Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 734684
Vorher
ServiceUnion Bodnegg GmbH
Eingetragen
25.1.2017
Branche
Betrieb von KläranlagenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Der Service, die Wartung, die Instandsetzung und der Vertrieb von Biogasanlagen, Blockheizkraftwerken und damit verbundene Anlagen sowie die Beratung von Betreibern solcher Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Sigg
seit 2.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
39.65%
39.65%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ServiceUnion GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

bestore GmbH

Merkendorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

KONZERNLAGEBERICHT zum 31. Dezember 2022

bestore GmbH - Konzern

Merkendorf

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Der bestore Konzern umfasst neben der Muttergesellschaft bestore GmbH neun inländische und acht ausländische Tochterunternehmen mit mehr als 704 Mitarbeitern. Darüber hinaus bestehen in diversen europäischen Ländern enge Geschäftsbeziehungen bzw. Kooperationen mit lokalen Vertriebspartnern.

Die Gesellschaften der Gruppe bieten ihren Kunden Leistungen für den Bau, die Erweiterung und den Betrieb landwirtschaftlicher Biogasanlagen. Der Leistungsumfang beginnt bei der Planung und der Durchführung des Genehmigungsverfahrens und geht über die komplette Erstellung sowie den Umbau von bestehenden Biogasanlagen bis zu Serviceleistungen, welche zum Betrieb einer solchen Anlage gehören.

Mit zwischenzeitlich über 1.000 unter der Dachmarke "agriKomp" gebauten Biogasanlagen ist die Gruppe heute ein führender Anbieter landwirtschaftlicher Biogasanlagen in Europa.

Der bestore Konzern wurde im Jahr 2021 um einen weiteren Teilkonzern erweitert. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2021. Die Hinzunahme hat erst im Jahr 2022 eine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung; es wird auf die Ausführungen im Anhang zur eingeschränkten Vergleichbarkeit verwiesen. Zusätzlich wurde eine Servicegesellschaft in Tschechien im Januar 2022 erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Januar 2022. Diesbezüglich wird ebenso auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Ziele und Strategien

Das hohe Wachstum der Unternehmensgruppe in der Vergangenheit war anfänglich vom stark wachsenden deutschen Markt für den Neubau von Biogasanlagen geprägt. Mit den verschiedenen Fassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und der Gesetzgebung für die Kraft-Wärme- Kopplung (KWKG) wurden die politischen Rahmenbedingungen für die Entwicklung dieses Marktes gelegt.

Unabhängig von den politischen Unwägbarkeiten des Marktes für den Neubau und das Erweiterungsgeschäft, hat der Geschäftsbereich Service mit der kontinuierlich gestiegenen Anzahl installierter Biogasanlagen sowie einem Hinzukauf heute einen maßgeblichen Anteil am jährlichen Umsatzvolumen erreicht und trägt damit deutlich zum Geschäftserfolg der Gruppe bei.

Im Neuanlagengeschäft konnte der deutsche Markt nur als Mitnahmegeschäft bezeichnet werden. In Folge des Krieges in der Ukraine und der Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Energiegewinnung und Nutzung beginnt sich ein Markt im Biomethanbereich zu bilden. Dabei handelt es sich weniger um Neuanlagen, als um den Ausbau bzw. die Erweiterung (Repowering) bestehender Anlagen. Während Neuanlagen dadurch weiterhin überwiegend im Bereich Mitnahmegeschäft zu sehen sind, wird der Markt der Biomethananlagen den deutschen Markt in einem gewissen Rahmen wiederbeleben. Der französische Markt hat sich ebenfalls von Stromerzeugungsanlagen auf Biomethananlagen verschoben.

Im Gegensatz zum deutschen Markt werden diese Anlagen in Frankreich jedoch als Neuanlagen gebaut und erfahren später eine Kapazitätserweiterung. Dabei ist bei der Anlagenzahl der Markt über die Reifephase hinausgetreten und wird sich in den nächsten Jahren auf einem geringeren Niveau der Anzahl von Neuanlagen pro Jahr etablieren.

Der Markt in Osteuropa wird im Bereich der Neuanlagen derzeit nahezu ausschließlich durch den polnischen Markt getrieben und ist für die Gruppe weiterhin ein starker Fokus für die nächsten Jahre. Chancen bieten sich wie in Deutschland auch in Tschechien im Bereich des Ausbaus bzw. der Erweiterung von Bestandsanlagen zu Biomethananlagen.

In Italien beginnt sich nach den 10er-Jahren nochmals ein Markt überwiegend im Biomethanbereich zu bilden. Ebenfalls deuten sich Mitnahmeeffekte in anderen europäischen Ländern wie Schweden und Finnland an.

Der Geschäftsbereich Service wächst aufgrund der hohen und zunehmenden Anzahl installierter Anlagen sowie einem Zukauf in Tschechien kontinuierlich und unabhängig von den jeweiligen politischen Rahmenbedingungen. Die Marke ServiceUnion für den Geschäftsbereich Service/Aftersales ist nach der Einführung 2016 inzwischen im Markt etabliert.

Zur Stabilisierung der Gruppe, Realisierung von weiterem Wachstum und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit ist - neben einer hohen Kundenorientierung - die kontinuierliche Optimierung des Supply Chain Managements wichtiger Bestandteil der Gruppenstrategie. Um in der gesamten Gruppe Prozesse zu beschleunigen und zu verbessern, aber auch dem Personal- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wurde und wird die im Vorjahr begonnene Digitalisierungsoffensive fortgesetzt.

Forschung und Entwicklung

Die bestore Gruppe konzentriert sich auf die Weiterentwicklung von Komponenten für Biogasanlagen in Abhängigkeit von der Entwicklung der einzelnen Marktsegmente sowie der permanenten Optimierung der Anlagen.

Dazu gehören im Speziellen Weiterentwicklungen von Motoren oder Anbauelementen an Motoren hinsichtlich Performance und Standfestigkeit aber auch die Neuentwicklung von Anlagenkomponenten zur Erweiterung bzw. Ergänzung der Produktpalette.

Ein wichtiger Pfeiler der Innovationskraft der Gruppe bleibt das Team an hochqualifizierten Mitarbeitern in dem Bereich Entwicklung sowie Konstruktion und Produktmanagement.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 1,9% höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen.

Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 1

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP- Wachstum. 2

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6% ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. 3 Im Bereich der kleineren Anlagen, insbesondere in Deutschland, hat das höhere Zinsniveau Auswirkung auf die Entscheidungen der Kunden auf Grund gesunkener Rentabilität; bei größeren Anlagen sowie Repoweringprojekten im Biomethanbereich ist die Auswirkung eher von geringer Bedeutung.

Die Entlastungen des Staatshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wurden von neuen Belastungen durch die Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine überlagert. So brachte die Bundesregierung unter anderem drei Entlastungspakete auf den Weg, um den extrem steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Wirtschaft zu unterstützen.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/04/PD23_020_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD22_020_811.html
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD22_020_811.html

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2022 erreichte der Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoendenergieverbrauch in der Europäischen Union einen Wert von 22 %.

Das Wachstum gegenüber 2021 war nur marginal, jedoch war 2022 ein Jahr der Beschleunigung für den Übergang zu erneuerbaren Energien.

Der Einmarsch Russlands im Februar 2022 in der Ukraine und die weltweite Energiekrise im Jahr 2022 könnten als Wendepunkt in die Geschichte eingehen, der viele Regierungen veranlasste, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu überdenken. Die Sorge um die Energiesicherheit und neue politische Maßnahmen führten dazu, dass die IEA ihre Prognose für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Jahr 2022 zum ersten Mal nach oben korrigierte. 4

4 https://ember-climate.org/insights/research/global-electricity-review-2023/

Im März 2023 hat das Parlament mit dem Rat eine vorläufige Einigung über die Anhebung der bindenden Zielvorgabe der EU erzielt, wonach bis 2030 ein Anteil an erneuerbarer Energie von mindestens 42,5 % zu erreichen ist, wobei angestrebt wird, einen Anteil von 45 % zu erreichen, wodurch sich der vorgeschriebene Prozentsatz für den Anteil von Energie aus erneuerbaren Quellen in der EU gegenüber heute nahezu verdoppelt. 5

5 https://www.europarl.europa.eu/factsheets/de/sheet/70/energie-aus-erneuerbaren-quellen

Dies geschah im Rahmen des REPowerEU-Plan, um die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe aus Russland rasch zu verringern, vor allem durch die verstärkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz.

Auch in den USA sieht der Inflation Reduction Act, der im August 2022 eingeführt wurde, staatliche Mittel in Höhe von fast 370 Milliarden Dollar für saubere Energie vor, mit dem Ziel, die Kohlenstoffemissionen des Landes bis zum Ende dieses Jahrzehnts deutlich zu senken.

