MAGNA Engineering & Testing GmbH

Kurfürst-Eppstein-Ring 11, 63877 Sailauf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 17629
Vorher
MAGNA STEYR Engineering Germany GmbH
Eingetragen
26.11.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
a) das Engineering, die Forschung, die Entwicklung und die technische Planung im Zusammenhang mit Fahrzeugen aller Art einschließlich deren Systeme und Komponenten; b) die Forschung, die Entwicklung, die Konstruktion und die Tätigkeit eines technischen Büros für Fahrzeuge aller Art; c) alle Handels- und Hilfsgeschäfte zur Förderung der vorerwähnten Geschäftszweige; d) die Errichtung, der Erwerb, die Pacht und der Betrieb anderer Unternehmungen, insbesondere Fahrzeugindustrie; e) der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an bestehenden und neu zu errichtenden in- und ausländischen Gesellschaften, einschließlich an Personengesellschaften und bei diesen auch als persönlich haftender Gesellschafter, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Ralf Harro Seyler
seit 22.5.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAGNA Metal-forming GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAGNA Engineering & Testing GmbH (vormals: MAGNA STEYR Engineering Germany GmbH)

Sailauf (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Hauptgegenstand der Geschäftstätigkeit der MAGNA Engineering & Testing GmbH (vormals: MAGNA STEYR Engineering Germany GmbH), Sailauf, ist die Erbringung von Dienstleistungen wie die Entwicklung von Teilumfängen, Generalentwicklermodelle und Betreibermodelle aber auch Gesamtfahrzeugentwicklungen in der Automobilindustrie. Kunden sind sowohl Unternehmen im MAGNA-Konzern als auch externe Unternehmen in der Automobilbranche.

1.1 Konzernzugehörigkeit und Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft ist ein Unternehmen des MAGNA-Konzerns und betreibt ihr Geschäft an zwei Standorten in Deutschland (Sailauf und Sindelfingen).

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft erbringt keine Forschungstätigkeiten.

Die Entwicklungstätigkeit wird aktuell von der Gesellschaft nur im Rahmen von Kundenaufträgen geleistet.

Hier liegt der Schwerpunkt aber eindeutig im Bereich Electric/ Electronic, was sich auch an dem zunehmenden Anteil an E- und Hybridfahrzeugen zeigt.

Die Komplexität der Entwicklungsaufträge ist stetig steigend. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit in diesem Bereich liegt auch in der Durchführung von Tests.

Neben den standardmäßigen Zertifizierungen ISO 9001, ISO 45001 verfügt das Unternehmen auch über die Zertifizierung nach ISO 14001 im Bereich Umweltmanagement.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wächst auch im Jahr 2023 leicht. Laut IWF stieg die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 3,0 %. Jedoch gehen die gestiegenen Zinsen, mit denen die Inflation bekämpft wird, zulasten von Investitionen. Zudem beeinträchtigen nach wie vor der Ukraine Krieg und die andauernde Verschärfung der handelspolitischen Spannungen das Vertrauen sowie die Investitionstätigkeit und belasten die Finanz- und Weltmärkte weiterhin. Insgesamt gebe es positive Überraschungen und eine unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit in zahlreichen Volkswirtschaften, so der IWF. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem historischen Durchschnitt, doch Chinas Abkehr von der Null-Covid-Strategie könne den Weg zu einer Erholung der weltweiten wirtschaftlichen Lage ebnen, heißt es in dem Bericht des IWF.

In der Europäischen Union (EU) stagniert die gesamtwirtschaftliche Lage und für die EU-27 stieg das BIP um 0,4 % gemäß Eurostat gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA wird auf rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr beziffert. Auf das Gesamtjahr 2023 gesehen verzeichnet China gemäß WKO ein Wirtschaftswachstum von 5,2 %.

Für das Jahr 2023 wurde laut Statistischem Bundesamt ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 0,4 Prozent registriert. Der Rückgang für das Jahr 2023 lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Insbesondere wirkte sich die hohe Inflation negativ auf die Kaufkraft der privaten Haushalte aus, was zu erheblichen Veränderungen in der Wirtschaftsführung führte. Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Positive Signale kommen vom Arbeitsmarkt in Deutschland, der sich weiterhin stabil zeigt. Zusätzlich blieb trotz gesunkener Energiepreise eine merkliche Erholung in energieintensiven Industriezweigen in Deutschland aus.

