Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft

Kospaer Landstraße 1, 04838 Eilenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 16451
Eingetragen
17.1.2000
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Baustoffen und AnstrichmittelnBau von Gebäuden (ohne Fertigteilbau)
Gegenstand
Groß- und Einzelhandel mit Baustoffen aller Art sowie ferner mit Bauelementen und Werkzeugen; Errichtung von Gebäuden und baulichen Anlagen, insbesondere die Ausführung von Maurer-, Beton-, Stahlbeton-, Putz-, Schacht-, Abbruch-, Bautenschutzarbeiten im Hoch- und Tiefbau; die Erbringung von Zimmerer-, Bautischler-, Trockenbau-, Isolier-, Sanierungs-, Fassadenreinigungs- sowie Baureparaturarbeiten im Hochbau sowie die Vermittlung von sämtlichen Ausbaugewerken zum schlüsselfertigen Bau im Hoch- und Tiefbau sowie die Bauträgertätigkeit. Für diesen Gegenstand erfolgen des Weiteren Beratung, Baukalkulation, Erarbeitung von Bauleistungsbeschreibungen und Bauleistungsverzeichnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Schreiber
seit 16.1.2003
Vorstandsmitglied
Petra Kanow
seit 10.4.2002
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft

Eilenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist am Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft hat die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800,00 € Anschaffungskosten werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Warenbestände, deren Werthaltigkeit nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet waren, wurden entsprechend abgewertet.

Die Unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten abzüglich vorzunehmender Wertberichtigungen bewertet. In die Herstellungskosten wurden Materialeinzelkosten Personaleinzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens und Verwaltungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen.

Auf die Unfertigen Leistungen entfallene erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Liquiden Mittel wurden zum Nennbetrag aktiviert.

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages der wahrscheinlichen Inanspruchnahme bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen sowie Zinseffekte haben auf die Ermittlung der Höhe der sonstigen Rückstellungen aufgrund der Kurzfristigkeit der Rückstellungen und unter Wesentlichkeitsaspekten keinen Einfluss genommen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung des in der Bilanz erfassten Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel dargestellt:

Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen sowie eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand in Höhe von 1 % gebildet.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich in voller Höhe um solche aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Liquiden Mitteln sind 1 TEUR (Vorjahr: 44 TEUR) in der Verwendung beschränkt.

Das Gezeichnete Kapital in Höhe von 261 TEUR setzt sich aus 510 auf den Namen lautenden Stückasktien ohne Nennbetrag zusammen. Die Aktiengeselslchaft hat 20 eigene Stückaktien temporär erworben, so dass das gezeichnete Kapital am Stichtag 250 TEUR beträgt.

Die Gewinnrücklagen haben sich im Jahr 2023 wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 01.01.2023 4.329
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2022 11
Verwendung für Erwerb eigener Anteile -1
Stand 31.12.2023 4.399

Die Einstellung in die Andere Gewinnrücklage erfolgte aufgrund des Ergebnisverwendungsbeschlusses der Hauptversammlung am 30.06.2023.

Die Pensionsrückstellungen decken die Verpflichtungen der Gesellschaft zum 31.12.2022 einer wirksam erteilten Pensionszusage ab. Die Teilwerte wurden nach versicherungsmathematischen Gutachten entsprechend § 249 Abs. 1 S.1 1 i.V.m § 253 Abs. 2 HGB ermittelt. Die Berechnungen erfolgten unter Verwendung der Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Klaus Heubeck. Der Rechnungszins beträgt 6,0 % p.a. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte auf der Basis des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021 des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. vom 30.04.2021..

Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes kam die Änderung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n.F. zur Anwendung. Danach ist die Pensionsrückstellung mit dem Marktzinssatz der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren ergibt abzuzinsen. Auf der Grundlage des § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich hieraus eine Ausschüttungssperre in Höhe von 0,7 TEUR.

Bei den Sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Gewährleistungen (47 TEUR), Personalkosten (50 TEUR), Abschlusskosten (35 TEUR) und übrige (3 TEUR).

