Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 189944
Eingetragen
14.1.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungArchitekturbüros für Hochbau
Gegenstand
Beratung im IT und Kommunikationsbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joakim Brunzell
seit 6.10.2016
Geschäftsführer
Prokura
Felix Sprick
seit 2.10.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Netlight Consulting ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Netlight Consulting AB
Sweden
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Netlight Consulting GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

Netlight Consulting GmbH, München

1. Grundlagen

1.1 Die Gesellschaft

Die Netlight Consulting GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der europaweit tätigen IT- und Managementberatung Netlight Consulting AB mit Sitz in Stockholm (Schweden). Hauptsitz der Netlight Consulting GmbH (im Folgenden auch "Netlight") ist München mit Zweigniederlassungen in Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main und Köln.

Netlight konnte erneut 2023 in Deutschland durch die Gewinnung strategischer Kunden und neuer Mitarbeiter wachsen. Der Umsatz steigerte sich um etwa 12 % auf EUR 101,1 Mio. und liegt damit erstmals über der Marke von EUR 100 Mio., die Anzahl der Mitarbeiter betrug 721 am Jahresende, was einen Anstieg gegenüber 2022 um rund 9 % bedeutet.

Wie in den vergangenen Jahren wird die Strategie der Netlight Gruppe ("Netlight Consulting AB, Stockholm, Schweden, und ihre konsolidierten Tochterunternehmen") unter einem Thema zusammengefasst, das immer auf einem anderen Jahresthema aufbaut. Im Jahr 2023 war dieses Leitmotiv "For the World". Dabei geht es um einen Perspektivenwechsel von innen nach außen. Die Zusammenarbeit mit Kunden war wichtiger denn je und wurde weiter ausgebaut. Zusammen mit der Marktstrategie "Rise to Challenge" war dies auch im Hinblick auf die finanzielle Lage in einem global schwierigen Umfeld von Erfolg geprägt.

1.2 Organisatorische Struktur und Aktivitäten

Für das vergangene Geschäftsjahr kann Netlight in Deutschland ein stetiges Wachstum, gemessen am Umsatz und Mitarbeitern, vorweisen. Der Standort München verzeichnete im Jahr 2023 erneut den größten absoluten Zuwachs des Umsatzes, gefolgt von den Zweigniederlassungen Hamburg und Frankfurt am Main. Das größte relative Umsatzwachstum konnte der vergleichsweise junge Standort Köln erzielen. Weiterhin bleibt München damit in Deutschland der größte Standort von Netlight. Insgesamt 152 neue Kollegen/-innen wurden ein Teil der Netlight Consulting GmbH.

1.3 Ziele und Strategien

Die Wachstumsstrategie der Netlight Consulting GmbH ist an den Erfordernissen der Kunden der digitalen Wirtschaft ausgerichtet. Wir versuchen daher weiterhin, nicht nur ein Dienstleister für unsere Kunden zu sein, sondern als Partner für digitale Unternehmen zu fungieren, indem wir zusammen mit ihnen innovative Produkte entwickeln. Dies wurde 2023 insbesondere durch das Leitmotiv verstärkt. Wir sehen, dass es weiterhin eine Verstärkung der Trends in IT Security, Cloud Computing, Künstliche Intelligenz, dem Mobilitäts- und dem Energiesektor geben wird. Insbesondere in diesen Bereichenerwarten wir daher Kundenzuwächse, die unseren Kundenstamm erweitern und damit neue Möglichkeiten, aber auch Konvergenzpotenziale sichern. Zu den stärksten Branchen wird vermutlich weiterhin der Industrie-Sektor zählen neben den Bereichen Finance, Mobility und E-Commerce.

Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die durch makroökonomische Unsicherheiten geprägt ist, sowie der voraussichtlichen Marktentwicklung für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK-Markt) gehen wir vorerst für das Geschäftsjahr 2024 von einem moderaten (leicht: 0-5%, moderat: 5-10%, stetig: 10-15%, stark: >15%) Anstieg der Mitarbeiter sowie einem moderaten Umsatzwachstum gegenüber 2023 aus.

Hinsichtlich der Profitabilitätsziele verhält es sich ähnlich. Eine gesunde Profitabilität ist für Netlight weiterhin wichtig, um eine möglichst große Entscheidungsfreiheit beizubehalten und damit die Qualität in den Fokus zu stellen. Im Vordergrund steht stets, die Mitarbeiteranzahl und das Umsatzwachstum weiterzuentwickeln. Vorerst gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem moderat steigenden Jahresüberschuss nach Steuern aus. Das Jahresergebnis 2023 wurde spürbar in Höhe von EUR 1,9 Mio. gegenüber TEUR 580 in 2022 belastet aufgrund eines Einmaleffekts in Zusammenhang mit dem Umzug in neue Büroräume in 2023.

1.4 Forschung und Entwicklung

Netlight betreibt grundsätzlich keine eigene Grundlagenforschung und -entwicklung. Gemeinsam mit den Kunden wird jedoch an aktuellen sowie innovativen Fragestellungen im ITK-Markt (Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation) gearbeitet. Darüber hinaus und insbesondere durch das internationale Wissensnetzwerk innerhalb der gesamten Netlight Gruppe partizipieren die Mitarbeiter an dem gesamten Wissen. Kontinuierlich wird in interne sowie externe Aus- und Fortbildungen investiert.

