Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 5154
Vorher
USB Umweltservice Bochum GmbH
Eingetragen
16.12.1994
Branche
BeteiligungsgesellschaftenEnergetische Verwertung von AbfällenErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung der Aufgaben der Entsorgung von Siedlungsabfällen, Gewerbe- und Industrieabfällen, Problem- und Sonderabfällen und Wertstoffen, deren stoffliche Wiedereinbringung in den Wirtschaftskreislauf, deren Zuführung zur stofflichen und energetischen Verwertung sowie der umweltschonenden Behandlung und Ablagerung der nicht verwertbaren Reststoffe. 2. Das Unternehmen übernimmt plant, finanziert, baut oder betreibt die dafür erforderlichen Anlagen oder beteiligt sich an diesen. 3. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte einzugehen, die der Erreichung oder Förderung des Unternehmensgegenstandes dienen. Sie kann zu diesem Zweck Beteiligungen erwerben und Gesellschaften gründen. Ihr Wirkungskreis erstreckt sich vorrangig und unter Wahrung der berechtigten Interessen der betroffenen kommunalen Gebietskörperschaften auf das Gebiet des EKOCity Abfallwirtschaftsverbandes und ist im Übrigen durch das bisherige Geschäftsgebiet der Firma USB Umweltservice Bochum GmbH begrenzt. Ausgenommen von dieser Begrenzung sind sämtliche Formen kommunaler Zusammenarbeit. 4. Die Vorschriften des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Bochum und des Landesgleichstellungsgesetzes finden Anwendung. 5. Die Gesellschaft ist so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katja Haverkamp
seit 1.7.2019
Prokura
Christian Kley
seit 12.11.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jochen Anderheide
seit 2.1.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
Stadt Bochum
53.61%
Stadt Herne
26.15%
Stadt Witten
14.30%
Stadt Bochum
5.00%
Stadt Bochum
0.95%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

"USB Service GmbH"

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die USB Service GmbH nimmt vornehmlich Aufgaben für die EKOCity GmbH und für privatrechtliche Auftraggeber wahr. In diesem Rahmen werden die Betriebsführung der Sperrmüll- und Gewerbeabfallaufbereitungsanlage am EKOCityCenter (ECC) für die EKOCity GmbH und Containerdienstleistungen für private und gewerbliche Kunden durchgeführt. Das ECC ist an die EKOCity GmbH verpachtet, so dass die USB Service GmbH hierfür Pacht- und Betriebsführungsentgelte erhält.

Die EKOCity GmbH führt die thermische Behandlung, die mechanische Aufbereitung, die Vorbehandlung und die Beseitigung von Siedlungs-, Sperrmüll- und Gewerbeabfällen durch, die im Gebiet des Abfallwirtschaftsverbandes EKOCity anfallen bzw.

gesammelt werden oder zur Verwertung oder Beseitigung überlassen worden sind.

Der Containerdienst erbringt seine Leistungen von dem gesonderten Standort "Rombacher Hütte" in Bochum. Das Leistungsspektrum beinhaltet die Gestellung von Containern für Abfälle und Wertstoffe und deren fachgerechte Verwertung und Entsorgung. Zum Kundenstamm gehören sowohl Industrie- und Gewerbe- als auch Privatkunden. Des Weiteren holt der Containerdienst die Mengen von den Wertstoffhöfen der USB Bochum GmbH ab. Dafür stellt die USB Service GmbH der USB Bochum GmbH Transportentgelte in Rechnung.

Die USB Service GmbH erfüllt insbesondere mit der Wahrnehmung von Aufgaben für die EKOCity GmbH einen öffentlichen Zweck und ist ihm durch den Betrieb des ECCs unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Ziele in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus ist die USB Service GmbH zu 100 % an der RAU-Recycling am Umweltpark GmbH (RAU) beteiligt. Die einzige Niederlassung ist in Bochum.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 zeichnete sich in erster Linie durch den deutlichen Kaufkraftverlust aus, welcher die Auswirkung des Energie- und Nahrungsmittelpreisanstieges, der geopolitischen Krisen, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie den geldpolitischen Straffungen war. Vor allem der private Konsum ist im vergangenen Jahr um 0,8 % zurückgegangen, womit er unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 lag. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3 %

gesunken. 1

1 12.02.2024: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Für das Wirtschaftsjahr 2024 wird nach Prognose des ifo Institutes mit einer BIP-Senkung von 0,5 % gerechnet. 2

2 22.02.2024: ifo-Institut senkt BIP-Prognose für 2024 (finanzmarktwelt.de)

Die Abfallwirtschaft als systemrelevanter Wirtschaftszweig stand im Geschäftsjahr 2023 vor negativen Entwicklungen und musste mit gestiegenen Energiepreisen und hohen Inflationsraten zurechtkommen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sind bei den Entsorgern deutlich spürbar gewesen. Durch die anhaltende geringe Kaufkraft bei den Menschen ist das kommunale Müllaufkommen weiterhin auf dem geringen Niveau des Vorjahres verblieben.

