ACPS Oris GmbH
Selbe AdresseHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Oudshoorn seit 22.1.2025 | Prokura |
Frank Müller seit 10.10.2024 | Prokura |
Michael Reinhard August Otto Weiss seit 10.10.2024 | Geschäftsführer |
Thorsten Thomassen seit 21.9.2021 | Prokura |
Thomas Kunze seit 27.1.2021 | Prokura |
Volker Butz seit 14.7.2020 | Geschäftsführer |
Andreas Schenke-Elsner seit 30.1.2020 | Prokura |
Thorsten Settelmeier seit 30.1.2020 | Prokura |
Daniel Sommer seit 30.1.2020 | Prokura |
Dirk Recker seit 12.7.2013 | Prokura |
Susanne Dr. Hartmann seit 8.3.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Hitched Holdings 3 B.V. | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ACPS Automotive GmbHIngersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ACPS Automotive GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ACPS Automotive GmbH, Ingersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ACPS Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt 4. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 14. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Werling, Wirtschaftsprüfer Hummel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Hinweise Sitz der ACPS Automotive GmbH ist Ingersheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 204182 im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Kontenform gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind bei einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und teilweise Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht worden. Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der ACPS Automotive GmbH und ihrer Gesellschafterin, der ACPS Oris GmbH, Ingersheim, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 722311, geschlossen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen erfolgt die Bilanzierung und Bewertung unverändert zum Vorjahr wie folgt: Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aus Entwicklungen werden aufgrund des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB zu Herstellungskosten aktiviert, in die neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Erstellung veranlasste Abschreibungen einbezogen werden. Sie werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 10 Jahre) vermindert. Die zum Jahresende noch in der Entwicklung befindlichen Projekte werden im Anhang bei den Erläuterungen zum Anlagevermögen gesondert angegeben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 15 Jahre) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; für Zwecke des Anlagespiegels wurde ihr sofortiger Abgang unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Werkzeuge im Anlagevermögen verbleiben im Eigentum der ACPS Automotive GmbH und werden unter der Position "Technische Anlagen und Maschinen" ausgewiesen. Sie werden über fünf Jahre abgeschrieben, was dem durchschnittlichen Produktlebenszyklus der korrespondierenden Teile entspricht. Bei den Finanzanlagen werden die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden ebenfalls nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Werkzeuge im Umlaufvermögen werden bis zur Veräußerung im Umlaufvermögen unter der Position "Unfertige Erzeugnisse" ausgewiesen. Mit Veräußerung an den Kunden erfolgt die Erlösrealisierung. Der Ansatz der unfertigen Kundenwerkzeuge erfolgt zu Herstellungskosten bzw. zu dem sich am Bilanzstichtag ergebenden niedrigeren beizulegenden Wert, um eine verlustfreie Bewertung sicherzustellen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge (1 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom Dezember 2023 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden wie im Vorjahr mit 2,00 % berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften ist zu Vollkosten bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der seit dem 1. Januar 2019 bestehenden Organschaft mit der Hitched (Germany) GmbH wurden im Geschäftsjahr sowie in den Vorjahren keine latenten Steuern erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Posten "Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" enthält im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten für Vorentwicklungsprojekte (TEUR 4.626; Vj. TEUR 3.383). Darin enthalten ist ein fertiggestelltes Vorentwicklungsprojekt, welches seit 2021 planmäßig abgeschrieben wird (Buchwert zum 31. Dezember 2023: TEUR 1.249). Die Entwicklung der weiteren Projekte war zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Der Buchwert dieser noch nicht fertiggestellten Entwicklungsprojekte beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 3.377. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 5.107 (Vj. TEUR 5.737). Davon wurden TEUR 1.405 (Vj. TEUR 1.069) unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen gibt es keine Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 40 (Vj. TEUR 3) aus Intercompany-Umlagen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 10.961 (Vj. TEUR 15.874) enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von EUR 5.000.000,00 ist voll erbracht. Alleinige Gesellschafterin ist die ACPS Oris GmbH, Ingersheim. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 30.621. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Bei den verrechneten Vermögensgegenständen handelt es sich um eine Rückdeckungsversicherung. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für kundenbezogene Verpflichtungen, Personalverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und Drohverluste gebildet. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 2.690; Vj. TEUR 3.796) und aus Umsatzsteuer (TEUR 1.241; Vj. TEUR 807). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen die Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 11.298 (Vj. TEUR 5.684). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 435 (Vj. TEUR 369) sowie eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber einem Lieferanten in Höhe von TEUR 673 (Vj. TEUR 775). Im Vorjahr war darüber hinaus eine Verbindlichkeit gegenüber Mitarbeitern für Inflationsausgleich in Höhe von TEUR 278 enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Andere aktivierte Eigenleistungen Dieser Posten umfasst im Wesentlichen den aktivierbaren Teil interner Kosten für selbst erstellte Leistungen im Zusammenhang mit aktivierten Vorentwicklungsprojekten (TEUR 949; Vj. TEUR 629) und für in Entwicklung befindliche Werkzeuge (TEUR 200; Vj. TEUR 70). Im Vorjahr war zudem eine ERP Aktivierung in Höhe von TEUR 302 enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 897 (Vj. TEUR 2.216), die wie im Vorjahr vollständig aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Des Weiteren enthalten sind u.a. Erlöse aus Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 579 (Vj. TEUR 1.260) sowie Erträge aus Schadensersatzzahlungen in Höhe von TEUR 125 (Vj. TEUR 203). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 54). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge aus Gewerbesteuerrückzahlungen des Finanzamts für die Jahre 2008 sowie 2010 bis 2015. Im Vorjahr waren Erträge aus Gewerbesteuerforderungen gegenüber dem Finanzamt für die Jahre 2010 und 2011 enthalten. Aufgrund der seit dem 1. Januar 2019 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Hitched (Germany) GmbH (Organträgerin) werden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bei der Organträgerin abgebildet. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 11.298 wurde im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die ACPS Oris GmbH abgeführt. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Aus der Bestellung von Sicherheiten für eine Schwestergesellschaft besteht ein Haftungsverhältnis i.S.v. § 251 HGB in Höhe von TEUR 104. Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten besteht ein Haftungsverhältnis i.S.v. § 251 HGB in Höhe von TEUR 5.741. Diese sind gesichert mit gewährten Pfandrechten. Aus der Bestellung von Sicherheiten für die Factoringvereinbarung einer Schwestergesellschaft besteht ein Haftungsverhältnis i.S.v. § 251 HGB in Höhe von bis zu TEUR 17.000. Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die in diesem Rahmen entstehenden Steuern. Die Gesellschaft rechnet aus den oben genannten Haftungsverhältnissen aufgrund der positiven Zahlungshistorie der jeweils Begünstigten nicht mit einer Inanspruchnahme. Außerbilanzielle Geschäfte Factoring
Operating-Leasing Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verpflichtungen aus Operating-Leasing für Kraftfahrzeuge, Maschinen sowie IT-Equipment in Höhe von TEUR 869 (Vj. TEUR 629) mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr, in Höhe von TEUR 1.137 (Vj. TEUR 1.017) mit einer Fälligkeit zwischen zwei und fünf Jahren sowie in einer Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 17) mit einer Fälligkeit größer fünf Jahre. Zweck des Abschlusses von Operating-Leasingverträgen ist die Optimierung der liquiden Mittel. Miet- und Pachtverpflichtungen Darüber hinaus bestehen Miet- und Pachtverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 695 (Vj. TEUR 695) und gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.316 (Vj. TEUR 1.138) mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr. Weiterhin bestehen Miet- und Pachtverpflichtungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 4.372 (Vj. TEUR 3.888) mit einer Fälligkeit zwischen zwei und fünf Jahren sowie in Höhe von TEUR 6.399 (Vj. TEUR 7.371) mit einer Fälligkeit von mehr als 5 Jahren. Zweck ist die Optimierung der liquiden Mittel. Übrige finanzielle Verpflichtungen Neben den außerbilanziellen Geschäften bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in einem Umfang von TEUR 3.446 (Vj. TEUR 1.751). Ausschüttungs-/Abführungssperre Im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus Aktivierungen selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 268 Abs. 8 HGB (TEUR 4.839) sowie aufgrund des Unterschiedsbetrages i. S. v. § 253 Abs. 6 HGB (TEUR 2) eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von TEUR 4.841. Die Gewinnabführungssperre resultiert aus Aktivierungen selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände gemäß § 268 Abs. 8 HGB und beträgt TEUR 4.839. Geschäftsführung Herr Caspar Heinrich Baumhauer, CEO Herr Dr. Dietmar Bufka, COO (bis 28.2.2023) Herr Dr. Thomas Wagner, COO (seit 1.3.2023) Herr Volker Butz, CFO Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 416. Für Hinterbliebene der ehemaligen Geschäftsführung besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 242 (Vj. TEUR 224). Die Bezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 61. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Hitched Holdings 2 B.V., Schiphol, Niederlande, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird in den Niederlanden bei der KVK, der niederländischen Handelskammer (https://www.kvk.nl/en/), veröffentlicht und ist auf Anfrage dort erhältlich. Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Hitched Holdings 1 B.V., Schiphol, Niederlande, erstellt. Der Konzernabschluss wird in den Niederlanden bei der KVK, der niederländischen Handelskammer (https://www.kvk.nl/en/), veröffentlicht und ist auf Anfrage dort erhältlich. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 auswirken würden. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 123.
