Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 36977
Eingetragen
16.12.2019
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieAllgemeine öffentliche Verwaltung
Gegenstand
Öffentliche Förderung von Sprunginnovationen im zivilen Bereich. Zu ihren Kernaufgaben gehören: 1. als Ideenscout für Themen mit Sprunginnovationspotenzial zu fungieren und Themenspeicher mit Sprunginnovationspotential zu entwickeln. 2. Innovationswettbewerbe zu konzipieren und zu begleiten. 3. Tochtergesellschaften, in denen jeweils Projekte mit Sprunginnovationspotential umgesetzt werden, maximal für 5 Jahre zu gründen und zu beaufsichtigen. 4. Darlehen des Bundes an die Tochtergesellschaften nach Nummer 3 zu verwalten, die für die jeweiligen Forschungsprojekte vergeben wruden. 5. Verwaltungsdienstleistungen für die Tochtergesellschaften zu übernehmen. 6. Marketing-, Verwertungs- und Patentschutzstrategien zu entwickeln. 7. Querschnittsaufgaben für die Agentur zu erfüllen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Berit Dannenberg
seit 21.4.2021
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bundesrepublik Deutschland
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Bundesrepublik Deutschland
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPRIND GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

SPRIND GmbH, Leipzig

I. Grundlagen der Gesellschaft

I.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die SPRIND GmbH (nachfolgend auch "SPRIND" oder "Agentur für Sprunginnovationen") wurde am 16. Dezember 2019 rechtlich wirksam gegründet (Amtsgericht Leipzig, Aktenzeichen: HRB 36977). Der Sitz der Gesellschaft ist Leipzig. SPRIND ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bundesrepublik Deutschland (Bund), vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Aufgabe von SPRIND besteht darin, dass in Deutschland vorhandene Potential aus Wissenschaft und Wirtschaft für Sprunginnovationen zu heben und zu nutzen. Eine Sprunginnovation ist eine radikale, bahnbrechende (disruptive) Innovation, die das Leben nachhaltig zum Besseren verändert. Beispiele für deutsche Sprunginnovationen sind u.a. Radio, Fernsehen, Papier und Kunststofftonband, MP3, Elektronenmikroskop, Teerfarben, Ammoniaksynthese, Aspirin, Impftechniken und natürlich das Automobil. Die Sprunginnovationen, die heute das Leben prägen - wie das Internet oder das Smartphone - stammen jedoch nicht aus Deutschland.

Die konkreten Aufgaben von SPRIND in diesem Zusammenhang sind insbesondere:

1. als Ideenscout für Themen mit Sprunginnovationspotential zu fungieren und Themenspeicher mit Sprunginnovationspotential zu entwickeln.

2. Innovationswettbewerbe zu konzipieren und zu begleiten.

3. Tochtergesellschaften, in denen jeweils Projekte mit Sprunginnovationspotential umgesetzt werden, zu gründen und zu beaufsichtigen.

4. Darlehen des Bundes an die Tochtergesellschaften nach Nummer 3 zu verwalten, die für die jeweiligen Forschungsprojekte vergeben wurden.

5. Verwaltungsdienstleistungen für die Tochtergesellschaften zu übernehmen.

6. Marketing-, Verwertungs- und Patentschutzstrategien zu entwickeln.

7. Querschnittsaufgaben zu erfüllen.

SPRIND ist zur Erfüllung dieser Aufgaben vom BMBF beauftragt worden und wird hierzu aus Mitteln des Bundeshaushalts finanziert.

Im Juli 2021 unterschrieben SPRIND und das BMWi (heute BMWK) einen Vertrag. SPRIND wurde seitens des BMWK mit der Durchführung von Innovationswettbewerben und der Durchführung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Innovationsökosystems beauftragt und wird für diese Leistungen entsprechend vergütet.

Mit Vertragsunterzeichnung vom 21. November 2023 schlossen auch das BMI und SPRIND am 21. November 2023 einen Vertrag ab. Der Vertrag des BMI sieht vor, dass SPRIND die Erstellung eines Konzepts für eine offene, interoperable Infrastruktur für Digitale Identitäten, unter den Prämissen der hohen Nutzerfreundlichkeit und der hohen Datensicherheit sowie dem Ziel einer weiten Verbreitung und Interoperabilität innerhalb der EU und ggf. darüber hinaus, übernimmt. SPRIND verantwortet im Gesamtprojekt die Konzeption und Koordination der prototypischen Umsetzung einer offenen, interoperablen Wallet-Ökosystem-Architektur in Abstimmung und ggf. nach Vorgaben des BMI. Im Rahmen der Gesamtverantwortung koordiniert SPRIND die Bedarfe sowie die Anforderungen an die Komponenten sowie deren Zulieferung. Der Auftrag ist mit einer Obergrenze von TEUR 4.500 bis 31. Juli 2024 auskömmlich finanziert. Der Vertrag enthält eine Option auf Verlängerung und Erweiterung. Beides Optionen befinden sich in Umsetzung.

I.2 Ziele und Strategien

Das oberste Ziel des Unternehmens ist es, Innovationen mit disruptivem Potential zu finden und zu erkennen und daraus neue Unternehmen oder gar Industrien aufzubauen, deren Wertschöpfung in Deutschland und Europa erfolgt.

Dabei verfolgt SPRIND eine personenzentrierte Strategie, indem das Unternehmen Menschen mit herausragenden Ideen, Fachexpertise und Leidenschaft ein Umfeld bietet, das ihnen die Realisierung ihrer Ideen für Sprunginnovationen ermöglicht. Das bedeutet, SPRIND finanziert Vorhaben nicht nur, sondern sucht aktiv nach Ideen und den Personen dahinter, unterstützt bei Bedarf bei der Zusammenstellung von Teams, kann technologische und unternehmerische Expertise bei der Weiterentwicklung der Ideen einbringen und stellt ein exzellentes Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft bereit.

Elementare Voraussetzung für das Erreichen des eingangs formulierten Zieles ist das Scouting von Ideen und Innovationen. Strategische Initiativen hierfür sind die Beobachtung und Analyse von nationaler und internationaler Wissenschaft, Wirtschaft, Forschung und Entwicklung hinsichtlich Ideen mit Sprunginnovationspotential, die Analyse und Verbesserung der Rahmenbedingungen für (sprung-) innovative Ökosysteme in Deutschland sowie der Abgleich und Austausch mit anderen nationalen und internationalen Einrichtungen, die die Förderung von Sprunginnovationen zum Ziel haben.

Eine weitere zentrale Säule für das Aufspüren von Sprunginnovationen ist die Durchführung von Innovationswettbewerben. Diese Innovationswettbewerbe sollen vorrangig hochinnovative Aktivitäten auslösen, die substanzielle Beiträge, darunter insbesondere auch neue und unkonventionelle Ansätze zur Lösung der im Wettbewerb spezifizierten Herausforderungen erbringen sollen. Durch den Wettbewerbscharakter sollen sie innovative Akteure mobilisieren, idealerweise unter Bildung von technologie-, branchen- und disziplinüberschreitenden Teams einschließlich einer Beteiligung neuer Akteure, die bisher nicht durch klassische Fördermaßnahmen erreicht wurden.

Bei der Identifikation und Auswahl der Projekte mit Sprunginnovationspotential greift SPRIND auf ein breites Netzwerk aus Expert:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft zurück. Für die ausgewählten Projekte mit Sprunginnovationspotential gründet oder erwirbt SPRIND Tochtergesellschaften und begleitet diese anschließend in ihrer Arbeit. Tochtergesellschaften werden über Darlehen (als Zuwendungen) des Bundes finanziert. SPRIND unterstützt die Tochtergesellschaften bei Bedarf mit administrativen Dienstleistungen sowie der Beratung in administrativen Fragestellungen, auch durch externe Rechts- oder Unternehmensberatung sowie - in engem Rahmen - durch Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten.

Perspektivisch sollen die Tochterunternehmen nach einigen Jahren an Investoren veräußert, anderweitig verwertet bzw. liquidiert werden.

I.3 Forschung und Entwicklung

SPRIND erbringt selbst keine Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Die im Zusammenhang mit Sprunginnovationen erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden entweder in den Tochtergesellschaften selbst erbracht oder durch diese fremdvergeben.