Verbindlichkeitenspiegel:

Die Vorjahreszahlen sind jeweils in Klammern angegeben.

Verbindlichkeiten aus / gegenüber bis 1 Jahr 2-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Kreditinstituten 604.831 608.270 575.444 1.788.545
( 278.581 ) ( 1.092.864 ) ( 743.662 ) ( 2.115.107 )
Lieferungen und Leistungen 65.739 0 0 65.739
( 378.091 ) ( 0 ) ( 0 ) ( 378.091 )
Beteiligungsunternehmen 244.430 0 0 244.430
( 371.418 ) ( 0 ) ( 0 ) ( 371.418 )
Sonstige Verbindlichkeiten 179.785 0 0 179.785
( 157.625 ) ( 0 ) (0) ( 157.625 )
1.094.785 608.270 575.444 2.278.499
( 1.185.715 ) ( 1.092.864 ) ( 743.662 ) ( 3.022.241 )

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Abtretungen von Miet- und Pachtforderungen besichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich in voller Höhe um solche aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Bürgschaften für die TSB Hochbau GmbH (Beteiligungsunternehmen) gegenüber derer finanzierender Bank für zukünftige Gewährleistungsansprüche von Auftraggebern aus Leistungserbringung der TSB Hochbau GmbH übernommen.

Derzeit gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme unserer Gesellschaft aus diesen Bürgschaftsverpflichtungen aus, da die wirtschaftliche Lage der TSB Hochbau GmbH zum 31.12.2023 geordnet ist.

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 28 Mitarbeiter.

Mitglieder des Vorstands ist Herr Ralf Schreiber, Diplom-Ingenieur Maschinenbau, Bad Düben.

Auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Herr Jürgen Voigt, Steuerberater-Wirtschaftsprüfer (Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Hans-Joachim Tauchnitz, Vorruhestand

Herr Andre Kahlert, selbstständiger Vermögensberater

Auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 35 TEUR aus den sonstigen Gewinnrücklagen auszuschütten. Der Jahresfehlbetrag 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Eilenburg, den 18.04.2024

Ralf Schreiber, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats - Jahreshauptversammlung zum Geschäftsjahr 2023 am 02.07.2024

Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Gäste

Der Aufsichtsrat der Landbau Eilenburg AG hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach dem Gesetz, der Satzung und der Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben pflichtgemäß mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen.

Wir haben die Geschäftsführung des Vorstandes kontinuierlich überwacht, die Weiterentwicklung der Landbau AG beratend begleitet und uns von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.

Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen des Vorstandes eingebunden. Wir wurden vom Vorstand regelmäßig und umfassend über alle wesentlichen Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Maßnahmen der Geschäftsführung die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden dem Aufsichtsrat zur Entscheidung rechtzeitig vorgelegt.

Im Geschäftsjahr 2023 trat der Aufsichtsrat insgesamt 4 -mal zu seinen Sitzungen zusammen. Die Ergebnisse der Sitzungen sowie über die gefassten Beschlüsse wurden in Protokollen festgehalten.

Der Aufsichtsrat trat am 10.03.2023 zu seiner ersten Aufsichtsratssitzung im Geschäftsjahr 2023 zusammen. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung die Berichte des Vorstandes und der Prokuristin zur aktuellen betriebswirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Stand der aktuellen Baustellenabläufe entgegen genommen. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat informiert über den Jahresabschluss zum 31.12.2022. Dieser wurde umfassend geprüft.

Die nächste Sitzung des Aufsichtsrates fand am 08.05.2023 statt. Thematisiert wurde erneut die Auswertung der betriebswirtschaftlichen Entwicklung der Landbau AG zum Stand 31.03.2023. Der Vorstand berichtete über die aktuellen Baustellenabläufe und gab einen Überblick über die gebundenen Bauaufträge der Landbau AG sowie der TSB Hochbau GmbH. Weiterhin wurde über den Stand der Abschlussprüfung 2022 informiert. Der Aufsichtsrat hat die Eckpunkte zur Einladung der Aktionäre für die geplante Hauptversammlung vorgestellt. Als Termin für die durchzuführende Hauptversammlung wurde der 30.06.2023 vorgeschlagen.

