HACK Gastro-Service oHG
Selbe AdresseSonstige mobile Gastronomie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrick Leonhardt seit 4.1.2023 | Prokura |
Friedrich-Georg Lischke seit 4.1.2023 | Geschäftsführer |
Michael Böckling seit 29.12.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
| 25.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
LA LORRAINE BAKERY GROUP NV | 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BACKUNION GmbHKurtscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4. Gesamtaussage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die BACKUNION GmbH ist seit dem 1. Januar 2023 ein Gemeinschaftsunternehmen der Gesellschafter HACK AG und der La Lorraine Bakery Group. Bei den Gesellschaftern handelt es sich um zwei familiengeführte Unternehmen, die je zu Hälfte an der BACKUNION GmbH beteiligt sind. Die HACK AG, Hersteller von Bäckerei- und Konditoreiprodukte in Deutschland, bringt seine Tochtergesellschaft, die BACKUNION GmbH, in das Gemeinschaftsunternehmen ein: die BACKUNION GmbH als Logistik-Organisation. Die belgische La Lorraine Bakery Group, Hersteller frischer sowie tiefgekühlter Backwaren, bietet den Zugang zu ihrem europäischen Produktionsnetzwerk über ihre eingebrachte Vertriebs- und Service-Organisation La Lorraine Deutschland GmbH. Das Gemeinschaftsunternehmen beschäftigt sich mit tiefgekühlten Back- und Konditoreiwaren. Der Fokus des neuen Gemeinschaftsunternehmens liegt auf dem Kernsortiment Brot, Brötchen, Viennoiserie, Kuchen und Torten, Snacks sowie Sweet on the Go. Dabei stehen der Vertrieb von Standardprodukten, die Entwicklung von neuen Produkten, die Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen sowie die Optimierung von systemischen Abläufen im Fokus der Aktivitäten. Die Umsätze werden im Wesentlichen in der System- und Reisegastronomie, im Convenience- und Tankstellenbusiness, dem gastronomischen Fachgroßhandel sowie dem Lebensmitteleinzelhandel generiert. Außenläger befinden sich an verschiedenen Standorten in Deutschland, um die Warenverteilung zu den Kunden optimal zu gestalten. Hauptsitz des neuen Gemeinschaftsunternehmens ist in Kurtscheid. Der große Anteil der Kunden hat seinen Sitz in Deutschland. Weitere Kunden befinden sich in Österreich und der Schweiz. Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben neben den Absatzmengen, Erlöse und Konditionen an Kunden bzw. Absatzmittlern, die Preise der den Produkten zugrundeliegenden Rohstoffe wie z.B. Mehl, Sahne, Butter und Zucker sowie Kostenfaktoren in der Logistik. Neben Veränderungen der Dieselpreise ist hier auch die regelmäßige Erhöhung der Maut und Ausweitung mautpflichtiger Strecken zu nennen. Darüber hinaus sind die Personalkosten der Mitarbeiter im Vertrieb, dem Kundenservice und der Verwaltung sowie Marketingkosten von Bedeutung. 2. Forschung und Entwicklung Da sich die Konsumneigungen der Endverbraucher permanent ändern und es zu einer regelrechten Erwartungsinflation kommt, reagieren wir ständig mit neuen Produktinnovationen und Konzeptideen. Mit der Stabsabteilung Category Management & Marketing identifizieren wir Markttrends und entwickeln passende Marken- und Systemkonzepte. Aus dem internationalen Netzwerk der La Lorraine Bakery Group erhalten wir innovative Produkte bzw. Unterstützung bei der Entwicklung von kundenindividuellen Artikeln. Gemeinsam mit unseren externen Systempartnern setzen wir darüber hinaus eigene, hochausgebildete Produktentwickler ein. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland sank im Jahr 2023 um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei der Rückgang kalenderbereinigt bei 0,1 % lag1. Im Vergleich zu 2019, vor Beginn der Corona-Pandemie, stieg das BIP jedoch um 0,7 %. Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, während die meisten Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft unterstützten. Der private Konsum und staatliche Ausgaben sanken, während Ausrüstungsinvestitionen stiegen. Trotz eines Rückgangs des staatlichen Konsums und der Bauinvestitionen zeigte sich der Arbeitsmarkt robust. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro, was eine Verringerung gegenüber dem Vorjahr darstellt2. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 besonders durch die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen ab3. Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland durch hohe Inflation, steigende Zinsen und eine schwache Auslandsnachfrage geprägt. Dies spiegelte sich auch auf dem Arbeitsmarkt wider, wo Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung deutlich stiegen, obwohl die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht zunahmen. Die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ging spürbar zurück, blieb aber vergleichsweise hoch. Die konjunkturell bedingte Kurzarbeit blieb im Vergleich zu früheren Jahren moderat4. Im Bereich der sozialen Sicherung bezogen im Jahresdurchschnitt 2023 rund 4,7 Millionen erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II. Dabei erhielten etwa 799.000 Menschen Arbeitslosengeld und 3.930.000 waren bürgergeldberechtigt5. Auf dem Ausbildungsmarkt blieben die gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr stabil, ebenso wie die Zahl der Bewerber. Dennoch gab es erhebliche Anpassungsprobleme in Bezug auf Beruf, Region und Qualifikation, was zu einem Anstieg der unbesetzten Ausbildungsstellen und unversorgten Bewerber führte6. Im Gastgewerbe, das für unser Unternehmen einen wichtigen Implikator darstellt, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,5% (nominale Veränderung ggü. Vorjahr)7. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019, stieg der Umsatz gar um 8,8% (nominale Veränderung ggü. 2019)8. Die BACKUNION GmbH ist Teil der Ernährungsindustrie, der überwiegend klein- und mittelständisch geprägt ist und mit über 637.000 Beschäftigten der viertgrößte Industriezweig Deutschlands ist9. 1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 2 Vgl. ebd. 3 Vgl. ebd. 4 Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktbericht Dezember 2023 vom 3. Januar 2024 5 Vgl. ebd. 6 Vgl. ebd. 7 DEHOGA-Zahlenspiegel IV/2023 8 Vgl. ebd. 9 BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 01/24: Export mit Absatzminus im Oktober vom 11. Januar 2024 Im Jahr 2023 verzeichnete die deutsche Lebensmittelindustrie aufgrund hoher Inflation, politischer Unsicherheiten und verschlechterter Standortfaktoren einen Rückgang des realen Umsatzes um 0,9 Prozent. Der Inlands- und Auslandsumsatz sank, wobei der Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 35,8 Prozent auf 35,0 Prozent fiel10. Die Verkaufspreise im Inland und Ausland stiegen, was zu einem Anstieg des nominalen Umsatzes um 6,5 Prozent führte11. Die Bedeutung der Landwirtschaft für die Lebensmittelindustrie und die Versorgungssicherheit wurde hervorgehoben. Dennoch äußerten Lebensmittelhersteller zunehmende Sorgen über hohe Kosten, politische Regularien und mangelnde Planungssicherheit. Diese Verschlechterung führte zu einer Reduzierung der Investitionen in Deutschland und einer verstärkten Ausrichtung auf Auslandsinvestitionen. Die Unternehmen erkennen die Bedeutung der Energiewende und planen vermehrt Investitionen in diesen Bereich sowie in den Umweltschutz. 2. Geschäftsverlauf und Lage Das Rohergebnis der Gesellschaft stieg in dem Berichtszeitraum um 29,4% auf 23.162,1 T-EUR (Vorjahr 17.902,1 T-EUR). Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auf 2.130,7 T-EUR um 293,8 T-EUR (Vorjahr 1.836,9 T-EUR). Die für die Ergebnisentwicklung relevante Lage auf den Rohstoffmärkten war im Berichtsjahr, wie auch in den Vorjahren, sehr volatil. Sowohl die Weizen- als auch die Butterpreise unterlagen stärkeren Schwankungen bzw. Anstiegen12. Die weltweite Weizenversorgungslage ist der entscheidende Faktor für die Weizenpreisbildung. Während die USA mit Wachstumsproblemen zu kämpfen haben, hat Russlands Bedeutung als Weizenexporteur stark zugenommen. Trotz Sanktionen exportierte Russland 2022/23 Weizen in Rekordmengen und deckt derzeit 25 Prozent der globalen Weizenimportnachfrage ab13. Auch für 2023/24 wird Russland neben Australien zum wichtigsten Einflussfaktor für die Weltversorgung. Die Frage ist, ob Russland seine Rekordexporte wiederholen kann. Mit einer erwarteten Produktion von über 85 Millionen Tonnen bleibt Russlands Export hoch und wird mittel- und langfristig die Weizenpreisbildung maßgeblich beeinflussen. Der Buttermarkt sah sich zu Beginn des Jahres 2023 mit einem Preisrückgang konfrontiert, jedoch war das Jahr von dynamischen Nachfrageänderungen und saisonalen Einflüssen geprägt14. Aufgrund der Unsicherheiten auf dem Rohstoffmarkt, insbesondere bei Weizen, wurden Kontrakte mit Lieferanten nur kurzfristig für einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten abgeschlossen. 