Cassini Holding UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Zängerling seit 7.3.2013 | Vorstandsmitglied |
Oliver Dr. van Laak seit 7.3.2013 | Vorstandsmitglied |
André Dr. Stebens seit 7.3.2013 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 93.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cassini AGDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtDie Cassini AG als Konzerngesellschaft der Cassini Gruppe Übergreifende Funktionen der Cassni-Gruppe sind in der Cassini AG zusammengefasst, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Cassini Holding UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG. Die Cassini AG dient zur Finanzierung und Bündelung der Beteiligungen an vier weiteren Konzerngesellschaften, an denen sie mehrheitlich, jeweils mit mindestens 85,00%, beteiligt ist. Die Cassini AG hält die nachfolgend aufgeführten Beteiligungen an den Tochterunternehmungen: • Cassini Consulting AG - 85,00% Geschäftsanteile (Aktien) • Aleri Solutions GmbH - 90,0% Geschäftsanteile • ScoopIT GmbH - 91% Geschäftsanteile • Digital Incubation and Growth GmbH - 100% Geschäftsanteile Die verbleibenden Unternehmensanteile befinden sich in den Händen des Managements sowie langjähriger verdienter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konzerngesellschaften. Weiterer Zweck der Cassini AG ist die Bereitstellung zentraler Dienstleistungen wie bspw. Personal, Finanzen, Marketing oder Recht. Zusätzlich übernimmt die Cassini AG das Competence Management, das IT Management und die Verwaltung der workspaces für die Gruppe. Die Cassini-Gruppe ist aktuell in vier Geschäftsfeldern tätig, deren Businessmodelle sich ergänzen. Das gemeinsame Portfolio macht sie zu einem der maßgeblichen gestaltenden Dienstleister der digitalen Welt in Deutschland. Marktpositionierung und Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften der Cassini AG Cassini Consulting AG Cassini Consulting AG ist eine unabhängige Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Management- und Technologieberatung. Zu den Klienten zählen Unternehmen des gehobenen Mittelstands, Konzerne und Organisationen der öffentlichen Hand. Die Cassini Consulting AG ist mit einem Umsatz von rund 81 Mio. Euro und zum Jahresende 2023 mit rund 432 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der 20 größten Managementberatungen mit Hauptsitz bzw. Mehrheit des Grund- und Stammkapitals in Deutschland (Quelle: Lünendonk-Liste 2022). Erfolgsfaktoren von Cassini Consulting AG sind hoch motivierte Consultants, langjährige und enge Klientenbeziehungen auf allen Ebenen sowie eine ergebnisorientierte und partizipative Unternehmenskultur. Kombiniert mit höchstem Qualitätsanspruch erhalten Klienten individualisierte und umsetzbare Lösungsansätze. Diese werden durch Cassini Consulting AG nicht nur konzipiert, sondern auch im Rahmen der Umsetzung begleitet und verankert. Aleri Solutions GmbH Aleri Solutions bietet Technologie-Beratung und -Dienstleistungen aus einer Hand. Ob E-Business-Lösungen, Plattformen oder Digitalprodukte: In Zeiten stetig schneller werdender Innovationszyklen braucht es neue Antworten auf die technologischen Herausforderungen von morgen. Typische Kunden der Aleri Solutions sind große mittelständische Unternehmen und Konzerne. Entscheidende Erfolgsfaktoren sind ein agiles Vorgehen und die richtige Methodik, um Kundenbedürfnissen nachhaltig zu begegnen. Der 360-Grad-Ansatz umfasst alle Dimensionen, von der Konzeptentwicklung über Software Development bis hin zur Infrastruktur. Der Aleri TechStack sichert den Zugang zu State-of-the-Art-Technologien. So können die 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kunden nachhaltig entwickeln und ihr Know-how stetig ausbauen. Damit sind sie gefragte Kompetenzträger im Expertisepool der Cassini-Gruppe. ScoopIT GmbH ScoopIT ist als Personalberatung auf das Recruiting von IT- und E-Business-Talenten spezialisiert. Fundament der erfolgreichen Vermittlung ist der tiefe fachliche Hintergrund des gesamten Teams und eine agile Methodik, um für Kunden die passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden - in ihren Fähigkeiten und in ihrer Persönlichkeit. Angesichts hoher Fluktuation ist die Personalbindung mindestens genauso wichtig, wie die Gewinnung neuer Talente. Schlüssel zum Erfolg ist dabei die ScoopIT-Methode. Sie unterteilt sich in fünf Schritte und ist der agilen Vorgehensweise in der IT-Software-Entwicklung