In seiner Sitzung am 25.07.2023 wurde erneut eine detaillierte Auswertung der Umsatz- und Ertragszahlen auf der Grundlage der Ergebnisse zum 30.06.2023 sowie der Planungsgrößen zum 30.06.2023 vorgenommen. Umfangreiche Rückgänge im Baustoffhandel sowie ein Rückgang der Bauleistungen insgesamt führen zu einer verschlechterten Ertragslage der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat lässt sich über die aktuelle Liquiditätslage berichten. Einen weiteren Tagesordnungspunkt beinhaltete die Auswertung der durchgeführten Hauptversammlung vom 30.06.2023. Ein langjähriger Aktionär hat den Vorstand gebeten seine Aktienanteile aus gesundheitlichen Gründen als s.g. eigene Aktien an die Landbau AG zu verkaufen. Der Aufsichtsrat hat hierzu am 25.07.2023 grundsätzlich seine Zustimmung erteilt.

In seiner letzten Zusammenkunft des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 am 17.10.2023 wurde vom Vorstand und von der Prokuristin der Stand der Umsatz-Ertragslage berichtet. Die sich abzeichnende Fehlbetragsentwicklung sowie die angespannte Liquiditätslage wurden analysiert und ausgewertet. In die Auswertung wurden die Kennzahlen der TSB Hochbau GmbH mit einbezogen. In seiner Sitzung des Aufsichtsrates am 17.10.2023 wurde weiterhin über zwei zustimmungsbedürftige Rechtsgeschäfte der Landbau AG beraten und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat zu zwei in Planung befindlichen Immobilienverträgen seine Zustimmung erteilt.

Neben den o.g. ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrates nahmen Vertreter des Aufsichtsrates an weiteren Terminen beratend und prüfend teil. (Inventurkontrolle, Prüfungsabschlussgespräch zum Jahresabschluss 2022 u.a.)

Im ersten Halbjahr 2024 fanden bis heute 3 Sitzungen des AR statt. U.a. wurde neben den weiteren Auswertungen der aktuellen betriebswirtschaftlichen Entwicklung die endgültige Fassung des Jahresabschlusses 2023 besprochen und durch den Aufsichtsrat gebilligt, die heutige Hauptversammlung wurde vorbereitet und deren Tagesordnungspunkte festgelegt.

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit Lagebericht wurde geprüft und von der MERITO Wirtschaftsprüfungsgesellschaft konnte ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt werden.

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von außerordentlichen Schwierigkeiten der Baubranche im Allgemeinen und im Wohnungsbau im Besonderen. Der Aufsichtsrat hat dieser Krise und deren Auswirkungen auf die Landbau AG in seiner Tätigkeit 2023 einer besonderen Aufmerksamkeit gewidmet.

Dem Vorstand spricht dem Vorstand für seine umsichtige Unternehmensführung und die angenehme Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 seinen Dank aus.

Es wird vorgeschlagen dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

Dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses 2023 sowie dem Vorschlag zur Auszahlung einer Gewinnausschüttung an die Aktionäre aus Vorjahresrücklagen wird zugestimmt.

 

Eilenburg, den 02.07.2024

Jürgen Voigt

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft, Eilenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft, Eilenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft, Eilenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 22.05.2024

MERITO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

J. Wollenberg, Wirtschaftsprüfer

Hinweis: Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten und geprüften Jahresabschluss. Der Jahresabschluss wird jedoch durch die in Anspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offen gelegt.

AKTIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022
EUR EUR EUR
A Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.931.431,12 3.001.261,42
2. technische Anlagen und Maschinen 384.288,00 483.428,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 235.423,61 338.658,25
4. geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau 159.187,86 158.163,27
3.710.330,59 3.981.510,94
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 63.277,61 63.277,61
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 200,00 200,00
63.477,61 63.477,61
3.773.809,20 4.044.989,55
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 6.252.822,11 18.789.118,40
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 805.861,40 936.904,16
3. zum Verkauf best. Anlagevermögen 261,55 261,55
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.494.022,32 -17.581.252,47
1.564.922,74 2.145.031,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 564.586,51 400.397,74
2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht; 237.681,59 533.036,37
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 237.681,59
3. sonstige Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 79.605,48 117.353,07 248.617,47
919.621,17 1.182.051,58
III. Schecks, Kassenbestand, Bundesbank und Postgiroguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 198.797,89 421.054,94
2.683.341,80 3.748.138,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.213,58 42.646,39
6.484.364,58 7.835.774,10

PASSIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022
EUR EUR EUR
A Eigenkapital
I. 1. gezeichnetes Kapital 260.758,86 260.758,86
2. eigene Anteile -10.225,84 0,00
250.533,02 260.758,86
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklagen
1. Rücklagen gemäß § 27 DMBilG 951.590,27 951.590,27
2. Rücklagen gem. § 150 AktG 26.075,88 26.075,88
2. andere Gewinnrücklagen 3.361.532,87 3.351.055,69
4.339.199,02 4.328.721,84
III. Jahresfehlbetrag -552.861,30 47.168,49
4.036.870,74 4.636.649,19
B. Rückstellungen
I. Pensionsrückstellungen 33.699,88 24.233,63
II. Sonstige Rückstellungen 135.294,34 152.649,76
168.994,22 176.883,39
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr : EUR 604.831,17 1.788.545,50 2.115.107,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 65.738,85 65.738,85 378.091,23
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon aus Lieferungen und Leistg. EUR 244.430,32 244.430,32 371.418,37
4. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 83.239,88
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.557,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 179.784,95 179.784,95 157.624,81
2.278.499,62 3.022.241,52
6.484.364,58 7.835.774,10

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Nr. Posten 01.01.-31.12.23 01.01.-31.12.22
EUR EUR
Rohertrag 2.286.281,41 3.587.466,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.071.254,15 1.264.452,97
b) soziale Abgaben 380.009,20 401.824,72
1.451.263,35 1.666.277,69
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 281.195,60 281.244,27
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.063.744,78 1.520.750,73
2.796.203,73 3.468.272,69
Betriebsergebnis -509.922,32 119.193,72
8. Erträge aus Beteiligungen 4.310,80 5.525,53
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 6,00 6,00
10. Zinsen und ähnliche Erträge 5.904,41 3.146,63
10.221,21 8.678,16
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.599,79 60.803,80
Finanzergebnis -65.378,58 -52.125,64
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -575.300,90 67.068,08
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -32.752,92 9.046,18
13. sonstige Steuern 10.313,32 10.853,41
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -552.861,30 47.168,49

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Landbau Eilenburg AG stützt ihre unternehmerischen Tätigkeiten im Wesentlichen auf folgende Säulen:

Baustoffhandel

Bauproduktion und

Vermögensverwaltung

Der Baustoffhandel umfasst ein breites Sortiment im Bereich Baustoffe für Bauunternehmen sowie für Privatkunden. Dazu gehören sowohl klassische Baustoffe des Bauhauptgewerbes als auch Bauelemente, Fliesen und Zimmereiprodukte. Die Umsatzrealisierung erfolgt am Standort Eilenburg im Lagergeschäft sowie im s.g. Streckengeschäft. Eine langjährige kooperative Zusammenarbeit mit der Eurobaustoff GmbH & Co KG sichert eine sortimentsgerechte und zuverlässige Zulieferung im Baustoffhandel ab.

Die Bauproduktion umfasst im Wesentlichen die Rohbauerstellung von Wohn- und Geschäftshäusern in Mitteldeutschland. Der überwiegende Teil der Bauproduktion wird unter Heranziehung von Subunternehmern erbracht. Neben klassischen Hochbauleistungen werden Zimmererarbeiten durch eine eigene Zimmererabteilung angeboten.

