PRINZ OPTICS GmbH
Selbe AdresseVeredlung und Bearbeitung von Flachglas
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Kurt Fabricius seit 8.12.2025 | Geschäftsführer |
Patrick Oliver Albers seit 4.4.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prinz Kinematics GmbHStrombergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021A. Grundlagen der GesellschaftI. Geschäftsmodell der GesellschaftDas Unternehmen Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, (kurz:
Prinz Kinematics GmbH oder Prinz Kinematics) ist im Bereich
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Scharnieren
für die Fahrzeugindustrie tätig. Prinz Kinematics
entwickelt und produziert Scharniere und Produkte der
Klappen-Kinematik. Die Produkte der Gesellschaft werden
sowohl direkt an Dritte vertrieben als auch als Endprodukte
an verbundene Unternehmen veräußert.
Ende Februar 2018 wurde das Unternehmen von der
WITTE-Gruppe an die Prinz Kinematics Holding GmbH,
München, veräußert. Im Zusammenhang mit dem
Erwerb firmierte die Gesellschaft zur Prinz Kinematics GmbH
um und kehrte damit zu ihrem früheren Markennamen vor
der Integration in die WITTE-Gruppe im Jahre 2005
zurück. Zugleich wurden auch Gesellschaften an den
Produktionsstandorten in Bulgarien und China
übernommen, deren Anteile zum Bilanzstichtag von der
Prinz Kinematics gehalten werden. Seit der Übernahme
ist die Gesellschaft Teil der AL-KO SE, Kötz, -Gruppe,
welche 100 % der Anteile hält.
II. Forschungs- und EntwicklungskostenPrinz Kinematics GmbH verfügt über eine
Entwicklungsabteilung, die Entwicklungen für
Scharniere und Produkte der Klappen-Kinematik vornimmt.
Die Entwicklungen sind überwiegend projekt- und
kundenspezifischer Art, weshalb deren Aktivierung
unterbleibt.
B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenAufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus, ist
die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2020 in ein
historisches Tief gefallen. Die Wirtschaft in Deutschland
hat ebenfalls im Jahr 2020 massiv unter der Pandemie
gelitten. Auch 2021 war stark abhängig vom
Infektionsgeschehen. Trotz den weiter andauernden
Einschränkungen konnte sich die Wirtschaft vom
Einbruch erholen. Dennoch konnte die Wirtschaftsleistung
nicht ganz das Vorkrisenniveau erreichen.
1
Für die deutschen Unternehmen der Metallbearbeitung
und -verarbeitung sind insbesondere die Entwicklungen in
der Automobilindustrie maßgeblich. Vor allem
Zulieferer mit einem hohen Automotive Anteil, wie die Prinz
Kinematics GmbH, sind von den Stückzahlen der
produzierten Autos abhängig. Mit etwa fünf bis
sechs Millionen Arbeitsplätzen in der kompletten
deutschen Lieferkette von Stahl, Chemie bis hin zu hiermit
verbundenen Arbeitsstätten, wie Ingenieurbüros
und Handel, stellt die Automobilbranche für
Deutschland die wichtigste Schlüsselindustrie dar. Die
wirtschaftlichen Auswirkungen des "Shutdowns" der OEM im
Frühjahr 2020 zeigen, dass die Corona-Krise in der
Realwirtschaft viel tiefer greift als die globale
Finanzkrise 2008/2009. Dies war auch noch im
Geschäftsjahr 2021 spürbar.
Nachdem die weltweite Autoproduktion aufgrund der
Pandemie in 2020 eingebrochen war, konnte in 2021 weltweit
ein leichter Zuwachs von 2% verbucht werden. Damit wurden
in 2021 67 Mio. Personenkraftwagen verkauft. Das ist ein
Plus von 1,2 Mio. Personenkraftwagen im Vergleich zum
Vorjahr.
2 Für 2022 erwartet der Verband der
Automobilindustrie e.V. (VDA), Berlin, einen leichten
Rückgang des Absatzes an Personenkraftwagen in
Höhe von 1%.
3
Die aktuellen Herausforderungen des Automobilmarktes mit
den seit Ende 2021 stetig steigenden Energie-, Stahl- und
Frachtpreisen, sowie mit der immer noch aktuellen
Halbleiter-Problematik werden den Automobilsektor aller
Wahrscheinlichkeit nach auch 2022 noch deutlich
beeinflussen.