Darüber hinaus konzipiert SPRIND Innovationswettbewerbe und setzt diese unter Anwendung des PCP-Verfahrens (Vorkommerzielle Auftragsvergabe/ precommercial procurement) um. Bestandteil der Vorbereitung jedes Wettbewerbs ist eine intensive Recherche zu innovativen Themen- und Fragestellungen.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Geschäftsverlauf

Die wesentlichen geschäftlichen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2023 bestanden in der Bewertung der eingereichten Innovationsvorschläge, in Unterstützung und Verwaltung bestehender Tochtergesellschaften, in der Gründung fünf neuer Tochtergesellschaften sowie in der Planung und Durchführung zweier weiterer Innovationswettbewerbe. Daneben wurde im letzten Quartal verstärkt mit den Vorbereitungen für die Umsetzung des sich abzeichnenden SPRIND-Freiheitsgesetzes begonnen.

Obwohl durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie durch die globalen Auswirkungen der Ukraine-Krise das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Jahr 2023 immer noch angespannt ist, belastete dies SPRIND nur minimal, da das branchenbezogene Umfeld sehr positiv gewesen ist. Schätzungsweise 3,1 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) bzw. 121,4 Mrd. EUR wurden nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2022 in Forschung und Entwicklung (F&E) investiert. Von den konstanten F&E-Ausgaben ist im Jahr 2023 auszugehen. Zusätzlich, um den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland noch stärker voranzubringen, hat sich die Bundesregierung in ihrer Hightech-Strategie 2025 vorgenommen, bis 2025 gemeinsam mit der Wirtschaft und den Ländern 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf und die Lage der SPRIND im Berichtszeitraum sehr positiv gewesen. Wesentliche negative finanzielle und nicht-finanzielle Auswirkungen durch COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2), die Ukraine-Krise sowie dem Anstieg der Inflationsrate sind im Berichtszeitraum nicht feststellbar gewesen.

II.1.1 Organisation / Personal

Zum 31. Dezember 2023 waren alle benötigten Funktionen durch 80 interne Mitarbeiter und Dienstleister abgedeckt. Für 2024 sind weitere Einstellungen geplant, die im Zuge der Umsetzung des SPRIND-Freiheitsgesetzes und sowie aufgrund des anhaltenden Wachstums der SPRIND notwendig werden.

Das nachfolgende Organigramm (Abbildung 1) soll dazu dienen, einen Überblick über die Funktionen der SPRIND zum 31. Dezember 2023 zu geben. Dem Vorbild einer agilen Organisation folgend, arbeitet die SPRIND nicht strikt nach Abteilungen getrennt, sondern je nach Aufgabe bzw. Projekt in organisationsübergreifenden Teams.

II.1.2 Infrastruktur, Prozesse und Governance

Die bestehenden Strukturen und Prozesse wurden im Berichtsjahr weitergeführt, optimiert und an die wachsenden Bedarfe angepasst. Es wurde für die SPRIND und die Tochtergesellschaften eine einheitliche Softwarelösung, welche den Rechnungsprüfungsprozess vereinfacht und beschleunigt, angeschafft. Die neuen Kommunikationssysteme in den Besprechungsräumen im Obergeschoss sind noch nicht in Betrieb genommen werden. Die weitere IT- und Kommunikationstechnik blieb im Jahr 2023 weitestgehend unverändert, abgesehen von permanenten Sicherheitschecks und entsprechenden Anpassungen.

Seit Dezember 2023 stehen rund 400 qm zusätzliche Bürofläche im SPRIND Headquarter in Leipzig zur Verfügung. Diese bieten Platz für bis zu 24 zusätzliche Arbeitsplätze sowie für Besprechungs- und Projekträume.

SPRIND unterliegt als GmbH gesellschafts- und zivilrechtlichen Regelungen, als 100 %-Gesellschaft des Bundes daneben den öffentlichen Regelungen wie Vergaberecht, Beihilferecht, Besserstellungsverbot, Haushaltsrecht sowie den zugehörigen Verordnungen und Erlassen.

Die Abstimmungen zum SPRIND-Freiheitsgesetz haben bis Mitte 2023 angedauert, ehe es in Q4 2023 das Gesetzgebungsverfahrung durchlaufen hatte und am 30. Dezember 2023 in Kraft getreten ist.

II.1.3 Auswahl von Ideen mit Sprunginnovationspotential

Im Geschäftsjahr wurden bei der SPRIND insgesamt 343 neue Innovationsvorschläge eingereicht, von denen bereits 235 den Standardprozess durchlaufen haben und mit Hilfe von SPRIND-internen sowie teilweise externen Expert:innen beurteilt wurden. Weiterhin waren noch 89 Projekte aus dem Vorjahr nicht vollständig bearbeitet, von denen aber inzwischen alle Projekte abgearbeitet worden sind. Somit haben von 432 Einreichungen bisher 324 Projekte den Prozess vollständig durchlaufen (Abbildung 2). Von den 324 ausgewerteten Einreichungen wurden 289 Ideen abgelehnt, neun Projekte haben ihren Antrag zurückgezogen, zwei Ideen wurden in den Ideenspeicher aufgenommen und es wurden 24 Ideen mit Sprunginnovationspotential identifiziert, die von der SPRIND weiterbearbeitet werden. Von den 108 Projekten, die den Prozess noch nicht vollständig durchlaufen haben, befinden sich 53 Einreichungen in der Recherche/Analyse und 55 Projekte sind bisher unbearbeitet.

Zusammenfassend wurden somit bis zum Ende des vierten Quartals 2023 seit Gründung der SPRIND 1.110 Projekte eingereicht, von denen bis zum 31. Dezember 2023 bereits 1.021 vollständig bearbeitet worden sind. Die 89 noch nicht vollständig bearbeiteten Projekte werden als auszuwertende Einreichungen in das Jahr 2024 übertragen.

Abbildung 2: Übersicht über die Projekteinreichungen im Jahr 2023. Datenquelle: SPRIND Jira System, Stand: 31.12.2023

II.1.4 Übersicht über die Tätigkeiten der Tochtergesellschaften

Beventum GmbH (vormals: Gesellschaft für Forschung zu innovativen Höhenwindradanlagen mbH)

Die beventum GmbH, Leipzig, soll neuartige Windenergieanlagen erforschen, die Effizienz von Windenergieanlagen disruptiv steigern und dadurch die tatsächlichen Stromgestehungskosten von nachhaltigen und erneuerbaren Energien auf unter 4 ct/kWh merkbar reduzieren. Unter anderem dadurch sollen in Deutschland neue Standorte ermöglicht und existierende stärker nutzbar gemacht werden.

In Q2 2023 wurde der im Dezember 2021 beauftragte Windmessmast mit 300m Höhe in Betrieb genommen. Alle bisherigen Ergebnisse bestätigen die Grundannahme des Vorhabens einer deutlich höheren Windstärke auf der Höhe der geplanten Forschungshöhenwindräder.

Im Berichtsjahr 2023 hat die beventum GmbH den Bau der Forschungshöhenwindräder weiter vorangetrieben. Für die zwei im Juli und Oktober 2022 beauftragten Hochwindräder wurden im ersten Quartal 2023 mit den beiden Generalübernehmerinnen die Planungen weiter vorangetrieben. Der planmäßige Bau von HWR I musste durch die Genehmigungsverzögerung auf das erste Quartal in 2024 verschoben werden. Mit der rechtzeitigen Fertigstellung, um über ein Jahr notwendige Forschungsdaten zu sammeln, kann trotz dessen gerechnet werden. Der geplante Standort für das Hochwindrad II (HWR II) war unter a. aus Kostengründen nicht realisierbar, so dass das Projekt daran angepasst werden musste. Es wird ein Ersatzstandort gesucht und die Planungen werden weiter vorangetrieben.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr ist trotz der Verzögerungen als positiv zu bewerten. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die beventum GmbH ihren Gesellschaftszweck erreicht.

MicroBubbles GmbH

Die MicroBubbles GmbH, Leipzig, soll innovative und effektive Technologien und Anlagentechniken zur Elimination von Mikroplastik und ggf. Mikroschadstoffen aus Oberflächen- und Abwasser, insbesondere durch den Einsatz von feinsten homogenen Gasblasen, sowie zu einer neuartigen Kläranlagearchitektur erforschen.

