JP Ehrhardt GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Sabine Reichert seit 15.3.2017 | Geschäftsführer |
Philipp Benjamin Ehrhardt seit 15.3.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.99% | |
| 44.99% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 90.00% | |
| 59.67% | |
Ludwig Ehrhardt Verwaltungs GmbHAufgelöst | 50.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Matthias Ehrhardt GmbHLaubachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Matthias Ehrhardt GmbH, LaubachAKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Konzern Der vorliegende Konzernabschluss enthält alle konsolidierten Jahresabschlüsse der Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach, und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden auch "ROEMHELD Gruppe" oder "Konzern" genannt). Das Mutterunternehmen, die Matthias Ehrhardt GmbH, hat ihren Sitz in Laubach und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen unter der Register Nr. HRB 3706 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Angaben zum Konsolidierungskreis 1. Konsolidierungsarten a) Vollkonsolidierung Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen die nachstehenden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften:
Die Beteiligungsquote entspricht dem Anteil der Stimmrechte. Die oben aufgeführten Gesellschaften wurden gemäß § 300 HGB voll in den Konzern einbezogen. Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile am neubewerteten Eigenkapital wurde gemäß § 307 Abs. 1 HGB ein Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter gebildet. Die inländischen Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und sind unter den Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB von ihrer Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss prüfen zu lassen und offen zu legen sowie einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offen zu legen. b) Quotenkonsolidierung Im Rahmen der Quotenkonsolidierung wurden die nachstehenden Gesellschaften gemäß § 310 HGB einbezogen:
C. Angaben zu Konsolidierungsmethoden Inhalt und Form des vorliegenden Konzernabschlusses entsprechen den Vorschriften des § 297 HGB. 1. Abschlussstichtag Das Geschäftsjahr des Konzerns geht vom 1. Januar bis zum 31. Dezember mit Abschlussstichtag zum 31. Dezember 2023 (§ 299 Abs. 1 HGB). Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben mit dem 31. Dezember 2023 den gleichen Abschlussstichtag (§ 299 Abs. 2 HGB). Soweit ein abweichender Abschlussstichtag vorlag, wurde ein Zwischenabschluss erstellt. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde für alle Unternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Januar 2017 als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) durchgeführt. Dabei erfolgte die Verrechnung der Beteiligungsansätze gemäß § 301 Abs. 2 HGB mit dem (anteiligen) Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt, zu dem das Tochterunternehmen erstmalig einbezogen worden ist. Der hieraus resultierende technische negative Unterschiedsbetrag wurde, da er auf thesaurierten Gewinnen der Vergangenheit beruht, in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt und der hieraus resultierende positive Unterschiedsbetrag wurde auf die stillen Reserven im Konzern aufgeteilt. 3. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gemäß § 305 HGB verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 HGB durchgeführt. 6. Entwicklung des Konzerneigenkapitals Die separate Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und nach DRS 22 im Rahmen des Konzerneigenkapitalspiegels gesondert dargestellt. 7. Währungsumrechnung Die Umrechnungen der ausländischen Jahresabschlüsse erfolgten mit nachstehenden Kursen:
Die Währungsumrechnung erfolgte entsprechend § 308a HGB. Danach werden alle Posten des Jahresabschlusses mit dem Stichtagskurs zum Jahresende umgerechnet mit Ausnahme des Eigenkapitals und der zu konsolidierenden Anteile an verbundenen Unternehmen, die mit dem historischen Kurs umgerechnet wurden. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden mit den gewichteten Monatsdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung wurde als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfolgsneutral ausgewiesen. D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt (§§ 300, 308 HGB). Dies waren die nachfolgend genannten, für die Erstellung des Konzernabschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert EUR 800,00 nicht übersteigt, sind im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand erfasst worden. Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen wurden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Finanzanlagen sind, soweit sie kein Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen, zu Anschaffungskosten oder den ihnen zum Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Zur Bewertung der Finanzanlagen, die Deckungsvermögen darstellen, siehe Angaben zur Konzernbilanz unter Punkt E. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Für Risiken, die sich aus der Lagerbuchhaltung oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Die Herstellungskosten der Erzeugnisse umfassen die auftragsbezogenen Einzelkosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Die Forderungen wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 Prozent auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten oder Nominalbeträgen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Zur Bewertung der Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen darstellen, siehe Angaben zur Konzernbilanz unter Punkt E. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird für den Saldo gebildet, der nach Verrechnung des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verbleibt. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Bilanz unter Punkt E. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Gewährte Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden bei Zufluss in einen Sonderposten eingestellt und mit dem Nennwert bewertet. Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ratierlich aufgelöst. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen siehe Angaben zur Konzernbilanz Punkt E. Die Steuerrückstellungen wurden für die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und des Vorjahres gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Passivseite der Bilanz gebildet für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Fremdwährungen wurden - wenn vorhanden - gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Zu den passiven latenten Steuern wird auf die Ausführungen unter Angaben zur Konzernbilanz Punkt E. verwiesen. E. Angaben zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt: AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023Angaben in EUR.
