United Salon Technologies GmbH
Ketzberger Straße 34, 42653 Solingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Mirtic seit 18.6.2021 | Geschäftsführer |
Holger Joachim Schmidt seit 27.5.2021 | Geschäftsführer |
Christian Schmidt seit 14.10.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
United Salon Technologies GmbHSolingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Die United Salon Technologies GmbH ist im Handelsregister unter HR B 14817 beim Amtsgericht Wuppertal. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Rasierklingen, Schneidwaren aller Art, Friseurbedarfsartikeln und ähnlichen Erzeugnissen sowie die Vornahme aller Handlungen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar diesen oder diesen fördern. Sie unterhält an ihrem Firmensitz in Solingen die Produktion und eine steuerliche Betriebsstätte in Paris, Frankreich. Das Unternehmen besteht seit 1928 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 69 Angestellte und 91 gewerbliche Arbeitnehmer, sowie ein Auszubildender beschäftigt. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen I. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland und weltweit im Jahr 2023 Im Jahr 2023 stagnierte die deutsche Wirtschaft und zeigte leichte Rückgänge. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr, was die anhaltenden globalen Krisen und Unsicherheiten widerspiegelt (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html). Die hohe Inflationsrate, die sich im Jahresdurchschnitt auf 5,9 % belief, führte zu einer erheblichen Reduzierung der Kaufkraft privater Haushalte. Dies resultierte primär aus den gestiegenen Energiepreisen, die 2023 weiterhin auf hohem Niveau lagen. Auch die Preise für Nahrungsmittel und andere Alltagsgüter nahmen zu und belasteten die Ausgabenstruktur der Haushalte deutlich (vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html). Der Außenhandel ist traditionell eine Stütze der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2023 wurden Waren im Wert von 254,2 Milliarden Euro zwischen Deutschland und der Volksrepublik China gehandelt. Die USA waren mit einem Exportvolumen von 157,9 Milliarden Euro Deutschlands wichtigster Exportmarkt (vgl. https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/_inhalt.html).Laut dem ifo Institut hat sich die Stimmung unter den deutschen Ausfuhrunternehmen im April 2023 merklich verbessert, was auf eine robuste Konjunkturentwicklung in den USA und eine erfreuliche Entwicklung in China zurückzuführen ist. Dennoch zeigen Analysen des ifo Instituts, dass die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Importen aus China bei bestimmten Produkten kritisch ist, insbesondere im Bereich Elektronik (vgl. https://www.ifo.de/pressemitteilung/2023-04-25/ifo-exporterwartungen-im-aufschwung-april-2023). Der deutsche Arbeitsmarkt blieb stabil, trotz einer leichten Erhöhung der Arbeitslosenquote auf 5,7 %. Dies spiegelt jedoch die Unsicherheiten und Herausforderungen für viele Unternehmen wider. Insbesondere in energieintensiven Branchen wirkten sich die hohen Betriebskosten und die schwache Nachfrage auf die Beschäftigungszahlen aus (vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023). Die Bundesregierung hat in einer Pressekonferenz am 15.01.2025 die ersten, vorläufigen Jahresergebnisse für das Jahr 2024 vorgestellt. Das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2024 ist um 0,2 % gesunken. Ursprünglich war ein leichtes Wachstum von 0,3 % erwartet worden. Diese Anpassung spiegelt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider (vgl. https://www.swr.de/swraktuell/radio/wirtschaftsnews-spaet-iwf-prognostiziert-stagnation-100.html). Das ifo Institut prognostiziert für die Jahre 2025 und 2026 jedoch eine allmähliche Erholung mit Wachstumsraten von 0,8 % bzw. 1,3 % (vlg. https://www.ifo.de/fakten/2024-09-26/gemeinschaftsdiagnose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-und). Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat bereits das Potenzialwachstum für 2024 um 0,1 % Rückgang revidiert und für 2025 mit einem geringfügigen Wachstum um 0,4 % gerechnet. Diese Werte deuten auf eine verhaltene wirtschaftliche Dynamik hin. Zusammenfassend zeigen die aktuellen Entwicklungen für 2024 eine leichte Schrumpfung der deutschen Wirtschaft, gefolgt von moderaten Wachstumsraten in den folgenden Jahren. II. Entwicklung der Friseurbranche Im Jahr 2023 verzeichnete die Friseurbranche in Deutschland erneut steigende Preise. Damenhaarschnitte wurden im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 % teurer, Herrenhaarschnitte um 7,6 % und Kinderhaarschnitte um 7,3 %. Diese Preissteigerungen lagen über der allgemeinen Inflationsrate von 5,9 % und sind auf gestiegene Betriebskosten sowie den anhaltenden Fachkräftemangel zurückzuführen (vgl. https://www.handwerksblatt.de/betriebsfuehrung/friseurbranche-in-deutschland-kaempft-trotz-hoeherer-preise). Die Zahl der Auszubildenden im Friseurhandwerk sank 2023 um 4,7 % auf 13.509. Dennoch stieg der Anteil männlicher Auszubildender auf 32,8 %, was einen positiven Trend darstellt (vgl.https://www.tophair.de/fileadmin/user_upload/Branche/2024/2024-10/ZV_Branchenbericht_2023_24_final.pdf) Die Gesamtzahl der Friseurbetriebe in Deutschland ging weiter zurück. Zum 31. Dezember 2023 waren 80.476 Salons registriert, was die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche widerspiegelt (vlg.https://www.tophair.de/fileadmin/user_upload/Branche/2024/2024-10/ZV_Branchenbericht_2023_24_final.pdf). Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Friseurberuf bei jungen Frauen beliebt. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks fordert weiterhin eine Modernisierung des Berufsbildes sowie finanzielle Unterstützung in Form einer Ausbildungsprämie und einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen auf 7 % (vgl. https://www.handwerksblatt.de/betriebsfuehrung/steigende-friseurpreise-warum-der-haarschnitt-teurer-wird). Die genauen Umsatzzahlen für 2023 liegen noch nicht vor. Im Jahr 2022 erwirtschafteten die Friseursalons in Deutschland jedoch einen Umsatz von rund 7,1 Milliarden Euro, was eine Rückkehr zum Vor-Pandemie-Niveau darstellt (vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36426/umfrage/nettoumsatz-der-friseursalons-in-deutschland-seit-2002/). Weltweit sind vergleichbare Daten zur Friseurbranche begrenzt verfügbar. Es ist jedoch anzunehmen, dass ähnliche Trends auch in anderen Ländern zu beobachten sind. III. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die United Salon Technologies GmbH eine stabile, jedoch differenzierte Ertragslage, die sich je nach Marke und Region unterschiedlich entwickelte. Im Fokus stehen hierbei die beiden Hauptmarken Jaguar und Tondeo. Die Umsatzentwicklung in den verschiedenen Ländern und Regionen zeigt deutliche Unterschiede, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen für das Unternehmen widerspiegeln. Gesamtüberblick der Ertragslage Die Umsätze und Deckungsbeiträge entwickelten sich im Jahr 2023 insgesamt positiv, wobei Schwankungen in verschiedenen Regionen und bei beiden Marken zu beobachten waren. Die Ergebnisse zeigen, dass Jaguar einen soliden Beitrag zur Ertragslage leistete, während Tondeo in einzelnen Märkten weniger Wachstum generierte. In unserer Planung sind wir 25.400 TEUR Umsatz ausgegangen. Der Gesamtbruttoaußenumsatz belief sich auf 20.003 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr (20.890 TEUR) entspricht dies zwar einem Rückgang von 4,2%, insgesamt konnten wir diesen Effekt durch Effizienzsteigerung bei der Herstellung sowie durch konsequente Preispolitik kompensieren. Unser Planziel konnten wir Ergebnisse der Marke Jaguar Die Marke Jaguar konnte im Jahr 2023 insbesondere in Deutschland, Europa und Nordamerika ihre starke Marktposition behaupten und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Ertragslage der United Salon Technologies GmbH. In Deutschland, dem Kernmarkt des Unternehmens, erzielte Jaguar solide Umsätze und konnte ihre Marktanteile weiter festigen. Die hohe Nachfrage nach Jaguar-Produkten wurde durch eine starke Markenbekanntheit, hohe Qualitätsstandards und ein effizientes Vertriebsnetz gestützt. Der deutsche Markt profitierte zudem von einer stabilen Nachfrage in Friseursalons und durch Endkunden. Auch in den anderen europäischen Märkten, darunter Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien, zeigte Jaguar eine stabile Umsatzentwicklung. In diesen Ländern konnte die Marke ihre Position durch gezielte Marketingmaßnahmen und eine kontinuierliche Erweiterung des Vertriebskanalsystems sichern. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten in einigen europäischen Regionen blieb die Nachfrage nach professionellen Friseurwerkzeugen von Jaguar konstant. In Nordamerika, insbesondere in den USA und Kanada, konnte Jaguar ihre Präsenz weiter ausbauen. Die Marke profitierte von einer steigenden Nachfrage nach Premium-Haarschneidewerkzeugen in Friseursalons und bei anspruchsvollen Endkunden. Durch Kooperationen mit lokalen Vertriebspartnern und eine verstärkte Online-Präsenz gelang es Jaguar, ihre Markenbekanntheit in diesen wichtigen Märkten zu erhöhen. Die Umsätze in Nordamerika entwickelten sich mit ca. 24% positiv gegenüber dem Vorjahr, wobei auch die relativen Deckungsbeiträge stabil blieben. Zusammenfassend zeigt sich, dass Jaguar in Deutschland, Europa und Nordamerika von einer starken Markenposition, hoher Produktqualität und einem effizienten Vertriebssystem profitierte. Die kontinuierliche Nachfrage nach Jaguar-Produkten und die erfolgreiche Marktbearbeitung tragen maßgeblich zur positiven Ertragslage der United Salon Technologies GmbH bei. Ergebnisse der Marke Tondeo Die Marke Tondeo zeigte im Jahr 2023 eine gemischte Performance, mit unterschiedlichen Ergebnissen je nach Region. Trotz Herausforderungen in einigen Märkten bleibt Tondeo eine Marke mit Potenzial, insbesondere durch ihre hochwertigen Scheren und Friseurwerkzeuge für professionelle Anwender. In Deutschland, dem Heimatmarkt der Marke Tondeo, waren die Umsätze stabil. Die hohe Qualität und das handwerkliche Know-how der Tondeo-Produkte wurden von professionellen Friseuren weiterhin geschätzt. Durch gezielte Marketingkampagnen und Messeauftritte gelang es, die Markenbekanntheit zu erhalten. Dennoch kämpft Tondeo hier mit starkem Wettbewerb und einer anspruchsvollen Kundschaft, die kontinuierlich innovative Lösungen erwartet. In Europa zeigte Tondeo eine differenzierte Entwicklung. In Ländern wie Großbritannien und Spanien konnten moderate Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Hier profitiert Tondeo von einer loyalen Kundschaft und einem etablierten Vertriebsnetzwerk. In Frankreich hingegen blieb die Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen zurück, was vor allem auf wirtschaftliche Unsicherheiten und einen intensiven Wettbewerb zurückzuführen ist. In Nordamerika steht Tondeo vor Herausforderungen. In den USA und Kanada ist die Marke weniger bekannt als in Europa, was zu geringeren Umsätzen führte. Die Geschäftsführung hat erkannt, dass das hohe Marktpotenzial dieser Region nur durch eine lokale Präsenz auszuschöpfen ist. Als Konsequenz daraus wurde im Januar 2023 die Tondeo North America Inc, mit Sitz in New York gegründet. Zweck der Gesellschaft ist es, die Marke in den USA zu etablieren und den Vertrieb auszubauen. Dazu hat die Gesellschaft neben drei Mitarbeitern in Vertrieb und Marketing eine Handelsinfrastruktur etabliert, die einen vollständig autarken Betrieb gewährleistet. Die Gesellschaft konnte hierbei im Startjahr einen Umsatz von ca. 113 TUSD erzielen, was zwar hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, jedoch wesentliche Erkenntnisse für zukünftige Maßnahmen geliefert hat. Es wird davon ausgegangen, dass sich dieses Niveau in den kommenden Jahren deutlich steigern wird, sodass hier ab dem Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis zu rechnen ist. Betrachtung der Produktsegmente Die United Salon Technologies GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 eine differenzierte Ertragslage in Bezug auf die verschiedenen Warengruppen, die sich je nach Marke unterschiedlich entwickelte. Die Marke Jaguar behauptete ihre starke Marktposition vor allem durch das Segment Friseurscheren mit einem Jahresumsatz von 8.302 TEUR, was nach wie vor das umsatzstärkste Segment der Gesellschaft darstellt. Trotz eines Umsatzrückgangs von 9,7% im Vergleich zum Vorjahr konnte der Deckungsbeitrag gesteigert werden. Diese positive Entwicklung wurde durch konsequente Preispolitik optimierte Produktionskosten und eine kontinuierliche Nachfrage in den Kernmärkten erzielt. Im Bereich der Messer und Klingen verzeichnete Jaguar einen Umsatz von 910 TEUR, was einem leichten Rückgang von 6,5% entspricht. Dennoch blieb die Profitabilität hoch, mit einem Deckungsbeitrag. Jaguar profitiert in dieser Kategorie von der hohen Qualität und Präzision seiner Schneidewerkzeuge, die bei professionellen Anwendern stark nachgefragt werden. Das Segment Elektroartikel und Zubehör erzielte einen Umsatz von 2.569 TEUR, mit einem leichten Rückgang von 3,8% gegenüber dem Vorjahr. Dennoch stieg der Deckungsbeitrag im Verhältnis zum Umsatz leicht