Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 205008
Eingetragen
8.12.2014
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenStationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeSonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Gegenstand
Die Förderung der Altenhilfe und des Wohlfahrtswesens. Die Gesellschaft wird Mitglied in dem Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch den Betrieb von Altenund Pflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Tobias Henkel
seit 2.6.2023
Prokura
Mirko Bloemke
seit 10.5.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
gemeinnützige Evangelische Stiftung Neuerkerode
51.00%
Evangelisch-lutherische Diakonissenanstalt Marienstift, (rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts)
49.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Evangelisch-lutherische Diakonissenanstalt Marienstift, (rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts)
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bethanien gGmbH

Braunschweig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Bethanien gGmbH betreibt auf dem Gelände Helmstedter Straße 35 in 38102 Braunschweig ein Senioren- und Pflegezentrum mit insgesamt 210 Pflegeplätzen (seit dem 1. Januar 2021), einschl. eingestreuter Kurzzeitpflege. Die Liegenschaften werden von der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift (MSB) angemietet.

Als weiteren Standort betreibt die Bethanien gGmbH seit dem Jahr 2020 auf dem Gelände Bismarckstraße 10 in 38102 Braunschweig ein Senioren- und Pflegezentrum mit insgesamt 97 Pflegeplätzen, einschl. eingestreuter Kurzzeitpflege. Die Liegenschaften werden von der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (ESN) angemietet.

Im Gebäude Helmstedter Straße 35 in 38102 Braunschweig befindet sich die Zentralküche als Bestandteil der Mehrwerk gGmbH, die ebenfalls die Essensversorgung für die Krankenhaus Marienstift gGmbH übernimmt sowie einige weitere externe Kunden von hier aus bedient.

Die Pflege im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien ist ausgerichtet an einem christlich geprägten Menschenbild, welches Grundlage unseres Hauses und Leitbildes ist.

Die Ausrichtung des Unternehmens und die Unternehmensstrategie folgen dem Leitbild der Evangelischen Stiftung Neuerkerode als Bestandteil des sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerkes der Unternehmensgruppe (UG). Die Evangelische Stiftung Neuerkerode übernimmt als Managementholding die Aufgaben der Bereiche Finanzen und Personalwesen sowie der Bereiche IT, Unternehmenskommunikation und Unternehmensentwicklung.

Die Geschäftsführung wurde durch Herrn Mirko Bloemke wahrgenommen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das pflegerische Versorgungssystem in Deutschland befand sich bereits vor der Pandemie an der Belastungsgrenze. Die demografisch bedingte Alterung der Gesellschaft eröffnet Pflegeheimen und ambulanter Altenpflege eine auch langfristig wachsende Nachfrage.

Vor diesem Hintergrund zeichnen sich die Herausforderungen hinsichtlich der Finanzierung immer deutlicher ab. So kompensiert die mit der Pflegereform des Jahres 2021 beschlossene Reduktion der pflegebedingten Eigenanteile in der stationären Pflege nicht die steigende finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen durch Tariferhöhung und Mehrpersonalisierung.

Aktuell hat der Altenhilfesektor noch mit den Herausforderungen der letzten Jahre wie der Digitalisierung und dem großen Thema Personalbedarf zu kämpfen.

Hinzu kommen neue Rahmenbedingungen und gesetzliche Vorgaben, wie die Tariferhöhungen, das neue Personalbemessungsverfahren (§ 113 c SGB XI) und die im Juni 2021 vom Bundestag beschlossene neue Pflegereform (Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG)).

Die Folgewirkungen von Krieg, Energiekrise, Inflation und sogar Rezession sind ebenfalls in der Altenhilfe spürbar.

Die Aufgabe, langfristig nachhaltig zu handeln, ereilt nun auch die Gesundheitsbranche - nicht zuletzt durch die Energiekrise. Schon heute müssen in Gesundheitseinrichtungen die Weichen gestellt werden für eine strategisch nachhaltige Ausrichtung des gesamten Unternehmens.

Die Bethanien gGmbH genießt in der Stadt Braunschweig und Umgebung einen ausgezeichneten Ruf für kompetente Pflegeleistungen und ist einer der größten Anbieter. Die Entgelte sind im oberen Preissegment vergleichbarer Angebote positioniert.

