Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715061
Eingetragen
31.7.2012
Branche
Großhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Import und der Vertrieb von Zwei-, Drei- und Vierradfahrzeugen, der Import und der Vertrieb von Medienempfängem wie z.B. Fernseh- und Rundfunkempfänger und der Import und Vertrieb von Haushaltswaren, jeweils nebst Zubehör und Ersatzteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Bischoff
seit 21.12.2022
Prokura
Andreas Baur
seit 21.12.2022
Prokura
Klaus Karcher
seit 31.7.2012
Vorstandsmitglied
Kay Karcher
seit 31.7.2012
Vorstandsmitglied
Horst Karcher
seit 31.7.2012
Vorstandsmitglied
Armin Karcher
seit 31.7.2012
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karcher AG

Birkenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Grundlage des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die Karcher AG war im Jahr 2022 als Handelsunternehmen in den Geschäftsbereichen Unterhaltungselektronik (TV-Geräte, Audio), Haushaltswaren (Stahlwaren und Elektrogeräte), weiße Ware sowie Fahrzeuge (Motorroller - benzin- und batteriebetrieben, Motorräder, Quads) und Fahrräder / Pedelecs / E-Scooter nach eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) tätig.

In diesen verschiedenen Handelssegmenten ist die Karcher AG als Großhändler, als Hersteller i.S. des Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), Distributor und Direktversender tätig. Vom High-End-TV-Gerät und traditionellen Haushaltswaren bis hin zu Fahrzeu- gen / Fahrräder / Pedelecs und Konsumgütern reicht das breit gefächerte Portfolio.

Eines verbindet alle Segmente des Familienunternehmens: Qualität, Integrität - und der Name Karcher.

II. Ziele und Strategien

Ziel ist, unseren Kunden Qualitätsprodukte zu einem fairen Preis/Leistungsverhältnis und mit einem sehr hohen Service- und Dienstleistungsgrad zu liefern sowie eine kompetente Beratung zu bieten.

Unser Anspruch ist es, unseren Kunden als serviceorientierter, zuverlässiger Partner zur Seite zu stehen und durch Kompetenz, Beratung und Flexibilität einen merklichen Mehrwert zu erbringen.

III. Steuerungssysteme

Im Rahmen unseres Risikomanagements werden folgende Steuerungs- und Überwachungsinstrumente eingesetzt:

• Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen

• Budgetierung und Planung, Monats- und Quartalsreporting

• Laufende Prognose- und Erwartungsrechnungen

• Tägliche Produktüberwachung und Produktplanung (Bestände-Controlling)

• Kalkulation, Nachkalkulation und Wirtschaftlichkeitsrechnungen

• Debitorenmanagement

• Versicherungen

IV. Forschung und Entwicklung (§289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Als Handelsunternehmen betreibt die Karcher AG keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung. Daher entfällt dieser Teilbericht.

Die Gesellschaft bietet ihren Kunden ein innovatives Produktsortiment, das den Entwicklungen des Marktes und den Bedürfnissen der Abnehmer laufend angepasst wird.

B. Wirtschaftsbericht

I. Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Situation

Das Geschäftsjahr 2022 war durch ein hohes Maß an makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Während sich die weltweite Erholung von der COVID-19-Pandemie in den meisten Regionen fortsetzte, belasteten anhaltende Engpässe in den globalen Lieferketten, steigende Rohstoffpreise infolge des Kriegs in der Ukraine sowie die Konjunkturabschwächung in China vor dem Hintergrund langanhaltender pandemiebedingter Einschränkungen die Weltwirtschaft.

Darüber hinaus zogen die Energiepreise im Laufe des Jahres 2022 deutlich an, was zu einem Anstieg der weltweiten Inflation führte. Letztere wurde zunächst durch eine starke Erholung der Konsumausgaben nach dem Ende der weltweiten Lockdowns ausgelöst. Darüber hinaus verstärkte die deutliche Aufwertung des US-Dollars gegenüber den meisten anderen Währungen die Inflation außerhalb der USA und setzte die internationalen Finanzmärkte unter Druck, insbesondere in einzelnen Schwellenländern. Angesichts der sowohl in den USA als auch in Europa deutlich sichtbaren Preissteigerungen sahen sich die internationalen Entscheidungsträger gezwungen, die Geldmenge zu verringern und die Zinssätze zu erhöhen, mit dem Ziel, die Inflationsrate zu begrenzen.

Nach dem deutlichen Konjunkturanstieg im Jahr 2021 kam die sich nach der Hochphase der COVID-19-Pandemie zunächst abzeichnende wirtschaftliche Erholung 2022 zu einem abrupten Ende, da nahezu sämtliche großen Volkswirtschaften spürbare Einschnitte zu verzeichnen hatten. Vor diesem Hintergrund geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem im Januar 2023 veröffentlichten Bericht für das Jahr 2022 von einer Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 % aus (2021: 6,2 %), wobei es deutliche regionale und branchenspezifische Unterschiede gibt.

II. Berichterstattung über die Branchensituation

TV-Geräte und Unterhaltungselektronik

Der Markt für Unterhaltungselektronik und insbesondere TV-Geräte in Deutschland war auch in 2022 durch rückläufige Preise, bei gestiegener Stückzahl, geprägt.

Der ungebrochene Trend zu großformatigen Fernseh-Geräten und die Steigerung des Absatzes von UHD-TVs begründen diese Entwicklung. Ultra HD - Ultra High Definition, häufig auch als UHD oder 4K bezeichnet - ist die Weiterentwicklung des HDTV-Standards. Gegenüber der HD-Auflösung von maximal 1.920 x 1.080 Bildpunkten (Full HD) liefern Ultra HD-Fernseher 3.840 x 2.160 Bildpunkte, also die vierfache Auflösung von Full HD. Damit können UHD-Fernseher erheblich schärfere Bilder mit sehr hoher Detailgenauigkeit darstellen.

Fahrzeuge

Deutschland ist einer der bedeutendsten west- und nordeuropäische Märkte für Motorräder, Motorroller und Leichtkrafträder. Die Anzahl der Neuzulassungen von Motorrädern/Krafträdern in Deutschland konnte sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr weiter stabilisieren.

Die anhaltende Freude am motorisierten Zweirad ist in der Brache nachhaltig festzustellen. Die Einführung der E-Roller ist in unserem Unternehmen umgesetzt und wird Umsatzausweitungen mit sich bringen.

III. Umsatz- und Auftragsentwicklung

1. Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz der Karcher AG hat sich im Geschäftsjahr 2022 um rd. 4,8 % von T€ 91.929,2 auf T€ 87.462,1 vermindert. Dieser Minderung stand eine Umsatzerhöhung im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 20,4 % gegenüber.

Der Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 war in allen Bereichen zu verzeichnen. Ein hoher Rückgang war im Bereich der Pedelecs (Gj. 2022: 21,9 Mio. €; Vj. 26,6 Mio. €) zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse mit TV-Geräten sind weiterhin durch den starken Preiskampf verschiedener Bewerber auf dem Markt um die Kunden unter Preisdruck. Die TV-Preise haben sich in Abhängigkeit von der Bildschirmgröße vermindert.

Sportliche Großereignisse hatten im Geschäftsjahr 2022 keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Umsatzerlöse.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich in den Geschäftsbereichen TV-Geräte und Unterhaltungselektronik (rd. 51 % des Umsatzes, Vj. 49 %), Fahrzeuge (rd. 5,4 % des Umsatzes, Vj. 6 %) Haushaltswaren (rd. 5 % des Umsatzes, Vj. 5 %) sowie Fahrräder / Pedelecs (rd. 25 % des Umsatzes, Vj. 29 %) erzielt.

Die Geschäftsbereiche operieren unabhängig voneinander, nutzen verschiedene Vertriebskanäle und werden jeweils eigenständig von einem Vertriebsleiter geführt.

2. Preis- und Absatzpolitik

Die durch die Karcher AG vertriebenen Produkte rangieren im unteren bis mittleren Preissegment und zeichnen sich durch ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis aus.

Die einzelnen Marken der verschiedenen Geschäftsbereiche sind in unterschiedlichen Preissegmenten positioniert. Die hochwertigen Marken und Produkte werden Großteils exklusiv über den Fachhandel vertrieben. Weitere Marken des Produktprogramms werden über Versand- und Internethandel angeboten.

