Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Kreuznach HRB 3963
Vorher
Prinz Witte GmbHPRINZ WITTE GmbHWITTE Stromberg GmbH
Eingetragen
3.8.1999
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Komponenten für die Fahrzeugindustrie und artverwandte Branchen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prinz Kinematics GmbH

Stromberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021

A. Grundlagen der Gesellschaft

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Das Unternehmen Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, (kurz: Prinz Kinematics GmbH oder Prinz Kinematics) ist im Bereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Scharnieren für die Fahrzeugindustrie tätig. Prinz Kinematics entwickelt und produziert Scharniere und Produkte der Klappen-Kinematik. Die Produkte der Gesellschaft werden sowohl direkt an Dritte vertrieben als auch als Endprodukte an verbundene Unternehmen veräußert.

Ende Februar 2018 wurde das Unternehmen von der WITTE-Gruppe an die Prinz Kinematics Holding GmbH, München, veräußert. Im Zusammenhang mit dem Erwerb firmierte die Gesellschaft zur Prinz Kinematics GmbH um und kehrte damit zu ihrem früheren Markennamen vor der Integration in die WITTE-Gruppe im Jahre 2005 zurück. Zugleich wurden auch Gesellschaften an den Produktionsstandorten in Bulgarien und China übernommen, deren Anteile zum Bilanzstichtag von der Prinz Kinematics gehalten werden. Seit der Übernahme ist die Gesellschaft Teil der AL-KO SE, Kötz, -Gruppe, welche 100 % der Anteile hält.

II. Forschungs- und Entwicklungskosten

Prinz Kinematics GmbH verfügt über eine Entwicklungsabteilung, die Entwicklungen für Scharniere und Produkte der Klappen-Kinematik vornimmt.

Die Entwicklungen sind überwiegend projekt- und kundenspezifischer Art, weshalb deren Aktivierung unterbleibt.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus, ist die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2020 in ein historisches Tief gefallen. Die Wirtschaft in Deutschland hat ebenfalls im Jahr 2020 massiv unter der Pandemie gelitten. Auch 2021 war stark abhängig vom Infektionsgeschehen. Trotz den weiter andauernden Einschränkungen konnte sich die Wirtschaft vom Einbruch erholen. Dennoch konnte die Wirtschaftsleistung nicht ganz das Vorkrisenniveau erreichen. 1

Für die deutschen Unternehmen der Metallbearbeitung und -verarbeitung sind insbesondere die Entwicklungen in der Automobilindustrie maßgeblich. Vor allem Zulieferer mit einem hohen Automotive Anteil, wie die Prinz Kinematics GmbH, sind von den Stückzahlen der produzierten Autos abhängig. Mit etwa fünf bis sechs Millionen Arbeitsplätzen in der kompletten deutschen Lieferkette von Stahl, Chemie bis hin zu hiermit verbundenen Arbeitsstätten, wie Ingenieurbüros und Handel, stellt die Automobilbranche für Deutschland die wichtigste Schlüsselindustrie dar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des "Shutdowns" der OEM im Frühjahr 2020 zeigen, dass die Corona-Krise in der Realwirtschaft viel tiefer greift als die globale Finanzkrise 2008/2009. Dies war auch noch im Geschäftsjahr 2021 spürbar.

Nachdem die weltweite Autoproduktion aufgrund der Pandemie in 2020 eingebrochen war, konnte in 2021 weltweit ein leichter Zuwachs von 2% verbucht werden. Damit wurden in 2021 67 Mio. Personenkraftwagen verkauft. Das ist ein Plus von 1,2 Mio. Personenkraftwagen im Vergleich zum Vorjahr. 2 Für 2022 erwartet der Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA), Berlin, einen leichten Rückgang des Absatzes an Personenkraftwagen in Höhe von 1%. 3

Die aktuellen Herausforderungen des Automobilmarktes mit den seit Ende 2021 stetig steigenden Energie-, Stahl- und Frachtpreisen, sowie mit der immer noch aktuellen Halbleiter-Problematik werden den Automobilsektor aller Wahrscheinlichkeit nach auch 2022 noch deutlich beeinflussen.

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022
2 VDA, Zahlen zur Automobilproduktion im In- und Ausland, https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahres-zahlen/automobilproduktion
3 VDA, Pressemitteilung vom 20. Juni 2022

II. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung) verbesserte sich in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 132 von TEUR 40.326 auf TEUR 40.458. Grund hierfür war die Bestandsveränderung, welche den Rückgang der Umsatzerlöse kompensierte.

