Optik Hallmann GmbH
Große Straße 27, 24937 Flensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Martin Andresen seit 7.3.2025 | Geschäftsführer |
Florian Pachleitner seit 11.10.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Optik Hallmann GmbHFlensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022I. ALLGEMEINE ANGABEN Die Optik Hallmann GmbH, mit Sitz in Flensburg, wird beim Amtsgericht Flensburg unter der Handelsregisternummer HRB 5584 FL geführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde unter den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des GmbHG in EUR aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Im vorherigen Geschäftsjahr wurde die Gesellschaft H. Fischer GmbH, Bayreuth rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die Gesellschaft verschmolzen. Die Eintragungen im Handelsregister Flensburg erfolgte am 03. August 2021. Die Verschmelzung erfolgte unter Anwendung des § 24 UmwG (Buchwertverknüpfung). Durch die Verschmelzung im Vorjahr ist die Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahres 2022 durch den Posten "Verluste durch Verschmelzungen" nur eingeschränkt gegeben. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (Kundenstamm sowie Vertriebsstruktur und Mitarbeiter Know-how) werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Unsere Einschätzung der Nutzungsdauer ergibt sich aus der Vorteilhaftigkeit unserer guten Filialstandorte, die eine hohe Kundenfrequentierung gewährleisten. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbstständig nutzbare, bewegliche Anlagegüter i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Beim Sachanlagevermögen wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 23 Jahren unterstellt. Die Nutzungsdauern der technischen Anlagen und Maschinen betragen zwischen 3 und 14 Jahre. Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über einen Zeitraum von 2 bis 23 Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Im Falle einer als dauerhaft eingeschätzten Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den Wert der Wiederbeschaffungskosten abgeschrieben. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegt in Höhe von EUR 86.381,94 ein qualifizierter Rangrücktritt mit der EYGLASS24 GmbH vor. Zudem wurde hier eine Einzelwertberichtigung für die Forderungen i. H. v. EUR 61.361,26 und für das Darlehen i. H. v EUR 86.381,94 gebildet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen werden entsprechend versicherungsmathematischem Gutachten ausgewiesen. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurde das ratierliche Anwartschaftsbarwertverfahren i. S. v. IAS 19 angewendet. Es wurden zum 31. Dezember 2022 die Heubeck Richttafeln 2018 G und ein Rechnungszins von 6% zugrunde gelegt. Dabei erfolgte die Abzinsung gem. § 253 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der entsprechenden Rechtsverordnung ermittelt und monatlich bekannt gegeben wird. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,78% angesetzt (Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87%). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre 1,44% (Vorjahr: 1,35%) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 296. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Auf die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurde unter Bezugnahme auf § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile. Auf den Anteilsbesitz unter V. wird verwiesen. Vorräte Die Vorräte bestehen ausschließlich aus dem Bestand von Waren. Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Waren des Vorratsvermögens. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle im Jahresabschluss enthaltenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 1.135.072,90 aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: EUR 431.915,48) und in Höhe von EUR 285.547,29 aus sonstigen Vermögensgegenständen (Vorjahr: EUR 108.900,26). Forderungen gegen Gesellschafter Bei den Forderungen gegen Gesellschafter, die gleichzeitig Forderungen gegen verbunDene Unternehmen darstellen, handelt es sich um sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Tantiemen in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 165), Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 82) sowie aus Rückstellungen für Nachbetreuungspflichten in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 109) zusammen. Die Rückstellung für Nachbetreuungspflichten ergibt sich aus einer Pauschalrückstellung in Höhe von 1,3% des Umsatzes. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Waren des Vorratsvermögens. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 854.830,15 (Vorjahr: EUR 1.247.939,67) aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.935 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 845 eines verbundenen Unternehmens in dem Bilanzposten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen und saldiert, da die Aufrechnungsvoraussetzungen der §§ 387 ff. BGB hinsichtlich Art, Fristigkeit und Fälligkeit vorliegen. Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Aufrechnung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die gleichzeitig verbundene Unternehmen darstellen, resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus sonstigen Verbindlichkeiten. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsätze werden im Wesentlichen in Deutschland erzielt und gliedern sich in folgende Bereiche auf:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die periodenfremden Erträge und Aufwendungen sind von untergeordneter Bedeutung. V. SONSTIGE ANGABEN Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im laufenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 555 Personen beschäftigt (Vorjahr: 502). Die Aufteilung in Arbeitnehmergruppen ergibt sich wie folgt: 17 Verwaltungsmitarbeiter, 11 Regionalleiter und 527 Filialmitarbeiter. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestehen folgende Fälligkeiten für die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen für Gebäude und Leasingverträge für Kraftfahrzeuge. Haftungsverhältnisse Für die Absicherung von den Verpflichtungen der EYEGLASS24 GmbH gegenüber Dritten wurde eine Patronatserklärung im Gesamtbetrag von TEUR 270 abgegeben. Durch den Verkauf der Beteiligung im Geschäftsjahr 2023 ist mit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung nicht zu rechnen. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar des Abschlussprüfers entfällt in Höhe von EUR 30.400,00 auf Abschlussprüfungsleistungen und in Höhe von EUR 2.000,00 auf Steuerberatungsleistungen. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Optik Hallmann GmbH durch
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Anteilsbesitz
Angaben zum Mutterunternehmen Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Michael Pachleitner Group GmbH, Graz/Österreich. Vor dem Hintergrund einer angemessenen Berücksichtigung der soliden wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vor Eintritt der Krise, der bereits ergriffenen Maßnahmen sowie ggf. ausreichender Refinanzierungsmöglichkeiten, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Bestand des Unternehmens durch zukünftig entstehende wirtschaftliche Einbußen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus nicht gefährdet ist. Daher hat die Geschäftsführung den Jahresabschluss zu Fortführungswerten gemäß den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Die Gesellschaft hat das verbundene Unternehmen EYEGLASS24 GmbH zum 30.06.2023 an die Molibri UG veräußert. Mit Verkauf sämtlicher Anteile an der Tochtergesellschaft sind Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 40 abgegangen und liquide Mittel in Höhe von TEUR 35 zugegangen. Aus dem Anteilsverkauf ergaben sich Buchverluste in Höhe von TEUR 5, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Zum 1. Januar 2023 wurde das Tochterunternehmen (Anteilsbesitz 100%), die Brillen Storlet GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen. Der Beteiligungsbuchwert der Beteiligung beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf EUR 190.000,00 während der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des Tochterunternehmens zum 31. Dezember 2022 EUR 130.747,07 beträgt, woraus sich im Geschäftsjahr 2023 ein Verschmelzungsverlust in Höhe von EUR 220.747,07 ergeben wird.
Flensburg, den 30. Juni 2023 Dietmar Mauschitz, Geschäftsführer Gerrit Schätzle, Geschäftsführer Anlagenspiegel