1.5 Personal- und Sozialwesen

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren in der Netlight Consulting GmbH 699 Personen (Vorjahr: 585) beschäftigt. Netlight beschäftigt ausschließlich eigene Mitarbeiter in Festanstellung. Die Fluktuation bei Netlight im deutschsprachigen Raum lag mit 6 % sogar unter dem langjährigen Mittel von rund 8 %. Somit gelang es Netlight gerade inmitten der Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten der Märkte mit seinen Mitarbeitern zusammen einen positiven Ausblick in die Zukunft zu schaffen.

Bereits seit vielen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit bei Netlight ein zentrales Anliegen, insbesondere um das firmeninterne Verständnis von sozialen und ökologischen Einflüssen zu verstärken. In der Vergangenheit zählten dazu insb. Investitionen in Projekte der Organisation GoClimateNeutral. In 2023 lag der Fokus vorwiegend auf der Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (World Food Programme) im finanziellen als auch ideellen Sinne.

Darüber hinaus ist Netlight bemüht, alle Aspekte von Gleichberechtigung in der Gesellschaft zu verbessern, sowie weitere Aktivitäten durchzuführen, die ein humanistisches Weltbild fördern. Dazu gehören neben der rein finanziellen Unterstützung auch Dienst- oder Sachleistungen.

1.6 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB

Die Frauenquote bei der Netlight Consulting GmbH liegt im Jahresdurchschnitt in 2023 bei etwa 36 % und ist damit um rund 2 %-Punkte im Vergleich zu 2022 angestiegen. Zur Erfüllung unserer Berichterstattungspflicht gemäß § 289f Abs. 4 HGB erklären wir, dass wir uns auf oberster Führungsebene (Partner) zum Ziel setzen, eine Frauenquote von 30 % bis zum 30. November 2027 zu erreichen. Für die Führungsebene darunter (Principals, Manager und Senior Manager) wurde eine Zielgröße von 35 % für den Zeitraum bis zum 30. November 2027 festgelegt. Auf diesen beiden Ebenen findet die operative Führung sowie strategische Entscheidungsfindung bei Netlight statt.

Die formelle Ebene der Geschäftsführung ist für die Führung innerhalb von Netlight nicht relevant, da das Partner-Level als höchste Führungsebene betrachtet wird. Da die handelsrechtlichen Berichtspflichten diese Differenzierung nicht zulässt, legen wir auf Ebene der Geschäftsführung ebenfalls eine Frauenquote fest. Diese soll bis zum 30. November 2027 bei 50 % liegen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist die Wirtschaftsleistung von Deutschland gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % gesunken (Vorjahr: +1,9 %). Ausschlaggebend für den Rückgang ist das krisenbedingte Umfeld, verstärkt durch ungünstigere Finanzierungsbedingungen und einen Nachfragerückgang (Quelle: Pressemitteilung Destatis vom 15.01.2024). Nach dem kräftigen Einbruch der Wirtschaftsleistung im Winter 2022/2023, prognostizierte das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) in seiner Sommerprognose für 2023 zunächst einen Rückgang von 0,4 %, hauptsächlich aufgrund der weltweit rückläufigen Warennachfrage und der Konjunkturaussichten im Baugewerbe (Quelle: ifo Konjunkturprognose Juni 2023). Dabei blieb die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2023 den Erwartungen entsprechend. Jahresbezogen hat sich der Bereich der Unternehmensdienstleistungen im Hinblick auf die Bruttowertschöpfung mit einem Anstieg von 0,3 % gegenüber 2022 (Vorjahr: +2,6 %) erneut positiv entwickelt. Der Bereich Information und Kommunikation stieg sogar um 2,6 % an (Quelle: Pressemitteilung Destatis vom 15.01.2024). Die Inflationsrate in Deutschland für 2023 beträgt etwa 5,9 %, wobei vor Allem im dritten Quartal 2023 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war (Quelle: Pressemitteilung Destatis vom 16.01.2024).

In der EU wird für 2023 mit einem Wachstum des realen BIP von 0,6 % (Vorjahr: 3,3 %) für das Gesamtjahr gerechnet (Quelle: European Economic Forecast, Autumn 2023). Dabei hat sich die Inflationsrate gemessen am Verbraucherpreisindex in 2023 wie auch in Deutschland kontinuierlich nach unten bewegt und liegt im Dezember 2023 bei 2,9 % (Vorjahresmonat: 9,2 %) für den gesamten Euroraum (Quelle: eurostat, newsrelease January 2024). Für das Gesamtjahr 2023 liegt die Inflation in der EU bei etwa 6,5 % (Vorjahr: 9,3 %), im Euroraum bei 5,6 % (Vorjahr: 8,5 %) und damit deutlich unter Vorjahresniveau (Quelle: European Economic Forecast, Autumn 2023).

Für die Weltwirtschaft geht das ifo im Hinblick auf das BIP in 2023 von einer Steigerung in Höhe von 2,7 % aus, die somit auf Vorjahresniveau liegt. Die Inflation liegt erwartet bei 4,4 % (Vorjahr: 7,3 %) und befindet sich damit auf einem geringeren Niveau im europäischen Vergleich (Quelle: ifo Konjunkturprognose Dezember 2023).

