Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 13351
Eingetragen
3.4.2008
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Vertrieb und Montage von umweltfreundlichen Energiesystemen, Handel mit Komponenten für umweltfreundliche Energiesysteme, Energieberatung und Erstellen von Energiesparkonzepten, Erstellen von Gutachten im Bereich umweltfreundlicher Energiesysteme, Betrieb, Verwaltung und Errichtung von umweltfreundlichen Energiesystemen, Übernahme von Beteiligungen an Gesellschaften, insbesondere Betreibergesellschaften für umweltfreundliche Energiesysteme und Übernahme von deren Geschäftsführung, ferner Konzeption, Verwaltung und Vertrieb von Gesellschaften und Anteilen daran und Entwicklung und Ausführung von Betreiberund Finanzierungsmodellen für umweltfreundliche Energiesysteme sowie alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Actensys GmbH

Waldstetten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Actensys GmbH wurde 2008 gegründet und ist ein Full Service Anbieter für Planung, Projektierung, Installation, Wartung und technischer Betriebsführung von hochwertigen Photovoltaikanlagen. Die Bandbreite der Projekte erstreckt sich von der kleinen Dachanlage bis hin zum großen Solarpark. Darüber hinaus ergänzen die Prüfung und Anlagenbegutachtung sowie die Instandsetzung und Sanierung von Fremdanlagen das Leistungsspektrum der Gesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt über ein breites Kundenspektrum, das von Privathaushalten über Gewerbebetriebe bis hin zu kommunalen Großprojekten reicht.

Die Actensys GmbH ist an folgenden Standorten vertreten.

• Ellzee (Kreis Günzburg)

• Weilheim i. Obb. (Kreis Weilheim-Schongau)

• Wiesmoor (Kreis Aurich)

Sie ist ein Tochterunternehmen der RenerVest GmbH, Ellzee

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Euroraum verzeichnete in 2023 mit einem Plus von 0,5 % ein moderates Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes im Vergleich zum Vorjahr.

Die wirtschaftliche Entwicklung wurde geprägt von einem schwierigen Umfeld. Neben einer weiterhin hohen Inflation in der Eurozone von 5,4 % (im Vorjahr 8,4 %), führt die restriktive Geldpolitik der EZB durch die Zinswende zu stark erhöhten Finanzierungskosten. Um dem Anstieg des Preisniveaus entgegenzuwirken, stieg der Hauptrefinanzierungssatz von 2,5 ?% zu Beginn des Jahres auf 4,5 % im Oktober 2023.

Auch die geopolitischen Risiken wie z.B. der anhaltende Ukrainekrieg oder der Nahostkonflikt, führten zu Unsicherheit auf den Energie- und Rohstoffmärkten. Darüber hinaus nahmen die Spannungen zwischen der Europäischen Union und der Volksrepublik China weiter zu. Trotz enger wirtschaftlicher Verflechtungen zeigten sich vermehrt strategische Interessenkonflikte sowie sicherheitspolitische Bedenken.

Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit führte letztlich zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten bzw. dem Zurückstellen von Investitionsprojekten. Dennoch erwies sich der Arbeitsmarkt im Euroraum als ausgesprochen robust. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich in 2023 auf einen neuen Tiefstand von 6,6 %,

In Deutschland sank in 2023 das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hatten eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage.

Die schwache Konjunktur ging auch am Arbeitsmarkt in Deutschland nicht spurlos vorüber. So erhöhte sich die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,4 % auf 5,7 %. Gleichzeitig verzeichnet das Statistische Bundesamt einen neuen Höchststand bei der Anzahl der Erwerbstätigen. Insbesondere im Dienstleistungsbereich fand ein überdurchschnittlicher Beschäftigungsaufbau statt (+0,9 %), wohingegen das Baugewerbe mit einem Anstieg von 0,6 % etwas zurückhaltender reagierte. Vor diesem Hintergrund stellte der Fachkräftemangel weiterhin einen limitierenden Faktor dar, den auch die PV-Branche deutlich spürte. Insbesondere die Bereiche Elektrotechnik, Bau- und Ingenieurwesen sind für die Branche entscheidende Berufsgruppen mit eklatantem Mangel an Fachkräften. Die hohe Zahl offener Stellen beeinflusst nicht nur die Installation neuer Anlagen, sondern auch deren Wartung und Instandhaltung.

Die Störung globaler Lieferketten - insbesondere im Hinblick auf Komponenten für PV-Anlagen aus China - ist weitestgehend behoben. Erfreulicherweise ging diese Entwicklung mit einer deutlichen Reduzierung der Preise für Solarmodule einher.

