Easy Fast Food GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicolaas Gerardus Boon seit 25.4.2022 | Geschäftsführer |
Friedrich Wilhelm Jobst von Trott zu Solz seit 20.3.2017 | Geschäftsführer |
Friedrich Wilhelm Jobst von Trott zu Solz seit 20.4.2016 | Geschäftsführer |
Frederik Fahning seit 9.12.2015 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZenJob GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten erstmals die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die ZenJob GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 172609 B eingetragen. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss ist unter Zugrundelegung der Going Concern-Prämisse aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wird von dem Wahlrecht der Aktivierung kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechen im Wesentlichen den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Geringwertige Anlagegüter bis zu Netto-Anschaffungskosten von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet, indem Finanzanlagen bereits bei vorübergehenden Wertminderungen abgeschrieben werden. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d. h. sofern erforderlich einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend der jährlichen Diskontierungszinssätze der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Gesellschaft hat ein Mitarbeiteroptionsprogramm (ESOP) aufgelegt. Die gesetzlichen Vertreter gehen derzeit davon aus, dass in absehbarer Zukunft keine hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Ereignis innerhalb des absehbaren Prognosezeitraumes eintritt, welches eine Anteilsübertragung an Begünstigte des Programms bzw. eine Auszahlung zur Folge hätte. Entsprechend wurde auf die Bildung von Rückstellungen gemäß BFH-Urteil vom 15.03.2017 verzichtet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bilanzierung von latenten Steuern wird anhand des bilanzorientierten Konzeptes vorgenommen. Demnach werden auf sämtliche Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen latente Steuern abgegrenzt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren. Darüber hinaus wurden steuerliche Verlustvorträge, soweit ihre Verrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwarten ist, berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet ausgewiesen. Unter Verzicht auf die Ausübung des Wahlrechtes des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird ein Aktivüberhang an latenten Steuern nicht angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen in Höhe von TEUR 551 Kautionszahlungen für gemietete Objekte und Bürgschaften in Höhe von TEUR 78. Der Beirat des Unternehmens hat am 27. September 2022 einstimmig beschlossen, die internationalen Aktivitäten zu beenden. Die Zenjob B.V., Niederlande/Amsterdam, und die Zenjob Ltd., Großbritannien/Daventry, werden bis voraussichtlich Mitte des Geschäftsjahres 2023 geschlossen sein. Die Beteiligungen an den beiden Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 524 sowie die Ausleihungen in Höhe von TEUR 909 wurden aufgrund mangelnder Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2021 auf einen Erinnerungswert von jeweils einem Euro abgeschrieben. Angaben zum Anteilsbesitz
Die Zenjob B.V., Amsterdam, wurde am 7. September 2020 gegründet. Die Zenjob Ltd., Daventry, wurde im Jahr 2021 gegründet. Das Ergebnis umfasst den Zeitraum ab Gründung bis 31. Dezember 2021. Das Jahresergebnis ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses vorläufig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.358 (Vj. TEUR 2.894) enthalten mit TEUR 2.509 (Vj. TEUR 677) Forderungen aus zum Bilanzstichtag noch nicht fakturierten Leistungen, deren Leistungszeitraum im Geschäftsjahr liegt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 128 (Vj. TEUR 107) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen im Geschäftsjahr TEUR 33.782 (Vj. TEUR 0). Sie resultieren aus den beschlossenen sonstigen Zuzahlungen in das Eigenkapital. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag EUR 149.517,00 (Vj. EUR 149.517,00). Mit notariellem Vertrag vom 20. Dezember 2021 und Eintragung in das Handelsregister am 31. Januar 2022 wurde eine Kapitalerhöhung um EUR 19.463,00 beschlossen. Die geleisteten Einlagen wurden zum Abschlussstichtag unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurden zum Abschlussstichtag auch Einzahlungen in Höhe von EUR 33.781.734,47 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beschlossen. Die Einzahlungen sind als Forderung gegen Gesellschafter ausgewiesen. Der Nennbetrag der eigenen Anteile der Gesellschaft beträgt EUR 16.512,00 (Vj. EUR 16.512,00). Der Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 3.993.838,83 zwischen der Gegenleistung für den Erwerb der eigenen Anteile und dem anteiligen Nennbetrag dieser Anteile wurde gemäß § 272 Abs. 1 a S. 2 HGB in Vorjahren mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche und Sondervergütungen (TEUR 887; Vj. TEUR 554), Kick Back-Vereinbarungen (TEUR 244; Vj. TEUR 123), ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 553; Vj. TEUR 118), für Aufbewahrungspflichten (TEUR 34; Vj. TEUR 34), pauschale Steuern (TEUR 100; Vj. TEUR 0), weitere ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 168; Vj. TEUR 0) sowie für Abschluss und Prüfung (TEUR 42; Vj. TEUR 24) gebildet. Verbindlichkeiten Im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel sind die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten im Einzelnen dargestellt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sämtliche Umsätze wurden im Inland erzielt. Haftungsverhältnisse
