Alte Schenke Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Nickel seit 8.8.2023 | Prokura |
Wolfgang Lucht seit 2.5.2023 | Prokura |
Carina Plogmann seit 8.12.2022 | Prokura |
Marc Sodeikat seit 13.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Christian Schröder seit 13.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Theodor Josef Determann seit 25.2.2022 | Vorstandsmitglied |
Peter Kersting seit 19.3.2013 | Prokura |
Rainer Dr. Grote seit 12.1.2009 | Prokura |
Oliver H. W. Risken seit 15.10.2008 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
heristo holding gmbhBad RothenfeldeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Inhalt: 1 Unternehmerisches Profil und Rahmenbedingungen 1.1 Überblick 1.2 Organisation und Unternehmensbereiche 1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1.3.2 Branchenentwicklung 1.4 Geschäftsentwicklung 1.4.1 Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe 1.4.2. Geschäftsverlauf im Industriebereich 1.4.2.1 stockmeyer gruppe 1.4.2.2 saturn petcare group 1.4.2.3 Buss fine food 1.5 Personal 1.6 Produktion und Investition 1.7 Forschung und Entwicklung 1.8 Nachhaltigkeit 2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.1 Vermögenslage 2.2 Finanzlage 2.2.1 Finanzmanagement 2.2.2 Finanzierung 2.2.3 Investitionen 2.2.4 Cashflow 2.3 Ertragslage 2.3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2.3.2 Entwicklungen von Rohertrag und Betriebsergebnis 2.4 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage 3 Chancen- und Risikoberichterstattung 3.1 Allgemeines Risikomanagementsystem 3.2 Risikomanagementsystem von Finanzinstrumenten 3.3 Risiken 3.4 Chancen 3.5 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage 4 Prognosebericht 4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 4.2 Ausblick der heristo-Gruppe 1 Unternehmerisches Profil und Rahmenbedingungen1.1 Überblick Die heristo-Gruppe blickt im Berichtsjahr 2022 auf eine 109-jährige Firmengeschichte zurück. Die familiengeführte Unternehmensgruppe ist heute international hauptsächlich in den Branchen Fleischveredelung, Feinkost, Heimtiernahrung sowie Groß- und Außenhandel von Nahrungsmitteln tätig. heristo ist eines der umsatzstärksten Familienunternehmen der deutschen Nahrungsmittelindustrie sowie einer der größten und leistungsstärksten europäischen Hersteller von Heimtiernahrung. Die heristo-Gruppe umfasst darüber hinaus eine Handelsorganisation, die qualitativ hochwertiges Rind- und Lammfleisch aus Südamerika und Ozeanien importiert. Im Berichtsjahr arbeiteten gruppenweit insgesamt ca. 3.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehreren Ländern Europas und in den USA. Ein stetiger Ausbau der Marktposition, zahlreiche Unternehmensakquisitionen und ein solides Wachstum haben der heristo-Gruppe ihr heutiges Fundament gegeben. Aus Sicht der Geschäftsführung sind die Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolges die hohen Qualitätsansprüche an die Produkte, ein exzellentes Qualitätsmanagement sowie die hochgradige Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. All dies ermöglicht die Fortsetzung und Sicherung der Tradition als mittelständisches Familienunternehmen. 1.2 Organisation und Unternehmensbereiche Die heristo holding gmbh ist die Konzernholding und Obergesellschaft der heristo-Gruppe. Sie setzt die unternehmerischen Akzente und überwacht die geschäftlichen Aktivitäten der heristo aktiengesellschaft und ihrer operativen Beteiligungen. Die Unternehmensgruppe ist unter der heristo aktiengesellschaft als strategische Führungsholding in vier dezentral operierenden Unternehmensbereichen organisiert. Dabei bilden die stockmeyer gruppe, die Buss fine food und die saturn petcare group als produzierende Einheiten den Industriebereich. Die Sparte conSup convenient supplies führt das Handelsgeschäft der heristo-Gruppe. In der stockmeyer gruppe sind Unternehmen zusammengefasst, die die Herstellung und den Vertrieb von Fleisch-, Convenience- und Wurstwaren betreiben. Die Sparte Buss fine food (bis Ende 2022 Appel Fine Food) besteht nach der Veräußerung des Appel-Geschäfts zum Ende des Berichtsjahres im Wesentlichen aus den Gesellschaften Buss Fertiggerichte GmbH (Ottersberg) und YOUCOOK GmbH (Köln). Die Buss Fertiggerichte GmbH in Ottersberg ist ein bedeutender deutscher Hersteller von kühlfrischen, herzhaften und süßen Fertiggerichten, sterilen Dosenfertiggerichten und Suppen. Die YOUCOOK GmbH ist ein vergleichsweise junges Unternehmen aus Köln, das ein eigenständiges Mahlzeitenkonzept produziert und damit Supermärkte beliefert. Die saturn petcare group zählt zu den führenden Heimtiernahrungsherstellern in Europa und produziert im Wesentlichen Handelsmarken in allen maßgeblichen Petfood-Kategorien. Zur Sparte gehört auch die animonda petcare gmbh, die auf den Vertrieb hochwertiger Tiernahrung für Hunde und Katzen spezialisiert ist. Wesentlicher Vertriebskanal für die Gesellschaften der heristo-Gruppe ist der deutsche Lebensmitteleinzelhandel einschließlich Discount und Drogeriemärkten. Das in der Sparte conSup gebündelte Handelsgeschäft besteht aktuell hauptsächlich aus dem Handel mit Rindfleisch. Die operative Steuerung der Unternehmensbereiche obliegt den Geschäftsführungen der einzelnen Spartengesellschaften, die Umsetzung der jeweiligen Geschäftsbereichsstrategien wird durch die Spartenobergesellschaften wahrgenommen. Diese werden von den zentralen Funktionen der heristo aktiengesellschaft unterstützt, um Synergien des Unternehmensverbundes optimal zu nutzen. 1.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9% höher als im Vorjahr. Dabei war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 nach Ansicht der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie vor allem den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 nach Einschätzung der Präsidentin insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7% höher. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8% gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3%). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0%). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1%. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2% mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7% zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3% oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.F 1 1.3.2 Branchenentwicklung Wegen stark gestiegener Preise bei Rohstoffen und Energie sowie anhaltender Lieferkettenprobleme zeigte sich 2022 auf Basis der Jahresschätzung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) als bislang schwerstes Jahr für die deutsche Ernährungsindustrie. Aufgrund einer Inflation bei den Produktionskosten von nie dagewesenen Ausmaßen gingen die verkauften Mengen ein weiteres Jahr in Folge zurück. Das Absatzminus belief sich auf 1,8%. Auch der Absatz im Ausland - sonst Wachstumsmotor - hatte mit deutlichen Einbußen zu kämpfen und sank um 5,5%. Die extremen Kostensteigerungen und Verknappungen bei Rohstoffen und Energie verdeutlicht die Entwicklung des HWWI-Rohstoffpreisindex 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So lag der Preisanstieg im Segment Nahrungsmittel bei plus 45%. Auch der Index für Energierohstoffe erreichte 2022 Rekordhöhen und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 158%. Hinzu kamen weitere Belastungen durch erhebliche Kostensteigerungen bei Logistik und Transport, Verpackungsmaterial sowie zusätzliche Bürokratieanforderungen, die Ressourcen in den Unternehmen binden. Diese Kostensteigerungen spiegelten sich nur teilweise in den von den Herstellern erzielten Verkaufspreisen beim Handel wider. So stiegen die Verkaufspreise um 18% im Inland und um 20,9% im Ausland. Der Umsatz der Branche belief sich der BVE-Schätzung zufolge auf € 216,3 Mrd., davon entfielen € 75,8 Mrd. auf den Export. 2 Das würde im Vergleich zur Vorjahresschätzung einen Anstieg von rd. 19% bedeuten. 1.4 Geschäftsentwicklung 1.4.1 Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe In der heristo-Gruppe werden die Geschäfte im Wesentlichen anhand finanzieller Leistungsindikatoren gesteuert. Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren gehören dabei die Umsatzerlöse, das Betriebsergebnis und der Konzernjahresüberschuss. Diese und weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind in die Analyse des Geschäftsverlaufs und die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einbezogen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur internen Steuerung der heristo-Gruppe herangezogen. Die Umsätze des Jahres 2022 betrugen € 1,648 Mrd. Gegenüber dem Vorjahr sind die Umsätze somit um ca. 20,4% gestiegen. Der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr ist zu einem großen Teil preisbedingt, aber auch in der Absatzmenge konnte die heristo-Gruppe zulegen. Der Konzernjahresüberschuss ging im Berichtsjahr um € 10,4 Mio. auf € 22,0 Mio. zurück. 1.4.2. Geschäftsverlauf im Industriebereich 1.4.2.1 stockmeyer gruppe Der Wurstmarkt insgesamt hat den Trend der Vorjahre in 2022 fortgesetzt und ist gegenüber dem Vorjahr mengenmäßig weiterhin rückläufig. 3 Der Ukraine-Krieg ließ die Herstellungskosten rasant ansteigen. Dementsprechend war das Jahr geprägt durch aktives Krisenmanagement zur Sicherung der Lieferfähigkeit. In Deutschland sinkt das Angebot an Schlachtschweinen auf der Erzeugerseite weiter. Die Angebotsverknappung ließ die Einstandspreise zum Jahresende stark steigen. 4 Das Preisniveau wurde vom deutschen Lebensmittelhandel und vom Discount ebenfalls gesteigert. Mit dem Ausbruch des militärischen Konflikts in der Ukraine kam es zu einer großen Flüchtlingsbewegung nach Polen. Diese zusätzlichen Verbraucher sorgten für einen zusätzlichen Absatz in allen Vertriebskanälen und überkompensierten damit den allgemeinen Trend des Konsumrückgangs von verarbeiteten Fleischartikeln. Im rückläufigen Wurstmarkt wächst die stockmeyer gruppe im Vorjahresvergleich mengenmäßig um 7,2 %. Der Umsatz der Sparte lag mit einem Betrag von € 450 Mio. um € 94 Mio. (26%) über dem Vorjahreswert von € 356 Mio. 1.4.2.2 saturn petcare group Der Markt für Hunde- und Katzennahrung ist im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) einschließlich Discount und Drogeriemärkten im Jahr 2022 gemessen am Umsatz im Vergleich zu 2021 gewachsen (+10,6%-Punkte), wohingegen der Absatz im Vergleich zu 2021 gesunken ist (-1,1%). 5 Die positive Umsatzentwicklung resultiert vor allem aus Zuwächsen im Bereich des Nassfutters und der Katzensnacks. Letztlich ist aber die Entwicklung in allen Produktkategorien positiv, was auf die umfänglichen Preiserhöhungen in diesem Bereich zurückzuführen ist. Wertmäßig steigen die für saturn relevanten Teilmärkte Hunde- und insbesondere Katzenfutter nass am stärksten. Die Zuwächse im Bereich des Trockenfutters sind im Vergleich zum Nassfutter deutlich unterproportional. Der Rückgang der Absatzmenge über alle Kategorien um -1,1% hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass sich insbesondere gegen Ende des Jahres die Wanderung aus dem Lebensmitteleinzelhandel in den Fach- und Onlinehandel abgeschwächt hat, da bspw. im Hundesegment auch der Fachhandel Rückgänge zu verzeichnen hat. Zum anderen hat insbesondere gegen Ende des Jahres der Lebensmittelhandel und dort insbesondere der Discount Boden gut machen können. Im Katzenbereich wächst der Fachhandel weiterhin, während der Lebensmitteleinzelhandel nur leicht verliert. Wertmäßig konnten die Mengenentwicklungen deutlich überkompensiert werden, da umfangreiche Preiserhöhungen am Markt umgesetzt werden konnten. In den das Kerngeschäft der Sparte saturn petcare group repräsentierenden Segmenten gingen die Absatzmengen in der Hundenassnahrung nur leicht zurück, während sie in der Katzennassnahrung gehalten werden konnten. Für die saturn Gruppe ist im Kernmarkt "LEH" wesentlich, dass der Eigenmarkenanteil mengenmäßig wieder auf 67% und damit auf Vor-Corona-Niveau gesteigert werden konnte, wertmäßig beträgt der Anteil nun auch wieder über 50%. Auf der Rohstoffseite hat sich die Lage im Jahresverlauf weiter deutlich verschlechtert. Letztlich in allen Fleischkategorien führen gesunkene Verfügbarkeiten aufgrund geringerer Schlachtzahlen insbesondere in Europa sowie die angespannte Situation in den globalen Lieferketten zu stark gestiegenen Preisen. Im Bereich der Verpackungen spiegeln sich die Marktentwicklungen ebenfalls wider. Sowohl in der Primärverpackung als auch in der Sekundärverpackung hat das Preisniveau nochmals deutlich angezogen. Trotz der Bemühungen, die Marktrisiken durch eine Erweiterung des Lieferantenkreises und Diversifizierung in den Rohstoffen zu minimieren, haben sich die Einkaufspreise massiv erhöht. Darüber hinaus sorgen auch die stark angestiegenen Energiepreise in dem energieintensiven Produktionsbereich für einen erheblichen Margendruck, dem die saturn petcare group mit entsprechenden Preissteigerungen auf der Vertriebsseite insbesondere im 2. Halbjahr begegnen musste, wodurch sich die insbesondere im 1. Halbjahr herausfordernde Ergebnissituation entspannte. Der Absatz der Sparte saturn petcare group konnte im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um +9,4% gesteigert werden, der Umsatz der Sparte erhöhte sich im Vergleich zu 2021 sogar um € 180 Mio. Ein Teil dieser Veränderungen entfällt jedoch auf die im Geschäftsjahr neu der Sparte zugeordnete saturn petcare inc. Aber auch ohne diesen Effekt konnte sich die Sparte sowohl bezüglich des Absatzes als auch des Umsatzes besser als der Markt entwickeln. 1.4.2.3 Buss fine food Mit Wirkung zum 31. Dezember 2022 wurde das Geschäft der Appel Feinkost GmbH & Co. KG im Wege eines Asset Deals an die Maris Food GmbH veräußert. Der verbleibende Geschäftsbereich wurde daraufhin von Appel fine food in Buss fine food umbenannt. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der für die Appel Feinkost GmbH & Co. KG relevante Gesamtmarkt der Fischdauerkonserven im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Diese Entwicklung zeigte sich ebenfalls in dem für Appel relevanten Bereich Hering, der in Absatz und Umsatz sogar stärker gewachsen ist als der Gesamtmarkt. 6 Von diesem positiven Marktumfeld konnte Appel nicht profitieren und musste bei den Fischdauerkonserven insgesamt sowohl mengen- als auch wertmäßig Rückgänge hinnehmen. Die Rückgänge sind vor allem auf den Bereich der Handelsmarke zurückzuführen. Hier waren die Absatzmengen aufgrund des intensiven Wettbewerbs im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Bei den Markenprodukten waren im Vorjahresvergleich ebenfalls Absatzrückgänge zu verzeichnen. Auf der Beschaffungsseite waren im Vergleich zum Vorjahr für den gesamten Fischmarkt steigende Rohwarenpreise zu beobachten. Darüber hinaus mussten aber auch in allen anderen Rohstoffkategorien nennenswerte Preissteigerungen hingenommen werden. Aufgrund der beschriebenen Kostensteigerungen konnten sowohl bei der Marke als auch im Bereich der Handelsmarke Preiserhöhungen am Markt durchgesetzt werden. Dennoch befinden sich die Preise aufgrund des intensiven Wettbewerbs nicht auf einem wirtschaftlich auskömmlichen Niveau. Der für die Buss Fertiggerichte GmbH bedeutende Markt für ungekühlte Fertiggerichte ist im Jahr 2022 mengenmäßig und vor allem auch wertmäßig gestiegen. Der wertmäßige Anstieg ergab sich dabei im Wesentlichen im marktbestimmenden Dosensegment, Mengenzuwächse waren hauptsächlich in den anderen Verpackungsformen zu beobachten. Der Markt für gekühlte Fertiggerichte hat in 2022 erneut mengen- und wertmäßig zugelegt, vor allem durch den Zuwachs bei den Fertiggerichten in der Schale und im Becher. Bei den Rohwarenpreisen waren im Berichtsjahr in allen Kategorien erhebliche Kostensteigerungen hinzunehmen. Insbesondere bei den Verpackungen und den Fleischerzeugnissen stiegen die Einkaufspreise stark an. Darüber hinaus war Buss aufgrund der energieintensiven Produktionsverfahren vom Anstieg der Energiekosten erheblich betroffen. Der Absatz der gesamten Sparte Buss fine food ist im Geschäftsjahr 2022 um 6,4% gestiegen. Dementsprechend hat sich auch der Umsatz von € 297 Mio. auf € 343 Mio. erhöht. 1.5 Personal Die heristo-Gruppe verfügt über hochqualifizierte und motivierte Arbeitnehmer. Die hohe Identifikation und die Bindung unserer Mitarbeiter zum Unternehmen zeigen sich auch an einer langen Betriebszugehörigkeit. Der Personalstand der heristo-Unternehmen hat sich im Jahr 2022 im Wesentlichen aufgrund der Veräußerung des Logistikbereichs zum Ende des Jahres 2021 verringert. Im Jahresdurchschnitt waren - ohne Auszubildende - 3.410 Mitarbeiter (Vorjahr 3.968) beschäftigt. Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmensgruppe. Der Bereich Personal konzentrierte sich daher im Jahr 2022 weiterhin auf die Themenfelder Aus- und Weiterbildung. Den Nachwuchskräften bieten wir Berufsausbildungen in verschiedenen Bereichen der Lebensmittelverarbeitung, Technik und Verwaltung an. Die Zahl der Auszubildenden hat sich im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Veräußerung des Logistikbereichs verringert. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 114 (Vj. 133) Auszubildende in den Unternehmen ausgebildet. Darüber hinaus gehört natürlich auch die Weiterbildung aller Beschäftigten zur Personalentwicklung der Gruppe, um personelle Kapazitäten und fachliche Kompetenzen zu sichern. Im Jahr 2022 wurden alle Führungskräfte aus den Unternehmen der heristo-Gruppe auf das neu entwickelte Kompetenzmodell und einen neuen gruppenweiten Standard eines Mitarbeiterentwicklungsgesprächs geschult, um so nachhaltige und einheitliche Führungsleitlinien und Methodiken zu etablieren. Außerdem wurden konsequent interne sowie externe Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitgeberdachmarke "HERISTOGETHER - zusammen vielseitig" durchgeführt, um auch weiterhin Fach- und Führungskräfte für die Unternehmensgruppe zu gewinnen. 1.6 Produktion und Investition Der Namenszusatz "The Quality-Group" bringt das Selbstverständnis der heristo-Gruppe als Qualitätsführer bei der Herstellung und Verarbeitung von hochwertigen Lebensmitteln zum Ausdruck. Die heristo-Gruppe verfügt im Kerngeschäft über 6 Produktionsstandorte im In- und Ausland. An diesen Standorten werden kühlfrische Produkte, Suppen, Fertiggerichte, Fleisch- und Wurstwaren sowie Tiernahrung hergestellt. Die Produktionsstätten zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus, der durch etablierte Qualitätsmanagementsysteme und regelmäßige Audits überwacht wird. Die gesamte Unternehmensgruppe legt großen Wert auf moderne und zukunftsorientierte Produktions- und Fertigungsanlagen und verfolgt eine vorwärts gerichtete Investitionsstrategie. Das Instandhaltungsmanagement stellt eine hohe Wertbeständigkeit und einen hohen Verfügbarkeitsgrad aller Anlagen sicher. Die Produktionskapazitäten waren auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weitestgehend ausgelastet. Moderne integrierte Warenwirtschafts- und Betriebsdatenerfassungssysteme ermöglichen die Optimierung des Supply-Chain-Prozesses. Gruppenweit wurde die Systemlandschaft vereinheitlicht und integriert. Unterstützt durch professionelle Partner und mittels modernster Lagersysteme werden die Logistikfunktionen wahrgenommen. 1.7 Forschung und Entwicklung Um die Stellung eines erfolgreichen Familienunternehmens zu festigen, auszubauen und ein profitables Wachstum zu gewährleisten, spielen die Qualitätssicherung und kontinuierliche Verbesserung der eigenen Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte zentrale Rollen. Hierfür hat die heristo- Gruppe die notwendigen Voraussetzungen geschaffen. So ist jede produzierende Sparte mit einem eigenen Entwicklungslabor ausgestattet, welches neben der Entwicklung von innovativen Produktideen auch zur Qualitätssicherung genutzt wird. Einen Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bilden grundsätzlich die Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung von Produkten, wie z.B. die Entwicklung von neuen vegetarischen Fertiggerichten oder veganen Artikeln. Darüber hinaus geht es in der Ernährungsindustrie auch regelmäßig um Weiter- und Neuentwicklungen im Bereich der Verpackungen. Neben der ständig erforderlichen Entwicklung von neuen Verpackungsformen werden hier auch Tests neuer Verpackungsmaterialien durchgeführt. Im Bereich Tiernahrung zählt die Weiterentwicklung und Anpassung von Rezepturen an futtermittelrechtliche und ernährungsphysiologische Anforderungen in jedem Jahr zu den Schwerpunktthemen. 1.8 Nachhaltigkeit Die heristo-Gruppe sieht sich als mittelständisches Familienunternehmen zu nachhaltigem und gesellschaftlich verantwortlichem Handeln verpflichtet. Diese Grundsätze finden sich in unseren Unternehmenswerten wieder. Wir sehen uns als fairen und verlässlichen Partner unserer Kunden, Lieferanten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versuchen, diese Sicht in unserem gesellschaftlichen Engagement zum Ausdruck zu bringen. Unternehmerischer Erfolg bedeutet für uns auch Beständigkeit über Generationen hinweg. Er zeigt sich in der Verbundenheit mit der Region, in der wir wirken, sowie in der Verbundenheit mit den Menschen, die uns bei unseren unternehmerischen Aufgaben unterstützen bzw. von unserem Handeln betroffen sind. Nachhaltiges Wirtschaften heißt für die heristo-Gruppe erstklassige Produktqualität, Schutz der Umwelt durch moderne ressourcenschonende Technologien und höchste Qualitätsstandards. Nachhaltigkeit zeigt sich aber gerade auch in der Wahrnehmung gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung. Die Kunden und die Endverbraucher der heristo-Produkte erwarten erstklassige Qualitäten, d.h. sichere Nahrungsmittel sowie Produkt- und Verpackungsinnovationen, die künftige Standards setzen. Die Geschäftsleitung versucht, sowohl durch die Unternehmensorganisation als auch durch vorbildhaftes Handeln ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit Ausdruck zu verleihen und ein Gesicht zu geben. Der Fokus für eine nachhaltige Entwicklung zielt insbesondere auf folgende Bereiche:
2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 ist mit € 843,8 Mio. um € 84,1 Mio. höher gegenüber dem 31. Dezember 2021 (€ 759,7 Mio.). Auf der Aktivseite ist die Erhöhung vor allem auf den im Wesentlichen einkaufspreisbedingten Anstieg der Vorräte (€ +31,0 Mio.) sowie die ebenfalls hauptsächlich preisinduzierte Erhöhung bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (€ +58,8 Mio.) zurückzuführen. Auf der Passivseite spiegelt sich die Erhöhung der Bilanzsumme vor allem in dem aufgrund des Jahresergebnisses um € 20,1 Mio. gestiegenen Eigenkapital, den um € 23,1 Mio. höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie den um € 48,6 Mio. angewachsenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wider. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme um 2,1%-Punkte vermindert und beträgt zum Stichtag 42,9%. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Bewertungsvorschriften der heristo-Bilanzierungsrichtlinie angewandt und umgesetzt, so dass alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen im Sinne einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung erfasst worden sind. 2.2 Finanzlage 2.2.1 Finanzmanagement Das Finanzmanagement der heristo-Gruppe umfasst das Cash- und Liquiditätsmanagement sowie das Management von Marktpreisrisiken (Währungen und Zinsen) und Kreditausfallrisiken. Die konzerninterne Treasury Organisation der heristo ag führt das Finanzmanagement einheitlich für alle Konzernunternehmen im Rahmen gemeinsamer Richtlinien durch. Organisatorisch ist das Finanzmanagement von den übrigen Verwaltungsbereichen getrennt. Im Cash-Management werden alle Zahlungsmittelbedarfe und Zahlungsmittelüberschüsse der heristo-Gesellschaften ermittelt. Das Cash-Pooling steuert effizient die Liquidität in der Unternehmensgruppe. Um die Steuerung der Zahlungsflüsse zu optimieren, wurden interne Verrechnungskonten eingeführt und standardisierte Prozesse für Zahlungsvorgänge etabliert. Das Liquiditätsmanagement stellt die jederzeitige Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen der heristo-Gruppe sicher. Mit einer operativen Jahresplanung und einer Mittelfristplanung werden die Liquiditätsbedarfe ermittelt und durch geeignete Finanzierungsformen gedeckt. 