Ratiodata SE
Gustav-Stresemann-Weg 29, 48155 Münster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Kons seit 20.4.2026 | Vorstandsmitglied |
Michael Heier seit 18.12.2025 | Prokura |
Peter Tabke seit 6.9.2024 | Prokura |
Klemens Baumgärtel seit 6.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Michael Dr. Stanka seit 6.9.2024 | Vorstandsmitglied |
Anette Agnes Heistermann seit 6.9.2024 | Prokura |
Matthias Manfred Stobbe seit 6.9.2024 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ratiodata SEMünster (vormals: Frankfurt am Main)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. Grundlagen 1. Geschäftsbereiche und wichtigste Produkte Die Produkte und Dienstleistungen der Ratiodata SE (im Folgenden Ratiodata) umfassen Hardwarehandel, Management und bundesweite Services rund um die stationäre und mobile IT-Infrastruktur und Arbeitsplatzausstattung einschließlich Telefon- und Multifunktionssystemen. Hinzu kommen Netzwerk- und Sicherheitslösungen, innovative Kommunikations- und Kollaborationstechnologien sowie IT für Banken. Das Produkt- und Leistungsportfolio wird ergänzt durch die Geschäftsbereiche Bankentechnologie & Services, Scan- & Dokumenten-Services sowie Nearshore Software- & IT-Services. Die wichtigsten Produktbereiche im Überblick: IT-Systemhaus Dezentrale IT-Hardware
Dezentrale IT-Services
Bankentechnologie-Services
Kommunikation & Kollaboration Telefonie
Unified Communication
Netze Unternehmens- & mobile Netzwerke
Managed Network-Security
Scan- & Dokumenten-Services Digitale Dokumenten-Lösungen
Nearshore Software- & IT-Services
2. Organisatorische und rechtliche Struktur des Unternehmens Die Ratiodata ist eine 100-prozentige Tochter der Atruvia AG (Atruvia). Firmensitz ist Frankfurt am Main, Münster ist Verwaltungssitz und Standort. Bundesweit bestehen Standorte in Berlin (Mitte), Berlin (Prenzlauer Berg), Duisburg, Frankfurt, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, München, Velburg und Wedemark sowie Außenstellen in Hamburg und Wiesbaden. Darüber hinaus werden weitere Technikerstützpunkte bundesweit unterhalten. Tochterunternehmen sind die Ratiodata Luxemburg S.à.r.l., Strassen (Luxemburg), an der 100 Prozent der Anteile gehalten werden sowie die Ratiodata Romania Holding GmbH, Frankfurt a.M., an der ein Anteil von 74,9 Prozent am Stammkapital gehalten wird. Diese hält 100 Prozent der Anteile an der Ratiodata Romania S.R.L., Cluj-Napoca (Rumänien). Darüber hinaus hält die Ratiodata 100 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft Accesa IT Group GmbH, München. Die Accesa IT Group GmbH hält jeweils 100 Prozent der Anteile an der Accesa IT Systems S.R.L., Cluj-Napoca, der Accesa Managed Services S.R.L., Cluj-Napoca sowie 25,1 % an der Ratiodata Romania Holding GmbH, Frankfurt. Im Rahmen der Konzerngovernance werden zentrale Funktionen, wie z. B. die Finanzbuchhaltung sowie die Interne Revision, von der Atruvia AG für die Ratiodata erbracht. Die Personalabrechnung ist an das Schwesterunternehmen Peras GmbH ausgelagert. B. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf 20231.1 RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt durch ungünstige Finanzierungsbedingungen, durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Daher fällt das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent niedriger aus. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben. Der deutsche ITK-Markt (Informationstechnologie und Kommunikation), in dem die Ratiodata geschäftlich aktiv ist, ist in 2023 um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro gestiegen. Das Marktvolumen für IT-Hardware sank gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent. Für Software erhöhte sich das Marktvolumen 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Prozent, das Marktvolumen für IT-Services wuchs um 5,1 Prozent. Die Wachstumserwartungen der Unternehmen in den Bereichen IT-Hardware und IT-Services sind für das Jahr 2024 positiv. Weiterhin starkes Wachstum wird laut Bundesverband für Informationswirtschaft BITKOM bei den Softwareverkäufen erwartet, die Märkte für IT- Hardware und IT-Services werden weiterhin stetig moderat wachsen. Die geschäftliche Entwicklung der Ratiodata ist in besonderem Maße abhängig von dem Investitionsverhalten und der wirtschaftlichen Situation der Genossenschaftsbanken. Die deutschen Genossenschaftsbanken haben laut Bundesverband (BVR) ihre Kreditvergabe im Geschäftsjahr 2023 erneut steigern können und lagen um gut 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Im abgelaufenen Jahr legten die Ausleihen an Privatkunden um voraussichtlich 1,5 Prozent zu. Die Bestände an Wohnbaukrediten wuchsen ebenfalls um gut 3,1 Prozent. Auch im Firmenkundenkreditgeschäft legten die Bestände um knapp 4 Prozent auf 415 Milliarden Euro zu. Dennoch steht die Ertragssituation der Banken weiterhin unter Druck. Die konjunkturellen Unsicherheiten, der Kaufkraftentzug durch die hohe Inflation und die stark eingetrübten Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt haben laut Bundesverband (BVR) zu einer deutlich geringeren Kreditnachfrage geführt. Auf der Kostenseite sind die Banken mit steigenden regulatorischen Anforderungen konfrontiert. Die Schließung von Bankfilialen und die Reduzierung von Arbeitsplätzen bei den Banken wirkt sich geschäftsbeeinflussend auf die Geschäftstätigkeit der Ratiodata im Bankenbereich aus. Diese Entwicklung wird sich auch in den kommenden Jahren weiter verstärken. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Bezahlverhalten in Deutschland nachhaltig verändert. Die Anzahl der bargeldlosen Zahlvorgänge steigt, während die Bezahlung mit Bargeld stark abnimmt. Diese Entwicklung führt zu einer Reduzierung der Anzahl der SB-Geräte (z.B. Geldautomaten) durch die Banken in Deutschland. Sowohl das Handelsgeschäft mit SB-Hardware als auch die Anzahl der Wartungsverträge für SB-Hardware wird sich in den kommenden Jahren nachhaltig rückläufig entwickeln. Die Kundennähe und Kundenbindung in der genossenschaftlichen FinanzGruppe werden im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive weiter gestärkt und ausgebaut. Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folge des Ukraine-Kriegs und der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ferner wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel, welche weiterhin wesentlichen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland haben. Die durch die Corona-Pandemie verstärkte Veränderung in der Arbeitswelt (z.B. verstärkter Einsatz von Videokonferenzen, Akzeptanz von Homeoffice) und im Bankenumfeld (z.B. verstärkter Trend zum bargeldlosen Zahlungsverkehr) werden langfristig Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Ratiodata haben und wirken sich auch auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 aus. Die Hardwareverkäufe der SB-Hardware befinden sich auf dem gleichbleibend niedrigen Niveau des Vorjahres. Der Umsatz mit PC- und Serversystemen liegt aufgrund des starken Vorjahresgeschäfts unter dem Niveau des Vorjahres. Dagegen konnten die Umsatzerlöse im Bereich Managed Services gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Scan- & Dokumenten-Services erreichte das Vorjahresniveau der Umsatzerlöse. Der Bereich Netze erzielte ein gleichbleibend hohes Umsatzniveau auf Vorjahresbasis. Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kommunikation & Kollaboration ist gegenüber dem Vorjahr auf gleichbleibend stabilem Niveau. Durch die im Jahr 2020 getätigte Akquisition der Accesa IT Group GmbH wurde das Geschäftsfeld Nearshore Software- & IT-Services weiter ausgebaut. 1.2 Geschäftslage Die Umsatzerlöse liegen mit 333,1 Mio. EUR leicht unter den Planungen, wonach eine noch deutlichere Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr erwartet wurde. Wesentlicher Grund hierfür sind höhere geplante Umsätze mit Arbeitsplatzhardware und im Geschäftsbereich Netze Wichtige Vertriebserfolge und Vertragsabschlüsse
Personalentwicklung Die Gesellschaft beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 1.470 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.417 Mitarbeiter). Die Verteilung auf die wesentlichen Standorte der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
In 2023 sind in der Ratiodata 56 Auszubildende in der Ausbildung sowie 4 Studenten im dualen Studium. Ausgebildet wird in den Berufsfeldern IT-Systemkaufmann/-frau, IT-System-Elektroniker/-in, Fachinformatiker/-in für Systemintegration, Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung, Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement, Kaufmann/-frau für IT-Systemmanagement, Veranstaltungskaufmann/-frau, sowie Mediengestalter/-in. Im Rahmen eines dualen Studiums bietet die Ratiodata die Möglichkeit, die Studiengänge Wirtschaftsinformatik, Fachinformatik Systemintegration, Marketing/Digitale Medien sowie Administration mit Schwerpunkt Finanzen & Controlling mit dem Abschlussziel Bachelor zu belegen. Als technologisch ausgerichtetes Unternehmen legt die Ratiodata großen Wert auf die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter. Entsprechende Ausbildungsbudgets werden dafür bereitgestellt. 2. Ertragslage Umsatzerlöse und Leistungsumsätze ● Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von 333.145 TEUR (Vj. 330.753 TEUR) erwirtschaftet. Dies entspricht einer Erhöhung von 2,4 Mio. EUR bzw. 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse 2023 sind geprägt durch geringere Umsatzsteigerungen im Bereich Arbeitsplatzhardware bei Banken, der reduzierten Geschäfte mit Verbundunternehmen, den Verschiebungen der Übernahme von Hardware-Geschäften und der Verzögerungen beim Start des SB- Betreibermodells. Ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse ist im Bereich SB-Handelsgeschäft erkennbar. Im Bereich Vor-Ort-Service konnte durch das Neukundengeschäft trotz des geplanten Rückgangs der Service- und Wartungsleistungen ein stabiles Umsatzniveau erreicht werden. Die stabile Entwicklung der Umsatzerlöse in den anderen Geschäftsfeldern der Ratiodata führten insgesamt zur Steigerung der Umsatzerlöse in 2023. ● Die Umsatzerlöse wurden in den Zielmärkten Genossenschaftsbanken (38 Prozent), genossenschaftliche Verbundunternehmen (37 Prozent), Privatbanken, Wirtschaft & Verwaltung (25 Prozent) erzielt. Der Hauptanteil der Umsatzerlöse stammt aus den Geschäftsfeldern des IT-Systemhauses. Zu den Geschäftsfeldern gehören das Handelsgeschäft, das Wartungs- und Servicegeschäft, Netzkommunikations- und Telekommunikationsservices sowie Nearshore Software- & IT-Services. Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern stellt sich wie folgt dar:
IT-Systemhaus:In 2023 sanken die Umsatzerlöse im Handelsgeschäft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Nachfrage nach Arbeitsplatzhardware. Die Umsatzerlöse bei den SB-Hardwareverkäufen und den Installationsleistungen fielen gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Weiterhin wirkt sich der Verschub der Ausschreibung von Hardware und die Verschiebung der Übernahme von Hardware- Geschäften auf 2024 aus. Das SB-Betreibermodell war in 2023 nicht wie geplant verfügbar, dieses spiegelt sich auch in der Entwicklung der Umsatzerlöse wider. Im Bereich Managed Services trugen die geringeren Umsatzerlöse mit Verbundunternehmen sowie das fehlende Neukundengeschäft zur geringeren Umsatzentwicklung bei. Netze: Der Netzbereich erzielte im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 Mio. Euro höhere Umsatzerlöse. Insbesondere das Netzgeschäft mit Verbundunternehmen trug zur Steigerung der Umsatzerlöse bei. Scan- & Dokumenten-Services: Die Umsatzentwicklung im Bereich digitaler Dokumentenservices entwickelten sich stabil gegenüber dem Vorjahr. Der limitierende Umsatzfaktor in diesem Geschäftsbereich ist weiterhin die Verfügbarkeit von Personal für die Bearbeitung des personalintensiven Geschäftes. Vor-Ort-Services: Trotz des geplanten Rückgangs der Service- und Wartungsleistungen konnte durch das Neukundengeschäft ein Ausgleich erzielt werden. Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen Niveau gehalten. Kommunikation & Kollaboration: Die Umsätze in diesem Geschäftsbereich verringern sich um 157 TEUR im Vergleich zum Vorjahr. Reduziertes Neukundengeschäft aufgrund von kundenseitigen Ausschreibungsabsagen konnte durch den Ausbau des Geschäfts im Bereich Gebäudesicherheit kompensiert werden. Die Nachfrage nach Videokonferenzlösungen befand sich weiter auf einem hohen Niveau. Nearshore Software- & IT-Services Im Bereich Entwicklungsleistungen bleibt die Umsatzerlösentwicklung auf stabilem Niveau zum Vorjahr. Die Entwicklung der Ertragslage stellt sich im Überblick wie folgt dar:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 4.041 TEUR (Vorjahr 1.508 TEUR) enthalten, davon 656 TEUR (Vorjahr 781 TEUR) aus Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand im Jahr 2023 beträgt 199.659 TEUR (Vorjahr 200.052 TEUR). Wesentliche Aufwendungen entfallen auf bezogene Waren und Ersatzteile mit 132.578 TEUR (Vorjahr 139.460 TEUR). Die Erlöse des Handelsgeschäfts haben sich zum Vorjahr leicht erhöht, während der Wareneinsatz im Verhältnis dazu gesunken ist. Des Weiteren entfallen auf bezogene Leistungen 67.081 TEUR, die sich über dem Niveau des Vorjahres bewegen (Vorjahr 60.593 TEUR). Aufgrund der Veränderung in der Umsatzstruktur hin zu einem höheren Anteil an Dienstleistungen und der Steigerung der Umsatzerlöse mit Arbeitsplatzhardware hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3.690 TEUR bzw. 2,7 Prozent auf 137.951 TEUR verbessert. Der Personalaufwand in Höhe von 88.685 TEUR ist gegenüber dem Vorjahr (84.109 TEUR) gestiegen. Hauptursächlich hierfür ist die tarifliche Steigerung der Gehälter im Berichtsjahr. Im Jahresdurchschnitt ist die Mitarbeiterzahl von 1.417 auf 1.470 Mitarbeiter gestiegen. Weiterhin wirken sich das restriktive Management von Ersatz- und Neueinstellungen positiv auf den Personalaufwand aus. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 betragen 10.369 TEUR (Vorjahr 9.658 TEUR). In 2023 erhöhten sich die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen im Rahmen des Vermietvermögens und der immaterielle Vermögensgegenstände. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 33.665 TEUR und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr (34.054 TEUR) um 389 TEUR verringert. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus den Kosteneinsparungen bei Fremdarbeitskräften, Beratung, Projektkosten, Energie und Treibstoffen. Das Betriebsergebnis liegt mit 5.232 TEUR unter dem des Vorjahres von 6.441 TEUR. Das Finanzergebnis liegt bei 1.273 TEUR und damit über dem Niveau des Vorjahrs mit 510 TEUR. Erhöhte Zinsaufwendungen wurden durch gestiegene Beteiligungserträge überkompensiert. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 6.505 TEUR um 446 TEUR unter dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung von Ertragsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von 2.148 TEUR ergibt sich ein Jahresüberschuss von 4.357 TEUR (Vorjahr 4.029 TEUR). 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.782 TEUR erhöht. Ursächlich hierfür waren der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus stiegen die sonstigen Ausleihungen aufgrund der Erhöhung von Gründungsstockdarlehen gegenüber Pensionskassen. Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände verminderte sich planmäßig. Sowohl die unfertigen Erzeugnisse als auch der Warenbestand verringerten sich gegenüber dem Vorjahr. Auf der Passivseite erhöhten sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Anlagevermögen liegt mit 73.579 TEUR um 50 TEUR unter dem Niveau der Vergleichszahlen des Vorjahres. Durch den Erwerb eines Grundstücks und durch die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau stieg der Buchwert der Sachanlagen. Mit dem Bau des Gebäudes eines Logistik- und Reparaturzentrums in Koblenz wurde Ende 2023 begonnen. Der Buchwert der immateriellen Wirtschaftsgüter reduzierte sich dagegen durch planmäßige Abschreibungen auf einen Kundenstamm sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Die gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 15.960 TEUR um 3.355 TEUR niedrigeren Vorräte betreffen in erster Linie Handelswaren und Ersatzteile. Die Verringerung ergibt sich aus der Reduzierung von unfertigen Leistungen im Zusammenhang mit Kundenprojekten. Zudem fällt der Bestand an Handelswaren gegenüber dem Vorjahr niedriger aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 26.706 TEUR liegen um 7.605 TEUR über dem Niveau des Vorjahres. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erzielten Jahresabschlusses, teilweise kompensiert durch Gewinnausschüttungen von 1,7 Mio. EUR auf 25.569 TEUR erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit gestiegener Bilanzsumme bei 19,8 Prozent gegenüber 18,6 Prozent im Vorjahr. Die Rückstellungen liegen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich insbesondere durch Kreditaufnahmen bei planmäßigen Tilgungen gegenüber dem Vorjahr um 6.548 TEUR auf 47.048 TEUR erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbezogen mit 12.121 TEUR um 8.905 TEUR niedriger als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen mit 17.869 TEUR um 4.385 TEUR höher als im Vorjahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen aufgrund höherer Verbindlichkeiten aus Steuern um 1.436 TEUR mit 5.222 TEUR über dem Vorjahr. 4. Finanzlage Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu 103 % (Vorjahr: 92 %) mit lang- und mittelfristigem Kapital. Außerdem können kurzfristige Mittel insbesondere aus dem Cash-Pooling mit der Muttergesellschaft herangezogen werden. Zum Bilanzstichtag werden 17,5 Mio. EUR Verbindlichkeiten ausgewiesen, so dass die eingeräumte Kreditlinie noch deutliche Reserven beinhaltet. Die Ratiodata ist angemessen mit Eigenkapital finanziert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie der finanziellen Flexibilität des Unternehmens nimmt die Ratiodata am Cash-Pooling der Atruvia teil. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus flüssigen Mitteln und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten, hat sich mit -17,3 Mio. EUR gegenüber -16,2 Mio. EUR im Vorjahr vermindert. Der operative Cashflow, der sich rechnerisch aus dem Jahresüberschuss, den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie den Veränderungen der Rückstellungen ergibt, beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 15,9 Mio. Euro, während der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen ins Anlagevermögen bei -11,4 Mio. EUR liegt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei +1,8 Mio. EUR und resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnausschüttung sowie der Neuaufnahme bzw. planmäßigen Tilgung von Darlehen und Zinsaufwendungen. Verpflichtungen aus Sale- and Lease Back-Verträgen vor allem für IT-Hardware und Netzwerktechnik belaufen sich am Stichtag auf 59,3 Mio. EUR gegenüber 29,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beurteilen wir als geordnet. C. Risikobericht Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung ist die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Die