Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 520237
Eingetragen
12.2.2013
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art, Kfz-Teilen und Kfz-Zubehör sowie der Betrieb von Kfz-Werkstätten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mandy Stützer
seit 30.4.2025
Prokura
Helmut Peter
seit 8.12.2022
Geschäftsführer
Andreas Peter
seit 8.12.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG

Nordhausen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Die vorliegende PDF-Datei haben wir auf Wunsch unseres Auftraggebers als digitales Leseexemplar erstellt.

Wir weisen darauf hin, dass für unsere Berichterstattung ausschließlich unser Bericht bzw. das Testatsexemplar in der unterzeichneten Originalfassung maßgeblich sind.

Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Ihnen als PDF-Datei überlassenen Version übernehmen wir keine Haftung.

Hinsichtlich der Weitergabe an Dritte weisen wir darauf hin, dass sich unsere Verantwortlichkeit - auch gegenüber Dritten - allein nach den Auftragsbedingungen im Bericht (Allgemeine Auftragsbedingungen vom 1. Januar 2017) richtet.

Gliederung des Prüfungsberichtes

1. Prüfungsauftrag

2. Grundsätzliche Feststellungen

Stellungnahme zur Beurteilung der Lage des Konzerns durch die gesetzlichen Vertreter gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB

3. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4. Feststellungen zur Konzernrechnungslegung

4.1. Feststellungen zur Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung

Feststellungen zur Konzern-Buchführung und zu den weiteren geprüften Unterlagen

4.2. Darstellung der Bilanzierungsgrundsätze

4.2.1. Konzernrechtliche Verhältnisse

4.2.2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsstichtag

4.3. Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse

4.4. Konzernabschluss

4.4.1. Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses

4.4.2. Konsolidierungsmaßnahmen

4.4.3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen

4.5. Feststellungen zum Konzernlagebericht

5. Feststellungen zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns einschließlich der wesentlichen Aufgliederungen und Erläuterungen von Abschlussposten

5.1. Vermögenslage

5.2. Finanzlage

5.3. Aufwands- und Ertragslage

6. Abschließende Bemerkungen und Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Anlagen zum Prüfungsbericht

A. Konzernjahresabschluss und -lagebericht

A.1. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

A.2. Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

A.3. Konzernanhang

A.4. Konzernkapitalflussrechnung

A.5. Konzerneigenkapitalspiegel

A.6. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

B. Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

PRÜFUNGSBERICHT

1. PRÜFUNGSAUFTRAG

Die Bestellung des Konzern-Abschlussprüfers gemäß §318 HGB umfasst die Wahl des Abschlussprüfers, die Auftragserteilung und die Auftragsannahme.

Die Wahl der EURATIO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Konzernabschlussprüfer für den Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, Nordhausen, (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Unternehmung/Unternehmen" genannt) für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte durch die Gesellschafterversammlung.

Aufgrund dieser Wahl erteilte uns die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Immobilienverwaltungsgesellschaft Peter mbH (nachstehend als "Geschäftsführung der Gesellschaft" bezeichnet) den Auftrag, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2021 gemäß §§ 316 ff. HGB zu prüfen.

Wir haben den Auftrag angenommen, da Ausschlussgründe gemäß §§ 319 und 319b HGB nicht vorliegen.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Die Prüfung und Berichterstattung haben wir nach den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen, wobei wir u. a. die Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (z. B. IDW PS 400er Reihe und 450) beachtet haben.

Adressat des Prüfungsberichts ist das geprüfte Unternehmen.

Unserem Auftrag liegen die im Rahmen der Auftragsbestätigung vereinbarten "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017" zu Grunde, die diesem Bericht als Anlage beigefügt sind. Unsere Haftung bestimmt sich nach Nr. 9 dieser Auftragsbedingungen; im Verhältnis zu Dritten haften wir in Fällen des Nr. 6 Abs. 1 nach Nr. 1 Abs. 2 i. V. m. Nr. 9.

2. GRUNDSÄTZLICHE FESTSTELLUNGEN

Stellungnahme zur Beurteilung der Lage des Konzerns durch die gesetzlichen Vertreter gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB

Die gesetzlichen Vertreter haben im Konzernlagebericht (Anlage A 6) und im Konzernabschluss (Anlage A 1 bis A 5) die wirtschaftliche Lage des Konzerns beurteilt.

Gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer mit den anschließenden Ausführungen vorweg zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter im Konzernabschluss und im Lagebericht Stellung. Dabei gehen wir insbesondere auf die Beurteilung des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung des Lageberichts ein. Unsere Stellungnahme geben wir aufgrund unserer eigenen Beurteilung der Lage des Unternehmens ab, die wir im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts gewonnen haben.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Daraus sind die folgenden Ausführungen als wesentlich hervorzuheben:

Die Stellung als Mehrmarkenhändler in einer weit gefächerten und relativ strukturschwachen Region an insgesamt 16 Standorten in den Bundesländern Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist nach wie vor gesichert. Die von uns vertriebenen Marken konnten sich dabei im Großen und Ganzen entsprechend entwickeln und positive Ergebnisbeiträge liefern.

Der Konzernumsatz konnte dabei um TEUR 17.485 auf TEUR 246.410 (Vorjahr: TEUR 228.925) und damit deutlich über den Erwartungen liegend gesteigert werden. Wesentlichen Anteil hieran hat mit TEUR 11.371 das Gebrauchtwagengeschäft, welches sich durch steigende Fahrzeugpreise auszeichnete. Einen weiteren Zuwachsanteil von TEUR 5.994 leistet das Servicegeschäft, bestehend aus den Teilbereichen Werkstatt und Ersatzteil- /Zubehörhandel, welches sich weiter stetig positiv entwickelt. Der Restbetrag entfällt in Summe auf den Neu- und Vorführwagenbereich und die sonstigen Umsätze.

Der Konzern-Jahresüberschuss ist im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 7.634 (Vorjahr: TEUR 7.245) angestiegen. Die Umsatzrendite in Bezug auf die erzielten Umsätze beträgt im Geschäftsjahr unverändert 3,1 % (Vorjahr: 3,1 %) und liegt damit weiterhin über dem üblichen Branchendurchschnitt der Automobilhändler und der anderen Servicepartner.

Das Neu- und Vorführfahrzeuggeschäft ist um TEUR 419 auf insgesamt TEUR 69.545 (Vorjahr: TEUR 69.126) bzw. um 0,6 % leicht gestiegen und damit als stabil zu beurteilen. Ursächlich hierfür ist die im Markt zu verzeichnende Verteuerung der Produkte einhergehend mit den verzögerten Lieferzeiten und der allgemeinen Produktknappheit bei nahezu konstanter Nachfrage nach Neufahrzeugen. Der im Wesentlichen alle Marken betreffende leichte Preisanstieg konnte somit die Reduktion der abgesetzten Einheiten im Vergleich zum Vorjahr ausgleichen und die Umsätze stabil halten.

Nach den bereits hohen Zuwachsraten der letzten Geschäftsjahre konnte das Gebrauchtfahrzeuggeschäft über alle Marken mit einem neuerlichen Wachstum von TEUR 11.371 bzw. 10,3 % auf einen Gesamtumsatz von TEUR 121.696 (Vorjahr: TEUR 110.325) am meisten zum Gesamtwachstum beitragen. Den größten Anteil hieran trägt wiederum die Marke Mercedes-Benz. Nach wie vor ungebrochen ist dabei die gestiegene Nachfrage nach jungen, hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aller von uns vertriebenen Marken. Ursächlich ist auch hierfür die im Markt zu verzeichnende Verteuerung der Produkte einhergehend mit den verzögerten Lieferzeiten und der allgemeinen Produktknappheit bei nahezu konstanter Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen.

Das Service- und Werkstattgeschäft ist um TEUR 5.994 bzw. 12,7 % von TEUR 47.190 auf TEUR 53.184 gestiegen. Ursächlich hierfür sind die Preisanpassungen im Service- und Ersatzteilgeschäft und der erhöhte Absatz von Leistungen im Zusammenhang mit der Wartung und Reparatur von älteren Fahrzeugen und Gebrauchtwagen an allen Standorten.

Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ist mit TEUR 129.722 (Vorjahr: TEUR 124.808) um TEUR 4.914 bzw. 3,9 % angestiegen. Der Anstieg ergibt sich dabei im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 2.607 (Vorjahr: - TEUR 642) und der Vorräte um TEUR 2.439 (Vorjahr: - TEUR 2.971) bei einer gleichzeitigen Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.185 (Vorjahr: + TEUR 3.733). Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen nochmals um TEUR 3.057 (Vorjahr: + TEUR 949) auf insgesamt TEUR 10.311 (Vorjahr: TEUR 7.254) erhöht.

Die Kapitalstruktur zeigt eine wesentliche strukturelle Verbesserung. Das Eigenkapital hat sich insbesondere aufgrund des positiven Jahresergebnisses im Geschäftsjahr 2021 absolut um TEUR 4.668 (Vorjahr: + TEUR 3.598) erhöht. Anteilig hat sich damit die Eigenkapitalquote um 2,99 %-Punkte auf 19,38 % (Vorjahr: 16,39 %) erhöht und ist damit nochmals deutlich angestiegen.

Alle Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2021 planmäßig zurückgeführt, sämtliche Tilgungsbeträge wurden stets pünktlich erbracht.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

Das inzwischen abgeschlossene Geschäftsjahr 2022 zeigt grundsätzlich eine positive Entwicklung auf. Die Umsatzerlöse haben sich dabei zunächst zwar um ca. EUR Mio. 5 vermindert, der Rohertrag hat sich im selben Zeitraum aber um ca. 11 % und damit rd. + EUR Mio. 7 verbessert.

Für das Geschäftsjahr 2023 geht die Geschäftsführung daher, selbst aufgrund der anstehenden Veränderungen im Vertrieb der Zukunft der Daimler AG ab dem 1. Juni 2023, weiterhin von einem positiven Jahresergebnis aus, welches sich nach den Einschätzungen durchaus auf Vorjahresniveau bewegen wird. Für den Vertriebsbereich geht man von einer Umsatzentwicklung entsprechend der bundesdeutschen Entwicklung bei den Zulassungszahlen aus, das Service- und Werkstattgeschäft wird weiterhin auf hohem Niveau verharren. Der Rohertrag wird sich dabei im Verhältnis aufgrund der stabilen Preise am Absatzmarkt positiv entwickeln. Grundlage für diese Annahme ist die stetige Geschäftsentwicklung in den Kernmarken der Gesellschaft, Mercedes-Benz, Smart und Opel. Bei der Marke Mitsubishi ist die Aufbauherstellung und Auslieferung neuer Fahrzeuge durch Auftragseingänge für das nächste Geschäftsjahr abgesichert, für Folgejahre steht man bereits in Verhandlungen mit den Fahrzeugherstellern, um in diesem Segment weiter erfolgreich aufgestellt zu sein. Auch die Marke Skoda wird sich in Kooperation mit den Serviceverträgen für die Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge weiterhin stabil entwickeln. Die Marke Peugeot wird sich ähnlich des abgelaufenen Geschäftsjahres führen lassen, ein positives Ergebnis wird angestrebt. Die Marken Chrysler, Jeep, RAM und Dodge werden das Geschäft weiter stabil halten. Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2023 eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung.

Für das Gesamt-Geschäftsjahr 2023 geht man aufgrund der Marktbeobachtung von einem nahezu stabilen Umsatz aus. Für die Zusammensetzung der Umsätze werden keine wesentlichen strukturellen Veränderungen erwartet, so dass beim Ausbleiben unerwarteter weiterer externer Faktoren ein ähnlicher Rohertrag wie für das Geschäftsjahr 2021 bzw. 2022 erwartet wird. Aufgrund einer gleichbleibend erwarteten Kostenentwicklung und wieder leicht steigenden Personalkosten geht man daher von einem stabilen Konzernjahresüberschuss aus.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Investition in das neue Autohaus nebst Dienstleistungszentrum in Lutherstadt Wittenberg, im Geschäftsjahr 2023 die Investition in das neue Autohaus nebst Dienstleistungszentrum in Erfurt abgeschlossen. Hier können in den nächsten Jahren Vertriebs- und Servicezuwächse fremdgeneriert werden.

Im Jahr 2022 wurde mit dem umfangreichen Umbau für die Marken Mercedes-Benz und Smart am Hauptstandort in Nordhausen begonnen, nachdem mannigfaltige Nachverhandlungen und Änderungen diesen notwendigen Umbau vielfach verzögert haben. Notwendig wird der Umbau, um die aktuellen CI-Vorgaben des Daimler-Konzerns für Vertriebs- und Servicepartner am Hauptstandort vertragskonform umzusetzen. Diese Investition wird im Geschäftsjahr 2023 herstellerkonform abgeschlossen werden, hier werden sich nach den aktuellsten Einschätzungen Investition von ca. 4,5 Mio. Euro für Baukosten und Inneneinrichtung einschließlich CI ergeben.

Weitere größere Investitionen sind derzeit nicht geplant.

Liquiditätsengpässe sind für das laufende Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Vorkehrungen der Geschäftsleitung des Konzerns und des erwarteten ordnungsgemäßen Geschäftsgangs nicht zu erwarten.

Außerdem weisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt 4.4.3 hin. Dort sind wir auf die wesentlichen Bewertungsgrundlagen, auf die Änderungen in den Bewertungsgrundlagen sowie auf sachverhaltsgestaltende Maßnahmen gemäß § 321 Absatz 2 Satz 4 HGB eingegangen.

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung und den dabei gewonnenen Erkenntnissen ist die Beurteilung der Lage und der künftigen Entwicklung des Konzerns durch die gesetzlichen Vertreter plausibel und folgerichtig abgeleitet. Die Lagebeurteilung durch die Geschäftsführung ist angemessen dargestellt und inhaltlich zutreffend.

Auf die Feststellungen zum Lagebericht in Abschnitt 4.5 wird hingewiesen.

3. GEGENSTAND, ART UND UMFANG DER PRÜFUNG

Gegenstand unserer Konzernabschlussprüfung sind die Konzern-Buchführung, der Konzernabschluss (Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung, und Konzerneigenkapitalspiegel, Anlage A 1 bis A 5) und der Konzernlagebericht (Anlage A 6).

Zur Durchführung der Prüfung haben wir darüber hinaus weitere Unterlagen der Gesellschaft sowie der Tochterunternehmen gem. § 325 Abs. 3 HGB herangezogen, die in unseren Arbeitsunterlagen dokumentiert sind.

Die Konzern-Buchführung, die Aufstellung des Konzernabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und des Konzernlageberichtes sowie die sonstigen uns gemachten Angaben und ausgehändigten Unterlagen liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung des Unternehmens. Wir haben diese Angaben und Unterlagen im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung beurteilt.

Der Prüfungsansatz der pflichtgemäßen Konzernabschlussprüfung besteht nicht in der zielgerichteten Aufdeckung von Vermögensschädigungen (Unterschlagungen) bzw. außerhalb der Rechnungslegungsvorschriften begangener Verstöße. Auch bei ordnungsgemäßer Durchführung der Konzernabschlussprüfung besteht ein unvermeidbares Risiko, dass falsche Angaben aufgrund von Unrichtigkeiten und Verstößen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Abschluss haben, nicht aufgedeckt werden.

Die Prüfung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften außerhalb der Rechnungslegung ist nur insoweit Gegenstand der Konzernabschlussprüfung wie sich aus diesen üblicherweise Rückwirkungen auf den Konzernabschluss oder den Konzernlagebericht ergeben können.

Die Konzernabschlussprüfung ist ferner nicht darauf ausgerichtet, die Vollständigkeit und Angemessenheit des Versicherungsschutzes festzustellen.

Unsere Prüfung wurde gemäß § 316 ff. HGB und in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung im Sinne der Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (z. B. PS 210, PS 261 und PS 300) durchgeführt.

Hiernach und in Verbindung mit § 317 Abs. 1 Satz 3 HGB war die Prüfung so anzulegen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, die sich wesentlich auf die Darstellung des Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, erkannt werden.

Die Auswahl der wesentlichen Prüfungshandlungen erfolgte als Reaktion auf die beurteilten Fehlerrisiken. Art, Umfang und Ergebnis der Prüfungshandlungen sind in unseren Arbeitspapieren und im Prüfungsbericht festgehalten.

Unserer Tätigkeit lag eine im Rahmen der Prüfungsplanung entwickelte und im Prüfungsprozess fortgeschriebene Prüfungsstrategie zugrunde.

Im Rahmen der Durchführung unserer Prüfung haben wir Prüfungshandlungen zur Feststellung von wesentlichen Fehlerrisiken durchgeführt. Diese Prüfungshandlungen erfolgten im Rahmen der Gewinnung bzw. Fortschreibung eines Verständnisses vom Unternehmen, dem rechtlichen und wirtschaftlichen Umfeld sowie dem eingesetzten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (Aufbauprüfung). Auf der Grundlage unserer Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir Prüfungsnachweise zur Funktion des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (Funktionsprüfungen) und zu den Aussagen des Konzernabschlusses (aussagebezogene Prüfungshandlungen) überwiegend in Stichproben eingeholt. Dabei haben wir unseren Prüfungsansatz grundsätzlich an der Systematik der Konzernrechnungslegung, also angelehnt an die Posten und Angaben der Konzernrechnungslegung, orientiert.

