Yager Interactive GmbH

Pfuelstraße 5, 10997 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 134133
Eingetragen
12.5.2011
Branche
Verlegen von ComputerspielenHerstellung von SpielwarenEntwicklung und Programmierung von Computerspielen
Gegenstand
Das Herstellen und Vermarkten von Software für den Entertainment- und Multimediabereich, sowie sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Ullmann
seit 12.5.2011
Geschäftsführer
Philipp Schellbach
seit 12.5.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yager Interactive GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen wurde am 06. April 2011 gegründet und ist Teil der YAGER Unternehmensgruppe, deren Grundstein im Jahre 1999 mit der heutigen YAGER Development GmbH gelegt wurde. Die YAGER-Gruppe gehört nach der Mitarbeiteranzahl zu den größten Gamesstudios in Deutschland.

Im Jahre 2021 übernahm Tencent Holdings die Mehrheit der Anteile an der YAGER-Gruppe.

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von Video Games. Im Berichtsjahr wurde am Game 'The Cycle' für Yager Development sowie an einem weiteren Game gearbeitet.

II. Wirtschaftsbericht

Überblick

Nachdem sich globale Bruttoinlandsprodukt in 2021 wieder um 5,5 % erholen konnte, war das Jahr 2022, vor allem durch die Auswirkungen des Ukrainekonflikts gekennzeichnet; die Wirtschaft wuchs langsamer mit einer Rate von 3,1 %. Die OECD prognostiziert das die Wirtschaft in 2023 mit 2,2 % nochmals langsamer wächst.

Für Deutschland hat das Statistische Bundesamt (Destatis) für den Berichtszeitraum 2021 eine Erholung von 2,7 % ermittelt. Die Bundesregierung erwartet für das laufende Jahr ein verringertes Wachstum von 0,4 %.

Für den für uns maßgeblichen Markt der Computer- und Videospiele war die Entwicklung insgesamt weiterhin positiv. Im Berichtszeitraum wuchs der Markt nochmals um 17%. und konnte sich in 2022 auf diesem Niveau halten. Aufgrund der allgemeinen Marktbedingungen erwarten wir für das laufende Jahr eine leichte Konsolidierung.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 2021

Das Geschäftsjahr 2021 war gekennzeichnet durch die Weiterentwicklung der aktuellen Projekte.

So konnten aus einem Projekt 8.605 TEUR an laufenden Entwicklungserlösen generiert werden, während gleichzeitig der Bestand an Vorräten durch weitere Projekte um 5.506 TEUR auf rund 11.929 TEUR stieg.

Im Zuge des wieder steigenden Bedarfs an Ressourcen stiegen die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 21,3 % auf 7.747 TEUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 212 TEUR oder 4 % auf 5.541 TEUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

3. Lage des Unternehmens

a. Vermögenslage

Einen dominanten Aktivposten der Bilanzsumme stellen, neben der Position 'unfertige Erzeugnisse' aus laufenden Projekten, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit insgesamt 1.709 TEUR (Vorjahr: 2.896 TEUR) dar. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 560 TEUR.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 14.198 TEUR nach 9.851 TEUR im Vorjahr.

Die Kennzahlen zur Finanz- und Vermögensstruktur stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
VERMÖGEN TEUR % TEUR % TEUR
Langfristig gebundenes Vermögen 0 0,00% 1 0,01% -1
Kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 14.198 100,00% 9.850 99,99% 4.348
  14.198 100,00% 9.851 100,00% 4.347
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
KAPITAL TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital -268 2,58% 254 2,58% -522
Kurzfristige Finanzierung 14.466 97,42% 9.597 97,42% 4.869
  14.198 100,00% 9.851 100,00% 4.347

b. Finanzlage

Die Forderungen wurden sämtlich im Folgejahr realisiert. Es bestand zum Bilanzstichtag kein Risiko des Forderungsausfalls.

Den liquiden Mitteln, Forderungen und den Auftragsprojekten in Arbeit stehen im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen von 12.849 TEUR gegenüber.

Die Finanzlage spiegelt die typische Situation einer durch Anzahlungen finanzierten mehrjährigen Auftragsfertigung wider. Durch die handelsrechtlichen Vorgaben dürfen während der Projektlaufzeit bei Werkverträgen keine anteiligen Gewinne ausgewiesen werden. Bei Dienstverträgen findet die Ertragsrealisierung demgegenüber direkt im Leistungszeitraum statt. Die Finanzlage des Unternehmens kann als befriedigend bezeichnet werden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Anzahlungen) in Höhe von 1.398 TEUR sind zum Bilanzstichtag durch kurzfristige Vermögenswerte (ohne Auftragsbestand) in Höhe von 1.709 TEUR gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Berichtzeitraums gewährleistet.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem positiven Cash Flow von 29 TEUR aus der laufenden Geschäftstätigkeit abgeschlossen.