Die geschäftlichen Aktivitäten der MicroBubbles GmbH im Berichtsjahr 2023 widmeten sich ganz der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt. Eine große Laboranlage zur Optimierung der Mess- und Steuerungstechnik konnte in 2023 erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Im Berichtsjahr konnten zwei Forschungskooperationen geschlossen werden. Die mit Cyfract gestartete Forschungskooperation legt ihren Fokus auf die Erforschung einer integrativen Technologie bestehend aus der Mikroflotationstechnologie der Forschungseinrichtung, der ein Niederdruck-Gleichstrom-Hydrozyklon vom Forschungspartner vor- oder nachgeschaltet ist. Die Kooperation mit dem Start-Up Unternehmen ZAITRUS verfolgt das Ziel der Entwicklung eines Schnellmessverfahrens zur Mikroplastikdetektion.

Der Projektfortschritt und Geschäftsverlauf im Berichtsjahr ist als sehr positiv anzusehen und entspricht der aktuellen Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die MicroBubbles GmbH ihren Gesellschaftszweck erreicht und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

Analog Intelligence GmbH

Die Verhandlungen zum Kooperationsvertrag wurden zum Ende des ersten Quartals 2022 eingestellt. Die Finanzierung der Analog Intelligence GmbH, Leipzig, ist zum Ende des zweiten Quartals 2022 gestoppt worden, das BMBF wurde über die Einstellung des Projekts informiert.

Der Darlehensvertrag wurde durch das BMBF rückabgewickelt. Die Analog Intelligence GmbH wird liquidiert.

PRInnovation GmbHGegenstand der Gesellschaft ist die nicht-wirtschaftliche Erforschung und präklinische und klinische Entwicklung von Substanzen und Medikamenten zur Behandlung neurologischer und neurodegenerativer Erkrankungen, insbesondere der Alzheimerschen Demenz, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten einschließlich der Verwertung der Forschungsergebnisse (Wissenstransfer).

Die geschäftlichen Aktivitäten der PRInnovation GmbH, Leipzig, im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich den Bereichen Wirkstoffherstellung, Herstellung der Prüfmedikation, dem Abschluss der Langzeit-Toxizitätsstudien sowie der Planung, Einreichung, Genehmigung und Durchführung der klinischen Phase 2 Studie. Die Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertiggestellt.

Die klinischen Phase 2 Studie wurde im Oktober 2023 in sechs europäischen Ländern genehmig. Im Dezember 2023 wurde das erste teilnehmende Prüfzentrum aktiviert. Alle Arbeitspakete im Bereich Präklinik wurden erfolgreich abgeschlossen. Das Arbeitspaket "Wirkstoffherstellung" wurde erfolgreich und fristgerecht abgeschlossen. Sowohl der Wirkstoff als auch die Wirkstoffkapseln weisen die erforderliche Qualität und Stabilität für die Abgabe an Patient:innen der klinischen Phase 2 Studie auf.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der PRInnovation GmbH war im Berichtszeitraum sehr positiv, der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht im Wesentlichen der Vorhabensbeschreibung.

VIAHOLO GmbHGegenstand der Gesellschaft ist die Erforschung und Entwicklung von Hard- und Software im Bereich Extended Reality, insbesondere Augmented Reality (AR), sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft entwickelt hierbei eine neue Strahlteilertechnologie (resonant scannende Strahlteiler), welche eine grundlegend neue Brillenarchitektur ermöglicht und die Grundlage für ein großes Sichtfeld bei gleichzeitig brillenähnlichem Design bietet.

Mit dem Abschluss des Änderungs- und Verlängerungsvertrags vom 12. Oktober 2023 erfolgte die Festlegung von Finanzierungstranchen für die Jahr 2023 bis 2026 sowie die Festlegung von Meilensteinen für diesen Zeitraum. Die geschäftlichen Aktivitäten der VIAHOLO GmbH, Leipzig, im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich ganz der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet.

Der Meilenstein M1.2 konnte nicht planmäßig im Berichtsjahr fertiggestellt werden. Aufgrund der technischen Komplexität ist diese in Q1 2024 fertiggestellt worden. In Absprache mit der Gesellschafterin wurde bestätigt, dass das Projekt als Ganzes dadurch weder in Gefahr ist noch einer insgesamten Verzögerung unterliegt.

Der Projektfortschritt und Geschäftsverlauf im Berichtsjahr sind als positiv anzusehen. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die VIAHOLO GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

Nanogami GmbH

Gegenstand der Nanogami GmbH, Leipzig, ist die Erforschung und Entwicklung von DNA-Origami Technologie, insbesondere zur Anordnung von Einzelmolekülen und sensorischen und funktionalen Molekülgruppen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Therapien mit dem Ziel, Biochips für hochindividualisierte Diagnostik und medizinische Therapien zu ermöglichen, sowie andere sich aus der erfolgreichen Anordnung von Einzelmolekülen und sensorischen und funktionalen Molekülgruppen ergebenden Anwendungen zu ermöglichen.

Das Jahr 2023 war von einer strategischen Neuausrichtung geprägt. Zudem gab es im Sommer mit Felix Hage und im Oktober mit Sigrid Koeth jeweils neue Geschäftsführer bei der Nanogami GmbH. Die ursprünglichen Geschäftsführerinnen Nicola Kegel und Berit Dannenberg wurden abgelöst.

Die geschäftlichen Aktivitäten der Nanogami GmbH im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich ganz der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt.

Die Geschäftsführung der SPRIND hat mit E-Mail vom 29. September 2023 die Aufsichtsratsmitglieder um einen Umlaufbeschluss zur Gründung der "Capsivir GmbH" und "Plectonic Logibody GmbH" gebeten. Der Aufsichtsrat stimmte am 16. Oktober 2023 der Gründung dieser neuen SPRIND-Tochtergesellschaften zu und damit der Ausgliederung der Projekte der Plectonic Biotech GmbH und Capsitec GmbH aus der Nanogami GmbH.

Im Rahmen des tilibit-Projekts wird die Entwicklung neuartiger Biochips in Kooperation mit tilibit Nanosystems GmbH verwirklicht. Wichtige Prozesse zur Herstellung der DNA-Origami-Strukturen werden optimiert und wurden z. T. fertiggestellt. So wurde die Entwicklung der automatisierten präparativen Gelelektrophoräse abgeschlossen. Auch wird ein erster Fluidiksystem-Prototyp für die automatisierte Oberflächenpräparation und -charakterisierung entwickelt und befindet sich in den ersten Praxistests. Zur Detektion von Zielmolekülen wird vorerst eine Messmethode für die Detektion von Fluoreszenz-markierter einzelsträngiger DNA entwickelt.

Die Projektarbeit an DNA-Origami-basierten Immuntherapeutika für Krebserkrankungen mit der Plectonic Biotech GmbH wurde im Juni 2023 begonnen und kann wichtige Fortschritte verzeichnen. Es wurden Räumlichkeiten der Firma Pieris Pharmaceuticals in Hallbergmoos angemietet und damit auch Zellkultur- und Bakterienlabore in Betrieb genommen. Erste in vitro Studien wurden durchgeführt, um sicher zu stellen, dass vorherige Ergebnisse mit den neuen LOGIBODY-Chargen robust reproduziert werden können. In einer ersten Tierstudie wurden entscheidende und grundlegende Fragestellungen zum Verhalten der LOGIBODIES in einem lebenden Organismus behandelt.

Der Darlehensantrag für die Projektarbeit der Nanogami GmbH mit der Capsitec GmbH wurde durch das BMBF zum 1. September 2023 genehmigt. Im Rahmen der Projektarbeit soll an der Entwicklung antiviraler Mittel zur Bekämpfung von HIV und Hepatitis E gearbeitet werden.

Der Projektfortschritt und Geschäftsverlauf im Berichtsjahr ist als sehr positiv anzusehen. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die Nanogami GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und die einzelnen Forschungsprojekte alle Meilensteine ihrer Vorhabensbeschreibungen erreichen werden.

Pleodat GmbH

Gegenstand des Unternehmens ist die Erforschung und Entwicklung von innovativen, universellen, schemalosen und multimodalen Daten- und Informationsmanagementsystemen sowie von darauf aufbauenden Anwendungen und Analysewerkzeugen. Insbesondere sollen Ansätze untersucht werden, wie Daten- und Informationsmanagementsysteme unter Nutzung eines invertierten Indexes, ohne komplexe Infrastruktur in einer Cloudstruktur implementiert werden können und Datensicherheit durch präzises Zugriffs- und Rechtemanagement bieten können.

Im Berichtsjahr 2023 konnte der Meilenstein 1 bezüglich Codeverbesserungen und das Refactoring der Software erfolgreich angeschlossen werden.