Es ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der jeder Abschlussprüfung innewohnenden begrenzten Erkenntnismöglichkeiten keine absolute, sondern nur eine hinreichende Sicherheit für unsere Prüfungsaussagen erreicht werden kann.

Unsere Konzernabschlussprüfung hat sich auf die Prüfung des Konsolidierungskreises, auf die Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse, die getroffenen Konsolidierungsmaßnahmen sowie auf den Konzernlagebericht erstreckt.

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von uns geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 14. Dezember 2021 versehene Vorjahreskonzernabschluss zum 31. Dezember 2020. Er wurde von der Gesellschafterversammlung am 28. Dezember 2021 unverändert gebilligt.

Bei unserer vor Prüfungsbeginn erstellten Prüfungsplanung sind wir von der Prüfungsbereitschaft des Unternehmens ausgegangen. Bei Beginn unserer Tätigkeit haben wir festgestellt, dass die Prüfungsbereitschaft ordnungsgemäß gegeben war.

Unsere Prüfung sowie die Fertigstellung des Prüfungsberichtes haben wir in den Monaten Mai und Juni 2023 - mit Unterbrechungen - in unseren Geschäftsräumen in Göttingen durchgeführt.

Die gesetzlichen Vertreter des Konzern-Mutterunternehmens und die von ihnen benannten Auskunftspersonen haben uns alle gemäß § 320 HGB erbetenen Aufklärungen und Nachweise gegeben, die zur ordnungsgemäßen Durchführung der Konzern-Abschlussprüfung erforderlich waren.

Zur Bestätigung der Vollständigkeit der erteilten Auskünfte und Nachweise sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes haben uns die gesetzlichen Vertreter eine berufsübliche Vollständigkeitserklärung abgegeben, die auch die Auskünfte der genannten Auskunftspersonen abdeckt.

Die Geschäftsführung hat uns in dieser Vollständigkeitserklärung versichert, dass im Konzernabschluss alle bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen, Wagnisse und Abgrenzungen berücksichtigt, sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, alle erforderlichen Angaben gemacht und uns alle bestehenden Haftungsverhältnisse bekannt gegeben worden sind.

Eine Schlussbesprechung hat nicht stattgefunden. Über die Prüfungsergebnisse wurde laufend berichtet. Außerdem wurde den gesetzlichen Vertretern durch Übersendung eines Vorabexemplares Gelegenheit zur Stellungnahme zu unserem Prüfungsbericht gegeben.

4. FESTSTELLUNGEN ZUR KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

4.1. Feststellungen zur Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung

Feststellungen zur Konzern-Buchführung und zu den weiteren geprüften Unterlagen

Unsere Prüfung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichtes hat ergeben, dass diese ordnungsgemäß nach den Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden sind. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen haben vollständig vorgelegen. Zur Durchführung der Konzernabschlussprüfung verweisen wir auf Abschnitt 3.

4.2. Darstellung der Bilanzierungsgrundsätze

4.2.1. Konzernrechtliche Verhältnisse

Die für den Konzern und dessen Rechnungslegung maßgeblichen Rechtsverhältnisse bei der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG sind in unserem Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaft dargestellt.

4.2.2. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsstichtag

4.2.2.1.Rechtsgrundlagen der Konzernrechnungslegung

Für die Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG besteht die Pflicht zur Konzernrechnungslegung nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 HGB aufgrund der ihr jeweils zustehenden Mehrheit der Stimmrechte bei den Tochterunternehmen. Die zuzuordnenden Stimmrechte ergeben sich aus unmittelbaren mehrheitlichen Gesellschafterstellungen bei den Tochterunternehmen. Zu den Beteiligungsverhältnissen vgl. auch die Darstellung im Konzernanhang.

4.2.2.2.Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen zehn Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden. Die Gesellschaften sind im Einzelnen aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes im Konzernanhang (Anlage A 3) zu entnehmen.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen sind im Konzernanhang vollständig und richtig angegeben worden. Änderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

4.2.2.3.Stichtag des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG wurde gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt, da dieses der Bilanzstichtag der Muttergesellschaft sowie aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.

4.3. Ordnungsmäßigkeit der in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse

Neben dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft wurden die Jahresabschlüsse und ggf. die Lageberichte der folgenden Tochterunternehmen von uns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

Autohaus Peter GmbH

Autocenter Peter GmbH

Peter Autozentrum Anhalt GmbH

Automobile Peter GmbH

Autozentrum Peter GmbH

Autowelt Peter GmbH

Die Jahresabschlüsse derjenigen Tochterunternehmen, die keiner Abschlussprüfung gemäß § 316 ff. HGB unterlegen haben, sind in entsprechender Anwendung von § 317 Abs. 1 HGB darauf geprüft worden, ob sie den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen (§ 317 Abs. 3 HGB). Beanstandungen haben sich hierbei nicht ergeben.

Ferner wurde die ordnungsgemäße Ableitung der jeweiligen Handelsbilanz II der Konzernunternehmen sowie die Beachtung der maßgeblichen Vorschriften bei der Übernahme der Jahresabschlüsse in den Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG geprüft (konsolidierungsbedingte Anpassungen, § 317 Abs. 2 Satz 1 HGB). Beanstandungen haben sich auch hierbei nicht ergeben.

4.4. Konzernabschluss

4.4.1. Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses

Im Konzernabschluss wird der Jahresabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG mit den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen zusammengefasst. Die Posten der einbezogenen Jahresabschlüsse sind vollständig aufgenommen. Ausnahmen davon - zum Beispiel aufgrund eines Bilanzierungsverbotes (§ 300 Abs. 2 Satz 1 HGB) - bestanden nicht.

Weiterhin wurden die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden nach den für die Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet (§ 308 HGB).

Die im Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Konzernanhang dargestellt, so dass darauf verwiesen werden kann (vgl. Anlage A3).

Soweit Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätze der einzelnen Jahresabschlüsse für die Zusammenfassung anzupassen waren, hat dieses auf Grundlage der bestehenden Rechnungslegungsrichtlinien im Konzern zu geschehen. Im Geschäftsjahr ergab sich aus der Anwendung der einheitlichen Ansatz- und Bewertungsgrundsätze im Konzern keine Ergebnisänderung.

Ein Konzernanlagenspiegel gemäß § 298 Abs. 1 i. V. m. § 268 Abs. 2 HGB ist im Konzernanhang enthalten. Es wurden gem. § 297 Abs. 1 HGB eine Kapitalflussrechnung und ein Eigenkapitalspiegel aufgestellt.

Der Konzernabschluss entspricht damit den gesetzlichen Vorschriften. Er ist ordnungsgemäß aus den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen abgeleitet worden.

Die Konsolidierungsmethoden entsprechen den Vorschriften der §§ 297 ff. HGB. Die Konsolidierungsbuchungen aus den Vorjahren sind zutreffend fortgeführt worden.

Der Konzernanhang enthält vollständig und zutreffend die erforderlichen Angaben.

4.4.2. Konsolidierungsmaßnahmen

Die Kapitalkonsolidierung, d. h. die Verrechnung der den jeweiligen Mutterunternehmen gehörenden Anteilen an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen (§ 301 Abs. 1 Satz 1 HGB), erfolgte bis zum Geschäftsjahr 2009 einheitlich nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB i. d. F. zum 28. Mai 2009), abweichend gegenüber dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 4 (DRS 4). Die Buchwertmethode wurde gemäß Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB auch in 2021 beibehalten.

Die Kapitalkonsolidierung der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG für ihre unmittelbaren Beteiligungsunternehmen wurde zu den Zeitpunkten vorgenommen, zu denen diese Unternehmen Tochterunternehmen der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG geworden sind (§ 301 Abs. 2 Satz 1 HGB i. d. F. bis zum 28. Mai 2009). Der Erstkonsolidierungszeitpunkt zur Aufstellung des ersten Konzernabschlusses war der 31. Dezember 2008.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung den Gewinnrücklagen zugeordnet, da sie aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise Eigenkapitalcharakter aufweisen. Eine Umgliederung aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes war deshalb nicht erforderlich. Die aktivischen Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung mit diesen Gewinnrücklagen verrechnet.

Das im Geschäftsjahr 2013 erstmals einbezogene Unternehmen Autohaus Peter Einbeck GmbH (jetzt: Autocenter Peter GmbH), das erstmals im Geschäftsjahr 2016 einbezogene Unternehmen Peter Autozentrum Anhalt GmbH sowie die im Geschäftsjahr 2018 erstmalig einbezogenen Gesellschaften Peter Paul-Schäfer-Straße GmbH & Co. KG, Nordhausen, und P-P-S Verwaltungs GmbH, Nordhausen, wurden nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) einbezogen.

Die Verrechnung von Aktiv- und Passivposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Wege der Schuldenkonsolidierung (§ 303 Abs. 1 HGB) ergab keine Auswirkung auf das Konzernergebnis.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur Konsolidierung der Aufwendungen und Erträge gemäß § 305 Abs. 1 HGB verschiedene Verrechnungen vorgenommen; sie werden nachfolgend dargestellt.

Die Verrechnungen betrafen verschiedene Aufwands- und Ertragskonsolidierungen, insbesondere aus der Eliminierung von Ergebnisübernahmen sowie der Eliminierung von konzerninternen Leistungsverrechnungen. Wesentliche Zwischengewinne im Sinne des § 304 HGB lagen nicht vor.

2021 2020
EUR EUR
a) Umsatzerlöse 4.107.589,97 4.409.934,57
b) Sonstige betriebliche Erträge 0,00 30.000,00
c) Aufwendungen für bezogene Waren - 1.171.044,52 - 1.388.835,59
d) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 753.046,71 - 728.559,95
e) Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.183.498,74 - 2.322.539,03
f) Erträge aus Gewinnabführung 3.711.271,35 4.321.952,78
g) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 573.705,31 474.778,22
h) Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,00 - 961,98
i) Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 573.705,31 - 474.778,22
j) Erträge aus Verlustübernahmen 0,00 961,98
k) Aufwendungen aus Gewinnabführung -3.711.271,35 - 4.321.952,78
0,00 0,00

Zusammengefasst ergeben aus Sicht des Konzernmutterunternehmens, der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, folgende Konsolidierungsmaßnahmen die Überleitung vom Jahresergebnis zum Konzernergebnis:

2021 2020
TEUR TEUR
1. Jahresüberschuss Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG 2.966 3.651
2. Jahresergebnisse Tochterunternehmen ohne EAV 4.677 3.598
3. Konzernfremden zuzurechnende Gewinne/Verluste - 9 -4
4. Konzernjahresüberschuss 7.634 7.245

4.4.3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen und deren Änderungen

Der Konzernabschluss vermittelt in seiner Gesamtaussage, wie sie sich aus dem Zusammenwirken von Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung und Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel ergibt, insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die auf die Jahresabschlussposten angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Anhang dargestellt.

Davon sind die nachstehenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als wesentliche Bewertungsgrundlagen im Sinne des § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB hervorzuheben:

Für die entgeltlich erworbenen Firmenwerte werden konzerneinheitlich Nutzungsdauern von 5 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bestände der Vorführwagen sind im Anlagevermögen zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Sie werden um planmäßige, lineare Abschreibungen, unter Berücksichtigung einer geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr werden konzerneinheitlich Rückstellungen für Gewährleistungen der Werkstattleistungen und Ersatzteile gebildet. Im Bereich der Ersatzteile wird wegen möglicher Rückgriffsansprüche ein prozentualer Gewährleistungsansatz von 0,5 % auf die Hälfte des dazugehörigen Umsatzbereichs herangezogen. Bei der Arbeitsleistung der Werkstatt wird ein prozentualer Gewährleistungsansatz von 0,5 % auf den gesamten dazugehörigen Umsatzbereich als Grundlage genommen.

Änderungen in den Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten und der Ausnutzung von Ermessensspielräumen sowie sachverhaltsgestaltende Maßnahmen mit Auswirkungen auf die durch den Jahresabschluss vermittelte Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage waren im Berichtsjahr nicht zu verzeichnen.

4.5. Feststellungen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht entspricht nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften (§ 315 HGB). Er steht im Einklang mit dem Konzernabschluss und den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen.

Der Konzernlagebericht vermittelt insgesamt eine zutreffende Darstellung von der Lage des Konzerns. Die wesentlichen Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt. Die Angaben nach § 315 Abs. 2 HGB sind vollständig und zutreffend.

Auf unsere Beurteilung zur Darstellung der Lage des Konzerns durch die Geschäftsführung im Konzernlagebericht gem. Abschnitt 2 weisen wir hin.

5. FESTSTELLUNGEN ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNS EINSCHLIESSLICH DER WESENTLICHEN AUFGLIEDERUNGEN UND ERLÄUTERUNGEN VON ABSCHLUSSPOSTEN

5.1. Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage wird durch die nachstehende Bilanzübersicht (zu Buchwerten) dargestellt. Dabei wurden die Bilanzposten im Einzelfall zusammengefasst saldiert oder auch aufgegliedert und mit den entsprechenden Posten des Vorjahres verglichen.

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Vermögensstruktur EUR % EUR % EUR %
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.693 0,02 226.041 0,18 - 194.348 - 0,16
II. Sachanlagen 76.735.537 59,15 73.933.978 59,24 + 2.801.559 - 0,09
III. Finanzanlagen 6.500 0,01 6.500 0,00 0 + 0,01
76.773.730 59,18 74.166.519 59,42 + 2.607.211 - 0,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 31.667.475 24,41 29.228.822 23,42 + 2.438.653 + 0,99
II. Forderungen
- Lieferungen und Leistungen 8.592.585 6,62 9.926.154 7,95 - 1.333.569 - 1,33
- Nahestehende Unternehmen 325.902 0,25 365.324 0,29 - 39.422 - 0,04
- Sonstige 2.040.210 1,57 3.851.719 3,09 - 1.811.509 - 1,52
III. Geldkonten 10.311.068 7,96 7.253.937 5,81 + 3.057.131 + 2,15
52.937.240 40,81 50.625.956 40,56 + 2.311.284 + 0,25
C. Rechnungsabgrenzung 11.335 0,01 15.772 0,02 - 4.437 - 0,01
Bilanzsumme 129.722.305 100,00 124.808.247 100,00 + 4.914.058 (+ 3,94)

Im Geschäftsjahr ergaben sich keine strukturellen Veränderungen. Die Vermögenslage des Konzerns ist geprägt durch das Sachanlagevermögen und durch die Vorräte. Das Sachanlagevermögen setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Grundstücken und Bauten (ca. 71 %, Vorjahr ca. 64%) und Fahrzeugen (ca. 28 %, Vorjahr ca. 31 %). Das Vorratsvermögen besteht zum überwiegenden Teil aus Neu- und Gebrauchtfahrzeugen.

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Kapitalstruktur EUR % EUR % EUR %
A. Eigenkapital 25.135.822 19,38 20.458.348 16,39 + 4.677.474 + 2,99
B. Fremdkapital
I. Mittel- und langfristiges Fremdkapital
- Pensionsrückstellungen 177.769 0.14 154.023 0.12 + 23,746 + 0,02
- Bankdarlehen 34.345.613 26,48 37.491.507 30,04 - 3.145.894 - 3,56
- Sonstige Darlehen 1.200.000 0,91 1.300.000 1,05 - 100.000 - 0,14
35.723.382 27,53 38.945.530 31,21 - 3.222.148 - 3,68
Mittel- und langfristig verfügbares Kapital 60.859.204 46,91 59.403.878 47,60 + 1.455.326 - 0,69
II. Kurzfristiges Fremdkapital
- Rückstellungen 4.939.129 3,81 3.366.927 2,70 + 1.572.202 + 1,11
- Verbindlichkeiten
Banken 41.072.280 31,66 41.114.907 32,94 - 42.627 - 1,28
Anzahlungen 2.966.998 2,29 2.282.082 1,83 + 684.916 + 0,46
Lieferungen und Leistungen 8.095.394 6,24 9.336.532 7,48 - 1.241.138 - 1,24
Gesellschafter 4.483.139 3,46 2.394.992 1,92 + 2.088.147 + 1,54
Sonstige 6.610.917 5,09 6.098.756 4,88 + 512.161 + 0,21
68.167.857 52,55 64.594.196 51,75 + 3.573.661 + 0,80
C. Rechnungsabgrenzung 572.844 0,45 633.577 0,51 - 60.733 - 0,06
D. Passive latente Steuern 122.400 0,09 176.596 0,14 - 54.196 - 0,05
Bilanzsumme 129.722.305 100,00 124.808.247 100,00 + 4.914.058 (+ 3,94)

Die Kapitalstruktur enthält ebenfalls keine strukturellen Veränderungen. Das Eigenkapital hat sich um TEUR 4.677 erhöht. Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals im Detail wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage A Seite 5) verwiesen. Auch anteilig hat sich die Eigenkapitalquote, bei einer gestiegenen Bilanzsumme, um 2,99 %-Prozentpunkte auf 19,38 % erhöht.

Das langfristig gebundene Anlagevermögen ist vollständig durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt. Die Fahrzeuge, sowohl im Anlagevermögen, als auch im Vorratsvermögen, sind im Wesentlichen durch kurzfristiges Fremdkapital finanziert. Die langfristigen Bankverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 3.146 vermindert.