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2024 stabilisiert und die Wachstumsaussichten wurden mit einem steigenden Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,2 % leicht nach oben korrigiert. Im Jahr 2024 rechnet das ifo Institut nach Winterprognose mit einem erneuten, leichten Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1 %. Die weiterhin leichte Rezession der deutschen Wirtschaft im Jahr 2024 ist insbesondere auf die schlechte Auftragslage der Unternehmen und die damit verbundene schwache Güternachfrage zurückzuführen. Die restriktive Geldpolitik der EZB zur Inflationsbekämpfung und der inflationsbedingte Kaufkraftverlust haben sich ebenfalls negativ auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt.

Konjunkturell belastet die schlechte Auftragslage der Unternehmen und damit die fehlende Güternachfrage. Die Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation und der inflationsbedingte Kaufkraftverlust in Deutschland und in vielen deutschen Absatzmärkten haben dazu beigetragen. Doch während sich die Volkswirtschaften weltweit allmählich erholen und die Nachfrage anzieht, profitiert die exportorientierte deutsche Industrie davon nur wenig. Vielmehr entkoppelt sich der deutsche Warenexport zunehmend von der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Hier treten zunehmend strukturelle Ursachen in den Vordergrund. Insbesondere die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes leiden unter dem spürbaren Verlust an Wettbewerbsfähigkeit vor allem auf den außereuropäischen Märkten.

Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass das globale Wachstum stabil bleibt, so der IWF. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem Durchschnitt von 3,7 %. In der Eurozone wird laut IWF ein Wachstum von 0,8 % erwartet. Geopolitische Spannungen wie der Krieg in der Ukraine, der wiederaufgeflammte Nahost-Konflikt sowie die von den USA initiierten Zollstreitigkeiten bremsen nach wie vor den internationalen Handel aus.

Für das erste Quartal 2025 wurde ein leichtes Wachstum des BIP um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr gemeldet, was auf eine vorsichtige wirtschaftliche Erholung hindeutet.

Die Automobilindustrie, als eine der wichtigsten Stützen der deutschen Wirtschaft, verzeichnete 2023 ein starkes Umsatzwachstum. Innerhalb der deutschen Automobilindustrie wurde im Jahr 2023 ein Gesamtumsatz von rund 564,2 Milliarden Euro erzielt. Das sind 58,0 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr zuvor laut Statista.

Die Neuzulassungen lagen im Berichtsjahr in Deutschland mit 7,3 % über denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes, in Europa wiederum sind sie deutlich um insgesamt 13,9 % gestiegen. In Europa stieg im Jahr 2023 die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge laut ACEA (European Automobile Manufacturers Association) um 11,3 % auf 12,1 Millionen Einheiten. In Deutschland wurde laut ACEA in diesem Zeitraum ebenfalls ein Anstieg verzeichnet, und zwar um 18,7 % auf 4,0 Millionen Fahrzeuge. Weltweit stieg die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge im Jahr 2023 um 10,2 % auf 75,6 Millionen Fahrzeuge gegenüber 2022.

Im Jahr 2024 erlebte die internationale Automobilbranche eine differenzierte Entwicklung, geprägt von einem starken Wachstum im Bereich der Elektromobilität, geopolitischer Spannungen und strukturellen Veränderungen. China produzierte im Jahr 2024 insgesamt 31,28 Millionen Fahrzeuge und verkaufte 31,4 Millionen, was einem Anstieg von 3,7 % bzw. 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der europäische Automobilmarkt verzeichnete eine insgesamt stagnierende Entwicklung, wobei sich deutliche Verschiebungen bei den Antriebsarten zeigten. EU-weit stiegen die PKW- Neuzulassungen im Jahr 2024 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr, in Deutschland gingen die Neuzulassungen jedoch um 1,0% zurück. Im vierten Quartal 2024 trübt sich die Situation in der deutschen Automobilbranche allerdings insgesamt ein. Die großen Automobilhersteller wie VW und Ford sowie Automobilzulieferer wie Bosch kündigten Einsparungen und Personalabbaumaßnahmen an.

2.2 Geschäftsverlauf

Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Entwicklungsdienstleistungen unserer Gesellschaft und zum Ende des Jahres 2023 final abgerechneter Entwicklungsprojekte hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erhöht und liegt bei 141,2 Mio. EUR (Vj. 116,0 Mio. EUR). Die Vorjahresprognose wurde damit erreicht.

2.2.1 Ertragslage

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung hat sich im Geschäftsjahr deutlich erhöht und hat sich von einem negativen Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -4.915 im Vorjahr auf ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 9.997 verbessert.