Das Abfallrecht unterliegt ständigen Veränderungen. Neben zahlreichen Strategiepapieren zum Schutz von Umwelt und Ressourcen gibt es laufend Gesetzgebungsinitiativen. Auch die Rechtsprechung beschäftigt sich regelmäßig mit der Auslegung bestehender Gesetze und Verordnungen. So ist die Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes am 29. Oktober 2020 in Kraft getreten. Die Novellierung dient in erster Linie der Umsetzung der geänderten EU-Abfallrahmenrichtlinie und der Regelungen der Einwegkunststoff-Richtlinie. Darüber hinaus wird mit der Novelle eine ökologische Fortentwicklung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes angestrebt. Der Schwerpunkt liegt in einem Ausbau der Abfallvermeidung, einer verbesserten Kreislaufschließung und Ressourcenschonung.

2.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.2.1 Allgemeine Entwicklung

Die Leistungen des Containerdienstes und die Anlieferungen im Bereich Gewerbe-abfall haben sich im ersten Quartal 2023 planmäßig entwickelt. Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 war im Bereich Containerdienst und Logistik mit einer Auslastung von größer 90 %, für den Bereich des EKOCityCenters von nahezu 92 % zu rechnen.

Die Leistungen des Containerdienstes und die angelieferten Mengen im Bereich Gewerbeabfall haben sich ab dem zweiten Quartal 2023 überplanmäßig entwickelt.

Die Preise und damit die Umsatzerlöse für die Rohstoffe waren seinerzeit weiterhin von hoch volatilen Märkten geprägt. Die Umsatzerlöse für Holz sowie für die Gewerbeabfälle haben weiter deutlichen Schwankungen unterlegen; dies galt ebenso für die Metall- und Schrotterlöse. Die Erlöse für die thermische Verwertung der produzierten Recyclinghackschnitzel unterliegen starken Schwankungen und ließen von einem weiteren Preisverfall ausgehen.

Dass der Jahresabschluss 2023 trotz eines befürchteten Verlustes überplanmäßig positiv ausgefallen ist, resultiert in erster Linie aus nicht vorhersehbaren positiven Effekten in 2023, wie z. B. dem hohen überproportionalen Anstieg der Marktpreise für die Metall-, Schrott-, und Holzverwertung und einer nicht geplanten Gewinnausschüttung von der Tochterfirma RAU GmbH sowie den weit über Plan liegenden Erlösen im Bereich Containerdienst.

Im Bereich der Holzverwertung war für einen Großteil der Mengen (rd. 40.000 t) ein Verwertungserlös in Höhe von 5 EUR/t angesetzt worden, da ein höherer Ansatz aufgrund der stark schwankenden Märkte mit einem zu hohen Risiko behaftet gewesen wäre. Dieser Planansatz wurde im Durchschnitt auf das Jahr 2023 betrachtet überschritten. Des Weiteren haben die sonstigen betrieblichen Erträge mit den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen einen einmaligen, außerplanmäßig positiven Effekt auf das Ergebnis der USB Service GmbH

2.2.2 Finanzielle Entwicklung im Einzelnen

Die USB Service GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 1.414 TEUR ab. Damit fällt das Ergebnis vor Gewinnabführung im Vergleich zu dem Ergebnis 2022 um 778 TEUR niedriger und im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2023 um 1.194 TEUR höher aus. Positiv ausgewirkt haben sich in 2023 insbesondere der überproportionale Anstieg der Erlöse aus dem Containerdienst- und dem Maklergeschäft sowie die Gewinnausschüttung der Tochterfirma RAU GmbH.

Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung der USB Service GmbH von Bedeutung sind, fasst nachfolgende Tabelle zusammen:

Ist 2023 Ist 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 29.355 29.065
Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.881 17.432
Ergebnis vor Ergebnisabführung 1.414 2.192

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die USB Service GmbH ihren Umsatz mit 29.355 TEUR (Vorjahr 29.065 TEUR) um 1,0% gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Anstieg bei den Umsatzerlösen ist im Wesentlichen auf die hohen Erlöse aus dem Containerdienst und dem Maklergeschäft (+ 799 TEUR) zurückzuführen. Auch die vertraglich kalkulierten und festgelegten Pacht- und Betriebsführungsentgelte sind im Vergleich zum Vorjahr um 122 TEUR (0,8 %) gestiegen. Rückläufig waren insbesondere die Erlöse aus dem Verkauf der Sortierreste als Ersatzbrennstoffe und aus der Annahme von Metall und Holz um insgesamt 544 TEUR u.a. aufgrund von Mengenrückgängen. Allerdings ist die Preisentwicklung für die Holz- und Schrottverwertung weiterhin grundsätzlich als positiv zu bewerten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 3.701 TEUR. Die EBITDA-Marge betrug 12,6 %

(Vorjahr 17,8 %). Der Rückgang ist in erster Linie auf überproportional gestiegene Materialaufwendungen zurückzuführen.

