SVO Fischer electric GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Kockmann seit 6.7.2023 | Prokura |
Heinz Holger Schwenke seit 28.12.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.10% | |
Stadt Celle | 13.90% |
Landkreis Uelzen | 13.23% |
Landkreis Celle | 10.80% |
Südheide GmbH | 0.59% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SVO Vertrieb GmbHCelleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des Geschäftsmodells Die SVO Vertrieb GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der SVO-Holding GmbH. Sie beliefert Kundinnen und Kunden in den Landkreisen Celle und Uelzen sowie der Stadt Celle und kleinen Randgebieten im Landkreis Gifhorn und Heidekreis mit Strom, Erdgas, Wasser sowie Telekommunikationsleistungen. Zudem bietet sie Dienstleistungen wie den Verkauf von Wallboxen an. Unternehmenssitz aller Unternehmen ist Celle. Zwischen der SVO Holding GmbH und den Tochtergesellschaften bestehen Gewinnabführungsverträge. Mit der Entwicklung, Verwaltung oder Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 7c Abs. 2 EnWG befasst sich innerhalb der SVO-Gruppe die SVO Vertrieb GmbH. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Volkswirtschaft bleibt in der Krise stabil Der Ukrainekrieg hatte einen erheblichen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft. Trotz dieser Entwicklung konnte das Statistische Bundesamt mitteilen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist. Wichtigster Faktor dafür ist ein preisbereinigtes Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beim privaten Verbrauch. Energiemarkt Die Auswirkungen der russischen Kriegsintervention in der Ukraine und die daraufhin beschlossenen politischen Maßnahmen hatten erheblichen Einfluss auf die Verfügbarkeit und die Preisentwicklung von Strom und Gas. Der Erdgasimport nach Deutschland lag 2022 insgesamt bei 1.449 TWh (2021: 1.652 TWh). 2021 war Russland der größte Lieferant mit 52 Prozent der Liefermenge, 2022 ist die Liefermenge auf insgesamt 22 Prozent gesunken. Damit ist 2022 Norwegen (33 Prozent) der größte Erdgaslieferant geworden. Die Gaslieferung aus Russland hat im Jahresverlauf sukzessive abgenommen, bis sie im September auf null TWh gesunken war. Die Bundesregierung suchte nach alternativen Lieferanten und Lösungen, um die benötigte Gasmenge zu sichern. Dazu beigetragen hat die Reduzierung von Exporten (2022 rund 501 TWh im Vergleich dazu 2021: 749 TWh) und gestiegenen Lieferungen aus anderen Ländern wie Norwegen. Der für die Versorgungssicherheit notwendige Gasbedarf zur Befüllung der deutschen Erdgasspeicher steigerte die Nachfrage und dementsprechend die Großhandelspreise auf ein nie gekanntes Preisniveau. Die Auswirkungen des Gasmarktes sind deutlich auf dem Strommarkt zu spüren, dessen Handelspreis sich zeitweise über einem Vielfachen des Vorjahresniveaus bewegte. Insgesamt führte die Situation zu einem Anstieg der Inflation und einer Kaufzurückhaltung der Konsumenten auch bei Vertragsabschlüssen von Telekommunikationsprodukten. Energieverbrauch in Deutschland Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen wird 2022 der Energieverbrauch in Deutschland voraussichtlich um 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Der Gasverbrauch in Deutschland 2022 liegt 14 Prozent unter dem Durchschnittswert der vergangenen vier Jahre. Die Bundesnetzagentur führt das auf die Sparmaßnahmen und die milde Witterung zurück, im Mittel wird diese um 1,1 Grad über dem Durchschnitt angegeben. Der Stromverbrauch in Deutschland ist insgesamt um vier Prozent auf 484,2 TWh (Vorjahr 504,5 TWh) gesunken. Bei der Stromerzeugung ist der Anteil der Erneuerbaren Energien auf 48.3 Prozent gestiegen (Vorjahr 42,7 Prozent). Glasfasernetz Deutschland Die Bundesregierung hat sich 2018 das Ziel gesetzt, bis 2025 flächendeckend den Ausbau eines leistungsstarken und stabilen Gigabitnetzes zu realisieren. Die Marktanalyse des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e. V. ermittelte Mitte 2022, dass die Glasfaserquote auf 26 Prozent (Anteil Glasfaseranschlüsse