Der wesentliche Grund für die Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr sind die aus dem Verkauf des Engineering Center Münchens realisierten sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 6.884. Zudem ist die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.171 aufgrund von einer erhöhten konzerninternen Nachfrage nach Entwicklungsleistungen, abgeschlossenen Entwicklungsprojekten und gestiegenen Weiterverrechnungen an Schwestergesellschaften deutlich angestiegen. Die Vorjahresprognose für das Jahr 2023 in Höhe von TEUR 2.600 wurde deutlich übertroffen. Der hauptsächliche Grund für die deutliche Überschreitung der Ergebnisprognose resultiert aus den zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Höhe antizipierten realisierten Erträgen aus dem Asset Deal.

Nachfolgend werden die wesentlichen Veränderungen der für die Gesellschaft wesentlichen Gewinn- und Verlustrechnungspositionen tabellarisch dargestellt und anschließend erläutert.

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TEUR TEUR TEUR
2023 2022 Diff.
Rohergebnis 110.552 88.269 22.283
Personalaufwand -70.759 -66.798 -3.961
Abschreibungen -2.460 -2.515 55
Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.344 -22.602 -3.742
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.565 -1.274 -291
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 573 12 561
Sonstige Steuern 0 -7 7
Ergebnis vor Ergebnisabführung 9.997 -4.915 14.912

Aufgrund der deutlich gestiegenen Gesamtleistung und deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge hat sich das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.283 und 25,2% deutlich erhöht. Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 22.171 auf TEUR 137.286 erhöht. Gleichzeitig hat sich die Materialintensität von 28,2% auf 29,7% aufgrund gestiegener Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen verschlechtert. Die Verschlechterung der Materialintensität ist darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft aufgrund der gestiegenen Nachfrage vermehrt externe Entwicklungsdienstleistungen beziehen musste.

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Ein wichtiger finanzieller Leistungsindikator ist die Personalintensität der Gesellschaft. Diese betrug im Geschäftsjahr 51,5% (Vj. 58,0%) und war damit niedriger im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf nur leicht steigende Personalaufwendungen bei deutlich gestiegener Gesamtleistung zurückzuführen. Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund gestiegener Mitarbeiterzahlen insgesamt um TEUR 3.961 auf TEUR 70.759 erhöht.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich insbesondere durch eine Erhöhung der Miet- und Leasingaufwendungen um TEUR 1.203, erhöhte periodenfremde Aufwendungen aufgrund nachträglicher Kostensteigerungen um TEUR 842, gesteigerter konzerninterner Weiterbelastungen um TEUR 743, sowie um TEUR 710 erhöhte Reisekosten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind auf einem höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr. Der Zinsaufwand generiert sich zum einen aus einer Darlehensfinanzierung sowie der Finanzierung aus dem konzernweiten Cash-Pooling, an dem die Gesellschaft teilnimmt.

2.2.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 20,5 % (Vj. 8,1%).

Der vereinfacht ermittelte Cash Flow (Ergebnis vor Ergebnisabführung zzgl. Abschreibungen) ist mit TEUR 12.457 positiv.

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TEUR
2023
Ergebnis vor Ergebnisabführung 9.997
Abschreibungen 2.460
Vereinfacht ermittelter Cash Flow 12.457

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über den eigenen Geschäftsbetrieb sowie durch den jederzeit möglichen Zugriff auf Cash-Pool-Mittel. Im Rahmen des Asset Deals sind zwei Darlehen von verbundenen Unternehmen mit einem Gesamtvolumen von Mio. EUR 23,5, welche der Finanzierung des Engineering Center Münchens dienen, abgegangen. Liquiditätsengpässe werden künftig vermieden, da die Gesellschaft auf finanzielle Mittel des Konzern Cash Pools zurückgreifen kann.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Wesentlichen aufgrund des Asset Deals und dem damit verbundenen Abgang von Vermögensgegenständen und Schulden im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 37.213 auf TEUR 24.490 deutlich reduziert.

Auf der Aktivseite hat sich die Aktivsumme insbesondere aufgrund des rückläufigen Anlagevermögens, der reduzierten Vorräte und der gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände verringern sich im Jahresvergleich insbesondere aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.722, sowie dem Abgang des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 10.173 im Zusammenhang mit dem Asset Deal und Verkauf des Engineering Center Münchens um insgesamt TEUR 11.895. Neben den immateriellen Vermögensgegenständen hat sich auch das Anlagevermögen bedingt durch den Asset Deal um TEUR 2.601 auf TEUR 472 verringert.

