Wärme- und Kältehandel
PSE Engineering GmbH
Pfaffenstraße 13, 49610 Quakenbrück, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Joachim Sankul seit 8.11.2019 | Prokura |
Jörg Borchardt seit 8.11.2019 | Prokura |
Markus Behrendt seit 17.12.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
HABAU Hoch- und Tiefbaugesellschaft m.b.H. | 49.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PSE Engineering GmbHQuakenbrückJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241. Grundlagen des UnternehmensDie PSE Engineering GmbH, Quakenbrück, ("PSE") ist ein Dienstleistungsunternehmen für Engineering Leistungen, welches die Planung, das Projektmanagement und die Lieferung von Komponenten für industrielle Anlagen bedient. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Quakenbrück sowie Niederlassungen in Hannover, Düsseldorf, Friedeburg, Ploiesti/Constanta (Rumänien) sowie eine aktive Tochtergesellschaft in Istanbul (Türkei). Die Marktsegmentschwerpunkte liegen in den Bereichen der Öl- und Gasindustrie, Wasserwirtschaft, Separations- und Abscheidetechnologien und Kompressortechnik. Das Betätigungsfeld lag bis 2019 hauptsächlich in Deutschland und Europa. Seitdem werden zunehmend Aufträge in nicht europäischen Ländern akquiriert. Die für die PSE relevanten Märkte sind vorwiegend geprägt durch die Investitionen der großen Öl- und Gasunternehmen. Aufgrund der aktuellen Verwerfungen im Energiesektor kann nicht abschließend eingeschätzt werden, ob und wie sich Großprojekte im europäischen Wirtschaftsraum gestalten werden. Negativ wirkt sich die Abkehr von russischen Gaslieferungen aus. Die daraus resultierende Neuausrichtung der europäischen Öl- und Gasindustrie wird Restrukturierungsinvestitionen in erheblichem Umfang einleiten, an denen die PSE partizipieren kann. Durch die langjährig entwickelte Kompetenz im Marktsegment Wasserwirtschaftssysteme verstetigen sich in diesem Segment die Auftragschancen. Weitere Geschäftsfelder für die folgenden Jahre werden in Projekten mit Lösungen gegen den Klimawandel und in der Wasserstoffindustrie liegen. Das erwartete Auftragsvolumen ist allerdings noch begrenzt, da die zugrundeliegenden Rahmenbedingungen auf wirtschaftspolitischer Ebene noch weiterentwickelt werden müssen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Leistungsindikatoren Die relevanten Kennzahlen, die zur Unternehmenssteuerung herangezogen werden, sind der Auftragseingang/Auftragsbestand und das Betriebsergebnis (vgl. Kapitel 2.5.3.). 2.2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltkonjunktur verlor gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas an Fahrt. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo. Im vierten Quartal ließ das Expansionstempo nochmals nach. Die Wirtschaft im Euroraum befindet sich in einer Phase der Stagnation. Die konjunkturellen Unterschiede in einzelnen Regionen der Weltwirtschaft dürften geringer werden, ein kräftiger Aufschwung ist aber nicht in Sicht. Die Inflation ist gegenüber dem Höchststand Ende 2022 deutlich zurückgegangen, zuletzt allerdings nur noch wenig gesunken. Vor allem der Anstieg der Preise für Dienstleistungen erweist sich als hartnäckig, so dass die Inflationsraten voraussichtlich erst im Jahr 2025 wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken sinken werden. Für das kommende Jahr 2024 wird wieder mit einem Zuwachs der weltweiten Produktion von 3,1 Prozent gerechnet. Risiken für die Weltkonjunktur sind vor allem geopolitischer Natur und ergeben sich aus den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. So würde eine Zuspitzung von Handelskonflikten die weltwirtschaftliche Aktivität belasten. Der Rückgang der Inflation hat sich zuletzt verlangsamt. Der Preisauftrieb hat im Verlauf des vergangenen Jahres weltweit deutlich nachgelassen. In den G7-Ländern ist die Inflationsrate seit Oktober 2022 von 8,4 Prozent auf 2,9 Prozent im November 2023 gesunken. Seither hat sie sich aber nicht weiter verringert. Aufgrund wieder deutlich niedrigerer Energiepreise dämpft die Energiekomponente den Preisauftrieb seit etwa einem