Die Nachfrage im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien ist durch einen guten Kontakt zu den zuweisenden Krankenhäusern, ambulanten Pflegediensten und eine Präsenz am privaten Nachfragemarkt gut. Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zukunft Kreativität und Innovation bei der konzeptionellen Ausrichtung verlangt. So zählen palliative Pflege und damit verbundene Sterbebegleitung und Seelsorge auch für die Angehörigen durchaus bereits zu den Standardangeboten. Auch die Versorgung von an Demenz erkrankten Bewohner ist nicht zu vernachlässigen und wird auch in Zukunft einen zentralen Bestandteil an der Ausrichtung der Einrichtung ausmachen.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich davon geprägt, die Finanzierung der krisenbedingten Mehrkosten sicherzustellen, Erlösausfälle zu kompensieren und die benötigte personelle Unterstützung zu gewährleisten. Die Bethanien gGmbH hat dies mit der Unterstützung des Hauptgesellschafters gemeistert.

Durch die Pandemie bedingte Einschränkungen in der Belegung in Pflege- und Betreuungsplätze gab es im Berichtsjahr nicht. Im Jahr 2023 waren die Einrichtung gut ausgelastet. In der Stadt Braunschweig besteht ein Überangebot an stationären Pflegeplätzen. Umso bemerkenswerter ist daher das erzielte Auslastungsergebnis der Einrichtung. Die Pflegegradstruktur hat sich auf ausgewogenem Niveau stabilisiert.

Dieser Belegungswert ist einem gut funktionierenden Belegungsmanagement, der Vernetzung mit den externen Zuweisern und einer Nutzung des sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerkes der Evangelischen Stiftung Neuerkerode zu verdanken.

Im Berichtsjahr fand eine Regelprüfung durch den Medizinischen Dienst Niedersachsen (MD) statt. Hierbei konnte den Einrichtungen eine gute Benotung beschieden werden. Durch die kontinuierliche qualitative Weiterentwicklung im Leitungsteam und bei den Pflegekräften konnten diese überdurchschnittlichen Benotungen erreicht werden.

Auch die Gewinnung von Pflegefach- und Assistenzkräften stellt die Einrichtung vor Herausforderungen. Der personelle Pflegenotstand am Arbeitsmarkt verstärkt sich nach wie vor und verlangt nach Alleinstellungsmerkmalen in der Gewinnung und Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und insbesondere deren Bindung an das Unternehmen. Auch im laufenden Geschäftsjahr konnte der Einsatz von Fremdpersonal nicht vermieden werden. Im Jahr 2023 wurde aus diesem Grund der Praxis- und Einarbeitungskoordinator eingeführt. Die Aufgabe des Praxis- und Einarbeitungskoordinators beginnt bereits vor Arbeitsbeginn durch die Begleitung und Organisation für den Arbeitsbeginn neuer Mitarbeiter: innen und die weitere Begleitung bis zum Probezeitende.

Im Dezember 2023 wurde bei den Kostenträgern eine Anzeige nach §7 NHeimG Reduzierung der Platzzahl auf 202 Betten und eine Nutzungsänderung des Bereiches Martha gestellt. Aufgrund des Starkregenereignisses Mitte des Jahres musste der begleitende und soziale Dienst in den Bereich Martha umziehen, da auch zum Ende des Jahres noch keine Nacharbeitungen im Kellergeschoss stattgefunden haben. Hintergrund ist die noch nicht vollständig zugesicherte Schadensübernahme durch die Versicherung.

2.3 Ertragslage

Die Bethanien gGmbH weist im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 953 auf. Der Umfang der Aufwendungen für Fremdpersonal ist nach wie vor hoch.

Das Jahresergebnis setzt sich aus einem Betriebsergebnis in Höhe von TEUR -1.378 sowie einem Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1 zusammen. Darüber hinaus ist ein neutrales Ergebnis in Höhe von TEUR 426 zu verzeichnen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 670 auf TEUR 17.768 bei gleichzeitigem Anstieg der Personalkosten.

2.4 Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und Verwendung finanzieller Mittel gibt die folgende Kapitalflussrechnung, die die Zahlungsmittelflüsse auf Basis des Finanzmittelfonds (flüssige Mittel) nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) entspricht:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -27 93
- Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -169 -62
+ Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 246 -55
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 50 -24
+ Finanzmittel am Anfang der Periode 733 757
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 783 733

Mit der Unterstützung des Hauptgesellschafters war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.