Der Dienstleistungsbereich Information und Kommunikation (ITK) hat für den deutschen Markt um 2,0 % (Vorjahr: 6,8 %) gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Gemessen am Umsatz nach Branchensegmenten in Deutschland ist der Bereich Software um 9,6 % gewachsen, während der Bereich IT-Services um 5,1 % gegenüber 2022 anstieg (Quelle: bitkom Studie, Januar 2024). Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der das Geschäftsklima der Digitalbranche abbildet, hat sich in insbesondere im ersten Quartal 2023 sehr positiv entwickelt, musste dann an Niveau einbüßen und konnte erst zum Schluss des Gesamtjahres wieder zunehmen. Er schließt im Dezember 2023 mit 9,8 Punkten gegenüber 18,4 Punkten im Vorjahresmonat (Quelle: Bitkom ifo Digitalindex, Zeitreihen). Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die ITK-Branche damit weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau.

2.2 Geschäftsverlauf

Zur Überwachung und Steuerung ist die Gesellschaft in das Berichtswesen der Netlight Gruppe eingebunden. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren gelten der Umsatz und Jahresüberschuss, als bedeutsamste nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden die Anzahl der Mitarbeiter sowie der aktiven Consultants verwendet.

2.2.1 Ertragslage

Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 % auf EUR 101,1 Mio. (Vorjahr: EUR 89,9 Mio.) gesteigert werden. Ursächlich hierfür sind der Anstieg der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer von 585 auf 699 sowie ein Anstieg der durchschnittlichen Tagessätze. Gegenläufig ist die Auslastung etwas zurückgegangen. Die Umsatzrendite als Verhältnis von Jahresüberschuss nach Steuern zu Umsatzerlösen liegt in 2023 mit 13,4 % weiterhin auf einem hohen Niveau und nur leicht unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 15,9 %).

Die Aufwendungen (ohne Steueraufwendungen) entwickelten sich im Vergleich zu den Erträgen überproportional. Den wesentlichen Anteil an den Gesamtaufwendungen machen weiterhin die Personalaufwendungen mit 73,5 % (Vorjahr: 70,6 %) aus. Der absolute Anstieg der Aufwendungen ist vor allem auf die Einstellung neuer Mitarbeiter/-innen sowie auf Gehaltsanpassungen in einem angespannten Markt zurückzuführen, wobei auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich zugenommen haben. Netlights Gehälter werden regelmäßig jährlich durch eine Gruppe bestehend aus einem Querschnitt der Angestellten bewertet und gegebenenfalls angepasst, um in dem umkämpften Markt konkurrenzfähig zu bleiben. Die Abschreibungen sind im Vorjahresvergleich stark angestiegen, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass die großen deutschen Standorte in neue Büroräumlichkeiten umgezogen sind. Das Finanzergebnis ist weiterhin unwesentlich für die Ertragslage. Die Steuerquote liegt mit 32,5 % auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 32,7 %).

Da das Umsatzwachstum in 2023 die sich überproportional entwickelnden Kosten nicht decken konnte, sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um EUR 1,2 Mio. bzw. 5,5 % auf EUR 20,0 Mio (Vorjahr: EUR 21,2 Mio.). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern ist der Jahresüberschuss in 2023 mit EUR 13,5 Mio. gegenüber EUR 14,3 Mio. aus 2022 leicht rückläufig. Neben den gestiegenen Mietaufwendungen und zusätzlichen Umzugs- und Planungskosten in Zusammenhang mit dem Büroraumwechsel ist dies insbesondere durch gestiegene Personalaufwendungen als Folgeeffekt der hohen Inflation der vergangenen Perioden zu erklären.

2.2.2 Vermögenslage

Im Sachanlagevermögen sind insbesondere Zugänge durch Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung zu verzeichnen. Durch Zugänge i.H.v. EUR 2,4 Mio. hat sich das Anlagevermögen unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Abgängen auf EUR 2,8 Mio. erhöht. Ursächlich hierfür sind insbesondere Investitionen in Büroeinrichtung und IT-Ausstattung für neue Büroräumlichkeiten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere durch das Umsatzwachstum, aber auch stichtagsbedingt stark gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren hauptsächlich aus erbrachten Dienstleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Mietkautionsforderungen sowie Erstattungsansprüche gegen das Finanzamt auf Ertragsteuern.

Die Sonstigen Rückstellungen sind maßgeblich von ungewissen Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern gekennzeichnet, die aufgrund der höheren Anzahl an Mitarbeitern und aktiven Consultants gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind. Die Steuerrückstellungen umfassen lediglich die Gewerbesteuer für den abgelaufenen Veranlagungszeitraum.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere deshalb stark angestiegen, weil ein bestehender Dividendenanspruch der Muttergesellschaft, Netlight Consulting AB, Schweden, über EUR 4,0 Mio. noch nicht bedient wurde.