Die Reduzierung des Vorratsvermögens um TEUR 3.882 ist neben abgeschlossenen Projekten im Jahr 2023 ebenfalls auf veräußerte Projektbestände an die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH im Zuge des Verkaufs des Engineering Center Münchens zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vermindern sich um TEUR 10.850 auf TEUR 14.231. Dies resultiert aus den übergegangenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Asset Deal in Höhe von TEUR 15.513. Die Erhöhung aus den restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus vermehrten Kundenabrechnungen zum Jahresabschluss.

Des Weiteren vermindern sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 7.626 auf TEUR 5.380. Durch den Asset Deal ist der Großteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf die Schwestergesellschaft übergegangen. Lediglich Forderungen in Höhe von TEUR 700 sind bei der Gesellschaft verblieben. Der restliche Saldo zum Stichtag beinhaltet im Wesentlichen die Forderung aus dem Verkaufspreis des Engineering-Center Münchens an die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH in Höhe von TEUR 4.680.

Der Rückgang der Bilanzsumme auf der Passivseite ist insbesondere auf die rückläufigen sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich insgesamt um TEUR 7.863 verringert. Neben den im Rahmen des Asset Deals übergegangenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.735 haben sich insbesondere die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Zusammenhang mit den final abgerechneten Entwicklungsprojekten reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.371 vermindert. Im Rahmen des Asset Deals sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.338 abgegangen. Der restliche Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist auf eine schnellere Begleichung offener Rechnungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 23.886 auf TEUR 15.421 gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf den Übergang der Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23.500 aufgrund des Asset-Deals zurückzuführen.

2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Ergebnisabführung sind Arbeitnehmerbelange wesentliche, nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Das betriebliche Vorschlagswesen wird aktiv von der Gesellschaft gefördert. Durch technologische Neuerungen im Arbeitsablauf sowie regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter werden die betrieblichen Abläufe fortlaufend optimiert. Hierbei besteht auch das Ziel, die betrieblichen Ausfalltage der Mitarbeiter zu verringern.

Zur Gewährleistung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiter erfolgte eine regelmäßige Überprüfung der einzelnen Betriebsstätten.

Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft einen durchschnittlichen Personalstand von 881 Mitarbeitern.

Durch den Asset Deal sind zum 31.12.2023 523 Mitarbeiter gemäß § 613a BGB von der Magna Engineering & Testing GmbH auf die Magna Engineering & Infotainment GmbH übergegangen.

Die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern steht weiterhin im Focus der MAGNA Engineering & Testing GmbH, da dies die Grundlage für ein weiteres Wachstum der Gesellschaft ist.

3 Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensführungsinstrumente. Zum Risikomanagement der Gesellschaft gehören neben der definierten Organisationsstruktur ein Überwachungs- und Frühwarnsystem sowie die Risikoabsicherung durch verschiedene Versicherungsleistungen.

Weiterhin ist ein regelmäßiges Kostencontrolling bzw. eine Forecastplanung ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements.

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement und Reporting des MAGNA-Konzerns eingebunden.

Trotz des Risikomanagements sind diverse Risiken nicht ausgeschlossen:

Die Kunden der MAGNA Engineering & Testing GmbH sind überwiegend international agierende Automobilhersteller. Für diese sind vor allem weltwirtschaftliche Risiken ausschlaggebend. Insbesondere der Branchenfokus stellt ein latentes Risiko dar.

Wesentliche Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus dem zukünftigen Konjunkturverlauf der Automobilindustrie und den damit verbundenen Nachfrageänderungen in der Automobilindustrie (siehe auch Punkt „Prognosebericht“). Durch eine konsequente Beobachtung des Absatzmarktes versuchen wir, unsere Strategien und Aktivitäten möglichst frühzeitig an Veränderungen auszurichten. Durch die herausfordernden konjunkturellen Entwicklungen in der Automobilindustrie und den sich abzeichnenden Einsparmaßnahmen bei unseren Kunden, erwarten wir in den kommenden Jahren negative Auswirkungen und Risiken für unsere Geschäftsentwicklung.

Diesen herausfordernden wirtschaftlichen Erwartungen für die Automobilindustrie begegnen wir mit Einsparmaßnahmen und Restrukturierungsmaßnahmen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfall- und Zinsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement entgegengetreten. Die Währungsrisiken werden aufgrund des niedrigen Bestands an Fremdwährungsposten als nicht signifikant angesehen. Zinsänderungsrisiken bestehen grundsätzlich aus dem Cash Pooling. Sie werden aufgrund des der-zeitigen Zinsniveaus und der Kurzfristigkeit der Posten als niedrig eingeschätzt.

Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen.