Ingersheim, 14. Mai 2024 ACPS Automotive GmbH Die Geschäftsführung C. Baumhauer V. Butz Dr. T. Wagner Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für 20231. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftstätigkeit Als international tätiger Erstausrüster und Entwicklungspartner für die Automobilindustrie beliefert die ACPS Automotive GmbH, Ingersheim, nahezu alle namhaften PKW-Hersteller mit Anhänge- und Trägersystemen. Insbesondere auf dem Gebiet der mechanisch und elektrisch schwenkbaren Anhängerkupplung sind die von uns entwickelten Technologien teilweise durch Patente geschützt und tragen somit zu einer Sicherung unserer Wettbewerbsposition bei. Den überwiegenden Anteil unseres Umsatzes erzielen wir mit den führenden Fahrzeugherstellern des Premium Segments in Europa und Nordamerika. Innerhalb des ACPS-Konzerns fungiert die ACPS Automotive GmbH in Ingersheim als Hauptsitz und beherbergt vor allem die zentralen Bereiche Vertrieb, Entwicklung und Verwaltung. In unserem Werk in Sankt Egidien stellen wir den Hauptanteil der Anhängervorrichtungen für unsere OEM-Kunden her. Die übrigen von uns vertriebenen Produkte kaufen wir überwiegend von unserem ungarischen Schwesterwerk in Kecskemét zu. Durch ständige Neu- und Weiterentwicklungen, insbesondere auf dem Gebiet der Nutzungserweiterungen von schwenkbaren Anhängerkupplungen, sollen die Marktanteile weiter ausgebaut werden. In Folge der kontinuierlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen stärken wir fortlaufend die technologische Kompetenz des Unternehmens sowie der Gruppe insgesamt und wollen dadurch deren Zukunft sichern. Die Entwicklungsleistungen werden im Wesentlichen durch Mitarbeiter im eigenen Haus erbracht. 1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen In den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 blieb das BIP im Inland größtenteils unverändert, während weltwirtschaftliche Herausforderungen weiterhin bestanden. Im letzten Quartal 2023 verzeichnete die inländische Wirtschaftsleistung einen leichten Rückgang um -0,3 % gegenüber dem Vorquartal. Trotz dieses Rückgangs waren die Gesamtbruttolöhne höher als im Vorjahr, was auf einen Anstieg der Beschäftigungszahlen zurückzuführen ist. Dennoch verlangsamte sich das Wachstum der privaten Konsumausgaben, da die Sparquote anstieg. 1
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html
Auch die Verschärfung der Probleme am chinesischen Immobilienmarkt und die Jugendarbeitslosigkeit hat die weltweite Stimmung belastet und die Nachfrage nach Exporten war aufgrund der globalen Konjunkturschwäche gedämpft. 2 Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang zeigt die Herausforderungen in einem weiterhin von globalen Krisen geprägten Umfeld. Bei der Vorstellung der Zahlen wurde betont, dass das hohe Preisniveau in allen Wirtschaftsbereichen die Konjunktur belastete. Zudem wirkten sich steigende Zinsen und eine schwächere Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland negativ auf die Wirtschaft aus. Trotz des Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr lag das BIP im Jahr 2023 um 0,7 % über dem Niveau von 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Der private Konsum ging im Jahr 2023 um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr zurück, vor allem bedingt durch die hohen Verbraucherpreise. Auch staatliche Konsumausgaben verringerten sich erstmals seit fast 20 Jahren, unter anderem durch den Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. Die Bauinvestitionen sanken ebenfalls, während in Ausrüstungen, vor allem in Maschinen und Fahrzeuge, deutlich mehr investiert wurde. Trotz dieser Herausforderungen zeigte sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust, mit einem Beschäftigungsaufbau vor allem in den Dienstleistungsbereichen. Auch die Staatsfinanzen verbesserten sich leicht, wobei das Finanzierungsdefizit im Jahr 2023 niedriger ausfiel als im Vorjahr. 3 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Allgemeines Mit einem wesentlichen Marktanteil in Europa ist unser Unternehmen ein führender Hersteller im Bereich Anhängervorrichtungen für PKW, SUV und Kleintransporter. Zudem verfügt ACPS über eine Vielzahl an Patenten. Ziel der Gesellschaft ist es, in unserem Marktsegment in den Bereichen Technologie, Produktionstechnik und Wirtschaftlichkeit eine führende Position zu behaupten. Beim weiteren Ausbau unserer Marktposition konzentrieren wir uns vor allem auf die Erweiterung unseres Geschäfts mit unserem bestehenden Produktportfolio und Innovationen, wie die Integration zusätzlicher Funktionen im Bereich Anhängerkupplungen. Im Berichtsjahr 2023 verzeichneten die weltweiten Automobilmärkte einen bedeutenden Anstieg bei den Neuzulassungen. Dies war insbesondere auf eine verbesserte Verfügbarkeit von Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Trotzdem bleibt das Geschäftsumfeld für den Automobilbereich herausfordernd. Vor allem in Europa gab es aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten eine gedämpfte verbraucherseitige Nachfrage und ein verhaltenes Wirtschaftswachstum. Zudem haben sich die dauerhaft hohen Energie- und Verbraucherpreise negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ausgewirkt. 4 In Europa (EU27, EFTA & UK) gab es im Jahr 2023 insgesamt gut 12,8 Millionen neu zugelassene Fahrzeuge, was einem Anstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz dieses Anstiegs liegt der europäische PKW-Markt immer noch fast ein Fünftel unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich unterschiedlich: Während Frankreich (+15 %), Spanien (+11 %), Vereinigtes Königreich (+10 %) und Italien (+6 %) in Bezug auf PKW-Neuzulassungen zulegen konnten, wurde in Deutschland (-23 %) ein Rückgang verzeichnet. Allerdings gab es in Deutschland einen Sondereffekt (Änderungen bei der Förderung von E-Autos), der sich negativ auf die KFZ-Neuzulassungen bemerkbar machte. 5 In China wurden im Jahr 2023 fast 25,8 Millionen PKW registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr 2022 und knapp 7 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017. Der chinesische PKW-Markt widerstand somit dem Trend einer abnehmenden Dynamik in der Gesamtwirtschaft und war ein Gegeneffekt für die ansonsten schwächelnde Konjunktur. 