Finanzanlagen Die Finanzanlagen für den Mitarbeiterfonds, welche gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB- Deckungsvermögen darstellen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum 31. Dezember 2023 mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 724 bewertet und mit den unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern von TEUR 724 verrechnet. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere betragen zum Bilanzstichtag TEUR 723. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen von TEUR 13 wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Erträgen verrechnet. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 289), wovon TEUR 313 (Vorjahr: TEUR 272) an Dritte verpfändet wurden. Zeitwertkonten, welche gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB-Deckungsvermögen darstellen, wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum 31. Dezember 2023 mit dem beizulegenden Zeitwert von TEUR 1.205 bewertet und mit den unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern von TEUR 1.205 verrechnet. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.137 Damit im Zusammenhang stehende Erträge in Höhe von TEUR 18 wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung der nach dem BilMoG geltenden Bewertungsverfahren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Anwendung der Richttafeln RT 2018 G Klaus Heubeck ermittelt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83 Prozent sowie erwartete Gehaltssteigerungen von bis zu 3,20 Prozent und Rentensteigerungen von bis zu 1,00 Prozent zu Grunde gelegt. In dem für die Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Betrag von TEUR 3.372 ist der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen (TEUR 6.092) enthalten, der gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem aus dem Deckungskapital ermittelten beizulegenden Werten (TEUR 2.720) der für diese Pensionsverpflichtungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen sowie verpfändeten Bankguthaben verrechnet wurde. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, anstelle dem Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt. Der aus der unterschiedlichen Bewertung resultierende Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf TEUR 48. Dieser unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB insoweit der Ausschüttungssperre, als er den frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages nicht mindestens entspricht. Der Aufwand aus der Zuführung des laufenden Aufwandes in Höhe des Zinsanteils von TEUR 91 wurde mit den Zinserträgen in Höhe von TEUR 0 verrechnet und der sich daraus ergebende Zinsaufwand in Höhe von TEUR 91 gemäß § 277 Abs. 5 HGB innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 22.698 durch Grundschulden und hypothekarische Sicherheiten im Bereich des Sachanlagevermögens besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus der Altersversorgung wurde mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet und betragen im Saldo TEUR 0 (siehe Erläuterungen bei den Finanzanlagen und sonstigen Vermögensgegenständen). Passive latente Steuern Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Konsolidierungsmaßnahmen, vor allem aus der Neubewertung im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der Zwischenergebniseliminierung. Die aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von rd. 30 % zugrunde. Die passiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 608). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus der Auflösung latenter Steuern in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 738) enthalten. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den Einzelabschlüssen auf Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz des Mutterunternehmens sowie einbezogene Tochterunternehmen wurde gemäß § 274 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Differenzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz der Gesellschaften betreffen vor allem die folgenden Bilanzposten:
Auf steuerliche Verlustvorträge von in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, die in den folgenden 5 Jahren voraussichtlich verrechnet werden könnten, wurde aufgrund des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB ebenfalls keine latenten Steuern berechnet. F. Angaben zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB Segmentierung der geographischen Märkte nach dem Ort der jeweiligen Betriebstätigkeit (Umsatzherkunft): Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen stellt wich wie folgt dar:
Sonstige betrieblichen Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 246) aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie Gewinne in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 151) aus Anlagenabgängen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Fördermittel in Höhe von TEUR 202 und die Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 25, entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. G. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhaltet Verpflichtungen
Die Laufzeit dieser Verpflichtungen reicht bis Oktober 2028. Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen für Parkplatzflächen in Höhe von TEUR 760 (Vorjahr: TEUR 777). Die Laufzeit dieser Verpflichtungen reicht bis Mai 2051. H. Sonstige Angaben Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter
Davon entfallen auf nur anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen 40 (Vorjahr: 35) Angestellte und 3 (Vorjahr: 3) gewerbliche Arbeitnehmer. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Betrag zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 123. Dieser beruht in Höhe von TEUR 75 auf dem über die Anschaffungskosten hinausgehenden Zeitwertansatz beim Deckungsvermögen (gemäß § 268 Abs. 8 HGB) und in Höhe von TEUR 48 auf der Differenz aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7- Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt:
Die Geschäftsführerin Julia Reichert und der Geschäftsführer Philipp Ehrhardt sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das im Folgenden genannte Gesamthonorar des Abschlussprüfers für den Konzernabschluss beinhaltet die Honorare an das Mutterunternehmen und die deutschen Tochterunternehmen. Das Honorar im Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen:
Unterlassen von Angaben Die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung des Mutterunternehmens für die Wahrung ihrer Aufgaben ist gemäß § 314 Abs. 3 HGB unterblieben. Going Concern Die ROEMHELD Gruppe befindet sich in einer angespannten Ertrags- und Finanzlage. Diese Ereignisse deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Die Bewertung wurde nichtsdestotrotz unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Laut der vorgelegten Planungsrechnung geht die Geschäftsführung des Mutterunternehmens bis Ende 2025 von einer ausreichenden Liquidität der ROEMHELD Gruppe aus. Um die Zahlungsfähigkeit darüber hinaus sicherzustellen, wurden seitens der Geschäftsführung bereits Maßnahmen eingeleitet, wie z.B. Gespräche mit Stakeholdern zur Refinanzierung bestehender Darlehen. Ferner sollen weitere Maßnahmen zur Aufwandsreduktion sowie Ertragsoptimierung ergriffen werden. Der Fortbestand der ROEMHELD Gruppe ist somit maßgeblich von der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage, der Refinanzierung bestehender Darlehen sowie der weiteren Maßnahmen abhängig. Nachtragsbericht Mit Datum vom 12. Juni 2024 wurde als Finanzierungsmaßnahme ein Factoringvertrag, mit einem Höchstobligo von TEUR 7.500, zur Sicherung der Liquidität abgeschlossen. Mit Vertrag vom 27. Juni 2024 wurde einem Gemeinschaftsunternehmen ein Darlehen in Höhe von TEUR 2.600 gewährt. Das Darlehen wurde auf unbestimmte Zeit gewährt.
