Erwin Quarder Systemtechnik GmbH

Fritz-Souchon-Straße 2, 32339 Espelkamp, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 9114
Vorher
Erwin Quarder Werkzeugbau GmbH
Eingetragen
27.12.1984
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoff- und Metallerzeugnissen und der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Bönning
seit 28.3.2019
Geschäftsführer
Martin Wilhelm Quarder
seit 18.10.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
2.000.000 €
74.90%
Germany
341.814 €
12.80%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
PHABIOC IP GmbHAufgelöst
33.00%
24.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erwin Quarder Systemtechnik GmbH

Espelkamp

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ERWIN QUARDER SYSTEMTECHNIK GMBH, ESPELKAMP

Präambel

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH ("EQS" oder "Quarder" genannt) ist ein familiengeführtes, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Espelkamp, das sich auf die Fertigung hochkomplexer Kunststoffteile, vorrangig in Verbindung mit elektronischen Komponenten und Sensorik, spezialisiert hat.

I. Rahmenbedingungen

1. Zum Unternehmen

1.1 Rechtliche Grundlagen

Das Berichtsunternehmen nimmt neben seinem originären Geschäft, der Kunststoffverarbeitung, die Holdingfunktion für folgende Unternehmen wahr:

Beteiligtes Unternehmen Beteiligungsquote
Erwin Quarder Inc. (EQ Inc.) , Grand Rapids, USA 100,0 %
Erwin Quarder CZ s.r.o. (EQCZ), Ostrava, Tschechien 100,0 %
Quarder de México S. A. de C. V. (QdM), Querétaro, Mexiko 76,5 %
Quarder-MWG GmbH, Wernigerode 51,0%

Die Quarder - MWG GmbH wurde im Herbst 2021 als ein Joint Venture gegründet. Gesellschafter der Quarder - MWG GmbH sind die Erwin Quarder CZ s.r.o. (51%) und ein Unternehmen aus der MWG Gruppe (49%). Die MWG Gruppe ist auf Beschichtungen von Oberflächen spezialisiert. Ziel der Gründung des Joint Ventures ist, entlang der Wertschöpfungskette einen Fertigungsverbund in Form von strategischen Partnerschaften oder Joint Venture Gesellschaften zu schaffen, um die Supply Chain nachhaltig abzusichern.

Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Quarder Gruppe und zur Stärkung der NAFTA-Markt-Präsenz ist die Quarder de México S.A. de C.V., Querétaro/Mexiko, (QdM) tätig. Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH (Quarder) hat sich im Geschäftsjahr 2018 unmittelbar mehrheitlich an der QdM beteiligt.

Des Weiteren ist Quarder seit dem Gründungsjahr 2015 Mitgesellschafterin der InnoME GmbH, Espelkamp; die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH hält 16 % der Anteile. Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb elektronischer Analysesysteme sowie die Entwicklung einer neuen Ätztechnologie für Kühlungssysteme im Bereich e-Mobility und Leistungselektronik. Im Januar 2023 wurde die Phabioc GmbH aus der InnoME ausgegliedert. Phabioc vertreibt innovative Verbrauchsmaterialien und Analysewerkzeuge für die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Chemie. Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH ist zum Stichtag mit 33% an der Phabioc GmbH und der Phabioc IP GmbH beteiligt. Für die Phabioc IP GmbH wurde im Frühjahr 2024 die Liquidation beantragt, da das gesamte Geschäft in der Phabioc GmbH gebündelt wurde. Gleichzeitig wurde die Beteiligung der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH Anfang 2024 auf 24% reduziert.

Quarder und die Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft bilden zum Bilanzstichtag gemeinsam mit der Quarder GmbH & Co. KG, Espelkamp, (Gesellschafterin der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH) den Quarder-Konzern bzw. die Quarder-Gruppe.

1.2 Geschäftsprogramm

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH produziert als globaler Partner für technische Kunststoffsysteme in Zusammenarbeit mit ihren Kunden, komplexe technische Einzelteile und Baugruppen aus Kunststoff, zunehmend in der Kombination mit elektronischen und mechatronischen Elementen.

Dabei übernimmt Quarder zunehmend auch die Rolle des Entwicklungspartners, hier insbesondere im Bereich der Prozess-, Artikel- und Füllsimulationen inkl. hochkomplexer Berechnungen zu Artikeleigenschaften (z.B. Festigkeit/Steifigkeit).

Mit seinen Innovationen in der Artikel- und Prozessentwicklung mit z.T. patentierten Produktionsverfahren gehört Quarder zu den führenden Anbietern für die Entwicklung und Herstellung von auf den Kunden angepasste Produkte im Bereich Hybridtechnik, Sensorik und e-Mobility. Besonders Hybridkunststoffbauteile, eine Verbindung aus Kunststoffbauteilen und Mechatronik, bieten ein enormes Wachstumspotenzial im Automotive-, Medizin- und Elektroniksektor.

Quarder bietet dem Kunden die komplette Prozesskette von der Entwicklung, Simulation, Werkzeugtechnik, bis zur Automation und Serienfertigung an.

Seit Jahren beliefert das Berichtsunternehmen namenhafte Kunden der Automobil- und Automobil-Zulieferindustrie (Umsatzanteil ca. 95 %). Daneben zählen auch Abnehmer aus der Elektroindustrie, der Medizintechnik und anderen Branchen zum Kundenkreis. Darüber hinaus fokussiert sich Quarder in seiner strategischen Ausrichtung auf die Megatrends (e-Mobility, autonomes Fahren und Fahrassistenzsysteme) im Automotivsektor.

1.3 Zielsetzung und Geschäftsstrategie

Neben den strukturellen Herausforderungen in der Automobilindustrie im Zusammenhang mit der Reduzierung der CO 2 Stickoxide erweisen sich der im Februar 2022 ausgebrochene Ukraine Krieg und die daraus folgenden Konsequenzen (Material- und Energiepreissteigerungen) sowie die sich weltweit verschlechternde Konjunktur als zusätzliche große Herausforderung für die Weltwirtschaft und somit auch für die Automobilindustrie.

Quarder fokussiert sich in diesem Umfeld weiterhin auf die Stärkung der Marktpräsenz durch Konzentration auf die Megatrends im Automotive-Sektor. Um dieses mittelfristige Ziel zu erreichen, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere strukturelle Maßnahmen ergriffen und die Entwicklung- und Projektmanagementkapazitäten auf diese Bereiche mit einer globalen Ausrichtung angepasst sowie das strategische Geschäftsmodell auf definierte Produktgruppen ausgerichtet.

Mit der strategischen Ausrichtung auf definierte Produktgruppen will Quarder über die Wertschöpfungskette hinweg den sich abzeichnenden Veränderungen der Automotive-Branche und hier insbesondere der zunehmenden "Elektrifizierung" (e-Mobility und teilautonomes Fahren) der Kraftfahrzeuge und dem neu zu erschließenden Geschäftsfeld Kühlungssysteme für Batterien und Leistungselektronik gerecht werden.

1.4 Wettbewerbssituation

Die internationale Ausrichtung der Automotive-Branche/Automobil-Zulieferindustrie und die damit verbundene weltweite Ausschreibung der technisch anspruchsvollen Projekte führen beim Marktumfeld, trotz einer überschaubaren Anzahl von Wettbewerbern, zu einem erheblichen Druck auf die Margen. Die Automotive-Branche befindet sich weiterhin in einem Transformationsprozess. Die neuen Technologien werden zeitgleich in Europa, China und im NAFTA-Markt eingeführt. Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH positioniert sich in diesem Transformationsprozess auf dem Feld der Innovations- und Komplexitätslösungen sowie als starker Entwicklungspartner und potenzieller Direktlieferant der Automobilhersteller (OEM).

1.5 Forschung und Entwicklung

Durch die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung für marktreife Applikationen mit Fokus auf die Bereiche Sensorik, e-Mobility und Analytik sowie dem eigens errichteten Industrie- und Analyselabor für Prüfaufgaben rund um die Verifizierung nachhaltiger Qualität und Erprobungsstudien zur Prozesstechnik, stellt sich Quarder zukunftsweisend und innovationsfreudig auf. EQS hat diesen Bereich in den letzten Jahren kontinuierlich auf- und ausgebaut. Im Bereich Forschung und Entwicklung sind gegenwärtig ca. 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Auch der Eintritt als Zulieferer für die Medizin- und Analysetechnik wird durch die Beteiligungsunternehmen InnoME GmbH und Phabioc weiterhin fokussiert. Die Integration von mechatronischen Systemen in Kunststoffbauteilen bietet durch Designfreiheit, Kostenreduktion und Performancesteigerung ein enormes Marktpotenzial. Kooperationen mit renommierten Instituten, wie z.B. der Technischen Universität München oder weiteren deutschen Universitätskliniken, stellen einen Transfer aus Wissenschaft und Forschung zur Industrie dar.

1.6 Personal

Im Berichtszeitraum waren im Durchschnitt 496 Mitarbeiter beschäftigt, davon 237 kaufmännische und technische Angestellte, 246 Arbeiter und 13 Auszubildende. Gegenüber dem Vorjahr nahm die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten um 31 Mitarbeiter ab.

Quarder ist stets darauf fokussiert, das Personal qualifiziert zu schulen. Damit nimmt die Personalentwicklung einen hohen Stellenwert ein. Den gestiegenen Bedarfs- und Beschaffungsanforderungen wird durch die stetige Weiterentwicklung der Mitarbeiter auf Grundlage eines definierten Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramms Rechnung getragen.

1.7 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus des Berichtsunternehmens auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:

Gesamtleistung

Rohertragsquote

EBIT

Finanzstatus/Leasing

Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere:

Qualität

Innovation (Forschung & Entwicklung)

Umwelt

Personal

betrachtet.

Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt an den relevanten Stellen innerhalb der Berichtserstattung zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. Zum Personal sowie zur Forschung & Entwicklung wird ebenso an anderer Stelle dieses Lageberichts berichtet, wie über das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach Angabe des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de) vom Juli 2024 sank das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,3 %.

Wesentliche Einflussfaktoren dieser negativen Entwicklung sind die Folgen des Kriegs in der Ukraine. Hierzu gehören unter anderem die weiterhin anhaltend hohen Preise in allen Bereichen, sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen. Des Weiteren spielt die geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland eine entscheidende Rolle. Diese Faktoren führten unter anderem zur Verringerung der privaten Konsumausgaben gegenüber dem Vorjahr um -0,7 %. Die staatlichen Konsumausgaben sanken um -0,8 % im Vergleich zum Vorjahr.

Während die Ausrüstungsinvestitionen im Binnenmarkt weiter stiegen (+3,0% im Vergleich zu 2022), verringerten sich die Bauinvestitionen um -2,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Jahr 2024 wird ein positives Wirtschaftswachstum erwartet. Zwar werden die unter erschwerten Bedingungen erstellten Prognosen regelmäßig den aktuellen Umständen angepasst, dennoch bleibt der Ausblick positiv. Der Sachverständigenrat korrigierte zuletzt im März seine Prognose aus November 2023 von +0,7 % auf +0,2 %, während die Bundesregierung Ihre Jahresprojektion (+0,2 %) im April auf +0,3 % erhöhte. Auch das Institut für Weltwirtschaft (ifW Kiel) ermittelte zunächst eine positive Steigerungsrate von +0,1 %, welche es zuletzt im Juni auf +0,2% korrigierte.

Die Bundesregierung begründet ihre wieder leicht positive Wachstumserwartung in der Erholung der energieintensiven Industrie, da die Preise für Strom und Gas wieder auf einem Niveau wie vor dem Energiepreisschock seien. Dieser Rückgang der Energiepreise führt auch dazu, dass die Inflation weiter zurückgeht. Diese Argumentation teilt auch der Sachverständigenrat. Das ifW betont außerdem, dass die Leitzinssenkungen der EZB die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und private Konsumenten verbessern werden.

Die Wechselkursentwicklung des US-Dollar zum EURO unterlag im Berichtsjahr dauerhaften Schwankungen. Der US-Dollar startete zu Beginn des Jahres 2023 mit 1,0687 USD/EUR. Der Höchststand wurde im Juli mit 1,1277 USD/EUR erreicht und sank von dort an kontinuierlich bis zu einem Tiefstand im Oktober von 1,0451 USD/EUR. Anschließend stieg der Kurs bis zum Jahresende unter leichten Schwankungen. Am 31.12.2023 endete der USD-Kurs mit 1,1037 USD/EUR. Der Durchschnittskurs des Jahres 2023 notiert mit 1,082 USD/EUR (Quelle: www.finanzen.net).

Der Wechselkurs der Tschechischen Krone zum EURO lag zu Beginn des Berichtsjahres bei 24,112 CZK/EUR. Das Verhältnis der Kursrelation schwankte im Verlauf des Jahres zwischen einem Tiefstand von 23,2295 CZK/EUR im April und einem Höchststand von 24,6575 CZK/EUR im September. Am 31.12.2023 schloss die Währung mit 24,6900 CZK/EUR (Quelle: finanzen.net).

Auch der Wert des mexikanischen Pesos im Vergleich zum EURO schwankte innerhalb des Berichtsjahres. Lag der Kurs zu Jahresbeginn noch bei 20,8720 MXN/EUR, verringerte sich der Kurs bis zum 31.12.2023 auf 18,7312 MXN/EUR (Quelle: finanzen.net).

2.2 Branchenentwicklung

Gemäß Veröffentlichung des GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (www.gkv.de) aus Februar 2024, ist der Gesamtumsatz in der Branche (der Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten) gegenüber dem Vorjahr um -6,0 % auf € 72,5 Mrd. gesunken. Der Inlandsumsatz nahm im Vergleich zum Vorjahreswert um -9,4 % ab (auf € 42,3 Mrd.). Auch die Umsätze im Ausland sind um -0,3 % auf 30,2 Mrd. gesunken.

Die verarbeitete Menge im Jahr 2023 lag mit 12,7 Mio. Tonnen (-9 %) unter dem Vorjahreswert. Auch die Anzahl der Beschäftigten verringerte sich in diesem Jahr mit -2,2 % auf 319.264 Beschäftigte. In dem für den Konzern relevanten Segment (Technische Teile) stieg der Umsatz um +1,70 % auf € 20,94 Mrd.

Abgesehen von einigen Großunternehmen zeigt die Branche der kunststoffverarbeitenden Industrie weiterhin ein vorwiegend mittelständig geprägtes Bild mit einer durchschnittlichen Unternehmensgröße von ca. 100 Mitarbeitern. Im Wettbewerbsvergleich sieht sich Quarder nach wie vor im vorderen Marktdrittel positioniert. Dies liegt vorrangig an den technisch anspruchsvollen und innovativen Artikeln, welche das Berichtsunternehmen an seine Kunden in hoher Qualität liefert.

Wichtigste Determinante für die zukünftige Entwicklung der Quarder Gruppe wird auch in den nächsten Jahren die weltweite Entwicklung des Kfz-, insbesondere des Pkw-Marktes und hier wiederum die Entwicklung des Absatzes von elektrisch angetriebenen PKW sein. Die Schwerpunktthemen, mit denen sich die Branche auseinandersetzen wird, werden insbesondere die e-Mobility, Sensorik, teilautonomes und autonomes Fahren sein. Der zeitliche Fortschritt bei den Entwicklungen und Umsetzung der E-Mobilität wird in den nächsten Jahren in diesem Zusammenhang weiterhin ein entscheidender Faktor sein.

Die Anzahl der Neuzulassungen im Pkw-Markt in der Europäischen Union ist im ersten Halbjahr des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +4,3 % gestiegen. Vom Vorkrisenniveau - welches kumuliert +18 % höher lag - ist die Branche allerdings weiterhin weit entfernt. Die vier größten Märkte (Italien (+5,4 %), Frankreich (+2,8 %), Spanien (+5,9 %) und Deutschland (+5,4 %) zeigen für die zweite Jahreshälfte 2024 weiterhin eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreshalbjahr (Quelle: europäischer Herstellerverband ACEA).

Gemessen an den Auftragseingängen deutscher Hersteller im ersten Halbjahr 2024, stiegen diese gegenüber dem Vorjahreszeitraum um +3,0 %. Der Juni selbst lag jedoch nur auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die deutsche Pkw-Produktion hingegen sank mit -9,0% im Monat Juni. Für das erste Halbjahr 2024 liegt diese mit -6,0 % ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Weltweit stieg die PKW-Produktion von 2022 auf 2023 um ca. +10 %.

Auch diese Kennzahlen liegen weiterhin unterhalb eines "Vorkrisenniveaus" (Quelle: Verband der deutschen Automobilindustrie VDA, Juli 2024).

II. Wirtschaftsbericht des Unternehmens

1. Ertragslage

1.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Berichtsjahr erzielte Quarder einen Jahresfehlbetrag von T€ -303, welcher unter dem Jahresergebnis des Vorjahres i. H. v. T€ 20 liegt.

Die Abnahme der Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen) um rd. -5,3% führte, bei gleichzeitig gefallenen Materialaufwendungen zu einem erhöhten Rohertrag (Gesamtleistung - Materialaufwand) und einer Zunahme der Rohertragsquote auf 52,3 %; (Vorjahreswert: 48,5 %)

Ausgehend von der Entwicklung des Rohertrags sowie unter Berücksichtigung einer Zunahme der Personalaufwendungen führten auch die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 11.860; Vorjahr: T€ 11.511) im Berichtsjahr zu einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von T€ 1.873 (Vorjahr: T€ 1.292). Die EBIT-Marge für 2023 liegt mit 2,2 % leicht über dem Niveau des Vorjahreswertes (1,4%).

Trotz einer Gewinnausschüttung der amerikanischen Tochtergesellschaft, führten die hohen Zinsbelastungen zu einem negativen Finanz- und Beteiligungsergebnis von T€ -1.694.

1.2 Umsatzentwicklung und Gesamtleistung

Der Gesellschaft gelingt es, sich weiterhin im bestehenden Marktumfeld und trotz des Ukraine-Krieges zu behaupten, jedoch fiel der Umsatz um ca. -3 Mio. € niedriger als im Vorjahr aus. Die Umsatzerlöse im Projektgeschäft verringerten sich auf rd. T€ 10.524 (Vorjahr: T€ 12.315), während sich der Umsatz bei den Serienteilen um -6,5 % auf T€ 55.838 verringerte. Hier kommen geringere Abrufe im Seriengeschäft zum Tragen, die den schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen geschuldet sind. Im Projektgeschäft mussten Projektverschiebungen verzeichnet werden.

Chart

Im Gegensatz zu dem Gesamtvolumen im Projektgeschäft nahm der Bestand an unfertigen Erzeugnissen zu, was zu einer positiven Bestandsveränderung von T€ 1.388 (Vorjahr T€ 2.952) führte.

Die aus der negativen Geschäftsentwicklung resultierende Abnahme der Umsatzerlöse, führte zu einer Verringerung der Gesamtleistung um rd. -5,3 % auf T€ 78.915 gegenüber der Gesamtleistung im Jahr 2022 (T€ 83.358).

