WITRON Logistik + Informatik GmbH

Neustädter Straße 21, 92711 Parkstein, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 153
Eingetragen
24.6.1971
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Consulting, Planung, Beratung, Entwicklung, Realisierung, Montage, Installation, Sanierung, Wartung, Kauf, Verkauf, Handel, Betrieb und Management sowie Finanzierung von Logistik- und Informatiksystemen, Produktionsanlagen, Materialflußanlagen, Hochregallägern, Lagerverwaltungssystemen, Soft- und Hardwarekomponenten, Steuerungs- und Rechnertechnik, Informations- und Produktionssteuerungssystemen national und international in allen industriellen Branchen sowie die Übernahme der Generalunternehmerschaft einschließlich Bauabwicklung in den vorstehenden Tätigkeitsbereichen, sowie alle anderen, mit vorstehenden Aktivitäten zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Johannes Meißner
seit 9.1.2020
Geschäftsführer
Claus Holm
seit 9.5.2016
Prokura
Geschäftsführer
Ullrich Schlosser
seit 14.8.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
89.90%
Stiftung Winkler
7.10%
Walter Winkler Familienstiftung
3.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
2.697.000 €
89.90%
Stiftung Winkler
Germany
213.000 €
7.10%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WITRON Logistik + Informatik GmbH

Parkstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

WITRON plant und realisiert maßgeschneiderte Intralogistiklösungen - hochdynamische Kommissioniersysteme für Handel und Industrie. Alles aus einer Hand - von der Logistikberatung und Logistikplanung über komplette Lagersysteme, Kommissioniersysteme, Lagersoftware, Lagerverwaltung, Steuerungssoftware, Fördertechnik, Regalbediengeräte und Service. Alle Lagerlösungen sind - ob hochautomatisiert, teilautomatisiert oder manuell - modular aufgebaut und basieren auf standardisierten Systembausteinen.

Bisher wurden weit über 2.000 Logistikprojekte in den unterschiedlichsten Branchen erfolgreich umgesetzt. Zahlreiche Top-Kunden in Europa und Nordamerika betreiben bereits seit Jahren ihre Distributionszentren wirtschaftlich und erfolgreich mit WITRON-Lösungen und setzen auch zukünftig auf die gemeinsame Partnerschaft.

2. Forschung und Entwicklung

WITRON setzt weiterhin auf eine konsequente und nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die das Unternehmen teilweise auch in Auftrag gibt. Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin die Einführung einer neuen Steuerungsgeneration sowie die (Weiter-)Entwicklung zukunftsfähiger Omni-Channel-Lösungen. Innovationen gibt es ebenso hinsichtlich Cloud-basierender Lagerverwaltungs-Lösungen, des Ausbaus der Plattform-Ökonomie, der Digitalisierung von Prozessen in der Steuerungswelt sowie einer noch transparenteren Usability und User Experience der WITRON-Applikationen zu vermelden.

Für Forschung und Entwicklung wurden im Berichtsjahr € 6.785.000 (Vj.€ 7.079.000) aufgewendet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemiebedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. Zusammen mit Nachholeffekten der privaten Haushalte und Unternehmen, zum Teil noch genährt durch staatliche Konjunkturpakete, führte dies zum starken Anstieg der Inflationsraten.

In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nahm Ende Januar 2023 daher eine, wenn auch kleine Aufwärtsrevision vor und schätzte den Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr 2022 zuletzt auf preisbereinigt 3,4 Prozent, nach einem kräftigen Anstieg von 6,2 Prozent im Jahr zuvor. Die globale Inflationsrate lag 2022 bei geschätzt 8,8 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2021 dynamisch um 7,8 Prozent zugelegt hatte, wuchs sie im Jahr 2022 nur um 3 Prozent.

In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigte sich auch die Maschinenindustrie im Jahr 2022 an vielen Standorten widerstandsfähig. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar ein höheres Produktionswachstum als erwartet, da sich die Engpasssituation bei einigen Vorprodukten entspannte. Insbesondere der Mangel an elektronischen Bauteilen ist jedoch für viele Unternehmen weiterhin deutlich spürbar. In der EU spürten die Maschinenbauer zum Jahresende eine verminderte Investitionsgüternachfrage, die Umsätze entwickelten sich aufgrund der angesammelten Auftragsbestände aber weiter solide. Global betrachtet konnte der Maschinenumsatz im Jahr 2022 preisbereinigt um 2 Prozent gesteigert werden.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt 1,8 Prozent höher als im Vorjahr. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Dienstleistungen profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,9 Prozent). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (0,2 Prozent). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,0 Prozent. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,7 Prozent ab. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt +3,3 Prozent mehr investiert als im Vorjahr.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu. Deutschland exportierte preisbereinigt 2,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,0 Prozent zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 Prozent oder rund 590.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 jedoch nur leicht, die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre konnten nicht ausgeglichen werden.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real 0,5 Prozent übertroffen. Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Allerdings blieb der von nicht wenigen erwartete Einbruch der Maschinenproduktion aus. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 237 Mrd. Euro, für den Umsatz stehen 244 Mrd. Euro in den Büchern.

