MLOG Logistics GmbH
Wilhelm-Maybach-Straße 2, 74196 Neuenstadt am Kocher, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Peetz seit 29.7.2025 | Prokura |
Winnie Ahrens seit 29.7.2025 | Geschäftsführer |
Ansgar Prof. Dr. Wahle seit 17.12.2024 | Prokura |
Andreas Rupp seit 19.7.2021 | Prokura |
Christoph Höger seit 15.12.2015 | Prokura |
Jochen Strauß seit 22.7.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Reist seit 12.6.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kardex Holding AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MLOG Logistics GmbHNeuenstadt am KocherJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen1.1 Vorbemerkung Die MLOG Logistics GmbH (nachfolgend kurz: MLOG) mit Sitz in Neuenstadt am Kocher plant und realisiert seit über 50 Jahren individuelle Lösungen für Logistikzentren. Seither sind mehr als 1.000 Projekte in unterschiedlichen Bereichen realisiert worden - unter anderem Lagersysteme in der Konsumgüter-, Automobil-, Pharma- oder Chemieindustrie sowie Kühl- und Tiefkühllager in der Lebensmittelindustrie. MLOG gehört zur internationalen Kardex-Gruppe mit Sitz in der Schweiz und realisiert schlüsselfertige Neuanlagen mit Paletten- und Kleinteiletechnik inkl. unterlagerter Anlagensteuerungen sowie eigener Visualisierung, Materialfluss- und Lagerverwaltungssoftware, standardisierte Logistiksysteme sowie Modernisierungen bei laufendem Betrieb. Daneben bietet MLOG Integratoren auch Regalbediensysteme (Regalbediengerät inklusive Steuerung) aus eigener Fertigung an. Für bestehende Anlagen bietet MLOG einen umfassenden Life-Cycle-Service für ihre Kunden an. Die langjährige Erfahrung im Intralogistik-Umfeld sowie die Kompetenz, innovative und leistungsfähige Lösungen zu entwickeln, ermöglichen der MLOG fortwährend, ein zuverlässiger Partner im bearbeiteten Marktumfeld für Ihre Kunden zu sein. 1.2 Ziele und Strategien Mit einer Fokussierung auf individuelle, kundenspezifische Intralogistiklösungen und modulare Branchenlösungen, Modernisierungen sowie umfassende Servicedienstleistungen werden die bestehenden Risiken des Systemgeschäfts in einem gesunden Verhältnis zur Unternehmensgröße gehalten. Hierbei ist die Entwicklung neuer Anwendungsfelder und Lösungen sowie die Optimierung und Weiterentwicklung bestehender Produkte und Produktfamilien eine wichtige Voraussetzung, auf die sich die MLOG fokussiert. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Entwicklung neuer Anwendungsfelder und Lösungen, sowie die Optimierung bestehender Produkte und Produktfamilien ist für die Stellung im Markt der MLOG ein wesentlicher Erfolgsfaktor und hat seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreiche Mittel für F&E Projekte verwendet. Unsere F&E Ausgaben betrugen im Jahr 2023 1.061 TEUR (Vorjahr 1.058 TEUR). Hauptaugenmerk lag dabei vor allem auf der weitergehenden mechanischen und softwaretechnischen Standardisierung und Weiterentwicklung unseres gesamten Produktportfolios. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Produktionsvolumen der deutschen Anbieter von Fördertechnik und Intralogistik ist 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent gestiegen. Im Jahr 2023 erwies sich der EU-Binnenmarkt als äußerst robust und stellte für die deutschen Intralogistik- und Fördertechnikanbieter die wichtigste Absatzregion dar. Aber auch außerhalb der EU konnten wachsende Exporte verzeichnet werden. Die positive Marktentwicklung ist das Ergebnis eines anhaltenden Trends zur Automatisierung und der kontinuierlich wachsenden Bedeutung der Logistik in Industrie und Handel. In Anbetracht der aktuellen globalen politischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Liefer- und Logistikketten flexibler und resilienter zu gestalten, wodurch der Investitionsbedarf in Lager- und Intralogistiklösungen mittel- bis langfristig anhaltend hoch bleibt. Trotz der vielversprechenden Perspektiven machen sich jedoch allmählich die Auswirkungen der zahlreichen Krisen der letzten Jahre bemerkbar, insbesondere in Form von zögerlichen Auftragsvergaben. Positiv ist festzustellen, dass