Inter Sign GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Werner Wieser seit 22.1.2025 | Prokura |
Frank Böthern seit 22.1.2025 | Prokura |
Beate Kleinecke seit 13.12.2024 | Prokura |
Matthias Arthur Dr. Sauter seit 30.12.2022 | Prokura |
Adelheid Wuhler seit 30.12.2022 | Prokura |
Nicole-Yvonne Nickolai seit 30.12.2022 | Prokura |
Andreas Ferdinand Dr. Deischl seit 30.12.2022 | Prokura |
Anne, geb. Hersel Boot seit 11.11.2022 | Prokura |
Henning Rolf Dr. Latz seit 11.11.2022 | Prokura |
Tanja Störmer seit 11.11.2022 | Geschäftsführer |
Marek Adamczewski seit 11.11.2022 | Prokura |
Ralph Blissenbach seit 11.11.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
UPM-Kymmene Oyj | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
UPM Raflatac GmbHKaltenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023A. Management SummaryDas Geschäftsjahr 2023 war für die UPM Rafaltac GmbH, Kaltenkirchen, ein außergewöhnliches Jahr. Der russische Überfall auf die Ukraine ab Februar 2022 und dessen Auswirkungen im GJ 2023 haben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Die dadurch entstandenen Störungen der Lieferketten und Belastungen bei der Versorgung mit Rohstoffen, die das Geschäftsjahr 2022 stark beeinflusst haben, haben sich im Laufe des Jahres 2023 leicht abgeschwächt. Als Folge begannen immer mehr Rohstofflieferanten die Preise moderat zu senken. Die über 2021 und 2022 aufgebauten hohen Warenbestände wurden im Rahmen der sinkenden Konsumentennachfrage bzw. einem deutlichen Rückgang der Aufträge und der ansteigenden Inflation abgebaut. Im vierten Quartal 2023 hat die Auftragslage einen leicht positiven Trend gezeigt. Am 15. September 2022 wurde die formwechselnde Umwandlung der AMC AG Advanced Methods of Coating in die UPM Raflatac GmbH beschlossen. Das Geschäftsjahr wurde an die UPM-Konzernrichtlinien angepasst und ist künftig ein Kalenderjahr. Für den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. Dezember 2022 entstand somit ein Rumpfwirtschaftsjahr. Das Geschäftsjahr 2023 wurde zum ersten Mal zum vollständigen, 12-monatigen Geschäftsjahr. Aus diesem Grund sind alle darauffolgenden Vergleiche zum Vorjahr nur eingeschränkt aussagekräftig. Der Umsatz des letzten Geschäftsjahres lag bei 78,6 Mio. €. Das EBITDA (bereinigt um die Sondereffekte, Verkauf der Sparte Intercoat, in Höhe von 74,1 Mio. €) erreichte 7,4 Mio. €. Die Abschreibungen stiegen um 0,9 Mio. €. Die UPM Raflatac GmbH hat einen Gewinn nach Steuern und vor Ergebnisabführung in Höhe von 80,5 Mio. € erreicht. Aufgrund des Beherrschung- und Ergebnisabführungsvertrages vom 24.01.2023 werden 80,5 Mio. an die Muttergesellschaft abgeführt. Die Finanzlage des Unternehmens ist stabil. Die UPM Raflatac GmbH hat das Geschäftsjahr 2023 trotz der immer noch ungünstigen Rahmenbedingungen positiv abgeschlossen. Zu den wichtigsten Geschäftsereignissen des Geschäftsjahres 2023 gehört der Verkauf der Rechte und Marken der Sparte Intercoat an die UPM Raflatac Oy im Juni 2023. Seither ist die Gesellschaft in diesem Bereich voll in die UPM-Systeme integriert und als Auftragsfertiger tätig. B. Allgemeine Informationen zur GesellschaftDie UPM Raflatac GmbH umfasst folgende Geschäftsbereiche
Die UPM Raflatac GmbH verfügt über zwei Produktionsstandorte. INTERCOAT ist auf den Standort Kaltenkirchen konzentriert. Die beiden Sparten PRINT INFORM und GLOBAL NOTES nutzen am Standort Hagenow eine integrierte Produktion für die Beschichtung und Konfektionierung von Papier für Haftnotizen und andere Industrieanwendungen. Die Produkte werden über unterschiedliche Vertriebskanäle verkauft:
Um den steigenden Anforderungen der Kunden und des Marktes gerecht zu werden, betreiben alle Sparten der UPM Raflatac GmbH Forschungs- und Entwicklungsarbeit, durch die unsere Produkte weiterentwickelt werden und die Qualität unserer Produkte gesteigert wird. In einigen Fällen werden unsere Produkte den Wünschen der Kunden angepasst. Es wird keine Grundlagenforschung betrieben. Die drei Geschäftsbereiche INTERCOAT, PRINT INFORM und GLOBAL NOTES wurden bis Ende 2022 als ergebnisverantwortliche Sparten in eigenen Profitcentern geführt. Mit dem 15. September 2022 wurde mit der Integration des Unternehmens in den Geschäftsbereich UPM Raflatac Films & Specials begonnen. Die auf 24 Monate angelegte Integration wurde von einem Integration-Management-Office sowie dreizehn zugeordneten Integrations-Workstreams geplant und im April 2024 erfolgreich abgeschlossen. C. TochtergesellschaftenDie Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden Gesellschaften beteiligt