Investitionen wurden in geringem Umfang in Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

2.5 Vermögenslage

Die Kennzahlen zur Vermögenslage stellen sich wie folgt dar:

Kennzahlen zur Vermögenslage Maßeinheit 2023 2022 2021
Anlagenintensität Anlagevermögen x 100
Bilanzsumme % 38,0 35,2 37,2
Nettoinvestitionen Investitionen ./. Abschreibungen TEUR 172 -209 -220
Eigenkapitalquote Eigenkapital x 100
Bilanzsumme % 2,0 5,2 6,1

2.6 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir stützen uns für unsere interne Unternehmenssteuerung insbesondere auf die Kennzahlen Auslastung der vorhandenen Angebote, Personaleinsatz- und -Aufwandsquote, sowie Liquidität auf kurze Sicht.

Aufgrund unserer Satzungszwecke ist unsere Tätigkeit auf eine langfristige Substanz- und Vermögenserhaltung ausgerichtet.

3. Prognosebericht

Im Jahr 2024 wird die Bettenreduzierung auf 202 Betten angestrebt. Hintergrund der Reduzierung sind die nicht belegbaren Betten im Doppelzimmer.

In der Planung für das Geschäftsjahr 2024 wird von einem negativen Jahresergebnis, das etwas unter dem Geschäftsjahres 2023 liegt, ausgegangen, begründet durch die anhaltenden Auswirkungen des Preisanstieges insbesondere bei den Energiekosten.

4. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Risiken ergeben sich insbesondere durch die tarifliche Entwicklung wie auch durch den spürbaren Fachkräftemangel bei Pflegekräften sowie den Folgewirkungen von Krieg, Energiekrise und Inflation. Vor diesem Hintergrund werden innovative Konzepte zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen zunehmend wichtig.

Eine gesundheitspolitische Konzentration zum einen auf die Finanzierung der Pflegeversicherung bzw. die zukünftige Finanzierung von Pflegeleistungen und zum anderen auf die Frage, wie die notwendigen Pflegeleistungen in Zukunft sichergestellt werden können, ist unausweichlich.

Die klassische vollstationäre Pflege der vergangenen Jahre ist heute bereits nicht mehr im gleichen Umfang nachgefragt, sondern verschiebt sich in Bereiche fachspezifischer Pflege. So kommen ambulante Pflege, Tagespflege, bei Bedarf Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Krankenhausanschlusspflege, palliative Pflege und Pflegewohnformen immer mehr zur Geltung.

Ertragsorientierte Risiken

Durch die Tariftreue liegt das Senioren- und Pflegzentrum Bethanien in Braunschweig preislich im oberen Segment.

Da neben der Qualität auch ein Preisvergleich mit den Wettbewerbern am Pflegemarkt stattfindet, besteht die Gefahr von Leerständen und schlechter Belegung. Umso mehr ist es wichtig, parallel zum Preis eine erstklassig pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung weiterhin aufrecht zu erhalten, bzw. zu gewährleisten und das Haus baulich in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Senioren- und Pflegezentrums Bethanien ist ein Fortbestand der Gesellschaft nur durch die zugesagte Stützung durch den Mehrheitsgesellschafter gewährleistet. Dadurch bedingt sind aktuell weder steigende Finanzierungskosten noch Engpässe in der Liquiditätslage zu erwarten.

Chancenbericht

Wachstum und die finanzielle sowie die strategische Bedeutung der Altenhilfe in der Holding erfordern eine abgestimmte Strategie und eine gemeinsame Führung dieses Geschäftsfelds. Aus diesem Grund ist ab dem 1. Januar 2023 ein Geschäftsführer für das gesamte Geschäftsfeld der Altenhilfe im Verbund verantwortlich.

Gesamtversorgungsverträge (Verknüpfung einzelner Versorgungsverträge) für selbstständig wirtschaftende und vor Ort organisatorisch verbundene Einrichtungsteile, sind eine mögliche Chance, Menschen, die dieselben Interessen, Werte und Ideale teilen, für neue ländliche Versorgungsinnovationen zu begeistern und einen echten Mehrwert in der Versorgung und Betreuung der Pflegebedürftigen durch den Ausbau des Versorgungsangebots (im Quartier) zu erreichen.

Bei rechtzeitiger Anpassung der Pflege- und Versorgungsangebote an die Nachfrage am Pflegemarkt dürfte das Senioren- und Pflegezentrum Bethanien auch weiterhin gut gefragt und belegt sein. Gleiches gilt bei entsprechender Pflege und Entwicklung des Personals und der damit verbundenen Personalbindung an das Unternehmen sowie hinsichtlich baulicher Veränderungen.