2021
TEUR
2020
TEUR
Veränderung
TEUR
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 29 -422 451
Cash Flow aus Investitionstätigkeit 0 0 0
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 0 0
Cash Flow Gesamt 29 -422 451
Liquide Mittel am Anfang der Periode 531 953  
Liquide Mittel am Ende der Periode 560 531 29
Zahlungswirksame Veränderung 29 -422 451

c. Ertragslage

Im Berichtszeitraum wurde durch die beschriebenen handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln, und auch durch den Projektverlauf, ein Jahresfehlbetrag ausgewiesen.

Die Gesamtleistung erhöhte sich von 12.750 TEUR auf 14.179 TEUR. Die Betriebsaufwendungen steigen um 1.574 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 11.716 TEUR. Der Jahresfehlbetrag betrug -522 TEUR gegenüber einem Jahresüberschuss des Vorjahres von 417 TEUR.

Die Ertragskennziffern stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Gesamtleistung 14.179 100,00% 12.750 100,00% 1.429
Rohertrag 12.767 90,04% 12.140 95,22% 627
Betriebsaufwendungen -13.289 -93,72% -11.716 -91,89% -1.573
Betriebsergebnis -522 -3,68% 424 3,33% -946
Finanzergebnis 0 0,00% -2 -0,02% 2
Ergebnis vor Steuern -522 -3,68% 422 3,31% -944
Steuern 0 0,00% -5 -0,04% 5
Jahresfehlbetrag -522 -3,68% 417 3,27% -939

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Projekte konnten im Berichtszeitraum erfolgreich weitergeführt werden.

III. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Im Jahre 2022 wurden die laufenden Projekte beendet sowie ein neues Entwicklungsprojekt gestartet. Daneben unterstützt die Gesellschaft aktuell andere Geschäftseinheiten der Tencent-Gruppe mit Entwicklungsleistungen. Die Mitarbeiterzahl wird, mit den industrieüblichen, den Projektverläufen geschuldeten Schwankungen, stabil bleiben.

2. Risikobericht

Das Risiko eines Forderungsausfalls bestand auf Grund der Struktur der Auftraggeber kaum.

Nennenswerte Währungsrisiken bestehen nicht. Aufgrund der Art des Projektgeschäfts besteht naturgemäß ein Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Kunden.

Die kurzfristige Liquiditätslage wird durch Kontrolle der Zahlungsziele bestimmt. Der sich aus der lang- wie kurzfristigen Liquiditätsplanung ergebende Liquiditätsbedarf ist durchgängig sichergestellt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bedient.

3. Prognosebericht

Für die Zukunft ist die Weiterführung des laufenden sowie die Umsetzung neuer Projekte im Rahmen der Yager- beziehungsweise Tencent-Gruppe geplant.

Den Zahlungsverpflichtungen wird auch zukünftig fristgerecht nachgekommen werden können.

IV. Bericht über Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang im Zusammenwirken mit ihren Kunden eigene Entwicklungen zur Qualitätsverbesserung und zur technischen Weiterentwicklung ihrer Produkte.

 

Berlin, 19. Juni 2023

Yager Interactive GmbH

Geschäftsführung

Philipp Schellbach

Timo Ullmann

Bilanz

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75,00 956,00
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. In Arbeit befindliche Aufträge 11.928.518,24 6.422.491,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.584.750,00 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 56.763,85 2.318.063,47
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 56.763,85 / Vj: 2.318.063,47    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 67.435,22 578.414,09
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 30.125,06 / Vj: 0,00    
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 560.405,91 531.057,24
C. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 267.806,46 0,00
SUMME Aktiva 14.465.755,68 9.850.983,48

PASSIVA

   
31.12.2021 31.12.2020
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn -292.806,46 228.970,44
III. nicht gedeckter Fehlbetrag 267.806,46 0,00
IV. buchmäßiges Eigenkapital 0,00 253.970,44
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Steuerrückstellungen 5.617,72 5.617,72
2. Sonstige Rückstellungen 212.931,13 135.978,00
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen 12.848.925,86 8.094.675,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.848.925,86 / Vj: 8.094.675,86    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 156.306,04 172.915,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 156.306,04 / Vj: 172.915,40    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.153.550,53 1.100.363,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.153.550,53 / Vj: 1.100.363,77    
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 1.153.550,53 / Vj: 1.100.363,77    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 88.424,40 87.462,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 88.424,40 / Vj: 87.462,29    
davon aus Steuern EUR 86.424,40 / Vj: 87.462,29    
SUMME Passiva 14.465.755,68 9.850.983,48