Gesellschaft ist in den unterschiedlichen Bereichen der unternehmerischen Tätigkeit Risiken ausgesetzt. Durch ein aktives Risikomanagement trägt dieses zu einer systematischen und aktiven Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken bei. Bestandteil des Risikomanagements ist die Risikofrüherkennung. Ziel des Risikomanagements ist operative, finanzielle, vertragliche und strategische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, damit das Management zielgerichtet risiko- und situationsadäquate Maßnahmen einleiten kann. Chancen sollen erkannt und genutzt werden, drohender Schaden abgewendet und eine Bestandsgefährdung ausgeschlossen werden. Zur Steuerung und Beherrschung von Risiken und Chancen werden verschiedene Verfahren und Steuerungsinstrumente eingesetzt. Insbesondere tragen hierzu die Verfahren und Berichterstattungen des Controllings wie Kostenrechnung, Budgetierung sowie das Projektmanagement, die interne Revision und das interne Qualitäts-, Sicherheits- und Risikomanagement bei. Zusätzlich ist ein internes Kontrollsystem prozessimmanent eingerichtet. Zum Risikomanagementsystem gehören im erweiterten Sinne auch das Informationssicherheits-Management sowie das Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement. In allen drei genannten Bereichen wurden erfolgreiche Zertifizierungen nach DIN ISO-Standards für den gesamten Scope der Ratiodata abgeschlossen. Zur Früherkennung, Steuerung und Kontrolle von Risiken werden toolgestützte Risikomanagementsysteme eingesetzt. Die unternehmensweite Darstellung und Berichterstattung der Risiken gegenüber der Geschäftsführung und dem Management ist in einer zentralen Risikomanagement-Anwendung zusammengeführt. Den Risiken sind Risk-Owner zugeordnet, die auch die turnusmäßigen Risikobewertungen vornehmen. Veränderungen zu Risiken und neue Risiken selbst werden permanent aktualisiert und darüber Bericht erstattet. Eine Risikoinventur wird jährlich vorgenommen. Durch die im Berichtsjahr weiter bestehende Corona Pandemie ergeben sich Geschäftsrisiken, die erkannt und in das Risikomanagementsystem integriert wurden. Hierzu zählen insbesondere mögliche Betriebsstörungen in Produktions- und Logistikstandorten durch Coronainfektionen von Mitarbeitern, Investitionszurückhaltung von Kunden sowie eingeschränkte vertriebliche Tätigkeiten. Erforderliche Gegensteuerungsmaßnahmen wurden ergriffen, insbesondere ein strenges Hygienekonzept, die Erschließung neuer Produktbereiche und hybride Vertriebskonzepte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine nennenswerten Risiken erkennbar, die zu einer negativen Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens führen oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie und des Ukraine-Kriegs. Ausfallrisiken sind durch das gering volatile Geschäft und das stabile Umfeld der genossenschaftlichen Kundengruppe begrenzt. Beschaffungsmarktseitige Preisänderungsrisiken sind als gering zu beurteilen. Die Prolongation auslaufender Kundenverträge wird frühzeitig angestrebt. Die Geschäftsverbindung mit Atruvia und den Genossenschaftsbanken basiert auf einer soliden vertraglichen Basis und einer hohen Transparenz, so dass hier keine wesentlichen Risiken gesehen werden. Im Verbundgeschäft bestehen Risiken in der Erbringung von Serviceleistungen unter Einhaltung der Service-Level-Agreements (SLA) und in der zeitgerechten Abwicklung von Projekten. Durch ein zeitlich eng getaktetes SLA-Reporting und ein in die Aufbauorganisation eingebundenes Projektmanagement werden die Risiken aktiv gesteuert. Im Marktkundengeschäft wird im Wesentlichen mit Kunden und Lieferanten zusammengearbeitet, zu denen bereits mehrjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Auch diese Geschäfte basieren auf soliden vertraglichen Vereinbarungen. Die Risiken sind vertraglich begrenzt. Haftungsrisiken werden in der Regel über Versicherungen abgedeckt. Der eigene IT-Betrieb und die zugehörige Infrastruktur werden permanent auf dem aktuellen Stand der IT-Sicherheitsanforderungen gehalten. Zur Aufrechterhaltung des IT-Betriebs bestehen Notfallkonzepte. Wir setzen bei der internen IT auf bewährte Konzepte zur proaktiven Risikominderung, z.B. bei Service-Plattformen in Form von hochverfügbaren und redundant ausgelegten, technischen Infrastrukturen sowie auf ein proaktives Netzwerkmanagement. Die hohe Verfügbarkeit produktiver Systeme wird durch ein Reporting und Notfallübungen nachgewiesen. Durch die eingerichteten technischen und organisatorischen Maßnahmen wird das Betriebs- und Ausfallrisiko als beherrschbar angesehen und die Anforderungen an den Datenschutz eingehalten. Die Unternehmensplanung und das Risikomanagement liefern die Informationen zur Nutzung geschäftlicher Chancen in der operativen als auch in der strategischen Ausrichtung der Ratiodata und unterstützen die Steuerung durch das Management. Für die Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen und Qualitätsanforderungen ist ein dienstleistungsbezogenes internes Kontrollsystem für die Leistungserbringung an unsere Kunden eingerichtet. Die Einrichtung und Angemessenheit sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird jährlich durch eine externe Prüfungsgesellschaft einer Prüfung nach IDW PS 951 Typ 2 unterzogen. Diese Prüfung ist insbesondere für unsere Kunden von Interesse, die rechnungslegungs- oder aufsichtsrechtlich relevante Dienstleistungen an die Ratiodata ausgelagert haben. Rezertifizierungen fanden im Informationssicherheits-Management nach DIN ISO 27001, im Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001 und im Umweltmanagement nach DIN ISO 14001 statt. Die Risikolage der Ratiodata ist stabil. Bestandsgefährdende oder die Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigende Risiken wurden nicht identifiziert und sind nicht erkennbar. Preisänderungs- und Ausfallrisiken sind durch das stabile Umfeld der genossenschaftlichen Kundengruppe begrenzt. Liquiditätsrisiken und wesentliche Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden derzeit nicht gesehen. D. Chancen- und Prognosebericht 1. Chancenbericht Die Ratiodata gehört zu den größten Systemhäusern in Deutschland. Das Leistungsportfolio ist branchenneutral ausgerichtet mit Schwerpunkt im Finanzdienstleistungssektor. Wichtigste Kundengruppe sind die Genossenschaftsbanken und Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die