Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 20759
Eingetragen
27.12.2002
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kaltgetränkeautomaten aller Art, insbesondere von solchen zur Aufbereitung von Trinkwasser sowie alle damit im Zusammenhang stehender Geschäfte. Zum Gegenstand der Gesellschaft gehört ferner die Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen aller Art. Die Gesellschaft kann andere Gesellschaften gründen, erwerben oder sich an solchen beteiligen und Niederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Joscha Zimmermeyer
seit 22.9.2025
Prokura
Jörg Baumgart
seit 16.11.2023
Geschäftsführer
Torsten Schaarschmidt
seit 20.4.2023
Prokura
Andrea Grabbe
seit 3.2.2022
Prokura
Oliver Mackowiak
seit 19.7.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Polyusus Lux XXVII S.à r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kaffee Partner Holding GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kaffee Partner Invest GmbH

Osnabrück

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2022 bis 31.12.2022

Die im Jahr 2021 neu gegründete Kaffee Partner Invest GmbH hat im August 2021 sämtliche Geschäftsanteile an der Kaffee Partner Holding GmbH, Osnabrück, erworben. Diese hält sämtliche Anteile an der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH, der Kaffee Partner Austria GmbH, der Kaffee Partner Schweiz AG sowie der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH. Aufgrund des unterjährig in 2021 entstandenen Konzerns sind die Vorjahreszahlen nur für den Zeitraum 07.05.2021 bis 31.12.2021 verfügbar. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 ist somit das erste vollständige Geschäftsjahr des Konzerns. Infolgedessen ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr (insbesondere bei der Ertragslage) eingeschränkt.

Die operativen Unternehmen der Kaffee Partner-Gruppe sind im Bereich der automatisierten Getränkeversorgung für mittelständische Unternehmen tätig. Die Kernzielgruppe sind Betriebe mit 3 - 300 Mitarbeitern. Die Umsätze werden durch den Vertrieb von Getränkeautomaten, den dazugehörigen Produkten sowie durch Servicedienstleistungen generiert. Die Geräte werden auf Kauf-, Miet- oder Leasingbasis angeboten. In ihrer Eigenschaft als Konzernmuttergesellschaft erstellt die Kaffee Partner Invest GmbH den folgenden Konzernlagebericht:

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit der Kaffee Partner-Gruppe

Die Kaffee Partner GmbH vertreibt Einzeltassen-Frischbrüh-Geräte. Für den Direktvertrieb steht ein bundesweites Netz von fest angestellten Investitionsgut-Verkäufern zur Verfügung. Zusätzlich werden den Kunden Füllprodukte wie Kaffee, Kakao, Topping oder Filterband sowie Peripherieartikel wie Milch, Zucker, Porzellan etc. angeboten.

Die WellTEC GmbH vertreibt Wasserspender. Da Kaffee und Wasser als Getränke am Arbeitsplatz unmittelbar zusammengehören, ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte mit der Kaffee Partner GmbH, die die WellTEC GmbH für sich nutzen kann. So bedient sie sich für den Gerätevertrieb der oben genannten Außendienstorganisation der Kaffee Partner GmbH. Die Servicedienstleistungen werden von den Mitarbeitern der Kaffee Partner Service GmbH durchgeführt.

Die i-Punkt Handelsgesellschaft mbH vertreibt unter dem Markennamen COFFEEMAT und vorwiegend in Zusammenarbeit mit dem Kaffeeröster JACOBS gewerbliche Kaffeemaschinen und die dazugehörigen Füllprodukte wie Kaffee, Kakao, Topping oder Tee. Die Gesellschaft ist schwerpunktmäßig im Großhandelsgeschäft tätig.

Die Kaffee Partner Austria GmbH mit Sitz in Salzburg, Österreich, hat mit fest angestellten Außendienstmitarbeitern sowohl im Verkauf als auch im technischen Service die Aktivitäten der Kaffee Partner-Gruppe ins europäische Ausland ausgeweitet. Der österreichische Markt eignet sich dazu besonders, weil dort ähnlich wie in Deutschland ein sehr großer Wert auf gute Kaffeequalität gelegt wird.

Ein zweiter Auslandsmarkt wird über die Kaffee Partner Schweiz AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz, bedient. Die Kaffee Partner Schweiz AG beschäftigt ebenfalls fest angestellte Mitarbeiter im Vertriebs- und Serviceaußendienst sowie in der Verwaltung.

Die Kaffee Partner Service GmbH beschäftigt ein bundesweites Netz an Servicetechnikern, die im Auftrag der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH und auch für die i-Punkt Handelsgesellschaft mbH Dienstleistungen wie Montagen, Wartungen oder Instandhaltungen durchführen. Außerdem verfügt sie über eine technische Hotline, die, mit Fachpersonal ausgestattet, technische Beratung telefonisch durchführt. Diese Dienstleistungen werden mit den jeweiligen Schwesterunternehmen abgerechnet.