Die Materialaufwandsquote - als Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung -lag in 2021 mit 63,0% leicht unter dem Vorjahresniveau mit 64,7%. Der Rohertrag ging im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 52 auf TEUR 15.521 (im Vorjahr: TEUR 15.573) zurück. Die Verschlechterung des Rohertrages ist vor allem auf die rückläufige Gesamtleistung zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung betrug im Jahr 2021 TEUR -5.646, was gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR -5.115 eine Verschlechterung in Höhe von TEUR 531 darstellt. Die Prognose des Ergebnisses vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 0,1 Mio. wurde mit EUR -5,6 Mio. deutlich verfehlt. Die Gründe hierfür waren hauptsächlich eine Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 3.135 auf die Forderungen gegen sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.345 auf die Ausleihungen an die WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien. Darüber hinaus wirkten sich insbesondere über den Erwartungen liegende Personal- und Reparaturaufwendungen aus.

III. Darstellung der Ertragslage

Die Umsatzprognose von EUR 38,6 Mio. für das Geschäftsjahr 2021 wurde mit EUR 40,3 Mio. leicht übertroffen, was darauf zurückzuführen ist, dass sich der Automobilmarkt nach dem Lockdown in 2021 besser stabilisiert hat als zuvor erwartet. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.026 auf TEUR 40.302 gesunken. Die Serienumsätze machten in 2021 ca. 94% der Gesamtumsätze aus (Vorjahr ca. 94%). Die Werkzeugumsätze machten ca. 2% der Gesamtumsätze aus (Vorjahr ca. 5%). Der verbleibende Anteil entfiel im Wesentlichen auf Entwicklungs- sowie sonstige Umsätze von ca. 4% (Vorjahr ca. 1%).

Die sonstigen betrieblichen Erträge verschlechterten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 816. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erlöse aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 477) zur Anpassung an die gesetzlichen Regelungen nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, sondern unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Von dem Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 554 (Vorjahr: TEUR 1.370) entfielen rund TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 1) auf die Auflösung von Rückstellungen und TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 748) auf weiterbelasteten Aufwand an verbundene Unternehmen.

Der Personalaufwand stieg in 2021 um TEUR 49 auf TEUR 8.031. Der Personalaufwandsanteil an der Gesamtleistung beträgt somit unverändert 19,8%. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2021 178 Personen. Zum Jahresende lag diese Anzahl bei 173 Mitarbeitern.

Die Abschreibungen sanken in 2021 um TEUR 210 auf TEUR 2.607 (Vorjahr: TEUR 2.817). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung mehrerer Maschinen des Anlagevermögens zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2021 um TEUR 2.451 auf TEUR 9.162 (Vorjahr: TEUR 6.712). Hauptsächlicher Grund hierfür war, dass in 2021 eine Einzelwertberichtigung auf die Forderungen gegen die WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, in Höhe von TEUR 3.135 vorgenommen wurde. Außerdem stiegen die betrieblichen Versicherungen um TEUR 113. Durch die in 2021 immer noch sehr präsenten Auswirkungen der Pandemie konnten, wie bereits in 2020, kaum Fortbildungen bzw. Kundenbesuche umgesetzt werden, wodurch hier Einsparungen in Höhe von TEUR 58 verbucht werden konnten. Gegenläufig verringerten sich auch Qualitätskosten von TEUR 768 im Vorjahr auf TEUR 314 in 2021, Forderungsverluste um TEUR 479, Instandhaltungskosten um TEUR 66, Rechts- und Beratungskosten um TEUR 629 und die Frachtkosten konnten um TEUR 65 gesenkt werden.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen in 2021 aufgrund der Abwertung der Ausleihungen an die WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, TEUR 1.345. Im Vorjahr erfolgte eine Abwertung der Beteiligung an der bulgarischen Tochter in Höhe von TEUR 3.061.

Das Zinsergebnis verbesserte sich in 2021 um TEUR 95 auf TEUR -20.

Das Geschäftsjahr 2021 schloss, bedingt durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Prinz Kinematics Holding GmbH, München, wie im Vorjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 0 ab.

