fabrik CIS-Line summierten sich auf 51.651 T€. In die Pilotproduktion wurden lediglich 600 T€ investiert. e) Finanzierung Die aus der vierten Finanzierungsrunde (beendet am 16. Juli 2008) zugesagten Finanzmittel der zweiten Tranche wurden nach der ersten Auszahlung in 2008 im April 2009 in Höhe von 39.124 T€ vollständig ausgezahlt und in die Kapitalrücklage eingestellt. Zur Finanzierung der Anlageninvestitionen wurden Investitionskredite aufgenommen. Die Berliner Volksbank und die Deutsche Leasing Finance gewährten langfristig laufende Kredite in Höhe von 15.000 T€. Das neue Verwaltungs- und Produktionsgebäude wurde von der Dehalit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden, finanziert und von Sulfurcell langfristig angemietet. Darüber hinaus wurden auf die bereits im Jahr 2008 angeschafften und angezahlten Maschinen Investitionszulage in Höhe von 4.465 T€ bewilligt und im Juli 2009 ausgezahlt. Die Zuschüsse aus öffentlichen Förderprogrammen für Forschung und Entwicklung betrugen 1.367 T€. Die Investitionsbank Berlin beteiligt sich in Form von zwei Stillen Beteiligungen am Aufbau der 35 MW-Produktion und weiterer Forschungsvorhaben mit Fremdkapital in Höhe von 6.900 T€. In 2009 floss der Gesellschaft eine erste Tranche von 800 T€ zu. f) Personal Sulfurcells Führungsmannschaft hat sich 2009 nur in der Position des Leiters Finanzen verändert, da Oliver Gögge das Unternehmen am 1.7.2009 verlassen hat. Als Nachfolger wurde Martin Beck ausgewählt. Der 43-jährige Wirtschaftsingenieur verantwortete zuvor den Bereich Produktliniencontrolling bei der Heidelberger Druckmaschinen AG und verfügt damit über ausgewiesene Kompetenzen im Finanzwesen und Controlling eines Industrieunternehmens. Zuvor war Beck über drei Jahre für die US-Vertriebs- Serviceniederlassung Heidelberg USA Inc. als Director Controlling tätig. Sulfurcell hat die Belegschaft von 132 (31. Dezember 2008) auf 172 festangestellte Mitarbeiter (31.12.2009) ausgebaut und beschäftigte darüber hinaus durchschnittlich 24 Zeitarbeitskräfte (ohne Praktikanten, Auszubildende und Diplomanden). 3. Darstellung der Lagea) Vermögens- und Finanzlage In 2009 belief sich die Bilanzsumme von Sulfurcell auf 105.915 T€. Im Geschäftsjahr 2009 wurden neue Anlagen im Wert von 51.651 T€ für die neue Produktionsstätte am Groß-Berliner Damm angeschafft. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 17.246 T€. Diese setzen sich im Wesentlichen aus einer Forderung auf Investitionszulagen (IZ) in Höhe von 10.572 T€, einer Darlehensforderung gegen den Leasinggeber der Büro- und Produktionsgebäude am Groß-Berliner Damm in Höhe von 3.381 T€ sowie Forderungen aus Umsatzsteuer von 2.228 T€ zusammen. Die Fördermittel aus der Investitionszulage (IZ) wurden beantragt und nach Genehmigung wird mit deren Auszahlung im Sommer 2010 gerechnet. Zum Jahresende 2009 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von 9.892 T€. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist aufgrund des Anlaufens der neuen Produktionsstätte gegenüber dem Vorjahr um 577 T€ auf 1.231 T€ angestiegen. Das Eigenkapital beträgt zum Jahresende 60.282 T€ und die Eigenkapitalquote 57 %. In 2009 wurde die zweite Tranche aus der Finanzierungsrunde 2008 in Höhe von 39.124 T€ ausgezahlt und in die Rücklagen eingestellt. Dem stand ein Jahresfehlbetrag von 12.623 T€ gegenüber. Die kumulierten Verlustvorträge beliefen sich auf 35.144 T€. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Jahresende 2009 auf 24.110 T€ und beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche sich gegenüber dem Vorjahr um 13.859 T€ auf 14.717 T€ erhöhten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen einen weiteren Baustein zur Finanzierung der neuen CIS Line dar. Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.038. b) Ertragslage Insbesondere, da Sulfurcell im zweiten Halbjahr 2009 die Pilotproduktion gedrosselt hat, um die neue Fertigung CIS-Line einrichten zu können, fielen die Umsätze im Geschäftsjahr 2009 um 1.823 T€ geringer aus als im Vorjahr. In den Materialkosten sind Aufwände für die Einrichtung der neuen Maschinen in der CIS-Line enthalten. Der Personalaufwand erhöhte sich um 2.234 T€ gegenüber dem Vorjahr auf 6.646 T€. Die Neueinstellungen sind auf den Ausbau des Vertriebsbereichs, des Forschungs- und Entwicklungsbereichs und den weiteren Personalaufbau in der Produktion zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 5.293 T€ und liegen damit unter dem Vorjahr. Die Gesellschaft weist für das Jahr 2009 einen Verlust in Höhe von 12.623 T€ auf. Der Verlust war für die Phase des Produktionsausbaus eingeplant worden. 4. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklunga) Risiken der Branche Die globale Solarindustrie hat ihre Fertigungskapazitäten in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Auch die Produktionskapazität für hochreines Silizium ist gestiegen und bremst heute das Wachstum der großen Hersteller weniger als in der Vergangenheit. Module chinesischer Hersteller werden zu sehr niedrigen Preisen angeboten und setzen die europäischen Hersteller unter Druck. Ermöglicht wird dies durch die Währungspolitik der chinesischen Regierung und Staatskredite, was den lokalen Herstellern künstliche Kostenvorteile verschafft. Das Risiko eines weiteren Preisverfalls kann nicht ausgeschlossen werden, zumal die Bundesregierung angekündigt hat, die Einspeisevergütung für Solarstrom zum 1. Juli 2010 um bis zu 17 % zu reduzieren. Sulfurcell begegnet diesen Risiken durch den Aufbau neuer, margenstärkerer Absatzkanäle und dem Aufbau des Auslandsgeschäfts. Dazu werden die Vertriebsmannschaft ausgebaut und die Serviceleistungen für Kunden verstärkt. Vorteilhaft wirken sich die starken Alleinstellungsmerkmale der Sulfurcell-Module aus: Bewährte Qualität "made in Germany", hohe Erträge pro Kilowattpeak und Vorteile im solaren Bauen sind die wesentlichen Kaufanreize, die es dem Unternehmen ermöglichen, in einzelnen Segmenten Premiumpreise zu erzielen. b) Innerbetriebliche Risiken Die Gesellschaft erwartet, in der neuen Produktion Maschinenverfügbarkeit, Produktivität, Ausbeute und Modulqualität kontinuierlich zu steigern und die Gesellschaft so in den Profitabilitätsbereich zu bringen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Entwicklung dieser Kennzahlen mit Unsicherheit behaftet ist. Sulfurcell begegnet diesem Risiko durch vorsichtige Planungsannahmen und Reserven in der Finanzplanung. Mit seinem hochqualifizierten Team aus Ingenieuren und Naturwissenschaftlern, das in 2009 weiter verstärkt wurde, sieht sich das Unternehmen in der Lage, die bevorstehenden Aufgaben schnellstmöglich zu lösen und flexibel zu reagieren. Die zunehmende Produktionsaktivität und der Einsatz gering-qualifizierter Produktionshelfer erhöhen das Risiko von Arbeitsunfällen. Sulfurcell hat ein Sicherheitsteam aufgestellt, das die Sicherheitsanweisungen kontinuierlich weiterentwickelt und ihre Einhaltung überprüft. c) Finanzierungsrisiken Die Gesellschaft erwartet in 2010 Zulagen auf Investitionsgüter aus dem Programm aus der Investitionszulage des Finanzamts (IZ). Die Mittel sind beantragt, und der Anspruch beruht auf gesetzlicher Grundlage. Dennoch kann es beim Abruf und der Auszahlung zu Verzögerungen kommen. In der Vergangenheit war Sulfurcell in der Lage, solche Komplikationen schnell zu lösen und beanspruchte Investitionszulagen vollständig abzurufen. 5. PrognoseberichtSulfurcell wird den Markt in 2010 mit Modulen bedienen, die überwiegend in der neuen Produktion CIS-Line produziert werden. Die Produktionsmenge wird in 2010 sukzessive gesteigert und während des zweiten Halbjahres ihre volle Kapazität erreichen. Die Ausbringungsmenge wird in 2010 auf bis zu 18 MW ansteigen. Aufgrund der hohen Zusatzkosten während des Hochlaufs der neuen Produktion wird für 2010 mit einem Jahresverlust gerechnet, jedoch wird sich das EBITDA im letzten Quartal 2010 erstmalig positiv entwickeln. Mittelfristig wird die stetige Verbesserung der Produkte und die Steigerung des Wirkungsgrads für höhere Margen und eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sorgen. Für 2011 rechnet die Geschäftsführung unter der Annahme von weiteren Materialkostenreduktionen und der weiteren Steigerung der mittleren Modulleistung mit einem positiven EBITDA.