Der Auftragseingang startete mit deutlich zweistelligen realen Plusraten ins Jahr, verlor im Jahresverlauf aber zusehends an Dynamik. Starke Produktionsbehinderungen und die nur allmählich abflauende Nachfrage führten zu Rekordauftragsbeständen, denn Stornierungen blieben abgesehen von dem Ausbuchen von Orders aus Russland und Bereinigungen zum Jahresende eher die Ausnahme. Im Maschinenbaudurchschnitt lag die Auftragsreichweite zeitweise über einem Jahr - ein Rekordwert. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Vielmehr verhinderte der Fachkräftemangel so manche Fertigstellung von Maschinen, Maschinenteilen und -komponenten. Viele Unternehmen möchten angesichts des hohen Auftragsbestands einstellen. Die Personalsuche gestaltet sich jedoch schwierig. Nicht nur Fachkräfte sind knapp, sondern Arbeitskräfte insgesamt.

2. Geschäftsverlauf

Neue Projekte wurden im Jahr 2022 überwiegend im europäischen und nordamerikanischen Raum gewonnen. Mehrere Großaufträge konnten mit Neu- und Bestandskunden in Deutschland, Canada, Niederlande, Spanien und USA unterzeichnet werden. Der Auftragsvorlauf gewährleistet eine Auslastung über die nächsten Jahre.

Das Unternehmen bleibt auf den konsequenten Ausbau seiner Kompetenz in der Kommissionier- und Lagertechnik fokussiert, um durch innovative Lösungen die Rentabilität der Kunden weiter nachhaltig zu steigern.

Zu diesem Zweck werden die Schlüsseltechnologien konsequent weiterentwickelt mit dem Ziel der Technologieführerschaft. Der Marktfokus wird auch weiterhin auf Europa und Nordamerika gelegt, wobei die Entwicklung des Logistikmarktes in anderen Regionen in Beobachtung bleibt. Durch den Einsatz neuer Technologien in der Projektabwicklung soll die Kostenposition weiter verbessert und die Effizienz in der Abwicklung gesteigert werden. Durch eine aktive Bearbeitung des europäischen und nordamerikanischen Marktes wird auch in den Folgejahren ein weiteres kontinuierliches, organisches Wachstum angestrebt.

Die prognostizierte Umsatzrendite und der prognostizierte Cash Flow wurden deutlich übertroffen. Die betriebliche Leistung hat sich entsprechend der Prognose entwickelt. Die Kennzahlen sind daher als sehr zufrieden stellend zu betrachten.

3.Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von € 617 Mio. auf € 720 Mio. angestiegen.

Der Materialaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf 68% (Vj.68%) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand beträgt 9% (Vj.11%) der Gesamtleistung und hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. € 1,4 Mio. erhöht. Das Rohergebnis konnte im Geschäftsjahr 2022 mit T€ 317.370 verbucht werden und ist somit gegenüber dem Vorjahr um 34% gestiegen.

Zum Bilanzstichtag konnte das Unternehmen einen Auftragsbestand von ca. € 2,6 Mrd. (Vj. € 2,7 Mrd.) verzeichnen.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets unter Skontoausnutzung zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Durch das positive Ergebnis im Geschäftsjahr 2022 konnte das Eigenkapital weiter gestärkt werden. Der Eigenkapitalanteil des Unternehmens beträgt rd. 43% (Vj.39%).