Die Verwaltung eigenen Vermögens umfasst die Vermietung von Wohnraum in Eilenburg.

Das im Geschäftsjahr 2021 begonnene Bauträgerprojekt "Pristäblich" wurde in 2023 weiter fortgeführt. Im Abrechnungsjahr konnte ein bereits im Vorjahr begonnenes Bauträgerobjekt fertig gestellt und veräußert werden. Insgesamt ist der Markt für den Verkauf von schlüsselfertigen Einfamilienhäusern jedoch in Gänze in der Region zusammengebrochen. Die gestiegenen Baukosten in Verbindung mit gestiegenen Kreditzinsen bewirkten o.g. Einbruch der Nachfrage.

Die Wettbewerbssituation am Standort ist seit Jahren weitestgehend unverändert. Die Landbau Eilenburg ist am Markt etabliert und kann auf eine langjährige Tradition in allen drei Säulen der Unternehmungen verweisen.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft entwickelt keine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Weiterhin steigende Energiepreise verbunden mit Zinserhöhungen führen zu Unsicherheiten und damit zu konjunkturellen Einbrüchen in der Nachfrage. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach den Angaben des statistischen Bundesamtes für 2023 rückläufig. Speziell in der Baubranche, hier Wohnungsbau, beträgt der reale Umsatzrückgang in 2023 im Verhältnis zu 2022 insgesamt 11%. Somit hat sich der bereits in 2022 zu 2021 realisierte Umsatzrückgang der Wohnungsbaubranche in 2023 fortgesetzt. Die Auftragseingänge 2023 lagen im Verhältnis zum Vorjahr um 20 % niedriger. Gemäß Prognose des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.V. wird sich der Umsatzrückgang im Wohnungsbau in 2024 mit minus 13-15 % fortsetzen

2. Geschäftsverlauf und Lage der Landbau Eilenburg Aktiengesellschaft

a. Ertragslage

Die Tätigkeitsfelder der Landbau Eilenburg AG sind weiterhin die Ausführung von Hochbauleistungen im Wohnungsbau, der Baustoffhandel sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. Die Landbau Eilenburg AG hat im Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtleistung (inkl. Bestandsänderungen unfertige Leistungen)von 12,9 Mio EUR erbracht. Von der realisierten Gesamtleistung entfielen 52 % auf den Baustoffhandel und 44 % auf die Erlöse aus Bauproduktion. Die restlichen 4 % entfallen auf sonstige Umsatzerlöse und auf erzielte Mieterlöse.

Die Gesamtleistung ist um 11.8 Mio EUR oder -52,2 % im Verhältnis zum Vorjahr zurück gegangen. Der Umsatzrückgang der Bauleistungen beträgt -7.7 Mio EUR, der des Baustoffhandels -4,2 Mio EUR. Diese Rückgänge sind zum einen den aktuellen branchenbezogenen Problemen und zum überwiegenden Teil einer planmäßigen, konzeptionellen Reduktion der zunehmend risikobehafteten Bauhochbauleistungserbringung der Landbau Eilenburg AG zuzuordnen.

Die Rückgänge der Umsätze des Baustoffhandels sind geschuldet der planmäßigen Konsolidierung der Hochbauabteilung und zu wesentlichen Teilen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Bereich der Immobilienbewirtschaftung wurden 424 TEUR Mieterträge erwirtschaftet, das entspricht damit dem erreichten Niveau der Vorjahre.

Der erwirtschaftete Rohertrag in Höhe von 2,5 Mio EUR liegt um 1,1 Mio EUR unter dem des Vorjahres. Gründe hierfür sind im Wesentlichen die fehlenden Umsatzvolumen. Die prozentuale Rohertragsmarge des Handels ist stabil geblieben, so dass die Umsatzrückgänge sich direkt in der absoluten Höhe der Rohgewinne niedergeschlagen haben. Teile der 2023 realisierten Bauaufträge konnten aufgrund des sich weiter verschärften Preisdruckes am Markt, nicht kostendeckend abgerechnet werden. Entstandene Verluste konnten nur teilweise an Nachauftragnehmer weiter berechnet werden.

