Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 103081
Vorher
DANIELI HI TECH GmbH
Eingetragen
7.4.2004
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Planung, Konstruktion, Bau und Vertrieb von Maschinen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marion Krämer
seit 21.1.2025
Prokura
Frank Otterbach
seit 8.1.2024
Prokura
Uwe Albrecht
seit 8.1.2024
Prokura
Leander Zielenbach
seit 8.1.2024
Prokura
Stefan Berger
seit 8.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Danieli Germany GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Danieli Germany GmbH
Germany
2.250.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Danieli Germany GmbH

Düsseldorf (vormals: Duisburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

1 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1.1 Unternehmensstruktur

Die Danieli Germany GmbH hat neben dem Hauptsitz in Duisburg (bis 07.01.2024, ab 08.01.2024 Düsseldorf) einen weiteren Standort (unselbstständige Niederlassung, nicht im Handelsregister eingetragen) in Meinerzhagen.

Mit der Produktlinie Danieli Fröhling (Standort Meinerzhagen) ist die Danieli Germany GmbH innerhalb der Danieli-Gruppe das Kompetenzzentrum für Finishing Lines (Längs- und Querteilanlagen), allseitige Fräsmaschinen und Kaltwalzwerke in den Bereichen NE- und FE-Metalle sowie sonstige anspruchsvolle Anwendungen im Flachbandbereich.

Aus der Produktlinie Centro Tube, vormals W+K, sind nur noch einige Altprojekte bis zur finalen Abwicklung in unserem Auftragsbestand enthalten. Das Projektmanagement und die Abwicklung dieser Projekte erfolgen aus Italien.

Weiterhin gehört zum Portfolio der Vertriebsstandort für den europäischen Markt und das Technologiezentrum der Danieli Wean United (Standort Duisburg bzw. Düsseldorf). Hinzu kommt der Vertrieb unserer Ofentechnologie für den deutschsprachigen Raum von Danieli Centro Combustion aus Duisburg bzw. Düsseldorf.

1.2 Geschäftsumfeld

In unserem Betätigungsfeld sind wir von allgemeinen Entwicklungen der Weltwirtschaft und insbesondere der metallverarbeitenden Industrie abhängig. Gemäß World Economic Outlook April 2024 des Internationalen Währungsfonds wuchs die Wirtschaftsleistung in Europa im Jahr 2023 um 0,4 %; weltweit betrug das Wachstum 3,2 % in 2023. Für die Jahre 2024 und 2025 prognostiziert der IWF für Europa ein Wachstum von 0,8 % bzw. 1,5 %, weltweit geht er von einem Plus in Höhe von 3,2 % für 2023 und von 3,2 % für 2024 aus.1)

Allerdings sind diese Prognosen mit derzeit schwer quantifizierbaren Risiken wie der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges, des Konfliktes in Nah-Ost, der Konjunktur- und Nachfrageentwicklung, Lieferkettenstörungen, Rohstoff- und Energiekosten, allgemeinen Inflationsgefahren sowie der Angebotssicherheit von Gas in Europa verbunden.

1.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Aufgrund der Art und der Dauer des Projektgeschäfts unterliegt der Umsatz sowie der Auftragseingang naturgemäß erheblichen Schwankungen im Zeitablauf.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 konnten wir einen Auftragseingang von Mio. EUR 311,2 (Vorjahr: Mio. EUR 146,5) verzeichnen, wobei Mio. EUR 231 auf die Bestellung unserer Tochtergesellschaft Danieli Projects GmbH für die Realisierung des Großauftrages für eine Direktreduktionsanlage bei der Salzgitter Flachstahl GmbH entfallen. Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni 2023 mit Mio. EUR 680,6 wesentlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio. EUR 387,2).

