H & R Lube Blending GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Berner seit 30.10.2020 | Prokura |
Niels Heinz Hansen seit 28.2.2020 | Geschäftsführer |
Angela Sahm seit 16.6.2016 | Prokura |
Alexander Reinsch seit 9.8.2013 | Prokura |
Nils Hansen seit 9.8.2013 | Geschäftsführer |
Sven Hansen seit 26.7.2006 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
H&R Refining GmbHSalzbergenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018I. Grundlagen des UnternehmensDie H&R Refining GmbH gehört zur Unternehmensgruppe der H&R Gesellschaften, die unter dem Dach der Familie Hansen zusammengefasst sind. Die H&R Refining GmbH übernimmt seit Juli 2013 - als Auftraggeber der Lohnfertigung der zur H&R GmbH & Co. KGaA gehörenden Raffinerie in Salzbergen - die Risiken und Chancen aus der Bestandshaltung in Bezug auf die Marktpreisschwankungen (Volatilität), während die bezogenen Leistungen aus der Raffinerie durch die Bezahlung eines definierten Verarbeitungsentgeltes (Cost-plus-Preismodell) im Rahmen der Lohnverarbeitung vertragskonform abgegolten werden. Die marktpreisorientierte Weitergabe an die nachgelagerten, nachstehenden Vertriebsgesellschaften, bestimmt die Ertragslage der H&R Refining GmbH. Des Weiteren hat die H&R Refining GmbH mit Umstellung des Geschäftsmodells ebenfalls die Finanzierung der Vorräte sicher zu stellen und ist damit auch den Finanzierungsrisiken in Bezug auf Zinsschwankungen und Verfügbarkeiten von Fremdfinanzierungen ausgesetzt. II. Wirtschaftsbericht1. Entwicklung Gesamtwirtschaft Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisierte für das Schlussquartal 2018 zuletzt ein solides nationales Wachstum. Trotz einiger Schwächesignale im dritten Quartal 2018 erwartete der DIW für das gesamte Jahr 2018 ein Wachstum von rund 1,6 Prozent. (Quelle: https://www.diw.de/de/diw 02.c.102177.de/forschung beratung/daten/konjunkturbarometer/diw konjunktur barometer november deutsche wirtschaft waechst trotz rueckschlag im dritten quartal 2018 deutlich.html) Ein ähnliches Niveau erwartet auch das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. Vor allem der US-amerikanische Protektionismus, die Ungewissheiten infolge des anstehenden Brexits und der italienischen Regierungsführung belasten die Erwartungshaltung zahlreicher Unternehmen. (Quelle: https://www.iwkoeln.de/studien/iw-trends/beitrag/michael-groemling-schwaches-wachstum-bei-auffrischendem-gegenwind.html). Für die Weltwirtschaft sah die OECD zuletzt ebenfalls ein verlangsamtes Wachstum, bedingt durch die zunehmenden Handels- und Finanzrisiken. Für das Gesamtjahr 2018 sollte das Wachstum - wie zu Jahresbeginn prognostiziert - bei 3,7 % liegen, in den Folgejahren allerdings auf 3,5 % absinken. Für die EURO-Zone ging es bereits in diesem Jahr etwas nach unten: Von den prognostizierten 2,4 % sind nur 1,9 % geblieben, für 2019 werden 1,8 % erwartet. (Quelle: http://www.oecd.org/economy/global-growth-is-slowing-amid-rising-trade-and-financial-risks.htm). Der für die Ertragsentwicklung der H&R Refining maßgebliche Euro startete gegenüber dem USD kräftig in das Geschäftsjahr 2018 bei rund USD 1,20. Dem Höchstkurs bei rund USD 1,26 folgte ab Mitte April jedoch deutlicher Druck, der den Kurs auf USD 1,12 sinken ließ an. Zum Jahresende folgte er einer stabilen Seitwärtsbewegung um die Marke von USD 1,13. Die Rohölpreise (alle Angaben beziehen sich auf den Durchschnittspreis für ein Barrel der Nordseesorte Brent) stiegen im Jahresmittel bis Oktober 2018 deutlich an. Ausgehend von einem Preis zum Jahresbeginn 2018 von rund USD 67 zog der Kurs bis zu seinem Jahreshöchststand von rund USD 86. In der Folge führten Uneinigkeiten innerhalb der OPEC, bei gleichzeitiger Rekordförderung Russlands und der USA zu einem anhaltend hohen Angebot. Dem gegenüber trübten die Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung jedoch die Nachfrage. Die Notierung gab daher seit Oktober 2018 deutlich nach und betrug zum Jahresende (31.12.2018) USD 54. 2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Das Jahr 2018 ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland nach Einschätzung des Branchenverbandes (VCI) gut verlaufen. Der Branchenumsatz erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 204 Milliarden Euro und überstieg damit erstmals die 200-Milliarden-Euro-Schwelle. Die Produktion wuchs im Jahresvergleich um 2,5 Prozent, während die Chemikalienpreise um 2 Prozent zulegten. (Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/gutes-jahr-2018-verhaltener-ausblick-fuer-2019-jahresbilanz-chemisch-pharmazeutische-industrie.jsp). 