Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 10311 HB
Eingetragen
26.7.2005
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenGroßhandel mit sonstigen Holzhalbwaren sowie Bauelementen aus Holz
Gegenstand
Der Handel mit Holzprodukten aller Art, insbesondere mit Treppen und -beschränkt auf die alten Bundesländer- der Handel mit Kunststoffartikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Foth
seit 13.8.2009
Prokura
Matthias Dolle
seit 26.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
69.88%
30.12%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bremen
1.397.500 €
69.88%
Bensheim
602.500 €
30.13%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Dolle GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Firma: Gebr. Dolle GmbH
Sitz: Bremen
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Registernummer: HRB 10311 HB

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes, des Gesellschaftsvertrags sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren zugrunde.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) angesetzt. Die Abschreibungszeiträume entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Ist den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag wegen dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB mangels verlässlicher Schätzung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert im Sinne des § 253 Abs. 4 HGB durch Vornahme angemessener Abschläge für Wertminderungen bewertet worden.

Der Ansatz der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzelrisiken. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen dem Grunde und der Höhe nach, wobei das Wertaufhellungsprinzip bis zur Bilanzaufstellung beachtet worden ist. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben zur Bilanz

Ein Anlagenspiegel wird in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Boniaufwendungen, Personalrückstellungen (Berufsgenossenschaft, Urlaub, Überstunden und Tantiemen) und Gewährleistungsrisiken.

Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich folgende Restlaufzeiten und Besicherungen (in Klammern Vorjahresangaben):

Gesamt Restlaufzeit
betrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.250 1.000 2.250 0
(3.481) (1.231) (2.250)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 314 314 0 0
(1.173) (1.173)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.398 2.398 0 0
(3.032) (3.032)
5.962 3.712 2.250 0
(7.686) (5.436) (2.250)
gesicherte Beträge Art und Form der Sicherheit
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.250 Bürgschaft Matthias Dolle Grundschuld Carl Dolle GmbH & Co. KG
(3.481)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 314 Eigentumsvorbehalte
(1.173)
Sonstige Verbindlichkeiten 0
3.564
(4.654)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von EUR 245.282,11 (Vorjahr: EUR 257.247,23) solche aus Steuern und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 380,23) solche, die im Rahmen der sozialen Sicherheit angefallen sind.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Aufwendungen für soziale Abgaben sowie für Altersversorgung und Unterstützung (Personalaufwand) sind in Höhe von EUR 48.823,95 (Vorjahr: EUR 41.186,06) Aufwendungen für Altersversorgung enthalten.

Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 21,81 (Vorjahr: EUR 364,42) erzielt worden; Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 93,02 (Vorjahr: EUR 40,34) angefallen.

6. Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt rd. TEUR 1.334.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Die Zahl der in 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende und ohne Aushilfen beträgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer 52
Angestellte 58
Teilzeitkräfte 9
Gesamt 119

Kaufmännischer Geschäftsführer ist der Diplom-Kaufmann Herr Matthias Dolle. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 141.029,70 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 19. September 2024

gez. Matthias Dolle

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 14.10.2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme 399.393,98 2.400,00 0,00 401.793,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
599.393,98 2.400,00 0,00 601.793,98
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 932.753,97 37.005,14 0,00 969.759,11
Summe Anlagevermögen 1.532.147,95 39.405,14 0,00 1.571.553,09
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme 323.417,02 43.656,01 0,00 367.073,03
2. Geschäfts- oder Firmenwert 21.110,00 13.333,00 0,00 34.443,00
344.527,02 56.989,01 0,00 401.516,03
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.667,87 112.687,78 0,00 611.355,65
Summe Anlagevermögen 843.194,89 169.676,79 0,00 1.012.871,68
Buchwerte
Berichtsjahr Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Programme 34.720,95 75.976,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 165.557,00 178.890,00
200.277,95 254.866,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.403,46 434.086,10
Summe Anlagevermögen 558.681,41 688.953,06

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmenszweck und Organisation

Gegenstand des Unternehmens der Gebr. DOLLE GmbH ist der Großhandel von Waren aller Art. Der Unternehmenszweck wird insbesondere verwirklicht durch den Import von Treppen und den Verkauf an den Fachhandel sowie Baumarktgruppen. Der Fachbereich Kunststoffe, tätig an den Standorten in Bremen, Lehrte bei Hannover, Bad Köstritz bei Gera und Kirchlengern bei Herford nimmt Großhandelsfunktionen war und verkauft die Ware an Fachhändler, gewerbliche Verarbeiter und Industrieunternehmen.

Das Geschäft wird in gemieteten Räumen mit gemieteter Geschäftsausstattung betrieben. Vermieter ist die Vermögensgesellschaft Carl Dolle GmbH & Co. KG. Das Gesellschaftskapital der Gebr. DOLLE GmbH ist zu 100 % im Besitz der Familie Dolle.

1.2 Marktentwicklung und Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 beeinträchtigen die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Das sinkende Bruttoinlandsprodukt, eine bisher nicht gekannte, hohe Inflationsrate und ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen prägten das wirtschaftliche Umfeld. Die eingetrübte Stimmung der Verbraucher führte zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben im Jahr 2023.