Für die verschiedenen Geschäftsbereiche sind freiberufliche Handelsvertreter bzw. Reisende mit Erfahrung in der jeweiligen Branche beauftragt. Für den Internet-Handel werden hochwertige Produktpräsentationen bereitgestellt und die entsprechenden Werbemöglichkeiten genutzt.

IV. Geschäftsergebnis

Das Ergebnis nach Steuern verminderte sich von T€ 1.995 im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 1.525 im Geschäftsjahr 2022. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 hat sich um T€ 470 im Vergleich zum Vorjahr vermindert.

Neben der Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022 waren auch eine geringfügig höhere Materialaufwandsquote und höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zu verzeichnen. Ein geringerer Personalaufwand hat zum Jahresergebnis 2022 wesentlich beigetragen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere die Aufwendungen für E-Commerce, Ausgangsfrachten und Werbekosten aufgrund höherer Stückzahlen nochmals erhöht.

Die Zinsaufwandsquote ist mit 0,64 % zum Umsatz sehr gering.

V. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatz

• Vorräte / Bestandsveränderungen

• Wareneinsatzquote

• Cashflow

Diese Leistungsindikatoren werden für unsere interne Unternehmenssteuerung fortlaufend überwacht.

Die Umsatzentwicklung ist in Verbindung mit der Margenentwicklung zu sehen. Daher ist auch die Wareneinsatzquote ein wichtiger Indikator. Den Cashflow ermitteln wir aus den Ein- und Ausgaben im Verhältnis zur Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien.

Die Kennzahlen entwickeln sich stabil und beweisen den Erfolg der Geschäftspolitik.

VI. Produktion / Handel

1. Produkt- und Sortimentspolitik

Die Produkt- und Sortimentspolitik ist durch eine Vielfalt von angebotenen Produktgruppen und vielfältigen Angeboten innerhalb einer Produktgruppe geprägt.

TV-Geräte

Es werden LCD (Liquid Crystal Display) und LED (Licht emittierende Diode) Flachbildschirme der Marken Toshiba, Hitachi, JVC und Telefunken in Deutschland vertrieben. Bei beiden Technologien kommen für die Anzeige Flüssigkristalle zum Einsatz. Während bei LCD-Fernsehern jedoch Kaltkathodenröhren (CCRT) zur Hintergrundbeleuchtung benutzt werden, kommen beim LED-Fernseher Leuchtdioden zum Einsatz. Da LEDs kleiner sind, können flachere und erheblich platzsparende Fernseher gebaut werden.

Diese Geschäftsbereiche versprechen aufgrund der andauernden technologischen Entwicklungen anhaltende Wachstumsraten.

Unterhaltungselektronik

Es werden DAB-Radios, Plattenspieler, Uhrenradios, Musikanlagen; Soundbars und Boom-Boxen unter der Marke Karcher vertrieben.

Motorbetriebene Fahrzeuge

Es werden u.a. Fahrzeuge der Marken KEEWAY (Motorroller und Motorräder), Odes (Quads), Zündapp (Motorräder und Motorroller), Scomadi (Roller) sowie Luxxon (Motorroller) exklusiv in Deutschland und Österreich vertrieben.

Fahrräder / Pedelecs

Der Geschäftsbereich Fahrräder/Pedelecs zur umweltbewussten und kostengünstigen Fortbewegung erfolgt unter den Marken Telefunken. Unter der Marke Telefunken wird ein Programm von 26"- & 28"-City- und Trekking-Rädern, Faltfahrrädern und 26"- & 28"-Mountainbikes angeboten. Hier zeichnet sich weiterhin ein großes Wachstumspotential ab.

Fahrzeuge nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung

Im Bereich der Fahrzeuge nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung werden seit dem Geschäftsjahr 2019 die Elektro-Scooter "OjO Ford Elektro-Scooter" und der "blu:s E-Scooter" sowie Elektro-Dreiräder für ältere Kunden angeboten. blu:s ist eine Eigenmarke der Karcher AG.

Haushaltswaren

Unter dem Bereich Haushaltswaren werden unter anderem Haushaltselektronik, Kochtöpfe, Bestecksets, Aluguss-Waren und Küchenhilfen vertrieben. Die Marke Karcher ist in diesem Bereich seit vielen Jahren eingeführt und es bestehen langjährige Kundenbeziehungen, die für neue Produkte genutzt werden können. Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden Haushaltswaren auch unter der Eigenmarke KOPF vertrieben.

Weiße Ware

Die Weiße Ware beinhaltet unter anderem Kühlschränke, Waschmaschinen, Trockner der Marke Telefunken. Insgesamt umfasst das Sortiment ca. 30 Artikel.

2. Markt und Abnehmer

Das Unternehmen verkauft in den verschiedenen Geschäftsbereichen mit unterschiedlicher Gewichtung an kleine, mittlere und große Kunden in Deutschland und Europa.

Im Bereich TV und Unterhaltungselektronik wird vor allem über Groß-Kunden sowohl im Internet-Versandhandel als auch an den stationären Fachmarkthandel (Fachhandelsketten) vermarktet. Neben seit langen Jahren bestehenden Vertriebswegen wird über Internetversender der Marktanteil mit einer Vielzahl von Endkunden weiter vergrößert.

Fahrräder und Haushaltswaren werden im Internet-Versandhandel sowie in klassischen Versandhäusern angeboten.

Motorroller und Quads werden in Deutschland und Österreich über eine große Zahl von Motorrad-Einzelhändlern verkauft mit denen langjährige Vertriebskontakte bestehen.

VII. Beschaffung

Aufgrund des großen Produktspektrums der verschiedenen Geschäftsbereiche hat die Karcher AG unterschiedlichste Lieferanten und ein stabiles und großes Netzwerk von spezialisierten Zulieferbetrieben.

Mit den wichtigen Lieferanten bzw. Lizenzgebern liegen z.T. langfristige Verträge vor. Die TV-Geräte werden teilweise von der Karcher AG konfiguriert und bei den entsprechenden Herstellern zur Produktion in Auftrag gegeben.

Bei den Motorrädern und Rollern liegen exklusive Vertriebsrechte der Marken Telefunken und Zündapp für Deutschland und Österreich vor.

Fahrzeuge für die Marke Luxxon als Eigenmarke der Karcher AG können bei verschiedenen Herstellern in Auftrag gegeben werden.

Haushaltswaren, Unterhaltungselektronik und Fahrräder werden bei wechselnden Lieferanten in Europa und Fernost beschafft. Hier werden immer wieder neue Produkte nach Vorgaben durch die Karcher AG in Auftrag gegeben und es wird mit entsprechenden Lieferanten zusammengearbeitet.

VIII. Investitionen

Berichterstattung über Sachinvestitionen des Geschäftsjahres

Im Geschäftsjahr 2022 wurden folgende Investitionen getätigt:

in TEUR 2022 2021
Immaterielle Vermögensgegenstände 297,3 268,6
Grundstücke und Bauten 616,5 0,0
Technische Anlagen und Maschinen 28,4 12,0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 149,5 170,0
Geringwertige Wirtschaftsgüter 35,8 84,3
Summe 1.127,5 534,9

Die Investitionen des Geschäftsjahres betreffen insbesondere Ersatzinvestitionen für EDV-Ausstattung, Büro- und Geschäftsausstattung und der Erwerb eines Wohnhauses.

IX. Finanzierung

Die Investitionen im Anlagevermögen wurden aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und einer Darlehensaufnahme von T€ 300 finanziert. Den Investitionen in Höhe von T€ 1.127,5 standen Abschreibungen von T€ 457,1 gegenüber.

X. Personal- und Sozialbereich

1. Personal

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 beschäftigte das Unternehmen insgesamt 143 Mitarbeiter. Davon waren: 53 kaufmännische Mitarbeiter, 81 gewerbliche Mitarbeiter und 9 Aushilfen.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Die Bezahlung der Löhne und Gehälter erfolgt in Anlehnung an Tarifverträge.

Zur Abfederung von Arbeitsspitzen im Versand und in der Lagerlogistik werden vorübergehend Leiharbeitskräfte beschäftigt.

2. Verpflichtung nach dem "Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (Arbeitssicherheitsgesetz - ASiG)

Arbeitsmedizinischer Dienst

Die Firma Arbeitsmedizinisches Zentrum Pforzheim, Weinsteige 28, 75177 Pforzheim ist mit den Aufgaben des arbeitsmedizinischen Dienstes beauftragt.