In Q4 2023 lag der Fokus auf der Implementierung der definierten Qualitätsmethoden und -standards für eine professionelle Software-Entwicklung sowie auf der möglichen Neuausrichtung der Roadmap aufgrund der identifizierten Defizite der existierenden Software. Der Fortschritt beider Punkte wurde in monatlichen Reviews durch die SPRIND verfolgt und konnte Ende Dezember zum überwiegenden Teil erreicht werden.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht der Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die Pleodat GmbH, Leipzig, ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

FabuLens GmbH

Die Gründung der FabuLens GmbH, Leipzig, wurde am 4. November durch den Aufsichtsrat der SPRIND genehmigt und mit Eintragung ins Handelsregister am 10. Februar 2023 wirksam gegründet.

Der vom 29. März 2023 datierende öffentlich-rechtliche Vertrag über ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 23.750,5 mit einer Laufzeit vom 1. März 2023 bis 29. Februar 2028 umfasst alle Teile der geplanten Arbeitspakete.

Gegenstand des Unternehmens ist Erforschung, Entwicklung und Konstruktion optischer und opto-elektronischer Komponenten und Systeme sowie von Geräten und Maschinen zu deren Herstellung inklusiver alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten einschließlich der Verwertung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse (Wissenstransfer).

Die Aktivitäten der FabuLens GmbH im Berichtsjahr 2023 widmeten sich dem Aufbau des Unternehmens und der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt. Der wissenschaftliche Geschäftsführer Dr. Jacques Duparré hat zum 01. März 2023 seine Tätigkeit aufgenommen, der kaufmännische Geschäftsführer Sven Kreigenfeld hat zum 01. April 2023 seine Tätigkeit aufgenommen.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht der Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die FabuLens GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

BiconY Therapeutics GmbH

Die Gründung der BiconY Therapeutics GmbH, Leipzig, wurde am 4. November 2022 durch den Aufsichtsrat der SPRIND genehmigt und mit Eintragung ins Handelsregister am 24. Mai 2023 wirksam gegründet.

Die Gesellschaft wird über Zuwendungen in Form von Darlehen der Bundesrepublik Deutschland (BMBF) finanziert. Der vom 27. Juni 2023 datierende öffentlich-rechtliche Vertrag über ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 44.928,8 mit einer Laufzeit vom 1. Juni 2023 bis 31. Dezember 2027 umfasst alle Teile der geplanten Arbeitspakete.

Gegenstand des Unternehmens ist die präklinische und klinische Erforschung und Entwicklung von pharmazeutischen Substanzen zur Behandlung onkologischer Erkrankungen, insbesondere solider Tumore, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten einschließlich der Verwertung der Forschungsergebnisse (Wissenstransfer).

Die geschäftlichen Aktivitäten der BiconY Therapeutics GmbH im Berichtsjahr 2023 widmeten sich ganz dem Aufbau der Firma sowie der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und entsprechend vorbereitet.

Die Verhandlungen zu einem Kooperationsvertrag zwischen der BiconY Therapeutics GmbH und der Innovator-GmbH TWYCE sind im Dezember 2023 abgeschlossen worden. Des Weiteren befindet sich die Verhandlung mit den Institutionen DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) und MFT (Universitätsklinikum Tübingen) zur Auslösung der Patente in fortgeschrittenem Stadium.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht der Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die BiconY Therapeutics GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

Pulsed Light Technologies GmbH

Die Gründung der Pulsed Light Technologies GmbH, Leipzig, wurde am 7. März durch den Aufsichtsrat der SPRIND genehmigt und mit Eintragung ins Handelsregister am 21. August 2023 wirksam gegründet.

Die Gesellschaft wird über Zuwendungen in Form von Darlehen der Bundesrepublik Deutschland (BMBF) finanziert. Der vom 14. August 2023 öffentlich-rechtliche Vertrag über ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 16.341,2 mit einer Laufzeit vom 1. August 2023 bis 30. April 2024. Das Innovationsprojekt hat eine planmäßige Laufzeit bis Ende 2028. Die Anpassung des bestehenden Darlehensvertrags oder die Überführung in eine andere Finanzierungsform erfolgen in 2024.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erforschung und Entwicklung von technischer Infrastruktur, die nötig ist, um den Reifegrad der lasergetriebenen Fusion mit dem Ziel der wirtschaftlichen Energiegewinnung zu erhöhen, sowie alle hiermit Im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten.

Nach einer EU-weiten Ausschreibung wurde ein Auftrag für die Entwicklung und Lieferung von zwei Laserverstärkersystemen in Höhe von ungefähr TEUR 33.000,0 vergeben. Das Projekt wird voraussichtlich bis Juni 2026 laufen. Weiterhin wurde ein Auftrag zur Entwicklungsunterstützung für ein Kompressionsimpuls-Breitband-Frontend vergeben, sowie eine Designstudie zu Pulskompressorgittern beauftragt.

Die ersten Mitarbeiter und die beiden Geschäftsführerinnen wurden eingestellt. Die weitere Personalplanung wird noch detailliert, die Akquise läuft.

Die geschäftlichen Aktivitäten der Pulsed Light Technologies GmbH im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich ganz der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt.

Zum 31. Juli 2023 wurde ein Kooperationsvertrag mit Marvel Fusion für 5 Jahre abgeschlossen. Zum 1. August 2023 wurde ein Kooperationsvertrag mit Focused Energy, ebenfalls für 5 Jahre, abgeschlossen.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht der Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die Pulsed Light Technologies GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

MemLog GmbH

Die Gründung der MemLog GmbH, Leipzig, wurde am 7. März durch den Aufsichtsrat der SPRIND genehmigt und mit Eintragung ins Handelsregister am 3. Juli 2023 wirksam gegründet.

Die Gesellschaft wird über Zuwendungen in Form von Darlehen der Bundesrepublik Deutschland (BMBF) finanziert. Der vom 7. September 2023 datierende öffentlich-rechtliche Vertrag über ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 5.412,8 mit einer Laufzeit vom 15. August 2023 bis 31. März 2024. Das Innovationsprojekt hat eine planmäßige Laufzeit bis Ende 2028. Die Anpassung des bestehenden Darlehensvertrags oder die Überführung in eine andere Finanzierungsform erfolgen in 2024.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erforschung und Entwicklung von Demonstrationsprozessen zur Herstellung elektronischer Bauelemente auf sechs (6) und acht (8) Zoll-Substraten, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten einschließlich der Verwertung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu Zwecken des Wissenstransfers.

Die geschäftlichen Aktivitäten der MemLog GmbH im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich ganz dem Aufbau des Betriebs sowie der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt.

Das Unternehmen nahm zum 15.08.2023 die Geschäftstätigkeit auf, wobei elf Mitarbeiter von der TECHiFAB GmbH in die MemLog GmbH übernommen wurden.

Der Projektfortschritt im Berichtsjahr entspricht der Vorhabensbeschreibung. Derzeit geht die SPRIND davon aus, dass die MemLog GmbH ihren Gesellschaftszweck erfüllt und alle Meilensteine der Vorhabensbeschreibung erreicht werden können.

necona GmbH

Die Gründung der necona GmbH, Leipzig, wurde am 7. März durch den Aufsichtsrat der SPRIND genehmigt und mit Eintragung ins Handelsregister am 11. Juli 2023 wirksam gegründet.

Die Gesellschaft wird über Zuwendungen in Form von Darlehen der Bundesrepublik Deutschland (BMBF) finanziert. Der vom 1. August 2023 datierende öffentlich-rechtliche Vertrag über ein rückzahlbares Darlehen in Höhe von TEUR 3.578,9 mit einer Laufzeit vom 15. Juli 2023 bis 31. März 2024. Das Innovationsprojekt hat eine planmäßige Laufzeit bis Ende 2028. Die Anpassung des bestehenden Darlehensvertrags oder die Überführung in eine andere Finanzierungsform erfolgen in 2024.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erforschung und Entwicklung eines CO 2 -neutralen bzw. CO 2 -negativen Bindemittels und anderer Baustoffe sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Maßnahmen und Tätigkeiten. Umfasst ist auch die Erforschung und Zulassung innovativer Baustoffe und Bauprodukte, die Entwicklung praxisorientierter Technikums- und Prototypenanlagen und Verfahren für den Einsatz in Forschungs- und Demonstrationsprojekten sowie die Verwertung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse zu Zwecken des Wissenstransfers.