Auch wenn das Jahr 2022 als Wendepunkt angesehen werden kann, werden die Auswirkungen der politischen Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energie, auf die man sich im Laufe des Jahres geeinigt hat, noch eine Weile auf sich warten lassen. Der Wandel, den wir bisher bei der sauberen Stromerzeugung und der Elektrifizierung erlebt haben, ist daher nur die Spitze des Eisbergs. Der Übergang wird im Jahr 2023 und danach noch mehr an Dynamik gewinnen. Die EU sorgt nun dafür, dass die richtigen Maßnahmen, Investitionen und Infrastrukturen vorhanden sind, um dies zu ermöglichen:

Der REPowerEU-Plan

Am 18. Mai 2022 wurde das Paket von Rechtsvorschriften für den Energiebereich, einschließlich der überarbeiteten Energieeffizienzrichtlinie, in der Folge des Einmarschs Russlands in die Ukraine durch den REPowerEU-Plan geändert, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland zu verringern. In der neuen Änderung wird vorgeschlagen, die bindende Zielvorgabe für den Anteil von Energie aus erneuerbaren Quellen am Energiemix der EU bis 2030 auf 45 % zu erhöhen und alle Unterziele an den Zielvorgaben nach dem neuen REPowerEU-Plan auszurichten 6.

Die Biomethanproduktion hat in den letzten zehn Jahren in Europa ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der Biomethananlagen um fast 30 Prozent (299 Anlagen). Das geht aus der Biomethan-Karte für 2022 bis 2023 hervor, die der Europäische Biogasverband EBA gemeinsam mit dem Europäischen Verband der Gasnetzbetreiber GIE veröffentlicht hat. 7

6 https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_22_313
7 https://www.euwid-recycling.de/news/wirtschaft/zubau-von-biomethananlagen-erreicht-in-europa-einen-neuen-rekord-310523/

2022 wurden in Deutschland nur knapp 10 Biomethananlagen neu errichtet. Durch die lange Genehmigungszeit und noch unklare Förderung wird der Zubau erst ab Ende 2023 sichtbar.

In Deutschland sind derzeit mehr als 9.800 Biogasanlagen (davon 244 Biomethananlagen) in Betrieb. Zusammen erzeugen sie über 33,6 Terrawattstunden Strom, was dem Jahresverbrauch von 9,59 Millionen Haushalten entspricht. Dabei vermeiden die Anlagen jedes Jahr rund 21,2 Millionen Tonnen CO 2 8. Die Zeiten des großen Wachstums auf dem deutschen Markt für den Neubau von Biogasanlagen scheinen jedoch vorbei zu sein. 9 Der Fokus liegt nun stärker auf dem Umbau von bestehenden Bioasanlagen hin zu Biomethanerzeugungsanlagen.

Ganz anders sieht die Situation in der gesamten EU aus.

Ende 2021 sind in Europa rund 20.000 Anlagen in Betrieb (Gesamtzahl der Biogas- und Biomethananlagen). Speziell die Biomethanindustrie hat im Jahr 2022 alle Rekorde gebrochen: In Europa gibt es zum Zeitpunkt April 2023 1.322 Produktionsanlagen 10. In Anbetracht des Dekarbonisierungspotenzials von Biomethan ist diese Zahl ein Sprungbrett für die Dekarbonisierung der gesamten EU-Wirtschaft. 11

Nachhaltiges Biomethan kann bis zu 30-40 % des für 2050 erwarteten Gasverbrauchs in der EU decken, mit einer geschätzten Produktion von mindestens 1.000 TWh. Biomethananlagen wachsen in ganz Europa exponentiell: Die EBA/GIE Biomethane Map 2022-2023 zeigt, dass in den letzten eineinhalb Jahren fast 300 neue Anlagen in Betrieb genommen wurden. In Europa gibt es heute 30 % mehr Biomethananlagen als im Jahr 2021. Die rasche Einführung von Biomethan-Technologien wird die Dekarbonisierung der EU-Wirtschaft beschleunigen. Dennoch wird der Sektor in den kommenden Jahren entsprechende gesetzliche Unterstützung benötigen, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. 12

Frankreich, Italien und Dänemark sind die Länder mit dem größten Zuwachs an Biomethananlagen. Am 31. Dezember 2022 gab es in Frankreich 1.705 Biogasanlagen. Darunter befanden sich 514 Anlagen (d.h. 30 %), die das Biogas in Form von Biomethan für die Einspeisung in das Stromnetz umwandeln, gegenüber 214 Ende 2020. Diese Zahl unterstreicht die unglaubliche Dynamik der Branche: 300 neue Biomethananlagen in zwei Jahren 13. Nach Frankreich sind die Länder mit dem größten Zuwachs an Biomethananlagen 2022 Italien und Dänemark. 14

Italien und Frankreich sind attraktive Märkte. Durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen erlebt auch der italienische Markt wieder eine kleine Renaissance. Dabei ist der Markt der Biomethananlagen (Neubau als auch Umbau von Bestandsanlagen) und Neubau von landwirtschaftlichen Anlagen bis zu einer Leistung von 300 kWel im Fokus. Zudem besitzt Italien einen sehr großen Anlagenbestand. Dadurch ergeben sich Potentiale im Service-, Repowering- und Erweiterungsbereich, v.a. auch im Umbau von Biogas- zu Biomethananlagen.

8 https://biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_Branchenzahlen/$file/22-10-06_Biogas Branchenzahlen-2021_Prognose-2022.pdf
9 https://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_Branchenzahlen/$file/21-10-14_Biogas_Branchenzahlen-2020_Prognose2021.pdf
10 https://www.europeanbiogas.eu/biomethane-map-2022-2023/
11 https://www.europeanbiogas.eu/wp-content/uploads/2023/01/EBA-Activity-Report-2022.pdf
12 https://www.europeanbiogas.eu/record-breaking-year-for-biomethane-production-shows-eba-gie-biomethane-map-2021/
13 https://www.terega.fr/en/newsroom/editorial/what-are-the-perspects-for-biomethane-in-france-in-2023
14 https://www.europeanbiogas.eu/record-breaking-year-for-biomethane-production-shows-eba-gie-biomethane-map-2021/

In Großbritannien kam der Markt für Neuanlagen bedingt durch Aussetzung und drastische Kürzung der Einspeisetarife praktisch zum Erliegen. Nach Durchführung des Brexits wird nun die rechtliche Grundlage für die Marktentwicklung in Großbritannien und Irland weiterhin abzuwarten sein. Gerade im Biomethanbereich zeigen sich im höheren Leistungsbereich mögliche Potentiale.

In den Märkten Slowakei und Tschechien ist das Potential für Neuanlagen aufgrund der günstigen gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Vergangenheit bereits zum großen Teil ausgeschöpft. Die hohe Anzahl an Biogasanlagen in Tschechien eröffnet einen stabilen After-Sales und Service-Markt. Weitere Wachstumspotentiale könnten sich im Bereich Biomethan ergeben.

In Polen ist durch neue Förderbedingungen die Nachfrage nach Biogasanlagen weiter anhaltend. Dies betrifft vorwiegend den herkömmlichen Biogasbereich; Biomethan wird aber ebenfalls zunehmend ein Thema.

Eine positive Entwicklung ist auch in Österreich zu verzeichnen. Das neue "Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG)", das im Juli 2021 verabschiedet wurde, ist vielversprechend für den Einsatz von erneuerbarem Gas (Biomethan und Wasserstoff) in Österreich. Zu den geplanten Maßnahmen gehören ein Investitionszuschuss für die Umstellung von Stromerzeugungsanlagen auf Biomethaneinspeisung sowie ein Investitionszuschuss für neu errichtete Biomethananlagen, die das Biomethan in das Gasnetz einspeisen werden. Auch der Neubau von kleineren Biogasanlagen mit Vor-Ort Verstromung wird gefördert.

Der deutsche Markt für Serviceleistungen zeigt sich aufgrund der hohen Anzahl von Anlagen stabil. Gleichzeitig wächst der Bereich im europäischen Ausland durch den Bau neuer Anlagen weiter (ca. 100 neue Anlagen in 2022). Der Markt für die Flexibilisierung von Bestandsanlagen ist nahezu gesättigt, jedoch wird dies durch andere Nachrüstungen und Erweiterungen kompensiert. Abschließend betrachtet war im Jahr 2022 das After-Sales Servicegeschäft mit seinen stabilen und planbaren Cashflows und interessanten Margen ein sicheres Standbein. Großes Potential ergibt sich im Umbau von bestehenden Biogasanlagen hin zu Biomethanerzeugungsanlagen.

Geschäftsverlauf

Per 31.12.2021 wurde der Teilkonzern Osteuropa mit dem Zukauf der agriKomp Bohemia s.r.o. in den Konzern mit aufgenommen und bilanziell erstkonsolidiert. Ergebniswirksam zeigt sich der neue Teilkonzern erstmalig nun vollständig im Geschäftsjahr 2022. Der Zukauf dient der weiteren strategischen Entwicklung der Gruppe im Anlagenbau und Service auch in Osteuropa. Zusätzlich wurde zur Stärkung der Servicetätigkeiten im Januar 2022 die tschechische Servicegesellschaft BGS Servisni s.r.o gekauft. Sie ist im Jahr 2022 vollumfänglich in den wirtschaftlichen Zahlen der Gruppe enthalten.