Chart

In den zurückliegenden Jahren veränderte sich das Anforderungsprofil der Kunden bei Quarder. Galt Quarder zuvor insbesondere als Teilelieferant, haben die Kunden nunmehr den Anspruch an einen Lieferanten von ganzheitlichen Lösungen (Automatisierungsanlagen - Werkzeuge - Serienteile).

Neben übrigen Umsätzen werden insbesondere konzerninterne Lieferungen bzw. Lieferungen mit nahestehenden Unternehmen, bei denen keine oder nur eine geringe weitere Wertschöpfung bei Quarder erfolgt, unter den sonstigen Umsätzen subsumiert. Die Exportquote lag mit ca. 45,6 % des Umsatzes auf Vorjahresniveau (45,9 %).

1.3 Entwicklung der Kosten

Ausgehend von der gesunkenen Gesamtleistung verringerte sich auch der Materialaufwand um T€ -5.303 (-12,4 %) gegenüber den Vorjahreswerten.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Gesamtleistung) verringerte sich auf 47,7 % (Vorjahr: 51,5 %). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Produktmix.

Der durchschnittliche Personalbestand nahm im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 31 Mitarbeiter ab (siehe auch I.1.6). Die Fortsetzung der eingeleiteten Veränderungen in den Personal- und Abteilungsstrukturen sowie die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld führten zu einer Reduzierung der Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Gesamtleistung) auf 32,1% (Vorjahr: 30,0 %). Der Personalaufwand stieg absolut um +1,3% auf T€ 25.326 gegenüber dem Vorjahreswert (T€ 24.992).

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg im Vergleich auf T€ 11.860 gegenüber T€ 11.511 im Vorjahr um +3,0 % an. Wesentliche Einflussfaktoren für die Entwicklung sind gestiegene Kosten in den Bereichen Versicherungen, Mieten und Leasing, sowie Heizkosten und EDV-Aufwand.

1.4 Ergebnisentwicklung

Basierend auf der dargestellten Entwicklung erhöhte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um T€ 586 auf T€ 1.720. Die EBIT-Marge (EBIT/Gesamtleistung) lag dabei mit 2,2 % über dem Vorjahresniveau.

Chart

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2023 (T€ -1.694; Vorjahr: T€ -1.113) stellt sich aufgrund erhöhter Zinsaufwendungen erneut negativ dar.

Auf Basis der aktuellen Finanzierungsstruktur der Gesellschaft bzw. der gesamten Quarder-Gruppe nahmen die Zinserträge - inklusive der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - auf T€ 500 (Vorjahr: T€ 237) leicht zu. Weitere notwendige Investitionen in technische Anlagen und Maschinen sowie die Auswirkungen der Zinspolitik der EZB als Gegensteuerungsmaßnahme zur Entwicklung der Inflation auf die bestehenden Finanzierungsstruktur der Gesellschaft führten zu gestiegenen Zinsaufwendungen (T€ 3.858 Vorjahr: T€ 2.700).

Trotz des gestiegenen EBIT (T€ 1.720) gegenüber 2022 (T€ 1.134) und unter Berücksichtigung des gesunkenen Finanz- und Beteiligungsergebnisses durch die gestiegenen Zinsaufwendungen, verringerte sich das erzielte Jahresergebnis von Quarder auf T€ -303. Hierbei kam jedoch ein steuerlichen Sondereffekt i.H.v. 329 TEUR aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2020 zum Tragen. Die Gesamtentwicklung der Erwin Quarder Systemtechnik dokumentiert die folgende Grafik:

Chart

1.5 Ausländische Tochtergesellschaften

Auch die Entwicklungen der ausländischen Tochtergesellschaften waren im Berichtsjahr durch den Ukraine Krieg und den Preiserhöhungen bei Energie und Vormaterialien zum Teil erheblich beeinflusst.

Die Entwicklung der Erwin Quarder Inc. im Jahr 2023 war im Vergleich zum Vorjahr steigend. Der Umsatz (Sales) nahm im Berichtsjahr auf T$ 28.752 zu und liegt somit 13,3 % über dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss (Net Income) betrug T$ 1.910(Vorjahr: T$ 1.502) zu.

Der Umsatz der Erwin Quarder CZ s.r.o. ist im Berichtsjahr um 7,1 % auf TCZK 764.552 (Vorjahr: TCZK 753.673) gestiegen. Bei gleichzeitig gestiegenen Material- und Personalkosten reduzierte sich das Jahresergebnis mit TCZK 11.387 (Vorjahr TCZK 19.894) nur leicht.

Die Quarder de México S.A. de C.V. erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von insgesamt TMXN 320.550 (Vorjahr TMXN 340.893), somit ein Rückgang um rd. 6 %. Trotzdem erzielte die QdM, aufgrund rückläufiger Zinsaufendungen ein Jahresergebnis in Höhe von TMXN 5.012 (Vorjahr: TMXN 1.301).

2. Finanzlage

2.1 Grundsätze und Ziele des Finanz-Managements

Die ausreichende und fristgerechte Versorgung mit Finanzmitteln sieht Quarder als oberstes Ziel des Finanz-Managements, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Finanzierung des Umlaufvermögens liegt. Die Gesellschaft übernimmt auch die Finanzierung von Tochter- und nahestehenden Gesellschaften einschließlich der Stellung von Sicherheiten.

Das Berichtsunternehmen nutzt Finanzierungsalternativen, wie das seit dem Geschäftsjahr 2011 bestehende Factoring für den Ankauf von Forderungen sowie Leasing oder die Sonderform des Sale-and-Lease-Back und Mietkauf. Die gesamten Leasingverpflichtungen sind dem Anhang zu entnehmen.

Quarder passt die Finanzierungsstruktur an den zunehmenden Wettbewerb stetig an, insbesondere auch, um Voraussetzungen für die weitere strategische Ausrichtung der Quarder-Gruppe zu schaffen.

2.2 Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Sach- und Finanzanlagevermögen getätigt. Sie betrugen bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen rd. T€ 567 und erfolgten im Wesentlichen in Technische Anlagen und Maschinen (T€ 389).

2.3 Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden im Jahr 2023 z. T. durch den erzielten Cashflow finanziert. Zudem wird neben der klassischen Bankenfinanzierung auch die Finanzierungsform Leasing und Mietkauf genutzt.

2.4 Liquiditätsanalyse

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH erstellt eine detaillierte Liquiditätsplanung (Jahres-, Monats- und Wochenplanung) mit täglicher Liquiditätsdisposition.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Berichtszeitraum nicht gefährdet. Die Zahlungsverpflichtungen konnten stets unter (teilweiser) Inanspruchnahme von Zahlungszielen erfüllt werden.

Im 1. Quartal 2023 wurden mit den finanzierenden Banken auf Basis der Planungen für die Jahre 2023 bis 2025 neue Tilgungsstrukturen für die Zeit bis 31.12.2025 vereinbart worden. Gleichzeitig wurden alle weiteren Kredite und Kontokorrentlinien ebenfalls bis zum 31.12. 2025 verlängert. Entsprechend dieser Vereinbarungen erfolgte im Geschäftsjahr 2023 planmäßige Tilgungen.

2.5 Cashflow-Analyse

Ausgehend vom Jahresergebnis (T€ ./. 303 realisierte EQST einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 4.658. Dies ist insbesondere auf einen nur geringen Aufbau im Working-Capital in Höhe von T€ 263 zurückzuführen. Unter Berücksichtigung, insbesondere der nicht zahlungswirksamen Abschreibungen (T€ 2.748), hat sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit deutlich positiv dargestellt.

Durch eine nur verhaltene Investitionstätigkeit, bei gleichzeitig hohen Erträgen aus dem Finanzanlagevermögen in Form von Zinsen (T€ 500) sowie Dividenden (T€ 1.664) konnte auch der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit T€ 1.627 positiv gestaltet werden.

Aufgrund der vereinbarten planmäßigen Tilgungsleistungen der Bankenfinanzierungen sowie der Mietkaufverpflichtungen (insgesamt T€ 3.222), bei gleichzeitigen Mittelneuaufnahmen von T€ 407 sowie der Zinsaufwendungen (T€ 3.827) ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. T€ 6.642.

3. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um T€ 790 auf T€ 68.573. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen (T€ 567) lagen unterhalb der Abschreibungen des Geschäftsjahres (T€ 2.748). Das Finanzanlagevermögen ist geringfügig auf insgesamt T€ 13.316 (Vorjahr T€ 13.251) gestiegen.

In der Beteiligung an der InnoME sieht Quarder einen Baustein in der Diversifikation der zukünftigen Erträge der Gesellschaft. Seit dem 01.01.2023 gliedern sich die Aktivitäten der InnoME in die Geschäftsbereiche Nanotechnologie (Aluminium/Kunststoffverbindungen) und ZenCell. Zur weiteren Finanzierung der Entwicklung der Gesellschaft hat Quarder dieser bis zum Bilanzstichtag unverändert insgesamt Darlehen in Höhe von T€ 3.088 (Vorjahr: T€ 3.088) zur Verfügung gestellt.

Das Umlaufvermögen des Berichtsjahres stieg im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.720 auf T€ 48.350. Wesentlicher Einflussfaktor war hier der weitere Aufbau der Vorräte (T€ 1.899), insbesondere im Zusammenhang mit Projekten im Bereich der neuen Technologien (Kühlungssysteme).

Das Niveau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich mit + 10,0 % im Berichtsjahr stichtagsbezogen erhöht (T€ 6.322; Vorjahr: T€ 5.748).

Die Forderungen im Verbundbereich betrugen T€ 4.795. Hierin enthalten ist die beschlossene Ausschüttung der Tochtergesellschaft in den USA mit T€ 1.664.

Ergebnisbedingt nahm das Eigenkapital um T€ 303 ab. Unter Berücksichtigung der geringeren Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 17,1 % (Vorjahr: 17,4 %).

Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um T€ 619. Die Steuerrückstellungen lagen bei € 329. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 2.551; Vorjahr: T€ 1.932) enthalten im Wesentlichen pauschale Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 314; Vorjahr: T€ 308). Die Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen erhöhten sich auf T€ 784.

Ferner nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ab (T€ -1.611). In Verbindung mit der geringeren Bilanzsumme verringerte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag auf 54,5 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 56,1 %).

Das Sachanlagevermögen (T€ 4.732) war zum Bilanzstichtag vollständig durch das Eigenkapital (T€ 11.748) gedeckt.

Dem kurzfristigen Fremdkapital - ohne kurzfristige Rückstellungen - (T€ 19.281) stand das gesamte Umlaufvermögen in Höhe von T€ 48.350 gegenüber.

4. Zusammenfassende Darstellung

Das Berichtsunternehmen hat den im Jahr 2022 begonnenen strukturellen Transformationsprozess und die damit einhergehende technische, organisatorische und strategische Neuausrichtung weiter fortgeführt. Unter diesem Aspekt stuft die Geschäftsleitung das Gesamtbild aus Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag insgesamt als "zufriedenstellend" ein. Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr wird auf den Risikobericht verwiesen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

1.1 Allgemeine Grundsätze

Die Geschäftsleitung erteilt diese Prognose nach pflichtgemäßem Ermessen sowie nach bestem Wissen und Gewissen.

1.2 Entwicklung der Rahmenbedingungen

Die Konjunkturforscher des Instituts für Weltwirtschaft der Universität Kiel (IfW) haben - ähnlich den vorangegangenen Jahren - auch für 2024 bereits mehrfach korrigierte Prognosedaten abgegeben. Während die prognostizierte Zunahme des BIP noch im März von +0,9 % auf +0,1 % korrigiert wurde, sprach man bereits im Juni von einer Anpassung auf + 0,2 %. Begründet wird diese schwache Erholung der Konjunktur mit den wieder steigenden Exporten sowie einem höheren Konsum. Für 2025 wird aktuell von einem Wirtschaftswachstum in Höhe von + 1,1% ausgegangen. Ein entscheidender Faktor ist zudem die weiterhin erhöhte Inflation. Für das Gesamtjahr 2024 wird diese derzeit auf + 2,0% geschätzt.

Die deutschen Exporte sind im April 2024, nach Aussage des statistischen Bundesamts, um + 1,6% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat lässt sich ein Anstieg von + 1,9 % verzeichnen. Für Mai 2024 veröffentlichte das statistische Bundesamt einen Exportrückgang von - 3,6% gegenüber dem Vormonat.

Nach Aussagen des BGA (Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V.) gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute zunächst von einer wirtschaftlichen Stagnation aus, welche im weiteren Jahresverlauf durch die rückläufige Inflation, steigenden Löhne und Einkommen, sowie einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmenden Impulsen von der Außenwirtschaft spürbar zu einer Belebung der Konjunktur führen soll.

Auch für die Weltwirtschaft gilt: der andauernde Ukraine Krieg und die weiterhin erhöhte Inflation bremsen die endgültige Erholung von den Folgen der COVID-19-Pandemie. Im Sommer korrigierte das IfW seine Frühjahrsprognose (+2,8%) für die Weltproduktion 2024 auf +3,1%, behielt die Prognose für 2025 (+3,1%) jedoch bei. Diese positive Prognose für die Weltwirtschaft beruht auf einem Anstieg des Welthandels, den steigenden Reallöhnen in Europa - welche dem privaten Konsum Impulse setzen soll - und der Steigerung der Produktion in China. Dennoch müssen Risiken beachtet werden wie der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen, welcher durch mögliche Handelskonflikte die weltwirtschaftliche Aktivität belasten könnte.

1.3 Investitionen

Die projektgetriebenen Investitionen für das Geschäftsjahr 2024 werden auf rund T€ 6.500 inklusiv Leasingfinanzierungen prognostiziert. Im Wesentlichen handelt es sich um Maschinen und Automatisierungsanlagen, die mit anderen Aggregaten zu automatischen Fertigungszellen konfiguriert werden, sowie um Produktionsperipherie.

1.4 Umsatz- und Ertragsentwicklung

Die für das Jahr 2024 am meisten entwicklungsbeeinträchtigende und vom Verlauf her kaum abzuschätzende Ereignisse bleiben der anhaltende Ukraine Krieg und die aus den Folgen damit einhergehende Abschwächung der Konjunktur. Zwar konnten die gestiegenen Vormaterialpreise und Energiekosten aus den Jahren 2022 und 2023 weitgehend an die Kunden weitergegeben werden, der Druck auf Preisreduzierungen verstärkt sich jedoch deutlich, wodurch die Ergebnisse der Gesellschaft weiter belastet werden können. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen deutlich zurückgegangen ist, was auch bei Quarder zu entsprechend niedrigeren Umsätzen führt. Generell besteht auch weiterhin die Gefahr von Versorgungsprobleme mit Vormaterialien. Quarder konnte zwar bisher die Versorgung seiner Kunden sicherstellen, aber insbesondere verlängerte Transportwege und -zeiten sowie Naturkatastrophen, wie z. B. Überflutungen, können zu Produktionsausfällen bei Zulieferern und/oder den Automobilherstellern führen. Dem schwächeren Marktumfeld trat die Gesellschaft in der Vergangenheit mit Anpassungen von Kapazitäten und Kosten sowie der Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld entgegen. Das Instrument der erleichterten Kurzarbeit steht den Unternehmen zunächst bis zum 30.09.2024 zur Verfügung und wird auch entsprechend genutzt, um die Belastung des Geschäftsergebnisses einzugrenzen.

Im Frühjahr 2024 wurden für 2024 und 2025 vollständig neue Planungen erarbeitet. Hierbei wurden deutlich reduzierte Umsätze im Vergleich zum Berichtsjahr und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau geplant, somit ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung im 1. Halbjahr 2024 lag leicht unter Planniveau.

Die Prognosen sind in Anbetracht der schwachen konjunkturellen Entwicklung und dem schleppenden Transformationsprozess zum vollelektrischen Fahrzeug mit deutlich höheren Unsicherheiten behaftet als in früheren Jahren. In Abhängigkeit von der weiteren konjunkturellen Entwicklung und den zu ergreifenden Maßnahmen kann eine deutlich ungünstigere Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Berichtsgesellschaft nicht ausgeschlossen werden.

Die Prognosen für das Jahr 2025 dürften ebenfalls weiterhin durch die schwache Konjunktur geprägt sein. Es ist gegenwärtig auch davon auszugehen, dass die Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen schwach bleibt. Für das Jahr 2025 erwarten wir eine Gesamtleistung von ca. 83,0 Mio. € und ein positives EBIT.

Für die Auslandsgesellschaften ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Die tschechische Tochtergesellschaft EQCZ zeigt im 1. Halbjahr 2024 eine bessere Entwicklung wie die Berichtsgesellschaft. Die EQCZ bilanziert mit einem EBIT von T€ 716 ebenfalls besser als geplant und auch deutlich über dem Vorjahr (EBIT T€ 270). Im September 2024 war der Standort in Tschechien leider unmittelbar von den Überflutungen betroffen. Nach Einleitung von Sofortmaßnahmen zur Wiederaufnahme der Produktion werden zum Berichtszeitpunkt die Schäden im Detail bewertet. Die Gesellschaft verfügt über eine Versicherung für Flutschäden, die den wesentlichen Schaden abdeckt. Die Versorgungssituation wird permanent mit den Kunden abgestimmt. Wir gehen davon aus, dass die Produktion in wesentlichen Teilen spätestens Anfang Oktober wieder aufgenommen wird. Die beiden Nafta Gesellschaften EQI und QdM erzielen im 1. Halbjahr mit T€ 1.356 (EQI) bzw. T€ 591 (QdM) ein deutlich positives EBIT.

2. Risikobericht

2.1 Risikomanagement

Das Berichtsunternehmen hat das Risikomanagement in den letzten Jahren stets verbessert und ausgebaut. Nach wie vor wird diesem Thema eine besondere Bedeutung beigemessen. Gemäß den internen organisatorischen Regelungen entscheidet die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH wer für die Risikoeinschätzung und Überwachung verantwortlich ist und wie die Risiken behandelt werden sollen.

2.2 Ukraine-Krieg

Während zu Beginn des Ukraine-Krieges noch die Versorgung mit Vormaterialien, insbesondere Kabelbäumen, im Vordergrund stand, stehen gegenwärtig die Folgen des Krieges, u. a. - Energiesicherheit, Energiekosten, Materialpreiserhöhungen und daraus folgend eine hohe Inflation - im Fokus.

Durch den Ukraine-Krieg kann weiterhin eine generelle Verknappung bei Gas nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn bei EQS in der Produktion unmittelbar kein Gas eingesetzt wird, könnte eine Verknappung von Gas zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen und Vorprodukten führen.

Die gestiegenen Energie- und Materialkosten konnten bisher weitgehend an die Kunden weitergegeben werden. Weitergehende Energie- und Materialkostensteigerungen können nicht ausgeschlossen werden. Sicherlich wird EQS alles tun, um auch solche möglichen Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben. Dennoch sind Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse nicht auszuschließen.

Mit großer Besorgnis wird die anhaltend schwache Konjunktur gesehen. Dies hat auch nicht unerhebliche Auswirkungen auf den Automobilabsatz. Auch wenn EQS mit Kostenanpassungen und der Nutzung von Kurzarbeit auf schwankende Abrufe reagiert, wird ein Absatzrückgang somit auch auf die Geschäftsergebnisse der EQS Einfluss haben.