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird als gering eingeschätzt, da die Schuldnerin auf Grund ihrer Liquidität jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen, die mit diesen Bürgschaften in Verbindung stehen, nachzukommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft bestehen in Höhe von TEUR 3.530 (Vj. TEUR 1.802) sonstige finanzielle Verpflichtungen, wovon TEUR 1.803 (Vj. TEUR 1.802) im Jahr 2022 fällig werden. Diese betreffen in voller Höhe Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Miet- und Leasingverträge haben eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren und enden zwischen 2022 und 2024. Für die Mietverträge der Büroflächen gibt es Verlängerungsoptionen von ein bis fünf Jahren. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Gewährung von Krediten an die Tochterunternehmen Zenjob B.V. und Zenjob Ltd. Im Berichtsjahr 2021 wurden von ursprünglich TEUR 7.000 insgesamt TEUR 909 in Anspruch genommen. Folglich beläuft sich der Wert zum Stichtag auf TEUR 6.091 (Vj. TEUR 0). Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gehören auch nicht bilanzierte Verpflichtungen aus dem ESOP, deren Höhe in Ermangelung eines Exit-Events derzeit nicht quantifizierbar ist. Sonstige Angaben Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Jahresergebnis in Höhe von EUR -15.285.448,88 wird auf neue Rechnung in das Folgejahr vorgetragen. Geschäftsführung Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt: Frederik Fahning, Chief Legal Officer (CLO) Friedrich Wilhelm Jobst von Trott zu Solz, Chief Executive Officer (CEO) Nicolaas Gerardus Boon, Chief Financial Officer (CFO) (ab 1. Januar 2022) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Bezugnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeitende Die durchschnittliche Zahl, der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitenden war wie folgt:
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2021 wurde eine umfassende Prüfung zur Anzahl der Mitarbeitenden durchgeführt. Im Ergebnis beschäftigt die Gesellschaft unterschiedliche Gruppen von Arbeitnehmenden. Hervorzuheben ist dabei zunächst die Hauptbelegschaft, also die regelmäßig im engeren Sinne beschäftigten Mitarbeitenden der Gesellschaft, die nicht im Wege der Arbeitnehmerüberlassung tätig werden, sondern direkt und unmittelbar dem Betriebszweck der Gesellschaft dienen. Eine zweite Gruppe von Mitarbeitenden sind die Leiharbeitnehmer*innen. Dazu zählen zum einen die Werkstudent*innen, die im Regelfall länger als einen Monat angestellt sind und an die Kund*innen der Zenjob GmbH überlassen werden. Es gibt dazu noch weitere Beschäftigte, die an die Kunden der Zenjob GmbH im Regelfall über einen Zeitraum von mehr als einem Monat verliehen werden. Hinzu kommen noch Arbeitnehmende, die ebenfalls überlassen werden, allerdings immer nur für sehr kurzfristige Tätigkeiten, die sogenannten "Tagesbeschäftigten". Für die Zwecke des § 267 HGB sind alle vorgenannten Mitarbeitenden als Arbeitnehmende zu qualifizieren, und zwar jeweils insoweit, als sie zu dem in § 267 Abs. 5 HGB genannten Stichtagen in einem Arbeitsverhältnis bei der Zenjob GmbH standen. Die Erkenntnisse aus der Prüfung und die damit verbundene überarbeitete Darstellung der Mitarbeitenden führt dazu, dass für die Gruppe der Leiharbeitnehmer*innen eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht mehr gegeben ist. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft stuft ihre Töchter zum Bilanzstichtag gesamthaft als unwesentlich ein und macht von ihrem Wahlrecht nach § 296 HGB i. V. m. § 290 Abs. 5 HGB Gebrauch. Ein Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wird nicht aufgestellt. Nachtragsbericht Die im Geschäftsjahr weiterhin bestehende Coronavirus-Pandemie hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft. Umsatzeinbußen in einigen Zielbranchen konnten durch den weiteren Ausbau anderer Branchen ausgeglichen werden und es konnte insgesamt eine starke Steigerung des Umsatzes erreicht werden. Obwohl ein Ende der Pandemie nicht in Sicht ist, erwarten wir im Jahr 2022 eine weitere Steigerung des Umsatzes gegenüber 2021. Des Weiteren wurde mit notariellem Vertrag vom 6. April 2022 der zweite Teil der Kapitalerhöhung beschlossen (Grundlagenvertrag vom 20. Dezember 2021). Das gezeichnete Kapital wurde um weitere EUR 10.806,00 erhöht. In diesem Zusammenhang wurden zusätzliche Einzahlungen in Höhe von EUR 18.755.866,14 in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet. Nach vollständiger Einzahlung hat die Gesellschaft 1.280 eigene Anteile in Höhe von EUR 2.000.665,60 (Nominalwert plus Einzahlung in die Kapitalrücklage) im Geschäftsjahr 2022 erworben. Am 27. September 2022 wurde beschlossen die internationalen Aktivitäten einzustellen und die Tochtergesellschaften zu schließen. Die Liquidation der Tochterunternehmen wird voraussichtlich Mitte des Geschäftsjahres 2023 abgeschlossen sein. Forderungen, die bis zur Feststellung dieses Jahresabschlusses noch bestanden, wurden auf Grund mangelnder Werthaltigkeit abgeschrieben. Die Beteiligungen sind auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben worden. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 30.