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2021 31.12.2020
1. Rohergebnis 12.767.098,34 12.140.490,53
2. Personalaufwand    
a. Löhne und Gehälter -6.481.893,28 -5.295.963,88
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.265.489,98 -1.090.449,11
davon für Altersversorgung EUR -967,09 / Vj: -11.318,80    
3. Abschreibungen    
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes -881,00 -953,00
5. Zwischensumme -521.776,90 424.881,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -2.291,63
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 / Vj: -2.291,63    
davon Ausleihungen an Gesellschafter EUR 0,00 / Vj: -2.291,63    
7. Ergebnis vor Steuern -521.776,90 422.590,21
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -5.617,72
9. Ergebnis nach Steuern -521.776,90 416.972,49
10. Jahresüberschuss /-fehlbetrag -521.776,90 416.972,49
11. Gewinn- /Verlustvortrag 228.970,44 -188.002,05
aus dem Vorjahr    
12. Bilanzverlust -292.806,46 228.970,44

Anhang

I. Allgemeine Angaben, Gliederung

Die Yager Interactive GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg (Reg.Nr.: HRB 134133 B). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der Yager Interactive GmbH, Berlin, ist nach den für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den §§ 266 und 275 Abs.2 HGB (Gesamtkostenverfahren).

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung §§ 266 Abs. 1, 276 und 288 HGB und bei der Offenlegung § 326 HGB i.V.m. § 327 HGB des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Bilanzierungsverbote nach § 248 HGB wurden beachtet.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going-Concern-Prinzip") ausgegangen. Dem stehen weder sachliche noch rechtliche Gründe entgegen.

Die Posten der Aktiva sind nicht mit Posten der Passiva, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital und die Schulden sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear auf Basis einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt. Die Zugänge werden zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis T€ 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wird diese Vorgehensweise auch für den handelsrechtlichen Jahresabschluss übernommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Den risikobehafteten Forderungen wird durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen wurden zum Anschaffungskurs bzw. zum niedrigeren Mittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Rückstellungen werden nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen gebildet und tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsbeträge werden mit dem Wechselkurs zum Entstehungstag der Forderungen oder Verbindlichkeiten umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs.

III. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagespiegel

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 30 (Vorjahr: T€ 1) stellen Steuerforderungen dar.

3. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Urlaubsverpflichtungen, Künstlersozialkassenabgaben, Aufbewahrungs- und Jahresabschlusserstellungsaufwendungen enthalten.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Berichtspflichtige Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden für den Jahresabschluss 2021 nicht.

IV. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden aus der Herstellung von Multiplayerspielen erzielt.

6. Personalaufwand

Der Personalaufwand ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung.

7. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich im Wesentlichen aus weiterberechneten Raumkosten und deren Instandhaltung und Zurverfügungstellung von Arbeitsplätzen zusammen.

V. Sonstige Angaben

8. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Philipp Schellbach, Oberbarnim/Pritzhagen,

Herr Timo Ullmann, Berlin

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

9. Angaben zu Arbeitnehmern

Während des Geschäftsjahres waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 120 Mitarbeiter beschäftigt, davon 4 Teilzeitbeschäftigte.

10. Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € -521.776,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

11. Nachträgliche Ereignisse

Nach dem Bilanzstichtag haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses keine wesentlichen Änderungen in der Gesamteinschätzung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Yager Interactive GmbH, Berlin ergeben.

 

Berlin, 19. Juni 2023

Philipp Schellbach, Geschäftsführer

Timo Ullmann, Geschäftsführer

Anlagespiegel

AHK zum 01.01.2021
EUR
Zugänge davon FK-Zinsen 2021
EUR
Abgänge 2021
EUR
Umbuchung 2021
EUR
ANLAGEVERMÖGEN        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.200,00 0,00 0,00 0,00
    0,00    
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.737,82 0,00 0,00 0,00
    0,00    
  12.937,82 0,00 0,00 0,00
    0,00    
AHK zum 31.12.2021
EUR
AfA zum 01.01.2021
EUR
ANLAGEVERMÖGEN    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.200,00 4.199,00
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.737,82 7.781,82
  12.937,82 11.980,82
Afa lfd. davon auf Zugänge 2021
EUR
AfA Abgänge 2021
EUR
Afa kum. auf Umbuchungen 2021
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abschreibung kumuliert
EUR
Buchwert zum 31.12.2021
EUR
ANLAGEVERMÖGEN            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 4.199,00 1,00
  0,00          
Sachanlagen            
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881,00 0,00 0,00 0,00 8.662,82 75,00
  0,00          
  881,00 0,00 0,00 0,00 12.861,82 76,00
  0,00          
Buchwert zum 31.12.2020
EUR
ANLAGEVERMÖGEN  
Immaterielle Vermögensgegenstände  
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00
Sachanlagen  
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 956,00
  957,00

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 20. Juni 2023.

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

An die Yager Interactive GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Yager Interactive GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Yager Interactive GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während unserer Prüfung feststelle.

 

Berlin, den 19. Juni 2023

Till Andreesen, Wirtschaftsprüfer

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