Wie schon im Vorjahr, war die wirtschaftliche Entwicklung der Solarindustrie in Deutschland von einem starken Wachstum geprägt. Der Netto-Zubau bei Photovoltaik-Anlagen erhöhte sich um 14,6 Gigawatt auf 82,2 Gigawatt, was einer Steigerung von 21,6 % entspricht. Der Anteil der Photovoltaik, an der in Deutschland produzierten und ins Netz eingespeisten Strommenge, beträgt 11,9 % (im Vorjahr 10,6 %). Die hohen Energiepreise sowie ein allgemein großes Interesse an erneuerbaren Energien, erhöhten die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Dabei gewinnen Energiespeicher zunehmend an Bedeutung, um den selbst erzeugten Strom optimal zu nutzen.

Ebenfalls positiv entwickelten sich die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland, mit dem Ziel eines beschleunigten Ausbaus Erneuerbarer Energien. Zum 01.01.2023 wurde bspw. der "Nullsteuersatz" bei der Umsatzsteuer eingeführt, welcher für Wohnungen und öffentliche Gebäude gilt, sofern die installierte Bruttoleistung der neuen PV-Anlage nicht mehr als 30 kWp beträgt. Aber auch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und die Erleichterung der Netzanbindung von Photovoltaikanlagen bietet neue Chancen für die Branche.

2. Geschäftsverlauf

Die Actensys GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 ihre Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) um TEUR 31.181 bzw. 117,0 % auf TEUR 57.839 erhöhen, nachdem bereits im Vorjahr eine Steigerung von 79,0 % realisiert werden konnte. Besonders hervorzuheben ist dabei ein Projekt, welches in 2023 erfolgreich abgeschlossen wurde. Mit dem zwischen Elmshorn und Itzehoe gelegenen Solarpark Krempe baute die Gesellschaft ihre bislang größte Freiflächenanlage. Der Solarpark erstreckt sich über 50 Hektar und produziert jährlich rund 50 Gigawattstunden Sonnenstrom - genug, um rechnerisch 16.000 Haushalte mit Energie zu versorgen.

Im Vorjahr konnten einige Projekte aufgrund der Lieferkettenprobleme und des Fachkräftemangels nicht vollends fertiggestellt werden. Entsprechend verschob sich auch die Realisierung der Gewinn-Marge in das Geschäftsjahr 2023. Dank der positiven Auftragslage blieben die in Arbeit befindlichen Projekte dennoch auf einem hohen Niveau, sodass sich die Bestandserhöhung (TEUR 2.133, im Vorjahr TEUR 9.915) positiv auf die Entwicklung der Gesamtleistung auswirkt.

Folgende Faktoren beeinflussten zudem das Betriebsergebnis:

• Der verstärkte Einsatz von Subunternehmern im Bereich Montage- und Elektroarbeiten, führte in Kombination mit einer stark wachsenden Geschäftstätigkeit zu einer signifikanten Erhöhung des Materialaufwandes um TEUR 20.342 auf TEUR 45.006. Während im Vorjahr die Störung der Lieferketten zu langen Wartezeiten auf Solarmodule, Wechselrichter und Speicher führte hat sich die Lage inzwischen wieder normalisiert. Insbesondere die Preise für Solarmodule sind nach dem Anstieg in 2022 wieder deutlich gesunken.

• In 2023 konnte die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 15,2 % erhöht werden. Dabei wurden verstärkt Vollzeitarbeitskräfte eingestellt. Diese positive Entwicklung sowie allgemeine Steigerungen bei Löhnen und Gehältern führten zu einer Erhöhung des Personalaufwandes um TEUR 990.

• Die Entwicklung der sonstigen Aufwendungen und Erträge (TEUR 2.989, im Vorjahr TEUR 2.288) spiegelt die wachsende Geschäftstätigkeit sowie die Erhöhung des Personalbestands wider. So zum Beispiel bei der Anhebung der Rückstellung für Gewährleistungen um TEUR 305, der Zunahme der IT-Kosten um TEUR 100 oder dem Anstieg der laufenden Kfz-Kosten um TEUR 58.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Erwartungen an den Geschäftsverlauf 2023 angesichts des herausfordernden Vorjahres übertroffen wurden und das Geschäftsjahr zufriedenstellend verlief.

3. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 55.706 96,3 16.743 62,8 38.963 232,7
Bestandsveränderung 2.133 3,7 9.915 37,2 -7.782 -78,5
Gesamtleistung 57.839 100,0 26.658 100,0 31.181 117,0
Materialaufwand -45.006 -77,8 -24.664 -92,5 -20.342 82,5
Personalaufwand -4.635 -8,0 -3.645 -13,7 -990 27,2
Abschreibungen -104 -0,2 -58 -0,2 -46 79,3
Sonstige Aufwendungen und Erträge -2.989 -5,2 -2.288 -8,6 -701 30,6
Aufwendungen für die Betriebsleistung -52.734 -91,2 -30.655 -115,0 -22.079 72,0
Betriebsergebnis 5.105 8,8 -3.997 -15,0 9.102 -227,7
Finanzergebnis -311 -0,5 5 0,0 -316 -6.320,0
Ordentliches Unternehmensergebnis 4.794 8,3 -3.992 -15,0 8.786 -220,1
Periodenfremdes und neutrales Ergebnis 170 0,3 95 0,4 75 78,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.964 8,6 -3.897 -14,6 8.861 -227,4
Ertragsteuern -623 -1,1 188 0,7 -811 -431,4
Jahresergebnis 4.341 7,5 -3.709 -13,9 8.050 -217,0

Der Materialaufwand erhöhte sich um 82,5 % auf TEUR 45.006 und entwickelt sich damit deutlich unterproportional zum Anstieg der Gesamtleistung.

Der Personalaufwand erhöhte sich infolge der gestiegenen Mitarbeiteranzahl sowie der Lohn- und Gehaltssteigerungen um insgesamt TEUR 990 bzw. 27,2 %.

Die Material- und Personalaufwandsquote (Material- bzw. Personalaufwand im Verhältnis zu der Gesamtleistung) entwickelte sich in den letzten drei Geschäftsjahren wie folgt:

2023
%
2022
%
2021
%
Materialaufwandsquote 77,8 92,5 65,7
Personalaufwandsquote 8,0 13,7 19,7
85,8 106,2 85,4

Die Zunahme der sonstigen Aufwendungen spiegelt die wachsende Geschäftstätigkeit sowie die Erhöhung des Personalbestands wider und resultiert überwiegend aus der Anhebung der Rückstellung für Gewährleistungen, der Zunahme der IT-Kosten und dem Anstieg der laufenden Kfz-Kosten.

Die Jahresergebnisse und wesentlichen finanziellen Kennzahlen der letzten drei Geschäftsjahre entwickelten sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
2021
TEUR
Betriebsergebnis 5.105 -3.997 694
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.964 -3.897 155
Jahresfehlbetrag 4.341 -3.709 27

4. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 1.987 bzw. 19,5 % auf TEUR 12.164.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Anlagevermögen 1.164 9,6 959 9,4 205 21,4
Vorräte 2.845 23,4 2.505 24,6 340 13,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.734 14,2 1.662 16,4 72 4,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.347 44,0 121 1,2 5.226 4.319,0
Sonstige Aktiva 196 1,6 437 4,3 -241 -55,1
Flüssige Mittel 878 7,2 2.262 22,2 -1.384 -61,2
11.000 90,4 6.987 68,7 4.013 57,4
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0 0,0 2.231 21,9 -2.231 -100,0
Gesamtvermögen 12.164 100,0 10.177 100,0 1.987 19,5
Eigenkapital 2.110 17,3 0 0,0 2.110 N/A
Rückstellungen 2.197 18,1 1.447 14,2 750 51,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.234 18,4 219 2,1 2.015 920,1
Erhaltene Anzahlungen 253 2,1 2.752 27,0 -2.499 -90,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.120 9,2 1.737 17,1 -617 -35,5
Verbindlichkeiten verbundene und assoziierte Unternehmen 2.795 23,0 3.019 29,7 -224 -7,4
Sonstige Passiva 1.455 11,9 1.003 9,9 452 45,1
10.054 82,7 10.177 100,0 -123 -1,2
Gesamtkapital 12.164 100,0 10.177 100,0 1.987 19,5

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 205. Den Investitionen in Höhe von TEUR 309 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 104 gegenüber. Dabei lag der Schwerpunkt in der Erweiterung des Fuhrparks.

Die Vorräte entwickelten sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Unfertige Leistungen 15.993 13.860 2.133
Erhaltene Anzahlungen -15.993 -13.860 -2.133
0 0 0
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.651 2.409 -758
Geleistete Anzahlungen 1.194 96 1098
2.845 2.505 340

Die Unfertigen Leistungen verzeichnen einen Anstieg um TEUR 2.133, welcher auf die wachsende Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.341 führte zum Ausgleich des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 2.231. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt somit TEUR 2.110.