5.2. Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns wird zunächst durch eine verkürzte Darstellung der Kapitalflussrechnung verdeutlicht:

2021 2020
TEUR TEUR
Periodenergebnis + 7.634 + 7.245
+ zahlungsunwirksame Veränderungen des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit + 6.781 + 7.094
= Brutto-Cashflow + 14.415 + 14.339
+ zahlungswirksame Veränderungen des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit + 1.172 + 4
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + 15.587 + 14.343
+ Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 7.072 - 5.502
+ Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 5.458 - 6.819
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds + 3.057 + 2.022
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode + 7.254 + 5.232
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode + 10.311 + 7.254

Die detaillierte Entwicklung der Finanzlage spiegelt sich in der in Anlage A Seite 4 dargestellten Konzernkapitalflussrechnung wieder. Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt worden.

Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um TEUR 1.244 resultiert im Vergleich zum Vorjahr aus der Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen, Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der geringeren Zunahme von Verbindlichkeiten als in 2020. Gegenläufig wirkten sich der im Vergleich gestiegene Gewinnen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie höhere Ertragssteuerzahlungen aus.

Der Rückgang des Cashflows aus der Investitionstätigkeit um TEUR 1.570 betrifft vor allem geringere Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens. Diese ist vor allem wiederum auf geringere Einzahlungen von Betriebs-, Miet- und Vorführwagen zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zeigt einen Saldo von TEUR -5.458 (Vorjahr TEUR -6.819) und spiegelt im Wesentlichen die Entwicklung der Ein- und Auszahlungen im Bereich der Immobilienfinanzierung und der Fahrzeugfinanzierung wieder. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen gesunkenen Fremdfinanzierungsbedarf im Fahrzeugbereich, geringere Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens sowie gesunkenen Einzahlungen aus Immobilienfinanzierungen zurückzuführen.

Insgesamt verbleibt eine positive Veränderung des Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode (TEUR 3.057).

5.3. Aufwands- und Ertragslage

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens werden die Erträge und Aufwendungen nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert den entsprechenden Vorjahreswerten gegenübergestellt und die Veränderungen als Ergebnisauswirkungen vermerkt:

2021 2020 Veränderung *)
Konzernertragslage EUR % EUR % EUR %
Umsatzerlöse 246.410.211 99,86 228.925.518 100,00 + 17.484.693 - 0,14
Bestandsveränderung 350.599 0,14 1.990 0,00 + 348.609 + 0,14
Gesamtleistung 246.760.810 100,00 228.927.508 100,00 + 17.833.302 (+ 7,79)
Materialaufwand 187.672.627 76,05 173.511.715 75,79 - 14.160.912 - 0,26
Rohertrag 59.088.183 23,95 55.415.793 24,21 + 3.672.390 - 0,26
Sonstige Erträge 368.221 0,15 756.068 0,33 - 387.847 - 0,18
Kostenarten
Personalkosten 29.552.759 11,99 28.097.350 12,27 - 1.455.409 + 0,28
Abschreibungen 6.867.688 2,78 6.999.711 3,06 + 132.023 + 0,28
Sonstige Kosten 10.987.829 4,45 10.031.923 4,38 - 955.906 - 0,07
Sonstige Steuern 348.945 0,14 245.235 0,11 - 103.710 - 0,03
47.757.221 19,36 45.374.219 19,82 - 2.383.002 + 0,46
Betriebsergebnis I 11.699.183 4,74 10.797.642 4,72 + 901.541 + 0,02
Finanzergebnis - 1.372.267 - 0,56 - 1.542.943 - 0,68 + 170.676 + 0,12
Betriebsergebnis II 10.326.916 4,18 9.254.699 4,04 + 1.072.217 + 0,14
Neutrales Ergebnis
Sonstige Erträge 61.094 0,02 610.234 0,27 + 549.140 + 0,25
Sonstige Aufwendungen 55.108 0,02 193.829 0,08 + 138.721 + 0,06
Neutrales Ergebnis 5.986 0,01 416.405 0,18 - 410.419 - 0,17
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.332.902 4,19 9.671.104 4,22 + 661.798 - 0,03
Ertragsteuern 2.689.796 1,09 2.421.823 1,05 -267.973 - 0,04
Jahresüberschuss 7.643.106 3,10 7.249.281 3,17 + 393.825 - 0,07
Gewinn-/Verlustanteile nicht beherrschende Gesellschafter - 9.444 -0,01 -3.950 -0,01 - 5.494 0,00
Konzernjahresüberschuss 7.633.662 3,09 7.245.331 3,16 + 388.331 - 0,07

*) + = Ergebnisverbesserung - = Ergebnisverminderung

Die Ertragslage 2021 ist gekennzeichnet durch einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 17.485. Da sich der Materialaufwand nur um TEUR 14.161 erhöhte, konnte der Rohertrag um TEUR 3.672 gesteigert werden. Weiterhin sind die Kosten um TEUR 2.383 gestiegen. Das neutrale Ergebnis hat sich um TEUR 410 vermindert. Insgesamt verbleibt ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 7.634, der um TEUR 388 über dem Wert des Vorjahres liegt.

6. ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN UND WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 sowie die Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sind ordnungsgemäß aus den Einzelabschlüssen entwickelt worden. Der Konzernabschluss enthält, wie uns die Geschäftsführung in der berufsüblichen Vollständigkeitserklärung versichert hat, sämtliche bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen, Wagnisse und Abgrenzungen sowie Aufwendungen und Erträge. Unsere Prüfung führte zu keinen gegenteiligen Feststellungen.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Erfordernissen. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Geschäftsführung der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, die von ihr benannten Auskunftspersonen sowie die Geschäftsleitungen haben alle verlangten Auskünfte und Nachweise erbracht.

Da unsere Prüfung zu keinen Beanstandungen geführt hat, haben wir dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021

Konzernbilanzsumme EUR 129.722.304,90
Konzernjahresüberschuss EUR 7.633.661,93

und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier von uns mit Datum und Unterschrift versehen enthalten ist:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Dieser Bestätigungsvermerk darf nur in Verbindung mit der Wiedergabe von Datum und Unterschrift sowie des vollständigen Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes verwendet werden.

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Göttingen, den 2. Juni 2023

EURATIO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl. -Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Konzernanhang

Konzernkapitalflussrechnung

Konzerneigenkapitalspiegel

Konzernlagebericht

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

31.12.2021 Zum Vergleich: 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.688,00 80.838
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5,00 145.203
31.693,00 226.041
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.098.803,38 47.513.364
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.301.410,00 3.687.436
3. Betriebs-, Miet- und Vorführwagen 21.645.008,50 22.613.354
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 690.315,08 119.824
76.735.536,96 73.933.978
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.000,00 5.000
2. Sonstige Ausleihungen 1.500,00 1.500
6.500,00 76.773.729,96 6.500 74.166.519
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 571.528,95 220.930
2. Waren 31.095.946,16 28.904.186
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 103.705
31.667.475,11 29.228.821
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.592.585,23 9.926.154
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 325.902,09 365.324
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.040.210,10 3.851.719
10.958.697,42 14.143.197
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.311.067,62 52.937.240,15 7.253.937 50.625.955
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 11.334,79 15.772
129.722.304,90 124.808.246

PASSIVSEITE

31.12.2021 Zum Vergleich: 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 637.500,00 637.500
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 24.965.444,98 20.297.417
III. Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -467.123,12 25.135.821,86 -476.569 20.458.348
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 177.769,00 154.023
2. Steuerrückstellungen 2.676.610,43 1.773.616
3. Sonstige Rückstellungen 2.262.519,00 5.116.898,43 1.593.311 3.520.950
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.417.893,01 78.606.414
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.966.997,95 2.282.081
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.095.394,28 9.336.532
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.483.138,80 2.394.992
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.810.916,57 98.774.340,61 7.398.756 100.018.775
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 572.844,00 633.577
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 122.400,00 176.596
129.722.304,90 124.808.246

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Zum Vergleich: 2020
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 246.410.211,02 228.925.518
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 350.598,74 1.990
3. Sonstige betriebliche Erträge 429.314,90 1.366.302
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 185.773.650,57 171.985.795
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.898.976,68 187.672.627,25 1.525.920 173.511.715
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 24.420.648,17 22.862.013
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.132.110,64 29.552.758,81 5.235.336 28.097.349
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.867.688,35 6.999.711
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.042.936,99 10.225.752
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.797,23 26.589
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.401.063,62 1.569.532
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.689.796,03 2.421.823
11. Ergebnis nach Steuern 7.992.050,84 7.494.517
12. Sonstige Steuern 348.944,62 245.235
13. Jahresüberschuss 7.643.106,22 7.249.282
14. Gewinn-/Verlustanteile nicht beherschende Anteile -9.444,29 -3.950
15. Konzernjahresüberschuss 7.633.661,93 7.245.332

KONZERNANHANG

I. Angaben zum Konzernabschluss und zum Konsolidierungskreis

1. Grundlagen

Der Konzernabschluss der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, Nordhausen, für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt worden. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind Vermerke und Erläuterungen zu den einzelnen Posten, soweit nicht ausdrücklich gesetzliche Vorschriften dem entgegenstehen, im Anhang dargestellt. Auf den Ausweis von Leerposten wurde verzichtet.

2. Registerinformation

Das Mutterunternehmen ist unter der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG mit Sitz in Nordhausen im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRA 401277 eingetragen.

3. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Muttergesellschaft sowie die folgenden Tochterunternehmen:

Name Sitz Anteil am Kapital
a) Autohaus Peter GmbH Nordhausen 100,00 %
b) Peter Autozentrum Anhalt GmbH Dessau 100,00 %
c) Autocenter Peter GmbH Nordhausen 100,00 %
(vormals: Autohaus Peter Einbeck GmbH)
d) Automobile Peter GmbH Nordhausen 90,00 %
e) Autozentrum Peter GmbH Nordhausen 66,69 %
f) Autowelt Peter GmbH Nordhausen 100,00 %
g) Immobilienverwaltungsgesellschaft Peter mbH Nordhausen 100,00 %
h) Peter Verwaltungs GbR Nordhausen 66,67 %
i) Peter Paul-Schäfer-Straße GmbH & Co. KG Nordhausen 100,00 %
j) P-P-S Verwaltungs GmbH Nordhausen 100,00 %

Die Wertansätze der in 2008 erworbenen Tochterunternehmen {a), d), e), f), g) und h)} wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, dem 31. Dezember 2008, übernommen.

Das in 2013 gegründete Tochterunternehmen c) wurden erstmalig zum 23. Januar 2013 konsolidiert.

Das in 2016 gegründete Tochterunternehmen b) wurde erstmalig zum 24. Mai 2016 konsolidiert.

Die in 2018 gegründeten Tochterunternehmen {i), und j)} wurden erstmalig zum 17. Januar 2018 konsolidiert.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Autohaus Peter Duderstadt GmbH ihr Vermögen als Ganzes auf die Autohaus Peter GmbH gegen Gewährung von Anteilen an der Autohaus Peter GmbH an die Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG übertragen. Für den Konzernabschluss ergaben sich hieraus keine Auswirkungen.

Alle Tochterunternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses in Euro aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 (Beginn des Geschäftsjahres der BilMoG-Erstanwendung) erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung zum 31. Dezember 2008 erfolgte nach der Buchwertmethode. Anstelle der Beteiligungsbuchwerte werden in der Konzernbilanz die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochtergesellschaften angesetzt. Die Anschaffungskosten der Beteiligungen wurden mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Sind die Anschaffungskosten höher als das anteilige Eigenkapital ergibt die Differenz einen aktiven Unterschiedsbetrag. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das anteilige Eigenkapital ergibt die Differenz einen negativen Unterschiedsbetrag.

Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergaben sich aktive Unterschiedsbeträge wie folgt:

Euro
a) Autozentrum Peter GmbH 386.232,96
b) Autowelt Peter GmbH 164.004,28
c) Peter Verwaltungs GbR 478.848,05
1.029.085,29

Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergaben sich passive Unterschiedsbeträge wie folgt:

Euro
a) Autohaus Peter GmbH 5.635.713,34
b) Automobile Peter GmbH 30.840,63
c) Immobilienverwaltungsgesellschaft Peter mbH 5.723,82
5.672.277,79

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung den Gewinnrücklagen zugeordnet, da sie aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise Eigenkapitalcharakter aufweisen. Eine Umgliederung aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde deshalb nicht vorgenommen. Die aktivischen Unterschiedsbeträge wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung mit diesen Gewinnrücklagen verrechnet. Daraus ergab sich eine Zuführung zu den Konzern-Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 4.643.192,50. Die Rücklage wurde seitdem entsprechend fortgeführt.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals nach dem 1. Januar 2010 konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Aus der Einbeziehung der in 2013, 2016 und 2018 gegründeten Gesellschaften ergaben sich zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung keine Unterschiedsbeträge, da die Gesellschaften jeweils durch die Besitzgesellschaft als Bargründung in den entsprechenden Geschäftsjahren der Erstkonsolidierungen errichtet wurden.

Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften sind als Anteile anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

5. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die Gliederung der Bilanz ist gem. § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite um die Posten "Betriebs-, Miet- und Vorführwagen" und "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" ergänzt worden. Die Gliederung der Passivseite ist um die Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" und "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" ergänzt worden.

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zunächst über eine geschätzte Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Aufgrund der Anwendung des BilMoG wurden die Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 1. Januar 2010 neu bewertet. Diese Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren. Die Differenz zwischen der Bewertung zum 31. Dezember 2009 und der neuen Bewertung zum 1. Januar 2010 wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet bzw. als gesonderter Posten bei der Ergebnisverwendung berücksichtigt. Die in folgenden Geschäftsjahren erworbenen Firmenwerte werden ebenfalls unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Hintergrund sind die durchschnittlichen Fahrzeughaltedauern des erworbenen Kundenstammes.

Bei den übrigen Posten des Sachanlagevermögens wurden Bewertungsanpassungen in dem Maße vorgenommen, als dass in Vorjahren in Anspruch genommene steuerliche Sonderabschreibungen, im Rahmen der erstmaligen Anwendung des BilMoG rückgängig gemacht wurden. Dies erfolgte erfolgsneutral zum 1. Januar 2010 durch Einstellung in die Gewinnrücklagen.

Die Sachanlagen werden um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Vermögensgegenstände wurden voll abgeschrieben.

Die Bestände der Betriebs-, Miet- und Vorführwagen im Anlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen, unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 6 Jahren, vermindert.

Die Beteiligungen und sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bewertungsvereinfachungsmethoden nach § 240 Abs. 4 HGB und § 256 Satz 1 HGB wurden nicht angewandt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Veränderung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen basiert auf der Berechnungsmethode nach dem PUC-Verfahren mit einem Rechnungszins von 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %) und den biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Bei der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren - Projected Unit Credit Method) wird zu jedem Bewertungsstichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet, der gemäß den Regelungen der Versorgungsordnung bereits erdient ist. Somit erfolgt eine periodengerechte Zuordnung des Aufwandes. Der verteilungsfähige Zuführungsbedarf nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde in einem Betrag sofort im außerordentlichen Aufwand erfasst. Von dem Wahlrecht, diesen Betrag auf 15 Jahre, bis zum 31. Dezember 2024, zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht. Für die Pensionszusage wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Der Wert dieser Versicherung wurde in der Bilanz mit dem Wert der Rückstellung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. bei einer längeren Fristigkeit einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Der Ausweis der passiven latenten Steuern erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB. Demnach ist der sich in den Folgejahren ausgleichende höhere Differenzbetrag der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zwischen Handelsrecht und Steuerrecht in der Bilanz der Gesellschaft auszuweisen. Der Differenzbetrag beruht im Wesentlichen auf der Anwendung des BilMoG zum 1. Januar 2010 und der Übertragung von Realisierten Gewinnen bei der Veräußerung von Grundstücken nach 6b EStG in Folgejahren. Die Einstellung zum 1. Januar 2010 aufgrund der Anwendung des BilMoG in diesen Bilanzposten wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

II. Erläuterung zur Konzernbilanz

Das Konzernanlagevermögen ist aus dem nachfolgenden Konzernanlagenspiegel ersichtlich.