Die Bethanien gGmbH versteht sich zukünftig als Senioren- und Pflegequartier und entwickelt ein darauf aufbauendes differenziertes Angebotsportfolio. Ein wesentlicher Faktor war die Übernahme der Diakoniestation Braunschweig gGmbH durch die Evangelische Stiftung Neuerkerode, die als ambulanter Versorgungs- und Pflegedienst die Dienstleistungen am Standort St. Vinzenz in die Quartiere der Stadt Braunschweig erbringt. Mit dem weiteren Angebot einer ausgelasteten Tagespflegeeinrichtung gelingt der Bethanien gGmbH eine optimale Ausnutzung der Wertschöpfungskette und eine stärkere Berücksichtigung der ambulanten und sozialräumlichen Struktur.

Verstärkt wird dies durch das Angebot der Bethanien gGmbH, am Standort Quartier St. Leonhard insgesamt 20 altersgerechte Wohnungen in Verbindung mit möglichen Serviceleistungen der Diakoniestation Braunschweig gGmbH zu vermieten.

Daher sollten die Anstrengung der gesamten Unternehmensgruppe zur Implementierung von leistungsfähigen Strukturen in der Geriatrie drastisch verstärkt sowie konsequent in Care- und Case-Management-Strukturen implementiert werden.

Eine tragfähige, sektorenübergreifende Kooperations- und Vernetzungsstruktur sowie eine bedarfsangemessene Infrastruktur werden hier als zukunftssichernd beurteilt.

Die Ausrichtung im Bereich der Serviceleistungen in den Bereichen Verpflegung und Reinigung, die durch die Mehrwerk gGmbH (Bestandteil des sektorenübergreifenden Versorgungsnetzwerkes der Unternehmensgruppe (UG)) erbracht wird, verändert sich im Jahr 2024 in der Bethanien gGmbH. Die Prozesse werden von beiden Gesellschaften angepasst, um eine wirtschaftlichere Betriebsführung zu gewährleisten und die Bethanien gGmbH auch in diesen Bereichen positiv weiterzuentwickeln.

Auch durch die Tariferhöhungen des TVDN im Jahr 2024 wird der Wettbewerb um die Personalgewinnung weiterhin ein wichtiger Bestandteil bleiben. Im Geschäftsjahr wurde ein fortlaufender Prozess zur Arbeitgeberattraktivität angestoßen, der unter dem Motto "Miteinander wachsen, miteinander gestalten" auch in den nächsten Jahren weitergeführt wird. Der Prozess startete mit einer Mitarbeitendenumfrage und Workshops unter Einbindung der Mitarbeitenden und Führungskräften, woraus Maßnahmen für das Employer Branding und für ein zielgruppenspezifisches Arbeitgerbermarketing abgeleitet wurden. Durch Stärkung der Arbeitgeberattraktivität wird die Konkurrenzfähigkeit am Arbeitsmarkt sichergestellt.

Die Entwicklung von neuen Personalkonzepten, insbesondere in den Bereichen Arbeitszeit, Dienstplangestaltung, Arbeitszeitmodelle, Personalentwicklung und Schulungen ist ebenfalls ein wichtiger Baustein in der Personalarbeit. In der Vorhaltung der eigenen Fachschule für die generalistische Ausbildung und Einführung weiterer Berufsabschlüsse wie die Pflegeassistenz sieht die Geschäftsführung im stärker werdenden Wettbewerb um Fachkräfte in der Altenhilfe eine gute Positionierung.

Steigende Energiekosten setzen Unternehmen massiv unter Druck. Es lohnt sich daher umso mehr, ihren Verbrauch zu reduzieren. Nicht nur, weil es gilt, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Nachhaltigkeit besteht grob gesagt aus drei Säulen: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Es geht also um Kosten und Gewinn, Umweltschutz und Arbeitsplatzsicherheit.

Die aktuelle Energiekrise birgt trotz zahlreicher Probleme im Tagesgeschäft daher eine sehr gute Möglichkeit, in das Thema Nachhaltigkeit einzusteigen. Denn eine Verbrauchsreduzierung wirkt sich positiv auf die drei genannten Säulen aus und trägt dauerhaft dazu bei, dass Unternehmen erfolgreicher arbeiten.