Die Materialaufwendungen stiegen 2023 um 12,6 % auf 21.233 TEUR (Vorjahr 18.855 TEUR). Die Aufwendungen setzten sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 1.352 TEUR und den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 19.881 TEUR zusammen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen liegen in 2023 mit 2.450 TEUR und 14,1 % über dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf deutlich höhere Verbrennungs- und Transportaufwendungen sowie höhere Aufwendungen für die Rückpachtung des Eigenkontingentes zurückzuführen. Allerdings sind im Bereich der Aufwendungen für 2023 die Diesel- und Energieaufwendungen unter den noch Ende 2022 bzw. Anfang 2023 befürchteten wesentlichen Preisanstiegen zurückgeblieben.

Für Personalaufwendungen inkl. der sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung wurden 4.737 TEUR (Vorjahr 4.828 TEUR) verausgabt. Im Rahmen der Tarifverhandlungen für das Jahr 2023 wurde sich auf die Auszahlung der Inflationsausgleichszahlung mit einem Einmalbetrag in Höhe von 1,2 TEUR/Mitarbeitenden im Juni 2023 geeinigt und anschließend auf die monatliche Zahlung der Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 0,22 TEUR/Mitarbeitenden von Juli 2023 bis Februar 2024. Die eigentliche Tariferhöhung erfolgt dann ab März 2024.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 299 TEUR (Vorjahr 768 TEUR) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 468 TEUR niedriger ausgefallen, insbesondere aufgrund der hohen Inanspruchnahme der Drohverlustrückstellung für das ECC.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2023 1.700 TEUR (Vorjahr 3.387 TEUR) und verringert sich damit um 49,8 %. Die planmäßigen Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2.001 TEUR (Vorjahr 1.770 TEUR). Die EBIT-Marge lag bei 5,8 % (Vorjahr 11,7 %).

Gleichwohl muss auch im Abschluss 2023 Risikovorsorge für drohende Verluste getroffen werden. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus weiteren Preis- und Mengenrisiken im Gewerbeabfall- sowie Sperrmüllbereich. Die genannten verifizierten Risiken sind nicht im Wirtschaftsplan der USB Service GmbH und dementsprechend auch nicht in dem Festpreisangebot über die Betriebsführung des ECCs an die EKOCity GmbH für 2024 berücksichtigt, da diese zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanung und Angebotslegung noch nicht erkennbar waren. Aufgrund des vertraglichen Konstruktes ist eine Nachberechnung über die Betriebsführungsentgelte an EKOCity nicht möglich. Die Risiken wirken sich daher unmittelbar auf das Ergebnis aus und mussten in Höhe von 423 TEUR antizipiert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 investierte die USB Service GmbH rd. 3.318 TEUR (Vorjahr 2.482 TEUR) insbesondere für die erforderliche Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen und Behältern des Containerdienstes und in die Anlagentechnik des ECCs. Jedoch musste ein großer Teil der in 2023 geplanten und auch über den Jahreswechsel gebundenen Mittel in das Jahr 2024 übertragen werden, unter anderem aufgrund der langen Lieferzeiten im Bereich der Fahrzeuge.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 2.938 TEUR. Die USB Service GmbH verfügt über einen ausreichend hohen Liquiditätsbestand, aus dem alle erkennbaren Verpflichtungen bestritten werden können.

Die USB Service GmbH hat ein Stammkapital von 5.000 TEUR und insgesamt 8.295 TEUR Kapital- und Gewinnrücklagen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 56,6 % (Vorjahr 51,9 %). Die Anlagenintensität ist durch das ECC geprägt und beträgt 76,0 % (Vorjahr 64,6 %). Zum 31.12.2023 decken die langfristigen Mittel von insgesamt 15.776 T€ das Anlagevermögen von 17.848 T€ nicht mehr ganz.

Zur Finanzierung hat die Gesellschaft ein langfristiges Bankdarlehen in Anspruch genommen. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2023 mit einem Wert von 2.560 TEUR. Die Zinsbindungen gilt noch bis März 2026 mit 2,0 %.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf 2023 positiver ausgefallen als ursprünglich angenommen und die USB Service GmbH war jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Der für 2023 erwartete Preis- und Mengenrückgang ist nicht in dem Maße eingetroffen wie zunächst angenommen und es konnten höhere Umsatzerlöse erzielt werden.