Die Betriebs-, Miet- und Vorführfahrzeuge gliedern sich wie folgt auf:

Gesamt Betriebsfahrzeuge davon: Mietfahrzeuge Vorführfahrzeuge
Euro Euro Euro Euro
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
1. Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG 66.547,00 66.547,00 0,00 0,00
(100.786,00) (100.786,00) (0,00) (0,00)
2. Autohaus Peter GmbH 12.509.138,50 1.224.461,50 0,00 11.284.677,00
(11.328.790,50) (1.423.510,50) (0,00) (9.905.280,00)
3. Peter Autozentrum Anhalt GmbH 4.023.504,00 69.281,00 0,00 3.954.223,00
(5.064.828,00) (85.908,00) (0,00) (4.978.920,00)
4. Automobile Peter GmbH 3.737.473,50 1,50 1.900.376,00 1.837.096,00
(4.577.228,50) (336,50) (2.817.641,00) (1.759.251,00)
5. Autozentrum Peter GmbH 835.135,00 0,00 0,00 835.135,00
(997.830,50) (0,50) (0,00) (997.830,00)
6. Autowelt Peter GmbH 473.210,50 0,00 35.992,50 437.218,00
(543.890,50) (0,00) (33.942,50) (509.948,00)
21.645.008,50 1.360.291,00 1.936.368,50 18.348.349,00
(22.613.354,00) (1.610.541,50) (2.851.583,50) (18.151.229,00)

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2021 31.12.2020
Euro Euro
a) Unfertige Leistungen 571.528,95 220.930,21
b) Neuwagen 6.669.579,96 7.690.717,17
c) Gebrauchtwagen 21.427.895,56 18.357.612,76
d) Ersatzteile, Schmierstoffe und Reifen 2.998.470,64 2.855.856,28
d) Geleistete Anzahlungen auf Neuwagen 0,00 103.705,12
31.667.475,11 29.228.821,54

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio von EUR 11.334,79 (Vorjahr: EUR 15.771,85).

Für den Konzern ergibt sich keine gesonderte Steuerabgrenzung zu den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften nach § 306 HGB, da keine konsolidierungsbedingten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen bestehen. Des Weiteren entspricht das Konzernergebnis der Summe der Einzelergebnisse des Geschäftsjahres 2021.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind (teilweise) durch Rückdeckungsversicherungen gesichert, die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Zeitwert wurde aus dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten.

EUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 290.702,00
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 112.933,00
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 177.769,00

Der Zeitwert wurde aus dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Die verrechneten Aufwendungen entsprachen EUR 30.743,00 (Vorjahr: EUR 28.314,00); die verrechneten Erträge EUR 6.997,00 (Vorjahr: EUR 6.402,00) im Geschäftsjahr.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 24.277,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Ausschüttungssperren und das gesamte erwirtschaftete Konzerneigenkapital steht somit technisch für Ausschüttungen zur Verfügung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden im Wesentlichen für Urlaubs- und Überstundenansprüche sowie Verkaufsprovisionen der Mitarbeiter, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungen sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten gebildet.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von EUR 1.087.701,46 (Vorjahr: EUR 2.439.739,80) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 182.291,61 (Vorjahr: EUR 181.648,17) enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind in nachfolgendem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel nach Art, Umfang, Laufzeit und Besicherung aufgegliedert. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten hinsichtlich der Restlaufzeit stellt auf einen fälligen Betrag der Verbindlichkeit zum jeweiligen Zeitpunkt ab.

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
Euro Euro Euro Euro
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.417.893,01 41.072.279,77 15.253.351,04 19.092.262,20
(78.606.413,94) (41.114.906,53) (15.517.023,54) (21.974.483,87)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.966.997,95 2.966.997,95 0,00 0,00
(2.282.081,53) (2.282.081,53) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.095.394,28 8.095.394,28 0,00 0,00
(9.336.531,85) (9.336.531,85) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.483.138,80 4.483.138,80 0,00 0,00
(2.394.991,70) (2.394.991,70) (0,00) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 7.810.916,57 6.110.916,81 1.699.999,76 0,00
(7.398.756,38) (6.098.756,54) (1.299.999,84) (0,00)
98.774.340,61 62.728.727,61 16.953.350,80 19.092.262,20
(100.018.775,40) (61.227.268,15) (16.817.023,38) (21.974.483,87)

Wie die obige Übersicht zeigt beträgt der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 34.345.613,24 (Vorjahr: EUR 37.491.507,41) und der Anteil der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr EUR 1.699.999,76 (Vorjahr: EUR 1.299.999,84).

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt gesichert:

Grundschulden EUR 52.877.802,11
Bürgschaften EUR 18.237.676,28

Des Weiteren bestehen Sicherungsübereignungen von Einrichtungen und Vorräten sowie Abtretung von Außenständen und von Miet- und Pachtforderungen.

Die passiven latenten Steuern ermitteln sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
EUR EUR EUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzierter Wertansätze für
Sachanlagen 336.300 375.937 -39.637
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Ergänzungsbilanzen Gesellschafter 79.600 79.340 -260
Firmenwerte 103.700 94.402 - 9.298
Pensionsrückstellungen 30.600 25.599 - 5.001
213.900 199.341 - 14.559
Latente Steuerschuld netto 122.400 176.596 - 54.196

Der Berechnung der latenten Steuerschuld bei den Sachanlagen sowie des Steueranspruchs aus der Pensionsrückstellung wurde ein Steuersatz von 30,7 % (Vorjahr: 30,7 %) zugrunde gelegt, da sie aus abweichenden bilanzierten Wertansätzen bei der Autohaus Peter GmbH resultieren, sich hier ausgleichen werden und insofern der entsprechende Steuersatz aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer zugrunde gelegt wird. Da die übrigen latenten Steuern im Rahmen der ertragsteuerlichen Organschaft der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG erfolgen werden, wurde hier ein Steuersatz von 15,3 % (Vorjahr: 15,2 %) nur für die Gewerbesteuer zugrunde gelegt.

Die Konzernsteuerquote liegt mit 26,1 % (Vorjahr: 25,1 %) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Da das Konzernjahresergebnis im Geschäftsjahr 2021 zu rd. 48,6 % (Vorjahr: 59,6 %) aus ertragsteuerlich organschaftlich verbundenen Unternehmen entstanden ist, ist hier ein Steuersatz von 15,3 % (Vorjahr: 15,2%) für Personengesellschaften maßgebend.

III. Erläuterung zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:

2021 2020
Euro Euro
a) Neu-/Vorführfahrzeuge 69.545.275,15 69.126.128,92
b) Gebrauchtfahrzeuge 121.695.783,08 110.325.119,32
c) Lager/Werkstatt 53.183.972,39 47.189.536,73
d) Sonstige 1.985.180,40 2.284.732,75
246.410.211,02 228.925.517,72

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von EUR 61.257,49 (Vorjahr: EUR 964.764,24) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit EUR 27.220,79 (Vorjahr: EUR 31.648,98), Einzahlungen auf abgeschriebene Forderungen bzw. Auflösung von Wertberichtigungen mit EUR 34.036,70 (Vorjahr: EUR 73.517,22) sowie Erträgen aus Anlageabgängen mit EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 860.080,82).

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von EUR 133.930,08 (Vorjahr: EUR 188.679,03) enthalten.

Die planmäßigen Abschreibungen gliedern sich wie folgt auf:

Gesamt davon:
Immaterielle Vermögensgegenstände Betriebs-, Miet- und Vorführfahrzeuge Übrige Vermögensgegenstände
Euro Euro Euro Euro
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
1. Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG 468.330,40 0,00 22.039,00 446.291,40
(472.870,32) (0,00) (21.782,93) (451.087,39)
2. Autohaus Peter GmbH 3.998.892,46 48.706,00 1.952.808,44 1.997.378,02
(3.848.406,09) (44.743,94) (1.912.684,69) (1.890.977,46)
3. Autocenter Peter GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00
(3.391,50) (0,00) (0,00) (3.391,50)
4. Peter Autozentrum Anhalt GmbH 981.786,69 145.642,00 714.070,45 122.074,24
(1.048.206,90) (194.771,28) (716.548,82) (136.886,80)
5. Automobile Peter GmbH 1.097.745,92 0,00 750.067,15 347.678,77
(1.088.556,88) (0,00) (734.247,71) (354.309,17)
6. Autozentrum Peter GmbH 127.712,61 0,00 109.141,66 18.570,95
(298.431,57) (0,00) (278.515,57) (19.916,00)
7. Autowelt Peter GmbH 101.564,27 0,00 91.370,77 10.193,50
(148.191,38) (0,00) (138.037,03) (10.154,35)
8. Peter Verwaltungs GbR 91.656,00 0,00 0,00 91.656,00
(91.656,00) (0,00) (0,00) (91.656,00)
6.867.688,35 194.348,00 3.639.497,47 3.033.842,88
(6.999.710,64) (239.515,22) (3.801.816,75) (2.958.378,67)

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Bei den periodenfremden Aufwendungen in Höhe von EUR 215.867,80 (Vorjahr: EUR 167.513,89) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungsverluste bzw. Wertberichtigungen und Rückbelastungen von Vermittlungsprovisionen im Fahrzeuggeschäft der Vorjahre.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 5.708,00 (Vorjahr: EUR 6.128,00) enthalten.

Die tatsächlichen und die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Euro Euro
a) Tatsächliche Steuern für das Berichtsjahr 2.784.000,56 2.281.971,50
b) Periodenfremde tatsächliche Steuern -40.008,53 0,00
c) Latente Steuern aufgrund temporärer Unterschiede -54.196,00 139.851,00
Ausgewiesener Steueraufwand 2.689.796,03 2.421.822,50

Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2021 beträgt EUR 7.633.661,93 (Vorjahr: EUR 7.245.331,43). Die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals erfolgte unter vollständiger Verwendung des Konzernjahresüberschusses. Ein Betrag in Höhe von EUR 2.088.147,10 (Vorjahr: EUR 1.054.858,76) wird analog zum Ausweis im Jahresabschluss des Mutterunternehmens den Kapitalkonten der Gesellschafter gutgeschrieben und als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen.

Der verbleibende Betrag von EUR 5.545.514,83 (Vorjahr: EUR 6.190.472,67) wird in die Konzernrücklagen eingestellt. Entsprechend wird zum 31. Dezember 2021 bzw. zum 31. Dezember 2020 in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ein Konzernjahresüberschuss von EUR 0 ausgewiesen.

Auf andere Gesellschafter entfällt insgesamt ein Verlustanteil von EUR 9.444,29 (Vorjahr: EUR 3.950,08).

IV. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfond setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie einem Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Berücksichtigt wurden die genutzten Kontokorrentlinien der Gesellschaft, da nur dieser Teil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur freien Disposition der Gesellschaft steht und damit praktisch zu den liquiden Mittel gehört.

V. Zusätzliche Angaben

1. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag wie folgt:

Sicherungsnehmer: Helmut Peter und Andreas Peter GbR

Grundschuld zu Gunsten der Nordthüringer Volksbank eG Euro 500.000,00
Sömmerda, Frohndorfer Straße 82a

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Grundpfandrechten für die Verbindlichkeiten von nahestehenden Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Gesellschaft als gering eingeschätzt.

Im Rahmen des regulären Absatzgeschäftes bestehen aus Leasingverträgen zum Bilanzstichtag Leasingrücknahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 119.894.031,56 (Vorjahr: EUR 98.775.931,83). Dieser Betrag teilt sich auf die Konzernmarken wie folgt auf:

Euro
a) Mercedes-Benz 99.435.128,07
b) Opel 13.425.542,96
c) Sonstige Marken 7.033.360,53
119.894.031,56

Aufgrund unserer Stellung als Handelsvertreter der Daimler AG übernimmt die Daimler AG alle wesentlichen Chancen bzw. Risiken aus Differenzen zwischen Einkaufswert und Tabellenrestwert der über sie bezogenen Fahrzeuge. Da wir unsere Vermittlungsgeschäfte im Einklang mit den Vertriebsvorgaben der Daimler AG durchführen, verbleiben hier keine wesentlichen Risiken für die Gesellschaft. Aufgrund der soliden Restwertkalkulation bei allen übrigen Marken sowie der in der Regel kurzfristigen Restlaufzeitkalkulation im Behördengeschäft von zumeist einem Jahr bei Opel bestehen hier keine bedeutenden Risiken. Vorteile für uns sind neben der Sicherung des Folgeabsatzgeschäftes bereits bei Abschluss des Leasingvertrages die gute Chance zur Sicherung weiteren Werkstattgeschäftes.

Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von EUR 1.065.027,50 (Vorjahr: EUR 884.704,29) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von maximal einem Jahr.

2. Konzernverhältnisse

Die Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, Nordhausen, stellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die Tochterunternehmen und gemäß § 264b Nr. 1 HGB für sich selbst auf. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

3. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter beträgt 633 (Vorjahr 643). Die Mitarbeiterzahl teilt sich wie folgt auf:

Verwaltung 90 (Vorjahr: 97)
Vertrieb 126 (Vorjahr: 133)
Werkstatt 417 (Vorjahr: 413)
Zusätzlich werden 113 (Vorjahr: 105) Mitarbeiter ausgebildet.

4. Angaben zu den Organen

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die Immobilienverwaltungsgesellschaft Peter mbH, Nordhausen, mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00. Geschäftsführer der Immobilienverwaltungsgesellschaft Peter mbH waren im Berichtszeitraum:

Herr Helmut Peter, Kfz-Elektromechanikermeister, Nordhausen

Herr Andreas Peter, Kaufmann, Nordhausen

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Schutzklausel nach § 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB zur Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge an die Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht.

Vom Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen wurden an Geschäftsführungsorgane und nahestehenden Unternehmen Kredite zu einem Zinssatz von 3 % in Höhe von EUR 325.902,09 (Vorjahr: EUR 365.324,44) gewährt.

5. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Entwicklungen ergeben, die besonderen Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Die weltweite Covid-19-Pandemie schränkte den Geschäftsbetrieb nur noch unwesentlich ein, der Fahrzeugvertrieb erholte sich trotz der anhaltenden Verknappung auf dem Halbleiter- und Fahrzeugmarkt und den damit einhergehenden Lieferzeitverlängerungen von Neufahrzeugen weiter und das Servicegeschäft wächst moderat.

Die im Rahmen der Neuausrichtung der Daimler AG durch das Programm "Vertrieb der Zukunft (VDZ) zunächst gekündigten Vertriebs- und Serviceverträge für alle Standorte und Partner, werden durch vorliegende und unterzeichnete Folgeverträge der Daimler AG und deren Tochtergesellschaften uns gegenüber ab dem Jahr 2023 fortgesetzt.

Die im Rahmen der Neuausrichtung der Stellantis-Gruppe, einem Zusammenschluss mehrerer Hersteller und Marken, zunächst gekündigten Vertriebs- und Serviceverträge für alle Standorte aller Händler und Servicepartner der Marken Opel, Jeep und Peugeot, werden durch für alle von uns bereits vertriebenen Marken vorliegende Absichtserklärung der einzelnen Hersteller uns gegenüber ab dem Jahr 2023 fortgesetzt.

Für die Marken Skoda, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Suzuki ergeben sich vorerst keine vertraglichen Veränderungen.

Wir erwarten daher ein besseres Konzern-Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 wie in den vorherigen Geschäftsjahren.

6. Sonstige Angaben

Das im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt EUR 92.000,00 und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

 

Nordhausen, den 2. Juni 2023

Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG

Helmut Peter

Andreas Peter

VI. Konzernanlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.368.366,56 0,00 10.003,76 0,00 1.358.362,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.821.598,03 0,00 577.877,53 0,00 1.243.720,50
3.189.964,59 0,00 587.881,29 0,00 2.602.083,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.090.972,48 5.778.562,07 1.070,51 0,00 84.868.464,04
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 14.769.080,39 367.694,79 94.939,29 88.069,29 15.129.905,18
3. Betriebs-, Miet- und Vorführwagen 27.008.194,09 19.408.647,97 20.373.324,56 0,00 26.043.517,50
4. Andere Anlagen und Bauten im Bau 119.823,64 658.560,73 0,00 -88.069,29 690.315,08
120.988.070,60 26.213.465,56 20.469.334,36 0,00 126.732.201,80
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.500,00 0,00 0,00 0,00 1.500,00
6.500,00 0,00 0,00 0,00 6.500,00
124.184.535,19 26.213.465,56 21.057.215,65 0,00 129.340.785,10
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugang Abgang Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.287.528,56 49.150,00 10.003,76 1.326.674,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.676.395,03 145.198,00 577.877,53 1.243.715,50
2.963.923,59 194.348,00 587.881,29 2.570.390,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.577.608,86 2.192.051,80 0,00 33.769.660,66
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 11.081.643,89 841.791,08 94.939,29 11.828.495,68
3. Betriebs-, Miet- und Vorführwagen 4.394.840,09 3.639.497,47 3.635.829,06 4.398.508,50
4. Andere Anlagen und Bauten im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
47.054.092,84 6.673.340,35 3.730.768,35 49.996.664,84
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
50.018.016,43 6.867.688,35 4.318.649,64 52.567.055,14
Restbuchwerte 31.12.2021 Restbuchwerte 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.688,00 80.838,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5,00 145.203,00
31.693,00 226.041,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.098.803,38 47.513.363,62
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 3.301.409,50 3.687.436,50
3. Betriebs-, Miet- und Vorführwagen 21.645.009,00 22.613.354,00
4. Andere Anlagen und Bauten im Bau 690.315,08 119.823,64
76.735.536,96 73.933.977,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.500,00 1.500,00
6.500,00 6.500,00
76.773.729,96 74.166.518,76

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme des Konzerns, die zu einer entsprechenden Veränderung des Finanzmittelfonds (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) geführt haben.