2.3 Coronavirus-Krise

Auch wenn das Corona Virus aktuell nicht mehr im Fokus ist, bestehen durch das Corona Virus weiterhin, insbesondere in der eingeschränkten Verfügbarkeit von Mitarbeitern, personalwirtschaftliche Risiken. Eine Beschränkung der Absatzmöglichkeiten kann auch aus der krisenbedingt restriktiven Vergabe von Limits durch die Warenkreditversicherer resultieren.

Die Geschäftsführung nutzte die angebotenen Instrumente, insbesondere das Kurzarbeitergeld. Das Berichtsunternehmen hat im Rahmen des Risikomanagements organisatorische Vorkehrungen getroffen, die es in die Lage versetzt, rechtzeitig entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergreifen zu können.

Vor dem Hintergrund einer angemessenen Berücksichtigung wirtschaftlicher Belange durch die politische Führung und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vor Eintritt der Krise geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet ist.

2.4 Umfeld- und Branchenrisiken

Wie unter III.2.2. dargestellt kam es in Folge des Ukraine Krieges in 2022 und 2023 zu hohen Inflationsraten. EQS ist es gelungen diese Preisanstiege weitestgehend an die Kunden weiterzugeben. Gleichzeitig konnte durch rechtzeitig geschlossene Vereinbarungen mit den Lieferanten die Versorgungsicherheit sichergestellt werden.

Die Automobil- und Zulieferindustrie sieht sich auch weiterhin durch Probleme in der Versorgung mit Vormaterialien beeinflusst. Hierbei besteht nicht nur das Risiko in der eigenen Vormaterialbeschaffung. Insbesondere Produktionsausfälle durch Naturkatastrophen können weiterhin zu Produktionsausfällen bei den Automobilherstellern führen, dass auch die Produktion von Quarder indirekt beeinflusst.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist jedoch nicht zu erwarten, dass Kunststoff durch andere Werkstoffe verdrängt wird, zumal Kunststoff diverse Vorteile (u. a. Energieeffizienz durch z.B. leichteres spezifisches Gewicht bei hoher Festigkeit) gegenüber anderen Materialien bietet.

Seit Mitte 2023 ist auch festzustellen, dass der Transformationsprozess vom Verbrenner Fahrzeug zum vollelektrischen Fahrzeug stark an Dynamik verloren hat. Dies führt nicht nur zu geringeren Umsätzen in diesem Marktsegment, sondern auch zu zum Teil deutlichen zeitlichen Verschiebungen von Neuprojekten in diesem Marktsegment. In diesem Zuge kann es daher zu deutlich höheren Vorfinanzierungsvolumen als auch zu niedrigeren Umsätzen in den nächsten Jahren kommen.

2.5 Unternehmensstrategische Risiken

Risiken aus geplanten Investitionen, sowie das Produkt- und Beteiligungsportfolio, unterliegen einer ständigen Überprüfung durch das Management. Größere Investitionen werden nur getätigt, wenn Wirtschaftlichkeitsberechnungen diese rechtfertigten.

Das Beteiligungsunternehmen InnoME GmbH wurde organisatorisch im Januar 2023 neu ausgerichtet. Ein Geschäftsbereich, der strategisch nicht mehr zum Kerngeschäft gesehen wird, soll verkauft werden. Der Geschäftsbereich gedruckte Sensorik wurde im Januar 2023 ausgegliedert und an einen ehemaligen Mitarbeiter der InnoME übertragen. Ebenfalls im Januar 2023 wurde die Phabioc GmbH gegründet. Die Phabioc GmbH vertreibt innovative Verbrauchsmaterialien und Analysewerkzeuge für die Forschung und Entwicklung in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Chemie. Somit verbleibt als Kerngeschäft die Nanotechnologie (Aluminium/Kunststoffverbindungen) in der InnoME GmbH. EQS hat zu einem Großteil die Finanzierung der InnoMe übernommen. Der Rückfluss dieser ausgegebenen Mittel hängt von der weiteren Vermarktung der entwickelten Innovationen ab. Sollte diese nicht wie geplant vom Markt angenommen werden, hätte dieses dann auch Auswirkungen auf die EQS in Form von Abschreibungen auf die ausgegebenen Darlehen und Liquiditätshilfen.

Die grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung der Erwin Quarder Inc. (USA), der Erwin Quarder CZ s.r.o. (Tschechien) und der Quarder de México S.A. de C. V. (Mexico) in den zurückliegenden Geschäftsjahren sowie die mittelfristigen Planungen zeigen keine entsprechenden Risiken auf.

Auf mögliche Risiken, die die geplante wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können, wird auf die Darstellungen zu den finanzwirtschaftlichen Risiken (siehe 2.8 dieses Abschnitts) und zu den Darstellungen Ukraine Krieg (siehe 2.2 dieses Abschnitts) verwiesen. Insbesondere die ausländischen Tochterunternehmen konnten in den letzten Jahren stabile positive Ergebnisse erzielen und einen deutlichen Beitrag zum Ergebnis der Quarder-Gruppe beitragen. Somit besteht für die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH die Möglichkeit weitere Beteiligungserträge zu generieren. Eine Planungssicherheit ergibt sich aus der Tatsache, dass Projekte nur in Abstimmung mit den Auftraggebern an andere Standorte verlagert werden können.

2.6 Leistungswirtschaftliche Risiken

Als Zulieferbetrieb im Automotive-Bereich ist das Berichtsunternehmen weiterhin von dieser Branche abhängig. Auf der Grundlage einer rückläufigen Inlandsproduktion von PKW, der abflauenden Weltkonjunktur sowie gestiegener Handels- und Zollrisiken, bestehen für Quarder wegen der hohen Affinität zur Automobilindustrie weitere erhebliche Planungsrisiken.

Aufgrund des hohen Automatisierungsgrades bestehen nur bedingte Verlagerungsrisiken, zumal die Produktion auf kundenspezifischen Fertigungszellen erfolgt und aufgrund der hohen Produktkomplexität das Risiko eines kurzfristigen Lieferantenaustausches zu vernachlässigen ist. Auf mittelfristige Verlagerungsabsichten kann das Management mit Personal- bzw. Kapazitätsanpassungen reagieren.

Das Mindermengenrisiko, mit möglicher Ausstrahlung auf alle finanzwirtschaftlichen Leistungsindikatoren, lässt sich durch Ausgleichszahlungen reduzieren, welche die Kunden bei der Abnahme von Mindermengen zu leisten haben. Bei kapitalintensiven Projekten finanzieren Kunden entweder einen Teil der Investitionskosten direkt oder durch zeitlich begrenzte (ca. 3 Jahre) Investitionsumlagen.

Dennoch könnte ein deutlicher Nachfragerückgang im Seriengeschäft wesentliche negative Auswirkungen auf die Gesamtleistung nach sich ziehen. Unter Fokussierung auf dem Seriengeschäft soll das Projektgeschäft weiterhin die Basis bilden und daraus Wachstumspotenziale entwickeln. Insbesondere dieses ist von der weiteren Investitionsbereitschaft der Automobilindustrie abhängig, so dass ein Nachfragerückgang auch Auswirkungen auf das EBIT haben könnte.

Durch die bereits eingeleiteten und zum großen Teil bereits umgesetzten organisatorischen Maßnahmen wird das Projektgeschäft am Standort Deutschland in 2024 voraussichtlich einen ausgeglichenen Ergebnisbeitrag erwirtschaften.

In den Bereichen Fertigung, Logistik und Umweltmanagement sind keine bedeutenden Risiken ersichtlich.

Grundsätzlich bestehen Gewährleistungs- und Regressrisiken aus Produkthaftung (z. B. Folgekosten bei Rückrufaktionen in der Automobilindustrie). Der weitgehende Ausschluss dieses Risikos wird durch ein strenges Qualitätssicherungssystem (laufende Qualitätsüberwachung, DIN-Zertifizierungen und Einbindung der Abnehmer in den Entwicklungsprozess) sichergestellt. Zudem haben die Einzelunternehmen des Quarder-Konzerns für diese Risiken begrenzten Versicherungsschutz.

2.7 Personalrisiken

Durch die qualifizierten Führungskräfte auf der zweiten Führungsebene wird das Schlüsselpersonenrisiko deutlich abgemildert. Das Berichtsunternehmen versucht mit einer zielgerichteten Personalbeschaffung und Personalentwicklung dem Risikofaktor Fluktuation frühzeitig zu begegnen.

Zur Abdeckung des finanziellen Risikos aus dolosen Handlungen besteht in Ergänzung zu einem funktionierenden internen Kontrollsystem eine Vertrauensschadenversicherung.

2.8 Finanzwirtschaftliche Risiken

Auch die finanzwirtschaftlichen Risiken wurden durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Die Geschäftsleitung hatte bereits sehr frühzeitig - Ende März 2020 - ein "Corona-Szenario" planungstechnisch abgebildet, auf dessen Basis im Jahr 2020 ein landesverbürgter Kredit über 5,6 Mio. € mit Laufzeitende 31.03.2022 ausgereicht wurde. Die Laufzeit aller weiteren Kredite wurden ebenfalls vorzeitig bis zum 31.03.2022 prolongiert.

Mit dem Ausbruch des Ukraine Krieges hatte die Geschäftsleitung zwei "Ukraine Szenarien" abgebildet. Mit den finanzierenden Banken und dem Land NRW konnte im März 2022 eine Regelung dahingehend gefunden werden, dass der landesverbürgte Kredit und alle weiteren Kredite unverändert bis zum 31.01.2023 prolongiert wurden. In diesem Zuge haben die finanzierenden Banken auch sämtliche Tilgungsleistungen bis zum 31.01.2023 ausgesetzt.