IV. Darstellung der Vermögenslage

Das Gesamtvermögen sank zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.380 auf TEUR 30.360, was vor allem aus einer Aufrechnung des Darlehens gegenüber der Prinz Kinematics Holding, München, mit Forderungen der Prinz Kinematics aus dem Ergebnisabführungsvertrag resultiert.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um TEUR 2.366 und betrug TEUR 12.572. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.620 getätigt, welche somit deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.607 lagen. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen eine Montage- und Fertigungsanlage sowie technische Vorrichtungen. Darüber hinaus verringerten sich die Ausleihungen an die Tochtergesellschaft WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung um TEUR 1.345 auf TEUR 0.

Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 702 auf TEUR 5.059, was vor allem auf die gestiegenen geleisteten Anzahlungen zurückzuführen war.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Berichtsjahr um TEUR 1.057 auf TEUR 2.437. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum Stichtag leicht um TEUR 273 auf TEUR 9.438. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 1.454 auf TEUR 735, was im Wesentlichen aus der Reduktion österreichischer Vorsteueransprüche (TEUR -1.181) resultiert.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme auf 57,4% (Vorjahr: 50,2%).

Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 327 auf TEUR 1.070. Dabei betrugen die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 479), die Rückstellungen für Abfindungen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 184) und die sonstigen Personalrückstellungen TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 373).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum Stichtag um TEUR 1.457 auf TEUR 4.368. Gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich die Verbindlichkeiten von TEUR 9.187 auf TEUR 4.175. Darin enthalten ist ein Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.299, welches sich gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 6.413 um TEUR 5.114 verringerte.

Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.708 auf TEUR 2.611 resultiert vor allem aus der Bilanzierung von Verpflichtungen aus einem Finanzierungsleasingvertrag über eine Montage- und Fertigungsanlage.

V. Darstellung der Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR -1.391. Aus der Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände ergab sich ein Abfluss von Zahlungsmitteln in Höhe von TEUR 1.714. Insgesamt betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -1.438.

Aus der Finanzierungstätigkeit kam es zu einem Mittelzufluss in Höhe von TEUR 1.624. In Summe hatte die Gesellschaft in 2021 einen negativen Cashflow in Höhe von TEUR -1.205, was zu einem Finanzmittelfonds von TEUR -633 führte. Der Finanzmittelfonds enthält TEUR 77 flüssige Mittel sowie TEUR 710 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Inanspruchnahme Kreditlinie).

Im Berichtsjahr wurde die Liquidität vor allem durch Bank-Kreditlinien und von der Muttergesellschaft bereitgestellte Darlehen, welche wiederum durch Gesellschaftermittel der AL-KO SE (ehemals: AL-KO Kober SE), Kötz; refinanziert sind, sichergestellt. In Summe beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft zum Stichtag 31.12.2021 auf TEUR 1.299.

VI. Mitarbeiter

Mitarbeiter stellen bei der Prinz Kinematics den wesentlichen Werttreiber dar. Mit ihren Fähigkeiten und Qualitäten bilden sie die Basis des Erfolgs der Gesellschaft.

Die Geschäftsführung bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre gezeigte Leistung.

C. Chancen- und Risikobericht

I. Risikomanagement

Das Qualitäts- und Umweltmanagement sowie das Controlling-System werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Risiken der aktuellen und zukünftigen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Durch die intern von der Gesellschaft genutzte Software SAP ERP 6.0 ist diese in der Lage, das Berichts- und Planungssystem durch Kennzahlen, Soll-Ist-Vergleiche und umfassende Abweichungsanalysen ständig zu verbessern. Im Rahmen des Steuerungs- und Überwachungssystems stehen regelmäßig produktionsbezogene Kennziffern und Analysen zur Verfügung. Ebenso werden wochen- und monatsbezogene Übersichten, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kennzahlen erstellt.

Darüber hinaus werden zyklisch Plan-, Ist- sowie Forecast-Analysen erstellt und entsprechende Maßnahmen durch die Geschäftsleitung definiert, eingeleitet und überwacht.

Es erfolgt eine laufende Überwachung und Steuerung der Liquidität. Debitoren und Kreditoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen abgesichert. Die Forderungen der großen Kunden sind durch eine Kreditversicherung bei Euler-Hermes abgesichert. Im Rahmen des operativen Forderungsmanagements wird das Zahlungsverhalten der Kunden laufend überwacht und verspätete Zahlungen angemahnt. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung. Die Vorratsbestände werden durch laufendes Monitoring gesteuert.

