Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 120478
Eingetragen
29.8.2006
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Erbringung von Ingenieurleistungen und sonstigen technischen Dienstleistungen aller Art, die Entwicklung und Produktion von Messgeräten, der Vertrieb von Messgeräten und Software sowie technische Kundenberatung und Wartung von Messgeräten im Bereich Versorgungstechnik. Die Gesellschaft ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen, den Geschäftsbetrieb auf verwandte Zweige jeder Art auszudehnen, überhaupt alle Maßnahmen zu ergreifen und alle Geschäfte zu unternehmen, die zur Erreichung und Fortführung des Gesellschaftszwecks unmittelbar oder mittelbar als dienlich erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Esders
seit 18.11.2019
Geschäftsführer
Martin Esders
seit 18.11.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Esders GmbH

Haselünne

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die Esders GmbH entwickelt und produziert Messgeräte, Software und Systemlösungen für den Gas-, Wasser- und Biogasbereich. Kunden sind vor allem Unternehmen aus dem Bereich der Energie- und Wasserversorgung, dem Rohrleitungsbau und entsprechende Dienstleistungsunternehmen dieser Branchen.

Die Esders GmbH entwickelt und fertigt ausnahmslos am Standort in Haselünne. Eigene Vertriebsstandorte bestehen in den Niederlanden, Polen, China und Brasilien.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,2% gegenüber dem Vorjahr. Die konjunkturelle Schwäche ist vor allem dem rückläufigen Konsum und einem schwächelnden Auslandsgeschäft geschuldet. Mit 5,7% lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2023 über dem Vorjahresniveau von 5,3%. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9%.

Die weltweite Konjunktur hat sich laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Jahr 2023 trotz des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik besser als erwartet entwickelt, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Das Bruttoinlandsprodukt der Welt ist im Berichtszeitraum um voraussichtlich 3,1% gestiegen. Das IfW erwartet, dass die geopolitische Unsicherheit für Unternehmen und Konsumenten hoch bleibt und das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft lediglich um 2,9% steigen wird.

Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum bei einem moderaten Wachstum von 0,5%.

Das IfW erwartet hier für 2024 eine minimale Erholung des Bruttoinlandsproduktes um 0,9%.

Energieversorgungsbranche

Die Energieversorgungsunternehmen befinden sich nach der gesetzlich verordneten Liberalisierung der Energiewirtschaft in einer Phase der Umstrukturierungen und Konsolidierung.

Als Folge der kriegerischen Auseinandersetzung Russlands und der Ukraine gab es eine massive Verknappung der Gasimporte aus Russland. Als Folge stiegen die Großhandelspreise auf ein deutlich höheres Preisniveau und haben sich auch im Berichtszeitrum noch nicht vollständig erholt.

Zusätzlich drängt die Bundesregierung auf einen Umbau der Energieversorgung, um von fossilen Energien unabhängig zu werden.

Der erhöhte Wettbewerbsdruck steigert zugleich die Notwendigkeit zu mehr Effizienz und Innovation für die Unternehmen der Energieversorgung.

Trends

Die zunehmende Digitalisierung der Prozesse stellt für sehr viele Unternehmen eine große Chance dar, trotz des Fachkräftemangels die eigene Effizienz weiter zu steigern. Die Esders GmbH hat frühzeitig in der eigenen Produktentwicklung die Weichen gestellt, um den Kunden heute die notwendigen Lösungen in Form von entsprechenden Produkten und Dienstleistungen anbieten zu können.

Nachhaltigkeitsbericht

Mit ihren Produkten und Systemlösungen trägt die Esders GmbH seit über 30 Jahren zur Sicherheit und Schonung unserer Ressourcen bei. Darüber hinaus übernimmt sie aktiv Verantwortung für alle Bereiche, auf die sie unmittelbar Einfluss hat, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Das umfasst unter anderem die Energieversorgung aus ressourcenschonenden und regenerativen Quellen. Zusätzlich wurde im Jahr 2019 erstmalig ein Zukunftspreis vergeben, der Projekte und Aktionen unterstützt, die besonders die Umwelt und Natur schützen und nachhaltig wirken.

2.2 Geschäftsverlauf

Der aktuelle Geschäftsverlauf ist positiv zu bewerten. Das Geschäftsjahr 2023 ist durch ein erneutes deutliches Wachstum der Geschäftstätigkeit geprägt. Die von der Unternehmensleitung gesetzten Ziele konnten erreicht werden.

2.3 Darstellung der Lage

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung und Kontrolle des Unternehmens sind das Betriebsergebnis und das EBITDA.

2.3.1 Ertragslage

Das Betriebsergebnis ist um T€ 1.453 auf T€ 4.660 gestiegen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen, neben den gestiegenen Umsatzerlösen, eine verbesserten Kostenstruktur.