Laubach, den 30.08.2024 Julia Reichert Philipp Ehrhardt Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach
Der ausschüttungsgesperrte Betrag zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 123. Dieser beruht in Höhe von TEUR 75 auf dem über die Anschaffungskosten hinausgehenden Zeitwertansatz beim Deckungsvermögen (gemäß § 268 Abs. 8 HGB) und in Höhe von TEUR 48 auf der Differenz aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB. Konzernlagebericht 2023LaubachInhalt Konzernlagebericht 2023 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Auftragseingang 2.2.2. Umsätze 2.2.3. Aufwand 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Vermögenslage 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1. Umsatzrendite 2.4.2. Produktivität 2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.5.1. Informationen zu Umweltbelangen 3. Prognosebericht 3.1. Markt und Konjunktur 3.2. Finanzen und Planung 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Branchenspezifische Risiken 4.1.2. Ertragsorientierte Risiken 4.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken 4.2. Chancenbericht 4.3. Gesamtaussage 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Matthias Ehrhardt GmbH ist die Holdinggesellschaft der ROEMHELD Gruppe. Die Unternehmen der ROEMHELD Gruppe sind spezialisiert auf sich gegenseitig ergänzende Produkte und kundenspezifische Anwendungen, meist in der Fertigung und Montage von produzierenden Unternehmen, aber auch in der Landwirtschaft- und Medizintechnik. Die Unternehmen der ROEMHELD Gruppe bedienen unterschiedliche Branchen des Maschinenbaus weltweit. Römheld, Hilma und Stark, die drei Marken der ROEMHELD Gruppe zählen dabei weltweit zu den Marktführern für produktive Lösungen in der industriellen Fertigungstechnik, Montagetechnik, Spanntechnik und Antriebstechnik. Der Unternehmensverbund bietet oben genannte Lösungen mittels klassischer hydraulischer Spannung aber auch als pneumatische oder elektrische Ausführung. Komplettiert wird das Portfolio durch Produkte der Magnetspanntechnik, welche als Handelsprodukt über den Unternehmensverbund vertrieben werden. Neben den heimischen Kunden, die durch 17 Verkaufsbüros und Vertriebspartner in Deutschland umfassend betreut werden, ist der Export zunehmend von Bedeutung. Die ROEMHELD Gruppe weist im Geschäftsjahr einen Exportanteil von inzwischen rund 55 Prozent auf. Traditionell betreibt die Gruppe auch eine Kundengießerei - die Friedrichshütte GmbH. Durch eigene Tochtergesellschaften in Europa, den USA und Asien sowie zahlreiche Vertriebspartner werden weltweit intensive Beratung, ein leistungsfähiger Vertrieb und ein umfassender Service für unsere Kunden sichergestellt. Den Schutz unseres Knowhows stellen wir durch die Ansiedelung der Konstruktions- und Entwicklungskompetenzen in Deutschland und Österreich sicher. Ein eigenes Kompetenzzentrum verdeutlicht diesen Anspruch. Die Produktionstätigkeiten werden in Laubach und Rankweil ausgeübt. Im Jahresdurchschnitt waren bei der ROEMHELD Gruppe 502 Mitarbeiter beschäftigt, davon entfielen 43 auf quotenkonsolidierte Gesellschaften. 1.2. Forschung und Entwicklung Durch zeit- und kostenintensive Entwicklungsarbeit - teilweise in enger Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden und Universitäten - werden nicht nur die steigenden Anforderungen des Marktes erfüllt, sondern durch wegweisende Innovationen die Marktentwicklung entscheidend beeinflusst. Hierbei betrachten wir fertigungstechnologische als auch produktbezogene Weiterentwicklungen und Innovationen. Zum 31.12.2023 beschäftigte die ROEMHELD Gruppe 39 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Die globale wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war weiterhin geprägt durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Zudem zeigte China als weltweit bedeutsamer Wirtschaftsraum im Jahr 2023 ein offizielles Wachstum von nur 5,2 Prozent. Dieses hat zwar das formale Wachstumsziel von 5,0 Prozent leicht übertroffen, liegt aber dennoch weit unter den für China generell üblichen Wachstumsraten. Im Ergebnis betrug das globale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in 2023 +3,2 Prozent, nach einem noch etwas kräftigerem Anstieg von +3,3 Prozent im Jahr zuvor. Das Wachstum der Eurozone hingegen betrug lediglich 0,4 Prozent, maßgeblich mit beeinflusst durch den Rückgang um -0,3 Prozent in Deutschland. Die globale Inflationsrate lag 2023 bei +6,8 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Der weltweite Warenhandel hingegen wuchs im Gesamtjahr 2023 nur noch mit geschätzt +0,8 Prozent. Nachdem die Industrieproduktion im Jahr 2022 um +3,0 Prozent zugelegt hatte, stieg das globale Wachstum 2023 moderat auf 3,2%. 1 Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent 2
In Europa sind die negativen Auswirkungen des Krieges unverändert am stärksten spürbar. Durch die hohen Preissteigerungen trübte sich das Konsumentenvertrauen merklich ein. Dadurch lagen in der Euro-Zone die BIP-Zuwächse mit 0,4 Prozent auch deutlich unter denen der USA mit 2,5 Prozent, was nicht zuletzt auch ein Abbild der wirtschaftsfördernden politischen Maßnahmen in den USA ist, welche in der EU, insbesondere in Deutschland zuletzt fehlen. In den USA hat der private Konsum im Laufe des Jahres 2023 wieder Fahrt aufgenommen, war damit Haupttreiber des Wirtschaftswachstums insgesamt. Insbesondere das vierte Quartal 2023 ist in den USA mit +3,3 Prozent besonders stark gewachsen und lag im Wachstum höher als erwartet. Deutschland hingegen löste 2023 mit dem schwächsten gesamtwirtschaftlichen Verlauf Japan als Schlusslicht der G7-Staaten ab. In China war die wirtschaftliche Entwicklung mit einem offiziell gemeldeten BIP-Zuwachs von +5,2 Prozent für deren typische Entwicklung ausgesprochen schwach. Der Anstieg lag damit auch nur leicht über dem durchschnittlichen Wachstum aller Entwicklungs- und Schwellenländer in Summe, welches +4,3 Prozent betrug. Überdurchschnittlich und weit vor China war erneut der Zuwachs in Indien (+7,8 Prozent). 3
1 Vgl. IMF, World Economic Outlook Update April
2024 vom 30.04.2024.