Die technische Komplexität und die Vernetzung im Fahrzeug und mit der Umgebung des Fahrzeuges nehmen immer mehr zu. Auch im Hinblick auf die Herausforderungen in Bezug auf das autonome Fahren oder Assistenz-systeme. Hierdurch steigt generell das Risiko, dass die Kosten für Entwicklungsprojekte höher als geplant ausfallen.

Hier liegen aber auch die wesentlichen Chancen der MAGNA Engineering & Testing GmbH, da die deutschen Premiumhersteller vor allem durch ihre Innovationskraft am internationalen Markt erfolgreich sind und auch in Zukunft sein wollen. Für die MAGNA Engineering & Testing GmbH ist es daher wichtig diese innovativen Felder mit ihren Produkten bedienen zu können.

4 Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird vor allem durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in der Automobilindustrie und der Auswirkung auf die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Ablösung der Verbrennungskraftmotoren gekennzeichnet sein. Durch die Änderungen der strategischen Ausrichtungen in der Automobilindustrie kann es durch reduzierte Vergaben oder Einsparungen dazu kommen, dass das Erreichen des ursprünglichen Ergebnisziele für 2024 und 2025 erschwert werden kann. Um diesen zukünftigen Herausforderungen entgegenzuwirken hat die Gesellschaft das Engineering Center München verkauft und erhofft sich hierdurch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen.

Der Arbeitsmarkt in der Automobilindustrie hat sich im zweiten Halbjahr 2024 eingetrübt. Dadurch reduziert sich das Auftragsvolumen für 2024 und Folgejahre. Um im Jahr 2025 und Folgejahre erfolgreich zu sein, wurde daher in 2024 und 2025 Anpassungen bei der Struktur und beim Personal durchgeführt.

Für das Geschäftsjahr 2024 ergeben sich basierend auf vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse in Höhe von MEUR 59,3 bei einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von MEUR 6,8. Das negative Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus den Restrukturierungsaufwendungen.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir Umsatzerlöse in Höhe von MEUR 49,3 und ein positives Ergebnis in Höhe von MEUR 1,0.

Wir beobachten die aktuelle Situation genau und haben unseren Engineering Betrieb den aktuellen Rahmenbedingungen und dem veränderten Kundenbedarf angepasst. Dies hat Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Jahr 2025 und darüber hinaus. Prinzipiell ist die Auftragslage der Gesellschaft auf geringerem Niveau positiv zu bewerten. Aufgrund der schwierigen Situation in der deutschen Automobilindustrie können weitere Umsatzreduktionen entstehen.

5 Erklärung zur Unternehmensführung

Die Gesellschafterversammlung der MAGNA Engineering & Testing GmbH hat für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und im Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Zielgröße von 0% und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 beschlossen.

Für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 26% und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 festgelegt. Für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 10% und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 festgelegt.

Die Gesellschaft hat sich bei der Festlegung der Zielgröße insbesondere am Status Quo, mit angemessenen und realistischen Anstrengungen umsetzbaren Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils sowie vor allem an den während des Zeitraums überhaupt erreichbaren personellen Veränderungen orientiert. Die Gesellschaft hat ein großes Interesse überall, auch im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung sowie in den beiden ersten Ebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft, beide Geschlechtergruppen gleichermaßen einzusetzen. Allerdings hat die Gesellschaft insbesondere ein hohes Interesse an Kontinuität in der Besetzung im Aufsichtsrat, in der Geschäftsleitung sowie in den ersten beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung, möchte diese Gremien aus Effizienzgründen aber nicht erweitern. Selbst wenn die Gesellschafterin personelle Veränderungen in Erwägung ziehen würde, wäre eine Erhöhung der Quote bei Betrachtung der Bewerbungslage aus der Vergangenheit fraglich. Denn schon bisher wurden sowohl bei externen als auch bei internen Besetzungen Maßnahmen ergriffen, um eine Erhöhung des Frauenanteils zu bewirken. In diesem Zusammenhang hat die Magna-Gruppe im Rahmen eines großen Diversity- Projekts gerade erst in den vergangenen beiden Jahren die Anstrengungen verstärkt.

Schlussendlich stellt die Gesellschafterin somit in ihrem Ermessen fest, dass selbst mit noch stärkeren Anstrengungen eine Erhöhung der Repräsentanz von Frauen wenig realistisch erscheint. Aus den angeführten Gründen, muss hiervon ausnahmsweise abgesehen werden.