Berlin, 22. Februar 2023 Frederik Fahning Friedrich Wilhelm Jobst von Trott zu Solz Nicolaas Gerardus Boon ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021ZenJob GmbH, Berlin
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021ZenJob GmbH, Berlin1. Grundlagen des Unternehmens Wir, die ZenJob GmbH, sind ein deutsches Unternehmen der Digitalwirtschaft im Bereich der Personaldienstleistung. Wir sind ein im November 2015 gegründetes Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin, das Leiharbeitnehmer*innen, die per Rahmenvertrag bei uns angestellt sind, für kurzfristige und langfristige Einsätze an Unternehmen in Deutschland überlässt. Wir verstehen uns als technologieorientiertes Serviceunternehmen, welches seine Kunden*innen in die Lage versetzt, schnell auf schwankenden Personalbedarf zu reagieren. Für die Arbeitseinsätze vermitteln wir kurzfristig und hochgradig flexibel Studierende und Sidejobber, die sich mit Hilfe unseres Produktes Arbeitszeit und -volumen nach persönlichen Bedürfnissen frei einteilen können. Zusätzlich haben wir seit dem Jahr 2019 auch den langfristigen Einsatz von Werkstudent*innen in unserem Angebot. Als Full-Service-Dienstleister übernehmen wir mit unserer vollständig digitalisierten Lösung für unsere Kunden*innen alle administrativen Prozesse der Personalbeschaffung und -verwaltung und bieten einen komfortablen Self-Service-Prozess durch intuitiv bedienbare Softwarelösungen. Hierzu beschäftigten wir im Durchschnitt des abgelaufenen Geschäftsjahres zusätzlich zu den Leiharbeitnehmer*innen 280 Mitarbeitende, an unserem Hauptsitz in Berlin sowie an unseren weiteren Standorten in Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Die ZenJob GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 172609 B eingetragen. 1.1. Forschung und Entwicklung Die ZenJob GmbH geht keinen klassischen Forschungstätigkeiten nach. Entwicklungen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der Plattform, insbesondere auf die Optimierung des Matching-Algorithmuss sowie der Digitalisierung von Recruiting-Prozessen. Diese werden zum Großteil weitestgehend bzw. ausschließlich durch angestellte Mitarbeitende durchgeführt. Vom Wahlrecht des Bilanzansatzes selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. 2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 2.1. Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Im Jahr 2021 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft konnte sich trotz der andauernden Pandemie-Situation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe nach dem Einbruch im Vorjahr erholen. Die Wirtschaftsleistung hat jedoch das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. 1 Der Arbeitsmarkt zeigt sich in einem weiterhin schwierigen Umfeld als robust. So wurde die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt 2021 von etwa genauso vielen Erwerbstätigen wie im Vorjahr erbracht. 1 Nach dem die Industrieproduktion seit Anfang des letzten Jahres durch Lieferengpässe bei wichtigen Vorleistungen und Rohstoffen gebremst worden war, verlief die Industrieproduktion dieses Jahr wieder günstiger. Erstmals seit sechs Monaten hat sich die Stimmung in den Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Dezember aufgrund optimistischerer Erwartung verbessert. 2 Ebenso sind die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz zum Jahresende 2021 wieder gestiegen und die Neuzulassung von Pkw durch private Halter stieg stark an. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes erzielte der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2021 insgesamt einen neuen Rekordumsatz .2
1 Vgl. Statistisches Bundesamt (Destatis)
(Hrsg.) (2022): Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz
andauernder Pandemie und Lieferengpässen, im Internet
verfügbar unter:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/01/PD22_020_811.html
(Stand 14.01.2022) und Bruttoinlandsprodukt:
Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3.
Quartal 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) (Stand
25.11.2022)
2.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Auswirkungen der Corona-Krise spiegeln sich auch in den Zahlen zur Leiharbeit wider. Für Beschäftigte in der Zeitarbeit zeigten sich seit Frühjahr 2020 deutliche Einbußen. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich allerdings eine positive Tendenz ab. Seit dem Frühjahr 2021 lag die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer wieder - teils deutlich - über ihrem jeweiligen Vorjahreswert, das Vorkrisenniveau wurde dabei jedoch noch nicht wieder erreicht. Im Jahresdurchschnitt 2021 waren 816.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung liegt bei 2,1 Prozent. 3 Wir vermittelten im Jahr 2021 Arbeitsaufträge größtenteils an immatrikulierte Studierende. Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren im Sommersemester 2021 2,3 % mehr Studentinnen und Studenten an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben als im Sommersemester 2020, was einem Gesamtwert von 2.787.800 Studierenden entspricht. 4 Von Februar auf Juni 2020 sank die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer, saisonal untypisch, um knapp neun Prozent. Danach verzeichnete deren Zahl Monat um Monat, mit Ausnahme während des zweiten Lockdowns und den coronabedingten Einschränkungen Ende 2021, geringe Zuwächse. Die Werte liegen seit April 2021 wieder deutlich über dem Vorjahr, erreichen das Vorkrisenniveau jedoch noch nicht. 3