1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
020 vom 14. Januar 2022
II. GeschäftsverlaufDie Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl.
Bestandsveränderung) verbesserte sich in 2021 im
Vergleich zum Vorjahr um TEUR 132 von TEUR 40.326 auf TEUR
40.458. Grund hierfür war die
Bestandsveränderung, welche den Rückgang der
Umsatzerlöse kompensierte.
Die Materialaufwandsquote - als Materialaufwand im
Verhältnis zur Gesamtleistung -lag in 2021 mit 63,0%
leicht unter dem Vorjahresniveau mit 64,7%. Der Rohertrag
ging im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 52 auf TEUR 15.521
(im Vorjahr: TEUR 15.573) zurück. Die Verschlechterung
des Rohertrages ist vor allem auf die rückläufige
Gesamtleistung zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ergebnisabführung betrug im Jahr
2021 TEUR -5.646, was gegenüber dem Vorjahreswert in
Höhe von TEUR -5.115 eine Verschlechterung in
Höhe von TEUR 531 darstellt. Die Prognose des
Ergebnisses vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR
0,1 Mio. wurde mit EUR -5,6 Mio. deutlich verfehlt. Die
Gründe hierfür waren hauptsächlich eine
Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 3.135 auf die
Forderungen gegen sowie außerplanmäßige
Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.345 auf die
Ausleihungen an die WST Kinematics Bulgaria EOOD,
Ruse/Bulgarien. Darüber hinaus wirkten sich
insbesondere über den Erwartungen liegende Personal-
und Reparaturaufwendungen aus.
III. Darstellung der ErtragslageDie Umsatzprognose von EUR 38,6 Mio. für das
Geschäftsjahr 2021 wurde mit EUR 40,3 Mio. leicht
übertroffen, was darauf zurückzuführen ist,
dass sich der Automobilmarkt nach dem Lockdown in 2021
besser stabilisiert hat als zuvor erwartet. Die
Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR
1.026 auf TEUR 40.302 gesunken. Die Serienumsätze
machten in 2021 ca. 94% der Gesamtumsätze aus (Vorjahr
ca. 94%). Die Werkzeugumsätze machten ca. 2% der
Gesamtumsätze aus (Vorjahr ca. 5%). Der verbleibende
Anteil entfiel im Wesentlichen auf Entwicklungs- sowie
sonstige Umsätze von ca. 4% (Vorjahr ca. 1%).
Die sonstigen betrieblichen Erträge
verschlechterten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 816. Im
Geschäftsjahr 2021 wurden Erlöse aus
Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von
TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 477) zur Anpassung an die
gesetzlichen Regelungen nicht mehr unter den sonstigen
betrieblichen Erträgen, sondern unter den
Umsatzerlösen ausgewiesen. Von dem Gesamtbetrag der
sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR
554 (Vorjahr: TEUR 1.370) entfielen rund TEUR 148 (Vorjahr:
TEUR 1) auf die Auflösung von Rückstellungen und
TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 748) auf weiterbelasteten Aufwand
an verbundene Unternehmen.
Der Personalaufwand stieg in 2021 um TEUR 49 auf TEUR
8.031. Der Personalaufwandsanteil an der Gesamtleistung
beträgt somit unverändert 19,8%. Die
durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr
2021 178 Personen. Zum Jahresende lag diese Anzahl bei 173
Mitarbeitern.
Die Abschreibungen sanken in 2021 um TEUR 210 auf TEUR
2.607 (Vorjahr: TEUR 2.817). Der Rückgang ist
hauptsächlich auf die im Vorjahr vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibung mehrerer
Maschinen des Anlagevermögens
zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich in 2021 um TEUR 2.451 auf TEUR 9.162 (Vorjahr: TEUR
6.712). Hauptsächlicher Grund hierfür war, dass
in 2021 eine Einzelwertberichtigung auf die Forderungen
gegen die WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, in
Höhe von TEUR 3.135 vorgenommen wurde. Außerdem
stiegen die betrieblichen Versicherungen um TEUR 113. Durch
die in 2021 immer noch sehr präsenten Auswirkungen der
Pandemie konnten, wie bereits in 2020, kaum Fortbildungen
bzw. Kundenbesuche umgesetzt werden, wodurch hier
Einsparungen in Höhe von TEUR 58 verbucht werden
konnten. Gegenläufig verringerten sich auch
Qualitätskosten von TEUR 768 im Vorjahr auf TEUR 314
in 2021, Forderungsverluste um TEUR 479,
Instandhaltungskosten um TEUR 66, Rechts- und
Beratungskosten um TEUR 629 und die Frachtkosten konnten um
TEUR 65 gesenkt werden.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen in 2021
aufgrund der Abwertung der Ausleihungen an die WST
Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, TEUR 1.345. Im
Vorjahr erfolgte eine Abwertung der Beteiligung an der
bulgarischen Tochter in Höhe von TEUR 3.061.