Jahr, inzwischen allerdings in abnehmendem Maße. Im Euroraum ist deshalb ein Rückgang auf die Zielinflationsrate von 2 Prozent noch nicht in Sicht. Die Notenbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften werden den Abstieg vom Zinsgipfel wohl nicht vor der Mitte des Jahres 2024 und dann auch nur zurückhaltend einleiten. Die weltweite Energiewirtschaft ist aktuell von Förderkürzungen und geringen Lagerbeständen geprägt, die den Ölpreis derzeit hochhalten. Nachdem der Ölpreis im Sommer im Zusammenhang mit einer kräftigen Förderkürzung Saudi-Arabiens nur vorübergehend deutlich gestiegen war und bis Anfang Dezember wieder unter 75 US-Dollar pro Barrel notiert hatte, zog er in den vergangenen Wochen wieder an. Anfang März 2024 notierte er bei 83 US-Dollar. Maßgeblich für den Preisanstieg waren eine Angebotsverknappung durch neuerliche Produktionskürzungen der Ländergruppe OPEC+, auch wenn diese im Januar 2024 mit 0,5 Mrd. Barrel täglich nur halb so groß ausfiel wie angekündigt, sowie witterungsbedingte Produktionsausfälle in den arktischen Fördergebieten Nordamerikas. Vor diesem Hintergrund haben sich nicht nur die Preise am Spotmarkt erhöht, es steigt auch das Risiko von kräftigen Preisausschlägen bei weiteren unvorhergesehenen Angebotsstörungen. Gebremst wird der Preisauftrieb beim Öl derzeit dadurch, dass die Nachfrage deutlich schwächer steigt als noch bis zum vergangenen Herbst. Sehr gut versorgt sind derzeit offenbar die internationalen Gasmärkte. Das Preisniveau in Europa lag zuletzt unter 25 Euro pro Megawattstunde (TTF) und damit nicht mehr wesentlich höher als vor der Gaskrise. Die stützenden Wirkungen der Finanzpolitik laufen aus. In den vergangenen Jahren hat die Finanzpolitik expansiv gewirkt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Auswirkungen gestiegener Energiepreise zu dämpfen. Vielfach wurden auch Programme mit industriepolitischer Zielsetzung, zur Förderung der Infrastruktur und zum Ausbau erneuerbarer Energien implementiert. Die Krisenmaßnahmen laufen nun aus, und zusätzliche expansive Impulse sind angesichts der stark gestiegenen Staatsverschuldung kaum zu erwarten. Seit mehr als einem Jahr stagniert die Wirtschaftsleistung im Euroraum in der Tendenz. Im vierten Quartal 2023 blieb das Bruttoinlandsprodukt nahezu unverändert, nachdem einem leichten Rückgang im Quartal zuvor ein geringfügiger Anstieg im ersten Halbjahr 2023 vorausgegangen war. Während der private Konsum nach den vorliegenden Länderangaben angesichts verbesserter Realeinkommen wohl merklich ausgeweitet wurde, gingen die Anlageinvestitionen spürbar zurück. Die Preise für Dienstleistungen werden derzeit immer noch kräftig angehoben, wohl auch weil sich der Lohnanstieg deutlich beschleunigt hat. Im Verlauf dieses Jahres dürfte die Konjunktur in der Währungsunion wieder Tritt fassen. Die Frühindikatoren haben sich zuletzt etwas verbessert, deuten aber noch nicht auf eine kräftige Belebung hin. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr 2024 um 0,7 Prozent zulegen, nach einem Zuwachs um 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. Für 2025 rechnen das IfW mit einem Anstieg um 1,5 Prozent. (Alle o.g. Daten Quelle: Institut für Weltwirtschaft Kieler Konjunkturberichte Frühjahr 2024 und die dort angegebene Literatur). 2.3. Entwicklung der Branche Die gesamtwirtschaftliche Belastung wirkt sich direkt mit starker Ausprägung auf den Sektor Öl & Gas aus. Wie o. a. wirkt sich das hohe Preisniveau für Öl und Gas negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus. Davon losgelöst ist dieses Preisniveau ein entscheidender Anreiz für Unternehmen der Branche, Investitionsprojekte anzustoßen. Die weitere Zunahme von internationalen Investitionsvorhaben in den für die PSE relevanten Märkten ist somit eine realistische positive Perspektive für die Unternehmensentwicklung in den nächsten Jahren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte diese Entwicklung von der PSE fortführend für die eigene Geschäftstätigkeit genutzt werden. Die Auftragseingänge wirken sich bei den geschäftstypisch mehrjährigen Projektlaufzeiten allerdings erst in den Folgejahren - voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2025/2026 - aus. Wir gehen geht davon aus, dass sich dieser branchenspezifische Trend weiter stabilisiert. 