Kreditlinien werden überwiegend für Avale in Anspruch genommen. Für die Erweiterung des Standorts Parkstein wurde ein KfW-Darlehen in Anspruch genommen. Die Tilgung erfolgt vierteljährlich und endet im Jahr 2023.

c) Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft ist zu rd. 20% (Vj.24%) im Anlagevermögen gebunden. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme beträgt rd. 37% (Vj.25%), auf liquide Mittel entfallen rd. 30% (Vj.34%).

d) Investitionen

Die Erweiterung des Standorts Parkstein wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionen für dieses Bauvorhaben betrugen ca. T€ 155.000. Die Gesamtinvestitionen in Sachanlagen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 11.355. Die Investitionen in Finanzanlagen betragen T€ 1.149 und betreffen die Seniorenzentrum Langen GmbH & Co. KG.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen betriebliche Leistung, Umsatzrendite und den Cash Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cash Flow aus der Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen. Die betriebliche Leistung beträgt T€ 863.735 und hat somit gegenüber dem Vorjahr um T€ 151.961 zugenommen. Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen und beträgt im Geschäftsjahr 16% (Vj.17%). Der Cash Flow beträgt T€ 142.915 und ist damit um T€ 59.376 höher als im Vorjahr.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Arbeitnehmerbelange

WITRON legt hohen Wert auf langfristige Mitarbeiterbindung und hat für ihre Mitarbeiter deshalb unter anderem ein eigenes Programm zur betrieblichen Altersvorsorge und ein firmeneigenes Gewinnbeteiligungsprogramm aufgelegt.

Von großer Bedeutung ist für WITRON auch die Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter. So sollen im Rahmen der innerbetrieblichen Talentförderung Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutiert werden. Unter dem Motto "Fordern und Fördern" wollen wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich so zu entwickeln, dass Talente und Persönlichkeit optimal zur Aufgabe passen. Die finanzielle Unterstützung bei Weiterbildungen und Dualem Studium rundet die Mitarbeiterförderung und Mitarbeiterentwicklung ab.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Der Rückgang im Jahr 2021 ist auf Umstrukturierungen und dem damit verbundenen Wechsel von Mitarbeitern in andere Gesellschaften der WITRON-Gruppe zurückzuführen. Zum Jahresende 2022 hat sich die Gesamtzahl der Arbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr um 118 auf 1.385 erhöht.

b) Berufsausbildung

Um sich im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter eine gute Ausgangsposition zu sichern, engagieren wir uns intensiv in der Berufsausbildung. Zum Bilanzstichtag bildet WITRON 286 (Vj. 256) Auszubildende aus. Im Berichtsjahr 2022 wurden 99 Auszubildende neu eingestellt.

Unser Ziel ist es jungen Mitarbeitern eine möglichst praxisnahe und zukunftsgerichtete Ausbildung gewährleisten zu können.

c) Umweltbelange

WITRON agiert energieeffizient und ressourcenschonend, da ein Teil der benötigten Energie von den firmeneigenen Photovoltaikanlagen stammt. Darüber hinaus konnte eine Einspeisemenge von ca. 155 MWh erzielt werden.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entsprechen den Erwartungen und sind zufrieden stellend.

III. Bericht zur Unternehmensführung

Aufgrund der technischen Ausrichtung und des geringen Frauenanteils in technischen Berufen sind zum Bilanzstichtag keine Frauen in der Geschäftsführung und in den beiden Führungsebenen nach der Geschäftsführung vertreten.

Der Beirat hat als Zielgröße bis Ende 2022 für die Frauenquote in der Geschäftsführung eine Quote von 0% festgelegt und für den Beirat eine Zielgröße von 0%. Beide Zielgrößen sind zum Bilanzstichtag erfüllt.

Die Geschäftsführung hat als Zielgröße bis Ende 2022 eine Frauenquote von 0% für die erste und eine Frauenquote von 0% für die zweite Führungsebene unter der Geschäftsführung festgesetzt. Beide Quoten sind zum Bilanzstichtag jeweils erfüllt.

IV. Prognosebericht

Der Ausblick auf 2023 ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in der Ukraine haben sich die ökonomischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Aktuell ist dieser räumlich auf die Ukraine begrenzt. Neben den direkten Auswirkungen auf das direkte Liefergeschäft durch Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung.

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei unserer Planung haben wir die aktuelle Auftragslage zugrunde gelegt, sowie die derzeit verhandelten Aufträge, mit deren Abschluss auf Grund Erfahrungswerten mit großer Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist. Daraus haben wir den voraussichtlichen Auftragsbestand von WITRON für das Geschäftsjahr 2023 abgeleitet.