die Lieferzeiten und die Verfügbarkeit elektronischer und elektromechanischer Komponenten aktuell wieder auf ein verlässliches Niveau zurückgekehrt sind. Die allgemeine wirtschaftliche Situation in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland sowie die geopolitische Lage in Osteuropa, Südostasien und im Nahen Osten sind weiterhin Einflussfaktoren, die sich direkt auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken können. Ausblick: Für die deutsche Fördertechnik- und Intralogistikbranche wird für das Jahr 2024 eine eher zurückhaltende, jedoch leicht positive Entwicklung prognostiziert. Gesamtwirtschaftlich wird für Deutschland für die erste Jahreshälfte 2024 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Zu einer leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es in Deutschland erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Krisen hatte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2023 zu einem deutlich geringeren Auftragseingang in den projektbezogenen Geschäftsfeldern geführt. Hier erwarten wir im Laufe des Jahres 2024 eine Erholung und damit einen höheren Auftragseingang gegenüber 2023. 2.2 Geschäftsverlauf und Auftragseingang Das Jahr 2023 war in Bezug auf die Umsatzrealisierung der Projekte von dem soliden Auftragseingang aus den Vorjahren und durch kundenseitige Projektverschiebungen geprägt. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurden die geplanten Auftragsvergaben vermehrt verschoben. Insbesondere im zweiten Halbjahr verzeichneten wir einen spürbaren Rückgang beim Auftragseingang. Folglich wurde das Auftragseingangsziel für das gesamte Geschäftsjahr nicht erreicht.
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 betrug 76,8 Mio. EUR und lag, bedingt durch die Projektstruktur unter dem Vorjahreswert (119,3 Mio. EUR). Im Einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
Die Höhe und die Qualität des Auftragsbestandes zum Jahresende 2023 lässt uns dennoch optimistisch in das Jahr 2024 blicken. Unsere Kapazitäten können wir, auch im Rahmen der gesetzlichen und tarifvertraglichen Möglichkeiten, aktuell gut auslasten. Unter Berücksichtigung des Anfangsbestandes, der Auftragseingänge und der erzielten Umsatzerlöse, ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Auftragsendbestand von 224,6 Mio. EUR (Vorjahr 193,5 Mio. EUR). Dieser bildet aufgrund der geplanten Projektlaufzeiten eine solide Basis für die Umsatzerlöse der Jahre 2024. 2.3 Ertragslage Der Gesamtumsatz hat sich um 42,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verringert. Entsprechend haben sich Bruttoergebnis, Ergebnis vor Steuern sowie der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Brutto-Marge des Umsatzes hat sich, bedingt durch den Umsatzmix gegenüber dem Vorjahr um 8,6 %-Punkte auf rund 27 % verbessert. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Mio. EUR gestiegen. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf einen an das Wachstum angepassten Personalaufbau sowie die überdurchschnittlichen Tariferhöhungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um 140 TEUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um rund 1,2 Mio. EUR gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Diese Aufwendungen waren nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB bis 2015 als außerordentliche Aufwendungen auszuweisen und betreffen die Effekte aus der Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Zusammenhang mit der Zuführung i.H.v. 1/15 des Unterschiedsbetrags aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. EUR verringert. Sie beinhalten überwiegend Aufzins- und Änderungszinssachverhalte für langfristige Rückstellungen. Somit schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR). 