Im Geschäftsjahr 2022 hielten sich in der Gruppe insgesamt die Umsatzerlöse mit 133.746 TEUR deutlich über Vorjahresniveau (113.762 TEUR). Das Wachstum im Neuanlagengeschäft konnte trotz des zusätzlichen Marktes in Polen nicht wie erwartet erreicht werden. Gründe dafür waren im Wesentlichen immer länger dauernde Genehmigungs- und Bauphasen. Auch Marktunsicherheiten der Kunden bzgl. der Bau- und Betriebskosten in Folge des Ukraine-Krieges sowie nachlaufende Effekte der Pandemie wirkten sich aus.

Geschäftsbereich Neuanlagen

Im Bereich Neuanlagen lag der Umsatz mit 53.588 TEUR um -2.417 TEUR unter dem Vorjahresniveau. Verantwortlich für diese Reduktion um -4,3 % war im Wesentlichen die zeitliche Verlängerung bei der Planung und Abwicklung von Projekten in Frankreich sowie Polen und die damit spätere Darstellung als Umsatz.

Das Neuanlagengeschäft in Deutschland ging auf Grund einer abwartenden Haltung der Kunden hinsichtlich des neuen EEG's ab 2020/2021 etwas zurück. In England konnte nach dem Ausfall in 2021 infolge der durch den Brexit verursachte Unsicherheit sowie fehlenden rechtlichen finalen Rahmenbedingungen im Jahr 2022 eine Neuanlage realisiert werden. Inwiefern der Markt sich nach dem nun vollzogenen Brexit in UK bzw. Irland wieder zurückmeldet, bleibt abzuwarten.

Geschäftsbereich Erweiterungen

Der Bereich Erweiterungen (Repowering) ist nach dem Wachstum im Vorjahr im abgelaufenen Jahr mit einem Wert von 10.118 TEUR um -493 TEUR leicht rückläufig. Insgesamt sank der Umsatz mit 4,7 % leicht zum Vorjahr. Neue Chancen ergeben sich zunehmend aus den ausländischen Märkten im Bereich BHKW, Komponenten und Biomethan.

Geschäftsbereich Service

Im Bereich Service stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 21.829 TEUR auf 64.637 TEUR (+51,0%). Das Wachstum wurde durch die bestehende Struktur sowie auch durch den zusätzlichen Umsatz aus der Akquise des Teilkonzerns Osteuropa und der Servicegesellschaft in Tschechien erzielt. Insgesamt ist hervorzuheben, dass das in den letzten Jahren signifikant gewachsene Servicegeschäft damit als stabiles Grundgeschäft inzwischen 48,3 % (VJ 37,6 %) der Konzernaktivitäten ausmacht.

Ertragslage

Die Vergleiche mit dem Vorjahr sind, auf Grund der erstmaligen Darstellung des Konzerns inklusive des seit 31.12.2021 neu zur Gruppe gehörende Teilkonzern Osteuropa, nur eingeschränkt möglich.

Die Gesamtleistung - d.h. Umsatz abzgl. Bestandsveränderung (-161 TEUR) und zzgl. aktivierte Eigenleistung (67 TEUR) - zeigt eine deutliche Steigerung zu Vorjahr (um 25.221 TEUR auf 133.651 TEUR) um +23,3 %. Ohne Hinzunahme des neuen Teilkonzerns war die Leistung des Konzerns in der alten Struktur rückläufig. Zunehmend verlängerte Planungs- und Genehmigungsphasen im Anlagenbau führten zu längeren Vorlaufzeiten und einer geringeren Gesamtleistung.

Der Materialaufwand stieg - maßgeblich volumenbedingt - um 14.628 TEUR auf 77.477 TEUR. Insgesamt erhöhte sich das Rohergebnis (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) im Vergleich zum Vorjahr um 10.594 TEUR auf 56.175 TEUR.

Die Materialaufwandsquote blieb konstant zum Vorjahr bei 58,0 %. Volatile und stark anziehende Einkaufspreise konnten nicht zeitgleich an Kunden weitergereicht werden. Dies hatte zur Folge, dass die Materialaufwandsquote auf Grund des geänderten Produktmixes mit einem höheren Serviceanteil nicht gesunken ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sinken leicht um -164 TEUR auf 1.954 TEUR. Hauptgrund für die Reduktion waren gegenüber dem Vorjahr geringere Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen.

Die Personalaufwendungen der Gruppe stiegen um 5.548 TEUR auf 34.377 TEUR. Dies liegt maßgeblich an den zusätzlichen Kosten aus der Akquise des Teilkonzerns Osteuropa. Aus Produktivitätssicht gesehen ergibt sich eine daraus leicht reduzierte Personalaufwandsquote von 25,7% (Vorjahr 26,6%).

Die Abschreibungen der Gruppe stiegen um 2.298 TEUR auf 3.937 TEUR. Dies liegt maßgeblich an der Hinzunahme des Teilkonzerns Osteuropa sowie den damit verbundenen entstandenen stillen Reserven und deren Abschreibung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 15.663 TEUR im Vorjahr um 5.088 TEUR auf 20.751 TEUR. Aus der Hinzunahme des Teilkonzern Osteuropa resultiert ein Effekt in Höhe von 4.100 TEUR. Weitere TEUR 300 stehen im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung des Service- und Ersatzteilgeschäftes.

Wertminderungen bzw. Abwertungen auf Forderungen sind um 670 TEUR auf 644 TEUR gesunken. Die Abwertung bildet eine erweiterte Risikovorsorge im Forderungsbestand ab. Im Geschäftsjahr entstanden periodenfremde Aufwendungen und Erträge in Höhe von -1.163 TEUR sowie außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 662 TEUR. Hierbei handelt es sich überwiegend um nachträgliche Gutschriften bzw. Rechnungskorrekturen und Aufwendungen für Perioden außerhalb des Geschäftsjahres, Nachforderungen nach Lohnsteuer- und KuG-Prüfung sowie Bewertungskorrekturen bei unfertigen Erzeugnissen aus vorigen Perioden.

Die Gruppe erzielte im Jahr 2022 ein positives operatives Ergebnis (Jahresergebnis zzgl. Ertragssteuern, Aufwendungen und Erträgen aus Zinsen, sowie außergewöhnliche und periodenfremder Aufwendungen und Erträge) in Höhe von 597 TEUR. Das entsprechend vergleichbare Vorjahresergebnis in Höhe von 1.792 TEUR konnte auf Grund der geringer als erwarteten Leistung und der höher als erwarteten Materialaufwandsquote nicht erreicht werden.

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von 29 TEUR (Vorjahr 18 TEUR) enthalten, die sich auf Vorjahre beziehen.

Der Jahresfehlbetrag beträgt -1.766 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 255 TEUR). Die höher gesteckte Ergebniserwartungen für 2022 infolge des stärker geplanten Umsatzwachstums sowie der Neuakquise konnten jedoch auf Grund der verlängerten Abwicklungszeiträume im Anlagenbau sowie der nicht reduzierten Materialaufwandsquote nicht erreicht werden. Für das Jahr 2023 erwartet die Gruppe wieder ein positives Ergebnis.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gruppe beträgt zum 31.12.2022 82.875 TEUR (Vorjahr 81.873 TEUR); das Anlagevermögen beträgt dabei 16.433 TEUR (Vorjahr 14.948 TEUR) und ist damit über Vorjahresniveau. Der Aufbau ist primär durch Investition in ein neues ERP-System der ServiceUnion, durch Neuanschaffungen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie dem erworbenen Kundenstamm auf Grund der Akquise der BGS Servisni begründet.

Das Umlaufvermögen (inklusive flüssige Mittel) in Höhe von 64.661 TEUR (Vorjahr 65.560 TEUR) enthält mit 36.676 TEUR (Vorjahr 33.241 TEUR) den Bestand an Vorräten. Die deutliche Steigerung um 3.435 TEUR ergibt sich im Wesentlichen aus der stichtagesbezogenen Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und Waren auf Grund der erfolgten Preissteigerungen 2022 im Einkauf sowie der Erstkonsolidierung der BGS Servisni.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Höhe von 18.053 TEUR (Vorjahr 17.058 TEUR) ausgewiesen. Der Anstieg von 996 TEUR ist stichtagsbezogen.

Weiterhin werden im Umlaufvermögen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.807 TEUR (Vorjahr 4.669 TEUR) sowie Guthaben bei Kreditinstituten über 8.011 TEUR (Vorjahr 10.592 TEUR) ausgewiesen. Hier liegt der Abbau bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von -2.862 TEUR überwiegend bei reduzierten Steuerforderungen begründet.

Die Rückstellungen haben sich um 1.653 TEUR auf 12.445 TEUR erhöht. Zum Einfluss der Erstkonsolidierung der BGS Servisni war der weitere maßgebliche Grund für die Steigerung eine stichtagsbezogene Veränderung in noch ausstehenden Rechnungen von Lieferanten.

Finanzlage

Das Eigenkapital reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um -1.736 TEUR auf 43.523 TEUR, die Eigenkapitalquote liegt zum Ende des Berichtsjahres bei 52,5 % (Vorjahr 55,3 %). Die Reduktion ist überwiegend aus dem negativen Ergebnis begründet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am Stichtag in Höhe von 14.508 TEUR (Vorjahr 12.917 TEUR). Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich maßgeblich aus der stichtagsbezogenen höheren Inanspruchnahme bestehender Kurzfristlinien der Gruppe. Die Nettoverschuldung der Gruppe (Flüssige Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) am 31.12.2022 mit -6.497 TEUR (Vorjahr -2.325 TEUR) hat sich erhöht. Die Kreditlinien sind mit Covenants versehen.

