CPL Holdings GmbH
Dietzenbach
Jahresabschluss zum 31. Dezember
2018
Bilanz zum 31. Dezember 2018
A k t i v a
|
31.12.2018 |
31.12.2017 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| Finanzanlagen |
76.662.081,79 |
76.662.081,79 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| Kassenbestand
und Guthaben bei Kreditinstituten |
20.795,31 |
21.198,61 |
| C.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
116.368.357,87 |
91.463.706,99 |
|
193.051.234,97 |
168.146.987,39 |
P a s s i v a
|
31.12.2018 |
31.12.2017 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
7.594.847,20 |
7.594.847,20 |
| III.
Verlustvortrag |
-99.083.554,19 |
-77.651.217,03 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
-24.904.650,88 |
-21.432.337,16 |
| V.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
116.368.357,87 |
91.463.706,99 |
|
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
172.200,00 |
176.200,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
192.879.034,97 |
167.970.787,39 |
|
193.051.234,97 |
168.146.987,39 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2018
I. Allgemeine Angaben
Am 14. Dezember 2012 erfolgte die Übernahme der
CPL Holdings GmbH (nachfolgend "CPL Holdings" oder
"Gesellschaft") durch SSCP Pads Holdings S.C.A., Luxemburg,
während die CPL Holdings ihrerseits - in Vorbereitung
auf den Erwerb von Anteilen an der Cartonplast Group GmbH,
Dietzenbach, - die CPL Group GmbH, Dietzenbach,
übernahm.
Am 6. März 2013 erwarb SSCP Pads PV S.C.A.,
Luxemburg, 16 % des Stammkapitals der CPL Holdings.
Die Gesellschaft ist mehrheitlich in Besitz eines von
Stirling Square Capital Partners, London,
Großbritannien (nachfolgend: "SSCP"), verwalteten
Investmentfonds und stellt einen Konzernabschluss im Sinne
des § 290 Abs. 1 HGB auf.
CPL Holdings GmbH, Dietzenbach, ist in das
Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter
der Nr. HRB 47296 eingetragen.
Gegenstand des Unternehmens mit Sitz in Dietzenbach
ist die Übernahme, Verwaltung und der Verkauf von
Unternehmensbeteiligungen in Deutschland und im Ausland und
alle damit zusammenhängenden Geschäfte und
Aktivitäten sowie die Verwaltung eigenen
Vermögens, mit Ausnahme genehmigungspflichtiger
Geschäfte, jeweils im eigenen Namen und auf eigene
Rechnung.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 wird in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften (HGB) sowie nach den Vorschriften des Gesetzes
betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
(GmbH-Gesetz) aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB in Verbindung mit §
267a Abs. 3 Nr. 3 HGB.
Die Vorschriften zu Gliederung und Beschreibung der
Posten in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden
eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Bilanzielles Eigenkapital und nachrangige
Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2018 weist die Gesellschaft einen
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von 116,4
Millionen EUR auf.
Im Rahmen der Übernahme der Cartonplast Group
GmbH und der Cartonplast Iberica S.L.U. wurden der CPL
Holdings GmbH ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in
Höhe von 40,4 Millionen EUR sowie ein nachrangiges
Verkäuferdarlehen in Höhe von 30 Millionen EUR
gewährt. Im Rahmen einer im Geschäftsjahr 2015
abgeschlossenen Refinanzierung wurde ein weiteres
nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von 8,7
Millionen EUR ausgegeben. Die Zinsen für
Gesellschafter- und Verkäuferdarlehen sind bis zur
Fälligkeit der Darlehen (2020/2022/2042) gestundet.
Die nachrangigen Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2018
einschließlich kapitalisierter Zinsen mit insgesamt
158,1 Millionen EUR.
Aufgrund ihrer Nachrangigkeit werden diese Darlehen
als eigenkapitalähnliche Mittel angesehen, die den
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag deutlich
übersteigen.
Da die CPL Holdings GmbH als Mutterunternehmen mit
den Tochterunternehmen wirtschaftlich und finanziell
verflochten ist, und insofern von der Situation in der
Gruppe beeinflusst ist, geben wir im Folgenden
Informationen zur Situation in der Gruppe.