entlehnt. Innerhalb dieses beweglichen, transparenten Prozesses wird das Anforderungsprofil geschärft und in den Kontext zur Kultur des Kunden gebracht: Dieser erhält IT-Fach- und Führungskräfte, die zum Unternehmen passen. Und deswegen auch dortbleiben. Neben den Leistungen für die Schwesterunternehmen ist ScoopIT vor allem für IT-Beratungs- und Systemhäuser tätig sowie für Start-ups renommierter Konzerne. Die ScoopIT beschäftigt aktuell 8 Mitarbeitende. Digital Incubation and Growth GmbH Die Digital Incubation and Growth, kurz D:IG, ist auf die Gründung und den Aufbau von digitalen B2B-Businessmodellen spezialisiert. Neben der Identifikation und Entwicklung innovativer Geschäftsideen hält die D:IG auch Beteiligungen an sog. Start-Up Gesellschaften. Wirtschaftsbericht Allgemeine Entwicklung Für das Jahr 2023 weist das Statistische Bundesamt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr aus (siehe Pressemitteilung Nr. 066 vom 23.02.2024). Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar. Investitionen und private Konsumausgaben sanken auch preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Auch angesichts der diversen weltweiten Krisen sah und sieht sich die Gesamtwirtschaft weiterhin mit einer unsicheren Marktlage konfrontiert. Dies stellt die Unternehmen vor Herausforderungen, da der Transformationsbedarf durch Technologisierung, Digitalisierung sowie die Notwendigkeit zur Umsetzung moderner Organisationsmodelle weiterhin hoch ist, die Mittel für geeignete Vorhaben aber angesichts der Situation nur sehr beschränkt gegeben sind. Beschäftigungssituation Die Beschäftigungssituation zeigt sich in Deutschland insgesamt stabil. So liegt unter anderem die Arbeitslosenquote weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Seit Jahresanfang 2024 nehmen Meldungen zu, dass deutsche Konzerne Umstrukturierungen vornehmen, Sparprogramme beschließen und zunehmend Stellen in größerem Maßstab abbauen (siehe unter anderem Handelsblatt vom 18.02.2024). Auf der anderen Seite sind viele Unternehmen akut von dem Mangel an Fachkräften betroffen: Mehr als 50% der Unternehmen sehen nach einer Untersuchung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz darin die größte Gefahr für ihre Geschäftsentwicklung. Nach der Konjunkturumfrage des ifo Instituts vom 16.08.2023 leiden über 40% der Unternehmen aktuell unter Engpässen an qualifizierten Arbeitskräften. Diese beiden gegenläufigen Trends sind nur auf den ersten Blick widersprüchlich, sondern vielmehr Indiz für den andauernden Transformationsprozesse in der deutschen Wirtschaft. In innovativen Themen und Betätigungsfeldern besteht weiterhin ein hoher Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften, der nicht gedeckt werden kann. Auswirkungen sind unter anderem Beeinträchtigungen in der Produktivität, Herausforderungen bei der Expansion und die Verzögerung bis hin zum Ausbleiben notwendiger Aktivitäten zur Modernisierung und Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle. Als Nebeneffekt müssen Unternehmen in Deutschland zunehmend in die Attraktivität als Arbeitgeber investieren, um Talente und Fachkräfte zu rekrutieren bzw. an das Unternehmen zu binden. Auswirkung von Krisen Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und damit auch die Unternehmen wurden 2023 durch diverse Krisen beeinflusst, deren Auswirkungen auch im Jahr 2024 weiter anhalten. Eine der wichtigsten Krisen, die die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa im Jahr 2023 beeinflusst hat, war die anhaltende Energiekrise. Verursacht durch geopolitische Spannungen, Unterbrechungen der Energieversorgung, steigende Energiepreise und Engpässe in der Lieferkette für fossile Brennstoffe werden die Maßnahmen zur Mitigation auch in den nächsten Jahren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen maßgeblich beeinflussen. Fortdauernde Handelskonflikte und geopolitische Unsicherheiten, insbesondere zwischen den USA, China und anderen Ländern, haben zu einem Rückgang des internationalen Handels und zu einer erhöhten Volatilität auf den globalen Märkten geführt. Dies hat insbesondere auf exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland Auswirkungen Volatilität an den Finanzmärkten, potenzielle Blasenbildungen in bestimmten Vermögenswerten oder Unsicherheiten bezüglich der Geldpolitik führten zu einer erhöhten Unsicherheit, was sich restriktiv auf die Investitionsbereitschaft und die Kreditvergabe