Das Zinsergebnis verbesserte sich in 2021 um TEUR 95 auf
TEUR -20.
Das Geschäftsjahr 2021 schloss, bedingt durch den
bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Prinz
Kinematics Holding GmbH, München, wie im Vorjahr mit
einem Jahresüberschuss von TEUR 0 ab.
IV. Darstellung der VermögenslageDas Gesamtvermögen sank zum 31. Dezember 2021
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.380 auf TEUR 30.360,
was vor allem aus einer Aufrechnung des Darlehens
gegenüber der Prinz Kinematics Holding, München,
mit Forderungen der Prinz Kinematics aus dem
Ergebnisabführungsvertrag resultiert.
Das Anlagevermögen reduzierte sich um TEUR 2.366
und betrug TEUR 12.572. Im Geschäftsjahr 2021 wurden
Investitionen in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe
von TEUR 1.620 getätigt, welche somit deutlich unter
den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von
TEUR 2.607 lagen. Die Investitionen betrafen im
Wesentlichen eine Montage- und Fertigungsanlage sowie
technische Vorrichtungen. Darüber hinaus verringerten
sich die Ausleihungen an die Tochtergesellschaft WST
Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, aufgrund einer
außerplanmäßigen Abschreibung um TEUR
1.345 auf TEUR 0.
Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um TEUR 702 auf TEUR 5.059, was vor allem auf die
gestiegenen geleisteten Anzahlungen
zurückzuführen war.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
verringerten sich im Berichtsjahr um TEUR 1.057 auf TEUR
2.437. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
erhöhten sich zum Stichtag leicht um TEUR 273 auf TEUR
9.438. Die sonstigen Vermögensgegenstände
verringerten sich um TEUR 1.454 auf TEUR 735, was im
Wesentlichen aus der Reduktion österreichischer
Vorsteueransprüche (TEUR -1.181) resultiert.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der
gesunkenen Bilanzsumme auf 57,4% (Vorjahr: 50,2%).
Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um
TEUR 327 auf TEUR 1.070. Dabei betrugen die
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR
297 (Vorjahr: TEUR 479), die Rückstellungen für
Abfindungen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 184) und die sonstigen
Personalrückstellungen TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 373).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
verringerten sich zum Stichtag um TEUR 1.457 auf TEUR
4.368. Gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten
sich die Verbindlichkeiten von TEUR 9.187 auf TEUR 4.175.
Darin enthalten ist ein Darlehen der Gesellschafterin in
Höhe von TEUR 1.299, welches sich gegenüber dem
Vorjahreswert in Höhe von TEUR 6.413 um TEUR 5.114
verringerte.
Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR
1.708 auf TEUR 2.611 resultiert vor allem aus der
Bilanzierung von Verpflichtungen aus einem
Finanzierungsleasingvertrag über eine Montage- und
Fertigungsanlage.
V. Darstellung der FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR -1.391. Aus der
Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände ergab sich ein Abfluss von
Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 1.714. Insgesamt
betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR
-1.438.
Aus der Finanzierungstätigkeit kam es zu einem
Mittelzufluss in Höhe von TEUR 1.624. In Summe hatte
die Gesellschaft in 2021 einen negativen Cashflow in
Höhe von TEUR -1.205, was zu einem Finanzmittelfonds
von TEUR -633 führte. Der Finanzmittelfonds
enthält TEUR 77 flüssige Mittel sowie TEUR 710
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Inanspruchnahme Kreditlinie).
Im Berichtsjahr wurde die Liquidität vor allem
durch Bank-Kreditlinien und von der Muttergesellschaft
bereitgestellte Darlehen, welche wiederum durch
Gesellschaftermittel der AL-KO SE (ehemals: AL-KO Kober
SE), Kötz; refinanziert sind, sichergestellt. In Summe
beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Darlehen
gegenüber der Muttergesellschaft zum Stichtag
31.12.2021 auf TEUR 1.299.
VI. MitarbeiterMitarbeiter stellen bei der Prinz Kinematics den
wesentlichen Werttreiber dar. Mit ihren Fähigkeiten
und Qualitäten bilden sie die Basis des Erfolgs der
Gesellschaft.
Die Geschäftsführung bedankt sich bei allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement
und ihre gezeigte Leistung.
C. Chancen- und RisikoberichtI. RisikomanagementDas Qualitäts- und Umweltmanagement sowie das
Controlling-System werden kontinuierlich weiterentwickelt,
um Risiken der aktuellen und zukünftigen Entwicklung
rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen
einzuleiten.