6 Der US-Light-Vehicle-Markt (PKW und Light Duty) verzeichnete im Jahr 2023 eine positive Entwicklung. Die Fahrzeugverkäufe stiegen in den Vereinigten Staaten um 12 % auf insgesamt knapp 15,5 Millionen Fahrzeuge. Dennoch liegt der Markt knapp 9 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. 7 Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung, sind bei ACPS Automotive die Kunden- sowie die Mitarbeiterzufriedenheit als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren von Bedeutung. Um die Zufriedenheit unserer Hauptkunden sicherzustellen, setzen wir auf kontinuierliches Feedback. Hierfür haben wir spezielle Key-Account-Manager für jeden Kunden eingesetzt. Diese KAMs pflegen einen engen persönlichen Austausch mit den Kunden. Die Mitarbeiterzufriedenheit erheben wir durch regelmäßige Befragungen. 2.2 Ertragslage Der Auftragsbestand beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 162,6 Mio. EUR (Vj. 134,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 34,1 Mio. EUR auf 170,8 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren externen Umsatzerlösen mit diversen OEMs (+ 31,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR. Grund für den Rückgang sind insbesondere geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 2,2 Mio. EUR) sowie geringere Erträge aus Weiterbelastungen an Schwestergesellschaften in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (definiert als Verhältnis von Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren zu den Umsatzerlösen) ist im Jahr 2023 mit 53,8 % im Vergleich zum Vorjahr (52,5 %) leicht angestiegen. Dies ist insbesondere auf höhere Materialpreise zurückzuführen. Im Berichtsjahr 2023 entwickelten sich die Löhne und Gehälter mit 31,4 Mio. EUR (Vj. 26,2 Mio. EUR) stark ansteigend, was neben allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie der gestiegenen Auslastung in den Werken aufgrund erhöhter Umsatzerlöse auch auf den Personalaufbau von 17 % zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr auf 7,9 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. EUR) leicht angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung von Neuanschaffungen produktionsnaher Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Werkzeugen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Jahr 2023 mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 20,5 Mio. EUR im Wesentlichen konstant (Vj. 20,3 Mio. EUR). Allgemeine inflationsbedingte Kostensteigerungen für z.B. Lizenzen und Dienstleistungen wurden kompensiert durch geringere Gewährleistungsaufwendungen, Einsparungen bei Vermittlungsdienstleistungen, Logistikdienstleistungen und geringeren Kosten aus Weiterbelastungen an Schwestergesellschaften. Das Zinsergebnis verbesserte sich 2023 leicht auf 0,6 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR). Wesentlich hierfür sind die Zinserträge für Darlehen aus dem Verbundbereich. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 11,3 Mio. EUR (Vj. 5,7 Mio. EUR). Das EBITDA beträgt 18,4 Mio. EUR nach 12,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 5,1 Mio. EUR, wovon 1,4 Mio. EUR unter den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert wurden. 2.3 Finanzlage Der kurzfristige Finanzmittelbedarf wird zum Teil durch Liquiditätsüberschüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus dem bestehenden Factoringvertrag mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, gedeckt. Der Factoringvertrag mit der CommerzFactoring GmbH dient zur Sicherstellung der mittelfristigen Zahlungsfähigkeit. Am 1. Februar 2023 wurde der Vertrag bis zum 30. Mai 2025 unter Anpassung des Maximalobligos von 10,0 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR verlängert. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt unverändert 40,9 Mio. EUR. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages werden sämtliche Gewinne oder Verluste an den Gesellschafter weitergereicht. Die Eigenkapitalquote verringert sich aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme von 54,0 % auf 48,9 %. 2.4 Vermögenslage Das Anlagevermögen erhöhte zum 31. Dezember 2023 um insgesamt 9,9 Mio. EUR. Grund dafür sind Zugänge bei Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 13,5 Mio. EUR. Investitionen wurden in Höhe von 5,1 Mio. EUR getätigt. Gegenläufig wirken planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen (- 7,9 Mio. EUR). Die Vorräte sind im Berichtsjahr um 0,2 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR leicht gestiegen (Vj. 8,4 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf einen Bestandsaufbau vor allem im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 4,9 Mio. EUR auf 16,7 Mio. EUR (Vj. 21,6 Mio. EUR) reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus gegenüber dem Vorjahr stark reduzierten Forderungen aus dem Verbundbereich (- 4,9 Mio. EUR). Die Bilanzsumme 2023 erhöhte sich um 7,9 Mio. EUR auf 83,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (Vj. 75,7 Mio. EUR). Die Rückstellungen erhöhten sich im Jahr 2023 insbesondere durch gestiegene Kundenrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR). Im Berichtsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten um 6,5 Mio. EUR auf 35,9 Mio. EUR (Vj. 29,4 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus zum Stichtag gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (+ 5,6 Mio. EUR), resultierend aus einem Ergebnisabführungsvertrag. Zudem erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag (+ 2,0 Mio. EUR). Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus dem Verbundbereich (- 0,7 Mio. EUR) und die sonstigen Verbindlichkeiten (- 0,4 Mio. EUR). 