Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Andreas Appel seit 25.8.2009 | Geschäftsführer |
Jürgen Heinrich Erich Appel seit 11.5.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
APPEL GMBHLauda-KönigshofenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Grundlagen 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die APPEL GmbH mit Sitz in Lauda-Königshofen, Baden-Württemberg, fertigt seit 1956 Elastomerprodukte aus eigener Rezepturentwicklung. Am Standort werden Dichtungen und Profile für die Sanitär- und Bauindustrie, sowie Formteile für die Automobilindustrie hergestellt. Die APPEL GmbH ist Entwicklungspartner und Systemlieferant der Industrie für technische Formteile aus Elastomeren und Kunststoff mit einer hohen eigenen Wertschöpfung am Standort Deutschland. Als Teil der APPEL-Gruppe sind bei der APPEL GmbH in Lauda-Königshofen 136 Mitarbeiter beschäftigt. Zur APPEL-Gruppe gehören die Bruno Appel KG als Immobiliengesellschaft, die ETG Elastomer-Technik Gedern GmbH als Erstausrüster und Full-Service Supplier der Automobilindustrie, sowie eine Fertigungsstätte in Polen für die lohnintensive Endfertigung von Bauteilen. Elastomer- und Kunststoffformteile für spezielle Einsatzzwecke, wie z.B. Mehrkomponentenbauteile, Dichtungen, Extrusionsprofile und thermoplastische Elastomere bilden die Alleinstellungsmerkmale und Kernkompetenz der APPEL GmbH. Die APPEL GmbH führt alle branchenspezifischen Qualitäts- und Umweltzertifikate. Die Produktionsstätten der Gruppe sind auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein ausgerichtet. 1.2 Forschung und Entwicklung Es werden laufend neue Projekte der Weiterentwicklung von Bauteilen mit neuartigen Werkstoffen und Herstellverfahren bearbeitet. Insbesondere ist die Reduzierung des Gewichts von Bauteilen für die Automobilindustrie durch spezielle Sandwichtechnologie ist eine wichtige Thematik. Darüber hinaus, wird stehts an der Weiterentwicklung und Optimierung der Elastomermischungen gearbeitet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Situation Bei der Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Situation stützen wir uns unter anderem auf die Berichterstattung der Deutschen Bundesbank. Die globale Konjunktur war zum Jahreswechsel 2019 ohne Schwung geblieben. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften schwächte sich das Wirtschaftswachstum sogar etwas ab. Im Vereinigten Königreich scheint die Sorge über einen ungeordneten Austritt aus der EU zu einer Seitwärtsbewegung beigetragen zu haben. Auch das Wachstum im Euroraum verlangsamte sich. In den USA setzte sich die wirtschaftliche Entwicklung mit moderatem Tempo fort. Etwas günstiger stellte sich die Situation in den Schwellenländern dar. In China stabilisierte sich das Wirtschaftswachstum zum Jahresabschluss, nachdem es in den Quartalen zuvor kontinuierlich an Fahrt verloren hatte. Das Wirtschaftswachstum in 2019 dürfte sowohl in den Schwellenländern als auch weltweit das geringste seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gewesen sein. Das lag vor allem an der Schwäche der Industrie und des Welthandels. Im ersten Quartal 2020 sind mit der Pandemie des Coronavirus weltweit umfangreiche Ausgangsbeschränkungen verordnet worden und in der Folge zeigen sich erhebliche Einbußen der Weltwirtschaft. Das Überangebot auf den Rohstoffmärkten, insbesondere Rohöl hat zur Folge, dass die Preise unter Druck stehen. Die konjunkturelle Schwäche in Deutschland hielt im letzten Jahresviertel 2019 an. Das reale Bruttoinlandsprodukt verharrte auf dem Stand des Vorquartals. Insgesamt ergibt sich eine Zunahme des realen BIP um 0,6 %. Ausschlaggebend für die anhaltend schwache konjunkturelle Grundtendenz war der Abschwung in der Industrie. 