3. Überblick über den Geschäftsverlauf und Lage Wesentliche für den Geschäftsverlauf ursächliche Ereignisse Die Umsatzentwicklung mit EUR 392,9 Mio. (Vorjahr EUR 358,4 Mio.) ist im Gesamtjahresvergleich um rund 9,1 Prozent gestiegen. Die Absatzmengen lagen mit 564 KT (Vorjahr 577 KT) leicht unter dem Vorjahres-vergleichswert. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegenen Rohstoffkosten wirkten sich erhöhend auf den Materialaufwand aus. Das Margenniveau bei den Haupt- und Nebenprodukten konnte bei weitem nicht an das Vorjahr anknüpfen. Insbesondere im Jahresverlauf stetig steigende Rohstoffkosten und nur sehr verhaltene Anpassungen der Grundölnotierungen führten zu einem auf EUR 5,3 Mio. (Vorjahr EUR 16,2 Mio.) verminderten Rohertrag. Die Versorgung der zu beliefernden Vertriebsgesellschaften konnte durchgehend sichergestellt werden. Produktionsbedingte Engpässe gab es 2018 in der Raffinerie Salzbergen nicht, von dort bezogene Leistungen konnten jederzeit geliefert werden. Die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf den Weltmärkten war jederzeit sichergestellt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 1,2 Mio. erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von EUR 9,6 Mio. erzielt. Das EBIT betrug EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: EBIT von EUR 14,0 Mio.). Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch die Auflösung einer Rückstellung (EUR 1,3 Mio.) und Beteiligungserträge (EUR 0,8 Mio.) erzielt. Auch unter den verminderten Ergebnissen und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr sehen wir die H & R Refining GmbH grundsätzlich für die Zukunft gut aufgestellt. Im ersten vollen Geschäftsjahr des Gemeinschaftsunternehmens mit der Marquard & Bahls Gruppe der NordBit GmbH & Co. KG, konnten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 80,6 Mio. (Vorjahr. EUR 23 Mio.) und ein Jahresüberschuss von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr. EUR 0,79 Mio.) erzielt werden. Von dem Jahresüberschuss wurden 50 Prozent dem Kapitalkonto der H&R Refining GmbH gutgeschrieben. Auf der Beschaffungsseite wurden die sehr volatilen Einstandspreise vertragskonform auf Basis des Geschäftsmodells zwischen H&R Refining GmbH und den Raffinerien abgewickelt und abgerechnet. Hier sind einerseits die Einstandspreise aus der Beschaffung von Rohmaterialien durch den Zentraleinkauf zu nennen, die im Materialaufwand als Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen werden und andererseits die Einstandspreise aus der Lohnfertigung, die über bezogene Leistungen sichtbar werden. Vergleich des tatsächlichen mit dem im Vorjahr prognostizierten Geschäftsverlauf Im Jahresabschluss 2017 ging die H&R Refining GmbH von einer weiterhin ordentlichen Geschäfts- und Ertragsentwicklung aus. Mit dem im Abschluss 2018 ausgewiesenen Jahresüberschuss von EUR 1,2 Mio. wurde ein um rund EUR 8,3 Mio. niedrigeres Jahresergebnis erzielt als im Vorjahr. Bei Umsätzen, die rund 9,6% über dem Vorjahr lagen, zeigt sich deutlich die Korrelation zwischen den Umsatzerlösen und Rohstoffnotierungen. Da die gestiegenen Rohstoffkosten nicht unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden konnten, wirkten die erhöhten Materialaufwendungen belastend auf das Ergebnis. Hinzu kamen Abschreibungen der Paraffinformgebung in Höhe von TEUR 684 sowie Personalkosten in Höhe von TEUR 408. III. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageWirtschaftliche Aussichten und Entwicklung auf den Rohstoffmärkten Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre geht die Gesellschaft für das Jahr 2019 von guten Verfügbarkeiten an Rohstoffen und Vorprodukten für die Raffinerieproduktionen an den Standorten in Salzbergen und Hamburg aus. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden auch in 2019 herausfordernd bleiben. Die Entwicklungen der Rohstoffpreise gepaart mit den USD/EUR Entwicklungen sind nur schwer vorherzusehen. Wir gehen für das Jahr 2019 von Rohstoffnotierungen auf Basis von 75 USD/Barrel aus und einem USD Kurs von 1,20 EUR aus. Finanz-, Vermögens- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der H&R Refining GmbH erhöhte sich von vorjährig EUR 100,2 Mio. auf nunmehr EUR 119,3 Mio. Auf der Aktiv-Seite stiegen die Vorräte infolge der gestiegenen Rohstoffkosten mit EUR 64,5 Mio. nochmals über Vorjahresniveau (2017: EUR 58,9 Mio.). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um rund 61 Prozent deutlich auf nunmehr EUR 24,3 Mio. (2016: EUR 14,7 Mio.). Das Anlagevermögen stieg um EUR 3,2 Mio. auf EUR 16,9 Mio. (Vorjahr EUR 13,7 Mio.) an. Insbesondere der weitere, planmäßige Aufbau der Bitumenpasstilierungsanlage ist hierfür verantwortlich. Das Investitionsvolumen der Anlage von rd. EUR 12 Mio. ist in Höhe von EUR 10,0 Mio. mit einem zinsgünstigen Darlehen in Höhe von 2,3% p.a. der KfW Bank, ausgereicht durch die IKB Bank, finanziert. Die Laufzeit des Tilgungsdarlehens endet im Jahre 2023. Die liquiden Mittel sind um rund EUR 1,0 Mio. auf EUR 11,6 Mio. (Vorjahr EUR 10,6 Mio.) gestiegen. Auf der Passiv-Seite erhöhte sich das Eigenkapital leicht auf EUR 35,6 Mio. (2017: EUR 34,4 Mio.). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der erhöhten Bilanzsumme dagegen auf 29,8 Prozent (2017: 34,3 Prozent). Die Verbindlichkeiten lagen per 31.12.2018 bei EUR 83,5 Mio. und damit rund 35,7 Prozent über dem Vorjahr (2017: EUR 61,5 Mio.) Die sonstigen Rückstellungen haben sich zum 31.12.2018 auf EUR 0,25 Mio. deutlich reduziert. (2017: EUR 1,4 Mio.). Aufgrund der intensiven Auseinandersetzung mit den Änderungen beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 sehen wir bei der mit der Lohnfertigung beauftragten Raffinerie in Salzbergen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nunmehr kein Risiko einer Nachzahlung von Umlagebeträgen nach dem EEG für das Jahr 2017. Die Vereinbarungen des Rahmenvertrags zur Auftragsfertigung sehen vor, dass die Vertragspartner bzgl. etwaiger Mehrkosten u.a. für Energie einvernehmlich eine angemessene Anpassung der Vergütung der Raffinerie vornehmen. Die im Geschäftsjahr 2017 erfolgte Rückstellungsbildung in Höhe von EUR 1,3 Mio. wurde daher im Geschäftsjahr 2018 aufgelöst. 2. Finanzlage Die Gesellschaft weist insgesamt ein solides Finanzbild aus. Die Finanzierung der Bestände ist durch einen Konsortialrahmenkreditvertrag über (nunmehr reduzierten) EUR 60 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 09.06.2020 sichergestellt, der per Jahresultimo mit EUR 5,0 Mio. belastet war. Die anwendbare Zinsmarge richtet sich nach dem quartalweise zu ermittelnden Nettoverschuldungsgrad der Gesellschaft, jeweils auf Basis der letzten 12 Monate. Dieser lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,30% p.a. über Euribor. Die Liquiditätslage unserer Gesellschaft war im Berichtsjahr gut, die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung ist in folgender Tabelle dargestellt:
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Investitionen in die Bitumenpastillierungsanlage am Standort Salzbergen. 3. Ertragslage Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich das Jahresergebnis auf EUR 1,2 Mio. (2017: Jahresüberschuss EUR 9,6 Mio.). Der darin berücksichtigte Ertragsteueraufwand sank auf EUR 0,4 Mio. (2017: EUR 3,7 Mio.). Die nominale Ertragsteuerquote der Gesellschaft beträgt 27,7 %. Die effektive Ertragssteuerquote ist mit 25,2% geringer als die nominale Ertragssteuerquote, weil der Gewinnanteil aus der Norbit GmbH & Co KG bei der H&R Refining GmbH nicht der Gewerbesteuer unterliegt. Am Bilanzstichtag hat die H&R Refining GmbH 10 eigene Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufgaben im Bereich des Vertriebes und der Administration wurden von externen Mitarbeitern übernommen. IV. PrognoseberichtFür die Aussagen zur Entwicklung des Unternehmens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember des Geschäftsjahres 2019 gehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand von einer grundsätzlich unveränderten Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit der H&R Refining GmbH aus. Entwicklung der Rahmenbedingungen und allgemeines wirtschaftliches Umfeld Für nahezu alle wichtigen Wirtschaftsnationen wurden die Wachstumsprognosen infolge der Risiken und Herausforderungen für den Welthandel gesenkt. In der Konsequenz erwarten die Experten der OECD nunmehr noch ein Wachstum von 3,5% für 2019, nachdem unterjährig noch 3,7% prognostiziert wurden. (Quelle: http://www.oecd.org/economy/global-growth-is-slowing-amid-rising-trade-and-financial-risks.htm). Die Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sieht für 2019 eine Fortsetzung der zuletzt eingetrübten