1 IMF Outlook April 2024, Chapter 1, Table 1.1 Overview of the World Economic Outlook Projections

1.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1.4.1 Vermögenslage

Die um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag bereinigte Bilanzsumme hat sich von Mio. EUR 193,9 auf Mio. EUR 326,7 erhöht. Folgende Effekte haben im Wesentlichen zu der Erhöhung um Mio. EUR 132,8 beigetragen:

Durch den Abschluss neuer großvolumiger Projektverträge ist der Bestand an unfertigen Erzeugnissen mit Mio. EUR 180,0 gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 101,4) um Mio. EUR 78,6 gestiegen. Dementsprechend haben sich die erhaltenen Anzahlungen deutlich um Mio. EUR 92,9 auf Mio. EUR 284,3 erhöht. Die aus diesen Veränderungen resultierenden Liquiditätsüberschüsse haben wesentlich zu dem Anstieg der kurzfristigen Finanzmittelanlagen bei unserer Muttergesellschaft beigetragen, die sich um Mio. EUR 33,6 auf Mio. EUR 77,2 erhöht haben.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Mio. EUR 34,1 auf Mio. EUR 81,8 resultiert überwiegend aus den obenstehend erläuterten Veränderungen der Forderungen aus kurzfristigen Finanzmittelanlagen.

Zur Erhöhung des Bestandes an liquiden Mitteln von Mio. EUR 15,5 auf Mio. EUR 21,8 siehe die Erläuterungen unter Abschnitt „1.4.3 Finanzlage“.

Ursächlich für den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 2,9 auf Mio. EUR 7,2 waren im Wesentlichen die um Mio. EUR 3,8 gestiegenen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen. Demgegenüber ist die Rückstellung für Nachlaufkosten um Mio. EUR 0,9 gesunken.

Die zunehmende Zusammenarbeit im Konzernverbund wird auch im Rahmen der Auftragsabwicklung deutlich. Hieraus resultieren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von Mio. EUR 40,3 (Vorjahr: Mio. EUR 10,8).

1.4.2 Ertragslage

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir das Ergebnis vor Ertragsteuern und die Umsatzerlöse an. Die im Vorjahr getroffenen Prognosen der Danieli Germany GmbH im Hinblick auf die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Ertragsteuern sind eingetreten.

Als Vorsteuerergebnis wird im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Verlust in Höhe von Mio. EUR 0,5 ausgewiesen. Zu dem Rückgang des Verlustes im Vergleich zum Vorjahr (Verlust Mio. EUR 2,1) um Mio. EUR 1,6 haben neben der obenstehend beschriebenen Umsatzentwicklung folgende Faktoren wesentlich beigetragen:

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 3,7 auf Mio. EUR 17,8 gestiegen. Die Änderung beruht im Wesentlichen auf der stichtagsbezogenen Abrechnung von Kundenaufträgen. Die realisierten Umsatzerlöse erreichten im Geschäftsjahr die prognostizierten Werte.

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen - Materialaufwand) hat sich aufgrund des gesteigerten Geschäftsvolumens von Mio. EUR 10,9 auf Mio. EUR 17,0 erhöht. Die Rohgewinnmarge (Rohgewinn / (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen)) beläuft sich auf 17,6 % (Vorjahr: 28,0 %). Ursächlich für die Margenverschlechterung war im Wesentlichen die Umsatzzusammensetzung mit einem relativ geringen Anteil realisiertem Umsatz aus Projektgeschäft mit Dritten.

Im Zusammenhang mit der Verminderung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl von 94 auf 89 Arbeitnehmer hat sich der Personalaufwand mit Mio. EUR 7,3 um Mio. EUR 0,7 reduziert.

Ursächlich für die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um Mio. EUR 6,0 auf Mio. EUR 12,1 waren im Wesentlichen deutlich gestiegene Aufwendungen für Fracht- und Transportkosten (Mio. EUR +4,8) und für Leihpersonal (Mio. EUR +0,9).

Das Finanzergebnis ist im Unterschied zum Vorjahr positiv und beträgt Mio. EUR 0,6. Zinserträgen aus kurzfristigen, an die Muttergesellschaft begebene Darlehen in Höhe von Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) stehen dabei Zinsaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 0,3 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4) gegenüber.

1.4.3 Finanzlage

Der aus liquiden Mitteln bestehende Finanzmittelfonds hat sich von Mio. EUR 15,6 auf Mio. EUR 21,8 erhöht. Der Anstieg um Mio. EUR 6,2 ergibt sich aus einem Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 39,9 bei Zahlungsmittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 33,7, welche fast ausschließlich Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition bei der Muttergesellschaft (Mio. EUR 33,6) betreffen.