2.4 Finanzlage Der positive Finanzmittelfonds (bestehend aus den flüssigen Mitteln in Höhe von 3,3 Mio. EUR sowie den Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool-Konto gegenüber der Kardex-Gruppe (1,8 Mio. EUR)), beträgt stichtagsbezogen zum 31. Dezember 2023 1,5 Mio. EUR. Im Vergleich zum positiven Cash-Pool-Bestand und des Bestandes an flüssigen Mittel des Vorjahres von insgesamt 48,9 Mio. EUR ist dies ein Rückgang um 47,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Gewährung eines Intercompany-Darlehens in Höhe von 30 Mio. EUR und die geschäftstypischen Schwankungen im Anlagen- und Projektgeschäft zurückzuführen. Das Cash-Pool-Konto wurde mit der Zugehörigkeit zur Kardex-Gruppe eingerichtet. Die Höhe der uns zur Verfügung stehenden liquiden Mittel zum Bilanzstichtag unterstreicht unsere äußerst stabile Finanzlage. Die Finanzierungen der Projekte sind durch Anzahlungen gedeckt. Wir waren jederzeit in der Lage, unsere finanziellen Verpflichtungen vollständig und fristgerecht zu erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen 1.252 TEUR (Vorjahr 1.025 TEUR). Mit dem Schwerpunkt auf der Erweiterung und Erneuerung unserer EDV-technischen und betrieblichen Infrastruktur, lag das Investitionsvolumen um 644 TEUR über den Abschreibungen. 2.5 Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme um 3,7 Mio. EUR auf 89,2 Mio. EUR gestiegen. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR erhöht. Die MLOG Logistics GmbH als Organgesellschaft, hat mit der Kardex Germany GmbH mit Sitz in Bellheim als Organträger am 30. November 2022 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. EUR wird entsprechend den Bestimmungen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. Das Eigenkapital ist mit 10 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Die Eigenkapitalquote beträgt damit per 31.12.2023 11,4 % (Vorjahr 11,9 %). Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen hat sich die Materialbevorratung um 1,3 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR erhöht. An Lieferanten geleistete Anzahlungen liegen um 19,5 Mio. EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Mio. EUR, Rückstellungen um 1,5 Mio. EUR gesunken. Verbindlichkeiten sind um 4,5 Mio. EUR gestiegen. Erhaltene Anzahlungen haben sich durch die solide Entwicklung der Auftragslage insgesamt um 8,5 Mio. EUR erhöht. Der Rückgang der Rückstellungen um 1,5 Mio. EUR resultiert überwiegend aus der Verminderung der sonstigen Rückstellungen. Verbindlichkeiten aus Steuern (hauptsächlich Umsatzsteuern, Lohn- und Kirchensteuern) sind gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR gesunken. 2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator der MLOG ist die adäquate Anzahl qualifizierter Mitarbeiter. Neben der Produktqualität ermöglichen gut ausgebildete und fachlich kompetente Mitarbeiter einen weiteren Wettbewerbsvorteil im Markt. Hier gilt es, die Balance zwischen Geschäftsentwicklung und dem Ziel einer geringen Fluktuation zu finden und zu verfolgen. Dabei ist zu beachten, dass die Mitarbeiter aufgrund der Ausbildungs- und Qualifizierungsdauer und den damit verbundenen Kosten nur schwer zu ersetzen sind. Daher hat die Kontinuität bei MLOG einen hohen Stellenwert. Deshalb unternahm die MLOG auch im Jahr 2023 für die Qualifizierung der Mitarbeiter erhebliche Anstrengungen wie u.a. gezielte Fachtrainings, Schulungen zu Methoden- und Sozialkompetenzen und Unterstützung von anerkannten Fortbildungen zum Meister, Techniker und Betriebswirt an der IHK. Für die qualifizierte Ausbildung unseres gewerblich technischen Nachwuchses kooperiert MLOG u.a. mit den Fachschulen Christian-Schmidt-Schule und Wilhelm-Maybach-Schule in Heilbronn. Für die qualifizierte Ausbildung unseres akademischen Nachwuchses arbeiten wir erfolgreich mit der Hochschule Heilbronn und der DHBW in Mosbach und Mannheim sowie mit unterschiedlichen Verbänden der Branche zusammen. Im Jahresdurchschnitt waren 363 Mitarbeiter (Vorjahr 347) beschäftigt. Die Betreuung qualifizierter Fachkräfte nimmt dabei für die MLOG ständig an Bedeutung zu. Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, mit deren Hilfe das Management die Steuerung der MLOG verfolgt und beurteilt, sind:
Da die MLOG konzernintern nach den Standards des Swiss GAAP FER berichtet, werden auch die finanziellen Leistungsindikatoren auf dieser Basis verfolgt. Für 2023 konnten die in nachfolgender Tabelle aufgeführten Werte erreicht werden:
Dabei erfolgte die Berechnung des ROIC über:
Trotz der enormen Umsatz- und Ergebnissteigerung vom Vorjahr, konnten wir im Vergleich zum Plan jedoch sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis das erwartete Ziel nicht ganz erreichen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung, die wir aktuell auch für die kommenden Perioden sehen und vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung, rechnen wir Stand heute mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl, vor allem in den Bereichen des Engineerings, der Softwareentwicklung sowie in den Installations- und Servicebereichen. Hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren ist trotz der aktuellen Lage mittelfristig mit einem Anstieg und damit einer weiteren Verbesserung der Kennwerte zu rechnen. 3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht3.1 Risiko- und Chancenbericht Das bei MLOG implementierte Risikomanagement ist in das konzernweite interne Kontrollsystem (IKS) der Kardex Gruppe eingebettet. Das vorliegende Risikomanagementhandbuch (im weiteren RMH genannt) ist das Ergebnis der laufenden präventiven Aktivitäten der Geschäftsführung der MLOG unter den Gesichtspunkten der Überwachung bestandsgefährdender Risiken zur Erfüllung der Auflagen nach § 91(2) AktG, wie es vom "Gesetz zur Transparenz und Kontrolle im Unternehmensbereich" (KonTraG) gefordert wird. Prophylaktisch werden auch bis dato marginale Risiken, welche nicht den Tatbestand der Bestandsgefährdung erfüllen, betrachtet, um sicherzustellen, dass sich bereits sehr frühzeitig abzeichnende Tendenzen im Vorfeld erkannt werden. Sowohl durch organisatorische als auch durch personelle Maßnahmen muss sichergestellt sein, dass Selbstprüfungen und Eigenfreigaben vermieden werden. Aufgeführt sind nach allgemeiner Geschäftsauffassung möglicherweise zu erwartende Risiken und organisatorische Schritte, die nach einer Risikoerkennung einzuleiten sind, um dieses Risiko im Rahmen des Risikomanagements zu behandeln, überwachen und zu steuern. Die Risikobewertung und Risikopriorisierung erfolgt nach dem Ansatz des einheitlichen Kardex Risk Management Guide. Dieser berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit der einzelnen Risiken sowie deren finanzielle Auswirkungen und die Auswirkungen auf die Reputation. 66 aktiv überwachte Risiken wurden in Risikointerviews mit den Risk-Ownern identifiziert und Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikominimierung festgelegt. Bei der Erstellung des Risikohandbuchs wurden die Anforderungen hinsichtlich Prüfungsfähigkeit und Nachvollziehbarkeit des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) berücksichtigt. Durch das Risikomanagementsystem konnten folgende wesentliche Chancen und Risiken identifiziert werden: Projektrisiken Durch die nachhaltige Verbesserung des Risiko-Management-Prozesses in Bezug auf das operative Geschäft wurden die Projektrisiken über die vergangenen Jahre hinweg signifikant minimiert. Es wurden Organisationsstrukturen und Ablaufprozesse optimiert, damit bereits in der Angebotsphase mögliche Projektrisiken identifiziert und damit einhergehend entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden können, um negative Auswirkungen weitgehend zu verhindern. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Minimierung der Risiken werden auch aktuell fortgeführt und stetig weiterentwickelt. Risiken aus Markt und Wettbewerb Als hoch einzustufendes Risiko wurde in der momentanen Marktlage die Instabilität der aktuell etablierten Struktur des Sales-Mixes ermittelt. Daher unternimmt die MLOG umfassende Maßnahmen zur Etablierung eines Key Account Managements, um die Pflege und Besetzung der Bestandskunden, insbesondere in den Bereichen Refurbishment und Servicegeschäft sicherzustellen. Um trotz der, gesamthaft betrachtet, relativ stabilen Markt- und Auftragslage dem Risiko eines plötzlich auftretenden strukturellen Auftragsrückgangs Rechnung zu tragen, werden im Rahmen des Risikomanagements im Rahmen der Budgeterstellung