Die geschäftlichen Aktivitäten der necona GmbH im Geschäftsjahr 2023 widmeten sich ganz dem Aufbau des Betriebs sowie der Forschungsarbeit. Hauptaufgaben des Meilensteinplans aus der aktuellen Vorhabensbeschreibung wurden bearbeitet und fristgerecht fertig gestellt. Im Jahr 2024 wurde zudem der Zulassungsprozess für den Baustoff Oliment begonnen.

II.2 Vermögens- Finanz und Ertragslage

II.2.1 Ertragslage

Die Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebes und des Aufbaus werden vollständig von der Gesellschafterin vergütet. Die aus der Weiterbelastung der Kosten an das BMBF, BMWK und BMI resultierenden Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 16.744 auf TEUR 36.873 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 14,5 (Vorjahr: TEUR 35,0) resultieren überwiegend aus Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 11,3).

Den Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 37.649,2 (Vorjahr: TEUR 16.779,3) stehen Aufwendungen von insgesamt TEUR 37.649,2 (Vorjahr: TEUR 16.779,3) gegenüber, die sich im Wesentlichen wie folgt aufteilen:

Alle Angaben
in TEUR
2023 2022
Materialaufwand 28.915,7 11.616,0
Personalaufwand 5.097,3 2.880,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 170,9 87,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.458,5 2.192,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,7 2,8

Der Posten Materialaufwand setzt sich ausschließlich aus Aufwendungen für bezogene Leistungen zusammen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten überwiegend Aufwendungen für gegenüber SPRIND erbrachte Dienstleistungen aus Challenges, Validierungsaufträgen sowie die Beratungsleistungen externer Mitarbeiter:innen.

Der Personalaufwand umfasst sämtliche Gehälter, Sozialabgaben sowie Aufwendungen für die Altersversorgung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Positionen allgemeine Verwaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Werbekosten, Kosten für die Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses und Lageberichts, Lizenzkosten sowie Reisekosten zusammen.

II.2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.433,8 erhöht und beläuft sich nunmehr auf TEUR 43.589,5 (Vorjahr: TEUR 21.155,8).

Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der geleisteten Anzahlungen für Challenges und Validierungsaufträge sowie Teilnehmerentgelten für Innovationwettbewerbe (um TEUR 7.243,8), der Zunahme des Bestandes an liquiden Mittel (um TEUR 11.854,6) sowie den gestiegenen Umsatzsteuerforderungen des Organkreises zum 31. Dezember 2023 (um TEUR 3.328,6).

Dem stehen auf der Passivseite im Wesentlichen Fremdkapital in Form von Rückstellungen und Verbindlichkeiten insbesondere Erhaltene Anzahlungen aus Vorausleistungen der Gesellschafterin gegenüber.

Innerhalb der Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 43.027,5 (Vorjahr: TEUR 20.935,2) überwiegen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen mit TEUR 27.186,4 (Vorjahr: TEUR 16.573,6). Diese beinhalten im Wesentlichen Überzahlungen des Gesellschafters für Kosten, die handelsrechtlich noch nicht zu Aufwand geführt haben, sowie Anzahlungen auf zukünftige Ausgaben.

Die Finanzlage ist durch die Finanzierung im Rahmen der Beauftragung durch den Gesellschafter aus Haushaltsmitteln des Bundes gesichert. Die Gesellschaft ist gem. § 8 Gesellschaftsvertrag nicht berechtigt, Anleihen oder Kredite aufzunehmen oder zu vergeben und Bürgschaften, Garantien oder ähnliche Haftungen zu übernehmen. Gesonderte Kreditlinien bei Kreditinstituten werden aus diesem Grund nicht vorgehalten und sind auch nicht erforderlich.

II.2.3 Bericht über die Leistungskennzahlen

Die Leistungskennzahlen wurden in der dritten Aufsichtsratssitzung vom 4. Februar 2021 festgelegt und sind der Niederschrift zu dieser Sitzung zu entnehmen. Für die Kennzahlen wurden Plan-Werte festgelegt, die in diesem Bericht den Ist-Werten gegenübergestellt werden. Aus der Abweichung zwischen Soll- und Ist-Wert können Schlussfolgerungen über die Tätigkeit der SPRIND gezogen werden. Handlungsbedarfe werden erkennbar.

Leistungskennzahlen

1. Anzahl der Einreichungen

Die Anzahl der Einreichungen ist ein Indikator für die Sichtbarkeit der SPRIND.

2. Anzahl der ausgewerteten Einreichungen

Die Anzahl der ausgewerteten Einreichungen ermöglicht eine Aussage über den Stand der Abarbeitung der Einreichungen durch die SPRIND.

3. Anzahl der identifizierten Projekte mit Sprunginnovationspotential

Die Anzahl der Projekte mit Sprunginnovationspotential bzw. der Anteil dieser Projekte an den bereits ausgewerteten Einreichungen ist ein Indikator dafür, ob die "richtigen" Einreicher:innen angesprochen werden.

4. Anzahl der Validierungsaufträge

Die Einreicher:innen können einen Validierungsauftrag der SPRIND erhalten, der im Ergebnis zeigen soll, ob das Projekt tatsächlich sprunginnovativ sein könnte. Nur falls sich durch den Validierungsauftrag bestätigt, dass das Projekt Sprunginnovationspotential hat, wird es für die Gründung einer Tochtergesellschaft vorgeschlagen. Diese Kennzahl ist ein Indikator für die Güte der Einschätzung des Sprunginnovationspotentials der Einreichungen durch die SPRIND und ermöglicht einen Überblick darüber, wie viele Einreichungen zukünftig für eine Gründung in Frage kommen könnten.

5. Anzahl der gegründeten Tochtergesellschaften

Projekte, bei denen ein Validierungsauftrag mit positivem Ergebnis abgeschlossen wurde, werden dem Aufsichtsrat der SPRIND zur Genehmigung der Gründung einer Tochtergesellschaft vorgeschlagen. Nach Erteilung der Genehmigung werden die Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer GmbH gegründet.

6. Anzahl der laufenden Wettbewerbe

Die Durchführung von Innovationswettbewerben ist eine weitere grundlegende Aufgabe der SPRIND, durch deren Erfüllung das Auffinden und/oder Erzeugen von Projekten mit Sprunginnovationspotential ermöglicht werden kann.

7. Anzahl der Teilnehmer:innen je Wettbewerb

Die Anzahl der Teilnehmer:innen je Wettbewerb ist ein Indikator für die Sichtbarkeit der Wettbewerbe, die von der SPRIND durchgeführt werden.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht der Plan- und Ist-Zahlen der Leistungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2023.

Tabelle 2: Übersicht über die Plan-Zahlen und Ist-Zahlen der festgelegten Leistungskennzahlen für das Jahr 2023, Stand 31.12.2023

Zu 1. Anzahl der Einreichungen:

Insgesamt wurden bis zum Ende des vierten Quartals 343 Projekte eingereicht, davon 88 Projekte in Q1-2023, 87 Projekte in Q2-2023, 69 in Q3-2023 und 99 in Q4- 2023. Die anvisierte Zahl von 400 Einreichungen im Jahr 2023 wurde knapp verfehlt, ist jedoch sehr zufriedenstellend.

Zu 2. Anzahl der ausgewerteten Einreichungen:

Es wurden 324 von 432 Einreichungen ausgewertet. 432 Einreichungen setzen sich zusammen aus allen Neueinreichungen der vier Quartale im Jahr 2023 und 89 offenen Einreichungen aus dem Vorjahr. Die Quote von 75 % ausgewerteter Einreichungen ist sehr zufriedenstellend, wenn auch knapp am Planwert vorbei. Die nicht vollständig bearbeiteten 108 Einreichungen werden ins Jahr 2024 übertragen.

Zu 3. Anzahl der identifizierten Projekte mit Sprunginnovationspotential:

Die Qualität der Einreichungen ist sehr zufriedenstellend. Die ursprünglich angenommene Quote von 3 % wurde mit 7,4 % deutlich übertroffen.