Globaler Maschinenbau Zu Jahresbeginn 2023 war die Stimmung im europäischen Maschinenbau noch überwiegend gut und die Reichweite der Auftragsbestände mit 6,6 Monaten weiterhin überdurchschnittlich hoch. Seit April 2023 äußerten sich jedoch immer mehr Unternehmen pessimistischer, sowohl bei der Einschätzung der aktuellen Lage als auch der zukünftigen Konjunkturerwartung. Die Reichweite der Auftragsbestände sank im EU-Durchschnitt auf 5,5 Monate im Oktober 2023. Global betrachtet verharrte der reale Maschinenumsatz im Jahr 2023 nach vorläufigen Zahlen auf dem Niveau des Vorjahres. Der Maschinenbau in der EU-27 verzeichnete dabei einen leichten Rückgang von -1,0 Prozent. In den meisten EU-Länder profitierte der Maschinenbau dabei noch von sogenannten statistischen Überhängen aus dem Jahr 2022. 4 In den USA betrug der reale Rückgang des Maschinenbauumsatzes -4 Prozent, in Korea -6 Prozent und Japan -7 Prozent, dementgegen zeigten China und Frankreich einen Anstieg um +2 Prozent. Den deutlichsten Überhang zum Vorjahr als Treiber der im Vorjahresvergleich global ausgeglichenen Umsatzentwicklung verzeichnen das Vereinigte Königreich mit +3 Prozent sowie Indien mit +9 Prozent. 5 Deutsche Konjunktur Auch in Deutschland kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die zunehmenden politischen (u.a. nicht realisierte neue Handelsabkommen), klimatischen (u.a. durch Unwetter zerstörte Regionen, rückläufige Transportkapazitäten im Panamakanal) wie auch terroristischen Hemmnisse (Konfliktregion Naher Osten) treffen Deutschland als stark exportorientierte Nation besonders. 6 Diesen negativen Aspekten steht im Jahr 2023 aber zumindest eine zum Vorjahr allgemein nachlassende Inflation gegenüber, unter anderem auch bewirkt durch eine Stabilisierung der Energiepreise auf wieder niedrigerem Niveau, nachdem sich die zwischenzeitlichen Bedenken hinsichtlich einer nicht auskömmlichen Gasversorgung erfreulicherweise nicht bestätigt haben. Dennoch hat dies bislang noch zu keiner deutlichen Erholung im privaten Konsum geführt, u.a. da in realer Rechnung die Einkommen in Deutschland über längere Zeit zurückgegangen sind. Aktuelle Analysen aus dem Mai 2024 zeigen jedoch einen Reallohnanstieg in Deutschland in einer Höhe wie seit 16 Jahren nicht mehr, was eine Erhöhung des privaten Konsums und damit mit entsprechend gesamtwirtschaftlich positivem Effekt erwarten lässt. 7 Während viele Länder Europas inzwischen wieder ein steigendes Wirtschaftswachstum zeigen, wirkt sich nicht zuletzt auch das bisherige Ausbleiben dringend benötigter politischer Entscheidungen über wirtschaftspolitische Gegenmaßnahmen zur Stärkung der Deutschen Wirtschaft zunehmend negativ aus, so dass der einstige wirtschaftliche Spitzenreiter Europas inzwischen die schwächste Entwicklung aller großen EU-Staaten zeigt. Dafür eröffnen sich zunehmende Perspektiven hinsichtlich eines weiteren Wachstums der Absatzmärkte in Süd- und Ost-Europa. 8 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach noch vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um preisbereinigt -0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich:
4 Vgl. VDMA, Maschinenbau Konjunktur
International November 2023 vom 14.11.2023.
Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 Prozent. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 Prozent und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 Prozent) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 Prozent) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 Prozent) zurück. 9 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland liegt nach Berechnung vom Research der Deutschen Bank im Jahr 2023 um -1,3 Prozent unter dem Vorjahr, der reale Umsatz liegt dagegen um +1,9 Prozent über dem Vorjahr (nominal liegt dieser aufgrund der Inflation gar +9,4 Prozent über dem Vorjahr). 10 Auch hier zeigen sich noch Effekte aus dem statistischen Überhang des Jahres 2022, denn der reale Auftragseingang im Deutschen Maschinen- und Anlagenbau liegt gemäß VDMA preisbereinigt um rund -12 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser startete sogar mit einem Rückgang von -18 Prozent ins Jahr 2023, zeigt inzwischen aber rückläufige Tendenz, so liegt der Dezember 2023 nur noch -6 Prozent unter dem Vorjahr. 11
9 Vgl. Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilungen Nr. 19 vom 15.01.2024.
2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Auftragseingang Der Auftragseingang startete zu Jahresbeginn noch verhalten (Q1/2023 -5,1 Prozent unter Vorjahr), legte jedoch im weiteren Jahresverlauf deutlich zu, so dass sich für die ROEMHELD Gruppe das Jahr 2023 im Auftragseingang mit +4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr als positiv darstellt und damit vom allgemeinen Branchentrend des Maschinen- und Anlagenbaus abkoppelte. 2.2.2. Umsätze Der gute Auftragseingang zeigt sich auch im Umsatz, welcher für 2023 mit +2,1 Prozent praktisch auf Vorjahresniveau erwartet wurde. Der tatsächliche Umsatz der ROEMHELD Gruppe beträgt jedoch 105,8 Mio. Euro (Vorjahr 99,5 Mio.) und liegt damit +6,3 Prozent über dem Vorjahr sowie um 6,2 Prozent über der Planung (99,6 Mio.). 2.2.3. Aufwand Der Materialaufwand beträgt 45,2 Mio. Euro und liegt damit nur rund 2,7 Prozent über dem Vorjahr. Positive Effekte auf die Materialaufwandsquote waren Verlagerungen im Produktmix, eine generelle Portfolio-Optimierung sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe. Der im Vorjahr prognostizierte Rückgang konnte, aufgrund der gestiegenen Bezugspreise, jedoch nicht vollumfänglich erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um rund 0,5 Mio. Euro auf 14,8 Mio. Euro gestiegen. Der Konzernjahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. Euro auf 2,3 Mio. weiter verbessert und lag am Ende im Wesentlichen aufgrund der überproportional gestiegenen Umsatzerlöse deutlich über dem Vorjahr. Insgesamt konnten die Erwartungen (2,0 Mio. Euro) aufgrund gestiegener Bezugspreise nur geringfügig übertroffen werden. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Ertragslage Trotz weiterhin bestehender Auswirkungen aus teils unverändert bestehenden weltweiten Konflikten, regionalen Standortnachteilen (i.W. hinsichtlich Energiepreise, Personalkosten und Personalverfügbarkeit), verbunden mit zunehmenden Handelsbeschränkungen, zeigte sich die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung der RO- EMHELD Gruppe in 2023 losgelöst von diesen negativen Effekten im Vorjahresvergleich erneut verbessert, insbesondere in der Spanntechnik. So konnte der Umsatz in der Spanntechnik um 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Bei Gießereiprodukten stieg der Umsatz um 6,5 Prozent und in der Systemtechnik um 2,9 Prozent. Hinsichtlich der regionalen Verteilung zeigt sich der Inlandsumsatz mit einem Anstieg um 0,1 Prozent nahezu unverändert. Der Umsatz in die übrigen EU-Ländern hingegen sank um 3,5 Prozent. Der Umsatzanstieg in das restliche Ausland betrug 28,7 Prozent. Die Aufwendungen für Material lagen bezogen auf den Umsatz im Berichtsjahr bei einer Materialquote von 42,7 Prozent und haben sich trotz der Entwicklung der Bezugspreise damit deutlich um 1,5 Prozentpunkte reduziert. Ursache war neben Effekten aus Verlagerungen im Produktmix, eine generelle Portfolio-Optimierung sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe nach einer im Vorjahr erfolgten Verlagerung aus der Eigenfertigung in die Lieferkette. Die Personalkosten betrugen 39,7 Mio. Euro (Vorjahr: 37,6 Mio. Euro) und entsprechen einer Personalkostenquote von 37,5 Prozent, was eine Reduzierung um 0,2 Prozentpunkte darstellt. Die Reduzierung lässt sich nach Ansicht der Geschäftsleitung u.a. durch die überproportionale Umsatzentwicklung erklären. Die Abschreibungen lagen 2023 bei 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in 2023 bei 14,8 Mio. Euro bzw. 14,0 Prozent bezogen auf den Umsatz und lagen damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das Konzernjahresergebnis beträgt in 2023 2,34 Mio. Euro und entspricht einer Rendite von 2,19 Prozent (Konzernergebnis bezogen auf Gesamtleistung, Vorjahr: +0,42 Prozent). Das Jahresergebnis ist damit um 1,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2.3.2. Finanzlage Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und sofern mit den Lieferanten vereinbart, Skonto zu nutzen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Forderungsreichweite beträgt rund 31 Tage (Vorjahr 32 Tage). Das Eigenkapital der ROEMHELD Gruppe lag bei 23 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote betrug 35,3 Prozent (Vorjahr: 32,5 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital ergebnisbedingt um 1,9 Mio. Euro erhöht. In 2023 wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände von 1,6 Mio. durchgeführt. Das Investitionsvolumen im Vorjahr lag bezogen auf die Sachanlagen und die immateriellen Vermögensgegenstände noch bei 2,8 Mio. Euro. Der Schwerpunkt mit 0,7 Mio. Euro lag im Geschäftsjahr in Investitionen in Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie mit 0,7 Mio. Euro geleisteter Anzahlungen in immaterielle Vermögensgegenstände (i.W. im Rahmen einer Erneuerung des ERP-System), daneben wurden 0,3 Mio. Euro in Wertpapiere investiert. Die Unternehmensgruppe beabsichtigt in den kommenden zwei Jahren u.a. bilanzwirksame Investitionen in Maschinen- und Anlagen (3,1 Mio. Euro), Infrastruktur (1,8 Mio. Euro) sowie Informationstechnologie (1,2 Mio. Euro) zu tätigen. Die Liquidität hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die Finanzierung der Neuinvestitionen erfolgte aus dem operativen Cash-Flow. Der Konzern verfügt zum Abschlussstichtag über zugesagte und nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 4,7 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 2,4 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro gesunken (34,9 Prozent der Bilanzsumme). Der Konzern hat im Geschäftsjahr bestehende Verbindlichkeiten in Höhe von 12,8 Mio. Euro durch Aufnahme eines neuen Darlehens in Höhe von 13,0 Mio. Euro umgeschuldet. Weiterhin wurden planmäßige Tilgungen vorgenommen. Die Bankdarlehen haben in Höhe von 19,9 Mio. Euro eine Restlaufzeit von bis zu 7 Jahren mit variablen Zinsen. Bankdarlehen in Höhe von 2,8 Mio. Euro besitzen eine Restlaufzeit von 19 Jahren mit anfänglich festgeschriebenen dann aber variablen Zinssätzen. Zur Zinsabsicherung wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 4,8 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 3,1 Prozent). Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Geschäftsjahresende 5,3 Mio. Euro (8,2 Prozent der Bilanzsumme). Davon sind 0,4 Mio. Euro Verbindlichkeiten aus Steuern. 2.3.3. Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt zum Geschäftsjahresende 22,5 Mio. Euro (Vorjahr 23,6 Mio. Euro), die Anlagenquote beträgt 34,6 Prozent der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Neuinvestitionen von 1,9 Mio. Euro, Abgängen in Höhe von 0,1 Mio. Euro und Abschreibungen in Höhe von 2,8 Mio. Euro um rund 1,1 Mio. Euro gesunken. Das Vorratsvermögen liegt bei 17,4 Mio. Euro (26,8 Prozent der Bilanzsumme). Die Bestände sind im Berichtsjahr um 0,4 Mio. Euro gestiegen. Die Erhöhung der Vorratsbestände (+2,4 Prozent) erfolgte dabei unterproportional zum Umsatzanstieg (+6,3 Prozent), womit sich eine Verbesserung des Vorratsumschlages ergibt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen bei 8,9 Mio. Euro. Sie sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht um 1,1 Prozent, jedoch im Verhältnis zum Umsatzanstieg ebenfalls stichtagsbezogen unterproportional gestiegen. 2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Wertschöpfung pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran. Die Wertschöpfung pro Mitarbeiter sehen wir als Produktivitätskennzahl und die Umsatzrendite als Renditekennzahl. 