Durch die intern von der Gesellschaft genutzte Software
SAP ERP 6.0 ist diese in der Lage, das Berichts- und
Planungssystem durch Kennzahlen, Soll-Ist-Vergleiche und
umfassende Abweichungsanalysen ständig zu verbessern.
Im Rahmen des Steuerungs- und Überwachungssystems
stehen regelmäßig produktionsbezogene
Kennziffern und Analysen zur Verfügung. Ebenso werden
wochen- und monatsbezogene Übersichten,
betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kennzahlen
erstellt.
Darüber hinaus werden zyklisch Plan-, Ist- sowie
Forecast-Analysen erstellt und entsprechende
Maßnahmen durch die Geschäftsleitung definiert,
eingeleitet und überwacht.
Es erfolgt eine laufende Überwachung und Steuerung
der Liquidität. Debitoren und Kreditoren werden
ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken
werden durch leistungsnahe Zahlungen abgesichert. Die
Forderungen der großen Kunden sind durch eine
Kreditversicherung bei Euler-Hermes abgesichert. Im Rahmen
des operativen Forderungsmanagements wird das
Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und
verspätete Zahlungen angemahnt. Wertberichtigungen
tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung. Die
Vorratsbestände werden durch laufendes Monitoring
gesteuert.
II. ChancenWachstumspotential ergibt sich zukünftig durch die
weitere Marktdurchdringung bei bestehenden Kunden, zu denen
zahlreiche Premium-Automobilhersteller, wie z. B. Daimler,
BMW und Volvo zählen, sowie die Marktbearbeitung durch
unsere Tochterunternehmen in Bulgarien und China. Weiterhin
könnten sich durch laufende Eigenentwicklungen, die
eventuell zu aktivierungsfähigen Patenten werden, neue
Perspektiven auf dem Markt eröffnen.
III. Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem AbschlussstichtagDie zukünftige Entwicklung des Automobilsektors
hängt unmittelbar mit den Veränderungen der
globalen Finanzmärkte und der Weltwirtschaft zusammen.
Die zukünftige Ausrichtung der Prinz Kinematics
hängt davon ab, inwieweit sich der aktuell leicht
rückläufige Trend der Automobilnachfrage, sowie
die externen Einflüsse (Halbleitermangel,
Umweltkriterien etc.) fortsetzen werden.
Während sich die Frachtengpässe zum Jahresende
2021 etwas entspannt haben, bereiten zu Beginn des Jahres
2022 die weiterhin sinkenden Umsätze durch die
weltweiten Entwicklungen (Ukrainekrieg oder
Halbleiterengpässe) sowie die durch das Wegbrechen
diverser Zulieferer sinkenden Abrufe der OEM's große
Sorge. Da diese Entwicklungen bei fast allen Zulieferern
der metallverarbeitenden Industrie zu beobachten sind, ist
hierdurch die Stabilität der Lieferketten stark
gefährdet.
Die in 2021 noch deutlich präsenteren
Coronabeschränkungen werden in 2022 stetig gelockert,
jedoch ergibt sich durch die aktuellen sehr ansteckenden
Virusvarianten für das produzierende Gewerbe das
Problem des stetigen Personalausfalls. Dadurch wird auch
die Automobilindustrie weiterhin hart getroffen und
beeinträchtigt. Außerdem lähmt der im
Februar ausgebrochene Ukraine-Konflikt die wirtschaftlichen
Tätigkeiten in der gesamten Bundesrepublik. Bedingt
durch die weltweiten Auswirkungen besteht ein potenzielles
Risiko unerwarteter Auftrags- und damit
Umsatzeinbrüche.
Hieraus können Risiken mit erheblich negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage - bis hin zur Bestandsgefährdung -
für Prinz Kinematics resultieren. Insbesondere besteht
das Risiko, dass die Abrufe durch die OEMs nicht in der
geplanten Höhe erfolgen. Darüber hinaus ist nicht
auszuschließen, dass die Lieferfähigkeit
aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter
Lieferketten zu Produktionsstopps führt. Ein weiteres
Risiko liegt in einer anhaltend geringen Ertragskraft, was
dazu führt, dass Investitionen nicht extern, sondern
nur über den Gesellschafter finanziert werden
können. Die laufende Geschäftstätigkeit kann
die Prinz Kinematics aktuell selbst finanzieren. Jedoch
wird man zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten
und bei negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger
wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung
weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE (ehemals:
AL-KO Kober SE), Kötz, angewiesen sein.