LAGEBERICHT 20221. Grundlage des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell "Der Optiker in Ihrer Nähe"Seit mehr als 25 Jahren steht die Optik Hallmann GmbH für Service, Beratung und Verkauf in den Bereichen Optik und Hörakustik. In ganz Deutschland ist die Optik Hallmann GmbH mit mehr als 90 Filialen für den Verkauf vertreten. Neben hochwertiger Produktqualität wird vor allem auf nachhaltigen Service gesetzt. Dazu zählen eine ausführliche Beratung sowie präzise Seh- und Hörtests. 1.2. Forschung und Entwicklung Folgende Forschungstätigkeiten werden auf Gruppenebene vorgenommen: Gleitsichtglasentwicklung: Im Rahmen dieses innovativen Forschungsprojekts werden Entwicklungen und Neuerungen im Bereich der Zusammensetzung von Gleitsichtgläsern vorangetrieben. Im Mittelpunkt steht hier unter anderem eine Vereinfachung des Anpassungsprozesses bei der Umstellung auf Gleitsichtbrillen und ein erhöhter Tragekomfort für Kunden. Sportbrillen: Durch die Anpassung von Bügeln und Verwendung passender Linseneigenschaften wird versucht im Rahmen dieser Forschung- und Entwicklungstätigkeiten einen höheren Tragekomfort und Stabilität für Kunden zu ermöglichen. 1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren / Unternehmenssteuerung Das Unternehmen zieht für die interne Unternehmensteuerung folgende Leistungskennziffern heran:
Der Rohertrag wird in das Verhältnis zu den Umsatzerlösen gesetzt, um die Rohertragsquote zu erhalten. Das Rohergebnis wird als Umsatzerlöse abzüglich des Aufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe definiert. Das EBT ergibt sich aus dem Ergebnis vor Steuern. Die Entwicklung der Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus der Ertragslage und im Vergleich zur Prognose aus der Geschäftsentwicklung (siehe hierzu Abschnitt 3.1). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Nachdem das Jahr 2020 und das Jahr 2021 weitestgehend von der Coronapandemie geprägt waren, ist 2022 von einer Erholung der wirtschaftlichen Situation am Optikmarkt gekennzeichnet. Der Bereich Optik ist für die Optik Hallmann GmbH der wesentliche Kerngeschäftsbereich. Insgesamt liegt der Branchenumsatz mit knapp 6,668 Milliarden Euro (inklusive MwSt.) um 1,016 % über dem Vorjahresniveau innerhalb Deutschlands. Der Absatz an kompletten Brillen belief sich im Jahr 2022 auf 12,52 Millionen. Diese Zahl liegt aber immer noch um 450.000 Stück und damit 3,5 Prozent unter den Stückzahlen des Jahres 2019 (Vor-Pandemie Zeit). Im Vergleich zu 2021 verringerte sich die Zahl an verkauften Komplettbrillen um 280.000 Stück. Grundsätzlich war in den vergangenen Jahren zu beobachten, dass es vermehrt zu Vermischungen der Vertriebswege (online, stationär) kam. Betrachtet man nur den stationären Markt, in dem Optik Hallmann tätig ist, entwickelt sich dieser wie folgt: In Stückzahlen ausgedrückt, wurden von den 12,52 Millionen verkauften Brillen im Jahr 2022 insgesamt 11,20 Millionen rein stationär verkauft. Dem Multichannel-Bereich sind 1,06 Millionen Brillen zuzuordnen. Lediglich 260.000 Korrektionsbrillen wurden rein online verkauft. Daher ist ein weit überwiegender relativer Anteil des Absatzes dem stationären Markt zuzuschreiben. Auch im Jahr 2022 setzte sich der Konzentrationsprozess in der Augenoptik fort. Die Anzahl der Geschäfte der größten augenoptischen Unternehmen nahm zu, ebenso die stationären Betriebe der Unternehmen, die sich schwerpunktmäßig auf den Multichannelvertrieb stützen. Die Zahl der Betriebsstätten in der Augenoptik sinkt im Jahr 2022 erneut, und zwar um 180 Betriebe. (Auszüge entnommen aus ZVA Branchenbericht 2022). Im Jahr 2022 gehörten circa 2.568 Betriebsstätten zu den zehn umsatzstärksten Filialunternehmen in der Augenoptik bezogen auf die insgesamt etwa 11.100 Betriebsstätten bedeutet dies einen Anteil von 23 Prozent (Auszüge entnommen aus ZVA Branchenbericht 2022). Bezüglich des Akustiksegments konnte gesamtwirtschaftlich eine positive Absatzentwicklung von Hörgeräten innerhalb Deutschlands im Jahr 2022 beobachtet werden. Die Absatzmenge an Hörgeräten stieg von rund 1,5 Millionen Stück (2021) auf rund 1,6 Millionen Stück (2022). 1 2.2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis 2.2.1. Umsatzentwicklung Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz um rund 7,2% von EUR 43,7 Mio. auf EUR 46,9 Mio. gesteigert werden. Dies ist vor allem auf die Expansion (Filialzukäufe) zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2022 konnte unser Filialnetz im Rahmen unserer Wachstumsstrategie durch Zukäufe in folgenden Orten ausgebaut werden:
Die nachfolgenden Filialen wurden geschlossen:
Des Weiteren wurde weiter in den Umbau der einzelnen Filialen für ein einheitliches "Corporate Design" investiert, um einen einheitlichen Marktauftritt zu ermöglichen. Durch den organisatorischen Auf- und Ausbau der Verwaltung in Flensburg wurden auch der Filialsupport sowie die Prozessmanagementtätigkeiten verstärkt ausgebaut - so wurde die Verwaltung in Flensburg durch die Aufnahme von Mitarbeitern und durch die Auslagerung von Aufgaben an die MPG GmbH in Österreich verstärkt. Ebenso wird mittlerweile auf ein ausgereiftes "Customer Journey"- Konzept gesetzt, welches weitere ertragswirtschaftlich positive Entwicklungen erwarten lässt. 2.2.2. Beschaffung Die Optik Hallmann GmbH wählt ihre Lieferanten nach Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit aus. Ein wichtiger Faktor liegt jedoch auch in der Bereitstellung von Markenprodukten, welche aktuell am Markt einer großen Nachfrage unterliegen. Mit einer Auswahl an Lieferanten arbeitet die Optik Hallmann GmbH ebenso eng im Bereich der Handelswaren zusammen. Dadurch ergibt sich eine hohe Flexibilität, um auf Bedürfnisse und volatile Anforderungen der Märkte zeitnah reagieren zu können. Die Wareneinsatzquote ist von rund 33% im Jahr 2021 auf etwa 31% im Jahr 2022 gesunken. Dies ist vor allem auf den Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Beschaffungspreise waren im Berichtszeitraum insgesamt stabil. 2.2.3. Investition und Finanzierung Im Jahr 2022 wurde in den Ausbau des Filialnetzes (Zukäufe) sowie in den Umbau der bestehenden Filialen investiert. Die Gesamtkosten der Investitionen für Filialzukäufe belaufen sich insgesamt auf ca. TEUR 1.540. Damit wurden durch Asset Deals insgesamt 4 Filialen im Betrachtungszeitraum erworben. Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sind um TEUR 553 gesunken, wobei im Vorjahr Zugänge aus der Verschmelzung i.H.v. TEUR 419 enthalten waren. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.671 zurückgegangen, wobei auch hier im Vorjahr Zugänge aus der Verschmelzung in Höhe von TEUR 4.107 enthalten waren. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen sind hingegen um TEUR 294 gestiegen durch die Kapitalerhöhung bei der Optik Hallmann ApSin der Höhe von TEUR 423. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich über eine Erhöhung der Kapitalrücklage und über ein Darlehen der Gesellschafter. 2.2.4. Mitarbeiter Der Mitarbeiterstand belief sich per Jahresende 2022 auf 641 Mitarbeiter (Vorjahr: 642 Mitarbeiter), welche sowohl in den Filialen als auch in der Verwaltung tätig waren. Im Durchschnitt belief sich die Mitarbeiteranzahl 2022 auf 631 Mitarbeiter (exkl. Auszubildende 555). Die Mitarbeiteranzahl im Vergleich der Bilanzstichtage blieb somit konstant. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die Umsatzerlöse der Optik Hallmann GmbH um rund EUR 3,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Umsatz stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um rd. 7,2%. Für das Jahr 2022 wurde mit einem Anstieg der Umsätze um 28,3% gerechnet. Die Prognose von stark steigenden Umsätzen wurde damit nicht erreicht, da sich der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 aufgrund des Beginns des Ukrainekrieges nicht wie erwartet positiv entwickeln konnte. Im zweiten Halbjahr entwickelten sich die Umsätze aufgrund der Umsetzung unserer neuen Vertriebsstrategie wieder erfreulich positiv. Das Rohergebnis konnte aufgrund des Umsatzanstiegs sowie einer im Verhältnis zum Vorjahr leicht verbesserten Wareneinsatzquote um gut EUR 3,1 Mio. auf EUR 32,5 Mio. gesteigert werden. Prognostiziert wurde mit einer gleichbleibenden Rohertragsquote im Vergleich zum Vorjahr. Die Rohertragsquote stieg von 67,7% im Jahr 2021 auf rund 69,7% im Jahr 2022. Damit wurde die Prognose einer gleichbleibenden Rohertragsquote übertroffen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit EUR 2,4 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 2,3 Mio.). Dies ist auf einen Anstieg des Anlagevermögens in den Bereichen Geschäfts- oder Firmenwert und Betriebs- und Geschäftsausstattung (Umbau und Modernisierung von bestehenden Filialen) zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr durch Neueinstellungen und Filialerweiterungen um EUR 2,2 Mio. auf EUR 19,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen, weitgehend