3 Vgl. Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.)
(2022): Entwicklungen in der Zeitarbeit, S. 4 + 7., im
Internet verfügbar unter:
httbs://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Zeitarbeit/generische-
Publikation/Arbeitsmarkt-Deutschland-Zeitarbeit-Aktuelle-Entwicklung.pdf?_blob=publicationFile&v=12
2.3. Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr In Bezug auf den Gesamtumsatz verlief das Jahr 2021 insgesamt besser als Ende 2020 geplant war. Besonders zum Jahresbeginn übertraf der Umsatz die Planzahlen teilweise deutlich, mit über 60 Prozent im März. Zum Jahresende wurden diese positiven Abweichungen geringer, jedoch konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr immer noch ungefähr um den Faktor 2,5 gesteigert werden. Die relative Bruttomarge, welches das Verhältnis zwischen Brutto- und Nettoumsatzerlös beschreibt, war jedoch von Jahresbeginn an schwächer als geplant. Getrieben durch den starken Gesamtumsatz zum Jahresbeginn, hatte dies zur Folge, dass die absolute Bruttomarge anfänglich noch über der Planung lag. Ab Mitte des Jahres drehte sich das Bild jedoch und die relative Bruttomarge lag in der zweiten Jahreshälfte durchweg unter der Planung. Saisongerecht sank die Nachfrage in den Monaten Januar bis März im Verhältnis zu Dezember 2020 jedoch nicht so stark wie in der Vergangenheit, da wir durch kluges Verschieben der Kundenbasis, die immer noch starken Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie in unserer bisherigen Kernindustrie Retail, gut auffangen konnten. Vor allem in den Bereichen Health Care und Delivery konnten wir kundenseitig eine extrem große Steigerung der Nachfrage messen. Es gelang uns ebenfalls, über das Jahr hinweg unseren Talentpool stark zu erweitern und die Anzahl der aktiven Talents bis zum Endes des Jahres fast zu verdreifachen und somit auch der steigenden Anzahl an Anfragen durch unsere Kund*innen gerecht zu werden. Die folgenden Lockerungen in den Kontaktbeschränkungen der Coronavirus-Pandemie und die daraus folgende Wiedereröffnung der Ladengeschäfte und der Gastronomie hatte zur Folge, dass die Nachfrage kundenseitig so schnell anwuchs, dass wir die gute Fulfillment Rate der Jobs (gebuchte Schichten im Verhältnis zu beauftragten Schichten) in der zweiten Jahreshälfte nicht halten konnten. Um dem starken Wachstum der beiden Seiten unseres Marktplatzes gerecht zu werden und dieses auch in Umsatzwachstum zu überführen, lag der Fokus der Investitionen mit den Mitteln aus der Finanzierungsrunde des Jahres 2020 vor allem im Bereich Personal, Marketing und Prozessoptimierung. Das Sales Team ist im Vergleich zum Vorjahr im Jahresdurchschnitt um 53 Prozent gewachsen und das Marketingteam um 64 Prozent, während die Teams in der Verwaltung und der Kundenpflege auf Vorjahresniveau verblieben. Des Weiteren wurde ebenfalls stark in das Managementteam investiert und erfahrene Führungskräfte in den Rollen des CFO sowie CTO eingestellt. Im Bereich des Marketings lag der Schwerpunkt besonders im Bereich des B2C Marketings. Um der stark wachsenden Nachfrage der Kund*innen nachzukommen und um neue Studierende und Sidejobber auf unsere Plattform zu holen, wurden vor allem in der zweiten Jahreshälfte größere Investitionen in das Performance-Marketing getätigt. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 438 auf TEUR 1.063 (Vorjahr TEUR 1.501, -29,2 %) zum 31. Dezember 2021 vermindert. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und der Beteiligungen, einschließlich an der im Geschäftsjahr gegründeten Zenjob Ltd., Großbritannien/Daventry. Gegenläufig wirkten sich die Erhöhung der sonstigen Ausleihungen und die Erweiterung der Betriebs -und Geschäftsausstattung aus. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital ist gegenüber dem Vorjahr auf 2,3 % (Vorjahr 6,3 %) gesunken. Demgegenüber ist der Anteil des Umlaufvermögens und des Rechnungsabgrenzungspostens auf 97,7 % (Vorjahr: 93,7 %) gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.465 auf TEUR 8.359 (Vorjahr TEUR 2.894; +188,8 %) - die knappe Verdreifachung lässt sich zum einen durch die sehr hohe Umsatzsteigerung erklären - November und Dezember sind die umsatzstärksten Monate, weshalb sich zum Ende des Jahres ein hoher Forderungsbestand zeigt. Zum anderen ergab sich eine Verschlechterung des Debitorenziels, welches von 19 Tagen im Vorjahr auf 29 Tage im Geschäftsjahr gestiegen ist. Einer der Gründe für das höhere Debitorenziel sind Sondervereinbarungen, um neue Kund*innen zu akquirieren. Entsprechend ist die Umschlagshäufigkeit wieder zurückgegangen und damit die Bindung von Kapital in den Forderungen erhöht. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen im Geschäftsjahr TEUR 33.782 (Vorjahr TEUR 0). Sie resultieren aus den beschlossenen, sonstigen Zuzahlungen in das Eigenkapital. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 sanken im Wesentlichen bedingt durch die hohen Investitionen in Personal, Marketing und wieder vermehrter Reisekosten um TEUR 15.922 auf TEUR 2.750 (Vorjahr TEUR 18.672; -85,3 %). Damit sank die einzugsbedingte Liquidität (Quick Ratio bzw. Liquidität 2. Grades) um 11,8 % auf 666,5 % (Vorjahr: 757,6 %). Die Beschaffung neuer liquider Mittel wurde mit dem Beschluss einer Einstellung in die Kapitalrücklage um TEUR 33.782 im Dezember 2021 und um weitere TEUR 18.756 im April 2022 gesichert. Das Eigenkapital ist aufgrund der im Dezember 2021 beschlossenen Kapitalerhöhung (einschließlich der sonstigen Zuzahlung in das Eigenkapital) um TEUR 18.496 auf TEUR 38.022 gestiegen (Vorjahr TEUR 19.526 +94,7%). Da sich das Unternehmen in einer Wachstumsphase befindet, ist es nötig, unter anderem sowohl in Personal als auch in Kundenpflege und -akquise zu investieren. Um dem gesteigerten Kapitalbedarf