Die Rückgänge der Rohertragsgewinne konnten durch Kostenanpassungen insbesondere im Personalkostenbereich sowie durch Anpassungen leistungsbezogener sonstiger betrieblicher Aufwendungen zum Teil ausgeglichen werden. Die notwendigen Fixkostenanpassungen an das veränderte Umsatzvolumen konnten im Abrechnungszeitraum nicht in vollem Umfang umgesetzt werden, so dass ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 553 TEUR zu verzeichnen war.

b) Finanzlage

Die Liquiditätslage der Landbau Eilenburg AG ist weiterhin stabil.

Die Gesellschaft verfügte am 31.12.2023 über insgesamt 1,0 Mio EUR liquide Mittel einschließlich kurzfristiger Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem standen zum Stichtag 0,5 Mio EUR kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber.

Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig um 334 TEUR getilgt. Neue Darlehen zur Investitionsfinanzierung wurden nicht aufgenommen. Insgesamt wurden die Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um 751 TEUR gesenkt.

Kapitalflussrechnung 2023
TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 223
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -449
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -222
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 421
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 199

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Landbau Eilenburg AG betrug am 31.12.2023 insgesamt 6,5 Mio EUR. Nach Abzug von Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2,5 Mio EUR, weist die Gesellschaft ein Eigenkapital in Höhe von 4,0 Mio aus. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 62 %. Im Vergleich dazu betrug die Eigenkapitalquote des Bauhauptgewerbes in Deutschland 23,7 % (Stand 2021).

Es wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 15 TEUR in das langfristige Anlagevermögen investiert. Der Anteil der Immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen am Gesamtvermögen der Gesellschaft beträgt am 31.12.2023 nach planmäßiger Abschreibungen der Anlagegüter 57,3 %.

Die Vorräte an unfertigen Leistungen (nach Saldierung mit den hierfür erhaltenen Anzahlungen) sowie die Bestände an Handelsware machen 24,2 % des Gesamtvermögens aus.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden im Verhältnis zum Vorjahr um 270 TEUR gesenkt.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren, die in der fortlaufenden Analyse des Geschäftsablaufs der Landbau Eilenburg AG einbezogen werden, sind Kennzahlen Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens wie die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Rohertrages im Vergleich zum Vorjahr und im Vergleich zur Unternehmensplanung sowie die Entwicklung der Kennziffern Eigenkapitalrentabiltät, Umsatzrentabilität und Personalkostenintensität. Die Leistungsindikatoren sind geprägt durch die eingeleitete Konsolidierung des Unternehmens und durch Verlustrealisierungen in Teilen von Hochbauleistungsabrechnungen.

Kennzahlen 2022 2022
Eigenkapitalrentabilität
= Jahresergebnis -13,70 1,02
Eigenkapital
Gesamtkapitalrentabilität
= Jahresergebnis + Zinsaufwand -11,82 1,38
Gesamtkapital
Umsatzrentabilität = Jahresergebnis Umsatzerlöse -2,18 0,23
Personalintensität = Personalaufwand Gesamtleistung (jeweils x 100) 11,22 6,73

e) Gesamtaussage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens weiterhin stabil. Der Rückgang des Rohertrages aufgrund der Umsatzreduzierungen führte zur Verlustrealisierung in 2023. Diese eingeleiteten Maßnahmen der Volumenkonsolidierung werden jedoch die Ertragslage der künftigen Zeiträume helfen zu stabilisieren.

Der Vorstand schlägt vor, aus den gebildeten Rücklagen der Vorjahre den Aktionären eine Nettodividende in Höhe 10 % des Grundkapitals auszuschütten.

