T & D Logistik GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Wehowski seit 11.3.2019 | Vorstandsmitglied |
Bernd Hegemann seit 27.3.2015 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
W W L SPEDITION AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die WWL Spedition AG ist ein Speditions- und Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Berlin. Wir bilden als gesamtheitliches Logistikunternehmen mit unseren unterschiedlichsten Geschäftsfeldern die komplette Lieferkette sowohl im B2B als auch im B2C Bereich ab. Kerngeschäftsfelder sind alle mit der Logistik zusammenhängenden Tätigkeiten, die Lagerlogistik, sämtliche Speditionsleistungen und die Kontraktlogistik sowie der Transport mit eigenem Fuhrpark. Teile dieser Geschäftsfelder sind in Tochter- und Enkelunternehmen ausgelagert. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Optimierung der Warenflüsse unserer Kunden und die damit einhergehende Reduzierung der Umweltbelastung im Supply Chain. Die wichtigsten Pfeiler unserer Innovationskraft sind unser Team aus hochqualifizierten Mitarbeitern und die Anforderungen unserer Kunden. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft befand sich in 2023 überwiegend im Abschwung. Eine Meldung über Stellenabbau oder Investitionsabflüsse jagte die nächste. Die in 2022 sprunghaft gestiegenen Energiepreise befanden sich in Deutschland auch in 2023 nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Jahresdurchschnitt um 0,3 % gesunken. Der Leitzins der EZB stieg in 2023 auf ein Rekordniveau von 4,5 %. Alle Faktoren erschweren die positive Entwicklung vieler Wirtschaftszweige. Laut statistischen Bundesamt war der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit -11,4% gegenüber 2022 der einzige Dienstleistungsbereich mit sinkenden Preisen. Die Auftragslage trübte sich im Verlauf des Jahres 2023 immer weiter ein, was zu einem hohen Preis- und Konkurrenzdruck führte. Auch für unsere Branche sind hohe Energiekosten vor allem beim Transport und Lagerung von Gütern ein entscheidender Faktor im Hinblick auf das Betriebsergebnis. Hier konnten wir aufgrund der Rückläufigen Auftragslage und dem Preisdruck nicht wie in den vergangenen Jahren die Steigerungen an unsere Kunden weitergeben. Zum Ende des Jahres im Dezember 2023 kam noch erschwerend die von der Bundesregierung umgesetzte Mauterhöhung zum Tragen, die uns vor allem ab 2024 vor weitere große Herausforderung stellen wird. Viele unserer Kunden, vor allem im Spotmarktbereich, waren und sind nicht gewillt, die vollen Kosten dafür zu tragen. Sollte sich die Marktlage im Jahresverlauf 2024 nicht verbessern, sind vor allem kleinere Transport- und Speditionsunternehmen durch die Erhöhung der Mautkosten um über 80 % existenziell gefährdet. Ob wir die höheren Kosten zukünftig auf unsere Kunden umlegen können, richtet sich vor allem nach der Auftragslage und den daraus entstehenden Verhandlungsmöglichkeiten mit unseren Auftraggebern. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2023 wieder gestiegen und lag laut Statista bei 5,7 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie Ist mit knapp 6 % aber weiterhin auf einem hohen Niveau. 2. Geschäftsverlauf Das zurückliegende Geschäftsjahr 2023 war ein schwieriges Geschäftsjahr und geprägt durch viele schwierige Vertragsgespräche mit einem Großteil unserer Kundschaft. Vor allem im Bereich der Lager- und Inhouselogistik sahen sich viele unserer Kunden gezwungen, Prozesse und Dienstleistungen aus Kostengründen über ein Insourcing wieder mit eigenen Ressourcen abzubilden. Daraus resultieren auch die in allen Geschäftsbereichen verfehlten Umsatz- und Ergebnisplanzahlen. Dennoch ist es uns gelungen, auch das Jahr 2023 wieder als positives Geschäftsjahr abzuschließen. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist für das Geschäftsjahr 2023 trotz der schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland und der Brennpunkte in der Weltwirtschaft und -politik dennoch als gut zu bewerten. Wie im Prognosebericht 2022 bereits angedeutet, hat sich die Wirtschaftslage im Jahr 2023 zwar von Monat zu Monat immer weiter eingetrübt. Hohe Kosten stehen hier fehlenden Aufträgen und einem damit einhergehenden Wettbewerbsdruck und Preiskampf entgegen. Die gesteckten Ziele konnten so zwar nicht erreicht werden, sind aber unter den herrschenden Bedingungen akzeptabel. a) Ertragslage Die WWL Spedition AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 370 (Vj.: TEUR 485), der durch erhaltene Gewinne auf Grund von Ergebnisabführungsverträgen mit den Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 410 (Vj.: TEUR 471) geprägt ist. Auch für das Geschäftsjahr 2023 waren unsere 4 Ergebnisquellen (zum Teil in Tochter- und Enkelgesellschaften ausgelagert) die Speditionsleistungen, die Inhouselogistik, die Lagerlogistik und der Handel mit medizintechnischen Produkten. Die Umsatzerlöse konnten nicht wie geplant erzielt werden, reduzierten sich von TEUR 15.939 im Vorjahr um TEUR 1.192 auf TEUR 14.747 und verfehlten somit die geplanten Ziele von TEUR 16.000 deutlich. Für die einzelnen Ergebnisquellen der WWL stellt sich die Umsatzentwicklung wie folgt dar: Bei der Lagerlogistik sanken die Umsätze gegenüber 2022 leicht um 3,4 % von TEUR 1.283 auf TEUR 1.239 und der Inhouselogistik auch leicht um 2,2 % von TEUR 1.572 in 2022 auf TEUR 1.538. Die Umsatzerlöse bei den Speditionsleistungen reduzierten sich um 7 % von TEUR 11.977 in 2022 auf TEUR 11.143. Die übrigen Umsätze aus Paletten in Höhe von TEUR 827 verringerten sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.107) um 33,8 %. b) Finanzlage Unsere Finanzlage hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiter verbessert und ist, wie in den Vorjahren, als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zuvereinnahmen. Diese Ziele werden insbesondere durch ein enges Controlling überwacht. Unsere Kapitalstruktur hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiter positiv entwickelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten fristgerecht getilgt werden und reduzierten sich weiter um TEUR 5 auf TEUR 0 (Vj.: TEUR 5). Die Liquiditätslage war für das abgelaufene Geschäftsjahr als ausgezeichnet zu bewerten. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Alle Investitionen im Jahr 2023 konnten aus Eigenmitteln finanziert werden. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich per 31.12.2023 auf TEUR 5.401 und liegt damit TEUR 59 über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (TEUR 5.342). Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 350 auf TEUR 1.176. Dies ist insbesondere auf die Investition in Wertpapieranlagen in Höhe von TEUR 493 zurückzuführen. Korrespondierend reduzierten sich die flüssigen Mittel um TEUR 379 auf TEUR 679 (Vorjahr TEUR 1.058). Das Umlaufvermögen verringerte sich (bei leichter Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 77) um TEUR 292 auf TEUR 4.217 (Vorjahr TEUR 4.509). Das Eigenkapital beträgt zum Berichtsstichtag TEUR 4.026 und liegt damit auf Grund des thesaurierten Jahresüberschusses deutlich über dem des Vorjahres (TEUR 3.656). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich dadurch auf 74,5 % (Vorjahr 68,4 %). Das langfristige Fremdkapital sank um TEUR 5 auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 5). Das kurzfristige Fremdkapital sank deutlich um TEUR 311 auf TEUR 1.375 (Vorjahr TEUR 1.686). Die Kennzahlen belegen eine weiterhin ausgezeichnete Bilanz- und Kapitalstruktur. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. III. PrognoseberichtDie WWL Spedition AG rechnet für das Jahr 2024 weiter konservativ und aufgrund auslaufender Verträge im Bereich der Inhouselogistik mit massiven Umsatz- und Ergebniseinbußen. So wird unser größter und längster Kunde im Jahr 2024 eine eigene Logistikimmobilie auf eigenem Grund fertig stellen und unsere 30 Mitarbeiter nach § 613a BGB übernehmen. Alle Mitarbeiter, die bis dahin bei der WWL Spedition AG für diesen Kunden direkt tätig waren, werden durch den Kunden übernommen. Das wird auch Konsequenzen für unsere Hauptniederlassung in Berlin nach sich ziehen, wo von diesem Kunden bis zu 6000 Paletten lagerten und auch im kaufmännischen Bereich Dienstleistungen erbracht wurden. Auch die Transporte zwischen dem Kunden und unserem Lager werden ab diesem Zeitpunkt entfallen. Positiv gilt hier zu erwähnen, dass alle Transportdienstleistungen weiter ausschließlich durch uns ausgeführt werden. Hier gilt es, sich nun neuen Herausforderungen zu stellen und das Unternehmen zum Teil neu aufzustellen. Wir haben bis ins Jahr 2024 alle Kunden im Bereich der Inhouselogistik verloren und werden, sollten keine neuen Kunden akquiriert werden können, keine Umsatze mehr in diesem Unternehmensteil erzielen. Wir