Auf Basis der zuletzt erstellten Cashflow-Vorschau basierend auf Daten vom 30. April 2024 ist auch über das Geschäftsjahr 2023/2024 hinaus weiterhin mit einer positiven Cash-Situation zu rechnen. Zur Finanzierung der Gesellschaft siehe die Ausführungen in Abschnitt „1.9 Finanzierung“.

1.5 Bilanzielle Überschuldung

Die Gesellschaft ist zum 30. Juni 2023 bilanziell überschuldet und weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 17.409 (Vorjahr: TEUR 16.860) aus. Zur Vermeidung möglicher insolvenzrechtlicher Konsequenzen hat die Muttergesellschaft Danieli & C. S.p.A., Buttrio (Udine), Italien, gegenüber der Danieli Germany GmbH eine Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2026 abgegeben, mit deren Inanspruchnahme jedoch aufgrund der positiven Mehrjahresplanung und der positiven Liquiditätsplanung nicht gerechnet wird. Eine positive Fortführungsprognose ist daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben.

1.6 Produktion und Beschaffung

Im Bereich der Materialbeschaffung stehen wir wie im Vorjahr vor den Herausforderungen von Preissteigerungen und Lieferengpässen. Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, richten wir weiterhin unseren Lieferantenstamm breit und international aus und weiten die Geschäftsbeziehungen innerhalb des Konzerns aus.

1.7 Personal

Der Personalbestand betrug im Jahresschnitt 89 (Vorjahr: 94 Mitarbeiter). Die Reduzierung resultiert aus regulärer Fluktuation an dem ehemaligen Standort Duisburg und Meinerzhagen.

Die Aufwendungen für Weiterbildungen betrugen TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 18). Die Schulungen fanden wie im Vorjahr teilweise im Haus oder per Video-Stream statt.

1.8 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden im Wesentlichen Ersatzinvestitionen (insbesondere in Hardware) getätigt. Außerdem erfolgte die Gründung der Tochtergesellschaft Danieli Projects GmbH.

Auch im Geschäftsjahr 2023/2024 wird der Schwerpunkt wiederum im Bereich der Ersatzinvestitionen und der Energiekostensenkung liegen. Zusätzlich wird das Eigenkapital der Danieli Projects GmbH signifikant erhöht sowie der Erwerb einer weiteren Tochtergesellschaft (Danieli Metallurgy GmbH) erfolgen. Des Weiteren wird in München die Akquisition einer Immobilie realisiert werden.

Aufgrund der mittelfristigen Liquiditätsvorschau ist für die derzeitigen und zukünftigen Investitionen kein externer Finanzierungsbedarf erkennbar.

1.9 Finanzierung

Aufgrund der Eigenkapitalsituation wird von der Geschäftsführung besonderes Augenmerk auf die Liquiditätsplanung gelegt. Der operative Liquiditätsbedarf wird durchgängig durch den operativen Cashflow finanziert. Sollte weitere Liquidität erforderlich sein, wird diese auf Anforderung durch die Danieli & C. S.p.A. über ein Intercompany-Konto oder über Vorfinanzierung durch Akkreditive gedeckt. Zudem ist am 27.09.2021/06.10.2021 ein Kreditrahmenvertrag über Mio. EUR 3,0 mit der Commerzbank AG abgeschlossen worden. Die Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinie und der Patronatserklärung ist im operativen Liquiditätsbedarf nicht vorgesehen. Dadurch lässt sich trotz negativen bilanziellen Eigenkapitals eine positive Fortführungsprämisse rechtfertigen.

Sofern sich aufgrund der Zahlungsbedingungen der einzelnen Aufträge ein kurzzeitiger Finanzierungsbedarf ergibt, erfolgt die Zwischenfinanzierung über die Beleihung der jeweiligen Akkreditive oder über konzerneigene Verrechnungskonten. Derzeit bestehen keine Darlehensverbindlichkeiten.