Die Zunahme der Rückstellungen (TEUR 750) resultiert überwiegend aus der Rückstellung für ausstehende Rechnungen (TEUR 398), der Rückstellung für Gewährleistungen (TEUR 305) und der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 212).

Die erhaltenen Anzahlungen sind leicht gesunken. Unter Berücksichtigung der aktivistischen Absetzung von den Vorräten, betragen diese zum Stichtag TEUR 16.247 (im Vorjahr TEUR 16.612).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sind um TEUR 224 gesunken und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich durch den operativen Cashflow und kurzfristige Bankkredite. Investitionen in den Fuhrpark werden überwiegend durch Leasing sowie ein Darlehen finanziert. Daneben besteht ein KfW-Förderdarlehen, das zum Bilanzstichtag mit TEUR 131 valutiert.

Die liquiden Mittel reduzierten sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 1.384 auf TEUR 878. Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 7,2 % (im Vorjahr 22,2 %). Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Infolge des Anstiegs der Forderungen gegen verbundene Unternehmen - insbesondere gegen die Solarpark Krempe GmbH & Co. KG - ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -896.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -142) ist auf die Erweiterung des Fuhrparks zurückzuführen, während der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -346) auf Zins- und Tilgungszahlungen beruht.

Im Geschäftsjahr wurden Fahrzeuge erworben, deren Finanzierung mit TEUR 135 über Darlehen erfolgte. Da es sich um nicht zahlungswirksame Vorgänge handelt, wurden diese in der Kapitalflussrechnung nicht berücksichtigt.

Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -896 1.996
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -142 -84
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -346 194
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.384 2.106
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.262 156
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 878 2.262

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagement

Die Actensys GmbH erbringt Planungs-, Bau- und Wartungsleistungen im überwiegend in Süddeutschland. Sie ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Markt- und Preisentwicklung, sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Als nachhaltig agierendes Unternehmen ist das oberste strategische Ziel der gesunde Fortbestand der Actensys GmbH.

Um unsere Risiken überwachen und steuern zu können, nutzen wir eine Reihe von Kontrollsystemen, insbesondere:

• Umfassendes Projektcontrolling

• Effektive Bonitätsprü?fung und -überwachung aller Kunden

• Kontinuierliche Liquiditäts- und Kostenkontrolle

Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso die Prozesse der Rechnungslegung. Mit den installierten Instrumentarien der unternehmensinternen Kontrolle ist es möglich, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, so dass geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes getroffen werden können.

2. Chancen

Chancen ̈für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich insbesondere durch folgende Faktoren:

• Die wachsende Nachfrage nach Photovoltaikanlagen birgt enorme Chancen für die Actensys GmbH. Durch die jahrelange Erfahrung kann man Markt und Kunden die nötigen Lösungen anbieten.

• Die politischen Rahmenbedingungen für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien haben sich verbessert. Bis zum Jahr 2030 soll in Deutschland der Photovoltaik-Zubau auf 215 Gigawatt steigen - insbesondere durch die Errichtung von Freiflächenanlagen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, vergünstigte KfW-Darlehen und regionale Förderprogramme und Zuschüsse steigern die wirtschaftliche Attraktivität der Investition in eine PV-Anlage. Gleiches gilt für die bedingte Einführung des "Nullsteuersatzes" bei der Umsatzsteuer.

• Die CO 2 -Abgabe auf die Erzeugung von Strom aus fossilen Quellen lässt die Endpreise am Strommarkt steigen. Im europäischen Vergleich zählt Deutschland seit Jahren zu jenen Ländern mit den höchsten Strompreisen. Über die Opportunitätskosten führt dies indirekt auch zu einem Preisanstieg beim Ökostrom. Angetrieben von dieser Dynamik und einer stärker werdenden Fokussierung auf den Klimaschutz, erwarten wir eine Steigerung der Nachfrage an Photovoltaikanlagen und Batteriespeichersystemen. Die Nutzung von Speichermedien ermöglicht einen höheren Eigenverbrauch an elektrischer Energie - unabhängig von der Tageszeit.

• Eine weitere Chance stellt der aktuelle Strommarkt dar. Regenerativ erzeugte Energiemengen können am Markt - abseits der restriktiven EEG-Vergütungsmodelle - gehandelt bzw. verkauft werden. Das Vermarktungsmodell "Power Purchase Agreement (PPA)" gewinnt insbesondere im Bereich der Solarparks an Bedeutung. In langfristigen Stromlieferverträgen werden alle Konditionen direkt zwischen Abnehmer und Erzeuger von Erneuerbarer Energien geregelt, wodurch sich insbesondere Marktpreisrisiken reduzieren lassen. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz gestellten Anforderungen zur Flächenkulisse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen (z.B. Randstreifen von Autobahnen und Bahnschienen, Deponien) sowie die Begrenzung der Förderung in Abhängigkeit der Anlagengröße, verlieren durch die Vermarktungsmöglichkeit PPA deutlich an Relevanz.