2.3 Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 81 Mitarbeitende bei der USB Service GmbH beschäftigt, somit 2 Mitarbeitende weniger im Vergleich zum Vorjahr. 6 Mitarbeitende befinden sich in der Altersteilzeit und damit im gleitenden Übergang in den Ruhestand.

2.4 Nachhaltigkeitsberichterstattung

Als kommunales Entsorgungsunternehmen sieht sich die USB Service GmbH in einer großen Verantwortung gegenüber den Bürgern, den Unternehmen ihrer Region und der Umwelt. Die USB-Familie hat sich mit dem Claim "Zukunft gemeinsam unternehmen" bereits seit Beginn der 2000er auf Wertschätzung im Miteinander und Nachhaltigkeit im Hinblick auf die Unternehmensziele geeinigt. Damit sind die Werte verbunden, die den USB als Gemeinschaft ausmachen. Das Leitbild "Zukunft gemeinsam unternehmen" der USB ist auf das Wohl der Stadt Bochum und der Region ausgerichtet. Eine nachhaltige Unternehmensführung hat die Balance zwischen wirtschaftlichen Zielen, Umweltschutz und sozialem Miteinander zum Ziel.

Nachhaltigkeit ist in der Unternehmensstrategie und in den Grundwerten fest verankert und in die Tätigkeiten aller Mitarbeitenden integriert.

Bewusst lehnt sich die USB Service GmbH an die Zielsetzung und die Absichten für eine nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Stadt Bochum an.

Nähere Informationen zu dem Nachhaltigkeitsbericht der USB Service GmbH USB Bochum GmbH, USB Service GmbH, RAU-Recycling am Umweltpark GmbH (deutscher-nachhaltigkeitskodex.de)

3. Prognosebericht

Die Anlieferungen im Bereich Sperrmüll lagen in den ersten Wochen 2024 unter dem Plan, obwohl der Planwert 2024 bereits unter dem Planwert 2023 liegt. Die Geschäftsführung geht für das Wirtschaftsjahr 2024 davon aus, dass im Bereich des Containerdienstes und der Logistik mit einer Auslastung von größer 90 % und für den Bereich des EKOCityCenters (Sperrmüll- und Gewerbeabfallaufbereitung) von nahezu 92 % und einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 261 TEUR zu rechnen ist. Es ist nach den jetzigen Gegebenheiten im Bereich der Sperrmüll- und Gewerbeinputmengen mit einer Stabilisierung der Mengen für 2024 zu rechnen. Die Preise im Bereich der Erzeugerprodukte und Dienstleistungen stabilisieren sich auf einem hohen Niveau und dieser Preisdruck wird in 2024 nach unten hin nicht nachgeben. Die Tarifsteigerung zum 1. März 2024 und die damit verbundenen Mehrkosten im Personalbereich werden sich im Ergebnis der USB Service GmbH niederschlagen.

Die Erlöse für die thermische Verwertung der produzierten Recyclingholzhackschnitzel sanken in 2023 auf ein niedriges Niveau und werden auch in 2024 durch die CO 2 Abgabe weiter sinken. Die Umsatzerlöse für die Gewerbeabfälle im ECC und beim Containerdienst wurden bereits im Rahmen der Wirtschaftsplanung 2023 nach unten hin angepasst. Jedoch ist nach den aktuellen Marktentwicklungen und den Prognosen für 2024 zu erwarten, dass die Mengen und Erlöse im Vergleich zum Wirtschaftsplan weiter sinken werden.

Infolge gestiegener Transport- sowie steigender Aufbereitungs- und Verwertungskosten für EBS wird die Produktion von EBS aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und die mechanische Aufbereitung gemäß Gewerbeabfallverordnung fokussiert.

Insgesamt wird damit gerechnet, dass sowohl die Umsatzerlöse als auch die bezogenen Leistungen deutlich unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen werden.

Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse rechnet die Geschäftsführung trotzdem mit einem zufriedenstellenden Jahresergebnis 2024.

Die Investitionen sind im Wirtschaftsplan 2024 mit 6.078 TEUR geplant und entfallen insbesondere auf Ersatzbeschaffungen für Fahrzeuge, Gebäude und auf den Bereich der Maschinentechnik für die Sperrmüllaufbereitung.

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die USB Service GmbH verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Erkennung und Bewertung von Risiken bzw. Chancen. Diese werden durch die Risikomanagementbeauftragte regelmäßig (unterjährig) bei den Risikoverantwortlichen abgefragt und dokumentiert. Dabei werden bereits bestehende Risiken bzw. Chancen ggfs. neu bewertet. Durch die Anwendung des Risikomanagementsystems werden bei der USB Service GmbH zeitnah Risiken erkannt, gewichtet und Gegenmaßnahmen festgelegt.