ausgewirkt hat. Beratungsmarkt Die Rahmenbedingungen für Managementberatungen haben sich im Jahr 2023 in einigen Punkten deutlich verändert. Waren die Corona-Jahre 2020 bis 2022 noch geprägt von einer hohen Nachfrage an Beratungsleistungen, die im Folgenden zu hohen Neueinstellungszahlen bei den nationalen und internationalen Beratungsunternehmen geführt hat, konnte bereits Ende 2022 angesichts der zunehmenden Marktunsicherheiten ein deutlicher Rückgang beobachtet werden. Projektbudgets wurden reduziert, Programme mitunter komplett gestoppt oder eingestellt und Entscheidungsprozesse erforderten deutlich mehr Zeit, wodurch Vertriebsaufwände anstiegen. Als Folge hat der Wettbewerb zwischen den Unternehmen der Beratungsbranche deutlich zugenommen. Direkte Reaktionen waren in 2023 unter anderem eine deutliche Reduzierung der Einstellungszahlen aber auch Konsolidierung von Beratungsunternehmen zur Erweiterung des Leistungsportfolio, um die eigene Marktposition zu stärken. Beratungsbedarfe In einzelnen Feldern blieb die Nachfrage nach Beratungsleistungen auch in 2023 hoch, da Unternehmen sich kontinuierlich den Herausforderungen eines sich schnell verändernden wirtschaftlichen Umfelds stellen müssen und auf die Fachkenntnisse und Expertise von Beratungsunternehmen angewiesen sind, um erfolgreich zu sein. Dazu gehörten unter anderem: 1. Digitalisierung und Transformation: Unternehmen haben verstärkt Beratungsunternehmen beauftragt, sie bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und der Umsetzung von Transformationsprojekten zu unterstützen. Dies umfasst die Einführung neuer Technologien wie KI, Datenanalyse und Automatisierung sowie die Entwicklung digitaler Strategien und Geschäftsmodelle. 2. Krisenbewältigung und Resilienz: Die Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie haben Unternehmen für die Notwendigkeit sensibilisiert, ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und sich auf zukünftige Krisensituationen vorzubereiten. Beratungsunternehmen wurden vermehrt damit beauftragt, Unternehmen bei der Entwicklung von Notfallplänen, Risikomanagementstrategien und der Stärkung ihrer operativen Resilienz zu unterstützen. 3. Branchenspezifische Herausforderungen: Verschiedene Branchen standen vor spezifischen Herausforderungen, sei es aufgrund von regulatorischen Veränderungen, technologischen Innovationen oder strukturellen Marktveränderungen. Beratungsunternehmen wurden vermehrt damit beauftragt, maßgeschneiderte Lösungen für diese Branchenherausforderungen zu entwickeln und umzusetzen. 4. Spezialisierung und Nischenfokus: Managementberatungen haben vermehrt spezialisierte Dienstleistungen angeboten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Dies umfasst beispielsweise Beratungsdienste für Nachhaltigkeit (ESG-Kriterien). Geschäfts-Lage und Geschäfts-Verlauf 2023 Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war für die Gesellschaften der Cassini-Gruppe deutlich herausfordernder als das Jahr 2022, aber in Summe für die Gruppe erneut erfolgreich: in den kritischen Wachstumsdimensionen konnten deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Der Gesamtumsatz konnte um über 6,5% gesteigert werden, das Wachstum beim Headcount lag bei 4,3%. Die unsichere Gesamtmarktlage hat sich in der zweiten Jahreshälfte auch zunehmend auf die Cassini-Gruppe ausgewirkt. Dieser Entwicklung konnte mit Maßnahmen entgegengewirkt werden, sodass sich die Cassini-Gruppe für die weitere Entwicklung gut aufgestellt sieht. Steigerung der Kostenquote Nachdem im Laufe des Geschäftsjahres 2022 nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in den Vorjahren erste Normalisierungen im regelmäßigen Geschäftsablauf stattfanden, konnte das Geschäftsjahr 2023 wieder gänzlich ohne Restriktionen begangen werden. Eine Steigerung der Kostenquote, wie sie bereits in 2022 zu beobachten war, hat in Konsequenz auch in 2023 eingesetzt, wenn auch in einem begrenzteren Rahmen. Dennoch lässt sich nicht zuletzt durch die hohe Inflationsquote eine höhere Entwicklung der Kosten im Vergleich zum Umsatzwachstum feststellen, was zu einer niedrigeren Profitabilität und Rendite geführt hat. Ursächlich waren im Wesentlichen Kostensteigerungen aufgrund der hohen Inflation, eine deutliche Zunahme von Reisekosten als auch steigende Personalkosten. Stabile Kundenbasis Eine wesentliche Eigenschaft für die Geschäftsentwicklung in der Cassini-Gruppe ist auch in 2023 eine stabile