2.4. Geschäftsverlauf 2.4.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Einschränkung der Geschäftstätigkeit aus früheren Jahren aufgrund der Covid-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine hatten im Geschäftsjahr 2023/2024 - wie schon im vorausgegangen Geschäftsjahr - keine wirtschaftlich relevanten Auswirkungen mehr auf die Unternehmensentwicklung. Die im Vorjahr noch verhaltene Dynamik in der Geschäftsentwicklung verstärkte sich im Geschäftsjahr 2023/2024, allerdings begrenzt durch die Rahmenbedingungen einzelner Geschäftsfelder des Unternehmens. Dieser positive Trend wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter stabilisieren. Das betriebliche Ergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt werden. Wertberichtigungen auf Positionen des Umlaufvermögens und der hohe Zinsaufwand verhinderten den Ausweis dieses positiven Trends im Ergebnis vor Steuern. Im Geschäftsjahr betrug der Auftragseingang 47,8 Mio. € (Vorjahr: 56,4 Mio. €), und lag damit über der gegenüber den Vorjahren gestiegenen Jahresleistung von 43,5 Mio. €. Gegenläufig waren Korrekturen des Auftragsbestands aufgrund von Stornierungen von Bestandsprojekten bzw. deren Aussetzungen auf unbestimmte Dauer durch geschäftspolitische Entscheidungen der jeweiligen Kunden in Höhe von insgesamt 13,3 Mio. € zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 33,8 Mio. € erzielt (Vorjahr 23,4 Mio. €). Der Anteil von Großprojekten mit Umsatzerlösen von mindestens 1 Mio. € p. a. lag bei 22,3 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres lag der Auftragsbestand bei 103,9 Mio. € (Vorjahr 96,6 Mio. €). 2.4.2. Produktion Die PSE hat im Geschäftsjahr ihr Leistungspotential im Engineering, in der Bauleitung und im Projektmanagement kontinuierlich weiterentwickelt. 2.4.3. Beschaffung Der Schwerpunkt des Einkaufs lag in der Beschaffung von Subunternehmern für Planungsleistungen sowie im Komponentenzukauf für einzelne Generalübernehmerprojekte. 2.4.4. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 268 T€ getätigt. Die Schwerpunkte lagen dabei im Bereich EDV-Hard und -Software, digitale Sicherungstechnik, Büro- und Geschäftsausstattung sowie in einem Zeiterfassungssystem. 2.4.5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die PSE finanzierte sich aus ihrem eigenen Kapital sowie Rückstellungen, Anzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Zum Stichtag wurden Avale in Summe von rd. 7,8 Mio. € aus vorhandenen Linien bei Banken und Kreditversicherer in Anspruch genommen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Auslaufen der Anzahlungsbürgschaft eines Großprojektes. 2.4.6. Personal- und Sozialbereich Die PSE beschäftigte zum Bilanzstichtag 163 Angestellte und 5 Auszubildende. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 161 Angestellte und 6 Auszubildende beschäftigt. Die Gesellschaft lehnt sich an den Bautarifvertrag an, wobei die dort üblichen Arbeitszeiten und sonstigen Regelungen gelten. Kontinuierliche, mittelgroße neue Aufträge im Planungs- und Generalübernehmerbereich vorwiegend für die Öl- und Gasindustrie, die Stahlindustrie und die Chemieindustrie sowie die zukünftige Entwicklung des Wasserstoffsektors bestimmen die weitere Vorgehensweise in der Personalentwicklung. 2.5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.5.1. Vermögenslage Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen bestehen im Wesentlichen aus Software, EDV- sowie Büro- und Geschäftsausstattung. Nach im Mehrjahresvergleich gestiegenen Investitionen von 268 T€ waren aufgrund von Abschreibungen von 188 T€ im Berichtsjahr Buchwerte von 433 T€ auszuweisen. Die Anlagenintensität hat branchentypisch eine geringe Bedeutung und beträgt 3,5 % (Vorjahr: 3,4 %). Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund eines höheren Anteils von mehrjährigen Großprojekten mit Schussabrechnungen in Folgejahren um 9.621 T€. Die bilanzierten unfertigen Leistungen sind wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag in vollem Umfang durch die Auftraggeber des Unternehmens finanziert. Dadurch stand in der Entwicklung kontinuierlich ausreichende Liquidität zur Verfügung. Zum 31.03.2024 betrugen die Guthaben bei Kreditinstituten einschließlich Kassenbestände 5.635 T€ (Vorjahr: 2.781 T€). Die Eigenkapitalquote hat sich bei einem Anstieg der Bilanzsumme mit 34,0% (Vorjahr: 35,0%) nicht wesentlich geändert und bleibt auf ausreichendem Niveau. Bedingt durch die Abwicklung von Projekten sind die Rückstellungen ein wesentlicher Bilanzposten. Neben den Abgrenzungen zu den Personalkosten waren aufgrund des hohen Abrechnungsvolumens auftragsbezogene Rückstellungen, insbesondere für Projektkosten nach Abrechnung in Höhe von 2.244 T€ (Vorjahr: 1.022 T€) zu passivieren. Passivisch auszuweisende projektbezogene erhaltene Anzahlungen (2.084 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1.956 T€) sind die wesentlichen Positionen im Bereich der Kreditoren. 2.5.2. Finanzlage Der Brutto-Cash-Flow hat sich wie folgt entwickelt:
Zum Bilanzstichtag war die PSE durch Eigenkapital, Rückstellungen, Anzahlungen und Lieferantenverbindlichkeiten im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs finanziert. Für die branchenübliche Finanzierung durch Avale standen ausreichende Linien bei den Banken zur Verfügung. Im zurückliegenden Geschäftsjahr finanzieren die aktivisch abgesetzten erhaltenen Anzahlungen den Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zu mehr als 100%. Sämtliche Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert, Bankkredite (ausgenommen Avale) wurden nicht in Anspruch genommen. 2.5.3. Ertragslage Die Ertragslage hat sich gegenüber den Vorjahren verbessert, auch wenn das Ergebnispotential aus den Projekten nicht in vollem Umfang umgesetzt werden konnte. Im betrieblichen Bereich wurde der Vorjahresgewinn nahezu verdreifacht. Die wesentlichen Ergebnisbeiträge wurden von ausländischen Projekten mit guten Margen geleistet. Im Inland wurden gute Ergebnisse mit mehrjährigen reinen Dienstleistungsaufträgen erwirtschaftet. Mit Zunahme des Auftragsbestandes mit einem hohen Anteil von Projekten mit mehrjähriger Laufzeit hat sich der Bestand unfertiger Leistungen um 9.621 T€ deutlich erhöht. Ebenso konnten die Umsatzerlöse gegenüber den Vorjahren gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür waren schlussgerechnete ausländische Großprojekte mit einem Volumen von 14,3 Mio. €. Der Materialaufwand hat sich zusammen mit den bezogenen Leistungen mit 25,8 Mio. € gegenüber dem hohen Vorjahreswert von 14,2 Mio.€ durch die verstärkten Zulieferungen für die aktuell abzuwickelnden Generalübernehmerprojekte nochmals erheblich erhöht. Die Personalaufwendungen sind mit 11,9 Mio. € nur in geringem Maße gestiegen. Das höhere Investitionsvolumen in den beiden zurückliegenden Jahren führt zu einem Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (188 T€). Die Investitionen setzen die aktuelle technische Entwicklung um und halten in erster Linie das EDV-System auf einem leistungsfähigen Stand. Das Betriebsergebnis betrug im Geschäftsjahr 1.420 T€ (Vorjahr 647 T€). Es ist folgendermaßen auf den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag überzuleiten:
Die Position "Abwertungen Umlaufvermögen" beinhaltet die Abwertungen von projektbezogenen Darlehn und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die seit mehreren Jahren bestehen und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bzw. sehr geringe Zahlungseingänge verzeichneten. Weiterhin wurden Handelswaren mit fehlenden Vermarktungsmöglichkeiten in vollem Umfang wertberichtigt. Die Zinsaufwendungen sind mit dem Betrag, der über dem Niveau des Vorjahres hinausgeht, nicht wiederkehrend. 2.5.