2021 2020
KONZERNKAPITALRECHNUNG EUR EUR
1. Periodeneraebnis + 7.633.662 + 7.245.331
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens + 6.867.688 + 6.999.711
3. +/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen + 23.746 + 21.912
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
a) Wechselkursdifferenzen / Rechnungsabgrenzung - 56.296 - 67.855
b) Veränderungen aktive und passive latenten Steuern - 54.196 + 139.851
5. = Brutto-Cashflow (Summe aus 1. bis 4.) + 14.414.604 + 14.338.950
6. +/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen + 669.208 - 63.484
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge + 1.372.267 + 1.542.943
8. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 2.373.833 - 829.329
9. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind + 745.847 - 762.889
10. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 495.408 - 1.123.275
11. +/- Laufender Ertragsteueraufwand/-ertrag + 2.689.796 + 2.281.971
12. - Ertragssteuerzahlungen - 1.435.455 - 1.041.778
13. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 5. bis 12.) + 15.587.026 + 14.343.109
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 - 18.574
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens + 19.112.400 + 20.603.959
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 26.213.466 - 26.113.976
17. + Erhaltene Zinsen/Dividenden/Gewinnanteile + 28.797 + 26.589
18. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 14. bis 17. = Übertrag:) - 7.072.269 - 5.502.002
19. - Gezahlte Zinsen - 1.401.064 - 1.569.532
20. +/- Ein-/Auszahlungen Gesellschafter des Mutterunternehmens - 877.485 - 2.595.956
21. +/- Ein-/Auszahlungen Anteile an Minderheitsgesellschafter + 9.444 + 3.950
22. + Ein-/Auszahlungen aus Immobilienfinanzierungen + 799.363 + 2.450.657
23. +/- Ein-/Auszahlungen aus Fahrzeugfinanzierungen - 3.987.884 - 5.108.086
24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 19. bis 23.) - 5.457.626 - 6.818.967
25. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 13., 18. u. 24.) + 3.057.131 + 2.022.140
26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode + 7.253.937 + 5.231.797
27. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 25. bis 26.) + 10.311.068 + 7.253.937
Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2021 31.12.2020
EUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.311.068 7.253.937
abzüglich: Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentkonten) 0 0
+ 10.311.068 + 7.253.937

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen Konzern-Jahresüberschuss Summe Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2020 637.500,00 16.702.906,29 0,00 17.340.406,29 - 480.524,69 16.859.881,60
Einlagen 0,00 55.005,23 0,00 55.005,23 5,90 55.011,13
Entnahmen 0,00 - 2.650.967,49 0,00 - 2.650.967,49 0,00 - 2.650.967,49
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 - 1.054.858,76 0,00 - 1.054.858,76 0,00 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 7.245.331,43 - 7.245.331,43 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 7.245.331,43 7.245.331,43 3.950,28 7.249.281,71
Stand am 31.12.2020 637.500,00 20.297.416,70 0,00 20.934.916,70 - 476.568,51 20.458.348,19
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen Konzern-Jahresüberschuss Summe Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 637.500,00 20.297.416,70 0,00 20.934.916,70 - 476.568,51 20.458.348,19
Einlagen 0,00 71.350,48 0,00 71.350,48 1,10 71.351,58
Entnahmen 0,00 - 948.837,03 0,00 - 948.837,03 0,00 - 948.837,03
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 - 2.088.147,10 0,00 - 2.088.147,10 0,00 - 2.088.147,10
Einstellung in Rücklagen 0,00 7.633.661,93 - 7.633.661,93 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 7.633.661,93 7.633.661,93 9.444,29 7.643.106,22
Stand am 31.12.2021 637.500,00 24.965.444,98 0,00 25.602.944,98 - 467.123,12 25.135.821,86

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

INHALTSVERZEICHNIS

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Ertragslage

4. Investitionen

5. Vermögens- und Finanzlage

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

C. NACHTRAGSBERICHT

D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Chancenbericht

2. Risikobericht

2.1. Risikomanagementziele

2.2. Risiken

3. Prognosebericht

A. Grundlagen des Konzerns

Der Konzern der Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG (kurz: Autohaus Peter Gruppe) umfasst folgende operative Unternehmen:

Besitzgesellschaft Peter GmbH & Co. KG, Nordhausen (Mutterunternehmen)

Autohaus Peter GmbH, Nordhausen

Peter Autozentrum Anhalt GmbH, Dessau-Roßlau

Autocenter Peter GmbH, Nordhausen

Automobile Peter GmbH, Erfurt

Autozentrum Peter GmbH, Nordhausen

Autowelt Peter GmbH, Nordhausen

Die Autohaus-Peter-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2021 Vertragshändler der Automarken:

Mercedes-Benz

Mitsubishi Fuso Trucks

Smart

Opel

Peugeot

Skoda

Mitsubishi

Suzuki

Jeep

RAM

Dodge

und Servicepartner der Marken:

Omniplus

Evobus

Chrysler

Saab

Volkswagen

Volkswagen Nutzfahrzeuge.

An den Standorten des Konzerns werden die folgenden Marken bzw. Leistungen angeboten:

Nordhausen
Hallesche Straße 148 - Mercedes-Benz alle Sparten
- Smart
- Karosseriezentrum
Hallesche Straße 150 - Mercedes-Benz "Junge Sterne"
- Gebrauchtwagen-Center
Hallesche Straße 102 - Jeep
- RAM
- Dodae
- Chrysler (Service)
- Mitsubishi
- Suzuki
- Saab (Service)
Nordhäuser Straße 1 - Opel
Im Krug 7 - Europcar
- ADAC
Im Krug 25 - Lackierzentrum
Pulverhausweg 2 - Peugeot
Hallesche Straße 146 - Skoda
- Volkswagen (Service)
- Volkswagen Nutzfahrzeuge (Service)
Heilbad Heiligenstadt - Mercedes-Benz alle Sparten
- Mercedes-Benz "Junge Sterne"
- Smart (Service)
- Lackier- und Karosseriezentrum
Sondershausen
Erfurter Straße 37 - Mercedes-Benz alle Sparten
- Smart (Service)
Erfurter Straße 41 - Opel
Osterode am Harz
Petershütter Allee 10 - Mercedes-Benz alle Sparten
- Smart (Service)
Herzberger Landstraße 3a - Opel
Göttingen - Opel
- Mitsubishi
- Peugeot
- Jeep (Service)
- RAM (Service)
- Dodae (Service)
- Chrysler (Service)
- Saab (Service)
Northeim - Mercedes-Benz alle Sparten
- Mercedes-Benz "Junge Sterne"
- Smart (Service)
Duderstadt - Mercedes-Benz alle Sparten
Erfurt - Opel
- Suzuki
- Saab (Service)
- Lackierung
Sömmerda - Opel
- Peugeot
Mühlhausen - Peugeot
Dessau - Mercedes-Benz alle Sparten
- Mercedes-Benz "Junge Sterne"
- Smart
Bernburg - Mercedes-Benz alle Sparten
Lutherstadt Wittenberg - Mercedes-Benz alle Sparten
(Vertrieb, ab 2022 auch Service)
Zerbst - Mercedes-Benz (Vertrieb Nutzfahrzeuge)
- Mercedes-Benz (Service PKW und Nutzfahrzeuge)

An allen Standorten des Konzerns wird ein entsprechender Werkstattservice für die angebotenen Marken in konzerneigenen Werkstatträumen (bis auf Lutherstadt Wittenberg) angeboten. In Erfurt erfolgt der Werkstattservice noch in angemieteten Räumlichkeiten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2021 war weiterhin wesentlich durch die im Vorjahr begonnene Covid-19-Pandemie und deren Folgen bestimmt. So kam es in der Folge weiterhin zunächst zu weitreichenden Einschränkungen und Kontaktbeschränkungen, Quarantäneanordnungen bzw. zeitweiligen lokal beschränkten Lockdowns. Im Jahresverlauf verbesserte sich die wirtschaftliche Situation jedoch in dem Maße, wie sich der Grunderreger der Pandemie durch Mutation in seiner Stärke abschwächte und damit die Maßnahmen immer weiter gelockert werden konnten und sich das Leben und Arbeiten langsam in allen Bereichen wieder normalisierte. Nachdem im Vorjahr durch den Pandemie-Beginn das Bruttoinlandsprodukt auf Jahressicht um 5,0% zurückgegangen war, konnte es durch die sich im Jahresverlauf 2021 abzeichnende Erholung diesen negativen Trend stoppen und in einen preisbereinigten Zuwachs von 2,7% umwandeln. Damit konnte zumindest ein Teil des Vorjahresverlustes wieder aufgeholt werden, die Wirtschaftsleistung des Jahres 2021 erreichte dennoch noch nicht wieder die Stärke des Jahres 2019, also der Zeit vor Covid-19.

Als Hauptgründe für diese Entwicklung können im Wesentlichen die vielfältigen Hilfsmaßnahmen seitens der Bundesregierung durch Sofortmaßnahmen, Hilfsfonds und weitere Unterstützungen der Wirtschaft und Bevölkerung zur Überwindung der Pandemiesituation angeführt werden. Insbesondere ist der Staatskonsum im Jahr 2021 preisbereinigt um 3,4% angestiegen, wohingegen sich der private Konsum auf dem niedrigen Vorjahresniveau zumindest stabilisieren und halten konnte. Der Außen- und Binnenhandelt erholte sich im Jahr 2021 weiter und konnte die Verluste des Vorjahres nahezu aufholen. Die Bruttoanlageninvestitionen sind nach dem starken Rückgang im Vorjahr preisbereinigt wieder um 1,3% angestiegen, wobei der Anstieg hauptsächlich auf den Bereich der Ausrüstungsinvestitionen entfiel. Einhergehend damit hat sich das Volkseinkommen um 6,6% erhöht, wobei die Unternehmerseite, die im Vorjahr stärker belastet war, als die Arbeitnehmerseite, weitaus mehr als die Seite der abhängig Beschäftigten profitieren konnte. Die Arbeitslosenquote hat sich um 0,2%-Punkte auf 5,7% aller Erwerbspersonen vermindert und folgte nicht dem negativen Trend aus dem Jahr 2020. Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe blieb dabei stabil, die Zahl der Kurzarbeiter ist jedoch erfreulicherweise um rd. 1,09 Mio. Arbeitnehmer auf rd. 1,85 Mio. Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt (Vorjahr: 2,94 Mio.) gesunken.

Die Zulassungszahlen aller PKW-Neufahrzeughersteller und -importeure haben sich laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) in 2021 nochmals um deutliche 10,1% vermindert, im Vorjahr war bereits ein Rückgang um 19,1% zu verzeichnen. Damit wurden im Jahr 2021 mit 2.622.132 Einheiten zum zweiten Mal in Folge seit dem Jahr 2013 weniger als 3 Mio. PKW neu zugelassen. Die Zahl neu zugelassener benzinbetriebener PKW nahm dabei im Vorjahresvergleich nochmals um rd. 28,6% ab, die der dieselbetriebenen PKW nochmals um 36,0%. Bezogen auf die Antriebsart beträgt der Anteil benzinbetriebener PKW dabei immer noch rd. 37,1% (Vorjahr: 46,7%) und dieselbetriebener PKW rd. 20,0% (Vorjahr: 28,1%). Alternative Antriebsarten bewegen sich damit bei rd. 42,9% (Vorjahr: 25,2%), hier sind deutliche Zuwächse in allen Bereichen der Elektromobilität (reine Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und Hybrid-Fahrzeuge) festzustellen, der Absatz an Flüssiggas- und Erdgasfahrzeugen kann nach wie vor vernachlässigt werden. Ein Grund für diese deutliche Verschiebung im Neufahrzeugmarkt kann in der staatlichen Förderung der Elektromobilität durch direkte Zuschüsse bei der Anschaffung und die steuerlichen Vergünstigungen in der Nutzungszeit gesehen werden. Die Zulassungszahlen bei neuen PKW haben sich damit im Jahr 2021 deutlich schlechter als das Bruttoinlandsprodukt entwickelt, hiervon sind im Wesentlichen aber alle Hersteller mit Vertrieb in Deutschland betroffen.

Die Marke Mercedes-Benz musste dabei im bundesdeutschen Gesamtmarkt wie alle deutschen Fahrzeugmarken Einbußen verkraften, die zudem deutlich höher ausfielen, als der Gesamtmarkt zu verkraften hatte. Die Anzahl neu zugelassener PKW sank um 77.793 Einheiten (Vorjahr: - 36.000 Einheiten) und betrug nunmehr 225.392 Einheiten (Vorjahr: 303.185 Einheiten). Bezogen auf die jährlichen Neuzulassungen befindet sich die Marke Mercedes-Benz im PKW-Segment damit unter dem Niveau der letzten 10 Jahre. Die Anzahl neu zugelassener LKW sank um 9.455 Einheiten auf nunmehr 68.742 Einheiten (Vorjahr: 78.197 Einheiten). Unter Berücksichtigung der Entwicklung des Gesamtmarkts in Deutschland beträgt der Marktanteil bei den Neuzulassungen der Marke Mercedes-Benz im PKW-Segment rd. 8,60% (Vorjahr: 10,39%) und im LKW-Segment rd. 23,43% (Vorjahr: 26,49%). Beide Marktanteile folgten den schwierigen Rahmenbedingungen und haben sich jeweils verschlechtert.

Die Marke Smart hat sich entsprechend den Erwartungen im Zuge der Neuausrichtung des Herstellers unter Berücksichtigung der Vorgaben zur Elektromobilität positiv entwickelt. Nachdem im Vorjahr nur 16.051 Einheiten an Smart-Neufahrzeugen abgesetzt werden konnten, stieg diese Zahl bis zum Ende des Jahres 2021 auf nur wieder 24.023 Einheiten an. Aufgrund der geringen pro Stück-Marge im Kleinstwagensegment ist diese Entwicklung für die Gesamtrendite der Vertreter bzw. Händler nur sehr bedingt ausschlaggebend.

Die Marke Jeep hat sich im Vorjahresvergleich nahezu entsprechend dem Markt entwickelt. Die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge ist um 2.184 Einheiten (Vorjahr: - 876 Einheiten) auf insgesamt 13.503 Einheiten (Vorjahr: 15.687 Einheiten) gesunken, liegt aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Der Marktanteil liegt ggü. dem Vorjahr von rd. 0,54% relativ konstant bei rd. 0,52%.

Die Neufahrzeugzulassungen der Marke Mitsubishi haben sich im Geschäftsjahr 2021 schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt. Die Zulassungszahlen sind wiederholt um 8.046 Einheiten (Vorjahr: - 7.163 Einheiten) auf nunmehr 36.939 Einheiten (Vorjahr: 44.985 Einheiten) zurückgegangen, der Marktanteil hat sich von rd. 1,54% auf 1,41% verringert.

Die Marke Opel konnte sich dabei entgegen dem negativen bundesdeutschen Gesamtmarkt entwickeln und hat Zuwächse in der Zahl der Neuzulassung von PKW im Geschäftsjahr 2021 vermelden können. Die Anzahl neu zugelassener PKW stieg wieder um 15.633 Einheiten (Vorjahr: - 69.645 Einheiten) und betrug nunmehr 161.852 Einheiten (Vorjahr: 146.219 Einheiten). Bezogen auf die durchschnittlichen Neuzulassungen befindet sich die Marke Opel damit trotzdem weiterhin unter dem markenbezogenen Durchschnitt der letzten 10 Jahre, wenngleich sich die Marktanteile um 1,2%-Punkte von 5,0% auf 6,2% wieder verbessern konnten.

Die Marke Suzuki, die im Vorjahr mit enormen Neuzulassungsrückgängen zu kämpfen hatte, konnte sich im Geschäftsjahr 2021 stabilisieren und sogar leicht zulegen. Im Geschäftsjahr 2021 konnten 27.366 Einheiten neu zugelassen werden, wohingegen im Vorjahr nur ein Absatz von 22.415 Einheiten möglich war. Der Zuwachs beträgt damit 4.951 Einheiten (Vorjahr: - 18.201 Einheiten) Die Marke Suzuki befindet sich damit um rd. 4.000 Einheiten unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre, der Marktanteil ist auf nunmehr 1,0% (Vorjahr: 0,8%) leicht gestiegen.

Die Marke Peugeot musste, dem bundesdeutschen Trend folgend, ein Absatzminus verkraften. Dieses liegt mit 4,9% jedoch in nur etwa halb so hoch wie im deutschen Gesamtmarkt. So konnten im Geschäftsjahr 2021 52.660 Einheiten (Vorjahr: 55.401 Einheiten) und damit 2.741 Einheiten (Vorjahr: - 17.308 Einheiten) weniger neu zugelassen werden. Die Neufahrzeugzulassungen liegen immer noch unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre, wobei sich der Marktanteil im Geschäftsjahr 2021 von 1,9% im Vorjahr auf 2,0% leicht verbessert hat.

Fahrzeuge der Marke Skoda wurden im Jahr 2021 erneut mit einem Minus von rd. 17,3% (Vorjahr: rd. -13,0 %) gegenüber dem Vorjahr und damit nur noch mit 149.838 Einheiten (Vorjahr: 181.198 Einheiten) neu zugelassen. Die Marke hat sich damit schlechter als der deutsche Gesamtmarkt entwickelt, der Marktanteil ist aufgrund dessen von 6,2% im Vorjahr auf 5,7% gefallen. Im Ergebnis entsprechen die Neufahrzeugzulassungszahlen in etwa dem Stand vor 10 Jahren.