1.2. Internes Kontroll- und Steuerungssystem

Der Konzern wird durch einen operativen Geschäftsführer und sechs bereichsleitende Prokuristen geführt. Für die Kaffee Partner-Gruppe wird jährlich ein Businessplan (Budget) mit einem Planungshorizont von drei Jahren erstellt. Unterjährig wird das Budget durch Forecasts ergänzt. Alle wesentlichen Parameter aus diesem Planungsmodell werden mit Hilfe eines umfangreichen monatlichen Berichtswesens regelmäßig überprüft, sodass gewährleistet ist, dass eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden und zeitnah mögliche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigste Steuerungsgröße und Kennzahl für die Leistungsfähigkeit der Kaffee Partner-Gruppe ist der Geräteabsatz. Mit jedem Gerät lassen sich Verkaufs- bzw. Mieterlöse sowie Produkt- und Serviceerlöse generieren. Im Berichtszeitraum wurden erwartungsgemäß 8.073 Geräte abgesetzt. Dies lag 6,4% unter Budget was aber wiederum aufgrund der hohen Ausfallzeiten im Flächenvertrieb von rund 20% ein solides Ergebnis darstellt.

Zur Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns und zur Messung der Ertragskraft sind neben dem Geräteabsatz und der im Direktgeschäft generierten Anfragen der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als primäre finanzielle Leistungsindikatoren zu sehen. Diese Kennzahlen werden unmittelbar aus dem Konzernabschluss abgeleitet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz einer hohen Inflationsrate, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9%, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe das Wirtschaftswachstum 2,0% betragen. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Die Inflationsrate stieg im Jahresdurchschnitt 2022 auf 7,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote entwickelte sich im Berichtsjahr ebenfalls auf stabilem Niveau bei 5,3%. Eine Herausforderung bleibt der Fachkräftemangel.

2.2. Darstellung der Geschäftsentwicklung

Erfreulich ist, dass sich der Geräteabsatz in der Kaffee-Partner-Gruppe trotz diverser Krisenherde als ein stabiles Geschäftsfeld gezeigt hat. Die noch im letzten Geschäftsjahr zu verzeichnenden Refinanzierungshemmnisse konnten durch den Abschluss neuer Partnerverträge mit Leasinggesellschaften überwunden werden. Der Konzern verzeichnet ein nun wiederum normalisiertes Umfeld, was sich in den Zahlen auch deutlich widerspiegelt. Eine Herausforderung bzw. Hemmnis im Geschäftsjahr 2022 blieb die vergleichsweise hohe Fehlzeitenquote im Außendienst. In Kombination mit unbesetzten Stellen hat dies zu einer im Jahresdurchschnitt betrachtet rund 20%-igen Fehlzeitenquote im Vertriebs-Außendienst geführt.

Infolgedessen entwickelte sich der Auftragseingang (Geräte) leicht unter den gesetzten Erwartungen (-6,4%).

Die durchgeführten Montagen lagen daher aufgrund der zeitlichen Abfolge der realisierten Auftragseingänge ebenfalls unter den Erwartungen (-11,9%). Im technischen Außendienst konnten die hohen Fehlzeiten für das abgelaufene Geschäftsjahr zeitlich nicht kompensiert werden. Gemessen an den hohen Ausfallzeiten liegt das Ergebnis im Rahmen der kurzfristigen Erwartungen.

In diesem Zusammenhang ist zur angemessenen Beurteilung der Lage des Konzerns auch die Betrachtung des eigenen im Sachanlagevermögen bilanzierten Maschinen- und Vertragsbestandes erforderlich. Dieser liegt auch unter Berücksichtigung des wieder erhöhten Refinanzierungsvolumens infolge der hohen Absatzzahlen weiterhin auf einem angemessenen Niveau.

Schlussendlich profitiert die Unternehmensgruppe unverändert auch von ihrem hohen Bestandskundengeschäft. Tausende von Getränkeautomaten im Markt generieren regelmäßige Miet-, Produkt- und Serviceumsätze.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse (TEUR 98.086) haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum überproportional entwickelt. Aufgrund von unterjährigen Preisanpassungen konnte zusätzlich auch eine Stabilisierung der Gross Profit-Marge realisiert werden.

Das EBITDA (Posten 1-5,7,12 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung) beträgt im Berichtszeitraum TEUR 9.524 und lag damit 16% über den Erwartungen.

Die gerätebezogenen Umsätze setzen sich zusammen aus den Refinanzierungserlösen aus Sachanlageverkäufen (Getränkeautomaten), Mieterlösen sowie Serviceerlösen und liegen bei TEUR 71.347 und damit nahezu genau auf Budget.

Der Produktumsatz im Berichtszeitraum beträgt TEUR 26.739 auf sehr gutem Niveau und 10% über den Erwartungen.

Die erzielte Gross-Profit-Marge beträgt 66,1% und hat sich, verglichen mit dem Vorjahres-Vergleichszeitraum, verbessert.

Der Personalaufwand (TEUR 31.548) fiel 9% niedriger als erwartet aus, da u.a. nicht mehr benötigte Stellen nicht nachbesetzt wurden.