Marktentwicklungen
Der Geschäftsverlauf des Cartonplast Konzerns
wurde im Jahr 2018 in hohem Maße von der Entwicklung
der Märkte für Behälterglas in Europa bei
bestehenden Kunden beeinflusst. Weiterhin wirkte sich der
Erwerb von 100 % der Anteile an der Green Plate GmbH,
Frankfurt am Main (nachfolgend "Green Plate"), mit Wirkung
zum 31. August 2018 positiv auf den Geschäftsverlauf
aus. Insgesamt hat der Konzern im Geschäftsjahr 2018
mit einem bereinigten EBITDA von 35,6 Millionen EUR ein im
Vorjahresvergleich deutlich gestiegenes operatives Ergebnis
erzielt. Die Cartonplast Gruppe definiert das bereinigte
EBITDA als das operative Konzernergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen sowie vor nicht betrieblichen
und sonstigen Posten, die innerhalb der im
Konsortialkreditvertrag vereinbarten, zulässigen
Grenzen bereinigt werden dürfen (ohne Bereinigung der
Minderheitenanteile). In dem im Mai 2018 neu
abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag wurde das
bereinigte EBITDA neu definiert.
Im Geschäftsjahr 2019 und darüber hinaus
wird der Cartonplast Konzern den Schwerpunkt, wie in der
Vergangenheit, auf die Vermietung und Wiederverwendung von
Verpackungsmaterial mit dem Schwerpunkt
Getränkeindustrie legen. Derzeit ist im Hinblick
darauf kein Strategiewechsel geplant.
Die Geschäftsführung beurteilt die weitere
Entwicklung des Konzerns optimistisch. Für 2019 wird
eine stabile bis leicht wachsende Marktnachfrage im
Bestandsgeschäft erwartet. Im Hinblick auf die
geographische Erweiterung des Geschäfts wird der
Schwerpunkt in Europa auf Frankreich sowie auf den
Niederlanden, Polen und der Tschechischen Republik liegen.
Weiterhin werden in Brasilien die Aktivitäten
zum Aufbau eines vergleichbaren Zwischenlagen-Poolsystems
wie in Europa verstärkt fortgesetzt.
Darüber hinaus ist in der Getränkeindustrie
ein kontinuierlich anhaltender, moderater Trend zu
verzeichnen, Zwischenlagen aus Karton durch
Kunststoff-Zwischenlagen zu ersetzen.
Finanzplanung 2019
Die Geschäftsführung setzt auf
Mehrjahresplanung. Diese umfasst nicht nur die Planung der
Gewinn- und Verlustrechnung, sondern auch die daraus
resultierende Bilanzplanung, Investitions- und
Liquiditätsplanung. Zusätzlich wird neben der
langfristigen Liquiditätsplanung im Planungsprozess
bis 2019 eine rollierende
Dreizehn-Wochen-Liquiditätsplanung als zeitnahe
Detailplanung zur Sicherstellung der Liquidität
erstellt.
Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet die
Geschäftsführung mit einem Anstieg der
Umsatzerlöse auf Gruppenebene um 11,7 % auf 82,9
Millionen EUR. Das angestrebte Umsatzwachstum resultiert
hierbei einerseits aus dem Erwerb der Green Plate durch die
Tochtergesellschaft Cartonplast Group GmbH, der sich im
Geschäftsjahr 2019 erstmals in voller Höhe
auswirkt. Andererseits wird auch die geplante geografische
Ausweitung des Absatzmarktes mit bestehenden Kunden zu dem
angestrebten Umsatzwachstum beitragen. Weiterhin ist die
Akquisition von neuen Kunden in den bestehenden
Märkten in Russland und Polen geplant.
In Verbindung mit Kostensenkungs- und
Optimierungsmaßnahmen, welche teilweise bereits in
Vorjahren in die Wege geleitet wurden, führt das
erwartete Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2019 zu
einem bereinigten EBITDA von 41,2 Millionen EUR (+ 5,6
Millionen EUR im Vergleich zum Vorjahr), was einer
bereinigten EBITDA-Marge von 49,7 % entspricht.
Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet die
Cartonplast Gruppe mit Investitionen in Zwischenlagen und
komplementäre Produkte (Holz- und Kunststoffpaletten,
Top Frames) von 27,4 Millionen EUR. Hiervon entfallen rund
12,7 Millionen EUR auf geplante Wachstumsprojekte in
Europa, der Türkei und Lateinamerika.
Für das Geschäftsjahr 2019 sind
Gesamtinvestitionen von insgesamt 32,1 Millionen EUR
geplant. Im Geschäftsjahr 2019 soll der Konzern einen
Free Cash-Flow in Höhe von 8,4 Millionen EUR (+16,5
Millionen EUR zu Vorjahr) erzielen. Bestehende
Cash-Zinsverpflichtungen können hiermit vollkommen
bedient werden, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass
diese sich durch den Abschluss der Refinanzierung im Mai
2018 deutlich reduziert haben.
Auf Basis der aktuellen Planung ergibt sich eine
Nettofinanzverschuldung (ohne Verbindlichkeiten
gegenüber Anteilseignern und Verkäuferdarlehen)
der Cartonplast Gruppe am 31. Dezember 2019 von 97,2
Millionen EUR.
Beurteilung der Liquiditätssituation
Die aus der Gewinn- und Verlustplanung und der daraus
resultierenden Bilanzplanung abgeleitete
Finanz-/Liquiditätsplanung berücksichtigt aus
Sicht der Unternehmensleitung alle Informationen, die
erforderlich sind, um die Entwicklung des Unternehmens
unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und
Risiken beurteilen zu können. Es sind alle zum
Erstellungszeitpunkt bekannten und absehbaren Ereignisse,
Entscheidungen und Faktoren einbezogen worden, die einen
wesentlichen Einfluss auf die
Fortführungsfähigkeit des Unternehmens haben
könnten.
Risiken, die sich aus schwankenden
Zahlungsströmen ergeben könnten, werden
rechtzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung bzw.
ihrer wöchentlichen rollierenden
Dreizehn-Wochen-Fortschreibung erkannt und gegebenenfalls
gegensteuernde Maßnahmen definiert und umgesetzt.
Nach Einschätzung der Geschäftsführung
ist die Fortführung des Unternehmens überwiegend
wahrscheinlich. Die Geschäftsführung geht von
einer positiven Fortbestehensprognose aus. Diese
Einschätzung basiert zusammengefasst auf folgenden
Erwägungen:
Die von der Geschäftsführung aufgestellte
Unternehmensplanung zeigt, dass für die
Geschäftsjahre 2019 und 2020 steigende
Umsatzerlöse und Cash Flows erwartet werden, die die
laufenden Liquiditätsbedarfe der Cartonplast Gruppe
und damit auch der CPL Holdings vollständig abdecken.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird zum 31.
Dezember 2018 ein Verkäuferdarlehen vom 14. März
2013 in Höhe von 39,8 Millionen EUR inklusive
aufgelaufener Zinsen ausgewiesen. Gemäß den
vertraglichen Vereinbarungen ist das Verkäuferdarlehen
am 14. März 2020 einschließlich der bis dahin
aufgelaufenen und kapitalisierten Zinsen vollständig
zurückzuzahlen. Das Darlehen wurde im Zuge der
Veräußerung der Gruppe vom vorherigen
Eigentümer der Gruppe im März 2013 gewährt.
Aufgrund der positiven Entwicklung der Gruppe ist
davon auszugehen, dass das Verkäuferdarlehen zu
bestehenden Konditionen prolongiert oder refinanziert wird.
Sollte das Darlehen nicht prolongiert oder refinanziert
werden, besteht darüber hinaus die Möglichkeit,
das Darlehen im Falle eines Verkaufs der gesamten Gruppe
abzulösen. Aufgrund der positiven Entwicklung und
steigenden Cash Flows geht die Geschäftsführung
von einer zukünftig steigenden Verkaufsfähigkeit
der Gruppe aus.