Die Gesellschaft wird weiterhin auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterinnen ESN und MSB angewiesen sein. Die Gesellschaft hat einen Betriebskostenzuschuss i. H. v. TEUR 100 von der Gesellschafterin ESN erhalten. Zusätzlich wurde das Eigenkapital durch beide Gesellschafterinnen frisch gestärkt um ein negatives Eigenkapital zu vermeiden.

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war maßgeblich von Kostensteigerungen geprägt.

Die Herausforderungen, die Finanzierung der krisenbedingten Mehrkosten sicherzustellen, Erlösausfälle zu kompensieren und die benötigte personelle Unterstützung zu gewährleisten, hat die Bethanien gGmbH bisher gemeistert. Für die zukünftige Entwicklung wird die Personalgewinnung ein entscheidender Faktor sein.

Mit den gestarteten Veränderungsprozessen sehen wir uns in der Lage, bei entsprechender Weiterentwicklung der Einrichtung diesen Risiken gegenüber gut gerüstet dazustehen.

Wir gehen davon aus, dass sich die Gesellschaft in allen Bereichen positiv weiterentwickeln wird und eine positive Fortführung gegeben ist.

 

Braunschweig, den 15. Mai 2024

gez. Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.209.709,92 1.037.412,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.458,35 14.769,39
II. Sachanlagen 1.204.251,57 1.022.643,29
1. technische Anlagen und Maschinen 117.410,37 135.948,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.086.841,20 886.694,44
B. Umlaufvermögen 1.971.528,15 1.909.800,55
I. Vorräte 6.911,00 113.172,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.182.054,09 1.064.094,34
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 319.301,28 235.659,91
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 655.406,41 570.016,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 782.563,06 732.533,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.314,95
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.181.238,07 2.948.528,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 63.807,12 151.959,69
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.064.500,00 1.200.000,00
III. Gewinnrücklagen 19.738,88 33.499,30
IV. Bilanzverlust 2.045.431,76 1.106.539,61
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 80.842,11 105.360,87
C. Rückstellungen 516.050,00 967.888,91
D. Verbindlichkeiten 2.520.538,84 1.723.318,71
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 1.549.958,61 1.009.809,86
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.181.238,07 2.948.528,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.479.222,19 15.929.234,98
2. Personalaufwand 10.299.345,34 9.211.565,54
a) Löhne und Gehälter 8.138.093,70 7.238.460,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.161.251,64 1.973.105,21
3. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 326.454,85 270.683,16
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.804.853,57 6.495.300,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.479,00 0,00
davon aus der Abzinsung von Rückstellung 3.479,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.270,00 4.859,00
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 0,00 29,00
7. Ergebnis nach Steuern -952.222,57 -53.172,79
8. sonstige Steuern 430,00 430,00
Jahresfehlbetrag 952.652,57 53.602,79

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresfehlbetrag -952.652,57 -53.602,79
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.106.539,61 -1.064.517,81
3. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 13.760,42 11.580,99
4. Bilanzverlust 2.045.431,76 1.106.539,61

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft mit der Firma Bethanien gGmbH und Sitz in Braunschweig ist unter der Nummer HRB 205008 in das Handelsregister beim Amtsgericht Braunschweig eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss der Bethanien gGmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften §§ 254 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Erläuterungen zur Bilanz

Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Unter Berücksichtigung der vom Hauptgesellschafter zugesagten Stützungsmaßnahmen wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Annahme der Unternehmensfortführung ausgegangen.

Darstellungs- und Bewertungsstetigkeit

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und als Abgänge ausgewiesen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögengegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände bestehen ausschließlich in EURO und sind zum Nennwert angesetzt. Alle Forderungen haben wie am Vorjahresstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 655.406,41 (Vorjahr EUR 570.016,05).

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Beträge sind zum Nennwert angesetzt und bestehen in EURO.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00. Es ist voll eingezahlt und zum Nennwert angesetzt.

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresfehlbetrag -953 -54
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.106 -1.065
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 13 12
Bilanzverlust -2.045 -1.106

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird dem Verwaltungsrat vorschlagen, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.045.431,76 (Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 952.652,57, Entnahme aus Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 13.760,42 und Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.106.539,61) auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Die Sonderposten werden entsprechend der Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände anteilig aufgelöst.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach dem Pauschalwertverfahren unter Berücksichtigung eines Kostentrends von 2,0 %. Der angesammelte Anspruch wird mit dem Zinssatz von 1,51 % über die durchschnittliche Restlaufzeit von zehn Jahren abgezinst.

Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für rückständigen Urlaub, Mehrarbeitsstunden und Altersteilzeit sowie für eventuelle Rückzahlungsrisiken und Prüfungskosten enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in EURO und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie haben folgende Restlaufzeiten:

davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
mehr als 1 Jahr
EUR
mehr als 5 Jahren
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 482.469,34 482.469,34 0,00 0,00
(Vorjahr 257.039,64 257.039,64 0,00 0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.549.958,61 379.958,61 1.170.000,00 250.000,00
(Vorjahr 1.009.809,86 659.809,86 350.000,00 150.000,00)
3. sonstige Verbindlichkeiten 488.110,89 488.110,89 0,00 0,00
(Vorjahr 456.469,21 456.469,21 0,00 0,00)
- davon aus Steuern 64.484,47 (Vorjahr 65.671,80)
2.520.538,84 1.350.538,84 1.170.000,00 250.000,00
(Vorjahr 1.723.318,71 1.373.318,71 350.000,00 150.000,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.293.707,76 (Vorjahr EUR 852.243,05).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gesamt 5 Jahre
TEUR
fällig 2024
TEUR
fällig 2025-2028
TEUR
Miet-, Erbbau- und Pachtverträge für Grundstücke und Gebäude 13.245 2.649 10.596
(davon gegenüber dem Gesellschafter) (5.620) (1.124) (4.496)
sonstige Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträge 300 60 240
13.545 2.709 10.836

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 523.539,37 (Vorjahr EUR 478.225,89) enthalten.

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 221 - umgerechnet auf Vollbeschäftigte 168 - Mitarbeiter / innen (ohne Geschäftsführer) beschäftigt:

Durschnitt 2023
Leitung und Verwaltung 8
Pflegepersonal / begleitender Dienst 136
Pflegedienstleitung 2
Wirtschaftspersonal 3
Hausmeister 4
Pflege § 43b SGB XI 15
übrige 1
168

Mitglieder der Geschäftsführung

• Herr Mirko Bloemke, Pflege- und Gesundheitsmanager, Braunschweig

Mitglieder des Verwaltungs- / Stiftungsrats

• Herr Prof. Dr. Wilhelm-Albrecht Achilles, Braunschweig - Vorsitzender -

• Herr Hans-Heinrich Seeliger, Wolfenbüttel - stellvertretender Vorsitzender -

• Herr Thomas Gleicher, Peine

• Herr Thomas Hofer, Braunschweig

• Frau Dr. Claudia Jahnke, Braunschweig

• Herr Frithjof von Kessel, Meine (ab 28. September 2023)

• Herr Jörg Matthes, Braunschweig (bis 29. Juni 2023)

• Herr Dr. Bernd Meier, Salzgitter

• Herr Ralf Pape, Hessisch-Oldendorf (bis 28. September 2023)

• Frau Petra Wehmeyer, Braunschweig (ab 29. Juni 2023)

• Herr Bernd Wrede, Braunschweig

• Herr Mirko Bloemke, Pflege- und Gesundheitsmanager, Braunschweig

 

Braunschweig, den 15. Mai 2024

gez. Geschäftsführung

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.097,61 0,00 0,00 70.097,61
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 185.384,82 0,00 0,00 185.384,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.880.189,88 498.752,09 80.358,80 5.298.583,17
5.065.574,70 498.752,09 80.358,80 5.483.967,99
5.135.672,31 498.752,09 80.358,80 5.554.065,60
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.328,22 9.311,04 0,00 64.639,26
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 49.435,97 18.538,48 0,00 67.974,45
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.993.495,44 298.605,33 80.358,80 4.211.741,97
4.042.931,41 317.143,81 80.358,80 4.279.716,42
4.098.259,63 326.454,85 80.358,80 4.344.355,68
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.458,35 14.769,39
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 117.410,37 135.948,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.086.841,20 886.694,44
1.204.251,57 1.022.643,29
1.209.709,92 1.037.412,68

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie folgt beschlossen: Der Bilanzverlust in Höhe von EUR 2.045.431,76 (Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 952.652.57, Entnahmen aus Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 13.760,42 und Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.106.539,61) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden Jahresabschluss wurden größenabhängige Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bethanien gGmbH, Braunschweig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bethanien gGmbH, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bethanien gGmbH, Braunschweig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 15. Mai 2024

FB-Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nico Rühmkorb, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

9 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.