Sicherheitstechnische Betreuung

Dipl. Wirtschaftsingenieur (FH) Georg Schütz, Sicherheitsingenieur, 66953 Primasens ist mit den Aufgaben über die sicherheitstechnische Betreuung beauftragt.

XI. Umweltschutz

Die Karcher AG ist sich seiner Mitverantwortung zum Schutz von Umwelt und Klima bewusst. Als Handelsunternehmen betätigt sich die Gesellschaft ausschließlich in den Bereichen Verwaltung, Lager und Logistik. Diese Tätigkeiten bringen keine speziellen umweltschutzrelevanten Probleme mit sich. Die vertriebenen Produkte werden von Lieferanten hergestellt und sind für die Karcher AG in Bezug auf Umweltschutz neutral. Hieraus resultierende Umweltrisiken irgendwelcher Art sind derzeit nicht erkennbar.

Die Rücknahmeverpflichtungen für in Verkehr gebrachte Elektrogeräte, Batterien und Verpackungen werden über die Teilnahme an zertifizierten Rücknahmesystemen erfüllt.

Durch die Zusammenarbeit mit der "Der grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH" kommen wir unseren Verpflichtungen aus der Verpackungsverordnung vollumfänglich nach. Die an die Endverbraucher abgegeben Verkaufsverpackungen, werden durch Sammlung, Sortierung und Verwertung über das duale System entsorgt.

Durch unsere Registrierung bei der "stiftung elektro-altgeräte register, Fürth" wird die Umsetzung des Elektro- und Elektronikgerätegesetz sichergestellt. Die "stiftung elektro-altgeräte register" koordiniert die Bereitstellung von Sammelbehältern und die Abholung von Altgeräten bei den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern.

C. Darstellung des Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens

I. Ertragslage

Die Ergebnisquellen des Geschäftsjahres 2022 und 2021 werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

2022
TEURO
2021
TEURO
Veränderung
TEURO
Betriebsergebnis 2.578 3.310 -732
Zinsergebnis -481 -480 -77
Steuerergebnis (ohne sonstige Steuern) -571 -836 249
Jahresergebnis 1.509 1.979 -470

Das Geschäftsjahr 2022 war durch einen Umsatzrückgang von 4,8% und höhere Aufwendungen geprägt. Die Umsatzrendite (nach Steuern) beträgt im Geschäftsjahr 1,73 % (Vorjahr: 2,15 %).

Periodenfremde Erträge sind im Wesentlichen durch Erträge aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung der Jahre 2018 bis 2020 (T€ 282,3) und abgeschriebenen Forderungen (T€ 3,7) entstanden.

Die Materialaufwendungen umfassen die Anschaffungskosten für die veräußerten Produkte. Die Materialeinsatzquote hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 1,2% erhöht (Geschäftsjahr 2021: Minderung um 4,36 %). Die Veränderung ist auch auf die einzelnen Produktgruppen mit den jeweiligen Materialeinsatzquoten zurückzuführen.

Der Personalaufwand verminderte sich um 20,4 % von T€ 8.137,7 auf T€ 6.477,8 auch bedingt durch Bonuszahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3,9 % auf T€ 20.427,7. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beträgt T€ 762,8 (Vorjahr: T€ 5.345,0). Zusätzliche Aufwendungen sind aufgrund höherer Mengen im Geschäftsjahr 2022 insbesondere bei den Ausgangsfrachten, Werbekosten und E-Commerce entstanden.

Periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Forderungsverluste in Höhe von T€ 558,3 und Aufwendungen aufgrund einer steuerlichen Aussenprüfung für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von T€ 185,7.

Die Gesamtkapitalrendite beträgt im Geschäftsjahr 6,60 % (Vorjahr: 7,82 %).

II. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.578,6 vermindert.

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 667,9.

Das Vorratsvermögen (Waren) verminderte sich zum Bilanzstichtag um T€ 4.276,2. Die Vorräte beinhalten auch die unterwegs befindlichen Handelswaren für vorgesehene Verkäufe im 1. Quartal 2023.

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens hat sich, bei einer Verringerung der Bilanzsumme um 6,8 %, zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr von 27,5 % auf 31,8 % erhöht.

Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.083 (Vorjahr: T€ 3.253).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um T€ 3.208. Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten wurden im Geschäftsjahr 2022 unter Ausnutzung von Skontoabzug und unter Einhaltung der Zahlungsziele nachgekommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 155. Zum Bilanzstichtag beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten zu einem großen Teil Verpflichtungen aufgrund der Steuererklärungen für die "OSS EU-Regelung", Provisionen, Nebenkostenabrechnungen sowie kreditorischen Debitoren.

Das Unternehmen verfügt über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur.

1. Finanzierungsanalyse

Das Umlaufvermögen ist durch kurzfristige Kreditlinien finanziert. Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeiten und einer Darlehnsaufnahme von T€ 300 durchgeführt.

Bei den Kreditinstituten bestehen ausreichende Kreditlinien zur Deckung des saisonalen Liquiditätsbedarfs sowie als Liquiditätsreserve. Lieferantenverbindlichkeiten werden unter Ausnutzung von Skonti oder im Wege von Vorkasse-Leistungen beglichen.

2. Liquiditätsanalyse

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 T€ 4.909,3 (Vorjahr: T€ 3.673,5).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr T€ - 1.119,2 (Vorjahr: T€ - 476,4) und ist auf die Auszahlungen für den Kauf von Anlagevermögen zurückzuführen. Den Investitionszahlungen im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 1.127,6 standen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 8,4 gegenüber.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr T€ -3.446,3 (Vorjahr: T€ -3.146,8) und resultiert insbesondere aus der kurzfristigen Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Dividendenzahlungen.

Der Finanzmittelbestand, die Summe aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um T€ 343,7.

2022
TEURO
2021
TEURO
Veränderung
TEURO
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.909,3 3.673,5 1.235,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.119,2 -476,4 -642,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten -3.446,3 -3.146,8 -299,5

III. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Das Geschäftsjahr 2022 setzte die Karcher AG ihre solide Geschäftstätigkeit erfolgreich fort. Die Partnerschaften mit den Exklusiv-Lieferanten sind gefestigt und neue strategische Partnerschaften mit Großkunden konnten hinzugewonnen werden. Es wurde ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ist insgesamt geordnet. Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr 2022 zu jeder Zeit gewährleistet.

D. Spezielle Pflichtangaben

Analyse und Erläuterung von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Durch exklusive Vertriebsrechte verschiedener Marken in den einzelnen Geschäftsbereichen, der eigenen Marke Karcher und weiteren eigenen Marken die z.T. seit Jahren in den jeweiligen Märkten bekannt sind, hat die Karcher AG eine feste Marktstellung, die weiter an Bekanntheit gewinnt. Gerade im immer wichtiger werdenden Internet-Handel hat sich das Unternehmen stark positioniert und verfügt über hervorragende Vertriebskanäle.

Durch die Vertriebserfahrung in den verschiedenen Absatzmärkten und übergreifenden Plattformen ist es der Karcher AG möglich, auch neue Produkte, neue Marken, eigen und fremd Marken und Geschäftsbereiche, zu etablieren und Aufgabenfelder erfolgreich zu bearbeiten.

Die Kunden des Unternehmens - insbesondere Internet-Anbieter, klassischer Versandhandel und Fachhandels-Ketten - erwarten, neben der Verfügbarkeit des Sortiments, eine schnelle und termingetreue Belieferung. Die Logistik ist daher eine der Kernkompetenzen des Unternehmens. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der Ablauforganisation und der verschiedenen Lagerorte hat sich das Unternehmen bei seinen Kunden im In- und Ausland als äußerst zuverlässiger und effizient arbeitender Partner etabliert.

Eine weitere Säule des Unternehmenserfolges ist die Funktion als Servicepartner für ausländische Hersteller. Neben dem Vertrieb der Produkte stellt die Karcher AG ihren Lieferanten und den Kunden ein hohes Maß an Reparatur- und Serviceleistungen zur Verfügung, was einen hohen Wert für die Marktstellung der Marken und Produkte sicherstellt. Im Rahmen der Serviceleistungen werden auch Hotlines zur telefonischen Betreuung von Kunden der vertriebenen Produkte betrieben.