Die wirtschaftlichen Eckdaten entwickelten sich wie folgt:

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank aufgrund diverser Belastungen gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Im Vorjahr 2022 gab es noch ein Wachstum von 1,8 %. Auch die Inflationsrate verharrte auf einem hohen Niveau mit 5,9 % gegenüber 6,9 % im Vorjahr. Die so wichtigen privaten Konsumausgaben verringerten sich 2023 preisbereinigt um 0,7 %. Hier dämpfte der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte.

Im für uns so wichtigen Baubereich gab es nach vielen guten Jahren diesmal deutlich schwierigere Marktbedingungen. Die Inflation in Deutschland führte zu deutlich höheren Zinsen, die es vielen Bauherren nicht mehr ermöglichten, Wohnungen oder Einfamilienhäuser zu erwerben. Folglich gingen die Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser deutlich zurück. Gerade im zweiten Halbjahr 2023 war das Fehlen neuer Projekte deutlich spürbar.

Im Geschäftsbereich Treppen, ca. 50 % unseres Umsatzes, wurde der Umsatz um 3,6 % reduziert. Wertmäßig wurde ein schlechteres Ergebnis durch notwendige Preiserhöhungen unterstützt. Es war jedoch nicht im vollen Umfang möglich, alle Preissteigerungen der Lieferanten an den Kunden weiterzugeben. Gerade im zweiten Halbjahr spürten wir eine Abschwächung des Treppengeschäftes.

Der Unternehmensbereich Kunststoffe erwirtschaftete an vier Standorten die andere Hälfte des Umsatzes. Hier verringerte sich der Umsatz um 10,6 %. Nach dramatischen Preiserhöhungen im Vorjahr 2022 beruhigte sich bereits im Frühjahr 2023 der Markt und die Preise fielen bei vielen Werkstoffen. Dies führte bei gleicher Menge zu geringeren Verkaufspreisen und gleichzeitig gerieten die Margen aller lagerhaltenden Kunststoffhändler unter Druck.

Der Gesamtumsatz beider Geschäftsbereiche verringerte sich um 3.816 TEURO auf 50.196 TEURO im Jahr 2023. Dies bedeutet einen Rückgang von 7,1 % gegenüber dem Vorjahr.

2. Ertragslage

Bei der Gebr. DOLLE GmbH gingen die reduzierten Umsatzerlöse ebenfalls mit einem reduziertem Rohergebnis einher. Der Rückgang des Rohergebnisses war etwas geringer, als der Rückgang der Umsatzerlöse. Insgesamt ist die Bruttomarge auf 30,6 % (Vorjahr: 30,3 %) geringfügig gestiegen. Die insgesamt zufriedenstellende Entwicklung der Marge wurde aus dem Geschäftsbereich Treppen gespeist. Im Geschäftsbereich Kunststoffe setzten die fallenden Marktpreise die erzielten Deckungsbeiträge unter Druck.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 2,1 % auf 7.875 TEURO (Vorjahr: 7.710 TEURO). Die erhöhten Kosten im Personalaufwand resultieren aus Steigerungen der Löhne und Gehälter. Im Geschäftsbereich Kunststoffe wurden Personalreduzierungen im Herbst des Berichtszeitraumes durchgeführt, hatten jedoch noch keinen großen Einfluss auf die Jahresrechnung.

Das Unternehmensergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 80,0 % auf 228 TEURO (Vorjahr: 1.145 TEURO). Das Jahresergebnis im Jahr 2023 liegt deutlich unter dem Ergebnis des Jahres 2022. Er reduzierte sich auf 141 TEURO (Vorjahr: 766 TEURO). Das Ergebnis stellt uns nicht zufrieden, spiegelt jedoch die schwierigen Marktverhältnisse des Jahres 2023 wider. Die nachlassende Nachfrage lässt Umsatz- und Deckungsbeitrag schwinden.

3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gebr. DOLLE GmbH ist gekennzeichnet durch eine solide finanzielle Ausstattung im Rahmen der kontinuierlichen Bilanzstruktur.

3.1. Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote hat sich im Dreijahresvergleich wie folgt entwickelt:

2023 2022 2021
Eigenkapitalquote in %: 46,2 39,7 37,9

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen. Die Eigenkapitalquote konnte durch eine geringere Bilanzsumme deutlich über 40 % gesteigert werden.

3.2. Liquidität

Die Ausstattung der Gesellschaft mit Liquidität kann zum Bilanzstichtag als gesichert angesehen werden. So beträgt das Umlaufvermögen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital 248,3 % (Vorjahr: 203,4 %). Da die Geschäftstätigkeit einen hohen Lagerumschlag zulässt, kann der Vorratsbestand größtenteils als liquiditätsnah eingestuft werden, sodass die kurzfristigen Verbindlichkeiten hinreichend durch entsprechende Vermögenswerte gedeckt sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben im Berichtszeitraum abermals abgenommen. Der Warenbestand ist deutlich gesunken. Dies liegt an der Bestandsanpassung zum derzeit getätigten Umsatz, den gesunkenen Einkaufspreisen im Kunststoffbereich und den verbesserten Lieferketten im Treppenbereich.