Die Finanzplanung für die Geschäftsjahre
2019 und 2020 enthält Annahmen über die Zukunft.
Diese wurden auf der Grundlage von Erwartungen und
Schätzungen formuliert. Zu den Erwartungen gehört
auch, dass das im März 2020 fällig werdende
Verkäuferdarlehen erfolgreich prolongiert oder
refinanziert werden kann. Solche in die Zukunft gerichteten
Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und
Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die
tatsächlichen Ergebnisse abweichen oder schlechter
ausfallen können. Von diesen Risiken und
Ungewissheiten können die CPL Holdings GmbH und ihre
Tochterunternehmen betroffen sein. Daher kann aufgrund der
wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen innerhalb
der Gruppe der Fortbestand der CPL Holdings GmbH bedroht
sein, wenn die Verhandlungen über die Prolongation
oder Refinanzierung des Verkäuferdarlehens vor dem 14.
März 2020 nicht erfolgreich abgeschlossen werden
können.
Financial Covenants
Am 16. Mai 2018 wurde der seit März 2013
bestehende Konsortialkreditvertrag der Cartonplast Gruppe
vor dem Hintergrund der anstehenden Fälligkeiten der
Darlehen vollständig refinanziert. Der refinanzierte
Konsortialkreditvertrag beinhaltet deutlich günstigere
Bedingungen bezüglich der vertraglich einzuhaltenden
Kennzahlen (sogenannte "Financial Covenants"). Da eine
Nicht-Einhaltung der Financial Covenants dennoch gewisse
negative Folgen nach sich ziehen und, im Extremfall, zu
einer Fälligstellung der Kredite vor Ende der festen
vertraglichen Laufzeit führen kann, werden diese
regelmäßig zentral durch die Muttergesellschaft
CPL Holdings auf Konzernebene berechnet und überwacht.
Sie bilden den vorrangigen Berichtsinhalt im
Quartalsreporting des Konzerns.
Die Unternehmensplanung für die
Geschäftsjahre 2019 und 2020 zeigt nicht nur, dass die
Financial Covenants im Prognosezeitraum voraussichtlich
eingehalten werden, sondern auch, dass weiterhin ein
ausreichender "Sicherheitspuffer" (Headroom) besteht.
Für den Planungszeitraum 2019 bis 2020 wird eine
stetig positive Entwicklung des Leverage Covenant erwartet.
Fazit
Vor dem Hintergrund des Gesamtbildes, welches sich
aus der oben dargestellten Ertrags-, Vermögens- und
Finanzlage unter Berücksichtigung des geplanten
Geschäftsverlaufs und der Refinanzierung zu deutlich
günstigeren Konditionen für das
Geschäftsjahr 2018 ergibt, beurteilt die
Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens als grundsätzlich stabil mit deutlich
positivem Ausblick.
Zudem ist die Geschäftsführung davon
überzeugt, dass das Unternehmen in überschaubarer
Zeit fortführungsfähig ist, sofern das im
März 2020 fällige Verkäuferdarlehen
prolongiert oder refinanziert werden kann.
Gleichwohl ist ausweislich der Planung im März
2020 eine Liquiditätslücke zu erwarten, soweit
die Verhandlungen über die Prolongation oder
Refinanzierung des am 14. März 2020 fälligen
Verkäuferdarlehens vor dem Fälligkeitsdatum nicht
erfolgreich abgeschlossen werden können. Diese
Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer
wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an
der Fähigkeit der CPL Holdings GmbH zur
Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit aufwerfen
kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne
des § 322 Abs.2 Satz 3 HGB darstellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum
niedrigeren Marktwert angesetzt.
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand sind
zum Nennwert bilanziert. Die Umrechnung von
Fremdwährungspositionen erfolgte mit dem Geldkurs zum
Abschlussstichtag.
Das
gezeichnete Kapital entspricht seinem Nennwert.