Produktions-, Export-, Investitions- und die Beschäftigungsperspektiven, so dass das Wachstum mit nur noch 1,2 Prozent sehr verhalten ausfällt. (Quelle: https://www.iwkoeln.de/studien/iw-trends/beitrag/michael-groemling-schwaches-wachstum-bei-auffrischendem-gegenwind.html). Damit dürfte Deutschland unterhalb der Wachstumsraten des Euroraums liegen, für den die OECD 2019 ein Wachstum von 1,8 % prognostiziert. (Quelle: http://www.oecd.org/economy/global-growth-is-slowing-amid-rising-trade-and-financial-risks.htm). Unsere Planungen für das Geschäftsjahr 2019 basieren auf einem Wechselkurs von USD zu Euro von 1,20, den wir zu Beginn des Planungsprozesses für 2019 angesetzt haben. Bei den Rohölnotierungen lehnen wir uns an die Schätzungen der volkswirtschaftlichen Abteilungen der Großbanken an. Für das Planjahr 2019 haben wir zum Zeitpunkt der Planung einen Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent von USD 75 je Barrel zugrunde gelegt. Dies liegt leicht oberhalb des Jahresdurchschnittspreises 2018 von USD 72. Branchenumfeld Für 2019 geht der Branchenverband der Chemischen Industrie VCI von einem bescheidenen Wachstum im Chemiegeschäft aus. Sollten größere Rückschläge ausbleiben, kann die Chemie- und Pharmaindustrie ihre Produktion 2019 voraussichtlich um 1,5 Prozent steigern. Chemieprodukte verteuern sich um 1,0 Prozent. Der Branchenumsatz sollte dabei um 2,5 Prozent zulegen. Allerdings sieht der VCI zunehmende Risiken im Welthandel, eine abgeschwächte Konjunktur in Deutschland und eine gedämpfte weltwirtschaftliche Entwicklung. Politische Herausforderungen wie die Handelskonflikte der USA mit der EU und mit China sowie der nahende Brexit bringen die Handelsordnung, in der die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie ihre Erfolge erzielt, in Gefahr, so der VCI. (Quelle: https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/gutes-jahr-2018-verhaltener-ausblick-fuer-2019-jahresbilanz-chemisch-pharmazeutische-industrie.jsp). Voraussichtliche Geschäfts- und Ertragsentwicklung Für die Umsatzerwartung 2019 setzen wir einen im Vergleich zu 2018 nochmals leicht steigenden Rohölpreis als Umsatzfaktor voraus. Zudem erwarten wir Absatzmengensteigerungen - insbesondere aus der Paraffinformgebung, die noch nicht an ihrer geplanten Kapazitätsgrenze arbeitet. Hierfür sind einerseits erhöhte Paraffinbestandteile in den zu verarbeiteten Rohstoffen erforderlich, andererseits werden verstärkt Zukaufsmöglichkeiten geprüft. Unsere Wertschöpfung und unsere Margen werden zudem maßgeblich durch die Qualität des Rohstoffes beeinflusst, den wir in unseren Anlagen nutzen. Seine Zusammensetzung hat unmittelbaren Einfluss auf die Ausbeutestruktur und damit das Verhältnis zwischen margenstärkeren Hauptprodukten (z.B. Weichmacheröle, Paraffine, Weißöle) und margenschwächeren Nebenwertprodukten (z.B. Bitumina, Heizöl etc.) Der Einkauf der Rohstoffe wird diesbezüglich fortlaufend optimiert und mit dem Ziel gesteuert, grds. einen höheren Anteil an Hauptprodukten zu erzielen. Gleichzeitig werden die Vermarktungsaktivitäten hinsichtlich der Nebenwertprodukte weiter verstärkt, um eine optimierte Vermarktung dieser Erzeugnisse sicherzustellen. Der positive Geschäftsverlauf 2018 des Gemeinschaftsunternehmens zur Vermarktung von Bitumenprodukten lässt erwarten, auch in 2019 einen entsprechend positiven Beitrag zu leisten. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die H&R Refining GmbH insgesamt, dass sich die erzielbaren Margen gegenüber 2018 wieder verbessern und zu einem erneut positiven Jahresergebnis in einer Bandbreite von EUR 1,8 bis 2,8 Mio. der Gesellschaft führen werden. V. Chancen- und RisikoberichtDas permanente Bewerten von Risiken hat in der gesamten H&R-Gruppe höchsten Stellenwert und bezieht sich über unser Qualitäts-Management-System auf die Vermeidung von Fehlern und Reklamationen bei optimaler Warenausgangskontrolle, Einhaltung von internen und Kundenspezifikationen, Überwachung von Kundenzufriedenheit, Vermeidung von Währungsrisiken durch Kurssicherung und einem ausgefeilten Forderungsmanagement. Auch bei der Auswahl neuer Mitarbeiter gehen wir sehr sorgfältig vor. Die Schulung der bestehenden Verhaltensregeln zum Kontakt zu Wettbewerbern wurde weiter verstärkt. Einzelrisiken Alle unsere relevanten Risiken werden unternehmensgruppenweit einheitlich klassifiziert. Die Einstufung als geringes, mittleres oder hohes Risiko ergibt sich dabei aus den Parametern "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "Potenzielle finanzielle Auswirkung". Die daraus resultierende Risikoklassifizierungsmatrix ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Potenzielle finanzielle Auswirkung *