Die Zahl der im Jahr 2021 neu zugelassenen LKW ist mit 293.359 Einheiten (Vorjahr: 295.166 Einheiten) im Vergleich zum Vorjahr nur leicht rückläufig.

Der gesamte PKW-Gebrauchtfahrzeugabsatz im Jahr 2021 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 317.959 Einheiten verschlechtert, gemessen anhand der tatsächlichen Besitzumschreibungen lt. Kraftfahrtbundesamt von in Summe 6.703.245 Einheiten (Vorjahr: 7.021.204 Einheiten). Im Vergleich zum gesamten Einheitenvolumen kann diese Entwicklung ggü. dem Neufahrzeugabsatz aber fast als noch positiv bezeichnet werden. Die Summe aller Besitzumschreibungen des Jahres 2021 liegt auf dem Niveau vor 10 Jahren und hat sich um 4,5% (Vorjahr: - 2,4%) ggü. dem Vorjahr vermindert. Die von der Autohaus Peter GmbH im Wesentlichen auch im Gebrauchtwagensektor vertriebenen Marken haben sich dabei wie folgt entwickelt:

Mercedes-Benz
PKW von 726.583 Einheiten
auf 679.164 Einheiten
um minus 47.419 Einheiten
LKW von 87.663 Einheiten
auf 95.273 Einheiten
um plus 7.610 Einheiten
Smart von 96.461 Einheiten
auf 89.762 Einheiten
um minus 6.699 Einheiten
Jeep von 24.803 Einheiten
auf 23.898 Einheiten
um minus 905 Einheiten
Mitsubishi von 61.591 Einheiten
auf 56.934 Einheiten
um minus 4.657 Einheiten
Opel von 669.431 Einheiten
auf 643.645 Einheiten
um minus 25.786 Einheiten
Suzuki von 62.360 Einheiten
auf 59.166 Einheiten
um minus 3.194 Einheiten
Peugeot von 170.326 Einheiten
auf 162.113 Einheiten
um minus 8.213 Einheiten
Skoda von 269.652 Einheiten
auf 263.575 Einheiten
um minus 6.077 Einheiten

Damit haben sich die von uns vertriebenen Marken ähnlich dem gesamten deutschen Gebrauchtwagenmarkt entwickelt. Einzig der Vertrieb von schweren Nutzfahrzeugen konnte im Vorjahresvergleich eine positive Entwicklung vollziehen.

Das Autojahr 2021 setzte sich entsprechend dem Ende des Vorjahres verhalten und beeinflusst durch die Ausläufer der Covid-19-Pandemie fort. Die Pandemie beeinflusste sowohl das Kaufverhalten der Kundschaft wie auch das Servicegeschäft im Jahr 2021 zunächst weiter in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Hinzukommend verlängerten sich die Lieferzeiten hersteller- und modellabhängig für Neufahrzeuge und auch den Handel mit Ersatzteilen im Werkstattgeschäft weiter. Im Gebrauchtfahrzeugmarkt machte sich die zunehmende Angebotsverminderung ebenfalls bemerkbar. Das Jahr 2021 lässt sich damit für die Branche als vielfältig komplex zusammenfassen, wenngleich die Bedeutung des Automobils für die Kundschaft nach wie vor sehr hoch ist und es durch die Mehrheit der Halter als unverzichtbar eingestuft wird. Das Thema Elektromobilität ist in aller Munde, spielt aber aufgrund des Bestands an zugelassenen Fahrzeugen im Vergleich zu den fossilen Antriebsarten nach wie vor noch eine untergeordnete Rolle. Das Servicegeschäft konnte weitestgehend wie im Vorjahr weitergeführt werden, wobei sich kaum noch Einschränkungen durch die Pandemie durch generelle Lockdowns, etc. ergeben haben. Aber die Verunsicherung der Kundschaft wurde durch andere wirtschaftliche Einflüsse (Energiepreise, Inflation, internationale Sicherheit) weiter aufrecht erhalten. Im Ergebnis konnte sich allerdings, entgegen den Erwartungen und Prognosen im Laufe des Jahres 2021 das Geschäft der gesamten Automobilbranche stabilisieren, das geringere Angebot in allen Bereichen führte zusammen mit den verzögerten Lieferzeiten bei zunächst noch gleichbleibenden Einstandskosten und einer gleichbleibenden Nachfrage durch höhere Preise zu gestiegenen Margen und damit aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Umstände zu nicht erwartbaren Ergebnissen. Das Gesamtjahr 2021 konnte branchenbezogen äußerst ertragsreich abgeschlossen werden.

Die vormals bereits festgestellten Problemfelder, z.B. fehlendes qualifiziertes Personal, Rückgang der allgemeinen Auftragslage, nach wie vor die Diskussion und Entwicklung um das Thema umweltfreundlicher Technologien und der weiterhin angestrebte Konsolidierungsprozess der Hersteller werden die Branche auch in den Folgejahren weiter beschäftigen. Die Auswirkungen und der Fortgang der Covid-19-Pandemie konnten zum Ende des Jahres 2021 nicht endgültig abgeschätzt werden, aufgrund der Entwicklung im Jahresverlauf war das Ende der Pandemie im Jahr 2022 aber bereits absehbar, so dass diese eher noch nachgelagert hinter den vorgenannten Aufgaben- und Problemfeldern eine Rolle in der Zukunft spielen wird. Die Basis für das Werkstattgeschäft in den Folgejahren, welches für die Automobilbranche gerade als Ertragsquelle von hoher Relevanz ist, bildet der nach wie vor hohe Bestand an zugelassenen Kraftfahrzeugen mit 59,6 Mio. Einheiten (Vorjahr: 59,0 Mio. Einheiten) zum 01.01.2022 und deren Durchschnittsalter von 9,6 Jahren (Vorjahr: 9,8 Jahren). Hieran wird auch der zunehmende Anteil an Fahrzeugen mit umweltfreundlichen Technologien kurz- und mittelfristig nichts wesentlich ändern.

2. Geschäftsverlauf

Unsere Stellung als Mehrmarkenhändler in einer weit gefächerten und relativ strukturschwachen Region an insgesamt 16 Standorten in den Bundesländern Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist nach wie vor gesichert. Die Entwicklung der von uns vertriebenen Marken verlief im Geschäftsjahr 2021 aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie insgesamt grundsätzlich nicht entsprechend unserer Erwartungen, dennoch konnten wir ein positives Ergebnis über Vorjahresniveau erwirtschaften. Die von uns vertriebenen Marken konnten sich dabei im Großen und Ganzen entsprechend entwickeln und positive Ergebnisbeiträge liefern.

Der Konzernumsatz konnte dabei um TEUR 17.485 auf TEUR 246.410 (Vorjahr: TEUR 228.925) und damit deutlich über den Erwartungen liegend gesteigert werden. Wesentlichen Anteil hieran hat mit TEUR 11.371 das Gebrauchtwagengeschäft, welches sich durch steigende Fahrzeugpreise auszeichnete. Einen weiteren Zuwachsanteil von TEUR 5.994 leistet das Servicegeschäft, bestehend aus den Teilbereichen Werkstatt und Ersatzteil-/Zubehörhandel, welches sich weiter stetig positiv entwickelt. Der Restbetrag entfällt in Summe auf den Neu- und Vorführwagenbereich und die sonstigen Umsätze.

Im selben Zeitraum hat sich der Materialaufwand von TEUR 173.512 um TEUR 14.161 auf TEUR 187.673 erhöht, der Rohertrag ist um TEUR 3.672 von TEUR 55.416 auf TEUR 59.088 gestiegen.

Die Personalkosten von TEUR 29.553 (Vorjahr: TEUR 28.097) liegen mit einem Anteil von 11,98 % (Vorjahr: 12,27 %) an der Gesamtleistung insgesamt nochmals um 0,29%-Punkte (Vorjahr: - 0,39%-Punkte) unterhalb des Vorjahres, was insbesondere durch den höheren Konzern-Umsatz begründet ist.

Strukturell ergaben sich darüber hinaus innerhalb der Autohaus Peter Gruppe nur wenige Veränderungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 817 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.226 auf nunmehr TEUR 11.043 angestiegen. Die Aufwandsquote ist bezogen auf die Gesamtleistung dennoch mit 4,47% konstant geblieben.

Das Finanzergebnis hat sich mit TEUR - 1.372 (Vorjahr: TEUR - 1.543) aufgrund der Niedrigzinsphase und der Maßnahmen der Geschäftsführung positiv verändert.

Im Ergebnis konnte der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2021 nochmals verbessert werden und stieg leicht um TEUR 388 auf TEUR 7.633 (Vorjahr: TEUR 7.245).

Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung des Konzerns damit etwas besser als zu erwarten war, das Geschäftsjahr 2021 konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

3. Ertragslage

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2021 kann als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2021 mit TEUR 246.410 (Vorjahr: TEUR 228.925) haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7,6 %, bzw. TEUR 17.485 erhöht. Dabei ist anzumerken, dass sich die einzelnen Geschäftsbereiche wie folgt entwickelt haben:

a) Neu- und Vorführwagen

Das Neu- und Vorführfahrzeuggeschäft ist um TEUR 419 auf insgesamt TEUR 69.545 (Vorjahr: TEUR 69.126) bzw. um 0,6 % leicht gestiegen und damit als stabil zu beurteilen. Ursächlich hierfür ist die im Markt zu verzeichnende Verteuerung der Produkte einhergehend mit den verzögerten Lieferzeiten und der allgemeinen Produktknappheit bei nahezu konstanter Nachfrage nach Neufahrzeugen. Der im Wesentlichen alle Marken betreffende leichte Preisanstieg konnte somit die Reduktion der abgesetzten Einheiten im Vergleich zum Vorjahr ausgleichen und die Umsätze stabil halten.

b) Gebrauchtwagen

Nach den bereits hohen Zuwachsraten der letzten Geschäftsjahre konnte das Gebrauchtfahrzeuggeschäft über alle Marken mit einem neuerlichen Wachstum von TEUR 11.371 bzw. 10,3 % auf einen Gesamtumsatz von TEUR 121.696 (Vorjahr: TEUR 110.325) am meisten zum Gesamtwachstum beitragen. Den größten Anteil hieran trägt wiederum die Marke Mercedes-Benz. Nach wie vor ungebrochen ist dabei die gestiegene Nachfrage nach jungen, hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aller von uns vertriebenen Marken. Ursächlich ist auch hierfür die im Markt zu verzeichnende Verteuerung der Produkte einhergehend mit den verzögerten Lieferzeiten und der allgemeinen Produktknappheit bei nahezu konstanter Nachfrage nach Gebrauchtfahrzeugen. Der im Wesentlichen alle Marken betreffende Preisanstieg konnte somit die Reduktion der abgesetzten Einheiten im Vergleich zum Vorjahr mehr als ausgleichen und die Umsätze steigern.

c) Service und Werkstattgeschäft

Das Service- und Werkstattgeschäft ist um TEUR 5.994 bzw. 12,7 % von TEUR 47.190 auf TEUR 53.184 gewachsen. Ursächlich hierfür sind die Preisanpassungen im Service- und Ersatzteilgeschäft und der erhöhte Absatz von Leistungen im Zusammenhang mit der Wartung und Reparatur von älteren Fahrzeugen und Gebrauchtwagen an allen unseren Standorten.

Wie die obigen Ausführungen zur Entwicklung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse zeigen, konnten wir in allen Geschäftsbereichen teils deutliche Zuwächse erzielen. Die Materialaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr von 75,8 % um 0,3 %-Punkte leicht auf 76,1 % gestiegen. Der Materialaufwand hat sich von TEUR 173.512 um TEUR 14.161 auf TEUR 187.673 erhöht. Ursächlich hierfür ist die veränderte Umsatzzusammensetzung der einzelnen Geschäftsfelder, der Vertrieb mit den höchsten Zuwachsraten im Geschäftsjahr verursacht auch den höchsten Anteil am Materialaufwand.

Der Rohertrag ist absolut um TEUR 3.673 gestiegen und beträgt nunmehr TEUR 59.088 (Vorjahr: TEUR 55.415). Die Rohertragsquote betrug im Geschäftsjahr 24,0 % (Vorjahr: 24,2 %) und hat sich aufgrund der gestiegenen Materialaufwandsquote leicht verringert.

d) Kosten und Aufwendungen

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr absolut um TEUR 1.455 gestiegen. Die Personalkosten haben sich in Relation zur Umsatzentwicklung nochmals verbessert, die Personalaufwandsquote ist mit 12,0 % gegenüber 12,3 % im Vorjahr um 0,3 %-Punkte gesunken. Den durch die Lohn- und Gehaltanpassungen im üblichen Rahmen verursachten Mehraufwendungen stehen dabei zum einen wegfallende Kurzarbeitsentschädigungen während der COVID-19-Pandemie im Vorjahr und gestiegene Umsätze im laufenden Geschäftsjahr gegenüber.

Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens sind im Geschäftsjahr nur leicht um TEUR 132 gesunken. In Relation zur Gesamtleistung des Konzerns sind diese mit einem Anteil von 2,8 % (Vorjahr: 3,1 %) zur Gesamtleistung weiterhin als stabil zu beurteilen.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlage- oder Umlaufvermögen waren im Geschäftsjahr nicht vorzunehmen.

d) Ergebnis

Der Konzern-Jahresüberschuss ist im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 7.634 (Vorjahr: TEUR 7.245) angestiegen. Die Umsatzrendite in Bezug auf die erzielten Umsätze beträgt im Geschäftsjahr unverändert 3,1 % (Vorjahr: 3,1 %) und liegt damit weiterhin über dem üblichen Branchendurchschnitt der Automobilhändler und der anderen Servicepartner.

4. Investitionen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 folgende größere Einzelinvestitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Investitionen in Betriebs-, Miet- und Vorführwagen) vorgenommen:

- Lutherstadt Wittenberg Neubau Autohaus - Baukosten 4.834 TEUR
- Erfurt Erwerb und Sanierung Grundstücke 840 TEUR
- Erfurt Erwerb und Sanierung Grundstücke 463 TEUR
6.137 TEUR

Die übrigen Investitionen betrafen hauptsächlich Ersatzinvestitionen im Sachanlagenbereich und den Austausch der vorhandenen Betriebs-, Miet- und Vorführwagen im turnusmäßigen Rhythmus.

Die im Geschäftsjahr 2021 errechneten planmäßigen Abschreibungen mit TEUR 6.868 (Vorjahr: TEUR 7.000) übersteigen die zu leistenden Tilgungen, so dass eine mehr als ausreichende Liquidität innerhalb des Konzerns bei der erzielten Höhe des Jahresüberschusses sichergestellt ist. Die hohen Tilgungsraten bei den bestehenden Verbindlichkeiten belasten die freie Liquidität des Konzerns dabei weiterhin in einem großen Maße. Hieran wird sich aufgrund der Geschäftspolitik auch in den nächsten Geschäftsjahren wenig ändern. Die die Tilgungen übersteigenden Abschreibungsbeträge wurden, sofern sie nicht für Ersatzinvestitionen verwendet wurden weiterhin, zur Rückführung kurzfristiger Verbindlichkeiten oder zur Schaffung von Liquiditätsreserven genutzt.

5. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ist mit TEUR 129.722 (Vorjahr: TEUR 124.808) um TEUR 4.914 bzw. 3,9% angestiegen. Der Anstieg ergibt sich dabei im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 2.607 (Vorjahr: - TEUR 642) und der Vorräte um TEUR 2.439 (Vorjahr: - TEUR 2.971) bei einer gleichzeitigen Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 3.185 (Vorjahr: + TEUR 3.733). Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbezogen nochmals um TEUR 3.057 (Vorjahr: + TEUR 949) auf insgesamt TEUR 10.311 (Vorjahr: TEUR 7.254) erhöht.

Die Kapitalstruktur zeigt eine wesentliche strukturelle Verbesserung. Das Eigenkapital hat sich insbesondere aufgrund des positiven Jahresergebnisses im Geschäftsjahr 2021 absolut um TEUR 4.668 (Vorjahr: + TEUR 3.598) erhöht. Anteilig hat sich damit die Eigenkapitalquote um 2,99 %-Punkte auf 19,38 % (Vorjahr: 16,39 %) erhöht und ist damit nochmals deutlich angestiegen.

Durch die abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen ergibt sich damit folgendes Bild unserer langfristigen Kapitalstruktur:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristiges Kapital
Eigenkapital 25.136 39,86 20.458 34,44 4.678 22,87
Pensionsrückstellungen 178 0,28 154 0,26 24 15,58
Darlehen Kreditinstitute 36.046 57,16 37.492 63,11 - 1.446 - 3,86
Sonstige 1.700 2,70 1.300 2,19 400 30,77
63.060 100,00 59.404 100,00 3.656 6,15

Im Ergebnis ist im Vergleich zwischen Vermögens- und Kapitalstruktur eine weitgehende Fristenkongruenz zu erkennen. Dem langfristig verfügbaren Kapital steht ein um die Betriebs-, Miet- und Vorführwagen bereinigtes langfristiges Anlagevermögen von TEUR 55.091 (Vorjahr: TEUR 51.321) gegenüber.