Das EBITDA ist um T€ 1.488 auf T€ 5.082 gestiegen.

Sowohl das Betriebsergebnis als auch das EBITDA konnten entgegen den Erwartungen deutlich gesteigert werden.

Infolge dieser Entwicklungen ist das Jahresergebnis insgesamt um T€ 1.129 auf T€ 3.601 gestiegen.

2.3.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Esders GmbH erfolgt durch eigene Mittel.

Die Cash Earnings betragen T€ 3.980 (Vorjahr: T€ 2.863) und haben sich im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 2.743 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.568 erhöht.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen durch die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 439 bedingt und beträgt T€ -139.

2.3.3 Vermögenslage

Der Vorratsbestand hat sich um T€ 228 auf T€ 3.830 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Preiserhöhungen im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.340 auf T€ 17.859 gestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 92,7 % (Vorjahr: 89,2 %).

2.3.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung 2023 ist besser als geplant verlaufen und zusammenfassend wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Geschäftsführung als sehr gut bewertet.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für das Jahr 2024 rechnet die Esders GmbH mit der Fortsetzung der positiven Entwicklung der vorherigen Jahre. Die Geschäftsführung plant auch aufgrund des Marktstarts neuer Produkte in unterschiedlichen Marktsegmenten für das Jahr 2024 mit steigenden Umsätzen bei inflationsbedingt moderat steigenden Kosten.

Betriebsergebnis, EBITDA und Jahresüberschuss werden auf Vorjahresniveau erwartet.

3.2 Chancenbericht

Durch die Investitionen in die Vertriebs- und Entwicklungskapazitäten hat die Esders GmbH gute Chancen die führende Position in der Druckmesstechnik und den Marktanteil im Bereich der Gasmesstechnik wie in den letzten Jahren weiter auszubauen.

Die Anstrengungen der Esders GmbH in den Bereichen Digitalisierung der Prozesse und Konnektivität der Messgeräte und der damit verbundene Mehrwert für die Kunden, kann diese Entwicklung weiter fördern.

Bestrebungen auf Ebene der Europäischen Union mit dem Ziel bis 2030 mindestens 55 Prozent der Treibhausgasemissionen einzusparen, können zu einer weiteren Belebung des europäischen Marktes für verschiedene Produkte der Esders GmbH führen.

3.3 Risikobericht

Risikomanagementsystem

Planungs- und Kontrollprozesse sowie Standards bilden bei der Esders GmbH die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Dafür sind bei der Esders GmbH Informations-, Controlling- und Überwachungssysteme eingerichtet.

Organisatorisch wird dem Risikomanagement durch Controlling und Qualitätsmanagement Rechnung getragen.

Interne und externe Audits im Rahmen eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 gewährleisten konstante Qualitätsstandards.

Im Jahresverlauf wird mit Hilfe eines Planungs- und Controllingsystem laufend überprüft, in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Mittels eines umfassenden tagesaktuellen Reporting wird sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

Umfeld- und Branchenrisiken

Zusätzlich zu den politischen und regulatorischen Risiken zählen jene im Zusammenhang mit der Energiewende zu den wichtigsten Herausforderungen mit denen sich die Energieversorger konfrontiert sehen. Aufgrund der politisch gelenkten Transformation des Energiemix und der Sanktionen gegen Russland in Folge des Kriegs in der Ukraine ist Stand heute nicht klar ersichtlich welchen Anteil der Energieträger Erdgas in Zukunft einnehmen wird.

Die Esders GmbH begegnet diesen Risiken durch die Vorbereitung der Gasmesstechnik auf zukünftig mögliche gasförmige Energieträger und der Erschließung weiterer Kundengruppen für das gesamte Produktportfolio.

Beschaffungsmarktrisiken

Zusätzlich zu den üblichen Branchenrisiken der vor allen durch Schnelllebigkeit geprägten Elektronikbranche gefährden vor allem aufgrund geopolitischer Ereignisse gestörte internationale Warenströme und daraus resultierende Lieferengpässe die preis- und termingerechte Warenversorgung der Esders GmbH.

Die Esders GmbH beobachtet laufend die relevanten Märkte und schließt zur Preis- und Mengensicherung Rahmenverträge ab.

Existenzgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich.

Insgesamt zeigt sich die Risikolandschaft aus unserer Sicht leicht verbessert zum Vorjahr. Keines der dargestellten Risiken hat jeweils einen materiellen Einfluss auf die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2024.