nachzukommen, entschied sich das Unternehmen zu dieser Form der Eigenfinanzierung. Gegenläufig wirkt sich der höhere Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 15.285 aus. Entsprechend des ebenfalls gestiegenen Fremdkapitals ist die Eigenkapitalquote der Gesellschaft im Jahr 2021 minimal auf 81,1 % gesunken (Vorjahr: 82,4 %). Die Rückstellungen haben sich um TEUR 813 auf TEUR 2.028 erhöht (Vorjahr TEUR 1.216 +66,8 %). Aufgrund des starken Unternehmenswachstums haben sich die Rückstellungen für Personalkosten nahezu verdoppelt. Gleichzeitig stieg der Beratungs- und Ressourcenbedarf in allen Bereichen, sodass es auch eine Erhöhung bei den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses gab. Hinzu kommen Rückstellungen für im Jahr 2021 neu abgeschlossene Kick Back-Vereinbarungen und Rückstellungen für Steuernachzahlungen aus der Lohnsteueraußenprüfung für die Jahre 2019 bis 2021. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens inklusive passiver Rechnungsabgrenzungsposten im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen um TEUR 3.851 auf TEUR 6.792 (Vorjahr TEUR 2.941, +130,9 %). Es handelt sich hierbei ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten, die den üblichen Geschäftsablauf widerspiegeln. Allein Verbindlichkeiten aus Steuern (Umsatzsteuer November und Dezember 2021 sowie Lohnsteuer) sind um TEUR 1.615 höher als im Vorjahr. Die Steigerung ist, ebenso wie bei den Rückstellungen, bedingt durch das Wachstum des Unternehmens. Die Steigerung der sonstigen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insbesondere auf gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt für Talents sowie gestiegene Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen. Trotz der starken Erhöhung des Fremdkapitals sind die Fremdkapitalquote mit 18,8 % (Vorjahr 17,5 %) und der Verschuldungsgrad mit 23,2 % (Vorjahr 21,3 %) nur minimal gestiegen. Insgesamt ist das Gesamtkapital um 97,9 % auf TEUR 46.861 gestiegen. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 23.179 ist maßgeblich der Kapitalerhöhung einschließlich der sonstigen Zuzahlung in das Eigenkapital geschuldet. 3.2. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist wie im Vorjahr negativ, da die erwirtschafteten Umsatzerlöse die entstandenen Kosten noch nicht decken. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im Jahr 2021 bei TEUR -231, im Wesentlichen aufgrund der Auszahlung zur Durchführung der Erhöhung der Kapitalrücklage in die Zenjob B.V., Niederlande/Amsterdam. Die Investitionen in das Anlagevermögen stiegen insbesondere um die Ausleihungen an verbundene Unternehmen (Intercompany Loan). Diese wurden jedoch wegen mangelnder Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2021 abgeschrieben. Abgesehen hiervon erfolgten primär Investitionen in die Ausstattung der Mitarbeitenden mit moderner Technik an ihren Arbeitsplätzen und im Homeoffice. Die Hauptinvestitionen der Unternehmung erfolgten in die selbst entwickelte Software und den Ausbau der Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Das Wahlrecht der Aktivierung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3.3. Ertragslage Die Ertragslage ist durch den Aufbau des Geschäftes geprägt. Bei den Umsatzerlösen konnte im Jahr 2021 trotz der weiter angespannten Lage durch die Coronavirus-Pandemie eine Steigerung um TEUR 35.899 auf TEUR 60.393 erzielt werden (Vorjahr TEUR 24.493; +146,6 %). Damit hat die Gesellschaft einen neuen Rekord erreicht und ihre Prognosen umsetzen können. Der Personalaufwand hat sich um TEUR 30.984 auf TEUR 61.207 erhöht (Vorjahr TEUR 30.223; +102,5 %), da sowohl die Zahl der internen Mitarbeitenden als auch die Zahl der studentischen Beschäftigten aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit weiter angestiegen sind. Der Personalaufwand übersteigt im Jahr 2021 wie im Vorjahr den erwirtschafteten Umsatz. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 5.618 auf TEUR 13.069 an (Vorjahr: TEUR 7.451; +75,4 %). Ein wesentlicher Grund für die erhöhten Kosten liegt in der Verdopplung der Werbe- und Reisekosten, welche der Umsatzsteigerung dienen. Zum Zweck der besseren Ausstattung und der Weiterentwicklung der Mitarbeitenden wurden die Ausgaben für Softwarelizenzen und SaaS-Anwendungen zuzüglich deren Wartung sowie für Fortbildungsmaßnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Trotz der gestiegenen Investitionen in das Unternehmenswachstum hat sich das Jahresergebnis zunächst geringfügig verbessert. Aufgrund mangelnder Werthaltigkeit sind im Geschäftsjahr 2021 Wertberechtigungen auf Finanzanlagen (TEUR 1.433) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 100) vorgenommen wurden. Diese Abschreibungen zum Jahresende 2021 führten zu einem schlechteren Jahresergebnis in Höhe von TEUR -15.285 (Vorjahr: TEUR -13.758; -11,1 %). Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Volumen der operativen Tätigkeit der Gesellschaft vernachlässigbar. 4. Leistungsindikatoren Im Mittelpunkt unserer unternehmerischen Entscheidungen stehen langfristige Wertzuwächse. Als Leistungsindikatoren werden in unserem Unternehmen die operativen Gesamtumsätze und die EBITDA Marge genauer betrachtet:
Wir konnten 2021 eine enorme Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Durch signifikante Investition in die Weiterentwicklung der Technologie sowie durch den gezielten Einsatz von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen konnten zahlreiche Neukunden gewonnen, die Kundenbindung verbessert und das durchschnittliche Buchungsvolumen pro Kund*in gesteigert werden. Die Finanzierung dieser Weiterentwicklung konnten wir durch die im Vorjahr durchgeführte Kapitalerhöhung ermöglichen, die erwartete Umsatzsteigerung wurde realisiert, wodurch sich die EBITDA-Marge im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hat, jedoch in Folge der Ausweitung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen immer noch negativ ist. 5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 5.1. Prognosebericht Grundsätzlich war für das Jahr 2022 die Skalierung des Kerngeschäft-Modells geplant. Zudem war ursprünglich vorgesehen, die internationalen Aktivitäten in den Niederlanden und Großbritannien weiter auszubauen. Im letzten Drittel des Jahres 2022 wurde auf Grund makroökonomischer Entwicklungen beschlossen, die Tochterunternehmen zu schließen. Die Liquidation der Tochterunternehmen wird voraussichtlich Mitte des Geschäftsjahres 2023 abgeschlossen sein. Statt des internationalen Ausbaus soll der Fokus nun verstärkt auf die Profitabilität des Unternehmens in Deutschland liegen. Dafür wurden umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Wir haben uns dazu entschlossen, bestimmte Bereiche unseres Unternehmens neu zu strukturieren, was bedeutet, dass es zu Entlassungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommen wird. Diese Entscheidung war schwer, aber notwendig, um langfristig durch Fokussierung auf das Kerngeschäft in Deutschland erfolgreich zu sein. Trotz der, wegen der Abfindungen anfallenden Aufwendungen, die einen negativen Effekt auf unsere kurzfristige Finanzlage haben werden, erwarten wir, dass die Kostenoptimierung langfristig einen positiven Effekt auf unsere Finanzen haben wird. Wir sind zuversichtlich, dass wir durch diese Maßnahmen in die Lage versetzt werden, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und unser Wachstum voranzutreiben. Im Jahr 2022 erwarten wir eine signifikante Steigerung der relativen Bruttomarge durch unsere Bemühungen im Bereich Preisgestaltung und einem Fokus auf Rentabilität bei Bonusprogrammen für die überlassenen Arbeitskräfte. Wir prognostizieren für das Geschäftsjahr 2022 dementsprechend ein mäßiges Wachstum des operativen Gesamtumsatzes und eine geringfügige Verbesserung der EBITDA-Marge im Vergleich zum Vorjahr. Die EBITDA-Marge wird im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich weiterhin negativ sein. 5.2. Risikobericht Die Risiken sind innerhalb der Risikokategorien in abnehmender Rangfolge dargestellt. Einzelne Risiken können sich negativ auf die Leistungsindikatoren operativer Gesamtumsätze und EBITDA-Marge auswirken. 5.2.1. Strategische und operationelle Risiken 5.2.1.1. Markt und Wettbewerb Der Zeitarbeitsmarkt ist historisch ein Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Das Jahr 2020 war daher für die Branche eine große Herausforderung. Laut der aktuellen Studie der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Beschäftigten um 15 % im Vergleich zum Vorjahr. 5 Maßgeblich dazu beigetragen haben die Umstrukturierungen in der Automobilindustrie. Laut einer Studie stieg das Marktvolumen des Zeitarbeitsmarkts im Jahr 2021 wieder an. Die Nachfrage nach Personaldienstleistungen wuchs deutlich. 6 Die Mehrzahl der größten europäischen Zeitarbeitsmärkte war bereits vor dem Ausbruch von COVID-19 rückläufig und ging weiter zurück, als die Pandemie einsetzte. Dennoch verzeichneten alle Märkte ein erhebliches Wachstum im Jahr 2021, das sich im Allgemeinen 2022 und 2023 in abgeschwächter Form fortsetzen dürfte. In Deutschland scheint trotz eines Rückgangs des Konjunkturoptimismus, des Fachkräftemangels, Lieferketten-Problemen und der Unsicherheit über die Energieversorgung die Gesamtnachfrage nach Zeitarbeit zu steigen. "Staffing Industry Analysts" schätzt, dass es im März 2022 849.700 Zeitarbeitnehmer gab, ein Anstieg von 6,5 % im Jahresvergleich, der jedoch immer noch 22 % unter dem von der Bundesagentur für Arbeit für November 2017 erfassten Höchststand von 1.083.838 Leiharbeitnehmern liegt. Zugleich ist auch die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern gestiegen. Die Bundesagentur registrierte für April 2022 einen Anstieg der gemeldeten offenen Stellen um 35 % (852.000). 7 Wie sich an unserem Umsatzwachstum entgegen der Gesamtentwicklung des Marktes zeigt, sind wir als noch junges und innovatives Unternehmen innerhalb der Branche in der Lage, unser Wachstum aus der Erlangung von weiteren Marktanteilen zu erzielen. Durch die geringe Abhängigkeit vom produzierenden Gewerbe sowie der nationalen Ausrichtung in heterogenen Industrien nehmen wir an, auch weiterhin gegenüber starken Einflüssen auf einzelne Wirtschaftszweige weitestgehend resilient sein. Sollten die Annahmen zur Neukundenakquise, zur Kundenbindung oder zum Buchungsverhalten der Kund*innen, zur Studierenden-Akquise oder zur Bindung derselben deutlich verfehlt werden, hätte dies unter Umständen die Nicht-Erreichung der Wachstumsziele zur Folge. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer allgemeinen Fehleinschätzung des Marktpotenzials oder der realisierbaren Wachstumsgeschwindigkeit - insbesondere vor dem Hintergrund der Coronavirus- Pandemie und der konjunkturellen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs auf unsere Kunden. Auch aktuell gibt es im deutschen Markt für studentische Zeitarbeit nur wenige nennenswerte Anbieter. Es besteht weiterhin das Risiko, dass größere internationale Anbieter auf den deutschen Markt drängen. So wie wir uns bei unserer Internationalisierung an die Regularien der jeweiligen Länder anpassen müssen, gilt dies natürlich auch für etwaige Konkurrenten. Zudem haben wir durch die bereits etablierten Prozesse und Technologien einen erheblichen Entwicklungsvorsprung, welcher nur schwer einzuholen ist. In Summe wird der Einfluss des Markt- und Wettbewerbsrisikos auf die Unternehmensplanung im nächsten Jahr als mittelmäßig eingestuft, vor allem aufgrund der schwer abzusehenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie.