2.2.3 Finanzlage

Die Netlight Consulting GmbH finanziert sich durch seine eigenen geschäftlichen Aktivitäten und ist daher grundsätzlich nicht auf externe Kapitalgeber angewiesen. Kurzfristige Liquiditätsbedarfe werden über Darlehen von der Gesellschafterin gedeckt. Die flüssigen Mittel sind im Geschäftsjahr 2023 um EUR 0,1 Mio. zurückgegangen. Investitionen fanden in 2023 i.H.v. EUR 2,4 Mio. in das Sachanlagevermögen statt. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit hat sich die Ausschüttung des Jahresüberschusses 2022 i.H.v. EUR 8,0 Mio. an die Muttergesellschaft, Netlight Consulting AB, wesentlich auf den Finanzmittelbestand ausgewirkt, wobei ein Teilbetrag von EUR 4,0 Mio. zum Bilanzstichtag noch nicht geflossen ist. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte ein Mittelzufluss von EUR 10,3 Mio. generiert werden.

2.3 Gesamtaussage zur VFE-Lage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von uns weiterhin als gut bewertet und wir konnten in 2023 eine positive Geschäftsentwicklung erreichen. Wir hatten im Vorjahr für 2023 zunächst mitmoderat steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Diese Erwartung konnten wir sogar übertreffen (+12,5 %). Die positive Umsatzentwicklung ist insbesondere durch die positive Entwicklung der für Netlight wichtigen finanziellen sowie nicht-finanziellen Leistungsindikatoren Anzahl der Mitarbeiter sowie Anzahl der aktiven Consultants beeinflusst, während sich die Auslastung unter Vorjahresniveau befindet. Die Anzahl der Mitarbeiter konnte von 662 auf 721 zum Stichtag gesteigert werden, während die Anzahl der aktiven Consultants mit 534 (Vorjahr: 455) im Jahresdurchschnitt um 17,4 % über dem Vorjahr liegt. Die Anzahl der Mitarbeiter und aktiven Consultants liegt somit aufgrund der geringeren Fluktuation und Attraktivität von Netlight über der Erwartung des Vorjahrs einer leichten Steigerung. Im Hinblick auf den erwarteten leichten Anstieg des Jahresüberschusses nach Steuern liegen wir etwas hinter unseren Erwartungen vom Vorjahr zurück (Rückgang von EUR 0,8 Mio. im Vergleich zu 2022). Dies ist insbesondere durch den Anstieg der Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen bedingt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Die Hauptrisiken für ein Geschäftsmodell wie es Netlight betreibt, bleiben weiterhin konjunkturelle Schwankungen, Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden bzw. ganzen Branchen, Konkurrenz in den Märkten und Verluste durch Zahlungsausfall. Netlight schätzt all diese Risiken als kontrollierbar ein. Wir sehen uns nicht durch Konkurrenten bedroht, sondern suchen vielmehr die Zusammenarbeit in herausfordernden Projekten. Netlight ist nicht von einzelnen Kunden abhängig, sondern arbeitet aktuell mit Kunden unterschiedlicher Unternehmensgrößen, in verschiedenen Branchen, Ländern und Währungszonen zusammen. Dennoch bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen mit größeren Kunden, die durchaus bedeutsam für die Ertragslage sind. Aufgrund der engen Kundenbeziehungen entstehen kaum Verluste durch Zahlungsausfälle. Auch wenn in den vergangenen Jahren wirtschaftliche Schwierigkeiten bei Kunden in Einzelfällen aufgetreten sind. Auswirkungen konjunktureller Schwankungen werden fortlaufend beobachtet und evaluiert, um bei Bedarf notwendige Reaktionen zu initiieren. Langfristig sehen wir den anhaltenden Trend zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen in Verbindung mit einer hohen Qualität der angebotenen Leistungen als stabilen Garanten für einen hohen Bedarf an Dienstleistungen wie Netlight sie bietet.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 zu verstehen. Risiken werden im Folgenden nach Kategorien hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung dargestellt.

Vertragsrisiken

Festpreisprojekte enthalten generell höhere vertragliche Risiken, da es bei insbesondere komplexeren IT-Projekten nicht immer möglich ist, vor Projektstart vollumfängliche Leistungsbeschreibungen im Detail zu definieren. Daneben spielen bei länger andauernden Projekten auch Preisrisiken eine Rolle, sofern sich die Personalkostenstruktur ändert oder der Markt sich anpasst. Insbesondere die Entwicklung der Inflationsraten der vergangenen Jahre im deutschen und europäischen Raum beeinflusste dies maßgeblich. Somit besteht grundsätzlich ein Gewinn- bzw. Kostenrisiko. Daher versucht Netlight Festpreisprojekte im Verhältnis zum Gesamtumsatz gering zu halten und berücksichtigt eventuelle Risiken durch Erfahrungen der Vergangenheit sowie bei der Kundenauswahl. Der Anstieg des Anteils an langfristigen Festpreisprojekten in der Vergangenheit führt jedoch auch zu einer verbesserten Planungssicherheit.

Konjunkturelle Risiken und Branchenrisiken

Wirtschaftliche Risiken sind von konjunkturellen Zyklen und dem Wohl der Kunden abhängig. Netlight arbeitet üblicherweise in Innovationsprojekten und bei Kunden, denen ein digitales Geschäftsmodell zugrunde liegt. Diese Gesellschaften und die Art der Projekte sind oft weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen, und machen Netlight damit weniger anfällig für ein potenzielles Nachlassen der Konjunktur. Dennoch spielt die allgemeine konjunkturelle Lage, insbesondere aber im ITK-Markt eine starke Rolle. Hier reagieren wir agil auf Veränderungen, wie insbesondere die Corona-Pandemie zuletzt bewiesen hat. Hier bestehen höhere Risiken im Hinblick auf die Auftragslage und Auslastung von Consultants in Abhängigkeit der Reaktion von wesentlichen Kunden auf die konjunkturelle Lage. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre inmitten Zeiten andauernder Krisensituationen und Unsicherheiten nehmen konjunkturelle Risiken eine zunehmend höhere Bedeutung ein, auch vor dem Hintergrund der Kostensteigerungen und Lohnanpassungen.