3. Zweigniederlassungen In Sachsen besteht eine Zweigniederlassung der ACPS Automotive GmbH, in welcher der Hauptanteil der Anhängervorrichtungen hergestellt wird. 4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in Deutschland sind für den Frauenanteil in Führungspositionen Zielgrößen festzulegen. Der Gesellschafter der ACPS Automotive GmbH hat dabei die Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der ACPS Automotive GmbH auf 0 % festgelegt. Der Gesellschafter möchte jeweils unter Beachtung der fachlichen Eignung und persönlichen Integrität die oder den aus seiner Sicht am besten geeignete Kandidatin oder geeigneten Kandidaten unabhängig von der Frage des Geschlechts bestellen. Der Gesellschafter ist dabei bemüht, bei gleicher Qualifikation Frauen den Vorzug zu geben. Im Dezember 2023 hat die Geschäftsführung der ACPS Automotive GmbH die Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beschlossen: 15 % für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene, 20 % für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene. Als Frist für die Erreichung beider Zielgrößen wurde der 01.12.2028 festgelegt. 5. Chancen- und Risikobericht Das unternehmerische Handeln der ACPS Automotive GmbH ist durch Risiken und Chancen bestimmt, die vor allem aus den globalen Geschäftstätigkeiten resultieren. Zur frühzeitigen Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken bedient sich ACPS Automotive eines aktuell entstehenden Compliance- und Risikomanagementsystems. Die Risikopolitik ist gekennzeichnet durch das Grundprinzip wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu mitigieren und damit aktiv die strategischen und operativen Ziele der ACPS Automotive GmbH zu fördern. 5.1 Grundsätze, Organisation und Ziele des Risikomanagements Grundlage des Risikomanagementsystems ist ein durch die Geschäftsführung festgelegter Compliance- und Risikomanagement Standard und die Risikomanagement Strategie, welche sich an der allgemeinen Unternehmensstrategie ausrichtet. In dieser werden die Risikotragfähigkeit und Schwellenwerte zur Risikoklassifizierung, sowie zur Beurteilung der Angemessenheit von Antwortstrategien zur Risikobewältigung, definiert. Der Compliance- und Risikomanager ist innerhalb der Risikomanagementorganisation für die methodische und konzeptionelle Ausgestaltung des Risikomanagementsystems verantwortlich. Hierbei orientiert sich die ACPS Automotive GmbH an der ISO 31000:2018 und dem IDW PS 981. Die Verantwortlichkeit für die Risikosteuerung liegt bei der Geschäftsführung. Die Geschäftsführung hat für die jeweiligen Risiken Risikoeigner benannt, die in Zusammenarbeit mit dem zentralen Risikomanagement entsprechende Maßnahmen festlegen und implementieren. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Abwägung zwischen den Chancen und Risiken mit dem Ziel, die entsprechenden Chancen zu nutzen und das Risikoprofil des Unternehmens zu optimieren. Das bedeutet einerseits, dass die Ausprägungen eines Risikos in einem angemessenen Verhältnis zu den damit einhergehenden Chancen stehen sollen, und andererseits eine den Risikofolgen angemessene Antwortstrategie existieren soll. ACPS Automotive ist bereit, innovativ zu sein und Optionen zu wählen, die trotz des größeren inhärenten Risikos potenziell höhere geschäftliche Vorteile bieten können. 5.2 Risikoerkennung und -bewertung Als Risiko wird das mögliche Eintreten eines Ereignisses gesehen, welches das Erreichen der strategischen und operativen Ziele gefährdet bzw. negativ beeinflusst. Chancen haben hingegen einen positiven Effekt auf die strategischen und operativen Unternehmensziele. Zentrales Instrument ist der Risikomanagement Prozess, in dem Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden, gefolgt von einem koordinierten und wirtschaftlichen Einsatz von Ressourcen, um diese zu mitigieren, zu übertragen oder zu vermeiden. Dieser Prozess umfasst auch die kontinuierliche Überwachung der Risikosituation, sowie die Überwachung der Wirksamkeit bestehender Maßnahmen, die Risikokommunikation und -berichterstattung. Der Prozess wird durch das zentrale Risikomanagement gesteuert und das Risikoinventar fortlaufend aktualisiert. Die Risikobewertung erfolgt in den Kategorien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe des jeweiligen Risikos und basiert auf internen Daten sowie Einschätzungen von Fachexperten. Die Bewertung erfolgt sowohl für das Brutto- als auch für das Nettorisiko unter Berücksichtigung von implementierten Maßnahmen zur Risikosteuerung. ACPS Automotive bewertet Risiken teilweise qualitativ. 5.3 Darstellung der wesentlichen Chancen und Risiken Im Folgenden werden die wesentlichen Einzelrisiken und Chancen sowie die entsprechenden Antwortstrategien dargestellt. Eine zusammengefasste, quantifizierte Darstellung oder eine Aggregation von Einzelrisiken auf Risikokategorien oder zur Bestimmung einer Gesamtrisikoexposition ist derzeit nicht möglich. 5.3.1 Strategische Chancen und Risiken Die strategischen Risiken und Chancen der ACPS Automotive GmbH sind auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens gerichtet und zeigen sich vor allem in den Feldern Markt und Technologie. Marktveränderungen ACPS Automotive ist den allgemeinen konjunkturellen, wirtschaftlichen und politischen Risiken und Chancen sowie den branchenspezifischen Entwicklungen der Automobilindustrie ausgesetzt. Ein wesentliches Risiko stellt dabei die Entwicklung auf den Hauptabsatzmärkten und unerwartete Schwankungen der Kundennachfrage dar. Zur Absicherung auf der Absatzseite dienen insbesondere langfristige Verträge sowie ein konsequentes Forderungsmanagement. Chancen ergeben sich durch die Neuerschließung von Märkten, die ACPS Automotive seit einigen Jahren aktiv vorantreibt. Insbesondere der chinesische Markt, der heute der größte Automarkt der Welt ist, ist einer der