 

Sailauf, den 25.08.2025

Ralf Seyler

Tobias Stadtmüller

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 68.325,99 77.217,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 11.894.879,91
68.325,99 11.972.097,60
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 201.691,09 1.201.335,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.930,04 837.751,25
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 256.196,45 1.026.415,53
4. Anlagen im Bau 0,00 7.631,65
471.817,58 3.073.133,59
540.143,57 15.045.231,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 3.915.705,01 7.797.275,02
3.915.705,01 7.797.275,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.230.753,21 25.080.812,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.380.367,67 13.006.074,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 299.243,24 512.491,97
19.910.364,12 38.599.379,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.392,39 260.490,43
24.489.605,09 61.702.375,88

Passiva

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.000.000,00 5.000.000,00
5.025.000,00 5.025.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 361.939,00 357.208,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.126.338,16 9.989.289,65
2.488.277,16 10.346.497,65
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 1.263.116,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 606.239,20 3.976.937,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.421.068,37 39.306.739,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 949.020,36 1.784.084,56
davon aus Steuern: EUR 925.190,42 (Vj. EUR 1.737.957,26)
16.976.327,93 46.330.878,23
24.489.605,09 61.702.375,88

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 141.167.820,49 116.015.873,19
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -3.881.570,01 -900.715,74
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.105.660,20 5.574.398,49
davon aus Währungsumrechnung EUR 2.522,68 (Vj. EUR 663,49)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe -2.537.966,93 -1.558.281,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -38.302.198,79 -30.862.595,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -59.672.066,29 -56.637.817,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.087.279,42 -10.159.931,32
davon für Altersversorgung EUR 44.369,06 (Vj. EUR -70.027,20)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.459.593,17 -2.514.849,85
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.343.914,72 -22.602.015,39
davon aus Währungsumrechnung EUR 7.537,31 (Vj. EUR 7.814,11)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 573.122,00 11.913,55
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 573.122,00 (Vj. EUR 11.913,55)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.565.457,26 -1.273.682,30
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.559.480,26 (Vj. EUR 1.265.384,30)
10. Sonstige Steuern 0,00 -6.868,58
11. Ergebnis vor Gewinnabführung (Vj. Verlustübernahme) 9.996.556,10 -4.914.572,32
12. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn (Vj. Ertrag aus Verlustübernahme) -9.996.556,10 4.914.572,32
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MAGNA Engineering & Testing GmbH (vormals: MAGNA STEYR Engineering Germany GmbH) hat ihren Firmensitz seit dem 24.05.2024 von München nach Sailauf verlegt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 17629 registriert. Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 22.12.2023 umfirmiert. Die alte Firmierung der Gesellschaft lautete: MAGNA STEYR Engineering Germany GmbH.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 hat die MAGNA Engineering & Testing GmbH im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbereich München (im Folgenden als „Engineering Center München“ bezeichnet) an die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH zu Zeitwerten verkauft. Der Kaufpreis für das Engineering Center München betrug 4.680 TEUR. Insgesamt sind der MAGNA Engineering & Testing GmbH zum 31. Dezember 2023 nachfolgende Vermögensgegenstände und Schulden abgegangen:

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Restbuchwerte
AKTIVA in TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23
II. Sachanlagen 2.199
2.222
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.955
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.055
24.010
C. Rechnungsabgrenzungsposten 63
26.295
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PASSIVA TEUR
A. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.735
B. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 219
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.338
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.495
4. Sonstige Verbindlichkeiten 885
34.937
38.672

Zudem sind die zum 31.12.2023 bestehenden und auf das Engineering Center München entfallenden beiden Geschäfts- und Firmenwerte aus vorherigen Unternehmenstransaktionen mit einem Restbuchwert in Höhe von insgesamt TEUR 10.173 abgegangen.

Somit ergibt sich aus dem Verkauf des Engineering Center Münchens ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von TEUR 6.884.

Zusätzlich sind im Rahmen des Asset Deals 523 Mitarbeiter zur MAGNA Engineering & Infotainment GmbH übergegangen.

Aufgrund dieses Asset Deals ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten der Bilanz teilweise eingeschränkt. Die Ausführungen zu den Veränderungen sind, soweit wesentlich, bei den entsprechenden Stellen im Anhang und Lagebericht dargestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Übrigen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungszeiträume für das Anlagevermögen werden dabei ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen.

Zugänge zu den geringwertigen Anlagegütern bis netto EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Anlagevermögens im Geschäftsjahr werden zeitanteilig vorgenommen.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wird der jeweilige Auftragsstatus berücksichtigt. Die retrograde, verlustfreie Bewertung noch nicht abgerechneter Leistungen wird dabei durch Gegenüberstellung der erwarteten Projekterlöse und den bereits angefallenen und noch anfallenden Vollkosten ermittelt. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben angesetzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag des vorliegenden Jahresabschlusses darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC- Methode) unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,83% gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0% berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz nach durchschnittlichem Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach durchschnittlichem Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt im Geschäftsjahr EUR 1.885.