Die Erstellung eines Konzernabschlusses entfällt, da der Jahresabschluss der UPM Raflatac GmbH in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland einbezogen und dieser offen gelegt wird. D. Wirtschaftsberichta. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war, entwickelt. Die Inflation geht inzwischen zügig zurück, und die Geldpolitik begann bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. 1 Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung wieder zulegen. Eine große konjunkturelle Dynamik ist aber nicht absehbar. Vor allem die recht kräftigen Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die Baubranche und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem wird die sich nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung die wirtschaftliche Expansion bremsen. Bezüglich der genauen Ausgestaltung der Einsparungen besteht ebenso Unsicherheit wie über deren wirtschaftliche Auswirkungen. In der Prognose senken die zusätzlichen Einsparungen die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts um gut 0,3 Prozentpunkte im Jahr 2024. Die Inflation ist deutlich gesunken. Für die kommenden beiden Jahre rechnen wir mit Raten von 2,3 Prozent (2024) und 1,8 Prozent (2025), nach 5,9 Prozent im laufenden Jahr. Die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und damit verbunden der Fachkräftemangel wirken dem aber entgegen. Das Finanzierungsdefizit des Staates dürfte von 2,5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 auf 0,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen. Der Schuldenstand wird im gleichen Zeitraum von 66,1 Prozent auf 62,4 Prozent sinken. 2 b. Geschäftsverlauf der Gesellschaft - Ertragslage Zu den wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren aller Sparten nach dem das Management die Gesellschaft steuert, gehören der Netto-Umsatz und das EBITDA. Der Netto-Umsatz, definiert als Umsatzerlöse nach Erlösschmälerungen, ist um 3,4 Mio. € bzw. 4,1% gesunken und betrug 78,6 Mio. € (Vj. 81,9 Mio. €). Das EBITDA des letzten Geschäftsjahres stieg um 0,8 Mio. € auf 7,4 Mio. €. Der Absatz sank um 9,7 %. Die UPM Raflatac GmbH verkaufte insgesamt 140,0 Mio. m 2 beschichtetes Papier und beschichtetes Folienlaminat und lag damit um 68,0 Mio. hinter der Planung zurück. Bei allen Kennzahlen ist nochmals auf die nicht gegebene Vergleichbarkeit der Zeiträume (2023, 12 Monate und 2023, 9 Monate) hinzuweisen. Wie in den Vorjahren hat der Export den weitaus größten Anteil am Umsatz der UPM Raflatac GmbH. Für den Standort Hagenow ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 folgende Umsatzanteile: 69,6 % des Umsatzes der Sparten Print Inform und Global Notes wurden im Ausland erwirtschaftet und nur 30,4 % in Deutschland. 52,0 % des Umsatzes stammte von Kunden aus dem restlichen Europa außerhalb von Deutschland. Der Schwerpunkt unseres Verkaufs lag eindeutig mit 82,3 % in Europa. Nur 3,3 % unserer Umsätze werden mit Kunden in Amerika, 1,7 % mit Kunden in Afrika, 11,7 % werden in Asien sowie 0,6 % in Australien und Ozeanien erwirtschaftet. Aufgrund der Vollintegration der Sparte Intercoat in den Geschäftsbereich UPM Raflatac Films & Specials entfällt die Leistung in voller Höhe auf die UPM Oyj Finnland. Nach Erlösschmälerungen und Bestandsveränderungen wurde eine Betriebsleistung von 76,7 Mio. € erwirtschaftet. Der Materialaufwand sank überproportional um 10,4 Mio. € auf 47,5 Mio. €. Der Rohertrag stieg um 0,7 Mio. € auf 29,2 Mio. €. Die Rohertragsquote erhöhte sich entsprechend um 5,1 %-Punkte auf 38,1 % (Vj. 33,0 %). Die Personalkosten sind mit 14,1 Mio. € um 1,8 Mio. € gestiegen. Der Anstieg ist zum einen in der fehlenden Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr sowie in höheren Bonuszahlungen begründet. Die Personalkostenquote beträgt 18,4 % (Vj. 14,3 %). Im Berichtsjahr ist die Anzahl der Beschäftigten um 33 Mitarbeiter gesunken. Am Ende des Geschäftsjahres waren 259 Mitarbeiter bei der UPM Raflatac GmbH beschäftigt. Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,9 Mio. € oder 51,0% auf 2,8 Mio. €. Nach den Abschreibungen des laufenden Jahres betrug der Buchwert der Maschinen und technischen Anlagen 14,6 Mio. €. Der Buchwert der Grundstücke und Gebäude betrug 15,8 Mio. € am Ende des Geschäftsjahres 2023. Aus den laufenden Investitionen und Anzahlungen stehen zusätzlich 1,4 Mio. € als Anlagen im Bau im Anlagevermögen, die noch nicht abgeschrieben werden. Das gesamte Anlagevermögen erreichte mit 35,6 Mio. € einen Anteil von 24,9 % an der Bilanzsumme. Der Zinsaufwand betrug 0,2 Mio. € und blieb damit fast unverändert. Alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Ende März bzw. Ende Juni 2023 vollständig getilgt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weist 80,0 Mio. € aus und ist damit um 75,2 Mio. € besser als im Vorjahr. Der Sondereffekt aus dem Verkauf der Marken und Rechte der Sparte Intercoat an die UPM Raflatac Oy beträgt 74,1 Mio. €. Nach Steuern erzielte die UPM Raflatac GmbH für das Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn von 80.539.442,70 €. Damit stieg der Gewinn vor Ergebnisabführung um 78,2 Mio. €. Der gesamte Jahresüberschuss wird an die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH abgeführt. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 wurden nicht in vollem Umfang erreicht. Das Geschäftsjahr 2023 zeigte für Intercoat Etiketten einen, an die aktuelle Marktlage angelehnten, schwachen Geschäftsverlauf und war von der herausfordernden Marktsituation der Verpackungsbranche massiv betroffen. Aufgrund hoher Lagerbestände bei Kunden sowie Endkunden, verbunden mit dortigem Bestandsabbau und einer zunehmenden Kaufzurückhaltung der Konsumenten, wurden deutliche Volumenrückgänge im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen verzeichnet. Unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zufrieden. c. Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen und Liquidität) Die UPM Raflatac GmbH hat ein Stammkapital von unverändert 13.847.818 €. Die alleinige Gesellschafterin, namentlich die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, ist mit 13.847.818 Geschäftsanteilen, jeweils mit einem Nennbetrag von EUR 1,00 beteiligt. UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Muttergesellschaft des deutschen Teilkonzerns übernimmt das Cash Pooling der deutschen Gesellschaften und damit auch der UPM Raflatac GmbH. Durch das Cash Pooling werden die allgemeinen und spezifischen Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen. Die diesbezügliche Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen. Eine kurzfristige Finanzmittelbeschaffung über die Finanzmärkte ist nicht notwendig, sodass die UPM Raflatac GmbH unmittelbar keinen Finanzierungsrisiken ausgesetzt ist. Die Finanzlage der UPM Raflatac GmbH ist unverändert stabil. d. Vermögenslage Das Eigenkapital der UPM Raflatac GmbH blieb mit 46,9 Mio. € unverändert. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 beträgt 14,8 Mio. €. Die Rückstellungen sanken um 0,7 Mio. € auf 3,9 Mio. €. Die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden vollumfänglich getilgt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten betrug zum 31.12.2023 1,6 Mio. €. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 62,7 Mio. € auf 143,2 Mio. €. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die noch ausstehende Gewinnabführung an die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH zurückzuführen. Die Bilanzsumme verringerte sich gleichzeitig um die Rückzahlung der Darlehen gegenüber den Kreditinstituten in Höhe von 20,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote der UPM Raflatac GmbH beträgt danach am Bilanzstichtag 32,8 % (Vj.: 58,3%). Die UPM Raflatac GmbH verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung und eine gesunde Vermögens- und Finanzstruktur, die ausreichenden Spielraum für die Investitionen und für zukünftiges Wachstum bietet. E. Chancen- & RisikoberichtRisikobericht Die folgende Zusammenfassung der