Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 4505
Eingetragen
28.3.2003
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
der Handel mit sowie der Vertrieb und die Wartung von technisch-wissenschaftlichen Geräten aller Art, Laborgeräten und ähnlichen Waren. Die Gesellschaft ist ferner zur Durchführung aller Geschäfte berechtigt, die den Zweck der Gesellschaft zu fördern geeignet sind. Die Gesellschaft kann auch die Geschäftsführung und Vertretung, einschließlich der handelsmäßigen Vertretung anderer Unternehmen übernehmen, sich mittelbar oder unmittelbar an anderen Unternehmen beteiligen, derartige Unternehmen gründen und erwerben sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Jörg Riede
seit 28.11.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
QHC Holding CompanyUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
KVHG2 GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Radiometer GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Radiometer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Radiometer GmbH, Krefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Radiometer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 21. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thorsten Burg, Wirtschaftsprüfer

Jonathan Keisers, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,53 1,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.827,72 114.245,60
3. Leasinggeräte 13.592.668,47 12.217.967,47
13.630.497,72 12.332.214,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 1.683.464,46 1.529.799,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.393.187,79 5.746.272,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.294.790,87 11.792.986,14
3. Sonstige Vermögensgegenstände 347.611,52 331.813,77
18.035.590,18 17.871.072,31
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 680.482,94 802.949,06
20.399.537,58 20.203.820,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.173,61 34.800,25
34.104.208,91 32.570.835,74

Passiva

31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.045.200,00 2.045.200,00
II. Kapitalrücklage 7.822.857,36 7.822.857,36
III. Gewinnvortrag 4.704.488,47 4.704.488,47
14.572.545,83 14.572.545,83
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 1.479.395,00 1.487.217,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.300.172,99 6.250.064,71
6.779.567,99 7.737.281,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.640,92 2.732.204,79
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 588.185,62 394.317,09
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.144.806,54 4.471.071,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.701.361,57 1.952.289,73
davon aus Steuern EUR 1.077.239,90 (Vj. EUR 1.084.569,76)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 62,00 (Vj. EUR 1.418,65)
11.499.994,65 9.549.882,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.252.100,44 711.125,55
34.104.208,91 32.570.835,74

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 92.521.993,75 91.390.705,15
2. Sonstige betriebliche Erträge 44.657,36 41.529,51
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.628,53 (Vj. EUR 0)
3. Materialaufwand 59.794.063,68 60.471.658,78
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.084.166,20 16.943.364,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.484.482,93 2.412.759,03
davon für Altersversorgung EUR 25.854,40 (Vj. EUR 10.129,50)
17.568.649,13 19.356.123,40
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 4.050.523,35 3.972.047,72
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.887.940,22 4.201.847,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 339,11 (Vj. EUR 5.396,22)
6.265.474,73 3.430.557,44
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.184,85 31.090,20
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.448,05 (Vj. EUR 24.193,36)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 140.218,75 144.333,33
davon an verbundene Unternehmen EUR 110.846,75 (Vj. EUR 112.716,00)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 29.372,00 (Vj. EUR 30.796,00)
-98.033,90 -113.243,13
9. Ergebnis nach Steuern 6.167.440,83 3.317.314,31
10. Sonstige Steuern 8,78 810,41
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 6.167.449,61 3.316.503,90
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang gesondert aufgegliedert, erläutert und teilweise umbenannt.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Radiometer GmbH mit Sitz in Krefeld im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer HRB 4505 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Zu den Methoden der plan- bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen und zur Ausübung von Bewertungswahlrechten sind nachstehende Angaben zu beachten.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs-, bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, entsprechend der Konzernrichtlinien (Danaher Accounting Principles / DAP) abgeschrieben, wobei regelmäßig folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt werden:

Mietereinbauten 10 Jahre
EDV-Ausstattung (IT Hardware) 3 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 Jahre
Leasinggeräte 1 6 Jahre
Demo-Geräte 2 2 Jahre