Die Covenants-Vereinbarungen sieht die Möglichkeit der Bereinigung außerordentlicher Effekte vor. Die mit den Banken vereinbarten Covenants wurden mit den Bereinigungen eingehalten.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsfristen und soweit vom Lieferanten angeboten unter Abzug von Skonto beglichen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 84 TEUR auf 6.735 TEUR.

Im Übrigen wird auf die Konzernkapitalflussrechnung als Bestandteil des Konzernabschlusses verwiesen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Gruppe zieht für die Unternehmenssteuerung diverse Kennzahlen, u.a. Umsatz je Produktsegment und verschiedene Umsatz- und Leistungsrenditen heran. Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Entwicklung von Gesamtleistung und dem operativen Ergebnis (EBIT) zu nennen.

Das Unternehmen zieht keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung an.

III. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Marktsituation ist, insbesondere in den Geschäftsbereichen Neuanlagen und Erweiterungen, wesentlich geprägt durch die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Aufgrund des starken Einflusses der gesetzlichen Rahmenbedingungen beobachtet die Gruppe diese Entwicklungen in den einzelnen Märkten intensiv und bietet ihren Kunden auf die jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen optimierte Anlagen an. Hierbei profitiert sie von ihrer Markterfahrung und passenden Produkten. Durch die zunehmend breitere europaweite Aufstellung können negative Entwicklungen in einzelnen Märkten insgesamt besser ausgeglichen werden. Außerdem werden laufend neue Produkte entwickelt bzw. vorhandene Produkte weiterentwickelt. Das stark ausgeweitete Servicegeschäft gibt eine zusätzliche Stabilität und Grundauslastung für die Gruppe. Die Geschäftstätigkeiten in der Ukraine und Russland sind bisher nur in einem unwesentlichen Rahmen vorhanden und haben daher keine speziellen Risiken auf die Unternehmensgruppe.

Die angefachte Diskussionen bezüglich der Flächenkonkurrenz für die Produktion von Nahrungsmittel oder für die Energieerzeugung und die damit mögliche negative Auswirkung auf den Bau von Biogasanlagen sehen wir auf Grund der politischen und gesellschaftlichen gleichbedeutenden Wichtigkeit für beide Bereiche nicht.

Die Durchlaufzeiten für ein Neuprojekt haben sich in den letzten 10 Jahren deutlich verlängert. Konnte man früher innerhalb weniger Wochen Monate Genehmigungen erzielen, ist in Deutschland nun eher von mehr als 1 Jahr auszugehen (in Frankreich eher in Richtung 2 Jahre).

Hintergrund sind die zunehmend verschärften und erhöhten Anforderungen an die Anlagen und die damit verbundenen längeren Prüfprozesse. Dazu haben sich während der Coronazeit die Genehmigungsverfahren weiter verlängert. Eine erhoffte Reduzierung der Zeiträume nach der Coronazeit ist nicht eingetreten. Es besteht das Risiko, dass die Anforderungen an die Anlagentechnik weiter erhöht und die Genehmigungsverfahren damit nochmals verlängert werden.

Ertragsorientierte Risiken

Wichtige Schlüsselgrößen für die Ertragslage der Gruppe liegen in den Rohmargen und Deckungsbeiträgen der einzelnen Geschäftsfelder und Gesellschaften. Die Steuerung erfolgt aktiv durch die einzelnen ergebnisverantwortlichen Segmentleiter und Geschäftsführungen, unterstützt durch den kaufmännischen Bereich.

Durch Forderungsausfälle kann die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens geschädigt werden. Üblicherweise versucht die Gruppe im Anlagen- und Erweiterungsgeschäft in Form von Abschlagszahlungen, die mindestens in Höhe der jeweils nächsten zu erbringenden Leistungen liegen, das Risiko zu minimieren.

Infolge des zunehmend spürbaren Fachkräftemangels konnten 2022 nicht alle Geschäftschancen realisiert werden. Durch aktive, gebündelte Personalakquise, Job-Dating-Tage, Plakatwerbung und Werbung auf Social Media Plattformen und weiteren Maßnahmen der modernen Personalarbeit konnten zwar einige hoch qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden, aber noch nicht in der benötigten fachlichen Qualität. Um negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Unternehmens durch den Verlust von qualifizierten Mitarbeitern oder einem Mangel an qualifizierten Kräften zu begegnen, werden die Anstrengungen in der Akquisition neuen Personals weiter verstärkt. Insgesamt können negative Effekte aus einem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Auch Risiken aus Gewährleistungen können die Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen. Hier werden laufend Maßnahmen getroffen, um diese systematisch zu erfassen, um entsprechende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und so entsprechend gegensteuern zu können. Prozessverbesserungen sowie die systematische Schulung von Mitarbeitern sollen ein hohes Qualitätsniveau sicherstellen. Die Tochtergesellschaft agriKomp GmbH ist seit 2014 nach DIN ISO 9001 zertifiziert und hat 2022 das Rezertifizierungsaudit nach DIN ISO 9001:2015 (zuvor DIN ISO 9001:2008) vollzogen. Das Zertifikat umfasst auch die agriKomp Fertigungs GmbH & Co. KG sowie die ServiceUnion Merkendorf GmbH.

Auf dem Beschaffungsmarkt sind wir mit zunehmend längeren Lieferzeiten und Preiserhöhungen konfrontiert. Durch kontinuierliche Pflege der zum Teil langjährigen Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten, der Verstärkung der hauseigenen Einkaufsressourcen und dem weiteren Aufbau von Alternativlieferanten wird dem Risiko fehlender Lieferbereitschaft entgegengewirkt. Dem Risiko von Preisänderungen auf der Beschaffungsseite kann in Teilen durch mittelfristige Rahmenvereinbarungen bzw. Festpreisvereinbarungen Rechnung getragen werden.

Intern erfolgt zudem eine auftragsbegleitende laufende Kostenkontrolle der einzelnen Projekte. Preiserhöhungen können aber nicht vermieden werden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil in der Sicherstellung einer leistungsstarken Wertschöpfungskette stellt der im Jahr 2017 begonnene Ausbau der Fertigungskompetenz und Fertigungstiefe von Produkten und Vorfertigungsdienstleistungen für Biogasanlagen dar.

Über das Geschäftsjahr hinaus bestehen Risiken im Vorratsvermögen in Höhe von ca. 2 Mio. EUR ohne Projektbezug. In Verbindung mit dem Vorratsvermögen befinden sich im Anlagevermögen Positionen in Höhe von ca. 1,6 Mio. EUR. Es laufen Vorbereitungen und Maßnahmen, damit im Laufe des Jahres ein Teil des Vorratsvermögens sowie auch des Anlagevermögens einem direkten Projekt bzw. Auftrag zugeordnet werden kann. Sollte dies nicht gelingen, bestehen Risiken bei der Werthaltigkeit des zuvor genannten Vorrats- sowie Anlagevermögens.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Projektgeschäft erfordert naturgemäß Vorfinanzierungsbedarf, der mit dem Projektvolumen steigt. Daher sind neben einer leistungsnahen Abrechnung der Projekte, die Reduzierung der Bestände durch ein professionelles Working Capital Management und ausreichende und langfristige sichere Finanzierungsmittel wichtig.

In Folge des seit 2017 stark steigenden Geschäftsvolumens steigen auch Kapitalbindung und Finanzierungsbedarf. Die Gruppe arbeitet seit 2017 mit verschiedenen Banken zusammen, Basis der Zusammenarbeit ist ein gutes und belastbares Vertrauensverhältnis in Verbindung mit regelmäßigem Kontakt und angemessener Information über die Lage des Unternehmens. Darüber hinaus beabsichtigt die bestore GmbH durch Thesaurierung von Gewinnen ihre Kapitalkraft weiter zu stärken, um dem größeren Geschäftsvolumen und den damit latent steigenden Geschäftsrisiken eine zunehmend sicherere Basis zu geben. Die mit den Banken vereinbarten Covenants werden laufend nachverfolgt.

Die Erstellung einer durchgängigen Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung bildet einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsystems der Gruppe. Neben der monatlichen Berichterstattung über die Lage des Unternehmens gibt die wöchentlich erstellte kurzfristige Liquiditätsplanung Einblick in den kurz- bzw. mittelfristigen Kapital- und Liquiditätsbedarf. Etwaige Finanzierungsnotwendigkeiten können somit erkannt und auf den Weg gebracht werden.

Risiken aus der Situation in der Ukraine/Russland

Die Unternehmensgruppe unterhält keine Kundenbeziehungen in die Ukraine oder Russland. Ebenso gibt es keine direkten Beziehungen mit Lieferanten aus den Ländern. Die aktuelle Situation hat daher keinen direkten wesentlichen Einfluss auf das Geschäft der Gruppe. Gleichwohl kann es zu indirekten Einflüssen in Lieferketten kommen.