Dr. Peter Remer ist zum 13. Juli 2022 als
Geschäftsführer ausgeschieden.
IV. Sonstige RisikenPrinz Kinematics GmbH ist als Zulieferer der
Automobilindustrie den Risiken der Branche und der
allgemeinen Konjunkturentwicklung ausgesetzt.
Wir beliefern große Automobilhersteller und
Zulieferer des Premiumsegments und erzielen daher unsere
Umsatzerlöse im Wesentlichen mit wenigen, aber
namhaften Kunden.
Die internen Prozesse werden laufend kritisch
geprüft, um die Effizienz und Prozesssicherheit zu
gewährleisten. Die Anpassung bestehender Prozesse
bringt auch Risiken mit sich. Zur Optimierung der
Transparenz wird das bestehende Reporting permanent
weiterentwickelt und in regelmäßigen
Managementmeetings zur Entscheidungsfindung eingesetzt.
Zur Ausweitung unserer Aktivitäten in China und
Bulgarien sind aktuell zusätzliche finanzielle und
organisatorische Ressourcen erforderlich. Die
geschäftliche Entwicklung in den Beteiligungen wird
fortlaufend überwacht.
Risiken auf der Einkaufsseite bestehen in der
Rohstoffpreisentwicklung insbesondere für den Bereich
Stahl, und der aktuellen Stahlversorgung, sowie in den
stetig steigenden Energiekosten. Diesen Risiken wirkt die
Gesellschaft mit mittelfristigen Verträgen zum Teil
entgegen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft partiell
von einzelnen Lieferanten abhängig, die diese
über strategische Lieferantenbeziehungen in das
Risiko-Management-System eingebunden sind. Darüber
hinaus ist nicht auszuschließen, dass die
Lieferfähigkeit aufgrund fehlenden Materials in Folge
gestörter Lieferketten zu Produktionsstopps
führt.
Signifikante Währungschancen und -risiken sind
unverändert nicht erkennbar. Alle wesentlichen
Einkaufs- und Absatzverträge werden auf Euro-Basis
abgeschlossen.
Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung fortlaufend
überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer
Entwicklungen kann somit zwar nicht beeinflusst werden,
jedoch kann das Management der Prinz Kinematics GmbH auf
diese Weise Maßnahmen treffen, welche die
Auswirkungen im Eintrittsfall reduzieren.
V. Gesamtaussage zur Risikosituation der GesellschaftAus heutiger Sicht können die o.g. Risiken sowohl
einzeln als auch in ihrer Gesamtheit erhebliche negative
Auswirkungen - bis hin zur Bestandsgefährdung - auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft haben.
Dies gilt umso mehr, je länger die Wirtschaft
aufgrund der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sowie
des Ukrainekriegs dazu gezwungen ist, Produktion und Handel
einzudämmen und je länger die Lieferketten
beeinträchtigt sind.
D. PrognoseberichtEs ist davon auszugehen, dass sowohl die Pandemie als
auch das Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht rasch
vorübergehen werden und dies wahrscheinlich auf das
gesamte Jahr 2022 Einfluss haben wird. Weiterhin ist auch
nicht davon auszugehen, dass sich die Material- und
Energiepreise zeitnah stabilisieren bzw. wieder
rückläufig entwickeln werden, was ebenfalls
vermutlich das gesamte Jahr Einfluss auf die Ergebnisse
nehmen wird.
Für die Prinz Kinematics GmbH sind die Prognosen
trotz sinkender bzw. sich verschiebender aktueller Abrufe
der OEMs dank steigender Herstellernominierungen positiv.
Die Geschäftsführung erwartet für das
Geschäftsjahr 2022 auf Basis der erwarteten Abrufe aus
den bestehenden Kundenaufträgen Umsatzerlöse und
ein Ergebnis vor Ergebnisabführung leicht über
dem Vorjahr.
Wir gehen aufgrund unserer Mittelfristplanung davon aus,
in den nächsten Jahren nachhaltig positive
Unternehmensergebnisse zu erzielen und somit unsere
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage deutlich zu
verbessern.
Stromberg, 29. Juli 2022
Prinz Kinematics GmbH
Ernst August Müller
Geschäftsführer
Bilanz der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Anhang der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie Prinz Kinematics GmbH hat ihren Sitz in Stromberg
und ist unter der Nummer HRB 3963 im Register des
Amtsgerichtes Bad Kreuznach eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung
der für den Vorjahresabschluss angewendeten
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den
für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des
Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erlöse aus
Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von
TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 477) zur Anpassung an die
gesetzlichen Regelungen nicht mehr unter den sonstigen
betrieblichen Erträgen, sondern unter den
Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde
nicht angepasst.