im Verhältnis zu allen Haushalten und Unternehmen) gestiegen ist. Realisiert wurden insgesamt 12,7 Millionen Anschlüsse, davon sind 8,8 Millionen von Wettbewerbern der Deutschen Telekom verwirklicht worden. Geschäftsverlauf Im Geschäftsfeld Strom der SVO Vertrieb GmbH lag der Absatz um 21 GWh (plus 3,9 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Die Steigerung ist auf den witterungsbedingten Anstieg in dem Segment Feldberegnung zurückzuführen. Die EEG-Umlage ist ab 1. Juli 2022 entfallen und sank von 35,0 Millionen Euro 2021 auf 10,6 Millionen Euro 2022. Gegenüber dem Vorjahr ist der Gasabsatz 2022 um 157 GWh gesunken. Gründe für den Rückgang in Höhe von 13,6 Prozent sind die milde Witterung und das Sparverhalten der Kunden. Aufgrund der Verwerfungen an den Energiemärkten mussten die Preise in den beiden Grundversorgungen Strom- und Erdgas mehrfach erhöht werden, ebenso wie die angebotenen Festpreisprodukte. Im Geschäftsfeld Telekommunikation gestaltet sich die Vorvermarktung in neuen Gebieten deutlich schwieriger als in den Vorjahren. Zum Ende des Jahres unterschrieben kaum noch Kunden Vorverträge, und der Kundenzuspruch stagniert. Die Ursachen sind vielfältig. Ein entscheidender Punkt scheinen die gestiegenen Lebenshaltungskosten der Verbraucher zu sein. Diese führen zu Konsumzurückhaltung und die Verbraucher zögern, einen Vorvertrag abzuschließen. Ein wesentlicher Faktor für die hohen Lebenshaltungskosten sind die gestiegenen Energiepreise. Aufgrund der aktuellen schwierigen Vorvermarktung passte die SVO Vertrieb den Vermarktungsplan an und pausiert die Vorvermarktung für neue Ortschaften bis auf Weiteres. Neben der Strom- und Gasversorgung beliefert die SVO Vertrieb GmbH ihre Kunden im Landkreis Celle auch mit Trinkwasser, das sie von der Celle-Uelzen Netz GmbH bezieht. Der Wasserbedarf der Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Millionen m 3 auf 5,1 Millionen m 3 reduziert. Finanzielle Leistungsindikatoren Das Geschäft der SVO Vertrieb GmbH wird im Wesentlichen mit Hilfe finanzieller Leistungsindikatoren gesteuert. Zentraler Indikator ist das Ergebnis nach Steuern. Ergebnisentwicklung Die SVO Vertrieb GmbH erwirtschaftete 2022 Umsatzerlöse von insgesamt 217,4 Millionen Euro (Vorjahr 179,4 Millionen Euro), davon in den Sparten Strom, Gas, Wasser, Wärme und Breitband 216,8 Millionen Euro (Vorjahr 178,4 Millionen Euro). Denen stehen 198,4 Millionen Euro (Vorjahr 160,0 Millionen Euro) für Energiebezugs- und Netznutzungsentgelte sowie Umlagen und Abgaben gegenüber. Insgesamt wurden 996 GWh Gas (Vorjahr 1.154 GWh), 563 GWh Strom (Vorjahr 542 GWh), 8,6 GWh Wärme (Vorjahr 8,7 GWh) und 5,1 Millionen m 3 Wasser (Vorjahr 5,2 Millionen m 3 ) an Kunden geliefert. Die Verwerfungen auf den Energiemärkten führten zu Austritten von Wettbewerbern und einem substantiellen Anstieg preisgetriebener und wechselbereiter Kunden. Die Anzahl der aktiven Kunden ist in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund von Rückstellungsauflösungen gegenüber dem Vorjahr auf 2,0 Millionen Euro (Vorjahr 0,7 Millionen Euro) gestiegen. Weiterhin hatte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 14,7 Millionen Euro (Vorjahr 12,4 Millionen Euro) an Aufwendungen für Personal (2,0 Millionen Euro, im Vorjahr 1,6 Millionen Euro), sonstigen betrieblichen Aufwand (9,9 Millionen Euro, im Vorjahr 9,0 Millionen Euro), Netznutzung Breitband (1,8 Millionen Euro, im Vorjahr 0,7 Millionen Euro) und sonstigen Aufwand (1,0 Millionen Euro, im Vorjahr 1,1 Millionen Euro). Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis von 8,7 Millionen Euro wurde aufgrund höherer Personalaufwendungen und sonstiger betrieblicher Aufwendungen um 0,9 Millionen Euro unterschritten. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 hat das Unternehmen insgesamt 0,3 Millionen Euro (Vorjahr 0,2 Millionen Euro) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die benötigten Mittel zur Finanzierung der Investitionen konnten vollständig im Wege der Innenfinanzierung aufgebracht werden. Vermögens- und Finanzlage Zum 31. Dezember 2022 betrug die Bilanzsumme 54,8 Millionen Euro (Vorjahr 50,7 Millionen Euro). Der Anteil des Anlagevermögens in Höhe von 31,9 Millionen Euro, das mit 30,0 Millionen Euro unverändert Finanzanlagen in Form eines Darlehens an die Muttergesellschaft beinhaltet, beträgt 58,3 Prozent der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen hat sich um 4,2 Millionen Euro auf 22,9 Millionen Euro erhöht; diese Entwicklung ist insbesondere auf um 3,3 Millionen Euro höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Das Eigenkapital in Höhe von 1,3 Millionen Euro ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Die Rückstellungen haben sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Rückstellungen in Verbindung mit Gewerbeinsolvenzen um 0,6 Millionen Euro auf 8,8 Millionen Euro ermäßigt. Die Verbindlichkeiten sind aufgrund höherer Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen (+16,3 Millionen Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten (+0,8 Millionen Euro) sowie niedrigerer Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-12,3 Millionen Euro) um 4,8 Millionen Euro auf insgesamt 44,8 Millionen Euro gestiegen. Der Finanzmittelbestand (Guthaben bei Banken) hat sich im Jahresverlauf um 70 Tausend Euro auf 246 Tausend Euro erhöht. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 22,7 Millionen Euro und ergab sich neben dem EBITDA im Wesentlichen aus der Zunahme von Verbindlichkeiten (18,9 Millionen Euro) und gegenläufig der Zunahme von Forderungen (-4,2 Millionen Euro). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -0,3 Millionen Euro ist durch die aktivierten Baumaßnahmen geprägt. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -22,4 Millionen Euro wird im Wesentlichen durch die Auszahlung aus Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten von SVO Holding GmbH und durch die Ergebnisabführung bestimmt. Neben den Guthaben bei Banken in Höhe von 0,2 Millionen Euro (im Vorjahr 0,2 Millionen Euro) bestehen Finanzverbindlichkeiten von 6,4 Millionen Euro (im Vorjahr 20,4 Millionen Euro) gegen die SVO Holding GmbH. Über den Rahmenvertrag zur Vergabe von Krediten und Kreditlinien mit E.ON SE stellt die SVO Holding GmbH der SVO Vertrieb GmbH die notwendige Liquidität zur Verfügung. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Insgesamt werden der Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch die Geschäftsführung trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als positiv beurteilt. Mitarbeitende Zur Gesamtbelegschaft der SVO Vertrieb GmbH gehörten zum Jahresende 2022 20 Beschäftigte. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Beschäftigtenzahl um einen Mitarbeitenden erhöht. Bei der SVO Vertrieb GmbH wurden Auszubildende nicht direkt beschäftigt. Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Celle-Uelzen Netz GmbH. Die durchschnittliche Zugehörigkeit der Mitarbeitenden zum Unternehmen beträgt rund 13 Jahre. Unternehmensrisiken und -chancen Die vorhandenen betrieblichen Chancen und Risiken werden fortlaufend ermittelt und dokumentiert sowie geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen bzw. Minimierungsansätze abgleitet. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Berichterstattung gegenüber dem Aufsichtsgremium der SVO Holding GmbH. Die Russland-Ukraine-Krise trat mit dem Angriff der russischen Armee im Februar 2022 in eine neue Eskalationsstufe. Die Effekte waren neben den extremen Auswirkungen für die Menschen in der Ukraine besonders auf dem Energiemarkt zu spüren. Durch die Drosselung der Erdgasliefermengen und den anschließenden Lieferstopp stiegen die Energiepreise extrem. Die Belastung für Verbraucher führt zur Konsumzurückhaltung und kann zu Ausfällen durch offene Forderungen bzw. Insolvenzen führen. Das monetär größte Risiko ist der bestehende Restlastdeckungsvertrag mit E.ON Portfolio Solutions GmbH (EPS), welcher die Energiebeschaffung/-verkauf von über- und unterallokierten Energiemengen regelt. EPS wünscht eine Anpassung des bestehenden Vertragswerks für den