Chancenbericht

Die Gruppe rechnet in Deutschland weiterhin mit einer wesentlichen Rolle der verstromten Biomasse durch regelfähige Einspeisung in das Netz. Bereits heute können flexible Biogasanlagen einen lokal wichtigen und notwendigen Beitrag zur Energiewende leisten. Zusammen mit den fluktuierenden Wind- und Sonne-Kraftwerken kann diese heimische Energieform der Ersatz für die großen zentralen Kraftwerke darstellen. Diese Entwicklung wird weitere Chancen für die Gruppe im Neuanlagengeschäft als auch im Bereich Repowering und Ersatz bieten.

Ein Halten bzw. vorübergehender Ausbau des deutschen Geschäftsvolumens wird spätestens ab dem Jahr 2024 auf Grund des zusätzlichen Biomethangeschäftes erwartet.

Bleibende Herausforderungen werden in jedem Falle ein konsequentes Projektmanagement sein, hier gilt es, die zunehmenden Schwierigkeiten der Kunden bei Planung, Finanzierung und Umsetzung zu managen.

In vielen europäischen Ländern besteht hier, verglichen mit Deutschland, deutlicher Nachholbedarf, welcher in Zukunft die Verbesserung der jeweiligen gesetzlichen Rahmenbedingungen erwarten lässt. Chancen ergeben sich für die Gruppe in diesen Ländern aus der geringen Marktdurchdringung bei den für Biogasanlagen geeigneten Betrieben. Bis auf die bereits weitgehend gesättigten Märkte Slowakei und Tschechien bestehen Vertriebschancen im übrigen Osteuropa, wie z.B. in Polen. Zusätzlich zu den herkömmlichen Biogasanlagen in Osteuropa nimmt die Relevanz und Bedeutung von Biomethananlagen zu. Zusätzlich erfährt auch der italienische Markt eine gewisse Renaissance; nicht nur aber auch gerade in diesem Bereich. Ebenfalls zeigen sich kleinere Märkte in Schweden, Finnland und Österreich.

Eine besondere Rolle werden in den kommenden Jahren weiterhin Gasaufbereitungs-Projekte spielen. Mit der bereits im Jahr 2016 als Referenzprojekt in Frankreich in Betrieb genommenen ersten agriKomp Biomethan-Einspeiseanlage bestehen gute Chancen am Wachstum dieses neuen Marktsegmentes zu partizipieren. Bis Ende 2022 hat die agriKomp eine nennenswerte Anzahl Anlagen des Typs "agriPure" in Frankreich gebaut. Zusätzlich zeigen sich - im Besonderen in Folge der Biomethan-Offensive der EU-Kommission REPowEU - sehr gute Chancen für diesen Anlagentyp in Deutschland, Italien, Osteuropa sowie Großbritannien und Irland. In Deutschland wurden bereits die ersten Anlagen diesesTyp verkauft.

Im Jahr 2021 wurde die agriKomp Bohemia inklusive ihrer Tochtergesellschaft agriKomp Polska akquiriert. Bereits seit vielen Jahren findet eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gesellschaften statt. Die Maßnahme hatte vor allem zum Ziel, die im Markt befindlichen Risiken zu minimieren und die sich ergebenden Chancen in den osteuropäischen Märkten als starker Player gemeinsam zu sichern.

Dem kontinuierlichen Anstieg des Geschäftsbereichs Service in allen relevanten Märkten wurde durch die strategische Neuausrichtung dieses Bereichs Rechnung getragen. So wurde das Servicegeschäft der Gruppe in Deutschland dezentral und kundennah aufgestellt. Wir sehen gute Chancen dieses Modell auf andere sich stark entwickelnde Märkte - wie aktuell in Frankreich- zu übertragen und sind deshalb dabei das weitere Vorgehen diesbezüglich in Frankreich zu entwickeln. Zusätzlich wurde mit dem Kauf der Servicegesellschaft in Tschechien das Volumen noch einmal erhöht.

Für die Gruppe ergeben sich somit insgesamt zahlreiche Chancen für weiteres Wachstum auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene.

IV. Prognosebericht und Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 steht weiterhin auch im Zeichen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Ebenso könnte die weiterhin vorhandene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen.

Der Arbeitsmarkt verblieb im ersten Quartal bis auf einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit von 0,3- Prozentpunkten im Januar in den Monaten Februar bis März stabil auf demselben Niveau (Arbeitslosenquote 5,7%). Eine Belebung des Arbeitsmarktes im Frühjahr erfolgte bisher nicht. Nach einem etwas besseren Jahr 2022 ist damit die Arbeitslosenquote im ersten Tertial des Jahres 2023 auf dem Niveau des Jahres 2021.

Die konjunkturelle Ausgangslage stellt sich im ersten Quartal 2023 besser dar als zum Jahreswechsel angenommen. Der Höhepunkt des Verbraucherpreisanstiegs dürfte überschritten sein. Die Industrieproduktion hat sich infolge der weiteren Normalisierung der Lieferketten- und Materialengpässe sowie der moderaten globalen Erholung zuletzt spürbar belebt. Der Bau konnte von der zumeist milden Witterung im Winter profitieren und bestehende Aufträge abarbeiten. Die jüngsten Konjunktur- und Frühindikatoren deuten damit auf eine wirtschaftliche Belebung im ersten Quartal hin. Für das Gesamtjahr 2023 gehen die aktuellen Prognosen von einem leichten Anstieg des BIP im Vorjahresvergleich aus. Dennoch bestehen spürbare Belastungen und Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung, insbesondere die derzeit noch sehr schwache Entwicklung der privaten Konsumausgaben, die Verschlechterung der Rahmenbedingungen in der Bauindustrie, jüngsten Problemen in einzelnen Finanzinstituten und nicht zuletzt die geopolitischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Die Auftragseingänge aus dem Ausland waren im Januar (+4,9 %) und im Februar (+4,2 %) deutlich aufwärtsgerichtet. Der IWF geht in seiner aktuellen Prognose vom 11. April von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 % im Jahr 2023 aus. 15

In der Gesamtschau gehen wir davon aus, dass die aktuellen Inflationstendenzen durch Preissteigerungen im Vertrieb sowie zuvor genannten Maßnahmen in der Beschaffung überkompensiert werden können und ein gewisser Aufholeffekt des Jahres 2022 wirken wird.

Ausblick für die Branche

Durch die deutliche sukzessive Reduzierung der Förderung seit 2012 ist der ehemals weltweit dominierende deutsche Markt im Neuanlagengeschäft nachhaltig auf einem geringeren Niveau stagniert. Auch in vielen anderen Ländern Europas rücken der Wettbewerb, Kosteneinsparungen und Nachhaltigkeitskriterien in den Vordergrund der Förderung erneuerbarer Energien. In Bulgarien und der Tschechischen Republik führte dies zu einem gänzlichen Stopp der staatlichen Unterstützung. Durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine und dem damit einhergehenden Umdenken des Energiemixes sowie der Abhängigkeit von Russland und den dadurch stark gestiegenen Strompreisen wird insbesondere die Förderung der Biomethanproduktion in allen europäischen Ländern und insbesondere in Deutschland stark diskutiert und ist teilweise auch schon im Beginn der Umsetzung.

Bis 2025 ist Frankreich mit einem Bau von rund 440 MW der stärkste Ländermarkt weltweit. Grund hierfür ist ein Ausbau der Förderung durch eine Anhebung der Einspeisevergütung und die Einführung eines zusätzlichen Auktionssystems im Zuge der neuen Energiewendegesetzgebung im Jahr 2015.

Die EU-Kommission hat in Folge der Stilllegung des Projektes NordStream2 und dem Ziel der höheren Gas-Eigenversorgung die Biomethan-Offensive unter dem Claim REPowerEU gestartet.

15 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html

Die Europäische Kommission hat im Rahmen dieses-Plans ein Ziel für die Produktion von 35 Milliarden Kubikmetern (m 3 ) Biomethan in der EU bis 2030 angekündigt, was in den nächsten Jahren zu einem europaweiten erhöhten Bedarf für Neuanlagen und Umbauten/Repowering führen wird. Die Unternehmensgruppe ist hierfür mit adäquaten Produkten gut aufgestellt.

Mit steigender Anlagenzahl haben sich in Deutschland und in weiteren Ländern Europas Servicemärkte entwickelt, die hoch interessante Geschäftsfelder darstellen. Aus diesem Grund erwarten wir zunehmendes Interesse einerseits von Herstellern und andererseits von überregional aufgestellten Servicedienstleistern in diesen Märkten zu expandieren. Mit der ServiceUnion und ihren Standorten hat die Gruppe ideale Voraussetzungen, diesen Markt weiterhin erfolgreich zu bedienen und ihre Marktposition auszubauen.

Gesamtaussage

Aufgrund der erwarteten Geschäftsentwicklung in den wichtigsten Märkten und Geschäftssegmenten, geht die Unternehmensgruppe für das Jahr 2023 - nicht zuletzt aufgrund ihres hohen Marktanteils - von einer weiteren leichten Steigerung ihres Geschäftsvolumens aus.

Für 2023 geht die Gruppe - vorbehaltlich einer sich verändernden Entwicklung auf Grund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine - von einer weiteren moderaten Steigerung der Gesamtleistung gegenüber 2022 und einem positiven operativen Ergebnis (EBIT) aus.