II. Chancen

Wachstumspotential ergibt sich zukünftig durch die weitere Marktdurchdringung bei bestehenden Kunden, zu denen zahlreiche Premium-Automobilhersteller, wie z. B. Daimler, BMW und Volvo zählen, sowie die Marktbearbeitung durch unsere Tochterunternehmen in Bulgarien und China. Weiterhin könnten sich durch laufende Eigenentwicklungen, die eventuell zu aktivierungsfähigen Patenten werden, neue Perspektiven auf dem Markt eröffnen.

III. Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die zukünftige Entwicklung des Automobilsektors hängt unmittelbar mit den Veränderungen der globalen Finanzmärkte und der Weltwirtschaft zusammen. Die zukünftige Ausrichtung der Prinz Kinematics hängt davon ab, inwieweit sich der aktuell leicht rückläufige Trend der Automobilnachfrage, sowie die externen Einflüsse (Halbleitermangel, Umweltkriterien etc.) fortsetzen werden.

Während sich die Frachtengpässe zum Jahresende 2021 etwas entspannt haben, bereiten zu Beginn des Jahres 2022 die weiterhin sinkenden Umsätze durch die weltweiten Entwicklungen (Ukrainekrieg oder Halbleiterengpässe) sowie die durch das Wegbrechen diverser Zulieferer sinkenden Abrufe der OEM's große Sorge. Da diese Entwicklungen bei fast allen Zulieferern der metallverarbeitenden Industrie zu beobachten sind, ist hierdurch die Stabilität der Lieferketten stark gefährdet.

Die in 2021 noch deutlich präsenteren Coronabeschränkungen werden in 2022 stetig gelockert, jedoch ergibt sich durch die aktuellen sehr ansteckenden Virusvarianten für das produzierende Gewerbe das Problem des stetigen Personalausfalls. Dadurch wird auch die Automobilindustrie weiterhin hart getroffen und beeinträchtigt. Außerdem lähmt der im Februar ausgebrochene Ukraine-Konflikt die wirtschaftlichen Tätigkeiten in der gesamten Bundesrepublik. Bedingt durch die weltweiten Auswirkungen besteht ein potenzielles Risiko unerwarteter Auftrags- und damit Umsatzeinbrüche.

Hieraus können Risiken mit erheblich negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - bis hin zur Bestandsgefährdung - für Prinz Kinematics resultieren. Insbesondere besteht das Risiko, dass die Abrufe durch die OEMs nicht in der geplanten Höhe erfolgen. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Lieferfähigkeit aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter Lieferketten zu Produktionsstopps führt. Ein weiteres Risiko liegt in einer anhaltend geringen Ertragskraft, was dazu führt, dass Investitionen nicht extern, sondern nur über den Gesellschafter finanziert werden können. Die laufende Geschäftstätigkeit kann die Prinz Kinematics aktuell selbst finanzieren. Jedoch wird man zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten und bei negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE (ehemals: AL-KO Kober SE), Kötz, angewiesen sein.

Dr. Peter Remer ist zum 13. Juli 2022 als Geschäftsführer ausgeschieden.

IV. Sonstige Risiken

Prinz Kinematics GmbH ist als Zulieferer der Automobilindustrie den Risiken der Branche und der allgemeinen Konjunkturentwicklung ausgesetzt.

Wir beliefern große Automobilhersteller und Zulieferer des Premiumsegments und erzielen daher unsere Umsatzerlöse im Wesentlichen mit wenigen, aber namhaften Kunden.

Die internen Prozesse werden laufend kritisch geprüft, um die Effizienz und Prozesssicherheit zu gewährleisten. Die Anpassung bestehender Prozesse bringt auch Risiken mit sich. Zur Optimierung der Transparenz wird das bestehende Reporting permanent weiterentwickelt und in regelmäßigen Managementmeetings zur Entscheidungsfindung eingesetzt.

Zur Ausweitung unserer Aktivitäten in China und Bulgarien sind aktuell zusätzliche finanzielle und organisatorische Ressourcen erforderlich. Die geschäftliche Entwicklung in den Beteiligungen wird fortlaufend überwacht.

Risiken auf der Einkaufsseite bestehen in der Rohstoffpreisentwicklung insbesondere für den Bereich Stahl, und der aktuellen Stahlversorgung, sowie in den stetig steigenden Energiekosten. Diesen Risiken wirkt die Gesellschaft mit mittelfristigen Verträgen zum Teil entgegen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft partiell von einzelnen Lieferanten abhängig, die diese über strategische Lieferantenbeziehungen in das Risiko-Management-System eingebunden sind. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Lieferfähigkeit aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter Lieferketten zu Produktionsstopps führt.