Die betriebliche Leistung in 2022 beträgt T€ 863.735, die Umsatzrendite 16% und der Cash Flow beträgt T€ 142.915. In unserer Planung für das nächste Geschäftsjahr gehen wir von einem leichten Anstieg der betrieblichen Leistung und einem Rückgang der Umsatzrendite auf ca. 14% aus. Der Cash Flow wird sich auf einem hohen Niveau bewegen, jedoch die Werte von 2022 nicht erreichen.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für 2023 planen wir mit einem ansteigenden Mitarbeiterstand. Des Weiteren sollen im Geschäftsjahr 2023 ca. 90 Auszubildende eingestellt werden. Die Mitarbeiterbindungsprogramme sollen fortgeführt werden. Bei den Umweltbelangen zeichnen sich keine wesentlichen Veränderungen ab. Die bestehenden Photovoltaikanlagen werden auch zukünftig genutzt. Wir rechnen mit einer Einspeisemenge von ca. 145 MWh.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken:

Die größte Gefahr für die Weltwirtschaft stellt weiterhin der völkerrechtswidrige Einmarsch Russlands in der Ukraine dar. Darüber hinaus gefährden der zunehmende Protektionismus und sehr hohe Inflationsraten weltweit Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze. Dies kann zu einem Konjunkturabschwung führen und somit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen.

Politische Risiken:

Zur Vermeidung von Risiken werden in Staaten mit hohen politischen Risiken keine Geschäfte getätigt.

Branchenspezifische Risiken:

Das Hauptrisiko der Branche liegt im Anlagenausfall und in den Gewährleistungsverpflichtungen. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken durch den Einsatz hochwertiger Materialien, die überwiegend in Deutschland gefertigt werden, erfahrener und hochqualifizierter Mitarbeiter und durch den Einsatz getesteter und erprobter Technologien. Den verbleibenden Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen wird durch den Ansatz einer Rückstellung Rechnung getragen.

Steuerliche Risiken:

Die Außenprüfung für die Jahre 2017-2019 wurde ohne wesentliche Prüfungsfeststellungen abgeschlossen.

Personelle Risiken:

Der Personalbedarf wird in Abstimmung mit dem Personalwesen aus den Plan-Zahlen abgeleitet und frühzeitig erkannt, so dass das Personal dem Bedarf angepasst werden kann. In einigen Berufsgruppen gestaltet sich die Personalrekrutierung jedoch zunehmend schwierig. Kurzfristiger Personalbedarf kann im Bedarfsfall durch Leiharbeiter bzw. im PLC- und IT-Umfeld durch temporäre Arbeitnehmerüberlassung abgedeckt werden.

Währungsrisiken:

Wo Nettingeffekte nicht möglich sind, werden Derivate zur Reduzierung des Währungsrisikos eingesetzt. Die Geschäfte stellen wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung von Devisen entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen wurden, werden als schwebende Geschäfte bilanziert.

Ertragsorientierte Risiken:

Da unsere Produkte echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

IT Risiken:

Durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen und einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastruktur sichern wir uns gegen Risiken ab. Darüber hinaus werden verstärkt Maßnahmen zur Erhöhung der Cyber-Security umgesetzt, um das Unternehmen bestmöglich gegen entsprechende Angriffe zu schützen.

Rohstoffpreisänderungsrisiko:

Die Rohstoffmärkte werden kontinuierlich beobachtet. Preissteigerungen sollen somit frühzeitig erkannt werden. Das Risiko von Preissteigerungen wird durch den vermehrten Einsatz von Preisgleitklauseln minimiert.

2. Chancenbericht

Chancen aus Wachstum durch Innovation:

Chancen sieht das Unternehmen insbesondere durch die Verwertung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowie einer Erweiterung der Fertigungstiefe. So wird das Produktportfolio der WITRON-Gruppe beispielsweise um Bühnen-Konstruktionen und Paletten-Regalbediengeräte erweitert. Ein großes Marktpotential wurde speziell im Frische-Bereich mit der Flow Picking Machinery (FPM) generiert - eine vollautomatische Lösung, die bevorzugt in sogenannten Flow-Through-Lägern zum Tragen kommt. Darunter versteht man hochdynamische Anlagen, die sich einmal am Tag komplett umschlagen und viele hundert Märkte "Just-in-Time" mit ultra-frischen Produkten beliefern. Diese preisgekrönte Lösung (Gewinner des "European Logistics Association Award" in der Kategorie "Project of the Year") besticht vor allen durch einen hohen Automatisierungsgrad sowie ergonomische Arbeitsprozesse zur Kompensation des Fachkräftemangels und umfassende Nachhaltigkeit durch einen geringeren Flächenbedarf, weniger Abfall, optimale LKW-Auslastung aufgrund wesentlich dichter gepackter Filial-Paletten und einer damit verbundenen CO 2 -Reduktion. Diesen Chancen werden die höchsten Eintrittswahrscheinlichkeiten beigemessen.

