Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 688 GE
Vorher
A. W. Schultze GmbH
Eingetragen
7.3.2006
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
Gegenstand
Handel und Produktion von technischen Bedarfsartikeln, insbesondere Dichtungen, Schläuche und Armaturen, technische Kunststoffe sowie ähnliche und verwandte Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Fenja Marie Grote
seit 31.1.2024
Geschäftsführer
Oliver Landschoof
seit 16.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Klinger Holding GmbHAUT
78.00%
Klinger Holding GmbHAUT
22.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Klinger Holding Deutschland GmbH
Germany
400.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

KLINGER A.W. Schultze GmbH (vormals: A. W. Schultze GmbH)

Geesthacht

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Amtsgericht Lübeck, HRB 688 GE

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16.04.2019 wurde der Gesellschaftsvertrag im §1 Name geändert in KLINGER A.W.Schultze GmbH.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der KLINGER A.W.Schultze GmbH, Geesthacht, vormals A.W.Schultze GmbH, Geesthacht, wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften, den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Das Bilanz-Gliederungsschema nach § 266 HGB wurde um den gesonderten Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erweitert, die somit gesondert von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Am 1. September 2014 wurde der bisher bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der Klinger Holding Deutschland GmbH in Oberhausen neu gefasst.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Abnutzbare, bewegliche und unbewegliche Anlagegüter mit zeitlich begrenzter Nutzung werden ab dem 1. Januar 2004 zeitanteilig abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt:

Gebäude: 33 Jahre
Software: 3 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 5-14 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-23 Jahre

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis zu EUR 250,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Für Anlagegüter über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden mit ihren Anschaffungskosten unter Anwendung der gleitenden Durchschnittsmethode nach § 240 Abs. 4 HGB oder dem niederigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich mit den aktivierungsfähigen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den Materialeinzel- und -gemeinkosten angemessene Teile der Fertigungskosten. Abwertungen für Bestände werden nach Gängigkeit vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko in Form einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Sie basieren auf den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von folgenden Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Rentenentwicklung ermittelt worden: Rentensteigerung: 2,00 % (unverändert), Zinssatz: 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %). Die Rückstellung ist - wie im Vorjahr - nach Maßgabe der Entwicklung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Geschäftsjahre ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbeträge (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs eingebucht. Zum Stichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten soweit kurzfristig fällig mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Anlagespiegel) im Jahre 2019 ist in der Anlage des Anhangs dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr ausschließlich Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 525) resultieren im Wesentlichen aus Warenlieferungen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TDM 400 (TEUR 205). Der Gewinnvortrag hat sich aufgrund des EAVs nicht verändert und beträgt TEUR 5.083.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs.6 HGB beträgt TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 54).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen - wie im Vorjahr - Verpflichtungen aus Gewährleistungen (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 61), Kosten des Personalbereichs (TEUR 80; Vorjahr: TEUR 111) sowie mit TEUR 1.564 (Vorjahr: TEUR 1.282) eine Rückstellungen für Altersteilzeit. Diese Regelung betrifft 14 Mitarbeiter. Die Rückstellung für die Verpflichtung aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- bzw. Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase, die tarifvertraglich vereinbarten Aufstockungsleistungen und Abfindungen. Diese Rückstellung wird ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase angesammelt. Die Rückstellung wurde auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 0,84 % (Vorjahr: 1,25 %) ermittelt. Künftige Gehaltserhöhungen wurden mit 2,5 % pro Jahr angesetzt. Es wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Lieferungs- und Leistungsverbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Gewinnabführung für das abgelaufene Geschäftsjahr.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in den Personalaufwendungen Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung die Aufwendungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 450) zu nennen.

Im Geschäftsjahr 2019 beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 135,42 (Vorjahr: EUR 5,64). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) angefallen.

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 66).

Durch den in 2012 mit der Klinger Holding Deutschland GmbH in Oberhausen geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sind für 2019 keine Gewinnsteuern angefallen. Der Jahresüberschuss nach Gewinnabführung lautet - wie im Vorjahr - EUR 0,00.

C. Sonstige Angaben

1. Bürgschaften

Es bestehen keine Bürgschaften zugunsten von Kunden (Vorjahr: TEUR 0).

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 84), die mit TEUR 46 in 2020 fällig werden.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden auf Vollzeitbasis im Mittelwert beschäftigt:

Angestellte Gewerbliche Arbeitnehmer Gesamt
2019 21 48 69
2018 21 43 64

Die Gesellschaft beschäftigt zum 31.12.2019 keine Auszubildenden (Vorjahr: 4).