1 Es handelt sich um Blutgasanalysegeräte, die im Rahmen von Leasingverträgen Kunden zur Nutzung überlassen werden.
2 Geräte, die zu Demonstrationszwecken bei Kunden bereitgestellt werden.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert unter EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Der Bilanzposten und der gleichnamige Posten im Anlagenspiegel "Einbauten in fremden Grundstücken" des letztjährigen Jahresabschlusses wurde für Zwecke des diesjährigen Jahresabschlusses in "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken" umbenannt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten einzeln bewertet. Das für die Bewertung des Vorratsvermögens geltende strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Dabei berücksichtigte die Gesellschaft alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer ergeben, durch angemessene Abwertungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Grundsätzlich werden auf der Passivseite als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (ProjectedUnitCreditMethode) ermittelt. Für den Bilanzansatz wird bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen - für alle nach dem 31.12.2015 beginnenden Geschäftsjahre - der 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet. Zusätzlich wird eine Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz vorgenommen. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung ist es für die Pensionsverpflichtungen zulässig, eine pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren anzunehmen (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB).

Als versicherungsmathematische Parameter wurden bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen verwendet:

Gehaltsdynamik: 0,0 %

Rentendynamik: 1,75 %

Zinssatz (10 Jahresdurchschnitt): 1,82 %

Zinssatz (7 Jahresdurchschnitt): 1,72 %

Die Jubiläumsverpflichtungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (ProjectedUnitCreditMethode) berechnet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Darstellung wird die Nettomethode verwendet. Ein gesonderter Ausweis des Zinsertrages aus der Abzinsung unterbleibt somit, da dieser bereits bei der Berechnung des Zuführungsbetrages berücksichtigt ist.

Die Gewährung von verlängerter Gewährleistung (TEUR 6; Vj. TEUR 16) wird als Rechnungsabgrenzung unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufgrund der steuerlichen Organschaft bestehen weder aktive noch passive latente Steuern.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 298 (Vj. TEUR 285). Dies betrifft die Ansprüche aus den Rückdeckungsversicherungen und Forderungen aus Leasinggeschäften.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Darlehen, haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und betragen TEUR 12.295 nach TEUR 11.793 im Vorjahr.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hierbei handelt es sich um im Berichtsjahr gezahlte Beträge, die Aufwendungen für bestimmte Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen. Dabei handelt es sich insbesondere um Lizenzgebühren und vorausbezahlte Personalvermittlungskosten.

Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.045.200,00 und ist voll eingezahlt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 21 und unterliegt einer Ausschüttungssperre, nicht jedoch einer Abführungssperre. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entscheidenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

Sonstige Rückstellungen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Rückstellungen Boni, Tantiemen, Urlaub 1.990 2.002
Restrukturierung 1.474 1.925
Abfindungen 0 965
Jubiläum 205 193
Übrige Rückstellungen 1.631 1.165
5.300 6.250

Die im Zuge der Restrukturierung gebildeten Rückstellungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.474. Die übrigen Rückstellungen von TEUR 1.631 umfassen im Wesentlichen Provisionen an Dritte, Personalverpflichtungen und ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 6.167 (Vj. TEUR 3.317) und resultieren aus der Gewinnabführungsverpflichtung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.977 (Vj. TEUR 1.154) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 1.077 (Vj. TEUR 1.085) und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 1.624 (Vj. TEUR 866).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für im Voraus vereinnahmte Kundenzahlungen aus Service- und Wartungsverträgen sowie aus erweiterter Gewährleistung gebildet.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzentwicklung

2023 2022
TEUR % TEUR %
Zubehör/Verbrauchsmaterial 72.636 78,5 % 73.890 80,9 %
Geräte 10.681 11,5 % 10.364 11,3 %
Service (Reparatur/Wartung) 7.882 8,5 % 7.457 8,2 %
Sonstige 2.224 2,4 % 631 0,7 %
Erlösschmälerungen - 901 -1,0 % - 952 -1,0 %
Gesamt 92.522 100,0 % 91.391 100,0 %
Inland 92.470 100,0 % 91.354 100,0 %
Ausland 52 0,0 % 37 0,0 %

Materialaufwand

Die Position Materialaufwand beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Waren von verbundenen Unternehmen.

Gewinnverwendungsbeschluss/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn von TEUR 6.167 gemäß Gewinnabführungsvertrag an die KVHG2 GmbH, Wetzlar (vormals: Kaltenbach & Voigt GmbH, Biberach an der Riß) abzuführen.