Die im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen von TEUR 14.456 teilen sich auf in TEUR 4.561 Abschreibungen auf das Anlagevermögen inklusive vermieteter Maschinen sowie TEUR 9.895 Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 26.878 auf einem leicht höheren Niveau als erwartet. Wesentliche Bestandteile sind Marketing- und Reisekosten, Fahrzeugkosten, Kosten der Warenabgabe, Rechts- und Beratungskosten sowie Mietaufwendungen.

Die Zinsaufwendungen sind mit TEUR 5.376 ebenfalls auf dem erwarteten Niveau und resultieren i.W. aus Zinsaufwendungen für die zentrale Gruppenfinanzierung.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur/Liquidität

Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 36,2%. Im Bereich der Fremdfinanzierung ist i.W. auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und ähnlichen Institutionen hinzuweisen. Dem Konzern stehen i.R. einer gruppenweit genutzten im Jahre 2026 endfälligen Finanzierung insgesamt Fremdmittel iHv. EUR 66 Mio. zur Verfügung. Die flüssigen Mittel beliefen sich am Bilanzstichtag auf EUR 8,4 Mio.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR 3,9 Mio. Positiv haben sich hierbei insbesondere die nicht zahlungswirksamen Abschreibungen i.H.v. EUR 14,4 Mio. ausgewirkt.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit i.H.v. EUR 0,6 Mio. resultiert i.W. aus Ersatzbeschaffungen. Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit i.H.v. EUR 2,4 Mio. beinhaltet die Aufnahme eines kurzfristigen Gesellschafterdarlehens und die gezahlten Zinsen i.W. für die konzernweite Gruppenfinanzierung.

2.3.3. Investitionen/Vermögenslage

Investitionen erfolgten überwiegend in Sachanlagen (Vermietvermögen) und blieben während des Berichtszeitraumes auf einem durchschnittlichen Niveau von TEUR 11.802.

Vom Gesamtvermögen (EUR 132,8 Mio.) entfällt der Hauptanteil auf den aus der Erstkonsolidierung der Anteile an der Kaffee Partner Holding GmbH Geschäfts- oder Firmenwert iHv. EUR 84,1 Mio. Das Sachanlagevermögen (EUR 11,3 Mio.) enthält i.W. das Vermietvermögen (Geräte). Die Vorräte betragen EUR 15,2 Mio., die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 10,4 Mio. und die flüssigen Mittel belaufen sich auf EUR 8,4 Mio. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände von EUR 5,6 Mio. auf EUR 1,0 Mio. ist i.W. durch Zahlungseingänge aus Forderungen gegen die Altgesellschafterin der Kaffee Partner Holding GmbH zurückzuführen.

2.4. Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Das Ergebnis des Berichtszeitraumes zeichnet sich vor allem in den Bereichen Auftragseingang, Montagen sowie dem stark verbesserten Refinanzierungsgeschäft durch eine nachhaltige Erholung aus. Wichtiger Indikator auch für die zukünftige Entwicklung ist das Produktgeschäft, was sich während des Berichtszeitraumes wieder dem Vor-Pandemie Niveau annähert.

3. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Risikopolitik der Kaffee Partner-Gruppe besteht darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind, nur einzugehen, sofern diesen Risiken ein entsprechendes Ertragspotenzial gegenübersteht. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäftsplanung.

Die Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt fortlaufend im Rahmen des Planungs- und Budgetierungsprozesses. Dazu werden, soweit erforderlich, externe Branchenanalysen in dem Prozess berücksichtigt. Das System wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Eine besondere Herausforderung des Geschäftsmodells stellt die laufende Fortentwicklung der Refinanzierungsstruktur mit bestehenden und neuen Leasingpartnern dar, um einen unter Risiko- und Profitabilitätszielen angestrebten Mix aus eigenfinanziertem (im Sachanlagevermögen bilanziertem) Vermietvermögen und der Refinanzierung durch die Veräußerung von Geräten nebst dazugehörigen Kundenverträgen an Leasingpartner zu erreichen. Die aktuell abgeschlossene Neuordnung der Leasingpartner stellt eine solide Basis für die kommenden Geschäftsjahre dar. Die Besonderheiten des Geschäftsmodells konnten hiermit wieder in gewohnte Bahnen gelenkt werden.

3.1. Chancen der künftigen Entwicklung

Wie bereits in der Beschreibung der wesentlichen Leistungsindikatoren (1.3) dargestellt, zeigt das hohe Interesse und Anfragevolumen das im Markt bestehende Potenzial für die künftige Entwicklung auf. Darüber hinaus sehen wir mit dem systematischen Aufbau einer Multikanal-Vertriebsstrategie sowie dem hohen Bestandskundenpotenzial gute Chancen in attraktiven Marktsegmenten. Zusätzliche Potenziale zur Flankierung des angestrebten Wachstumskurses sehen wir auch in dem Ausbau der eingeschlagenen Internationalisierungsstrategie. Durch diese Expansion werden das Marktpotenzial und die verfolgte Wachstumsstrategie nochmals gestärkt.