Welche Risiken sich durch den Krieg in der Ukraine für die deutsche Wirtschaft, die Abfallwirtschaft und dementsprechend für die USB Service GmbH auch in dem laufenden Jahr und darüber hinaus ergeben, ist derzeit noch nicht vollständig vorhersehbar. Die Energie-, Diesel- und Verbraucherpreise sind bereits vor dem Krieg in der Ukraine im vierten Quartal 2021 auf ein historisch hohes Niveau und im Jahr 2022 weiter angestiegen. Im Jahr 2023 stagnierte diese Entwicklung weitestgehend. Jedoch ist festzuhalten, dass aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und politischen Lage ein Großteil der Märkte als sehr volatil einzustufen sind.

Risiken für die USB Service GmbH bestehen zudem im Bereich der Gewerbeab-fallaufbereitung, die sich aus Mengen- und Preisrisiken für die Anlieferungen ergeben, denen bereits teilweise durch die Kapazitätsreduzierung des ECC und die Veränderungen in der neuen Vertragsstruktur mit EKOCity entgegengewirkt wurde.

Um den Risiken für das Jahr 2024 aus den Input- und Outputmengen am ECC und den damit verbundenen Preisrisiken und der hohen Inflationsrate, den rückläufigen Mengenanlieferungen und dem Mehraufwand im Bereich der Personalkosten entgegenzuwirken, ist eine Risikovorsorge in Form einer Drohverlustrückstellung im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 423 TEUR erforderlich.

Mögliche technische Ausfälle beim ECC sind weiterhin durch eine Betriebsunter-brechungsversicherung abgedeckt.

Die Liquiditätslage der USB Service GmbH ist als gut zu bezeichnen und es sind keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Risiken bei Forderungsausfällen wird durch innerbetriebliche Regelungen und Organisationsanweisungen entgegengewirkt. Beim Finanzmanagement verfolgt die Gesellschaft eine sehr konservative Risikopolitik.

Vorhandene Geldüberschüsse werden in kurzfristige, risikoarme Anlageformen eingebracht.

Bedeutsame bzw. bestandsgefährdende Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind nicht erkennbar.

 

Bochum, den 28. März 2024

USB Service GmbH

gez. Dr. Thorsten Zisowski

gez. Christian Kley

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.066,79 2.986,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.877.388,65 10.094.365,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.709.207,15 2.897.555,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.139.922,84 2.732.808,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.446.137,57 140.345,96
17.172.656,21 15.865.075,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 674.725,73 674.725,73
674.725,73 674.725,73
17.848.448,73 16.542.787,73
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
19.396,21 21.461,84
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.555.164,52 2.271.655,03
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 846.714,34 1.018.137,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 363.389,13 314.967,53
3.765.267,99 3.604.760,14
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.852.332,75 5.444.044,16
5.636.996,95 9.070.266,14
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 11.266,97 13.983,48
23.496.712,65 25.627.037,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 6.892.457,14 6.892.457,14
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.402.376,15 1.402.376,15
13.294.833,29 13.294.833,29
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 2.124.668,02 3.016.913,11
2.124.668,02 3.016.913,11
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.560.550,15 2.857.961,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.467.633,84 1.790.841,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.999.179,85 4.447.128,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 49.847,50 219.360,12
davon aus Steuern: 37.950,97 € (Vorjahr: 216.343,99€) 8.077.211,34 9.315.290,95
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 266,15 € (Vorjahr: 343,19 €)
23.496.712,65 25.627.037,35

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 29.355.249,70 29.065.236,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 508.330,41 420.996,56
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.352.105,63 -1.423.621,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.881.326,24 -17.431.616,83
-21.233.431,87 -18.855.238,35
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.788.441,97 -3.814.445,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -948.378,16 -1.013.501,83
davon für Altersversorgung: 194.110,63 € (Vorjahr: 243.032,93 €) -4.736.820,13 -4.827.947,50
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.000.686,55 -1.770.168,79
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -299.395,41 -767.504,57
7. Erträge aus Beteiligungen 107.077,14 122.106,82
davon aus verbundenen Unternehmen: 107.077,14 € (Vorjahr: 122.106,82 €)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.023,18 4.400,03
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -67.436,43 -62.747,24
davon an verbundene Unternehmen: 15.280,54 € (Vorjahr: 4.400,92 €)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -160.000,00 -1.071.700,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.479.910,04 2.257.433,84
12. Sonstige Steuern -65.631,61 -65.374,61
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn - -1.414.278,43 -2.192.059,23
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Feststellungsbeschluss für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023:

Die Gesellschafterversammlung der USB Service GmbH fasste am 22. November 2024 folgenden Beschluss:

1.