Chancen aus Wachstum durch Erschließung neuer Märkte und Wirtschaftszweige:

Große Wachstumschancen liegen in der Expansion in Länder, in denen bislang nur wenige Geschäfte getätigt wurden, insbesondere in Osteuropa, Fernost und Südamerika. Aufgrund der mit einer solchen Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken, insbesondere hinsichtlich politischer Stabilität, Sicherheitslage und Plagiarismus steht die Geschäftsleitung der Verfolgung eines solchen Wachstumspfades zurückhaltend gegenüber.

Dagegen zeichnen sich gute Wachstumschancen aus der Ausweitung des Geschäfts auf neue Wirtschaftszweige ab, da unsere Intralogistiklösungen flexibel einsetzbar sind und unsere Innovationen laufend neue Einsatzmöglichkeiten schaffen.

Chancen aus konjunkturellen Entwicklungen

Den Risiken aus einer nachteiligen konjunkturellen Entwicklung stehen in gleichem Maße Chancen aus einer vorteilhaften konjunkturellen Entwicklung gegenüber, von einer weiteren Verbesserung der Auftragslage über günstige Marktpreisänderungen im Einkaufs- und Absatzmarkt bis hin zu Zins- und Währungschancen.

Aufgrund der mit dem Ukraine-Krieg einhergehenden Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung haben die Chancen der konjunkturellen Entwicklung allgemein gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen, auch wenn die Chancen der konjunkturellen Entwicklung die Risiken für unser Unternehmen derzeit noch deutlich übersteigen.

3. Gesamtaussage

Es sind keine Risiken bekannt, welche die Gesellschaft gefährden oder welche die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen können. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und der guten Auftragslage sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten und derivative Finanzinstrumente. Die Gesellschaft hat als Kunden überwiegend Gesellschaften mit guter bis sehr guter Bonität und Forderungsausfälle sind deshalb nicht zu befürchten. Verbindlichkeiten werden stets unter Skontoausnutzung gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden und Lieferanten. Zur Begrenzung des Risikos von Fremdwährungsverlusten werden weiterhin Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen sind nicht vorhanden.

 

Parkstein, 31. März 2023

gez. Helmut Prieschenk, Geschäftsführer

gez. Johannes Meißner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 492.081,00 1.239.957,00
492.081,00 1.239.957,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.632.801,30 91.693.304,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.521.511,00 2.755.492,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.781.330,00 8.921.840,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 75.862.513,82
180.935.642,30 179.233.150,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.242.913,62 14.242.913,62
2. Beteiligungen 33.014.132,81 31.864.937,93
47.257.046,43 46.107.851,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 65.870.222,34 32.973.606,01
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 591.750.331,00 449.206.408,00
3. Fertige Erzeugnisse 27.355.162,24 21.485.402,32
4. Geleistete Anzahlungen 313.939.342,46 176.091.620,42
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -577.689.455,28 -443.216.542,17
421.225.602,76 236.540.494,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.730.601,41 90.122.326,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.217.355,36 25.874.678,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 50.074.565,62 24.987.701,73
144.022.522,39 140.984.706,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 347.543.479,30 317.998.252,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.165.846,22 7.077.911,45
1.148.642.220,40 929.182.324,34

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.983.292,18 4.983.292,18
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 100.000.000,00 100.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 254.412.817,31 174.729.769,48
V. Jahresüberschuss 132.664.941,85 79.683.047,83
495.061.051,34 362.396.109,49
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 249.620,00 277.570,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.011.516,10 17.082.390,93
2. Steuerrückstellungen 18.082.922,00 18.079.098,00
3. Sonstige Rückstellungen 22.974.325,38 44.886.590,07
59.068.763,48 80.048.079,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.629.325,00 32.069.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 428.203.020,61 358.876.765,82
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.042.553,50 41.665.087,48
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 49.249.388,18 38.771.448,75
5. Sonstige Verbindlichkeiten 39.239.041,38 13.922.296,97
593.363.328,67 485.304.599,02
E. Rechnungsabgrenzungsposten 899.456,91 1.155.966,83
1.148.642.220,40 929.182.324,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 720.496.357,72 616.714.913,78
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 142.543.923,00 94.029.012,43
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 694.477,08 1.029.997,86
Leistung 863.734.757,80 711.773.924,07
4. Sonstige betriebliche Erträge 36.701.280,79 10.385.423,58
900.436.038,59 722.159.347,65
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 272.043.355,37 166.830.245,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 311.022.771,90 318.828.805,39
583.066.127,27 485.659.051,34
Rohergebnis 317.369.911,32 236.500.296,31
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 61.116.228,49 60.213.435,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 14.977.797,45 14.524.488,49
76.094.025,94 74.737.924,18
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.249.657,47 3.855.149,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 115.712.052,25 53.779.041,12
202.055.735,66 132.372.114,58
Betriebsergebnis (EBIT) 115.314.175,66 104.128.181,73
9. Erträge aus Beteiligungen 43.941.321,08 3.669.323,74
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.738.605,04 559.799,11
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 521.488,69 601.175,95
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.652.787,19 27.991.805,85
13. Ergebnis nach Steuern 132.819.825,90 79.764.322,78
14. Sonstige Steuern 154.884,05 81.274,95
15. Jahresüberschuss 132.664.941,85 79.683.047,83