Liquiditäts- und Zinsrisiken

Die Konzerngesellschaften sind Liquiditäts- und Zinsrisiken ausgesetzt. Aus dem operativen Geschäft erwirtschaftete Cash Flows sind u.a. zur Bedienung von Verpflichtungen aus der langfristigen Gruppenfinanzierung (Zinsen) zu verwenden und vereinbarte Financial Covenants sind einzuhalten.

Auf Basis unserer Unternehmensplanung gehen wir davon aus, dass die Financial Covenants eingehalten werden.

Das Refinanzierungsgeschäft (Verkauf von Geräten nebst zugehörigen Miet-/Leasingverträgen an Leasinggesellschaften) ist eine elementare Grundlage für die Unternehmensliquidität. Die besonderen Herausforderungen des Geschäftsmodells bleiben die Adaptierung an die von der Leasingbranche zu beachtenden Compliance Regularien, um die Refinanzierungsquoten auf dem gewohnten Niveau zu halten bzw. diese weiter zu erhöhen. Veränderungen von Marktrisiken und dem regulativen Umfeld bei Refinanzierungsgesellschaften könnten einen direkten Einfluss auf die Vertragsabnahmen und damit die Unternehmensliquidität haben.

Zinsänderungen können insbesondere das Refinanzierungsgeschäft belasten, soweit diese nicht direkt an den Markt weitergegeben werden können.

3.2. Absatzrisiken

Die Kaffee Partner-Unternehmen agieren weiterhin auf einem Erschließungs- und Wachstumsmarkt. Durch technische Neuerungen, Nachfrageverschiebungen oder einen verschärften Wettbewerb auf den Zielmärkten der Kaffee Partner-Gruppe besteht das Risiko von Nachfrage- und Absatzrückgängen. Diesen Absatzrisiken wird durch eine kontinuierliche Optimierung des Geräte- und Produktportfolios sowie einem professionellen Einsatz der Marketinginstrumentarien begegnet. Als Direktvertriebsunternehmen ist Kaffee Partner vom Kundenzugang abhängig. Einschränkungen im Kundenzugang hätten direkte Auswirkung auf die Absätze.

Die nach wie vor sehr stabilen Anfragenzahlen sowohl im Kaffee- als auch im Wasserbereich dokumentiert den wachsenden Bedarf an einer professionellen Getränkeversorgung in der Zielgruppe der kleinen, mittelständischen und künftig auch großen Unternehmen. Zudem wird das Absatzpotenzial durch die das Wachstum unterstützende Internationalisierung sowie die Optimierung im Bestandskundengeschäft gestützt.

3.3. Beschaffungsrisiken

Sowohl für Kaffee- als auch für Wassergeräte bestehen langfristige Kooperationsverträge mit den jeweiligen Lieferanten. Die Beendigung von langfristigen Lieferverträgen ohne adäquaten Ersatz, eine Einschränkung der Verfügbarkeit von Geräten, Ersatzteilen oder anderweitigen Komponenten sowie erheblichen Preiserhöhungen, die nicht kurzfristig oder nur anteilig an den Markt weitergegeben werden können, stellen die bedeutsamsten Beschaffungsrisiken dar. Wesentliche Beschaffungsrisiken sind nicht zu erkennen.

Derzeitig gestiegene Einkaufspreise im Produktsegment Kaffee und Topping können bisher durch angepasste Kundenleistungen kompensiert werden.

3.4. Ausfallrisiken

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden bestehen die üblichen Kredit- und Ausfallrisiken. Ausfallrisiken bestehen darin, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen bspw. aufgrund von Liquiditätsengpässen oder Insolvenzen nicht oder nicht zeitgerecht nachkommen können. Die Unternehmen der Kaffee Partner-Gruppe begegnen diesen Ausfallrisiken durch eine Bonitätsprüfung der Kunden vor Vertragsabschluss sowie durch regelmäßige Analysen der Altersstruktur und einem gezielten Mahnwesen. Das Risiko der Forderungsverluste bei der Kaffee Partner-Gruppe ist aufgrund des Geschäftsmodells niedrig. Da nahezu 75% der Geräte über verschiedene Finanzierungsverträge abgesetzt werden, werden keine großen Forderungen pro Kunde aufgebaut.

Weiterhin gilt, dass die Kaffee Partner-Gruppe durch ihre Vielzahl an Kunden und relativ geringe Umsätze je Kunde über eine sehr gute Risikoverteilung über alle Branchen verfügt. Ein erheblicher Teil der Geräte wird an Leasinggesellschaften veräußert, die damit auch einen erheblichen Teil des Risikos übernehmen.

3.5. IT-Risiken

Der IT kommt in allen Unternehmensbereichen eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf Vertraulichkeit, Integrität sowie Verfügbarkeit und die Risiken umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Ausfällen.