Mindeststeuergesetz

Das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz) wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Hinsichtlich der neu eingeführten Regelung des § 285 Nr. 30a HGB und der daraus resultierenden Auskunftspflicht über einen sich aus dem Mindeststeuergesetz oder eines entsprechenden ausländischen Mindeststeuergesetzes ergebenden Steueraufwandes/-ertrages, sowie Erläuterungen zu den erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung solcher noch nicht in Kraft getretener Mindeststeuergesetze, wurden Überlegungen in Abstimmung mit dem obersten Gesellschafter (Weltkonzern Danaher Corp., Washington/USA) vorgenommen. Auf Basis der in diesem Zusammenhang erstellten Berechnungen für die jeweilige Gesellschaft sind wir derzeit der Ansicht, dass mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft aus der Einführung des Mindeststeuergesetzes zu rechnen ist.

Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Bündelung von Ressourcen wurden Teilbereiche des Rechnungswesens und Bereitstellung von IT-Systemen in ein konzerninternes Shared Service Center ausgegliedert. Der zugrundeliegende Vertrag hat eine unbegrenzte Laufzeit. Die sich hieraus ergebenden Aufwendungen für die Gesellschaft betragen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 264 (Vj. TEUR 201). Die Höhe der in Zukunft zu errichtenden Gebühren bemisst sich nach den erzielten Umsatzerlösen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.682 aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028.

Besondere Vorteile und/oder Risiken aus o. g. Miet- und Leasingverträgen ergeben sich nach unserem Kenntnisstand nicht. Zweck dieser Verträge ist die Vermeidung von Investitionen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen ausschließlich Geschäfte mit Unternehmen des Danaher Konzerns, d. h. mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen. Diese Gesellschaften werden allesamt in den Konzernabschluss der Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA, einbezogen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen ausschließlich die Geschäftsführervergütung auf Basis eines bestehenden Arbeitsvertrags.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Aufgrund der zusammenfassenden Angabe aller Abschlussprüfer-Honorare im Konzernabschluss der Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA, wird auf eine entsprechende Angabe im Anhang unserer Gesellschaft verzichtet.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren:

Melanie Hammerschmidt-Broman, Kauffrau, Neu-Anspach/Deutschland, ab 5.03.2024

Claus Lønborg Madsen, Kaufmann, Jyllinge/Dänemark, bis 5.3.2024

Christian Bernd Wagner, Kaufmann, Bergisch-Gladbach/Deutschland,

Jörg Riede, Kaufmann, Krefeld/Deutschland.

Herr Claus Lønborg Madsen und Frau Melanie Hammerschidt-Broman fungieren als weltweiter Finanzleiter bzw. weltweite Finanzleiterin für die Radiometer Gruppe.

Herr Wagner ist als Geschäftsführer operativ für die Radiometer GmbH tätig.

Herr Riede ist als Senior Director Finance EMEA (Europe, Middle-East, Africa) für die Radiometer GmbH mitverantwortlich.

Frau Hammerschmidt-Broman und die Herren Wagner und Riede sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht von den Befreiungsmöglichkeit nach § 286 Absatz 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge Gebrauch, da während des Geschäftsjahres nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 209 Mitarbeiter beschäftigt, davon 48 in der Verwaltung und 161 im Vertrieb.

Beziehungen zum Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin ist die KVHG2 GmbH, Ernst-Leitz-Straße 17-37, 35578 Wetzlar.

Der Geschäftsanteil beträgt TEUR 2.045.

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der KVHG2 GmbH.

Konzernverhältnisse

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der KVHG2 GmbH, Wetzlar, gehalten, die ein mittelbares Tochterunternehmen der Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA, ist. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft für den kleinsten Kreis von Unternehmen ist die KVHG2 GmbH, Wetzlar, die sämtliche Anteile der Gesellschaft unmittelbar hält. Der Konzernabschluss der Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA, wird unter dem Namen der Danaher Corp / DE, Washington D.C., USA, veröffentlicht und im Internet unter Edgar Company Filings (http://www.sec.gov/edgar/searchedgar/companysearch.html) publiziert.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, die einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge gehabt hätten, haben sich nicht ergeben.