Entsprechend dem Grad einer potenziellen finanziellen Auswirkung und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit wird das Risiko generell als "Hoch", "Mittel" oder "Gering" klassifiziert. Die generelle Clusterung der Risiken erfolgt in "Umfeld- und Branchenrisiken", "Operative und unternehmensstrategische Risiken" und "Finanzrisiken". Nachfrage- und Margenschwankungen (Risikoklassifizierung Hoch). Durch externe Einflüsse kann die Nachfrage nach unseren chemisch-pharmazeutischen Spezialitäten sinken. Zu diesen Einflussfaktoren gehören wirtschaftliche Schwächephasen, temporäres Preisdumping seitens bestehender Wettbewerber oder das Auftreten neuer Anbieter in den relevanten Märkten. Den überwiegenden Teil unserer Umsätze erzielen wir in Europa. Entsprechend hat die konjunkturelle Entwicklung in dieser Region einen bedeutenden Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. In engem Zusammenhang mit dem Risiko einer schwachen Nachfrage steht das Risiko niedriger Produktmargen. Aufgrund der in der Chemiebranche vergleichsweise hohen Fixkosten der komplexen Anlagen werden in Phasen niedriger Nachfrage häufig niedrigere Margen in Kauf genommen, um die Anlagen weiterhin auslasten zu können. Wir begegnen diesem Risiko mit dem gezielten Ausbau des Anteils von weniger preissensitiven rohölbasierten Spezialitäten. Zu einer Volatilität der Produktmargen kommt es in der Regel auch durch schwankende Rohstoffpreise und durch schwache Notierungen für das sogenannte Grundöl. Dieses Produkt fällt im Rahmen unserer Kuppelproduktion an und wird z. B. für die Herstellung von Motorenölen verwendet. Sind die Rohstoffpreise hoch und die Notierungen für das Grundöl gleichzeitig niedrig, so wirkt sich dies entsprechend auf die Marge aus. Selbst bei moderaten Rohstoffnotierungen können die Effekte belastend sein. Obgleich sich auf der Chancenseite auch Möglichkeiten zu "Windfall Profits" ergeben, bewertet das Unternehmen aufgrund der Eintrittsmöglichkeit und signifikanten Auswirkungen das Risiko nach wie vor als "Hoch". Risiken bei der Rohstoffversorgung (Risikoklassifizierung Mittel). In den Spezialitätenraffinerien in Hamburg und Salzbergen setzen wir als Rohstoff überwiegend einen Rückstand ein, der bei der Produktion von Kraftstoffen aus Rohöl anfällt. Um das Risiko von Versorgungsengpässen zu minimieren, beziehen wir den sogenannten atmosphärischen Rückstand aus verschiedenen Quellen: Zu diesem Zweck schließen wir jährliche Mengenvereinbarungen mit mehreren namhaften Ölkonzernen aus unterschiedlichen Regionen der Welt ab. Um die Bezugsquellen zusätzlich zu diversifizieren, kaufen wir einen weiteren Teil über den Spotmarkt ein. Risiken aus der Entwicklung von Substitutprodukten und dem allgemeinen Wettbewerbsdruck (Risikoklassifizierung Mittel). Ein Risiko für beide Geschäftsbereiche ist die Entwicklung von Substituten oder alternativen Herstellungsverfahren für unsere Produkte. Des Weiteren besteht für die chemisch- pharmazeutischen Segmente das Risiko, dass Kunden Herstellungsverfahren entwickeln, in denen rohölbasierte Spezialitäten als Einsatzstoff in geringerem Maße oder gar nicht mehr benötigt werden. Wir adressieren diese Risiken mit intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in sämtlichen operativen Konzernsegmenten. Dadurch nehmen wir in einigen Produktgruppen die Rolle des Innovationsführers ein. Ebenso mindert der hohe Diversifikationsgrad unserer Produktpalette den Effekt einzelner Substitute auf das Ergebnis. Darüber hinaus gibt es für mögliche Substitute aus chemischen oder auch nachwachsenden Rohstoffen eine Vielzahl von Limitationen im Hinblick auf Qualität, Leistung, Kompatibilität mit etablierten Herstellungsprozessen, Verfügbarkeit, Ökobilanz und Preis. Kumulativ zum Substitutionsrisiko besteht auch die Möglichkeit, dass Wettbewerber im Laufe eines Produktlebenszyklus eigene Produkte bis zur Marktreife entwickeln, die mit unseren Spezialitäten identisch sind. Damit wären wir einem steigenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Das Risiko aus Markt- oder Wettbewerbsentwicklungen lässt sich wegen der Vielzahl an unbekannten Faktoren nicht quantifizieren. Produktionstechnische