Diesen Risiken wird mit dem Einsatz von Firewallsystemen, sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe begegnet. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Standards zur Erkennung und Abwehr von Cyber-Attacken. Vor diesem Hintergrund ist kurzfristig die Durchführung von Penetration-Tests terminiert durch externe Anbieter, um weitere mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen.

3.6. Gesamtbild der Risikolage

Aktuell gehen wir davon aus, dass die Risiken in der Gesamtbewertung überschaubar sind und den Fortbestand der Konzerngesellschaften nicht gefährden. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung für die Konzerngesellschaften darstellen könnten.

4. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2023 liegt innerhalb der Erwartungen und wird voraussichtlich auf Budget im Umsatz und EBITDA abgeschlossen werden. Der im ersten Quartal deutlich übertroffene Geräteabsatz wird sich im laufenden Jahr sicher den Erwartungen annähern. Ausgehend hiervon wird nach den vorliegenden Planungen für 2023 insgesamt mit einem leicht gesteigerten Geräteabsatz und mit einem deutlichen EBITDA-Wachstum gerechnet. Der Ukrainekrieg tangiert die Konzerngesellschaften nicht unmittelbar. Mittelbar rechnen wir mit einer Stabilisierung sowohl des Zins-, wie auch des Preisniveaus.

Die gute organisatorische und funktionale Unternehmensstruktur wird maßgeblich zum erfolgreichen Agieren in der Krise weiterhin beitragen. Die hohe Kundenzufriedenheit, Agilität und Mitarbeiterzufriedenheit sind in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Um dies auch weiterhin zu gewährleisten, stehen insbesondere die kundenorientierte - und damit auch digitalisierte - Weiterentwicklung unseres Geräte-, Produkt- und Serviceportfolios und die Steigerung der aktuellen Gesamteffizienz im Fokus.

 

Osnabrück, 16. Mai 2023

Kaffee Partner Invest GmbH

Guido Hildebrandt, Geschäftsführer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.026.731,72 1.761.216,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 84.142.782,82 91.820.380,78
85.169.514,54 93.581.597,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 4.963,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.044,52 3.078,51
3. Vermietvermögen 10.649.969,43 9.625.402,97
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 687.624,63 990.022,44
11.339.640,58 10.623.467,51
96.509.155,12 104.205.064,63
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.472.243,93 6.699.175,68
2. Waren 9.295.909,50 9.367.945,32
3. Geleistete Anzahlungen 438.371,63 484.221,90
15.206.525,06 16.551.342,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.436.733,55 10.921.421,82
2. Sonstige Vermögensgegenstände 964.160,33 5.661.167,83
11.400.893,88 16.582.589,65
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.399.278,58 7.492.951,70
35.006.697,52 40.626.884,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.325.402,79 1.291.717,01
132.841.255,43 146.123.665,89

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 67.686.376,60 67.686.376,60
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -367.296,14 -176.655,78
IV. Konzernbilanzverlust -19.324.028,59 -8.018.410,85
48.020.051,87 59.516.309,97
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 187.608,00 187.608,00
2. Steuerrückstellungen 196.154,57 11.356,01
3. Sonstige Rückstellungen 6.930.085,77 6.972.267,89
7.313.848,34 7.171.231,90
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und ähnlichen Institutionen 66.000.000,00 66.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.067.629,30 9.748.126,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.000.000,09 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.438.328,07 3.684.674,53
77.505.957,46 79.432.800,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.397,76 3.323,07
132.841.255,43 146.123.665,89

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
7.5.2021 - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse 98.086.239,53 37.913.824,54
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 256.155,25
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.077.893,72 671.368,46
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.210.075,04 13.667.046,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.003.414,78 456.290,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.768.192,49 11.565.622,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.779.639,43 2.202.732,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.456.215,22 5.849.412,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.878.965,09 11.042.234,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.030,19 138.222,73
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.376.277,03 2.194.128,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 681.200,66 7,93
11. Ergebnis nach Steuern -10.955.816,30 -7.997.904,54
12. Sonstige Steuern 349.801,44 20.506,31
13. Konzernjahresfehlbetrag -11.305.617,74 -8.018.410,85
14. Verlustvortrag -8.018.410,85 0,00
15. Konzernbilanzverlust -19.324.028,59 -8.018.410,85

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmes
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Stand am 07.05.2021 0,00 0,00 0,00
Kapitaleinzahlung 25.000,00 67.686.376,60 0,00
Konzerjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -176.655,78
Stand am 31.12.2021 25.000,00 67.686.376,60 -176.655,78
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -190.640,36
Stand am 31.12.2022 25.000,00 67.686.376,60 -367.296,14
Eigenkapital des Mutterunternehmes
Konzernjahresfehlbetrag
Konzerneigenkapital Summe
Stand am 07.05.2021 0,00 0,00
Kapitaleinzahlung 0,00 67.711.376,60
Konzerjahresfehlbetrag -8.018.410,85 -8.018.410,85
Währungsumrechnung 0,00 -176.655,78
Stand am 31.12.2021 -8.018.410,85 59.516.309,97
Konzernjahresfehlbetrag -11.305.617,74 -11.305.617,74
Währungsumrechnung 0,00 -190.640,36
Stand am 31.12.2022 -19.324.028,59 48.020.051,87