entsprechende Notfallszenarien (Contingency Plan) ausgearbeitet. Neben unseren bisherigen Stammmärkten (der Dach-Region) bietet eine stärkere Internationalisierung die Chance eines nachhaltigen und auf breitere Basis aufgestellten Wachstums. Wir haben Aktionspläne entwickelt, um die internationale Präsenz zu stärken. Diese sind bereits teilweise in der Umsetzung. Risiken aus äußeren Einflüssen Weder umweltrelevante noch gesetzliche Risiken werden derzeit von MLOG als hoch eingeschätzt. Als hoch einzustufendes Risiko haben wir in der aktuellen geopolitischen Lage, das Thema Materiallieferungen und Preissteigerungen bei Zukäufen identifiziert. Insbesondere sind Risiken resultierend aus der instabilen weltpolitischen Lage, dem Russland-Ukraine Konflikt, dem Handelskrieg zwischen USA und China sowie dem Nahost-Konflikt mit der einhergehenden Verunsicherung in vielen Industriebereichen und den politisch bedingten Handelsbarrieren zu nennen. Ferner könnten gestiegene Preise, insbesondere für Energie, und die eingeschränkte Verfügbarkeit von einigen Rohstoffen die Entwicklung negativ beeinträchtigen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf die Intralogistikbranche können allerdings nicht verlässlich abgeschätzt werden. Diesbezüglich haben wir einen engen Monitoring-Prozess aufgesetzt, der diese Effekte in den Angebots- und Vergabekalkulationen sowie in der Kundenvertragsgestaltung entsprechend berücksichtigt, um negative Auswirkung soweit wie möglich auszuschließen bzw. zu beschränken. Unternehmensinterne Risiken Aufgrund der positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre, sowie der Einbindung in das konzerninterne Cash-Pooling, ist das erhöhte Risiko steigender Zinsen der Fremdfinanzierung und Liquiditätsschwankungen limitiert. Durch die intensive Betreuung der Banken und Kreditversicherer, zusammen mit der Group-Treasury, konnten die Avalrahmen für projektbezogene Bürgschaften ohne Auflagen gewährleistet werden. Die stetige Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht uns auch in der aktuellen Situation die Chance einer weiterhin stabilen Ertragslage. Dem Risiko eines längeren Ausfalls unternehmenskritischer IT-Systeme (z.B. ERP) tragen wir mit einer zurzeit umgesetzten Arbeitsweise nach ISO 27001 "Informationssicherheitsmanagement", einem entsprechenden Datensicherungskonzept sowie der stetigen Modernisierung unserer Infrastruktur Rechnung. Forderungsausfälle bei Kunden sowie der Ausfall von Lieferanten werden hinsichtlich ihres Risikos durch einen strukturierten Kreditlimit-Prüfungsprozess sowie eine umfassende Lieferantenbeurteilung vermindert. 3.2 Prognosebericht Unter dem Gesichtspunkt der allgemeinen Wirtschaftslage und der Verfolgung der strategischen Ziele, hat MLOG die Planung für das Geschäftsjahr 2024 im Herbst 2023 erstellt. Als Mitglied der Kardex Gruppe ist die MLOG angehalten, diese Planung auf Basis der in der Kardex Gruppe anzuwendenden Abschlussstandards des Swiss GAAP FER aufzustellen. Im Moment gehen wir davon aus, dass das Niveau des Vorjahres beim Umsatz und dem ROIC jeweils deutlich überschritten wird. Auch beim EBIT wird eine deutliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr erwartet. Das Volumen unseres Vertriebstrichters, sowie das aktuelle Niveau der Auftragseingänge zeigt weiterhin eine stabile Struktur. Dennoch verfolgen wir die Auswirkung der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage der Stagnation/Rezession auf unser Geschäft sehr genau, um ggf. negative Auswirkungen auf unsere im Moment sehr stabile Lage frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig einleiten zu können. Insgesamt blicken wir in Bezug auf die Entwicklung über das Jahr 2023 hinaus durchaus optimistisch nach vorne. 4 GesamtaussageDas Firmengelände und die Gebäude des Hauptsitzes in Neuenstadt sind langfristig gemietet und bieten effektive Arbeits- und Produktionsbedingungen und damit die Basis für weiteres Wachstum. Aufgrund der genannten Rahmenbedingungen wird für 2024 eine positive Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der MLOG erwartet.