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die WITRON Logistik + Informatik GmbH hat ihren Sitz in Parkstein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden unter HRB 153 eingetragen.

Der Jahresabschluss der WITRON Logistik + Informatik GmbH - im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt - wurde unter vollständiger Anwendung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften, des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und somit verpflichtet, ihren Jahresabschluss und Lagebericht gemäß § 316 HGB prüfen zu lassen.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den gesetzlichen Gliederungsschemata in § 266 HGB und § 275 HGB gegliedert. Soweit die gesetzliche Gliederung für Posten Bezeichnungen vorsieht, die nur zum Teil zutreffen, wurde die Postenbezeichnung aus Gründen der Klarheit auf den tatsächlichen Teil zurückgeführt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden alle sogenannten davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gemacht und die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Positionen Leistung, Rohergebnis und Betriebsergebnis erweitert.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert fortgeführt. Soweit zulässig sind sie in vollem Umfang an den ertragsteuerlichen Vorschriften ausgerichtet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt überwiegend 3 Jahre.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an steuerliche Grundsätze abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter von € 250,00 bis € 1.000,00 wurde aus Vereinfachungsgründen eine durchschnittliche Nutzungsdauer von fünf Jahren angesetzt. In die Herstellungskosten wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie steuerlich angemessene Gemeinkostenanteile einbezogen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Bezüglich der Finanzanlagen wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung:

Historische Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022 Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2022
T€ T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0 0
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.767 33 0 0 5.800
Geschäfts- und Firmenwert 9.620 0 0 0 9.620
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 15.386 33 0 0 15.420
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 110.691 4.291 -214 47.370 162.138
Technische Anlagen und Maschinen 5.308 3.993 0 23.961 33.263
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.382 4.046 -245 3.557 32.739
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75.863 -974 0 -74.888 0
Summe Sachanlagen 217.244 11.355 -460 0 228.139
Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 14.243 0 0 0 14.243
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Beteiligungen 31.866 1.149 0 0 33.015
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 46.109 1.149 0 0 47.258
Gesamtsumme 278.739 12.537 -460 0 290.817
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugang Abgang Umbuchungen Stand am 31.12.2022
T€ T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0 0 0 0
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.527 781 0 0 5.308
Geschäfts- und Firmenwert 9.620 0 0 0 9.620
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 14.146 781 0 0 14.928
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.998 4.622 -115 0 23.505
Technische Anlagen und Maschinen 2.553 2.188 0 0 4.741
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.460 2.658 -161 0 18.958
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 38.011 9.469 -276 0 47.204
Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Beteiligungen 1 0 0 0 1
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 1 0 0 0 1
Gesamtsumme 52.158 10.250 -276 0 62.132
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 0
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 492 1.240
Geschäfts- und Firmenwert 0 0
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 492 1.240
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 138.633 91.693
Technische Anlagen und Maschinen 28.522 2.755
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.781 8.922
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 75.863
Summe Sachanlagen 180.936 179.233
Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 14.243 14.243
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
Beteiligungen 33.014 31.865
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0
Summe Finanzanlagen 47.257 46.108
Gesamtsumme 228.685 226.581

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kommt die Gruppenbewertung gem. § 240 Abs. 4 HGB zum Tragen. Es wird der gleitende Durchschnittspreis angesetzt. Der Unterschied zur Marktpreisbewertung am Bilanzstichtag ist vernachlässigbar.