In 2023 wurden 2,0 Mio. € auf den landesverbürgten Kredit getilgt und mit den finanzierenden Banken wurde auf Basis der Planungen für die Jahre 2023 bis 2025 eine neue Tilgungsstruktur für die Zeit bis 31.12.2025 vereinbart. Gleichzeitig wurden alle weiteren Kredite und Kontokorrentlinien ebenfalls bis zum 31.12. 2025 verlängert.

Zu den Besonderheiten der Automotive-Zulieferindustrie gehört darüber hinaus die Vorfinanzierung neuer Projekte, die die finanziellen Ressourcen vieler Unternehmen stark beansprucht. Neben den Belastungen aus dem laufenden Prozess der Umstrukturierung in der Unternehmensgruppe, stellt auch die Neuausrichtung mit einer OEM- und Entwicklungsfokussierung das Berichtsunternehmen vor große Herausforderungen. Hieraus resultiert die Herausforderung, die notwendigen Finanzierungsmittel rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Deshalb prüft Quarder permanent alle Finanzierungsalternativen, die dieses Risiko ausschließen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden geprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und eine Warenkreditversicherung mit einer marktüblichen Selbstbeteiligung für die wesentlichen Forderungen. Daneben werden zugängliche Informationen im Hinblick auf Bonität größerer Kunden in regelmäßigen Abständen ausgewertet.

Das Berichtsunternehmen trägt für die revolvierenden Eurokredite und laufenden Kontokorrentverbindlichkeiten das kurz- und mittelfristiges Zinsänderungsrisiko. Als weiteres Finanzierungsinstrument wird bei der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH ein Factoring für die Forderungen genutzt. Das Ausfallrisiko verbleibt bei der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, ist jedoch grundsätzlich warenkreditversichert.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang und werden durch die Anwendung des strengen Niederstwertprinzips berücksichtigt. Es leiten sich hieraus keine unmittelbaren bestandsgefährdenden Risiken ab.

Basierend auf der geplanten Geschäftsentwicklung des Jahres 2024, zeigt die revolvierend erstellte Liquiditätsplanung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 stets eine ausreichend freie Linie auf. Ausgehend von der Erwartung für das Geschäftsjahr 2025 ist eine ausreichende Versorgung mit Finanzmitteln zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass Verschiebungen bei der Umsetzung und Abwicklung von Projekten zu Veränderungen von Zahlungsmittelströmen führen können und insoweit die Liquiditätssituation beeinflusst würde.

Vor dem Hintergrund der Überschwemmungssituation im September 2024, die insbesondere den Standort in Tschechien betroffen hat, wurde mit den finanzierenden Banken zur Sicherung eines ausreichenden finanziellen Headrooms eine um rd. T€ 700 reduzierte Tilgungsleistung für das III. Quartal 2024 vereinbart.

2.9 Informationstechnologien

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation der Gesellschaft basieren im Wesentlichen auf vernetzten inhouse IT-Systemen. Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer Beeinträchtigung von Geschäfts- und Produktionsprozessen führen. Bei Quarder werden sowohl technische als auch organisatorische Vorkehrungen getroffen und kontinuierlich weiterentwickelt, um mögliche Störungen und Einflüsse auf die Prozesse auf ein Minimum zu reduzieren.

Neben dem Einsatz aktueller Technologien zur Datenhaltung, -sicherung und -wiederherstellung und dem Einsatz von Notfallplänen für die IT-Systeme lässt Quarder auch der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen eine hohe Bedeutung zukommen. Die eingesetzten Verfahren und Prozesse werden kontinuierlich von einem externen Datenschutzbeauftragten überprüft.

Zur Abdeckung von Risiken aus möglichen "Hacker-Angriffen" hat die Geschäftsleitung zu Beginn des Jahres 2021 erstmalig eine separate Cyber-Versicherung abgeschlossen.

2.10 Sonstige Risiken

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH hat die wesentlichen Elementarrisiken versichert. Ebenfalls wurden Maßnahmen getroffen, um das Unternehmen vor Datenverlust sowie manipulationen abzusichern. Derzeit sind weitere Risiken nicht ersichtlich.

2.11 Zusammenfassung der Risikosituation

Zusammengefasst ist sich Quarder der Gefahr der Entstehung möglicher Risiken und der daraus resultierenden Wirkungen bewusst und hat hierzu vorbeugende Maßnahmen getroffen. Auch werden durch ein gezieltes Risikomanagement mögliche Risikoentwicklungen beobachtet, um dann gegebenenfalls proaktiv reagieren zu können.

3. Chancenbericht

3.1 Allgemeines

Quarder sieht dank seiner Innovationskraft und Marktausrichtung in der Kunststoffverarbeitung weiterhin gute Geschäftsmöglichkeiten. Trotz des gegenwärtig schwächeren Absatzes von vollelektrischen Fahrzeugen sieht Quarder in der e-Mobility einen Zukunftsmarkt mit hohem Potenzial für Kunststoffhybridbauteile. Dies gilt auch für die Märkte Medizintechnik und Biotechnologie. Frei gestaltbare Kunststoffbauteile mit mechanischen und elektronischen Funktionen, zeigen in vielen Märkten Verbesserungs- sowie Substitutionspotenzial auf und werten Produkte und Systeme technologisch auf.

3.2 Chancen des Berichtsunternehmens

3.2.1 Automotive Industrie

Selbst in dem widrigen Umfeld der Automotive-Zulieferindustrie zeichnen sich weiterhin gute Perspektiven ab. Quarder hat sich am Markt einen guten Namen als ein strategischer Entwicklungspartner mit hoher Lösungskompetenz für Mehrkomponententechnik, mechatronischen Bauteilen und Kühlungssystemen für Batterien und Leistungselektronik erarbeitet. Zudem schätzen Kunden die Zuverlässigkeit eines international ausgerichteten Familienunternehmens mit seinen kurzen Entscheidungswegen.

Patentierte Fertigungsverfahren, eine hochkomplexe Fertigungstechnologie wie die Sauberraum-Fertigung und die Auszeichnung als Vorzugslieferant bei großen Kunden im Abnehmerkreis dokumentieren die Schlagkraft des Unternehmens. Die Einrichtung des Industrie- und Analyselabors untermauert die Marktposition.

Korrespondierend zu den unter 2.5 dieses Abschnitts dargestellten Risiken ergeben sich aus der konjunkturellen Entwicklung der Automobilbranche auch analoge Chancen für Quarder bezüglich einer noch positiveren Geschäftsentwicklung. Die Marktstellung der Gesellschaft als zuverlässiger Partner in der Serienfertigung für Hybridkunststoffbauteile und e-Mobility wie auch die hohe Akzeptanz im Projektgeschäft eröffnen dem Unternehmen entsprechende Chancen überproportional an einer positiven Entwicklung der Automobilbranche, mit entsprechenden positiven Effekten für alle finanziellen Leistungsindikatoren, zu partizipieren.

3.2.2 Andere Branchen

In Kooperationen mit Hochschulen und anderen Unternehmen treibt das Berichtsunternehmen Projekte bis zur Serienreife voran. Hierzu gehören neue Anwendungen für die Automobil- und Medizintechnik.

Das Geschäftsmodell der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH ist nicht ausschließlich auf die Automotive-Zulieferindustrie ausgerichtet. Ein besonderes Augenmerk gilt den Entwicklungspotenzialen und der Übertragbarkeit von Kernkompetenz in Branchen außerhalb der Automotive-Industrie. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung will Quarder hierdurch die Abhängigkeit von dem margenintensiven Sektor mindern.

3.2.3 Internationalisierung

Märkte wie China werden mit Kooperations- bzw. Lizenzpartnern erschlossen bzw. vorangetrieben. Wie in den zurückliegenden Berichtsjahren wird die weitere Internationalisierung durch die Gesellschafter weiter forciert.

Im Jahr 2014 wurde als weiterer Produktionsstandort Quarder de México S. A. de C. V. am Standort Querétaro (MX) eröffnet. Quarder folgte damit der Internationalisierungsstrategie der namhaften Kunden im Automotive-Sektor und baut seine Fertigungskapazitäten im NAFTA-Markt deutlich aus.

3.3 Zusammenfassung der Chancenlage

Unter Berücksichtigung der weiterhin bestehenden Abhängigkeit zur global agierenden Automobilzulieferindustrie konnte Quarder seine Kundenbeziehungen durch seine Innovationskraft, sein Know-how-Potenzial und die internationale Unternehmensentwicklung und -ausrichtung in den vergangenen Jahren festigen.

Die konjunkturelle Entwicklung hat unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH und kann sowohl positiv als auch negativ auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft wirken.

IV. Umwelt

Quarder strebt eine kontinuierliche Verbesserung der energiepolitischen Leistungen durch eine detaillierte Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger an. Interne Auditpläne legen dabei Einzelmaßnahmen fest und prüfen so die Funktionstüchtigkeit des gesamten Energiemanagements. Alle Mitarbeiter werden in den Prozess integriert und tragen aktiv zur Verbesserung der energetischen Werte bei. Regelmäßige Überwachungsaudits kontrollieren das eingeführte Energiemanagementsystem.

In diesem Zusammenhang wurde die Position des Energiemanagementbeauftragten bei der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH neu geschaffen. Ferner verfügt Quarder über die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001:2011. Des Weiteren ist das Berichtsunternehmen umweltzertifiziert nach DIN ISO 14001:2004 und verfügt entsprechend über einen Umweltbeauftragten im Unternehmen.

Mit dem Geschäftsjahr 2023 hat Quarder die gesamte Stromversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt.