1.10 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind für die Danieli Germany GmbH unter anderem die Bereiche Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterentwicklung von großer Bedeutung, wenn auch diese nicht direkt im Sinne von Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden.

2 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

2.1 Marktlage

Durch den gestiegenen Bedarf an hochwertigen Kupferband-Materialien konnte an das vorherige Geschäftsjahr angeschlossen werden und weitere Aufträge im Bereich der Kupfer-Kaltwalzwerke abgeschlossen werden. Dabei handelt es sich sowohl um Projekte für die Konstruktion, Herstellung und Lieferung neuer Kaltwalzwerke als auch um Modernisierungen bestehender Anlagen. Diese laufenden Projekte entstehen in Europa als auch in Asien. Potentiell werden auch vergleichbare Projekte in Nordamerika erwartet.

Den Markt der E-Mobilität verfolgen wir auch im laufenden Geschäftsjahr. Augenmerk legen wir dabei insbesondere auf unsere Schneidanlagen-Technologie für die Elektro-Stahlbänder. Um besonderen Anforderungen durch speziell vergütete Materialoberflächen gerecht zu werden, hat Danieli Germany eine neue Technologie zum Aufbau von Bandzügen für den Einsatz in Längsteilanlagen entwickelt. Durch diese patentierte Lösung, welche unseren Kunden eine höhere Produktqualität und höhere Anlagengeschwindigkeiten ermöglicht, konnte eine entscheidende Basis für weitere Aufträge aus diesem Marktsegment geschaffen werden.

Insbesondere im Marktsegment der Schneidanlagen für Aluminium-Bänder konnte im laufendem Geschäftsjahr ein weiterer Auftrag zur Lieferung einer Umwickelanlage gesichert werden. Diese Anlage dient zur Ergänzung und weiteren Produktionssteigerung einer bereits im Auftrag befindlichen Hochgeschwindigkeit-Besäumanlage. Durch die zunehmende Nachfrage und die Nachhaltigkeit von Verpackungen aus Aluminium werden mittelfristig weitere Auftragseingänge erwartet. Vertriebsseitig laufen dazu Gespräche mit Bestandskunden in den USA, Indien, Brasilien und Saudi-Arabien.

2.2 Energiekosten sowie Handelsbarrieren zwischen USA und China

In Folge der gestiegenen Energiekosten (Strom und Gas) verlagern sich Produktionsstandorte der energieintensiven Aluminiumproduktion zunehmend in Länder mit geringeren Energiekosten. Kapazitäten werden somit insbesondere in den USA, in Indien und potentiell in Saudi-Arabien sowie in Brasilien durch neue Investitionen aufgebaut. Danieli Germany befindet sich derzeit in der Abwicklung solcher Projekte in den USA und Indien. Mittelfristig werden weiterhin neue Projekte aus den vorgenannten Gründen erwartet.

In den USA werden diese Effekte zusätzlich durch höhere Zölle gegenüber China gefördert. Geringere Importe aus China bei gleichzeitig gestiegener Nachfrage nach Aluminium durch die Automobil- und Verpackungsindustrie führen in den USA zu einem Angebotsdefizit für flachgewalzte Aluminiumbänder, wodurch weitere Investitionen zur Aluminiumband-Produktion erwartet werden.

2.3 Sonstige Risiken

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR 0,5 bei einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von Mio. EUR 17,4 (Vorjahr: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von Mio. EUR 16,8) aus.

Aufgrund des Auftragsbestands mit den darin enthaltenen Margen und der geschäftsüblichen Entwicklung der Auftragseingänge und deren Abwicklung ist aktuell davon auszugehe, dass mit Abschluss des Geschäftsjahres 2025/2026 ein positives Eigenkapital erreicht wird. Hierbei sind konservative Einschätzungen hinsichtlich der Abnahmen im Auftragsbestand und der sich daraus ergebenden Eigenkapitalauswirkungen zu Grunde gelegt. Eine signifikante Verzögerung bei der Abwicklung der Großaufträge hätte jedoch erhebliche Auswirkung auf diese Entwicklung.