2.1.2. Branchensituation Die Entwicklung unseres Unternehmens als Zulieferer für die Automobilindustrie wird maßgeblich durch die Entwicklung dieses Industriezweigs im In- und Ausland beeinflusst. Die Berichterstattung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) dient für unsere Beurteilung als Grundlage. Für die internationalen Automobilmärkte war 2019 ein herausforderndes Jahr. Während der europäische PkW-Markt sein Vorjahresniveau übertreffen konnte und die Nachfrage auch in Brasilien anzog, wurden in den USA weniger Light Vehicles verkauft als 2018. Die asiatischen Märkte entwickelten sich ebenfalls schwach. China, Japan und Indien lagen jeweils unter Vorjahresniveau. Auch der russische Markt war rückläufig. In Europa wurden im Jahr 2019 insgesamt 15,8 Mio Pkw neu zugelassen, rund 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland (+ 5 Prozent) und Frankreich (+2 Prozent) konnten ihr Marktvolumen ausbauen. In Italien blieben die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau. Das Vereinigte Königreich (-2 Prozent) und Spanien (-5 Prozent) mussten hingegen Rückgänge verzeichnen. Im Dezember lag der PkW-Absatz in Europa mit 1,3 Mio Einheiten um 21 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Bauwirtschaft trotzt 2019 erfolgreich, befindet sich insgesamt in eintrübender Konjunktur. Auch 2020 werden gute Geschäfte erwartet, aber deutlich abnehmende Dynamik. Dass der Aufschwung in der Bauwirtschaft mittlerweile im neunten Jahr anhält, ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau. 2019 wurde ein Umsatzplus von 8,5% erzielt. Die Anzahl der Beschäftigten wurde um 2,5% erhöht. Gegenüber 2009 sind dies ca. 20%. 2020 wird ein gutes Auftragsvolumen durch den hohen Überhang von vorliegenden Wohnungsbaugenehmigungen erwartet. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Umsatzerlöse und Gesamtleistung Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse um 10,6% auf TEUR 19.299 vermindert. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 268 (Vorjahr: TEUR 272). Die Planung des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2019 wurde damit hinsichtlich der Umsatzerlöse und dem Ergebnis nicht erreicht. Ursächlich hierfür war ein deutlicher Rückgang der Nachfrage wesentlicher Kunden welcher auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen ist. Die Umsätze für Kunststoff-Formteile bewegen sich mit einer leichten Erhöhung um 1% auf Vorjahresniveau und haben nun einen Umsatzanteil von 40 %. Die Verkaufserlöse für Elastomer Formartikel inkl. Extrusion hatten einen Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr in Höhe von 11%. Sie stellen mit einem Anteil von 43 % den größten Umsatzanteil dar. Die Erlöse aus dem Verkauf von Elastomer-Mischungen verringerten sich um 23 % gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzwachstum lag damit unter dem im Vorjahr für das Jahr 2019 prognostizierten Wert. Die Materialaufwandsquote von der Gesamtleistung hat sich mit rund 52% (Vorjahr: 55%) verbessert. Der traditionelle Schwerpunkt der Umsatzerlöse der Gesellschaft in der Sanitär- und Bauindustrie entwickelt sich weiterhin stabil. Weiterhin wird ein fester breit gefächerter Kundenstamm weltweit, mit Produkten aus der Sparte Kunststoff beliefert. Diese bleiben aufgrund ihrer Alleinstellungmerkmale im Bereich Zweikomponentenspritzguss, in der Automobilindustrie sehr gefragt. Da die Automobilwerke bei Großserienmodellen weltweit auch in Schwellenländern beliefert werden, ist der Firmenumsatz weniger von regionalen Marktschwankungen abhängig. 2.2.2 Produktion und Beschaffung Die Produktionseffizienz konnte durch die stetige Automatisierung der Produktionsabläufe in allen Produktionsbereichen weiter erhöht werden. Der Einsatz von Leiharbeit konnte hierdurch erheblich reduziert werden. Auch der Ausschuss von Bauteilen konnte reduziert werden. Im Produktmix stehen im Bereich Kunststoff, weiterhin die Kernkompetenzen Monosandwich sowie die 2-K Technologie im Vordergrund. Im Elastomerbereich liegt der Fokus auf dem Einsatz von weiterentwickelten und verbesserten Mischungen. Im zentralen Einkauf können nach wie vor, durch Bündelung höhere Einkaufsvolumen und damit niedriger Einkaufspreise realisiert werden. Zudem wurde das Einkaufscontrolling weiter verbessert und an die Bedürfnisse beider Standorte angepasst. Die Strompreise wurden für die nächsten Jahre abgesichert. Die Zahlungsziele für Rohstoffe konnten teilweise auf 60 Tage erhöht werden. 