Rückstellungen werden mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für
alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und
drohenden Verluste notwendigen Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Sonstige Rückstellungen berücksichtigen in
hinreichender Weise alle Risiken und unsicheren
Verbindlichkeiten. Die Bewertung basiert auf
Erfahrungswerten, fundierten Schätzungen und
Berechnungen. Rückstellungen werden mit ihrem
Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung
künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre, wie von der Deutsche Bundesbank festgelegt,
abgezinst.
Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in
Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs
zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Im Rahmen der Bewertung der im Jahresabschluss
enthaltenen Vermögensgegenstände und Schulden
wurde von der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2
HGB ausgegangen.
III. Erläuterungen zur Bilanz
1. Finanzanlagen
Die Gesellschaft hält Anteile von 100 Prozent an
folgender Unternehmung:
|
Anteilsbesitz
(direkte Beteiligung) |
Eigenkapital
in TEUR |
Jahresergebnis
in TEUR |
Cartonplast Group GmbH,
Dietzenbach Deutschland |
100,00% |
52.845 |
425 |
Die Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, Deutschland,
hält direkt oder indirekt Anteile von mehr als 20
Prozent an folgenden Unternehmen:
|
Anteilsbesitz |
Eigenkapital |
Jahresergebnis |
|
|
TEUR |
TEUR |
|
Cartonplast Polska spolka & ograniczona
odpowiedzialnosica, Katowice, Polen
c) |
100,00% |
3.906 |
198 |
| CPL
Cartonplast Ambalaj Sanay ve Ticaret Anonim Sirketi,
Bursa, Türkei
c) |
100,00% |
3.282 |
1.594 |
|
Cartonplast Pallets GmbH, Kirchbrak, Deutschland
b) |
50,00% |
508 |
243 |
|
Cartonplast (UK) Limited, Doncaster,
Großbritannien
b) |
100,00% |
4.929 |
962 |
|
Cartonplast RU OOO, Moscow, Russland
c) d) |
99,00% |
2.635 |
513 |
|
Cartonplast South Africa Pty Ltd., Bellville,
Südafrika
b) |
100,00% |
402 |
93 |
|
Afriplast Pty. Ltd., Bellville, Südafrika
b) |
100,00% |
225 |
95 |
|
Cartonplast France SAS, Dagneux, Frankreich
c) |
100,00% |
-10 |
-35 |
|
Cartonplast Holding do Brasil LTDA., Rio de Janeiro,
Brasilien
b) d) |
99,99% |
2.431 |
-30 |
CPL
Servicos de Gerenciamento de Cadeia de Suprimento
Sustentável S.A.,
Rio de Janeiro, Brasilien
b) |
100,00% |
-42 |
-6 |
|
Cartonplast Ibérica, S.L.U., Madrid, Spanien
c) |
100,00% |
18.652 |
-3.369 |
|
Poolplaca Portuguesa Plasticos Lda., Figueira da Foz,
Portugal
c) |
100,00% |
1.401 |
-10 |
|
Polymerc Holding AG, Basel, Schweiz
b) |
100,00% |
118 |
926 |
| PLP24
GmbH, Langenfeld, Deutschland
c) |
100,00% |
1.120 |
199 |
| Green
Plate GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
c) |
100,00% |
180 |
155 |
|
Cartonplast Corex Australia Pty Ltd., Carlton,
Australien |
70,00% |
0 |
0 |
|
Cartonplast North America Corp., Delaware, USA |
100,00% |
0 |
0 |
|
Movelog Servicos Logisticos S.A. Jacarei, Brasilien
a) b) |
70,00% |
979 |
394 |
a) über Treuhandverhältnis
b) Beträge entsprechen dem lokalen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018; Beträge in
Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31.
Dezember 2018 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2018
umgerechnet.
c) Beträge entsprechen dem lokalen
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017; Beträge in
Fremdwährung wurden mit dem Stichtagskurs zum 31.
Dezember 2017 bzw. dem Jahresdurchschnittskurs 2017
umgerechnet.
d) Die verbleibenden Anteile werden von der CPL
Holdings GmbH direkt gehalten.
Die CPL Holdings leistete in der Vergangenheit eine
Kapitaleinlage in Höhe von 76,6 Millionen EUR in die
Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, wie dies auch die
Finanzierungsvereinbarung (Notional Funding Agreement)
verlangt.
2. Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen umfasst liquide Mittel in
Höhe von 20,8 TEUR (Vorjahr: 21,2 TEUR).
3. Eigenkapital
Die SSCP Pads Holdings S.C.A., Luxemburg, hat einen
Anteil von 84 % und die SSCP Pads PV S.C.A., Luxemburg,
einen Anteil von 16 % am Stammkapital der Gesellschaft
(25.000 EUR, Vorjahr: 25.000 EUR).
Gemäß Finanzierungsvereinbarung (Notional
Funding Agreement) vom 14. März 2013 leisteten beide
Anteilseigner Kapitaleinlagen in Höhe von insgesamt
6.250 TEUR in Form von nicht-gebundenen
Kapitalrücklagen. Der Ausweis erfolgte
gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Mit Wirkung
zum 5. August 2015 haben die Anteilseigner der CPL Holdings
GmbH eine Kapitalerhöhung und eine sonstige Zuzahlung
in die Kapitalrücklage gemäß § 272
Abs. 2 Nr.4 HGB in Höhe von 1.345 TEUR geleistet.
4. Rückstellungen
Zum 31. Dezember 2018 sind in den sonstigen
Rückstellungen Kosten für die Prüfung des
Jahres- und Konzernabschlusses enthalten. Die
Rückstellungen haben sämtlich eine Restlaufzeit
von weniger als einem Jahr.
5. Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
|
Verbindlichkeiten |
Gesamtwert |
davon mit einer Restlaufzeit von |
| zum
31. Dezember 2018 |
|
<
1 Jahr |
1
bis 5 Jahre |
>
5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
|
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
118.276 |
0 |
103.197 |
15.079 |
|
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
34.778 |
0 |
34.778 |
0 |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
39.825 |
0 |
39.825 |
0 |
|
Summe |
192.879 |
0 |
177.800 |
15.079 |
|
Verbindlichkeiten |
Gesamtwert |
davon mit einer Restlaufzeit von |
| zum
31. Dezember 2017 |
|
<
1 Jahr |
1
bis 5 Jahre |
>
5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
|
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
100.661 |
0 |
87.828 |
12.833 |
|
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
29.381 |
0 |
29.381 |
0 |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
37.929 |
0 |
37.929 |
0 |
|
Summe |
167.971 |
0 |
155.138 |
12.833 |
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen umfassen
insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Erstellung und Prüfung des Jahres- und
Konzernabschlusses sowie der steuerlichen Beratung zum 31.
Dezember 2018.
Erträge und Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung und aus der Abzinsung von
Rückstellungen fielen im Geschäftsjahr 2018 nicht
an.
Darüber hinaus enthalten
Zinsen und ähnliche Aufwendungen einen
Zinsaufwand für Gesellschafterdarlehen in Höhe
von 17,6 Millionen EUR (Vorjahr: 15,0 Millionen EUR),
Zinsaufwand für Darlehen mit verbundenen Unternehmen
in Höhe von 5,2 Millionen EUR (Vorjahr: 4,4 Millionen
EUR) sowie Zinsen für sonstige Verbindlichkeiten in
Höhe von 1,9 Millionen EUR (Vorjahr: 1,8 Millionen
EUR). Nach den jeweiligen Darlehensvereinbarungen
erhöht sich der Darlehensbetrag jährlich um den
Betrag der nicht gezahlten Zinsen und unterliegt in den
Folgejahren wiederum einer Verzinsung.
V. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Die CPL Holdings GmbH haftet als Bürge für
die Verbindlichkeiten ihrer Tochtergesellschaften
Cartonplast Group GmbH, Dietzenbach, und Cartonplast
Ibérica S.L.U., Madrid aus dem am 16. Mai 2018
refinanzierten Konsortialkreditvertrag. In ihrer Funktion
als Bürge hat die CPL Holdings Sicherheiten für
diese Verbindlichkeiten gestellt. Zum 31. Dezember 2018
kann die CPL Holdings für ausstehende
Verbindlichkeiten ihre Tochtergesellschaften in Höhe
von insgesamt 103,2 Millionen EUR haftbar gemacht werden.