E. Prognosebericht einschließlich Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

I. Risikobericht

Das frühzeitige Erkennen und die Handhabung geschäftlicher Risiken ist Bestandteil der Sorgfaltspflichten der Geschäftsleitung. Bei allen Geschäften, die wir betreiben, wägen wir Chancen und Risiken sorgfältig ab.

Im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit ist die Gesellschaft auch Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind.

Wir haben bisher kein vollständiges Risikomanagementsystem entsprechend den Anforderungen des § 91 Abs. 2 AktG installiert, das uns in die Lage versetzt, sowohl die sich aus dem Markt heraus ergebenden Chancen als auch die mit ihrer Umsetzung verbundenen Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren. Der Aufbau des vollständigen Risikomanagementsystems sollte voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2024 abgeschlossen werden.

Das Chancen- und Risikomanagement der Karcher AG ist darauf ausgerichtet, Einzelrisiken zu identifizieren, und angemessene Steuerungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements ist die Evaluierung möglicher Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft und die Einleitung von Sicherungsmaßnahmen.

Im Rahmen unseres Risikomanagements werden folgende Steuerungs- und Überwachungsinstrumente eingesetzt:

• Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen

• Budgetierung und Planung, Monats- und Quartalsreporting

• Laufende Prognose- und Erwartungsrechnungen

• Tägliche Produktüberwachung und Produktplanung (Bestände-Controlling)

• Kalkulation, Nachkalkulation und Wirtschaftlichkeitsrechnungen

• Debitorenmanagement

• Versicherungen

Der Umgang mit Risiken erfolgt auf vier Arten. Vermeidung, Verringerung, Übertragung und Übernahme von Risiken.

Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die von uns als wesentlich erachteten Risiken:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Risiken, denen sich die Karcher AG gegenübersieht, hängt im Wesentlichen von der weltweiten wirtschaftlichen Lage ab. Ein konjunktureller Rückgang hätte einen wesentlichen Einfluss auf den Weltmarkt und würde zu einer deutlichen Reduzierung des Auftragseingangs und der erzielbaren Margen führen.

Grundsätzlich besteht für den Konsumgüterbereich aufgrund der Abhängigkeit vom Kaufverhalten der Kunden ein Risiko, das sich auf den Planumsatz und/oder die Marge auswirken kann.

Unabhängig von dieser Einschätzung betrachten wir den Handel mit Elektronikartikeln und Fernsehgeräten als eher konjunkturunabhängig. Die frühe Erkennung von Trendwenden in den Konjunkturzyklen ist für die Geschäftssteuerung ein wichtiger Informationsbaustein. Dazu werden die konjunkturellen Entwicklungen kontinuierliche beobachtet.

Als Gegenmaßnahme wurden bereits verschiedene Initiativen ergriffen, um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Nachfragerückgangs zu vermindern.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus gesamtwirtschaftlichen Risiken wird derzeit als beherrschbar erachtet.

Branchenrisiko

Ein grundsätzliches Risiko ist die schwankende Konsumbereitschaft der Verbraucher. Der Handel ist von einer hohen Veränderungsdynamik (Konsumverhaltens und der Kundenerwartungen) und einem intensiven Wettbewerb geprägt. Begründet ist dies durch demografische Veränderungen, zunehmender Wettbewerb sowie der fortschreitenden Digitalisierung.

Dadurch können sowohl negative als auch positive Faktoren entstehen, die den Geschäftsverlauf beeinflussen und natürliche Geschäftsrisiken und Geschäftschancen darstellen.

Ein großer Geschäftsbereich der Karcher AG, die Unterhaltungselektronik, insbesondere TV-Geräte ist durch einen Markt mit starkem Wettbewerb und einem anhaltenden Preisverfall gekennzeichnet. Der Bereich Fahrzeuge ist durch die starke Dominanz weniger bekannter Marken geprägt. Der stark gewachsene Geschäftsbereich E-Pedelecs unterliegt noch wenig Preisdruck.

Gehen wir nur unzureichend auf Kundentrends und Preisentwicklungen ein oder verpassen Trends im Sortiment oder im Hinblick auf geeignete Vertriebsformate beziehungsweise neue Vertriebskanäle, kann dies die Umsatzentwicklung beeinträchtigen und unsere Ergebnisziele gefährden.

Um diesem Risiko Rechnung zu tragen und zielgerichtete Angebote vorzuhalten, optimieren wir unsere Vertriebskonzepte kontinuierlich und passen sie den Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten unserer Kunden an.

Das Risiko wird insgesamt als gering eingeschätzt.

Wettbewerbsrisiken

Das wirtschaftliche Umfeld von Karcher AG ist durch intensiven Wettbewerb geprägt. Innovationsfähigkeit und das rechtzeitige Erkennen von Markttrends sowie eine entsprechende Anpassung und Umsetzung von Strategien sind Grundvoraussetzungen, um wettbewerbsfähig zu sein und Marktanteile in neuen und bestehenden Märkten zu sichern.

Um die Marktposition kontinuierlich zu festigen und zu optimieren, betreibt Karcher AG ein umfassendes Monitoring des Geschäftsverlaufs und stellt vielfältige Marktanalysen auf, um auf bestimmte Entwicklungen im Marktumfeld schnell reagieren zu können.

Risiken in Vorräten

Die Prognose von Absatzmengen sowie die Planung von Beschaffungsprozessen sind mit Dispositionsrisiken verbunden. Ein Abweichen kann einerseits zur Überdisposition und zu einem sich daraus ergebenden Risiko der erhöhten Kapitalbindung, andererseits zur Unterdisposition mit dem Risiko von nicht realisierten Umsatzchancen führen. Die Herausforderung des Vorratsmanagements besteht darin, bei optimierten Beständen dennoch kurzfristig auf Kundenaufträge reagieren zu können.

Die Vorräte bilden einen zentralen Bestandteil des Berichtswesens und werden fortlaufend überwacht. Es wird versucht diese trotz des Umsatzwachstums im bisherigen Rahmen zu halten und z.T. zu reduzieren. Die Vorräte werden regelmäßig hinsichtlich Altersstruktur, saisonaler Abhängigkeiten und alternativer Vertriebsmöglichkeiten analysiert. Auf der Basis der Analysen werden dann Gegenmaßnahmen eingeleitet und so Wertberichtigungen und Überbeständen vorgebeugt (Bestände-Controlling).

Zur Minderung der Vorratsrisiken und zur generellen Optimierung der Bestände wird das Bestände-Controlling in einem zentralen Verantwortungsbereich koordiniert.

Risiken in Forderungen

Es besteht das Risiko, dass Kunden oder andere Vertragsparteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen und Forderungen ausfallen. Dies kann sich durch das Zahlungsverhalten oder die wirtschaftliche Situation von Kunden und anderen Vertragsparteien oder durch Betrugsfälle ergeben.

Für Teile der Forderungen besteht eine Kreditversicherung. Alle Kunden werden permanent hinsichtlich ihres Zahlungsverhaltens überprüft. Die Absicherung der Forderungen durch eine Kreditversicherung wird regelmäßig überprüft.

Existenzgefährdende Forderungsausfallrisiken bestehen nicht. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Maßnahmen werden die Risiken in Forderungen als möglich, jedoch mit geringer finanzieller Auswirkung eingeschätzt.

Rechtliche Risiken, Patent- und Haftungsrisiken

Rechtliche Risiken können aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren, aus Änderungen von Handelsgesetzen, dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) oder auch aus Produkthaftung resultieren.

Um rechtlichen Risiken vorzubeugen, werden alle wesentlichen Rechtsgeschäfte durch die Geschäftsführung geprüft und genehmigt. Haftungsrisiken und Schadensfälle werden durch wirksame Versicherungen minimiert.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die von uns importierten und vertriebenen Produkte in Deutschland und Europa Patente oder gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzen und es dadurch zu Lizenzzahlungen oder Schadensersatzforderung kommen kann. Dies ist vor allem für neue technische Funktionen von Bedeutung. Unser bedeutendster Lieferant hat die Verantwortlichkeit hierfür vertraglich übernommen. Über Verbandsmitteilungen und beauftragte Rechtsanwälte überwachen wir Entwicklung und Rechtsansprüche an neuen technischen Funktionen.

Die Gesellschaft hat alle Vorbereitungen getroffen, um die Standards und Anforderungen an die Qualitätssicherung, die sich nach dem Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) oder der Produkthaftung ergeben, zu erfüllen.

Für das verbleibende Risiko sowie für Rechtsberatungskosten werden Rückstellungen gebildet, soweit eine Inanspruchnahme erwartet wird.