2.2.3 Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand wurde im Jahresdurschnitt auf 136 Mitarbeiter reduziert. Arbeitsspitzen werden durch Leiharbeit abgefangen. Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses brachte das betriebliche Vorschlagswesen weitere Kosteneinsparungen. Die Kosten für Leiharbeit und Fremdarbeiten reduzierten sich um TEUR 197 gegenüber 2018. Im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses brachte das betriebliche Vorschlagswesen weitere Kosteneinsparungen. Spezielle Arbeitskreise beschäftigen sich, mit dem Ziel der Reduzierung der Betriebskosten, mit der weiteren Rationalisierung der Betriebsabläufe. 2.2.4 Qualitäts-Management - Zertifikate Mit erneut sehr gutem Ergebnis wurde die Regel-Auditierung des Unternehmens nach den Normen DIN EN ISO 9001, ISO/TS 16949 und DIN EN ISO 14001 Umweltnorm abgeschlossen. Diese Zertifikate sind Grundvoraussetzung für Zulieferer der Automobil- und der Sanitärindustrie. Auch die Überwachung der Qualitätsstandards für Bauprodukte durch neutrale Überwachungsinstitute erfolgte stets mit positivem Ergebnis. 2.2.5 Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte eine Erhöhung bei Investitionen in Maschinen und Anlagen. Es wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.132 (Vorjahr: TEUR 651) vorgenommen. Die Finanzierung erfolgte überwiegend und durch Finanzkauf. In der Gruppe wurde 2019 ein neues ERP Programm eingeführt, welches über Leasing und Eigenmittel finanziert wird. Der Investitionsschwerpunkt für das Jahr 2019 waren Maschinen und Anlagen. 2.3. Lage Die Lage der Gesellschaft ist nach wie vor geprägt vom operativen Geschäft. 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 83 reduziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um 456 TEUR erhöht. Die Anlagenintensität beträgt 25,7 % nach 22,4 % im Vorjahr. Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 11.051 auf TEUR 10.697 reduziert. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen rund 7 Mio. EUR auf Forderungen gegen unsere Schwestergesellschaft ETG GmbH. Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 376 auf TEUR 6.287 reduziert. Dabei haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insbesondere durch die Aufnahme neuer Finanzierungen um TEUR 590 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sind stichtagsbedingt um TEUR 923 reduziert. 2.3.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Verbindlichkeiten (Mietkaufverträge, Darlehen und stille Beteiligungen nahestehender Personen) sowie über Eigenmittel. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen über TEUR 239 enthalten, welche durch Sicherungsübereignung der Vertragsobjekte gesichert sind. Die Verzinsung erfolgt anhand fester Zinssätze, die Tilgung auf Basis von Annuitäten. Ebenfalls in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber einer nahestehenden Gesellschaft (TEUR 2.358), die grundsätzlich kurzfristig sind, aber aufgrund betrieblicher Übung als langfristig angesehen werden können. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über eine Eigenkapitalquote von 27,7 % (Vorjahr: 25,7 %). Der Cash Flow im engeren Sinne (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr TEUR 903 nach TEUR 968 im Vorjahr. Durch die enge wirtschaftliche Verzahnung der Gesellschaften der APPEL Gruppe hängt die Entwicklung der Appel GmbH von der Entwicklung der übrigen Gesellschaften der Gruppe ab. Die planmäßige Entwicklung der Gruppenunternehmen in der weiteren Zukunft ist Voraussetzung dafür, dass unsere Kredite planmäßig zurückgeführt werden können. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere weiteren Ausführungen im Risikobericht (3.1.3). 2.3.3 Ertragslage Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr 9,8% niedriger. Das Rohergebnis hat sich um 3,7 % auf TEUR 9.299 reduziert. Die verbesserte Materialaufwandsquote hat sich auf rund 52% (Vorjahr: 55%) verbessert. Dies steht in Zusammenhang mit der Entwicklung der Materialpreise sowie niedrigeren Ausschüssen und einer weiteren Optimierung der Produktionsverfahren. Der Personalaufwand vermindert sich im Vorjahresvergleich um TEUR 146, was im Wesentlichen durch strukturelle Veränderungen im Bereich Verwaltung begründet ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1% auf TEUR 2.864 zum Vorjahr erhöht. Ursächlich dafür waren insbesondere erhöhte Aufwendungen für EDV-Dienstleistungen und Wartung, die im Zusammenhang mit der neuen Betriebssoftware MS NAV stehen. 2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Umsatzwachstum, Jahresergebnis und Eigenkapitalquote sind wesentliche Kennzahlen für unsere interne Unternehmenssteuerung. 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) Im Rahmen des betrieblichen Managementsystems werden mittelfristige Planungsrechnungen (Umsatz- und Ergebnisplanungen) durchgeführt. In den monatlichen Geschäftsführungsmeetings mit den Leitern der Betriebsabteilungen werden die Betriebsabläufe und eventuelle betriebliche Probleme besprochen. Aufgrund der Abhängigkeit der Entwicklung bei der APPEL GmbH von der Entwicklung der ETG Elastomer-Technik Gedern GmbH erfolgt eine enge Abstimmung zwischen beiden Gesellschaften sowie eine übergreifende Planung für die Unternehmensgruppe. Das Managementsystem bezieht sich auf die relevanten Risikofelder aller Unternehmensbereiche und deren Auswirkung auf die Geschäftsprozesse. Die intensive Beobachtung des Marktes unserer Kunden gibt uns die Hinweise zur Anpassung der betrieblichen Planung. Die Abteilung Controlling bewertet bestehende Risiken insbesondere durch zeitnahe strukturierte Nachkalkulation der Produkte. Diese Maßnahmen ermöglichen es der Geschäftsleitung, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. 3.1.1 Abteilung Kunststoff Durch Alleinstellungsmerkmale und Kernkompetenzen bei speziellen Verfahren und Produkten der Mehrkomponententechnologie haben wir uns eine Marktnische geschaffen. In Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie können wird nun mit innovativen Produkten eine feste Marktstellung behaupten. Marktrisiken können aus Schwankungen bei geplanten Mengen und Rohstoffpreisen entstehen. Durch vertragliche Anbindung der Produktpreise an spezielle Rohstoffpreis-Indizes können diese Risiken teilweise aufgefangen werden. Hierbei unterstützt uns die langjährige Kundenbindung. Die von der Firmengruppe belieferte Modellpalette für marktgängige Kleinwagen und Kompaktwagen generiert stabile Umsätze und eine breite Kundenpalette. Die Reduzierung der Lohnstückkosten durch Automatisierung der Produktion sichert die globale Wettbewerbsfähigkeit der Firmengruppe. 3.1.2. Abteilung Elastomer Trotz der Entwicklung auf dem Bausektor in den letzten Jahren mussten keine Zahlungsausfälle bei unseren Kunden beklagt werden. Durch den langjährigen Kundenstamm werden die Aufträge auch in der Zukunft gesichert. Die anziehende Konjunktur im Baubereich kommt auch dem Unternehmen entgegen. 3.1.3 Gruppenrisiken und Bestandsgefährdungen Ein wesentlicher Teil unserer Umsatzerlöse resultiert aus Tätigkeiten für unsere Schwestergesellschaft ETG Elastomer-Technik Gedern GmbH in Gedern als Zulieferer für die Automobilindustrie. Die unklare Entwicklung der Weltwirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie sowie die kaum abschätzbare Entwicklung des Automobilsektors verbunden mit unseren umfangreichen Investitionen der Vergangenheit wird die Liquiditätslage der Gesellschaft weiter belasten. Die planmäßige Rückführung unserer bestehenden Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele hängt maßgeblich davon ab, dass unsere Prognose hinsichtlich Umsatz- und Ergebnis eintritt und Zahlungen von Seiten der Kunden innerhalb der Fälligkeiten erfolgen. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch unsere Schwestergesellschaft die ETG Elastomer-Technik Gedern GmbH als einer unserer Hauptkunden beeinflusst. Die Liquiditätsbelastung aus den bestehenden Verpflichtungen könnte sich bei Nichteinhaltung der Unternehmensplanung bestandsgefährdend auswirken. Wir begegnen den Liquiditätsbelastungen durch eine engmaschige Planung mit vierteljährlichen Soll-Ist-Vergleichen, auch auf Gruppenebene, unter Einbezug unserer Hausbanken. Auf diese Weise können wir Liquiditätsengpässe erkennen und rasch gegensteuern. Zudem haben wir eine strikte Kostenreduktion in allen Unternehmensbereichen angestoßen. Durch den Einsatz von Kurzarbeit konnten wir den Personalaufwand insbesondere in der Zeit des Lockdowns reduzieren. Darüber hinaus hat die Appel GmbH einen Förderkredit in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von 2 Mio. EUR erhalten. Zum ersten Halbjahr 2020 verfügen wir über Kontokorrent- und Darlehenslinien in Höhe von nominal 1,2 Mio. EUR. Davon sind per 30.06.2020 insgesamt 0,6 Mio. EUR in Anspruch genommen. Zudem bestehen zum 30.06.2020 liquide Mittel über TEUR 210. Aus der Rückführung von Bankdarlehen sowie der Mietkaufverpflichtungen bestehen jährliche Tilgungsverpflichtungen über rund TEUR 400. Darüber hinaus ist ab September 2021 das KfW-Darlehen mit TEUR 100 im Quartal zu tilgen. Für einen Teil unserer Verbindlichkeiten wurden Tilgungsaussetzungen bis 30.10.2020 bzw. 30.03.2021 mit den Banken vereinbart. Unsere Liquiditätsplanung unterstellt, dass die bestehenden Kontokorrent- und Darlehenslinien von den Banken in diesem Umfang und zu den bestehenden Konditionen beibehalten werden. Die gegenwärtige Liquiditätslage sowie deren künftige Entwicklung kann demnach als herausfordernd bezeichnet werden. Wir gehen davon aus, dass sich durch die Entwicklung im erweiterten Unternehmensverbund die Liquiditätslage insgesamt langsam aber stetig verbessert. Die bestehenden Verpflichtungen gegenüber Banken werden bisher planmäßig erfüllt. Wir sehen nach der jetzigen Einschätzung keine wesentlichen oder konkreten Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten. 3.2 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht) Die OECD sieht aktuell in der Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) die größte Gefahr für die Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise 2008/09. Es ist anzunehmen, dass die am 11. März 2020 von der WHO als Pandemie eingestufte Verbreitung von Covid-19 zu einer wesentlichen Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führen wird. Dabei ist das gesamte Ausmaß der Auswirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung von Deutschland und auf die Automobilindustrie noch nicht absehbar. So muss davon ausgegangen werden, dass ein weltweiter Konjunktureinbruch bis hin zu einer Rezession als Folge der Verbreitung des Corona-Virus auftreten wird. Die wirtschaftliche Entwicklung für das Geschäftsjahres 2020 ist durch die bestehende Corona-Pandemie wesentlich beeinflusst. Aufgrund der aktuell dynamischen Entwicklung und der damit verbundenen Unsicherheit sind verlässliche Prognosen nach Einschätzung der Geschäftsführung schwer möglich. Per Juni 2020 lagen die Umsätze mit rund 8 Mio. EUR unter Plan, was überwiegend aus dem Lockdown der Corona Pandemie resultiert. Der Personalaufwand konnte durch die Senkung von Lohnkosten, insbesondere aufgrund Kurzarbeit, reduziert werden, liegt jedoch weiterhin über Plan. Durch die breite Palette von Automobil- und Bauindustriekunden mit einer Vielzahl von Modellen, Produkten und Komponenten können Risiken durch Auftragsschwankungen einzelner Kunden gut ausgeglichen werden. Hohe Produktionswerkzeuginvestitionen der Kunden zur Belieferung von Bauteilen bedingen das sogenannte