Risiken (Risikoklassifizierung Mittel). Die Raffinerie in Salzbergen, eine Tochtergesellschaft der H&R KGaA, stellt im Auftrag der H& Refining GmbH rohölbasierte Spezialitäten her. Aus dem Betrieb der hierfür notwendigen Anlagen erwachsen Betriebs- und Unfallrisiken. Technische Störungen, Überflutungen, Brände oder Explosionen können Mensch und Umwelt schädigen und zu Produktionsausfällen führen. Wir begegnen diesen Risiken mit einem umfangreichen Sicherheitskonzept: Durch umfassende Kontroll- und Sicherheitsmechanismen, die durch unsere computergestützten Messwarten koordiniert werden, können wir viele Produktionsrisiken frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Zudem investiert die Raffinerie regelmäßig in Umweltschutz- und Sicherheitsmaßnahmen. Einen wesentlichen Beitrag zur Produktionssicherheit trägt die Zertifizierung unserer gesamten Produktionsstätten nach den strengen ISO-Normen bei. Sollte dennoch ein Schadensfall auftreten, sind wir gegen die finanziellen Auswirkungen größtenteils durch Versicherungen geschützt, soweit das Risiko versicherbar und die Absicherung ökonomisch sinnvoll ist. Informationstechnische Risiken (Risikoklassifizierung Mittel). Die zunehmende Vernetzung unserer komplexen informationstechnischen Systeme birgt Risiken: Wichtige Daten können durch unbefugte externe Zugriffe, Bedienfehler oder fehlerhafte Programmierungen verfälscht oder gelöscht werden. Diesem Risiko begegnen wir durch die regelmäßige Speicherung des aktuellen Datenbestands bei einem externen Anbieter. Um uns vor schadhaften externen Zugriffen zu schützen, arbeiten wir mit sich laufend aktualisierenden Virenscannern und komplexen Firewalls. Zudem besteht ein umfangreiches Zugangsberechtigungssystem zu sensiblen Daten. Durch den Aufbau eines Ausweichrechenzentrums, das kurzfristig die wichtigsten IT-Funktionen übernehmen kann, haben wir auch für den Fall eines Komplettausfalls unseres Rechenzentrums Vorsorge getroffen. Des Weiteren begegnen wir informationstechnischen Risiken durch laufende Investitionen in Hard- und Software sowie eine kontinuierliche Verbesserung unseres System-Know-hows. Unsere IT-Abteilung ist für die Größe des H&R-Konzerns angemessen ausgestattet und wird sich weiter um eine Optimierung aller Ressourcen bemühen. Zins- und Finanzierungsrisiken (Risikoklassifizierung Mittel) Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells als Auftragsfertigungsmodell ist die Gesellschaft auf die Verfügbarkeit von Fremdfinanzierungen für das hohe Working Capital-Volumen, insbesondere in Gestalt von Vorräten, angewiesen. Aufgrund des unter Umständen hohen Fremdfinanzierungsvolumens haben Änderungen im Zinsniveau eine erhebliche Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft. Vor dem Hintergrund des Konsortialkreditvertrages wird die Zinsentwicklung beobachtet und bei nachhaltigen Veränderungen werden zum gegebenen Zeitpunkt Zinssicherungsgeschäfte überprüft und bei Notwendigkeit abgeschlossen. Die H&R Refining GmbH weist in Ihrer Bilanz per 31.12.2018 ein Konsortialdarlehen in Höhe von EUR 5 Mio. (Kreditrahmen EUR 60 Mio.) aus. Aus diesem Kreditvertrag ergeben sich diverse Verpflichtungen, wie z.B. die Einhaltung diverser Finanzkennzahlen (auch von anderen Unternehmen der H&R-Gruppe). Allen Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag ist die Gesellschaft bislang vollumfänglich sowie mit ausreichendem Headroom nachgekommen. Im Falle der Verletzung der Finanzkennzahlen könnte dies eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auslösen. Gesamtaussage zur Risikosituation Die Beurteilung unserer Risikosituation erfolgt unter Zuhilfenahme unseres Risikomanagementsystems sowie der eingerichteten Planungs- und Kontrollsysteme. Bei einer konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken werden potenzielle Chancen nicht gegengerechnet. Wir gelangen somit zu der Einschätzung, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine Risiken vorliegen, die den Fortbestand des H&R Refining GmbH gefährden können. Chancen Aufgrund Stilllegungen und Portfolio-Änderungen anderer Group I Raffinieren (Schmierstoff-Raffinerien), wird die H&R Refining GmbH auch künftig profitieren können. Durch die vielfältigen Veränderungen in den Raffinerien mit Blick auf die Group II-Öle, stehen insbesondere die schweren Produkte in den Group I Raffinieren bei stabilen Nachfragesituationen einer verknappten Angebotsseite