Aufgrund der erwarteten stabilen Geschäftsentwicklung
der Gesellschaften ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu
rechnen.
Konzernabschluss
Die CPL Holdings GmbH stellt für den kleinsten
und zugleich größten Konsolidierungskreis einen
Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im
elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Die Gesellschaft hat während des
Geschäftsjahres 2018 keine Mitarbeiter
beschäftigt.
Geschäftsführer
Gregorio Napoleone, London, Kaufmann
Julien Horreard, London, Kaufmann
Patric Klees, London, Kaufmann
Thomas Krausch, Frankfurt am Main, Kaufmann
Für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
wurde keine Vergütung an die aktiven oder
früheren Mitglieder der Geschäftsführung
gezahlt.
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und
Personen
Die Gesellschaft hat Leistungsbeziehungen sowie
Darlehensverträge mit anderen Konzerngesellschaften.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres bis zum
Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine
weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung
eingetreten, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage auswirken oder die Einfluss auf die Darstellung
der wirtschaftlichen Lage haben.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird
der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den
Jahresfehlbetrag für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2018 auf neue Rechnung vorzutragen.
Dietzenbach, 28. März
2019
Gregorio
Napoleone
Julien
Horreard
Patric
Klees
Thomas
Krausch
Gesellschafterbeschluss
SSCP PADS Holdings S.C.A., einer nach luxemburgischen
Recht gegründeten und bestehenden
Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Sitz in 8 rue Lou
Hemmer, L-1748 Luxemburg-Findel, Großherzogtum
Luxemburg, eingetragen im Registre des Commerce et des
Sociétés Luxembourg unter B 173652
("PADS Holdings");
sowie
SSCP PADS PV S.C.A., einer nach luxemburgischen Recht
gegründeten und bestehenden Kommanditgesellschaft auf
Aktien mit Sitz in 8 rue Lou Hemmer, L-1748
Luxemburg-Findel, Großherzogtum Luxemburg,
eingetragen im Registre des Commerce et des
Sociétés Luxembourg unter B 174608
("PADS PV"),
sind die alleinigen Gesellschafter der
CPL Holdings GmbH mit Sitz in Dietzenbach,
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach
am Main unter HRB 47296
("Gesellschaft").
Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz
oder durch Gesellschaftsvertrag für die Einberufung,
Vorbereitung und Durchführung von
Gesellschafterversammlungen vorgesehenen Form- und
Fristvorschriften halten PADS Holdings und PADS PV hiermit
eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der
Gesellschaft ab und beschließen einstimmig was
folgt:
| 1. |
Der von den
Geschäftsführern der Gesellschaft
aufgestellte und als Anlage beigefügte
Jahresabschluss der CPL Holdings GmbH für das
Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2018 wurde von der
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
geprüft und mit uneingeschränktem
Bestätigungsvermerk versehen. Der geprüfte
Jahresabschluss wird hiermit festgestellt.
|
| 2. |
Der Jahresabschluss der
Gesellschaft zum 31.12.2018 endet mit einem
Jahresfehlbetrag von EUR 24.904.650,88. Der
Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Das Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist
vollständig verbraucht. Der
überschießende Teil ist als "Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" auf der Aktivseite
der Bilanz ausgewiesen.
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| 3. |
Den Geschäftsführern
wird für das Geschäftsjahr 2018 Entlastung
erteilt.
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Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst.
Damit ist die Gesellschafterversammlung beendet.
Im Falle von Abweichungen is allein die deutsche
Fassung dieses Gesellschafterbeschlusses maßgeblich.
Luxembourg-Findel, 05/06/2019
SSCP PADS Holdings S.C.A.
vertreten durch
SSCP PADS S.à.r.l.
durch
Monica Morsch, Manager
Ganash Lokanathen, Manager
Luxembourg-Findel, 05/06/2019
SSCP PADS PV S.C.A.
vertreten durch
SSCP PADS S.à.r.l.
durch
Monica Morsch, Manager
Ganash Lokanathen, Manager
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