Single-Sourcing, dass nur ein Lieferant je Bauteil den Kunden beliefert. Der Produktlebenszyklus der Komponenten und Bauteile entspricht der Lebensdauer der Fahrzeugmodelle von ca. 6 Jahren. Über diesen Zeitraum werden Rahmenverträge mit den erwarteten Stückzahlen und festen Preisen abgeschlossen. Hierdurch besteht für den Lieferanten eine ausreichende Auftrags- und Planungssicherheit über die Lebensdauer der Bauteile. Durch den Ausbau der Thermoplast-Produktion und der Belieferung marktrelevanter Kunden sieht die Firmengruppe auch in der Zukunft sehr gute Möglichkeiten der weiteren kontinuierlichen Entwicklung. Der Automobilmarkt ist in unserer Marktnische noch für weiteres Umsatzwachstum aufnahmefähig. Wir gehen davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2020 die Ertragslage der Firmengruppe durch die Auswirkungen der Corona Krise verschlechtern wird. Die eigene Mischungsherstellung bringt uns eine hohe Wertschöpfung und macht die Gruppe unabhängig von der Preispolitik externer Compound - Zulieferer. Für das Geschäftsjahr 2020 ist eine deutliche Umsatzreduzierung auf rund 18 Mio. EUR zu erwarten. Die Eigenkapitalquote wird sich auf Vorjahresniveau bewegen. Das Ergebnis vor Steuern wird negativ sein und sich im Bereich zwischen TEUR - 400 und TEUR - 800 bewegen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 2.3.2 Finanzlage. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Erläuterungen Sitz der Appel GmbH ist Lauda-Königshofen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 560272 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften unter Beibehaltung der Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung, aufgestellt worden. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von der größenabhängigen Erleichterung gemäß § 288 HGB sowie der Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Vom Wahlrecht des § 276 S. 1 HGB wird bei der Offenlegung Gebrauch gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr grundsätzlich beibehalten worden. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen werden seit dem Geschäftsjahr 2010 ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungen für Zugänge werden zeitanteilig nach vollen Monaten berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Im Anlagespiegel wird ihr Abgang im Folgejahr unterstellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und planmäßig über 5 Jahre linear abgeschrieben. Seit dem 01.01.2013 wird der Bestand an Gitterboxen im Anlagevermögen als Festwert geführt. Der Festwert beträgt TEUR 197. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei einer nicht nur vorübergehenden Wertminderung mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten ausgewiesen. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden retrograd aus den im Geschäftsjahr durchschnittlich erzielten und voraussichtlich auch weiterhin erzielbaren Erlösen unter Berücksichtigung von Abschlägen für noch anfallende Herstellungskosten, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie den Gewinn abgeleitet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen ausgewiesen. Für das allgemeine Ausfallrisiko sowie zur Berücksichtigung sonstiger Wertminderungen werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die übrigen Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Gesellschaft hat die Pensionsrückstellungen durch ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften nach dem Teilwertverfahren ermitteln lassen. Für zu erwartende Pensionssteigerungen wurde eine Steigerungsrate von 2,0% im Rhythmus von 3 Jahren zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellung für Zuwendungen aus Arbeitnehmer-Dienstjubiläen wurde nach der Barwertmethode ermittelt. Die Abzinsung erfolgte in Abhängigkeit von der Laufzeit der Verpflichtung. Die Fluktuation wurde mit 5 % angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden gemäß § 272 Abs. 1 S. 2 HGB angesetzt, sofern sich insgesamt eine zukünftige Steuerbelastung ergibt. 