2.2.2 Finanzierung Die heristo aktiengesellschaft übernimmt zentral die Versorgung der Gesellschaften mit Liquidität zur Finanzierung von Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebes mittels interner Cash-Pooling-Vereinbarungen mit den Tochterunternehmen. Die finanzielle Steuerung der heristo-Gruppe erfolgt zentral über die heristo aktiengesellschaft. Als wichtigste Ziele des Finanzierungsmanagements gelten die Sicherung der Liquidität und die Bonität des Konzerns. Diese gewähren die notwendige finanzielle Autonomie und bieten eine nachhaltige Sicherung und Steigerung des Unternehmenswertes. Der Kapitalbedarf und die Kapitalbeschaffung sowie Prolongationserfordernisse mittel- und langfristiger Kredittranchen werden im Rahmen der mittel- und kurzfristigen Unternehmensplanung errechnet und regelmäßig unterjährig fortgeschrieben und gegebenenfalls angepasst. Die einzelnen Planungen und Zielsetzungen sind so aufeinander abgestimmt, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Autonomie ausgewogen Rechnung getragen wird. Neben der klassischen Bankenfinanzierung werden Factoring und Leasing als weitere externe Finanzierungsformen genutzt. Die zugeflossenen Mittel aus Factoring und Leasing wirken sich positiv auf die kurzfristigen Finanzschulden und den Bestand an flüssigen Mitteln aus. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich mit Abschluss des Kreditvertrages zinsgesichert worden. 2.2.3 Investitionen Insgesamt erfolgten in 2022 Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von € 60,1 Mio. nach € 71,3 Mio. im Vorjahr. Davon entfielen € 51,0 Mio. (Vorjahr € 65,8 Mio.) auf Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionen wurden vornehmlich in den Kerngeschäftsbereichen getätigt, um die Marktpositionen zu festigen und auszubauen. 2.2.4 Cashflow Die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 wurde in Übereinstimmung mit DRS 21 erstellt. Danach ergibt sich für das Jahr 2022 bei einem Konzernjahresüberschuss von € 22,0 Mio. ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 12,5 Mio. Unter Berücksichtigung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von € -42,4 Mio. ergibt sich ein Free Cashflow der Unternehmensgruppe - berechnet als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit - in Höhe von € -29,9 Mio. Aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Finanzmittelzufluss von insgesamt € 9,4 Mio. Für das Berichtsjahr war somit unter Berücksichtigung währungs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingter Effekte insgesamt ein negativer Cashflow von € -20,5 Mio. zu verzeichnen. Unter Einschluss des Finanzmittelfonds von € 53,8 Mio. zu Beginn des Geschäftsjahres und Berücksichtigung kleinerer zahlungsunwirksamer Veränderungen des Finanzmittelfonds ergibt sich zum 31. Dezember 2022 ein positiver Finanzmittelfonds in Höhe von € 33,7 Mio. 2.3 Ertragslage 2.3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die heristo-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen konsolidierten Umsatz in Höhe von € 1,648 Mrd., der damit um 20,4% über dem Vorjahreswert liegt. Der Anstieg resultiert aus höheren Umsatzerlösen in allen Sparten. In der folgenden Übersicht ist die Umsatzentwicklung der heristo-Gruppe und ihrer Unternehmensbereiche (Sparten) für die Jahre 2022 und 2021 dargestellt:
1 Konsolidierte Werte je Teilkonzern 2.3.2 Entwicklungen von Rohertrag und Betriebsergebnis Im Berichtsjahr wurde vor allem aufgrund der notwendigen Preiserhöhungen eine um € 287,4 Mio. höhere Gesamtleistung erwirtschaftet. Unter Einbezug des Materialaufwandes ergab sich dementsprechend auch ein höheres Rohergebnis in Höhe von insgesamt € 616,3 Mio. Die Rohertragsmarge zur Gesamtleistung ist allerdings von 39,5% im Vorjahr auf 37,1% im Berichtsjahr zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um € 25,1 Mio. niedriger, hauptsächlich aufgrund des im Vorjahr enthaltenen Gewinns aus der Veräußerung eines Geschäftsbereichs. Die Materialeinsatzquote im Verhältnis zur Gesamtleistung ist von 60,5% auf 62,9% angestiegen. Demgegenüber ist die Personalaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozentpunkte auf 11,9% gesunken. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2022 € 36,3 Mio. und waren damit in der Höhe unverändert zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich vor allem aufgrund von höheren Energie- und Frachtkosten um insgesamt € 66,2 Mio. bzw. 20,9% auf € 383,0 Mio. erhöht. Das Betriebsergebnis beträgt € 33,8 Mio. und liegt damit um € 11,0 Mio. bzw. 24,5% unter dem Vorjahreswert. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich insbesondere aufgrund höherer Beteiligungserträge von € -2,4 Mio. auf € -1,4 Mio. verbessert. Die Steuerquote - definiert als Quotient der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum Konzernjahresüberschuss vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - erhöhte sich von 21,8% im Vorjahr auf 30,4% in 2022. Der Konzerngewinn nach Ausweis der Minderheitenanteile beträgt € 22,1 Mio. nach € 30,3 Mio. aus dem Vorjahr. 2.4 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage Unter Berücksichtigung der insbesondere in der ersten Jahreshälfte gegebenen Rahmenbedingungen in Form der fortbestehenden Pandemie sowie des Kriegs in der Ukraine und den aus diesen Umständen resultierenden Kostensteigerungen wird die Geschäftsentwicklung der heristo-Gruppe im Geschäftsjahr 2022 als zufriedenstellend angesehen werden. Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen aufgrund der Weitergabe von Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite wie erwartet gestiegen. Der aufgrund des Vorjahreseffekts aus der Veränderung des Konsolidierungskreises deutlich niedriger erwartete Konzernjahresüberschuss hat sich ebenfalls realisiert. Der im Vorjahr erfolgte Verkauf eines Geschäftsbereichs war auch die wesentliche Ursache dafür, dass das Betriebsergebnis wie prognostiziert zurückgegangen ist. Der Rückgang fiel hier jedoch mit einem Viertel nicht ganz so stark aus, wie erwartet (ein Drittel). Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der strategischen Geschäftsfelder wurden vorgenommen. Dabei lag das Investitionsvolumen in 2022 wie geplant unterhalb dem des Jahres 2021, aber dennoch auf einem hohen Niveau. Die bilanzielle Nettoverschuldung hat sich dementsprechend wie erwartet deutlich erhöht. 3 Chancen- und Risikoberichterstattung3.1 Allgemeines Risikomanagementsystem Die Unternehmen der heristo-Gruppe sind im Rahmen ihrer Aktivitäten und aufgrund der fortschreitenden Intensivierung des Wettbewerbs vielen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Bewältigung von Risiken sind Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt worden, die auch im Hinblick auf die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften zu einem einheitlichen Risikomanagementsystem zusammengefasst sind und ständig weiterentwickelt werden. Der einheitliche Prozess zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Zu diesem Zweck identifizieren das Management der Sparten und die Geschäftsleitung der heristo aktiengesellschaft die Risiken anhand definierter Kategorien und bewerten sie bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit. Halbjährlich berichtet das zentrale Risikomanagement an den Vorstand - der seinerseits den Aufsichtsrat informiert - über die identifizierten Risiken. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung zu entwickeln und zu initiieren. Neben der Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine Ad-hoc-Berichterstattung. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, gewichtige Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. 3.2 Risikomanagementsystem von Finanzinstrumenten Ziel der heristo-Gruppe ist es, die finanzwirtschaftlichen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten möglichst gering zu halten. Das Management von Marktpreisrisiken hat dabei die Aufgabe, die Auswirkungen von Währungs- und Zinsschwankungen zu reduzieren. So werden insbesondere die aus dem Export in den Dollarraum entstehenden Dollareingänge grundsätzlich bis zu 18 Monate im Voraus abgesichert sofern entsprechende Verkaufsverträge vorliegen. Zum Bilanzstichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von US$ 11,9 Mio. (Kauf von US$) und US$ 87,2 Mio. (Verkauf von US$). Diese Geschäfte haben das Währungsrisiko reduziert. Das Management von Kreditausfallrisiken obliegt einem zentralen Debitorenmanagement. Grundsätzlich werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Überschreiten einer festgelegten Größenordnung über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Überschreitungen bei den Zahlungszielen und Veränderungen im Zahlungsverhalten melden die operativen Einheiten direkt an die Zentrale. Das Zinsrisiko, dass steigende Zinssätze den Zinsaufwand ungeplant erhöhen, hat die heristo-Gruppe für ihre mittel- und langfristigen Finanzierungen durch den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften gemindert, wobei die Konditionen vom jeweiligen Einzelfall abhängig sind. Im Ergebnis wurden so die Zinsaufwendungen für die bestehenden mittel- und langfristigen Bankverbindlichkeiten vollumfänglich fixiert. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die heristo-Gruppe nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. Bezüglich des Liquiditätsmanagements der Gruppe wird auf den Abschnitt "Finanzierung" verwiesen. 3.3 Risiken Volkswirtschaftliche Risiken: Die Entwicklungen der Weltwirtschaft und auch der deutschen Wirtschaft sind weiterhin unsicher, insbesondere hinsichtlich des Umgangs der politischen und wirtschaftlichen Akteure mit der extremen Verschuldung einzelner Staaten. Darüber hinaus können die Politik der US-Administration und geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken unmittelbare Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung haben. Die Entwicklung der zuletzt massiv gestiegenen Inflationsraten ist weiter zu beobachten, auch die langfristigen Auswirkungen der nun schon eingetretenen Zinswende sind nur schwer einzuschätzen. Darüber hinaus führen stetig steigende regulatorische Anforderungen sowohl auf nationaler als auch EU-Ebene zu höherem administrativen Aufwand und zusätzlichen Kosten. Die Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen wird noch verstärkt durch den seit Februar 2022 andauernden Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Folgen für den Energiemarkt und internationale Lieferketten. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken: Die heristo-Gruppe verfügt als zuverlässiger Partner im Lebensmittelbereich über langjährige Erfahrungen und partnerschaftliche Beziehungen zum Lebensmittelhandel. Die Risikosituation der Unternehmensgruppe hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Risiken ergeben sich aus der Herausforderung, zunehmenden Compliance-Anforderungen zeitnah und zielgerichtet zu begegnen. In diesem Bereich werden seit Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, Strukturen etabliert und Maßnahmen umgesetzt. Dies betrifft u.a. wettbewerbsrechtliche und datenschutzrechtliche Risiken sowie zukünftige Risiken aus den Verpflichtungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Aufgrund von diversen Großschäden in der Lebensmittelbranche ist die Sensibilität der Versicherer im Bereich der Sachrisiken signifikant gestiegen. Die Gesellschaft reagiert auf diese Entwicklungen durch kontinuierliche Verbesserungen und insbesondere mit Investitionen in Brandschutz, wie z.B. umfangreiche Sprinkleranlagen, um auch weiterhin durch Versicherungen Teile der produktionsinhärenten Risiken absichern zu können sowie potentielle Schadensfälle aktiv begrenzen zu können. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sind signifikante Investitionen in Bau und Erweiterung von Standorten im In-und Ausland in mehreren Sparten geplant bzw. wurden im Berichtsjahr umgesetzt. Großinvestitionen bergen, trotz aller Vorbereitung, stets ein gewisses Risiko des Scheiterns. Dieses ist aufgrund der Dimension der geplanten Investitionen entsprechend im Risikomanagement abgebildet. Wie für viele andere Unternehmen besteht auch in der heristo-Gruppe eine zunehmende Abhängigkeit von IT-Systemen aus einer immer stärker werdenden Vernetzung von Anlagen und Prozessen. Die gruppenweit relativ homogene IT-Landschaft der heristo-Gruppe bringt zwar Vorteile durch schlanke und effiziente Prozesse, birgt aber auch Risiken für den Fall von Störungen im IT-Bereich. Die Risiken werden durch ständige Überwachung der Systeme, etablierte Notfallkonzepte, konsequente Weiterentwicklungen, vorausschauendes Projektmanagement und enges Monitoring von Großprojekten minimiert. Zunehmenden IT-Sicherheitsrisiken, z.B. IT-Angriffen, wird durch eine kontinuierliche Professionalisierung des IT-Sicherheitsmanagements und der damit verbundenen organisatorischen Strukturen begegnet. Möglicherweise schwer zu kalkulierende Beschaffungsrisiken können aufgrund plötzlich auftretender Störungen der Lieferketten, politischer Ereignisse oder Tierseuchen entstehen. Zuletzt führten Störungen in den Lieferketten zu erheblichen Verwerfungen im weltweiten Beschaffungsmarkt. Die heristo-Gruppe begegnet diesen Anforderungen insbesondere durch die gezielte Auswahl qualitativ hochwertiger Lieferanten und die Pflege langfristiger Geschäftsbeziehungen. Risiken sieht die Geschäftsleitung insbesondere in den signifikant gestiegenen Rohstoffpreisen über die Gesamtbreite des Beschaffungsmarktes, sowohl bei den Wareneinsatzmaterialien wie auch im Bereich der Verpackungen und der Energie. Diese ließen sich im Absatzbereich zwar im Berichtsjahr in Teilen in Preiserhöhungen der fertigen Produkte umlegen. Jedoch besteht das Risiko, dass die Akzeptanz dieser Notwendigkeiten mit steigendem Preisniveau abnimmt und zukünftig höhere Beschaffungspreise im Absatzbereich wieder nur sehr zäh, häufig weder zeitgerecht noch umfassend genug in Preiserhöhungen der fertigen Produkte weitergegeben werden können. Erhöhte Beschaffungsanforderungen ergeben sich neben der Regulatorik (bspw. LkSG) auch aus einer zunehmenden Sensibilisierung von Verbrauchern und Verbraucherschutzorganisationen bezüglich diverser Produktgruppen, Roh- und Zusatzstoffen, die u.a. in immer differenzierteren Deklarationsanforderungen ihren rechtlichen Niederschlag finden. Dem begegnet die Gesellschaft durch neue Programme und Produkte sowie strategische Beschaffungsmaßnahmen. Der Verkauf der Produkte der heristo-Gruppe erfolgt im Wesentlichen über den Vertriebskanal Lebensmitteleinzelhandel bzw. Discount. Die Geschäftsführung sieht darin grundsätzlich keine Risiken. Sie geht vielmehr von einem weiteren Erfolg ihrer differenzierten Marktstrategie aus, die durch das Verbraucherverhalten bestätigt und auch im zukünftigen Marktverlauf Bestand haben wird. Allerdings ist ein Ertragsrisiko bei einzelnen Schwerpunktkunden möglich, so dass der Ertragssicherung weiterhin verstärkt Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Insgesamt ist der Absatzmarkt (Lebensmitteleinzelhandel/Discount) durch seine hohe Konzentration gekennzeichnet, was entsprechende Risiken, wie z.B. Preisdruck, zur Folge haben kann. Der Online-Handel verzeichnete im Rahmen der Pandemie starke Wachstumsraten, bewegt sich aber insgesamt im Bereich der Lebensmittelversorgung noch auf einem niedrigen Niveau. Im Bereich Petfood steigt der Anteil des Online-Geschäfts im Markt. Die heristo-Gruppe trägt diesen Entwicklungen dadurch Rechnung, indem sie in verschiedenen Geschäftsbereichen Online-Aktivitäten entwickelt. Darüber hinaus nehmen die Anforderungen der Kunden, z.B. Vorgaben zur Artikelzusammensetzung oder Rückverfolgbarkeit, stetig zu, was oft zu einer höheren Prozesskomplexität führt, die in immer kürzerer Zeit umgesetzt werden muss. Auch der Trend zu fleischreduzierterer Ernährung stellt eine Herausforderung für die traditionellen Produkte der Gesellschaft dar. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft trägt dem hinsichtlich des Produktportfolios in zunehmendem Umfang Rechnung. Aufgrund der technologischen Entwicklung und der fortschreitenden Digitalisierung ergibt sich ein grundsätzliches Risiko aus dem Thema Datenschutz. Für die heristo-Gruppe ist ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt, der bereits in der Vergangenheit in enger Abstimmung mit den Unternehmen der heristo-Gruppe Maßnahmen erarbeitet hat, um die Datenschutzkonformität sicher zu stellen. Seitdem findet eine kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Organisation und der Prozesse statt. Im Bereich Personal werden aufgrund der demographischen Entwicklung und der insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Perspektive Risiken bezüglich der ausreichenden Verfügbarkeit von Fach- und Arbeitskräften festgestellt. In nahezu allen Branchen und Bereichen wird es mittlerweile schwerer bzw. teurer, freie Stellen zu besetzen. Durch eine langfristige Personal- und Nachfolgeplanung, gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen sowie verstärktes Ausbildungs- und Hochschulmarketing soll diesem Risiko entgegengewirkt werden. Gleichzeitig wird heristo als Arbeitgebermarke weiterentwickelt und durch gezielte Maßnahmen die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund des dargestellten Risikomanagementsystems bei den Finanzinstrumenten können bei der heristo-Gruppe nur relativ geringe Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen auftreten. Die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur weiteren Stärkung der finanziellen Autonomie der heristo-Gruppe - Verbesserung der Vermögens- und Kapitalstruktur, Konstanthalten der Nettoverschuldung sowie Optimierung der Working-Capital-Strukturen - wurden im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich fortgesetzt. Wechselkursrisiken resultieren sowohl aus dem Rohstoffeinkauf, welcher zum Teil in Fremdwährungen erfolgt und damit dem Risiko von Wechselkursschwankungen unterliegt, als auch aus den Auslandsbeteiligungen der heristo-Gruppe. Diesen Risiken begegnet das konzerninterne Finanzmanagement durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften. 3.4 Chancen Im Rahmen des Chancenmanagements werden Chancen ebenso wie die Risiken dezentral erhoben. Ein der Risikosteuerung vergleichbares Managementsystem wird für die Bewertung der Chancen nicht eingesetzt. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung wird auch über die aktuelle Chancensituation berichtet. Diese hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Chancen bestehen für die heristo-Gruppe vor allem in der Entwicklung und Positionierung von neuen Produkten, die effizient hergestellt und durch neue, moderne Anlagen verpackt werden. Durch derartige Sortimentserweiterungen können bestehende Märkte innovativ bedient werden. Aber auch in neuen Märkten und Marktsegmenten sowie in Digitalisierungsinitiativen sucht die heristo-Gruppe gezielt nach zusätzlichen Umsatz- und Ergebnispotenzialen. Insbesondere bestehen Chancen durch Auslandswachstum in ausgewählten Ländern und Märkten innerhalb und außerhalb Europas. Darüber hinaus sieht die heristo-Gruppe Chancen in der Nachhaltigkeit ihres Handelns. In Zeiten, in denen in der Öffentlichkeit beispielsweise über falsche Deklarierung von Produkten diskutiert wird, sehen wir die Chance, dass unsere erstklassige Produktqualität aufgrund der exakten Deklarierung von unseren Kunden erkannt und honoriert wird. Der Lebensmitteleinzelhandel und die Endverbraucher erwarten von uns erstklassige Produktqualitäten, die wir durch höchste Anforderungen an Hygiene und Nahrungsmittelsicherheit sowie durch die Auswahl verlässlicher und qualitativ hochwertiger Lieferanten sicherstellen. 3.5 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Basierend auf den der Geschäftsführung zur Verfügung stehenden Informationen kann insgesamt kein Risiko aufgeführt werden, das geeignet wäre, den Fortbestand der heristo-Gruppe zu gefährden. Ebenso sind keine auf Dauer entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken hinreichend konkretisierbar. Durch die weiterhin konsequente Nutzung von Synergien innerhalb der Gruppe bieten sich auch in herausfordernden Geschäftsfeldern Chancen für eine positive Entwicklung. Von den vorgenannten Risiken sind die branchen- und unternehmensspezifischen Risiken am bedeutendsten. Diesbezüglich hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. 4 Prognosebericht4.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Akute Risiken wie eine Gasmangellage über den Winter oder eine Verschärfung der Lieferkettenengpässe infolge der zuvor strikten Zero-Covid-Politik Chinas haben sich nicht realisiert, was sich in einer wirtschaftlich günstigeren Ausgangslage zum Jahreswechsel niederschlägt. Allerdings bestehen nach wie vor hohe Belastungen: der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten. Angesichts dieser Belastungen rechnet die Bundesregierung für den Jahresdurchschnitt 2023 mit einem nur geringen Wachstum des preisbereinigten BIP um 0,2%. Eine der deutlichsten wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zeigt sich im drastischen Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise, der sich zuletzt auch in einer steigenden Kerninflationsrate niedergeschlagen hat. Als Konsequenz wird auch in diesem Jahr mit deutlich erhöhten, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten zu rechnen sein. Für den Jahresdurchschnitt 2023 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg der Verbraucherpreise um 6,0% gegenüber dem Vorjahr. Dämpfend auf die Inflationsrate wirken sich dabei die Strom- und Gaspreisbremsen aus. Die mit den hohen Preissteigerungen verbundenen realen Einkommens- und Kaufkraftverluste werden trotz der entlastenden Wirkungen der staatlichen Stützungsmaßnahmen die binnenwirtschaftliche Entwicklung belasten. Vor allem der private Konsum dürfte nach den pandemiebedingten Nachholeffekten im vergangenen Jahr merklich nachgeben. Zudem könnten vor allem energieintensive Industriebetriebe infolge des Energiepreisanstiegs weitere Kapazitätseinschränkungen vornehmen, wodurch in diesen Bereichen auch die Investitions- und Beschäftigungsentwicklung gedämpft würde. Mit einer Abschwächung der hohen Inflationsdynamik im Jahresverlauf, den Impulsen der fiskalischen Stabilisierungsmaßnahmen und der erwarteten, moderaten weltwirtschaftlichen Belebung dürfte die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres dann wieder an Fahrt gewinnen. Mit der damit verbundenen, fortgesetzten Ausweitung der Arbeitsnachfrage könnten auch die schon im vergangenen Jahr spürbaren Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen nochmals zunehmen. 7 4.2 Ausblick der heristo-Gruppe Aus Sicht der heristo-Gruppe bestehen auch für das Jahr 2023 aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine und der sich daraus ergebenden geopolitischen und wirtschaftlichen Konsequenzen weiterhin erhebliche Unsicherheiten bezüglich der Geschäftsentwicklung. Die weitere Entwicklung sowie die Dauer bzw. die Folgen des Ukraine-Krieges und die Auswirkungen auf Inflationsraten, Rohstoff- und Energiepreise sind für die heristo-Gruppe nur schwer abschätzbar. Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von einem stabilen Geschäft für die Unternehmen der heristo-Gruppe aus. Dabei werden die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in 2023 die Rohertragsmarge beeinflussen. Die im Jahr 2022 bereits erfolgten immensen Einkaufspreiserhöhungen auf der Beschaffungsseite sowie die in Teilen anhaltende Verteuerungsdynamik in diesem Bereich machen weitere vertriebliche Preiserhöhungen zwingend erforderlich. Es wird sich zeigen, inwieweit diese Preiserhöhungen unter Berücksichtigung des intensiven Wettbewerbs in allen Bereichen der Nahrungsmittelindustrie tatsächlich ausreichend und zeitlich angemessen an den Markt weitergegeben werden können. Vor allem auf Basis der bereits im Vorjahr erfolgten Preiserhöhungen erwarten wir in unserer Planung einen Anstieg der Umsätze im einstelligen Prozentbereich. Der Konzernjahresüberschuss wird in 2023 nach dem Rückgang des Vorjahres etwas oberhalb des Ergebnisses 2022 erwartet. Auch für das Betriebsergebnis gehen wir im Gegensatz zu der Entwicklung im Vorjahr von einer Erhöhung von gut zehn Prozent im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Ausgehend von der soliden Vermögens- und Finanzlage der heristo-Gruppe werden wir die erforderlichen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der strategischen Geschäftsfelder und die Optimierung der Produktionsanlagen weiterhin konsequent vornehmen. Gemäß der Planung wird das Investitionsvolumen in 2023 voraussichtlich oberhalb dem des Jahres 2022 liegen. Daher rechnen wir für das Ende des Jahres 2023 noch einmal mit einer höheren bilanziellen Nettoverschuldung. Hinsichtlich der zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, falls sich die zu Grunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Bad Rothenfelde, den 13. Juni 2023 heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde Heinrich W. Risken, Geschäftsführer Oliver Risken, Geschäftsführer
1 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung 13.