Berlin, 29. März 2010 Dr. Nikolaus Meyer Dr. Rüdiger Stroh Verkürzte Bilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009
Verkürzter Anhang für das Geschäftsjahr 20091 Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Sulfurcell Solartechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2009 ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Schutzvorschriften wurden nicht in Anspruch genommen. 2 Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze2.1 Allgemeines Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet. Vom Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten einzubeziehen, wurde kein Gebrauch gemacht. Beträge in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung des Geschäftsvorfalls in Euro umgerechnet (Kurs am Anschaffungszeitpunkt). Forderungen in fremder Währung bestanden zum Abschlussstichtag nicht. Rückstellungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Kurs am Anschaffungszeitpunkt oder zum höheren Umrechnungskurs am Bilanzstichtag angesetzt. 2.2 Anlagevermögen Immaterielle und Sachanlagen Immaterielle Anlagen werden zu Anschaffungskosten, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die einzelnen Anlagegruppen werden die nachstehenden Nutzungsdauern zugrundegelegt:
Abschreibungen im Jahr des Zugangs werden pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 410 werden im Jahr ihres Zugangs vollständig abgeschrieben und als Abgang gebucht. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf dauerhaft wertgeminderte oder nicht mehr genutzte Anlagen vorgenommen. Finanzanlagen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. 2.3 Umlaufvermögen Vorräte Für die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige und fertige Erzeugnisse) wurde am 30. Dezember 2009 eine Stichtagsinventur durchgeführt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse der Gesellschaft sind deutlich höher als die am Markt zu erzielenden Verkaufserlöse. Unter der Beachtung der verlustfreien Bewertung erfolgt die Bewertung von Fertigerzeugnissen daher in Höhe der zukünftigen Verkaufserlöse abzgl. etwaiger Vertriebs- und Transportkosten. Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen erfolgt in Höhe zukünftiger Verkaufserlöse abzgl. etwaiger Vertriebs- und Transportkosten sowie abzgl. der noch aufzuwendenden Herstellungskosten bis zur Fertigstellung. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Sofern die Herstellungskosten nicht durch die zu erwartenden Erlöse gedeckt sind, erfolgt eine Abwertung der unfertigen Leistungen auf den unter Berücksichtigung der noch anfallenden Aufwendungen realisierbaren niedrigeren Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bilanziert worden. Wertberichtigungen auf Forderungen waren nicht vorzunehmen. Vor dem Bilanzstichtag angefallene Ausgaben bzw. Einnahmen werden, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für Zeiträume nach dem Stichtag betreffen, als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. 2.4 Sonderposten für Zuschüsse und Investitionszulagen Im Geschäftsjahr und in Vorjahren gewährte bzw. als Forderungen hieraus aktivierte Zuschüsse und Investitionszulagen für Investitionen in das Anlagevermögens werden im Sonderposten für Zuschüsse und Investitionszulagen ausgewiesen und anteilig über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände bzw. bei deren Ausscheiden aus dem Vermögen ertragswirksam aufgelöst. Sonderposten für Zuschüsse, die in 2008 für das CIS-Line Vorhaben gebildet wurden, wurden ertragsneutral ausgebucht. 2.5 Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren passivierungspflichtigen Risiken in angemessener Höhe. Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 3. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses3.1 Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anschluss an die Bilanz wiedergegeben. Sachanlagen Vom gesamten Zugang der Sachanlagen in Höhe von TEUR 52.377 entfallen TEUR 51.651 auf Sachanlagen für Maschinen sowie für Betriebsvorrichtungen im Zusammenhang mit der Errichtung der großen Fertigungslinie in Berlin-Adlershof. Bereits im Jahresabschluss 2008 geleistete Anzahlungen für Maschinen wurden im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der erfolgten Endabnahme in die Technischen Anlagen und Maschinen umgegliedert. Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen betreffen Ausleihungen an Gesellschafter-Geschäftsführer, die aus gestundeten Kaufpreisforderungen aus der Veräußerung und Abtretung eigener Anteile der Gesellschaft resultieren. Diese werden mit 5 % p.a. verzinst und sind am 31. Dezember 2012 fällig. Die aus den Darlehen resultierenden Zinsforderungen sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Lieferungs- und Leistungsforderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 16.022 (Vorjahr TEUR 13.530) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten enthält ein abgegrenztes Disagio in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 0). Eigene Anteile Mit Vertrag vom 5. November 2008 hat die Gesellschaft die Geschäftsanteile des ehemaligen Gesellschafters M + W Zander Facility Engineering GmbH, Stuttgart, für TEUR 2.600 übernommen. Die Anteile wurden im Vorjahr als eigene Anteile ausgewiesen. TEUR 1.300 des Kaufpreises wurden im Geschäftsjahr 2008 an die Verkäuferin bereits bezahlt. Der Restbetrag in Höhe von TEUR 1.300 wurde im Geschäftsjahr 2009 bezahlt. Die Eigenen Anteile wurden nach der Eintragung der Kapitalherabsetzung im Dezember 2009 ergebnisneutral ausgebucht. Siehe dazu auch unsere Ausführungen zum Eigenkapital. Eigenkapital
Durch eine Barkapitalerhöhung aus der zweiten Tranche wurde das gezeichnete Kapital zunächst um TEUR 209 erhöht. In einem zweiten Schritt wurde das gezeichnete Kapital gemäß dem Beschluss vom 9. Dezember 2008 um TEUR 20 reduziert und damit die Geschäftsanteile an die reduzierte Stammkapitalziffer angepasst. Die Kapitalherabsetzung wurde gemäß den gesetzlichen Vorschriften des § 58 GmbHG bekanntgemacht. Nach Ablauf der einjährigen Wartefrist wurde die Kapitalherabsetzung im Handelsregister eingetragen. Das gezeichnete Kapital beläuft sich somit zum Geschäftsjahresende 2009 auf TEUR 599. Durch die Einzahlung einer Barkapitaleinlage (2. Tranche) in Höhe von TEUR 39.124, der Einzahlung einer gestundeten Einzahlung in die Kapitalrücklage aus der 1. Tranche in Höhe von TEUR 928 sowie der Umgliederung von TEUR 20 im Zuge der Ausbuchung der eigenen Anteile im Zusammenhang mit der Kapitalherabsetzung beläuft sich die Kapitalrücklage in 2009 auf TEUR 94.827. Die Rücklage für eigene Anteile über TEUR 2.600 aus dem Geschäftsjahr 2008, die aus dem Erwerb der Anteile von M + W Zander Facility Engineering GmbH, Stuttgart, resultierte, wurde mit Eintragung der Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 2.580 aufgelöst. In Höhe der herabgesetzten Stammkapitalziffer (TEUR 20) wurde eine Umgliederung in die Kapitalrücklage vorgenommen. Rückstellungen Innerhalb der Rückstellungen sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wesentlich und beinhalten Rechts- und Beratungskosten (TEUR 108, Vorjahr TEUR 123) und Mietnebenkosten (TEUR 185, Vorjahr TEUR 64). Die Rückstellung für das Interne Anteilsoptionsprogramm (TEUR 364) betrifft Verpflichtungen aus der im Berichtsjahr erstmals erfolgten Ausgabe von Stock Appreciation Rights an Mitarbeiter und Mitglieder des Beirats. Verbindlichkeiten Von den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 24.110 haben TEUR 2.229 eine Restlaufzeit über fünf Jahre. Von dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten haben TEUR 10.755 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen drei Darlehen des ehemaligen Gesellschafters M+W Zander Facility Engineering GmbH zuzüglich Zinsen (TEUR 1.259, Vorjahr TEUR 2.594) sowie Lieferantendarlehen zuzüglich Zinsen (TEUR 831, Vorjahr TEUR 1.114). 3.2 Sonstige Angaben und Erläuterungen Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2009 waren durchschnittlich 155 (Vorjahr 117) Mitarbeiter in der Sulfurcell Solartechnik GmbH beschäftigt. Der Personalstand zum Jahresende beträgt 172 Mitarbeiter (Vorjahr 132). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Vertragliche Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2009 in folgendem Umfang:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Gebäudemieten umfassen vor allem das ab Oktober 2009 für 20 Jahre angemietete Produktions- und Verwaltungsgebäude in Berlin- Adlershof. Haftungsverhältnisse Unsere Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2009 Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 9.392 (Vorjahr TEUR 0) zur Besicherung von Verbindlichkeiten der Dehalit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG sicherungsübereignet. 4. Organmitglieder4.1 Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. IV HGB. 4.2 Beirat Dem Beirat gehören an:
5. Vorschlag für die Verwendung des BilanzverlustsDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 weist einen Bilanzverlust in Höhe von € 35.143.552,65 aus. Wir schlagen vor, diesen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 29. März 2010 Dr. Nikolaus Meyer, Geschäftsführer Dr. Rüdiger Stroh, Geschäftsführer Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch gemacht. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sulfurcell Solartechnik GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 der Sulfurcell Solartechnik GmbH, Berlin, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 9. April 2010 Deloitte
& Touche GmbH
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer Rietz, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
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