4. Nachtragsbericht

Die nach dem Bilanzstichtag sich weltweit ausbreitende Corona-Pandemie und die in diesem zuge ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden absehbare erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die KLINGER A.W. Schultze GmbH haben. Wir verweisen hinsichtlich der in diesem Zusammenhang für die Gesellschaft bestehenden Risiken und deren Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter Risiko- und Prognosebericht (Siehe unter 3. Prognose bzw. Risiken)

5. Konzernzugehörigkeit

KLINGER A. W. Schultze GmbH, Geesthacht, ist eine 100%ige Tochter der Klinger Holding Deutschland GmbH, Oberhausen, und wird in den nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Klinger Holding GmbH, Gumpoldskirchen / Österreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird im österreichischen Firmenbuch unter der Nummer FN408172 d veröffentlicht.

6. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr: Herr Dipl.-Ing. Maik Lorenz, Hamburg.

Der Beruf des Geschäftsführers ist mit seiner Organstellung identisch.

Die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers sowie die von früheren Mitgliedern der Organe der Gesellschaft und ihrer Hinterbliebenen unterbleibt in Ausübung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

7. Abschlussprüferhonorar

Mit Verweis auf die größenabhängige Erleichterung gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

 

Geesthacht, 9. Juli 2020

KLINGER A. W. Schultze GmbH, Geesthacht

Die Geschäftsführung

gez. Lorenz

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 306.030,91 0,00 0,00 306.030,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.174.582,12 0,00 0,00 3.174.582,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.170.423,54 0,00 1.372,41 1.169.051,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.005.831,63 25.181,94 10.944,17 1.020.069,40
5.350.837,29 25.181,94 12.316,58 5.363.702,65
5.656.868,20 25.181,94 12.316,58 5.669.733,56
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 298.988,91 3.096,00 0,00 302.084,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.213.379,34 91.048,00 0,00 1.304.427,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.000.613,54 26.955,00 1.372,41 1.026.196,13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 856.332,63 39.374,94 10.944,17 884.763,40
3.070.325,51 157.377,94 12.316,58 3.215.386,87
3.369.314,42 160.473,94 12.316,58 3.517.471,78
Buchwert
Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.946,00 7.042,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.870.154,78 1.961.202,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 142.855,00 169.810,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.306,00 149.499,00
2.148.315,78 2.280.511,78
2.152.261,78 2.287.553,78

Bilanz

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.946,00 7.042,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.870.154,78 1.961.202,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 142.855,00 169.810,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.306,00 2.148.315,78 149.499,00 2.280.511,78
2.152.261,78 2.287.553,78
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.293.894,09 1.609.570,44
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 695.562,00 1.989.456,09 522.949,00 2.132.519,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 374.676,53 838.827,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 230.190,19 524.581,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.577,92 612.444,64 14.869,73 1.378.278,65
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.518.638,53 2.866.655,07
6.120.539,26 6.377.453,16
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.870,27 2.819,95
8.274.671,31 8.667.826,89

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 204.516,75 204.516,75
II. Gewinnvortrag 5.082.948,32 5.082.948,32
5.287.465,07 5.287.465,07
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 801.228,00 816.447,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.775.112,00 2.576.340,00 1.489.037,00 2.305.484,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155.726,63 352.516,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 122.839,35 578.691,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 56.238,95 101.357,04
4. Sonstige Verbindlichkeiten 76.061,31 42.312,77
- davon aus Steuern: EUR 49.397,40 (i.Vj. EUR 28.925,39) -
- davon aus sozialer Sicherheit: EUR 1.665,26 (i.Vj. EUR 1.555,73) - 410.866,24 1.074.877,82
8.274.671,31 8.667.826,89

Der Jahresabschluss 2019 wurde am 31. August 2020 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Mit Beschluss vom 15. Dezember 2020 wurde ein Betrag in Höhe von 2.500.000,00 an die Klinger Holding Deutschland GmbH ausgeschüttet.