an. Haartrockner, Haarschneidemaschinen und weiteres Friseurzubehör von Jaguar waren besonders in Europa gefragt. Innovationsfreude und eine hohe Produktqualität stärkten die Position der Marke in diesem Segment. In der Kategorie Sets konnte Jaguar einen Umsatz von 278 TEUR erwirtschaften. Dieser Umsatzrückgang von 42,7% wurde teilweise durch eine verbesserte Kostenstruktur ausgeglichen, wodurch die Deckungsbeitragsquote gesteigert wurde. Die Marke Tondeo zeigte im Jahr 2023 eine differenzierte Entwicklung in den einzelnen Produktkategorien. Im Segment der Scheren konnte Tondeo einen Jahresumsatz von 2.066 TEUR erzielen. Trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bleibt der Deckungsbeitrag stabil. Die starke Position in Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern basiert auf der hohen Qualität und Präzision der handgefertigten Scheren. In der Kategorie Messer und Klingen erreichte Tondeo einen Umsatz von 1.233 TEUR bei einem stabilen Deckungsbeitrag. Die stabile Deckungsbeitragsquote zeigt, dass die Produktions- und Kostenstrukturen in diesem Segment effizient gestaltet sind. Besonders die Nachfrage in Deutschland und Teilen Europas trug zu dieser positiven Entwicklung bei. Das Segment Elektrogeräte und Zubehör erzielte einen Umsatz von 1.843 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz stabil. In Nordamerika bietet dieser Bereich weiteres Potenzial, welches zukünftig durch die erwähnten Maßnahmen ausgeschöpft werden soll. In der Kategorie Sets erwirtschaftete Tondeo einen Umsatz von 98 TEUR. Die Nachfrage nach kombinierten Produktangeboten blieb hinter den Erwartungen zurück, konnte jedoch durch Kostensenkungen teilweise kompensiert werden. Ausblick Die United Salon Technologies GmbH blickt optimistisch in die Zukunft und setzt auf die Erschließung neuer Märkte sowie den Ausbau bestehender Vertriebskanäle. Insbesondere die Gründung der Tondeo North America Inc. bietet große Chancen für die Marke Tondeo, sich im nordamerikanischen Markt zu etablieren. Mit einer lokalen Präsenz und einem engagierten Vertriebsteam sollen die Markenbekanntheit gesteigert und neue Kunden gewonnen werden. Trotz eines verhaltenen Starts im ersten Jahr bietet der nordamerikanische Markt ein erhebliches Wachstumspotenzial, das voraussichtlich ab dem Jahr 2025 zu positiven Ergebnissen führen wird. Darüber hinaus plant das Unternehmen, die Online-Vertriebskanäle weiter auszubauen, um eine breitere Kundenschicht zu erreichen und die Marktpräsenz in bestehenden Regionen wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien zu festigen. Durch gezielte Marketingkampagnen, eine verstärkte Social-Media-Präsenz und Kooperationen mit lokalen Vertriebspartnern wird das Unternehmen seine Marktanteile erweitern und neue Wachstumsimpulse setzen. Parallel dazu werden kontinuierliche Produktinnovationen und Effizienzsteigerungen in der Produktion dafür sorgen, dass die Profitabilität weiter verbessert wird. Die Kombination aus hochwertiger Produktqualität, gezielter Markterschließung und einem effizienten Vertriebsnetz bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum in den kommenden Jahren. IV. Investitionen im Geschäftsjahr 2023 Nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt auf der Erneuerung der Produktionsanlagen lag, wurden im Geschäftsjahr 2023 gezielte Investitionen vorgenommen, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und die technologische Ausstattung zu modernisieren. Diese Investitionen umfassten vor allem Werkzeuge für die Scherenfertigung, Messeausstattung sowie die Neugestaltung der Markenwebsites und der IT-Infrastruktur. Besonders die Investitionen in Fertigungswerkzeuge trugen maßgeblich zur Optimierung der Produktionskosten bei. Ein weiterer zentraler Schwerpunkt war die Neugestaltung der Markenwebsites, die als Fundament für die fortschreitende Digitalisierung im Vertrieb dient. Die übrigen Investitionen konzentrierten sich im Wesentlichen auf den Erhalt des laufenden Geschäftsbetriebs. V. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 sahen die Gesellschafter der Gesellschaft einer herausfordernden Liquiditätssituation gegenüber. Dennoch konnten die Gesellschaft gänzlich auf Kontokorrentlinien verzichten. Zum Bilanzstichtag verfügten die Gesellschaft über freie Linien i. H. V von 1.134. TEUR. Zur weiteren Sicherung der Liquidität wurde das Produktions- und Verwaltungsgebäude an eine konzerneigene Investmentgesellschaft veräußert und wieder zurück gemietet, was der Gesellschaft einen zusätzlichen Spielraum von ca. 1,2 Mio. EUR ermöglicht. Der Geldeingang konnte jedoch erst nach Vollzug der Grundbuchübertragung im Januar 2024 verbucht werden. Diese zusätzliche Liquidität trägt wesentlich zum Fortbestand des Unternehmens bei. Durch gezielte Bestands- und Lieferoptimierung und effektivere Finanzplanung konnten die Gesellschaft das Trade Working Capital um ca. 2,7 Mio. EUR senken, was einer Senkung von etwa 10%-Punkten im Verhältnis zur Gesamtleistung bedeutet. Resultierend daraus konnte der negative Cashflow dadurch auf -852 TEUR begrenz werden. Trotz der herausfordernden Situation beläuft sich die Eigenkapitalquote auf ca. 37%. Sie liegt damit immer noch ungefähr 6% höher als der Durchschnitt des produzierenden Mittelstands im Jahr 2022 (vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/261429/umfrage/eigenkapitalquoten-im-deutschen-mittelstand-nach-branchen/). VI. Vermögenslage Im Bereich des Umlaufvermögens konnte eine wie erwähnt erfreuliche Entwicklung festgestellt werden. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an unfertigen und fertigen Erzeugnissen ist gesunken, was durch optimierte Überwachung erreicht wurde. Zudem haben den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgreich durch effiziente Forderungsverwaltung reduziert. Weitere Fondsanteile zur Deckung der betrieblichen Altersversorgung waren nicht notwendig. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. VII. Risikoberichterstattung Unser Unternehmen verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem, das kontinuierlich überprüft und verbessert wird. Die Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken erfolgen durch alle relevanten Abteilungen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung. Risiken werden regelmäßig erfasst bewertet. Das Risikomanagement wird durch das Controlling erstellt und die Geschäftsführung überwacht, um eine frühzeitige Risikoerkennung sicherzustellen. Im Bereich der finanziellen Risiken bestehen vor allem Liquiditätsrisiken, die durch verzögerte Zahlungseingänge von Kunden entstehen können und zu kurzfristigen Engpässen in der Liquidität führen. Um dem entgegenzuwirken, haben wir ein straffes Forderungsmanagement implementiert, das regelmäßige Mahnläufe und Bonitätsprüfungen umfasst. Als weitere Maßnahme haben wir Factoring im Geschäftskundenumfeld etabliert, um Forderungen zu minimieren. Ein weiteres finanzielles Risiko besteht in Wechselkursschwankungen aufgrund internationaler Lieferantenbeziehungen. Dieses Risiko halten wir jedoch für gering, da wir mit unseren Zulieferern ausschließlich stabile Währungen (EUR, USD, JPN) zur Zahlung vereinbart haben. Zu den operativen Risiken zählen insbesondere potenzielle Störungen in der Lieferkette, etwa durch Produktionsausfälle bei Zulieferern, die unsere eigene Produktion beeinträchtigen könnten. Diesem Risiko begegnen wir durch eine Diversifizierung unserer Lieferantenstruktur sowie durch den Aufbau von Sicherheitsbeständen kritischer Rohstoffe. Ebenso besteht das Risiko technischer Ausfälle von Maschinen, die zu Produktionsstillständen führen könnten. Um dies zu vermeiden, führen wir regelmäßige Wartungen und Instandhaltungen unserer Produktionsanlagen durch. Auch strategische Risiken können unsere zukünftige Entwicklung beeinflussen. Hierzu gehören Marktrisiken, die aus Veränderungen im Marktumfeld oder im Kundenverhalten resultieren könnten und die Nachfrage nach unseren Produkten verringern. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, beobachten wir den Markt kontinuierlich und passen unser Produktportfolio an neue Trends und Kundenbedürfnisse an. Zudem sehen wir uns einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt, der zu einem Preisdruck führen kann. Dem begegnen wir durch kontinuierliche Innovationen und Verbesserungen unserer Produktqualität, um unsere Marktposition zu stärken. Im Hinblick auf ESG-Risiken (Environmental, Social, Governance) identifizieren wir Umweltrisiken, die aus strengeren gesetzlichen Anforderungen zur CO2-Reduktion resultieren könnten und zu höheren Produktionskosten führen. Dazu haben wir eine Planstelle des Sicherheitskoordinators geschaffen, die diese Risiken kontrolliert und entsprechende Maßnahmen ergreift. Zudem stellt der Fachkräftemangel ein soziales Risiko dar, das unsere Produktionskapazität