Ansonsten sind die Bilanzierungs-, Ausweis und
Bewertungsmethoden stetig zum Vorjahr.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und die
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
abzüglich Abschreibungen bilanziert. Die
Herstellungskosten enthalten Material- und
Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung,
angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten
sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Soweit ein
niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser
berücksichtigt. Bei den immateriellen
Vermögensgegenständen erfolgen die Abschreibungen
linear. Das Sachanlagevermögen wird linear und
teilweise (im Falle von Altanlagen) geometrisch-degressiv
abgeschrieben. Der Ansatz des nicht abnutzbaren
Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten.
Die Nutzungsdauern betragen:
Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen werden
zum Nominalwert bilanziert und ohne Umsatzsteuer
ausgewiesen.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum
Nennwert bewertet. Soweit der nach vorstehenden
Grundsätzen ermittelte Wert über dem Wert liegt,
der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch
außerplanmäßige Abschreibung Rechnung
getragen. Stellt sich in einem späteren
Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe
hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser
Abschreibungen im Umfang der Werterhöhungen bis zu den
Anschaffungskosten zugeschrieben. Im Berichtsjahr waren
Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.345 (Vorjahr: TEUR
3.061) auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren
werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die
unfertigen Leistungen werden nach dem Grad der Fertigung zu
Herstellungskosten ausgewiesen. Die Herstellungskosten
enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten,
Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an
Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen
auf Fertigungsanlagen. Soweit ein niedrigerer Wert
anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt.
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum
Nominalwert bilanziert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Bewertung der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich
zu Nominalwerten. Für bestehende Einzelrisiken werden
Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird
eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen gebildet.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten
und Schecks werden zum Nominalwert bilanziert.
Bei der Gesellschaft handelt es sich ertragsteuerlich um
eine Organgesellschaft der Prinz Kinematics Holding GmbH,
München. Die sich aufgrund unterschiedlicher
Ansätze in Handels- und Steuerbilanz sowie
Verlustvorträgen ergebenden latenten Steuern werden
beim Organträger, der Prinz Kinematics Holding GmbH,
München, und nicht bei der Prinz Kinematics GmbH,
Stromberg, als Organgesellschaft berücksichtigt. Die
Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über
vororganschaftliche körperschaftsteuerliche
Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.668 und
vororganschaftliche gewerbesteuerliche Verlustvorträge
in Höhe von TEUR 2.597.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
zurzeit erkennbaren Risiken und ungewissen
Verbindlichkeiten und werden in Höhe des
Erfüllungsbetrages bewertet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden
berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise
für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf ihren
Barwert zum Abschlussstichtag abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden auf das
Geschäftsjahr abgegrenzt.
III. Grundsätze für die Fremdwährungsumrechnung in EuroUnterjährig werden Geschäftsvorfälle in
fremden Währungen zum Wechselkurs des Tages
umgerechnet.
Zum Abschlussstichtag werden kurzfristige Forderungen
und sonstige Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten in fremden
Währungen zum Devisenkassamittelkurs des
Abschlussstichtags umgerechnet.
Mittel- und langfristige Vermögensgegenstände
in fremden Währungen werden mit dem niedrigeren Betrag
ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum
Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des
Abschlussstichtags ergibt. Mittel- und langfristige
Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem
höheren Betrag ausgewiesen, der sich aus der
Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum
Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt.
IV. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2021 ist in einer Anlage dargestellt,
welche integraler Bestandteil des Anhangs ist.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde keine
außerplanmäßige Abschreibung auf Maschinen
des Anlagevermögens vorgenommen (Vorjahr: TEUR 341).
In den Finanzanlagen wurde im Geschäftsjahr 2021
eine außerplanmäßige Abschreibung auf die
Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe
von TEUR 1.345 vorgenommen. Im Vorjahr wurde eine
außerplanmäßige Abschreibung in Höhe
von TEUR 3.061 auf die Anteile an einem verbundenen
Unternehmen vorgenommen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren
in Höhe von TEUR 3.720 (Vorjahr: TEUR 4.050) aus
Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr 2021
wurden Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen in
Höhe von TEUR 3.135 wertberichtigt. Die Forderungen
gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von
TEUR 5.718 (Vorjahr: TEUR 5.115) die Gesellschafterin und
stehen in Höhe von TEUR 5.646 (Vorjahr: TEUR 5.115) im
Zusammenhang mit dem bestehenden
Ergebnisabführungsvertrag; der restliche Betrag in
Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus
Lieferungen und Leistungen.