Neuenstadt, 14. Juni 2024 MLOG Logistics GmbH Hans-Jürgen Heitzer, Geschäftsführer Jochen Strauß, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023(HANDELSRECHTLICHER ABSCHLUSS)AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der rechtsformspezifischen Vorschriften für eine GmbH aufgestellt. Die Gesellschaft ist i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft mit Sitz in Neuenstadt a.K. Registergericht: Amtsgericht Stuttgart HRB100594. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Soweit Vermerke wahlweise bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, werden diese im Anhang aufgeführt. II. Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)Auswirkungen aus der Anwendung der Vorschriften des BilMoG zum 1. Januar 2010 haben sich bei den Rückstellungen für Pensionen sowie beim außerordentlichen Aufwand ergeben. Die Pensionsrückstellungen waren zum 1. Januar 2010 um 2.184 TEUR zu erhöhen. Wir haben von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht und lediglich 1/15 des Erhöhungsbetrages i.H.v. 146 TEUR der Rückstellung zugeführt. Es verbleibt somit zum 31. Dezember 2023 ein Aufstockungsbetrag von 146 TEUR. In den Pensionsrückstellungen sind auch ähnliche Verpflichtungen aus dienstzeitbedingten Ausgleichsleistungen enthalten. Die Wertguthaben aus der Wertsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen erfüllen die Voraussetzungen nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB und wurden mit der Altersteilzeitrückstellung saldiert, woraus sich ein Passivüberhang ergibt. Aus den Unterschieden der Buchwerte in der Handels- und Steuerbilanz ergibt sich sowohl zum 1. Januar als auch zum 31. Dezember 2023 ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB weisen wir aktive latente Steuern in der Bilanz nicht aus. III. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden grundsätzlich vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wurden in 2023 voll abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren). Das Sachanlagevermögen wurde grundsätzlich linear zwischen drei und dreiundzwanzig Jahren abgeschrieben. Für Vorrichtungen besteht ein Festwert. Die Bewertung der Vorräte erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen; die Bewertung entspricht den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellkosten einbezogen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus Überbeständen sowie aus der verlustfreien Bewertung (Niederstwerttest) ergeben, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die in Arbeit befindlichen Aufträge (unfertige Erzeugnisse/Leistungen) werden mit den angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten und gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Abschlägen aufgrund der verlustfreien Bewertung der Aufträge bewertet. Für diese verlustfrei bewerteten unfertigen Erzeugnisse werden, falls erforderlich, zusätzliche Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Erhaltene Anzahlungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Geleistete Anzahlungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch pauschale Wertberichtigungen auf die Netto-Forderungen berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungen der Vergangenheit beruhen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält nur transitorische Posten im engeren Sinne. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen, dienstzeitbedingte Ausgleichsleistungen, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen wurden von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker nach der projected unit credit method errechnet. Als Rechnungsgrundlage dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechen durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in dem Geschäftsjahr zu ermitteln. Für die Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden ohne Umsatzsteueranteil ausgewiesen und soweit wie möglich offen von den Vorräten abgesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden entsprechend § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet und erfolgswirksam erfasst. Zum Abschlussstichtag gab es keine wesentlichen Größen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert der Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Angaben zur BilanzDie Entwicklung und die Aufgliederung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich (Anlage zum Anhang). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aufgrund eines Intercompany-Darlehensvertrages mit der Kardex Holding AG, CH in Höhe von TEUR 30.000. Die Laufzeit des Darlehensvertrages beträgt drei Jahre und endet am 26. Oktober 2026. Die Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite resultieren im Wesentlichen aus Auszahlungen für Software- und Lizenzverträge vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das Stammkapital der MLOG Logistics GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 50 TEUR und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt 7.576 TEUR (Vorjahr 7.576 TEUR). Die MLOG Logistics GmbH als Organgesellschaft hat mit der Firma Kardex Germany GmbH mit Sitz in Bellheim als Organträger am 30. November 2022 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. EUR wird entsprechend