2.4.1. Umsatzrendite Die Umsatzrendite ergibt sich aus dem Betriebsergebnis (EBIT) bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatz + Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge). Die Umsatzrendite hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von +1,7 Prozent aufgrund mehrerer Faktoren abermals auf nunmehr 4,2 Prozent verbessert. Neben einer durch den gestiegenen Umsatz verbesserten Fixkostendeckung (Personal und Sonstige betriebliche Aufwendungen wurde dies insbesondere durch Effekte aus Verlagerungen im Produktmix, einer Portfolio-Optimierung sowie eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe erreicht, so dass vor allem der Anstieg des Materialaufwands mit +2,7 Prozent deutlich unterproportional zum Umsatzanstieg (+6,3 Prozent) ausgefallen ist. 2.4.2. Produktivität Basis für die Wertschöpfung ist der Rohertrag je Mitarbeiter. Die Wertschöpfung je Mitarbeiter lag 2023 bei 123.005 Euro. Die Wertschöpfung je Mitarbeiter lag im Vorjahr 2022 noch bei 116.377 Euro. Die Veränderung entspricht einer Produktivitätssteigerung um 5,7 Prozent. Wesentliche Ursachen sind der weitere Umsatzanstieg, ein erstmals ganzjährig positiver Effekt aus der Verlagerung der Fertigung und Montage vom Standort Hilchenbach nach Laubach und Rankweil sowie Effekte aus Verlagerungen im Produktmix, der Optimierung des Portfolios sowie der Erhöhung der Wertschöpfungstiefe. 2.5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.5.1. Informationen zu Umweltbelangen Seit vielen Jahren sind die interne Durchlaufzeit sowie Maßnahmen und entsprechende Kennzahlen zu Umweltbelangen wie z.B. Energieverbrauch (Strom, Öl, Gas), Wasserverbrauch, Ausschussquoten sowie Abfallmengen ein fester Bestandteil unserer Zieleplanung. Fortwährende Verbesserungen sind im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im Gleichklang mit Mitarbeiterförderung und Steigerung der wirtschaftlichen Unternehmenskennzahlen strategisch ausgerichtet. Dies lassen wir regelmäßig auditieren. Wir sind nach DIN ISO 14001 und 50001 zertifiziert. 3. Prognosebericht 3.1. Markt und Konjunktur Als Maschinenbauunternehmen sind wir direkt sowie auch indirekt von der Globalisierung abhängig. Dies bedeutet für uns einerseits große Chancen, wie sie in der konjunkturellen Entwicklung der letzten Jahre zu sehen waren, aber auch Risiken, wie der schnelle Abschwung im Jahr 2020 gezeigt hat. Ein konjunktureller Verlauf, der sich auch etwas an den Prognosen des allgemeinen Maschinenbaus orientiert ist für 2024 anzunehmen. Wir hängen vom weltweiten Investitionsklima ab. Weltwirtschaft Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der IMF ein weltwirtschaftliches Wachstum von +3,2 Prozent sowie 3,2 Prozent für 2025, wobei die Prognose für 2024 um 0,3 Prozent höher liegt als noch im Weltwirtschaftsausblick vom Oktober 2023. Dies ist zurückzuführen auf eine unerwartet robuste Wirtschaft der Vereinigten Staaten sowie mehrerer großer Schwellenländer, wie auch auf positive Effekte aus der fiskalischen Unterstützung der Wirtschaft in China. Die Globale Gesamtinflation wird laut IMF weiter sinkend und damit für 2024 bei 5,8 Prozent (2025 4,4 Prozent) erwartet. Mit der Desinflation und dem stetigen Wachstum ist die Wahrscheinlichkeit einer deutlichen wirtschaftlichen Abkühlung gesunken und die Risiken für das globale Wachstum sind weitgehend ausgeglichen. Positiv zu vermerken ist, dass ein schnellerer Inflationsrückgang zu einer weiteren Lockerung der finanziellen Bedingungen führen könnte. Eine lockerere Fiskalpolitik als nötig und als in den Prognosen angenommen könnte zu vorübergehend höherem Wachstum führen. In vielen Ländern herrscht derzeit eine überwiegend pessimistische Stimmung im verarbeitenden Gewerbe. Angesichts der schwachen Nachfrage und der unsicheren globalen Entwicklung ist dies nicht verwunderlich. Kurzfristig wird es kaum besser werden: Die Weltwirtschaft dürfte 2024 geringfügig schwächer wachsen als 2023 und die Inflationsraten werden, noch einige Zeit oberhalb der Inflationsziele liegen. Damit belasten hohe Zinsen weiter die Finanzierungskosten. Die geopolitischen Spannungen bis hin zu Kriegen sind ungelöst. Und ein konjunkturell geschwächtes China mit seiner hohen Verschuldung von Unternehmen und Konsumenten wird das weltwirtschaftliche Wachstum nicht ankurbeln. Das prognostizierte gesamtwirtschaftliche Wachstum der größten Volkswirtschaften variiert auch 2024 stark. Ein Rückgang sollte in allen Ländern vermieden werden. Für die USA wird 2024 ein Wachstum von +2,7 Prozent erwartet, für die EU hingegen nur +0,8 Prozent. Das erwartete Wachstum der EU wird maßgeblich vom erwarteten schwachen deutschen Wachstum von +0,2 Prozent beeinflusst. Für China hingegen wird das Wachstum nach 5,2 Prozent in 2023 im laufenden Jahr 2024 mit 4,6 Prozent prognostiziert. In Indien, der mittlerweile fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt, könnte es mit +6,8 Prozent Zuwachs abermals etwas dynamischer laufen. 12 Globaler Maschinenbau Die VDMA-Volkswirte prognostizieren für das Jahr 2024 preisbereinigt eine Stagnation des Welt-Maschinenumsatzes. Dabei wird für alle 4 großen Produktionsstandorte in Asien ein Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich. So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan auf einen zuvor vergleichsweise hohen Rückgang. In China sollte sich das Wachstum fortsetzen, allerdings in einer anderen Geschwindigkeit als vor der Corona- Pandemie. In der EU sowie in den USA werden die Maschinenumsätze preisbereinigt schrumpfen, da sich mit Ausnahme von Frankreich und Spanien alle großen Länder im negativen Bereich befinden werden. 13 Auch im Jahr 2024 wird eine Stagnation des weltweiten Maschinenumsatzes erwartet, speziell im Euroraum dürfte der preisbereinigte Umsatz im Maschinenbau 2023 gar um 3 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. 14
12 Vgl. IMF, World Economic Outlook Update April
2024 vom 30.04.2024.