Signifikante Währungschancen und -risiken sind unverändert nicht erkennbar. Alle wesentlichen Einkaufs- und Absatzverträge werden auf Euro-Basis abgeschlossen.

Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung fortlaufend überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Entwicklungen kann somit zwar nicht beeinflusst werden, jedoch kann das Management der Prinz Kinematics GmbH auf diese Weise Maßnahmen treffen, welche die Auswirkungen im Eintrittsfall reduzieren.

V. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft

Aus heutiger Sicht können die o.g. Risiken sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit erhebliche negative Auswirkungen - bis hin zur Bestandsgefährdung - auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Dies gilt umso mehr, je länger die Wirtschaft aufgrund der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) sowie des Ukrainekriegs dazu gezwungen ist, Produktion und Handel einzudämmen und je länger die Lieferketten beeinträchtigt sind.

D. Prognosebericht

Es ist davon auszugehen, dass sowohl die Pandemie als auch das Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht rasch vorübergehen werden und dies wahrscheinlich auf das gesamte Jahr 2022 Einfluss haben wird. Weiterhin ist auch nicht davon auszugehen, dass sich die Material- und Energiepreise zeitnah stabilisieren bzw. wieder rückläufig entwickeln werden, was ebenfalls vermutlich das gesamte Jahr Einfluss auf die Ergebnisse nehmen wird.

Für die Prinz Kinematics GmbH sind die Prognosen trotz sinkender bzw. sich verschiebender aktueller Abrufe der OEMs dank steigender Herstellernominierungen positiv.

Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2022 auf Basis der erwarteten Abrufe aus den bestehenden Kundenaufträgen Umsatzerlöse und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung leicht über dem Vorjahr.

Wir gehen aufgrund unserer Mittelfristplanung davon aus, in den nächsten Jahren nachhaltig positive Unternehmensergebnisse zu erzielen und somit unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage deutlich zu verbessern.

Stromberg, 29. Juli 2022

Prinz Kinematics GmbH

Ernst August Müller

Geschäftsführer

Bilanz der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am
31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 165.243,89 667.985,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 188.777,55 211.872,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.833.215,38 6.632.910,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.269,21 214.983,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 849.584,64 2.593.982,75
9.090.846,78 9.653.749,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.165.733,00 2.165.733,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.149.955,00 2.449.955,00
3.315.688,00 4.615.688,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.242.855,57 2.289.012,76
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.360.454,33 1.272.337,04
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 682.461,90 626.827,97
4. Geleistete Anzahlungen 773.436,50 169.002,50
5.059.208,30 4.357.180,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.436.770,91 3.493.955,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.437.908,44 9.165.155,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 734.721,54 2.188.392,70
12.609.400,89 14.847.504,08
III. Flüssige Mittel 77.323,46 574.728,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.095,33 22.472,04
30.359.806,65 34.739.307,90

Passiva

Stand am
31.12.2021
Stand am
31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.800.000,00 1.800.000,00
II. Kapitalrücklage 11.328.689,41 11.328.689,41
III. Gewinnrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklage 229.385,00 229.385,00
2. Andere Gewinnrücklagen 302.435,00 302.435,00
531.820,00 531.820,00
IV. Gewinnvortrag 3.765.332,17 3.765.332,17
17.425.841,58 17.425.841,58
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.069.885,64 1.396.579,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 709.940,94 2.235,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.367.980,54 5.824.858,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.174.894,80 9.186.867,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.611.263,15 902.926,11
11.864.079,43 15.916.887,32
30.359.806,65 34.739.307,90