beeinträchtigen könnte. Um dem entgegenzuwirken, bilden wir zukünftig wieder eigenes Fachpersonal aus. Auch Governance-Risiken, wie Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften oder interne Richtlinien, können zu finanziellen Strafen oder Reputationsschäden führen. Diesem Risiko begegnen regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter. VIII. Zukünftige Entwicklung Trotz der Herausforderungen in der Gesamtwirtschaft und in der speziellen Friseurbranche haben die Gesellschaft ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen. Mit Anzeichen der Besserung in der deutschen Wirtschaft und der steigenden Nachfrage aus den USA und China wird die Gesellschaft ihre Exportaktivitäten intensivieren. Auch wenn die Friseurbranche einen Rückgang verzeichnet hat, haben die Gesellschaft in Nischenmärkten einen Umsatzanstieg erzielt. Dies gibt der Gesellschaft die Zuversicht, dass die Gesellschaft der Gesellschaft durch Diversifikation und Innovation weiter behaupten können. Die Gesellschaft planen für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von EUR 22,1 Mio. sowie ein Ergebnis vor Steuern von 71 TEUR. Chancen Die United Salon Technologies GmbH sieht trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen im Jahr 2023 eine Reihe von Chancen, um nachhaltiges Wachstum und Stabilität zu sichern. Die Gründung der Tondeo North America Inc. bietet eine strategische Gelegenheit, die Marke Tondeo in den USA und Kanada zu etablieren. Durch lokale Präsenz sowie gezielte Vertriebs- und Marketingmaßnahmen erwartet das Unternehmen mittelfristig eine Steigerung des Umsatzes in dieser Region, wobei ein positives Ergebnis ab 2025 prognostiziert wird. Gleichzeitig profitiert die Marke Jaguar von einer starken Marktposition in Deutschland, Europa und Nordamerika. Hohe Produktqualität, gezielte Marketingkampagnen und ein effizientes Vertriebsnetz sorgen für eine stabile Nachfrage nach Jaguar-Produkten. Darüber hinaus bietet der Ausbau der Online-Vertriebskanäle und die Stärkung der digitalen Präsenz Potenzial, neue Kundengruppen zu erreichen. Geplante Investitionen in digitale Plattformen und Social-Media-Marketing werden die Sichtbarkeit der Marken Jaguar und Tondeo weiter erhöhen. Kontinuierliche Verbesserungen in der Produktion und gezielte Produktinnovationen tragen ebenfalls zur Steigerung der Deckungsbeiträge bei. Effizienzsteigerungen und eine konsequente Preispolitik haben bereits zu positiven Ergebnissen geführt. Die robuste Konjunkturentwicklung in den USA und die wiedererstarkende Nachfrage aus China bieten weitere Wachstumschancen im Exportgeschäft. Die breite Produktpalette in den Bereichen Scheren, Messer, Elektroartikel und Sets erlaubt zudem eine flexible Anpassung an Marktveränderungen und eine bessere Risikoabsicherung. Risiken Trotz dieser Chancen sieht sich die United Salon Technologies GmbH auch mit Risiken konfrontiert, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten. Die stagnierende deutsche Wirtschaft, hohe Inflationsraten und Rückgänge im BIP stellen Risiken für die Nachfrage nach Friseurbedarfsartikeln dar. Eine anhaltende Schwäche der Gesamtwirtschaft könnte sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Steigende Energie- und Rohstoffkosten belasten die Produktion und können die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Effizienzsteigerungen können nur begrenzt gegen externe Kostensteigerungen wirken. Der anhaltende Fachkräftemangel in der Friseurbranche beeinflusst ebenfalls die Nachfrage nach hochwertigen Friseurwerkzeugen und könnte das Umsatzwachstum bremsen. Die internationale Ausrichtung des Unternehmens birgt Wechselkursrisiken, insbesondere durch Geschäftstätigkeiten in den USA und anderen internationalen Märkten. Wechselkursschwankungen könnten die Margen negativ beeinflussen. Der Markt für Friseurwerkzeuge ist stark umkämpft, und insbesondere die Marke Tondeo steht vor Herausforderungen durch Wettbewerb und Preisdruck, vor allem in Großbritannien und Nordamerika. Die herausfordernde Liquiditätssituation des Unternehmens konnte zwar durch die Veräußerung und Rückmiete des Produktions- und Verwaltungsgebäudes stabilisiert werden, bleibt aber ein Risiko für die finanzielle Stabilität. Zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität sind notwendig. Lieferengpässe bei Rohstoffen oder Produktionsmitteln könnten die Produktionsfähigkeit beeinträchtigen, insbesondere