 

Krefeld, 26. März 2024

Radiometer GmbH

Melanie Hammerschmidt-Broman, Geschäftsführerin

Christian Bernd Wagner, Geschäftsführer

Jörg Riede, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 185.097,57 0,00 0,00 185.097,57
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.267,65 102.426,34 178.594,40 492.099,59
3. Leasinggeräte 37.884.564,75 5.590.051,98 4.086.898,08 39.387.718,65
38.637.929,97 5.692.478,32 4.265.492,48 40.064.915,81
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 185.096,04 0,00 0,00 185.096,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 454.022,05 145.312,98 145.063,16 454.271,87
3. Leasinggeräte 25.666.597,28 3.905.210,37 3.776.757,47 25.795.050,18
26.305.715,37 4.050.523,35 3.921.820,63 26.434.418,09
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,53 1,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.827,72 114.245,60
3. Leasinggeräte 13.592.668,47 12.217.967,47
13.630.497,72 12.332.214,60

Lagebericht für 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Alleinige Gesellschafterin der Radiometer GmbH ist die Firma KVHG2 GmbH mit Sitz in Wetzlar. Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Danaher Corporation Inc., Washington D.C., USA einbezogen. Ertragssteuerrechtlich ist Radiometer GmbH in einer Organschaft mit anderen Danaher Gesellschaften verbunden. Die operative Gesamtführung erfolgt in Kooperation mit den Vertriebs- und Finanzeinheiten der Radiometer Medical ApS mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark (RMED).

Die Radiometer GmbH hat Ihren Standort in Krefeld, die Vertriebs- und Serviceeinheiten sind auf sieben (Vj. sieben) Vertriebs- und Service-Center in Deutschland verteilt.

Hauptsächlich werden medizinische Messgeräte und Zubehöre/Ersatzteile der Firma Radiometer Medical Aps (RMED), Kopenhagen, Dänemark, in Deutschland vertrieben. Die vertriebenen Produkte werden zur Diagnostik des menschlichen Blutes verwendet. Im Rahmen des "After Sales Services" werden Kunden beraten und insbesondere auch Wartungs- und Service-Dienstleistungen durchgeführt. Zur Unterstützung des Marktes wird ebenfalls die durch Radiometer entwickelte Software unter dem Produkt-Namen "AQURE" intern als auch extern bei Kunden eingesetzt bzw. installiert.

Das Qualitätssicherungssystem der Gesellschaft ist gemäß DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert.

Mehr als 2.000 Kunden werden von Radiometer GmbH ausschließlich in Deutschland direkt betreut. Die Kunden sind Universitätskliniken, private Kliniken, Krankenhäuser, Labor-Gemeinschaften und auch niedergelassene Ärzte. Die Radiometer GmbH hat eine hohe Marktpräsenz im Bereich der Blutgasanalytik. Die Marktpräsenz im Bereich der transkutanen Messtechnik mit "Stand Alone Systemen" ist ebenfalls hoch.

Marktumfeld in Deutschland

Die Diagnostika-Industrie ist Teil der Gesundheitswirtschaft, einem der größten Wirtschaftszweige in Deutschland. Im Jahr 2023 hatte der deutsche Markt für Labordiagnostik eine Größe von rund EUR 2,3 Mrd. Demnach ist der für Radiometer wichtige Markt im Jahr 2023 nach Brancheninformationen um 36,1 % im Vergleich zum Jahr 2022 gesunken. Gründe für diesen Rückgang sind primär auf die stark abgenommenen Umsätze mit Coronadiagnostik zurückzuführen.

Zunehmende regulatorische Anforderungen beim Inverkehrbringen beeinflussen das Wachstum negativ. Zusätzlich bleibt der Preisdruck ein Hemmnis für mehr Wachstum, verstärkt durch die negativen Auswirkungen in den internationalen Lieferketten. Komplexere Ausschreibungen seitens der Kliniken erhöhen den administrativen Aufwand beim Abschluss neuer Verträge.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigt laut IWF im "World Economic Outlook October 2023" Bericht ein Wachstum der Wirtschaftskraft von 3,0 % auf.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Zukünftige Entwicklung

Für die beiden folgenden Jahre rechnet der Internationale Währungsfonds, aufgrund der wirtschaftlichen Schäden durch geopolitische Auseinandersetzungen, hohe Zinsen und hohe Inflation, mit einer Verlangsamung des weltweiten Wachstumes. Im Jahr 2024 wird ein Wachstum von 3,2 % erwartet.