Generell sind die Risiken der künftigen Entwicklung insbesondere im hohen Anteil des Projektgeschäftes zu sehen. Margenverschlechterungen in einzelnen Projekten können erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Daher werden die Margen im Rahmen des implementierten und kontinuierlich ausgebauten Projektcontrollings anhand mitlaufender Kalkulationen und regelmäßiger Reviews überwacht.

3 Forschung und Entwicklung

Einer unserer Schwerpunkte ist nach wie vor die Konstruktion und Lieferung projektspezifischer Anlagen. Dabei berücksichtigen wir Materialbesonderheiten, Schwerpunkte des zu produzierenden Produkt-Mixes oder vor- und nachgelagerter Logistik-Prozesse (insbesondere Coil und Spulenhandling). Forschung und Entwicklung erfolgen somit häufig im laufenden Projekt.

Um unsere Marktposition im Bereich der schnell laufenden Anlagen (Hochgeschwindigkeits-Besäumanlagen) weiter zu festigen, entwickeln wir einzelne, resonanzkritische Bauteile in der Art weiter, dass sie auch für noch höhere Geschwindigkeiten einsetzbar sind. Aktuell erreichen wir Bandgeschwindigkeiten von maximal 1850 m/min. Ziel sind Anlagen bis zu 2000 m/min.

In der Elektroband-Produktion kommen besondere Beschichtungen zum Einsatz. Daraus ergeben sich enorme Einschränkungen bei Zugaufbau während dem Längsteilen. Um diese Restriktionen zu eliminieren, entwickeln wir zurzeit eine neue oberflächenschonende Technologie zum Aufbau von Bandzügen bei maximaler Anlagengeschwindigkeit. Eine Patentanmeldung für diese Technologie ist bereits erfolgt. Bei Marktreife dieser neuen Technik werden sich einige Synergien für andere Anwendungsbereiche ergeben.

Ebenfalls erfolgen während der Projektabwicklung Optimierungen, um die Qualität zu verbessern, Kosten zu reduzieren oder Prozesse sicherer zu machen. Dies ist ein gefestigter und kontinuierlicher Prozess der Weiterentwicklung, der so auch in unserem Qualitätsmanagement wieder zu finden ist und somit auch regelmäßig externen Audits unterliegt.

4 Voraussichtliche Entwicklung

Wie in den Vorjahren wird das Ersatzteilgeschäft über eine österreichische Danieli-Gesellschaft abgedeckt. In diesem Bereich werden nur noch die bestehenden Aufträge abgewickelt. Die vor Ort erbrachten Leistungen werden gemäß Intercompany-Richtlinien mit entsprechenden Aufschlägen verrechnet.

Zur Optimierung des Danieli-Aluminiumbereichs wurden die beiden Produktlinien Danieli Fröhling in Meinerzhagen sowie Danieli Fata Hunter in Turin zusammengelegt. Die neue Produktlinie mit dem Namen Danieli Fata Fröhling bildet seit dem 1. Juli 2022 das Kompetenzzentrum für alle Anlagen der Aluminiumindustrie innerhalb der Danieli-Gruppe ab. Durch die mit dieser internen Zusammenarbeit verbundenen Synergien bei Kunden und Produkten verspricht sich Danieli eine Kostenoptimierung und Umsatzsteigerung. Die Danieli Germany GmbH bleibt aber weiterhin rechtlich bestehen.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 erwarten wir auf der Basis des vorläufigen Zahlenmaterials einen Umsatz zwischen Mio. EUR 41 und Mio. EUR 42 bei einem positiven Jahresergebnis in Höhe von Mio. EUR 3,9.

Auf Basis unserer mittelfristigen Unternehmensplanung ergibt sich für 2025/2026 wieder ein positives Eigenkapital für die Gesellschaft.

Die Entwicklung des Auftragsbestandes ist stark vom Inkrafttreten Euler-Hermes-gedeckter und anderer Großaufträge abhängig. Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrug der Auftragseingang insgesamt Mio. EUR 12. Für den Auftragsbestand am Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 ergab sich ein Wert von Mio. EUR 653.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit Umsatzerlösen, die wesentlich über dem Vorjahresniveau liegen, sowie mit einem positiven Ergebnis vor Steuern, das ebenfalls deutlich über dem Vorjahr liegt.