Gewinn- und Verlustrechnung

2019 2018
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 5.263.228,39 5.655.179,91
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.705.646,53 2.646.885,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 991.577,39 1.011.261,95
- davon für Altersversorgung: EUR 31.815,56
3.697.223,92 3.658.147,48
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 160.473,94 169.914,73
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.217.359,02 1.171.213,54
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128,00 0,00
- davon Erträge aus der Abzinsung: EUR 0,00 (i.Vj. EUR 0,00) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55.162,48 67.267,21
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 54.434,00 (i.Vj. EUR 65.544,00) -
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 133.137,03 588.636,95
9. Sonstige Steuern 11.484,47 11.081,08
10. Aufwendungen aus Gewinnabführung 121.652,56 577.555,87
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die KLINGER A. W. Schultze GmbH, Geesthacht, Geesthacht, wurde 1878 in Hamburg gegründet und ist ein Unternehmen der international tätigen Klinger-Gruppe. Die Geschäftstätigkeit wird auf eigenem Grundbesitz ausgeübt.

Die Fokussierung des Unternehmens liegt auf dem Segment Dichtungstechnik, mit einer Spezialausrichtung auf statische Flachdichtungen. Das Leistungssortiment umfasst neben der Weichstoffdichtung, Motordichtungen und Spiraldichtungen in verschiedenen Ausführungen, PTFE-Dichtungen und Faserweichstoffdichtungen auch kundenspezifische Sonderdichtungen (Sonderdichtungsbau) und viele weitere Arten der allgemeinen Dichtungstechnik.

Neben der Herstellung und dem Vertrieb umfassen die eigenen Aktivitäten im Bereich statischer Dichtungen insbesondere auch die Entwicklung veredelter Dichtungen im Weichstoffsektor zur Verbesserung der Anwendungseigenschaften bestehender Produkte.

Der Sonderdichtungsbau wird stark durch Internetpräsenz und Außendienst-Projekte unterstützt. Mit der Kundenorientierung als Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie als Dichtungshersteller realisiert die Gesellschaft Lösungen zu Dichtungsproblemen - exakt und kurzfristig nach Kundenanforderungen.

Zusätzlich wurden Kompensatoren, O-Ringe und Kunststoffteile in das Produktprogramm integriert. Die Gesellschaft hat den Vertrieb der gesamten Produktpalette statischer Dichtungen übernommen.

Zu den Kunden der Gesellschaft zählen namenhafte Unternehmen aus den Branchen Chemie, Petrochemie, Schiffbau, Energieversorger und Maschinenbau, Handelshäuser sowie die Unternehmen der Klinger-Gruppe.

Das Kerngebiet der Vertriebsaktivitäten der Gesellschaft erstreckt sich auf das gesamte deutsche Verkaufsgebiet, mit gruppeninternen Ausnahmen. Die Gesellschaft ist in diesem Absatzgebiet einer der führenden Anbieter statischer Dichtungen. Überregionale Gebiete werden durch die Schwesterunternehmen der Klinger-Gruppe betreut. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit ausgewählten externen Handelspartnern zusammen.

Die Entwicklung der statischen Dichtungen wird bei und mit den Produktherstellern der halbfertigen Erzeugnisse und den Anwendern der fertigen Dichtungen betrieben. Dichtungskonzepte für Sonderlösungen werden bis zur Serienreife bei der Gesellschaft entwickelt und begleitet sowie vollständig von den Kunden finanziell getragen.

Für die Unternehmenssteuerung wird eine Reihe von finanziellen Leistungsindikatoren verwendet. Einer besonderen Bedeutung in dieser Hinsicht kommen den Umsatzerlösen und dem Jahresergebnis zu.

2. Wirtschaftsbericht

Die Wirtschaft in Deutschland konnte sich trotz der geopolitischen Risiken und der ungünstigen wirtschaftlichen Entwicklungen in großen Mitgliedsstaaten des Euro-Raums behaupten und gemäß statistischem Bundesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,6 % aufweisen.

Die Entwicklung der Branchen einiger Zielgruppen der Gesellschaft, der chemischen Industrie und insbesondere der Energieversorger - und damit auch die Nachfrage nach Dichtungsprodukten aus diesen Zielgruppen - waren jedoch entgegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland weiter rückläufig.

Die periodische Entwicklung im Instandhaltungsbereich von Dichtungsprodukten ist stark durch Großrevisionen der Anlagenbetreiber geprägt und aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in den betreffenden Branchen nur noch kurzfristig vorhersehbar. Hier finden durch die Anlagenbetreiber vermehrt unerwartete, kostenbedingte Verschiebungen statt. Im Geschäftsjahr 2019 hat sich diese Tatsache ungünstiger als in den Vorjahren ausgewirkt.