3. Erläuterungen zur Bilanz a. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt. b. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 15). Die übrigen Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. c. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht DM 400.000,00. Es ist bisher noch nicht auf Euro umgestellt worden. d. Pensionsrückstellungen Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen infolge BiIMoG eine Unterdotierung in Höhe von EUR 265.705,00. Dabei wurde ein Zinssatz von 5,25% zu Grunde gelegt. Die Gesellschaft entscheidet sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über den gesetzlich möglichen Zeitraum von 15 Jahren. Folglich wird seit dem Geschäftsjahr 2010 in jedem Jahr ein Betrag von EUR 17.714,00 außerordentlich den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam zugeführt. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung EUR 88.565 €. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgt auf Basis des 10-Jahres-Durschnittszinssatzes bei einer restlichen Laufzeit der Pensionsverpflichtung von 15 Jahren mit 2,71% (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Differenzbetrag zur Bewertung auf Grundlage des niedrigeren 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,97% beträgt EUR 363.288 und unterliegt der Ausschüttungssperre. Folgende weiteren Parameter liegen der Berechnung zu Grunde: Rententrend: 2,0% Bewertungsmethode: Teilwert-Verfahren Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G nach Prof. Klaus Heubeck Eine Fluktuation wurde aufgrund der Umstände des Einzelfalls nicht berücksichtigt. e. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 202 (Vj. TEUR 235). f. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 880 durch Sicherungsübereignungen diverser Gegenstände des Anlagevermögens, durch Raumsicherungsübereignung des Warenlagers und durch Globalzession der Kundenforderungen gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen (TEUR 239) gesichert. Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 39). g. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es bestehen Verpflichtungen aus nicht bilanzierten Leasingverbindlichkeiten für diverse Anlagegüter. Aus den Leasingverträgen resultieren über die gesamte Restlaufzeit der Verträge Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 123 (Vj. TEUR 159). Bei den Leasinggütern handelt es sich um Vermögensgegenstände, die bei einer originären Anschaffung durch das Unternehmen selbst dem Fuhrpark und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zuzuordnen wären. Durch die Leasingverträge (Operate-Leasing) werden an sonsten vorschüssig fällige Investitionskosten zeitanteilig über ihre Nutzungsdauer linearisiert, wodurch liquide Mittel geschont werden. h. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den oben genannten Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Anlagegüter bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus der Pacht des Betriebsgrundstücks. Für das Geschäftsjahr 2020 ist hier mit Pachtzahlungen in Höhe von ca. TEUR 327 zu rechnen. Darüber hinaus bestehen aus branchenüblichen Miet- und Wartungsverträge jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14. i. Haftungsverhältnisse Die Bruno Appel KG Gummiwarenfabrik hat Pensionszusagen erteilt. Für die Mitarbeiter, die zum Beginn der Betriebsübernahme in 1991 durch die APPEL GMBH Pensionszahlungen von der Bruno Appel KG Gummiwarenfabrik erhielten, ist die Pensionsverpflichtung originär dem Verpachtungsunternehmen zugeordnet. Da es sich insoweit um Altzusagen handelt, wird gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB in Verbindung mit Artikel 28 Absatz 1 Satz 1 EGHGB die Pensionsrückstellung nicht originär in der Gesellschaft bilanziert. Diese Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2019 beträgt EUR 2.977,00. Bei einer stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bruno