• Immer mehr Altanlagen fallen aus der EEG-Förderung. Der Rückbau oder die Umrüstung (Repowering) mit leistungsstärkeren Modulen und optimierten Designs eröffnet neue Marktsegmente und bietet somit vielversprechende Perspektiven für die zukünftige Marktentwicklung.

• Die kontinuierlich steigenden Neuzulassungen von Elektroautos bieten zudem interessante Chancen für den noch jungen Geschäftsbereich der Elektromobilität. Damit rückt die umweltfreundliche Verbindung von Photovoltaik und Elektromobilität weiter in den Vordergrund, wenn der getankte Strom ohne CO 2 -Emissionen erzeugt wird. Die Actensys GmbH übernimmt für ihre Kunden die Planung und Realisierung der Ladeinfrastruktur, welche sich mit einem Stromspeicher kombinieren lässt.

• Zusätzliche Chancen können sich zudem durch technologische Fortschritte in der Solartechnik sowie durch strategische Partnerschaften ergeben.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Actensys GmbH ihre Marktposition in den relevanten Märkten stärken. Die Geschäftsleitung ist davon überzeugt, dass sich die Gesellschaft in einer guten Ausgangslage befindet, die gute Marktposition zu halten und weiter auszubauen.

3. Risiken

Marktrisiken

Wesentliche Marktrisiken können sich insbesondere durch politische Entscheidungen und die damit verbundenen Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben. Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen wird erheblich durch die Höhe des Strompreises sowie staatliche Fördermaßnahmen beeinflusst. Zusätzlich können komplexe Genehmigungsverfahren unter Beteiligung verschiedener Behörden, Unsicherheit bei kommunalen Flächennutzungsplänen oder fehlende Akzeptanz in der Bevölkerung zu Verzögerungen führen.

Ein weiteres Risiko stellt die Überlastung der Stromnetze dar. Aufgrund des hohen Zubaus an Erneuerbaren Energien und einem zu langsamen Ausbau der Stromnetze, muss mittelfristig mit Engpässen im Bereich der Einspeisung ins Netz gerechnet werden. Der theoretische Einspeisepunkt liegt oftmals zu weit entfernt, wodurch ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund hoher Kosten für die Stromtrasse nicht mehr möglich ist. Durch die Prüfung der Einspeisemodalitäten sowie eine Einschätzung der wirtschaftlichen Machbarkeit zu Beginn eines Projektes, wird dieses Risiko frühzeitig erkannt.

Die wachsende Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen und die inzwischen wieder gute Verfügbarkeit von PV-Komponenten, führt zu einer Intensivierung des Wettbewerbs und einer gewissen Marktkonsolidierung in der PV-Branche. Die Actensys GmbH begegnet diesem Risiko durch Diversifikation und dem Erschließen neuer Absatzmärkte. Ein breit aufgestelltes Kundenportfolio, maßgeschneiderte Photovoltaikanlagen sowie umfassende Service-Dienstleistungen, zeichnen das Unternehmen aus und sichern unseren Kunden eine nachhaltige, wirtschaftliche und effiziente Stromversorgung. Dabei entwickelt sich die Actensys GmbH stetig weiter und bietet beispielsweise mit Agri-PV eine neue, innovative Möglichkeit, um Freiflächen sowohl für die Stromerzeugung als auch für die Landwirtschaft gleichzeitig zu nutzen.

Daneben bestehen Risiken aus Forderungsausfällen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein angemessenes Debitorenmanagement sowie ein effizientes Mahnwesen.

Beschaffungsrisiken

Der Beschaffungsmarkt der PV-Branche ist stark von globalen, komplexen Lieferketten, Rohstoffpreisen und technologischen Entwicklungen abhängig. Diesen Risiken begegnet die Actensys GmbH in der Regel durch die Auswahl von mehreren Lieferanten pro Produktgruppe. Da die Gesellschaft bereits langjährige Beziehungen mit ihren Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken reduziert werden. Eine Abhängigkeit der Gesellschaft von einzelnen Lieferanten besteht nicht.