Zahlungsausfall- und Liquiditätsrisiken

Insgesamt ist Netlight nur selten von wesentlichen Zahlungsausfällen betroffen. Insbesondere die Abhängigkeit von Großkunden erhöht tendenziell das Risiko größerer Verluste aufgrund Forderungsausfällen. In 2023 kam es lediglich zu einem Ausfall von Kundenforderungen, der in Relation zum Gesamtumsatz bzw. Jahresüberschuss jedoch nicht wesentlich ist. Darüber hinaus waren in der Vergangenheit gemessen an der Kundenanzahl oder dem Transaktionsvolumen weder häufige noch regelmäßige Zahlungsausfälle zu registrieren, sodass bspw. weiterhin keine Pauschalwertberichtigungen gebildet wurden. Dennoch evaluieren wir laufend Risiken aus Außenständen, um eventuelle Trends zu erkennen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und ggf. eine Einzelwertberichtigung für Jahresabschlusszwecke zu bilden.

Liquiditätsrisiken sind weiterhin zwar gering, jedoch von zunehmender Bedeutung. Einerseits ist ein hoher Bestand an liquiden Mitteln vorhanden, Netlight finanziert sich nahezu ausschließlich durch eigene Mittel und andererseits existiert ein starker Konzernverbund.

Personalrisiken

Aus einem stark umkämpften Arbeitsmarkt im Sinne von Rekrutierung und Erhaltung qualifizierter Fachkräfte ergeben sich grundsätzlich nicht zu unterschätzende Personalrisiken. Als Dienstleistungsunternehmen ist Netlight auf qualifiziertes Personal angewiesen. Auch machen die Personalkosten den weitaus wesentlichen Teil der Gesamtkostenbelastung aus. Aufgrund unseres Fokus auf die Zufriedenheit sowie Entwicklung der eigenen Mitarbeiter sehen wir derzeit keine wesentlichen Fluktuationsrisiken im Vergleich zu früheren Geschäftsjahren oder dem Markt. Dies wurde in der Vergangenheit bereits vermehrt durch interne Zufriedenheitsanalysen deutlich sowie der niedrigen Fluktuation im langfristigen Mittel. Der Mitarbeiterbedarf ist wegen der langfristigen Wachstumsziele weiterhin hoch, sodass der Rekrutierung eine besondere Bedeutung beigemessen werden kann.

Insgesamt sind gegenwärtig keine den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Risiken erkennbar.

3.2 Umgang mit der globalen Krisenlage

Ähnlich dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr stellen Energiepreise, Inflation und ein daraus resultierender Rückgang der Auftragslage zu berücksichtigende makroökonomische Faktoren dar. Ebenso beeinflussen der Krieg in Nahost und Spannungen im Roten Meer die Weltwirtschaft. Die daraus resultierende Unsicherheit u. a. für unsere Kunden in Deutschland stellt indirekt ebenfalls ein Auftragsrisiko für unser künftiges Wachstum dar. Langfristig liegt unser Fokus daher auf einem branchenübergreifend diversifizierten Kundenportfolio, um branchenspezifische Risiken zu reduzieren.

3.3 Chancenbericht

Geschäftskontakte beeinflussen die Umsatzsatz- und Ertragslage wesentlich. Die Gesellschaft ist im stetigen Austausch mit seinen Kunden, um auf deren Belange zeitnah reagieren zu können. Zudem sichert die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter die Qualität, die gefordert wird.

Der ITK-Markt ist weiterhin stark durch die andauernde Digitalisierung geprägt. Dazu gehören beispielsweise das autonome Fahren, das veränderte Kaufverhalten (Online-Märkte), Consumer Technology, Cloud Computing oder die in 2023 hervorzuhebenden Entwicklungen rund um das maschinelle Lernen. Laut bitkom wird der ITK-Markt insgesamt voraussichtlich um 4,4 % in 2023 wachsen, wobei das Wachstum in den Bereichen Software (+9,4 %) und IT-Services (+4,8 %) besonders hoch und etwa auf Vorjahresniveau liegen wird (Quelle: bitkom Studie, Januar 2024). Damit wird das Marktwachstum selbst zur Chance. Auch wenn der Bitkom-ifo-Digitalindex jüngst auf 7,3 Punkte für den Januar 2024 zurückgegangen ist, bleibt die Stimmung deutlich positiv, auch aufgrund der Tatsache, dass die Digitalisierung branchenübergreifend ein großes Thema von Unternehmen bleibt.

Als Reaktion auf die Corona Pandemie wurde schon frühzeitig in kollaborative Tools investiert, um den Austausch lokal und global aufrechtzuerhalten und über verschiedene Orte hinweg aktiv und erfolgversprechend zusammen arbeiten zu können. Dies stellt gegenüber weniger flexiblen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil dar, indem Mitarbeiter gewonnen und gehalten werden können sowie durch eine professionelle und dynamische Arbeitsweise. Weiterhin ist jedoch der persönliche Austausch unter Mitarbeitern sowie der Kontakt zu Kunden sehr wichtig. Hierfür wurden die neuen Büroräumlichkeiten entsprechend angepasst und damit ein langfristiger Erfolgsfaktor geschaffen. Der Fokus auf die Aus- und Fortbildung sowie die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden kann zudem einen Wettbewerbsvorteil darstellen.