10 BVE-Jahresschätzung 2023: Verschlechterte Standortfaktoren lassen realen Umsatz sinken vom 17. Januar 2024 11 Vgl. ebd. 12 Proplanta.de, Markt & Preis, Agramarkt-Berichte 13 Agravis.de, Deutscher Weizen- und Rapsmarkt 2023/2024 vom 30.11.2023 14 Foodcom.pl, Global Report: Butter 2023 vom 27. Oktober 2023 a) Ertragslage Die BACKUNION GmbH erwirtschaftete eine um 17,6% höhere Gesamtleistung als im Vorjahr, welche sich im Wesentlichen aus um 9,8 Mio. EUR höheren Umsätzen ergab. Maßgeblich dafür waren im Wesentlichen die Umsetzung von Preiserhöhungen, die allerdings bei einigen Kunden nicht im notwendigen Umfang der Kostensteigerungen auf der Einkaufsseite realisiert werden konnten. Umgekehrt ergaben sich infolge der Preiserhöhungen auch Volumensverluste bei einigen Bestandskunden. Darüber hinaus erzielten gestiegene Rückvergütungsinvestitionen mit Großkunden nicht die erhoffte Absatzsteigerungen. Die Gewinnung von Neukunden bzw. Erweiterung von Sortimenten bei Bestandskunden gewann ab der zweiten Jahreshälfte an Momentum. Während die anteilige Ergebnislage im ersten Quartal des Jahres aufgrund bei Großkunden verzögerter Preiserhöhungen und Marketingausgaben deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, zeigten Nachverhandlungen auf Lieferantenseite und Kosteneinsparungen in den Verwaltungskosten ihre positive Wirkung in Bezug auf die Ertragslage der Folge-Quartale. Das Betriebsergebnis lag mit 2.127,5 T-EUR deutlich über dem Vorjahresergebnis (1.797,5 T-EUR). Die Ursachen hierfür sind unter Geschäftsverlauf und Lage beschrieben. Das Zinsergebnis, welches insbesondere die Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen enthält, hat sich um 36,3 T-EUR auf 3,2 T-EUR verschlechtert. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 3.058,9 T-EUR und über dem Ergebnis vor Steuern zum Vorjahr (1.836,9 T-EUR) b) Finanzlage Das Unternehmen ist ausreichend mit liquiden Mitteln ausgestattet. Zudem stehen derzeit nicht genutzte Kreditlinien zur Finanzierung des angestrebten Wachstums zur Verfügung. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist bedingt durch den Anstieg an immateriellen Vermögensgegenständen, insbesondere beim Geschäfts- und Firmenwert, um 1.837 T-EUR auf 1.879 T-EUR gestiegen. Dies resultiert aus der Übernahme des ehemaligen Deutschland-Geschäfts der La Lorraine Ninove. Weiter wurden im Berichtsjahr 348 T-EUR Anzahlungen für die Implementierung einer neuen ERP-Software geleistet. Die Vorräte werden zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahr um 885 T-EUR niedriger mit nunmehr 1.739 T-EUR ausgewiesen. Ausschlaggebend für den niedrigeren Bestand war eine hohe Bevorratung zum Ende des Vorjahres sowie die Konzentration auf nunmehr ein Zentrallager. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 5.771 T-EUR gegenüber dem Vorjahr stark gesunken (-797 T-EUR). Die Wertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements mit 0,3% vom Umsatz auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 4.354 T-EUR auf 315 T-EUR gesunken. Der Grund lag in der Auflösung des Cashpooling mit der ehemaligen alleinigen Konzernmutter. Diese Forderungen sind nun in die Bankguthaben gewechselt. Die Bankguthaben weisen dementsprechend ggü. dem Vorjahr einen um eben diese rd. 4.334 T-EUR höheren Bestand aus. Zum Ende des Geschäftsjahres beläuft sich das gesamte Eigenkapital auf 6.345,9 T-EUR (VJ 2.378,3 T-EUR). Die Zunahme ergibt sich aus einer Kapitaleinlage des ehemaligen Mutterkonzerns und dem Jahresergebnis des Berichtsjahres. Die Zunahme der Rückstellung um rd. 493 T-EUR ergibt sich aus Personalkosten- sowie Steuerrückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 612 T-EUR auf 6.312 T-EUR. Grund ist im Wesentlichen die geringere Bevorratung mit Waren. Die Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen sanken von 3.575,0 T-EUR auf 32 T-EUR im Wesentlichen aufgrund eines Zahlungsausgleichs, der nach vorheriger Erhöhung der Kapitalrücklage der damaligen Gesellschafterin um 1.836,9 T-EUR getätigt wurde. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf einen Betrag von 158 T-EUR und waren um 66 T-EUR höher als im Vorjahr (92 T-EUR). Dies ist im Wesentlichen auf höhere Verbindlichkeiten für Lohn und Gehalt sowie Lohnsteuer und Kirchensteuer zurückzuführen. d) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen • Auftragslage, • Umsatzentwicklung, • Umsatzrendite, • EBITDA und • Netto Cashflow heran. Die Einhaltung der finanziellen Leistungsindikatoren wird durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überwacht. So können Entwicklungen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. e) Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BACKUNION GmbH schätzen wir als gut ein. Die Umsatzentwicklung lag in Summe hinter der Jahresplanung. Die Ergebnisprognosen konnten aufgrund der unter Geschäftsverlauf beschriebenen Gründe nicht erreicht werden und lagen daher hinter Plan. Strukturell erzielten wir - wenngleich auf niedrigerer Umsatzbasis - ab dem zweiten Quartal erfreuliche anteilige Renditen im Rahmen der Planerwartungen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Skontovorteile bei den Lieferantenverbindlichkeiten werden genutzt. Zahlungsausfälle waren im Berichtsjahr nicht festzustellen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt. III. Prognosebericht Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt, mit rückläufigen Konsumausgaben von Haushalten und Staat sowie Engpässen aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Die Prognose für das deutsche BIP sah für 2023 einen Rückgang um -0,4% und sieht für 2024 ein Wachstum von 0,7 % vor, welches jedoch mit erheblichen Abwärtsrisiken verbunden ist15. Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum normalisiert sich, bleibt aber hoch, vor allem aufgrund von verzögerten Kostenüberwälzungen und Lohnentwicklung. Der Sachverständigenrat erwartet 2024 eine Inflationsraten 2,9 % im Euro-Raum und von 2,6 % in Deutschland, wobei das Risiko eines erneuten Anstiegs besteht, wenn die restriktive Geldpolitik nicht lang genug beibehalten wird16. Laut statistischem Bundesamt sinkt die Inflationsrate in Deutschland voraussichtlich im Februar 2024 auf +2,5 %, den niedrigsten Stand seit Juni 2021. Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 0,4 % steigen17. Die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausschließt, wird voraussichtlich bei +3,4 % liegen18. Trotz ausgelaufener Preisbremsen für Energieprodukte im Januar 2024 und der CO 2 -Preis-Erhöhung auf fossile Brennstoffe bleiben die Energiepreise im Februar 2024 um 2,4 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln verlangsamt sich deutlich auf +0,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat und liegt erstmals seit November 2021 unter der allgemeinen Preissteigerungsrate19. Die Entwicklung der Agrarrohstoffmärkte ist von Bedeutung für die Lebensmittelproduktion, da Agrarrohstoffe zu den größten Kostenfaktoren gehören. Im November 2023 stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Vergleich zum Vormonat um 0,1 %, während sie im Jahresvergleich um 11,0 % sanken. Besonders auffällig war der Anstieg der Preise für Speisekartoffeln um 18,4 % zum Vorjahresmonat, während der Preis von Milch um 29,1 % deutlich gesunken ist20. Der FAO Food Price Index fiel im Januar um 1,4 % im Vergleich zum Vormonat und steht nun 10,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Während der Teilindex für Fleisch und Pflanzenöle leicht sank, stiegen die Teilindizes für Molkereiprodukte und Getreide an. Energierohstoffe wie Erdgas verzeichneten im Dezember einen Preisanstieg, wobei der Preis für Erdgas immer noch über dem Niveau vor der Energiekrise liegt21. 15 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren, Jahresgutachten 2023 und 2024 vom 8. November 2023 16 vgl. ebd. 17 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 078 vom 29. Februar 2024 18 Vgl. ebd. 19 Vgl. ebd. 20 BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 02/24: Umsatzverlust im November vom 08. Februar 2024 21 Vgl. ebd. Dennoch gehen wir infolge der gesteigerten Vertriebsleistung und weiterer Einstellungen in diesem Bereich wieder von einem moderaten Absatz- und Umsatzwachstum aus. Stärkster Wachstumstreiber wird erwartungsgemäß in der System- und Reisegastronomie, sowie im Convenience und Tankstellenbusiness erwartet. Das EBITDA wird nach unserer Einschätzung ebenfalls im Verhältnis zum Umsatzwachstum moderat ansteigen. Die Prognose-Entwicklung des Netto-Cashflows folgt zum einen der erwarteten positiven operativen Geschäftsentwicklung sowie der darüber hinaus erwartete positiven Effekte aus unserem stringenten Working Capital Management. IV. Chancen- und Risikobericht Die Zuversicht unseres Unternehmens gründet sich auf mehrere Faktoren. Zunächst verfolgen wir aufmerksam den Status und die Entwicklung unserer