Erfolgswirkungen aus versicherungsmathematischen Annahmen werden grundsätzlich im Personalaufwand ausgewiesen, bis auf die Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes, welche im Zinsaufwand ausgewiesen werden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die nach § 249 HGB zu passivierenden Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Währungsumrechnung für auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurde in Abhängigkeit von der Restlaufzeit mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag durchgeführt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in der Anlage zum Anhang im Anlagenspiegel dargestellt.

Gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB werden entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte grundsätzlich über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren zwei Geschäfts- oder Firmenwerte erworben. Dabei wurde der im Geschäftsjahr 2019 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert (Anschaffungskosten TEUR 1.345) über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben und der im Jahr 2015 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert (Anschaffungskosten TEUR 21.798) über 15 Jahre abgeschrieben. Die beiden Geschäfts- oder Firmenwerte sind im Rahmen des Asset Deals abgegangen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben grundsätzlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Lediglich die Kaufpreisforderung aus dem Verkauf des Engineering Center Münchens an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 4.680 hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände haben TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 309) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.380 (Vorjahr: TEUR 13.006) entfallen TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 4.651) auf Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Weitere TEUR 4.680 resultieren aus dem Verkauf des Engineering-Center München an die MAGNA Engineering & Infotainment. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen gegen den Gesellschafter (Vorjahr: TEUR 8.355) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (TEUR 1.160) sowie für Personalverpflichtungen (TEUR 966) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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Verbindlichkeiten in TEUR Stand 31.12.2023 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(Vorjahr) 1.263 1.263 0 0
Aus Lieferungen und Leistungen 606 606 0 0
(Vorjahr) 3.977 3.977 0 0
Gegenüber verbundenen Unternehmen 15.421 10.563 4.858 0
(Vorjahr) 39.307 15.807 23.500 0
Sonstige 949 949 0 0
(Vorjahr) 1.784 1.745 39 0
Summe 16.976 12.118 4.858 0
(Vorjahr) 46.331 22.792 23.539 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 3.111 (Vorjahr: TEUR 13.303) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.280 (Vorjahr: TEUR 2.504) enthalten. Die Darlehensverbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 23.500) sind im Zuge des Asset Deals auf die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH übergegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus diversen Miet- und Leasingverträgen resultieren finanzielle Verpflichtungen. Am Bilanzstichtag stellen sich die in den folgenden Jahren zu zahlende Beträge wie folgt dar:

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externe Unternehmen verbundene Unternehmen Summe
in TEUR in TEUR in TEUR
2024 260 375 635
2025 296 166 462
2026 101 61 162
2027f. 95 61 156

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des MAGNA-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash-Pool Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash-Pool Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Regionen

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2023
TEUR
Absatzmärkte
Inland 121.357
Ausland 19.811
141.168

Die Gesellschaft erzielt ihre gesamten Umsatzerlöse aus Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 141.168.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.098 aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für nachträgliche Kostensteigerungen in Höhe von TEUR 825 enthalten.

Latente Steuern

Die Gesellschaft ist eine Organgesellschaft. Eventuell aktivierungsfähige latente Steuern bzw. passivierungspflichtige latente Steuern werden beim Organträger bilanziert.

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Clemens Gassner, Technischer Geschäftsführer bis 31.12.2023

Herr Ralf Seyler, Technischer Geschäftsführer

Herr Tobias Stadtmüller, Kaufmännischer Geschäftsführer seit 01.01.2024

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Aufsichtsrat

Bis zur Auflösung des Aufsichtsrats der MAGNA Engineering & Testing GmbH am 14. März 2024 setzte sich dieser wie folgt zusammen:

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Herr Martin Peter (Vorsitzender) Vice President Magna Vehicle Engineering, Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG
Herr Roland Prettner President, Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG (seit 01.04.2023)
Herr Richard Smith (Vorsitzender) Vice President, Finance, Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG (bis 31.03.2023)
Herr Klemens Keferboeck Vice President Legal & Compliance, Magna Steyr Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Berichtszeitraum keine Vergütung.

Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 57.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des Asset Deals:

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2023
Entwicklung und Konstruktion 811
Allgemeine Verwaltung 70
881

Durch den Asset Deal sind mit Wirkung zum 31.12.2023 insgesamt 523 Mitarbeiter auf ein verbundenes Unternehmen übergegangen.