 

Espelkamp, den 30. September 2024

gez. Martin Quarder, Geschäftsführer

gez. Klaus Bönning, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

ERWIN QUARDER SYSTEMTECHNIK GMBH, ESPELKAMP

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 19.565.939,92 21.718.763,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.517.071,80 1.719.630,01
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.427.986,80 1.628.637,01
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.085,00 90.993,00
II. Sachanlagen 4.732.380,78 6.746.785,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 279.618,00 309.116,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.453.704,00 5.363.174,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 999.058,78 1.074.495,00
III. Finanzanlagen 13.316.487,34 13.252.348,41
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.920.465,51 9.920.465,51
2. Beteiligungen 22.400,00 8.150,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.088.164,91 3.088.164,91
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.014,88 11.625,95
5. Sonstige Ausleihungen 241.442,04 223.942,04
B. UMLAUFVERMÖGEN 47.646.336,16 46.637.812,90
I. Vorräte 35.520.230,57 33.620.477,60
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.672.546,95 5.998.388,30
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 26.466.574,98 24.225.526,03
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.059.822,40 3.284.597,81
4. Geleistete Anzahlungen 2.634.480,26 1.178.776,01
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -2.313.194,02 -1.066.810,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.467.860,16 12.002.540,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.322.457,39 5.748.261,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.972.776,65 3.334.041,40
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.821.994,48 2.663.001,72
4. Sonstige Vermögensgegenstände 350.631,64 257.236,19
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 658.245,43 1.014.794,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.361.674,57 1.006.522,47
68.573.950,65 69.363.098,79

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 11.747.833,53 12.050.606,06
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 9.550.606,06 9.530.617,91
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -302.772,53 19.988,15
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.604.015,06 2.731.760,08
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 724.159,52 800.164,49
2. Steuerrückstellungen 328.517,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.551.338,54 1.931.595,59
C. VERBINDLICHKEITEN 53.222.102,06 54.580.732,65
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.340.351,16 38.951.066,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.981.495,71 9.678.108,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 764.485,62 513.321,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.135.769,57 5.438.236,23
- davon aus SteuernEUR 291.654,84 (Vorjahr: EUR 238.569,07)
- davon im Rahmen der sozialen SicherheitEUR 331.584,04 (Vorjahr: EUR 342.362,88)
68.573.950,65 69.363.098,79

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 77.526.865,19 80.405.424,50
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.388.356,08 2.952.467,79
3. Sonstige betriebliche Erträge 515.250,16 249.168,37
- Übrige: EUR 98.010,74 (Vorjahr: EUR 56.989,25)
4. Materialaufwand -37.623.366,52 -42.926.302,55
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -35.341.712,60 -39.923.133,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.281.653,92 -3.003.168,76
5. Personalaufwand -25.325.697,64 -24.991.685,07
a) Löhne und Gehälter -21.232.450,30 -20.749.866,05
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.093.247,34 -4.241.819,02
- davon für Altersversorgung: EUR 14.752,76 (Vorjahr: EUR 142.715,98)
6. Abschreibungen -2.748.335,83 -2.885.875,70
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.748.335,83 -2.885.875,70
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.860.140,58 -11.511.337,12
- davon aus Währungsumrechnung EUR 102.320,49 (Vorjahr: EUR 66.519,89)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.664.047,33 1.350.004,42
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.664.047,33 (Vorjahr: EUR 1.350.004,42)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 358.088,95 195.640,81
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 141.540,82 41.643,49
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 52.391,89 (Vorjahr: EUR 41.643,57)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.857.750,00 -2.700.181,32
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 81.511,00 (Vorjahr: EUR 79.814,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -329.477,10 -1.229,34
13. Ergebnis nach Steuern -150.619,14 177.738,28
14. Sonstige Steuern -152.153,39 -157.750,13
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -302.772,53 19.988,15

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ERWIN QUARDER SYSTEMTECHNIK GMBH, ESPELKAMP

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH hat ihren Sitz in Espelkamp und ist im Handelsregister B beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der Registernummer 9114 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, ist nach den einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB) aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt worden.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung wurden grundsätzlich beibehalten.

III. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteilig zurechenbarer Gemeinkosten aktiviert. Hieraus resltiert eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB i. H. v. T€ 1.428.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig, soweit sie der Abnutzung unterliegen, über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Sofern erforderlich, sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden.

Die Herstellungskosten berechnen sich grundsätzlich nach § 255 Abs. 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Als Nutzungsdauer für immaterielleVermögensgegenstände werden 3 bis 8 Jahre unterstellt.

Als Nutzungsdauer für das Sachanlagevermögen wird für Außenanlagen 10 bis 20 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre sowie für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre unterstellt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 250,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a Satz 4 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wird gemäß § 6 Abs. 2a Satz 1 - 3 EStG ein Sammelposten gebildet, der im Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen sowie die Ausleihungen wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Sofern zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen war, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB der unfertigen Erzeugnisse werden auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd mit angemessenen Abschlägen auf den Netto-Verkaufspreis. Ein Niederstwerttest wird grundsätzlich vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Erhaltene Anzahlungen wurden offen von den Vorratsbestand abgesetzt, soweit den Anzahlungen Vorräte zugeordnet werden konnten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Risiken durch angemessene Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die zweifelhaften Forderungen vorsichtig bewertet (Einzelwertberichtigung). Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der "Projected-Unit-Credit-Method" mit dem versicherungsmathematischen Barwert berechnet worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wurden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Dabei wurde gemäß Satz 2 des § 253 Abs. 2 HGB und RückAbzinsV eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Gehalts und Rententrend wurde mit 2,0 % angenommen, ohne die Fluktuation.

Nach der Neufassung von § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen künftig anstelle des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abzuzinsen. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre per 31. Dezember 2023 beträgt 1,74 %, der Zinssatz für den korrespondierenden zehnjährigen Zeitraum 1,82 %. Die Gesellschaft wendet das Aktivprimat an. Der Ausschüttungsrestriktion des § 253 Abs. 6 HGB unterliegt ein Betrag i.H.v. 22.216,00 EUR.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Es wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB die Werte der Rückdeckungsversicherung in Höhe des Zeitwerts (= Anschaffungskosten) von € 3.181.216,48 mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen i. H. v. € 3.905.376,00 saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die Rückstellungen berücksichtigen die bis zur Erstellung des Jahresabschlusses bekannt gewordenen Verpflichtungen, Verluste und Risiken. Rückstellungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden abgezinst. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden auch die bis zum Erfüllungszeitpunkt voraussichtlich eintretenden Kostensteigerungen berücksichtigt.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen sind nach Saldierung mit Ansprüchen aus der Rückdeckung von insgesamt T€ 365 zurückgestellt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB, Steuerentlastungen und -belastungen unverrechnet anzusetzen, wurde ebenfalls kein Gebrauch gemacht.

Es besteht ein Überhang bei den aktiven latenten Steuern, der sich unter Anwendung eines Steuersatzes von rd. 30 % ergibt.

Bilanzposten Art der Differenz führt zu
selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter passiver latenter Steuer
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen passiver latenter Steuer
Verlustvorträge aktiver latenter Steuer
Pensionsrückstellungen aktiver latenter Steuer

Angaben gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Unterjährig werden die auf fremde Währungen lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Tageskurs zum Ersten des Monats bewertet. Gemäß § 256a HGB erfolgt die Umrechnung am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 nicht angewandt worden.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i. H. v. T€ 2.313 (T€ 1.067) werden gemäß dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB unter den Vorräten saldiert ausgewiesen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen i.H.v. T€ 1.822 (T€ 2.663) aus sonstigen Forderungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen i. H. v. T€ 832 (Vj.: T€ 1.984) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und i. H. v. T€ 2.141 (Vj.: T€ 1.350) aus sonstigen Forderungen.

Factoring

Für Zwecke der Refinanzierung wurden Forderungen i. H. v. rd. T€ 5.841 (Stand 31. Dezember 2023) veräußert (stilles Factoring). Das Delkredererisiko ist gegen einen Abschlag auf den Factor übergegangen.

PASSIVA

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden wesentlichen Beträge:

31.12.2023
31.12.2022
-Gewährleistung 314.000,00 308.000,00
- Personal 512.674,15 562.130,78
- Kundenboni 385.232,39 383.475,46
- Jahresabschlusskosten 75.390,30 85.890,30
- Rückstellung für ausstehende Rechnungen 783.948,86 436.242,44
- Sonstige 480.083,84 155.856,61

Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
[€]
bis zu 1 Jahr
[€]
von 1 bis zu 5 Jahren
[€]
von mehr als 5 Jahren
[€]
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten2),3),4),5),6) 37.340.351,16 3.400.000,00 33.940.351,16 0,00
(Vorjahr) 38.951.066,50 38.596.008,55 355.057,95 0,00
aus Lieferungen und Leistungen1) 10.981.495,71 10.981.495,71 0,00 0,00
(Vorjahr) 9.678.108,60 9.678.108,60 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 764.485,62 764.485,62 0,00 0,00
(Vorjahr) 513.321,32 513.321,32 0,00 0,00
Sonstige2) 4.135.769,57 3.514.132,86 621.636,71 0,00
(Vorjahr) 5.438.236,23 3.712.248,82 1.725.987,41 0,00
Gesamt 53.222.102,06 18.660.114,19 34.561.987,87 0,00
(Vorjahr) 54.580.732,65 51.549.818,91 2.081.045,36 0,00

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert:

1) Branchenübliche Eigentumsvorbehalte

2) Sicherungsübereignung von beweglichen Gegenständen

3) Raumsicherungsübereignung von Waren

4) Verpfändung von Beteiligungen, Patenten und Schutzrechten

5) Fremde Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten einer Gesellschaft der Quarder-Gruppe

6) Fremde Sicherheiten in Form von Höchstbetragsbürgschaften nahestehender Personen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen i. H. v. T€ 253 (Vj.: T€ 48) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und i. H. v. T€ 512 (Vj.: T€ 465) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

V. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 entfallen auf folgende Tätigkeitsbereiche:

Projekt 13,6 %
Serie (Spritzerei) 71,9 %
sonstige 14,5 %
Summe 100,0 %

Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2023 in folgenden geographischen Märkten erzielt:

Inland 34,3 %
Europäische Union 42,5 %
Asien 16,9 %
NAFTA 6,3 %
Summe 100,0 %

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Anlagenverkäufen T€ 58 (Vj.: T€ 4), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 35 (Vj.: T€ 0), Fremdwährungsgewinne von T€ 98 (Vj.: T€ 57) und private Pkw-Nutzung T€ 166 (Vj.: T€ 125) sowie Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigung T€ 38 (Vj.: T€ 0) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge i. H. v. T€ 131 (Vj.: T€ 4).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. T€ 166 (Vj.: T€ 154).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Honorare gemäß § 285 Nr. 17 HGB für Abschlussprüfungsleistungen von T€ 48.