Im Berichtsjahr 2023 haben wir mit den vereinbarten Betriebsmittelkrediten sehr auskömmlich gearbeitet. Im Berichtszeitraum wurde der Kredit zur Finanzierung der Integration der Niederlassung Kirchlengern deutlich abgebaut.

Die gute Liquiditätssituation erlaubt es dem Unternehmen, alle Rechnungen innerhalb der Skontofrist zu zahlen.

3.3 Investitionen

Größere Investitionsvorhaben wurden im Jahr 2023 nicht realisiert.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Finanzlage der Gebr. Dolle GmbH solide und im Vorjahresvergleich stabil darstellt.

Investitionen, die notwendig sind, wurden zeitgerecht durchgeführt. Seit der Betriebsaufspaltung werden größere Investitionen von der Carl Dolle GmbH & Co. KG ausgeführt.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.118 TEURO auf nunmehr 14.990 TEURO. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen liegt bei 3,7 % (Vorjahr: 4,0 %). Die wesentlichen Vermögenswerte werden durch die Betriebsaufspaltung in der Vermögensgesellschaft gehalten. Auf der Aktivseite der Bilanz gibt es zwei große Bilanzpositionen. Die Vorräte mit 8.982 TEURO sind gefallen und wurden dem Umsatzverlauf angepasst. Im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich der Betrag reduziert auf 3.978 TEURO (Vorjahr 4.786 TEURO).

5. Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2024 haben wir uns auf gleichbleibend schwierige Rahmenbedingungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 eingestellt. Im Bereich Bau wird die Bauwirtschaft vom Rückgang des Bauvolumens betroffen sein. Die Genehmigungen der Ein- und Zweifamilienhäuser gehen wiederum zweistellig gegenüber dem Vorjahresniveau zurück. Dies ist dann bereits der zweite starke Rückgang der Baugenehmigungszahlen.

Es ist eine Herausforderung, die steigenden Kosten, Lohnkosten und Warenbezugskosten in erhöhten Verkaufspreisen an die Marktteilnehmer weiterzugeben. Die Marktverhältnisse lassen erforderliche Preissteigerungen nicht immer in dem Maße umsetzen.

Chancen sehen wir bei einer Reduzierung der Bauzinsen, um zu einer höheren wirtschaftlichen Tätigkeit der Bauwirtschaft zu kommen. Im Bereich der Kunststoffe und der Treppen versuchen wir ,durch aktuelle und attraktive Sortimente, unsere Kunden mit Qualität, Service und hohe Liefergarantie zu überzeugen.

6. Prognosebericht

Die Umsätze im 1. Halbjahr des Jahres 2024 waren unter dem Niveau des Vorjahres. Seit Beginn dieses Jahres ist der Markt für Baukunststoffe zunehmend schwieriger geworden. Auch die Volumina im Bereich Treppen gehen leicht zurück.

Die Kostensteigerungen im Bereich Containertransporte stellen uns im Jahr 2024 vor erneute Herausforderungen.

Für das gesamte Jahr 2024 erwarten wir einen Rückgang des Umsatzes deutlich im einstelligen Bereich und eine prozentuale Verbesserung des Deckungsbeitrages. Unsere Prognose bezüglich des Jahresergebnisses liegt auf dem Niveau des Ergebnisses für das Jahr 2023.

 

Bremen, 19. September 2024

gez. Matthias Dolle

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende, hier gemäß § 328 Abs. 1 Satz 3 HGB im Wortlaut wiedergegebene, Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gebr. Dolle GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebr. Dolle GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebr. Dolle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in alles wesentlichen Belangen dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken die zukünftige Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 7. Oktober 2024

Nordwest Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer

Scholze, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 200.277,95 254.866,96
II. Sachanlagen 358.403,46 434.086,10
558.681,41 688.953,06
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 8.981.517,68 10.755.217,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.817.033,85 5.625.078,05
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 613.417,09 15.523,81
14.411.968,62 16.395.819,66
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.191,29 23.582,96
14.989.841,32 17.108.355,68

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 661.652,76 661.652,76
III. Gewinnvortrag 4.123.970,47 3.358.066,93
IV. Jahresüberschuss 141.029,70 765.903,54
6.926.652,93 6.785.623,23
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.101.599,23 2.636.502,20
C. VERBINDLICHKEITEN 5.961.589,16 7.686.230,25
14.989.841,32 17.108.355,68

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 15.497.945,14 16.384.538,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.636.822,94 6.509.593,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.238.088,24 1.200.245,91
7.874.911,18 7.709.839,36
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 169.676,79 192.382,74
4. Erträge aus Beteiligungen 8.527,68 0,00
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.131.453,82 7.240.343,70
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 726,73 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102.743,42 97.250,73
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87.384,64 378.818,21
9. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 141.029,70 765.903,54

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