Belastungen aufgrund weiterer rechtlicher Risiken werden als möglich eingeschätzt, jedoch ist die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derzeit gering.

Versicherungen

Alle relevanten Risiken sind nach unserer Überzeugung durch Versicherungen abgedeckt. Die Gesellschaft wird dabei von einem namhaften Versicherungsmakler beraten und betreut.

Der Umfang der Versicherungen wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst bzw. erweitert. Wir führen hierzu auch regelmäßig Gespräche mit den Vertretern des Versicherungsmaklers, um Aktualität im Versicherungsbestand zu gewährleisten.

Aufgrund der abgeschlossenen Versicherungen, der getroffenen Maßnahmen und der organisatorischen Überwachung der Systeme kann davon ausgegangen werden, dass eventuell eintretende Schadensfälle keine substantiellen Auswirkungen haben können.

Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung bei Fremdlieferanten ist mit den grundsätzlichen Risiken hinsichtlich Lieferfähigkeit, Termintreue, Preisstabilität sowie der Qualität behaftet.

Die Karcher AG achtet darauf, dass in den verschiedenen Geschäftsbereichen mehrere Marken und zuverlässige Lieferanten zur Verfügung stehen. Grundsätzlich gilt es, Abhängigkeiten zu einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Bei einzelnen Komponenten ist der mögliche Lieferantenkreis jedoch begrenzt. Diese Quellen werden mit besonderer Aufmerksamkeit betreut. Die Lieferanten müssen die Anforderungen an Qualität und Lieferfähigkeit einhalten. Die Qualität der Produkte wird ständig von uns überwacht.

Über die eigenen Marken kann die Gesellschaft selbst verfügen und bei verschiedenen Herstellern Produkte in Auftrag geben.

Weitere Risiken können sich aufgrund der Auswirkungen der anhaltenden hohen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten ergeben. Gestiegene Einkaufspreise, noch höhere Warenbezugskosten auf dem Land- oder Seeweg oder sogar Unterbrechungen oder deutliche Verzögerungen bei der Warenverfügbarkeit können entstehen.

Insgesamt sind für die Bereiche Beschaffung keine besonderen Risiken erkennbar.

Vertriebsrisiken

Unerwartete Entwicklungen in Absatzmärkten können zu Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen.

Den Risiken für den Bereich Vertrieb wird durch den Vertrieb von Produkten auf voneinander unabhängigen Absatzmärkten und weiterer Sicherungsmaßnahmen Rechnung getragen.

Der mögliche Wegfall einzelner Vertriebsrechte würde durch das breite Produktprogramm zu keiner Existenzgefährdung führen. Besondere vertriebliche Risiken werden als gering eingeschätzt, da die Karcher AG neben wenigen großen Kunden auch eine Vielzahl kleinerer und mittlerer Kunden beliefert. Damit ist eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden nicht gegeben.

Logistikrisiken

Es können Logistikrisiken entstehen, die sich beispielsweise auf den Ausfall oder Verlust von Lagern beziehen. Um dem Risiko entgegenzuwirken, Teile der Waren und damit Umsätze und Kunden durch Lieferunfähigkeit zu verlieren, werden umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen zum Brandschutz und zur Sicherheit umgesetzt und deren Einhaltung kontinuierlich überprüft. Der überwiegende Teil der angemieteten Lageflächen haben eine Kündigungszeit von über 2 Jahren.

Zudem ist das unmittelbare finanzielle Risiko eines Warenverlustes in Lagern oder auf dem Transportweg über Versicherungen abgedeckt.

Die Risiken für finanzielle Auswirkungen sind daher als gering einzustufen.

Risiken aus Informationstechnologie

Zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt das Unternehmen IT-gestützte Kommunikationssysteme. Neben dem möglichen Risiko durch den Ausfall von Systemen bestehen weitere Risiken im IT-Bereich durch Datenverlust, Hacking und Virenangriffe.

Die Risiken haben in den vergangenen Jahren parallel zum verstärken Einsatz von IT-Lösungen geführt. Wir schützen uns durch eine IT-Sicherheitsorganisation, IT-Sicherheitsrichtlinien und eine robuste IT-Infrastruktur mit modernen Firewall- und Antivirenprogrammen. Zur Minimierung der Risiken nutzen wir auch die Erfahrung interner und externer Hard- und Softwarespezialisten. Wartungsverträge für alle relevanten Systeme sind in ausreichendem Maße vorhanden. Es bestehen redundante Server-Kapazitäten. Die Daten werden täglich gesichert. Neben Spiegel-Festplatten werden Datensicherungen extern aufbewahrt. Bei Ausfall der Server ist durch die Datensicherungsvorkehrungen und einen entsprechenden Wartungsvertrag eine kurzfristige Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft gewährleistet.

Die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen ist mit Kosten verbunden, führt aber dazu, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos vermindert werden, können.

Unser Risiko, Hacker- und Ausspähungsangriffen ausgesetzt zu sein, stufen wir als branchenüblich ein.

Währungsrisiken

Im Währungsbereich unterliegen wir dem üblichen Risiko bei der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro. Aus operativen Geschäften der Karcher AG entstehen Auszahlungen in Fremdwährungen, da die Rechnungsstellung für Importe zum größten Teil in US-Dollar erfolgt.

Um Währungsrisiken auszuschließen, erfolgen Kurssicherungen in Form von Devisentermingeschäften. Diese Geschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung. Der Einsatz ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt.

Das Risiko wird als moderat eingeschätzt.

Zusammenfassung der Risikosituation

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Die Gesamtbewertung der Risiken ergibt im Vergleich zum Vorjahr den Unterschied, dass der weitere Verlauf der Corona- und Nahostkrise und Ukraine-Krieg nicht abgeschätzt werden kann.

Entsprechend unserer Unternehmensgröße und Organisation haben wir eine unternehmensinterne Kommunikation, die uns eine Minimierung der genannten Risiken gewährleisten soll.

Auf der Grundlage, der uns heute bekannten Informationen sind aufgrund der gesellschaftsrechtlichen und organisatorischen Maßnahmen, der vorhandenen Liquidität / Kreditlinien und der sehr guten Positionierung des Unternehmens am Markt keine einzelnen oder aggregierte Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Risiken, die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Karcher AG wesentlich beeinflussen können sind derzeit nicht erkennbar.

Über das übliche Maß hinausgehende Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, bestehen nicht.

II. Chancenbericht

Die Karcher AG ist seit Jahren ein Handels- und Vertriebsunternehmen in verschiedenen Geschäftsbereichen, welches weiterhin Wachstums- und Ertragspotential bietet. Alle Bereiche der Organisation sind darauf ausgerichtet, entsprechende Chancen zu identifizieren, zu analysieren und konsequent zu nutzen, um die Marktposition auch zukünftig zu sichern.

Neben den oben genannten Risiken bestehen nach unserer Einschätzung gute Chancen, die einen positiven Einfluss auf die Umsatz-, Ergebnis- oder Liquiditätsentwicklung haben können.

Chancen ergeben sich für uns im Wesentlichen aus

• der Erschließung neuer Vertriebskanäle

• der Erhöhung der Marktanteile in gesättigten Märkten

• der Optimierung betrieblicher Prozesse

• dem gut ausgebildeten und motivierten Personal

• der zunehmenden Digitalisierung von Prozessen, die sämtliche Geschäftsbereiche erfasst und Prozesse optimiert,

• der Bekanntheit unserer eingeführten Marken und unserer Produkte, die gerade im immer wichtiger werdenden online-Vertrieb weiteres Potential besitzen

• unseren eingeleiteten Maßnahmen, um strategischen Herausforderungen der Zukunft zu begegnen

Darüber hinaus sind wir ständig auf der Suche nach zukunftsträchtigen Produkten und Geschäftsbereichen, die nach unserer heutigen Einschätzung für den Handel und die Konsumenten attraktiv sind und uns weitere Wachstumschancen am Markt eröffnen.

Entsprechend unserer Unternehmensgröße und Organisation haben wir eine unternehmensinterne Kommunikation, die uns eine Maximierung der genannten Chancen gewährleisten soll.

III. Prognosebericht

- für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 -

Auf der Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen.