IT-Produkte, IT-Service- und Projektleistungen werden bundesweit flächendeckend aus einer Hand angeboten. Ablaufprozesse sowohl in operativen als auch in administrativen Vorgängen sollen weiter vereinheitlicht werden, um qualitativ hohe Leistungen bei einer guten Kostenstruktur zu erbringen. Interne Mitarbeiterressourcen und externe Unterstützungsleistungen sind eingeplant. Perspektivisch werden Synergien erwartet, wodurch Einsparpotentiale gehoben werden können. Im Vordergrund der Ratiodata steht weiterhin die Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder des IT-Systemhauses, ergänzt um die Netz- und Telekommunikationsservices sowie Scan- & Dokumenten-Services. Durch die Integration und Verzahnung sowie die Diversität der Geschäftsfelder werden die geschäftliche Entwicklung und die wirtschaftliche Stabilität der Ratiodata unterstützt. In allen Geschäftsfeldern erwartet der Vorstand eine gute operative Umsatz- und Geschäftsentwicklung. Im Mittelpunkt der Leistungserbringung steht weiterhin die Versorgung der Genossenschaftsbanken mit dezentralen IT-Produkten, Lösungen und Services. Die Marktanteile als größtes genossenschaftliches Systemhaus mit Zentralunternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe zeichnen sich plangemäß weiterhin auf hohem Niveau ab. Der Geschäftsausbau fokussiert sich auf regulierte Märkte mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen. Oberste Zielsetzung der Ratiodata ist es Dienstleistungen und Waren zu wettbewerbsfähigen Konditionen und in einer hohen Qualität für die Kunden zu erbringen. Im Geschäftsfeld Scan- & Dokumenten-Services soll das Geschäft mit mobilen und digitalen Scan-Dienstleistungen weiter ausgebaut werden. Durch die drei Produktionsstandorte in Deutschland (Münster, Duisburg, Velburg) besteht eine sehr gute räumliche Nähe zu den Kunden. Die Nähe eröffnet sowohl Vorteile im Service als auch weitere Möglichkeiten zur Rekrutierung von Mitarbeitern und trägt damit zur verbesserten Bearbeitung des Auftragsvolumens bei. Durch den Erhalt des Auftrages zur Digitalisierung von Durchgangspost und Bestandsakten für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Bundesverwaltungsamt wird weiterhin ein starker positiver Umsatzeffekt erwartet. 2. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Höhe von 36,2 Mio. EUR geplant. Sie betreffen laufende geschäftsfeldspezifische Anschaffungen in Software und Hardware sowie Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Rechenzentrumsausstattungen, Infrastruktur und Arbeitsplatzausstattung. Darüber hinaus wird der Neubau des Logistik- und Reparaturzentrums in Koblenz 2024 weitergeführt. Für das Jahr 2024 erwartet der Vorstand insgesamt eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung gegenüber 2023. Die kumulierten Umsätze im Handelsgeschäft werden aufgrund eines Einmaleffekts in 2023 im Geschäftsjahr 2024 geringer ausfallen. Das Handelsgeschäft mit SB- Hardware wird sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau bewegen. Durch neue Produkte im Geschäftsbereich Kommunikation & Kollaboration werden die Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld leicht steigen. Die gewonnenen Neukunden für Managed Services sowie größere Rollouts im Bereich Healthcare und Preiserhöhungen bei den Bestandskunden tragen zu einer positiven Entwicklung des Geschäftsfeldes bei. Das Ergebnis vor Steuern wird in Höhe von 3,2 Mio. EUR erwartet. Aufgrund der Entwicklung der neuen Geschäftsfelder ist auch weiterhin geplant, spezialisierte Mitarbeiter einzustellen. E. Erklärung zur Unternehmensführung Im Jahr 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Aufgrund der Rechtsform und als Unternehmen, das der Mitbestimmung unterliegt, hat die Ratiodata Zielgrößen für den Aufsichtsrat, den Vorstand sowie die beiden Führungsebenen darunter festgelegt. Hier wurde für den Aufsichtsrat und den Vorstand eine Quote von 0 Prozent festgelegt. Der aktuelle Anteil der Frauen im Aufsichtsrat liegt bei 8 Prozent und im Vorstand bei 0 Prozent. Eine Erhöhung des Frauenanteils in der Besetzung des Aufsichtsrates und des Vorstands ist derzeit nicht absehbar und nach einem Beschluss des Aufsichtsrates mittelfristig nicht konkret vorgesehen. In den nachgelagerten Führungsebenen wurde eine Frauenquote für die Führungsebene 2 von 5 Prozent und für die Führungsebene 3 von 11 Prozent festgelegt. Derzeit liegt der Anteil der Frauen in der Führungsebene 2 bei 16,7 Prozent und in der Führungsebene 3 bei 21,4 Prozent. F. Spezialgesetzliche Angabepflichten Der Vorstand hat seinen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 aufgestellt und dem Abschlussprüfer sowie dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Zu diesem Bericht hat der Vorstand folgende Schlusserklärung abgegeben: "Die Ratiodata SE hat nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte mit der Atruvia AG oder einer ihrer Konzerngesellschaften vorgenommen wurden, in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten bzw. zu marktüblichen Preisen Dienstleistungen eingekauft. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Frankfurt am Main, 20. Februar 2024 Ratiodata SE Baumgärtel Greiwe Dr. Stanka Anlage zum Lagebericht Erklärung zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 Entgelttransparenzgesetz Die nach Geschlecht aufgeschlüsselte durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten sowie die durchschnittliche Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten stellen sich wie folgt dar:
Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau und deren Wirkung Die Ratiodata bietet Mobile Arbeit, ein Angebot zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie flexible Arbeitszeitmodelle zur Förderung einer Berufstätigkeit während der Elternzeit und einer Vollzeittätigkeit im Anschluss an die Elternzeit, an. Mobile Arbeit - Angebote und flexible Arbeitszeitmodelle werden verstärkt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verbindung mit Elternzeit in Anspruch genommen. Dadurch ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich, auch während einer Familienphase durchgängig zumindest teilweise beruflich tätig zu bleiben. Der Wiedereinstieg in die volle Berufstätigkeit nach der Familienphase wird erleichtert. Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit Gehaltsstrukturen werden bei der Ratiodata durch das jeweils geltende Vergütungsmodell vorgegeben. Stellen werden nach einem durch das Vergütungsmodell vorgegebene Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Aus Sicht der Ratiodata gewährleistet das Vergütungsmodell mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main. Sie ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 125160 geführt. Die Ratiodata SE ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Darstellung der Bilanz zum 31. Dezember 2023 erfolgt nach den Vorschriften des HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Sofern Angaben zu Abschlussposten wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, erfolgen diese Angaben im Anhang. Zur besseren Übersicht werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung die Leerposten ausgelassen sowie die Postenbezeichnungen dem tatsächlichen Inhalt angepasst. Die Gliederung der Bilanz wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage im Anlagevermögen um den Posten "Vermietvermögen" ergänzt. B. Erläuterung zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 10 Jahren. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten einen im Zuge der Verschmelzung mit der banqtec AG im Geschäftsjahr 2017 zugegangenen Kundenstamm. Dieser wird aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen über einen planmäßigen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse aus den Kundenbeziehungen, die voraussichtlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausgeschöpft werden. Ein weiterer, zuvor bei der banqtec AG bestehender Kundenstamm von 300 TEUR wurde über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Aus der Verschmelzung der banqtec AG ergab sich zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert, der korrespondierend zum Kundenstamm ebenfalls über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben wird. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer angesetzt. Die verwendeten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 33 Jahren. Die 2023 zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter im Wert bis zu 800,00 EUR werden grundsätzlich im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang gezeigt. Wirtschaftsgüter des Vermietvermögens werden hingegen auch bei Anschaffungskosten unter 800,00 EUR über die Laufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei nur vorübergehender Wertminderung werden keine Abschreibungen vorgenommen. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren werden mit dem gewogenen durchschnittlichen Einkaufspreis bewertet. Erforderliche Abwertungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert sind berücksichtigt. Unfertige Leistungen werden mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für Forderungen, deren Werthaltigkeit zweifelhaft ist, werden ausreichend Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Risiko trägt eine Pauschalwertberichtigung von 1 % des um die Einzelwertberichtigungen gekürzten Nettoforderungsbestands Rechnung. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Der Bilanzansatz der Liquiden Mittel entspricht dem Nennwert. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungen werden zeitanteilig mit den Nominalbeträgen angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Einzelzusagen und werden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method, PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde ein Anwartschaftstrend und ein Rententrend von jeweils jährlich 2,0 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Pensionen von 8.221 TEUR liegen um 91 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für die Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte (vgl. Art. 75 Abs. 6 EGHGB). Der Unterschiedsbetrag von 91 TEUR unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die freien Rücklagen der Gesellschaft liegen zum Stichtag über dem Unterschiedsbetrag. Bei den Rückstellungen für Übergangsgeld wurde die PUC-Methode unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,74 % und einem Gehaltstrend von 2 % angewandt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeit wird nach Maßgabe des Blockmodells für zum Bilanzstichtag abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthält Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,03 %, eines Gehaltstrends von 2,0 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Passiven Rechnungsabgrenzungen werden zeitanteilig mit den Nominalbeträgen angesetzt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese sind überwiegend im Zuge der Verschmelzung der banqtec AG entstanden. Weiterhin ergaben sich temporäre aktive Latenzen überwiegend aus Unterschieden in der Bewertung der Rückstellungen. Aktive und passive Latenzen wurden in der Bilanz verrechnet. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,1 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,275 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung oder im Falle von Kurssicherungen zum Sicherungskurs erfasst. Bilanzposten (alle kurzfristig) werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. C. Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung - Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz enthaltenen Posten der Immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen ergeben sich aus dem Anlagenspiegel, der als Anlage dem Anhang beigefügt ist. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind in Abschnitt D dargestellt. In den sonstigen Ausleihungen sind zwei Gründungsstockdarlehen an eine Pensionskasse ausgewiesen, die mit dem Nominalwert in Höhe von 2.261 TEUR angesetzt sind. Aufgrund der bestehenden und zu erwartenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist trotz ihrer Unverzinslichkeit auf die Abwertung der Darlehen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert verzichtet worden, da von einer Rückzahlung zum Nennwert ausgegangen werden kann. Bei einer Abwertung im Geschäftsjahr hätte sich ein beizulegender Wert von insgesamt 1.453 TEUR ergeben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.271 TEUR (Vorjahr 3.417 TEUR) setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 185 TEUR (Vorjahr 438 TEUR) und sonstigen Forderungen von 4.086 TEUR (Vorjahr 3.529 TEUR) zusammen. Verrechnete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 550 TEUR) waren nicht zu verzeichnen. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern von 930 TEUR (Vorjahr 1.283 TEUR) und antizipative Beträge für noch nicht abziehbare Vorsteuer von 590 TEUR (Vorjahr 528 TEUR) enthalten. Ein Aktivierungswert aus Rückdeckungsversicherung zu Pensionszusagen von 209 TEUR (Vorjahr 199 TEUR) sowie Mietkautionen von 120 TEUR (Vorjahr 120 TEUR) haben eine Laufzeit von über einem Jahr. In den Aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit 5.580 TEUR (Vorjahr 4.959 TEUR) im Voraus gezahlte Miete, Softwareservice- und Wartungsverpflichtungen enthalten. Daneben ist ein Disagio in Höhe von 2 TEUR (Vorjahr 2 TEUR) für ein langfristiges Bankdarlehen enthalten. Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 2.000.000,00 EUR. Es ist auf 2.000.000 Stück nennbetragslose Namensaktien verteilt mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR. Die Aktien werden von der Atruvia AG, Frankfurt am Main, gehalten. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr 2.300.000,00 EUR (Vorjahr 2.600.000 EUR) den anderen Gewinnrücklagen zugeführt, 1.700.000,00 EUR an die Gesellschafterin ausgeschüttet und der Restbetrag von 85.805,37 EUR auf neue Rechnung vorgetragen. In dem Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 86 TEUR (Vorjahr 56 TEUR) enthalten. Von den Sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf:
Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten ein Darlehen von 4.968 TEUR (Vorjahr 6.500 TEUR) und ein Darlehen mit einer Gesamtsumme von 34.000 TEUR, das zum Stichtag mit 30.000 TEUR valutiert. Zur Besicherung dieser Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die Anteile an der Tochtergesellschaft Accesa IT Group GmbH als Sicherheit abgetreten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden drei weitere Darlehensverträge über 40.080 TEUR abgeschlossen, die in den Jahren 2033 bzw. 2037 endfällig werden und zum Bilanzstichtag mit 10.080 TEUR valutieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 17.849(Vorjahr 13.484 TEUR)betreffen verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.556 TEUR (Vorjahr 7.928 TEUR) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1.955 TEUR (Vorjahr 1.403 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten von 17.488 TEUR (Vorjahr 20.010 TEUR) sowie sonstige Forderungen von 38 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 734 TEUR (Vorjahr 645 TEUR), sonstige Verbindlichkeiten aus Cashpooling von 17.488 TEUR (Vorjahr 16.510 TEUR) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.462 TEUR (Vorjahr 7.847 TEUR). Bei den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Abgrenzungen von Serviceerweiterungen, die in der Regel mehrere Jahre im Voraus bezahlt werden. Im Geschäftsjahr 2023 übersteigen die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern. Vom Bilanzierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. - Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern setzt sich wie folgt zusammen:
In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 4.041 TEUR (Vorjahr 1.508 TEUR) enthalten, davon 656 TEUR (Vorjahr 781 TEUR) aus Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 25 TEUR (Vorjahr 39 TEUR). Die Abschreibungen betreffen wie im Vorjahr mit 1.687 TEUR den Kundenstamm aus der Verschmelzung der banqtec AG und mit 525 TEUR den Geschäfts- oder Firmenwert. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 565 TEUR (Vorjahr 64 TEUR) enthalten, davon aus Anlagenabgängen 174 TEUR (Vorjahr 64 TEUR). Aufwendungen aus Währungsumrechnung belaufen sich auf 42 TEUR (Vorjahr 60 TEUR). Aufwendungen von außerordentlicher Größenordnung betreffen im Geschäftsjahr mit 135 TEUR die Forderungsbewertung. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von 10 TEUR (Vorjahr 11 TEUR) und 38 TEUR (Vorjahr 21 TEUR) von verbundenen Unternehmen enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von 143 TEUR (Vorjahr 144 TEUR) und 956 TEUR (Vorjahr 218 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind 17 TEUR (Vorjahr 791 TEUR) Steuererstattungen für Vorjahre und Steuernachzahlungen für Vorjahre von 34 TEUR (Vorjahr 1.357 TEUR) enthalten. Die Aufwendungen auslatenten Steuern sind mit den Steuern aus Einkommen und vom Ertrag saldiert und belaufen sich auf 115 TEUR (Vorjahr 505 TEUR). Sie beruhen aus der Auflösung passiver latenter Steuern. D. Sonstige Angaben Die Ratiodata SE ist an folgenden Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt, beteiligt:
Mittelbare Beteiligung (über Ratiodata Romania Holding GmbH):
Sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte Zur Verbesserung der Bilanzstruktur wurden in den vergangenen Jahren Sale-and Lease-back-Vereinbarungen für Netze und Hardware abgeschlossen, deren Volumen an daraus resultierenden langfristigen Verpflichtungen über Restlaufzeiten von bis zu 5 Jahren insgesamt 59.281 TEUR (Vorjahr 29.227 TEUR) betragen. Aus diesen Verpflichtungen entfallen auf das Jahr 2023 20.212 TEUR (Vorjahr 10.982 TEUR). Die übrigen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen für im Wesentlichen für Druckerleasing und Immobilienmiete. Die Gesamtverpflichtung beträgt 43.054 TEUR (Vorjahr 39.739 TEUR), davon 625 TEUR (Vorjahr 610 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Auch eine Darlehenszusage gegenüber einer Pensionskasse, die als nahestehende Person i.S.d. § 285 Nr. 21 HGB zu qualifizieren ist, in Höhe von 2.680 TEUR (Vorjahr 3.573 TEUR) und gegenüber einer Pensionsversicherung in Höhe von 2.257 TEUR (Vorjahr 2.419 TEUR) ist enthalten. Die Verpflichtung für das Jahr 2024 beträgt 11.771 TEUR (Vorjahr 11.473 TEUR), davon 411 TEUR (Vorjahr 239 TEUR) gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Zweck und Vorteil dieser Leasingverträge und Immobilienmiete liegt vor allem in der niedrigeren Kapitalbindung gegenüber dem Erwerb. Die Auslagerung der Pensionslasten wurde durchgeführt, um die Finanzierung extern abzusichern. Die durchschnittliche Zahl Arbeitnehmer (alles Angestellte) betrug 1.374 (Vorjahr 1.344,8) Personen, davon sind 154 (Vorjahr 135,8) Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus wurden 56,5 (Vorjahr 56,5) Auszubildende beschäftigt. Mitglieder des Vorstands der Ratiodata SE im Geschäftsjahr 2023 waren:
Sämtliche Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer der ehemaligen Ratiodata GmbH belaufen sich im Jahr 2023 auf 257 TEUR. Für Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen Rückstellungen von 4.923 TEUR. Die Angabe der Organbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats der Ratiodata SE sind:
Die Aufwandsentschädigungen für die Aufsichtsratsmitglieder betragen 188 TEUR. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. Konzernzugehörigkeit Die Ratiodata SE wird für den größten Kreis von Unternehmen in den Konzernabschluss der Mehrheitsgesellschafterin Atruvia AG einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. Darüber hinaus erstellt die Gesellschaft einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis. Ergebnisverwendung Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 4.442.673,77 wie folgt zu verwenden:
Frankfurt am Main, 20. Februar 2024 Ratiodata SE Baumgärtel Greiwe Dr. Stanka
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Aktivitäten des Vorstands überwacht und in seinen regelmäßigen Sitzungen im vergangenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, sowie die gesetzlich obliegenden Pflichten wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wird in seinen Funktionen durch den Prüfungs- und den Personalausschuss unterstützt. Geschäftspolitik Das Geschäftsjahr 2023 stand im Zeichen der veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Folge des Ukraine-Kriegs und der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ferner wurden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die Lieferengpässe sowie der Fachkräftemangel, welche weiterhin wesentlichen Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland haben. Die durch die Corona-Pandemie verstärkte Veränderung in der Arbeitswelt (z.B. verstärkter Einsatz von Videokonferenzen, Akzeptanz von Homeoffice) und im Bankenumfeld (z.B. verstärkter Trend zum bargeldlosen Zahlungsverkehr) werden langfristig Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Ratiodata haben und wirkten sich auch auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 aus. Die nachhaltige Versorgung der Volks- und Raiffeisenbanken mit qualitativ hochwertigen dezentralen Systemen, Lösungen und Leistungen zu wettbewerbsfähigen Konditionen bleibt weiterhin die oberste Zielsetzung der Ratiodata SE. Das Unternehmen wird die Digitalisierungsoffensive in der genossenschaftlichen FinanzGruppe weiter unterstützen und daran teilhaben. Geschäftsbeziehungen zu genossenschaftlichen Zentralunternehmen sind durch Vereinbarungen und Verträge für die nächsten Jahre gesichert. Anschlussaufträge bestätigen die Ratiodata SE als etablierten und verlässlichen Geschäftspartner. Den Schwerpunkt der Aufsichtsratsaktivitäten 2023 stellten die Themen der geschäftlichen Ausrichtung und weiteren Entwicklung der Ratiodata SE dar. Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Im wesentlichen wurden nachfolgende Themen beraten und entschieden:
Im November 2023 kam der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand zu einer Strategieklausur zur Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft zusammen. Der Aufsichtsrat ließ sich über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern regelmäßig informieren. Der Vorstand berichtete über die Personalentwicklung des Unternehmens. Die Ratiodata SE beschäftigte am Jahresende 2023 1.470 Mitarbeiter. Darunter befinden sich 56 Auszubildende und vier Studenten im dualen Studium. Der Aufsichtsrat wurde über die Risikolage der Ratiodata SE informiert. Es wurden keine bestandsgefährdenden Risiken festgestellt. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus mit einer Reihe von Einzelthemen, unter anderem mit:
Darüber hinaus behandelte der Aufsichtsrat turnusmäßig die Ergebnisse aus dem AR-Prüfungsausschuss und ließ sich vom AR- Personalausschuss zu Personalangelegenheiten Bericht erstatten. Im Jahre 2023 fanden zwei reguläre Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung des AR-Personalausschusses statt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates tagte im März und November 2023. Die Schwerpunkte in diesen Sitzungen lagen in der Behandlung des geprüften Jahresabschlusses 2022
Jahresplanung Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Jahresplanung 2024 der Ratiodata SE. Die Planungsgrundsätze und die mit der Planung verfolgten operativen und strategischen Ziele wurden behandelt. Inhalt der Jahresplanung ist die Aufgaben-, Investitions- und Personalplanung sowie die Budgetierung der Erlöse und Aufwendungen für das Gesamtunternehmen. Der Aufsichtsrat wurde über die geplante Liquiditätsentwicklung 2024 informiert. Der Aufsichtsrat stimmte nach ausführlicher Erörterung der vorgelegten Budgetplanung 2024 zu und genehmigte den Investitionsplan. Jahresabschluss und Lagebericht In seiner Sitzung am 11. März 2024 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zusammen mit dem Lagebericht und dem Abhängigkeitsbericht auf der Grundlage der Feststellungen der AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, mit dem Vorstand erörtert. Jahresabschluss, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht entsprechen den geltenden Bestimmungen und finden die Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt und festgestellt. Weiterhin hat der Aufsichtsrat den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft. Die AWADO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Ratiodata SE geprüft und unter dem Datum vom 20. Februar 2024 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Besetzung des Aufsichtsrates Insgesamt besteht der Aufsichtsrat aus 12 Mitgliedern davon ist ein Drittel durch Arbeitnehmervertreter besetzt. Dank des Aufsichtsrates Der Dank des Aufsichtsrates gilt dem Vorstand für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Münster, im März 2024 Jürgen Brinkmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ratiodata SE Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ratiodata SE, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ratiodata SE - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ratiodata SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften inhaltlich nicht geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 20. Februar 2024 AWADO
GmbH
Grimme, Wirtschaftsprüfer Krohn, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDer Jahresabschluss 2023 wurde durch die Hauptversammlung am 11. März 2024 festgestellt. Des weiteren wurden dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung zugestimmt und die Ergebnisverwendung beschlossen. |
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