Zudem bezieht die Actensys GmbH einen Großteil der zugekauften Komponenten von verbundenen Unternehmen der RenerVest-Gruppe.

Preissteigerungen beim Bezug der PV-Komponenten könnten sich belastend auf das Ergebnis auswirken, sofern diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Insbesondere die Entwicklung der Rohstoffpreise für Polysilizium, Kupfer, Aluminium und Stahl kann sich zu einem Kostentreiber entwickeln. Weitere Faktoren wie z.B. Transportkosten, Währungskursrisiken und eine derzeit weltweit hohe Nachfrage nach Photovoltaikprodukten, können das Preisniveau weiter steigern.

Finanzielle Risiken

Das kontinuierliche Wachstum der Actensys GmbH ist mit gewissen Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Die schwankende Ergebnissituation in den letzten drei Geschäftsjahren hat in Verbindung mit einer signifikanten Zunahme des Geschäftsvolumens nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Kapital- und Finanzstruktur der Gesellschaft geführt.

Dem Liquiditätsrisiko wird durch kontinuierliche Liquiditäts- und Kostenkontrolle begegnet. Wir verweisen ergänzend auf den Abschnitt "Finanzlage" des Lageberichts.

Währungsrisiken

Da die Actensys GmbH sämtliche Leistungen in Euro fakturiert, besteht auf der Absatzseite kein Wechselkursrisiko. Gleiches gilt fü?r die Beschaffungsseite.

Personalrisiken

Der Fachkräftemangel stellt eine weitere große Herausforderung dar. Fachkräfte im Bereich Elektrotechnik, Bauwesen und Ingenieurswesen werden landesweit händeringend gesucht. Hier besteht ein Risiko, dass Aufträge mangels Personals nicht angenommen werden können.

Um langfristig dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, verstärkt die Actensys GmbH ihr Engagement im Bereich der Lehrlingsausbildung. Zusätzlich erhöhen wir die Sichtbarkeit über digitale Kampagnen und Social Media. Moderne Arbeitsplätze, Firmenveranstaltungen sowie Corporate Benefits runden das Angebot ab und sollen die Mitarbeiterbindung weiter steigern. Darüber hinaus wird die Actensys GmbH beim Fach- und Führungskräfte Recruiting von erfahrenen Headhuntern unterstützt und plant den HR-Bereich weiter auszubauen.

Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Tatsachen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können.

4. Prognose für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026

Im Jahr 2024 war die wirtschaftliche Gesamtlage in Deutschland von konjunkturellen und strukturellen Belastungen geprägt. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %. Die Gründe dafür sind vielfältig, jedoch spielen insbesondere die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau sowie unsichere wirtschaftliche Aussichten eine Rolle. Im Baugewerbe verringerte sich die Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 %. Die hohen Baupreise und Zinsen führten zu einer Verringerung der Bautätigkeit, insbesondere im Bereich der Wohngebäude.

Während infolgedessen die Nachfrage im Bereich privater Dachanlagen zurückgegangen ist, schreitet der Zubau an Freiflächenanlagen sowie PV-Projekte für die Industrie weiter voran. Sinkende Preise für Solarmodule und technologische Fortschritte beim Wirkungsgrad von Solarzellen fördern diese Entwicklung.

Die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen verfolgen weiterhin die ambitionierten Klimaziele und setzen klare Anreize für den Ausbau Erneuerbarer Energien. Dies zeigt sich bspw. in der Fortsetzung der erhöhten Ausschreibungsmenge für Solarparks sowie einer Vereinfachung von Genehmigungsprozessen. Im EEG 2023 ist ein Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf 215 Gigawatt bis zum Jahr 2030 und auf 400 Gigawatt bis zum Jahr 2040 vorgesehen. Der jährliche Netto-Zubau soll bis 2026 auf einen Höchstwert von 22 Gigawatt ansteigen. Zunehmend müssen auch Altanlagen ersetzt werden.

Die Actensys GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse von rund 44,0 Mio. EUR und rechnet mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Im Mai 2024 wurde die Gesellschaft Opfer eines Cyberangriffes, welcher zu einem vorübergehenden Ausfall von Teilen der IT-Infrastruktur führte. In Zusammenarbeit mit einem externen Incident-Response-Team wurden entsprechende Sofortmaßnahmen ergriffen, um betroffene Systeme zu isolieren. Dennoch kam es zu einer Beeinträchtigung des operativen Geschäftsbetriebes von fast zwei Monaten. Die finanziellen Auswirkungen hinsichtlich Betriebsunterbrechung, entgangene Umsatzerlöse, Kosten für die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie die Implementierung neuer Sicherheitsmaßnahmen belaufen sich auf geschätzte 1,4 Mio. EUR.