den Bestimmungen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, drohende Verluste aus unfertigen Erzeugnissen, Altersteilzeit, Resturlaubstage, Gleitzeitguthaben und ausstehende Rechnungen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen von 1.507 TEUR (Vorjahr 1.192 TEUR) wurden zum 31. Dezember 2023 mit den Wertguthaben aus der Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 830 TEUR (Vorjahr 687 TEUR) saldiert. Daraus ergibt sich ein Passivüberhang von 677 TEUR (Vorjahr Passivüberhang 505 TEUR). Die Anschaffungskosten der Wertguthaben beliefen sich auf 830 TEUR (Vorjahr 687 TEUR). Die korrespondierenden Aufwendungen von 46 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) wurden im Finanzergebnis verrechnet. Der Zeitwert des Wertguthabens ermittelt sich zum Stichtag zu Marktpreisen der zu Grunde liegenden Wertpapierfonds. Die entsprechenden Erträge aus dem Wertguthaben wurden zuführungsmindernd berücksichtigt. Verbindlichkeiten in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel durch Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.281 sowie Verbindlichkeiten aus dem Cashpool-Konto in Höhe von TEUR 1.825. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Lohnsteuer- und Umsatzsteuerverpflichtungen gegenüber den Finanzbehörden. Auf der Passivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen aus Kundenverträgen ausgewiesen, die Erträge für das nachfolgenden Geschäftsjahr darstellen. V. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf: in TEUR
Von den Umsatzerlösen entfallen 69.269 TEUR (Vorjahr 98.522 TEUR) oder 90,2% auf das Inland (Vorjahr 82,6%). Detailliert stellt sich der Umsatz wie folgt zusammen: in TEUR
In den Herstellungskosten des Umsatzes sind folgende Materialaufwendungen enthalten: in TEUR
Personalaufwand in TEUR
Aus der Altersversorgung ergab sich im Jahr 2023 eine Zuführung i.H.v. 852 TEUR (Vorjahr Zuführung i.H.v. 435 TEUR). Vertriebskosten in TEUR
Verwaltungskosten in TEUR
Die sonstigen Vertriebs- und Verwaltungskosten resultieren im Wesentlichen aus den Konzernumlagen. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. 150 TEUR (Vorjahr 148 TEUR) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Zuführung der Pensionsrückstellung (Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB / bis 2015 AO Zuführung) i.H.v. 146 TEUR (Vorjahr 146 TEUR). Des Weiteren sind Wechselkursverluste i.H.v. 3 TEUR (Vorjahr 20 TEUR) enthalten. Zinsergebnis in TEUR
Die Zinsen aus der Aufzinsung der Rückstellungen ist durch die Bewertung der Pensionsrückstellungen verursacht. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen für periodenfremde Aufwendungen aus Vorjahren i.H.v. 154 TEUR (Vorjahr -14 TEUR). VI. Sonstige AngabenAngaben zu den Organen der Gesellschaft Als Geschäftsführer sind im Berichtsjahr im Handelsregister eingetragen:
Aus Gründen der Schutzbedürftigkeit gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet die Gesellschaft auf eine Angabe zu den Geschäftsführerbezügen. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 363 Arbeitnehmer (Vorjahr 347) beschäftigt:
Eine Trennung nach Angestellten und gewerblichen Arbeitnehmern erfolgt seit der ERA-Einführung nicht mehr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen i.H.v. 10.191 TEUR (Vorjahr 17.905 TEUR). Der wesentlichste Posten resultiert aus dem Abschluss eines langfristigen Mietvertrages für die Betriebsgebäude in Neuenstadt. in TEUR
In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen wie im Vorjahr keine. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Abschlussprüferhonorar beträgt 47 TEUR inkl. Auslagen. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGB
Angaben nach § 285 Nr. 29 HGB Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen. Angaben nach § 285 Nr. 30a HGB Aus dem Ende 2023 in Kraft getretenen Gesetzes zur globalen Mindestbesteuerung erwarten wir keine Auswirkungen, da die Anwendungsvoraussetzungen für den Kardex-Konzern nicht erfüllt sind. Konzernverhältnisse Zum 30. April 2010 hat die Kardex Germany GmbH, Bellheim/Pfalz, alle Anteile an der MLOG Logistics GmbH übernommen. Die Kardex Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Kardex AG, Zürich/ Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Konzernkreis nach Swiss GAAP FER erstellt. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage der Kardex AG, Zürich/Schweiz, veröffentlicht. Die MLOG Logistics GmbH als Organgesellschaft hat mit der Firma Kardex Germany GmbH mit Sitz in Bellheim als Organträger am 30. November 2022 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.
Neuenstadt, 14. Juni 2024 MLOG Logistics GmbH Hans-Jürgen Heitzer, Geschäftsführer Jochen Strauß, Geschäftsführer Entwicklung das Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MLOG Logistics GmbH, Neuenstadt am Kocher Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MLOG Logistics GmbH, Neuenstadt am Kocher, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MLOG Logistics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 14. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Christof Guilliard, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juli 2024 festgestellt. |
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