 

Merkendorf, den 16. Juni 2023

Robert Bugar, Geschäftsführer

Heidi Burkl, Geschäftsführerin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 861.409,00 1.086.330,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.934.215,98 1.108.605,03
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.341.710,69 3.243.350,43
4. Geleistete Anzahlungen 681.453,55 210.884,21
6.818.789,22 5.649.169,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.478.002,25 2.258.363,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.441.617,50 2.568.454,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.013.055,15 3.478.923,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.610,52 383.393,62
9.016.285,42 8.689.135,77
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 24.000,00 6.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 574.212,93 603.309,98
598.212,93 609.309,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.496.301,10 3.509.643,52
2. Unfertige Erzeugnisse 21.880.480,24 21.379.052,90
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 30.493.602,79 28.320.326,51
4. Geleistete Anzahlungen 3.481.518,99 3.966.477,99
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -22.676.082,51 -23.934.450,06
36.675.820,61 33.241.050,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.053.084,15 17.057.526,84
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 113.772,18 810,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.807.125,64 4.669.059,35
19.973.981,97 21.727.397,18
III. Flüssige Mittel 8.011.073,08 10.591.958,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 423.757,77 386.464,42
D. Aktive latente Steuern 1.356.866,41 978.451,20
82.874.787,41 81.872.937,22
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 42.648,00 42.648,00
II. Kapitalrücklage 16.292.182,15 16.292.182,15
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 99.864,32 -30.581,53
IV. Konzernbilanzgewinn 27.582.423,93 29.237.060,08
V. Nicht beherrschende Anteile -494.222,23 -282.902,83
43.522.896,17 45.258.405,87
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 25.674,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 430.446,34 266.519,38
2. Sonstige Rückstellungen 12.014.786,23 10.525.629,57
12.445.232,57 10.792.148,95
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.508.097,87 12.916.580,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.735.369,53 6.651.339,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.179,40 31.273,12
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.224.459,72 5.622.443,90
26.497.106,52 25.221.637,35
E. Rechnungsabgrenzungsposten 383.878,15 600.745,05
82.874.787,41 81.872.937,22

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 133.745.703,46 113.761.897,00
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -161.406,86 -5.916.011,97
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 67.171,00 585.397,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.953.912,76 2.118.070,94
135.605.380,36 110.549.352,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -68.269.080,57 -57.290.085,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.207.936,89 -5.559.429,00
-77.477.017,46 -62.849.514,55
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.139.806,38 -23.070.975,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -7.236.885,69 -5.757.260,13
davon für Alterversorgung TEUR 64 (Vorjahr TEUR 64)
-34.376.692,07 -28.828.235,19
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.936.978,15 -1.638.849,19
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -20.751.003,40 -15.663.141,00
-936.310,72 1.569.613,04
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.273,72 29.231,78
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -512.977,46
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -373.163,98 -92.826,45
-310.890,26 -576.572,13
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -226.899,80 -497.874,55
13. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.474.100,78 495.166,36
14. Sonstige Steuern -291.854,77 -240.012,59
15. Jahresüberschuss -1.765.955,55 255.153,77
16. Ergebnis nicht beherrschender Anteile 211.319,40 0,00
17. Konzernjahresfehlbetrag (Vorjahr -überschuss) -1.554.636,15 255.153,77
18. Gewinnvortrag 29.237.060,08 29.981.906,31
19. Ausschüttung aus Bilanzgewinn -100.000,00 -1.000.000,00
20. Konzernbilanzgewinn 27.582.423,93 29.237.060,08

Konzernanhang zum 31. Dezember 2022

(Amtsgericht Ansbach, HRB 5345)

A. Grundlagen und Methoden

Konzernabschluss nach HGB

Die bestore GmbH, Merkendorf, ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Die Gliederung der Bilanz entspricht der Gliederung des § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) gewählt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die bestore GmbH, Merkendorf, sowie nach der Methode der Vollkonsolidierung bzw. der Konsolidierung at cost folgende Tochter- bzw. Enkelunternehmen einbezogen:

Kapitalanteil in % beteiligt über Konsolidierung
Nr. Name und Sitz der Gesellschaft direkt indirekt
1 agriKomp GmbH, Merkendorf, Deutschland 100% - - voll
2 agriKomp France S.a.r.l., La Chaussee St Victor, Frankreich 100% 1 voll
3 agriKomp Ltd., Kenilworth, Vereinigtes Königreich 100% 1 voll
4 agriKomp Beteiligungs GmbH, Merkendorf, Deutschland 100% 1 voll
5 agriKomp Fertigungs GmbH & Co. KG, Merkendorf, Deutschland 99,99% 1 voll
0.01% 4
6 agriKomp komponenty s.r.o., Stfelice, Tschechische Republik 100% 1 voll
7 ServiceUnion GmbH, Bannberscheid, Deutschland 100% - - voll
8 ServiceUnion Rendsburg GmbH, Rendsburg, Deutschland 100% 7 voll
9 ServiceUnion Pritzwalk GmbH, Pritzwalk, Deutschland 100% 7 voll
10 ServiceUnion Bodnegg GmbH, Bodnegg, Deutschland 100% 7 voll
11 ServiceUnion SAS, La Chaussée St Victor, Frankreich 100% 2 voll
12 FormProtect GmbH, Bannberscheid, Deutschland 100% - - voll
13 ServiceUnion Merkendorf GmbH, Merkendorf, Deutschland 100% 7 voll
14 agriKomp Bohemia s.r.o., Stfelice, Tschechische Republik 100% - - voll
15 agriKomp Polska sp. z o. o., Ostrzeszów, Polen 80% 14 voll
16 BPS Belá s.r.o., Stakčín, Slowakei 66% 14 voll
17 BGS Servisni s.r.o., Světlá nad Sázavou, Tschechische Republik 100% 14 voll
18 BIORESTEC GmbH, Laatzen, Deutschland 24% 1 at cost
19 agriKomp Italia S.R.L., Verolanuova, Italien 24% 1 at cost

Die agrikomp Bohemia, die agrikomp Polska sowie die BPS Bela wurden zum 31. Dezember 2021 erstkonsolidiert. Daher sind in den Vorjahreszahlen Aufwendungen und Erträge dieser Gesellschaften nicht enthalten.

Zur Herstellung der Vergleichbarkeit sind TEUR 31.890 Umsatzerlöse, TEUR 21.028 Materialaufwand, TEUR 6.322 Personalaufwand sowie TEUR 4.100 sonstige betriebliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung für den Teilkonzern Osteuropa enthalten.

Im Berichtsjahr wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 die BGS Servisni SRO erstkonsolidiert. Die Gesellschaft unterhält einen Servicebetrieb für Biogasanlagen in Tschechien. Im Rahmen der Erstkonsolidierung gingen folgende Vermögenswerte und Schulden zu: Anlagevermögen Mio. EUR 1,5, Vorräte Mio. EUR 0,6, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Mio. EUR 4,7, Bucheigenkapital Mio. EUR 1,0 und Verbindlichkeiten Mio. EUR 4,4. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurden stille Reserven (Kundenstamm) in Höhe von Mio. EUR 1,7 aufgedeckt; passive latente Steuern wurden in Höhe von Mio. EUR 0,3 erfasst (20 % lokaler Steuersatz). Der sich ergebende Firmenwert lautet auf Mio. EUR 0,6.

Konsolidierungsgrundsätze

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde.

Der Stichtag des Konzernabschlusses deckt sich mit dem Stichtag des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2022. Keines der nach der Vollkonsolidierungs-Methode einbezogenen Unternehmen hat ein abweichendes Wirtschaftsjahr; somit war die Erstellung von einbezogenen Zwischenabschlüssen zum 31. Dezember 2022 nicht erforderlich. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zunächst unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Sofern sich daraus wesentliche Abweichungen zu einer Bilanzierung und Bewertung nach deutschem Handelsrecht ergaben, wurden die ausländischen Abschlüsse an das deutsche Handelsrecht angepasst. Diese Anpassungen beziehen sich insbesondere auf die Anpassung der Erlösrealisierung. In den osteuropäischen Ländern sowie in Frankreich sind abweichende Vorschriften zur Erlösrealisierung vorhanden.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode.

Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Die Verrechnung des anteiligen Eigenkapitals der Tochterunternehmen mit dem Wertansatz der Anteile bei dem Mutterunternehmen wurde auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung der Anteile gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB vorgenommen. Hierbei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht.

Bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen entstanden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt insgesamt aktivische Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 6.853. Hiervon wurden TEUR 5.201 als Geschäfts- oder Firmenwert und TEUR 1.652 als Kundenstamm aktiviert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Bemessung der Nutzungsdauer erfolgt auf Basis der dem Geschäftsbetrieb zugrunde liegenden gewöhnlichen Nutzungsdauer einer Biogasanlage. Der Kundenstamm wird auf 8 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer orientiert sich an der durchschnittlichen Kundenzugehörigkeit im Unternehmen. Der Restwert des Kundenstamms beträgt zum 31.12.2022 TEUR 1.446.

Ein aus der Erstkonsolidierung der agriKomp GmbH resultierender passiver Unterschiedsbetrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt, da dieser auf vor der Konzernzugehörigkeit erwirtschaftete Ergebnisse zurückzuführen war.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzpositionen zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet. Unrealisierte Kursgewinne, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung als Aufrechnungsunterschiede aufgedeckt werden, werden im Konzernabschluss erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt.

Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet bzw. umgegliedert, Beteiligungserträge werden storniert.

Die aus den konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse wurden eliminiert.

Die Werte der Jahresabschlüsse der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Stichtagskursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapital- und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet.

Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Dabei findet die sog. modifizierte Stichtagskursmethode Anwendung; Bilanzposten werden zum Stichtagskurs, die Gewinn- und Verlustrechnung wird zum Durchschnittskurs und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Es werden die von der Bundesbank veröffentlichen Kurse herangezogen. Etwaige Währungsdifferenzen aus der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierungen werden ergebniswirksam erfasst.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der bestore GmbH, Merkendorf, einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach - gegenüber dem Vorjahr unveränderten - einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen wurden durch eine Überleitungsrechnung (HB II) angepasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwert und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten nach § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Gängigkeit und Wertminderungen der Bestände wurden bei allen Gesellschaften durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die ermittelten Wertansätze werden retrograd für Zwecke der verlustfreien Bewertung überprüft. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Nach § 268 Abs. 5 HGB wurden die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten auf der Aktivseite abgesetzt.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt, für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine pauschale Wertberichtigung in Ansatz gebracht. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen.

Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß §§ 306 i.V.m. 246 Abs. 3 und 298 Abs.1 HGB in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt. Die Berechnung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung der zeitlichen Differenzen voraussichtlich geltenden Steuersatz. Die aktiven latenten Steuern entfallen auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie auf Verlustvorträge.

Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den latenten Steuern nach § 274 HGB zusammengefasst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten.

Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens (historischer Kurs). Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres sind aus dem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (§ 248 Abs. 2 HGB) sind entsprechend § 255 Abs. 2 HGB mit den Herstellungskosten angesetzt. Dabei wird von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 Jahren ausgegangen.

Aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (nach Berücksichtigung passiver latenter Steuern) resultiert zum Ende des Geschäftsjahres ein ausschüttungsgesperrter Betrag nach §§ 268 Abs. 8, 285 Nr. 28, 314 Nr. 14 HGB in Höhe von 626 TEUR (VJ.: 789 TEUR).

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich 2022 auf 670 TEUR (VJ.: 674 TEUR). Davon wurden 51 TEUR (VJ.: 231 TEUR) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 285 Nr. 22 HGB).

Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € im Zugangsjahr direkt im Aufwand erfasst. Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 250 € bis 1.000 € wird die lineare Abschreibungsmethode mit einer Abschreibungsdauer von fünf Jahren angewandt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine Wertminderung entfallen sind.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Entsprechendes gilt für die sonstigen Vermögensgegenstände.

3. Forderungen/Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen auf Folgeperioden.

5. Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden in Höhe von 1.092 TEUR (VJ.: 899) auf bestehende steuerliche Verlustvorträge gebildet; hiervon entfallen 970 TEUR auf inländische Gesellschaften. Außerdem wurden aktive latente Steuern in Höhe von 5 TEUR (VJ.: 623 TEUR) auf zu eliminierende Zwischenergebnisse und auf Anpassungsbuchungen infolge der Überleitung ausländischer Jahresabschlüsse auf die HGB-Rechnungslegung gebildet.Es erfolgten Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 462 TEUR.

Die Veränderungen der passiven latenten Steuern ergeben sich insbesondere aus der Entwicklung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände (Auflösung passive latente Steuern 60 TEUR), aus der Dotierung im Rahmen der Erstkonsolidierung in Höhe von 676 TEUR sowie aus der Fortschreibung (Auflösung) der passiven latenten Steuern aus aufgedeckten stillen Reserven der Vorjahre TEUR 686. Die gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt 467 TEUR (VJ.: 547) wurden mit der Summe der gebildeten aktiven latenten Steuern 1.824 TEUR (VJ.: 1.526 TEUR) saldiert. Im Saldo werden in der Bilanz im Jahr 2022 aktive latente Steuern in Höhe von 1.357 TEUR (VJ.: 978 TEUR) ausgewiesen.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde in Deutschland ein Steuersatz von 15% für die Körperschaftssteuer zuzüglich dem Solidaritätszuschlag von 0,83 % (5,5% auf 15% Körperschaftsteuer) und je nach Gewerbesteuerhebesatz von 11,55 % bis 12,78 % für die Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden die dort gültigen Steuersätze angesetzt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt TEUR 753 Ertrag (VJ.: TEUR 85 Aufwand) an latenten Steuerbeträgen erfasst.

6. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 2.848 TEUR (VJ.: 2.969 TEUR), Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 1.440 TEUR (VJ.: 1.447 TEUR), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.250 und Rückstellungen für die Kosten langlaufender Serviceverträge in Höhe von 4.089 TEUR (VJ.: 3.051 TEUR).

7. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach ihren jeweiligen Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Verbindlichkeiten zum 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag kleiner 1 Jahr 1 - 5 Jahre größer 5 Jahre gesichert durch Pfandrechte o. ähnl. Rechte
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 14.509 11.092 2.996 421 170
Aus Lieferungen und Leistungen 6.735 6.735 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.224 5.224 0 0 0
Gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 29 29 0 0 0
Verbindlichkeiten gesamt 26.497 23.080 2.996 421 170
Verbindlichkeiten zum 31.12.2021 davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag kleiner 1 Jahr 1 - 5 Jahre größer 5 Jahre gesichert durch Pfandrechte o. ähnl. Rechte
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Gegenüber Kreditinstituten 12.917 9.983 2.934 0 2.262
Aus Lieferungen und Leistungen 6.651 6.651 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.622 5.583 40 0 0
Gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 31 31 0 0 0
Verbindlichkeiten gesamt 25.221 22.248 2.973 0 2.262

Von den im Berichtsjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von 170 TEUR (VJ.: 2.262 TEUR) durch die Sicherungsübereignung von Beständen an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 3.167 TEUR (VJ.: 4.275 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 445 TEUR (VJ.: 401 TEUR) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

8. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich folgt auf die Geschäftsbereiche auf:

Geschäftsbereich JAHR / TEUR Veränderung / TEUR
2022 2021 2022 2021
Komplettanlagen 53.588 56.005 -2.417 -4,3%
Erweiterungen 10.118 10.611 -0.493 -4,6%
Service 64.637 42.808 21.829 51,0%
Sonstige 5.402 4.338 1.064 24,5%
Summe 133.745 113.762 19.983 17,6%

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ergibt sich wie folgt:

Region JAHR / TEUR Veränderung / TEUR
2022 2021 2022 2021
Deutschland 45.411 45.759 -348 -0,8%
Ausland 88.334 68.003 20.331 29,9%
Summe 133.745 113.762 19.983 17,6%

9. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 603 TEUR (VJ.: 61 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 26 TEUR (VJ.: 916 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 124 TEUR (VJ.: 0 TEUR) enthalten.

10. Personalaufwand

In der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 437 (VJ.: TEUR 384) enthalten.

11. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 170 vorhanden.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Fracht- und Verpackungskosten in Höhe von 2.364 TEUR (VJ.: 1.907 TEUR), Fahrzeugkosten in Höhe von 2.838 TEUR (VJ.: 2.127 TEUR), Werbe- und Reisekosten in Höhe von 2.571 TEUR (VJ.: 1.697 TEUR) und Raumkosten in Höhe von 2.263 TEUR (VJ.: 1.838 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 369 TEUR (VJ.: 43 TEUR) enthalten.

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten latente Steuern in Höhe von 753 TEUR (Ertrag) (VJ.: 85 TEUR (Aufwand)).

D. Angabe von außergewöhnlichen und periodenfremden Aufwendungen und Erträgen

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen sind wie folgt entstanden:

Außergewöhnliche Erträge 0 TEUR (VJ.: 0 TEUR)
Außergewöhnliche Aufwendungen -662 TEUR (VJ.: -735 TEUR)
Summe außergewöhnliches Ergebnis -662 TEUR (VJ.: -735 TEUR)

Das außergewöhnliche Ergebnis resultiert überwiegend aus der Bewertungskorrektur von unfertigen Erzeugnissen.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge sind in Höhe von -1.163 TEUR entstanden. Ein Betrag von -611 TEUR resultiert aus Gutschriften bzw. Rechnungskorrekturen und Aufwendungen für Zeiträume vor dem Jahr 2022. Der verteilt sich auf Themengebiete wie Rückstellungen, Nachzahlungen aus diversen Prüfungen usw., welche ebenfalls Vorjahre betreffen.

E. Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus Mietaufwendungen sowie Pachtzahlungen für Immobilien bis ins Jahr 2027 (Laufzeit der Pachtverträge) in Höhe von 4.548 TEUR (VJ.: 6.009 TEUR).

Weiterhin bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bei verschiedenen Gesellschaften in Höhe von 1.229 TEUR (VJ.: 1.521 TEUR) finanzielle Verpflichtungen aus Leasing und Mietverträgen von beweglichen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren. Hierbei handelt es sich überwiegend um eine Vielzahl von KFZ-Leasingverträgen für den Geschäftsbereich Service sowie PKW's von Führungskräften zur privaten Nutzung (1 %-Regelung).