Bedingt durch die Dekarbonisierungsstrategie der Bundesregierung bzw. EU sehen wir eine erhöhte Nachfrage nach Green-Steel. Dieser wird durch Direktreduktionsanlagen (DRP) und Elektrostahlwerke produziert. Anlagentypen, bei denen wir eine führende Rolle im Weltmarkt spielen. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Tatsache, dass es neben unserer Technologie für DRP - Energiron - nur eine weitere anerkannte Technologie auf dem Markt gibt, ergeben sich gute Chancen, in den nächsten Jahren positive Ergebnisse zu erzielen.

Wir verhandeln gerade den Verkauf einer Direktreduktionsanlage für die SHS - Stahl-Holding-Saar am Standort Dillingen. Dazu gehören außerdem ein Elektrostahlwerk in Dillingen sowie ein zweites in Völklingen. Beide Projekte sollen bis März 2025 in zwei Stufen vergeben werden, wobei die erste Stufe bis Ende Oktober 2024 vergeben wird. Bei Zuschlag ist mit einem deutlichen Anstieg unseres Auftragsbestandes zu rechnen.

 

Düsseldorf, den 6. September 2024

Stefan Berger

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31,01 549,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.720.651,47 2.859.316,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.469,12 62.354,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.916,66 257.565,78
2.987.037,25 3.179.236,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00
3.012.068,26 3.179.786,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 349.877,29 344.937,51
2. Unfertige Erzeugnisse 179.993.433,94 101.392.910,84
3. Geleistete Anzahlungen 37.222.789,07 24.763.745,57
217.566.100,30 126.501.593,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.156.836,28 682.543,52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 81.766.321,43 47.663.316,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.278.227,08 244.348,80
84.201.384,79 48.590.208,57
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 21.819.560,19 15.548.113,51
323.587.045,28 190.639.916,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.964,10 73.893,60
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.409.103,41 16.859.909,59
344.076.181,05 210.753.505,19

Passiva

30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 18.650.000,00 18.650.000,00
III. Verlustvortrag 45.509.909,59 43.391.400,05
IV. Jahresfehlbetrag 549.193,82 2.118.509,54
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.409.103,41 16.859.909,59
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 85.442,30 671.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 7.183.581,49 4.239.940,22
7.269.023,79 4.910.940,22
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 284.315.205,69 191.364.145,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.302.263,69 2.090.681,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.290.975,73 10.846.469,52
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.898.712,15 1.541.268,34
davon aus Steuern: EUR 93.228,85 (Vorjahr: EUR 1.432.121,22)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.392,16 (Vorjahr: EUR 28.393,78)
336.807.157,26 205.842.564,97
344.076.181,05 210.753.505,19

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.759.422,88 14.106.971,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 78.600.523,10 24.929.247,82
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.568.924,81 1.734.665,65
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 356.022,20 (Vorjahr: EUR 650.392,03)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 76.240.989,59 25.877.215,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.115.132,36 2.210.483,65
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.173.750,41 6.738.284,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.136.279,58 1.257.809,11
davon für Altersversorgung: EUR 42.169,10 (Vorjahr: EUR 44.354,83)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 229.259,70 276.707,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.062.575,19 6.101.220,50
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 353.958,67 (Vorjahr: EUR 184.485,37)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 911.684,02 708,77
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 862.126,08 (Vorjahr: TEUR 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 353.384,51 399.436,31
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.399,52 2.445,00
11. Ergebnis nach Steuern -487.216,05 -2.092.007,81
12. Sonstige Steuern 61.977,77 26.501,73
13. Jahresfehlbetrag 549.193,82 2.118.509,54

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

I. Vorbemerkungen

Die Gesellschaft wurde bis zum 08.01.2024 im Handelsregister B des Amtsgerichts Duisburg mit der Nummer HRB 15806 geführt. Die Geschäftsanschrift lautete: Schifferstraße 166, 47059 Duisburg.