Vorbemerkung

Die nachfolgend dargestellten Einschätzungen hinsichtlich des zu erwartenden Geschäftsverlaufs im Jahr 2023 und 2024 berücksichtigen, dass das Coronakrise nicht mehr unkontrolliert in der Gesellschaft wütet und keine weitere Ausweitung der Krisen in der Ukraine und Nahost. Etwaige darüber hinaus gehende negative Auswirkungen können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2023 und 2024 von den prognostizierten Werten abweichen.

1. Prognose der wirtschaftlichen Entwicklungen

In seiner Veröffentlichung vom 30. Januar 2023 geht der IWF für das Jahr 2023 von einer weiteren Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums aus, wobei das anhaltend hohe Inflationsniveau, die sich in vielen Regionen verschärfenden finanziellen Rahmenbedingungen und die anhaltenden geopolitischen Spannungen den Ausblick deutlich belasten.

Insbesondere die auf eine Senkung der Inflation abzielende Kehrtwende in der Geld- und Fiskalpolitik dürfte die Nachfrage in vielen Volkswirtschaften abschwächen, nachdem diese während der Pandemie stark angeheizt wurde. Folglich sieht sich eine wachsende Zahl von Volkswirtschaften mit einer spürbaren Verlangsamung des Wachstums konfrontiert, wobei die Wahrscheinlichkeit einer Rezession zunimmt. Die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft hängt folglich entscheidend von der erfolgreichen Gestaltung der Geldpolitik, dem weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine sowie der weiteren Normalisierung globaler Lieferketten ab. Im Jahr 2023 wird sich das globale Wachstum den Prognosen zufolge auf 2,9 % abschwächen (2021: 6,2 %; 2022: 3,4 %), wobei für die größten Volkswirtschaften ein insgesamt deutlicher Konjunkturabschwung erwartet wird. Mit Ausnahme der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie wäre dies das schwächste Wirtschaftswachstum seit 2001.

2. Prognose der Branchensituation

Handel mit TV-Geräten und Unterhaltungselektronik

Die größten Hersteller von TV-Geräten und der Unterhaltungselektronik haben Ihren Sitz in China. Diese Hersteller drängen mit ihren Produkten auch auf Märkte in Europa, Nordamerika und Asien. Andere Hersteller werden sich auf einen Preiskampf mit der chinesischen Konkurrenz einstellen müssen, um nicht zu viele Marktanteile zu verlieren. Die günstigeren Preise und Vorteilsangebote kommen dabei dem Kunden zugute.

Die Branche erwartet, dass sich der Markt für TV-Geräte weiter positiv entwickelt. Einen maßgeblichen Anteil haben innovative Smart TVs, die neue Anwendungsmöglichkeiten und somit einen deutlichen Mehrwert für den Kunden bringen. Des Weiteren ist die neue Generation der UHD Fernseher mit ultrahoher Auflösung ausgereift und zukunftssicher und das Angebot von Inhalten in UHD-Auflösung wie beispielsweise Spielfilme wird stetig erweitert.

Handel mit Fahrzeugen

Die Branche für Motorräder und Motorroller wird sich auf einem relativ ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren bewegen. Abhängig vom Wetter im Frühjahr und Sommer können sich saisonale Abweichungen ergeben. Nach Angaben des Industrie-Verband Motorrad Deutschland e.V. lag die Zahl der Neuzulassungen erneut über dem Vorjahreswert.

Ein weiterer Boom-Markt hat sich im Bereich von Fahrzeugen nach der Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung ergeben. Hier sind bereits Marktzuwächse zu verzeichnen.

Herausforderungen für die Branche liegen zukünftig im Bereich der digitalen Aspekte. Die motorisierte Zweiradbranche wird sich mit den digitalen Technologien Sicherheit, Komfort und Kommunikation beschäftigen, die in Zukunft das Motorradfahren maßgebend verändern werden.

Handel mit Fahrädern / Pedelecs

Seit Beginn der Corona-Pandemie erfährt der bereits boomende Handel mit Fahrrädern und Pedelecs eine überwältigende Nachfrage.

Die Käuferinteressen waren der Umstieg auf alternative Verkehrsmittel, dem Drang nach Bewegung an der frischen Luft und den geänderten Urlaubsplänen zugunsten vermehrter Radreisen im eigenen Land geprägt.

Es ist somit davon auszugehen, dass unser Umsatz mit Fahrrädern / Pedelecs, Komponenten und Zubehör im Geschäftsjahr 2023 weiterhin Steigerungen erfahren wird.

3. Ausblick Umsatz

Die Unternehmensleitung geht für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 von folgenden Entwicklungen aus:

in TEUR 2023 PLAN 2024 PLAN
Gesamtumsatz 85.000 95.000

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Unterhaltungselektronik werden in den Prognosejahren 2023 und 2024 wesentlich von den technischen Innovationen und Produkthighlights abhängig bleiben.

Seit dem Jahr 2019 hat die Karcher AG den Exklusivvertrieb Deutschland für TV der Marke Hitachi übernommen. Hierdurch ist mit weiteren Umsatzsteigerungen in der TV-Sparte der Karcher AG zu erwarten.

Die Karcher AG übernimmt seit Jahren Produktion, Vertrieb und Service der Fahrräder / Pedelecs von Telefunken. Die Modellpalette besteht aus Falt-Fahrrädern über Trekkingräder und Pedelecs (bis zu 25 km/h schnell) bis hin zu Mountainbike-Pedelecs.

Der Umsatz mit Pedelecs zeigt ein starkes Wachstum. Planungsunsicherheiten ergeben sich aufgrund neuer Technologien und zukunftsweisender Mobilitätskonzepte, die die Lebens-, Arbeits- und Fahrweise verändern werden.

Das Produktprogramm im Prognosezeitraum wurde um einen trendigen, leistungsstarken und umweltfreundlichen E-Scooter "OjO Ford Elektro-Scooter" erweitert. Neben herausragenden Fahreigenschaften bietet der E-Scooter kundenorientiertes Zubehör wie Diebstahlsicherung, integrierte Bluetooth-Lautsprecher und übersichtliches Touch-Screen-Display. Die Karcher AG ist Exklusiv-Distributor in Deutschland.

Ziel in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 ist der weitere Ausbau und Umsetzung der Online-Strategie, um Teile des Produktportfolios direkt dem Endkunden zugänglich zu machen. Durch eigene E-Commerce Aktivitäten erwarten wir auch im Geschäftsjahr 2023 zusätzliche Umsätze.

Der Umsatzausblick unterstellt, dass aufgrund der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Krisen keine Lieferausfälle bei unseren Lieferanten entstehen.

4. Ergebnistrends

In % 2023 PLAN 2024 PLAN
Umsatzrentabilität (nach Steuern) ca. 2,0 % ca. 2,0 %

5. Wareneinsatzquote

in % 2023 PLAN 2024 PLAN
Wareneinsatzquote ca. 68 % ca. 67 %

Es wird von einer geringfügig geringeren Wareneinsatzquote auch für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 ausgegangen. Dabei soll die fortlaufende Überwachung der Wareneinsatzquote auch zur Optimierung der Bestände führen.

Die geplante Wareneinsatzquote unterstellt, dass aufgrund der Auswirkungen der bestehenden Krisen keine höheren Einkaufspreise, noch höhere Warenbezugskosten auf dem Land- oder Seeweg oder sogar Lieferausfälle entstehen.

6. Sonstige Entwicklungen

2023 PLAN 2024 PLAN
Zahl der Mitarbeiter (Kapazitäten) ca. 145 ca. 145

Die Einstellung weiterer Arbeitnehmer ist nicht geplant. Ein vorübergehend höherer Personaleinsatz soll durch das gelegentliche Ausleihen von Arbeitnehmern gelöst werden.

7. Investitionsplan

Für die Jahre 2023 und 2024 sind die üblichen Ersatzbeschaffungen für EDV-Ausstattung, Büro- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeuge etc. vorgesehen. Insgesamt werden Investitionen in Höhe von jeweils T€ 700 in den Geschäftsjahren geplant.

8. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die notwendigen Kreditlinien für den erwarteten Liquiditätsbedarf sind derzeit vertraglich fest vereinbart. Investitionen sollen mit eigenen Mitteln bzw. dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden.

9. Cashflow

Die erwarteten Ergebnisse, die liquiditätsmäßig zur Verfügung stehenden Abschreibungen sowie das working-capital-management im Unternehmen werden voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 zu einem positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit führen.