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Das Geschäftsjahr 2023/2024 war im betrieblichen Bereich wie erwartet das Jahr der weiteren Konsolidierung verbunden mit einem Gewinnanstieg. Der derzeitige Auftragsbestand weist Ergebnispotentiale aus, die bei effizienter Projektabwicklung einen weiteren Anstieg des Betriebsergebnisses und damit die weitere Stabilisierung der Ertragslage ermöglichen. In Verbindung mit der soliden Vermögens- und Finanzbasis und den bestehenden zusätzlichen Auftragspotentialen, ist die weitergehende Kontinuität der Gesellschaft nicht gefährdet. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1. Prognosebericht Die Weltwirtschaft hat fortbestehend, insbesondere infolge des Ausbruchs des Krieges in der Ukraine und der aktuell fehlenden wirtschaftlichen Dynamik in China, erhebliche Einschränkungen zu verkraften. Die dadurch ausgelösten stark reduzierten Wachstumsperspektiven und hohen Inflationsraten in nahezu allen Ländern führten zu enormen Herausforderungen für jede Volkswirtschaft und für den Großteil der Unternehmen. Die Inflation wurde in den meisten Industrieländern mittlerweile eingedämmt. Dennoch sehen die federführenden Zentralbanken Restrisiken und senken die Zinsen nur sehr verhalten. Verbunden mit den Herausforderungen des sich verstärkenden Klimawandels haben sich viele führende Industrienationen dazu entschieden, einer möglichen Rezension durch diverse politische Maßnahmenpakete entgegenzuwirken und die belastete Wirtschaft durch Investitionsanreize zu stimulieren. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Nachfragesituation im Öl- und Gasbereich sich auf den internationalen Energiemärkten mit Wiederaufnahme/ Ausweitungen von Investitionen durch potentielle Kunden wieder erholen wird. Mit aussichtsreichen Perspektiven in den verschiedenen Geschäftsfeldern kann es der PSE auf Unternehmensebene gelingen, die im Geschäftsjahr 2023/2024 erreichte positive wirtschaftliche Entwicklung erfolgreich fortzusetzen. Da der aktuelle gute Auftragsbestand über mehrere Jahre hinaus reicht, tangieren die geschilderten Belastungen die Entwicklung der PSE nicht mit den für andere Unternehmen im gaswirtschaftlichen Markt bestehenden Konsequenzen. Eine strategische Anpassung der Geschäftspolitik ist für die nächsten 2-3 Jahre deshalb nicht vorgesehen. Verbunden mit dem zukünftigen Projektpotential bei schon in den Vorjahren angepassten Kapazitäten wird erwartet, dass im nächsten Geschäftsjahr die eingeleitete positive Entwicklung im betrieblichen Bereich fortgeführt werden kann. Bei konservativer Prognose ist das Betriebsergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres zu bestätigen. Das Risko von weiteren Belastungen des neutralen Ergebnisses kann auch zukünftig nicht vollends ausgeschlossen werden. Dem wurde aber - so weit zu erkennen - im Jahresabschluss zum 31.03.2024 mit den im erheblichen Umfang bisher erfolgten Wertberichtigungen Rechnung getragen. In der aktuellen Markteinschätzung gehen die Prognosen der PSE davon aus, dass Auftragseingänge signifikant über der Zielbetriebsleistung von 33 Mio. € realisiert werden, womit der abrechnungsbedingte Rückgang des Auftragsbestandes überkompensiert und die Auftragsreichweite verbessert werden kann. In der Struktur wird der hohe Anteil von Anlagenkomponenten (Generalübernehmerprojekte) fortgesetzt. Hinsichtlich der Finanzausstattung werden keine nennenswerten Veränderungen erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass sich die PSE auch weiterhin aus eigenen Mitteln finanzieren kann. Aufgrund der mehrjährigen Projektstrukturen und der weniger ausgeprägten Abhängigkeit vom allgemeinen konjunkturellen Umfeld ist das Planungsrisiko in der aktuellen Analyse für die PSE begrenzt. Soweit es gelingt, parallel neue affine Geschäftsfelder zu erschließen, könnte die zukünftige Geschäftsentwicklung weiter stabilisiert werden. Die Investitionsplanung für das neue Geschäftsjahr sieht wie bisher Investitionen vorwiegend im Bereich der IT-Infrastruktur vor. 3.2. Chancen- und Risikobericht Risiken Nachfolgend werden die mit den Aktivitäten verbundenen Risiken der Gesellschaft in der Reihenfolge ihrer Bedeutung erläutert:
Durch eine Verbreiterung der Kundenstruktur und der Absatzmärkte wird diesen Risiken entgegengewirkt. Unverändert bestehen Risiken grundsätzlich im Zusammenhang mit dem Ausfall von Forderungen und entstandenen Nachtragsforderungen. Diesem Risiko wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen, flankiert durch Maßnahmen, derartige negative Auswirkungen in der Zukunft in Grenzen zu halten. Die Anmeldung und der Nachweis vertragskonformer Nachtragsleistungen und das zeitnahe Management dieser Nachträge ist weiter zu professionalisieren, da es bei komplexen Projekten ausschlaggebend für die erfolgreiche Abwicklung sein kann. Auf Zahlungsschwierigkeiten bei Auftraggebern ist zeitnah durch geeignete Maßnahmen in der Projektabwicklung zu reagieren. Dazu zählen zeitnahe Abrechnungsmodalitäten und die Anforderung ausreichender Anzahlungen. Hier ist die in beiden abgelaufenen Geschäftsjahren eingetretene Verbesserung konsequent fortzusetzen. Das Haftungsrisiko wird in Relation zum Auftragswert versichert. Bei größeren Projekten erfolgt dies durch individuelle projektbezogene Policen. Entziehen sich die Risiken - speziell bei ausländischen Vertragsgrundlagen - einer rechtlich fundierten Bewertung, wird von der Abgabe eines Angebotes Abstand genommen. Da PSE in der Regel Aufträge auf Eurobasis abschließt, sind die Risiken aus Aufträgen in Fremdwährungen von untergeordneter Bedeutung. Bei großen Kunden aus anderen Regionen sind Vertragsgestaltungen auf Basis des jeweiligen Landesrechts Grundlage der Verhandlungen und im vertretbaren Rahmen zu akzeptieren. Dies erfordert eine umfangreiche Risikoanalyse in der Angebotsphase. Weiter ist ein professionelles Projektmanagement auf Basis internationaler Standards zur Vermeidung von Abwicklungsproblemen und der daraus resultieren Haftung gegenüber dem Auftraggeber essenziell. Die noch hohe Abhängigkeit der Gesellschaft von der Entwicklung in der gas- und erdölverarbeitenden Industrie kann sich in Perioden mit geringem Branchenwachstum negativ auf die Entwicklung der Umsatz-, Absatz- und Ergebniszahlen auswirken. Durch eine Verbreiterung der Kundenstruktur und der Absatzmärkte wird diesen Risiken entgegengewirkt. Unterstützt wird diese Strategie durch die derzeit positive Entwicklung im Bereich Wassertechnik, die absehbar mehrere Jahre Bestand haben wird. Chancen Zur Sicherung der Auslastung kann sich die PSE nicht auf einen Kundenbereich in Zentraleuropa beschränken. Daher werden neben der Öl- und Gasindustrie auch weitere, politisch geförderte Industriebereiche entwickelt, welche zukünftig zu einer diversifizierteren Auslastung führen werden. Bis zu den aktuellen wirtschaftlichen Veränderungen war davon auszugehen, dass sich im Stammmarkt bis auf Weiteres nur begrenzte Geschäftspotentiale ergeben, weshalb der Fokus der aktuellen Akquisitionsschwerpunkte verstärkt auf den türkischen Markt und andere Länder des mittleren Ostens verlagert wurde. Aufgrund der bereits bis einschließlich des Geschäftsjahres 2023/2024 aus diesen Ländern erhaltenen Aufträge geht die Geschäftsführung davon aus, dass sie in dieser Region auch in den folgenden Jahren erfolgreich Projekte akquirieren wird. Aktuell sind zusätzlich wieder positive Tendenzen durch einen deutlichen Anstieg der Investitionspläne bei angestammten inländischen und europäischen Kunden zu verzeichnen. Die zur Bewältigung des Klimawandels noch zu erwartenden Anreize für die Industrie können eine zusätzliche Chance für die PSE darstellen. Belastungen, die aus der zurückgehenden Förderung fossiler Brennstoffe ausgehen werden, können durch Aufträge aus diesen Umstrukturierungsprozessen ausgeglichen werden. Gerade international werden in den kommenden Jahren große Planungsprojekte auf Basis neuer technologischer Entwicklungen, z.B. im Wasserstoffsektor, realisiert. In diesen Feldern kann die PSE auf bestehende Kompetenzen und Expertise zurückgreifen, um sich zukunftsorientiert zu positionieren. Der Bereich Wasserwirtschaft partizipiert schon erkennbar an dieser zu erwartenden Entwicklung. In der Industrie - speziell in der deutschen Stahlindustrie - werden umfangreiche Investitionen in moderne Produktionsanlagen realisiert, für die Wasserwirtschaftssysteme als Generalübernehmerprojekte ausgeschrieben werden. PSE wird an dieser Entwicklung partizipieren und zumindest für einige Jahre ein wirtschaftlich stabiles Geschäftsfeld entwickeln. 