Steuler Korrosionsschutz Holding GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tanja Demko seit 26.1.2021 | Prokura |
Kristoffer Bodo Weinandy seit 26.1.2021 | Prokura |
Cihangir Yükseldi seit 20.8.2020 | Prokura |
Andreas Ottmar Grimm seit 1.8.2019 | Prokura |
Christian Dutschke seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Ulf Frohneberg seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Arne Pochert seit 14.4.2014 | Geschäftsführer |
Jörg Borkowsky seit 9.11.2012 | Prokura |
Gabriele Martel Melitta Lietzbach seit 13.1.2010 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Steuer Korrosionsschutz Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steuler Holding GmbHHöhr-GrenzhausenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bericht des Aufsichtsrates im Jahr 2022Im Berichtsjahr 2022 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs-, Prüfungs-, Berichts- und Kontrollaufgaben kontinuierlich und qualifiziert wahr. An den fünf ordentlichen Sitzungen nahmen die Mitglieder des Aufsichtsrates sowie des Gesellschafterausschusses vollzählig teil; die Geschäftsführung war ausnahmslos vertreten. Auch außerhalb der Sitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates persönlich, telefonisch sowie schriftlich im Dialog und Gedankenaustausch mit der Geschäftsführung und den Wirtschaftsprüfern. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen von maßgeblicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Alle relevanten Punkte der Unternehmensstrategie, der Planung, der Risikolage sowie die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, Genehmigungen als auch geplante personelle Veränderungen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und Fragen umfassend beantwortet. Die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage wurde auf Grundlage des internen Berichtssystems eingehend behandelt. Die Geschäftsführung versandte im Vorfeld der Sitzungen Unterlagen an den Aufsichtsrat und erläuterte die Inhalte in den Sitzungen mündlich sowie durch Präsentationen. Schwerpunkte der Sitzungen waren sowohl die Entwicklung der verschiedenen Geschäftsfelder des Unternehmens mit Ausblick auf die Folgejahre als auch der aktuelle Geschäftsverlauf. Firmenakquisitionen, Gründungen neuer Tochterfirmen und Maßnahmen, die bezüglich der Verbesserung der Situation einzelner Sparten oder Geschäftsfelder eingeleitet werden sollen, waren ebenso Inhalt der Sitzungen. Der Aufsichtsrat genehmigte das Budget 2023. Die mittelfristige Planung, einschließlich der erwarteten Geschäftsentwicklung, sowie weitere wichtige Themen der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit hatten stets einen hohen Stellenwert. Das Geschäftsjahr 2022 war noch immer sehr durch die Coronakrise beeinflusst, wenngleich sich im letzten Quartal die Infektionszahlen deutlich reduzierten. Der Krieg in der Ukraine dauert bereits mehr als ein Jahr an. Neben den schrecklichen menschlichen Auswirkungen sind die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen in der Lieferkette als auch im Energiebereich eine große Herausforderung für alle Unternehmenseinheiten. Im Rahmen der Pool- und Gesellschaftsversammlung am 15. Juli 2022 fand die Neuwahl des Vorsitzenden des Stimmrechtspools und seines Stellvertreters statt. Stefan Voßkühler wurde erneut als Vorsitzender und Thomas Loew als sein Stellvertreter bestätigt. Die von der Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2022 gewählten Abschlussprüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Gräwe & Partner (Bremen) haben die Abschlüsse der Gesellschaft und des Konzerns geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss der GmbH und des Konzerns, die Lageberichte sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns in einer Schlussbesprechung mit den Wirtschaftsprüfern intensiv erörtert. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Geschäftsführung und Aufsichtsrat empfehlen der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festzustellen. Unser besonderer Dank richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Geschäftsführung für das enorme Engagement. Das gute Fundament der Familiengesellschaft war die Basis für einen außergewöhnlichen Zusammenhalt aller in dieser schwierigen Zeit. Den Gesellschaftern gilt unser Dank für die maßgebliche Unterstützung bei der Führung des Unternehmens.
Höhr-Grenzhausen, im Juni 2023 Jürgen Grimm, Vorsitzender des Aufsichtsrates Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Anlagenverzeichnis Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steuler Holding GmbH, Höhr-Grenzhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 15. Mai 2023 Gräwe
& Partner GmbH
Heuer, Wirtschaftsprüfer Sloot, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Kapitalflussrechnung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung gibt die folgende nach DRS 21 erstellte Kapitalflussrechnung Aufschluss:
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022Die nachfolgende Übersicht zur Entwicklung des Eigenkapitals im Konzern wurde entsprechend DRS 22 "Konzerneigenkapital" aufbereitet.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Hinweise Die Steuler Holding GmbH hat ihren Sitz in Höhr-Grenzhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter HRB 22412 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Durch Einbeziehung in diesen Konzernabschluss werden die folgenden Unternehmen unter Bezugnahme auf die §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB von der Veröffentlichung der Einzelabschlüsse absehen:
1. Konsolidierungskreis Neben der Steuler Holding GmbH wurden folgende Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Pureza Participações Eireli Ltda., São Paulo, Brasilien wurde zum 31. Dezember 2022 entkonsolidiert. Die Liquidierung dieser Gesellschaft wurde offiziell beantragt und wird voraussichtlich im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Wegen untergeordneter Bedeutung im Sinne des § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB wurden die folgenden Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Die endgültige Liquidation der **Steuler CZ, spol. s.r.o., Ostrava, Tschechien hat in 2022 stattgefunden, das anteilige Kapital wurde in 2023 an die STEULER-KCH International GmbH ausgezahlt. 2. Konsolidierungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren auf den 31. Dezember 2022. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden einheitlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens Steuler Holding GmbH entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches angewendet. Sofern in wenigen Einzelfällen davon abweichende Wertansätze aus Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen übernommen werden, ist dieses für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von 12 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird auf der Grundlage von Einzelanalysen ermittelt. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt jährlich. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus den Einzelabschlüssen in den Konzernabschluss übernommen werden, werden i. d. R. über eine Nutzungsdauer von 4 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Die als immaterielle Vermögenswerte aktivierten Kundenstämme werden aufgrund der in den vorliegenden Fällen sehr langjährigen Kundenbeziehungen und der überwiegenden Wahrscheinlichkeit der weiteren langfristigen Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Der Anlagenspiegel wird auf Basis der aus den Einzelabschlüssen übernommenen historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten und kumulierten Abschreibungen aufgestellt. In den Einzelabschlüssen vorgenommene Verrechnungen von Investitionszuschüssen mit dem Anlagevermögen werden neutralisiert. Der entsprechende Ausweis in der Bilanz erfolgt mittels eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse. Buchgewinne aus konzerninternen Veräußerungen von Sachanlagen werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die verbleibenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen nicht in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen. Im Berichtsjahr sind aus konzerninternen Lieferungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Fertigerzeugnissen Zwischengewinne entstanden, die gemäß § 304 HGB eliminiert werden. Soweit sich die Erzeugnisse zum Abschlussstichtag noch im Vorratsbestand der jeweiligen empfangenden Gesellschaft befinden, werden diese zu den Konzernherstellungskosten, d. h. abzüglich des Gewinnanteils sowie der Vertriebskosten und eines Verwaltungskostenanteils, bewertet. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten werden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen gemäß § 305 HGB verrechnet. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB insoweit vorgenommen, als sich der zu hohe oder zu niedrige Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Dabei kommt ein Steuersatz von 30,0 Prozent zur Anwendung. Die Veränderung wird ergebniswirksam erfasst. Die Anteile anderer Gesellschafter an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Bilanzgewinn/-verlust) als Anteile anderer Gesellschafter entsprechend § 307 HGB gesondert ausgewiesen. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse von einbezogenen Tochterunternehmen erfolgt für sämtliche Posten der Bilanz zum Devisenkassamittelkurs der jeweiligen Währung am Bilanzstichtag, während die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem jeweiligen Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wird (§ 308a HGB). 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf tausend Euro (T€) gerundet. Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Darstellungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr T€ 5.422 (Vj.: T€ 5.103) und sind erfolgswirksam erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese werden auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend der Intensität der Abnutzung degressiv bzw. linear vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert, wobei Wechselkursveränderungen berücksichtigt werden. Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Neben den Material- und Fertigungskosten werden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der auf die Fertigung entfallende Anteil am Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden u. a. Risikoabschläge aufgrund von Reichweitenanalysen vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Sofern Wechselforderungen darin enthalten sind, werden sie zum Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden entsprechend dem Niederstwertprinzip mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die in der Folgeperiode aufwandswirksam werden. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert. Das Stammkapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected Unit Credit Method" errechnet. Hiernach werden die in den einzelnen Jahren erdienten Teile der Versorgung als Bausteine angesehen, die insgesamt die Pensionsverpflichtung ergeben. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr ist ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Rechnungszinssatz von 1,78 % (Vj.: 1,90 %) bei der Bewertung zu Grunde gelegt. Rentenanpassungen sind mit 2,0 % p. a. (Vj.: 1,5 %) eingerechnet. Die für die Einzelabschlüsse der bilanzierenden Gesellschaften geltende Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Differenz der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins und dem 10-Jahres-Durchschnittszins beträgt T€ 1.255. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Jubiläumsverpflichtungen sind mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen relevanten Zinssatz von 1,43 % p. a. (Vj.: 1,36 % p. a.) abgezinst. Für die gehaltsabhängigen Jubiläumszusagen wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p. a. zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip zum Entstehungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die in den Folgeperioden ertragswirksam werden. Die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern beruht auf temporären Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Bilanzposten. Die sich ergebenden Steuerbe- und-entlastungen werden unverrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete konzerneinheitliche Steuersatz für Steuern vom Einkommen und Ertrag liegt bei 30,0 Prozent. 4. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 324 (Vj.: T€ 1.696) umfasst ausschließlich sonstige Rechnungsabgrenzungsposten. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den handels- und steuerrechtlichen Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen in den Einzelabschlüssen der inländischen Tochterunternehmen gemäß § 274 HGB. Darüber hinaus wurden in Einzelfällen aktive latente Steuern für in nächster Zukunft nutzbare steuerliche Verlustvorträge gebildet. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich eigene Geschäftsanteile mit einem Nennwert in Höhe von T€ 201 im Bestand der Muttergesellschaft. In Höhe des Nennbetrages dieser eigenen Anteile wurde der Bilanzausweis des gezeichneten Kapitals gekürzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennbetrag in Höhe von T€ 318 wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Steuerrückstellungen betreffen noch zu entrichtende Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen T€ 8.000 (Vj.: T€ 4.849), Prämienregelungen T€ 4.323 (Vj.: T€ 2.958), Urlaubsansprüche T€ 4.121 (Vj.: T€ 3.693), Gewährleistungsansprüche T€ 3.317 (Vj.: T€ 3.706), Emissionsrechte T€ 3.191 (Vj. T€ 0), Verpflichtungen aus Mitarbeiter-Zeitkonten T€ 2.805 (Vj.: T€ 2.576), Jubiläumsvergütungen T€ 963 (Vj.: T€ 936) sowie für weitere Verpflichtungen im Personalbereich T€ 1.269 (Vj.: T€ 2.823) gebildet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die längerfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte sowie durch Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen besichert. Die passiven latenten Steuern haben sich von T€ 7.001 auf T€ 6.720 vermindert. Sie resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden zwischen den Handels- und den Steuerbilanzen bezüglich der im Rahmen der Neubewertungsmethode im Zuge der Erstkonsolidierung der Steuler Holding GmbH im Jahr 2010 aufgedeckten Kundenstämme und der Grundstücke und Gebäude. Bei den Bewertungsunterschieden hinsichtlich der Grundstücke handelt es sich um quasi-permanente Differenzen, die im Wege der Ermittlung der latenten Steuern ebenfalls zu berücksichtigen sind. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Nach Regionen ergibt sich die folgende Verteilung der Umsatzerlöse:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 3.340 (Vj.: T€ 0) aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten sowie in Höhe von T€ 1.758 (Vj.: T€ 0), die aus der Anpassung der Handelsbilanz an die Feststellungen der steuerlichen Betriebsprüfung resultieren. Darüber hinaus werden periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 5.662 (Vj.: T€ 3.987) ausgewiesen, die im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen T€ 4.117 (Vj.: T€ 2.887), aus Kursgewinnen in Höhe von T€ 1.093 (Vj.: T€ 666), aus Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie aus Versicherungserstattungen in Höhe von T€ 393 (Vj.: T€ 224) resultieren. Im Materialaufwand werden außergewöhnliche Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung in Zusammenhang mit dem zukünftig verpflichtenden Erwerb von Emissionszertifikaten in Höhe von T€ 3.191 (Vj.: T€ 0) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich in T€ 43.849 (Vj.: T€ 36.334) Vertriebsaufwand, T€ 18.356 (Vj.: T€ 16.767) Betriebsaufwand, T€ 13.856 (Vj.: T€ 12.230) Verwaltungsaufwand und T€ 3.518 (Vj.: T€ 2.407) übriger Aufwand. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Reklamations- und Gewährleistungsaufwendungen in Höhe von T€ 1.606 (Vj.: T€ 1.125), aus Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 1.136 (Vj.: T€ 337) sowie aus Kursverlusten in Höhe von T€ 506 (Vj.:T€ 364). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen mit T€ -678 (Vj.: T€ -892) latente Steuern. 6. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 9.518 (Vj.: T€ 10.083) resultieren aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und neun Jahren. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten technischen Anlagen und Maschinen sowie die SAP-ERP-Software. Aus einem erbbaurechtlichen Vertrag mit der Stadt Bremerhaven über das Betriebsgrundstück der Steuler Fliesengruppe AG in Bremerhaven, der eine Laufzeit bis zum Jahr 2051 hat, ergeben sich weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Erbbauzinsen in Höhe von T€ 262 p. a. Unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 1,78 % (Vj.: 1,90 %) ergibt sich ein abgezinster Barwert der Verpflichtung in Höhe von etwa T€ 5.500. Aufgrund von Bürgschaften, die von Finanzpartnern übernommen wurden, besteht aufgrund des fehlenden Verzichts auf die Einrede der Vorausklage ein theoretisches Rückgriffsrecht in Höhe von T€ 26.699. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Der Konzern besitzt zum 31. Dezember 2022 14.836 Stück Emissionsberechtigungen mit einem zum Stichtag 31. Dezember 2022 vorsichtig geschätzten Zeitwert von T€ 328. Der Konzern nutzt im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit Derivate. Zum Bilanzstichtag bestehen zwei Zinsswaps über insgesamt nominal T€ 3.357 und zwei Floors über nominal T€ 3.357 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die zur Sicherung gegen Zinsänderungsrisiken aus Darlehen abgeschlossen wurden. Die Zeitwerte der Zinsderivate zum 31. Dezember 2022 wurden nach der Mark-to-Market-Bewertung ermittelt und betragen insgesamt T€ 71. Die Termingeschäfte wurden zu einer Bewertungseinheit mit bestehenden Darlehen nach § 254 HGB in Form von Micro-Hedges zusammengefasst. Die Effektivität wurde anhand der Critical Terms Match Methode ermittelt und eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Für seine Geschäftstätigkeit setzt der Konzern bei Bedarf und ausschließlich zu Sicherungszwecken auch Devisen- und Terminkontrakte ein, um die Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen abzusichern. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente in USD stellen sich wie folgt dar:
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter und der Geschäftsführung zeigt folgende Übersicht:
Dem Aufsichtsrat der Steuler Holding GmbH gehören an:
Der Geschäftsführung gehören an:
Auf die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird unter Bezugnahme auf § 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2022 wurden als Aufwand folgende Honorare des Abschlussprüfers erfasst: Abschlussprüfung T€ 188 sowie andere Bestätigungsleistungen T€ 10. Das Honorar von anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beläuft sich auf T€ 84.
Höhr-Grenzhausen, 12. April 2023 Die Geschäftsführung
* Liquidation im Jahr 2021 eingeleitet
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Geschäft und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Weltkonjunktur ist im Jahr 2022 laut der aktuellen Ausgabe des World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2023 um 2,8 Prozent gewachsen, nachdem sie im Vorjahr auch durch Aufholeffekte aus der coronabedingten Schrumpfung im Jahr 2020 deutlich um 6,2 Prozent expandierte. Gestützt durch nachlassende negative Effekte der Corona-Pandemie und sich normalisierende Lieferketten blieb die globale Konjunkturentwicklung bis in den Herbst hinein aufwärtsgerichtet. Im Jahresverlauf hat sich die Wachstumsdynamik jedoch merklich abgeschwächt, belastet durch hohe Energiepreise, große Unsicherheit und gegen Jahresende auch durch eine rasch gestraffte Geldpolitik. Dies ist insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften trotz fiskalischer Stützungsmaßahmen der Fall. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahr 2022 global um 8,7 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent). Der IWF geht wie viele andere Wirtschaftsexperten davon aus, dass der Höhepunkt der Inflation mittlerweile überschritten wurde. Im Euroraum schwächte sich der konjunkturelle Aufschwung im Jahresverlauf 2022 merklich ab. In der ersten Jahreshälfte fiel die Wachstumsrate, gestützt durch den privaten Konsum, noch überraschend positiv aus. Auch im dritten Quartal setzte sich die Expansion noch fort, wenngleich deutlich abgemildert. Dieser Trend hielt bis zum Jahresende an, sodass der IWF für das Gesamtjahr mit einer Wachstumsrate von 3,5 Prozent (Vorjahr 5,3 Prozent) rechnet. Die 2022er Inflationsrate taxiert die EU-Kommis- sion im Euroraum auf 8,5 Prozent (Vorjahr 2,6 Prozent). Die konjunkturellen Aussichten für Deutschland haben sich zum Jahresende 2022 etwas aufgehellt. Die Großhandelspreise, wenngleich noch immer auf einem hohen Niveau, sind in den vergangenen Monaten etwas gesunken und Preisbremsen sollen die Belastungen der privaten Haushalte und Unternehmen durch die hohen Energiekosten abfedern. Der IWF geht für das Jahr 2022 von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,8 Prozent (Vorjahr 2,6 Prozent) aus. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als in der letzten Prognose für das Jahr 2022 vom Oktober erwartet. Gleichwohl belasten die hohen Energiepreise die Kaufkraft der privaten Haushalte und dämpfen den privaten Konsum. Die Inflationsrate wird sich laut Statistischem Bundesamt voraussichtlich auf 7,9 Prozent (nach 3,1 Prozent im Vorjahr) belaufen. Während die Bauinvestitionen im ersten Quartal 2022 aufgrund des milden Winters noch um 3,4 Prozent zugelegt hatten, sanken sie in den drei folgenden Quartalen aufgrund der hohen Preise, Engpässen und verschlechterten Finanzierungsbedingungen um 3,4, 1,7 bzw. 4,9 Prozent. Vor dem Hintergrund der recht robusten Unternehmensgewinne dürfte die Abwärtsdynamik im Wirtschaftsbau geringer als im Wohnungsbau ausfallen. Hier macht sich angesichts des Anstiegs der langfristigen Wohnbauzinsen und des sinkenden Realeinkommens der privaten Haushalte der Abschwung am stärksten bemerkbar. Im Gegensatz zur Baukonjunktur zeigten die deutschen Außenhandelsaktivitäten eine hohe Dynamik, die allerdings nicht unwesentlich durch Preiseffekte getrieben war. Gegenüber dem Jahr 2021 stiegen die Exporte um 14,3 Prozent und die Importe sogar um 24,3 Prozent. Besonders erwähnenswert ist dabei der Einbruch der Exporte in die Russische Föderation um 43,7 Prozent. Gleichwohl stiegen die entsprechenden Importe preisbedingt um 6,5 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort Deutschland zeigte zum Jahresende mit knapp 46 Millionen einen Höchststand. Direktes wirtschaftliches Umfeld Die wesentlichen Kundenbranchen des Steuler-Konzerns entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 schwächer als die globale Konjunktur. Die Stahlindustrie konnte im Jahr 2022 die beeindruckende Wachstumsrate des Vorjahres nicht wiederholen. Der Trend kehrte sich leider um, sodass im Jahr 2022 ein Rückgang der globalen Rohstahlproduktion um 4,2 Prozent auf 1.879 Mio. Tonnen (Vorjahr plus 3,7 Prozent auf 1.960 Mio. Tonnen) entstand. China, mit erheblichem Abstand und einem Anteil von 54 Prozent das wichtigste Land für die Stahlindustrie, musste dabei einen Rückgang um 2,1 Prozent auf 1.013 Mio. Tonnen (Vorjahr plus 3,7 Prozent auf 1.035 Mio. Tonnen) hinnehmen. Unter den Top-10-Produzenten konnten nur Indien (plus 5,5 Prozent) und der Iran (plus 8,0 Prozent) wachsen. Die Rohstahlproduktion in Deutschland fiel um 8,4 Prozent auf 37 Mio. Jahrestonnen. Weiterhin leidet die Stahlindustrie seit Jahrzehnten unter erheblichen Überkapazitäten, die sich auf die Anlagenausrüster auswirken. Außerdem spüren die Stahlhersteller und damit auch deren Geschäftspartner einen zunehmenden Handlungsdruck, um mit grundlegenden technologischen Veränderungen den klimapolitischen Herausforderungen gerecht zu werden. Auch das globale Wachstum der Chemieindustrie (ohne Pharmaindustrie) blieb mit real 2,2 Prozent hinter der Expansion der Weltwirtschaft zurück und war deutlich schwächer als im Vorjahr (plus 6,1 Prozent). Während die Produktion in der Europäischen Union aufgrund der stark gestiegenen Gaspreise um 5,8 Prozent sank, nahm die Chemieproduktion in den USA um 2,3 Prozent zu. Auch in Asien war mit einem Plus von 4,2 Prozent eine erfreuliche Entwicklung zu erkennen, allerdings waren die Unterschiede in der Region sehr groß. In China, dem größten Chemiemarkt der Welt, wuchs die Produktion bei starken Schwankungen im Jahresverlauf um insgesamt 6,6 Prozent. In Indien nahm die Produktion ebenfalls deutlich (plus 4,6 Prozent) zu. In Japan, Südkorea und Taiwan mussten dagegen Produktionsrückgänge um 3,0 Prozent, 7,4 Prozent beziehungsweise 12,9 Prozent hingenommen werden. Für die deutsche Chemieindustrie nennt