Kundenbasis. So wurden über 70% des Umsatzes bei Key Accounts erwirtschaftet, zu denen in den meisten Fällen bereits eine jahrelange, stabile Kundenbeziehung unterhalten wird. Die Entwicklung bei einzelnen Branchen und damit auch bei einzelnen Accounts ist jedoch uneinheitlich. Durch das diversifizierte Kundenportfolio konnten lokale Rückgänge aber so weit kompensiert werden, dass letztendlich ein deutliches Umsatzwachstum erreicht werden konnte. Basis für die Accountentwicklung ist die fortschreitende Professionalisierung der Vertriebsprozesse, die bereits 2021 in die Wege geleitet wurde. Das übergreifende Accountmanagement, wird dabei stetig optimiert und weiterentwickelt. Nachhaltigkeit Cassini hat das Race-to-Zero-Commitment unterzeichnet und sich damit dem Ziel verpflichtet, bis zum Jahr 2030 die eigenen CO 2 -Emmissionen zu halbieren und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Zur Zielerreichung wurden im Jahr 2023 diverse Maßnahmen aufgesetzt. So wurde ein Umweltmanagementsystem etabliert und erfolgreich zertifiziert (ISO 14.001). Durch eine Aktualisierung der Mobilitätsrichtlinie wurden aktiv Reisemodalitäten derart reglementiert, dass unter anderem neben der Bezuschussung der BahnCard100 und der Nutzung des Deutschlandtickets als Jobticket die Nutzung von Inlandsflügen nur noch auf Ausnahmefälle beschränkt wird. Bei der Gestaltung der Dienstwagenflotte werden E-Autos deutlich bevorteilt und bezuschusst. Personal- und Sozialbereich Spätestens seit der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Veränderungen in den Unternehmen befindet sich der Personalbereich insbesondere in Unternehmensberatungen im ständigen Wandel und in Entwicklung. Den Vorteilen und Möglichkeiten, die mit einer höheren Flexibilität für Arbeitnehmende in den letzten Jahren einhergehen, stehen Herausforderungen für Arbeitgeber gegenüber, da etablierte Handlungsmuster aus der Vergangenheit nicht mehr passen oder funktionieren. Die Cassini-Gruppe begegnet diesen Herausforderungen mit Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen. Besonders hervorzuheben sind dabei die folgenden Punkte: Leadership und Führung Führung wird zunehmend zu einem kritischen Erfolgsfaktor. Dabei sind die Anforderungen an gute Führungsarbeit in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Es müssen neue Lösungen und Prozesse gefunden werden, die dem hohen Anteil an virtuellen Tätigkeiten (u.a. aus dem Homeoffice) gerecht werden. Die Identifikation von Mitarbeitenden mit dem Unternehmen benötigt neue Ansätze, Maßnahmen zur langfristigen Bindung müssen neu gedacht werden. Heutige Führungskräfte müssen mit vielfältigeren Situationen umgehen können, ohne auf etablierte Best Practices zurückgreifen zu können. Bei Cassini Consulting wurde daher in 2022 das Programm Lead-to-Grow aufgesetzt und Ende 2023 abgeschlossen, um es Führungskräften zu ermöglichen, unter den aktuellen Rahmenbedingungen erfolgreich agieren zu können. Personalentwicklung Als eine weitere Konsequenz aus dem Lead-to-Grow-Programm wurde der Karriereprozess in Kernbereichen neu aufgestellt. Ab dem Jahr 2024 erfolgen Entscheidungen zu Beförderungen in Konferenzen, in denen eine Bewertung anhand einheitlicher Kriterien durch ein unabhängiges Gremium vorgenommen wird. Die Vorteile dieses Vorgehens, wie einheitliche und transparente Entscheidungen und Umsetzung eines objektiven Leistungsprinzips, wiegen die vermeintlichen Nachteile durch eine höhere Prozesskomplexität deutlich auf. Ergänzt wird das Verfahren durch ausgeweitete Angebote für die fachliche, methodische und soziale Kompetenz für die Mitarbeitenden. Gleich gerichtete Initiativen sind bei den anderen Tochtergesellschaften derzeit in der Konzeptphase. Kontinuierliche Weiterentwicklung der Cassini Akademie Bei der Umsetzung der Personalentwicklungsstrategie spielt die Cassini Akademie eine Schlüsselrolle. Durch eine stetige Optimierung des Angebotes und die regelmäßige Überprüfung der Qualität der Trainings können den Beschäftigten der Cassini-Gruppe passgenaue Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung unterbreitet werden. Dabei konnte im letzten Jahr die Vielfalt der Weiterbildungsangebote erneut erhöht werden. So rücken Präsenzformate über mehrere Tage zunehmend in den Hintergrund und werden durch passgenaue, virtuelle Formate ersetzt, die es den Mitarbeitenden ermöglicht, ortsunabhängig und ohne zeitlichen Vorlauf sich zu allgemeinen oder auch