Zu 4. Anzahl der Validierungsaufträge:

Von den 42 mit Sprunginnovationspotenzial identifizierten Initiativen, die sich aus älteren Projekten aus Vorzeiträumen und neu eingereichten Projekten zusammensetzen, konnten bis Ende Q4-2023 21 Validierungsaufträge abgeschlossen werden. Ein Projekt floss ohne Validierungsauftrag direkt in eine unserer GmbHs, bei elf Projekten wurden die Vertragsverhandlungen abgebrochen. Die neun offenen Projekte befinden sich weiter in der Verhandlungsphase und werden in das Jahr 2024 übertragen. Der Planwert von 80 % abgeschlossenen Validierungsaufträgen wurde nicht erfüllt. Da einige Vertragsverhandlungen abgebrochen wurden, sind Prozessanpassungen durchgeführt worden.

Zu 5. Anzahl der gegründeten Tochtergesellschaften:

Im Jahr 2023 wurden fünf Tochtergesellschaften gegründet: Die FabuLens GmbH und die BiconY Therapeutics GmbH in Q1-2023 und die MemLog GmbH, Pulsed Light Technologies GmbH sowie die necona GmbH in Q2- 2023.

Zu 6. Anzahl der laufenden Wettbewerbe und 7. Anzahl der Teilnehmer:innen je Wettbewerb:

Mit dem Auftakt zur ersten Stufe der "Circular Biomanufacturing Challenge" und des Funkens "Tissue Engineering" laufen in Q4-2023 fünf Wettbewerbe. Insgesamt liefen im Jahr 2023 sechs Wettbewerbe. Der Funke "Fully Autonomous Flight" wurde in Q4 ausgeschrieben. Die Bewerbungsphase läuft noch bis in das erste Quartal 2024.

Zu 7. Anzahl der Teilnehmer:innen je Wettbewerb:

Im vierten Quartal fanden vier Auswahlsitzungen statt. Die Anzahl der Teilnehmer:innen hat sich entsprechend verändert. Für die dritte und letzte Stufe der Challenge "Broad-Spectrum Antivirals" haben sich vier der sechs Teams qualifiziert. Für die zweite und letzte Stufe der "Long-Duration Energy Storage" Challenge haben sich vier der fünf Teams qualifiziert. Für die erste Stufe der Challenge "Circular Biomanufacturing" wurden acht Teams ausgewählt. Für die erste Stufe des Funkens "Tissue Engineering" wurden vier Teams ausgewählt.

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

III.1 Prognosebericht

Zur Umsetzung des Ende 2023 in Kraft getretenen SPRIND-Freiheitsgesetzes wurde im Januar 2024 der Beleihungsvertrag zwischen SPRIND und BMBF und BMWK geschlossen. Die daraus resultierenden neuen Finanzierungsinstrumente werden 2024 erstmalig zum Einsatz kommen. Die dafür notwendigen Prozesse werden bis spätestens Mitte des Jahres implementiert sein. Im Zuge der Beleihung gehen die Darlehensverträge der bestehenden Töchter sowie deren Verwaltung auf die SPRIND über.

Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die Geschäftsführung einen weiteren Anstieg der Geschäftstätigkeit. Die Verwaltung der bestehenden Tochtergesellschaften sowie die Überführung dieser in neue Finanzierungsinstrumente stehen 2024 im Vordergrund. Daneben werden aber auch neue Projekte mit Sprunginnovationspotenzial mittels der neuen Instrumente passgenau finanziert. Die bestehenden Innovationswettbewerbe werden im Jahr 2024 wie geplant weitergeführt. Der Beginn neuer Innovationswettbewerbe ist ebenfalls geplant.

Die insgesamt steigende Geschäftstätigkeit sowie die Umsetzung der Beleihung werden im Jahr 2024 den weiteren Ausbau der Personalkapazitäten in allen Unternehmensbereichen zur Folge haben.

Die bisher bestehenden Innovationsförderinstrumenten werden auch im Jahr 2024 genutzt werden. So soll in der ersten Jahreshälfte 2024 das Sovereign Tech Fund Projekt in einer eigenen Tochtergesellschaft ausgegründet werden. Mit der Plectonic Logibody GmbH wurde zum 20. Februar 2024 ein Projekt aus der Nanogami GmbH ausgegründet. Das Instrument der 100%-Tochtergesellschaft wird in Zukunft aber eine untergeordnete Rolle spielen. Auch im Jahr 2024 plant die SPRIND ca. 30 Validierungsaufträge zu vergeben. Da künftig die Finanzierungsinstrumente passgenau zum Projekt ausgestaltet werden sollen, werden die Entscheidungsprozesse um entsprechende Schritte erweitert und somit komplexer. Ein entsprechendes Beteiligungscontrolling, welches Entscheidungsgrundlagen liefern soll, wird im Jahr 2024 eingerichtet.

Die Ertragslage wird im Geschäftsjahr auf der Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrages wieder ausgeglichen sein.

III.2 Chancen- und Risikobericht

Es bestehen für die SPRIND nur geringe finanzielle Risiken, da die Kosten für die Erbringung der vertraglich festgelegten Leistungen durch das BMBF bis zu einer Höhe TEUR 62.342,9 (netto) für die Jahre 2024 bis 2026, vom BMWK in Höhe von TEUR 28.080,7 (netto) für die Jahre 2024 bis 2026 und vom BMI bis zu einer Höhe von TEUR 4.500 (netto) bis Juli 2024 von zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer über Mittelbedarfsmeldung im Rahmen des Mittelabrufverfahrens vergütet werden. BMBF, BMWK und BMI erstatten die entstandenen Kosten auf Selbstkostenbasis. Eine Anpassung der Gesamtvergütung ist im Rahmen einer Vertragsänderung zwischen der SPRIND und sowohl dem BMBF als auch dem BMWK und dem BMI möglich.

Der für die SPRIND GmbH beschlossene Wirtschaftsplan für 2024 ist von der bisherigen Beauftragung im Wesentlichen abgedeckt. Eine Anpassung des Auftrags erfolgt, wenn die Planungen zu den neuen Innovationswettbewerben abgeschlossen sind.

Mit der Feststellung des Bundeshaushaltes 2024 ist eine deutliche Erhöhung des die SPRIND betreffenden Titels im BMBF einhergegangen. Demnach stehen ca. Mio. EUR 190,2 für alle der SPRIND übertragenen Aufgaben sowie die Tochtergesellschaften zur Verfügung. Davon sind Mio. EUR 38,0 vorerst gesperrt. Um neue - bereits vom Aufsichtsrat beschlossene - Projekte starten zu lassen bzw. die vollständige Finanzierung dieser sicherzustellen, ist die Entsperrung der Mittel im Haushaltstitel notwendig und Voraussetzung.

Derzeit sind für 2024 für den Geschäftsbetrieb der SPRIND, Innovationswettbewerbe sowie alle Tochtergesellschaften insgesamt Mio. EUR 133,9 in Verträgen mit dem BMBF gebunden. Das Risiko der kurz- und mittelfristigen finanziellen Unterversorgung der SPRIND und ihrer bestehenden Tochterunternehmen und laufenden Innovationswettbewerbe sehen wir, die Entsperrung der Haushaltsmittel im Jahr 2024 vorausgesetzt, daher als gering an. Der geschätzte Mittelbedarf der Projekt-Pipeline und insbesondere der ausgearbeiteten Challenge-Themen übersteigt jedoch die verfügbaren Mittel, sodass im Jahr 2024 auch unter diesem Gesichtspunkt eine Priorisierung zu treffen ist.

Mit dem internen Berichtswesen und einem risikoorientierten Controlling wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat über mögliche Chancen und Risiken zeitnah informiert werden und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten können. Die Einhaltung des Wirtschaftsplans wird im Rahmen einer guten Corporate Governance zudem regelmäßig durch den Aufsichtsrat überwacht.

Zudem wurde im Jahr 2022 ein effizientes Risikomanagement aufgebaut. Über alle Tätigkeitsbereiche der SPRIND wurde ein Risikoinventar erstellt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich der neuartige Ansatz der SPRIND auch hier widerspiegelt. Die Risikolage von SPRIND ist geprägt durch das Spannungsfeld der Start-Up Mentalität und den administrativ-rechtlichen Anforderungen an eine Organisationseinheit des Bundes. Dieses Spannungsfeld soll künftig erweitert durch die Rolle als Risiko-Finanzierer, der gemeinsam mit privaten Investoren Projekte finanziert. Die Maßnahmen, die sich aus der Bewertung der identifizierten Risiken ableiten, werden permanent überprüft und angepasst.