Die unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Der Ansatz erfolgt unter Berücksichtigung von Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den notwendigen Gemeinkostenzuschlägen. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem jeweiligen Zahlungsbetrag abzüglich der Umsatzsteuer angesetzt. In den geleisteten Anzahlungen sind Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 10.497.841,60 (Vj.€ 63.365.359,76) enthalten. Die erhaltenen Nettoanzahlungen werden bis zur Höhe der zugehörigen teilfertigen Bauten von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abgeltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt. Forderungen in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 126.423,09 (Vorjahre 1.368.258,98).

Die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten ausgewiesen. Flüssige Mittel in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB umgerechnet.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil betrifft den passiven Ausweis der in Anspruch genommenen Sonderabschreibungen gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz. Der gesonderte passive Ausweis entspricht den gesetzlichen Vorschriften in § 279 Abs. 2 HGB i.V.m. § 281 Abs. 1 HGB a.F.

Die Pensionsverpflichtung ist in einer Rückstellung erfasst. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Es wurde der pauschale Zinssatz des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zugrunde gelegt. Es wurde eine Rentendynamik von 1% berücksichtigt. Als Ausscheideordnung wurde der I&A-Bestand zugrunde gelegt.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.122. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Rückstellungen sind nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der zu erwartenden Verpflichtungen passiviert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen und Anlagenleistungsziele, Personalverpflichtungen, noch nicht abgerechnete Fremdleistungen sowie Prüfungs- und Aufbewahrungskosten.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles gebucht. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu ersehen:

Verbindlichkeitenspiegel Geschäftsjahr
Restlaufzeiten
Gesamtbetrag < 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre durch Pfandrechte o. ä. Rechte gesichert Art der Sicherheiten
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.629 13.629 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.005.892 464.225 541.667 0 0
Absetzung bei Vorräten -577.689 -318.511 -259.179 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 63.043 63.043 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 49.249 49.249 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 39.239 39.239 0 0 0
- davon aus Steuern (5.763)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (36)
Gesamtbetrag 593.363 310.875 282.488 0 0
Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr
Restlaufzeiten
Gesamtbetrag < 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre durch Pfandrechte o. ä. Rechte gesichert Art der Sicherheiten
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.069 18.440 13.629 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 802.093 383.200 418.893 0 0
Absetzung bei Vorräten -443.217 -253.016 -190.201 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.665 41.665 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.771 38.771 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 13.922 13.922 0 0 0
- davon aus Steuern (12.450)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (40)
Gesamtbetrag 485.305 242.983 242.322 0 0

In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von € 1.005.892.475,89 sind Anzahlungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 428.816.078,69 (Vj. € 380.787.741,17) enthalten.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB bewertet.

Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Umsatzerlöse teilen sich in folgende Bereiche auf:

T€
Logistiksysteme: 222.531
Customer Service: 62.626
Extension: 43.508
Umsätze mit verb. Unternehmen: 333.679
Sonstiges: 58.152

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von € 27.950,00 (Vj.€ 27.950,00) ausgewiesen. Das Ausmaß der künftigen Belastung aus den steuerlichen Sonderabschreibungen beträgt rund ein Viertel des ausgewiesenen Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von € 249.620,00. Des Weiteren sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 33.530 (Vj.T€ 5.721) enthalten. Abweichend vom Vorjahr wurden die Erträge und Aufwendungen aus realisierten und unrealisierten Währungsumrechnungen unsaldiert ausgewiesen. In den Erträgen aus Währungsdifferenzen sind überwiegend unrealisierte Währungsgewinne enthalten.

Im Personalaufwand sind Beträge in Höhe von € 1.881.376,86 (Vj. € 2.186.466,22) für die Altersversorgung enthalten.

Im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind unrealisierte und realisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 42.796 (Vj. T€ 0) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 5.002,54 enthalten (Vj. € 213.465,17).

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 42.792.126,20 (Vj. € 2.465.120,13) ausgewiesen.

Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 308.491,00 enthalten (Vj.€ 362.672,00).

Ergänzende Angaben

> Angabe gemäß § 251 HGB, 2. Unterfall € 203.972.520,00
> Angabe gemäß § 251 HGB, 3. Unterfall € 164.605.618,47
- davon gleichzeitig 4. Unterfall € 94.844.550,35
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 94.844.550,35
- davon gesichert durch Zessionen € 0,00

Die Angaben betreffen potentielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als unwahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB

Das Unternehmen setzt zur Begrenzung des Risikos von Wechselkursänderungen Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und -optionen ein. Die Vorteile liegen in der Berechenbarkeit und Verlässlichkeit künftiger Fremdwährungseinnahmen und der Vermeidung von Kursverlusten, wenn sich die Kurse nachteilig entwickeln. Das Risiko liegt darin, dass Kursgewinne über dem gesicherten Kurs am Termin nicht realisiert werden können.