Ab dem 08.01.2024 ist der Sitz der Gesellschaft nach 40468 Düsseldorf, Peter-Müller-Straße 26, verlegt worden. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf mit der Nummer HRB 103081 geführt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde trotz des Vorliegens einer bilanziellen Überschuldung unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da aufgrund der positiven Mehrjahresplanung und der positiven Liquiditätsplanung eine positive Fortführungsprognose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Darüber hinaus hat die oberste Konzerngesellschaft, die Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A., Buttrio, Italien, am 27. Juni 2024 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie erklärt, die Gesellschaft zur Abwendung der Folgen des § 19 InsO mit ausreichenden finanziellen Mitteln zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs auszustatten. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

II. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2023 waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Restnutzungsdauer beträgt zwischen ein und zwei Jahren. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig abgeschrieben. Dabei werden alle Zugänge zum Sachanlagevermögen ausschließlich linear abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 25 bis 40 Jahre, Grundstücksanlagen 10 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 4 bis 25 Jahre, andere Anlagen 3 bis 13 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre.

Im Anlagevermögen sind die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 150,00 (bis 31. Dezember 2017) und bis EUR 250,00 (ab 1. Januar 2018) in der Finanzbuchhaltung auf einem Konto unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bzw. EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird wie im Vorjahr den steuerlichen Vorschriften entsprechend vereinfachend auch für die Handelsbilanz ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den vier folgenden Wirtschaftsjahren zu je einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Unfertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Bei langfristigen Fertigungsaufträgen werden darüber hinaus auch freiwillige soziale Leistungen aktiviert.

Ist der voraussichtliche Verkaufserlös der unfertigen Erzeugnisse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geringerer Verwertbarkeit sowie zu erwartenden niedrigeren Erlöswerten ergeben, werden durch ausreichende Wertabschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

Die geleisteten Anzahlungen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Forderungsausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten und um enthaltene Umsatzsteuer korrigierte Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem jeweiligen Kurs am Tag der Entstehung der Forderung oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages bewertet.

Die flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt und mit einem fristadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem jeweiligen Kurs am Tag der Entstehung der Verbindlichkeit oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages bewertet.

Die Realisierung der Umsatzerlöse bei Fertigungsaufträgen erfolgt mit Abnahme der Anlagen durch den Kunden und dem zu diesem Zeitpunkt anzunehmenden Gefahrenübergang.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (Körperschaftsteuer 15,0 %, Gewerbesteuer 16,28 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Zum Bilanzstichtag ergeben sich Steuerlatenzen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge sowie in Bezug auf Bewertungsunterschiede bei unfertigen Erzeugnissen und dem Geschäfts- oder Firmenwert. Die Aktivierung des zum 30. Juni 2023 vorliegenden Überhangs unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 HGB.

III. Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Bilanz

Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 9. März 2023 wurde die Danieli Projects GmbH, Düsseldorf (vormals: Duisburg), gegründet, an der die Gesellschaft 100 % des Stammkapitals in Höhe von EUR 25.000,00 hält. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister erfolgte am 26. Mai 2023. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 30.6.2023 beträgt TEUR 23, der Jahresfehlbetrag TEUR 2.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Juli 2023 und Eintragung in das Handelsregister vom 18. August 2023 wurde das Stammkapital der Tochtergesellschaft um TEUR 7.975 auf TEUR 8.000 erhöht.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen in Höhe von TEUR 29.633 (Vorjahr: TEUR 23.572) verbundene Unternehmen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen zu TEUR 77.179 (Vorjahr: TEUR 43.573) Forderungen aus Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition sowie zu TEUR 4.451 (Vorjahr: TEUR 4.091) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Wesentliche sonstige Rückstellungen bestehen für ausstehende Rechnungen (TEUR 5.995), Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 740), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 33) sowie Montage und Nachlaufkosten (TEUR 303).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen wie im Vorjahr übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von TEUR 38.050 (Vorjahr: TEUR 10.846) sowie aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 2.241 (Vorjahr: TEUR 0).