speziellen Themen weiterzubilden oder sogar zu zertifizieren. Zunehmend spielen auch Communities eine wichtige Rolle, in denen der Austausch zwischen den Beratenden als zusätzlicher Baustein zu den Lernformaten genutzt wird. Reduziertes Personalwachstum Das Personalwachstum lag in 2023 hinter den Wachstumszahlen der Vorjahre. Als wesentliche Ursache sind eingeschränkte Recruitingaktivitäten als Folge der unsicheren Marktlage zu nennen. Nach einem Headcount Ende 2022 von 59 hatte die Cassini-AG zum Jahresende 2023 64 Beschäftigte (+8,47%). Solange sich die Marktentwicklung uneinheitlich zeigt, wird sich das Personalwachstum auch in 2024 unverändert gegenüber 2023 verhalten. Diversität und Inklusion Die positive Entwicklung im Bereich des Anteils von Frauen in der Cassini-AG hielt auch in 2023 an. Als Ursache können sicherlich Maßnahmen genannt werden, die ab 2021 eine deutliche Flexibilisierung der Arbeitsmöglichkeiten zur Folge hatte (Teilzeitmodelle und eine erhöhte räumliche Unabhängigkeit). Der Beratungsberuf konnte so auch für Menschen geöffnet werden, für die dies aufgrund persönlicher Einschränkungen in der Vergangenheit nicht möglich gewesen ist. Der Frauenanteil in Managementpositionen ist dabei allerdings noch zu niedrig - es braucht schlichtweg noch Zeit, bis die erhöhte Anzahl von Einstellung von Frauen auch zu mehr Frauen in Führungspositionen führt. Neben der Gender-Thematik wurden im letzten Jahr auch weitere Diversity-Dimensionen angegangen: So wurden unter anderem Aktitväten im Bereich Ethnischer Hintergrund initiiert. Lage der Gesellschaft 2023 Vier komplementäre Geschäftsfelder Mit dem komplementären Angebot der vier Unternehmenstöchter der Cassini AG positioniert sich die Cassini-Gruppe als ganzheitlicher Dienstleister für den digitalen Wandel in Deutschland. Die Digitalisierung ist nach wie vor ein starker Treiber für den Wandel der Wirtschaft, der Gesellschaft und des Staates. Der Veränderungsdruck von Unternehmen, Organisationen und der Verwaltung nimmt dabei auch weiterhin zu, als dass eine Konsolidierung zu beobachten wäre. Die Marktbedingungen für IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen sind stabil, wenn sich auch unter den geopolitischen Einflüssen, Krisen und infolge steigender Inflation eine Nachfragezurückhaltung verzeichnen ließ. Der Bedarf an externer Unterstützung bei Digitalisierungsprojekten entwickelt sich robust. Es fehlt in vielen Kundenunternehmen an Fachpersonal. Die Unterstützung durch IT-Dienstleistungsunternehmen hat sich folglich in den letzten Jahren zu einem Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche digitale Transformation der beteiligten Stakeholder entwickelt. Vermögenslage 76,11 % des Vermögens der Cassini AG ist kurzfristig gebunden (Umlaufvermögen). Ein großer Teil davon entfällt auf Liquide Mittel (Euro 8,1 Mio.) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Euro 5,5 Mio.) . Die Gesamtinvestitionen der Cassini AG in das Sachanlagevermögen in 2023 in Höhe von TEuro rd. 147 betrafen in Höhe von Euro TEUR 66 Anteile an verbundenen Unternehmen. Die übrigen Investitionen entfielen hauptsächlich auf EDV Hardware sowie auf sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zum Bilanzstichtag betragen die liquiden Mittel Euro 8,1 Mio. Die Geschäftsleitung beurteilt die Vermögens- Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 insgesamt als sehr zufriedenstellend.
Finanzlage Das bilanzielle Eigenkapital der Cassini AG beläuft sich auf Euro 14,1 Mio. Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenmittelquote in Höhe von 75,70 %. Die Finanzierung des operativen Geschäfts erfolgt aus Eigenmitteln. Die Gesellschaft kann somit ihren bestehenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit und nachhaltig nachkommen.
Ertragslage Der Umsatz beträgt im Jahr 2023 Euro 9.205.751,52. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf Euro 331.488,61. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Euro 47.417,62 enthalten. Die Personalaufwendungen der Gesellchaft betrugen Euro 4.487.891,08. Die Personalkostenquote auf Basis der Gesamtleistung beträgt im Jahr 2023 48,75 %. Als Ergebnis wird für das Jahr 2023 ein EBIT von Euro 7.133.876,71. ausgewiesen (Vorjahr Euro 4.341.467,33) Die Gesamtkapitalrendite beträgt 33,51 %. Die EBIT Marge - das Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen - beträgt im Jahr 2023 77,49 %. Im Vorjahr betrug die EBIT-Marge 52,11 %.