10. Abweichung der tatsächlichen Geschäftsentwicklung von der früher berichteten Prognose

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 weicht nur geringfügig von der im Lagebericht 2021 abgegebenen Prognose für das Geschäftsjahr 2022 ab.

Für das Jahr 2022 prognostizierten wir eine höhere Materialaufwandsquote. Im Verlauf des Geschäftsjahres entwickelten sich die Anschaffungskosten für unsere Handelswaren vorteilhafter als ursprünglich angenommen.

11. Zuverlässigkeit des unternehmensinternen Planungssystems sowie der zugrunde gelegten Daten und Annahmen

Das unternehmensinterne Planungssystem basiert auf realistischen und vorsichtigen Erwartungen der Zukunft auf der Grundlage von detaillierten Ist-Werten. Die Planung der Umsätze erfolgt getrennt nach Produktgruppen und Absatzmärkten bzw. -kanälen. Vorhersehbaren Änderungen bei Absatzmengen und -preisen, Einkaufspreisen sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird Rechnung getragen. Die Planung der Personalkosten erfolgt unter Berücksichtigung der Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie der vorgesehenen Neueinstellungen.

Das Unternehmen erstellt monatlich einen Forecast, in dem ggf. Umstände, die zum Zeitpunkt der Planung noch nicht bekannt waren, berücksichtigt werden.

12. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die weitere Entwicklung der Märkte wird voraussichtlich von anhaltenden hohen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten weiter geprägt sein.

Nahezu die gesamte Weltwirtschaft befindet sich in einer Rezession. Ungelöste Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten, Europa und China sorgen für Verunsicherung. Angesichts der nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik hätte eine Spirale aus protektionistischen Maßnahmen das Potenzial, die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleiten zu lassen.

Die Karcher AG ist mit den attraktiven Produkten und der steigenden Präsenz in wichtigen Absatzmärkten gut positioniert. Wir rechnen damit, dass die Verkäufe an Kunden auch in den Geschäftsjahren 2023 und 2024, unter dem Vorbehalt der Lieferfähigkeit unserer Hauptlieferanten, Steigerungen erreichen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstum über alle Marken und Regionen hinweg zu generieren um eine attraktive Umsatzrendite zu erreichen und unsere Eigenkapitalbasis weiter zu verbessern.

Insgesamt ist die Karcher AG von der Corona-Pandemie, Ukrainekriese und dem Nahostkonflikt durch logistische Schwierigkeiten beim Bezug von Waren oder beim Absatz der eigenen Produkte betroffen. Es ist zu erwarten, dass diese Schwierigkeiten mit zunehmender Dauer geringer werden.

Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über voraussichtliche Entwicklungen abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen sollten.

 

Birkenfeld, den 22. Dezember 2023

gez. Horst Karcher, Vorstandsvorsitzender

gez. Klaus Karcher, Vorstand

gez. Armin Karcher, Vorstand

gez. Kay Karcher, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.563.817,45 3.895.876,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 426.381,00 311.853,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 426.381,00 311.853,00
II. Sachanlagen 4.137.381,45 3.583.968,79
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.514.879,45 2.976.973,79
2. technische Anlagen und Maschinen 89.368,00 83.027,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 533.134,00 523.968,00
III. Finanzanlagen 55,00 55,00
1. Genossenschaftsanteile 55,00 55,00
B. Umlaufvermögen 30.503.375,27 33.766.710,63
I. Vorräte 22.116.006,26 27.508.501,71
1. fertige Erzeugnisse und Waren 21.047.925,49 25.324.123,27
2. geleistete Anzahlungen 1.068.080,77 2.184.378,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.852.340,46 6.066.947,93
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.742.557,27 4.722.539,82
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.109.783,19 1.344.408,11
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 535.028,55 191.260,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.700,00 10.953,45
Aktiva 35.094.892,72 37.673.540,87

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 11.171.436,96 10.361.874,11
I. Gezeichnetes Kapital 588.141,00 588.141,00
II. Kapitalrücklage 1.269.339,20 1.269.339,20
III. Gewinnrücklagen 7.804.394,95 6.524.586,56
1. andere Gewinnrücklagen 7.804.394,95 6.524.586,56
IV. Bilanzgewinn 1.509.561,81 1.979.807,35
B. Rückstellungen 2.554.965,38 5.968.598,31
1. Steuerrückstellungen 408.405,38 390.558,31
2. sonstige Rückstellungen 2.146.560,00 5.578.040,00
C. Verbindlichkeiten 21.140.926,38 21.172.426,45
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.714.500,64 13.797.567,98
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 116,48 2.320,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.438.923,90 6.229.950,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 987.385,36 1.142.587,02
davon aus Steuern 338.021,25 664.286,37
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.925,78 10.851,05
D. Passive latente Steuern 227.564,00 170.642,00
Passiva 35.094.892,72 37.673.540,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 87.462.121,17 91.919.544,65
2. sonstige betriebliche Erträge 1.876.926,96 490.195,57
3. Materialaufwand 59.398.395,41 61.325.290,86
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 59.398.395,41 61.325.290,86
4. Personalaufwand 6.477.790,85 8.137.788,93
a) Löhne und Gehälter 5.587.306,87 7.303.766,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 890.483,98 834.022,47
davon für Altersversorgung 3.933,08 3.854,16
5. Abschreibungen 457.109,62 347.562,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 457.109,62 347.562,43
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 20.427.691,48 19.288.137,23
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.124,48 13.209,16
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 556.611,69 492.796,37
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 571.155,00 835.591,46
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 56.922,00 90.360,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.525.418,56 1.995.782,10
11. sonstige Steuern 15.856,75 15.974,75
12. Jahresüberschuss 1.509.561,81 1.979.807,35

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 3 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde aufgestellt gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht Karcher AG
Firmensitz laut Registergericht Birkenfeld
Registereintrag Handelsregister
Registergericht Mannheim
Registergerichtsnummer 715061

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Aus Vereinfachungsgründen wird das steuerliche Sammelpostenverfahren auch in der Handelsbilanz angewandt. Geringwertige Anlagegüter bis zu € 1.000 werden im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zur verlustfreien Bewertung wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen

Forderungen wurden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Unverzinsliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

III. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu den Restlaufzeitvermerken

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2022
T€
mehr als 1 Jahr 31.12.2022
T€
mehr als 1 Jahr 31.12.2021
T€
aus Lieferungen und Leistungen 6.742,5 0,0 0,0
gegen Gesellschafter 430,7 0,0 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 679,0 43,0 43,2
Summe 7.852,2 43,0 43,2

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von € 588.141,00 ist eingeteilt in:

588.141 Stück Stammaktien zum Nennwert von je € 1,00

Es handelt sich um Namensaktien.

Entwicklung der Kapitalrücklagen

Unter dem Bilanzposten "Kapitalrücklage" ist der Betrag ausgewiesen, um den die Werte des übertragenen Vermögens im Rahmen von Ausgliederung, Verschmelzungen und Einbringungen von Unternehmensteilen die Nominalbeträge des Grundkapital überstiegen. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 1.269.339,20.

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB überschreitet die gesetzlich geforderte gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des Grundkapital von € 588.141,00. Somit entfällt der Ausweis einer gesetzlichen Rücklage nach § 266 Abs. 3 A. III. Nr. 1 HGB.

Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurde durch Beschluss der Hauptversammlung ein Betrag in Höhe von € 1.979.807,35 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Kundenboni (T€ 810), Mitarbeiterprämien (T€ 550), Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 437), Urlaubsverpflichtungen (T€ 211) und Jahresabschlusskosten (T€ 90).

Angabe zu den Restlaufzeiten / Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022
Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 10.714,5 10.478,9 235,6
erhaltene Anzahlungen 0,1 0,1 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 9.438,9 9.438,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 987,4 987,4 0,0
Summe 21.140,9 20.905,3 235,6
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2021
Restlaufzeit
Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
gegenüber Kreditinstituten 13.797,6 8.636,0 5.161,6
erhaltene Anzahlungen 2,3 2,3 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 6.229,9 6.229,9 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.142,6 1.142,3 0,0
Summe 21.172,4 16.010,8 5.161,6

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 338,0 (Vj. T€ 664,3) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 9,9 (Vj. T€ 10,8) enthalten.