abgeschlossenen und bis 01.01.2024 laufenden Vertrag zur Lieferung von Erdgas. Das Risiko erstreckt sich auf das Jahr 2022 und 2023 mit einem Gesamtvolumen von 18 Millionen Euro. Es wird versucht durch eine rechtliche Klärung aufgrund von Unzumutbarkeit (gemäß § 313 BGB) der Vertragsanpassung entgegenzuwirken und eine Beibehaltung des bestehenden Vertrags zu erwirken. Die nächstgrößeren Risken stellen Kontrahentenausfallrisiken im Strom und Gas dar, die den Ausfall von Energielieferanten beschreiben. Bei Ausfall von Lieferanten für die Strom- und oder Gasbeschaffung müssen bereits kontrahierte Mengen zum aktuellen Marktpreis neu beschafft werden. Diesen Risiken wird zur Risikobegrenzung mit einem strukturierten Beschaffungsprozess begegnet, welcher die Risiken bestmöglich auf unterschiedliche Lieferantenverträge verteilt. Weiterhin erfolgt vor Energieeinkauf eine Bonitätsbewertung der Lieferanten. Ein weiteres, wesentliches Risiko stellt das Forderungsausfallrisiko dar. Durch massive Preissteigerungen in den Sparten Strom und Gas kann im Bereich der Privat- und Geschäftskunden die Einbringlichkeit von Forderungen stark gefährdet sein. Es wird in der Risikobetrachtung davon ausgegangen, dass ein Teil der Kunden den massiv steigenden Forderungen durch die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten nicht nachkommen kann. Unter der Annahme, dass 2,5 Prozent des Forderungsbegehrens aus den Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme nicht erfüllt werden, besteht ein Risiko von 6,5 Millionen Euro für das Jahr 2023. Ein ganzjähriges Prozesscontrolling im Mahn- und Sperrwesen und ein umfangreiches Forderungsmanagement sollen das Risiko möglichst minimieren. Eine erhöhte Anzahl von Mahnungen sowie die Höhe der angemahnten Beträge und die Anzahl von Sperrungen lassen frühzeitig Rückschlüsse auf die Entwicklung des Risikos zu. Zusätzliche Chancen sowie Risiken bestehen in allgemeinen Marktrisken wie Kundenverlusten oder witterungs- oder verbrauchsabhängigen Mengenschwankungen. Zu größeren Kundenwechseln können verschiedene Faktoren führen, wie ein verstärkter Wettbewerb, steigende Beschaffungskosten und damit korrespondierende Produktpreise. Durch die Energiekrise und den dadurch geänderten Wettbewerb (Händlerinsolvenzen sowie aktive Kündigung von Kundenverträgen durch Wettbewerber) sind im Geschäftsjahr Kundenzuwächse zu verzeichnen, welche jedoch durch die erhöhten Beschaffungskosten zu Belastungen (Mengen müssen zu hohen Preisen nachgekauft werden) führten. Für 2023 können sich hieraus sowohl Chancen als auch Risiken ableiten. Ab 2024 wird auf Grund einer normalisierenden Marktsituation mit zurückkehrenden Wettbewerbsaktivitäten von Wettbewerbern gerechnet. Der wachsende Wettbewerb wird sich voraussichtlich auf ein übliches Niveau der Vorjahre aufbauen und voraussichtlich wieder mit Kundenverlusten einhergehen. Weitere Risiken der SVO Vertreib GmbH sind von untergeordneter Bedeutung und werden in diesem Bericht nicht explizit erwähnt. Per 31. Dezember 2022 sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages steht die SVO Holding GmbH für diese Risiken ein. Die SVO Vertrieb GmbH verfügt über keine Derivate. Zukünftige Entwicklung Die SVO Vertrieb GmbH verfolgt weiterhin das Ziel, die Kundenbindung zu festigen. Durch die Wiederaufnahme von Angeboten zu marktgerechten Preisen soll das gelingen. In der angestrebten Energiewende sieht die SVO Vertrieb GmbH auch Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft. "Gemeinsam Energiewende bewegen" ist der neue Claim für die SVO-Gruppe. Passend dazu hat die SVO Vertrieb neue Geschäftsfelder aufgebaut und bietet Produkte an. Der Start im Bereich Elektromobilität ist vielversprechend. Die bestehende Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum wird gut angenommen und weiter ausgebaut. Des Weiteren forciert die SVO Vertrieb auch die SVO-Wallbox. Weitere Angebote folgen, und die SVO wandelt sich so zum regionalen Gestalter der Energiewende. Für das Jahr 2023 wird mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro gerechnet.