Appel KG wird die Wahrscheinlichkeit für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen auf nahezu 0% geschätzt. Diese Schätzung beruht auf unseren Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie den Einschätzungen der finanziellen Lage der begünstigten Gesellschaft. Des Weiteren haftet die Gesellschaft aufgrund von Bürgschaften sowie einer Globalzession von Forderungen und von Schuldbeitritten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der ETG ELASTOMER-TECHNIK GEDERN GmbH in Höhe von TEUR 4.199 (Vj. TEUR 2.242). Gegenüber der PB Factoring GmbH, Bonn, wurde für ein mit der ETG ELASTOMER-TECHNIK GEDERN GmbH bestehendes Vertragsverhältnis aus Factoring eine gesamtschuldnerische Mithaft ausgesprochen. Das gesicherte Obligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.426 (Vj. TEUR 2.052). Entsprechend der integrierten Planung der Unternehmensgruppe für das Jahr 2019 und unter Berücksichtigung der bestehenden Kreditlinien der ETG ELASTOMER-TECHNIK GEDERN GmbH schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen als nicht überwiegend wahrscheinlich ein. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in Abschnitt 3.1.3. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Materialaufwand In dieser Position wird aufgrund der energieintensiven Produktion auch der Aufwand für Strom- und sonstigen Energiebezug ausgewiesen. Die hierauf entfallenden Verbrauchsteuern - Stromsteuer und Mineralölsteuer - werden aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls hier und nicht unter der Position sonstige Steuern ausgewiesen. Erstattungen aus Rückvergütungsansprüchen werden innerhalb derselben Periode saldiert. b. Aufwendungen aus der Abzinsung In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 121) enthalten. 5. Sonstige Angaben a. Anteilsbesitz Im Posten Anteile an verbundenen Unternehmen des Finanzanlagevermögens sind Anteile an der APPEL Polska S.p.z.o.o. mit Sitz in Boleslawiec, Polen, enthalten. Die APPEL GmbH hält an der genannten Gesellschaft 90% des Anteils am Kapital. Die Beteiligungsgesellschaft weist in ihrem letzten Jahresabschluss (31.12.2019) ein Eigenkapital von umgerechnet TEUR 595 und einen Jahresüberschuss von umgerechnet TEUR 119 aus. b. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft oblag im Geschäftsjahr Herrn Jürgen Appel, Kaufmann sowie Herrn Michael Appel, Diplom-Ingenieur. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die Zahl der durchschnittlich bei der Gesellschaft Beschäftigten stellt sich wie folgt dar:
Daneben werden noch 4 (Vorjahr: 4) Auszubildende beschäftigt. c. Geschäftsführerbezüge Die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen entfallen unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. d. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. e. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die wirtschaftliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2020 ist durch die bestehende Corona-Pandemie wesentlich beeinflusst. Aufgrund der aktuell dynamischen Entwicklung und der damit verbundenen Unsicherheit sind verlässliche Prognosen schwer möglich. Wir rechnen mit deutlich rückläufigen Umsatzerlösen sowie einem negativen Jahresergebnis. Dadurch wird die Liquidität der Gesellschaft weiter belastet. Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Lauda-Königshofen, den 30. Juni 2020 Jürgen Appel Michael Appel Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01.09.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Appel GmbH, Lauda-Königshofen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Appel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Appel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unseren Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, 20. Juli 2020 OT-audit
GmbH
gez. Oskar Ulrich, Wirtschaftsprüfer gez. Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer |
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