Aufgliederung der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit Sicherung
T€
Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 10.714,5 1, 2 und 3

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Sicherungsübereignung Vorräte

3 = Sicherheitsabtretung Forderungen

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

- In der Steuerbilanz wurde der im Vorjahresabschluss ausgewiesene Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG im Geschäftsjahr 2022 von den Anschaffungskosten für Grund und Boden abgezogen. Die Bilanzansätze in Handels- und Steuerbilanz weichen bei den Anschaffungskosten für Grund und Boden voneinander ab.

- Die Inanspruchnahme der steuerlich zulässigen Verkürzung der Nutzungsdauer von Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung führt zu den Abweichungen im Anlagevermögen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30,875 %.

Die latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:

01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
passive latente Steuern 170.642,00 56.922,00 0,00 227.564,00

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Art finanzielle Auswirkung
Forfaitierung / Factoring T€ 4.564,86

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 4.564,86, die im Rahmen einer Forfaitierung- / Factoring-Vereinbarung verkauft wurden. Diese Vereinbarung bietet die Möglichkeit Forderungen bestimmter Kunden bis zu einem festgelegten Höchstbetrag an ein Kreditinstitut zu veräußern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.440. Sie beinhalten Leasingverträgen (T€ 489) und Mietverträgen (T€ 951). Bei der Berechnung der Miet- und Leasingverpflichtungen wurden die frühestmöglichen Kündigungstermine bzw. das Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit zugrunde gelegt.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in einem Gesamtbetrag in Höhe von T€ 455,2.

Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien Dritter, die aus dem Auftrag an einen anderen Dritten resultieren, die Bürgschaften und Garantien anstelle der Gesellschaft herauszulegen (Avale). Derzeit bestehen keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den Bürgschaften und Garantien Dritter hindeuten.

Die Haftungsverhältnisse sind durch Grundschulden, Sicherungsübereignung der Vorräte und Sicherungsabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Tätigkeitsbereich Mio. €
TV Geräte 36,78
Bicycle/Fahrräder 21,90
Unterhaltungselektronik 4,75
Fahrzeuge Motorroller 7,85
Weiße Ware 7,75
Haushaltswaren 4,13
E-Scooter EKFV 1,55
Games, Ersatzteile und Sonstiges 2,69
Summe 87,4
Geographisch bestimmter Markt Mio. €
Inland 79,43
Ausland 8,03
Summe 87,46

Gewinne bzw. Verluste aus Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen beinhalten Gewinne aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 173 (Vorjahr: T€ 105) bzw. Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 408 (Vorjahr: T€ 366).

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 3,9 (Vj. T€ 3,8).

Erläuterung der periodenfremden Erträge

Im Posten sonstige betrieblichen Erträge sind periodenfremde Erträge erfasst.

Periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 282,3 resultieren aus geänderten Steuerfestsetzungen für die Jahre 2018 bis 2020 im Rahmen einer steuerlichen Aussenprüfung. Erträge aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen sind in Höhe von T€ 160 entstanden.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

Im Posten sonstige betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen erfasst.

Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 185,7 resultieren aus geänderten Steuerfestsetzungen für die Jahre 2018 bis 2020 im Rahmen einer steuerlichen Aussenprüfung. Forderungsverluste wurden in Höhe von T€ 548,9 verbucht.

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 1.000 enthalten. Sie stehen im Zusammenhang mit einer Versicherungsentschädigung für ein Brandschadenereignis bei einem Lieferanten.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Zahl
Angestellte 53
Gewerbliche Arbeitnehmer 81
Geringfügig Beschäftigte 9
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 143

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Horst Karcher Vorsitzender; Verantwortlich für Finanzen, Buchhaltung, Motorradabteilung
Klaus Karcher Verantwortlich für Finanzen, Buchhaltung, Wareneinkauf, Personal
Armin Karcher Verantwortlich für Logistik, Controlling, Lagerhaltung, IT
Kay Karcher Verantwortlich für Vertrieb und Marketing

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Karin Karcher Rentnerin, Vorsitzende
Dominik Karcher Bürokaufmann, stellvertretender Vorsitzender
Laura-Philine Hell Rechtsanwältin

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf T€ 1.177.285,51.

Den Vorständen gewährte Darlehen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 430,7. Diese haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden mit einem Zinssatz von 1,5 % verzinst.

Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit T€ 3 vergütet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 81.828,00 und gliedert sich wie folgt:

a) Abschlussprüfungsleistungen 47.768,00
b) Steuerberatungsleistung 0,00
c) sonstige Leistungen 34.060,00

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:

In die anderen Gewinnrücklagen sollen € 1.509.561,81 eingestellt werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Birkenfeld, den 23. Dezember 2023

gez. Horst Karcher

gez. Klaus Karcher

gez. Kay Karcher

gez. Armin Karcher

Ergebnisverwendungsbeschluss:

In der Hauptversammlung der Karcher AG mit Sitz in Birkenfeld vom 29. Dezember 2023 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn von insgesamt € 1.509.561,81 wie folgt zu verwenden:

Einen Betrag von € 1.509.561,81 in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.185.854,16 297.329,78 0,00 521.703,70 961.480,24
1.185.854,16 297.329,78 0,00 521.703,70 961.480,24
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.302.851,52 616.490,66 0,00 641,05 4.918.701,13
Technische Anlagen und Maschinen 197.087,51 28.426,00 0,00 32.912,00 192.601,51
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.319.324,07 185.346,84 0,00 180.860,38 1.323.810,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.819.263,10 830.263,50 0,00 214.413,43 6.435.113,17
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 55,00 0,00 0,00 0,00 55,00
55,00 0,00 0,00 0,00 55,00
7.005.172,26 1.127.593,28 0,00 736.117,13 7.396.648,41
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
31.12.2022
31. Dez. 2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 874.001,16 182.712,78 521.614,70 535.099,24 426.381,00 311.853,00
874.001,16 182.712,78 521.614,70 535.099,24 426.381,00 311.853,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.325.877,73 78.584,00 640,05 1.403.821,68 3.514.879,45 2.976.973,79
Technische Anlagen und Maschinen 114.060,51 22.077,00 32.904,00 103.233,51 89.368,00 83.027,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 795.356,07 173.735,84 178.415,38 790.676,53 533.134,00 523.968,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.235.294,31 274.396,84 211.959,43 2.297.731,72 4.137.381,45 3.583.968,79
Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 55,00 55,00
0,00 0,00 0,00 0,00 55,00 55,00
3.109.295,47 457.109,62 733.574,13 2.832.830,96 4.563.817,45 3.895.876,79

Bericht des Aufsichtsrats

an die Hauptversammlung der Karcher AG am 29.12.2023

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnahe und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem außerhalb der Gremiensitzungen regelmäßig vom Vorstand über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten, Anträgen und Beschlussvorschlägen des Vorstandes kritisch auseinanderzusetzen. Soweit dies nach Gesetz oder Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat Votum abgegeben.

Im Berichtszeitraum fanden zwei Sitzungen des Aufsichtsrates und Umlaufbeschlüsse des Aufsichtsrates statt. In der Aufsichtsratssitzung vom 10.04.2013 hat das Plenum des Aufsichtsrats einstimmig beschlossen, dass nur noch eine Aufsichtsratssitzung pro Kalenderhalbjahr abzuhalten ist. Gem. § 110 Abs. 3 5.2 AktG kann bei nicht börsennotierten Gesellschaften die Mindestanzahl der Sitzungen auf eine pro Kalenderhalbjahr beschränkt werden.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.

Der Hauptversammlung am 29.12.2023 wird die Entlastung des Vorstandes gem. § 120 AktG vorgeschlagen.

Ausschüsse wurden vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, nicht gebildet.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die dhmp GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Pforzheim hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht 2022 der Karcher AG geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer hat ferner festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet hat, das in seiner Konstruktion und Handhabung geeignet ist, unter anderem den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss der Karcher AG zum 31.12.2022 gem. § 172 AktG gebilligt, so dass dieser festgestellt ist. Die Feststellung des Jahresabschlusses wurde nicht durch Beschluss der Hauptversammlung überlassen.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes sowie den Mitarbeitern der Karcher AG für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2022.

 

Birkenfeld, den 29.12.2022

Der Aufsichtsrat

gez. Frau Karin Karcher, Vorsitzende des Aufsichtsrats

Einladung / TO Hauptversammlung

_

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Karcher AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karcher AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karcher AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 23. Dezember 2023

dhmp GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tobias Nellinger, Wirtschaftsprüfer

Ralf Rennung, Wirtschaftsprüfer

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