Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 178428
Eingetragen
15.7.2016
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Profilen aus elastischem Kunststoff für den Innen- und Au- ßenbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Schulz
seit 14.11.2023
Geschäftsführer
Claas Beister
seit 8.6.2022
Prokura
Michael Piqeur
seit 6.7.2020
Geschäftsführer
Christoph Henzel
seit 11.7.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ROTO FRANK Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Roto Frank Holding AG

Leinfelden-Echterdingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Konzerns

Unterhalb der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, agieren die drei Divisionen Fenster- und Türtechnologie, Dachsystem-Technologie und Roto Professional Service als eigenständige Einheiten am Markt.

Die Roto Frank Holding AG ist u. a. direkt an den Obergesellschaften der Divisionen bzw. Geschäftsbereichen Fenster- und Türtechnologie (FTT), Dach- und Systemtechnologie (DST) und Roto Professional Service (RPS) beteiligt.

Die Roto Frank Holding AG fungiert als Holding, stellt die Finanzierung der Beteiligungsunternehmen sicher und erbringt zudem typische Dienstleistungen sowie strategische Planung, Weiterentwicklung und Steuerung der Beteiligungsunternehmen.

Die Roto-Gruppe gliedert sich in drei Divisionen: Fenster- und Türtechnologie (FTT/rd. 2/3 des Konzernumsatzes), Dachsystem-Technologie (DST/rd. 1/3 des Konzernumsatzes) und Professional Services (RPS/Konzernumsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich). Die Struktur der Geschäftsbereiche ist an ihren Märkten ausgerichtet. Entsprechend sind die Vertriebe regional organisiert.

Roto produziert im Geschäftsbereich FTT Beschlagsysteme für Fenster- und Türenhersteller und gehört zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich. Im Geschäftsbereich DST bieten wir Wohndachfenster und Bodentreppen an. Im Geschäftsbereich RPS werden Aftersales-Leistungen für Fenster und Türen angeboten.

Zu den Kernprodukten des Geschäftsbereichs FTT zählen insbesondere das Beschlagsystem Roto NT sowie das System Roto NX; beide eignen sich für Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster. Zudem ergänzen u. a. Haustürbänder, Schlösser, Schiebelösungen, Griffe und Dichtprofile das Sortiment. Roto bietet weltweit für alle gängigen Fenster-Öffnungsarten die passende Beschlaglösung.

Kernprodukte des Bereichs DST sind Holz- und Kunststoff-Wohndachfenster. Seit diesem Geschäftsjahr bietet der Bereich DST auch Flachdachfenster an. Boden- und Spezialtreppen sowie Flachdachausstiege runden die umfangreiche Produktpalette ab.

Im Geschäftsbereich RPS umfassen die Geschäftsfelder vor allem die Nachrüstung, Reparatur von Einbruchschäden, Wartung & Instandhaltung sowie die Ersatzteillogistik.

Kunden und Absatzmärkte

Die Roto-Gruppe zählt hauptsächlich die Bau-Zulieferbranche, insbesondere Fenster- und Türenhersteller, Dachhandwerker sowie deren Fachhändler zu ihren Kunden. Regional betrachtet liegen wesentliche Märkte des Geschäftsbereichs FTT im Inland, im europäischen Ausland, Russland, China sowie in Nord- und Südamerika. Der Geschäftsbereich DST ist neben dem deutschen Markt auf den osteuropäischen Raum, RPS vor allem auf den deutschen Markt fokussiert.

Wesentliche Standorte und Akquisitionen

Roto fertigt Produkte in Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, Niederlande, Russland, Brasilien, China, USA und Kanada. Mit eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern ist Roto in über 40 Ländern weltweit präsent.

Im Geschäftsbereich FTT wurde im Geschäftsjahr 2022 die Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, erworben. Durch den Kauf soll im Wesentlichen ein schnellerer Zugang zum Türdichtungsmarkt in Nordamerika ermöglicht werden sowie markt- und produktseitiges Know-How gewonnen werden.

Im Geschäftsbereich DST wurde die Roto Frank DST Benelux B.V., Geldermalsen/Niederlande, gegründet. Hierdurch soll der Markt Benelux zielgerichteter bearbeitet werden.

Des Weiteren wurden im Geschäftsbereich RPS die Dichtungs-Specht GmbH, Kirchardt, erworben und das Unternehmen Kaiser Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Kalsdorf/Österreich, gegründet. Zudem wurde die Atrium-Augsburg GmbH, Augsburg, erworben und mit der Pfeil & Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, München, verschmolzen. Durch diese Maßnahmen wird der Geschäftsbereich RPS weiter ausgebaut.

Unternehmensführung und Steuerungssystem

Verantwortlich für die Unternehmensführung ist der Vorstand. Seine Arbeit wird durch den Aufsichtsrat überwacht.

Maßgebliche Zielgrößen zur Unternehmenssteuerung (finanzielle Leistungsindikatoren) sind im operativen Bereich der Umsatz, die Rohüberschussquote (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) sowie das EBIT bzw. ein um Akquisitionseffekte bereinigtes EBIT (EBITA). Unsere Kapitalstruktur überwachen wir vor allem mit Hilfe der Eigenkapitalquote.

Daneben haben wir ein umfassendes Berichtswesen etabliert, in dem u. a. bei den Beteiligungsunternehmen monatlich über die Entwicklung des jeweils abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres berichtet wird. Alle Berichte werden durch das Controlling einer kritischen Soll-/Ist-Analyse unterzogen und Abweichungen diskutiert. Bestandteil der Unternehmensführung ist zudem die regelmäßige und zeitnahe Analyse und Bewertung von Risiken anhand von Kennzahlen, die im monatlichen Rhythmus berichtet werden.

Weiterhin kommen in den jeweiligen Geschäftsbereichen IKS-Handbücher (Internes Kontroll- System) zum Einsatz. Die IKS-Regelungen unterstützen dabei die Unternehmensführung, indem neben Kontrollen auch verbindliche Vorgaben zu wesentlichen Prozessabläufen definiert sind. Die Einhaltung dieser Regelungen wird durch regelmäßige Prüfungen der Internen Revision sichergestellt.

Weiterhin gelten gruppenweite Regelungen zu Compliance, insbesondere bestehen Vorgaben bezüglich Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Anti-Korruption, Geldwäsche, Sanktionen und Steuern.

Konstruktion und Entwicklung

In 2022 arbeiteten im Geschäftsbereich FTT rd. 150 Mitarbeiter im Bereich Produktinnovation weltweit gleichermaßen markt-, kunden- und praxisnah.

Neben dem in den Vorjahren erfolgreich am Markt eingeführten Beschlagssystem Roto NX lag der Fokus im Geschäftsbereich FTT weiterhin vor allem auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung bestehender Beschlagssysteme. Dabei standen vor allem die Schlüsselargumente - Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Komfort und Design - im Mittelpunkt.

Im Geschäftsbereich DST waren in 2022 im Bereich Produktinnovation rd. 90 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Schwerpunkt in den Aktivitäten war die weitere Ausrichtung auf Ergänzungsprodukte wie Zubehör und Montagesysteme. Im Geschäftsjahr wurden zudem Flachdachfenster in die Produktpalette aufgenommen.

Nachhaltigkeit

Im Jahr 2022 lag ein zusätzlicher Fokus für die gesamte Roto-Gruppe auf dem Thema Nachhaltigkeit. Dadurch will Roto zielgerichtet bewusst und kundennah in die Zukunft blicken und Nachhaltigkeit als ein wichtiges strategisches Ziel etablieren. Aus diesem Grund wurde erstmalig eine konzernweite Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und in die bestehende Unternehmensstrategie integriert. Somit umfasst unsere langfristige Unternehmensvision den Aspekt der vollständigen Berücksichtigung nachhaltiger Werte als Basis unseres unternehmerischen Handelns. Die hieraus abgeleitete Mission der Roto-Gruppe definieren wir wie folgt:

Entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette stehen wir für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Dabei handeln wir stets im engen Austausch mit unseren Kunden und Partnern und entwickeln so in unseren Märkten nachhaltige Produkt- und Servicelösungen.

All dies können wir nur gemeinsam mit allen Mitarbeitenden bei Roto leisten. Hierzu schaffen wir durch ein wertschätzendes und attraktives Arbeitsumfeld die Voraussetzungen für eine nachhaltige Transformation der gesamten Unternehmensgruppe.

Die Bestrebungen der Roto-Gruppe, das Thema Nachhaltigkeit in das operative Tagesgeschäft zu übernehmen, basieren nicht nur auf der Tatsache eines sich stetig wandelndes Gesetzesumfelds, sondern auf der Überzeugung der langfristigen ökologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Bedeutung. Es ist daher der konzernweite Anspruch, die ganzheitliche Erhebung von definierten Kennzahlen gemäß den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) noch vor der Einführungsfrist gesetzlicher Verpflichtungen durchzuführen und die Ergebnisse und Rückschlüsse in unsere Geschäftsaktivitäten zu integrieren. Die Erhebung notwendiger Daten beschränkt sich hierbei nicht nur auf die notwendigen Scopes für die Erstellung einer transparenten CO 2 -Bilanz. Vielmehr geht es darum, einen ganzheitlichen Ansatz der Datenerhebung aller Ressourcenverbräuche zur Erarbeitung von Maßnahmenplänen zur Verbrauchsreduzierung im gesamten Konzern sicherzustellen.

Ausgehend von der definierten Vision und Strategie wurden langfristige Handlungsfelder und Nachhaltigkeitsthemen festgelegt, welche die Gruppe bei allen Aktivitäten und Entscheidungen zukünftig gezielt umsetzen und berücksichtigen wird. Der Roto-Konzern wird daher auch im Geschäftsjahr 2023 weiter an Maßnahmen zur konstanten Verbesserung unseres nachhaltigen unternehmerischen Handelns arbeiten.

2. Wirtschaftsbericht

Bauwirtschaft/Marktentwicklung

Für 2022 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Wirtschaftsausblick mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 %. Gegenüber 2021 mit einer Zunahme von 6,0 % hat sich das Wachstum damit nahezu halbiert. Als Hauptgrund nennt der IWF die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sprunghaft gestiegenen Preise; sie schränken die Kaufkraft der Verbraucher deutlich ein. Die Weltwirtschaft stehe vor großen Herausforderungen aufgrund der hartnäckigen Inflation. Sogar China verliere an Zugkraft. Ein Drittel der Weltwirtschaft sieht der IWF bis 2023 in eine Rezession rutschen, darunter Deutschland und Italien. Für das kommende Jahr hat er seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft daher von 2,9 auf 2,7 % gesenkt. Die wichtigsten Wirtschaftsregionen schwächeln. Europa ist besonders stark vom Krieg in der Ukraine betroffen. Die Gaspreise haben sich seit 2021 mehr als vervierfacht. In den USA als größte Volkswirtschaft schiebt der Konsum die Wirtschaft nicht mehr wie gewohnt an. Der IWF prognostiziert dort ein Wachstum von 1,6 % für 2022 und nur noch 1,0 % für 2023. In China wirken sich Corona-Einschränkungen sowie Nachfrage-Dämpfungsmaßnahmen auf dem Immobilienmarkt negativ aus.

Im Bausektor hatte die Tätigkeit der 100 größten börsennotierten Baukonzerne 2021 weltweit kräftig zugenommen. Ihr Gesamtumsatz stieg um 14 %. Die Covid-19-Krise hatte die globale Bauwirtschaft im Vergleich zu anderen Branchen also relativ unbeschadet überstanden. Das Banking beherrschten weiterhin chinesische Unternehmen vor allem auf Grund der Größe ihres heimischen Marktes für Bauleistungen. In den Zahlen von 2021 spielt der Ukraine-Krieg mit seinen Folgen noch keine Rolle. Für 2022 liegen noch keine belastbaren Zahlen zur Entwicklung der weltweiten Bauwirtschaft vor. Wie sich Lieferengpässe, Materialmangel, der weltweite Anstieg von Rohstoffpreisen und Energie auf die globale Bautätigkeit 2022 ausgewirkt haben, muss sich noch zeigen. Im Folgenden ein Blick auf verschiedene internationale Märkte.

Der HDB (Zentralverband der Deutschen Bauindustrie) hat verhalten optimistisch auf die Geschäftsentwicklung 2022 in Deutschland geblickt und mit einem realen Zuwachs des Bauhauptgewerbes von 1,5 % gerechnet. Mit einem Umsatzplus von 1,2 % wurde das Ziel fast erreicht, jedoch von der Preisentwicklung von 7,4 % ausgebremst, so dass die reale Umsatzentwicklung - 6,2 % betrug. Die Herausforderungen rund um die weltwirtschaftliche Lage, steigende Preise und Rohstoffmangel haben die Entwicklung der Baubranche in Deutschland 2022 stark geprägt. Mit - 5,5 % liegen die Erwartungen des ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) in ähnlichem Rahmen. Für 2023 prognostiziert der ZDB noch einmal einen Rückgang um 7 %. Im Wohnungsbau geht der ZDB von einem Umsatzrückgang von 4,5 % in 2022 aus sowie von 10 % in 2023. Die Nachfrage nach Sanierungen wirkt einem stärkeren Einbruch beim Bauhandwerk entgegen. Im Wirtschaftsbau fallen die Umsätze 2022 real um 5 % niedriger aus als im Vorjahr. Für 2023 rechnet der ZDB mit einem weiteren realen Rückgang um 6 %.

Für die europäische Bauwirtschaft sah das ifo-Institut auf seiner Euroconstruct-Sommerkonferenz weiterhin die positiven Impulse der Marktnormalisierung nach der Pandemie und rechnete nicht mit einem Abwürgen der Konjunktur in 2022. Jedoch wurde in für einige Länder, darunter Deutschland, Wachstumsraten von unter 1,0 % vorhergesagt oder gar eine Stagnation. Die Prognose zum Wachstum der europäischen Bauleistung wurde für 2022 von 3,6 auf 2,3 % gesenkt, wobei inzwischen für den Wohnbau höhere Zuwachsraten erwartet werden als ursprünglich unterstellt. Den Höhepunkt der Baupreisentwicklungen sieht das ifo-Institut in diesem Jahr; der Anstieg der Preise schwankt zwischen 2,5 % (Schweiz) und 18 % (Ungarn). Für 2024 rechnet ifo hinsichtlich Wohnungsfertigstellungen mit dem höchsten Wert seit 15 Jahren, speziell mit Wachstumschancen in West- und Südeuropa. 2022 waren die skandinavischen Länder sowie Österreich und Polen unter den Top-6 pro 1000 Einwohner.

Für Russland sind alle Konjunkturprognosen aktuell mit großer Unsicherheit behaftet. Veranschlagt der IWF den diesjährigen Rückgang des russischen Bruttoinlandsprodukts auf nur noch 3,4 %, so sehen die EU-Kommission und die Wirtschaftsweisen ("Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung") Russlands BIP 2022 im Vorjahresvergleich um gut 5 % sinken. Die Wirtschaftsweisen gehen davon aus, dass die Rezession in Russland auch im nächsten Jahr unvermindert scharf anhält (- 5,2 %), während das IWF für 2023 den Rückgang auf nur 2,3 % schätzt. Der Wohnungsbau bleibt das Zugpferd der russischen Bauwirtschaft. 2022 sollen 90 Mio. Quadratmeter neuer Wohnraum entstehen. Die relativ erschwinglichen Hypothekenzinsen sorgen auch 2022 für ein moderates Wachstum.

In China sind die Neubauprojekte Ende 2021 eingebrochen. Die Lage blieb während des gesamten Jahres 2022 sehr angespannt. So ging beispielsweise die Zementproduktion um 12,8 % zurück. Zudem war die Bauwirtschaft von Lockdowns und Störungen in den Lieferketten und im Transport-Gewerbe betroffen. Innerhalb des chinesischen Hochbaus leiden Büro- und Handelssparte besonders stark, wobei beide lediglich rund 10 % der Vorhaben im Hochbau ausmachen. Der Rest entfällt auf den Wohnungsbau. Dort ist bisher an der Preisfront noch kein allgemeinverbindlicher Trend zu erkennen. Abzuwarten bleibt, wie sich der nun vollzogene Schwenk der Regierung hin zu einer völligen Aufgabe aller Corona-Beschränkungen auf die Bau-Nachfrage auswirkt. Das IfW Kiel rechnet für das Jahr 2023 mit einem Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 4,9 % nach lediglich 4,1 % im Jahr 2022. Ein stärkerer Einbruch am Immobilienmarkt ist ein Abwärtsrisiko für die Prognose. Der Immobiliensektor (Bau und Bewirtschaftung von Immobilien) repräsentiert gut ein Viertel des chinesischen BIP und war in der Vergangenheit für einen großen Teil des Wirtschaftswachstums verantwortlich.

In den USA blieb 2022 die Nachfrage nach Einfamilienhäusern sowie nach Leistungen zum Umbau und zur Renovierung von Wohnraum 2022 bestehen, wie der Wirtschaftspresse zu entnehmen ist. Nominal wurden 2022 laut FMI-Prognose 860 Mrd. US-Dollar für den Wohnungsbau aufgewendet, was Wachstumsraten von 6 bis 7 % entspricht für den Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie für Umbau und Renovierung. Für den Nichtwohnungsbau wurden 460 Mrd. Dollar investiert. Steigende Hypothekenzinsen und steigende Preise auf Baustoffe und -materialien haben aber auch in den USA die Geschäftsaussichten im Hochbau bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 gedämpft. Auch hier treiben ebenfalls anziehende Transport- und Personalkosten die Baukosten.

Für die Länder in Mittel- und Lateinamerika rechnen die IWF-Volkswirte mit einem durchschnittlichen Konjunkturwachstum von 3,5 %, also etwas besser als die Weltwirtschaft.

Aufgrund der schwächeren globalen Konjunktur hat der IWF seine Wachstumsprognose für Mexiko allerdings im Oktober 2022 gesenkt. Für das laufende Jahr erwarten die Experten nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von real 2,1 %. Im Jahr 2023 soll die Wirtschaft nur noch um 1,2 % zulegen. Die Investitionen haben in Mexiko noch nicht das Vor-Pandemie-Niveau erreicht, was hauptsächlich an der Schwäche des Bausektors liegt.

In Brasilien erlebte die Bauwirtschaft nach dem Einbruch um 6,3 % in 2020 mit einem Wachstum um 9,7 % in 2021 ein kräftiges Comeback. GTAI (Germany Trade & Invest) geht davon aus, dass sich 2022 der Verkauf von Wohnimmobilien stabil gehalten hat. Als Wachstumshürde werden auch hier die immer höheren Baukosten genannt, die sich hauptsächlich aus den Preissteigerungen für Baumaterial ergeben.

Der Bausektor in Argentinien hat sich nach der Corona-Pandemie rasch erholt, und inzwischen sind die gesamtwirtschaftlichen Bauinvestitionen real fast ein Drittel höher als vor Ausbruch der Coronakrise. Im dritten Quartal 2022 lagen sie geschätzt 16,3 % über dem Wert des gleichen Vorjahresquartals. Private Investoren und öffentliche Bauaufträge haben das Wachstum der letzten eineinhalb Jahre angetrieben. Seit Jahresmitte 2022 bewegen sich die Branchenindikatoren aber nur noch seitwärts oder gar fallend. Z.B. der Zementabsatz lag in den ersten zehn Monaten 2022 aber immer noch um 9,5 % über dem Vorjahr. Im privaten Wohnungs- und Gewerbebau bleibt die Flucht in Sachwerte vor der galoppierenden Inflation eine bedeutende Tendenz.

Dem Fenstermarkt in Deutschland wird für 2022 ein Wachstum von 0,8 % prognostiziert, wie auf der Fachtagung Statistik und Markt des VFF (Verband Fenster + Fassade) präsentiert wurde. Im Türenmarkt könnte 2022 noch ein Wachstum von 1,4 % erreicht werden. In einem Szenario, das Lieferengpässe und höhere Beschaffungspreise infolge des Ukrainekrieges mitberücksichtigt, zeigen die Daten für den Wohnungsbau, dass die energetische Sanierung noch um 2,1 % Fenstereinheiten (FE) zunehmen wird und der Neubaubereich 2022 um 0,4 % schrumpfen wird, aufgrund eines hohen Überhangs an Baugenehmigungen. Der Bereich Sanierung soll um 1,5 % FE zunehmen. Im Außentürenmarkt wird in Summe mit einem Anstieg um 1,4 % gerechnet, wobei der Zuwachs im Wohnbau von 2,1 % die zu erwartenden Rückgänge im Nichtwohnbau kompensieren soll. Getragen wird der Anstieg in 2022 durch die Modernisierung: Es wird ein Zuwachs von 2,3 % erwartet, während der Neubau leicht um 0,8 % nachgeben wird.

Geschäftsverlauf 2022

Im Geschäftsbereich FTT lag der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über Vorjahresniveau. Das starke Wachstum wurde von nahezu allen Vertriebsregionen getragen. Die höchsten Steigerungsraten wurden in Osteuropa, in Südeuropa sowie in Nord- und Südamerika verzeichnet. Im deutschen Markt konnte ebenfalls ein Umsatzwachstum zum Vorjahr erzielt werden, das auch deutlich über unseren Erwartungen lag. Die Umsätze in China waren dagegen unter dem Vorjahr und blieben unter unseren Erwartungen.

Im Geschäftsbereich DST lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 ebenfalls deutlich über Vorjahr. Absatzverluste konnten durch unterjährige Preiserhöhungen kompensiert werden. Der Umsatz des Vorjahres wurde in Deutschland deutlich übertroffen. Im Ausland war die Geschäftsentwicklung insgesamt ebenfalls positiv. Insbesondere die Umsätze in Österreich und Italien konnte der Geschäftsbereich DST gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich steigern.

Der Geschäftsbereich RPS konnte gegenüber Vorjahr einen Umsatzzuwachs von ca. 20 % erzielen und steuerte in 2022 wie auch im Vorjahr einen prozentualen Umsatzbeitrag im niedrigen einstelligen Bereich zur Roto-Gruppe bei.

Das erzielte Ergebnis (EBIT / EBITA) entsprach unseren Erwartungen und lag sogar leicht über Budget. Der Umsatz entwickelte sich wie im Vorjahr prognostiziert positiv und überstieg die Erwartungen. Die Materialkosten sind im Geschäftsjahr jedoch deutlich stärker gestiegen als erwartet, konnten allerdings durch entsprechende Preiserhöhungen nahezu kompensiert werden.

Erläuterungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Ertragslage ist gekennzeichnet von einer weiterhin erfreulichen Entwicklung. Die Roto Gruppe verzeichnete in 2022 nach dem Rekordjahr 2021 zwar einen Rückgang des Ergebnisses gegenüber Vorjahr, erzielte jedoch das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte. Die neu erworbene Gesellschaft Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, wurde zum 31. Dezember 2022 erstmalig konsolidiert und hat daher keinen Einfluss auf die Ertragslage im Geschäftsjahr.

Der Konzernumsatz hat sich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der höheren Umsätze des Geschäftsbereichs FTT um EUR + 57,5 Mio. auf EUR 866,5 Mio. erhöht. Im Geschäftsbereich FTT konnten v. a. durch zahlreiche Maßnahmen sowie Preiserhöhungen Umsatzzuwächse realisiert werden. Aufgrund geänderter Zuordnung von Regionen und genauerer Zuordnung von Skonti und Boni gab es gegenüber Vorjahr geringfügige Änderungen bei der Zuordnung nach geografischen Märkten. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. In Deutschland wurden Umsätze in Höhe von EUR 278,6 Mio. (i. V. EUR 264,1 Mio.) erzielt. Dies entspricht, wie auch im Vorjahr, ca. einem Drittel der Gesamtumsätze. Der größte Markt mit ca. 50 % ist der europäische Markt, ohne Deutschland, mit Umsätzen in Höhe von EUR 425,6 Mio. (i. V. EUR 391,1 Mio.). Auf die übrigen Länder entfallen weniger als 20 % der Gesamtumsätze EUR 162,4 Mio. (i. V. EUR 153,8 Mio.).

Die Umsätze wurden zu fast 70 % im Bereich Fenster- und Türtechnologie erzielt (EUR 591,6 Mio., i. V. EUR 550,3 Mio.). Auf den Bereich Dachsystem-Technologie entfallen Umsätze in Höhe von EUR 247,0 Mio. (i. V. EUR 236,8 Mio.), was ca. 30 % der Gesamtumsätze entspricht. Die restlichen Umsätze in Höhe von EUR 27,9 Mio. (i. V. EUR 21,9 Mio.) entfallen auf den Bereich Professional Service.

Die Bestandsveränderung war aufgrund des Bestandaufbaus mit EUR + 5,2 Mio. positiv (i. V. EUR + 9,9 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Wesentlichen aufgrund von höheren Kursgewinnen mit EUR 28,9 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 18,7 Mio.). Insgesamt ergab sich unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge eine Gesamtleistung von EUR 903,8 Mio., was einem Anstieg gegenüber Vorjahr um EUR + 63,1 Mio. bzw. + 7,5 % entsprach.

Der Materialaufwand lag deutlich über Vorjahresniveau. Er erhöhte sich um EUR + 57,4 Mio. bzw. + 16,2 % auf EUR 411,0 Mio. (i. V. EUR 353,5 Mio.). Ausschlaggebend dafür war neben der höheren Betriebsleistung vor allem eine signifikante Verteuerung der Materialpreise, welche durch Preiserhöhungen nur teilweise kompensiert werden konnte. Die Rohüberschussquote betrug 54,5 % und lag damit unter dem Vorjahr (58,1 %).

Der Personalaufwand lag bei EUR 237,9 Mio. Der Anstieg gegenüber Vorjahr betrug EUR + 4,1 Mio. bzw. + 1,7 % und resultierte vor allem aus der höheren Betriebsleistung, verbunden mit höheren tariflichen bzw. gesetzlichen Sonderleistungen. Im Vergleich zur Gesamtleistung verminderte sich die Personalaufwandsquote um - 1,5 Prozentpunkte auf 26,3 %.

Im Jahresdurchschnitt waren 2022 im Roto-Konzern 4.883 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von 101 Mitarbeitern bzw. + 2,1 % (zum Bilanzstichtag: + zwei Mitarbeiter bzw. 0 %). Unverändert waren etwas mehr als 70 % der Mitarbeiter im Geschäftsbereich Fenster- und Türtechnologie beschäftigt.

Gegenüber Vorjahr war das Verhältnis von Beschäftigten im Inland zum Ausland nahezu unverändert. Der Konzern beschäftigte wie im Vorjahr 35 % seiner Mitarbeiter in Deutschland. Die danach am stärksten vertretene Region ist Europa mit einem Anteil von 45 %.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen lagen investitionsbedingt um EUR + 0,9 Mio. bzw. + 2,9 % über dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (SBA) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR + 18,7 Mio. auf EUR 152,5 Mio. erhöht (+ 14,0 %). Der Anstieg ist vor allem auf höhere Kursverluste (EUR + 11,9 Mio.), umsatzbedingt gestiegene Ausgangsfrachten (EUR + 3,5 Mio.) und höhere Werbekosten (EUR + 1,8 Mio.) zurückzuführen. Die Aufwandsquote in Relation zur Gesamtleistung verschlechterte sich von 15,8 % auf 16,9 %.

Per Saldo lag das EBIT mit EUR 69,5 Mio. um EUR - 18,1 Mio. (- 20,6 %) unter dem Vorjahresergebnis, die EBIT-Marge reduzierte sich 8,0 % auf 10,8 %. Das um Akquisitionseffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITA) hat sich um EUR 18,8 Mio. bzw. 20,3 % auf EUR 73,9 Mio. vermindert.

Aufgrund einem geringeren Aufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen hat sich das Zinsergebnis um EUR 1,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Der Steueraufwand (mit sonstigen Steuern) ist mit EUR 19,5 Mio. vor allem aufgrund des geringeren Ergebnisses vor Steuern unter Vorjahr. Die Steuerquote im Konzern konnte aber verbessert werden. Insgesamt lag das Periodenergebnis bei EUR 48,8 Mio. und damit um EUR 11,4 Mio. unter dem Vorjahreswert (EUR 60,2 Mio.).

Aufgrund des sehr schwierigen Marktumfelds, das v.a. durch Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und signifikant ansteigenden Materialpreisen geprägt war, beurteilt der Vorstand die Ertragslage für die Roto-Gruppe als sehr zufriedenstellend.

Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität)

Das Eigenkapital im Konzern ist auf EUR 331,1 Mio. (i. V. EUR 303,4 Mio.) gestiegen. Darin enthalten ist eine erfolgsneutrale Minderung des Währungsausgleichspostens um EUR 2,9 Mio. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber Vorjahr von 63,8 % auf 64,8 %. Ausschlaggebend dafür war das höhere Eigenkapital im Vergleich zur ebenfalls höheren Bilanzsumme. Das, um die Akquisitionen bereinigte, Investitionsvolumen im Konzern in das immaterielle und Sachanlagevermögen lag über dem Niveau des Vorjahres. Es betrug im Konzern EUR 32,9 Mio. (i. V. EUR 30,5 Mio.) und verteilte sich folgendermaßen:

Immaterielle Vermögensgegenstände EUR 1,7 Mio.
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände EUR 0,4 Mio.
Grundstücke und Gebäude EUR 1,6 Mio.
Technische Anlagen EUR 6,6 Mio.
Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 11,1 Mio.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR 11,1 Mio.

Von der Gesamtsumme der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfielen EUR 27,0 Mio. auf den Geschäftsbereich Fenster- und Türtechnologie, EUR 5,2 Mio. auf den Geschäftsbereich DST und EUR 0,7 Mio. auf den Geschäftsbereich RPS. Rund 37,8 % der Investitionen entfielen auf deutsche Standorte.

Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,7 Mio. betrafen im Wesentlichen Software und Lizenzen. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude betrafen vor allem ausländische Standorte. Technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung umfassen Investitionen in Maschinen und Werkzeuge im Zusammenhang mit dem neuen Beschlagsystem NX sowie Ersatzinvestitionen.

Die Finanzierung im Konzern wird weiterhin zentral gesteuert und im Wesentlichen über die Roto Frank Holding AG sichergestellt.

Am 15. November 2018 trat die Roto Frank Holding AG zusammen mit anderen wesentlichen Tochtergesellschaften in einen Konsortialkreditvertrag ein, mit dem der bestehende Altvertrag aus dem Jahr 2014 abgelöst wurde. Damit sichert sich Roto Kreditlinien von EUR 120,0 Mio. bis zum Jahr 2025. Eine Gestellung von dinglichen Sicherheiten erfolgt nicht, vielmehr garantiert die Gruppe die Einhaltung von Finanzkennzahlen.

Die Roto-Gruppe hat während des Jahres gegenüber Kreditinstituten ein Nettoguthaben ausgewiesen und weist am Bilanzstichtag keine Nettofinanzschulden aus.

Die Roto-Gruppe ist sehr solide finanziert. Das Anlagevermögen ist über Eigenkapital gedeckt. Aufgrund der Akquisition der Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, zum Jahresende hat sich der Verschuldungsgrad gegenüber Vorjahr deutlich verschlechtert und der Zinsdeckungsgrad gleichzeitig signifikant verbessert. Der Erwerb konnte im Wesentlichen aus dem Cash-Bestand getätigt werden. Die Finanzlage ist trotz der Verschlechterung des Verschuldungsgrads im Vergleich zum Vorjahr weiterhin sehr gut.

Die Gesellschaft konnte einen operativen Cashflow von EUR 58,0 Mio. (i. V. EUR 86,6 Mio.) erwirtschaften. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit betrug der Finanzmittelfonds EUR 37,5 Mio. (i. V. EUR 85,5 Mio.).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme im Konzern hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 511,1 Mio. gegenüber Vorjahr um EUR 35,5 Mio. erhöht (i. V. EUR 475,6 Mio.). Der Erwerb der Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, in 2022 hat einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Roto-Gruppe.

Das Anlagevermögen liegt signifikant über dem Niveau des Vorjahres (EUR + 58,0 Mio.), im Wesentlichen aufgrund der erworbenen Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Akquisition von Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA. Die größten akquisitionsbedingten Zugänge betreffen den Geschäfts- oder Firmenwert, Patentrechte und die technischen Anlagen und Maschinen.

Die Vorräte lagen im Jahresdurchschnitt deutlich über Vorjahr, v.a. aufgrund eines bewussten Bestandsaufbaus zur Verbesserung der Lieferperformance sowie aufgrund höherer Einstandspreise für Materialien. Zum Stichtag ergab sich mit EUR 151,9 Mio. (i. V. EUR 130,6 Mio.) ein Anstieg der Vorräte. Der akquisitionsbedingte Anteil des Anstiegs beträgt EUR 8,0 Mio.

Die Höhe der Forderungen liegt, aufgrund der Akquisition von Ultrafab Inc., Farmington, NY/ USA, zum Bilanzstichtag mit EUR 59,3 Mio. (i. V. EUR 57,2 Mio.) über dem Niveau des Vorjahres.

Die liquiden Mittel sind nach einem Vorjahreswert von EUR 85,8 Mio. aufgrund des negativen Cashflows auf EUR 37,8 Mio. gesunken. Der negative Cashflow steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA.

Die Steuerrückstellungen liegen bei EUR 6,4 Mio. und damit aufgrund höherer unterjähriger Vorauszahlungen EUR - 2,2 Mio. unter Vorjahr und betrafen vor allem ausländische Tochtergesellschaften sowie die Roto Frank Holding AG.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 85,6 Mio. verringert, hauptsächlich bedingt durch geringere Umsatzboni. Der Rückgang wird teilweise durch die gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie dem akquisitionsbedingten Zugang durch Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, kompensiert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich infolge der Akquisition der Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA, von EUR 0,4 Mio. auf EUR 12,6 Mio. erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich v. a. aufgrund des geringeren Beschaffungsvolumens vermindert.

Die sonstigen Passiva erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,6 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der sonstigen Passiva der Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA.

3. Chancen-, Risiko und Prognosebericht

Wesentliche Chancen

Roto erzielt den Großteil seines Umsatzes in der Bauwirtschaft. Die Entwicklung dieses Industriezweiges spielt daher die entscheidende Rolle für die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Neben Deutschland als dem größten Absatzmarkt gilt dies insbesondere auch für die restlichen europäischen Länder, Russland und China sowie für Nord- und Südamerika.

Nachdem das Geschäftsjahr von signifikanten Preissteigerungen für Materialien geprägt war, die nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten, sehen wir für das folgende Geschäftsjahr die Chance, dass die Materialpreise wieder sinken.

Der weiterhin vorhandene Nachholbedarf an notwendigen Sanierungsmaßnahmen sollte in den folgenden Jahren zusätzliche Absatzperspektiven schaffen. Das zunehmende Umweltbewusstsein und die im Geschäftsjahr deutlich gestiegenen Energiepreise können sich ebenfalls positiv auf die Absatzzahlen auswirken. Wir sehen insbesondere aufgrund von staatlichen Fördermaßnahmen Chancen bei der energetischen Sanierung von Gebäuden.

Wesentliche Chancen sollen zudem aus Produktinnovationen entstehen. Um Wachstum zu generieren wird fortlaufend an der Verbesserung und Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie an neuen Produkten gearbeitet. Im Bereich DST wurden im Geschäftsjahr Flachdachfenster als neues Produkt in die Produktpalette aufgenommen.

Im Bereich DST kann die andauernde Situation freigewordener Handwerkerkapazitäten zu weiteren Umsatzzuwächsen führen.

Chancen ergeben sich darüber hinaus aus dem Potenzial der Neukundengewinnung, das Roto auf der Basis der Kundenutzen-Steigerung konsequent ausschöpfen und so Marktanteile steigern will.

Weiterhin bieten diverse Dienstleistungsangebote, Marketing- und Servicekonzepte ein hohes Potenzial zur Kundenbindung mit weiteren Ertragschancen.

Wesentliche Risiken

Im Bereich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen Fragezeichen aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Ukraine Kriegs. Die Entwicklung der Gruppe korreliert stark mit der Gesamtkonjunktur der relevanten Absatzmärkte.

Die Verschärfung bestehender internationaler Konflikte könnte sich zudem negativ auf die gesamtwirtschaftliche Lage und damit auch für die Roto-Gruppe auswirken. Insbesondere könnte der derzeitige Ukraine-Krieg und die hierdurch möglichen weiteren Sanktionen gegen Russland signifikante Auswirkungen auf Lieferketten und Absatzpotentiale der Tochtergesellschaft in Russland haben. Zudem könnten Materialpreise noch stärker ansteigen. Das Konsumentenverhalten könnte sich grundlegend ändern, wodurch Roto durch eine generelle Nachfrage-Abschwächung einem stärkeren Preisdruck auf der Absatzseite ausgesetzt sein könnte, der v. a. die Durchsetzung von Preiserhöhungen erschweren könnte.

Rohmaterialpreise, vor allem von Stahl und Zink, sind ein bedeutsamer Einflussfaktor auf die Herstellungskosten insbesondere bei FTT und haben damit einen wichtigen Einfluss auf die Ertragssituation. Volatile Situationen, wie sie seit einigen Jahren bestehen und sich in jüngster Zeit manifestiert haben, bergen Planabweichungsrisiken. Dies gilt auch für 2023, trotz der bereits signifikant angestiegenen Rohstoffpreise im abgelaufenen Jahr. Rollierende Planungszyklen ermöglichen den gezielten Einsatz von Sicherungsinstrumenten mit der Zielsetzung der Planerreichung bzw. -absicherung. Eine vollständige Neutralisation von Risiken ist jedoch nicht möglich. Aufgrund eines weiteren Anstiegs der Rohstoffpreise könnten die Materialkosten noch stärker als geplant ansteigen. Risiken bestehen insbesondere darin, dass weitere Materialpreissteigerungen nicht vollständig über Preiserhöhungen kompensiert werden könnten. Ebenfalls sehen wir in der hohen Inflation das Risiko, dass sich diese weiterhin negativ auf das Kaufverhalten und die Lohnentwicklung auswirkt.

Ein weiteres Risiko sehen wir in 2023 in weiter steigenden Energiepreisen. Die Belastung für Roto wird u. a. davon abhängen, inwiefern staatliche Programme eine Entlastung für Unternehmen vorsehen. Hohe Energiepreise könnten sich auch auf die Herstellkosten bezogener Produkte wie Glas auswirken und zusätzlich für noch höhere Materialpreise sorgen.

Eine stärkere Abschwächung der Nachfrage kann durch die verschiedenen Belastungsfaktoren und den Auslauf von Sondereffekten erfolgen, wodurch die Notwendigkeit von Preisreduzierungen auftreten könnte.

Erneut knapp werdende Handwerkerkapazitäten im Renovierungsbereich in Deutschland könnten das Marktvolumen für Dachfenster negativ beeinflussen. Dem versuchen wir durch neue Servicekonzepte entgegenzuwirken.

Neben negativen Währungseffekten könnten sich auch Zahlungsausfälle bzw. ein Liquiditätsrisiko in der Distributionskette ungünstig auf die Ertragslage auswirken.

Produkthaftungsrisiken können die Ertragslage beeinflussen. Dem wird im Rahmen des Möglichen mit sorgfältiger Produktentwicklung sowie umfangreichem Qualitätsmanagement begegnet. Zusätzlichen Schutz bieten Versicherungsverträge.

Auf Basis der aktuellen Risikobewertung sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken für Roto. Insgesamt ist die Chancen- und Risikolage durch die offensichtlich auslaufende Corona Pandemie für die Roto Märkte und die Roto-Gruppe überschaubar und gegenüber Vorjahr deutlich weniger kritisch. Dagegen könnte der weitere Verlauf und fragliche Ausgang des Ukraine-Kriegs weitreichende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation der Roto-Gruppe haben.

Ebenfalls ist die weitere Entwicklung des Ukraine-Kriegs und deren Auswirkungen im Hinblick auf Lieferketten, Materialpreise und Konsumentenverhalten und damit auf die Umsatz- und Ertragssituation der Roto-Gruppe noch nicht absehbar.

Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumente

Im Rahmen der Absicherung von Preisänderungsrisiken wurden Termingeschäfte mit Banken abgeschlossen. Mit diesen Finanzderivaten werden Devisen und Rohstoffe gesichert. Das Kontrahentenausfallrisiko wurde dadurch begrenzt, dass die derivativen Finanzinstrumente mit Kreditinstituten guter Bonität abgeschlossen wurden. Es werden keine Finanzgeschäfte mit spekulativer Zielsetzung eingegangen. Wir verweisen zudem auf unsere Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten im Konzernanhang.

Prognosebericht

Der Ausblick auf 2023 ist im Vergleich zur Vorjahressituation von anderen Einflussfaktoren geprägt, insbesondere die Pandemie-Auswirkungen spielen eine abnehmende Rolle. Dagegen treten die gestiegenen Energiekosten und die andauernde Inflation in den Vordergrund. So bleibt abzuwarten, ob die Materialpreissteigerungen durch kontinuierliche Anpassung der Preise ausgeglichen werden können. Weiterhin bleibt eine wichtige Frage, welche Folgen die anhaltenden wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland haben könnten, in Bezug auf die weltweite Konjunktur und die Nachfrageentwicklung im Markt Russland im Besonderen. Wir müssen weiterhin von einem schwierigeren, durch wirtschaftliche Sanktionen in Russland geprägten Marktumfeld mit unsicherer Entwicklung der Nachfrage ausgehen. Andererseits sind wir zuversichtlich, uns mit neuen Produkten und Neukundengewinnen im Rest der Welt gegen diese potentielle Unsicherheit stemmen zu können. Insgesamt gehen wir aktuell aufgrund von teilweisen Marktanteilsgewinnen von einem über nahezu alle Segmente gesehen stabilen Umsatztrend in den relevanten Märkten bzw. Marktsegmenten aus.

Deutschland und Europa

Nach dem realen Umsatzrückgang des deutschen Baugewerbes in 2022 wird auch für 2023 ein weiterer Rückgang erwartet. Insbesondere wird ein Rückgang des Wohnungsbaus erwartet. Eine Prognose für die Marktentwicklung 2023 ist angesichts der schwierigen aktuellen Lage mit Einflussfaktoren wie dem Ukraine-Krieg mit hohen Unsicherheiten behaftet.

Russland

Die Prognosen zur russischen Konjunktur sind aktuell mit großer Unsicherheit behaftet. Die Wirtschaftsweisen gehen davon aus, dass die Rezession in Russland auch im nächsten Jahr unvermindert scharf anhält (- 5,2 %), während das IWF für 2023 den Rückgang auf nur - 2,3 % schätzt.

China

Zum Jahresende 2022 hat sich die Stimmung unter deutschen Firmen hinsichtlich China weiter eingetrübt. Das Land ist in einer Phase geringeren Wachstums, bleibt aber grundsätzlich aufgrund der schieren Größe ein attraktiver Markt. Inwiefern die Abkehr von der Null-Covid-Politik durch sprunghaftes Ansteigen der Infektionsraten und krankheitsbedingte Personalausfälle Auswirkungen auf die Logistikkette hat, bleibt abzuwarten. Die Konjunkturaussichten zeigen keine eindeutige Tendenz. Andererseits ist der Binnenmarkt weiterhin noch nicht gesättigt. Hinzu kommen nach wie vor billiges Geld für Staatsunternehmen und das allgemeine Wiederanziehen der Wirtschaft. Beides fördert Investitionen in den Immobiliensektor. Des Weiteren forciert die Politik weiterhin den Infrastrukturausbau, um die ökonomischen Folgen der Coronakrise abzufedern. Insbesondere der Wohnbau ist dabei durch staatliche Investitionen stärker gefördert als der Nicht-Wohnbau. Vage Hoffnung verspricht der 16-Punkte-Plan für die Bauindustrie, den Xi Jinping kurz nach der Amtsbestätigung verkündet hat.

Nordamerika

Unsere Prognose für Nordamerika ist für 2023 verhalten. Insbesondere die anhaltend hohe Inflation und die starken Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank dürften sich negativ auswirken. Der Erwerb Ultrafab Inc. wird sich positiv auf Umsatzerlöse, Rohertrag und EBITA auswirken.

Südamerika

In dem für Roto wichtigsten Markt Südamerikas, Brasilien, hat sich die Bauwirtschaft stabilisiert. Herausforderungen bestehen allerdings auch hier durch die gesamtwirtschaftlichen Risiken aufgrund Inflationsdruck infolge der drastischen Preissteigerungen für Baumaterialien sowie die gestiegenen Zinsen.

Gesamtbetrachtung

In der Gesamtbetrachtung planen wir für den Geschäftsbereich FTT aufgrund der Belastung der Nachfrageentwicklung durch hohe Zinsen und Materialkosten mit einem leichten mengenmäßigen Rückgang. Die positive Firmenkonjunktur durch fortgesetzte Neukundengewinnung und erfolgreiche Vermarktung von Neuprodukten soll für Kompensation durch Marktanteilsgewinne sorgen. Wir gehen jedoch davon, dass die Umsätze, im Wesentlichen aufgrund der Akquisition in 2022, gesteigert werden können. Aufgrund der außergewöhnlichen Lohninflation und der höheren Kosten für Vertrieb und IT sowie akquisitionsbedingten Abschreibungen rechnen wir insgesamt mit einem rückläufigen Ergebnis (EBIT). Aufgrund des Erwerbs der Ultrafab Inc. erwarten wir ein EBITA allerdings auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei wird es für die Ergebnisentwicklung entscheidend sein, sowohl mit eigenen Kostensenkungsprojekten - vor allem im Energiebereich - als auch mit Preiserhöhungen auf der Absatzseite den Anstieg von Preisen auf der Materialseite sowie die gestiegenen Lohnkosten zu kompensieren.

Im Geschäftsbereich DST erwarten wir für 2023 aufgrund der gestiegenen Hypothekenzinsen und der Preisentwicklung im Bau einen Rückgang bei der Nachfrage. Der Volumenrückgang soll durch Preiserhöhungen kompensiert werden, so dass wir von einem nahezu gleichbleibenden Umsatz ausgehen. Die Materialverfügbarkeit entspannt sich durch die rückläufige Nachfrage auf den Weltmärkten. Materialpreissteigerungen sollen durch Materialteuerungszuschläge und Preiserhöhungen national und international ausgeglichen werden. Die gestiegenen Energiekosten und die Unsicherheit in der Energieverfügbarkeit stellen in 2023 ein Risiko dar.

Insgesamt gehen wir bei einem Umsatz zwar leicht über Vorjahresniveau, aber höheren Kosten aufgrund von Einmaleffekten in 2023, aus. Wir rechnen deshalb mit einem Ergebnisrückgang (EBIT) im unteren zweistelligen Prozentbereich.

Der Geschäftsbereich RPS soll weiter aufgebaut werden. Neben der Schaffung einer einheitlichen breiten Palette von Serviceangeboten und dem weiteren Ausbau des Netzwerks mit neuen regionalen Partnern wird die Personalbeschaffung, Weiterbildung und Bindung von qualifiziertem Personal weiterhin eine der großen Herausforderungen sein. Aufgrund eines Umsatzwachstums im unteren zweistelligen Prozentbereich bei einem konstanten Rohüberschuss erwarten wir eine analoge Ergebnisverbesserung.

Für die Roto-Gruppe wird für 2023 per Saldo mit einem leichten Umsatzanstieg und einer leicht über Vorjahr liegenden höheren Rohüberschussquote gerechnet. Aufgrund einmaliger Effekte v. a. auf der Sach- und Personalkostenseite gehen wir von einem Ergebnisrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich sowohl beim operativen Ergebnis (EBIT), beim um Akquisitionseffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBITA) als auch beim Konzernjahresüberschuss aus. Die Ergebnissituation wird unter dem Vorjahr liegen. Unter Berücksichtigung des positiven Konzernjahresergebnisses wird sich die Eigenkapitalquote voraussichtlich weiterhin verbessern. Aufgrund des für 2023 geplanten positiven Cashflows, rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg der frei verfügbaren Liquidität. Weiterhin wird auch die Ergebnisentwicklung der Gruppe von der Entwicklung des Ukraine-Konflikts abhängen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie der Russland-Ukraine-Krise auf die Weltwirtschaft und die Roto-Gruppe

Inwiefern die Corona-Pandemie weiterhin die Weltwirtschaft beeinträchtigt, bleibt abzuwarten. Aktuell deuten die Vorzeichen zwar auf eine Beendigung der Pandemie, es bleibt aber abzuwarten, inwiefern weitere gesundheitsbeeinträchtigende Corona-Varianten zukünftig auftreten werden. Wir gehen im laufenden Jahr von einer geringen Beeinflussung auf die wirtschaftliche Situation von Roto aus. Dies setzt allerdings voraus, dass sich Abwärtsrisiken nicht bewahrheiten.

Aufgrund des andauernden Ukraine-Kriegs rechnen wir weiterhin mit Unsicherheiten insbesondere beim Verbraucherverhalten. Eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegenüber Russland könnte zu weiteren Auswirkungen auf die lokale Gesellschaft in Russland führen. Mit entsprechender negativer Auswirkung auf der Umsatz- und Ergebnisseite ist zu rechnen, das Ausmaß ist derzeit nicht absehbar. Wir verweisen auf den Risikobericht. Selbst unter Betrachtung eines Worst-Case-Szenario sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage wären von geringfügiger Bedeutung.

Um möglichen Einschränkungen im Zahlungsverkehr entgegenzuwirken, haben wir bereits in 2022 eine entsprechende Überbrückungsfinanzierung unserer russischen Tochtergesellschaft sichergestellt.

 

Leinfelden-Echterdingen, 31. März 2023

Roto Frank Holding AG

Dr. Eckhard Keill, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.174.966,35 7.548.130,34
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 45.730.288,13 18.191.431,76
3. Geleistete Anzahlungen 489.662,60 323.800,56
58.394.917,08 26.063.362,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.309.501,57 66.718.146,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.769.059,65 51.684.567,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.295.331,78 27.084.948,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.771.457,52 15.362.236,99
186.145.350,52 160.849.899,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 285.060,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.936,86 17.460,01
3. Sonstige Ausleihungen 118.622,11 118.979,52
437.618,97 136.439,53
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.442.035,65 37.909.591,43
2. Unfertige Erzeugnisse 28.481.640,24 23.534.859,07
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 82.112.308,01 68.694.826,23
4. Geleistete Anzahlungen 892.304,84 481.819,01
151.928.288,74 130.621.095,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.688.414,42 56.613.375,12
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 644.141,10 576.134,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.287.640,54 10.624.621,92
71.620.196,06 67.814.131,92
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 42.147,08 0,00
IV. Flüssige Mittel 37.790.547,12 85.808.051,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.722.082,66 4.343.999,33
511.081.148,23 475.636.980,88

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 75.000.000,00 75.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 14.619.698,48 14.538.841,60
2. Andere Gewinnrücklagen 35.214.850,94 35.214.850,94
49.834.549,42 49.753.692,54
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -41.568.002,40 -38.622.205,65
IV. Konzernbilanzgewinn 247.316.479,06 216.839.208,28
V. Nicht beherrschende Anteile 530.062,22 403.443,60
331.113.088,30 303.374.138,77
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 8.721,42 0,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.677.817,17 23.108.344,16
2. Steuerrückstellungen 6.387.615,98 8.600.221,57
3. Sonstige Rückstellungen 85.565.773,32 86.885.269,70
115.631.206,47 118.593.835,43
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.560.542,83 351.509,35
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.017.646,73 2.154.409,28
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.062.068,23 33.186.411,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 690.825,57 486.783,67
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.047.195,51 16.470.637,90
63.378.278,87 52.649.751,31
E. Rechnungsabgrenzungsposten 156.590,35 101.801,33
F. Passive latente Steuern 793.262,82 917.454,04
511.081.148,23 475.636.980,88

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 866.522.629,59 809.043.069,70
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.173.326,30 9.856.280,03
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.251.012,68 3.115.643,50
4. Sonstige betriebliche Erträge 28.875.456,23 18.719.429,23
903.822.424,80 840.734.422,46
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 367.274.768,88 318.271.820,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.676.762,22 35.239.570,53
410.951.531,10 353.511.390,78
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 196.400.020,69 195.369.024,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 41.508.197,79 38.460.606,96
237.908.218,48 233.829.631,43
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 32.902.853,94 31.990.928,43
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 152.516.635,03 133.787.268,64
69.543.186,25 87.615.203,18
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.243.647,93 428.146,65
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.484.848,16 2.944.948,21
11. Ergebnis vor Steuern 68.301.986,02 85.098.401,62
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.852.400,57 22.978.672,91
13. Ergebnis nach Steuern 50.449.585,45 62.119.728,71
14. Sonstige Steuern 1.674.839,17 1.952.512,83
15. Jahresüberschuss 48.774.746,28 60.167.215,88
16. Ergebnis nicht beherrschender Anteile 126.618,62 68.093,58
17. Konzernjahresüberschuss 48.648.127,66 60.099.122,30
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 198.749.208,28 157.072.130,23
19. Einstellung in die gesetzliche Rücklage -80.856,88 -332.044,25
20. Konzernbilanzgewinn 247.316.479,06 216.839.208,28

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Roto Frank Holding AG hat ihren Sitz in Leinfelden-Echterdingen und ist eingetragen in das Handelsregister HRB 222698 beim Amtsgericht Stuttgart.

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wird der Posten "Ergebnis vor Steuern" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr über die voraussichtliche Nutzungsdauer von sieben bis zehn Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei, sieben und zehn Jahren liegt ein entsprechender Produktlebenszyklus zugrunde. Aufgrund von nachträglichen Kaufpreisänderungen erfolgte eine prospektive Anpassung von Geschäfts- oder Firmenwerten in den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR - 227.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, welche auf Tochterunternehmen entfallen, die ihre Abschlüsse in fremder Währung erstellen, werden dem Mutter- oder Tochterunternehmen zugeordnet. Die Zuordnung richtet sich entsprechend DRS 23.135 nach der Währung, in der die im Geschäfts-oder Firmenwert berücksichtigten Erfolgsbeiträge mehrheitlich realisiert werden, d. h. entweder in der lokalen Währung des Mutter- oder des Tochterunternehmens.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Erworbene geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden bei den inländischen Gesellschaften im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften finden die landesspezifischen Beträge Anwendung.

Für Transporthilfsmittel wurde ein Festwert angesetzt.

Geleistete Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Geleistete Anzahlungen wurden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens und sonstigen Ausleihungen sind zu den Nennwerten bewertet.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden grundsätzlich mit Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. den niedrigeren Zeitwerten bewertet. Zudem wurde für einen Teil der Hilfs- und Betriebsstoffe ein Festwert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet.

Abwertungen wegen mangelnder Gängigkeit bzw. unzureichender Verwertbarkeit wurden im notwendigen und angemessenen Umfang vorgenommen. Die Abwertungen wurden aufgrund einer rechnerisch ermittelten Lagerreichweite mit pauschal abgestuften Sätzen ermittelt. Eine verlustfreie Bewertung wurde vorgenommen, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für die noch anfallenden Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurde im Allgemeinen mit 3 % bemessen.

Sonstige Wertpapiere sind zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird über die durchschnittliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden anhand anerkannter versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2018 G zu Grunde gelegt. Des Weiteren wurde ein Rententrend von jährlich 1,72 % bis 2,00 % zugrunde gelegt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,74 % (i. V. 1,86 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,38 %; i. V. 1,34 %) eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.001 (Unterschiedsbetrag).

Die nach landesrechtlichen Vorschriften zu bildende Abfertigungsrückstellung wurde nach der "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,74 % (i. V. 1,86 %) und einer jährlichen Lohnsteigerung von 3,65 % (i. V. 3,15 %) berechnet. Der Ausweis erfolgte unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Zinsaufwand gezeigt.

Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen wurde nach der "Projected Unit Credit-Method" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,74 % (i. V. 1,86 %) sowie Fluktuationsraten je nach Betriebszugehörigkeit zwischen 0,5 % und 7,0 % berechnet.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen ist die in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragene Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen.

In den Konzernabschluss sind neben der Roto Frank Holding AG als Mutterunternehmen 21 weitere inländische und 32 ausländische Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Ein ausländisches Unternehmen wurde quotal konsolidiert.

Erstmals wurde die Gesellschaft Dichtungs-Specht GmbH, Kirchardt, mit Wirkung zum 1. Juli 2022 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist hierdurch jedoch nicht wesentlich beeinflusst. Zudem wurde die Atrium-Augsburg GmbH, Augsburg, erworben und mit der Pfeil & Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, München, verschmolzen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist hierdurch jedoch nicht wesentlich beeinflusst.

Eine weitere Einbeziehung erfolgte zum 31. Dezember 2022 durch den Kauf der ausländischen Gesellschaft Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA. Diese Änderung des Konsolidierungskreises hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage. Aus der Erstkonsolidierung resultierten Zugänge zum Anlagevermögen inkl. Goodwill (TEUR 44.450) und den Vorräten (TEUR 8.018) sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.422). Außerdem führte die Erstkonsolidierung zu einem Rückgang der liquiden Mittel (TEUR 48.018) und einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 12.209). Eine Vergleichbarkeit der Zahlen der Konzernbilanz mit denen des Vorjahres ist aus diesen Gründen eingeschränkt. Die Ertragslage wurde durch die Einbeziehung zum 31. Dezember 2022 nicht beeinflusst.

Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) wurden die Roto Frank DST Benelux B.V., Geldermalsen/Niederlande, und die Kaiser Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Kalsdorf/Österreich, nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Hinsichtlich der Beteiligungsquoten verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Einzelabschlüsse wurden zunächst unter Beachtung der jeweiligen nationalen Bilanzierungsbestimmungen aufgestellt. Soweit diese Bestimmungen von den Bilanzierungsvorschriften des HGB abweichen, wurden die ausländischen Abschlüsse an die handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften angepasst.

Die dem deutschen Recht angepassten Einzelabschlüsse wurden unter Anwendung folgender Maßnahmen zum Konzernabschluss zusammengefasst:

Die Kapitalkonsolidierung der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen erfolgte bis zum Geschäftsjahr 2009 einheitlich nach der Buchwertmethode gemäß § 301 HGB a.F. bzw. § 310 Abs. 2 HGB. Dabei wurde die Verrechnung auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss vorgenommen. Kapitalerhöhungen wurden zum Zeitpunkt der Erhöhungen erstkonsolidiert.

Für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 (Altfälle) wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung haben sich aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 2.008 ergeben, die gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB in Vorjahren (Geschäftsjahre bis 2009) offen mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet wurden.

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt grundsätzlich gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Im Rahmen der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse in Euro werden die Bilanzen mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Stichtagskurs und die Gewinn- und Verlustrechnungen zum Periodendurchschnittskurs (Mittelwert der Abrechnungsperiode) umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt, die im Eigenkapital gesondert ausgewiesen ist. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte mit den Periodendurchschnittskursen. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt. Kursdifferenzen aus der Eliminierung von Beteiligungserträgen (Ausschüttungen) werden erfolgsneutral mit dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet. Für Tochtergesellschaften, die in einem Hochinflationsland ansässig sind, werden die Vorschriften zur Inflationsbereinigung insoweit beachtet, als dies für eine ordnungsgemäße Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig ist.

Aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 67.727 (i. V. TEUR 45.126), die sich im Rahmen der Erstkonsolidierungen und nachträglicher Kaufpreisanpassungen ergeben haben, wurden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden aufgrund der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Lebenszyklus der erworbenen Produkte über Nutzungsdauern von ein, drei, sieben und zehn Jahren abgeschrieben. Die als Geschäfts- oder Firmenwerte aktivierten aktiven Unterschiedsbeträge nahmen im Geschäftsjahr um TEUR 31.853 zu. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der Tochterunternehmen sowie nachträglichen Kaufpreisanpassungen. Weiterhin waren bei den als Geschäfts- oder Firmenwerte aktivierten aktiven Unterschiedsbeträge im Geschäftsjahr Abgänge von TEUR 30 zu verzeichnen. Die Veränderung resultiert i. W. aus nachträglichen Kaufpreisanpassungen im Zusammenhang mit der Auflösung von Kaufpreisverpflichtungen.

Des Weiteren resultieren passive Unterschiedsbeträge von voll und quotal einbezogenen Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 11.155 (i. V. TEUR 11.155), die in den anderen Gewinnrücklagen ausgewiesen werden. Die Umgliederung der passiven Unterschiedsbeträge in die anderen Gewinnrücklagen wurde im Wesentlichen bereits in 1993 durchgeführt. Es handelte sich hierbei um vor dem erstmaligen Einbezug der einzelnen Unternehmen in den Konzernkreis im Einzelabschluss der Gesellschaften vorgenommene Gewinnthesaurierungen.

Der Posten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile enthält außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden gemäß § 304 HGB eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse im Verhältnis zu den Gemeinschaftsunternehmen.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus Vereinfachungsgründen wurden währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung und Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse im Jahresabschluss der einbezogenen Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam behandelt. Dies gilt entsprechend für die quotal wegzulassenden Forderungen und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen.

Eine Abgrenzung von latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Aktive und passive latente Steuern wurden saldiert ausgewiesen.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen voll bzw. quotal konsolidiert.

Im Übrigen wurde der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung beachtet.

D. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Konzernkapitalflussrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Die Auswirkungen aus den Zugängen zum Konsolidierungskreis werden gesondert als Veränderungen des Konsolidierungskreises sowohl bei den Anschaffungskosten als auch den kumulierten Abschreibungen dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 5 (i. V. TEUR 13) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 75.000.000,00. Es ist in 900.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Namen.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergab sich auf der Ebene der Muttergesellschaft zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 2.283,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt, sofern nach einer Ausschüttung nicht mindestens in Höhe dieses Unterschiedsbetrags frei verfügbare Rücklagen zuzüglich des Bilanzgewinns vorhanden sind.

5. Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage hat sich wie folgt entwickelt:

2022
TEUR
Stand am 1.1. 14.539
Einstellung aus dem Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 81
Stand am 31.12. 14.620

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Erlösminderungen, zu erwartende Verpflichtungen im Personalbereich, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Erbbauzins.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten Gegebene Sicherheiten
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.561 12.561 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.018 2.018 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.062 31.062 0 0 Branchenübliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegen über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 691 691 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 17.047 17.047 0 0
63.379 63.379 0 0

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten Gegebene Sicherheiten
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 352 352 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.154 2.154 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.186 33.186 0 0 Branchenübliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegen über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 487 487 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 16.471 16.471 0 0
52.650 52.650 0 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 5.708 6.623
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.259 1.922
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 9.080 7.926
17.047 16.471

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden für Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern steuerliche Verlustvorträge - soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann - berücksichtigt. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Ebene der einbezogenen, an konzerneinheitliche Bilanzierungsvorschriften angepassten Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Aktivierung verzichtet. Des Weiteren werden latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des § 274 und § 306 HGB.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt im Konzern auf Basis der landesspezifischen Ertragsteuersätze. Für einbezogene inländische Kapitalgesellschaften kommt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 30,0 % zur Anwendung. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag. Die länderspezifischen Steuersätze der ausländischen Tochtergesellschaften liegen zwischen 9,0 % und 30,0 %.

Für Zwischengewinne in den Vorratsbeständen erfolgt die Berechnung der Steuerlatenzen in der Form, dass für jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen, das Lieferungen und Leistungen erbracht hat, die Zwischengewinne ermittelt und mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens bewertet werden.

Im Geschäftsjahr ergaben sich deshalb passive latente Steuern auf Bilanzierungs- und Bewertungsmaßnahmen TEUR 1.343 (i. V. TEUR 1.005). Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.074 (i. V. TEUR 1.817) sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.524 (i. V. TEUR 1.729) aus Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit den passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie den passiven latenten Steuern auf Bilanzierungs- und Bewertungsmaßnahmen in voller Höhe verrechnet. Insgesamt haben sich die passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr um TEUR 124 vermindert.

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufteilung nach geografischen Märkten

2022 2021
TEUR % TEUR %
Deutschland 278.598 32,2 264.052 32,6
Europa 425.557 49,1 391.146 48,4
Übrige Länder 162.367 18,7 153.845 19,0
866.523 100,0 809.043 100,0

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen

2022 2021
TEUR % TEUR %
Fenster- und Türtechnologie 591.603 68,3 550.331 68,0
Dachsystem-Technologie 247.040 28,5 236.785 29,3
Professional Service 27.880 3,2 21.927 2,7
866.523 100,0 809.043 100,0

Aufgrund geänderter Zuordnung von Regionen und genauerer Zuordnung von Skonti und Boni gab es gegenüber Vorjahr geringfügige Änderungen bei der Zuordnung nach geografischen Märkten. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 5.521, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 21.099 (i. V. TEUR 10.533) enthalten. Dabei handelt es sich in Höhe von TEUR 5.538 (i. V. TEUR 2.703) um unrealisierte Kursgewinne.

3. Personalaufwand

In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.290 (i. V. TEUR 703) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 606 enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Provisionen für Vorjahre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 22.492 (i. V. TEUR 10.588). Dabei handelt es sich in Höhe von TEUR 5.965 (i. V. TEUR 2.172) um unrealisierte Kursverluste.

5. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 854 (i. V. TEUR 1.732) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

In den Zinsaufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 8 enthalten. In den Zinserträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7 enthalten.

6. Steuern

Im Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 160 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 30 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 108 (i. V. TEUR 243).

III. Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 37.791 (i. V. TEUR 85.808) abzüglich täglich fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 242 (i. V. TEUR 352). Davon stammen von quotal einbezogenen Unternehmen flüssige Mittel in Höhe von TEUR 43 (i. V. TEUR 22).

Für die Veränderung der Bestände an Vermögensgegenständen und Schulden verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Veränderung des Konsolidierungskreises unter B.

E. Sonstige Angaben

1. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:

Kapital
%
Inland
Roto Frank DST Produktions-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank Treppen GmbH, Neusäß 100
Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH, Bad Mergentheim 100
ROTO FRANK Beteiligungs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Roto Frank FTT Vertriebs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Deventer Profile GmbH, Berlin 100
Roto Frank Professional Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Wollenberg Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Berlin 100
Roto Frank DST Immobilien GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Immobilien Verwaltungs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Marken GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim 100
Roto Frank DST Marken Verwaltungs-GmbH, Bad Mergentheim 100
Wiedemann Sicherheitsbeschläge GmbH, Hannover 100
Pfeil und Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, München 100
Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
Wicklein Kundendienst GmbH, Wendelstein 100
Schirrmacher Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Nümbrecht 100
Frank Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Leinfelden-Echterdingen 100
SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Leipzig 100
Dichtungs-Specht GmbH, Kirchardt 100
Ausland
ROTO FRANK GmbH, Dietikon/Schweiz 100
ROTO FRANK S.A.S., Saint Avold/Frankreich 100
ROTO FRANK Ltd., Rugby/Großbritannien 100
ROTO FRANK S.A., Nivelles/Belgien 100
ROTO FRANK AUSTRIA GmbH, Kalsdorf/Österreich 100
ROTO FRANK of America Inc., Chester/USA 100
ROTO FRANK S.A., Montmeló/Spanien 100
ROTO ELZETT CERTA Kft., Lövö/Ungarn 100
ROTO FRANK Okucia Budowlane Sp.z o.o., Warschau/Polen 100
Roto Okna Dachowe Sp.z o.o., Lubartów/Polen 100
ROTO FRANK Yapi Mekanizmalari ve yapi Elemanlari Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100
ROTO FRANK Ferrures S.A.S, Saint Avold/Frankreich 100
ROTO ELZETT Vasalatkereskedelmi Kft., Lövö/Ungarn 100
ROTO FRANK Constructional Hardware (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China 100
OOO "ROTO FRANK", Moskau/Russland 100
ROTO Romania S.R.L., Bukarest/Rumänien 100
ROTO stresni okna s.r.o., Prag/Tschechien 100
ROTO FRANK Italia S.R.L, Meolo/Italien 100
Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Loosdorf/Österreich 100
ROTO FRANK Latina S.A., Villa Lynch/Argentinien 100
VBH Mexico S.A. de C.V., Puebla/Mexiko 100
ROTO FRANK ASIA-PACIFIC PTE. LTD., Singapur/Singapur 100
ROTO Fasco Canada Inc., Mississauga/Kanada 100
ROTO & Fermax do Brasil Ltda., Colombo/Brasilien 100
ROTO FRANK Window and Door Technology (China) Co. Ltd., Beijing/China 100
ROTO FRANK Chile SpA., Santiago de Chile/Chile 100
Deventer Profielen B.V., Breda/Niederlande 100
Deventer Sp.z o.o., Sosnowiec/Polen 100
Deventer Rus OOO, Yurovo/Russland 60
Union (Ningbo) Ltd., Ningbo/China 100
Dachfenster Keller GmbH, Thalheim/Schweiz 100
ELZETT SOPRON Oberflächentechnik Kft, Sopron/Ungarn 50
Roto Frank DST Benelux B.V., Geldermalsen/Niederlande 100
Kaiser Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Kalsdorf/Österreich 100
Ultrafab Inc., Farmington, NY/USA 100

2. Inanspruchnahme von Erleichterungsvorschriften nach § 263 Abs. 3 HGB und § 264 b HGB

Von der Roto Frank DST Vertriebs-GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank DST Produktions GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank Treppen GmbH, Neusäß, der Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH, Bad Mergentheim, der Roto Frank FTT Vertriebs-GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Deventer Profile GmbH, Berlin, der Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Roto Frank Professional Service GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der Roto Frank DST Immobilien GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim, der Roto Frank DST Marken GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim, der Wollenberg Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Berlin, der Pfeil & Söhne Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, München, der Wiedemann Sicherheitsbeschläge GmbH, Hannover, der Wicklein Kundendienst GmbH, Wendelstein, der Schirrmacher Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Nümbrecht, der Frank Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Leinfelden-Echterdingen, der SecuTecc Sicherheits- und Fenstertechnik GmbH, Markkleeberg, sowie der Dichtungs-Specht GmbH, Kirchardt, werden die Erleichterungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen.

3. Personal

Die Anzahl der bei den vollkonsolidierten Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2022
Anzahl
Produktherstellung 2.829
Produktinnovation 237
Kunden- und Marktlogistik 476
Kunden und Märkte 731
Führungs- und Unterstützungsprozesse 562
4.835
2021
Anzahl
Produktherstellung 2.758
Produktinnovation 229
Kunden- und Marktlogistik 479
Kunden und Märkte 755
Führungs- und Unterstützungsprozesse 510
4.731

Bei dem quotal einbezogenen Unternehmen ELZETT SOPRON Oberflächentechnik Kft., Sopron/ Ungarn, waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:

2022
Anzahl
Produktherstellung 94
Führungs- und Unterstützungsprozesse 2
96
2021
Anzahl
Produktherstellung 99
Führungs- und Unterstützungsprozesse 3
102

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 25.020 sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.390. Darüber hinaus besteht zum Bilanzstichtag ein Obligo aus Sachanlageinvestitionen in Höhe von TEUR 10.633.

Für Leistungen einer Unterstützungskasse bestehen mittelbare Zahlungsverpflichtungen.

5. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. Die Gesellschaften der Roto-Gruppe schließen nur derivative Finanzinstrumente ab, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen und mit entsprechenden Grundgeschäften in einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Als derivative Finanzinstrumente werden Devisenswaps, Devisentermingeschäfte sowie Rohstoffderivate zur Steuerung des Preisänderungsrisikos eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:

Nominalbetrag 31.12.2022 Marktwerte 31.12.2022 Bilanzposten 31.12.2022
+ -
TEUR TEUR
Währungsderivate 32.209 237 -396 Sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten Kreditinstitute (Derivate nach Durchbuchungsmethode bewertet zum Stichtag)
Währungsderivate antizipativer Sicherungen 2.000 48 -6 Kein gesonderter Bilanzansatz des Marktwerts, da Bildung einer Bewertungseinheit.
Rohstoffderivate 2.662 0 -176 Kein gesonderter Bilanzansatz des Marktwerts, da Bildung einer Bewertungseinheit.

Die Bewertung der Finanzderivate wird von externen Finanzpartnern durchgeführt und erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten unter der Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden. Die Kontrakte werden ausschließlich über Banken abgewickelt, die über eine gute Bonität verfügen.

Währungsderivate

Über Tochtergesellschaften werden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und -swaps nominal insgesamt TEUR 34.209) zur Absicherung gegen Währungsrisiken mit einer Restlaufzeit von bis zu 18 Monaten eingesetzt. Es erfolgt ein Bilanzausweis derivativen Finanzinstrumente sowie eine Neubewertung zum Stichtag sowohl des Grundgeschäfts als auch der derivativen Finanzinstrumente.

Hierbei wurden Devisenswaps in BRL, CAD, CHF, CZK, GBP, HUF, PLN, RON, SGD und USD (nominal TEUR 30.209) mit einer Restlaufzeit bis zu 18 Monaten zur Absicherung von gruppeninternen Ausleihungen und Forderungen sowie Devisentermingeschäfte in BRL, CNY und USD (nominal TEUR 2.000) zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen oder -Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu fünf Monaten abgeschlossen. Die im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte wurden somit vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Micro- und Macro-Hedges designiert. Da hier Laufzeit, Fremdwährung und Höhe jeweils übereinstimmen, liegt somit eine 1:1 -Beziehung vor.

Zur Absicherung künftiger Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten wurden Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit bis zu vier Monaten in CNY von nominal TEUR 2.000 abgeschlossen, die jeweils mit den Fälligkeiten der mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen übereinstimmen. Die Devisentermingeschäfte wurden vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges designiert. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode; somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt prospektiv und retrospektiv durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten übereinstimmen (critical terms match-Methode).

Der Wertänderung aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften stehen in gleicher Höhe gegenläufige Wertänderungen der Sicherungsgeschäfte gegenüber. Soweit eine Bewertungseinheit gebildet ist, liegt prospektive Effektivität vollumfänglich vor, da sich die Ausstattungsmerkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen (critical term match-Methode). Die bilanzielle Darstellung der Bewertungseinheiten erfolgt über einen Bilanzausweis nach der Durchbuchungsmethode.

Rohstoffderivate

Für ausgewählte Tochtergesellschaften werden Zink- und Aluminiumderivate (Swaps) zur Absicherung von Marktpreisschwankungen aus geplanten Beschaffungsgeschäften abgeschlossen. Diese Rohstoffderivate werden mit ihren betragsmäßig korrespondierenden mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Beschaffungstransaktionen ("Grundgeschäfte") zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die im Bestand befindlichen Rohstoffderivate mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten, die jeweils mit den Fälligkeiten der mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen übereinstimmen, wurden vollständig in Bewertungseinheiten in Form von Portfolio-Hedges designiert. Dem stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode; somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt prospektiv und retrospektiv durch den Nachweis, dass die wesentlichen Kontraktparameter von Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten übereinstimmen (critical terms match-Methode).

6. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 273
Andere Bestätigungsleistungen 8
281

7. Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens per 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 154.166.799,79 wie folgt zu verwenden:

2022
EUR
Ausschüttung einer Dividende von EUR 16,30 je Stückaktie 14.670.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 139.496.799,79
154.166.799,79

8. Organe des Mutterunternehmens

Vorstand ist:

 

Dr. Eckhard Keill (Vorstandsvorsitzender), Edewecht-Portsloge

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören an:

 

Dr. Gunther Kegel (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Seeheim-Jugenheim - Geschäftsführer bei der Pepperl+ Fuchs GmbH, Mannheim

 

Johann Soder, (stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats), Hambrücken - Geschäftsführer Technik bei der SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

 

Dipl.-Ing. Klaus Berka, Jena - ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Analytik Jena AG

 

Dipl. Ing. Moritz Coulin, Leinfelden-Echterdingen - Architekt

(bis 28. Juli 2022)

 

Patricia von Broich, Leinfelden-Echterdingen - Kauffrau

(ab 29. Juli 2022)

 

Rainer Frank, Stuttgart - Politikwissenschaftler

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtvergütung des Vorstands. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen beliefen sich die Aufwendungen auf TEUR 182. Für ehemalige Mitglieder des Vorstandes sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.877 gebildet.

Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit eine Vergütung in Höhe von TEUR 282.

 

Leinfelden-Echterdingen, 31. März 2023

Roto Frank Holding AG

Dr. Eckhard Keill, Vorstand

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Währungskorrektur Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.087.739,24 -37.144,88 1.710.463,67
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 47.881.955,64 987.420,21 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 323.800,56 0,00 408.413,10
106.293.495,44 950.275,33 2.118.876,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151.622.907,01 82.150,37 1.613.638,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 271.384.332,06 -2.424.649,43 6.648.295,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.073.126,90 -607.458,80 11.088.088,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.362.236,99 42.558,18 11.076.450,70
585.442.602,96 -2.907.399,68 30.426.473,34
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 285.060,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.460,01 6.321,47 10.155,38
3. Sonstige Ausleihungen 118.979,52 -38,11 0,00
136.439,53 6.283,36 295.215,38
691.872.537,93 -1.950.840,99 32.840.565,49
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Änderung Konsolidierungskreis Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.375.193,25 698.009,14 2.204.419,59 64.629.840,83
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 31.822.992,04 0,00 227.230,00 80.465.137,89
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 -203.478,09 39.072,97 489.662,60
38.198.185,29 494.531,05 2.470.722,56 145.584.641,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.031.892,48 569.949,46 405.503,23 160.515.034,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.070.495,13 4.077.625,11 4.378.754,45 302.377.344,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.110.013,85 2.757.830,84 6.725.811,81 155.695.789,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.706.197,99 -7.899.936,46 516.049,88 19.771.457,52
37.918.599,45 -494.531,05 12.026.119,37 638.359.625,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 285.060,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 33.936,86
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 319,30 118.622,11
0,00 0,00 319,30 437.618,97
76.116.784,74 0,00 14.497.161,23 784.381.885,94
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Währungskorrektur Zugänge Änderung Konsolidierungskreis
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.539.608,90 -69.187,89 3.242.590,72 931.450,43
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 29.690.523,88 604.390,62 4.398.803,27 41.131,99
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
80.230.132,78 535.202,73 7.641.393,99 972.582,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.904.760,22 124.629,65 3.425.666,23 2.048.967,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 219.699.764,86 -2.066.598,63 11.539.875,66 12.694.532,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 119.988.177,92 -711.113,08 10.295.918,06 1.378.514,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
424.592.703,00 -2.653.082,06 25.261.459,95 16.122.014,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
504.822.835,78 -2.117.879,33 32.902.853,94 17.094.596,64
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.663,82 2.195.251,50 52.454.874,48
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 0,00 34.734.849,76
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
5.663,82 2.195.251,50 87.189.724,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 298.491,17 90.205.532,72
2. Technische Anlagen und Maschinen -7,00 4.259.282,44 237.608.284,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.656,82 6.545.382,55 124.400.457,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-5.663,82 11.103.156,16 452.214.275,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 13.298.407,66 539.403.999,37
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.174.966,35 7.548.130,34
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 45.730.288,13 18.191.431,76
3. Geleistete Anzahlungen 489.662,60 323.800,56
58.394.917,08 26.063.362,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.309.501,57 66.718.146,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.769.059,65 51.684.567,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.295.331,78 27.084.948,98
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.771.457,52 15.362.236,99
186.145.350,52 160.849.899,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 285.060,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.936,86 17.460,01
3. Sonstige Ausleihungen 118.622,11 118.979,52
437.618,97 136.439,53
244.977.886,57 187.049.702,15

Konzernkapitalflussrechnung der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
Periodenergebnis 48.775 60.167
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens 32.903 31.991
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -132 14.017
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -2.359 -2.303
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -17.702 -34.723
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.787 12.489
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -307 590
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.241 2.517
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 17.852 22.979
-/+ Ertragsteuerzahlungen -18.534 -21.076
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 57.950 86.648
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.505 241
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -30.426 -28.750
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.119 -1.570
- Auszahlungen aus dem Erwerb von Unternehmen -295 0
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -67.516 -449
+ Erhaltene Zinsen 1.244 428
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -97.607 -30.100
- Auszahlungen an Aktionäre des Mutterunternehmens -18.090 -10.350
- Auszahlung an andere Gesellschafter 0 -48
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von Finanzkrediten 12.318 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten 0 -4.400
- Gezahlte Zinsen -1.631 -1.213
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.403 -16.011
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -47.060 40.537
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -847 1.396
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 29
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 85.456 43.494
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 37.549 85.456

Konzerneigenkapitalspiegel der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2022

Mutterunternehmen
- Gewinnrücklagen
Gezeichnetes Kapital Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 75.000 14.207 35.215
Einstellung in Rücklage 0 332 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2021 75.000 14.539 35.215
Einstellung in Rücklage 0 81 0
Gezahlte Dividenden 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2022 75.000 14.620 35.215
Mutterunternehmen
-
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzernbilanzgewinn Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 -43.768 167.422 248.075
Einstellung in Rücklage 0 -332 0
Gezahlte Dividenden 0 -10.350 -10.350
Währungsumrechnung 5.146 0 5.146
Konzernjahresüberschuss 0 60.099 60.099
Stand am 31. Dezember 2021 -38.622 216.839 302.971
Einstellung in Rücklage 0 -81 0
Gezahlte Dividenden 0 -18.090 -18.090
Währungsumrechnung -2.946 0 -2.946
Konzernjahresüberschuss 0 48.648 48.648
Stand am 31. Dezember 2022 -41.568 247.316 330.583
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
-
Nicht beherrschende Anteile inklusive Jahresergebnis Summe
TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2020 384 248.459
Einstellung in Rücklage 0 0
Gezahlte Dividenden -48 -10.398
Währungsumrechnung 0 5.146
Konzernjahresüberschuss 68 60.167
Stand am 31. Dezember 2021 403 303.374
Einstellung in Rücklage 0 0
Gezahlte Dividenden 0 -18.090
Währungsumrechnung 0 -2.946
Konzernjahresüberschuss 127 48.775
Stand am 31. Dezember 2022 530 331.113

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 31. März 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer

Christoph Lehmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022 ("Geschäftsjahr")

Die Roto Frank Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft für die Roto-Divisionsobergesellschaften

1.

Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH mit dem Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Division FTT),

2.

Roto Frank Dachsystem-Technologie GmbH mit dem Sitz in Bad Mergentheim (Division DST) und

3.

Roto Frank Professional Service GmbH mit dem Sitz in Leinfelden-Echterdingen (Division RPS).

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr zu 5 gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand zusammengetreten, davon einmal im Rahmen einer Bilanzausschusssitzung.

Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand fortlaufend über die Umsatz- und Auftragsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, des Roto Frank Konzerns und der drei Divisionen FTT, DST und RPS sowie die Markt- und Wettbewerbssituation unterrichten. Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen alle wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft beraten und im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Zuständigkeit die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

Außerhalb der turnusmäßigen Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit der Geschäftsführung in regelmäßigem, mindestens monatlichem Kontakt, und wurde so kontinuierlich über die geschäftliche Entwicklung und alle wesentlichen Ereignisse und Geschäftsvorfälle in der Gesellschaft, dem Roto Frank Konzern und den drei Divisionen FTT, DST und RPS informiert.

Der Aufsichtsrat und der Aufsichtsratsvorsitzende wurden im Geschäftsjahr vom Vorstand fortlaufend über alle relevanten Marktumstände informiert, hervorzuheben sind insoweit der Ukraine-Krieg und die Auswirkungen auf insbesondere die russische Roto-Gesellschaft der Division FTT, die andauernde Corona-Pandemie sowie der Umgang der Divisionen FTT und DST mit der schwierigen Nachfragesituation auf den Rohstoffmärkten.

Der Aufsichtsrat hatte somit durchgängig die zur Wahrung der ihm obliegenden Aufgaben erforderlichen Kenntnisse. Er hat den Vorstand beraten und dessen Geschäftsführung überwacht.

Der in der Hauptversammlung am 28. Juli 2022 gewählte und vom Aufsichtsrat entsprechend beauftragte Abschlussprüfer Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat (i) den Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr und ebenso (ii) den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr geprüft und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen.

Für den Abschlussprüfer hat WP Christoph Brauchle an der Bilanzausschusssitzung der Gesellschaft am 15. Dezember 2022 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung der Gesellschaft und des Roto Frank Konzerns gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 und 3 AktG mündlich und anhand einer Tischvorlage berichtet sowie Fragen aus dem Aufsichtsrat beantwortet.

Die Berichte des Abschlussprüfers über (i) die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr sowie (ii) die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu; auch nach der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr in Gestalt der Prüfungsberichte sind seitens des Aufsichtsrats keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft zum Geschäftsjahr gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt; den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat gebilligt.

Dem Vorschlag des Vorstands vom 31.03.2023, aus dem Bilanzgewinn der Gesellschaft per 31.12.2022 i.H.v. EUR 154.166.799,79 eine Dividende i.H.v. EUR 14.670.000,00 an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag i.H.v. EUR 139.496.799,79 auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 27. April 2023 zugestimmt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und Konzerngesellschaften für ihre besonderen Leistungen im Geschäftsjahr. Es wurde ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielt, was ohne das große Engagement jedes Einzelnen nicht möglich gewesen wäre.

 

Leinfelden-Echterdingen, im Mai 2023

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Gunther Kegel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung hat am 6. Juli 2023 beschlossen, den Bilanzgewinn per 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 154.166.799,79 wie folgt zu verwenden:

1. Ausschüttung einer Dividende von EUR 16,30 je Stückaktie EUR 14.670.000,00
2. Vortrag des Restbetrags auf neue Rechnung EUR 139.496.799,79
Bilanzgewinn EUR 154.166.799,79

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der Roto Frank Holding AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr 2022 wurde durch den Aufsichtsrat am 27. April 2023 gebilligt.

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