Chancen und Risiken bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr: UPM betrachtet das Risikomanagement als ein proaktives Mittel zur Analyse und Bewältigung von Risiken und Gefahren im Zusammenhang mit seiner Geschäftstätigkeit. Durch das ERPSystem der UPM Raflatac GmbH ist eine hohe Transparenz in allen Bereichen des Unternehmens vom Einkauf über die Lager- und Bestandsüberwachung, die Produktion, den Verkauf und die Vertriebssteuerung, das Forderungsmanagement, das Finanz- und Rechnungswesens, die Liquiditätssteuerung bis hin zum Controlling, der Planung und dem Reporting gesichert, so dass eventuelle Risiken frühzeitig erkannt werden können. Dabei setzen das Controlling, die Risikoüberwachung und die Steuerung des operativen Geschäftes bei den Sparten Global Notes und Print Inform an. Das Reporting des Graphics- sowie PSL-Geschäft findet seit Juni 2023 nicht mehr über die UPM Raflatac GmbH, sondern konsolidiert im Rahmen des UPM Raflatac Reportings statt. Die Analysen ergeben eine hohe Transparenz mit hoher Aktualität bei gleichzeitiger klarer Übersicht der strategischen Auswirkungen für die Gesellschaft. Schwächen des Geschäftes können aufgezeigt werden und Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet werden. Dies hat sich gerade in den letzten Geschäftsjahren bewährt. Die Auswirkungen der Kostensteigerungen auf die verschiedenen Produkte und die unterschiedlichen Vertriebskanäle unserer Sparten erforderten eine schnelle Reaktion bei der Anpassung der Verkaufspreise. Durch eine präzise Risikoüberwachung konnten wir mit geringem zeitlichem Versatz unsere Preise erhöhen und den Rohertrag weitgehend erhalten. Die wichtigsten Risikofaktoren, die das Geschäft wesentlich beeinflussen können, werden im Folgenden beschrieben. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Geschäftsführung sieht das gesamtwirtschaftliche Risiko, das ein positives Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung verhindern könnte, vor allem in Unsicherheiten im wirtschaftlichen und politischen Umfeld wie einer weiteren Eskalation der Russland-Ukraine- und Nahostkonflikte, Turbulenzen an den Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten sowie Versorgungsengpässen. Die UPM Raflatac GmbH und der gesamte UPM-Konzern hat aufgrund geopolitischer Spannungen unmittelbar nach dem Ausbruch des Russlands-Ukraine-Konflikts sämtliche wirtschaftliche Aktivitäten in Russland eingestellt. Die Rohstoffversorgung wird durch den breit aufgestellten Einkauf weitgehend garantiert. Die Energieversorgung wird durch die geplante und bereits umgesetzte Ergänzung und Umstellung auf alternative Energiequellen gewährleistet. Die Geschäftsführung sieht vor diesem Hintergrund zukünftig eine moderate Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos. Operative Risiken Die Folgen des Abschwungs der Weltwirtschaft, ausgelöst durch den Russland-Ukraine und andere Konflikte, sind noch in den Schwankungen der Rohstoffpreisentwicklung, bedingt durch Unsicherheiten bei den Preisen und der Verfügbarkeit vieler Rohstoffe, spürbar. Die Preise für die wichtigsten Produktionsfaktoren, welche insbesondere Chemikalien, Energie und Wasser sind, waren in den letzten Jahren volatil und werden voraussichtlich volatil bleiben. Durch die Zugehörigkeit zu dem UPM-Konzern und den Zugriff auf dessen Ressourcen in den Bereichen Logistik, Produktentwicklung und vor allem Einkauf werden diese Risiken minimiert. Zusätzlich ist es bei den Energiepreisen gelungen, durch langfristige Verträge die niedrigen Preise des letzten Jahres für Gas und Strom zu sichern. Aufgrund der von der Bundesregierung geplanten Energiewende muss aber langfristig mit einem weiteren Anstieg der Gas- und Strompreise gerechnet werden. Seit dem Beginn des Jahres 2021 muss die Gesellschaft auf die in den Werken verbrauchte Energie eine zusätzliche CO 2 -Abgabe zahlen. Die Geschäftsführung geht von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos aus. Währungsrisiko Der Wechselkurs des Euro zum Dollar schwankte im Verlauf des Geschäftsjahres zwischen 1,04 Euro / Dollar und 1,12 Euro / Dollar und erreichte zum Ende des Geschäftsjahres 1,11 Euro / Dollar. Der niedrige Euro / Dollarkurs erleichterte die Exporte in die Märkte, in denen in USDollar abgerechnet wird, war aber auch eine Belastung, weil wir einen Teil der Handelsware aus China beziehen. Auch außerhalb Europas werden wesentliche Teile des Geschäftes in Euro bezahlt. Die Währungsrisiken sind für die UPM Raflatac GmbH aufgrund des hohen Anteils der Umsätze in der Euro-Zone überschaubar und werden als gering eingeschätzt. Die Kurse der offenen Währungsforderungen werden nicht mehr gesichert. Forderungsausfallrisiko Die Gesellschaft unterliegt dem allgemeinen Risiko von Forderungsausfällen. Die Forderungen sind durch eine breite Kundenbasis und durch den Abschluss von Warenkreditversicherungen weitgehend abgesichert. Die UPM Raflatac GmbH betreibt ein enges und konsequentes Mahnwesen. Daher brauchte die Kreditversicherung auch im vergangenen Jahr nicht in Anspruch genommen zu werden. Das Risiko wird durch die Geschäftsführung daher als gering eingeschätzt. Regulatorische Rahmenbedingungen Die Gesellschaft ist in einer Branche tätig, die umfangreichen Umweltgesetzen und -vorschriften unterliegt. Insbesondere die Umweltgesetzte zu Emissionen, Wasserqualität, Energieeffizienz sowie Abfallbehandlung, und Entsorgung sind strenger geworden und können sich aufgrund verschiedener globaler und nationaler Regulierungsinitiativen noch weiter verschärfen. Die Umsetzung der Vorschriften könnte sich negativ durch zusätzliche Kosten für die Einhaltung auswirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos aus regulatorischen Rahmenbedingungen wird von der Geschäftsführung als moderat eingestuft. Gesamtrisikobeurteilung Die UPM Raflatac GmbH erzielt traditionell einen sehr hohen Anteil ihrer Umsätze außerhalb Deutschlands im Export. Zwei Drittel des Exports werden in den Staaten Europas erwirtschaftet. Dabei ist die UPM Raflatac GmbH sehr breit aufgestellt und hat nicht einen Schwerpunkt in einzelnen Ländern oder Regionen, wodurch die Risiken aus wirtschaftlichen Krisen in einzelnen Ländern oder Regionen in der Regel überschaubar und verkraftbar sind. Nichtsdestotrotz haben die Corona Pandemie der Jahre 2020 bis 2022, der russische Überfall auf die Ukraine und der Nahostkonflikt viele Länder weltweit getroffen. Die Gesamtrisikolage wird von der Geschäftsführung jedoch als akzeptabel eingeschätzt. Chancenbericht Kundenakquise Durch die am 15. September 2022 begonnene Integration des Unternehmens in den Geschäftsbereich UPM Raflatac Films & Specials ergeben sich zusätzliche Chancen für das gemeinsame Wachstum. Ausbau des Geschäfts Der wachsende Bedarf und die Vorliebe der Verbraucher für erneuerbare und wiederverwertbare Lösungen schaffen Geschäftschancen und steigern die Nachfrage die zu einem Ausbau des Geschäfts mit bestehenden Kunden sowie neuen Kunden führen kann. Produkterweiterung Alle Geschäftsfelder der UPM Raflatac GmbH befinden sich in stabilen Märkten mit jungen und dynamischen Produkten, die Chancen für Wachstum bieten. Als Vorreiter für nachhaltige Etikettenprodukte bietet die UPM Raflatac GmbH nachhaltige Lösungen für die weltweit wachsende Nachfrage der Verbraucher jenseits der fossilen Materialien. Gesamtbewertung der Chancen Das stetig wachsende Klimabewusstsein und der Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft können zu politischen Veränderungen und einer steigenden Nachfrage der Verbraucher für erneuerbare und wiederverwertbaren Produkten führen. Zu den Chancen des Übergangs gehören die Ressourceneffizienz und die Entwicklung neuer Technologien, emissionsfreier Produkte und Dienstleistungen die neuen Märkte und Kunden bringen könnten. F. PrognoseberichtDie Gesellschaft hat die Rezessionsjahre dazu genutzt, die Investitionen voranzutreiben und die Kapazitäten auszubauen. Diese können nunmehr für ein langfristiges Wachstum genutzt werden. Durch den Krieg von Russland gegen die Ukraine wurde die wirtschaftliche Erholung nach dem Ende der Pandemie erneut unterbrochen. Sanktionen gegen Russland durch die westlichen Staaten genauso wie die Reaktionen Russlands gegen die EU werden wohl weiter verschärft werden. Ein Ende des Krieges ist nicht abzusehen. 3 Der Ausbau der vertrieblichen Aktivitäten mit Schwerpunkt Europa sowie die weitere bereichsübergreifende Nutzung der Klebstoffkompetenz im Bereich Haftklebstoff dürften hier unterstützend als positiver Hebel wirken. Die Gesellschaft ist gut darauf vorbereitet die kommende Wachstumsphase für die nachhaltige Entwicklung der UPM Raflatac GmbH zu nutzen. Alle drei Sparten sind aufgrund der Qualität ihrer Produkte und ihrer Innovationskraft in ihren internationalen Märkten fest etabliert und ernst zu nehmende Wettbewerber. Auf Basis der aktuellen Buchhaltungsdaten für das Geschäftsjahr 2024 für die UPM Raflatac GmbH wird mit einer moderaten Verbesserung der Umsatzzahlen und einer deutlich positiven Entwicklung des EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 gerechnet. Die gute Ausgangsposition soll auch in Zukunft ausgebaut und genutzt werden. Trotz eines intensiven Wettbewerbsdruckes verstärkte die UPM Raflatac GmbH ihre Anstrengungen, die Verkaufspreise zu stabilisieren, Kosten zu reduzieren, um dadurch auskömmliche Margen für den Umsatz mit den Produkten zu sichern.
Kaltenkirchen, den 16. Januar 2025 UPM Raflatac GmbH Tanja Störmer
1 Quelle: Konjunkturbericht: Weltwirtschaft im
Winter 2023: Konjunkturelle Dynamik bleibt vorerst gering
Bilanz per 31.12.2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie durch Formwechsel entstandene UPM Raflatac GmbH hat ihren Sitz in Kaltenkirchen und ist beim Amtsgericht Kiel im Handelsregister unter der Nummer HRB 24977 KI seit dem 11. November 2022 eingetragen. Die Satzung der UPM Raflatac GmbH wurde durch notarielle Beurkundung vom 15. September 2022 festgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im letzten Wirtschaftsjahr gab es für den Zeitraum vom 1. April 2022 bis zum 31. Dezember 2022 ein Rumpfwirtschaftsjahr. Die nachfolgenden Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten daher 12 Monate des Geschäftsjahres, während die Vergleichszahlen des Vorjahres nur 9 Monate beinhalten. Der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des 3. Buches des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den rechtsformspezifischen Vorschriften aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. II. Bilanzierungs und BewertungsgrundsätzeDie im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nachstehend nicht anderslautend, unverändert fortgeführt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode durchgeführt. Dabei orientieren sich die Nutzungsdauern an den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern (zwischen 2 Jahre und 40 Jahre). Im Zugangsjahr wird die planmäßige Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Netto-Anschaffungskosten EUR 800,- nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Anzahlungen und Anlagen im Bau im Bereich des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird der niedrigere beizulegende Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne, die Material und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden im angemessenen Umfang vorgenommen. Die in den Beständen vorhandenen Risiken werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurden durch individuelle Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; darüber hinaus wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% wegen des allgemeinen Kreditrisikos und des Skontoabzugs gebildet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag der Entstehung angesetzt und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unsaldiert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Erstverbuchung mit dem Tageskurs gebucht und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 29,3% zugrunde gelegt. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen und Zuschreibungen ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Dieser Posten beinhaltet Forderungen gegen den (mittelbaren) Gesellschafter, die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, resultierend aus dem Markenverkauf Intercoat (TEUR 70.742; Vorjahr TEUR 0) sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Organträgerin (TEUR 445; Vorjahr TEUR 0). Außerdem sind Forderungen gegen weitere Gesellschaften der UPM-Kymmene-Gruppe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr enthalten. 4. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 13.847.818,00 (Vorjahr EUR 13.847.818,00). Die alleinige Gesellschafterin UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH ist mit 13.847.818 Geschäftsanteilen jeweils im Nennbetrag von EUR 1,00 beteiligt. 5. Gewinnrücklagen Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um Gewinnrücklagen aus Vorjahren i.H.v. TEUR 18.316. Es ergaben sich keine Veränderungen im Berichtsjahr. 6. Gewinnvortrag Jahresüberschüsse werden gemäß des Ergebnisabführungsvertrages vom 24.01.2023 mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH vollständig an diese abgeführt bzw. Verluste von dieser übernommen. Der Gewinnvortrag in Höhe TEUR 14.775 resultiert aus aufgelaufenen und nicht ausgeschütteten Gewinnen bis zum Jahr 2022. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen: Kundenboni (TEUR 600; Vorjahr: TEUR 881), variable Vergütungen (TEUR 467; Vorjahr: TEUR 523), ausstehende Rechnungen (TEUR 411; Vorjahr: TEUR 306), Abfindungen (TEUR 231; Vorjahr: TEUR 100), Reklamationen (TEUR 194; Vorjahr: TEUR 91), Urlaubsansprüche (TEUR 91; Vorjahr: TEUR 111), Instandhaltungen (TEUR 86; Vorjahr: TEUR 0), sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 60; Vorjahr: TEUR 97). 8. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH, dem (mittelbaren) Gesellschafter, von insgesamt TEUR 80.908. Hiervon entfallen auf die Gewinnabführung TEUR 80.539 (Vorjahr TEUR 0), auf die Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Organträgerin TEUR 368 (Vorjahr TEUR 0) und auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0). Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der UPM Sales Oy und weiteren verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen. 9. Latente Steuern Es bestehen temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der in Handels und Steuerbilanz bilanzierten Gegenstände des Sachanlagevermögens, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Durch die steuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft, sind die latenten Steuern auf Ebne der Organträgerin zu bilanzieren. Folglich führen die Differenzen im Berichtsjahr insgesamt zu keiner passiven Latenz (Vorjahr: TEUR 77). 10. Bewertungseinheiten Die Absicherung von Wechselkursrisiken aus Forderungen aus Warenverkäufen in Fremdwährung wurden im Wirtschaftsjahr 2023 komplett eingestellt. Zum Bilanzstichtag gab es keine noch offenen Devisentermingeschäfte von USD (Vorjahr: 196.000,00) und GBP (Vorjahr: 200.000,00). IV. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Brutto Umsatzerlöse (definiert als Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen) wurden in den folgenden geographisch abgegrenzten Märkten erzielt:
Auf die Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen wird in Anwendung des § 286 Abs. 2 HGB verzichtet. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind insbesondere der Verkaufserlös aus der Haupttätigkeit des Etikettengeschäfts und aller Warenzeichen, Marken und Patente sowie darüber hinaus gehenden Erträgen aus den Verkäufen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 74.210 enthalten. Periodenfremde Erträge sind für Buchgewinne in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 144) enthalten. 3. Abschreibungen Zur Aufgliederung der planmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf den Anlagenspiegel. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem Vertriebskosten (TEUR 2.263; Vorjahr: TEUR 4.120), Instandhaltungskosten (TEUR 1.962; Vorjahr: 1.451), Gebühren, Beiträge und Versicherungen (TEUR 342; Vorjahr: 429), Abfallbeseitigung (TEUR 317; Vorjahr: 339), Verwaltungskosten (TEUR 260; Vorjahr TEUR 192), Reisekosten (TEUR 210; Vorjahr TEUR 142), Kfz.Kosten (TEUR 198; Vorjahr TEUR 239), Forderungsverluste (TEUR 119; Vorjahr TEUR 136), Reinigungskosten (TEUR 108; Vorjahr TEUR 96), sonstige Personalaufwendungen (TEUR 94; Vorjahr TEUR 242), Rechts und Beratungskosten (TEUR 79; Vorjahr TEUR 229) sowie Werbekosten (TEUR 50; TEUR 152) enthalten. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Erträge betreffen im Wesentlichen Guthabenzinsen aus der Cashpool-Forderung. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen umfassen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für den Kapitaldienst für das erste und zweite Quartal. 7. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Korrekt der Grundsteuern aus dem Vorjahr. 8. Ergebnisabführung Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag an die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH abgeführt. V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen für die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag über betrieblich genutzte Drucker/Kopierer in Höhe von TEUR 81 sowie aus diversen PKWLeasingverträgen in Höhe von TEUR 175 sowie Fahrradleasingverträgen in Höhe von TEUR 92. Diese verteilen sich gemäß ihrer Fälligkeit wie folgt:
VI. BeteiligungsverhältnisseBeteiligungen der UPM Raflatac GmbH, Kaltenkirchen, mit einem Anteil von über 20% gemäß § 285 Nr. 11 HGB bestehen zum Bilanzstichtag an folgenden Gesellschaften:
VII. Sonstige Angaben1. Mitarbeiterzahl Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren in der UPM Raflatac GmbH, Kaltenkirchen, 270 (Vorjahr: 306) Mitarbeiter beschäftigt. Davon sind durchschnittlich 72 Mitarbeiter im angestellten Verhältnis und 198 Mitarbeiter im gewerblichen Verhältnis beschäftigt. 2. Angaben zu den Organen Die Gesellschaft wird durch eine Geschäftsführerin oder gemeinsam durch zwei Prokuristen vertreten. Die alleinige Geschäftsführerin ist Frau Tanja Störmer, Düsseldorf. Die Geschäftsführerin übte ihre Tätigkeit im Berichtsjahr hauptberuflich aus. Die Angabe der Organbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17, dritter Teilsatz HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, erfolgen. 4. Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte Das Tochterunternehmen Inter Sign GmbH, Kaltenkirchen, hat im Geschäftsjahr 2011/2012 im Zuge der Neuordnung der Finanzierung der Gesellschaft ein Darlehen an die Gesellschaft in Höhe von 4 Mio. EUR ausgereicht. Im Geschäftsjahr 2015/2016 gab die Inter Sign GmbH, Kaltenkirchen der Gesellschaft ein weiteres Darlehen in Höhe von 1 Mio.EUR. Der Zinssatz für die vorgenannten Darlehen beträgt jeweils 1,5% p.a. Die Inter Sign GmbH, Kaltenkirchen, erklärt für diese Forderungen einen Rangrücktritt und tritt danach mit ihren Ansprüchen im Rang hinter sämtliche Forderungen gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger zurück. 5. Vorgänge von besonderer Bedeutung Der Standort in Kaltenkirchen soll im Geschäftsjahr 2025 schrittweise geschlossen werden. Eine Kommunikation an die betreffenden Mitarbeiter ist bereits Ende des Jahres 2024 erfolgt, sodass gemäß der vorliegenden Buchhaltungsunterlagen zum Stichtag 31. Dezember 2024 Rückstellungen für den Sozialplan betreffend die ausscheidenden Mitarbeiter von rd. EUR 10 Mio. gebildet wurden. Daneben wurden zum 31. Dezember 2024 Abschreibungen auf das Anlagevermögen von rd. EUR 13 Mio. vorgenommen. Die vorbeschriebenen finanziellen Folgen der geplanten Schließung des Standorts Kaltenkirchen werden vollumfänglich an die UPM-Gruppe weiterbelastet. Die Auswirkungen der Standortschließung auf die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBITDA ab dem Geschäftsjahr 2025 sind bisher noch nicht absehbar. Im Übrigen verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. 6. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist zwar Mutterunternehmen für die unter VI. Beteiligungsverhältnisse ausgewiesenen Tochterunternehmen, aber stellt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 keinen Konzernabschluss auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden in dem elektronischen Unternehmensregister in englischer Sprache bekannt gemacht.
Kaltenkirchen, den 16. Januar 2025 UPM Raflatac GmbH Tanja Störmer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die UPM Raflatac GmbH, Kaltenkirchen Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der UPM Raflatac GmbH, Kaltenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der UPM Raflatac GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 18. Februar 2025 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer ppa. Andre Kaszas, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.2.2025 festgestellt. |
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