Deutsche Konjunktur Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) rechnet für 2024 mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,9 Prozent. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zuletzt etwas aufgehellt, nachdem das Zinshoch erreicht ist und die EZB beginnt, über Zinssenkungen zu diskutieren. Auch führen kräftige Realeinkommenszuwächse verbunden mit einer wieder sinkenden Inflation zu einem Kaufkraftplus der privaten Haushalte und somit zu höherem privatem Konsum sowie dadurch zu einer expandierenden Wirtschaft. Das IfW Kiel rechnet in diesem Jahr noch mit einer Inflation von +2,3 Prozent. Gleichwohl bleibt die Aufwärtsdynamik verhalten, da die staatlichen Konsolidierungen aufgrund der Urteile zur Haushaltspolitik wiederum etwas dämpfend wirken. 15 Für das Gesamtjahr 2024 rechnen die VDMA-Volkswirte in Deutschland daher nochmals mit einem Produktionsrückgang in Höhe von -4 Prozent, mit einer Trendwende wird dabei ab Q3/2024 gerechnet. 16 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Der Maschinenbau in Deutschland steuert auch 2024 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von -4 Prozent. Diese Prognose ist weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Zwar scheint die Energieversorgung in den Unternehmen inzwischen sichergestellt, jedoch herrscht in der Ukraine unverändert ein Krieg mitten in Europa. Und viele Unternehmen haben anders als noch zu Jahresbeginn 2023 im Jahr 2024 kein solides Auftragspolster mehr. Und auch weitere Hemmnisse aus drohenden zusätzlichen Handelsbeschränkungen sowie dem Standortnachteil in Deutschland aufgrund unverändert hoher Bürokratie wie auch hoher Energiepreise erschweren die Geschäftstätigkeit insbesondere innerhalb Deutschlands. 17 Sorgen bereitet unverändert auch der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch nach wie vor keine oder zu wenige Mitarbeiter. Insgesamt bewerten laut VDMA-Konjunkturerhebung Q1/2024 trotz aller Widrigkeiten dennoch 42,8 Prozent der Unternehmen die Geschäftslage und Geschäftsaussichten als befriedigend, 31,4 Prozent der Unternehmen gar als gut bzw. sehr gut und blicken somit optimistisch auf das bevorstehende Jahr. Lediglich 22,4 Prozent der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt. Dieser Ausblick sollte sich im zweiten Quartal verbessern, nachdem im April 2024 der Maschinenbau als deutsche Schlüsselbranche erstmals seit anderthalb Jahren wieder einen realen Anstieg des Auftragseingangs um 10 Prozent verzeichnen konnte. 18 ROEMHELD Gruppe Die Auftragseingangsentwicklung der ROEMHELD Gruppe reagiert grundsätzlich sensibel auf die Entwicklung des allgemeinen Maschinenbaus, wenngleich das Jahr 2023 zeigte, dass eine deutliche positivere Entwicklung als die allgemeine Entwicklung des Maschinenbaus möglich ist. Das erste Quartal des Jahres 2024 verlief etwas über der Planung. Sich zunehmend leerende Auftragsbücher bei unseren Kunden sorgen jedoch für eine zuletzt nachlassende Nachfrage und einen im Ausblick unter den Erwartungen liegenden Umsatz. Der weitere Ausblick auf das Jahr 2024 und 2025 bleibt somit nach wie vor ungewiss. Aus Wettbewerbssicht verliert der Produktionsstandort Deutschland aufgrund der gestiegenen Regularien zunehmend an Attraktivität, dem sich auch die Gesellschaften der ROEMHELD Gruppe ausgesetzt sehen. Für die Matthias Ehrhardt GmbH und ihren verbundenen Unternehmen bedeutet dies für das Jahr 2024 und 2025 zunächst eine Eintrübung der Auftragslage. Aufgrund der aktuell anhaltenden Absatzschwäche in den Märkten der ROEMHELD Gruppe gehen wir daher von einer abgeschwächten Nachfrage innerhalb dieser Märkte aus, welche sich voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2025 erholen wird.
15 Vgl. ifw, Kieler Konjunkturberichte Deutsche
Wirtschaft im Winter 2023 aus Dezember 2023.
3.2. Finanzen und Planung Für das Jahr 2024 erwarten wir ein Umsatzniveau deutlich unter dem Umsatz des Jahres 2023 mit einer erneut positiven Entwicklung der Materialquote, welche durch die weitere Intensivierung der Fertigungstiefe erreicht werden soll. Wir gehen in diesem Zusammenhang in 2024 von einer Verbesserung auf 40,4 Prozent aus. Dem entgegen wird die Personalkostenquote 2024 durch ein geringeres Umsatzniveau sowie eine Erhöhung der Fertigungstiefe um 5,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres erwartet. Im Bereich des sonstigen betrieblichen Aufwandes erwarten wir für das Jahr 2024 einen Rückgang des absoluten Betrages um 4,0 Prozent. Hinsichtlich der Ertragslage rechnen wir aufgrund geringerer Umsätze mit einer im Jahr 2024 deutlich rückläufigen Entwicklung und erwarten somit ein EBIT von -1,56 Mio. Euro (2023: 4,5 Mio. Euro). Für die Umsatzrendite (EBIT bezogen auf die Betriebsleistung) erwarten wir einen Rückgang um 5,9 Prozentpunkte in 2024. Hinsichtlich der Produktionskennzahl Wertschöpfung je Mitarbeiter erwarten wir ebenfalls in 2024 einen Rückgang von 6,5 Prozent je Mitarbeiter. Im Bereich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir in Relation zum Umsatz eine Seitwärtsbewegung der Quoten. Insbesondere auch im Rahmen der Einführung der Nachhaltigkeitsberichtserstattung als neuer Bestandteil des Lageberichtes ab dem Geschäftsjahr 2025 wird die Betrachtung und Bewertung von noch weiteren, auch nichtfinanziellen Nachhaltigkeitsindikatoren, für die ROEMHELD Gruppe immer mehr an Bedeutung gewinnen. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.1.1. Branchenspezifische Risiken Weltpolitisch ist erkennbar, dass die Abhängigkeit vom Automobil- und Nutzfahrzeugsektor dann riskant scheint, solange der Anknüpfpunkt der Kunden-Lieferantenbeziehung konventionelle Antriebsformen ist. Zudem büßt der Wirtschaftsstandort Deutschland deutlich an Wettbewerbsfähigkeit ein, was zur Abwanderung unserer Kunden ins internationale Ausland führt. Insbesondere die Zulieferer der Luftfahrtindustrie sitzen verstärkt in Asien sowie im Westen der USA. Der Verlust der Kunden über große Distanzen und verstärktem lokalen Wettbewerb wird erhöht. Der Eintritt in neue Geschäftsfelder wurde in den letzten Jahren teils massiv durch schwankende Lieferperformance beeinträchtigt, was im Berichtsjahr 2023 jedoch kaum noch bemerkbar wurde. Aufgrund der unveränderten zahlreichen Konfliktregionen mit Auswirkungen z.B. auch auf den Schiffsverkehr sowie aktuell zunehmender Handelsbarrieren besteht aber auch für die nächsten Jahre das grundsätzliche Risiko von abermals negativen Auswirkungen in Form von Rohstoffknappheit, Lieferengpässe oder einer erneuten Verknappung in der Energieverfügbarkeit. Eine weitere Aufgabenstellung sehen wir in der Bewältigung des Fachkräftemangels, da dieser sich negativ auf die Produktivität und mögliche Wachstumschancen auswirkt. 