 

Haselünne, den 28.10.2024

Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35,50 34,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.301,80 21.179,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 486.070,28 467.916,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.145.334,90 1.067.306,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176.031,70 204.858,09
1.826.738,68 1.761.260,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.770,75 54.770,75
2. Beteiligungen 32.180,63 32.180,63
3. übrige Finanzanlagen 250,00 250,00
87.201,38 87.201,38
1.913.975,56 1.848.496,45
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.829.713,49 3.601.852,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.277.544,42 2.222.707,74
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.449.941,73 2.130.541,78
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 631.734,58 679.147,01
4. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.425.939,75 991.304,88
7.785.160,48 6.023.701,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.220.212,67 2.937.572,68
15.835.086,64 12.563.126,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.589,27 41.533,25
D. Aktive latente Steuern 61.410,00 63.576,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 7.517,40 1.666,24
17.858.578,87 14.518.398,42

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Bilanzgewinn 16.530.268,03 12.929.658,20
16.555.868,03 12.955.258,20
B. Rückstellungen 380.187,61 378.877,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 672,04 655,65
2. Übrige Verbindlichkeiten 921.518,19 1.173.474,57
922.190,23 1.174.130,22
D. Rechnungsabgrenzungsposten 333,00 10.133,00
17.858.578,87 14.518.398,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 13.959.943,23 12.216.541,62
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.913.663,34 -5.225.009,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.166.498,77 -1.072.695,00
- davon für Alterversorgung: € 26.532,08 (Vorjahr: € 20.145,05)
-7.080.162,11 -6.297.704,75
3. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens -426.236,97 -390.809,18
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.793.518,56 -2.320.431,50
- davon aus Währungsumrechnungen: € 3.284,65 (Vorjahr: € 14.414,08)
5. Betriebsergebnis 4.660.025,59 3.207.596,19
6. Erträge aus Beteiligungen 130.075,35 100.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 130.075,35 (Vorjahr: € 100.000,00)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 169.836,63 96.871,39
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -480,39 -15,99
9. Finanzergebnis 299.431,59 196.855,40
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.354.306,35 -928.201,24
- davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 2.166,00 (Vorjahr: € 932,00)
11. Ergebnis nach Steuern 3.605.150,83 2.476.250,35
12. Sonstige Steuern -4.541,00 -4.669,00
13. Jahresüberschuss 3.600.609,83 2.471.581,35
14. Gewinnvortrag 12.929.658,20 10.808.076,85
15. Ausschüttung 0,00 -350.000,00
16. Bilanzgewinn 16.530.268,03 12.929.658,20

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Haselünne und ist beim Amtsgericht Osnabrück im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 120478 mit der Firma Esders GmbH eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist in formeller und materieller Hinsicht gegeben.

Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

2 Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Diese orientiert sich jeweils an den kürzesten zulässigen Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergibt.

Die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten wurden neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten in Ansatz gebracht.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt der Ansatz unabhängig vom Realisationsprinzip oder der Anschaffungskostenrestriktion.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die aktiven latenten Steuern sind in Höhe der sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung bewertet. Die handelsrechtlichen Wertansätze von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten weisen zu ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen auf.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung der Heubeck'schen Richttafeln 2018G bewertet. Von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Demnach erfolgte die Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahren in Höhe von 1,82 %, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ergibt. Aufgrund der getroffenen Vereinbarungen liegt der Berechnung als Annahme eine erwartete Lohn- bzw. Gehaltsentwicklung von 0,0 % p. a., eine Fluktuation von 0,0 % p. a. sowie eine Rentendynamik von 0,0 % p. a. zugrunde.

Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt.

Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Langfristige Rückstellungen sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst worden, der von der Bundesbank veröffentlicht wurde.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Einnahmen vor dem Stichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3 Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 318.275,83 29.397,00 0,00 0,00 347.672,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.889,10 0,00 0,00 0,00 28.889,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 641.100,00 35.271,99 0,00 28.826,39 705.198,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.663.818,82 404.124,03 -24.332,88 0,00 4.043.609,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 204.858,09 0,00 0,00 -28.826,39 176.031,70
4.538.666,01 439.396,02 -24.332,88 0,00 4.953.729,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.770,75 0,00 0,00 0,00 54.770,75
2. Beteiligungen 32.180,63 0,00 0,00 0,00 32.180,63
3. Übrige Finanzanlagen 250,00 0,00 0,00 0,00 250,00
87.201,38 0,00 0,00 0,00 87.201,38
4.944.143,22 468.793,02 -24.332,88 0,00 5.388.603,36
Abschreibungen
01.01.2023
Zuschreibungen
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 318.241,33 0,00 29.396,00 0,00 347.637,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.709,90 0,00 1.877,40 0,00 9.587,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 173.183,16 0,00 45.944,94 0,00 219.128,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.596.512,38 -47.255,94 349.018,63 0,00 2.898.275,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.777.405,44 -47.255,94 396.840,97 0,00 3.126.990,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Übrige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.095.646,77 -47.255,94 426.236,97 0,00 3.474.627,80
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35,50 34,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.301,80 21.179,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 486.070,28 467.916,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.145.334,90 1.067.306,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176.031,70 204.858,09
1.826.738,68 1.761.260,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 54.770,75 54.770,75
2. Beteiligungen 32.180,63 32.180,63
3. Übrige Finanzanlagen 250,00 250,00
87.201,38 87.201,38
1.913.975,56 1.848.496,45