bei Abhängigkeit von Importen aus China. Der Rückgang der Zahl der Friseurbetriebe in Deutschland und die sinkende Zahl an Auszubildenden könnten langfristig zu einem schrumpfenden Markt für Friseurbedarfsartikel führen. Zusammenfassend ist die United Salon Technologies GmbH gut positioniert, um von den Chancen wie der Expansion in Nordamerika, der Stärkung der Marken Jaguar und Tondeo sowie der Digitalisierung zu profitieren. Gleichzeitig muss das Unternehmen gezielt auf wirtschaftliche Unsicherheiten, Fachkräftemangel, steigende Energiepreise und Wettbewerbsdruck reagieren. Durch Diversifikation, strategische Markterschließung und effizientes Finanzmanagement können diese Risiken abgefedert und nachhaltiges Wachstum gesichert werden. Alle der Gesellschaft bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf der Gesellschaft wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben Unternehmensfortbestand 1. Umsatz und Ergebnisentwicklung Im Zeitraum nach dem Bilanzstichtag ist unsere Umsatzentwicklung im Jahr 2024 nicht wie erwartet verlaufen. Dies ist hauptsächlich auf einen unerwarteten Konjunktureinbruch in unserer Branche zurückzuführen, der sich negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen ausgewirkt hat. Die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise sowie anderer globaler politischer Entwicklungen haben dazu geführt, dass Kunden ihre Ausgaben zurückgehalten haben. Dies führte zu einem Umsatzrückgang im Vergleich zu unseren ursprünglichen Prognosen. Weitere Optimierungen beim Materialeinsatz und -beschaffung konnten diesen Effekt jedoch teilweise wieder ausgleichen. Für das Jahr 2025 planen wir mit Umsatzerlösen in Höhe von 18 Mio. EUR. Ziel ist es diese durch eine angepasste Vertriebsstrategie auch im Jahr 2025 umzusetzen 2. Gestiegene Sachkosten Des Weiteren verzeichneten wir seit dem Bilanzstichtag gestiegene Sachkosten. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter erhöhte Kosten für Marketingaufwendungen, insbesondere für Messen und bei der Digitalisierung im Bereich Vertrieb. Diese Entwicklungen führten zu einer Belastung unseres Ergebnisses und erforderten eine umsichtige Kostenkontrolle. 3. Maßnahmen und Ausblick Wir haben in Reaktion auf diese Entwicklungen umgehend Maßnahmen ergriffen, um unsere Umsatz- und Kostenstruktur zu optimieren. Dazu gehören eine Überprüfung unserer Vertriebsstrategie und -prozesse sowie Kosteneinsparungen in nicht wesentlichen Bereichen. Wir sind bestrebt, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und langfristig zu stärken. Dazu haben wir in 2024 Maßnahmen ergriffen, um die Kostenbasis für 2025 auf ein niedrigeres Umsatzniveau auszurichten. Die kurzfristige Prognose bleibt angesichts der anhaltenden Unsicherheiten in der Wirtschaft herausfordernd. Derzeit gelingt es uns noch nicht aus der operativen Geschäftstätigkeit einen positiven Cashflow zu generieren. Wir planen das Geschäftsjahr 2025 mit neutralem Cashflow abzuschließen. Vor diesem Hintergrund haben wir entsprechende Maßnahme zur Liquiditätssicherung eingeleitet. Hier verweisen wir auf unseren Ausführungen im Anhang unter dem Abschnitt wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag. Wir werden jedoch weiterhin engagiert daran arbeiten, unsere Geschäftsstrategie anzupassen und unsere Marktposition zu festigen. Wir sind überzeugt, dass unsere langfristige Wachstumsaussichten intakt sind. Trotzdem sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt eine nicht unwesentliche Unsicherheit hinsichtlich der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Nach Einschätzung dieses Risikos wurde der Jahresabschluss gleichwohl nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. IV. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der United Salon Technologies GmbH sind. Die geplante Liquiditätsverbesserung durch den Verkauf und die Rückmiete des Produktions- und Verwaltungsgebäudes wurde im Januar 2024 erfolgreich abgeschlossen, nachdem die Grundbuchübertragung vollzogen wurde. Dies führte zu einem zusätzlichen Liquiditätszufluss von ca. 1,2 Mio. EUR. Die Geschäftsführung sieht keine weiteren Anpassungen oder Maßnahmen als notwendig an und bestätigt die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2024. Der Fokus bleibt auf der Umsetzung der Expansionsstrategie, der Stärkung der Marktposition und der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Effizienz.