Neukunden-Pipeline, insbesondere in den Bereichen Mobility, Retail, Systemgastronomie und Großhandel. Die Integration eines erweiterten Sortiments, das nun durch zahlreiche innovative Produkte der LLBG-Gruppe angereichert ist, stärkt unseren Vertrieb zusätzlich. Eine kundenkanalspezifische Neuorganisation und der Ausbau des Gesamtvertriebs zielen darauf ab, sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch die Betreuung unserer Stammkunden effektiver zu gestalten. Nicht zuletzt haben wir vielversprechende Jahresvermarktungspläne mit Großkunden abgeschlossen und moderate Preissenkungen im Rahmen erzielter Einkaufspreisreduzierungen ab Januar 2024 erreicht. Jedoch sind wir uns bewusst, dass Risiken bestehen. Die unsichere Konsumhaltung, mögliche Kostensteigerungen auf der Rohstoffseite, die Erwartungen von Großkunden bezüglich weiterer Preissenkungen und unerwartete Logistikkostensteigerungen könnten unsere Pläne beeinträchtigen. Die Rekrutierung von Fachkräften bleibt ebenfalls eine Herausforderung. Um diese Risiken zu managen, setzen wir auf regelmäßige, monatliche Überprüfungen unserer Kennzahlen im Vergleich zum Plan. Wir halten unsere Ausgaben in den Gemeinkosten sorgfältig im Blick und investieren gezielt in Employer-Branding-Initiativen, Talent- und Nachfolgeprozesse sowie wettbewerbsfähige Vergütungspakete, um qualifizierte Fachkräfte anzuziehen und zu halten. Aktuell sind wir von Währungsrisiken unberührt, da sämtliche Transaktionen derzeit in Euro abgewickelt werden. Zur Abwehr des Liquiditätsrisikos und zur Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit etablieren wir einen fortlaufenden Liquiditätsplan. Dieser wird kontinuierlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst und bildet die Grundlage für unsere Geldmittelverwaltung. Neben den bereits besprochenen Chancen und Risiken im regulären Geschäftsumfeld werden wir nun auch mit den wirtschaftlichen Folgen des Krieges konfrontiert. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu mindern, führt die BACKUNION GmbH umfassende Bonitätsprüfungen sowohl bei potenziellen Neukunden als auch regelmäßig bei Bestandskunden durch. Unterschrift der Geschäftsführung
Kurtscheid, 04. Juni 2024 gez. Georg-Friedrich Lischke gez. Michael Böckling HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der BACKUNION GmbHInhalt Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Angaben zur Bilanz Sonstige Angaben Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 bzw. 5 Jahre festgelegt. Die Gründe für eine betriebliche Nutzung mit einer geschätzten Nutzungsdauer von 15 bzw. 5 Jahren sind die bisherigen Bestandsdauern, Erfolgshistorien und Stabilität der Geschäftsbeziehungen bzw. der Gesellschaft unter Berücksichtigung der weiterhin zu erwartenden Rahmenbedingungen mit langfristigen Kundenbeziehungen. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 190.827,25 Euro (Vorjahr: 4.598.415,65 Euro). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
Angabe zu Verbindlichkeiten mit Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 6.586.760,10 Euro (Vorjahr: 10.590.338,68 Euro). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 85.988,78 Euro (Vorjahr: 3.279.006,89 Euro). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 174.837,38 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bei beweglichen Wirtschaftsgütern. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen, deren Laufzeit jeweils ein Jahr beträgt, bei unbeweglichen Wirtschaftsgütern beträgt per anno 194.934,36 EUR. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Namen der Beiräte Herr Nico Vandecaveye, ausgeübter Beruf: Kaufmann Herr Dirk Veryser, ausgeübter Beruf: Kaufmann Herr Peter Hack, ausgeübter Beruf: Kaufmann Herr Thomas Hack, ausgeübter Beruf: Kaufmann Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Auf neue Rechnung werden 2.130.701,47 Euro vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Kurtscheid, den 04. Juni 2024 gez. Georg-Friedrich Lischke gez. Michael Böckling sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die BACKUNION GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BACKUNION GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BACKUNION GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Großmaischeid, den 04. Juni 2024 Marx
& Jansen
Olaf Werner, Wirtschaftsprüfer Dr. Stefan Eickes, Wirtschaftsprüfer |
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