Celle, den 28. Februar 2023 SVO Vertrieb GmbH Holger Schwenke Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Grundlagen Die SVO Vertrieb GmbH mit Sitz in Celle ist beim Amtsgericht Lüneburg unter der Nummer HR B 202305 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) aufgestellt. Die SVO Vertrieb GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Um die Übersichtlichkeit und Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen bzw. erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die SVO Vertrieb GmbH liefert Strom bzw. Gas an andere im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG und fällt damit unter § 6b Abs. 1 EnWG. Bei der SVO Vertrieb GmbH liegen deshalb unterschiedliche Tätigkeiten i. S. d. § 6b Abs. 3 EnWG vor. Die Geschäfte größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWG sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Zwischen der SVO Vertrieb GmbH und der SVO Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag und entsprechend eine ertragsteuerliche Organschaft. Konzernzugehörigkeit Die SVO Vertrieb GmbH wird in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, (HRB 28196) einbezogen. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB der das Unternehmensregister führenden Stelle zur Einstellung in das Unternehmensregister elektronisch übermittelt. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de oder www.eon.com zugänglich. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS). B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden I. Aktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und werden planmäßig linear abgeschrieben. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Für Sachanlagen, die vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge seit dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu 250 € werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand mehr als 250 € und weniger als 1.000 € betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihren Nennwerten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt und mit erhaltenen Abschlagszahlungen verrechnet. Der Ausweis der Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert. Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e. V., Essen, treuhänderisch für die SVO Vertrieb GmbH verwaltet. Die betreffenden Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Deckungsvermögen teilt sich auf in am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 79 %) und in nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen (ca. 21 %). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, wurden die Werte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bei Immobilienbewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen wie zum Beispiel Zinssätze fest. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. II. Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB dotiert. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Ausschüttungssperre des abzinsungsbedingten Unterschiedsbetrags bei den Rückstellungen für Pensionen nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB sowie des Unterschiedsbetrags aus der Bewertung des Deckungsvermögens aufgrund ausreichend frei verfügbarer Rücklagen ohne gleichzeitige Abführungssperre aufgestellt. Der Gewinn wird gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 KStG i. V. m. § 301 AktG vollständig an den Organträger abgeführt. Rückstellungen Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind darin auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen miteinbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Schwebende Strom- und Gasbezugsverträge werden mit Absatzgeschäften in Portfolien i. S. d. IDW ÖFA 3 Tz. 18 zusammengefasst und bilden Bewertungseinheiten. Demzufolge wurde für schwebende Energiebezugs- und Absatzverträge unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs. 2 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz keine Anwendung findet. Für die gebildeten Portfolien ergaben sich keine drohenden Verluste. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Den Rückstellungen liegen folgende Annahmen zugrunde:
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz (1) Anlagevermögen Die in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge zu den Sachanlagen betreffen vor allem Strom-Ladestationen. In den Finanzanlagen sind Ausleihungen an den Gesellschafter in Höhe von 30.000 Tsd. € ausgewiesen. (2) Vorräte Unter den Vorräten werden der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von 3.392 Tsd. € (im Vorjahr 4.857 Tsd. €), davon Emissionsrechte in Höhe von 3.298 Tsd. € (im Vorjahr 4.770 Tsd. €) und unfertige Leistungen in Höhe von 256 Tsd. € (im Vorjahr 0 Tsd. €) ausgewiesen. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind die von den Kunden erhaltenen Abschläge (96.785 Tsd. €, im Vorjahr 144.958 Tsd. €) abgesetzt worden. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.892 Tsd. €, im Vorjahr 757 Tsd. €). Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter. Vom Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände entfallen 130 Tsd. € (im Vorjahr 62 Tsd. €) auf Vorsteuererstattungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, und 1.768 Tsd. € (im Vorjahr 1.094 Tsd. €) auf Energiesteuervorauszahlungen. (4) Guthaben bei Kreditinstituten Zum Bilanzstichtag sind Guthaben bei Kreditinstituten von 246 Tsd. € zu verzeichnen. Der Bestand zum Vorjahr belief sich auf 177 Tsd. €. (5) Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen für Marketingaufwand für das Folgejahr. Sie sind zum Nennwert ausgewiesen. (6) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit rückgedeckten Pensionsverpflichtungen ergibt sich im Geschäftsjahr 2022 kein aktiver Unterschiedsbetrag, Im Jahr 2021 setzt sich der Unterschiedsbetrag wie folgt zusammen:
Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 1.287 Tsd. €. (7) Gezeichnetes Kapital Am Stammkapital von unverändert 26 Tsd. € ist die SVO Holding GmbH als alleiniger Gesellschafter beteiligt. (8) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt unverändert 1.249 Tsd. €. (9) Andere Gewinnrücklagen Zum Jahresende betragen die Gewinnrücklagen unverändert 2 Tsd. € und entfallen vollständig auf andere Gewinnrücklagen. (10) Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.
Der durchschnittliche Marktzinssatz, der sich im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, beträgt 1,78 % p. a. (im Vorjahr 1,87 % p. a.). Ohne Berücksichtigung der Änderungen des § 253 Abs. 2 HGB hätte sich ein durchschnittlicher Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt hätte, von 1,44 % p. a. (im Vorjahr 1,35 % p. a.) ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2022 208 Tsd. € (im Vorjahr 334 Tsd. €). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere die Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsberechtigungen für das Inverkehrbringen von Erdgas in 2022 nach dem BEHG bewertet zum Buchwert der zugekauften Emissionsberechtigungen von 5.193 Tsd. € (im Vorjahr 5.014 Tsd. €), Risikovorsorgen für Insolvenz- und Vertragsrisiken in Höhe von 1.263 Tsd. € (Vorjahr 2.209 Tsd. €) sowie Personalverpflichtungen in Höhe von 216 Tsd. € (Vorjahr 166 Tsd. €). (11) Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten aus Strom- und Gasbezügen in Höhe von 25.663 Tsd. € (Vorjahr 10.115 Tsd. €) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit 6.338 Tsd. € (Vorjahr 20.381 Tsd. €) das konzerninterne Cash-Pooling mit der SVO Holding GmbH, Celle, sowie mit 7.809 Tsd. € (Vorjahr 7.849 Tsd. €) Verpflichtungen aus der Gewinnabführung. (12) Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet erhaltene Zahlungen, die Ertrag für das Folgejahr darstellen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich mit einem Gesamtbetrag von 257.364 Tsd. € (im Vorjahr 105.167 Tsd. €) für das Jahr 2023 in Höhe von 175.985 Tsd. € (im Vorjahr 71.056 Tsd. €), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 13.438 Tsd. € (im Vorjahr 12.294 Tsd. €) und für folgende Jahre in Höhe von 81.379 Tsd. € (im Vorjahr 34.111 Tsd. €), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 13.030 Tsd. € (im Vorjahr 12.756 Tsd. €). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (13) Umsatzerlöse Die im Inland erzielten Umsatzerlöse ergeben sich aus folgenden Tätigkeitsbereichen:
Im Rahmen der energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 periodenfremde Umsatzerlöserhöhungen in Höhe von 2.175 Tsd. € (im Vorjahr 3.415 Tsd. €). (14) Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen oder unfertigen Erzeugnissen Unter dieser Position wird die Bestandsveränderung der nicht abgerechneten Leistungen in Höhe von 256 Tsd. € (im Vorjahr 0 Tsd. €) ausgewiesen. (15) Andere aktivierte Eigenleistungen Unter dieser Position in Höhe von 40 Tsd. € (im Vorjahr 0 Tsd. €) sind erstmals die Aufwendungen zur Erstellung von Ladeinfrastruktur erfasst. (16) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.031 Tsd. € (im Vorjahr 700 Tsd. €) enthalten u. a. periodenfremde Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen von 218 Tsd. € (im Vorjahr 250 Tsd. €) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 1.380 Tsd. € (im Vorjahr 203 Tsd. €). (17) Materialaufwand
Im Rahmen der energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 periodenfremde Materialaufwandserhöhungen in Höhe von 2.591 Tsd. € (im Vorjahr aperiodische Materialaufwandserhöhungen in Höhe von 1.359 Tsd. €). (18) Personalaufwand
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben; sie sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die SVO Vertrieb GmbH ausschließlich 19 angestellte Mitarbeiter und einen Praktikanten (im Vorjahr 17 Mitarbeiter). (19) Abschreibungen Die Höhe der ausschließlich planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ist in der Anlage "Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022" dargestellt. (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. die Aufwendungen für die Dienstleistungen der Celle-Uelzen Netz GmbH in Höhe von 4.294 Tsd. € (im Vorjahr 3.835 Tsd. €) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von 190 Tsd. € (im Vorjahr 95 Tsd. €) angefallen. (21) Finanzergebnis
Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist der Aufwand aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen (433 Tsd. €, im Vorjahr 294 Tsd. €) mit den Erträgen und Aufwendungen aus dem entsprechenden Deckungsvermögen (14 Tsd. €, im Vorjahr 64 Tsd. €) verrechnet. (22) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern umfassen überwiegend die Energiesteuer auf den Eigenverbrauch. (23) Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn Im Rahmen des mit der SVO Holding GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss in Höhe von 7.809 Tsd. € (im Vorjahr 7.849 Tsd. €) an die SVO Holding GmbH abgeführt. E. Sonstige Angaben 1. Zusammensetzung der Geschäftsführung Herr Dipl. Ing. Holger Schwenke, Lehrte, ist als alleiniger hauptberuflicher Geschäftsführer bestellt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des alleinigen Geschäftsführers wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten. 3. Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG Die SVO Vertrieb GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 EnWG mit folgenden verbundenen Unternehmen durchgeführt, welche aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind:
4. Nachtragsbericht Das im Geschäftsjahr 2022 stark angestiegene Bezugspreisniveau für Strom und Gas ist wieder deutlich gesunken. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2022 liegen nicht vor.
Celle, den 28. Februar 2023 SVO Vertrieb GmbH Holger Schwenke Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SVO Vertrieb GmbH, Celle Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SVO Vertrieb GmbH, Celle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SVO Vertrieb GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Hannover, den 6. April 2023 KPMG
AG
Beyer, Wirtschaftsprüfer Möller, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss ist am 27. April 2023 festgestellt worden. |
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