Darüber hinaus ist die Branche der Dichtungsprodukte durch ein aggressives Vorgehen der Marktbegleiter in Bezug auf die Preise geprägt. Insbesondere der Preiswettbewerb für Weichstoffdichtungen hat sich aufgrund von Verdrängungstendenzen in 2019 weiter verschärft. Infolgedessen sind Kunden an günstigere Marktbegleiter abgewandert. Jedoch konnte die Gesellschaft durch diesen Trend, wie im Vorjahr, auch Neukunden akquirieren. Um diesem Trend entgegen zu wirken, setzt die Gesellschaft ihren Fokus auf spezielle technische Lösungen.

Diese Lösungen unterliegen nicht der aggressiven Preispolitik der Marktbegleiter.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf aufgrund der Entwicklungen in den Branchen der Zielgruppen weniger erfolgreich als in den Vorjahren und erfüllte die Erwartungen der Gesellschaft nicht. Zum einen konnte zwar die externe Kundenabwanderung kompensiert werden und die Lieferung von Sonderprodukten in 2019 im Vergleich zu den Vorjahren weiter ausgebaut werden, aber die gruppeninternen Umsätze waren 2019 stark reduziert.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft vor Ergebnisabführung betrug lediglich TEUR 122 und blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 11.483 um TEUR 695 unter dem Vorjahr und um TEUR 1.369 unter dem Budget. Zum einen ist der Rückgang der Umsatzerlöse auf geringere gruppeninterne Umsatzerlöse zurückzuführen, zum anderen aber auch auf verschobene Großrevisionen von Anlagenbetreibern. Durch notwendige Preisreduzierungen aufgrund des steigenden Preisdrucks im Absatzmarkt erhöhte sich die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %-Punkte von 54,6 % auf 56,3 %.

Aufgrund der Umsatzreduzierung und der gestiegenen Materialaufwandsquote sank das Rohergebnis um TEUR 392 von TEUR 5.655 auf TEUR 5.263. Dabei verminderte sich die Umsatzrendite von 4,7 % auf 1,1 % (-3,6 %-Punkte).

Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr mit 1,1% lediglich leicht auf TEUR 3.697 erhöht. Die Personalaufwandsquote stieg von 30,0 % im Vorjahr auf 32,2 % in der Berichtsperiode. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Geschäftsjahr auf 69 MA angestiegen.

In 2015 wurde erneut älteren Mitarbeitern Altersteilzeitverträge angeboten, die 14 Personen angenommen haben. Rückstellungen wurden dazu in ausreichendem Maße gemäß versicherungsmathematischen Gutachten gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 1.171 auf TEUR 1.217 gestiegen. Veränderungen betreffen im Wesentlichen höhere Reparatur- und Wartungskosten sowie Aufwendungen für Drohverluste.

Infolge des Ergebnisabführungsvertrages mit der Klinger Holding Deutschland GmbH, Oberhausen, wird kein Jahresüberschuss ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2019 war unter Berücksichtigung geplanter Aufwendungen für die Altersteilzeit in Höhe von TEUR 378 ein EBIT i. H. v. TEUR 757 geplant. Hauptsächlich durch die Umsatzreduzierung und dem erhöhten Materialaufwand wurde gegenüber der Planung ein um TEUR -635 schlechteres EBIT erzielt. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Gewinnabführung um TEUR 456 auf TEUR 122 reduziert.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich aus Eigenmitteln; Darlehen oder Kredite bei Banken bestehen derzeit nicht.

Investitionen ins Anlagevermögen wurden in Höhe von TEUR 25 Ersatzinvestitionen und damit TEUR 126 unter dem Vorjahr getätigt. Die Investitionstätigkeit wird aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 156 und konnten im Geschäftsjahr stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 652 auf TEUR 3.519 erhöht.

Zum Bilanzstichtag decken die kurzfristigen Forderungen und liquiden Mittel die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten vollständig.

Derivate liegen nicht vor.

Vermögenslage

Die Sachanlagen betragen mit EUR 2,15 Mio. 26,0 % (Vorjahr 26,4%) der Bilanzsumme. Größter Posten dabei sind Grundstücke und Bauten, da das Unternehmen in eigenen Räumlichkeiten tätig ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 464 auf TEUR 375 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um TEUR 295 auf TEUR 230 reduziert. Die Verringerung der Forderungen resultiert aus den gesunkenen Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr.