Gewinn- und Verlustrechnung der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 40.301.593,81 41.327.916,69
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 156.752,83 -1.002.104,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 553.849,53 1.369.654,10
41.012.196,17 41.695.466,10
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 24.590.045,94 24.984.620,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 900.986,78 1.137.360,73
25.491.032,72 26.121.981,69
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.562.941,44 6.721.980,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.468.457,45 1.260.705,97
davon für Altersversorgung EUR 100,00 (i. V. EUR 650,00)
8.031.398,89 7.982.685,97
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.607.155,14 2.817.210,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.161.683,19 6.711.681,81
-4.279.073,77 -1.938.094,14
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon von verbundenen Unternehmen EUR 83.241,94 (i. V. EUR 75.089,13) 83.241,94 75.089,13
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 1.345.000,00 3.061.332,51
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen EUR 68.942,80 (i. V. EUR 127.423,85) 102.911,88 189.860,96
-1.364.669,94 -3.176.104,34
11. Ergebnis nach Steuern -5.643.743,71 -5.114.198,48
12. Sonstige Steuern 2.279,13 601,68
13. Erträge aus der Verlustübernahme 5.646.022,84 5.114.800,16
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Prinz Kinematics GmbH hat ihren Sitz in Stromberg und ist unter der Nummer HRB 3963 im Register des Amtsgerichtes Bad Kreuznach eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Erlöse aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 477) zur Anpassung an die gesetzlichen Regelungen nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, sondern unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Ansonsten sind die Bilanzierungs-, Ausweis und Bewertungsmethoden stetig zum Vorjahr.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgen die Abschreibungen linear. Das Sachanlagevermögen wird linear und teilweise (im Falle von Altanlagen) geometrisch-degressiv abgeschrieben. Der Ansatz des nicht abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Nutzungsdauern betragen:

Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5
Gebäude 10 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen werden zum Nominalwert bilanziert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhungen bis zu den Anschaffungskosten zugeschrieben. Im Berichtsjahr waren Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.345 (Vorjahr: TEUR 3.061) auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen werden nach dem Grad der Fertigung zu Herstellungskosten ausgewiesen. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nominalwert bilanziert und ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nominalwerten. Für bestehende Einzelrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nominalwert bilanziert.

Bei der Gesellschaft handelt es sich ertragsteuerlich um eine Organgesellschaft der Prinz Kinematics Holding GmbH, München. Die sich aufgrund unterschiedlicher Ansätze in Handels- und Steuerbilanz sowie Verlustvorträgen ergebenden latenten Steuern werden beim Organträger, der Prinz Kinematics Holding GmbH, München, und nicht bei der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, als Organgesellschaft berücksichtigt. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über vororganschaftliche körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.668 und vororganschaftliche gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.597.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle zurzeit erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf ihren Barwert zum Abschlussstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

III. Grundsätze für die Fremdwährungsumrechnung in Euro

Unterjährig werden Geschäftsvorfälle in fremden Währungen zum Wechselkurs des Tages umgerechnet.

Zum Abschlussstichtag werden kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und Verbindlichkeiten in fremden Währungen zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet.

Mittel- und langfristige Vermögensgegenstände in fremden Währungen werden mit dem niedrigeren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt. Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem höheren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021 ist in einer Anlage dargestellt, welche integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde keine außerplanmäßige Abschreibung auf Maschinen des Anlagevermögens vorgenommen (Vorjahr: TEUR 341).

In den Finanzanlagen wurde im Geschäftsjahr 2021 eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 1.345 vorgenommen. Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 3.061 auf die Anteile an einem verbundenen Unternehmen vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 3.720 (Vorjahr: TEUR 4.050) aus Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen in Höhe von TEUR 3.135 wertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5.718 (Vorjahr: TEUR 5.115) die Gesellschafterin und stehen in Höhe von TEUR 5.646 (Vorjahr: TEUR 5.115) im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag; der restliche Betrag in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 0) resultiert aus Lieferungen und Leistungen.

Die flüssigen Mittel enthalten den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 479) und Verpflichtungen im Personalbereich TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 557).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.876 (Vorjahr: TEUR 2.774), und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.299 (Vorjahr: TEUR 6.413). Von den Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 6.712) auf die Gesellschafterin.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

Davon mit einer Restlaufzeit
Stand 31.12.2021 TEUR bis zu 1 Jahr TEUR über 1 Jahr TEUR über 5 Jahre TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 710 710 0 0
Vorjahr 2 2 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.368 4.368 0 0
Vorjahr 5.825 5.825 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.175 4.175 0 0
Vorjahr 9.187 9.187 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.611 1.161 1.175 275
Vorjahr 903 903 0 0
11.864 10.414 1.175 275
Vorjahr 15.917 15.917 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt gesichert: Kreditsicherungsgarantie der WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, gesamtschuldnerische Mithaftung der Prinz Kinematics Holding GmbH, München, und Bürgschaft der AL-KO SE, Kötz (vormals: AL-KO Kober SE).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 109 142
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 12
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 2.491 749
2.611 903

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

V. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten 2021
TEUR
2020
TEUR
Inland 24.183 25.901
Europäische Gemeinschaft ohne Inland 11.477 10.766
Sonstiges Ausland 4.642 4.661
40.302 41.328

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 391) und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr resultierten sie im Wesentlichen aus der Verjährung von nicht berechneten Lieferungen sowie Differenzen aus dem Gutschriftsverfahren mit unseren Kunden.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr: TEUR 97) enthalten. Ebenfalls sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 479) ausgewiesen. Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 3.135 Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Zusammenhang mit der Einzelwertberichtung von Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen enthalten.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.646 (Vorjahr: TEUR 5.115) wurde aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Prinz Kinematics Holding GmbH, München, übernommen und in entsprechender Höhe als Erträge aus der Verlustübernahme ausgewiesen.