Januar 2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie heristo holding gmbh hat ihren Sitz in Bad Rothefelde und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück (HRB 110932). Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde, für das Geschäftsjahr 2022 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. II. Konsolidierungskreis und Stichtag des Konzernabschlussesa) Konzernobergesellschaft Mutterunternehmen ist die heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde. Die heristo holding gmbh stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Das Stammkapital der heristo holding gmbh beträgt € 5.000.000. b) Konsolidierungskreis Vollkonsolidierung Im Rahmen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB sind 41 (Vorjahr 40) Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden. Für den Konsolidierungskreis verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes. Die Änderungen im Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:
Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen Die Änderungen im Konsolidierungskreis führen in der Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr zu Rückgängen der Umsatzerlöse um 5,1%, des Materialaufwands um 4,3% und Personalaufwands um 11,6%. Stichtag des Konzernabschlusses und Prüfung der Einzelabschlüsse Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember als Abschlussstichtag. III. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 sind nach den Vorschriften des HGB aufgestellt. Für die Konsolidierung der ausländischen Gesellschaften sind nach den Vorgaben des Mutterunternehmens Abschlüsse erstellt worden, die dem HGB entsprechen. a) Konsolidierungsgrundsätze Kapitalkonsolidierung Die nach der Buchwertmethode durchgeführte Kapitalkonsolidierung (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) wurde gem. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss fortgeführt. Gesellschaften, die ab 2010 erstmalig in den Konzernabschluss der heristo holding gmbh einbezogen werden, sind aufgrund der Änderungen durch das BilMoG nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB konsolidiert worden. Im Rahmen der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode wird der Wertansatz der konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem darauf entfallenden (neubewerteten) Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Dieses ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im maßgeblichen Erstkonsolidierungszeitpunkt entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital gemäß § 301 Abs. 3 Satz 1 HGB ausgewiesen. Beteiligungen von untergeordneter Bedeutung werden nach der Anschaffungskostenmethode bewertet.UUU Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 HGB aufgerechnet. Unter Anwendung des DRS 25 werden seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgrund bestehender Währungssicherungsgeschäfte entstehende Umrechnungsdifferenzen erfolgsneutral in der Konzernbilanz erfasst. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 HGB eliminiert, wenn zum Stichtag des Konzernabschlusses Vermögensgegenstände aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konzerns vorhanden sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen gemäß § 305 HGB innerhalb der einbezogenen Unternehmen des Konzerns wurden die Innenumsatzerlöse eliminiert. Des Weiteren wurden die sonstigen betrieblichen Erträge, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie Zinserträge und Zinsaufwendungen, die aus konzerninternen Geschäftsvorfällen resultieren, eliminiert. Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen Auf HB II-Anpassungsbuchungen sowie ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden aktive und passive Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. b) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen des beweglichen Anlagevermögens erfolgen linear bei Nutzungsdauern zwischen drei und zehn Jahren. Die Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten beinhalten im Wesentlichen erworbene Markenrechte und Software-Lizenzen. Unter dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert wurden solche aus Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen sowie aus verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgte linear über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren in Abhängigkeit von der Verwertbarkeit des branchenspezifischen Wissens im Unternehmen sowie der Nutzung des Kunden- und Lieferantenstamms.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige sowie außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden als Minderung der Anschaffungskosten angesetzt bzw. als Sonderposten in der Konzernbilanz ausgewiesen. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Für die vor dem 1. Januar 2008 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde bis zum Geschäftsjahr 2009 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz zwar entfallen, es wurde von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4 EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen € 250 und € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den beizulegenden Wert erforderlich sind. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden Beteiligungen an Unternehmen ausgewiesen, die jeweils für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind und daher nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt handelsrechtlich grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Den erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert, abzüglich besonders ermittelter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung erkennbarer und latenter Risiken, bewertet. Die Zugangsbewertung der Fremdwährungsforderungen erfolgt zum Tageskurs. Am Bilanzstichtag werden die UFremdwährungsforderungen mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Soweit Fremdwährungsforderungen durch Devisentermingeschäfte deckungsgleich abgesichert sind, werden diese zum Devisenterminkurs bewertet. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PuC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der angewendete Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 1,78 % (im Vorjahr 1,87 %). Es wurde eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von bis zu 5,0 % berücksichtigt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018G von Prof. Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurde eine erwartete Rentenentwicklung von 2,0 % berücksichtigt. Die nach den Vorschriften des BilRuG ermittelten Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf T€ 16.751. Der ermittelte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen den Rückstellungen nach altem (siebenjähriger Durchschnittszins) und neuem Recht (zehnjähriger Durchschnittszins) beträgt zum Bilanzstichtag T€ 580. Die Steuerrückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellung wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt und der pauschale Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank in Höhe von 1,44 % angewendet. Es wurden ein Gehaltstrend von bis zu 2,0 %, ein Beitragsbemessungstrend von bis zu 2,0 % und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 4,5 % berücksichtigt. Übrige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Zugangsbewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt zum Tageskurs. Am Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem historischen Umrechnungskurs oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungsverbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte deckungsgleich abgesichert sind, werden diese zum Devisenterminkurs bewertet. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv festgestellt. In den einbezogenen Einzelabschlüssen wurden passive latente Steuern aufgrund eines nur steuerlich zulässigen Ansatzes mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerlich voneinander abweichenden Wertansätze verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. Im Konzernabschluss wurden aktive und passive latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen sowie HB II-Anpassungen gebildet. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 31,5 % herangezogen worden. Gemäß § 308a HGB werden im Konzernabschluss die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag und die auf fremde Währung lautenden GuV-Posten mit dem Durchschnittskurs in Euro (funktionale Währung der heristo holding gmbh) umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit den historischen Kursen umgerechnet. Sich aus der Währungsumrechnung ergebende Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, gebildet. IV. Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnunga) Erläuterungen zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel enthalten (Anlage zum Anhang). (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 357 (Vorjahr T€ 122) sonstige Vermögensgegenstände und T€ 17 (Vorjahr T€ 1) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 88 (Vorjahr T€ 1.799). (3) Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen ausschließlich Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (4) Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 1.099 (Vorjahr T€ 606). Davon entfallen auf die Zwischenergebniseliminierung in den Vorräten T€ 917 (Vorjahr T€ 591) und im Anlagenvermögen T€ 165 sowie auf sonstige Konsolidierungsmaßnahmen T€ 17 (Vorjahr T€ 15). Die individuell ermittelten Steuersätze liegen im Auslandsbereich zwischen 19,0 % und 25,0 %. Für das Inland wurde unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit ein einheitlicher Steuersatz von 31,5 % zugrunde gelegt. (5) Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals vgl. Konzerneigenkapitalspiegel. Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage entsprechen dem Ausweis im Einzelabschluss der heristo holding gmbh. Die anderen Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
(6) Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
(7) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Unternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert wurden und beinhalten in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 3) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und T€ 1.089 (Vorjahr T€ 166) sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 14.031 (Vorjahr T€ 7.718), sonstige Verbindlichkeiten T€ 1.660 (Vorjahr T€ 0) sowie sonstige Forderungen von T€ 4.161 (Vorjahr T€ 4.133). Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen T€ 13.854 (Vorjahr T€ 19.553) gegenüber den Gesellschaftern der heristo holding gmbh. (8) Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Es handelt sich im Wesentlichen um passive latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen. b) Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (9) Umsatzerlöse Die Sparten der heristo-Gruppe haben folgende Umsätze erwirtschaftet:
1 Konsolidierte Werte je Teilkonzern Die Umsätze gliedern sich wie folgt nach geographisch bestimmten Märkten auf:
(10) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 14.835 enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 9.046), Erträge aus Anlagenabgängen (T€ 2.516), Erträge aus der Auflösung von Pauschal- und Einzelwertberichtigungen (T€ 35) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 2.177. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerdem Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.192 (Vorjahr T€ 1.961). (11) Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von T€ 236 (Vorjahr T€ 13). (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 6.068 sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.406 (Vorjahr T€ 1.875). Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen aufgrund werterhellender Erkenntnisse ausgebuchte Forderungen. (13) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 458 (Vorjahr T€ 1.135). (14) Steuern Im Geschäftsjahr 2022 ist saldiert ein Ertrag in Höhe von T€ 530 (Vorjahr Ertrag von T€ 749) aus der Veränderung der latenten Steuern ergebniswirksam erfasst worden. (15) Abschlussprüferhonorare Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt T€ 988, davon entfallen T€ 571 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 1 auf Steuerberatungsleistungen und T€ 416 auf sonstige Leistungen. (16) Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestand ein Haftungsverhältnis aus einer Mietbürgschaft in Höhe von T€ 180 (Vorjahr T€ 480). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen und auch nicht nach § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 251 HGB oder § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt T€ 342.015 und setzen sich wie folgt zusammen:
Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer. Es bestehen Leasingvereinbarungen in einem Umfang von € 10,9 Mio. Mit diesen Vereinbarungen wird die Finanzierung der Gesellschaft entlastet. Risiken ergeben sich hieraus nicht (§ 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung der bilanziellen Fremdwährungspositionen sind Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenen Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten in währungsbezogene Bewertungseinheiten (Portfolio-Hedge) zusammengefasst. Sich ausgleichende Wertänderungen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der währungsbezogenen Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Für unrealisierte Verlustspitzen werden dem Imparitätsprinzip folgend Drohverlustrückstellungen gebildet. Zum Bilanzstichtag war aufgrund gebildeter Bewertungseinheiten keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Die Geschäfte werden in 2023 und 2024 fällig. Darüber hinaus werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften in USD, AUD und CAD Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen wird ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Folgende Währungsgeschäfte bestanden per 31. Dezember 2022: FX-Kauf
FX-Verkauf
Folgende Zinssicherungsgeschäfte bestanden per 31. Dezember 2022:
Bei den Zinsswaps (Basis 3-Monats-Euribor) handelt es sich um Zinssicherungen (Hedging) für langfristige, variabel verzinsliche Kredite, für die Bewertungseinheiten (Einfrierungsmethode) gebildet wurden. Die Hedgingbeziehungen laufen bis maximal zum 2. Quartal 2029. Grundlage für die Marktwerte sind anerkannte "mark-to-market"-Bewertungen (z.B. Black-Scholes / Barwertberechnung). Konzernbilanzgewinn Der in den Konzernbilanzgewinn einbezogene Konzerngewinnvortrag ergibt sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der vollkonsolidierten Tochterunternehmen beträgt insgesamt:
Anteilsliste und Veröffentlichung Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes siehe Anlage zum Anhang. Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe Der Geschäftsführung der heristo holding gmbh gehörte im Geschäftsjahr an:
Auf die Darstellung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Geschäftsführung wurden in 2022 keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Ergebnisverwendung Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens von T€ 185.497, der sich aus dem Jahresüberschuss von T€ 39.671 und dem Gewinnvortrag von T€ 145.826 ergibt, soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2022 traten keine weiteren Ereignisse ein, die für die heristo-Gruppe von wesentlicher Bedeutung waren und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Konzerns geführt haben.
Bad Rothenfelde, den 13. Juni 2023 heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde Heinrich W. Risken, Geschäftsführer Oliver Risken, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31.12.2022
Beteiligungsliste der heristo-Gruppe per 31.12.2022Konsolidierte verbundene Unternehmen
nicht konsolidierte verbundene Unternehmen
Beteiligungen
* 1 Die Gesellschaft ist gemäß § 264b HGB von Ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Personengesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. * 2 Die Gesellschaft ist gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Erstellung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften, sowie deren Prüfung und Offenlegung befreit. * 3 Das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft basiert nach dem Jahresabschluss zum 31.12.2020. * 4 Bei der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) bzw. eine Verlustübernahmeerklärung. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks in Höhe von T€ 35.460 (Vorjahr T€ 55.631) sowie jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -T€ 1.779 (Vorjahr -T€ 1.785) zusammen. Konzerneigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der heristo holding gmbh, Bad Rothenfelde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der heristo holding gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 13. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Prof. Dr. Gregor Solfrian, Wirtschaftsprüfer ppa. Vera Große, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 23.6.2023 gebilligt. |
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