Die Finanzlage zum Bilanzstichtag war mehr als ausgeglichen und gewährte Kontokorrentkreditlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden.

Alle Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2021 planmäßig zurückgeführt, sämtliche Tilgungsbeträge wurden stets pünktlich erbracht.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung legt großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung im Unternehmen. So werden gruppenweit jedes Jahr ca. 30 bis 35 Ausbildungsverträge im kaufmännischen und gewerblichen Bereich abgeschlossen. Ziel ist es, jungen Menschen eine Chance zur persönlichen und beruflichen Entwicklung zu geben und gleichzeitig eine Investition in unsere Zukunft zu tätigen. Gute Leistungen sind die Chance auf eine Festanstellung sowie einem Aufstieg nach Beendigung der Lehrzeit. Ein Beweis dafür sind die im Unternehmen herangewachsenen Mitarbeiter, die bereits in zahlreichen vielseitigen (Führungs-)Positionen tätig sind. Zudem wird dadurch versucht, dem stetig steigenden Druck durch den seit einigen Jahren zu spürenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Die Personalstruktur und das bestehende Sozialwesen sind weiterhin ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Gesellschaft. Durch Zielvereinbarungen, fortwährende Mitarbeitergespräche und laufende Schulungen der Mitarbeiter wird eine ständige Weiterentwicklung der Konzerngesellschaften vorangetrieben. Die einzelnen Gesellschaften unterliegen zudem einem ständigen Qualitätsmanagement und werden nach ISO zertifiziert.

Die im Bereich des Sozialwesens durch den Arbeitgeber geförderte betriebliche Altersversorgung wurde im Geschäftsjahr 2021 in allen Konzerngesellschaften fortgeführt.

Unverzichtbare Grundwerte unseres wirtschaftlichen Handelns sind die Loyalität zu unseren Handelspartnern und Kunden, Fairness in allen Belangen und das Bestreben, beste Produkte und erstklassige Facharbeit zu fairen Preisen anzubieten.

Des Weiteren stellen zum Teil jahrelange Partnerschaften mit unseren Marken- und Handelspartnern eine unverzichtbare Basis unseres wirtschaftlichen Erfolgs dar.

In Zusammenarbeit mit den Herstellern und nach deren Vorgaben wird nach umfangreichen Umweltstandards gearbeitet. Die Einhaltung dieser Standards wird in regelmäßig wiederkehrenden Audits überprüft. Die Trennung von Müll und recyclingfähigen Materialien ist seit Jahren eingeführt. Eine Solaranlage auf einer verpachteten Dachfläche ist ebenfalls seit mehreren Jahren installiert. Seit dem Geschäftsjahr 2013 wird zudem ein eigenes Blockheizkraftwerk in Nordhausen betrieben, ein weiteres wird im neuen Karosserie- und Lackierzentrum in Heilbad Heiligenstadt seit Mitte des Jahres 2020 erfolgreich eingesetzt.

Als in der Region verwurzelter Familienbetrieb beteiligen wir uns an zahlreichen öffentlichen Aktionen und unterstützten lokale Sport- und Freizeitvereine.

C. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine negativen Entwicklungen ergeben, die besonderen Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Die weltweite Covid-19-Pandemie schränkte den Geschäftsbetrieb nur noch unwesentlich ein, der Fahrzeugvertrieb erholte sich trotz der anhaltenden Verknappung auf dem Halbleitermarkt und den damit einhergehenden Lieferzeitverlängerungen von Neufahrzeugen weiter und das Servicegeschäft wächst moderat.

Die im Rahmen der Neuausrichtung der Daimler AG erfolgte Spartentrennung in die eigenständigen Daimler-Tochtergesellschaften für die Teilbereiche PKW/VAN, LKW und Financial-Services, haben für uns nur unwesentlichen Einfluss auf die eigene Geschäftsentwicklung. Auch das ab Juni 2023 geplante Vertriebsmodell "Vertrieb der Zukunft" durch die Daimler AG, wonach sich unser Handelsvertreterstatus nicht mehr nur auf echte Neuwagen, sondern auch auf Vorführwagen und tlw. das Angebot an jungen Gebrauchtwagen erstreckt, wird keine wesentlichen Einflüsse auf unsere zukünftige Entwicklung haben. Die Grundsätze "Menschen machen Geschäfte" und "Das Geschäft wird vor Ort abgeschlossen." können durch die bloße Veränderung der Vertriebsstruktur und -ansätze nicht ausgehebelt werden. Vielmehr wird seitens der Daimler AG der vertreterinterne Wettbewerb über den Preis bzw. die Marge unterbunden, was u.U. auch Potenziale bzw. Vorteile für uns aufzeigen kann und wird.

Die im Rahmen der Neuausrichtung der Stellantis-Gruppe, einem Zusammenschluss mehrerer Hersteller und Marken, zunächst gekündigten Vertriebs- und Serviceverträge für alle Standorte aller Händler und Servicepartner, werden durch eine vorliegende Absichtserklärung der einzelnen Hersteller uns gegenüber ab dem Jahr 2023 potenziell fortgesetzt. Für uns betrifft dies die Marken Jeep, Opel und Peugeot, so dass wir an den von uns bislang betriebenen Standorten diese auch in der Zukunft weiterhin vertreiben werden. Am Standort in Erfurt werden wir dies ab dem 22.05.2023 in unserem extra hierfür neu gebauten und eröffneten Mehrmarkenhaus mit Lackier- und Karosserie- bzw. Dienstleistungszentrum übernehmen.

Das inzwischen abgeschlossene Geschäftsjahr 2022 zeigt grundsätzlich eine positive Entwicklung auf. Die Umsatzerlöse haben sich dabei zunächst zwar um ca. 5 Mio. EUR vermindert, der Rohertrag hat sich im selben Zeitraum aber um ca. 11% und damit rd. + 7 Mio. EUR verbessert. Der Neu- und Vorführwagenbereich trägt noch zu einem Umsatzwachstum bei, Umsatzverluste mussten aber im Gebrauchtwagenbereich in allen Sparten (PKW und Nutzfahrzeuge) verkraftet werden. Der Service konnte stabil leicht positive Umsatzzuwächse von ca. 4-5% erwirtschaften. Die Rohertragsverbesserung im Geschäftsjahr 2022 war im Wesentlichen durch die Umsatzentwicklung im Neu- und Vorführwagenbereich möglich, im Gebrauchtwagengeschäft konnten trotz gesunkener Umsätze steigende Erträge im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet werden. Als Hauptursache hierfür können die am Automobilmarkt durchsetzbaren Marktpreise gesehen werden, die sich bedingt durch die Angebotsverknappung auf einem nach wie vor hohen Niveau bewegen. Der Umsatzrückgang konnte dadurch mehr als kompensiert werden. Der Service hat entsprechend seiner Umsatzentwicklung ebenfalls positive Beiträge zur Rohertragsverbesserung beisteuern können. Einhergehend mit einer Personalkostensteigerung im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr von ca. 8% bzw. rd. + 2,4 Mio. Euro und leicht gestiegenen Kosten im allgemeinen Aufwandsbereich rd. +1,1 Mio. EUR, fast gleichbleibenden Abschreibungsbeträgen (rd. + 0,1 Mio. Euro) und einem vorläufig etwas schlechteren Finanzergebnis von rd. - 0,1 Mio. EUR, wobei hier noch gruppeninterne Zinserträge zu berücksichtigen sind, ergibt sich dennoch ein Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, welches vorläufig um ca. 105% bzw. rd. 7,3 Mio. EUR über dem des Geschäftsjahres 2021 liegt.

Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir daher, selbst aufgrund der anstehenden Veränderungen im Vertrieb der Zukunft der Daimler AG ab dem 01.06.2023, weiterhin von einem positiven Jahresergebnis aus, welches sich nach unseren Einschätzungen durchaus auf Vorjahresniveau bewegen wird.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

In den vom Kraftfahrt Bundesamt (KBA) veröffentlichten Zahlen zeigt sich der PKW-Neuzulassungsmarkt ab dem Jahr 2021 wieder von seiner stabilen Seite. Die Neuwagenzulassungen liegen im Jahr 2021 mit einer leichten Steigerung um 1,1% bei 2,65 Mio. Euro., der negative Trend der letzten Jahre, der bedingt durch die Unsicherheiten aufgrund der Covid-19-Pandemie begründet war, konnte somit zunächst gestoppt werden. Die Kaufzurückhaltung der Kundschaft ist weniger stark zu spüren, Lieferengpässe und Lieferzeitverzögerungen stellen derzeit das größere Problem am Absatzmarkt für die Automobilbranche dar. Alle von uns vertriebenen Marken konnten sich dabei erwartungsgemäß entwickeln.

Der Gebrauchtwagenmarkt, gemessen an den Besitzumschreibungen, im Jahr 2021 konnte sich weniger positiv im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickeln und ist um 15,0% eingebrochen. Durch die in diesem Segment gestiegenen Verkaufspreise und damit einhergehend auch Erträgen, können die negativen markenbezogenen Entwicklungen zumindest im Ergebnis ausgeglichen werden. Als Grund für den starken Absatzrückgang kann auch die fehlende Verfügbarkeit und damit der geringere Neufahrzeugabsatz herangeführt werden, wodurch die gebrauchten Fahrzeuge in der Folge auch länger gefahren werden und dem Markt im Vertrieb noch nicht zur Verfügung stehen.

Das Werkstattgeschäft aller Marken mit dem Vertrieb von Ersatz- und Zubehörteilen konnte sich aufgrund des zunehmenden Fahrzeugalters weiter verstetigen. Bedingt durch die Kaufzurückhaltung der Kunden vor allem im Neufahrzeugsegment und die Lieferzeitverzögerungen, liegt das Fahrzeugalter im Durchschnitt weiterhin bei 9,6 Jahren (Vorjahr: 9,8 Jahre). Dies bildet die Grundlage für ein stabiles Servicegeschäft, für die folgenden Geschäftsjahre werden sich zwar keine wesentlichen Zuwächse ergeben können, unübliche oder existenzbedrohende Einbrüche bzw. Rückgänge werden jedoch auch nicht zu erwarten sein. Die weiter anhaltende Verknappung am Ersatzteilmarkt und die Konsolidierung der Hersteller einhergehend mit der Abschöpfung weiterer Synergieeffekte lassen stabile Ergebnisse auf einem hohen Niveau erwarten.

Das in den letzten Jahren aufgekommene Umweltbewusstsein der Kundschaft und die sich ständig verändernden Vorgaben hinsichtlich einzuhaltender Grenzwerte (CO 2 bzw. Feinstaub, etc.) führen seitens der Hersteller zu Veränderungen bei der am Markt in Deutschland angebotenen Modellpalette und den entsprechenden Antriebsarten. Bei den Antriebsarten muss festgestellt werden, dass die Zahl der Fahrzeuge mit herkömmlichen fossilen Antrieben und die Zahl der Fahrzeuge mit voll- oder teilelektrischen Antrieben nahezu gleichberechtigt gegenüberstehen, was die Zulassungszahlen anbetrifft. Der Zulassungsanteil an reinen Elektrofahrzeugen oder hybrider Modelle wird weiterhin durch staatliche und steuerliche Förderungen entsprechend unterstützt, so dass der Markt für regenerative umweltschonendere Antriebe nicht unterschätzt werden darf. Die Branche wird sich daher weiterhin zeitgemäß auf die sich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen einstellen müssen und sich entsprechend der heutigen Marktanteile behaupten werden.

Unter risikobewusster Ertragsanalyse der Automobilbranche muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass das Geschäftsmodell "Autohaus" im Wesentlichen durch eine direkte Proportionalität im Materialaufwand geprägt ist und sich damit reine Umsatzveränderungen weniger stark auf ein Jahresergebnis auswirken, als dies in anderen Branchen der Fall ist. Ferner erfahren weitere direkte Vertriebskosten im Sachaufwand nahezu zeitgleich eine identische Entwicklung zum Absatz- und Umsatzgeschäft in diesen Segmenten, so dass die absolute Ergebnisauswirkung, egal in welche Richtung sich das Geschäft und/oder der Markt entwickelt, zumindest beim Vertragspartner nur gering ausfällt. Dies begründet sich durch die äußerst geringe Rendite der Vertriebs- und Servicepartner der Hersteller der letzten Jahre fast von selbst.

Die Entwicklung der einzelnen Konzernmarken wird wie folgt eingeschätzt:

Die Entwicklung der Marke Mercedes-Benz wird dabei wie in der Vergangenheit eine große Rolle für das Unternehmen spielen. Durch die bereits begonnene und weiterführende Produktoffensive in allen Sparten des Daimler-Konzerns sehen wir die Geschäftsgrundlage für die nächsten Jahre auf eine sichere und konkurrenzfähige Grundlage gestellt. Auch der "Vertrieb der Zukunft (VdZ)" mit der Umstellung weiterer Handelsbereiche auf ein Handelsvertretermodell für Produkte der Daimler AG und deren Tochtergesellschaften ab dem Jahr 2023 bietet aus heutiger Sicht Potenziale und Vorteile. Der Erfolg der Daimler AG wird sich auch auf die für ihn tätigen Vertreter unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktgegebenheiten vor Ort durchschlagen können. Die Produktoffensive ist hierbei jedoch unter Berücksichtigung der produktspezifischen Besonderheiten zeitgleich als eine große Herausforderung in der Bewältigung des operativen Tagesgeschäfts zu sehen. Weitere Konzentrationsprozesse bei Vertriebs- und Servicepartner werden die Vertreterschaft in den nächsten Jahren noch weiter straffen und hin zu größer werdenden Einheiten führen. Als positiven Effekt verspricht sich der Hersteller dafür für sich, aber auch für seine Vertragspartner, die Durchsetzung und Verwirklichung von Einsparungen im Verwaltungs- und Fixkostenbereich und somit eine Ertrags- und Leistungssteigerung.

Die Marke Opel wird sich dabei innerhalb der Stellantis-Gruppe weiter positiv entwickeln. Der europäische Autohersteller PSA hat durch Übernahme des deutschen Autoherstellers Opel sowie des britischen Herstellers Vauxhall im Jahr 2017 den Starschuss für eine grundlegende Sanierung seines eigenen Geschäftsmodells und der übernommenen Marken gegeben. Beim deutschen Hersteller Opel wurden seitdem viele Geschäftsprozesse einer kritischen Prüfung unterzogen, verändert und/oder aber zumindest angepasst. Der gesamte Entwicklungs- und Herstellungsprozess ist auf einheitliche Plattformen und Systemlandschaften des Mutterkonzerns umgestellt und weitreichende Kostenoptimierungsprogramme wurden umgesetzt, um letztlich die Marke Opel nach verlustreichen Jahren unter US-amerikanischer Führung wieder in die Gewinnzone zurückzuführen. Dies gelang nach der Übernahme bereits im Jahre 2017 recht zügig, so dass bereits im Jahr 2019 ein positives Betriebsergebnis von 1,1 Milliarden Euro ausgewiesen werden konnte. Bedingt durch die sich auf den gesamten weltweiten Automobilhandel negativ auswirkende COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 ist das Betriebsergebnis zunächst zurückgegangen, der Vertrieb war stark eingebrochen. Im Geschäftsjahr 2021 konnte sich die Marke Opel jedoch entgegen dem Bundestrend entwickeln und im Neufahrzeugvertrieb positive Zuwächse verbuchen, der Marktanteil konnte dadurch auf 6,2% gesteigert werden. Mit der im Januar 2021 erfolgten Fusion des europäischen PSA-Konzerns und des europäisch/amerikanischen FCA-Konzerns zum Hersteller und zur Marke Stellantis wird die Ambition verbunden, zu einem der größten Autohersteller der Welt, respektive auch zu einem der größten europäischen Hersteller neben dem VW-Konzern, zu wachsen. Unter einem Dach werden nunmehr 14 Marken, darunter die Marken Peugeot, Citroën, DS, Opel, Vauxhall, Jeep, Maserati und Alfa Romeo hergestellt und vertrieben, viele dieser Marken haben wir bereits heute seit einigen Jahren in unserem Portfolio. Alle bestehenden Vertriebs- und Serviceverträge zwischen den Stellantis-Herstellern und den Händlern und Servicepartnern wurden zunächst zu Mitte 2023 gekündigt, wurden aber zwischenzeitlich bereits für alle von uns betriebenen Standorte neu abgeschlossen. Unsere Zusammenarbeit mit dem Stellantis-Konzerns ist damit nahtlos gesichert, ein Risiko aus der Marke Opel ist daher für uns derzeit nicht abzuleiten.

Für die Marke Jeep erfolgt der Vertrieb am Standort Nordhausen sowie der Service an den Standorten Nordhausen und Göttingen. Bei den Marken Chrysler und Dodge ist unsere Geschäftstätigkeit auf das Gebrauchtwagengeschäft sowie den Service- und Werkstattbereich fokussiert. Wesentliche Änderungen werden sich für unsere Gesellschaft nicht ergeben, das Geschäftsvolumen wird sich in den folgenden Jahren stabilisieren und weiter festigen. Mit der Eröffnung unseres neuen Mehrmarkenhauses in Erfurt werden wir ab dem Jahr 2023 für die Marke Jeep zusätzlich auch an diesem Standort unseren Kunden mit der gesamten Modellvielfalt im Vertrieb und Service zur Verfügung stehen.