Mittel- bis langfristig bestehen Ertragschancen aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften bzw. Anteilen an diesen ("Share Deal") oder durch Verkauf von Vermögensgegenständen aus den Tochtergesellschaften ("Asset Deal", z.B. bei Verwertung von Patenten und sonstigen Schutzrechten). Über den Zeitpunkt der Realisierung oder über den Umfang können derzeit keine verlässlichen Aussagen getroffen werden. Soweit Innovationsprojekte sich im Verlauf als nicht durchführbar erweisen oder ein Exit / eine weitere Verwertung nicht erfolgreich umgesetzt werden kann, können Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte erforderlich werden. Die Aufbaufinanzierungen der Tochtergesellschaften werden von der Gesellschafterin direkt übernommen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die bestehenden Risiken als gering einzuschätzen sind und im Verhältnis zueinander die Chancen die Risiken überwiegen.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.123.220,58 639.837,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.813,00 6.561,00
II. Sachanlagen 784.235,37 428.911,81
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.612,40 201.989,47
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 368.622,97 226.922,34
III. Finanzanlagen 336.172,21 204.364,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 336.172,21 204.364,50
B. Umlaufvermögen 42.084.913,00 20.336.691,69
I. Vorräte 16.665.087,19 9.421.281,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.672.130,95 2.022.302,59
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 124.399,18
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.547.731,77 2.022.302,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.747.694,86 8.893.107,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 381.394,10 179.242,87
Summe Aktiva 43.589.527,68 21.155.771,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 25.000,00 25.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 537.050,13 195.606,32
C. Verbindlichkeiten 43.027.477,55 20.935.165,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.983.351,11 3.654.772,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.983.351,11 3.654.772,60
2. sonstige Verbindlichkeiten 36.044.126,44 17.280.392,95
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 36.044.126,44 17.280.392,95
Summe Passiva 43.589.527,68 21.155.771,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.733.445,02 5.163.279,93
2. Personalaufwand 5.097.326,53 2.880.453,09
a) Löhne und Gehälter 4.250.129,59 2.312.494,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 847.196,94 567.958,41
davon für Altersversorgung 149.133,01 146.100,00
3. Abschreibungen 170.893,38 87.266,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 170.893,38 87.266,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.458.547,30 2.192.234,56
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 513,50
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.677,81 2.812,36
7. Ergebnis nach Steuern 0,00 0,00
8. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

SPRIND GmbH, Leipzig (vormals: SprinD GmbH)

I. Allgemeine Hinweise zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der SPRIND GmbH (nachfolgend auch "SPRIND") wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 1 HGB. Gemäß § 13 Abs. 1 S. 2 Gesellschaftsvertrag hat die SPRIND den Jahresabschluss und Lagebericht nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufzustellen.

Die SPRIND ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter HRB 36977 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Leipzig. Die derzeitige Geschäftsanschrift lautet: SPRIND GmbH, Lagerhofstraße 4, 04103 Leipzig.

Das Stammkapital in Höhe von TEUR 25,0 wurde von der Gesellschafterin, der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in voller Höhe eingezahlt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern abnutzbar, planmäßig über die Vertragslaufzeit bzw. Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung der zugegangenen beweglichen Anlagegüter erfolgt im Jahr des Zugangs anteilsmäßig für die Anzahl der Monate, die das Anlagegut zum Betriebsvermögen gehört.

Im Geschäftsjahr angeschaffte bewegliche, selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden übereinstimmend mit den steuerlichen Regelungen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls gemindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert auf Grund voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen.

Die Vorräte (geleistete Anzahlungen) werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bei erkennbaren Risiken angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet und abgezinst. Wahlrechte zur Bildung von Bewertungseinheiten wurden nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software und andere Lizenzen.

Bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden planmäßige Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen das Video- und Konferenzsystem.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100 %-igen Beteiligungen an den Projektgesellschaften, deren Gesellschaftszweck die Erforschung und Umsetzbarkeit von Innovationen ist.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte (TEUR 17.251,9; Vorjahr: TEUR 9.421,3) betreffen Vorauszahlungen für noch nicht fertig gestellte oder erhaltene Leistungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 120; Vorjahr: TEUR 103) betreffen Forderungen gegen das Bundesministerium des Innern und für Heimat.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 124; Vorjahr: TEUR 0) betreffen Forderungen aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag. Im Vorjahr wurden die Forderungen gegen verbundene Unternehmen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche (TEUR 4.611,6; Vorjahr: TEUR 1.919,5) sowie Mietkautionen (TEUR 2,7; Vorjahr: TEUR 2,7) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die flüssigen Mittel bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen Altersvorsorgezahlungen für 2024, Jahresabonnements und Lizenzverträge zu Datenbanken, IT-Dienstleistungen, Mitgliedsbeiträgen sowie Periodika.

Die Steuerrückstellungen (TEUR 28,6; Vorjahr: TEUR 2,9) betreffen Gewerbesteuer (TEUR 4,8), Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 4,7) sowie nicht fällige Umsatzsteuer (TEUR 19,1) für das Berichtsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.23
TEUR
31.12.22
TEUR
Urlaubsrückstellungen 175,6 63,9
Rückstellungen für Personalkosten 37 64,4
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 60 25
Sonst. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 235,9 39,4
508,5 192,7

Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Boni der Geschäftsführung für 2023.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit besicherte Beträge Art der Besicherung
Art der Verbindlichkeit TEUR bis zu einem Jahr
TEUR
größer ein Jahr
TEUR
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 2.703,00 2.703,00 0,0 - 1)
Vorjahr: 701,50 701,50 0,0 - 1)
erhaltene Anzahlungen 27.948,30 27.948,30 0,0 -
Vorjahr: 16.573,60 16.573,60 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.978,80 6.978,80 0,0 - 1)
Vorjahr: 3.654,80 3.654,80 0,0 - 1)
sonstige Verbindlichkeiten 6.317,80 6.317,80 0,0 - 1)
Vorjahr: 5,30 5,30 0,0 - 1)
43.947,90 43.947,90 0,0 -

1) Die Verbindlichkeiten sind lediglich nach den gesetzlichen Vorschriften des BGB und HGB besichert, eine Sicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besteht nicht.

Die Verbindlichkeiten sind lediglich nach den gesetzlichen Vorschriften des BGB und HBG besichert, eine Sicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besteht nicht.

Die erhaltenen Anzahlungen sind Vorauszahlungen des Gesellschafters auf den Geschäftsbesorgungsvertrag für noch zu erbringende Leistungen und stellen Verbindlichkeiten gegenüber diesem dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Vorsteueransprüche der Organgesellschaften (TEUR 6.983,4; Vorjahr: TEUR 3.654,8), die durch den Organträger konsolidiert vorangemeldet und vereinnahmt wurden. Im Vorjahr sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 73,0 von stornierten Verrechnungen mit Tochtergesellschaften enthalten.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB zu vermerken.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.181,6 aus dem Mietvertrag der Gesellschaft über Büroflächen. Die Vertragslaufzeit beträgt zehn Jahre mit Sonderkündigungsrecht zum Ende der Beauftragung, welche derzeit bis Ende 2026 reicht. Außerdem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Validierungsaufträgen in Höhe von TEUR 1.716,5, aus Projekten des Sovereign Tech Funds in Höhe von TEUR 11.849,8 sowie aus Teilnahmevereinbarungen zu Innovationswettbewerben in Höhe von TEUR 29.061,6.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Umsatzerlöse (TEUR 36.872,8; Vorjahr: TEUR 16.743,9) resultieren aus der Erbringung von abrechenbaren Leistungen aus Geschäftsbesorgung für die Gesellschafterin und werden nur im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 14,5; Vorjahr: TEUR 35,4) enthalten im Wesentlichen Erstattungen aus dem Aufwendungsausgleichsgesetz (TEUR 11,3; Vorjahr: TEUR 24,1), Periodenfremde Erträge (TEUR 4,2; Vorjahr: TEUR 3,3) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 0,5; Vorjahr: TEUR 3,3).

In dem Materialaufwand (TEUR 28.303,7; Vorjahr: TEUR 11.616,0) werden Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 3.458,5; Vorjahr: TEUR 2.192,2) beinhalten hauptsächlich Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.090,0; Vorjahr: TEUR 407,2), Werbe- und Reisekosten (TEUR 977,7; Vorjahr: TEUR 704,5), Raumkosten (TEUR 320,2; Vorjahr: TEUR 239,2), Kosten für Wartungen und Reparaturen (TEUR 210,5; Vorjahr: TEUR 253,7) und Aufwendungen für Lizenzen (TEUR 148,6; TEUR 69,6).