III. Prognosebericht

Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes prognostiziert in seiner Einschätzung der Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbeeinen einen realen Rückgang der Umsatzentwicklung um weitere 3% für das Jahr 2024. Danach werden nur noch 235.000 Wohneinheiten gebaut. (Im Vergleich 2023: 271.000 Wohneinheiten)

Dieser Orderrückgang führt tendenziell zu einer Unterauslastung der Bauproduktionskapazitäten. Die Verpflichtung der Unternehmen zum Halten der Beschäftigten in Erwartung einer Erholung der Nachfrage stellt diese vor schwierigen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund wird die Landbau Eilenburg AG im Jahr 2024 die Auftragsannahme für anstehende Bauaufträge sorgfältig prüfen und zeitgleich die Anpassung der Kostenstrukturen an eine schrumpfende Nachfrage weiter anpassen.

Das Sortiment des Baustoffhandels wird schrittweise erweitert bzw. verändert. Die Margenberechnungen werden der Marktentwicklung weiter angepasst.

Freie Kapazitäten werden genutzt um den weiteren Ausbau des eigenen Immobilienvermögens voranzutreiben.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist in enger Zusammenarbeit mit der Hausbank den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Die Liquidität wird durch belastbare Sicherheitenstellungen weiter gewährleistet. Die Zusammenarbeit mit den Kreditinstituten ist ausgezeichnet.

Wir streben für das Jahr 2024, nach Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen, eine Ergebnisverbesserung von 400 bis 450 TEUR an.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist durch unternehmerisches Handeln, Risiken ausgesetzt. Eine umfassende mittelfristige Planung der Umsatzgrößen, der zu erzielenden Roherträge und Gesamtüberschüsse der Gesellschaft sowie deren fortlaufende Auswertung, helfen Unternehmensleitung Risiken frühzeitig zu erkennen und im Bedarfsfall geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Aus diesem Grund wird die Landbau Eilenburg AG die bereits vollzogenen Volumenreduzierung im Bauhauptgewerbe fortsetzten bzw. stabilisieren Die künftige Annahme von Bauaufträgen wird in verstärktem Umfang abhängig gemacht von der kalkulierbaren Rentabilität der Aufträge. Die so notwendige Kostenstrukturanpassung an die Unternehmensgröße wird fortgesetzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen durch die Verlustrealisierung 2023 nicht unmittelbar. In Zusammenarbeit mit den Kreditinstituten ist die mittelfristige Finanzierungsstrategie anzupassen. Die entwickelten Methoden zur Risikominimierung in den Bereichen Forderungs- und Kostenmanagement haben sich im Unternehmen bewährt.

Personalrisiken bestehen vor dem Hintergrund der Volumenanpassungen derzeit nicht vordergründig. Jedoch kann eine veränderte Nachfrage in längerfristigen Prognosen die allgemeine Krise im Fachkräftesektor wieder aufkommen lassen und wird von uns weiterhin Berücksichtigung in der Unternehmensplanung finden.

Rechtliche Risiken werden in enger Zusammenarbeit mit externen Beratern erfolgreich minimiert.

Aktuelle externe Risiken die zum Einbruch der Nachfrage im Baugewerbe führten können in Ihrer Tragweite und Fristigkeit schwer prognostiziert werden. Die Unternehmensführung wird diesem Grund versuchen die Landbau Eilenburg AG möglichst flexibel aufzustellen. Das gilt insbesondere in Hinblick auf die Kostenstruktur und Margenkalkulation im Handelssektor und im Besonderen im Hinblick auf die Durchsetzung von auskömmlichen Preisgestaltungen im Bausektor.

Die veränderten Vorgaben im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden langfristig im Bauhauptgewerbe zu veränderten Bauabläufen führen. Bis 2045 soll der Gebäudebestand in Deutschland nach Vorgaben der Bundesregierung klimaneutral sein.

Sich diesem Thema frühzeitig zu stellen wird u.a. eine Aufgabe und gleichzeitig eine Chance für die mittelfristige und langfristige Unternehmensplanung der Landbau Eilenburg AG darstellen. Insbesondere für die Zimmereiabteilung ergeben sich hieraus Möglichkeiten zur Ausweitung ihres Leistungsspektrums.

 

Eilenburg, 22.05.2024

gezeichnet: Ralf Schreiber, Vorstand

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