Für 2024 wird ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,2 % prognostiziert. Für den Euroraum wird ein Wachstum von insgesamt 0,8 % für 2024 vorhergesagt.

Forschung und Entwicklung

Die Radiometer GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung und ist eine reine Vertriebsgesellschaft.

Personalbestand und Personalentwicklung

Am Bilanzstichtag waren 209 (Vj. 209) Mitarbeiter beschäftigt. Es existieren eigenständige Verkaufsteams für die Geschäftsbereiche Blutgasanalyse, Transkutanes- Monitoring und AQT mit Unterstützung durch Service-Techniker.

Individuelle Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter werden weiterhin einen hohen Stellenwert haben. Mitarbeiterumfragen und Gespräche erfolgen jährlich, verbunden auch z. B. mit individuellen Weiterbildungsangeboten, und/oder Veränderung des Arbeitseinsatzes.

Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Aufgrund einer erhöhten Nachfrage sowohl nach Geräten als auch nach Dienstleistungen, liegen die Ergebnisse und der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 oberhalb von 2022. Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr als zufriedenstellend.

Radiometer GmbH hat weiterhin das Ziel, mit einem umfassenden Produktportfolio, Lösungen für Blutgasanalyse, Transkutanes Monitoring, Infektionsdiagnostik und die Bestimmung kardialer und Schwangerschaftsmarker für die Notfall und Point-of-Care Diagnostik auf höchstem Qualitätsniveau anzubieten. Bei der Entwicklung von Lösungen für unsere Kunden verfolgen wir einen ganzheitlichen Lösungsansatz mit Fokus auf Prozessoptimierung und dem Einsatz von Softwarelösungen zur Unterstützung des effizienten Einsatzes von Point-of-Care Geräten.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Jahr 2023 konnte der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 % gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür ist die Anzahl der Geräteplatzierungen, welche weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten werden konnten. Weiterhin wurden Maßnahmen fortgesetzt, um dem Preisverfall im Markt adäquat zu begegnen.

Der Materialaufwand hielt sich mit -1,12 % unter Vorjahresniveau. Die Brutto-Marge hat sich aufgrund von durchgesetzten Verkaufspreiserhöhungen gegenüber dem Vorjahr von 33,8 % auf 35,4 % verbessert.

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr

Gesamt 2022 TEUR 91.391
Gesamt 2023 TEUR 92.522

Der Gewinn vor Ergebnisabführung betrug

Gesamt 2022 TEUR 3.317
Gesamt 2023 TEUR 6.167

Die Summe aus Personal-, Abschreibungsaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insgesamt gegenüber dem Vorjahr um ca. 3,72 % gesunken, was sich überwiegend durch gesunkene Personalkosten sowie die durchgeführte Restrukturierung erklärt. Die Radiometer GmbH erwartet für 2024 steigende Umsätze bei ebenfalls steigenden Aufwendungen.

Abschreibungen auf zur Nutzung überlassene Geräte sind gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % gestiegen, dies weitestgehend aufgrund des Austauschs von Analysatoren durch Analysatoren einer anderen Produktserie.

Finanz- und Vermögenslage

Die Radiometer GmbH gehört zum Konzernverbund der Danaher-Gruppe und kann bei nicht ausreichender Liquidität in das Finanzmanagement des Konzerns einbezogen werden. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt über Cash-Poolkonten innerhalb des Konzerns. Zum Bilanzstichtag besteht eine Cash-Pool-Verbindlichkeit. Künftige Liquiditätsengpässe oder die Aufnahme von Fremdkapital sind nicht zu erwarten. Das Eigenkapital bleibt unverändert.

Die Gesellschaft weist zum Stichtag Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 680 aus. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 66 (Vj. TEUR 2.732).

Das im Jahr 2019 gewährte Darlehen an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von EUR 11,5 Mio. wurde mit 0,21 % verzinst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus EAV betragen TEUR 6.167 (Vj. TEUR 3.317).