Auch im Hinblick auf die Kostenstruktur ergeben sich Potenziale, Größenvorteile durch das stetige Wachstum in Vertragsverhandlungen zu berücksichtigen und die Fixkosten zu optimieren. Zuletzt ergeben sich durch das Wachstum und die zentralen, großen Standorte, Chancen durch eine gesteigerte Wahrnehmung der Marke Netlight.

3.4 Prognosebericht

Das HWWI (Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut) und ifo prognostizierten Ende 2023 für das Wirtschaftsjahr 2024 einen leichten Anstieg des deutschen BIP um 0,5 % bzw. 0,9 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Pressemitteilung HWWI vom 04.12.2023; ifo Konjunkturprognose Dezember 2023). Wesentliche Unsicherheiten bestehen dabei vor Allem im Hinblick auf die Finanzpolitik und den Haushalt. Dabei wird für das erste Quartal 2024 mit einem Anstieg des BIP um 0,1 % und damit einem leichten Aufwärtstrend von Beginn 2024 an gerechnet (Quelle: BIP Nowcast 2023/2024). Für die EU bzw. den Euroraum wird mit einem Anstieg zwischen 1,0 % und 1,3 % gerechnet (Quellen: ifo Konjunkturprognose Dezember 2023; European Economic Forecast, Autumn 2023), für die Weltwirtschaft sogar mit einem Anstieg des BIP um 2,0 % (Quelle: ifo Konjunkturprognose Dezember 2023). Nachdem die Inflationsrate in 2022 ihren höchsten Wert seit den 1950er Jahren erreicht hatte, mittlerweile aber deutlich sinken konnte, wird diese laut HWWI voraussichtlich auf 2,7 % in 2023 zurückgehen (Quelle: Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Jahrgang 2022, Heft 12; Pressemitteilung HWWI vom 04.12.2023). Die kräftigen Leitzinserhöhungen haben insofern Wirkung gezeigt. Hinsichtlich der Entwicklung der Inflation innerhalb der EU bzw. im Euroraum liegen die Prognosen zwischen 2,3 % und 3,5 % (Quellen: ifo Konjunkturprognose Dezember 2023; European Economic Forecast, Autumn 2023).

Für den deutschen ITK-Markt wird erneut ein Marktzuwachs von 4,4 % (Vorjahr: 2,0 %) geschätzt, sodass zu erwarten ist, dass sich der Bereich positiv über dem gesamtwirtschaftlichen Niveau entwickeln wird (Quelle: Bitkom ITK-Marktzahlen, Januar 2024).

Wir blicken grundsätzlich positiv auf die Entwicklung des vergangenen Jahres zurück und erwarten für das Geschäftsjahr 2024, auch aufgrund der jüngsten Marktprognosen, moderat steigende Umsätze, einen moderaten Anstieg bei Mitarbeitern und aktiven Consultants sowie einen moderat steigenden Jahresüberschuss.

Die anhaltenden Entwicklungen rund um die geopolitische Lage in Osteuropa sowie die weiteren weltpolitischen Auseinandersetzungen erschweren dabei verlässliche Prognosen. Durch die in der Vergangenheit gesammelten Erfahrungen haben wir jedoch ein gutes Verständnis für Unsicherheiten entwickelt. Daher erwarten wir, dass sich das Wachstum von Netlight voraussichtlich weiter fortsetzen wird und wir werden versuchen, den Herausforderungen am Markt positiv zu begegnen.

Gesamtaussage zum Prognosebericht

Die Nachfrage im Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland wächst kontinuierlich stärker als die Gesamtwirtschaft und bereitet damit Möglichkeiten für das Wachstum und die Entwicklung von Netlight. Die Chancen aus verstärkten Investitionen in die Digitalisierung sowie wegweisende Zukunftstechnologien werden sich zeitweise aufgrund der wirtschaftlichen Lage reduzieren. Die erwartete Entwicklung von Umsatz und Jahresüberschuss ist neben der Entwicklung der aktiven Consultants insbesondere von einer leicht steigenden Auslastung der aktiven Consultants und einem leichten Anstieg der durchschnittlichen Tagessätze beeinflusst.

Wir blicken optimistisch in die Zukunft und glauben daran, dass wir weiterhin einen wesentlichen Einfluss auf den ITK-Markt in Deutschland haben werden.