Die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld durch die Bundesagentur für Arbeit ist saldiert in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 156) in dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote % Währung Eigenkapital Jahresergebnis
WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien 100 TEUR -1.341 -1.510
PRINZ Kinematics (Shenyang) Co. Ltd., Shenyang/China 100 TEUR 2.826 504

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind bzw. waren:

Herr Dr. Peter Remer, Potsdam (bis 13. Juli 2022)

Herr Ernst August Müller, Rheinböllen

Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die Bezüge der Geschäftsführer TEUR 169.

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:

2021
Gewerblich 131
Kaufmännisch 47
178

Haftungsverhältnisse

Die Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, hat eine "Confirmation of Continuity"-Erklärung gegenüber der bulgarischen Tochter WST Kinematics Bulgaria EOOD, Ruse/Bulgarien, abgegeben. Diese beinhaltet die Absicht, die Gesellschaft in 2022 im Bedarfsfall finanziell zu unterstützen. Die Notwendigkeit zur Gewährung weiterer finanzieller Unterstützung ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der bulgarischen Tochter im ersten Halbjahr 2022 sehr wahrscheinlich.

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen aus Bankkrediten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4.500).

Die Gesellschaft haftet nach § 73 AO als Organgesellschaft für den Organträger Prinz Kinematics Holding GmbH, München. Wir rechnen gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Verpflichtungen aus Mobilien Leasing- und Mietverträgen TEUR 1.030

Mit den Vertragsverhältnissen, insbesondere beim Leasing von Maschinen und technischen Anlagen, sichern wir uns die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen.

Verpflichtungen aus Immobilienpachtvertrag TEUR 519

Der Vorteil der Anmietung der Gebäude besteht darin, dass eine schnellere Veränderung in räumlicher Hinsicht ermöglicht wird. Daneben ergeben sich Vorteile aus einem ausgelagerten zentralisierten Gebäudemanagement. Risiken können sich im Hinblick auf Fragen der Kostenübernahme insbesondere bei Erhaltungsmaßnahmen und aus unerwarteten Mieterhöhungen ergeben.

Factoring TEUR 1.832

Außerbilanzielle Geschäfte wurden in Form von Factoring zum Zweck des vorzeitigen Liquiditätszugangs getätigt. Aufgrund des Factorings werden die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht mehr bilanziert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum Abschlussstichtag insgesamt TEUR 1.549.

Zum Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen. Der jährliche Aufwand im Geschäftsjahr 2022 wird ca. TEUR 540 betragen.

Das Bestellobligo aus Investitionen und längerfristigen Verpflichtungen beträgt zum 31.12.2021 TEUR 3.800.

Konzernzugehörigkeit

Die Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der AL-KO SE, Kötz, Registergericht Memmingen, HRB 15514, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Da der Abschluss der Gesellschaft und die Abschlüsse ihrer Tochtergesellschaften in diesen nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellten Konzernabschluss einbezogen werden, macht die Gesellschaft von § 291 HGB Gebrauch und nimmt die Befreiung von der Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses in Anspruch. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen wird von der PRIMEPULSE SE, München, Amtsgericht München, HRB 235412, aufgestellt. Die Konzernabschlüsse und Konzernlageberichte beider Gesellschaften werden in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offengelegt.

Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in dem Konzernabschluss der AL-KO SE, Kötz, in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten.

Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Während sich die Frachtengpässe zum Jahresende 2021 etwas entspannt haben, bereiten zu Beginn 2022 die weiterhin sinkenden Umsätze durch die weltweiten Entwicklungen (Ukrainekrieg oder Halbleiterengpässe) sowie die durch das Wegbrechen diverser Zulieferer sinkenden Abrufe der OEM's große Sorge. Da diese Entwicklungen bei fast allen Zulieferern der metallverarbeitenden Industrie zu beobachten sind, ist hierdurch die Stabilität der Lieferketten stark gefährdet.