Die sonstigen außerbilanziellen Verpflichtungen (TEUR 3.682, Vj. TEUR 2.994) sind aufgrund von neuen KFZ-Leasingverträgen und EDV Leasingverträgen gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um ca. 6,1 %: Es gab weiterhin keine wesentlichen Ausfälle von Forderungen gegen Kunden.

Die Vorräte an Fertigwaren stiegen um TEUR 154 im Vergleich zum Vorjahr, da das Servicekonzept für Ersatzteile pausiert wurde.

Ein Großteil unserer Produkte, insbesondere Verbrauchsmaterial, wird an unsere Kunden aus dem Zentrallager von Radiometer in Polen ausgeliefert. Die Vermögenslage ist auf gleichbleibend gutem Niveau im Vergleich zum Vorjahr, die Ertragslage liegt innerhalb der Erwartungen. Für die Zukunft sehen wir uns auf vergleichbarem Niveau.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist bestimmten Risiken ausgesetzt, die sich aus dem normalen Geschäftsverlauf ergeben und die die Entwicklung negativ beeinflussen können:

Weitere verstärkte Regulierung des Gesundheitsmarktes in Deutschland durch Maßnahmen des Gesetzgebers oder der Sozialversicherungsträger;

Produktfehler, die im schlimmsten Fall zur Schädigung eines Patienten führen können;

Rückruf von Produktionschargen, was das Kundenvertrauen negativ beeinflussen kann;

kommerzieller Fehlschlag eines Produktes, für dessen Vermarktung hohe Investitionen getätigt wurden;

wie Corona gezeigt hat, eingeschränkter Zutritt zu den Häusern unserer Kunden und damit begrenzte Möglichkeit des Service unserer Geräte;

die Folgen der Krankenhausreform könnten das Wachstum ebenfalls beeinträchtigen.

Anhaltspunkte, dass die erstgenannten Risiken in der nächsten Zeit eintreten werden, liegen uns nicht vor.

Für das kommende Jahr erwarten wir mindestens einen Markt für unser Produktportfolio auf Vorjahresniveau.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts ist die Entwicklung der geopolitischen Lage aufgrund des Konfliktes in der Ukraine und im nahen Osten weiterhin nicht in Gänze einzuschätzen. Jedoch sind weder unsere Produktion noch unser globales Distributionszentrum vom aktuellen Konflikt betroffen, sodass Lieferungen im deutschen Markt weiterhin durchgeführt werden können.

Die Radiometer Produkte werden von unserem Distributionszentrum mit verschiedenen Transportmitteln befördert, für Deutschland ausschließlich über den Landweg. Im Allgemeinen schätzen wir den Straßenverkehr innerhalb Polens und Deutschlands als stabil bleibend ein, sodass sich hieraus keine Einschränkungen für den deutschen Markt erkennen lassen.

Chancenbericht & Prognosebericht

Der Markt für Analysesysteme wird sich aufgrund des weiter steigenden Kostendrucks im öffentlichen Krankenhaus- und Laborsektor, begleitet von weiter fallenden Verkaufspreisen, weiter konsolidieren. Dennoch werden wir stets versuchen sicherzustellen, dass auch künftig nur profitable Geschäfte abgeschlossen werden. Dem steigenden Kostendruck konnten wir im Jahr 2023 teilweise mit Preiserhöhungen begegnen. Sollte dies in naher Zukunft erforderlich sein, werden wir unsere Preise auch in 2024 an die Entwicklung der Kaufkraft anpassen.

Durch die Krankenhausreform ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Krankenhäuser reduziert. Dadurch erwarten wir eine Verschiebung und Konzentration der Nachfrage nach unseren Produkten & Dienstleistungen auf weniger Krankenhäuser.

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg sind in unseren Augen motivierte, engagierte und gut trainierte Mitarbeiter. Gepaart mit unseren Produkten sehen wir uns sehr gut positioniert, um den aktuellen und zukünftigen Ansprüchen unserer Kunden mehr als gerecht zu werden. Wir sehen es als unsere Aufgabe, unsere Mitarbeiter weiterzuentwickeln und die Organisationsstruktur den neuen Marktstrukturen anzupassen. Um die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter im Bereich des Key Account Managements weiter ausprägen und so den Marktentwicklungen Rechnung tragen zu können, werden interne Fortbildungsmaßnahmen und Prozessverbesserungen regelmäßig durchgeführt.