Das Eigenkapital der Gesellschaft liegt aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Klinger Holding Deutschland GmbH unverändert bei TEUR 5.287. Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von 63,9 % (Vorjahr: 61,0 %) weiterhin gut ausgestattet.

Die Summe der Rückstellungen hat sich zum Vorjahr um TEUR 271 hauptsächlich aufgrund der Altersteilzeitrückstellung auf TEUR 2.576 erhöht. Die Verbindlichkeiten sind von TEUR 1.075 auf TEUR 411 gesunken. Der Grund liegt im Wesentlichen in der reduzierten Gewinnabführung sowie gesunkenen Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung des Geschäftsjahres an die Klinger Holding Deutschland GmbH, Oberhausen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Laut aktualisierter Prognosen (von Mai 2020) verschiedener Wirtschaftsinstitute würde das BIP in der Bundesrepublik Deutschland einen Rückgang von 5-10% für 2020 verzeichnen.

Die Gesellschaft plante - vor Eintreten der Corona-Pandemie - für 2020 mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozent-Bereich gegenüber 2019. Der erwartete Umsatzwachstum soll im Wesentlichen durch die Zuwächse im Bereich Handel und durch den Ausbau des Bereiches Spezialdichtungen getragen werden.

Demgegenüber wird im Instandhaltungsgeschäft ein schwächerer Umsatz erwartet. Zudem bestehen Tendenzen zur "Vor-Ort" Servicenotwendigkeit der verbundenen Unternehmen und damit verbundener Eigenfertigung, die mit einem Umsatzrückgang am Standort Geesthacht einhergehen werden.

Durch neue Fertigungstechnologien bei der Dichtungsherstellung werden mittlere und Kleinserien oft bei bisherigen Kunden vor Ort selbst produziert, was sich ebenfalls negativ auf die Umsatzprognose auswirkt. Die Gesellschaft verfügt jedoch über ein vorteilhaftes breites Materialportfolio. Hiermit werden diese Kunden weiterhin gebunden.

Die Gesellschaft geht für die nächsten beiden Jahre von einer gleichbleibenden Mitarbeiteranzahl aus. Hier sollen kurze Reaktionszeiten zu einem Umsatzzuwachs führen.

Für die Einkaufspreise von Dichtungsvormaterialien zeichnet sich eine Erhöhung ab. Hier machen sich vor allem die erhöhten Rohstoffpreise bemerkbar.

Für 2020 wurde ursprünglich mit einem EBIT von TEUR 673 und einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von TEUR 671 gerechnet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie auf die ursprüngliche Unternehmensplanung nicht verlässlich quantifiziert werden. Je nach weiterem Verlauf der Pandemie und der hiergegen ergriffenen Maßnahmen, wird die sich abzeichnende Rezession je nach Länge und Schwere den weiteren Geschäftsverlauf der KLINGER A. W. Schultze GmbH sowie die ursprünglich vorgenommene Unternehmensplanung unter Umständen sehr deutlich negativ beeinflussen. Aktuell geht die Gesellschaft nicht davon aus, die ursprüngliche Planung für das Geschäftsjahr 2020 einhalten zu können. Es wird mit einer Abweichung von ca. 10 % zu den ursprünglich geplanten Umsatzerlösen gerechnet. Dies hätte ein vermindertes Planergebnis von TEUR 265 zur Folge unter sonst unveränderten Prämissen.

Chancen

Ein entscheidender strategischer Wettbewerbsfaktor wird aufgrund der steigenden Kundenanforderungen im Bereich Service erkannt. Innerhalb der Klinger-Gruppe ist die Gesellschaft einer der wenigen Standorte, der auf Sonderlösungen bei Dichtungsproblemen fokussiert ist. Hierbei gewinnen eigens entwickelte Sonderlösungen immer mehr an Bedeutung. Unser Ziel ist es, diesen Sektor innerhalb der Klinger-Gruppe und bei externen Kunden als Wettbewerbsvorteil gezielt weiterzuentwickeln und hier eine führende Position auszubauen.

Ende 2014 wurde ein Konzept zur Leistungssteigerung im Bereich des Handels mit O-Ringen und Kunststoffen erarbeitet, was auch 2019 weiter vorangetrieben wurde. Hierzu wurde eine entsprechende Internetplattform entwickelt und aktiviert. Aus der resultierenden Konzentration und Intensivierung der Vertriebsaktivitäten auf ein kompaktes Vertriebsgebiet, mit einem äußerst umfangreichen Angebot für Dichtungen, erwarten wir 2020 den Ausbau des Marktanteils in Deutschland.