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

01.07.2022- 30.06.2023 01.07.2021- 30.06.2022
TEUR TEUR
Ausland 13.518 12.512
Inland 4.241 1.595
17.759 14.107
Scheren 9.381 9.668
Walzwerke 3.970 40
Sonstige Umsatzerlöse 4.408 4.399
17.759 14.107

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 1.199 (Vorjahr: TEUR 1.058) enthalten, die anderen Geschäftsjahren zuzuordnen sind und die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

3. Sonstige Pflichtangaben

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 59). Es entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

Verbundene Unternehmen

Es wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen getätigt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Aus Miet- und Leasingverträgen 395 790 1

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus dem Mietvertrag für die Büroflächen nebst PKW-Stellplätzen in Duisburg, Schifferstrasse 166, mit einer finanziellen Belastung von TEUR 98 (bis 1. Januar 2024) und aus dem Mietvertrag für die Büroflächen nebst PKW-Stellflächen in Düsseldorf, Peter-Müller-Str. 24-26, mit einer finanziellen Belastung in Höhe von insgesamt TEUR 462 (bis 30.11.2028).

Die Miet- und Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten oder gemieteten Vermögensgegenstände.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im September 2023 wurde bekanntgegeben, dass die Werkstatt der Danieli Germany GmbH in Meinerzhagen mit Wirkung zum 30.06.2024 geschlossen wird. Im Zuge der Schließung werden ein einstelliger Personalabbau und zukünftige Kostenersparnisse zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erwartet.

Im Februar 2024 wurden 100 % der Anteile an der Vorratsgesellschaft Rheinsee 1040. VV GmbH erworben. Anschließend erfolgte die Änderung der Firma in Danieli Metallurgy GmbH. Die Danieli Metallurgy GmbH wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf mit der Nummer HRB 103197 geführt. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Betreuung und Abwicklung von Großprojekten im metallurgischen Anlagenbau.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 27. Juli 2023 und Eintragung in das Handelsregister vom 18. August 2023 wurde das Stammkapital der Tochtergesellschaft Danieli Projects GmbH, Düsseldorf, um TEUR 7.975 auf TEUR 8.000 erhöht.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterentwicklung stellt sich im Geschäftsjahres-Durchschnitt wie folgt dar:

01.07.2022- 30.06.2023 01.07.2021- 30.06.2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 11 12
Angestellte 78 82
89 94

Mutterunternehmen und Konzernzugehörigkeit

Die Danieli Germany GmbH, Duisburg, ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Industrielle Beteiligung S.A., Luxemburg. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft, der Danieli & C. Officine Meccaniche S.p.A., Buttrio, Italien, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Konzernabschluss

Die Danieli Germany GmbH ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 293 Abs. 1 HGB befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag der Gesellschaft in Höhe von TEUR 549 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird wahrgenommen durch

Herrn Stefan Berger.

Der Geschäftsführer ist hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB (Angabe der Geschäftsführerbezüge) wurde Gebrauch gemacht.

 

Düsseldorf, den 6. September 2024

Danieli Germany GmbH

Stefan Berger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.7.2022 Zugänge Abgänge Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 771.523,20 0,00 0,00 771.523,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.358.803,72 0,00 0,00 4.358.803,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 835.568,32 7.139,20 0,00 842.707,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.964.170,61 29.402,76 0,00 3.993.573,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 8.598,25 8.598,25 0,00
9.158.542,65 45.140,21 8.598,25 9.195.084,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
9.930.065,85 70.140,21 8.598,25 9.991.607,81
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.7.2022 Zugänge Stand am 30.6.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 770.973,85 518,34 771.492,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.499.487,70 138.664,55 1.638.152,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 773.213,47 20.024,93 793.238,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.706.604,83 70.051,88 3.776.656,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
5.979.306,00 228.741,36 6.208.047,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
6.750.279,85 229.259,70 6.979.539,55
Nettobuchwerte
Stand am 30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31,01 549,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.720.651,47 2.859.316,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.469,12 62.354,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.916,66 257.565,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00
2.987.037,25 3.179.236,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00
3.012.068,26 3.179.786,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Danieli Germany GmbH, Düsseldorf (vormals: Duisburg)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Danieli Germany GmbH, Düsseldorf (vormals: Duisburg), - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Danieli Germany GmbH, Düsseldorf (vormals: Duisburg), für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. September 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Detlef Herrel, Wirtschaftsprüfer

Benedict Verfürth, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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