Es bestehen zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus Rahmenverträgen mit Abnahmeverpflichtung von Waren und Gütern zum Bilanzstichtag 31.12.2022 in Höhe von 2.379 TEUR.

Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus liquiden Mitteln zusammen.

F. Aufstellung Anteilsbesitz

Hinsichtlich des zu erläuternden Anteilsbesitzes und den Veränderungen zum Vorjahr verweisen wir auf Abschnitt A dieses Anhangs.

G. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer teilt sich wie folgt nach Gruppen auf:

Angestellte 376 (VJ.: 292)
Arbeiter 328 (VJ.: 233)
Gesamt 704 (VJ.: 525)

Die Erstkonsolidierung der agriKomp Bohemia S.R.O im Vorjahr erfolgte zum 31. Dezember 2021. Im Rahmen der Erstkonsolidierung gingen zum 31. Dezember 2021 72 Angestellte und 88 Arbeiter zu.

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt 54 TEUR (VJ.: 42 TEUR). Davon entfällt ein Betrag in Höhe von 18 TEUR (VJ.: 21 TEUR) auf die Prüfung des Konzernabschlusses.

Weitere Leistungen wurden vom Konzernabschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft nicht erbracht.

Konzernverhältnisse

Die bestore GmbH, Merkendorf, ist das oberste Mutterunternehmen im Konzern und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Für alle in den Konzern einbezogenen inländischen Tochter- bzw. Enkelunternehmen werden für den Jahresabschluss die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie der jeweiligen Offenlegung in Anspruch genommen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur zu marktüblichen Bedingungen getätigt.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind nicht eigetreten.

Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

 

Frau Heidi Burkl, Staudt; einzelvertretungsberechtigt.

 

Herr Robert Bugar, Weidenbach; einzelvertretungsberechtigt; §181-befreit.

Auf eine Angabe der Gesamtbezüge der Organmitglieder wurde unter Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn (entspricht dem Gewinnvortrag) des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 18.000.060,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Merkendorf, 15. Juni 2023

bestore GmbH

Robert Bugar, Geschäftsführer

Heidi Burkl, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens der bestore GmbH, Merkendorf, für das Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Veränderung Konso.kreis
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.026.681,00 50.882,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.883.397,17 34.200,84 1.652.198,10
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.601.358,11 0,00 599.899,56
4. Geleistete Anzahlungen 210.884,21 473.427,68 0,00
11.722.320,49 558.510,52 2.252.097,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.369.642,63 66.620,82 151.907,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.862.948,71 368.426,50 77.323,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.936.349,05 1.054.400,83 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.393,62 931.424,67 0,00
15.552.334,01 2.420.872,82 229.230,61
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 6.000,00 18.000,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 3.133.333,44 0,00 0,00
3.139.333,44 18.000,00 0,00
30.413.987,94 2.997.383,34 2.481.328,27
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Umbuchungen Währungseffekte Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 3.077.563,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 111,09 0,00 5.569.907,20
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 5.201.257,67
4. Geleistete Anzahlungen ) -1.342,97 -1.515,37 0,00 681.453,55
-1.342,97 -1.404,28 0,00 14.530.181,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 236.205,25 9.606,98 3.843,32 3.830.139,67
2. Technische Anlagen und Maschinen ) 63.560,12 1.865,49 66.053,82 3.308.070,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 939.505,72 36.993,74 199.595,92 10.767.653,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ) -1.237.928,12 9.267,33 2.546,98 83.610,52
1.342,97 57.733,54 272.040,04 17.989.473,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen ) 0,00 0,00 0,00 24.000,00
2. Sonstige Ausleihungen ) 0,00 18.246,37 47.343,42 3.104.236,39
) 0,00 18.246,37 47.343,42 3.128.236,39
0,00 74.575,63 319.383,46 35.647.891,72
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Währungseffekte Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.940.351,00 275.803,00 0,00 0,00 2.216.154,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.774.792,14 859.852,90 -1.046,18 0,00 3.635.691,22
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.358.007,68 501.539,30 0,00 0,00 1.859.546,98
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.073.150,82 1.637.195,20 -1.046,18 0,00 7.711.392,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.111.278,90 237.554,14 -3.304,38 0,00 1.352.137,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 294.493,82 605.865,22 33.906,24 0,00 866.452,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.457.425,52 1.456.363,59 -9.754,53 168.945,37 6.754.598,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.863.198,24 2.299.782,95 20.847,33 168.945,37 8.973.188,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 2.530.023,46 0,00 0,00 0,00 2.530.023,46
2.530.023,46 0,00 0,00 0,00 2.530.023,46
15.466.372,52 3.936.978,15 19.801,15 168.945,37 19.214.604,15
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 861.409,00 1.086.330,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.934.215,98 1.108.605,03
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.341.710,69 3.243.350,43
4. Geleistete Anzahlungen 681.453,55 210.884,21
6.818.789,22 5.649.169,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.478.002,25 2.258.363,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.441.617,50 2.568.454,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.013.055,15 3.478.923,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.610,52 383.393,62
9.016.285,42 8.689.135,77
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 24.000,00 6.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 574.212,93 603.309,98
598.212,93 609.309,98
16.433.287,57 14.947.615,42

Konzernkapitalflussrechnung der bestore GmbH, Merkendorf, für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Cash flow aus Geschäftstätigkeit
Konzernjahresergebnis vor Ergebnisanteilen Dritter -1.766 255
Anpassungen zur Überleitung des Konzernjahresüberschusses auf den Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit:
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 227 498
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 311 63
+ Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte 1.637 678
+ Abschreibungen auf Sachanlagen 2.300 961
+ Abschreibung auf Finanzanlagen 0 513
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.380 0
Änderungen in Aktiva und Passiva
Erhöhung (-) / Minderung (+) Vorräte -2.855 -4.907
Erhöhung (-) / Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -657 -646
Erhöhung (-) / Minderung (+) aktive RAP und sonstige Vermögenswerte 7.107 -90
Erhöhung (+) / Minderung (-) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -4.975 -2.340
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -411 106
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen m.d.e. Bet.Verhältnis besteht -2 16
Erhöhung (+) / Minderung (-) Verbindlichkeiten und Rückstellungen für Ertragsteuern 165 0
Ertragsteuerzahlungen -657 -325
Ertragsteuererstattungen 0 16
= Cash flow aus Geschäftstätigkeit 1.804 -5.202
Cash flow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -558 -520
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -2.420 -1.491
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -18 0
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen 103 108
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften abzgl. liquider Mittel -2.558 -402
= Cash flow aus Investitionstätigkeit -5.451 -2.305
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit
gezahlte Zinsen -335 -93
erhaltene Zinsen 37 30
Aufnahme Darlehen 930 6.263
Tilgungen Darlehen -640 -38
Ausschüttung Gesellschafter -100 -1.000
Veränderung kurzfristiger Finanzierungen 1.094 708
= Cash flow aus Finanzierungstätigkeit 986 5.870
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelfonds -2.661 -1.637
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahrs 10.592 12.200
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 80 29
Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahrs 8.011 10.592
31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Liquide Mittel 8.011 10.592

Konzerneigenkapitalspiegel der bestore GmbH, Merkendorf, für das Geschäftsjahr 2022

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Konzerngewinn
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 29.412,00 4.661.182,15 -95.483,62 29.981.906,31
Kapitalerhöhung 13.236,00 11.631.000,00 0,00 0,00
Umgliederung in Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 -1.000.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Währungsumrechnung 0,00 0,00 64.902,09 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 255.153,77
Stand am 31.12.2021/01.01.2022 42.648,00 16.292.182,15 -30.581,53 29.237.060,08
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen an die Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 -100.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Währungsumrechnung 0,00 0,00 130.445,85 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 -1.554.636,15
Stand am 31.12.2022 42.648,00 16.292.182,15 99.864,32 27.582.423,93
Minderheitsgesellschafter Summe Eigenkapital
Eigenkapital Minderheitskapital Eigenkapital Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand am 01.01.2021 34.577.016,84 0,00 0,00 34.577.016,84
Kapitalerhöhung 11.644.236,00 0,00 0,00 11.644.236,00
Umgliederung in Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen an die Gesellschafter -1.000.000,00 0,00 0,00 -1.000.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Währungsumrechnung 64.902,09 0,00 0,00 64.902,09
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 -282.902,83 -282.902,83 -282.902,83
Konzernjahresergebnis 255.153,77 0,00 0,00 255.153,77
Stand am 31.12.2021/01.01.2022 45.541.308,70 -282.902,83 -282.902,83 45.258.405,87
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung in Gewinnrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen an die Gesellschafter -100.000,00 0,00 0,00 -100.000,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Währungsumrechnung 130.445,85 0,00 0,00 130.445,85
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis -1.554.636,15 -211.319,40 -211.319,40 -1.765.955,55
Stand am 31.12.2022 44.017.118,40 -494.222,23 -494.222,23 43.522.896,17

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die bestore GmbH, Merkendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der bestore GmbH, Merkendorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der bestore GmbH, Merkendorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 28. Juni 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wilfried Steinke, Wirtschaftsprüfer

Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 29. Juni 2023 durch die Gesellschafterversammlung gebilligt.

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