Die in 2021 noch deutlich präsenteren Coronabeschränkungen werden in 2022 stetig gelockert, jedoch ergibt sich durch die aktuellen sehr ansteckenden Virusvarianten für das produzierende Gewerbe das Problem des stetigen Personalausfalls. Dadurch wird auch die Automobilindustrie weiterhin hart getroffen und beeinträchtigt. Außerdem lähmt der im Februar 2022 ausgebrochene Ukraine-Konflikt die wirtschaftlichen Tätigkeiten in der gesamten Bundesrepublik. Bedingt durch die weltweiten Auswirkungen besteht ein potenzielles Risiko unerwarteter Auftrags- und damit Umsatzeinbrüche.

Die oben beschriebenen Risiken können erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - bis hin zur Bestandsgefährdung - der Prinz Kinematics, Stromberg, haben. Insbesondere besteht das Risiko, dass die Abrufe durch die OEMs nicht in der geplanten Höhe erfolgen. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass die Lieferfähigkeit aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter Lieferketten zu Produktionsstopps führt. Die laufende Geschäftstätigkeit kann die Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, aktuell selbst finanzieren. Jedoch wird man zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten und bei negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE, Kötz, angewiesen sein.

Dr. Peter Remer ist zum 13. Juli 2022 als Geschäftsführer ausgeschieden.

Stromberg, 29. Juli 2022

Prinz Kinematics GmbH

Ernst August Müller

Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2021 Stand am 1.1.2021
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.615.289,05 1.280,00 0,00 3.343,30 1.613.225,75 947.303,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 431.982,19 4.963,50 0,00 0,00 436.945,69 220.109,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.636.522,92 1.085.575,14 2.197.319,85 741.734,82 29.177.683,09 20.003.612,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.549.546,78 75.873,20 0,00 1.489,39 1.623.930,59 1.334.563,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.593.982,75 452.921,74 -2.197.319,85 0,00 849.584,64 0,00
31.212.034,64 1.619.333,58 0,00 743.224,21 32.088.144,01 21.558.285,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.227.065,51 0,00 0,00 0,00 5.227.065,51 3.061.332,51
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.449.955,00 45.000,00 0,00 0,00 2.494.955,00 0,00
7.677.020,51 45.000,00 0,00 0,00 7.722.020,51 3.061.332,51
40.504.344,20 1.665.613,58 0,00 746.567,51 41.423.390,27 25.566.921,68
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 504.020,75 3.342,80 1.447.981,86 165.243,89 667.985,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.058,68 0,00 248.168,14 188.777,55 211.872,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.003.488,62 662.633,53 21.344.467,71 7.833.215,38 6.632.910,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.587,09 1.488,89 1.404.661,38 219.269,21 214.983,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 849.584,64 2.593.982,75
2.103.134,39 664.122,42 22.997.297,23 9.090.846,78 9.653.749,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 3.061.332,51 2.165.733,00 2.165.733,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.345.000,00 0,00 1.345.000,00 1.149.955,00 2.449.955,00
1.345.000,00 0,00 4.406.332,51 3.315.688,00 4.615.688,00
3.952.155,14 667.465,22 28.851.611,60 12.571.778,67 14.937.422,52

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Prinz Kinematics GmbH, Stromberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" des Lageberichts und des Anhangs, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich erheblich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - bis hin zur Bestandsgefährdung - für die Gesellschaft ergeben können, wenn die Abrufe der OEMs nicht in der geplanten Höhe erfolgen oder die Lieferfähigkeit aufgrund fehlenden Materials in Folge gestörter Lieferketten zu Produktionsstopps führten. Die laufende Geschäftstätigkeit kann die Gesellschaft aktuell selbst finanzieren. Jedoch wird die Gesellschaft zur Finanzierung von Investitionstätigkeiten und bei negativen Planabweichungen aufgrund nachteiliger wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Zuführung weiterer Gesellschaftermittel durch die AL-KO SE, Kötz (vormals: AL-KO Kober SE, Kötz), angewiesen sein. Wie im Abschnitt "Bestandsgefährdende Risiken / Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" des Lageberichts und des Anhangs dargelegt, deuten diese Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Stuttgart, 29. Juli 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Martina Schaaf Thomas Epple
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Jahresabschluss der Prinz Kinematics GmbH, Stromberg, für das Geschäftsjahr 2021 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2022 festgestellt worden.

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