 

München, den 31. März 2024

Felix Sprick, Geschäftsführer

Joakim Brunzell, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.766.622,46 1.467.547,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen 2.766.622,46 1.467.547,13
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.559.683,24 1.262.282,77
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 206.939,22 205.264,36
B. Umlaufvermögen 27.262.859,55 22.823.916,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.307.278,93 16.782.108,05
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.923.327,59 15.587.614,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 197.163,43 258.587,91
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.186.787,91 935.905,41
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.955.580,62 6.041.808,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 252.352,64 305.718,61
Summe Aktiva 30.281.834,65 24.597.181,96

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 18.420.904,84 16.903.990,94
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.878.990,94 2.617.181,53
III. Jahresüberschuss 13.516.913,90 14.261.809,41
B. Rückstellungen 2.803.077,11 2.519.040,10
1. Steuerrückstellungen 31.801,70 193.238,29
2. sonstige Rückstellungen 2.771.275,41 2.325.801,81
C. Verbindlichkeiten 8.835.416,03 5.021.374,26
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 13.750,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 729.298,19 977.562,30
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.593.847,91 1.203.765,69
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.512.269,93 2.826.296,27
davon aus Steuern 2.938.719,81 2.609.329,96
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 168.151,37 145.465,68
D. Passive latente Steuern 222.436,67 152.776,66
Summe Passiva 30.281.834,65 24.597.181,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Gesamtleistung 101.070.175,01 89.869.194,76
a) Umsatzerlöse 101.070.175,01 89.869.194,76
2. sonstige betriebliche Erträge 612.973,13 565.860,14
davon Erträge aus Währungsumrechnung 14.519,36 35.675,44
3. Materialaufwand 2.073.173,30 2.702.694,64
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.073.173,30 2.702.694,64
4. Personalaufwand 64.967.008,32 53.765.509,79
a) Löhne und Gehälter 55.095.226,85 45.714.519,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.871.781,47 8.050.990,53
davon Aufwendungen für Altersversorgung 100.716,55 29.612,17
5. Abschreibungen 1.050.852,49 740.129,01
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.050.852,49 740.129,01
auf Sachanlagen 1.050.852,49 740.129,01
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.575.273,59 12.027.068,96
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 33.861,23 40.973,72
7. Finanz- und Beteiligungsergebnis 9.053,64 -3.860,60
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.480,75 0,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 16.966,79 0,00
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.427,11 3.860,60
davon an verbundene Unternehmen 4.309,19 2.735,15
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.545,48 187,09
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.508.980,18 6.933.982,49
a) Bilanzierte latente Steuern 69.660,01 108.207,78
9. Ergebnis nach Steuern 13.516.913,90 14.261.809,41
Jahresüberschuss 13.516.913,90 14.261.809,41

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma "Netlight Consulting GmbH" hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister, Abteilung B des Amtsgerichts München eingetragen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: Netlight Consulting GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 189944

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustberechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Darstellung-, Gliederungs- und Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach den für große Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das bewegliche Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert (§§ 253, 255 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 S. 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit netto Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden auf Grundlage der von der Gesellschaft ermittelten voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für immaterielle Vermögensgegenständebeträgt die Nutzungsdauer drei Jahre. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer zwischen ein und 15 Jahren.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen vorausgezahlte Entgelte für in den Folgejahren zu erbringenden Leistungen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von durchschnittlich 1,30 % abgezinst (siehe § 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Hierin enthalten sind Restlaufzeiten von drei bis 10 Jahren mit Zinssätzen zwischen 1,07 % und 1,51 %.

Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB: Mindeststeuergesetze finden Anwendung auf Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2023 beginnen. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetzeauf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen wesentlichen Auswirkungen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Die Beträge der sich ergebenden latenten Steuern werden nicht abgezinst. Dabei wird der Nettoansatz gem. § 274 Abs. 2 S. 3 HGB gewählt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des § 256a HGB bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) beachtet.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 sowie die Entwicklung im Berichtszeitraum und die in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachstehenden Anlagespiegel.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

der Netlight Consulting GmbH, München

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.710,03 0,00 0,00
1.710,03 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.086.772,63 2.220.493,63 172.415,05
2. Geleistete Anzahlungen 205.264,36 163.291,53 0,00
4.293.747,02 2.383.785,16 172.415,05
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.710,03
0,00 1.710,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 161.616,67 6.296.467,88
2. Geleistete Anzahlungen -161.616,67 206.939,22
0,00 6.505.117,13
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.710,03 0,00 0,00 0,00 1.710,03
1.710,03 0,00 0,00 0,00 1.710,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.824.489,86 1.050.852,49 138.557,71 0,00 3.736.784,64
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.826.199,89 1.050.852,49 138.557,71 0,00 3.738.494,67
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.559.683,24 1.262.282,77
2. Geleistete Anzahlungen 206.939,22 205.264,36
2.766.622,46 1.467.547,13

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit EUR 197.163,43 (Vorjahr: EUR 258.587,91) aus Lieferungen und Leistungen. Von den vorgenannten Forderungen entfallen EUR 41.940,55 (Vorjahr: EUR 117.623,00) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin und resultieren überwiegend aus der Erbringung von Dienstleistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit EUR 1.422.160,07 (Vorjahr: EUR 747.673,46) Mietkautionsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Darüber hinaus enthält der Posten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuererstattungen.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um abgegrenzte Ausgaben für Software- und Lizenzverträge in Höhe von EUR 107.603,50 (Vorjahr: EUR 78.524,24), Mietvorauszahlungen mit EUR 72.649,81 (Vorjahr: EUR 91.398,91) sowie Vorauszahlungen für Betriebskosten in Zusammenhang mit einer Kindertagesstätte mit EUR 59.556,23 (Vorjahr: EUR 60.625,00).

4. Aktive latente Steuern

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren aus Bewertungsunterschieden bei den Sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz der letzten Jahre von 32 % zugrunde gelegt. Auf einen gesonderten Bilanzansatz wurde, wie im Vorjahr, verzichtet.

5. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist unverändert gegenüber dem Vorjahr und voll einbezahlt. Der Gewinnvortrag zum 1.1.2023 in Höhe von EUR 2.617.181,53 hat sich auf EUR 4.878.990,94 erhöht. Ursächlich dafür war der Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von EUR 14.261.809,41. Im Berichtsjahr wurde eine Gewinnausschüttung an die Netlight Consulting AB, Stockholm, Schweden, in Höhe von EUR 12.000.000,00 beschlossen, wobei ein Teilbetrag von EUR 4.000.000,00 zum 31.12.2023 noch nicht geflossen ist. Der Restbetrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen lediglich die Gewerbesteuer für das Jahr 2023. Die Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen ist dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

(in TEUR) 01.01.2023 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2023
Urlaubsansprüche 1.344 1.250 0 1.988 2.082
Bonuszahlungen 476 0 476 214 214
Ausstehende Eingangsrechnungen 113 113 0 144 144
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 125 117 9 143 143
Berufsgenossenschaft 60 44 16 49 49
Sonstige 208 99 72 102 139
Summe 2.326 1.623 572 2.640 2.771

7. Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beläuft sich auf EUR 8.835.416,03 (Vorjahr: EUR 5.021.374,26). Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich kurzfristig. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht besichert i.S.d. § 285 Nr. 1 b) HGB.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 593.847,91 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: EUR 501.030,54). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 4.518.495,44 (Vorjahr: EUR 1.127.627,53) gegenüber der Gesellschafterin. Hiervon resultieren EUR 4.000.000,00 aus noch nicht ausgeglichenen Dividendenansprüchen aus 2023 (Vorjahr: EUR 700.000,00 aus einem kurzfristigen Darlehen, exklusive Zinsen), der Restbetrag aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit EUR 1.769.670,12 (Vorjahr: EUR 1.625.405,22) im Wesentlichen noch nicht beglichene Umsatzsteuerverbindlichkeiten für den deutschen Rechtsraum sowie mit EUR 1.095.288,83 (Vorjahr: 949.933,92) Lohnsteuerverbindlichkeiten für den Dezember 2023. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen EUR 168.151,37 (Vorjahr: EUR 145.465,68) die Sozialversicherung.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Nutzungsdauern von IT-Hardware. Auch hier wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 32 % zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

(in EUR) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
Stand am 31.12.2022 10.007,82 162.784,48 152.776,66
Stand am 31.12.2023 6.850,34 229.287,01 222.436,67
Veränderung -3.157,48 66.502,53 69.660,01

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden i.H.v. TEUR 3.946 (Vorjahr: TEUR 3.059) im Ausland erzielt. Die verbleibenden Umsatzerlöse sind somit dem Inland zuzurechnen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Beratungsleistungen.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 25). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 572 (Vorjahr: TEUR 486). Darüber hinaus sind wie im Vorjahr keine weiteren periodenfremden Erträge entstanden.

Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 26) auf frühere Jahre und sind somit periodenfremd ebenso wie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 18).

VI. Sonstige Angaben

1. Sonstige Verpflichtungen

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen überwiegend aus Mietverhältnissen und stellen sich wie folgt dar. Bei der Bewertung der Verpflichtungen aus Mietverhältnissen wurde der Zeitraum über die frühestmögliche Kündigung herangezogen, den die Gesellschaft ernsthaft zur Erfüllung der Verpflichtung in Aussicht nimmt.

(in TEUR) Verpflichtungen bis 1 Jahr Verpflichtungen zwischen 1-5 Jahre Verpflichtungen >5 Jahre
Immobilienmiete 5.038 18.907 15.964
(2022) (3.685) (19.456) (20.911)
Leasing 0 0 0
(2022) (3) (0) (0)
Sonstige 321 216 91
(2022) (201) (216) (145)
Summe 5.359 19.123 16.055

2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

In der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurden durchschnittlich 699 Arbeitnehmer (Vorjahr: 585) beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt ein:

Arbeitnehmergruppen 2023 2022
Angestellte 697 584
Aushilfen 2 1
Gesamtzahl 699 585
davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 662 564
davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 37 21

3. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durchfolgende Personen geführt:

Herr Joakim Brunzell, Betriebswirt (kaufmännischer Geschäftsführer)

Herr Felix Sprick, Dipl. Informatiker (technischer Geschäftsführer)

Auf die Angabe der Bezüge der aktuellen sowie früheren Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des gesetzlichen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 42 und setzt sich ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen zusammen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Uns sind keine wesentlichen und erwähnenswerten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt, über die an dieser Stelle gesondert zu berichten wäre.

6. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft Netlight Consulting AB, Stockholm, Schweden, einbezogen, die den Konzernabschuss für den größten und kleinsten Kreis erstellt. Der Konzernabschluss ist bei dieser unter https://www.netlight.com/investor-relations/ erhältlich.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 13.516.913,90 zu einem Betrag von EUR 10.000.000,00 auszuschütten und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 31. März 2024

Felix Sprick, Geschäftsführer

Joakim Brunzell, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Netlight Consulting GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Netlight Consulting GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Netlight Consulting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 1.6 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. April 2024

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Westermeier, Wirtschaftsprüfer

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