Konzernabschluss / Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der MAGNA Engineering & Testing GmbH wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Canada, einbezogen die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der von der Magna International Inc. zum 31. Dezember 2023 aufzustellende Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger unter der MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH, offengelegt.

Nachtragsbericht

Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in der Automobilindustrie und der damit verbundenen absehbaren Reduktion der Umsätze für die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 hat die Geschäftsführung Restrukturierungsmaßnahmen im November 2024 in mehreren gemeinsamen Sitzungen beschlossen. Zudem wurde der Betriebsrat ebenfalls im November 2024 über die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen informiert.

 

Sailauf, den 25.08.2025

Ralf Seyler

Tobias Stadtmüller

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 485.105,16 78.399,00 185.696,87 0,00 377.807,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 23.143.353,97 0,00 23.143.353,97 0,00 0,00
Summe 23.628.459,13 78.399,00 23.329.050,84 0,00 377.807,29
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.632.318,11 207.292,54 2.453.884,91 7.631,65 393.357,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.649.815,31 0,00 1.624.303,19 0,00 25.512,12
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.185.096,15 89.340,26 1.664.903,10 0,00 1.609.533,31
4. Anlagen im Bau 7.631,65 5.589,46 5.589,46 -7.631,65 0,00
Summe 7.474.861,22 302.222,26 5.748.680,66 0,00 2.028.402,82
Gesamtsumme 31.103.320,35 380.621,26 29.077.731,50 0,00 2.406.210,11
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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 407.887,47 62.240,76 160.646,93 309.481,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.248.474,06 1.722.187,18 12.970.661,24 0,00
Summe 11.656.361,53 1.784.427,94 13.131.308,17 309.481,30
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.430.982,95 222.302,26 1.461.618,91 191.666,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 812.064,06 98.914,41 899.396,39 11.582,08
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.158.680,62 353.948,56 1.159.292,32 1.353.336,86
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 4.401.727,63 675.165,23 3.520.307,62 1.556.585,24
Gesamtsumme 16.058.089,16 2.459.593,17 16.651.615,79 1.866.066,54
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Buchwerte
31.12.2022 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 77.217,69 68.325,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.894.879,91 0,00
Summe 11.972.097,60 68.325,99
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.201.335,16 201.691,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 837.751,25 13.930,04
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026.415,53 256.196,45
4. Anlagen im Bau 7.631,65 0,00
Summe 3.073.133,59 471.817,58
Gesamtsumme 15.045.231,19 540.143,57

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAGNA Engineering & Testing GmbH, Sailauf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Magna Engineering & Testing GmbH, Sailauf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Magna Engineering & Testing GmbH, Sailauf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonsti-gen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25. August 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer

Florian Senel, Wirtschaftsprüfer

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SCHRIFTLICHER GESELLSCHAFTERBESCHLUSS der WRITTEN SHAREHOLDERS' RESOLUTION of
MAGNA Engineering & Testing GmbH
- Aschaffenburg, HRB 17629 -
(„Gesellschaft“ / „Company“)
durch ihre einzige Gesellschafterin, die MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH by its sole Shareholder, MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Die unterfertigende alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft beschließt unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften: Waiving all provisions regarding notices and other formalities, the undersigned sole Shareholder of the Company agrees on the following by signing this written resolution:
1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird hiermit gemäß § 46 Nr. 1 GmbH-Gesetz festgestellt und der Jahresüberschuss von EUR 0,00 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gewinn vor Ergebnisabführung beträgt EUR 9.996.556,10. 1. The annual financial statement of the Company as of December 31, 2023 shall be approved according to § 46 No. 1 of the German GmbH-Gesetz and the profit of EUR 0.00 shall be carried forward. The profit of the Company before profit transfer amounts of EUR 9,996,556.10.
2. Den Geschäftsführern wird für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 2. The managing directors shall be discharged from their liabilities for the fiscal year ending on December 31, 2023.
3. Den Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft wird für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr Entlastung erteilt. 3. The members of the supervisory board shall be discharged from their liabilities for the fiscal year ending on December 31, 2023.
Im Falle von Differenzen im Wortlaut zwischen der deutschen und der englischen Fassung dieses Beschlusses geht die deutsche Fassung vor. In the event of discrepancies in the wording between the German and the English version of this resolution the German version shall prevail.

 

Sailauf, 1.9.2025

Uwe Geissinger, Geschäftsführer der | Managing Director of MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH

 

Sailauf, 27.08.'25

Benedict Cordier, Geschäftsführer der | Managing Director of MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH

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