Die flüssigen Mittel enthalten den Kassenbestand
und die Guthaben bei Kreditinstituten.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere
ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 479)
und Verpflichtungen im Personalbereich TEUR 337 (Vorjahr:
TEUR 557).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 2.876 (Vorjahr: TEUR
2.774), und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von
TEUR 1.299 (Vorjahr: TEUR 6.413). Von den Verbindlichkeiten
entfallen TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 6.712) auf die
Gesellschafterin.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind wie folgt gesichert: Kreditsicherungsgarantie der WST
Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien,
gesamtschuldnerische Mithaftung der Prinz Kinematics
Holding GmbH, München, und Bürgschaft der AL-KO
SE, Kötz (vormals: AL-KO Kober SE).
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt
zusammen:
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen branchenübliche
Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
V. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 184
(Vorjahr: TEUR 391) und resultieren im Wesentlichen aus der
Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr
resultierten sie im Wesentlichen aus der Verjährung
von nicht berechneten Lieferungen sowie Differenzen aus dem
Gutschriftsverfahren mit unseren Kunden.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 168
(Vorjahr: TEUR 97) enthalten. Ebenfalls sind
Forderungsverluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR
479) ausgewiesen. Darüber hinaus sind in Höhe von
TEUR 3.135 Aufwendungen von außergewöhnlicher
Größenordnung und Bedeutung im Zusammenhang mit
der Einzelwertberichtung von Forderungen gegen ein
verbundenes Unternehmen enthalten.
Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.646
(Vorjahr: TEUR 5.115) wurde aufgrund des bestehenden
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der
Prinz Kinematics Holding GmbH, München,
übernommen und in entsprechender Höhe als
Erträge aus der Verlustübernahme ausgewiesen.
Die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen im
Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur
für Arbeit ist saldiert in Höhe von TEUR 97
(Vorjahr: TEUR 156) in dem Posten "Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung" enthalten.
VI. Sonstige AngabenBeteiligungsverhältnisseDie Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an
folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von §
271 Abs. 1 HGB:
GeschäftsführungGeschäftsführer sind bzw. waren:
Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die Bezüge der
Geschäftsführer TEUR 169.
Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:
HaftungsverhältnisseDie Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, hat eine
"Confirmation of Continuity"-Erklärung gegenüber
der bulgarischen Tochter WST Kinematics Bulgaria EOOD,
Ruse/Bulgarien, abgegeben. Diese beinhaltet die Absicht,
die Gesellschaft in 2022 im Bedarfsfall finanziell zu
unterstützen. Die Notwendigkeit zur Gewährung
weiterer finanzieller Unterstützung ist aufgrund der
wirtschaftlichen Entwicklung der bulgarischen Tochter im
ersten Halbjahr 2022 sehr wahrscheinlich.
Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft
für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen aus
Bankkrediten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4.500).
Die Gesellschaft haftet nach § 73 AO als
Organgesellschaft für den Organträger Prinz
Kinematics Holding GmbH, München. Wir rechnen
gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den
aufgeführten Haftungsverhältnissen.
Außerbilanzielle Geschäfte
Mit den Vertragsverhältnissen, insbesondere beim
Leasing von Maschinen und technischen Anlagen, sichern wir
uns die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit
auf die dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei
ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen.
Der Vorteil der Anmietung der Gebäude besteht
darin, dass eine schnellere Veränderung in
räumlicher Hinsicht ermöglicht wird. Daneben
ergeben sich Vorteile aus einem ausgelagerten
zentralisierten Gebäudemanagement. Risiken können
sich im Hinblick auf Fragen der Kostenübernahme
insbesondere bei Erhaltungsmaßnahmen und aus
unerwarteten Mieterhöhungen ergeben.
Außerbilanzielle Geschäfte wurden in Form von
Factoring zum Zweck des vorzeitigen Liquiditätszugangs
getätigt. Aufgrund des Factorings werden die
entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
nicht mehr bilanziert.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und
Leasingverträgen betragen zum Abschlussstichtag
insgesamt TEUR 1.549.
Zum Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen aus
Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen.
Der jährliche Aufwand im Geschäftsjahr 2022 wird
ca. TEUR 540 betragen.