Solingen, den 31. Januar 2025 United Salon Technologies GmbH Die Geschäftsführung gez. Holger Schmidt gez. Peter Mirtic BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die United Salon Technologies GmbH (UST) hat ihren Sitz in Solingen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal (HR B 14817) eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB für Kapitalgesellschaften, die der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren). Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung von der Abnutzung unterliegenden unbeweglichen Sachanlagen erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 15 bis 50 Jahren. Bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Abgang behandelt, der Posten ist auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung. In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktionsbezogenen Werteverzehr des Anlagevermögens, die nach den handelsrechtlichen Bestimmungen aktivierungspflichtig sind. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt, wobei auf Lieferforderungen neben den notwendigen Einzelwertberichtigungen auf die verbleibende Bemessungsgrundlage eine Pauschalwertberichtigung von 3 % vorgenommen wird. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt zum Bilanzstichtag bewertet. Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem Börsenkurs am Stichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem modifizierten Teilwertverfahren für die Versorgungsordnung I (VOI) sowie mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" für die Versorgungsordnung II (VOII) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % zum 31. Dezember 2023 (durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichter Durchschnittszins der letzten zehn Jahre) gebildet. Die Altersversorgungsverpflichtungen im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Es wurden zukünftige Gehaltssteigerungen mit 2,7 %, Rentenanpassungen mit 2,5 % sowie eine durchschnittliche Fluktuation von 4,5 % berücksichtigt. Dabei fanden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Gesellschaft hat Wertpapiere, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen, im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) in Form einer doppelseitigen Treuhand (Verwaltungs- und Sicherungstreuhand) auf einen Treuhänder übertragen. Da es sich hierbei um Vermögensgegenstände handelt, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden diese entsprechend § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die Bewertung erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem öffentlich verfügbaren Börsenkurs ableitet. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden in Höhe von T€ 5.653 wurde mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 1.809 saldiert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen T€ 2.146. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 28 mit Aufwand aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 51 verrechnet. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt, hierbei wurden aufgrund der Struktur der Zusage dieselben versicherungsmathematischen Parameter (einschließlich des Abzinsungsprozentsatzes) wie bei den Pensionsrückstellungen zu Grunde gelegt. Die übrigen sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlautzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten unter Ansatz des Devisenkassamittelkurses zum Bilanzstichtag passiviert. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB, die sich im Wesentlichen aus Wertpapieren sowie Pensions- und sonstigen Rückstellungen ergeben. Auf die Aktivierung des sich ergebenden Aktivüberhangs wurde verzichtet. C. Erläuterungen der Posten der Bilanz Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagenspiegel, der Bestandteil des Anhangs ist. Die Forderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf T€ 2.083, die Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr betragen T€ 62. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 782 und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen T€ 195 mit einer Laufzeit kleiner einem Jahr. Bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittssatzes auf die Pensionsverpflichtung ergibt sich ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB von T€46 zum Bilanzstichtag (ausschüttungsgesperrter Betrag). Die Rückstellungen für Personal enthalten im Wesentlichen Beträge für Prämien und Tantiemen (T€ 65) und für ausstehenden Urlaub (T€ 133). Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere zukünftig voraussichtlich nicht in Anspruch genommene, aber vertraglich festgelegte Leistungen aus Lohnveredelung von T€ 857 noch ausstehende Rechnungen (T€ 265) und Werbekostenzuschüsse in Höhe von T€ 66. Die alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen T€ 3.425 und entfallen auf ein Darlehen. D. Erläuterungen der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Hinsichtlich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und geographisch bestimmten Märkten wird von der Befreiung gemäß § 288 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen von T€ 73 sowie aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 74. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 0. E. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gliedert sich wie folgt:
Außerdem wurde ein (Vorjahr 4) Auszubildender beschäftigt. Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Erbpacht) bis zum Laufzeitende (31. Dezember 2090) von T€ 524. Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren bestellt: • András von Kontz, München (bis 15.02.2025) • Holger Schmidt, München • Peter Mirtic, Solingen • Christian Klüber, Solingen (bis 30.09.2023) F. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Dezember 2023 wurde die Betriebsimmobilie veräußert. Dadurch konnte die Gesellschaft sich zusätzliche Liquidität für die operative Restrukturierung sichern. Im gleichen Zug wurde ein Mietvertrag mit dem Erwerber über eine Laufzeit von 10 Jahren geschlossen. Ferner hat sich die Gesellschaft bzgl. bestehenden Vertragsrisiken eine Finanzierung möglicher Zahlungsansprüche über die Werhan-Gruppe (Altgesellschafter) vereinbart. Im Gegenzug wurden dieser Sicherheiten gestellt.
Solingen, den 31. Januar 2025 United Salon Technologies GmbH Die Geschäftsführung gez. Holger Schmidt gez. Peter Mirtic Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die United Salon Technologies GmbH, Solingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der United Salon Technologies GmbH, Solingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der United Salon Technologies GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angaben unter Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt Unternehmensfortbestand des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Liquiditätssituation der Gesellschaft aus operativer Sicht angespannt ist. Entsprechende Gegenmaßnahmen zur Sicherung der Liquidität wurden bereits eingeleitet, sowie laufende Umstrukturierungsmaßnahmen fortgesetzt. Wie in Abschnitt Unternehmensfortbestand im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse auf Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 06.03.2025 fitas audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dirk Specht, Wirtschaftsprüfer |
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