3.3. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Die oben dargestellten Risiken bestehen im Rahmen unserer üblichen Geschäftstätigkeit. Eine Entwicklungsbeeinträchtigung der Gesellschaft geht von diesen Risiken nach unseren Einschätzungen derzeit nicht aus. Zusammenfassend ist festzustellen, dass aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Geschäftsfelder und der regionalen Schwerpunkte ein ausgeglichenes Risiko- und Chancenportfolio bei der PSE vorliegt.
Quakenbrück, den 20. August 2024 PSE Engineering GmbH, Quakenbrück Markus Behrendt Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 20241. Allgemeine AngabenDie PSE Engineering GmbH, Quakenbrück, ist beim Amtsgericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRB 21269 gemeldet. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Mit Ausnahme der größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB und des § 327 HGB bei der Offenlegung wendet sie jedoch freiwillig die Vorschriften für große Gesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an. Die Bilanz ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB gegliedert (§ 266 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungImmaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden bei immateriellen Vermögensgegenständen sowie beim beweglichen Anlagevermögen grundsätzlich mit linearen Sätzen verrechnet. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen und wirtschaftlichen Nutzungsdauern und liegt zwischen 3 und 13 Jahren. Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden pro rata temporis abgeschrieben. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 800,00 € werden als geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bestände an unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen werden mit ihren Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Nachträge werden, sofern hinreichend konkretisiert und realisierbar, bei der Bewertung der unfertigen Leistungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Gemeinkosten einbezogen. Waren werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden von den Vorräten abgesetzt. Erhaltene und geleistete Anzahlungen wurden in Höhe des Nominalwertes bilanziert. Bei den zu Nominalwerten erfassten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Liefer- und Leistungsforderungen ist durch eine pauschal ermittelte Wertberichtigung der zum 31. März 2024 nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Verpflichtungen, bei denen Währungsumrechnungen notwendig waren, erfolgte mit den Tageskursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles. Vermögensgegenstände und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurden mit dem Devisenkassakurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 Abs. 2 HGB zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen gebildet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der PUC-Methode ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Rentenanpassungen von 4,5 % gemäß Versorgungsverordnung aus. Aufgrund der Gestaltung der Versorgungszusage waren Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. März 2024 auf 1,83 % (Vorjahr 1,79 %). Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der aus der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB ergebende Unterschiedsbetrag beträgt 2 T€. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, den die passiven latenten Steuern übersteigenden Betrag aktiver latenter Steuern nicht zu berücksichtigen, wurde Gebrauch gemacht. 3. Erläuterungen zur Bilanza) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. b) Forderungen Forderungen gegen Gesellschafter betragen 3 T€ (Vorjahr: 0 T€). Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 33 T€ (Vorjahr 25 T€). c) Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen, Gewährleistungen, Personalkosten und Jahresabschlusskosten gebildet. Sie wurden im Rahmen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages bemessen. d) Verbindlichkeiten Zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses werden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt
Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte zum 31.03.2023 an. Bei den erhaltenen Anzahlungen handelt es sich um die projektbezogenen Kundenzahlungen, die die aktivisch ausgewiesenen unfertigen Leistungen und im Rahmen der Projektabwicklung geleistete Anzahlungen übersteigen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse nach Regionen gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:
b) Erträge / Aufwendungen aus Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 20 T€ (Vorjahr 22 T€) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 122 T€) enthalten. c) Aufwendungen aus Aufzinsung Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 7 T€ (Vorjahr 6 T€). d) Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung / Größenordnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen (1.094 T€) sind neben den Erträgen aus Währungsumrechnung und regelmäßig wiederkehrenden Erträgen Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 436 T€ und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen in Höhe von 370 T€ enthalten. Auf Darlehnsforderungen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Abschreibungen/Wertberichtigungen in Höhe von 907 T€ vorgenommen, um dem Risiko der Uneinbringlichkeit Rechnung zu tragen. 5. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
b) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 161 Angestellte, davon 138 im technischen und 23 im kaufmännisch/administrativen Bereich, darüber hinaus 6 Auszubildende. c) Mitglieder der Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft ist bestellt:
Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde von dem in § 286 Abs. 4 HGB eingeräumtem Wahlrecht Gebrauch gemacht. d) Beteiligungsbesitz
1 Ein Jahresabschluss per 31.12.2022 oder 31.12.2023 liegt nicht vor. Keine Angabe des Eigenkapitals sowie des Jahresergebnisses aufgrund von untergeordneter Bedeutung für den Jahresabschluss nach § 286 Abs. 3 S.1 HGB. 2 Daten aus dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 und umgerechnet zum Devisenkassamittelkurs per 31.03.2024 (34,9487). 3 Daten aus dem Jahresabschluss zum 31.03.2023, Inanspruchnahme Schutzklausel nach § 286 Abs. 3 S.2 HGB und keine Angabe des Jahresergebnisses, da die Gesellschaft den Jahresabschluss nicht offenzulegen hat. 4 Über das Vermögen der Gesellschaft ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Mit nahestehenden Personen/Unternehmen wurden im Geschäftsjahr Geschäfte im Volumen von 220 T€ getätigt. e) Sicherheitsleistungen Die bilanzierten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Teil durch Bürgschaften (Avale) der Kreditinstitute/Versicherungen abgesichert. Zum 31. März 2024 wurden Avale in Höhe von 7.807 T€ bei Banken/Versicherungen in Anspruch genommen. Hierfür wurden Bankguthaben in Höhe von 800 T€ als Sicherheit bei Kreditinstituten/Versicherungen hinterlegt. Wir gehen davon aus, dass wir die Verpflichtungen gegenüber den Kunden vollständig erfüllen werden, so dass die eventuellen Rückgriffsansprüche aus Avalen nicht zu passivieren waren. f) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt 40 T€ für Abschlussprüfungsleistungen sowie 18 T€ für Steuerberatungsleistungen.
Quakenbrück, den 20. August 2024 PSE Engineering GmbH, Quakenbrück Markus Behrendt Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2024
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PSE Engineering GmbH, Quakenbrück Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PSE Engineering GmbH, Quakenbrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PSE Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 23. August 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andre Knufmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcel Schmöcker, Wirtschaftsprüfer" Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 2. September 2024 festgestellt. |
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