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
T€
Konzernjahresfehlbetrag -11.306
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 14.456
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 142
Zunahme/Abnahme des Vermietvermögens, der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 198
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.925
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -26
Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.342
Ertragsteueraufwand/-ertrag 681
Ertragsteuerzahlungen -681
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.881
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -361
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -272
Erhaltene Zinsen 34
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -599
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten (Gesellschafter) 3.000
Gezahlte Zinsen -5.376
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.376
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 906
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.493
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.399
31.12.2022
T€
Liquide Mittel
Kassenbestand und Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten 8.399

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A. Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der Kaffee Partner Invest GmbH (Amtsgericht Osnabrück, HR B-Nr. 217166) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde gem. den §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften aufgestellt. Der Sitz der Gesellschaft wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 6. Dezember 2021 und Handelsregistereintragung vom 20. Januar 2022 von Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HR B-Nr. 168903) nach Osnabrück (Amtsgericht Osnabrück, HR B-Nr. 217166) verlegt.

Im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit haben wir die bei den Posten der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Davon-Vermerke im Konzernanhang aufgeführt.

Für die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die im Jahr 2021 neu gegründete Kaffee Partner Invest GmbH hat mit Kaufvertrag vom 19. August 2021 sämtliche Geschäftsanteile an der Kaffee Partner Holding GmbH, Osnabrück, von der Mauritius (Deutschland) Holding GmbH, Wallenhorst erworben.

Die Kaffee Partner Holding GmbH hält ihrerseits sämtliche Anteile an der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH sowie der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH. Des Weiteren hält sie sämtliche Anteile an den ausländischen Gesellschaften Kaffee Partner Austria GmbH (Österreich) sowie der Kaffee Partner Schweiz AG (Schweiz).

Wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist der Abschluss von Leasingverträgen/Nutzungsvereinbarungen mit mittelständischen Kunden. Mit Installation der Geräte beim Kunden und Abschluss eines Leasingvertrages/Nutzungsvereinbarung werden die Geräte vom Umlaufvermögen (Vorräte) in das Sachanlagevermögen (Vermietvermögen) umgegliedert. Im Anschluss wird ein Großteil dieser Geräte/Verträge zur Refinanzierung an Leasinggesellschaften veräußert. Hieraus resultiert ein Bilanzabgang einschließlich Gewinnrealisierung. Die Veräußerungserlöse werden in den Umsatzerlösen abgebildet. Die Veränderung des Vermietvermögens wird in der Kapitalflussrechnung innerhalb der laufenden Geschäftstätigkeit abgebildet.

Zur Verbesserung der Aussagekraft der Bilanz wurde im Geschäftsjahr der Posten "Vermietvermögen" als A.II.3. in die Konzernbilanz aufgenommen. Im Vorjahr war das Vermietvermögen im Posten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten.

Das Geschäftsjahr 2021 umfasste lediglich den Zeitraum 7. Mai bis 31. Dezember 2021. Infolgedessen ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen (insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung) nur eingeschränkt möglich.

B. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zum Konzernbilanzstichtag neben der Kaffee Partner Invest GmbH als Muttergesellschaft folgende Gesellschaften, bei denen Stimmrechtsmehrheit (mittelbar oder unmittelbar) der Kaffee Partner Invest GmbH besteht:

Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
(in %)
Kaffee Partner Holding GmbH *** Osnabrück 100
Kaffee Partner GmbH * Osnabrück 100
WellTEC GmbH *** Osnabrück 100
Kaffee Partner Service GmbH ** Osnabrück 100
i-Punkt Handelsgesellschaft mbH *** Osnabrück 100
Kaffee Partner Austria GmbH Salzburg/Österreich 100
Kaffee Partner Schweiz AG Steinhausen/Schweiz 100

* = Die Gesellschaft übt als große Kapitalgesellschaft ihr Befreiungswahlrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB aus und verzichtet auf die Aufstellung des Anhangs, die Erstellung eines Lageberichts und die Offenlegung und Prüfung des Jahresabschlusses.

** = Die Gesellschaft übt als mittelgroße Kapitalgesellschaft ihr Befreiungswahlrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB aus und verzichtet auf die Aufstellung des Anhangs, die Erstellung eines Lageberichts und die Offenlegung und Prüfung des Jahresabschlusses.

*** = Die Gesellschaft übt als kleine Kapitalgesellschaft ihr Befreiungswahlrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB aus und verzichtet auf die Aufstellung des Anhangs und die Offenlegung des Jahresabschlusses.

C. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung ist nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens erfolgt. Die Erstkonsolidierung der mit Kaufvertrag vom 19. August 2021 erworbenen Tochterunternehmen erfolgte aus Vereinfachungsgründen zum 1. August 2021. Die Anschaffungskosten haben sich im Geschäftsjahr nachträglich um TEUR 2.218 erhöht.

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge werden auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Zwischenergebnisse nach § 304 Abs. 1 HGB sind im Berichtszeitraum nicht angefallen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wird gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und anderer Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen der empfangenen Konzernunternehmen durchgeführt.

Auf Konsolidierungsmaßnahmen, die zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen führen, werden latente Steuern nach § 306 HGB abgegrenzt, wenn sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, und soweit es sich nicht um einen nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrag handelt. Steuerbe- und -entlastungen werden stets miteinander verrechnet. Das bestehende Wahlrecht für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

D. Währungsumrechnung

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Währungsumrechnungen aller nicht in Euro bilanzierenden Tochtergesellschaften erfolgen nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet:

Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet;

das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet

Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet und

alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten innerhalb des Eigenkapitals erfasst.

Bei der Konsolidierung werden Währungsdifferenzen, die durch Umrechnung von Nettoinvestitionen in wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten und von Finanzschulden entstehen, erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Wenn ein ausländischer Geschäftsbetrieb veräußert wird, werden bislang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder -verlustes erfasst.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss in der gleichen Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet, die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 20 Jahren. Die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 13 Jahren.

Zugänge von beweglichen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungswert bis zu EUR 800,00 werden in voller Höhe abgeschrieben.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalwert (Anschaffungskosten) bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Auszahlungen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, abgegrenzt.

Neben den aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierenden Steuerabgrenzungen werden latente Steuern im Jahresabschluss auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf Folgejahre vortragsfähige Zinsaufwendungen insoweit gebildet, als dadurch für die jeweilige Gesellschaft ein Passivüberhang reduziert wird. Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB stets saldiert ausgewiesen. Eine sich als Abrechnungsspitze ergebende aktive latente Steuer wird in Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB grundsätzlich nicht angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Gesellschaft hat für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 den durchschnittlichen Marktzinssatz (1,87%) der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet. Darüber hinaus wird in einer Nebenrechnung weiterhin eine Bewertung mit dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,35%) durchgeführt. Der Unterschiedsbetrag zwischen beiden Wertansätzen beträgt TEUR 14. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde ein Anwartschaftstrend von 0,00 % sowie ein Rententrend von 0,00 % unterstellt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Enthaltene Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

F. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

2. Geschäfts-/Firmenwert

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 84.143) resultiert aus der Kapitalkonsolidierung und hat sich im Geschäftsjahr folgendermaßen entwickelt:

01.01.2022
TEUR
Nachträgliche Anschaffungskosten
TEUR
Abschreibung
TEUR
31.12.2022
TEUR
91.820 2.218 9.895 84.143

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wurde anhand der längsten Laufzeit der im Rahmen des Beteiligungserwerbs eingegangenen Verpflichtungen unter Berücksichtigung der Stabilität der Branche, in denen die konsolidierten Tochtergesellschaften tätig sind, nach vernünftig kaufmännischer Beurteilung geschätzt.

3. Eigenkapital

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wird gemäß DRS 22 aufgestellt.

4. Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:

31.12.2022
T€
Serviceeinsätze 2.919
Personalkosten 1.654
Jahresabschluss-/Steuerberatungs-/Prüfungskosten 241
Gewährleistungen 402
übrige 1.714
6.930

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit besicherte Beträge
bis zu einem Jahr
über einem Jahr
davon über fünf Jahre
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und ähnlichen Institutionen 0,00 66.000.000,00 0,00 66.000.000,00 66.000
(0,00) (66.000.000,00) (0,00) (66.000.000,00) (66.000)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.067.629,30 0,00 0,00 6.067.629,30 0
(9.748.126,42) (0,00) (0,00) (9.748.126,42) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.000.000,09 0,00 0,00 3.000.000,09 0
0,00 0,00 0,00 0,00 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.438.328,07 0,00 0,00 2.438.328,07 0
(3.684.674,53) (0,00) (0,00) (3.684.674,53) (0)
21.254.083,88 66.000.000,00 0,00 156.938.758,41 66.000,00
(13.432.800,95) (66.000.000,00) (0,00) (79.432.800,95) (66.000)

Die Vorjahresbeträge sind in Klammern angegeben.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten:

aus Steuern: EUR 1.114.794,91 (im Vorjahr EUR 1.237.269,90)

im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.249,85 (EUR 143.356,61)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und ähnlichen Institutionen sind wie folgt besichert:

Verpfändung sämtlicher Bankguthaben,

Verpfändung sämtlicher Geschäftsanteile an der:

Kaffee Partner GmbH, Osnabrück,

WellTEC GmbH, Osnabrück,

Kaffee Partner Service GmbH, Osnabrück und

i-Punkt Handelsgesellschaft mbH, Osnabrück,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (Globalzession), aus Versicherungen und von geistigen Eigentumsrechten der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH,

Sicherungsabtretung von Mietansprüchen der Kaffee Partner GmbH,

Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Zinssicherungsgeschäften der Kaffee Partner Holding GmbH,Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus einem Geschäftsanteilsübertragungsvertrag (SPA) und Gutachten der Kaffee Partner Holding GmbH,Sicherungsabtretung von Ansprüchen aus Konzerndarlehensverträgen der Kaffee Partner Invest GmbH, der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH,

Sicherungsübereignung beweglicher Gegenstände der Kaffee Partner Holding GmbH, der Kaffee Partner GmbH, der WellTEC GmbH, der Kaffee Partner Service GmbH und der i-Punkt Handelsgesellschaft mbH.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

01.01.2022 - 31.12.2022
T€
Gerätebezogene Umsätze 53.987
Produktumsatz 26.739
Miete/Mietleasing 15.247
Sonstige 2.113
98.086

Die Umsatzerlöse werden zu 86% Inland und zu 14% im Ausland erzielt. Der Konzern vertreibt Automaten zur Heiß- und Kaltgetränkeversorgung und bietet die damit zusammenhängenden Servicedienstleistungen und Produkte an.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet periodenfremde Erträge i.H.v. EUR 189.390,36 (überwiegend aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen und Übrige).

Der Posten beinhaltet Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 1.018,22 (Vorjahr: EUR 0,00).

3. Personalaufwendungen

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr TEUR 34).

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen bestehen im Wesentlichen aus Geschäfts- und Firmenwertabschreibungen (TEUR 9.895) sowie Abschreibungen auf vermietete Getränkeautomaten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 244.556,36 (überwiegend aus Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen).

Der Posten beinhaltet Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 2.580,18 (Vorjahr: EUR 4.105,75).

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten enthält wie im Vorjahr keine Erträge aus Abzinsungen.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus Abzinsungen.

8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen i.H.v. EUR 295.607,99 für Steuernachzahlungen für Vorjahre.

G. Sonstige Pflichtangaben

I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- Pacht- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Art der finanziellen Verpflichtung 1. Jahr
T€
2 - 4 Jahre
T€
jährlich ab dem 5. Jahr
T€
Verpflichtungen aus Miet-/Pachtverträgen über das unbewegliche Sachanlagevermögen 1.321 3.860 210
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von Gegenständen des beweglichen Sachanlagevermögens 1.102 894 0
2.423 4.754 210

II. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 556 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

III. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 510 davon für Abschlussprüferleistungen TEUR 147 und TEUR 363 für Steuerberaterleistungen.

IV. Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer der Gesellschaft war Herr Patrick Sostmann in der Zeit vom 01.08.2021 bis zum 31.01.2023 bestellt. Seit dem 01.02.2023 ist Herr Guido Hildebrandt (CEO), Düsseldorf, bestellt. Er ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe gem. § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt unter Anwendung der Schutzklausel.

 

Osnabrück, 16. Mai 2023

Kaffee Partner Invest GmbH

Guido Hildebrandt, Geschäftsführer

Konzern-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Währungsdifferenzen
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.274.075,56 361.119,00 279.709,18 -883,44 7.354.601,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 95.816.136,27 2.218.017,14 0,00 0,00 98.034.153,41
103.090.211,83 2.579.136,14 279.709,18 -883,44 105.388.755,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 644.775,25 0,00 0,00 0,00 644.775,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.716,44 0,00 0,00 0,00 18.716,44
3. Vermietvermögen 15.514.542,32 11.802.182,92 8.930.822,09 0,00 18.385.903,15
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.833.828,01 271.929,17 196.639,67 0,00 5.909.117,51
22.011.862,02 12.074.112,09 9.127.461,76 0,00 24.958.512,35
125.102.073,85 14.653.248,23 9.407.170,94 -883,44 130.347.267,70
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.512.859,22 815.011,00 0,00 6.327.870,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.995.755,49 9.895.615,10 0,00 13.891.370,59
9.508.614,71 10.710.626,10 0,00 20.219.240,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 639.811,66 4.961,59 0,00 644.773,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.637,93 1.033,99 0,00 16.671,92
3. Vermietvermögen 5.778.125,27 3.255.340,45 1.297.532,00 7.735.933,72
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.954.819,65 484.253,09 217.579,86 5.221.492,88
11.388.394,51 3.745.589,12 1.515.111,86 13.618.871,77
20.897.009,22 14.456.215,22 1.515.111,86 33.838.112,58
Buchwert 31.12.2022
Buchwert 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.026.731,72 1.761.216,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 84.142.782,82 91.820.380,78
85.169.514,54 93.581.597,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 4.963,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.044,52 3.078,51
3. Vermietvermögen 10.649.969,43 9.736.417,05
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 687.624,63 879.008,36
11.339.640,58 10.623.467,51
96.509.155,12 104.205.064,63

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kaffee Partner Invest GmbH, Osnabrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Kaffee Partner Invest GmbH, Osnabrück, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kaffee Partner Invest GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 16. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

André Knufmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Kathryn Knoth, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 31.07.2023 gebilligt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

9 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.