Für das folgende Geschäftsjahr sehen wir ein Umsatzwachstum auf dem aktuellen Niveau von 1 % bis 3 % bei stabilen Margen und leicht steigenden Aufwendungen.

Wir planen für die kommenden Jahre einen Umsatzzuwachs, der sich über den zu erwartenden Steigerungen des Gesamtmarktes entwickelt. Die Margen werden sich, durch die mehrfach genannten Entwicklungen in einigen Produktbereichen verschlechtern. Auf Grund erwarteter Preisbereinigungen bzw. Preisanpassungen bei den Einkaufpreisen glauben wir erneut ein positives Gesamtergebnis erreichen zu können.

Für die Zukunft bleiben wir auch Überlegungen zu strategischem Wachstum offen, um die Marktposition in bestehenden und neuen Märkten mit neuen Produkten zu stärken. Ebenso werden wir die Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften des Danaher Konzerns verstärken, um sowohl bei der Marktbearbeitung, aber vor allem mit verstärkter Nachfragemacht zusätzliche Kostenersparnisse zu generieren.

Die Finanzierung der Gesellschaft wird im Konzernverbund sichergestellt. Damit werden die Finanzrisiken weitestgehend auf die Muttergesellschaft und den Konzern verlagert. Mit einer grundsätzlichen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Rahmen einer diesbezüglichen Konzernstrategie, würden somit keine Finanzrisiken für die Gesellschaft selbst entstehen.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem

Den allgemeinen Marktrisiken begegnen wir durch ständige, sorgfältige Beobachtung der Kunden, der Wettbewerber und der medizinischen Entwicklung. Dies ist Bestandteil unserer operativen und strategischen Planung.

Für 2023 haben wir erneut die Audits für die Zertifizierung unseres internen Kontrollsystems erfolgreich durchgeführt.

Im Jahr 2022 wurde das Managementsystem der Radiometer GmbH erstmalig nach ISO/IEC 27001:2017 zertifiziert.

Hierbei handelt es sich um einen branchenübergreifenden internationalen Standard zur nachhaltigen Umsetzung der Informationssicherheit. Im Zuge dessen wurde ein Informationssicherheitsmanagementsystem implementiert, um auch in Zukunft höchsten Ansprüchen an Informationssicherheit und Datenschutz gerecht werden zu können.

Eine Zertifizierung nach EN ISO 13485:2016 besteht ebenfalls.

Im Rahmen unserer Compliance-Richtlinien werden alle Mitarbeiter regelmäßig über entsprechende Internet-Plattformen informiert und nachweislich geschult; insbesondere dabei über Themen wie "Vermeidung von Diskriminierung" und/oder "Korruption".

Das DBS (Danaher Business System) wurde auch im Jahr 2023 konsequent umgesetzt bzw. erfolgreich zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt.

Insbesondere werden dabei die für das Jahr geplanten Ziele im "KPI" (Key Performance Indicator) und im "PD" (Policy Deployment) dargestellt und mit den tatsächlich erreichten Ergebnissen verglichen. Gründe für nicht erreichte Ziele werden analysiert und dargestellt. Das Berichtswesen und die Planüberarbeitungen erfordern die genaue Analyse der eigenen Tätigkeit und der Wettbewerber sowie eine Überprüfung der Geschäftsziele.

Auf Basis regelmäßiger Berichterstattung und Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr werden in regelmäßigen Besprechungen mit der Geschäftsführung alle wesentlichen Entwicklungen von den Bereichsverantwortlichen vorgestellt und eingehend erläutert, die aktuelle Risikosituation thematisiert und geeignete Maßnahmen zur Steuerung der Unternehmensentwicklung beschlossen.

 

Krefeld, 26. März 2024

Radiometer GmbH

Melanie Hammerschmidt-Broman, Geschäftsführerin

Christian Bernd Wagner, Geschäftsführer

Jörg Riede, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Radiometer GmbH, Krefeld, wurde am 15.07.2024 festgestellt.

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