Der Jahresabschluss der USB Service GmbH für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis von 1.414.278,43 EUR und einer Bilanzsumme von 23.496.712,65 EUR wird - vorbehaltlich der Zustimmung des Rates der Stadt Bochum - festgestellt.

2.

Der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Gewinnverwendung wird zugestimmt. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis von 1.414.278,43 EUR an die Stadtwerke Bochum Holding GmbH abgeführt.

3.

Den Geschäftsführern Christian Kley und Dr. Thorsten Zisowski wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die USB Service GmbH mit Sitz in Bochum ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bochum unter der Nummer HRB 5154 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Es wurden die handelsrechtlichen Ansatz-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften beachtet.

II. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Sie wurden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden bei dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten und die sonstigen Ausleihungen in den Finanzanlagen mit Nennwerten bilanziert. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bankguthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei den Forderungen wurden erkennbare Risiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

2. Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Alle Forderungen einschließlich der Sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 153,8 TEUR (Vorjahr 130,3 TEUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin Stadtwerke Bochum Holding GmbH; davon 89,3 TEUR aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuererstattungen in Höhe von 205,7 TEUR enthalten, die rechtlich erst im Jahre 2024 entstehen.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.124,7 TEUR beinhalten u. a. eine Drohverlustrückstellung für Mengen- und insbesondere eingangs- wie ausgangsseitig bestehende Preisrisiken (423,1 TEUR), unterlassene Instandhaltung (573,3 TEUR), Rückstellungen für den Personalbereich (629,0 TEUR), davon Altersteilzeitverpflichtungen (353,4 TEUR) und Rückstellungen für Energiekosten (76,1 TEUR).

Die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 932,5 TEUR sind mit dem anschaffungskostengleichen Zeitwert des Deckungsvermögens von 579,1 TEUR gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 verrechnet worden. Den Altersteilzeitverpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zu Grunde. Die Altersteilzeitverpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Methode auf Basis der Richttafeln 2018 G (RT2018G) von Dr. Klaus Heubeck errechnet worden. Dabei liegen der Bewertung ein Zinssatz von 1,25 % für die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtungen von sieben Jahren sowie eine Gehaltssteigerung von 3,0 % zugrunde.

Aufgrund der Zinsveränderung entstand im Geschäftsjahr 2023 ein Zinsertrag in Zusammenhang mit den Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,1 TEUR, der gemeinsam mit Zinsen in Höhe von 6,7 TEUR aus dem Deckungsvermögen der Altersteilzeit im Zinsertrag ausgewiesen wird.

Die Verbindlichkeiten haben zum 31. Dezember 2023 folgende Restlaufzeiten (die Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 sind in Klammern unter den Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 dargestellt):

Verbindlichkeiten Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
bis 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.560,6 482,2 2.078,3 0,0
(2.858,0) (476,8) (2.381,2) (-)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.467,6 3.467,6 - -
(1.790,8) (1.790,8) (-) (-)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.999,2 1.999,2 - -
(4.447,1) (4.367,1) (80,0) (-)
Sonstige Verbindlichkeiten 49,8 49,8 - -
(219,4) (219,4) (-) (-)
8.077,2 5.998,8 2.078,3 0,0
(9.315,3) (6.854,1) (2.461,2) (-)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 1.574,3 TEUR (Vorjahr 3.377,1 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Stadtwerke Bochum Holding GmbH; davon aus der Ergebnisabführung 1.414,3 TEUR und aus den Ertragssteuerumlagen 160,0 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen betreffen mit 424,9 TEUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden insoweit, als für das verbundene Unternehmen RAU-Recycling am Umweltpark GmbH weiterhin eine Patronatserklärung zur Besicherung eines Kontokorrentkontos besteht, auf dem zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein Guthaben ausgewiesen wird. Mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung wird angesichts der wirtschaftlichen Lage der Rau GmbH nicht gerechnet.

3. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche und wurden im Stadtgebiet Bochum sowie im Verbandsgebiet des EKOCity Abfallwirtschaftsverbandes erzielt:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Sammlung 9.679,0 8.821,2 857,8
Aufbereitung 18.947,3 19.353,7 -406,4
Sonstige Umsatzerlöse 729,0 890,4 -161,4
29.355,3 29.065,3 290,0

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens in Höhe von 19,7 TEUR und Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 436,7 TEUR.

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 0,1 TEUR (Vorjahr 4,0 TEUR).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 160,0 TEUR betreffen mit 80,0 TEUR die Gewerbesteuer- (Vorjahr 616,0 TEUR) und mit 80,0 TEUR die Körperschaftsteuerumlage (Vorjahr 569,0 TEUR) der Stadtwerke Bochum Holding GmbH.