4.1.2. Ertragsorientierte Risiken Unser Anspruch an Qualität und Kundenzufriedenheit war in der Vergangenheit unser Erfolgskonzept. Wir gehen davon aus, dass Qualität, Lieferfähigkeit und innovative Produkte, die die Produktivität und Qualität in den Fertigungsprozessen unserer Kunden nachhaltig verbessern, weiterhin unsere Wettbewerbsvorteile bleiben. Wenngleich sich im Jahr 2023 der Vorjahreseffekt deutlicher Preissteigerungen abgemildert hat, so sind die Preise dafür möglicherweise auch für zukünftige Jahre teuer. Denn ggf. abermals deutliche Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite in der Zukunft können auch weiterhin teils nur mit zeitlicher Verzögerung an die Kunden über die Anpassung der Verkaufspreise weitergegeben werden. Dies stellt das Risiko einer möglichen Verschlechterung der Umsatzrendite dar. 4.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken Auf Konzernebene müssen eingegangene Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen der erfolgten Anteilskäufe zur Firmenumstrukturierung stehen, bedient werden. Unser Kreditmanagementprozess legt den Fokus auf die Vermeidung von Forderungsausfällen sowie auf die frühzeitige Identifizierung von Forderungsausfallrisiken. Durch die sehr gute Zahlungsmoral unserer Kunden weltweit und die Begleichung der Forderungen innerhalb der Zahlungsziele sehen wir hier keine erhöhten Risiken. Diese Situation kann sich u.U. mit anziehender Konjunktur verschlechtern. Dies beobachten wir und leiten frühzeitig entsprechende Maßnahmen ein. Die ROEMHELD Gruppe befindet sich in einer angespannten Ertrags- und Finanzlage. Dies kann Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen. Durch eine rollierende Planung und durch eine regelmäßig angepasste Forecastrechnung in Verbindung mit einer kurz-, mittel- und langfristigen Liquiditäts- und Finanzplanung sowie die Einleitung entsprechender Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, wird dem Risiko entgegengewirkt. Für weitergehende Ausführungen weisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang hin. 4.2. Chancenbericht Die ROEMHELD Gruppe verfügt über ein großes Produktportfolio, welches auch international gefragt ist. Durch unterschiedliche Funktionsschwerpunkte in der konkreten Kundenanwendung lassen sich immer wieder neue Anforderungen und damit Produktweiterentwicklungen ausmachen. Hierzu gehören auch neue Produktinnovationen. Der zunehmende Trend Produktionsprozesse zu automatisieren, macht das fehlerfreie Handling von Teilen notwendig. Die Komponenten der ROEMHELD Gruppe ermöglichen aufgrund ihrer Präzision und intelligenten Datenaufnahme- und Abfragemöglichkeiten die Vorrausetzung für eben diese verketteten Prozesse zu schaffen. Auch der Blick über den Tellerrand der klassischen Automobilbranche erfordert präzise und nachvollziehbare Fertigungs- und Montageschritte. Diese können ebenfalls bedient werden. Die ROEMHELD Gruppe folgt dem Trend und damit auch den konjunkturellen Erwartungen des Maschinenbaus. Neben den bisher bekannten Absatzmärkten ergeben sich im Zuge der Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen unserer Kunden auch weiterhin neue Einsatzmöglichkeiten - sowohl national als auch international, wie zum Beispiel Karosseriebau in der Automobilindustrie, Fertigungs- und Montageprozesse in der Batterieherstellung, Luftfahrtindustrie aber auch Agrar- und Medizintechnik. Die ROEMHELD Gruppe sieht ebenfalls Wachstumschancen in den Absatzmärkten von Nordamerika und Asien. Mit Dienstleistungen im After Sales Produktsegment soll auch in konjunkturell schwächeren Monaten Umsatz generiert werden. Eine frühzeitige Nachfolge von Schlüsselpositionen und -personen unterstreicht dieses Ansinnen qualitativ hochwertige Produkte herzustellen und eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen. 4.3. Gesamtaussage Die Organisation der ROEMHELD Gruppe hat in den letzten Jahren intensive Veränderungen erfahren. Äußere Einflussfaktoren, wie zum Beispiel Lieferengpässe und Fachkräftemangel erfordern weiterhin das Anpassen von Abläufen und Prozessen, sorgen aber nicht für existenzielle Bedrohungen. Die Chancen, die sich durch veränderte Märkte oder Produktinnovationen ergeben nehmen wir in unsere strategischen Planungen auf. Die möglichen Chancen mit den damit einhergehenden Ertragsaussichten stehen den Risiken mit ihren möglichen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage grundsätzlich ausgewogen gegenüber. Aufgrund der oben beschriebenen finanzwirtschaftlichen Risiken sind jedoch Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, erkennbar. Gegen diese wurden bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzierung von Investitionen und der Kapitalbedarf für das Working Kapital wird überwiegend aus der Innenfinanzierung abgedeckt. Zur Umsetzung eines Gesellschafterwechsels wurde eine Bankverbindlichkeit eingegangen, die zuverlässig bedient wird.
Laubach, den 30.08.2024 Philipp Ehrhardt Julia Reichert Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Matthias Ehrhardt GmbH, Laubach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf die Angaben in Abschnitt H. "Sonstige Angaben - Going Concern" im Konzernanhang sowie die Angabe in Abschnitt 4.1.3 "Finanzwirtschaftliche Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich der Konzern in einer angespannten Ertrags- und Finanzlage befindet. Wie im Konzernanhang und Konzernlagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, 5. September 2024 Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Graugießereien
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen