PVV Financial Solutions GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian van Heynsbergen seit 10.4.2019 | Prokura |
Frank Mooshöfer seit 6.2.2018 | Vorstandsmitglied |
Andreas Dr. Schyra seit 27.8.2013 | Vorstandsmitglied |
Jörg Priebe seit 24.10.2011 | Vorstandsmitglied |
Christian Hußmann seit 1.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PVV AGEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Aufwendungen
Erträge
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Erläuterungen zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss Die PVV AG hat ihren Sitz in Essen und ist unter der Nummer HRB 18720 beim Amtsgericht Essen eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der relevanten aktienrechtlichen Vorschriften und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Nach § 340 Abs. 4a HGB i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB sind auf den Jahresabschluss der Gesellschaft, als kleines und nicht verflochtenes Institut i.S.v. Art 12 IFR i.V.m. § 2 Abs. 16 WpIG, die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend der für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute vorgesehenen Formblätter gemäß § 2 RechKredV vorgenommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Kontoform gewählt. Ausweis und Gliederung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Maßgebend für die Aufstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die gegenüber dem Vorjahr nicht geändert worden sind: Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Die Wertpapiere - Aktien und Investmentanteile - werden gemäß § 253 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie sind dem Anlagebuch zugeordnet. Zuschreibungen (EUR 30.167,03) erfolgten aufgrund der Kursentwicklungen zum Jahresende und resultieren aufgrund von in Vorperioden erfolgten Abschreibungen. Zum 31.12.2023 besteht noch ein Wertaufholungsvolumen für die kommenden Perioden von TEUR 49,5. Außerplanmäßige Abschreibungen zum 31.12.2023 haben sich weder aufgrund von dauerhaften noch aufgrund von vorrübergehenden Wertminderungen ergeben, da die Kurswerte bzw. Rücknahmepreise zum Bilanzstichtag oberhalb der Buchwerte zum 01.01.2023 lagen. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegegenstände werden sofort abgeschrieben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Steuerrückstellungen beinhalten, die das Vorjahr sowie das aktuelle Wirtschaftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). III. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute werden auf Konten in laufender Rechnung ohne eine Fristenbindung unterhalten. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden enthalten zum überwiegenden Teil die Abrechnung von Provisionsforderungen aus Vermögensverwaltungsverträgen zum Jahresende. Darüber hinaus betreffen sie Provisionsforderungen an die Bank Vontobel AG, Zürich, IP Concept Fonds Management SA, Luxemburg, die Universal-Investment GmbH, Frankfurt am Main, und die HANSAINVEST Hanseatische Investment-GmbH, Hamburg, aus dem Fondsmanagement und -advisory sowie dem Index-Sponsoring. Alle Forderungen sind Anfang 2024 ausgeglichen worden. Die Forderungen an Kunden haben alle eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind Aktien der V-Bank AG sowie Anteile an den Investmentfonds PVV Unternehmensanleihen Plus, IPAM AktienSpezial, IPAM RentenWachstum, Essener Stiftungsfonds, PVV Premium Invest 60 und PVV Premium Invest 100 ausgewiesen, die dem Finanzanlagevermögen zugeordnet sind. Die Aktien sind nicht börsenfähig. Anteile an verbundenen Unternehmen Der Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB betrifft:
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte sowie des Sach- und Finanzanlagevermögens ist aus der Anlage "Anlagespiegel" zu entnehmen. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber vertraglich gebundenen Vermittlern für das vierte Quartal 2023, welche erst nach Erhalt der zugrundeliegenden Vermögensverwaltungshonorare im Jahr 2024 anteilig ausgezahlt wurden, sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer für Dezember 2023. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. Rückstellungen Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit EUR 649.160,00 die jahresbezogene variable Vorstands- und Mitarbeitervergütung (Boni), mit EUR 48.000,00 Urlaubsrückstellungen sowie mit EUR 30.000,00 die Kosten für Abschluss und Prüfung und EUR 48.000,00 die Vergütung der Aufsichtsräte. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 327.600,00 ist in 327.600 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 300.200,00 resultiert aus den Agien bei der Ausgabe von Aktien in Vorjahren. Der Bilanzgewinn des Vorjahres (EUR 369.124,81) wurde in Höhe von EUR 8.764,39 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von EUR 360.360,00 zur Dividendenzahlung verwendet. Die Aktien der Gesellschaft werden überwiegend von den Gründern sowie leitenden Angestellten der Gesellschaft gehalten. Sämtliche Namens-Stückaktien sind vinkuliert und nur mit der Zustimmung der Gesellschaft übertragbar. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2020 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um höchstens 163,8 TEUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen innerhalb von höchstens fünf Jahren zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Durch Beschluss der Hauptversammlung von 28. April 2022 wurde der Vorstand darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um höchstens 32.760 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen innerhalb von höchstens fünf Jahren nach dem 28. April 2022 zu erhöhen, um diese neuen Aktien Mitarbeitern und/oder Organmitgliedern zur Zeichnung anzubieten. Der Bilanzgewinn stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge entfallen mit TEUR 2.553 (Vj.: TEUR 2.201) auf die Vermögensverwaltung für private sowie institutionelle Kunden. Außerdem erhält die Gesellschaft eine Vergütung für das Portfoliomanagement der Fonds PVV Unternehmensanleihen Plus, PVV Classic und PVV Global Core ETF Selection sowie für die Anlageberatung der Publikumsfonds IPAM AktienSpezial, IPAM RentenWachstum, Essener Stiftungsfonds, PVV Premium Invest 30, PVV Premium Invest 60 und PVV Premium Invest 100 sowie zweier Spezialfonds in Höhe von TEUR 1.686 (Vj.: TEUR 1.521). Zudem wurden Erträge in Höhe von TEUR 133 (Vj.: TEUR 129) für das Wertpapiercontrolling realisiert. Die übrigen Provisionserträge beziehen sich auf Anlagevermittlungen und nicht erlaubnisfreie sonstige Dienstleistungen. Verpflichtende Angabe gem. § 285 Nr. 32 HGB: In den Provisionserträgen befinden sich periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 79 (Vergütung für drei von der Gesellschaft beratenen Fonds im Rahmen des Fondsadvisorys für das dritte und vierte Quartal 2022), welche dem Vorjahr zuzurechnen sind. Der Provisionsaufwand ist überwiegend für die Inanspruchnahme von vertraglich gebundenen Vermittlern gemäß § 2 Abs. 10 KWG entstanden. Die anderen Verwaltungsaufwendungen betreffen insbesondere Gebäude- und Raumkosten (TEUR 175; Vj.: TEUR 210), EDV-, Büro- und Informationskosten (TEUR 49; Vj.: TEUR 56), Kraftfahrzeugkosten (TEUR 113 Vj.: TEUR 96), Rechtsberatungs- und Versicherungskosten (TEUR 42; Vj.: TEUR 36), Marketing- und Kommunikationskosten (TEUR 106; Vj.: TEUR 87), nicht abziehbare Vorsteuer (TEUR 15; Vj.: TEUR 54), Beiträge (TEUR 20; Vj.: TEUR 57) sowie Buchführungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 69; Vj.: TEUR 54). V. Sonstige Angaben Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dipl.-Kaufmann Jörg Priebe (Vorsitzender), Bankkaufmann, Essen Christian Hußmann, Bankkaufmann, Essen Frank Mooshöfer, Bankkaufmann, Essen Dipl.-Kaufmann (FH) Dr. Andreas Schyra, Bankkaufmann, Essen Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Dem Aufsichtsrat gehören an: Dipl.-Kaufmann Heinrich Meyer (Vorsitzender), Herausgeber der NRZ, Essen Dr. Jürgen Frodermann (stellv. Vorsitzender), Rechtsanwalt, Düsseldorf Dipl.-Volkswirt Heinz Bilk, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Essen Die Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen 2023 insgesamt TEUR 1.230 (Vj.: TEUR 1.202). Davon entfielen auf Festvergütungen TEUR 644 (Vj.: TEUR 644), auf variable Bezüge (Bonus zzgl. Inflationsausgleichsprämie) TEUR 536 (Vj.: 508) und auf Nebenleistungen TEUR 50 (Vj.: 50). Der Hauptversammlung wird eine Aufwandsentschädigung des Aufsichtsrates für 2023 in Höhe von EUR 48.000,00 vorgeschlagen. Im Jahre 2023 wurden durchschnittlich acht (Vj.: neun) Arbeitnehmer (ohne Vorstand) beschäftigt. Das Honorar des Abschlussprüfers für 2023 beträgt EUR 28.500,00. Es betrifft Abschlussprüfungsleistungen (EUR 12.000,00) und andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 89 Abs. 1 WpHG; EUR 16.500,00). Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für PKW und Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 263 in den nächsten drei Jahren; davon TEUR 87 in 2024) sowie aus Mietverträgen für Geschäftsräume (TEUR 447 in den folgenden drei Jahren; davon TEUR 149 in 2024). VI. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 553.228,49 einen Betrag von EUR 524.160,00 als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 29.068,49 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. VII. Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor.
Essen, 31. Januar 2024 PVV AG Der Vorstand Jörg Priebe Christian Hußmann Frank Mooshöfer Dr. Andreas Schyra Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Positionierung der PVV AG Die PVV AG ist ein Wertpapierinstitut und verfügt seit der Gründung über die Erlaubnis zum Betreiben folgender Wertpapierdienstleistungen: Anlageberatung, Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung, Finanzportfolioverwaltung und Eigengeschäft (im Rahmen des Anlagebuchs). Die entsprechende Erlaubnis dazu gemäß § 15 Abs. 1 WplG wurde im Jahr 2021 aus dem § 32 KWG übertragen und gilt weiter fort. Zudem verfügt das Institut über die Erlaubnis zur Immobiliendarlehensvermittlung gemäß § 34i GewO, welche jedoch nicht aktiv betrieben wird. Das Jahr 2023 war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Hierzu zählen unter anderem die Fortsetzung des Ukraine-Krieges, dynamische Zinssteigerungen der global bedeutendsten Notenbanken sowie die kriegerische Auseinandersetzung im Nahen Osten. Zudem blieb eine wirtschaftliche Erholung Chinas aus, was zu einer deutlich verringerten Nachfrage am Weltmarkt führte. Eine langfristige bzw. tiefe Rezession konnte in den Industrieländern jedoch vermieden werden. Trotz eines zwischenzeitlichen Rücksetzers an den Aktienmärkten konnte die Gesellschaft auch im Jahr 2023 den Wachstumstrend der Vorjahre fortsetzen. So gelang es zahlreiche neue Mandate hinzuzugewinnen und bestehende auszubauen, wodurch die verwalteten Vermögenswerte im Advisory für Publikums- und Spezialfonds, im Fondsmanagement und der Vermögensverwaltung für Stiftungen sowie private und institutionelle Anleger erneut gesteigert wurden. Die abhängige Anlageberatung wird unverändert ausschließlich für professionelle Kunden, in Ausprägung des Fonds Advisory gegenüber der Signal Iduna Asset Management GmbH, Hamburg, sowie gegenüber der Universal Investment GmbH, Frankfurt am Main, und gegenüber einem genossenschaftlichen Anleger erbracht. II. Das Geschäftsjahr im Überblick Im ersten Halbjahr 2023 verbuchten zahlreiche Aktienmärkte deutliche Kursgewinne und konnten sich von den zwischenzeitlichen Tiefständen des Vorjahres erholen. Die Monate August bis Oktober waren hingegen von teilweise deutlichen Rücksetzern geprägt, welche zum Jahresende wieder aufgeholt werden konnten. Dem DAX gelang im Jahresverlauf ein Zuwachs von gut 20%. In Folge der deutlichen Leitzinssteigerungen der Europäischen Zentralbank auf 4,5% sowie der Federal Reserve auf eine Spanne von 5,25 bis 5,5%gelang es, die Inflationsraten wieder nennenswert zu senken. Sie liegen in der Eurozone und den USA mit 2,8% bzw. 3,2% jedoch noch über dem Zielwert von 2,0% p.a. Durch diese Maßnahmen weisen auch bonitätsstarke Anleihen dies- und jenseits des Atlantiks wieder nennenswert positive Renditen auf und die Null- bzw. Negativzinsphase wurde beendet. Die zum Jahresende deutlich erhöhten Bewertungskurse der verwalteten Vermögenswerte führten im Vorjahresvergleich zu einer Steigerung der Provisionserträge in sämtlichen angebotenen Dienstleistungen. Aufgrund der positiven Wertentwicklung der verantworteten Portfolien gelang es zudem performanceabhängige Erträge i. H. v. 228 TEUR zu realisieren. Das Ergebnisniveau des Vorjahres konnte durch diesen Effekt deutlich gesteigert werden. Das handelsrechtliche Ergebnis erreichte einen Wert von TEUR 553 (Vj.: TEUR 369) und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um etwa 50% bzw. TEUR 184. III. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der PVV AG erhöhte sich im Jahresverlauf um etwa 25% bzw. TEUR 727 auf TEUR 3.671 (Vj.: TEUR 2.944). Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf eine Steigerung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Bilanzgewinns, der Kassenbestände und Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Gesellschaft nimmt unverändert keine Kredite oder verbrieften Verbindlichkeiten in Anspruch. Die Forderungen an Kunden umfassen Honoraransprüche der Gesellschaft für Aktivitäten der Vermögensverwaltung, des Fonds Advisory, des Fondsmanagements und des Wertpapiercontrollings im vierten Quartal 2023. Die Forderungen wurden zu Beginn des Jahres 2024 liquiditätswirksam und in voller Höhe beglichen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft - unter Berücksichtigung kurzfristig liquidierbarer "Aktien und anderer nicht festverzinsliche Wertpapiere" - zum Geschäftsjahresende betragen TEUR 2.020 und umfassen Kontoguthaben i. H. v. TEUR 1.090 sowie Bestände in - kurzfristig liquidierbaren - hauseigenen Investmentfonds bzw. börsengelisteten Wertpapieren i. H. v. TEUR 930. Die Mitarbeiter der PVV AG sowie die 100 %ige Tochtergesellschaft IPAM Institut für Professionelles Asset Management GmbH (IPAM GmbH) wurden auch im Jahr 2023 regelmäßig in Fachbeiträgen von Print- und Online-Finanzmedien zitiert. Die Geschäftsanteile an der IPAM GmbH werden weiterhin in Höhe der Stammeinlage von TEUR 25 bilanziert. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Das Eigenkapital der PVV AG wird zum Bilanzstichtag einschließlich des Bilanzgewinns 2023 mit TEUR 2.284 ausgewiesen, was einem Anteil von rund 62% der Bilanzsumme entspricht. IV. Ertragslage Die Geschäftsjahresplanung der PVV AG ist auf das handelsrechtliche Ergebnis als finanzieller Leistungsindikator ausgerichtet. Sowohl die Planung des Geschäftsjahres 2023, die unterjährigen Plan/Ist-Vergleiche als auch die Zielsetzung des Geschäftsjahres 2024 wurden maßgeblich mittels dieses Indikators bewertet. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden unverändert nicht genutzt. Ein daran angelehnter, maßgeblicher Faktor ist weiterhin die Reputation des Instituts, verbunden mit der Kundenzufriedenheit, welche das oberste Handlungsgebot aller Mitarbeiter ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Zins-, Provisions- und sonstige Erträge einschließlich Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertaufholungen der Wertpapiere im Anlagebestand von insgesamt TEUR 4.669 (Vj.: TEUR 4.156) generiert. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus höheren laufenden Vergütungen der Wertpapierdienstleistungen sowie der Generierung performanceabhängiger Provisionserträge. Die Erträge stammen überwiegend aus Provisionseinnahmen der Vermögensverwaltung sowie damit verbundenen Tätigkeiten des Fonds Advisory, Fondsmanagements, des Index Sponsorings und des Wertpapiercontrollings. Den Erträgen stehen im Wesentlichen Provisions- und Verwaltungsaufwendungen einschließlich Abschreibungen von TEUR 3.804 (Vj.: TEUR 3.564) entgegen. Die ertragsteuerlichen Aufwendungen (Zahlungen und Rückstellungen) wurden in kumulierter Höhe von TEUR 311 (Vj.: TEUR 223) berücksichtigt. Es konnte ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss von TEUR 553 (Vj.: TEUR 369) erzielt werden, welcher die Geschäftsplanung um TEUR 54 überschreitet. Gesamtbeurteilung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellen sich weiterhin sehr positiv dar und konnten im Geschäftsjahr 2023 weiter gestärkt werden. Die Weiterentwicklung der Gesellschaft hinsichtlich der Planbarkeit des handelsrechtlichen Jahresergebnisses, der qualitativen und quantitativen Steigerung der Anzahl an Kundenmandaten sowie die Zufriedenheit von Kunden, Mitarbeitern und Anteilseignern bestätigen die Geschäftsausrichtung der Gesellschaft. Der Vorstand sieht sich in seiner Geschäftspolitik und deren langfristiger, strategischer Umsetzung weiterhin bestätigt und führt diese fort. V. Risikobericht Gemäß der aktien- bzw. aufsichtsrechtlichen Vorschriften hat der Vorstand geeignete Maßnahmen zu treffen sowie aufrechtzuerhalten und ein adäquates Überwachungssystem zu installieren, damit eine Gefährdung des Fortbestandes der Gesellschaft frühzeitig erkannt, analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Die in den letzten Jahren sukzessive gestiegenen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden laufend und vollumfänglich umgesetzt. Sie sind regelmäßig Gegenstand der Erörterungen mit dem Aufsichtsrat. Die administrativen Prozesse wurden im Jahr 2023 erneut deutlich ausgeweitet und unterliegen einer fortlaufenden Überwachung. Die regulatorischen Vorgaben an Compliance, Revision, IT und die Sachkunde sämtlicher Mitarbeiter verlangen unter anderem umfangreichere Schulungs- sowie Kontrollerfordernisse und bewirkten 2023 erneut deutlich gestiegene administrative Aufwendungen. Die wesentlichen Risiken der Gesellschaft hat der Vorstand wie folgt definiert:
Die Risikosituation der Gesellschaft und die Risikotragfähigkeit werden mittels regelmäßiger Risiko- sowie Quartalsberichte analysiert und dokumentiert. Das handelsrechtliche Ergebnis steht im Mittelpunkt sämtlicher Controlling-Maßnahmen und dient als Steuerungsgröße der Geschäftsaktivitäten. Die Risikoberichterstattung inklusive Risikotragfähigkeitsberechnungen, Stresstests und der Liquiditätssituation sowie die aufsichtsrechtlich geforderten Analysen bilden neben der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft die zentralen Elemente der Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Neben der betriebswirtschaftlichen Planung des Geschäftsjahres erfolgt eine laufende Überprüfung des Geschäftsmodells sowie der Geschäftsstrategie und der daraus entstehenden Risiken. Sämtlichen geschäftsspezifischen Risiken sind Limits zugeordnet, deren Einhaltung fortlaufend analysiert und dokumentiert wird. Bei Limitüberschreitungen werden umgehend Gegenmaßnahmen umgesetzt, wobei derartige Vorfälle im Jahr 2023 nicht zu verzeichnen waren. Die Wertpapiere im Anlagebestand der Gesellschaft setzen sich ausschließlich aus Anteilen der von der Gesellschaft beratenen bzw. gemanagten Publikumsfonds zusammen. Sowohl das Adressenausfall- als auch das Zinsänderungs- und das Marktpreisrisiko werden durch eine entsprechende Titelauswahl und ein aktives Risikomanagement innerhalb der Fonds sowie eine regelmäßige Beurteilung des Value at Risk auf Ebene des Gesamtportfolios gesteuert. Zudem besteht weiterhin eine strategische Beteiligung an der V-Bank AG, München. Operationelle Risiken - in Verbindung mit Personal-, IT- und allgemeinen Rechtsrisiken - werden durch die direkte Einbindung der Vorstandsmitglieder in die operative Geschäftstätigkeit, deren Verantwortlichkeiten gemäß Geschäftsverteilungsplan einschließlich der Notfallvorsorge und deren Überprüfung sowie die Beauftragung eines externen IT-Administrators, laufend überwacht. Soweit der Vorstand einen entsprechenden Bedarf erkennt, wird externe juristische oder steuerliche Beratung durch zusätzliche Spezialisten herangezogen. Auch die laufende Schulung der Mitarbeiter sowie der Vorstandsmitglieder und die fachliche Kompetenz der Aufsichtsratsmitglieder, zur laufenden Beratung und Überwachung des Vorstands, dienen der Risikoüberwachung und -steuerung. Entsprechend der bisherigen Erkenntnisse und Entwicklungen des Risikomanagements werden sämtliche eingegangene und geschäftsimmanente Risiken bzw. Positionen mit Risikogehalt, unter Wahrung des Proportionalitätsgrundsatzes, als verhältnismäßig gering eingeschätzt. Bedeutende Risiken sind weiterhin die Ertragssituation, bemessen anhand des handelsrechtlichen Ergebnisses, sowie die Reputation der Gesellschaft, welche insbesondere durch die beschriebenen Controlling-Prozesse und eine fachlich qualifizierte Personalpolitik und -auswahl gemanagt werden. Die quartalsweise durchgeführte Risikoinventur, die daraus abgeleiteten Erkenntnisse und die Risikotragfähigkeitsberechnungen bestätigen den Vorstand darin, die Geschäftstätigkeit unter der gewählten Strategie weiter fortzuführen und auszubauen. Die getroffenen Maßnahmen zur Risikofrüherkennung haben sich als geeignet erwiesen und ermöglichen die antizipative Einleitung nötiger Gegenmaßnahmen bei Eintritt eines Risikoszenarios. Somit ergibt sich kein Anpassungsbedarf an die Ausgestaltung des eingerichteten Systems. Das Institut hat sich bislang dazu entschieden, keine expliziten Zielsetzungen von Nachhaltigkeitskriterien und nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren in seinen angebotenen Wertpapierdienstleistungen und -produkten zu berücksichtigen. Für sämtliche Mitarbeiter und die Geschäftsleitung steht es jedoch außer Frage, die ESG-Kriterien bei jeglichen Handlungen zu berücksichtigen. Um den Gefahren des Greenwashings oder anderweitiger aufsichtsrechtlicher Verfehlungen zu entgehen, hat die Geschäftsleitung entschieden, derartige Dienstleistungen oder Produkte aktuell weder anzubieten noch zu bewerben. Die Geschäftsleitung wird diese grundsätzliche Ausrichtung zukünftig regelmäßig überprüfen, soweit die aufsichtsrechtlichen Regelungen und Vorgaben einheitlich sowie praktikabel ausgerichtet werden. Im Jahr 2024 sind erneut regulatorische Anpassungen zu erwarten, welche sich auf nachhaltige Finanzdienstleistungen und -produkte auswirken. VI. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Nachdem sich die Aktienmärkte im Verlauf des Jahres 2023 uneinheitlich entwickelten, dieses jedoch überwiegend mit zweistelligen Gewinnen abschlossen, setzte sich diese positive Tendenz zu Beginn des Jahres 2024 - nach einer zwischenzeitlichen, leichten Volatilitätsausweitung - fort. Die Erwartung weiter rückläufiger Zinsen unterstützte diese positive Entwicklung, könnte sich im Jahresverlauf jedoch als übertrieben und verfrüht herausstellen, was das Kapitalmarktsentiment nennenswert belasten würde. Die umgangssprachlich als globale Wachstumslokomotive bezeichnete chinesische Wirtschaft kann sich bislang nicht aus ihrer Krise befreien und ist von der politischen Auseinandersetzung mit Taiwan beeinträchtigt. Sollte dieses Szenario in einem Krieg münden, wären die globalen Aktienmärkte nennenswerten Verlusten ausgesetzt. Darüber hinaus bestehen zahlreiche, anhaltende Unsicherheitsfaktoren: Ein Ende des Krieges in der Ukraine sowie des Nahost-Konfliktes ist weiterhin nicht absehbar, die Inflationsraten haben sich deutlich verringert, liegen jedoch weiterhin über den Zielraten der Notenbanken. Ein Rücklauf der (Notenbank)Zinsen wird zwar antizipiert, lässt jedoch auf sich warten. Zudem stehen im Jahr 2024 Präsidentschaftswahlen in den USA an. Ein Wechsel der Präsidentschaft von den Demokraten zu den Republikanern könnte zu einer Neuordnung zahlreicher national sowie international gewohnter und geschätzter Verbindungen führen. Die uneinheitliche Entwicklung im Verlauf des Kapitalmarktjahres 2023 hat abermals gezeigt, dass ein aktives Portfolio- und Risikomanagement auf der Aktien- sowie der Rentenebene nennenswert positive Performanceeffekte generiert. Zwar weisen quasi risikolose Assets mittlerweile wieder eine positive Rendite auf, welche real und nach Steuern bewertet jedoch keinen Mehrwert bietet. Das Geschäftsmodell der PVV AG weist demnach eine sich konstant positiv entwickelnde Nachfrage auf. Trotz der Klassifikation der PVV AG als kleines Wertpapierinstitut im Sinne des WpIG ist davon auszugehen, dass die administrativen und (aufsichts-)rechtlichen Anforderungen in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Auch ein propagierter Proportionalitätsgedanke wird dieser Tendenz keinen Einhalt gebieten. Es ist demnach davon auszugehen, dass sich der personelle und administrative Aufwand zunehmend ausweiten wird. Weitere Belastungsfaktoren ergeben sich einerseits aus der Digitalisierung bzw. den erhöhten Sicherheitsanforderungen an die IT, um den Anforderungen des Digital Operational Resilince Act (DORA) zu entsprechen und andererseits aus der Herausforderung geeignetes Personal zu finden und langfristig für das Institut zu begeistern. Das Ziel der Gesellschaft ist unverändert die Steigerung der verwalteten Kundenvermögenswerte, das Erschließen weiterer Ertragsquellen, die Generierung möglichst krisenresistent positiver Cash Flows sowie der Ausbau des hochwertigen Dienstleistungsangebots mit dem Fokus auf langfristig angelegte Geschäftspotenziale. Die Planung des Geschäftsjahres 2024 beläuft sich auf ein handelsrechtliches Betriebsergebnis nach Steuern von knapp TEUR 500.
Essen, 31. Januar 2024 PVV AG Der Vorstand Jörg Priebe, Vorsitzender Christian Hußmann Frank Mooshöfer Dr. Andreas Schyra Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die PVV AG Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der PVV AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PVV AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, 15.03.2024 Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für die Hauptversammlung am 15. Mai 2024 über das Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2023Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach dem Gesetz und der Satzung der PW AG obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge anhand entsprechender Unterlagen schriftlich und mündlich unterrichtet. Dabei bilden die Aufsichtsratssitzungen, an denen auch der Vorstand teilnimmt, einen besonderen Schwerpunkt. In den Beratungen mit dem Vorstand standen die Geschäfts- und Ertragsentwicklung, Compliancethemen sowie die Chancen- und Risikosituation im Vordergrund. Die genannten Themen werden jeweils in Quartalsberichten mit entsprechenden Plan-/Ist Vergleichen dargestellt und erläutert. Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu fünf ordentlichen Sitzungen, einer konstituierenden Sitzung sowie zu drei fernmündlichen Beschlussfassungen zusammengekommen. Die Gesellschaft setzte 2023 die positive Entwicklung der Vorjahre fort. Trotz des anhaltenden russischen Kriegs gegen die Ukraine mit erheblichen Auswirkungen auf Energie- und Kapitalmärkte und einem damit verbundenen spürbaren Inflations- und Zinsanstieg konnte die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 in der Vermögensverwaltung für Privatkunden und Stiftungen weiter ausbauen. Gleiches gilt für das Fonds-Advisory von Publikums- und Spezialfonds sowie das Fondsmanagement. Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung führte auch vor dem Hintergrund einer positiven Börsenentwicklung zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts der Gesellschaft durch Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Rainer Jurowsky als Abschlussprüfer geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat auf der Grundlage seiner Prüfung den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In der Aufsichtsratssitzung vom 10.04.2024 erläuterte der Abschlussprüfer das Prüfungsergebnis und beantwortete Fragen des Aufsichtsrates umfassend und vollständig. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, den Lagebericht des Vorstands und seinen Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Dazu lag dem Aufsichtsrat der Bericht des Abschlussprüfers vor. Aufgrund dieser Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 durch den Abschlussprüfer bei. Der Aufsichtsrat billigte in seiner Sitzung vom 10.04.2024 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31.12.2023. Dieser ist damit festgestellt. Aus dem Bilanzgewinn von EUR 553.228,49 soll auf Vorschlag des Vorstands eine Dividende in Höhe von EUR 524.160,00 ausgeschüttet und der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 29.068,49 auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Votum an. Der ordentlichen Hauptversammlung wird ein entsprechender Vorschlag unterbreitet. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern für die geleistete sehr erfolgreiche Arbeit. Die unternehmerische Position als Finanzdienstleister konnte weiter gefestigt und ausgebaut werden. Die Unsicherheit über den Ausgang des Kriegs in der Ukraine und die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mit ihren Folgen für globale Lieferketten sowie die Zinspolitik der Notenbanken führen weiter zu Unsicherheiten auf den Kapitalmärkten. Dies stellt die PW AG in ihren Geschäftsaktivitäten auch in 2024 vor besondere Herausforderungen.
Essen, den 10.4.2024 Heinrich Meyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats Beschluss über die ErgebnisverwendungDie Hauptversammlung beschließt, den im Jahresabschluss 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 553.228,49 wie folgt zu verwenden:
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