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung i. H. v. T€ 82 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Zinserträgen der Rückdeckungsversicherung i. H. v. T€ 50 saldiert ausgewiesen.

VI. Sonstige Angaben

Organe der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH

Der Geschäftsführung der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH gehörten im Geschäftsjahr an:

Herrn Dipl.-Ing. Martin Quarder (CEO), Minden

Herr Dipl. Kfm. Klaus Bönning (CFO), Bad Oeynhausen

Der Beruf der Mitglieder der Geschäftsführung ist mit ihrer Organstellung identisch. Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Quarder GmbH & Co. KG, Espelkamp, als Gesamtschuldnerin neben der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag i. H. v. T€ 537.

Die Berichtsgesellschaft hat eine Garantie in Höhe von T€ 500 für Finanztermingeschäfte der Tochtergesellschaft Erwin Quarder CZ s.r.o. mit der Commerzbank AG abgegeben. Zum 31.12.2023 existieren keine laufenden Vereinbarungen zu Termingeschäften.

Für das mexikanische Tochterunternehmen Quarder de México S.A. de C.V. besteht eine Garantie für eine lokale Kontokorrentlinie, die mit max. TUS$ 2.500 in Anspruch genommen werden kann. Zum Bilanzstichtag valutieren die Verbindlichkeiten i. H. von T$ 2.450.

Des Weiteren hat die Gesellschaft eine Bürgschaft für die FEQ Automotive Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China abgegeben. Die Höchstbürgschaft gegenüber der HSBC Bank (China) Company Limited (Shanghai Branch) beträgt TUS$ 1.500. Es wurden zum Stichtag 31.12.2023 keine Mittel abgerufen.

Darüber hinaus wurde eine weitere Bürgschaft bei der United Overseas Bank (China) Limited, Suzhou Branch für die FEQ Automotive Systems (Shanghai) Co., Ltd. eingegangen. Die Höchstbürgschaft i. H. v. T$ 9.000 Finanzierungsvolumen zzgl. Zinsen wird je zur Hälfte von den beiden Joint-Venture-Partnern gestellt, so dass auf die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH ein Höchstbetrag von T$ 4.500 entfällt. Das Finanzierungsvolumen besteht aus zwei Tranchen (zur Verwendung für das Working Capital (Revolving-Line; T$ 3.000) bzw. zur Finanzierung von Investitionen (Non-Revolving-Line; T$ 6.000). Im Berichtsjahr wurde die Tranche der Investitionen (non-revolving-line) an die aktuellen Gegebenheiten der Inanspruchnahme angepasst. Die Linienhöhe wurde auf T$ 2.568 reduziert und mit der Vertragsanpassung auf RMB umgestellt. Zum Umwandlungszeitpunkt ergab die Wandlung einen Betrag von RMB 17.447.422. Die Linien sind zum Stichtag 31.12.2023 mit TUS$ 0 und RMB 14.539.519 in Anspruch genommen worden. Die Höchstbürgschaft der Erwin Quarder Systemtechnik reduziert sich somit automatisch auf T 2.526.

Außerdem ist die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH für Verbindlichkeiten der InnoME GmbH eine gesamtschuldnerische Mithaftung für die Verbindlichkeiten bei der Sparkasse Herford eingegangen (Betrag per 31. Dezember 2023: T€ 619).

Ein aktueller Anlass für die Inanspruchnahme der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH aus den genannten Haftungsverhältnissen ist nicht bekannt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Pachtvertrag mit der Quarder GmbH & Co. KG 765.879,84 € p. a.
Mietverträge gegenüber verbundenen Unternehmen 295.139,35 € p. a.
Miet und Pachtverträge gegenüber Dritten 1.804.304,26 €
- davon gegenüber nahestehenden Personen 92.400,00 €
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten 9.114.822,75 €

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Kaufmännische und technische Angestellte 237
Arbeiter 246
Auszubildende 13

Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Erwin Quarder Inc., Grand Rapids, Michigan, USA
Beteiligungsquote: 100 %
Jahresüberschuss 2023 (US-GAAP): US$ 1.772.444
Eigenkapital 31.12.2023: US$ 11.133.812
Erwin Quarder CZ s.r.o., Ostrava, Tschechien
Beteiligungsquote: 100 %
Jahresüberschuss 2023 (CZ-GAAP): CZK 10.616.755
Eigenkapital 31.12.2023: CZK 187.208.232
Quarder de México S.A. de C.V., Queretaro, Mexiko
Beteiligungsquote: 76,5 %
Jahresüberschuss 2023 (MFRS): MXN 5.012.201
Eigenkapital 31.12.2023: MXN 73.102.865
Phabioc GmbH, Karlsruhe
Beteiligungsquote 24,0 %
Jahresüberschuss 2023: EUR 29.487,80
Eigenkapital 31.12.2023: EUR 4.487,80
Quarder-MWG GmbH, Wernigerode
Beteiligungsquote 51,0 %
Jahresüberschuss 2023: EUR 293.721,08
Eigenkapital 31.12.2023: EUR 115.453,74

Hinsichtlich der übrigen Anteilsbesitze nimmt die Gesellschaft die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB in Anspruch.

VII. Nachtragsbericht

Die Tochtergesellschaft in Tschechien war von den Überflutungen im September 2024 betroffen. Nach Einleitung von Sofortmaßnahmen zur Wiederaufnahme der Produktion werden zum Berichtszeitpunkt die Schäden im Detail bewertet. Die Gesellschaft verfügt über eine Versicherung für Flutschäden, die den wesentlichen Schaden abdeckt. Die Versorgungssituation wird permanent mit den Kunden abgestimmt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Produktion in wesentlichen Teilen spätestens Anfang Oktober wieder aufgenommen wird. Aus Vorsichtsgründen wurde die Tilgungsrate zum III. Quartal 2024 über einen Teilbetrag i.H.v. T€ 700 bis zum 31.12.2024 gestundet.

VIII. Konzernverhältnisse

Die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu erstellen, gemäß § 291 Abs. 1 HGB befreit. Die Er-win Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, und deren Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Quarder GmbH & Co. KG, Espelkamp, einbezogen. Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB (Abschlussprüfervergütungen) werden im Konzernanhang zusammengefasst angegeben. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

IX. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag i. H. v. € 302.772,53 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

 

Espelkamp, den 30. September 2024

gez. Martin Quarder, Geschäftsführer

gez. Klaus Bönning, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.156.020,73 0,00 0,00 0,00 2.156.020,73
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.831.491,44 63.713,80 0,00 0,00 1.895.205,24
3.987.512,17 63.713,80 0,00 0,00 4.051.225,97
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 463.222,16 0,00 0,00 0,00 463.222,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.344.940,18 114.207,28 288.273,50 0,00 33.170.873,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.122.091,35 388.976,98 340.637,46 0,00 10.170.430,87
43.930.253,69 503.184,26 628.910,96 0,00 43.804.526,99
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.920.465,51 0,00 0,00 0,00 9.920.465,51
2. Beteiligungen 8.150,00 14.250,00 0,00 0,00 22.400,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.088.164,91 0,00 0,00 0,00 3.088.164,91
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.625,95 32.388,93 0,00 0,00 44.014,88
5. Sonstige Ausleihungen 223.942,04 17.500,00 0,00 0,00 241.442,04
13.252.348,41 64.138,93 0,00 0,00 13.316.487,34
61.170.114,27 631.036,99 628.910,96 0,00 61.172.240,30
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 527.383,72 200.650,21 0,00 728.033,93
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.740.498,44 65.621,80 0,00 1.806.120,24
2.267.882,16 266.272,01 0,00 2.534.154,17
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 154.106,16 29.498,00 0,00 183.604,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.981.766,18 2.023.677,28 288.273,50 29.717.169,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.047.596,35 428.888,54 305.112,80 9.171.372,09
37.183.468,69 2.482.063,82 593.386,30 39.072.146,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
39.451.350,85 2.748.335,83 593.386,30 41.606.300,38
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.427.986,80 1.628.637,01
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 89.085,00 90.993,00
1.517.071,80 1.719.630,01
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 279.618,00 309.116,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.453.704,00 5.363.174,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 999.058,78 1.074.495,00
4.732.380,78 6.746.785,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.920.465,51 9.920.465,51
2. Beteiligungen 22.400,00 8.150,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.088.164,91 3.088.164,91
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.014,88 11.625,95
5. Sonstige Ausleihungen 241.442,04 223.942,04
13.316.487,34 13.252.348,41
19.565.939,92 21.718.763,42

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Oeynhausen, 30. September 2024

AUDITAS GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Bw. Burkhard Osterwisch, Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Nils Weinberger, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Erwin Quarder Systemtechnik GmbH, Espelkamp, wurde am 30. Oktober 2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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