stellen bei Ausschreibungen und der Akquise solcher logistischen Tätigkeiten vermehrt fest, dass wir aufgrund der gestiegenen Kosten im Bereich Personal in unserer Branche gegenüber anderen Branchen keinen Wettbewerbsvorteil mehr haben. So wird für viele Industriekunden ein Outsourcing aus Kostengründen immer unattraktiver. Ziel ist es, die Unternehmensteile Lager sowie Transport mit eigenem Fuhrpark weiter auszubauen und dabei noch effizienter aufzustellen, sowie die gesamte Kostenstruktur der WWL Spedition AG an die neuen Gegebenheiten Schritt für Schritt anzupassen, um so einen Teil der entgangenen Gewinne aus der Inhouselogistik zu kompensieren. Dieser Prozess wird bis ins Jahr 2025 andauern. Bisher konnten wir diese Pläne in 2024 bereits gut umsetzen. Die frei gewordenen Lagerkapazitäten sind bereits wieder durch andere Lagerkunden ersetzt worden und das Lager ist wieder voll ausgelastet. Der Fuhrpark in unserem Enkelunternehmen WWL Transport GmbH ist im Jahresverlauf 2024 weiter ausgebaut worden und befindet sich auch auf dem geplanten Weg. Trotz aller Bemühungen werden wir die bisherigen Umsatz- und Ergebniszahlen der Vorjahre nicht halten können. Wir rechnen für 2024 mit Umsatzerlösen von TEUR 11.000 und einem Jahresüberschuss von TEUR 250, der durch die geplanten Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von TEUR 500 geprägt sein wird. Unser Ziel ist es, weiter unsere Prozesse zu verschlanken und somit aus den reduzierten Umsätzen den bestmöglichen Ertrag zu generieren. Als größte Herausforderung für uns selbst sehen wir, die Kostenstruktur an die Umsatz- und Ergebniszahlen anzupassen. Es gilt, sich weiter auf unsere Kernkompetenzen und Geschäftsfelder zu konzentrieren und diese weiter zu optimieren. Ob es uns gelingt, neue Kunden im Logistikbereich zu akquirieren, bleibt abzuwarten, ist aber weiterhin Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Die Planzahlen für 2024 wurden auf Basis der in 2023 erzielten Ergebnisse und der Prognose für das neue Geschäftsjahr erstellt, bereinigt um die Umsätze im Bereich Logistik und die Umsätze, die damit in Verbindung standen. Die Lagerflächen waren auch in 2023 wieder voll ausgelastet und werden im Jahr 2024 aufgrund des Wegfalls unseres größten Lagerkunden bis auf die Lagerfläche in der Quickborner Str. 78-80 komplett reduziert. Weitere Flächen zu bewirtschaften ist aktuell nicht in Planung. Nachdem wir für den Standort Quickborner Str. 78-80 neue Kunden akquirieren konnten, gehen wir weiter von einer Vollauslastung aus und rechnen durch verbesserte Konditionen mit höheren Umsätzen. Durch die neu aufgestellten Kostenstrukturen und den reduzierten Personalbedarf werden die Effizienz steigen und sich die Ergebnisse im Lagerbereich verbessern. Durch die wachsende LKW-Flotte in unserem Enkelunternehmen WWL Transport GmbH gehen wir von einer besseren Auslastung unserer Betriebstankstelle aus und werden hier die Umsätze steigern können. Wie erwartet hat sich der Krankenstand in unserem Unternehmen wieder stabilisiert, liegt aber weiter deutlich über dem Krankenstand vor Corona. Nach wie vor sehen wir die Einflüsse der aktuellen Kriegsentwicklungen in der Ukraine und die dazu gekommenen Kriegsaktivitäten im Nahen Osten nur mittelbar auf uns wirken. Grundsätzlich gehen wir weiter von hohen Energiekosten aus, die das Unternehmen belasten werden. Im zweiten Halbjahr 2024 konnten wir wieder steigende Nachfrage im Bereich Lager und Transportdienstleistungen feststellen. Dies wird sich mittelfristig auch wieder auf die Preise auswirken. Die dadurch verbesserten Konditionen werden das Betriebsergebnis verbessern. IV. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Da wir mit unseren Dienstleistungen vor allem in Deutschland und für deutsche Unternehmen tätig sind, sind die abschwächende Wirtschaftsleistung sowie die hohen Energiekosten an unserem Heimatmarkt von großer Bedeutung. Hier sehen wir die größten Risiken. Ein enges Controlling im Hinblick auf Auslastung und Wirtschaftlichkeit sind in diesem Zusammenhang unerlässlich. Im Verlauf des zweiten Halbjahres 2024 konnten wir jedoch wieder eine steigende Nachfrage feststellen. Als weiteres Risiko sehen wir die aktuelle unsichere politische Lage in Deutschland und hier im Wesentlichen die strategische Ausrichtung zum Thema Klimaschutz und Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks. Hier ist es aufgrund fehlender Förderung und konsequenter Ausrichtung schwer möglich, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Aktuell ist nicht vorhersehbar, welchen Weg Deutschland hier in den nächsten Jahren einschlagen wird. Aus diesem Grund haben wir bisher alle Aktivitäten und Investitionen in diesem Bereich eingestellt und bleiben erst einmal bei den üblichen Diesel-LKW. Ertragsorientierte Risiken Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass wir breit aufgestellt sind und einzelne Rückschlage in Unternehmensteilen durchaus kompensieren können. Der Aufbau neuer Strukturen und neuer Kunden wird weiter Zeit brauchen. Um hier unsere Risiken zu minimieren, müssen wir den Ausbau von festen Kontrakten weiter vorantreiben. Das Lager und der eigene Fuhrpark müssen mit unterschiedlichen festen Auftraggebern ausgelastet sein, um einzelne Rückschlage mit Kunden besser auffangen zu können. Der Aufbau des regionalen Fuhrparks und die Ausweitung des Lagergeschäfts sorgen für mehr Kapazitäten, erhöhen aber auch das Risiko bei einer schlechten Auftragslage. So haben wir wegen schlechter Auslastung auch alle externen Lagerstandorte geschlossen und konzentrieren uns auf unser Hauptlager in der Quickborner Str. 78-80. Der Fuhrpark wird langsam weiter wachsen, um auch hier bezahlte und abgeschriebene Einheiten bei Bedarf abstoßen zu können. Grundsätzlich ist hier jedoch die Erweiterung geplant und soll auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken nach wie vor nicht zu erkennen. Wir konnten auch im vergangenen Geschäftsjahr die Voraussetzungen für eine stabile Liquiditätslage weiter verbessern. So können wir aktuell alle geplanten Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren und uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. 2. Chancenbericht Nach wie vor sehen wir uns mit der Lage unserer Zentrale und dem eigenen Lager im Norden Berlins als starke Kraft in Berlin und Brandenburg. Diese Ausgangslage wollen wir für uns weiter nutzen und ausbauen. Die Weiterentwicklung zum Partner für die verladende Wirtschaft konnten wir in 2023 weiter vorantreiben und unsere Umsätze vom Spotmarkt zunehmend an feste Kundschaft verlagern. Nach wie vor gibt es im Nordosten von Berlin wenig Lager- und Transportdienstleister mit eigenem Lager und Fuhrpark. Die Umsätze für Globalplayer und am Spotmarkt sollen weiterhin erbracht und bei Überkapazitäten Subunternehmer beauftragt werden. Diese Umsätze ermöglichen es uns, bei Marktschwankungen unseren eigenen Fuhrpark bestmöglich einzusetzen. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin unverändert in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Gesamtkosten und vermehrt in der Personalgewinnung. Auch die Energiekosten sind nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Im Bereich der Digitalisierung müssen wir uns weiter verbessern und für die Zukunft aufstellen. Unverändert sehen wir uns allerdings mit viel Bürokratie, die mit hohem Aufwand verbunden ist, konfrontiert. Dennoch sehen wir uns vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind aufgrund der ausgezeichneten Vermögens- und Finanzlage derzeit nicht erkennbar. Wir erwarten auch für das Jahr 2024 insgesamt einen positiven Geschäftsverlauf. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenForderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten zählen im Wesentlichen zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten. Forderungsausfälle sind nach wie vor die absolute Ausnahme. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Grundsätzlich werden alle bestehenden und neuen Kunden vor Vertragsabschluss auf Ihre Kreditwürdigkeit überprüft und Bestandskunden jedes Jahr einer neuen Bewertung unterzogen. Diese Maßnahmen haben sich als sehr wirksam gezeigt, so dass keine nennenswerten Ausfälle zu verzeichnen sind. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. VI. Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft in Eberswalde und in Klipphausen (bei Dresden) geführt. Eberswalde konnte sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin gut entwickeln. Die Niederlassung Klipphausen konnte in 2023 den guten Geschäftsverlauf aus 2022 nicht bestätigen und musste auch Umsatz und Ergebniseinbußen hinnehmen. Dennoch sind wir bestrebt die Niederlassung mit eigenem Fuhrpark und Lagerkapazitäten auszustatten und so weiter zu entwickeln.
Berlin, 3. Februar 2025 gez. Tobias Wehowski, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 76472 mit der Firma WWL SPEDITION Aktiengesellschaft eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Organisation von Transporten sowie Lagerung und Handling von Gütern aller Art und sämtliche damit im Zusammenhang stehenden Logistikdienstleistungen. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen wie im Vorjahr als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256 HGB erstellt und gemäß § 268 Abs. 1 S. 1 HGB bereits unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Die Software wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von maximal 3 Jahren zugrunde. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 250,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, welcher über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Abschreibungen auf Finanzanlagen (Wertpapiere des Anlagevermögens) in Höhe von EUR 6.491,17. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert mussten nicht vorgenommen werden. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert mussten nicht vorgenommen werden. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rückstellungen Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital ist eingeteilt in 2.000.000 auf den Namen lautende Stammaktien mit einem Nennbetrag von je EUR 1,00 und ist voll eingezahlt. 4. Gewinnrücklagen Dem Posten Gewinnrücklagen wurden im Berichtsjahr EUR 16.319,00 (Vorjahr: EUR 24.225,00) für die gesetzliche Rücklage zugeführt. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
6. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. D. Sonstige Angaben 1. Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft hält folgende Anteile:
Mit den Tochtergesellschaften besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag. 2. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse, die gemäß § 251 HGB anzugeben sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht. 3. sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 6.077.065,35 (Vorjahr: EUR 9.082.287,86). 4. durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 80 Mitarbeiter (Vorjahr: 84) in der Gesellschaft beschäftigt, davon 41 Angestellte (Vorjahr: 43), 25 Lohnempfänger (Vorjahr: 25), 11 Auszubildende (Vorjahr: 13) sowie 3 geringfügig Beschäftigte (Vorjahr: 3). 5. Gesellschaftsorgane Vorstand Als Vorstand waren im Berichtsjahr Herr Bernd Hegemann (Verkehrsfachwirt) und Herr Tobias Wehowski (Speditionskaufmann) bestellt. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren im Berichtsjahr: Vorsitzender: Herr Harald Lindenlauf (Speditionskaufmann) Stellvertretende: Frau Claudia Lindenlauf (Außenhandelskauffrau) Mitglied: Jutta Johannes-Lebek (Diplom-Ingenieurin) Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder Da nur zwei Vorstände Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben, wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen EUR 24.000,00. E. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss - nach Einstellung in die gesetzliche Rücklage - auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 3. Februar 2025 gez. Tobias Wehowski, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der WWL SPEDITION AG, 13439 Berlin, Quickborner Str. 78-80Im Geschäftsjahr 2023 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Er überwachte die Geschäftsführung der WWL Spedition AG. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Lage und Entwicklung der WWL Spedition AG und über ihre Geschäftspolitik. Im Geschäftsjahr 2023 wurde 1 Hauptversammlung und 1 Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Themenschwerpunkte in der Hauptversammlung waren: • Vorlage und Besprechung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2022, des Lageberichtes und seiner Feststellung. • Die Bestellung der Firma Herbert Sternke & Bert Reimann Wirtschaftsprüfer / Steuerberater als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 • Die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022 Themenschwerpunkte der Aufsichtsratssitzung waren: • Die Geschäftsabläufe im laufenden Jahr • Die Planzahlen für das Jahr 2023 und deren fortlaufender Abgleich mit der Entwicklung der Geschäftstätigkeit der WWL Spedition AG. Der Aufsichtsratsvorsitzende führte mit dem Vorstand regelmäßig Arbeitsgespräche im Interesse eines stetigen Informationsflusses und Meinungsaustausches zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand gab regelmäßig eine Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Jahresabschluss und Lagebericht der WWL Spedition AG für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 einschließlich der Buchführung wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder erhielten vor der Bilanzsitzung die Jahresabschlussunterlagen, den Geschäftsbericht und den Bericht des Abschlussprüfers einschließlich aller Anlagen. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für die WWL Spedition AG im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss einstimmig gebilligt, der damit festgestellt ist.
Berlin, 13.02.2025 gez. Harald Lindenlauf, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkPrüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der WWL SPEDITION Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der WWL SPEDITION Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, 3. Februar 2025 gez. Herbert Sternke, Wirtschaftsprüfer |
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