wichtigsten Märkte. Die wirtschaftliche Entwicklung in China wird kontinuierlich beobachtet. Aufgrund der Umsatzerwartung der chinesischen Unternehmen birgt eine konjunkturelle Abkühlung in China ein nicht unbedeutendes Umsatz- und Ertragsrisiko. Technologie Neue Anforderungen von Kunden oder gesetzliche Vorgaben können über die Möglichkeiten des aktuellen Produktportfolios hinausgehen. Aufgrund des mehrjährigen Entwicklungsvorlaufs kann es sein, dass das Produktportfolio von ACPS Automotive den Marktanforderungen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gerecht wird, mit erheblichem Aufwand für Entwicklung und Forschung. Außerdem können andere Marktteilnehmer geeignetere Produkte haben, was den Marktanteil von ACPS gefährden kann. Technologische Innovationen können heute genutzte oder geplante Produkt- und Produktionstechnologien sowie Investitionen in diese obsolet machen oder deren Wirtschaftlichkeit infrage stellen. ACPS Automotive beobachtet technologische Entwicklungen am Markt daher sorgfältig und begreift die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und technische Innovation, wie beispielsweise SensORIS, einer Funktion, um Anhängerkupplungen mit elektronischen Funktionen zu verbessern, als Chance zur Abgrenzung gegenüber dem Wettbewerb. 5.3.2 Operative Chancen und Risiken Operative Risiken ergeben sich insbesondere durch Nachfrageausfälle, mögliche Betriebsunterbrechungen, dem Auftreten von Qualitätsproblemen und steigender Beschaffungspreise. Aber auch Personalrisiken werden für ACPS Automotive in der Zukunft eine wesentliche Rolle spielen. Chancen ergeben sich im operativen Bereich insbesondere durch die Verbesserung der internen Prozesse auf allen Ebenen und durch Synergieeffekte aufgrund der Integration von Managementsystemen. Nachfrageausfälle Ein unvorhergesehener Nachfrageausfall bei einem oder mehreren Produkten kann nicht kurzfristig durch anderweitig bestehende Produkte kompensiert werden und stellt ein wesentliches Risiko auf der Produktions- und Absatzseite dar. Die Produktionsanlagen können nicht kurzfristig umgerüstet werden, so dass Kapazitäten typischerweise mittel- bis langfristig eingerichtet sind. Um diesem Risiko zu begegnen, schließt ACPS Automotive überwiegend Lieferverträge ab, die gegen kundenseitige Abrufschwankungen abgesichert sind. Außerdem ist ACPS Automotive in enger Abstimmung mit Kunden und Lieferanten, um derartige Schwankungen frühestmöglich zu erkennen und ihnen im Rahmen bestehender Möglichkeiten entgegenzusteuern. Betriebsunterbrechungen Eine längerfristige Betriebsunterbrechung ist ein wesentliches Risiko der ACPS Automotive GmbH, das durch Faktoren entlang der Lieferkette und durch eigene Produktionsrisiken hervorgerufen werden kann. Eine entscheidende Bedeutung kommt hierbei der Liefertreue der Lieferanten zu. Diese kann sowohl durch interne (bspw. Kapazitätsengpässe, Qualitätsprobleme) als auch externe Einflüsse (bspw. Umweltkatastrophen, politische Unruhen, Finanzkrisen, Störungen der Lieferkette) bedroht werden kann. Treiber für solche Risiken sind die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und komplexer werdende Lieferketten. Um diesem Risiko zu begegnen, hat ACPS Automotive einen Prozess zur Lieferantenauswahl und -qualifizierung etabliert, in dem sowohl der Lieferant selbst als auch dessen Umfeld nach Risikogesichtspunkten beurteilt werden. Es werden in der Regel langfristige Verträge angestrebt und auch während der Zusammenarbeit die finanziellen und qualitativen Daten der Zulieferer regelmäßig überprüft. Neben den durch den Lieferanten verursachten Betriebsunterbrechungen, stellen Unterbrechungen der eigenen Produktion einen weiteren Risikofaktor dar, welche durch Störung oder Ausfall von Produktionsmaschinen und -anlagen oder der Informationstechnologie entstehen können. Diesen potenziellen Produktionsrisiken wird durch technische und sicherheitstechnische Standards entgegengewirkt. Die Verfügbarkeit der Fertigungsanlagen wird durch eine vorbeugende Instandhaltung mit laufenden Kontrollen, Modernisierungen und zielgerichteten Investitionen sichergestellt. Um den reibungslosen Betrieb der Informationssysteme zu fördern, wurden durch ACPS Automotive technische Vorkehrungen getroffen, wie zum Beispiel Zugriffskontrollen auf Raum-, Betriebssystem- und Anwendungsebene oder der Schutz der IT-Infrastruktur mit Firewalls und Antivirus Programmen. Zur technischen Absicherung wesentlicher Geschäftsprozesse verfügt ACPS Automotive teilweise über redundante Serversysteme und entsprechende Backup- und Notfallkonzepte. Als Reaktion auf zunehmende Internetkriminalität und des vermehrt auftretenden Einsatzes von Ransomware wurden Authentifizierungsstandards im elektronischen Zahlungsverkehr, Sicherheitszertifikate für E-Mails, sichere Smartphones und verifizierte Bankverbindungen eingeführt. Zusätzlich sind für mögliche Schäden durch Betriebsunterbrechungen bzw. Produktionsausfälle und Haftungsrisiken im wirtschaftlich sinnvollen Rahmen Versicherungen abgeschlossen, die gewährleisten sollen, dass sich finanzielle Folgen von eintretenden Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Qualität Die Qualität der Produkte und Zufriedenheit der Kunden ist für ACPS Automotive eines der zentralen Unternehmensziele. Dementsprechend stellen Qualitätsprobleme für bereits ausgelieferte Produkte und hierdurch möglicherweise entstehende Rückrufe ein wesentliches Risiko für ACPS Automotive dar, das sowohl aufgrund der Volumina wesentliche Auswirkungen auf die direkte finanzielle Lage als auch auf die langfristige Reputation des Unternehmens haben kann. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat ACPS Automotive einen Entwicklungsprozess implementiert, in welchem die Qualität der Produkte bereits in der Entwicklungsphase ständig überprüft wird und in den auch die Lieferanten frühzeitig integriert sind, so dass für die Serienproduktion der Reifegrad der Produkte sichergestellt werden soll. Zudem werden alle Prozesse, sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion, im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems ständig weiterentwickelt und verbessert. Dieses System ist nach den internationalen Standards EN ISO 9001 sowie IATF 16949 zertifiziert. Damit wird regelmäßig überprüft, ob allgemein anerkannte Standards, welche die Risikoreduzierung zum Ziel haben, erfüllt werden. Neben den präventiven Risikomanagementmaßnahmen werden auf Basis von Erfahrungswerten entsprechende Gewährleistungsrückstellungen gebildet, um sich gegen zukünftig auftretende finanzielle Konsequenzen abzusichern. Zudem bestehen für mögliche Schäden durch Produktrückrufkosten sowie für Produkthaftungsfälle entsprechende Versicherungen. Die Angemessenheit dieser Versicherungsdeckung wird dabei regelmäßig überprüft. Die Qualität von Produkten kann jedoch auch eine Chance zur positiven Abgrenzung der ACPS Automotive gegenüber ihren Mitbewerbern sein. Umso mehr ist es für ACPS Automotive bedeutsam, Qualitätsrisiken zu minimieren und die Qualität der Produkte ständig zu verbessern. Beschaffungspreise Trotz bestehender Preisgleitklauseln für Stahl, der das wesentliche Einkaufsvolumen darstellt, bleibt das Risiko steigender Beschaffungspreise für das sonstige Einkaufsvolumen, beispielsweise Energie, und damit sinkenden Margen. Personal Der Wettbewerb um Spezialisten, Fachkräfte oder Facharbeiter ist in der Branche und den Regionen, in denen ACPS Automotive tätig ist, intensiv. Mittel- bis langfristig zählen die Personalgewinnung und das Binden von Personal zu den großen Herausforderungen der ACPS Automotive. Das Risiko hierbei ist ein potenzieller Personalengpass, wodurch anstehende Projekte nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt werden können und damit das Wachstum des Unternehmens negativ beeinflusst werden könnte. Diesem Risiko begegnet ACPS Automotive durch ein Personalmanagement, welches auf Basis einer langfristigen Personalplanung mögliche Engpässe frühzeitig erkennt. Durch eine aktive Suche auf dem Personalmarkt, strukturierte Nachfolgeplanung und Karrieremanagement, sowie durch gezielte Weiterqualifizierung der Mitarbeiter wird versucht, diese Engpässe zu vermeiden. 5.3.3 Finanzielle Chancen und Risiken Währungs- und Zinsentwicklung Sowohl auf der Beschaffungsseite als auch kundenseitig werden Geschäfte zum überwiegenden Teil in Euro getätigt, daher existieren keine nennenswerten Währungsrisiken. Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten bestehen derzeit nur in geringem Umfang. Finanzierung und Liquidität Ein Liquiditätsrisiko ergibt sich für die ACPS Automotive GmbH insbesondere durch das angestrebte Wachstum der kommenden Jahre, welches nur durch entsprechende Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte sowie die kontinuierliche Modernisierung der Produktion erreicht werden kann. Diese Investitionen können gemeinsam mit schlechten Marktentwicklungen zu Liquiditätsengpässen führen. Dem Risiko wird mit einer wöchentlichen Finanzplanung, dem 13-Wochen-Liquiditäts-Forecast, und daraus abgeleiteten Maßnahmen begegnet. 5.3.4 Compliance und rechtliche Risiken ACPS Automotive verpflichtet sich zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sowie von vertraglich oder anderweitig eingegangenen Verpflichtungen. Daraus ergibt sich, dass ein Risiko immer in der Verletzung dieser Vorschriften oder Verpflichtungen zu sehen ist, dem jedoch keine Chancen gegenüberstehen. Rechnungslegung Im Bereich der Rechnungslegung besteht das generelle Risiko in der Verletzung der geltenden Vorschriften sowie in der Fehlinterpretation von Gestaltungsspielräumen. ACPS Automotive begegnet diesen Risiken mit der Entwicklung und Umsetzung von Prozessen und Richtlinien, welche darauf abzielen, Falschaussagen in der Rechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu vermeiden. Zudem werden bei Entscheidungen, in denen Interpretationsspielräume bestehen, gegebenenfalls externe Experten zu Rate gezogen. Umwelt- und Gesundheitsschutz Als produzierendes Unternehmen bestehen vielfältige Risiken, gegen entsprechende Vorschriften zu verstoßen. Um dem entgegenzuwirken, hat die ACPS Automotive GmbH ein Umweltmanagementsystem etabliert. Innerhalb dieses Systems gibt es eine Reihe von Beauftragten für einzelne Themen auf allen Ebenen. Durch ständige interne wie externe Prüfungen wird die Funktionsfähigkeit des Systems kontrolliert und etwaige Fehler aufgedeckt und abgestellt. Der Nachweis für die Wirksamkeit des Systems ist die Zertifizierung der ACPS Automotive GmbH nach dem internationalen Standard ISO 14001. Bei ACPS Automotive ist es das Ziel, für die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Dabei setzt ACPS Automotive auf einen ganzheitlichen Ansatz, der bereits bei der Vermeidung von unsicheren Situationen am Arbeitsplatz beginnt. Der vorbeugende Arbeitsschutz ist durchgängiger Bestandteil des Handelns. Compliance ACPS Automotive ist als international operierendes Unternehmen verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Den Risiken in den Bereichen Korruption sowie Kartell- und Wettbewerbsrecht wird im Rahmen eines Compliance Managements entgegengewirkt. Durch Implementierung von Standards, Richtlinien und Prozessen ist sichergestellt, dass die Prinzipien und Verhaltensweisen mit den geltenden Vorschriften und Gesetzen in den jeweiligen internationalen Märkten in Einklang sind. Mitarbeiter bei der ACPS Automotive GmbH werden jährlich zu Compliance-Themen geschult. Eine Whistleblower-Hotline gewährleistet, dass sowohl Mitarbeiter als auch externe Parteien die Möglichkeit haben, potenzielle Verstöße gegen allgemeine und unternehmensinterne Richtlinien oder Gesetze zur Kenntnis zu bringen. Informationssicherheit und Datenschutz Weitere Risiken bestehen im Bereich der Informationssicherheit und des Datenschutzes. Der Einsatz von Informationstechnologie auch in sensiblen Geschäftsprozessen erhöht die Anfälligkeit für unberechtigte Datenzugriffe und Datenmissbrauch. Gegen diese Risiken sichert sich die ACPS Automotive GmbH durch Sicherheitskonzepte ab. Die IT-Systeme der ACPS Automotive GmbH unterliegen einer laufenden Überprüfung und ggf. Anpassung, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen der Geschäftsmodelle gerecht zu werden. Unter Beachtung der Prinzipien "Risikovermeidung" und "Risikominimierung" werden Veränderungen im IT-Umfeld grundsätzlich nur mittels Einhaltung der etablierten Changemanagement-Prozesse vorgenommen, wodurch Veränderungen erst nach Freigabe durch verantwortliche Führungskräfte umgesetzt werden. Patentrecht Neben dem Schutz der eigenen Informationen und des eigenen geistigen Eigentums ist für die ACPS Automotive GmbH als Technologieunternehmen auch fremdes geistiges Eigentum ein wichtiger Aspekt. Hier besteht das Risiko, dass Patente und sonstige Schutzrechte Dritter durch eigene Entwicklungen verletzt werden, mit der Folge, dass mögliche Produkte nicht oder nur durch Zahlung von Lizenzgebühren auf den Markt gebracht werden können. Diesem Risiko beugt die ACPS Automotive GmbH durch kontinuierliche Prüfungen der eigenen Entwicklungen im Hinblick auf bestehende Patente im Rahmen des Entwicklungsprozesses vor. 5.4 Gesamtrisikoprofil des Unternehmens Die Gesamtrisikosituation des Unternehmens ergibt sich aus den qualitativ oder quantitativ bewerteten Einzelrisiken aller Risikokategorien der Gesellschaft und den Zentralfunktionen. Eine Aufrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, um dem Transparenzprinzip Rechnung zu tragen. Die Risikolage ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Unsicherheiten bestehen aktuell hinsichtlich der Marktbedingungen, im Wesentlichen getrieben durch Inflation, Rezession, hohe Energiekosten, politische Konflikte, mögliche Pandemien und Fachkräftemangel. Auch vor dem Hintergrund dieser Unsicherheiten ist die Geschäftsleitung überzeugt, dass die finanzielle Solvenz der Gesellschaft mindestens für die nächsten 18 Monate ab dem Datum des Bilanzstichtags sichergestellt ist. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 6. Prognosebericht Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind einerseits der Gesamtumsatz und andererseits das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung. Für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte die Geschäftsführung der Gesellschaft nach dem damaligen Kenntnisstand einen ansteigenden Gesamtumsatz in einer Bandbreite von 20 und 25 % erwartet. Die Entwicklung der Gesamtumsatzerlöse liegt am oberen Ende der Bandbreite und stieg von 136,6 Mio. EUR in 2022 auf 170,8 Mio. EUR in 2023 an. Der Anstieg der Umsatzerlöse um + 25 % begründet sich durch die positive Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr. Zudem wurde ein positives Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung zwischen 5,0 und 10,0 Mio. EUR prognostiziert. Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung lag deutlich über der Prognose bei + 11,3 Mio. EUR. Treiber des Ergebnisses sind einerseits die hohen Gesamtumsatzerlöse und andererseits im Vergleich zum Vorjahr konstante sonstige betriebliche Aufwendungen. Neben den operativen und kommerziellen Schwerpunkten wird das Unternehmen insbesondere an der Umsetzung der strategischen Ausrichtung arbeiten, die unter anderem die Optimierung der Anlagen, Prozesse sowie die Vermarktung neuer Produkttypen und Investitionen zur weiteren Prozessoptimierung mit verfügbaren Technologien umfasst. Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden ein Schwerpunktbereich bleiben, da dies als Grundlage für zukünftige Erfolge angesehen wird. Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2024 sind weiterhin durch ein außergewöhnlich hohes Maß an Unsicherheit hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Insbesondere die anhaltenden geo- und finanzpolitischen Spannungen und Kriege, wie dem Russland-Ukraine-Krieg oder dem Krieg in Israel und Gaza, können neben weltweiten Pandemien und Epidemien die wirtschaftliche Entwicklung in den für ACPS relevanten Märkten beeinflussen, z. B. durch Lieferengpässe, steigende Materialbeschaffungskosten und höhere Energiekosten bis hin zu Versorgungsengpässen bei Energieträgern. Unter der Annahme, dass die Auswirkungen der oben genannten Themen begrenzt sind, erwartet die ACPS Automotive GmbH für 2023 eine Steigerung des Umsatzes innerhalb einer Bandbreite von 8 bis 12 % und ein positives Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung zwischen 10 und 15 Mio. EUR. Die zukünftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wird als "gut" eingeschätzt. Dieser Ausblick basiert auf der Annahme, dass sich die wirtschaftlichen Umstände im Jahr 2024 weiter normalisieren und weder globale Krisen noch andere unvorhersehbare Ereignisse die allgemeine makroökonomische Situation verschlechtern. Die wichtigsten Investitionen im Jahr 2024 zur Sicherung künftiger Einnahmen werden die Entwicklung neuer Produkte, die Erweiterung der Produktionskapazitäten und die Steigerung der Effizienz in unserem Werk in St. Egidien sein. Darüber hinaus steht die Erschließung neuer Absatzmärkte, insbesondere China, im Fokus.
Ingersheim, 14. Mai 2024 ACPS Automotive GmbH Die Geschäftsführung C. Baumhauer V. Butz Dr. T. Wagner Der von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüfte und unter dem 14. Mai 2024 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. Mai 2024 genehmigt und festgestellt. |
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