III. Ergänzende Angaben

1. Zusammensetzung der Organe und Organbezüge

Die Geschäftsführung bestand im Geschäftsjahr 2023 aus den folgenden Personen:

 

Dr. Thorsten Zisowski (Diplom-Kaufmann, Diplom-Ingenieur),

kaufmännischer Geschäftsführer

 

Christian Kley (Verkehrsbetriebswirt),

technischer Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 erhielt die Geschäftsführung keine Bezüge. Zwischen der USB Bochum GmbH und der USB Service GmbH ist ein Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. In der Vergütung für die Geschäftsbesorgung sind anteilige Entgelte für die Geschäftsführer enthalten.

Aufsichtsratsmitglieder 2023

Martina Schmück-Glock Aufsichtsratsvorsitzende Diplom-Sozialwissenschaftlerin, Mitglied des Rates der Stadt Bochum
Helge Beudel Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Kfz-Elektriker USB Bochum GmbH
Dr. Markus Bradtke Stadtbaurat der Stadt Bochum
Jörg Czwikla Selbständiger Rechtsanwalt Mitglied des Rates der Stadt Bochum
Andreas Hemke Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Freigestellter Betriebsratsvorsitzender USB Bochum GmbH
Dirk Mäder Technischer Sachbearbeiter USB Bochum GmbH
Daniel Obitz Wissenschaftlicher Mitarbeiter Ruhr-Universität Bochum Mitglied des Rates der Stadt Bochum
Sebastian Pewny Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Geowissenschaftler Referent des Vizepräsidenten für Forschung, Transfer und Entwicklung der Technischen Hochschule Georg Agricola Mitglied des Rates der Stadt Bochum
Dr. Peter Reinirkens Geowissenschaftler, ISB - Dr. Reinirkens, Bochum Mitglied des Rates der Stadt Bochum

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten bei gemeinsamen Sitzungen mit der USB Bochum GmbH ihre Bezüge von der USB Bochum GmbH. Die anteiligen Aufsichtsratsvergütungen werden der USB Service GmbH von der USB Bochum GmbH in Rechnung gestellt.

2. Anteilsbesitz

Beteiligungsunternehmen Anteil am Kapital Eigenkapital 31. Dez. 2023 Jahresergebnis
% TEUR TEUR
RAU-Recycling am Umweltpark GmbH, Bochum 100,0 1.749,8 364,2

3. Angaben zum Konzernabschluss

Die Holding für Versorgung und Verkehr GmbH Bochum (HVV) mit Sitz in Bochum hält 95 % der Anteile der Gesellschafterin Stadtwerke Bochum Holding GmbH. Die HVV stellt einen Teilkonzernabschluss auf, in den die USB Service GmbH einbezogen wird. Die USB Service GmbH stellt daher keinen eigenen Konzernabschluss auf.

Gleichzeitig hat die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH, Bochum, als Mutterunternehmen der HVV einen befreienden Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt.

Beide Konzernabschlüsse werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.

4. Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr 2023 waren, ohne Geschäftsführung und Auszubildende, durchschnittlich 81 Mitarbeitende beschäftigt; davon 68 gewerbliche und 13 administrativ Beschäftigte.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Prüfungshonorar beläuft sich auf 27,3 TEUR, davon 2,8 TEUR für das Vorjahr. Für andere Bestätigungsleistungen sind 25,5 TEUR, welche ausschließlich die Vorjahre betreffen, berechnet worden. Die Bestätigungsleistungen für Vorjahre betreffen hauptsächlich die Jahresabschlüsse nach NKF für die Jahre 2019 bis 2022, die in 2023 von der Stadt Bochum angefordert wurden.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3.548,1 TEUR mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Darin enthalten sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 133,6 TEUR.

Aus den sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Falle eines Austritts der USB Service GmbH aus der VBL-Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe, besteht gegenüber den aktiven und ehemaligen Mitarbeitern eine Gegenwertverpflichtung von 6.150,2 TEUR.

Für das Geschäftsjahr 2024 bestehen Zahlungsverpflichtungen für Investitionen in Höhe von 1.995,9 TEUR.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres im Sinne von § 285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten

8. Gewinnverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zwischen der USB Service GmbH und der Stadtwerke Bochum Holding GmbH vom 18. November 2002, in der Fassung vom 16. Dezember 2013, erfolgt eine Ergebnisabführung in Höhe von 1.414,3 TEUR an die Gesellschafterin Stadtwerke Bochum Holding GmbH.