5 Arbeitsmarkt Deutschland-Zeitarbeit 2020 PWC
5.2.1.2. Rechtsrisiken Das Unternehmen ist durch eine Vielzahl von Rechtsrisiken betroffen, die sich aus seiner Geschäftstätigkeit ergeben. Dazu gehören unter anderem Risiken aus Vertragsverletzungen, Streitigkeiten mit Geschäftspartnern, behördlichen Untersuchungen und Verstößen gegen geltendes Recht. Um etwaige Risiken zu minimieren, hat das Unternehmen umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Einhaltung firmeninterner Compliance-Standards, die Durchführung von Rechtsreviews von Verträgen und Geschäftsabläufen sowie Schulungen für Mitarbeiter zum Umgang mit Rechtsrisiken. Diese Überprüfung aller Abteilungen findet jährlich statt und beinhalten sämtliche Rechtsgebiete und Prozesse. Weiterhin hat das Unternehmen eine interne Rechtsabteilung eingerichtet, die für die Beratung in rechtlichen Fragen und die Verteidigung des Unternehmens in Straf- und Zivilverfahren zuständig ist. Diese Abteilung arbeitet eng mit externen Rechtsanwälten zusammen, um das Risiko von Rechtsstreitigkeiten zu minimieren. Als Anbieter studentischer Zeitarbeit operieren wir in einem gesetzlich stark reglementierten Bereich. Zum Zweck der Minimierung von Rechtsrisiken nehmen unsere internen Expert*innen regelmäßig an Fachveranstaltungen zum Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) und weiteren relevanten Rechtsfeldern teil. Darüber hinaus lassen wir uns durchgehend durch externe Fachleute beraten, um über etwaige Bestrebungen zu relevanten Änderungen der Rechtslage frühzeitig informiert zu werden. Trotz dieser Maßnahmen kann es jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu rechtlichen Konflikten oder Verstößen gegen geltendes Recht kommt. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung von Rechtsrisiken und wird weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren und auf rechtliche Herausforderungen angemessen reagieren zu können. Die rechtlichen Risiken werden im Ergebnis als gering eingestuft. 5.2.1.3. IT Das Unternehmen ist auf die Verfügbarkeit und Integrität seiner IT-Systeme angewiesen, um seine Geschäftsprozesse erfolgreich ausführen zu können. Eine Unterbrechung oder Beeinträchtigung dieser Systeme kann erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Finanzergebnisse des Unternehmens haben. Wir nutzen im administrativen sowie im operativen Bereich webbasierte Softwarelösungen, deren Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit für den Geschäftsbetrieb unabdinglich sind. Das Unternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um diese Risiken zu minimieren. Insbesondere in Kernbereichen wird auf namhafte Anbieter gesetzt, mit denen nach Möglichkeit Service Level Agreements (Leistungsvereinbarungen) geschlossen wurden, die in der Due Diligence der im Februar 2022 bekannt gegebenen Kapitalerhöhung der Gesellschaft als adäquat eingestuft wurden. Wir nutzen marktübliche Monitoring- und Backuplösungen und arbeiten stetig an einer Verbesserung der Sicherheitsmechanismen. Hierzu werden jährliche Schulungsmaßnahmen aller Mitarbeiter*innen zur IT-Sicherheit durchgeführt und dokumentiert. Die internen Softwaresysteme sind über den Anbieter Okta durch Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt. Trotz dieser Maßnahmen kann es jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Beeinträchtigungen der IT-Systeme kommt. Das Unternehmen beobachtet die Entwicklung von IT-Risiken und wird weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren und auf potenzielle Störfälle schnell und effektiv reagieren zu können. Im Jahr 2021 wurden keine Systemausfälle verzeichnet, die den Geschäftsbetrieb wesentlich beeinflusst hätten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der IT-Risiken insgesamt ist gering. 5.2.2. Finanzwirtschaftliche Risiken 5.2.2.1. Liquiditätsrisiko Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aktuell decken die Umsatzerlöse nicht die entstandenen Kosten. Durch die im Dezember 2021 und April 2022 abgeschlossenen Finanzierungsrunden wurde unsere Liquidität maßgeblich verbessert. Ausgehend von den Ergebnissen zum 31. Dezember 2021, den vorläufigen Ergebnissen zum 31. Dezember 2022 sowie der Finanzplanung für die Jahre 2023 bis 2024 und unter Berücksichtigung der Einzahlungen aus den letzten Finanzierungsrunden, erwarten wir, dass die zugeflossenen Mittel ausreichen, den Liquiditätsbedarf über den Prognosehorizont über das erste Quartal 2024 hinaus zu decken. Aus diesem Grund und der Steigerung der operativen Umsatzerlöse sowie der Erwartung eines positiven EBITDA ab dem Geschäftsjahr 2023 hat sich das Risiko einer drohenden Liquiditätslücke deutlich verringert. Das Liquiditätsrisiko wird im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr zu den bestandsgefährdenden Risiken gezählt. Das monatliche Finanzberichtswesen besteht unter anderem aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einer Kapitalflussrechnung und wird um eine Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung ergänzt, um betriebswirtschaftliche Optimierungsansätze rechtzeitig verfolgen zu können. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung implementiert, um rechtzeitig den Liquiditätsbedarf erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Finanzgeschäfte spekulativer Natur werden von uns nicht eingegangen. Insgesamt stufen wir das Liquiditätsrisiko als mittel ein. 5.2.2.2. Ausfallrisiko Das Unternehmen ist durch das Ausfallrisiko von Kunden betroffen. Dieses Risiko besteht darin, dass Forderungen nicht oder nicht vollständig bedient. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, setzt das Unternehmen auf eine gründliche Auswahl von Kunden. Dazu gehört auch die regelmäßige Überwachung der Zahlungsmoral. Ein weiteres Instrument zur Risikominimierung ist die Überwachung der Kundenbonität durch die Zusammenarbeit mit einer renommierten Auskunftei. Durch automatisierte Forderungs-Prozesse und Bonitätsprüfungen der Kund*innen wurden im Jahr 2021 weniger als 0,17 % des Forderungsvolumens abgeschrieben. Trotz dieser Maßnahmen kann es jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass Forderungen nicht beglichen werden. Auf Basis der Erfahrungswerte sowie aufgrund des aktiven Monitorings wird das Ausfallrisiko als gering eingeschätzt. 5.3. Chancenbericht Die Chancen werden in abnehmender Rangfolge dargestellt. 5.3.1. Marktabdeckung Durch die Weiterentwicklung der technischen Lösung in Bezug auf das Remote-Onboarding sind wir in der Lage, mit sehr geringem Aufwand deutschlandweit tätig zu werden. Es fallen ausschließlich Akquise-Kosten an, welche durch regionale Sales Abteilungen und Marketingmaßnahmen verursacht werden. Dies ermöglicht uns schnell auf Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren und unser Geschäft gezielt zu erweitern. 5.3.2. Produkt Die technologiebasierte Lösung, die wir geschaffen haben, ermöglicht es, das alte Problem des schwankenden Bedarfs nach Aushilfskräften auf eine neue und deutlich effizientere Art zu lösen als gewohnt. Die kontinuierlich vorangetriebene Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und die Entwicklung neuer Produktfeatures werden das Nutzererlebnis sowohl für die Kund*innen als auch für die studentischen Aushilfskräfte stetig weiter verbessern. Dies ermöglicht uns auch in Zukunft die Marktposition signifikant zu verbessern und uns gegenüber etablierten Unternehmen am Markt mithilfe unseres Produktes zukunftssicher aufzustellen. 5.3.3. Akademisierung Der anhaltende Trend der Akademisierung führt zu einem stetigen Wachstum der Studierendenzahlen. Im Wintersemester 2021/2022 waren so viele Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben wie nie zuvor 8. Der Bedarf für Nebenjobs ist dabei ungebrochen. Zugleich ist zu erwarten, dass sich durch den dadurch verstärkten Engpass an Auszubildenden in zahlreichen Branchen die Nachfrage nach Aushilfskräften weiter verstärkt. Durch diese beiden Trends werden wir in Zukunft ein Wachstum auf beiden Seiten unseres Marktplatzes sehen, sowohl bei der Nachfrage als auch dem Angebot, was wiederum Wachstumspotential birgt. 6. Erklärung zur Unternehmensfortführung nach § 289 f HGB (Angaben zur Frauenquote) Der Anteil der Frauen in der Geschäftsführung der ZenJob GmbH liegt zum Stichtag 31.12.2021 bei 0%. Diese Quote ist Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026. In der Geschäftsführung sind zum Stichtag 31.12.2021 ausschließlich zwei Gründer der ZenJob GmbH vertreten. Die Ist-Quote von null Prozent ist durch die aktuelle Verteilung innerhalb der Geschäftsführung begründet. Die Zusammensetzung der Geschäftsführung soll in absehbarer Zeit nicht geändert werden, wodurch die Zielgröße ebenfalls bei null Prozent definiert wird. Der Anteil der Frauen in der ersten Führungsebene nach der Geschäftsführung beträgt 16,7 %. Diese Quote ist Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026. Der Anteil der Frauen in der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung liegt bei 33,3 %. Diese Quote ist Zielgröße bis zum 31. Dezember 2026.
Berlin, den 23. Februar 2023 Frederik Fahning Friedrich Wilhelm Jobst von Trott zu Solz Nicolaas Gerardus Boon Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ZenJob GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZenJob GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZenJob GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 3. März 2023 KPMG
AG
Marius Sternberg, Wirtschaftsprüfer Stefan Krayl, Wirtschaftsprüfer
Berlin, 13.03.2023 Fahning Ventures UG (haftungsbeschränkt) Frederik Fahning
Berlin, 09.93.2023 Aksakal Ventures GmbH Cihan Aksakal
Berlin, 08.03.2023 Marc Lücke Atlantic Labs Growth I GmbH Co. KG Marc Lücke Atlantic Labs III GmbH Co. KG
Berlin, 08.03.2023 Marc Lücke Atlantic Labs Germany Gfrowth GmbH & Co. KG Marc Lücke Atlantic Labs Co-Invest II GmbH & Co. KG
Berlin, 07.03.2023 Courage
Companies UG
Jersey 20/03/2023 Forestay ZJ Holdings Limited Stephen Prosser James Yates
Berlin, 07.03.2023 13.03.2023 ZenJob GmbH Frederik Fahning
München, 09.03.2023 Acton GmbH & Co. Heureka II KG Sebastian Wossagk Benedikt Sudbrock
Zurich, 16.3.2023 10.3.2023 Redalpine Capital S.C.S. Michael Sidler Peter Niederhauser
07.03.2023 Louis Pfitzner, Pool Leader
14 March 2023 AXA Venture Partners S.A.S. on behalf of AVP Capital A FPCI
London, 14 March 2023 AXA Venture Partners S.A.S. on behalf of AVP Capital B FPCI
Zurich, 10.3.23 16.3.2023 Redalpine Opportunity Fund S.C.S. Michael Sidler Peter Niederhauser
Miami, Aragon Private SPV II LLC Anne Dias |
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