Die Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 6,68 (Vorjahr: TEUR 2,8) betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuern und resultieren von steuerlichen außerbilanziellen Hinzurechnungen von Bewirtungskosten und Aufwandsentschädigungen des Aufsichtsrats.

IV. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Anzahl
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 60
Arbeiter 0
Auszubildende 0
TOTAL ANZAHL MITARBEITER * (ohne Geschäftsführung) 60

* durchschnittliche Werte aus 2023

Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 von folgenden Geschäftsführern geleitet:

Herr Rafael Laguna de la Vera, wissenschaftlicher Geschäftsführer, Köln

Frau Berit Dannenberg, kaufmännische Geschäftsführerin, Berlin

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 505,16 (Vorjahr: TEUR 529,9) und gliedern sich wie folgt auf:

In TEUR Grundvergütung Rückstellung Bonus 2023 Altersvorsorge 2023 Sonstige Nebenleistungen gesamt
Laguna de la Vera, Rafael TEUR
257,73 24,55 100,00 0 382,27
Dannenberg, Berit TEUR
103,90 10,39 8,60 0 122,89
TOTAL 361,63 34,94 108,60 0,00 505,16

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der SPRIND gehörten im Berichtsjahr folgende Mitglieder an:

• Herr Dr.-Ing. E. h. Peter Leibinger (Chief Technology Officer / Stellv. Vorsitzender,

Gruppengeschäftsführung, TRUMPF GmbH + Co. KG (Aufsichtsratsvorsitzender)

• Frau Prof. Dr. Birgitta Wolff (Rektorin, Bergische Universität Wuppertal), Frankfurt am Main)

(stellv. Vorsitzende)

• Herr Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D.

(Direktor, Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb)

• Frau Dr. Kristina Klas (RDin, Bundesministerium der Finanzen), bis 30.11.2023

• Frau Susanne Klatten (Geschäftsführerin, SKion GmbH)

• Frau Ronja Kemmer (MDB, Deutscher Bundestag)

• Herr Holger Mann (MDP, Deutscher Bundestag)

• Frau Dr. Franziska Brantner (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

• Herr Mario Brandenburg (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

• Herr Remy Lavarovici (Geschäftsführer DACH, Celonis SE), seit 12.06.2023

• Frau Dr. Gesine Osieka (Bundesministerium der Finanzen)

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:

beventum GmbH (vormals: Gesellschaft für Forschung zu innovativen Höhenwindanlagen mbH)

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100%ige Tochtergesellschaft am 29. Dezember 2020 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 38276) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -6.379,8. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TEUR -8.665,4. Die Finanzierung der Tochtergesellschaft erfolgt über die Projektlaufzeit mit Darlehen des BMBF.

MicroBubbles GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100%-ige Tochtergesellschaft am 31. Mai 2021 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 38902) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2021 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -4.192,7. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -5.913,2.

PRInnovation GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 29. Juni 2021 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 39198) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2021 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -17.328,8. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -22.735,8.

Analog Intelligence GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 29. Juni 2021 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 39209) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2021 die Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen. In 2022 wurde die operative Geschäftstätigkeit eingestellt. Das Jahresergebnis für Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -6,9. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -21,4.

VIAHOLO GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 12. September 2021 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 39439) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2021 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -6.432,6. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -10.092,0.

Nanogami GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 13. März 2022 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 40039) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2022 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -4.759,5. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -5.415,2.

Pleodat GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 19. Juli 2022 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 40511) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2022 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -2.599,6. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -3.299,7.

FabuLens GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 10. Februar 2023 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 41212) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -430,7. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -405,7.

BiconY Therapeutics GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 24. Mai 2023 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 41594) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -348,3. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -323,3.

MemLog GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 03. Juli 2023 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 41732) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -575,5. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -550,5.

Pulsed Light Technologies GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 03. Juli 2023 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 41732) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -537,4. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -512,4..

necona GmbH

Die Gesellschaft wurde von der SPRIND als 100 %-ige Tochtergesellschaft am 11. Juli 2023 durch Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig (HRB 41759) rechtlich wirksam gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0 und wurde in voller Höhe eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 beträgt TEUR -694,8. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR -669,8.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 36 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Public Corporate Governance Kodex

Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat haben den gem. § 14 Gesellschaftsvertrag vorgesehenen Corporate Governance Bericht für das Geschäftsjahr 2023 inklusive der Entsprechenserklärung zum Public Corporate Governance Kodex des Bundes am 10.06.2024 auf der Webseite der SPRIND veröffentlicht. Seit 2021 erfolgt die Erstellung und Veröffentlichung eines gemeinsamen Berichts für SPRIND und Tochtergesellschaften. Die Töchter sind damit seit 2021 von der Pflicht der Aufstellung und Veröffentlichung eines Berichts befreit.

Nachtragsbericht

Wesentliche Auswirkungen von Ereignissen nach Bilanzstichtag (bspw. Die andauernde Ukraine-Krise) auf den laufenden Geschäftsbetrieb und auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind bisher nicht feststellbar.

Entwicklung des Anlagevermögens der SPRIND GmbH, Leipzig, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.220,91 0,00 0,00 15.220,91
15.220,91 0,00 0,00 15.220,91
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.915,35 537.515,90 163.211,19 800.220,06
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 226.922,34 141.700,63 0,00 368.622,97
652.837,69 679.216,53 163.211,19 1.168.843,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 204.364,50 131.807,71 0,00 336.172,21
204.364,50 131.807,71 0,00 336.172,21
872.423,10 811.024,24 163.211,19 1.520.236,15
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.659,91 3.748,00 0,00 12.407,91
8.659,91 3.748,00 0,00 12.407,91
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.925,88 167.145,38 6.463,60 384.607,66
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
223.925,88 167.145,38 6.463,60 384.607,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
232.585,79 170.893,38 6.463,60 397.015,57
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2.813,00 6.561,00
2.813,00 6.561,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.612,40 201.989,47
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 368.622,97 226.922,34
784.235,37 428.911,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 336.172,21 204.364,50
336.172,21 204.364,50
1.123.220,58 639.837,31

BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2023

Der Aufsichtsrat der SPRIND GmbH hat entsprechend § 13 Abs. 2 Satz 1 des Gesellschaftsvertrages der SPRIND den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses oder Bilanzgewinns zu prüfen und über das Ergebnis schriftlich an die Gesellschafterversammlung zu berichten.

Die RSM Ebner Stolz Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte Partnerschaft mbB (.RSM Ebner Stolz"), hat diesen Jahresabschluss mitsamt Lagebericht für die SPRIND GmbH geprüft und angekündigt, diesen vorbehaltlich etwaiger Änderungen mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu versehen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die vorgenannten Unterlagen sind im Entwurf von der Geschäftsführung rechtzeitig an die Aufsichtsratsmitglieder verteilt worden. Der Prüfungsbericht von RSM Ebner Stolz lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats im Entwurf vor und wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats am 10.Juni 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete insbesondere über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung .

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 10. Juni 2024 den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der SPRIND GmbH zum Geschäftsjahr 2023 geprüft. Die Geschäftsführung hat dem Aufsichtsrat dabei in dieser Sitzung den Jahresabschluss und den Lagebericht erläutert.

Der Aufsichtsrat stimmte den Ergebnissen der Abschlussprüfung,dem Jahresabschluss und dem Lagebericht in der vorgelegten Fassung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung wurden keine Einwände erhoben.

Ein Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses bzw. des Bilanzgewinnes erübrigte sich, da das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis von EUR O abschloss.

Dieser Bericht wurde im Umlaufverfahren zum 12.12.2024 beschlossen und der Aufsichtsratsvorsitzende gebeten, ihn an die Gesellschaft erversammlung der SPRIND GmbH zu erstatten.

 

Leipzig, den 18.12.2024

Dr. Peter Leibinger, Aufsichtsratsvorsitzender der SPRIND GmbH

sonstige Berichtsbestandteile

 

Leipzig, den 15. November 2024

gez. Rafael Laguna de la Vera, Geschäftsführer

gez. Berit Dannenberg, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die SPRIND GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPRIND GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Leipzig GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zum Public Corporate Governance Kodex haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

o entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

o vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichenbzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zum Public Corporate Governance Kodex.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

o wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

o anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

o identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

o gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

o beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

o ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

o beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

o beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

o führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 15. November 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer

gez. Wibke Großmann, Wirtschaftsprüferin

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