Prognose, Risiko- und Chancenbericht Allgemeine Situation Einige der oben genannten kritischen Rahmenbedingungen bleiben uns auch in 2024 erhalten. So ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine weiterhin nicht absehbar. Ebenfalls bleiben Inflationsraten bis auf Weiteres auf einem hohen Niveau. Hinzu kommen Volatilitäten durch Marktunsicherheiten, eine geringere Exportquote sowie infolge Investitions- und Konsumzurückhaltung. Zu diesem Ergebnis kommt auch der am 22. Februar veröffentlichte Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung für 2024. Dieser sieht die deutsche Wirtschaft weiterhin in schwierigem Fahrwasser, der Arbeitsmarkt zeige sich der Prognose zufolge jedoch weiter robust. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lässt sich kein gesicherter Ausblick über einen längeren Zeitraum geben. Erschwert wird dies durch aktuelle Ereignisse wie bspw. die Eskalation im Nahen Osten und einen wachsenden sicherheitspolitischen Druck auf den globalen Westen. Im Zuge der Wahlen in den USA, in Europa und in einigen deutschen Bundesländern ist ein zunehmender Populismus und ein weiteres Erstarken rechtskonservativer Parteien zu verzeichnen, deren Folgen politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung beizumessen sind. Geschäftsklima in der Branche noch positiv Gemäß einer Geschäftsklima-Befragung Consulting aus Dezember 2023/ Januar 2024 des Bund Deutscher Unternehmensberater (BDU) hat sich sowohl die aktuelle Lage der Branche als auch die Prognose für die kommenden sechs Monate im Vergleich zur Herbstbefragung 2023 verbessert. Diese Einschätzung bestätigt auch eine Blitzumfrage von Lünendonk unter Deutschlands Managementberatungen mit erwartetem Umsatzwachstum von etwa 10%. Dabei werde sich ein breites Portfolio als hilfreich erweisen sowie die Themen KI, Resilienz und Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung gewinnen. Umsatz- und Personalwachstum geplant Basis für die Planung für das Jahr 2024 in der Cassini AG sowie der Cassini-Gruppe ist daher ein noch positives Marktumfeld mit Wachstumspotenzial. Die aktuelle Haushaltslage des Bundes und die untersagte Übertragung ungenutzter Haushaltsbudgets auf 2024 lässt derzeit keine konkrete Aussage über etwaige Restriktionen oder Stopps von Bundes- und Landesprojekten zu. In Anbetracht der derzeitigen makroökonomischen Einschätzung wird Cassini daher "auf Sicht" fahren. Dies vorausgeschickt, gehen wir davon aus, dass die Wachstumsrate im Rahmen des Vorjahres liegen wird. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von ca. 10% auf 90 Mio. Euro Gesamtumsatz und einem personellen Wachstum von etwa 5% auf 607 Beschäftigte bis zum Jahresende. Durch eine Steigerung der Kostenquote war das Rentabilitätsniveau in 2023 niedriger als im Vorjahr. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich dieser Effekt im laufenden Geschäftsjahr verändert, sondern dass die Rentabilität auf dem Niveau des Vorjahres bleibt. Insgesamt bewegt sich die Prognose im Rahmen der mittelfristigen Strategie und es ist daher davon auszugehen, dass die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre robust fortgesetzt wird. Chancen und Risiken Die weitere Geschäftsentwicklung von Cassini wird durch die fortschreitenden Transformationsprozesse, Volatilitäten der Märkte und indirekt durch politisches Handeln beeinflusst. Digitalisierung und Automatisierung führt zu teils tiefgreifenden Veränderungen in Arbeitsmärkten und Geschäftsmodellen, was einerseits mit Anpassungsschwierigkeiten und Arbeitsplatzverluste einhergehen kann, während gleichzeitig anderseits neue Chancen entstehen. Die steigenden Anforderungen an Umweltschutz und Nachhaltigkeit seitens Regulatorik, Verbrauchenden und Investoren stellen Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen, ihre Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette anzupassen und transparent nach ESG zu kommunizieren. Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse könnten auch zu Produktionsunterbrechungen und wirtschaftlichen Schäden führen. Der anhaltende demographische und gesellschaftliche Wandel zwingt Unternehmen, ihr Handeln als Arbeitgeber, Marktanbieter und gesellschaftlicher Akteur anzupassen. Unzweifelhaft könnte eine starke konjunkturelle Delle auch maßgebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von Cassini haben. Wo wir Chancen für das Geschäftsjahr 2024 sehen: Wachstum: Die Cassini-Gruppe ist in den letzten beiden Jahren deutlich gewachsen. Umsatz, Klienten und auch Personal konnten jährlich zum Teil im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Damit verbunden ist ein Stabilitätsgewinn durch Kundendiversifikation, aber auch eine kontinuierliche, nachhaltige Kundenentwicklung als Basis für organisatorisches Wachstum. Das Personalwachstum schafft nicht nur Stabilität in der Lieferfähigkeit, sondern führt auch zu kontinuierlich wachsender Kompetenz und Innovationsfähigkeit. Angebote und Möglichkeiten für jeden einzelnen Beschäftigten nehmen zu - persönliche Entwicklungs- und Karriereperspektiven führen zu einer höheren Arbeitgeberattraktivität. Organisation: Der Verbund der Unternehmen als Cassini-Gruppe führt zu Skalierungseffekten und Effizienzgewinnen. Fixe Kosten pro Mitarbeitendem sinken, wodurch positive Effekte auf die Profitabilität erzielt werden können. In der weiteren Professionalisierung von Business-Development-Prozessen besteht weiteres Potenzial, das in den einzelnen Geschäftsbereichen mittelfristig gehoben werden kann und angesichts des zunehmenden Wettbewerbs auch gehoben werden muss. Stabile Kundenbeziehungen: Stabile, langjährige Kundenbeziehungen können eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit von Beratungsunternehmen spielen. Alle Gesellschaften verfügen über eine stabile Accountstruktur mit teilweise langjährigen Kundenbeziehungen, was angesichts der aktuellen Lage aus folgenden Gründen von entscheidender