Das Bestellobligo aus Investitionen und
längerfristigen Verpflichtungen beträgt zum
31.12.2021 TEUR 3.800.
KonzernzugehörigkeitDie Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, wird in den
Konzernabschluss und Konzernlagebericht der AL-KO SE,
Kötz, Registergericht Memmingen, HRB 15514, die den
Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von
Unternehmen aufstellt, einbezogen. Da der Abschluss der
Gesellschaft und die Abschlüsse ihrer
Tochtergesellschaften in diesen nach handelsrechtlichen
Vorschriften erstellten Konzernabschluss einbezogen werden,
macht die Gesellschaft von § 291 HGB Gebrauch und
nimmt die Befreiung von der Pflicht zur Erstellung eines
Konzernabschlusses in Anspruch. Der Konzernabschluss und
Konzernlagebericht für den größten Kreis
von Unternehmen wird von der PRIMEPULSE SE, München,
Amtsgericht München, HRB 235412, aufgestellt. Die
Konzernabschlüsse und Konzernlageberichte beider
Gesellschaften werden in deutscher Sprache im
Bundesanzeiger offengelegt.
Honorar für Leistungen des AbschlussprüfersDie Angaben zu dem Honorar für Leistungen des
Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17
HGB sind in dem Konzernabschluss der AL-KO SE, Kötz,
in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten.
Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem AbschlussstichtagWährend sich die Frachtengpässe zum Jahresende
2021 etwas entspannt haben, bereiten zu Beginn 2022 die
weiterhin sinkenden Umsätze durch die weltweiten
Entwicklungen (Ukrainekrieg oder Halbleiterengpässe)
sowie die durch das Wegbrechen diverser Zulieferer
sinkenden Abrufe der OEM's große Sorge. Da diese
Entwicklungen bei fast allen Zulieferern der
metallverarbeitenden Industrie zu beobachten sind, ist
hierdurch die Stabilität der Lieferketten stark
gefährdet.
Die in 2021 noch deutlich präsenteren
Coronabeschränkungen werden in 2022 stetig gelockert,
jedoch ergibt sich durch die aktuellen sehr ansteckenden
Virusvarianten für das produzierende Gewerbe das
Problem des stetigen Personalausfalls. Dadurch wird auch
die Automobilindustrie weiterhin hart getroffen und
beeinträchtigt. Außerdem lähmt der im
Februar 2022 ausgebrochene Ukraine-Konflikt die
wirtschaftlichen Tätigkeiten in der gesamten
Bundesrepublik. Bedingt durch die weltweiten Auswirkungen
besteht ein potenzielles Risiko unerwarteter Auftrags- und
damit Umsatzeinbrüche.
Die oben beschriebenen Risiken können erheblich
negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage - bis hin zur Bestandsgefährdung - der
Prinz Kinematics, Stromberg, haben. Insbesondere besteht
das Risiko, dass die Abrufe durch die OEMs nicht in der
geplanten Höhe erfolgen. Darüber hinaus ist nicht
auszuschließen, dass die Lieferfähigkeit
aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter
Lieferketten zu Produktionsstopps führt. Die laufende
Geschäftstätigkeit kann die Prinz Kinematics
GmbH, Stromberg, aktuell selbst finanzieren. Jedoch wird
man zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten und
bei negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger
wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung
weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE,
Kötz, angewiesen sein.
Dr. Peter Remer ist zum 13. Juli 2022 als
Geschäftsführer ausgeschieden.
Stromberg, 29. Juli 2022
Prinz Kinematics GmbH
Ernst August Müller
Geschäftsführer
Entwicklung des Anlagevermögens der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, im Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Prinz Kinematics GmbH, StrombergPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Prinz Kinematics GmbH,
Stromberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prinz
Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die Angaben im Abschnitt
"Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem
Abschlussstichtag" des Lageberichts und des Anhangs, in
denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich
erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage - bis hin zur
Bestandsgefährdung - für die Gesellschaft ergeben
können, wenn die Abrufe der OEMs nicht in der
geplanten Höhe erfolgen oder die Lieferfähigkeit
aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter
Lieferketten zu Produktionsstopps führten. Die
laufende Geschäftstätigkeit kann die Gesellschaft
aktuell selbst finanzieren. Jedoch wird die Gesellschaft
zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten und bei
negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger
wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung
weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE, Kötz
(vormals: AL-KO Kober SE, Kötz), angewiesen sein. Wie
im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse
nach dem Abschlussstichtag" des Lageberichts und des
Anhangs dargelegt, deuten diese Gegebenheiten auf das
Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft
zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes
Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB
darstellen. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich
dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den LageberichtDer gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet
hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 29. Juli 2022
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Angabe gemäß § 328 HGBDer Jahresabschluss der Prinz Kinematics GmbH,
Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021 ist durch
Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2022
festgestellt worden.
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