4 Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag € (Vorjahr
€)
bis zu 1 Jahr € (Vorjahr
€)
über 1 Jahr bis 5 Jahre € (Vorjahr
€)
über 5 Jahre € (Vorjahr
€)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 672,04 672,04 0,00 0,00
(655,65) (655,65) (0,00) (0,00)
2. Übrige Verbindlichkeiten 921.518,19 921.518,19 0,00 0,00
(1.173.474,57) (1.173.474,57) (0,00) (0,00)
922.190,23 922.190,23 0,00 0,00
(1.174.130,22) (1.174.130,22) (0,00) (0,00)

5 Erläuterungen zur Bilanz

5.1 Kapitalanteile gem. § 285 Nr. 11 HGB

Die Gesellschaft besitzt folgende Kapitalanteile von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:

Anteile am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Bilanzstichtag Jahr
a) Esders-China Mess-Tech (Beijing) Co., Ltd., Beijing (China) 100,00 31.12.2023 -62.255,29 2023 -105.627,10
b) Esders Polska Sp. zo.o., Warschau (Polen) 50,00 31.12.2023 249.660,72 2023 79.168,54
c) Esders B.V., Tilburg (Niederlande) 50,00 31.12.2023 981.859,00 2023 361.450,00
d) Esders Brasil Equipamentos de Teste Ltda., Rio de Janeiro (Brasilien) 50,00 31.12.2023 -89.590,33 2023 -90.377,74

5.2 Forderungen

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 755.711,42 (Vorjahr: € 755.711,42) enthalten.

In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 200.000,00 (Vorjahr: € 200.000,00) enthalten.

5.3 Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende sonstige Forderungen enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen:

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen gegen Mitarbeiter 56.250,00 81.250,00
56.250,00 81.250,00

5.4 Angaben zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gem. § 285 Nr. 25 HGB

Folgende Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, sind gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet worden:

31.12.2023
Anschaffungskosten
Beizulegender Zeitwert
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 254.397,40 254.397,40
Summe 254.397,40 254.397,40

Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung entspricht dem Marktpreis.

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen beträgt € 246.880,00. Als Schulden sind ausschließlich Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verrechnet worden.

5.5 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der ausschüttungsgesperrte Gesamtbetrag i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB, § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ergibt sich wie folgt:

31.12.2023
Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung 2.436,00
Beträge aus der Aktivierung des Überhangs aktiver latenter Steuern über die übrigen passiven latenten Steuern 61.410,00
Ausschüttungsgesperrter Betrag 64.046,00

6 Sonstige Angaben

6.1 Anzahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
Kaufmännische Angestellte 62 57
Gewerbliche Arbeitnehmer 53 51
Aushilfen 7 10
122 118

Neben den aufgeführten Arbeitnehmern haben sich durchschnittlich 17 (Vorjahr: 17) Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis befunden.

6.2 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Bernhard Esders, Master of Science,

Herr Martin Esders, Bachelor of Engineering,

Herr Stefan Esders, Master of Science.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

6.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:

Verpflichtung aus: 2023 T€ p. a. 2022 T€ p. a.
Miet-, Pachtverträge 272 242
Leasingverpflichtungen 54 70
326 312

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt.

Die Mietverträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Restlaufzeit der Leasingverpflichtungen beträgt bis zu 3 Jahre.

6.4 Latente Steuern

Latente Steuern wurden verrechnet in der Bilanz ausgewiesen. Ein sich bei der Verrechnung ergebender aktiver Überhang ist als aktive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen worden. Die latenten Steuern werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28 % berechnet.

Aktive latente Steuern
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 63.576,00
Veränderung -2.166,00
Stand zum Ende des Geschäftsjahres 61.410,00

Am Ende des Geschäftsjahres beträgt der Saldo der aktiven latenten Steuern T€ 61 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 2 verringert.

 

Haselünne, den 28. Oktober 2024

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem am 4. November 2024 festgestellten vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk mit Datum vom 29. Oktober 2024 erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Esders GmbH, Haselünne,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Esders GmbH, Haselünne, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Esders GmbH, Haselünne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 29. Oktober 2024

PKF WMS GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberater Rechtsanwälte

Heinz-Hermann Gerdes, Wirtschaftsprüfer

Yannick Herberger, Wirtschaftsprüfer

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