In 2025 und 2026 dürfte sich die eher zurückhaltende Nachfrage nach privaten Dachanlagen weiter fortsetzen, welche jedoch bei der Actensys GmbH durch einen verstärkten Fokus auf Solarparks sowie PV-Anlagen für die Industrie kompensiert wird.

Während die Preise für PV-Komponenten in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken sind, gibt es Anzeichen dafür, dass sich dieser Trend nicht in gleichem Maße fortsetzen wird. Effizientere Solarmodule und Batteriespeicher tragen zwar zur Kostensenkung bei, allerdings dürften steigende Rohstoffkosten, Handelskonflikte und Importzölle die Preise für Solartechnologie in die Höhe treiben.

Im Personalbereich werden moderate Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie ein weiterhin anhaltender Fachkräftemangel erwartet.

Insgesamt rechnen wir für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 mit einem positiven Jahresergebnis.

Diese prognostischen Einschätzungen sind geprägt von einem außerordentlich hohen Maß an Unsicherheit hinsichtlich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wir gehen davon aus, dass die neu gebildete Regierung weiterhin das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 verfolgt, wobei die Solarenergie eine zentrale Rolle spielt. Bei unserer Prognose unterstellen wir ebenfalls, dass der Ausbau der Stromnetze und Speicherkapazitäten mit dem schnellen Zubau an erneuerbaren Energien Schritt hält, um Netzstabilität zu gewährleisten.

Der Prognosecharakter aller zukunftsbezogenen Aussagen zieht jedoch die Möglichkeit nach sich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Waldstetten, den 22. Mai 2025

Actensys GmbH

Martin Weißenfels

Niko Mack

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.164.219,85 959.235,35
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.258,03 3.656,69
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.258,03 3.656,69
II. Sachanlagen 1.087.061,82 883.128,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 746.318,76 746.318,76
2. technische Anlagen und Maschinen 6.950,62 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.792,44 136.809,90
III. Finanzanlagen 74.900,00 72.450,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.000,00 60.000,00
2. Beteiligungen 12.400,00 12.400,00
3. sonstige Finanzanlagen 2.500,00 50,00
B. Umlaufvermögen 10.903.815,93 6.915.686,54
I. Vorräte 2.845.465,69 2.504.534,43
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 15.993.341,79 13.860.243,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.180.642,30 2.149.190,85
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.322.349,10 118.946,86
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.094,32 2.453,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.833.198,88 2.027.790,60
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 877.707,94 2.261.961,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.124,61 71.400,25
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.230.832,18
Bilanzsumme, Summe Aktiva 12.164.160,39 10.177.154,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.110.148,07 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 350.000,00 350.000,00
III. Gewinnrücklagen 6.670,00 6.670,00
IV. Verlustvortrag 2.612.502,18 -1.096.034,14
V. Jahresüberschuss 4.340.980,25 -3.708.536,32
VI. nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 2.230.832,18
B. Rückstellungen 2.196.937,68 1.447.194,39
C. Verbindlichkeiten 7.597.074,64 8.449.959,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.234.182,76 219.488,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.911.560,79 2.141.519,17
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 883.013,39 877.102,42
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 883.013,39 877.102,42
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.568.317,70 5.211.849,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 260.000,00 280.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 12.164.160,39 10.177.154,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.188.549,04 2.205.838,44
2. Personalaufwand 4.635.284,71 3.644.355,40
a) Löhne und Gehälter 3.840.384,77 2.956.661,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 794.899,94 687.694,38
davon für Altersversorgung 21.701,39 29.270,39
3. Abschreibungen 103.545,23 57.877,14
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 103.545,23 57.877,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.142.697,15 2.395.217,07
5. Erträge aus Beteiligungen 18.190,48 8.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 18.190,48 8.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.917,64 47.100,60
davon aus verbundenen Unternehmen 44.778,96 45.921,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 391.420,00 48.972,89
davon an verbundene Unternehmen 178.065,32 6.875,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 622.581,13 -187.812,47
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 21.732,97
9. Ergebnis nach Steuern 4.358.128,94 -3.697.670,99
10. sonstige Steuern 17.148,69 10.865,33
Jahresüberschuss 4.340.980,25 -3.708.536,32

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Actensys GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Waldstetten
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Memmingen
Register-Nr.: 13351