getrieben durch die anhaltende Expansion, um EUR 0,9 Mio. auf rund EUR 11,7 Mio. Das negative Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von TEUR 387 ist auf den nicht befriedigenden Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres zurückzuführen. Dies ist unter anderem auf den Ukrainekrieg zurückzuführen. Der Umsatz im Berichtsjahr konnte lediglich um TEUR 3.130 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, während sich die Personalkosten um TEUR 2.235 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 950 gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Das negative Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich im Vorjahr auf TEUR 1.074, wobei ein Verschmelzungsverlust in der Höhe von TEUR 1.698 das Vorjahresergebnis negativ beeinflusst hat. Bereinigt um den Verschmelzungsverlust wurde im Vorjahr ein positives EBT in Höhe von TEUR 324 erzielt. Die Prognose einer Steigerung des EBT (ohne Berücksichtigung des Verschmelzungsverlustes) von 5% zum Vorjahr konnte daher nicht erreicht werden. Grundsätzlich kann das Berichtsjahr 2022 aus Sicht der Geschäftsführung mit Blick auf das positive 2. Halbjahr des Geschäftsjahres insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden. Ebenso wird mit einer weiteren Umsatzsteigerung basierend auf dem Customer-Journey-Konzept gerechnet. 3.2. Vermögenslage
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 411 insgesamt um TEUR 411 gemindert. Die Eigenkapitalquote verringerte sich daher gegenüber dem Vorjahr von 9,68 % auf 7,34 %. Das Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um TEUR 2.759 gestiegen. Die Fremdkapitalquote beträgt 92,63 % (Vorjahr: 90,32 %). Das Fremdkapital hat sich im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erhöht. Die Erhöhung des Umlaufvermögens um insgesamt TEUR 727 ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich insgesamt um rund TEUR 1.718 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Zukauf von neuen Filialgeschäften im Rahmen von Asset-Deals, auf den Umbau und die Modernisierung der bestehenden Geschäfte und eine Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Im Rahmen der Wachstumsstrategie erhöhte sich das Anlagevermögen damit um rd. 10,7 % gegenüber dem Vorjahr. 3.3. Finanzlage Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt aus Gesellschaftermitteln. Finanzierungen durch Kreditinstitute sind von untergeordneter Bedeutung. Überschüssige Mittel werden in Form von Kreditrückzahlungen gemäß der entsprechenden Kreditvereinbarung an die Muttergesellschaft zurückgezahlt. Im Berichtsjahr standen uns ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Lieferantenskonto wird generell in Anspruch genommen. Zusammenfassend ist das Unternehmen nach wie vor in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. 4. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung In weiterer Folge wird auf die Risiken und Chancen der Optik Hallmann GmbH eingegangen. 4.1. Risikobericht Die Geschäftstätigkeit der Optik Hallmann GmbH ist naturgemäß mit Risiken verbunden, auf die in weiterer Folge seitens der Optik Hallmann GmbH eingegangen werden muss, um Chancen nutzen zu können. Unsere Managementaufgabe ist es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um sie proaktiv zu steuern und geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung einleiten zu können. In diesem Rahmen nutzen wir ein regelmäßiges, standardisiertes Berichtssystem. Als Risiko wird ein Ereignis definiert, welches zu einer signifikanten negativen Abweichung vom geplanten Betriebsergebnis führt, falls es eintritt. Die Ermittlung und Abwägung von Chancen und Risiken ist zentraler Bestandteil unternehmerischen Handelns. Um unser Chancenpotential zu identifizieren, führen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen durch, setzen auf eine offene Informationspolitik im Unternehmen und fördern kreative Mitarbeiter. Hierdurch streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Grundsätzlich bestehen im Wesentlichen gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken sowie Finanzrisiken. Neue Unsicherheiten liefert der Ukraine Konflikt, der in Europa massive Auswirkungen auf Inflation sowie auf signifikant gestiegene Energiepreise hat. Wie lange die gegenwärtige Krise anhält und wie tief die Spuren ausfallen werden, ist derzeit nicht abschätzbar. Aus heutiger Sicht bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Unternehmensfortführung. Wesentliche Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens sind aus heutiger Sicht ebenso nicht zu erwarten. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, da aus heutiger Sicht keine aussagekräftige Prognose möglich ist. Aus derzeitiger Sicht ist die Strompreisentwicklung im Jahr 2023 weiterhin schwer abschätzbar. Man kann hierbei von preistechnisch spürbaren Steigerungen ausgehen. Gegensteuerungsmaßnahmen der Regierungen zur Abfederung von negativen Effekten durch die Strompreisentwicklung auf Unternehmensseite sind zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zu erwarten. Als Management der Gesellschaft werden wir die gegebenen Umstände kontinuierlich beobachten und Maßnahmen zur Stabilisierung vorbereiten. Hierzu werden Marktpreisentwicklungen nachverfolgt und potenzielle Absicherungsmöglichkeiten evaluiert. Des Weiteren wird aufgrund dessen, dass unsere Produkte nicht zu Konsumgütern zählen, sondern medizinische Bedarfsprodukte darstellen, weiterhin davon ausgegangen, dass etwaige Umsatzrückgänge) in einem relativ kurzen Zeitraum wieder aufgeholt werden können. Der Optikmarkt wird mit zunehmender Geschwindigkeit härter: Filialisten werben aggressiver, Online-Shops etablieren sich, günstige Gleitsichtangebote werden im Internet angeboten und große Hersteller fusionieren. Für Augenoptiker stellt sich die Frage: "Was muss ich heute tun, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein?" Ein Patentrezept gibt es nicht. Die Konkurrenzsituation vor Ort, die Ausrichtung des Unternehmens, die eigene Marketingstrategie und viele weitere Faktoren erfordern ein individuelles Konzept. Dem Absatzrisiko, insbesondere durch Konzentration auf einen örtlichen Raum, wird durch strategische Ausweitung unseres Filialnetzes auf ganz Deutschland, Modernisierungsmaßnahmen bei bestehenden Filialgeschäften, unserem eigenen Filialkonzept und unserer hohen Beratungsqualität entgegengewirkt. Durch die enge Pflege der Lieferantengeschäftsbeziehungen wird das Risiko von steigenden Beschaffungskosten so weit wie möglich minimiert. Durch die Wechselkursentwicklung des EUR werden zwar Grundmaterialien für Importe in die EU, welche in USD von unseren Lieferanten gekauft werden, relativ zu vorhergehenden Jahren teurer, unserer Meinung nach ist der Markt jedoch aufnahmefähig für Preisanpassungen, die das Risiko einer sinkenden Rohertragsquote abfedern. Ebenso sind in letzter Zeit bereits Wechselkursentwicklungen zu beobachten, welche wiederum für einen stärkeren EUR sprechen. Im finanzwirtschaftlichen Bereich sind Finanzierungsrisiken und Forderungsausfälle typische Unternehmensrisiken. Die Unternehmensfinanzierung wird durch verbundene Unternehmen sichergestellt. Das Risiko von Forderungsausfällen ist aufgrund der sofortigen Zahlung unserer Kunden als gering einzustufen. Alle anderen Forderungen, welche nicht mit sofortiger Zahlung beglichen werden, werden durch ein stringentes Debitorenmanagement begrenzt. Ebenso werden im Rahmen des Debitorenmanagement, klare und standardisierte Richtlinien definiert, nach denen vorgegangenen wird, um eine rechtzeitige Feststellung der offenen Forderungen zu erreichen. Operative Risiken werden durch ein ausgebautes Controlling, insbesondere durch Erstellung von monatlichen Soll-Ist-Vergleichen, kontinuierlich überwacht. Ebenso wird auf Maßnahmen gesetzt, welche eine Stärkung des internen Kontrollsystems zur Folge haben. 4.2. Chancenbericht Chancen sieht das Unternehmen vor allem im Ausbau der Filialstruktur im gesamten Bundesgebiet, um flächendeckend die Erreichbarkeit für unsere Kunden zu gewährleisten. Der Ausbau soll vor allem durch den Zukauf von bestehenden Filialen erfolgen, da hier das gesamte Know-how, die gesamte Infrastruktur und die motivierten Mitarbeiter übernommen werden können. Insgesamt wird das Konzept "Customer-Journey" als ein Instrument mit hohem Chancenpotential gesehen. Spezifischer geht es hierbei um die Steigerung der Kundenzufriedenheit und Umsätze basierend auf der Nutzung der Sehprofilapp. In diesem Programm werden kundenspezifische Informationen hinterlegt, welche eine optimale Beratung und Beglasung, angepasst an den Kunden, ermöglicht. Weitere Synergieeffekte