Die Marke Mitsubishi wird sich nach unserer Einschätzung weiter auf dem bisherigen Niveau entwickeln. Die Auftragseingänge für die folgenden Geschäftsjahre sind positiv, gerade im Bereich der Aufbauherstellung im eigenen Hause haben wie für die nächsten zwei Geschäftsjahre weitere Auftragseingänge zu verzeichnen. Für die folgenden Geschäftsjahre werden weiterhin positive Jahresergebnisse erwartet. Sofern der Importeur der Marke Mitsubishi den Import nach Deutschland einstellt, haben wir ein adäquates Produkt in der Marke ISUZU gefunden, mit dem wir die Aufbauherstellung auch darüber hinaus fortsetzen könnten.

Die Marke Suzuki wird sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung stabil auf dem bisherigen niedrigen Niveau entwickeln. Die Auftragseingänge für dieses Geschäftsjahr sind zufriedenstellend und liegen auf Vorjahresniveau. Weitere positive Jahresergebnisse werden für die folgenden Geschäftsjahre in geringem Umfang erwartet.

Die Marke Peugeot wird sich auf dem bestehenden Niveau stabilisieren. Größere Investitionen oder Veränderungen sind, auch in Bezug auf die Handelsgruppe Stellantis in den nächsten Jahren nicht zu erwarten, so dass das Risiko aus der Marke Peugeot als relativ gering betrachtet werden kann. Ab dem Jahr 2023 werden wir mit Eröffnung unseres Stellantis-Autohauses in der Landeshauptstadt Thüringens zusätzlich den Vertrieb und Service für die Marken Peugeot und Citroen in Erfurt übernehmen und unseren Kunden als kompetenter Ansprechpartner bei allen Fragen mit der gesamten Modellpalette der Marke zur Verfügung stehen.

Das Geschäft mit der Marke Skoda wird sich in den nächsten Jahren stabil entwickeln. Die Serviceverträge für die Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge ab dem Geschäftsjahr 2015 haben zu einer Festigung des Standorts in Nordhausen beigetragen. Hierdurch hat sich das mit den hohen Investitionen der letzten Jahre für die Marke Skoda eingegangene Risiko bezahlt gemacht. Wesentliche Veränderungen werden nicht erwartet, die Ergebnisbeiträge der Marke(n) werden aufgrund der geringen Kostenstruktur weiterhin positiv sein.

2. Risikobericht

2.1. Risikomanagementziele

Die Geschäftsführung beobachtet permanent die allgemeine Entwicklung der "Märkte" und geht nach Beendigung der Corona-Pandemie von einer nunmehr relativ stabilen gesamtwirtschaftlichen Situation aus. Der Auftragseingang bis zum heutigen Tage ist positiv zu bewerten. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe sicherzustellen und potentielle entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen von monatlichen internen Soll-Ist-Vergleichen der Unternehmenskennzahlen können mögliche Risiken in einzelnen Geschäftsbereichen oder bei einzelnen Marken frühzeitig erkannt werden. Im Zuge des Bekanntwerdens des Corona-Virus wurden kurzfristig sämtliche Kosten und Verträge auf den Prüfstand gestellt und auf ihr Einsparpotenzial hin überprüft und analysiert. Die erfolgreich umgesetzten Maßnahmen werden auch in der Zukunft fortgeführt und stets an die neuen Marktsituationen angepasst.

Die Autohaus Peter Gruppe ist in hohem Maße fremdfinanziert. Das damit verbundene Finanzierungsrisiko ist durch die ständige Beobachtung der Entwicklung der Refinanzierungszinssätze und längerfristige Festschreibung von neu abzuschließenden oder auslaufenden/zu verlängernden Sachanlagenfinanzierungen relativ begrenzt. Ein probates Mittel bei plötzlich ansteigenden Zinsbelastungen liegt in der Verminderung von kurzfristigen Umlaufmittelfinanzierungen durch Einsatz der aus dem Cash-Flow frei verfügbaren Liquidität. Aufgrund der zwischenzeitlich zu beobachtenden Zinsentwicklung im Euroraum wurde entsprechend im kurzfristigen Umlaufmittelbereich reagiert und der vorhandene Liquiditätsbestand zur Reduzierung der Verbindlichkeiten und damit einhergehend einer Risikominimierung im Finanzergebnis eingesetzt. Das verbleibende Risiko wird daher als begrenzt eingeschätzt, zumal davon auszugehen ist, dass sich neuerliche bedeutende Zinsschwankungen (insbesondere Erhöhungen) derzeit nicht ergeben werden.

2.2. Risiken

a) Produktrisiko:

Das Produktrisiko muss hinsichtlich des gesamten Produktportfolios in den Gruppen der strategisch bedeutenden und der strategisch weniger bedeutenden Produkten unterschiedlich beurteilt werden. Die Zugehörigkeit eines vertriebenen Produkts des Konzerns ergibt sich dabei im Wesentlichen aus der Qualität und der Quantität der in einem Geschäftsjahr erfolgten und abgewickelten Kundenkontakte unter Berücksichtigung der erzielten Umsatzvolumina und Geschäftserfolge. Nach diesen Abgrenzungskriterien zählen daher zu den strategisch wichtigen Produkten des Konzerns die Marken Mercedes-Benz und Smart der Daimler AG und die Marke Opel der Adam Opel AG, die Marke Mitsubishi ist für uns hinsichtlich der eigenen Aufbauherstellung ebenfalls als nicht unbedeutend anzusehen. Die Gruppe der strategisch weniger bedeutenden Produkte ergibt sich in Abgrenzung zum gesamten Produktportfolio des Konzerns aus den weiteren vertriebenen Marken und Dienstleistungen anderer Hersteller. Als Abgrenzungsmerkmal wurde hier der jeweilige Absatz an Fahrzeugen und der damit erzielte Umsatz herangezogen und gewichtet.

Hinsichtlich der Marken Mercedes-Benz und Smart kann das Produktrisiko als äußerst gering eingestuft werden, da die Daimler AG als Markeninhaber und Produzent dieser Produkte selbst über eine gefestigte Marktstellung verfügt und aufgrund eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ständig neue Produkte bzw. überarbeitete Produkte in den nächsten Geschäftsjahren sukzessive in den Markt einführen wird. Die allgemeine Zufriedenheit dieser Produkte an allen Märkten ist nach wie vor als hoch einzustufen.

Die Produkte der Opel Automobile GmbH, insbesondere der Marke Opel, sind aufgrund der Sanierungsmaßnahmen seitens des Mutterkonzerns und den ständigen Verbesserungen in Bezug auf Qualität und äußerem Erscheinungsbild in den letzten Jahren in der Kundenzufriedenheit weiter gestiegen. Mit den seit den letzten Jahren neu eingeführten Produkten steht nunmehr eine zufriedenstellende moderne Produktpalette zur Verfügung. Mit dem Erwerb durch die PSA und den oben beschriebenen Sanierungsmaßnahmen kann von einer geplanten weiteren Marktfestigung des deutschen Herstellers in den nächsten Jahren ausgegangen werden, so dass auch hier das Produktrisiko als vermindert eingestuft werden kann. Der Zusammenschluss mehrerer Marken zur Handelsgruppe Stellantis ist unter Berücksichtigung der sich ergebenden Chancen eher positiv zu beurteilen und kann insbesondere die von uns vertriebenen Marken Opel und Peugeot weiter voranbringen.

Die übrigen vertriebenen Marken und Produkte der anderen Hersteller unterliegen nur den üblichen Schwankungen und beinhalten keine wesentlichen Produktrisiken.

b) Preisänderungsrisiko:

Aufgrund der relativen Marktmacht der Hersteller wird der Marktpreis für Neufahrzeuge hauptsächlich vom Hersteller vorgegeben. Bei einer maßvollen Erhöhung hat dieser kaum Einfluss auf die Nachfrage.

Aufgrund unserer Diversifizierung haben wir im Gebrauchtwagenbereich über die letzten Jahre relativ stabile Margen zu verzeichnen gehabt. Insofern gleichen sich auch hier einzelne Nachfrageschwankungen über das Portfolio aus. Zuletzt sind die Verkaufspreise am Gebrauchtwagenmarkt aufgrund der Verknappung des Angebots eher gestiegen, als gefallen. Durch die vormals tlw. festgeschrieben festen Rückkaufswerte bieten sich hier zusätzliche Ertragschancen, sollte dies nicht der Fall sein, sind höhere Einkaufspreise derzeit auch im moderaten Umfang am Markt durchsetzbar und bilden kein besonderes Risiko. Die jeweiligen Preise am Beschaffungs- und auch am Absatzmarkt beobachten wir dabei täglich und richten unsere Geschäftspolitik zur Risikominimierung entsprechend frühzeitig auf sich abzeichnende Veränderungen aus.

Im Hinblick auf die Preisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und der Fortführung im Geschäftsjahr 2022 konnte gerade bei den zuvor stark unter Druck gekommenen Verkaufspreisen für dieselbetriebene Fahrzeuge ein Anstieg verzeichnet werden, so dass ein Preisänderungsrisiko zunächst als risikominimiert beurteilt werden kann. Für die in Folgejahren zurückzunehmenden Fahrzeuge aus den abgeschlossenen nicht unwesentlichen Leasingrückkaufverpflichtungen besteht daher hinsichtlich der Restwerte ausreichend Reduzierungspotential, so dass auch hier das Risiko als gering eingestuft werden kann. Bei Fahrzeugen, die am freien Markt erworben werden, besteht kein Risiko, da hier der jeweilige Marktpreis am Tag des Erwerbs unter Einschätzung der zukünftigen Verkaufschancen ermittelt wird.

c) Wechselkursrisiko:

Ein wesentliches Risiko ist nicht vorhanden, Fremdwährungsforderungen und/oder -verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

d) Zinsrisiko:

Die Zinssätze für Darlehen wurden, soweit möglich, längerfristig auf niedrigem Niveau festgeschrieben. Durch die hohen Tilgungsbeträge ist eine schnellstmögliche Rückführung und damit Reduzierung der Grundlage für Zinsrisiken gegeben.

Bei kurzfristig und variabel abgeschlossenen Finanzierungen hat die Gesellschaft die Möglichkeit, jederzeit in zinsfeste Finanzierungsformen zu wechseln. Die Finanzierung der Vorräte wird derzeit nicht durch Sicherungsinstrumente (Zins-Swaps o.ä.) abgesichert, die Risikominimierung erfolgt hier im Wesentlichen durch Nutzung der freien erwirtschafteten Liquidität aus dem Cash Flow, in dem Bestände im Vorratsvermögen abgelöst und nicht weiter fremdfinanziert werden.

e) Ausfallrisiko bei Forderungen:

Bei der derzeitigen Geschäftspolitik ist dieses Risiko als äußerst gering einzustufen. Zweifelhafte Forderungen sind konservativ wertberichtigt.

f) Liquiditätsrisiko:

Aufgrund der in der Finanzlage beschriebenen stillen Reserven im Bereich möglicher Sicherheiten (Grundschulden, etc.) sowie der obig beschriebenen Begrenzung des Zinsrisikos, wird bei der derzeitigen Geschäftspolitik dieses Risiko als gering eingestuft.

Weitere nennenswerte Risiken liegen nicht vor.

3. Prognosebericht

Die Geschäftsführung beobachtet permanent die allgemeine Entwicklung der "Märkte" und geht von einer stabilen, tendenziell wieder positiven gesamtwirtschaftlichen Situation aus. Der Auftragseingang bis zum heutigen Tag ist in allen Konzerngesellschaften kontinuierlich.

Als Geschäftsführung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis ähnlich den vorherigen Geschäftsjahren. Für das Geschäftsjahr 2022 verwiesen wir auf die Ausführungen hierzu im Nachtragsbericht. Für den Vertriebsbereich gehen wir von einer Umsatzentwicklung entsprechend der bundesdeutschen Entwicklung bei den Zulassungszahlen aus, das Service- und Werkstattgeschäft wird weiterhin auf hohem Niveau verharren. Der Rohertrag wird sich dabei im Verhältnis aufgrund der stabilen Preise am Absatzmarkt positiv entwickeln. Grundlage für diese Annahme ist die stetige Geschäftsentwicklung in den Kernmarken der Gesellschaft, Mercedes-Benz, Smart und Opel. Bei der Marke Mitsubishi ist die Aufbauherstellung und Auslieferung neuer Fahrzeuge durch Auftragseingänge für das nächste Geschäftsjahr abgesichert, für Folgejahre stehen wir bereits in Verhandlungen mit den Fahrzeugherstellern, um in diesem Segment weiter erfolgreich aufgestellt zu sein. Auch die Marke Skoda wird sich in Kooperation mit den Serviceverträgen für die Marken Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge weiterhin stabil entwickeln. Die Marke Peugeot wird sich ähnlich des abgelaufenen Geschäftsjahres führen lassen, ein positives Ergebnis wird angestrebt. Die Marken Chrysler, Jeep, RAM und Dodge werden das Geschäft weiter stabil halten. Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2023 eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung.

Kostenseitig planen und erwarten wir keine wesentlichen strukturellen Veränderungen, insbesondere keinen unüblichen Anstieg. Der Personalaufwand ist durch Gehaltsanpassungen in marktüblicher Höhe sowie personelle Fluktuation beeinflusst und sollte sich im kommenden Geschäftsjahr auf normalem Niveau verändern.

Die Abschreibungen werden aufgrund der getätigten Investitionen, insbesondere durch beiden Autohaus-Neubauten in Lutherstadt Wittenberg (Mercedes-Benz) und Erfurt (Opel, Peugeot, Jeep und Suzuki) in den nächsten Geschäftsjahren ansteigen, der Bestand an selbst zugelassenen Vorführ- und Mietwagen wird sich nahezu gleichbleibend entwickeln und das laufende Ergebnis in ähnlicher Höhe wie in den Vorjahren belasten. Außerplanmäßige Abschreibungen im Anlage- und Umlaufvermögen werden nicht erwartet bzw. sind derzeit nicht absehbar.

Für den Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwarten wir ebenfalls keine wesentlichen Veränderungen, insbesondere keinen Anstieg im unüblichen Rahmen. Ein Anstieg wird sich durch die beiden neuen Autohäuser in Lutherstadt Wittenberg und Erfurt ergeben, dem jedoch auch erhöhte Vertriebs- und Servicechancen durch Ausweitung des Geschäftsvolumens gegenüberstehen. Dem sich abzeichnenden Anstieg der Energiekosten werden wir durch Investitionen und entsprechende Maßnahmen entgegentreten, um den Anstieg der Aufwendungen in einem überschaubaren Rahmen zu halten.

Für das Gesamt-Geschäftsjahr 2023 gehen wir aufgrund unserer Marktbeobachtung von einem nahezu stabilen Umsatz aus. Für die Zusammensetzung der Umsätze werden keine wesentlichen strukturellen Veränderungen erwartet, so dass beim Ausbleiben unerwarteter weiterer externer Faktoren ein ähnlicher Rohertrag wie für das Geschäftsjahr 2021 bzw. 2022 erwartet wird. Aufgrund einer gleichbleibend erwarteten Kostenentwicklung und wieder leicht steigenden Personalkosten gehen wir daher von einem stabilen Konzernjahresüberschuss aus.

Die Hauptaufgaben für die folgenden Jahre werden sein:

a)

Festigung des Geschäftsvolumens aller Marken

b)

Eröffnung und Belebung des Vertriebsstandortes Lutherstadt Wittenberg

c)

Eröffnung und Belebung des Vertriebsstandortes Erfurt

d)

Stabilisierung des Servicegeschäfts

e)

weitere Verbesserung der Vermögens- und Ertragslage bzw. des Eigenkapitals

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Investition in das neue Autohaus nebst Dienstleistungszentrum in Lutherstadt Wittenberg, im Geschäftsjahr 2023 die Investition in das neue Autohaus nebst Dienstleistungszentrum in Erfurt abgeschlossen. Hier können in den nächsten Jahren Vertriebs- und Servicezuwächse fremdgeneriert werden.

Im Jahr 2022 wurde mit dem umfangreichen Umbau für die Marken Mercedes-Benz und Smart am Hauptstandort in Nordhausen begonnen, nachdem mannigfaltige Nachverhandlungen und Änderungen diesen notwendigen Umbau vielfach verzögert haben. Notwendig wird der Umbau, um die aktuellen CI-Vorgaben des Daimler-Konzerns für Vertriebs- und Servicepartner am Hauptstandort vertragskonform umzusetzen. Diese Investition wird im Geschäftsjahr 2023 herstellerkonform abgeschlossen werden, hier werden sich nach den aktuellsten Einschätzungen Investition von ca. 4,5 Mio. Euro für Baukosten und Inneneinrichtung einschl. CI ergeben.

Weitere größere Investitionen sind derzeit nicht geplant.

Liquiditätsengpässe sind für das laufende Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Vorkehrungen der Geschäftsleitung des Konzerns und des erwarteten ordnungsgemäßen Geschäftsgangs nicht zu erwarten.

 

Nordhausen, den 2. Juni 2023

Helmut Peter

Andreas Peter

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