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 45.002,42 0,00 0,00 0,00 0,00 45.002,42
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 45.002,42 0,00 0,00 0,00 0,00 45.002,42
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 746.318,76 0,00 0,00 0,00 0,00 746.318,76
technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.950,62 0,00 0,00 0,00 6.950,62
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 861.225,89 299.129,11 0,00 0,00 0,00 1.160.355,00
Summe Sachanlagen 1.607.544,65 306.079,73 0,00 0,00 0,00 1.913.624,38
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 60.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 60.000,00
Beteiligungen 12.400,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.400,00
Genossenschaftsanteile 50,00 2.450,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
Summe Finanzanlagen 72.450,00 2.450,00 0,00 0,00 0,00 74.900,00
Summe Anlagevermögen 1.724.997,07 308.529,73 0,00 0,00 0,00 2.033.526,80
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.345,73 1.398,66 0,00 0,00 0,00 42.744,39
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 41.345,73 1.398,66 0,00 0,00 0,00 42.744,39
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.415,99 102.146,57 0,00 0,00 0,00 826.562,56
Summe Sachanlagen 724.415,99 102.146,57 0,00 0,00 0,00 826.562,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 765.761,72 103.545,23 0,00 0,00 0,00 869.306,95
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.258,03 3.656,69
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.258,03 3.656,69
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 746.318,76 746.318,76
technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.950,62 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 333.792,44 136.809,90
Summe Sachanlagen 0,00 1.087.061,82 883.128,66
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 60.000,00 60.000,00
Beteiligungen 0,00 12.400,00 12.400,00
Genossenschaftsanteile 0,00 2.500,00 50,00
Summe Finanzanlagen 0,00 74.900,00 72.450,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.164.219,85 959.235,35

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 576.533,62 EUR (Vorjahr: 72.382,88 EUR).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 612), Personalkosten (TEUR 339) und Gewährleistungen (TEUR 514).

Betrag der Verbindlichkeiten und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 2.234,2 1.968,5 265,7
Vorjahr 219,5 88,2 131,3
erhaltene Anzahlungen 253,5 253,5 0,0
Vorjahr 2.751,7 2.751,7 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 1.120,0 1.120,0 0,0
Vorjahr 1.737,4 1.737,4 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.911,6 1.911,6 0,0
Vorjahr 2.141,5 2.141,5 0,0
gegenüber beteiligten Unternehmen 883,0 883,0 0,0
Vorjahr 877,1 877,1 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.194,9 1.194,9 0,0
Vorjahr 722,7 722,7 0,0
Summe 7.597,2 7.331,5 265,7
Summe Vorjahr 8.449,9 8.318,6 131,3

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter i. H. von Euro 94.460,29 (Vj: Euro 430.108,42).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
EUR
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 400.000,00
davon durch Pfandrechte oder sonstige Sicherheiten gesichert 400.000,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 400.000,00
gesichert durch: Globalabtretung gegenüber Bank
Summe 400.000,00

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt EUR 4.558.470,73 und gliedert sich wie folgt auf:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Betrag
EUR
Mietverträge 1.040.688,71
Leasingverträge 372.814,72
Dienstleistungsverträge 276.693,26
Lizenzverträge 290.438,76
Investitionsverträge 18.640,78
Lieferverträge 2.559.194,50
Summe 4.558.470,73
davon im Folgejahr fällig 3.336.234,14
davon nach einem Jahr und innerhalb von fünf Jahren fällig 1.222.236,59
davon gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen 1.168.273,10

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 65,25
leitende Angestellte 3,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 68,25
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 51,25
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 17,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Martin Weißenfels ausgeübter Beruf Dipl. Betriebswirt (FH)
Herr Niko Mack ausgeübter Beruf: hauptberuflicher Geschäftsführer

Die Gesellschaft hat die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a HGB angewendet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Im Mai 2024 wurde die Gesellschaft Opfer eines Cyberangriffes, welcher zu einem vorübergehenden Ausfall von Teilen der IT-Infrastruktur führte. Es kam es zu einer Beeinträchtigung des operativen Geschäftsbetriebes von fast zwei Monaten. Die finanziellen Auswirkungen hinsichtlich Betriebsunterbrechung, entgangene Umsatzerlöse, Kosten für die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie die Implementierung neuer Sicherheitsmaßnahmen belaufen sich auf geschätzte 1,4 Mio. EUR.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs, über die zu berichten wäre, traten nicht auf.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss von Euro 4.340.980,25 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Waldstetten, den 22. Mai 2025

Martin Weißenfels

Niko Mack

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Actensys GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Actensys GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Actensys GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmungstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 22. Mai 2025

SAH Revisions GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Amon, Wirtschaftsprüfer

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