Risiken

Die außenpolitische Lage und damit verbundene Exportbeschränkungen für die deutsche Industrie wirken sich indirekt auf Zukäufe unserer Produkte aus. Dies hat auch Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse der Gesellschaft.

Darüber hinaus sind weiterhin die Branchen der Energieversorger und der chemischen Industrie im Wandel, so dass die Entwicklung dieser Branchen und damit die Nachfragen dieser Zielgruppen nach Dichtungsprodukten sowie nach Revisionen von Anlagen ebenfalls ungewiss sind. Die Energieversorger stehen vor allem vor der Herausforderung der Umsetzung der Energiewende, während sich die chemische Industrie in Deutschland dem qualitativen Wettbewerb der Konkurrenz, insbesondere aus China und USA, stellen muss.

Durch den Öl-Preisverfall steht weiterhin die große Kundengruppe der Raffinerien unter starkem Sparzwang, was einen Umsatzrückgang erwarten lässt. Weiterhin wird dieser Bereich durch die Elektromobilität gefährdet.

Dem Risiko eines Umsatzrückgangs aufgrund des weiter steigenden Preisdrucks durch die Marktbegleiter soll durch die Marktbelieferung mit qualitativ hochwertigen Dichtsystemen begegnet werden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich dieser Preisdruck durch die konjunkturelle Lage weiter verschärfen wird.

Bei den Einkaufspreisen gehen wir für das nächste Jahr von Steigerungen aus. Preiserhöhungen von Lieferanten können nur teilweise an Kunden weitergegeben werden. Insoweit besteht das Risiko reduzierter Rohgewinnmargen und Ergebnisverschlechterungen.

Der eingesetzten Informationstechnologie (IT) kommt eine stetig wachsende Bedeutung zu. IT-Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten sowie auf die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs auf Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von Firewall-Systemen. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall entstehen.

Die weltweite Corona-Pandemie und die in diesem Zuge ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden absehbare erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die KLINGER A. W. Schultze GmbH haben. Das wirtschaftliche Risiko für die Gesellschaft wird erst in Abhängigkeit der Dauer der Pandemie und der von politischer Seite ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung verlässlich eingeschätzt werden können. Risiken für die Gesellschaft ergeben sich einerseits durch die aufgrund der erwarteten Rezession geringere Nachfrage nach unseren angebotenen Produkten als auch hinsichtlich möglicher künftiger Verschlechterungen der Geschäfts- und Finanzsituation unserer Kunden und damit einhergehender möglicher künftiger Ausfallrisiken.

Die Gesellschaft hat bereits frühzeitig zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter, deren Angehörigen und Mitmenschen sowie unserer Geschäftspartner Maßnahmen zur Reduzierung der Anzahl infizierter oder potenziell infizierter Mitarbeiter getroffen. Zusätzliche hierzu existieren eindeutige Handlungsanweisungen und mehrstufige Maßnahmenpläne für die Mitarbeiter im Fall eines Verdachts. Es gibt einen zentralen Ansprechpartner für den gesamten Konzern und darüber hinaus Beauftragte in den jeweiligen Standorten. Sollte sich diese Krise weiter verschärfen, sind Auswirkungen auf die Produktionsabläufe bis hin zu Produktionsstillständen nicht ausgeschlossen.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Ansicht der Geschäftsführung derzeit nicht. Die Gesellschaft ist nicht bilanziell überschuldet und ist mit ausreichender Liquidität ausgestattet.

4. Zukunftsgerichtete Angaben

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der KLINGER A. W. Schultze GmbH, Geesthacht, vormals A.W. Schultze GmbH, Geesthacht, beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie die im Risikobericht dargestellten - eintreten, so könnten die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Geesthacht, 9. Juli 2020

KLINGER A. W. Schultze GmbH, Geesthacht

Die Geschäftsführung

gez. Lorenz

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den vollständigen Jahresabschluss der KLINGER A.W.Schultze GmbH, d.h. vor Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen, wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die KLINGER A. W. Schultze GmbH (vormals: A. W. Schultze GmbH), Geesthacht

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der KLINGER A. W. Schultze GmbH (vormals: A. W. Schultze GmbH), Geesthacht, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KLINGER A. W. Schultze GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 9. Juli 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jakob, Wirtschaftsprüferin

gez. Fries, Wirtschaftsprüferin

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