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB

Aus Serviceverträgen, die wegen Konzernumstrukturierungen 2016/2017 der WIOSS Witron On Site Services GmbH übertragen wurden, bestehen aufschiebend bedingte Ansprüche der Kunden auf Vertragserfüllung gegenüber der WITRON Logistik + Informatik GmbH. Die Vorteile der Übertragung liegen in der Trennung von operativem Geschäft und Service-Geschäft. Die Risiken liegen in einer möglichen Inanspruchnahme aus dem Vertrag. Es handelt sich um 10 Verträge mit einem Jahresvolumen von T€ 1.250 bis T€ 9.430. Sie haben Laufzeiten bis maximal Januar 2033. Die Inanspruchnahme aus den Verträgen wird als äußerst unwahrscheinlich eingeschätzt.

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB € 18.777.474,40
- davon Restlaufzeit bis 1 Jahr € 1.394.811,20
- davon Restlaufzeit über 5 Jahre € 13.754.618,40
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 10.888.074,40

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 14 HGB

Die WITRON Logistik + Informatik GmbH ist eine Tochtergesellschaft der WITRON Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Parkstein, deren Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen ist. Die WITRON Logistik + Informatik GmbH nimmt die Befreiung des § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB in Anspruch.

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB

Es wird von der Möglichkeit der Angabe nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB, zweiter Halbsatz Gebrauch gemacht.

> Angabe gemäß § 285 Satz 1 Nr. 23 HGB i.V.m. § 284 HGB

Risiko Grundgeschäft Sicherungsgeschäft Art der Bewertungseinheit prospektive Effektivität
Variable Art Art Betrag Risiko Betrag
Währung kontrahierter Zahlungsstrom Kundenzahlungen Fakturierung USD USD 396 Mio. Dollarterminverkauf USD 396 Mio. Mikro-Hedge Laufzeit-/ Volumenkongruenz

> Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Quartalsdurchschnitt des Geschäftsjahres:

2022 2021 2020
Gewerbliche Mitarbeiter 67 71 72
Kaufmännische und technische Angestellte 993 935 1.082
Summe 1.060 1.006 1.154

> Gesamtbezüge

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane und des Beirates gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB in Anspruch.

> Beirat

Im Berichtsjahr waren folgende Personen als Beirat bestellt:

 

Herr Walter Winkler, Unternehmer, Vorsitzender

 

Herr Thomas Gebert, Dipl.-Betriebswirt (FH), stellvertretender Vorsitzender

 

Herr Karl Högen, Maschinenbautechniker

 

Herr Roland Kneißl, Feingeräteelektroniker

 

Herr Berthold Zink, Dipl.-Inf.

> Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern im Berichtszeitraum waren bestellt:

 

Herr Dipl.-Mathematiker (FH) Helmut Prieschenk, Parkstein

 

Herr Dipl.-Ing. (FH) Johannes Meißner, Altenstadt

> Beteiligungen

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen beteiligt:

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in T€ in T€
WITRON Integrated Logistics Inc. US - Arlington Heights 100 % 17.836
WITRON Canada Corporation CA - Laval 100 % 6.468
WITRON Australia Pty Ltd AU - Sydney 100 % 6.690
Domizilium Karlstadt GmbH DE - Parkstein 85 % 13.857 176
Seniorenzentrum Langen GmbH & Co. KG DE - Parkstein 94 % 31.889 1.223

Für Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 11 wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen.

Nachtragsbericht gemäß § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag / Angabe gemäß § 285 Nr. 34 HGB:

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 387.077.759,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Parkstein, 31. März 2023

gez. Helmut Prieschenk, Geschäftsführer

gez. Johannes Meißner, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WITRON Logistik + Informatik GmbH, Parkstein

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der WITRON Logistik + Informatik GmbH, Parkstein - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn -und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WITRON Logistik + Informatik GmbH, Parkstein für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Den Bericht zur Unternehmensführung, der im Lagebericht enthalten und als solcher gekennzeichnet ist, haben wir im Einklang mit deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des oben genannten Berichts zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeiten des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weiden, 08. Dezember 2023

Weig Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ernst Weig, Wirtschaftsprüfer

Silvia Klier, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Offenlegungsvermerke

Feststellung des Jahresabschlusses

Der geprüfte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 in der Fassung des Prüfungsberichts vom 08. Dezember 2023 wurde am 12. Dezember 2023 festgestellt.

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