werden erzielt, da Marketingmaßnahmen von den erhobenen Daten abgeleitet werden können. Grundsätzlich sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter der Schlüssel für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Durch die Förderung einer kooperativen Unternehmenskultur, einer leistungsgerechten Vergütung sowie der Übertragung von Verantwortung haben wir eine hohe Mitarbeiterbindung erreicht. Durch die Nutzung des Personalentwicklungskonzeptes (PE-Konzept) der Muttergesellschaft werden unseren Mitarbeitern weitere Entfaltungsmöglichkeiten geboten. Ziel des PE-Konzeptes ist es, die Mitarbeiter aller Altersgruppen durch vielfältige Angebote gezielt zu fördern und spezifisch weiterzuentwickeln. Ebenso ist basierend auf den Markterwartungen von einer stetig steigenden Nachfrage an Optikerprodukten auszugehen. Dies wird seitens des Unternehmens als Chance gesehen, Neukunden zu akquirieren und ausgeprägte Umsatzsteigerungen zu erreichen. Zusammenfassend zeichnen sich keine Risiken ab, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Vor dem Hintergrund der sich bietenden Chancen sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt. 5. Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft Da Brillengläser kein Konsumgut, sondern ein medizinisches Bedarfsprodukt sind, kann ein rückläufiges Konsumverhalten der Endkunden - durch beispielsweise steigende Inflation, beim Optiker zwar zu einem Rückgang der Nachfrage führen, ein kompletter Abriss der Nachfrage ist jedoch nicht zu erwarten. Relativ zu anderen Produkten ist daher auch mit einem geringeren Konsumrückgang zu rechnen. Aus der Corona-Krise konnte man schließen, dass auch in einer Krise Brillen seitens der Gesellschaft benötigt werden. Die Geschäftsführung legt in 2023 den Fokus weiterhin auf den Ausbau des Filialnetzes, um die Verfügbarkeit für Kunden in ganz Deutschland gewährleisten zu können. So wurde im Jahr 2023 bisher eine Filiale zugekauft. Weiters wurde eine Verschmelzung mit der Brillenstorlet GmbH durchgeführt. Auf Grundlage der bisher abschätzbaren Geschäftsentwicklungen und unter sorgfältiger Berücksichtigung der Chancen und Risiken blickt das Unternehmen weiterhin grundsätzlich positiv in die Zukunft. Die Geschäftsleitung erwartet daher trotz der anhaltenden Ukraine Krise 2023 Erholungen am Markt und ein Umsatzwachstum 2023 von 20% bis 30% aufgrund des weiteren Ausbaus der Customer- Journey Strategie (Nutzung der Sehprofilapp, welche eine optimale Beratung und Beglasung ermöglicht) und unseres erweiterten Serviceangebots bei einer in etwa gleichbleibenden Rohertragsquote. Aufgrund der Entwicklung der o.g. Leistungskennzahlen und unter Berücksichtigung der geplanten Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven EBT in Höhe von rd. TEUR 2.700. 6. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB i.V.m. § 36 GmbhHG Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung in der Gesellschaft wurde innerhalb eines als Umsetzungsfrist definierten Zeitraums von 5 Jahren eine Zielgröße von 0 Prozent festgelegt, da die Geschäftsführung und die erste Führungsebene derzeit mit männlichen Mitgliedern besetzt ist und während der gesamten Umsetzungsfrist die Kontinuität in der Besetzung der Geschäftsführung gewahrt werden soll. Priorität hat grundsätzlich die Kontinuität und die fachliche Eignung der zu diesen beiden Führungsebenen gehörenden Personen.
Flensburg, 30. Juni 2023 Optik Hallmann GmbH Dietmar Mauschitz Geschäftsführung Gerrit Schätzle Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Optik Hallmann GmbH, Flensburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Optik Hallmann GmbH, Flensburg -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Optik Hallmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Flensburg, 15. August 2023 BDO
AG
Golz, Wirtschaftsprüfer Marquardsen, Wirtschaftsprüfer Auszug aus dem Protokoll über die Beschlussfassung der Gesellschafter der Optik Hallmann GmbH, FlensburgUnter Verzicht auf alle Formen und Fristen für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung fassten die Gesellschafter der Optik Hallmann GmbH, Flensburg,
die folgenden Beschlüsse:
Graz, 7. September 2023 MPG GmbH gezeichnet: Florian Swatek GHG Beteiligungsgesellschaft mbh gezeichnet: Gerhard Hans Gamillscheg |
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