der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) einen Produktionsrückgang im Jahr 2022 von etwa zehn Prozent. Die Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe mit erheblichen Steigerungen und einer hohen Volatilität ist vor allem mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine verbunden. Sie hat merklichen Einfluss auf die Produktionsmengen, die Investitionsneigung sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, damit auch auf die Geschäftsaussichten unserer Konzerngesellschaften. Für das Jahr 2022 rechnen die Bauspitzenverbände mit einer Delle in der Baukonjunktur. In Summe wird ein Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe von 158 Mrd. Euro erwartet, was zwar nominal einem Wachstum von neun Prozent, inflationsbereinigt jedoch einem Umsatzrückgang in Höhe von 5,5 Prozent entspricht. Die Erholung der Lieferketten wurde abrupt durch den Ukraine-Krieg und die daraufhin erfolgten Sanktionen gegen Russland unterbrochen. Die exorbitanten Preissteigerungen für Energiekosten spiegeln sich in 2022 in einer Ausweitung der Baukosten um rund 15 Prozent wider. Auf den Wohnungsbau entfällt im Jahr 2022 ein Umsatz von knapp 61 Mrd. Euro (nominal 9,6 Prozent und real minus 4,5 Prozent gegenüber Vorjahr). Der jahrelange Zuwachs der Wohnraumkapazitäten droht abzureißen. Von April bis September 2022 brachen die Auftragseingänge in einer Bandbreite von minus 17 bis minus 26 Prozent ein, worin Stornierungen noch nicht enthalten sind. Insgesamt rechnen die Bauspitzenverbände daher für das Jahr 2022 nur noch mit knapp 350.000 genehmigten Wohneinheiten nach 380.000 im Vorjahr. Bei den Baufertigstellungen sind 280.000 Einheiten (293.393 im Vorjahr) zu erwarten. Die Nachfrageentwicklung auf dem deutschen Fliesenmarkt glich im Jahr 2022 einer Achterbahnfahrt. Die für den 1. Januar 2022 angekündigten Preiserhöhungen führten im Dezember 2021 zu Vorzieheffekten in nennenswerten Umfang seitens der Handelskunden und zu einem ungewöhnlich absatzstarken Dezember. In der Folge war der Jahresstart 2022 wie erwartet absatzschwach. Bereits im Februar normalisierte sich die Nachfragesituation, um dann im März deutlich anzusteigen. In Summe hatte sich der Fliesenabsatz der deutschen Hersteller im Inland gegenüber dem Vorjahreszeitraum im ersten und zweiten Quartal 2022 deutlich ausgeweitet. Der Ukraine-Krieg stützte diese Nachfrageentwicklung insofern, als dass die Handelskunden aus Angst vor Versorgungsengpässen ihre Läger füllten. Aus Halbjahressicht wurde ein um 5,5 Prozent erhöhter Inlandsabsatz erwirtschaftet. In den Sommermonaten schwächte sich die Nachfrage aufgrund des alljährlichen "Sommerlochs" ab. Gleichzeitig erwarteten die inländischen Handelskunden eine sich normalisierende Versorgungssituation und bauten dementsprechend ihre hohen Lagerbestände wieder ab. Dies zusammen mit den traditionell absatzschwachen Sommermonaten führte zu einem um rund sechs Prozent verringerten Jahresverbrauch im Inland. Auch auf den ausländischen Absatzmärkten dominierte der Ukraine-Krieg das Nachfrageverhalten der Fliesenkunden. So belebte sich der Exportabsatz im ersten Quartal mit plus 16 Prozent sichtlich, maßgeblich getrieben durch einen starken Märzabsatz (plus 34 Prozent). In der zweiten Jahreshälfte konnte diese positive Absatzentwicklung aber nicht aufrechterhalten werden. Im Gesamtjahr sanken die Exportabsätze um annähernd sieben Prozent. Gut laufende Exportmärkte stellten die Schweiz, die Niederlande und auch Polen dar, während sich der Absatz in Österreich das ganze Jahr über schwierig gestaltete. Manche süd- und osteuropäischen Wettbewerber waren angesichts des Materialmangels - so kommen etwa 80 Prozent der in Europa benötigten Tone aus den umkämpften Gebieten in der Ukraine und stehen auf absehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung - und der hohen Rohstoff- und Gaspreise dazu gezwungen, ihre Produktion einzuschränken. Alternativen waren in der benötigten Qualität und Mengen auf die Schnelle kaum und sind auch mittelfristig nur schwer zu beschaffen. Entsprechender Ersatz durch Zukauf aus der Türkei und dem entfernteren Ausland konnte sich nicht nur wegen der hohen Transportkosten, sondern auch mit Blick auf entsprechende Qualitäten nur unter hohem Entwicklungsaufwand realisieren lassen. Vor allem in Polen fehlen nach wie vor ukrainische Tone für die Produktion. Unternehmensstrategie Die Steuler Holding GmbH hält mittelbare und unmittelbare Beteiligungen an Gesellschaften im industriellen Korrosionsschutz, Anlagenbau und der Fliesenproduktion. Über die Tochtergesellschaften wird eine weltweit führende Position für technologisch anspruchsvolle Lösungen im schweren Korrosionsschutz angestrebt. Der Anlagenbau ist ebenfalls mit einem internationalen Fokus aufgestellt, um in Marktnischen innovative Technologien in den Bereichen Oberflächentechnik und Umweltschutz anzubieten, während das Fliesengeschäft stark auf den deutschen Heimatmarkt fokussiert ist. Für die genannten Geschäftsfelder werden gruppenintern Servicefunktionen erbracht und unter Nutzung von Synergien zu einem wettbewerbsfähigen Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Für den Steuler-Konzern wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzplus von 14,8 Prozent auf 491 Mio. Euro verbucht. Erhebliche Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten an die Kunden weitergegeben werden. Die bereits in den Vorjahren entstandenen Lieferkettenprobleme verschärften sich durch die russische Invasion in der Ukraine und deren wirtschaftliche Folgen beträchtlich. Produktions- und Lieferfähigkeit waren entscheidende Wettbewerbsfaktoren, mit denen wir überzeugen konnten. Die höheren Bezugspreise führten aber auch zu einer Verteuerung der Bestände, die sich unter anderem im hohen Wert von 13,5 Mio. Euro für Bestandsveränderungen für unfertige Leistungen bzw. Fertigwaren widerspiegelte. Konsequenterweise stieg die Gesamtleistung um 16,8 Prozent auf 505 Mio. Euro. Die Rohmarge fiel im Berichtsjahr von 57,5 Prozent auf 56,1 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren die hohen Energiekosten, die sich mit rund 32 Mio. Euro mehr als verdoppelt haben und damit die Rohmarge um etwa 3,4 Prozentpunkte verschlechtert haben. Die Materialeinsatzquote erhöhte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 43,9 Prozent. Der Personalaufwand stieg um 9,8 Prozent von 152 Mio. Euro auf 167 Mio. Euro. Die Personaleinsatzquote verminderte sich wegen dieser unterproportionalen Veränderung im Vorjahresvergleich von 35,2 Prozent auf 33,1 Prozent der Gesamtleistung. Im Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 68 Mio. Euro auf 80 Mio. Euro (plus 17,5 Prozent) wirkten höhere Transport- und Logistikkosten, die nicht nur energiepreisbedingt, sondern auch durch erhebliche Engpässe getrieben wurden. Zusätzlich hat die Reisetätigkeit, die pandemiebedingt deutlich eingeschränkt war, wieder zugenommen. Die Abschreibungen fielen um 4,8 Prozent von 15 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro. Hier wirkte sich eine mit Blick auf die unsicheren Rahmenbedingungen relativ defensive Investitionspolitik der letzten Jahre aus. Damit konnte auch der Zinsaufwand reduziert werden (2,9 Mio. Euro im Vergleich zu 3,8 Mio. Euro im Vorjahr). Entscheidend für die geringere Ergebnisbelastung waren gesunkene Zinsbelastungen aus den Pensionszusagen. Die Veränderung der sonstigen Steuern (minus 0,1 Mio. Euro), Zinserträge (plus 0,1 Mio. Euro) und Beteiligungserträge (minus 0,1 Mio. Euro) hatten keine wesentliche Wirkung auf das Ertragsbild. Im Saldo der beschriebenen Effekte erhöhte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um beachtliche 16,3 Mio. Euro auf 31,7 Mio. Euro. Die Ertragsteuerbelastung in Höhe von 8,7 Mio. Euro (6,1 Mio. Euro im Vorjahr) entsprach einer Ertragsteuerquote von 27,5 Prozent (Vorjahr 39,8 Prozent). Der Steuler- Konzern konnte einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von 23,0 Mio. Euro (Vorjahr 9,2 Mio. Euro) ausweisen. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern stieg von 3,6 Prozent im Vorjahr auf 6,4 Prozent und nach Ertragsteuern von 2,2 Prozent im Vorjahr auf 4,7 Prozent. Die Eigenkapitalrendite betrug 15,1 Prozent im Vergleich zu 7,0 Prozent im Vorjahr. Vermögenslage Die Konzernbilanz der Steuler Holding GmbH ist bei einer im Vorjahresvergleich deutlich höheren Bilanzsumme von 344 Mio. Euro (305 Mio. Euro im Vorjahr) einerseits von der kapitalintensiven Fliesenproduktion und andererseits vom Projektgeschäft in Korrosionsschutz und Anlagenbau geprägt. Besonders deutliche Veränderungen haben erneut in Wert und Struktur des Umlaufvermögens stattgefunden, das von 199 Mio. Euro im Vorjahr um 19,6 Prozent auf 238 Mio. Euro im Wert gestiegen ist. Die Vorjahresdifferenz von 39 Mio. Euro wurde vom Hochlauf des Vorratsvermögens um 22,5 Prozent auf 123 Mio. Euro und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 21,6 Prozent auf 89 Mio. Euro geprägt. Die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (34 Mio. Euro im Vergleich zu 26 Mio. Euro im Vorjahr) konnten diesen kurzfristigen Kapitalbedarf nur zu einem kleinen Teil kompensieren. Das Working Capital stieg um 25 Mio. Euro bzw. 18,7 Prozent auf 160 Mio. Euro. Die Working-Capital-Quote auf den Umsatz betrug damit per Ende 2022 32,5 Prozent (Vorjahr 31,4 Prozent). Der Wert des Anlagevermögens blieb bei Investitionen in Höhe von knapp 13 Mio. Euro, Abgängen von netto etwa einer Million Euro, der von einer steuerlichen Betriebsprüfung ausgelösten Zuschreibung von etwa zwei Millionen Euro und Abschreibungen in Höhe von 14 Mio. Euro mit 100 Mio. Euro, praktisch wertstabil. Die Deckungsquote der langfristig gebundenen Vermögenswerte durch ebenso langfristig verfügbares Kapital (Eigenkapital, Pensionsrückstellungen und Bankdarlehen) lag zum Jahresende bei 196,4 Prozent (Vorjahr 178,2 Prozent). Die Passivseite der Konzernbilanz ist weiterhin von Verbindlichkeiten mit einer Gesamtsumme von 123 Mio. Euro (Vorjahr 114 Mio. Euro) und vom Eigenkapital bestimmt, das sich per Ende 2022 auf 153 Mio. Euro bzw. 44,4 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 133 Mio. Euro bzw. 43,5 Prozent) belief. Erneut konnten die Netto-Bankverbindlichkeiten reduziert werden (minus vier Millionen Euro auf jetzt 39 Mio. Euro). Die Rückstellungen stiegen um 18,6 Prozent auf 61 Mio. Euro. Wesentliche Unterpositionen sind weiterhin die Pensionsrückstellungen mit 25 Mio. Euro (plus 8,8 Prozent) und Steuerrückstellungen mit fünf Millionen Euro (plus 11,6 Prozent). Entscheidend für den Anstieg waren im Berichtsjahr aber auch die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bereits abgerechneter Aufträge, die sich um rund drei Millionen Euro auf acht Millionen Euro erhöhten. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 21,0 Mio. Euro (Vorjahr 10,6 Millionen Euro). Entscheidend zu diesem Cashüberschuss trug das deutlich bessere Jahresergebnis bei, während die kurzfristige Kapitalbindung zusätzliche Finanzierungsbedarfe mit sich brachte. Investitionen wurden in der Regel über fristenkongruente Bankdarlehen finanziert und mit geeigneten Derivaten gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Das Steuler-Finanzmanagement orientiert sich somit weiterhin an konservativen Grundsätzen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Langfristdarlehen vertragsgemäß bedient, während sich die Inanspruchnahme der Avallinien nahe am Zielwert von zwei Dritteln bewegte. Die Kontokorrentlinien wurden zum Jahresbeginn nicht im üblichen Maße genutzt. Im Jahresverlauf nahm die Inanspruchnahme mit dem höheren Geschäftsvolumen zu. Die Verfügbarkeit dieser Linien erlaubt eine schnelle Handlungsfähigkeit bei langfristigen Großprojekten mit entsprechenden Finanzierungs- und Absicherungserfordernissen. Aus dem Saldo von Zinserträgen und Zinsaufwendungen entstand im Berichtsjahr eine Ergebnisbelastung von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,7 Mio. Euro). Der Rückgang spiegelt die Abnahme der langfristigen Bankverbindlichkeiten wider, wurde aber - wie bereits erwähnt - im Wesentlichen von geringeren Zinsbelastungen aus Pensionszusagen (0,9 Mio. Euro im Vergleich zu 1,7 Mio. Euro im Vorjahr) beeinflusst. Generell unterliegen diese Werte aufgrund der langfristigen Ausrichtung unserer Finanzpolitik im Mehrjahresvergleich nur geringen Schwankungen und spiegeln somit die aktuellen Verhältnisse an den Finanzmärkten nur teilweise wider. Der Konzern befindet sich in geordneten finanziellen Verhältnissen, was auch die gute Bewertung in den Ratingverfahren unserer Finanzpartner begründet. Wir sehen uns mit unserem Finanzpartnerportfolio in einer Mischung von internationaler Leistungsfähigkeit und regionaler Kompetenz gut aufgestellt. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Den Geschäftsverlauf der Steuler Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2022 bewerten wir als besonders erfolgreich. In einem anspruchsvollen Umfeld konnte das Konzernjahresergebnis erheblich verbessert und auf ein im Mehrjahresvergleich herausragendes Niveau gebracht werden. Prognose-Ist-Vergleich Für das Jahr 2022 war ein Umsatzwachstum um etwa sieben Prozent bei einer Umsatzrendite von etwa drei Prozent angestrebt. Wegen der erheblichen Kostensteigerungen waren wir im Jahresverlauf gezwungen, mit höheren Preisen auf unsere Kunden zuzugehen. Damit wurde die Umsatzprognose deutlich übertroffen. Gleichzeitig haben strukturelle Verbesserungen in allen Unternehmenssparten Früchte getragen, womit das Umsatz- und Renditeziel ebenfalls überboten wurde. Im von extremen Unsicherheiten geprägten Umfeld stellt sich der Konzern unverändert dem Anspruch einer hohen Prognosequalität. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt einschließlich der Geschäftsführung 2.792 Mitarbeiter (Vorjahr 2.715). Parallel mit der zunehmenden Personalstärke stieg der Personalaufwand von 152 Mio. Euro auf 167 Mio. Euro (plus 9,8 Prozent bzw. 15 Mio. Euro). Hier spiegelt sich eine Tariferhöhung genauso wider wie die Zunahme von Personal vor allem in Ländern mit überdurchschnittlichen Personalkosten. Personalseitig verfolgen wir die Strategie, wichtige Know-how-Träger dauerhaft an unseren Konzern zu binden. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einer um etwa fünf Prozent höheren Mitarbeiterzahl aus. Forschung und Entwicklung Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen mit 5,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 5,1 Mio. Euro um sechs Prozent. Insbesondere in einem schwierigen Geschäftsumfeld kommt der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen besondere Bedeutung zu. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit und generiert neue Geschäftschancen in allen Sparten des Konzerns. Im Fliesensegment konzentrieren wir uns auf die Entwicklung und Markteinführung von margenstärkeren Produkten. Designerische Innovationen sowie technische Produkteigenschaften stehen hierbei im Fokus. Im Anlagenbau und Korrosionsschutz liegt unser Hauptaugenmerk auf Produktweiterentwicklungen und der Erschließung von weiteren Anwendungsfeldern. Im neuen Geschäftsjahr werden sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wiederum auf einem nennenswerten Niveau bewegen. Risikobericht Allgemeiner Risikobericht Die Chancen und Risiken aus dem Geschäftsbetrieb werden mit einem Risikomanagementsystem beobachtet und gesteuert. Im Rahmen der ISO 9001:2015 wurde die Zertifizierung des Risikomanagementsystems im Berichtsjahr erfolgreich überprüft. Ein turnusmäßiges Wiederholungsaudit läuft aktuell. Das Risikomanagement unterliegt einer ständigen Überprüfung und Verbesserung durch die Geschäftsführung sowie durch interne und externe Auditoren. Spezieller Risikobericht Neben dem zweifelsohne prägenden Einfluss der russischen Invasion in der Ukraine und den Folgen der Corona-Pandemie sind die in vielen bedeutenden Volkswirtschaften vorzufindende hohe Schuldenlast verbunden mit Instabilitäten auf der politischen Seite als wesentliche Risiken der Geschäftsentwicklung zu nennen. Unsere Strategie, Auslastungsschwankungen insbesondere im Ausland größtenteils über Subunternehmer abzufangen, hilft uns, potenzielle Risiken aus unerwarteten konjunkturellen Ausschlägen zu begrenzen. Unternehmensinterne Maßnahmen mit dem Fokus auf ein stringentes Kostenmanagement sollen die erforderliche Flexibilität gewährleisten, um auf sich abzeichnende negative wirtschaftliche Entwicklungen zeitnah und entschlossen reagieren zu können. Eine besondere Bedeutung für den aktuellen und zukünftigen Geschäftserfolg hat die Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Leistungsträgern an unsere Unternehmen. Wir verfolgen diverse Maßnahmen, um frühzeitig demographische Risiken abzufangen und die Attraktivität des Steuler-Konzerns als Arbeitgeber zu erhöhen. Die Finanzierung erfolgt fristenkongruent. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur frühzeitigen Vermeidung dieser Risiken wird ein intensives Forderungsmanagement mit Bonitätsprüfungen, Kreditlimits und Mahnwesen sowie Warenkreditversicherungen für die meisten Konzerngesellschaften betrieben. Mit Hilfe des bestehenden und ständig weiterentwickelten Risikomanagementsystems überwachen wir bewusst bestehende Risiken (beispielsweise Markt- oder Zinsrisiken), ohne parallel die Suche nach weiteren Geschäftschancen zu vernachlässigen. Derivative Finanzinstrumente werden zu Absicherungszwecken, insbesondere bei Umsätzen bzw. Forderungen in Fremdwährung, eingesetzt. Auch Zinsrisiken werden auf diesem Wege begrenzt. Wir verfolgen insgesamt eine konservativ vorsichtige Risikostrategie. Der Abschluss von Derivatgeschäften unterliegt strengen organisatorischen Regelungen, ist konsequent dokumentiert und entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Das gruppenweite Risikomanagement wird durch entsprechende Prozesse und Strukturen im Rechnungslegungssystem aktiv und wirksam unterstützt. Neben den Auswirkungen der Corona- und der Ukrainekrise sind derzeit keine weiteren außergewöhnlichen Risiken, die die Ertragskraft nachhaltig beeinflussen könnten, erkennbar. Für bestehende geschäftliche Risiken besteht im angemessenen Umfang ein entsprechender Versicherungsschutz. Die tragenden Säulen des Geschäfts stehen unter ständiger Beobachtung der Konzernleitung. Generell ermöglicht das Risikomanagement der Steuler Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, Geschäftsrisiken frühzeitig zu identifizieren und zu steuern. Die aufgezeigten Handlungsfelder und Lösungsansätze bestätigen die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und erlauben es uns, Chancen wahrzunehmen. Prognosebericht Der IWF prognostiziert für das Jahr 2023 einen Anstieg der Weltproduktion um 2,8 Prozent gefolgt von 3,0 Prozent im Jahr 2024; damit deutlich weniger, als vor dem Ukraine-Krieg erwartet. Die Wachstumsraten beruhen maßgeblich auf der Entwicklung der großen asiatischen Schwellenländer, auf die im Jahr 2023 fast drei Viertel des globalen Anstiegs der Wirtschaftsleistung entfallen. Derweil verlangsamt sich die konjunkturelle Dynamik in den USA und Europa stark. Das Wachstum wird gedämpft durch eine anhaltende Inflation, die hohen Energiepreise, die nur schwache Ausweitung der realen Haushaltseinkommen und angespanntere finanzielle Bedingungen. Die wegen der Inflationsdämpfung benötigten höheren Zinsen steigern die finanziellen Herausforderungen sowohl für private Haushalte als auch die Unternehmen. Der IWF taxiert ein Abschwächen der globalen Inflation auf 7,0 Prozent im Jahr 2023, gestützt durch nachlassenden Nachfrage- und Energiepreisdruck sowie die sich weiter normalisierenden Transportkosten und Lieferzeiten. Erhebliche Abwärtsrisiken bestehen in weiter steigenden Energiepreisen und Unterbrechungen der Energieversorgung. Auch neue Wellen der Corona-Pandemie könnten Engpässe in der Versorgungskette verschärfen oder den privaten Konsum dämpfen. Die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, hohe Energiepreise, und steigende Lebenshaltungskosten dämpfen den Ausblick auf die europäische Konjunktur. Im Euroraum ist laut IWF für das Jahr 2023 nur noch mit einem schwachen Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent zu rechnen. Die hohe Inflation schmälert das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte weiter, weshalb das erste Quartal 2023 noch von einer rückläufigen Wirtschaftstätigkeit geprägt sein dürfte. Für das Frühjahr 2023 soll dann mit nachlassendem Inflationsdruck eine neue Wachstumsdynamik in Europa entstehen, jedoch weiter gedämpft durch die anhaltend gebremste Nachfrage. Mit einem solchen Muster geht der IWF für Deutschland von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent im Jahr 2023 gefolgt von einem Anstieg um 1,1 Prozent im Jahr 2024 aus. Wesentliche Steuler-Kundenbranchen erwarten für das laufende Geschäftsjahr eine gedämpfte Geschäftsentwicklung. Die Wachstumsraten der Chemie- und Stahlindustrie liegen somit unter der genannten durchschnittlichen Wachstumserwartung für die globale Wirtschaft von 2,9 Prozent. Die Nachfrage im Stahlbereich soll um ein Prozent wachsen, vor allem von Nordamerika getrieben. Für Chemieprodukte (ohne Pharmazeutika) wird ein um etwa zwei Prozent höherer Produktionswert erwartet. Für die deutsche Chemieindustrie rechnet der VCI mit einem Produktionsminus von rund acht Prozent. Treiber der globalen Chemiekonjunktur dürfte China werden, für das ein Plus im Produktionswert von 5,9 Prozent prognostiziert wird. Die Baukonjunktur verliert bei den sich verschlechternden Rahmenbedingungen an Schwung. Die Nachfrage nach Bauleistungen leidet unter dem Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenserhaltungskosten. Trotz nachlassender Preisdynamik bleibt der Druck auf die Baupreise hoch. Die Bauspitzenverbände gehen davon aus, dass die Preise für Bauleistungen in 2023 um 5,5 Prozent zulegen werden. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe dürfte sich auf knapp 155 Mrd. Euro belaufen; das wäre nominal ein Rückgang um zwei Prozent und real ein Verlust von sieben Prozent. Für die deutsche Fliesenindustrie ist für das Jahr 2023 mit einem um sechs Prozent deutlich verringerten Inlandsabsatz zu rechnen. Im ersten Halbjahr 2023 dürfte der Handel zunächst seine Läger weiter abbauen. Nachfrageseitig ist die Unsicherheit groß. Hier sind viele unbekannte Variablen vorhanden. Während die deutschen Hersteller unter vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen konkurrieren, wird die energieintensive Industrie in Italien, aber auch in Polen, Spanien und Portugal deutlich effizienter unterstützt. Die heterogenen Energiekosten, sei es durch günstigere Einkaufspreise oder aufgrund staatlicher Unterstützung, bringen für die deutschen Hersteller Wettbewerbsnachteile mit sich. So begrüßenswert die abgesagte Gasumlage, welche weitere Wettbewerbsverzerrungen zur Folge gehabt hätte, das Energiekostendämpfungsprogramm und weitere Pläne zur Kostenentlastung im Energiebereich der Bundesregierung (Gaspreisdeckel) auch sind, fängt das Programm nur zu einem sehr kleinen Teil die hohen Mehrkosten auf und reicht bei weitem nicht an die teilweise sehr großzügigen Unterstützungsmaßnahmen heran, die unteranderem die Fliesenindustrie in anderen Ländern erhält. Ein großes Problem stellt zudem die hohe Komplexität der Regelungen dar. Die konkrete Ausgestaltung der Gas- und Strompreisbremse und somit deren Ergebniswirkungen sind immer noch nicht abschließend klar, was es unmöglich macht, etwaige Effekte sinnvoll in den Preisen weiterzugeben. Die Planung für das Jahr 2023 sieht den Steuler-Konzern auf einem Wachstumspfad mit einem Umsatzwachstum um etwa neun Prozent. Mit der erwarteten Wirkung der diversen laufenden Verbesserungsmaßnahmen und über die Ergebnisbeiträge aus dem höheren Geschäftsvolumen wird eine Umsatzrendite von etwa drei Prozent geplant. Bei einer Geschäftsexpansion um jährlich etwa fünf Prozent könnte diese Rendite um jährlich ein bis zwei Prozentpunkte steigen. Unsere soliden Kapital- und Finanzierungsstrukturen sichern die laufende Bedienung der Zahlungsverpflichtungen genauso wie die Finanzierung des beschriebenen Wachstumspfades. Generell muss weiterhin konstatiert werden, dass auch das Jahr 2023 im besonderen Maße von hohen konjunkturellen Unsicherheiten geprägt sein wird. Zwar haben sich makroökonomische Risiken infolge der Corona-Pandemie abgeschwächt, gleichzeitig bringen der russische Krieg in der Ukraine und die Verschärfung der politischen Auseinandersetzungen neue Unwägbarkeiten, was die Abschätzung von Folgen für den Geschäftsverlauf der Steuler-Firmengruppe erschwert. Deshalb sind alle zukunftsgerichteten Aussagen unter diesem Vorbehalt zu sehen.
Höhr-Grenzhausen, 12. April 2023 Die Geschäftsführung |
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