Bedeutung ist: Durch die wiederholte Zusammenarbeit in erfolgreichen Projekten kann die Cassini-Gruppe stetig Expertise und Zuverlässigkeit unter Beweis stellen, und so einen nachhaltigen Kundennutzen generieren, der sich in Form einer hohen Kundenzufriedenheit messen lässt. Zufriedene Kunden sind eher bereit, Weiterempfehlungen und positive Referenzen zu geben, was wiederum zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen kann. Durch das Verständnis der langfristigen Ziele und Bedürfnisse ihrer Kunden können individuelle, maßgeschneiderte Lösungen angeboten werden. Nicht zuletzt bieten langfristige Verträge und wiederkehrende Geschäftsbeziehungen eine solide Basis für die Geschäftsentwicklung und einem effizienten Ressourceneinsatz. Transformationsbedarf und Fachkräftemangel: Ungeachtet der konjunkturellen Risken bleibt ein hoher Transformationsbedarf für die Unternehmen in Deutschland immanent. So werden auch in 2024 Projekte und Programme zur weiteren Digitalisierung und Anpassung von Geschäftsmodellen aufgesetzt werden. Die dafür notwendigen Ressourcen und Kompetenzen sind in den Unternehmen nur bedingt vorhanden und können aufgrund des festgestellten Fachkräftemangels auch nicht kurzfristig organisiert werden, wodurch auch mittelfristig ein stabiler und nachhaltiger Markt für Beratungsunternehmen mit entsprechender Expertise existiert. Welche Risiken wir für das Geschäftsjahr 2024 identifizieren: Investitionsklima: In den letzten Monaten haben Proteste bis hin zu langwierigen Streiks in Deutschland deutlich zugenommen. Sollte sich diese Situation über einen längeren Zeitraum nicht ändern und Konflikte zum Umgang mit notwendigen Transformationen und Veränderungen weiter zunehmen, so kann das zu Unsicherheit für Investoren führen und die langfristige Stabilität der Wirtschaft in Frage stellen. Dies kann zu einem Rückgang der Investitionen führen und dadurch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation verzögern. Handels- und Zollpolitik: Durch eine Zunahme protektionistischer Handelspolitiken, die zu Handelskonflikten und einem Rückgang des internationalen Handels führen können, kann sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eintrüben. Die Einschränkung von Exportmöglichkeiten lässt die Investitionsbereitschaft von Unternehmen weiter abnehmen und notwendige Transformationsvorhaben verzögern. Personalmarkt: Der Beratungsmarkt wies für das vergangene Jahr eine positive Entwicklung auf. Viele Unternehmen konnten zweistellige Wachstumsraten aufweisen. Insgesamt wird ungeachtet der wirtschaftlichen Unsicherheiten auch weiterhin eine gute Entwicklung für die Branche erwartet. Die positiven Erwartungen werden konsequenterweise zu einem zusätzlichem Personalbedarf bzw. -wachstum führen, um die Lieferfähigkeit sicherzustellen und Wachstumspotenziale zu nutzen. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage in einem ohnehin schon engen Bewerbermarkt. Anforderungen an die Mitarbeitenden nehmen dabei eher zu: Gesucht sind Talente, die eigenverantwortlich und eigeninitiativ arbeiten, ihre Arbeit selbstständig organisieren und ihre Ziele eigenständig verfolgen können. Direkte Folgen für die Cassini-Gruppe können eine Verfehlung der Wachstumsziele sowie eine höhere Fluktuation sein. Risikoberichtserstattung Unser Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus der zielgerichteten Implementierung von Kontrollprozessen in das Geschäftsmodell. Diese findet auf Basis einer unternehmensbezogenen Risikoanalyse sowie der präventiven Gestaltung von Maßnahmen statt. 2020 wurde das Risikomanagementsystem um ein gruppenweites Corona-Krisenmanagement ergänzt. Cassini hat Managementprozesse und -gremien implementiert. Das Beratungsgeschäft wird dezentral durch die Geschäftsbereiche mit einheitlichen Prozessen gesteuert. Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Cassini-Gruppe sowie des wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken entstehen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Prognosen abweichen.
Dortmund, den 11. April 2024 Cassini AG vertreten durch den Vorstand gez. Dr. André Stebens Dr. Oliver van Laak Jörg Zängerling BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss der Cassini AG, Dortmund, wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilMoG sowie nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Vereinfachungen für kleine Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung Anhang und Lagebericht, wurden die Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) angewandt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Haben die Rückstellung eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, ist eine Abzinsung vorzunehmen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forschungs- und Entwicklungskosten Kosten für Forschung und Entwicklung fallen, branchenspezifisch, nur in einem unwesentlichen Umfang an. Entwicklung der Kapitalrücklagen Die Kapitalrücklagen und die Gewinnrücklagen erfuhren im Berichtsjahr keine Veränderungen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Rückstellungen für Personalkosten Euro 142.469,60 Bei den Rückstellungen für Personalkosten (Euro 142.469,60) handelt es sich um Ansprüche der Arbeitnehmer für zum Bilanzstichtag noch nicht genommenen Urlaub, Tantiemen für Mitarbeiter, Nachzahlungen an die Berufsgenossenschaft sowie pauschale Lohnsteuer auf im Berichtsjahr entfallende Betriebsveranstaltungen. Die Ansprüche der Arbeitnehmer aus nicht genommenem Urlaub wurden anhand einer Aufstellung der Gesellschaft ermittelt und betragen Euro 38.500,00. Rückstellungen für Mitarbeiter-Tantiemen wurden in Höhe von Euro 92.879,60 gebildet. Die Rückstellung für Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von Euro 2.990,00 basiert auf der Beitragsberechnung der BG für 2022. Bemessungsgrundlage zur Berechnung sind die maßgeblichen Arbeitsentgelte die sich für 2023 aus der Lohnbuchhaltung ergeben haben.
Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kosten für die Offenlegung des Jahresabschlusses beim elektronischen Bundesanzeiger, Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder, Miet-Nebenkostennachzahlungen, Kosten für die Erstellung der Finanzbuchhaltung für die Monate November und Dezember 2023 sowie Aufwendungen für übrige im Berichtsjahr angefallene Dienstleistungen. Die Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (Euro 27.250,00) umfassen die Kosten zur Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses zum Bilanzstichtag sowie zur Erstellung der Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2023. Verbindlichkeitenspiegel
Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 2.966.437,65 EUR (Vorjahr: 3.383.151,58 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.319.200,00 EUR (Vorjahr: 1.649.000,00 EUR). Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen: Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Pachtverträgen über Büro- und Geschäftsräume sowie über KFZ-Stellplätze. Die Verpflichtungen aus diesen Mietverträgen beliefen sich im Berichtsjahr auf Euro 172.216,86. Die Gesamtverpflichtungen aus diesen Verträgen betragen zum Bilanzstichtag Euro 707.261,43. Des Weiteren bestanden im Berichtsjahr sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund bestehender Leasingverträge über Software, Kraftfahrzeuge sowie übriger Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt Euro 660.526,18. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen Auf Gegenstände des Anlagevermögens wurden im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 22.499,11 EUR enthalten. Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 65 (VJ 53). Es wurden ausschließlich Angestellte (keine gewerblichen Arbeitnehmer/Arbeiter) beschäftigt. Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an: Herr Dr. Andre Stebens Herr Dr. Oliver van Laak Herr Jörg Zängerling Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: Herr Urban Lankes Herr Dr. Sven Olaf Eggers Frau Tanja Rosendahl Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Urban Lankes. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtstrates war Herr Dr. Sven Olaf Eggers. Vergütungen der Mitglieder der Unternehmensorgane Mit Hinweis auf die Befreiungsvorschrift des § 286 (4) HGB wird auf die Angabe der Vergütungen des Vorstandes verzichtet. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Konzernzugehörigkeit Die Cassini AG wurde in den Konzernabschluss der Cassini Holding UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG (Sitz in Dortmund) einbezogen. Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 6.189.773,66. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages nach Verwendung ergibt sich ein Betrag von Euro 13.968.067,80, der zu verwenden ist. Zur Ausschüttung ist ein Betrag von Euro 3.100.000,00 vorgesehen. Auf neue Rechnung werden Euro 10.868.067,80 vorgetragen. Unterschrift des Vorstands
Dortmund, 11.04.2024 gez. Jörg Zängerling, Vorstand Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand im Geschäftsjahr 2023 in vier Aufsichtsratssitzungen ausführlich über die Lage der Gesellschaft sowie ihrer Beteiligungsgesellschaften unterrichten. Er erörterte mit dem Vorstand grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik. Auch zwischen den einzelnen Aufsichtsratssitzungen fand mit dem Vorstand der Gesellschaft hinsichtlich der Geschäftsentwicklung der Gruppe ein enger Informationsaustausch statt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist von der Sozietät TW Todesco Walter erstellt worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit dem Vorstand und Herrn Todesco erörtert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebert & Beyer PartG mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Cassini AG am 11.04.2024, 17.23 Uhr, gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von € 13.968.067,80 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung an die Aktionärin: € 3.100.312,50 durch Zahlung einer Dividende am 03.05.2024 von € 33,07 je Aktie. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von € 10.867.755,30 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstandes zu. Der Aufsichtsrat beglückwünscht den Vorstand und die Mitarbeiter der Cassini- Gruppe für die geleistete Arbeit und das sehr gute Ergebnis im Jahr 2023. Für das Jahr 2024 wünscht der Aufsichtsrat allen Mitarbeitern des Unternehmens Gesundheit und Erfolg beim weiteren Ausbau des Unternehmens.
Düsseldorf, den 11.04.2024 Aufsichtsratsvorsitzenden der Cassini AG Urban Lankes sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Cassini AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cassini AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cassini AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Castrop-Rauxel, den 28. März 2024 Ebert
& Beyer
gez. Ebert, Wirtschaftsprüfer gez. Beyer, Wirtschaftsprüfer |
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