 

Bochum, 28. März 2024

USB Service GmbH

gez. Dr. Thorsten Zisowski

gez. Christian Kley

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bezeichnung Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 221.536,97 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.644.096,13 270.395,88 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.499.746,00 327.058,40 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.212.147,09 1.274.799,47 -267.318,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.345,96 1.446.137,57 0,00
Summe Sachanlagen 46.496.335,18 3.318.391,32 -267.318,62
Zwischensumme I u. II 46.717.872,15 3.318.391,32 -267.318,62
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 799.699,67 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 799.699,67 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 47.517.571,82 3.318.391,32 -267.318,62
Bezeichnung Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Investitionsförderung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 221.536,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.345,96 0,00 19.916.837,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 138.000,00 0,00 17.964.804,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -4.500,00 10.215.127,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -140.345,96 0,00 1.446.137,57
Summe Sachanlagen 0,00 -4.500,00 49.542.907,88
Zwischensumme I u. II 0,00 -4.500,00 49.764.444,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 799.699,67
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 799.699,67
Summe Anlagevermögen 0,00 -4.500,00 50.564.144,52
Bezeichnung Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibung Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 218.550,79 1.919,39 0,00 0,00 220.470,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.549.730,32 489.719,00 0,00 0,00 10.039.449,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.602.190,82 653.406,43 0,00 0,00 15.255.597,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.479.338,22 855.641,73 -259.774,85 0,00 7.075.205,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 30.631.259,36 1.998.767,16 -259.774,85 0,00 32.370.251,67
Zwischensumme I u. II 30.849.810,15 2.000.686,55 -259.774,85 0,00 32.590.721,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 124.973,94 0,00 0,00 0,00 124.973,94
Summe Finanzanlagen 124.973,94 0,00 0,00 0,00 124.973,94
Summe Anlagevermögen 30.974.784,09 2.000.686,55 -259.774,85 0,00 32.715.695,79
Bezeichnung Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.066,79 2.986,18
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.877.388,65 10.094.365,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.709.207,15 2.897.555,18
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.139.922,84 2.732.808,87
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.446.137,57 140.345,96
Summe Sachanlagen 17.172.656,21 15.865.075,82
Zwischensumme I u. II 17.173.723,00 15.868.062,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 674.725,73 674.725,73
Summe Finanzanlagen 674.725,73 674.725,73
Summe Anlagevermögen 17.848.448,73 16.542.787,73

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die USB Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der USB Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der USB Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 26. April 2024

Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ruhmann, Wirtschaftsprüfer

Kroniger, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat der USB Service GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 in vier Sitzungen neben den satzungsgemäßen Angelegenheiten wie Jahresabschluss 2022 und Wirtschaftsplan 2024 mit folgenden wesentlichen Themen befasst:

In einer Strategiediskussion hat die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat perspektivische Entwicklungsmöglichkeiten für das EKOCityCenter aufgezeigt. Die Sperrmüllmengen im EKOCityCenter (ECC) haben sich in 2023 konsolidiert und befanden sich wieder auf Planniveau.

Die volatilen Rohstoffmärkte veranlassten den Aufsichtsrat, sich regelmäßig über die Chancen und Risiken zu informieren. Für die USB Service GmbH wurde eine neue Software zum Controlling von Chancen und Risiken eingeführt. Den Bewertungen liegen statistische und stochastische Berechnungen zugrunde, so dass fundierte Handlungsoptionen abgeleitet werden können.

Die weltweiten Krisen hatten weiterhin Einfluss auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis der USB Service GmbH. Steigende Kosten für Energie verteuerten den Betrieb, lange Lieferzeiten verzögerten Instandhaltungsmaßnahmen.

Der Aufsichtsrat wurde umfassend über die Auswirkungen des Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst auf die wirtschaftliche Lage der USB Service GmbH informiert.

In allen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft sowie die Entwicklung bei der Tochtergesellschaft RAU - Recycling am Umweltpark GmbH beraten. Dazu gehörte auch die Beschlussfassung über den Jahresabschluss 2022 sowie den Wirtschaftsplan 2024 der RAU - Recycling am Umweltpark GmbH.

Der Aufsichtsrat der USB Service GmbH hat gemeinsam mit der Geschäftsführung eine Erklärung gegenüber der Stadt Bochum abgeben, dass im Geschäftsjahr 2022 die Vorgaben des Public Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung eingehalten wurden.

Die Nachverteilung von gelben Wertstoffsäcken wurde ab 2023 restriktiver gestaltet. Dazu hat der USB ein Kundenportal implementiert, in dem sich berechtigte Bochumer Bürgerinnen und Bürger registrieren können. Sie können jeweils ab dem 1. Juli eines Jahres im Kundenportal einen QR-Code erzeugen, mit dem sie auf den Wertstoffhöfen und in der Hauptverwaltung des USB weitere Wertstoffsäcke erhalten. Der deutliche Mengenrückgang bei der Nachverteilung von gelben Wertstoffsäcken spricht für einen Erfolg im Kampf gegen Plastiktüten.

Der Aufsichtsrat richtet seinen Dank für die erfolgreichen Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Geschäftsführung, den Betriebsrat und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Bochum, im Februar 2024

Martina Schmück-Glock, Vorsitzende des Aufsichtsrates

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