gegenüber. Die konjunkturellen Rahmendaten sind nach Ansicht der Experten in den Regionen und Ländern in denen wir unser Geschäft betreiben zwar eingetrübt aber dennoch weiterhin stabil. Gleichzeitig ist es unsere Überzeugung, dass die Gesellschaft im Markt gut aufgestellt ist. Zur weiterhin positiven Geschäftsentwicklung wird sicherlich noch verstärkt die Geschäftstätigkeit in der Paraffinformgebung beitragen. Ebenso wird das gemeinsame Joint Venture mit der Mabanol Bitumen GmbH & Co. KG weiterhin einen positiven Beitrag in der Vermarktung der Bitumenprodukte liefern können, da sich die Angebotsseite für Bitumenprodukte in Deutschland verringert hat. Ferner wird die H&R Refining GmbH aufgrund der Investitionsmaßnahmen in Salzbergen, wie z.B. Ausbaustufen in der Hydrierung I bzw. Hydrierung II, zusätzliche Bedarfe, insbesondere bei den hochmargigen Weißölen im Markt decken können. Nicht zuletzt werden auch neue Partner im Schmierstoffbereich das legierte Geschäft in Salzbergen weiter beleben. Der Absatz lag hier in 2018 mit 65 KT leicht über Vorjahresniveau (63,8 KT). Aufgrund dieser Szenarien wird sich der Absatz auf gutem Niveau mit möglichst auskömmlichen Margen bewegen.
Salzbergen, 11.04.2019 H&R Refining GmbH Die Geschäftsführung Heinrich Büter Sven Hansen Nils Hansen BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2018AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018A. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde unter Beachtung der für die Gesellschaft geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes sowie unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bilden die Herstellung und der Vertrieb von Mineralölerzeugnissen. Die Produktherstellung aus von der Gesellschaft beschafften Rohstoffen erfolgt in dem Raffineriestandort eines nahestehenden Unternehmens im Wege der Auftragsfertigung. Daneben produziert die Gesellschaft seit dem Vorjahr auf einer eigenen Anlage zur Paraffinformgebung. Aktiva und Passiva gegenüber der Gesellschaft nahe stehenden Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern werden jeweils unter gesonderten zusätzlichen Abschlussposten ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Ebenso wurden die Postenbezeichnungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise an die tatsächlichen Posteninhalte angepasst. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie die Sachanlagen sind mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode; Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte an Rohstoffen werden, unter Beachtung des Niederstwertprinzips, grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten auf Basis des einfachen gewogenen Monatsdurchschnittswertes oder zu ihrem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis angesetzt. Als niedrigerer Börsen- oder Marktpreis werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen oder Waren die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Als niedrigerer beizulegender Wert bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen wird der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten neben den direkt zurechenbaren Materialkosten (Rohstoffkosten inkl. Additive, Verpackungen) auch sämtliche eigenen bzw. von der beauftragten Raffinerie im Zuge der Auftragsfertigung berechneten Fertigungsgemeinkosten. Ebenfalls enthalten sind die berechneten Kosten für die Lagerung und das Handling der Rohstoffe sowie die Aufwendungen aus Dienstleistungen (Mischen, Abfüllen, Kommissionieren etc.) eines weiteren nahestehenden Unternehmens. Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage einer normalen Auslastung der Produktionsanlagen ermittelt. Die Herstellungskosten für die aus Kuppelproduktion anfallenden Haupt- und Nebenprodukte werden nach der sogenannten Restwertmethode ermittelt. Hierbei werden die Herstellungskosten artikelspezifisch verteilt und der monatliche Produktionsdurchfluss auf Artikelebene bewertet. Die Einsatzstoffkosten werden auf Basis der Umsatzerlöse und die Anlagenkosten auf Basis der Auftragsfertigungskosten verteilt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Die Bankguthaben sind mit ihrem Nennwert bewertet. Guthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Dabei wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgte jeweils mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterung der Bilanz zum 31. Dezember 2018Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in einem Anlagespiegel am Schluss dieses Anhangs dargestellt. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres entsprechen der Position "Zugänge" bei der Darstellung der Abschreibungen im Anlagespiegel. Zugegangene geringwertige Anlagegüter werden gleichzeitig als Abgang ausgewiesen. Die Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert in Höhe von T€ 4.291 (Vorjahr T€ 3.393) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr der verbleibende Betrag stellt Gewinnansprüche dar. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 3.076 (Vorjahr T€ 3.512) sowie Steuererstattungen aus Körperschafts- und Gewerbesteuervorauszahlungen in Höhe von T€ 858 (Vorjahr T€ 0) enthalten. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Zuschuss (T€ 1.679, Vorjahr T€ 1.828) ausgewiesen, den die Gesellschaft dem mit der Auftragsfertigung beauftragten nahe stehenden Unternehmen für eine Anlageninvestition zur Verfügung stellt. Die Auflösung dieses Postens erfolgt über die Nutzungsdauer der Anlagen. Außerdem werden Gebühren im Zusammenhang mit Bankdarlehen ausgewiesen (T€ 157, Vorjahr T€ 363). Die Auflösung erfolgt im Wesentlichen über die Laufzeit der Darlehen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 50.000,00. Es wird mit dem in Euro umgerechneten Betrag (€ 25.564,59) ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen dienen im Wesentlichen der Erfassung von ausstehenden Rechnungen (T€ 184; Vorjahr T€ 85) sowie Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (T€ 42; Vorjahr T€ 42). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen in Höhe von T€ 7.016 (Vorjahr T€ 2.590) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 7.901 (Vorjahr T€ 18.048) eine solche von über einem Jahr auf. In Höhe von T€ 357 (Vorjahr T€ 2.223) haben sie eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Sämtliche übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfand- oder ähnliche Rechte besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber nahe stehenden Unternehmen und gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen, Beteiligungsunternehmen und gegenüber Gesellschaftern resultieren jeweils aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Gewerbesteuerverbindlichkeit des Veranlagungszeitraums 2017 T€ 1.158 (Vorjahr T€ 2.000) enthalten. Der Gesamtbetrag der nicht in der Bilanz enthaltenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf ca. T€ 3.833 Er betrifft überwiegend die im Bau befindliche Anlage Bitumenformgebung, für die bis zur Fertigstellung im Jahr 2019 weitere Investitionsausgaben beauftragt wurden. D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2018Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: T€ 170.966 (Vorjahr T€ 172.449) mit Unternehmen der Hansen & Rosenthal Gruppe, T€ 92.201 (Vorjahr T€ 88.244) gegenüber Dritten, T€ 89.753 (Vorjahr T€ 82.648) gegenüber Unternehmen der H&R KGaA sowie T€ 39.970 (Vorjahr T€ 15.050) mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.301 (Vorjahr T€ 3). E. Sonstige Angaben1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 10 Arbeitnehmer beschäftigt. 2. Gesellschaftsorgane Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Geschäftsführer haben keine Bezüge erhalten. 3. Anteilsbesitz Die Gesellschaft war zum Geschäftsjahresende an folgenden Unternehmen in Höhe von mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:
4. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Sämtliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. 5. Abschlussprüferhonorar Für den Abschlussprüfer wurde im Geschäftsjahr für Abschlussprüferleistungen ein Honorar in Höhe von T€ 27 (Vorjahr T€ 27) als Aufwand erfasst. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss (T€ 1.221) zusammen mit dem Gewinnvortrag (T€ 34.347) in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Salzbergen, 11. April 2019 Heinrich Büter Nils Hansen Sven Hansen Die Gesellschafter haben den Jahresabschluss am 10. Mai 2019 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die H&R Refining GmbH, Salzbergen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der H&R Refining GmbH, Salzbergen, - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H&R Refining GmbH, Salzbergen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. April 2019 Mazars
GmbH & Co. KG
Jessen, Wirtschaftsprüfer Knieschke, Wirtschaftsprüfer |
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