Herstellung von Frischbeton, Transportbeton
Flottweg SE
Industriestraße 6, 84137 Vilsbiburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Lengenfelder seit 4.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Rainer Franz Moosner seit 4.11.2024 | Prokura |
Stefan Windschiegl seit 4.10.2023 | Prokura |
Michael Jakob seit 3.5.2023 | Prokura |
Kersten Christoph Dr. Link seit 11.11.2021 | Vorstandsmitglied |
Philipp Dosterschill seit 30.6.2017 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flottweg SEVilsbiburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell Die Flottweg SE gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Industriezentrifugen, Bandpressen und Systemen. Die Produkte und Anlagen kommen in der mechanischen Fest-Flüssig-Trennung zum Einsatz. Das mittelständische Unternehmen produziert ausschließlich in Vilsbiburg, Deutschland, und unterhält eigene Niederlassungen in Form von Vertriebs- und Servicezentren in den USA, in der Volksrepublik China, in Russland, Kanada, Italien, Peru, Brasilien, Frankreich, Australien, Polen, Mexiko und Thailand. Die Vertriebs- und Serviceaktivitäten werden in drei regional strukturierte Business Units (Americas, EMEA und APAC) unterteilt. Die Vielzahl der industriellen Anwendungen werden in fünf Applikationsbereiche gebündelt:
Der Vertrieb ist in diese Applikationsbereiche unterteilt und eng mit dem Service, System- bzw. Anlagenbau, der Automatisierung sowie der Verfahrenstechnik vernetzt, um die optimale Lösung für den Kunden zu erarbeiten. Entsprechend den Anforderungen der unterschiedlichsten Industrien sind Flottweg Dekanter und Separatoren je nach Anwendung verschleißgeschützt, hygienisch oder inertisierbar (ATEX). Flottweg Bandpressen ergänzen das Produktportfolio und werden primär in der Fruchtsaft- und Lebensmittelherstellung eingesetzt. Die Position von Flottweg als Premium-Marke wird von einer Reihe von Faktoren bestimmt, allen voran der Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeiter und einem innovativen Umfeld sowohl in der Produktentwicklung als auch in den Produktionsprozessen. Generationen von Mitarbeitern haben dieses Wissen aufgebaut, Verbesserungsprozesse angetrieben und intensiv an der Weiterentwicklung der Produkte gearbeitet, um Flottwegs Position als Technologieführer zu festigen. 1.2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Separatoren lag ein Schwerpunkt auf der Baukastenentwicklung des Düsenseparators, womit die Maschinen für wichtige Anwendungen nun zur Verfügung stehen. Ein weiterer Schwerpunkt betraf die Arbeit an Konzepten und Varianten zur Erweiterung und Verbesserung des gesamten Portfolios, um neue und bestehende Applikationen besser bedienen zu können. Auch bei den Dekantern wurde mit angepassten Varianten auf neue Applikationen eingegangen, bzw. wurden bekannte Anwendungen laufend verbessert. Für begleitende Tests war und ist das Xelletor-Design ein maßgeblicher Faktor zum weiteren Know-How-Aufbau, um zukünftige fortentwickelte Dekanter-Konzepte zu ermöglichen. In enger Kooperation mit der Produktion wurde zugleich an der Integration von fortschrittlichen Fertigungstechniken und -methoden gearbeitet. Die daraus abgeleiteten Optimierungen finden sich beispielsweise in der Umweltserie (C- und X-Dekanter), als auch bei neuen Entwicklungen für die Modulmaschinen (Z-Dekanter) wieder. Im neuen Testfeld wurden die Möglichkeiten für Entwicklungs- und Prototyptests erweitert. Damit können sowohl einzelne Komponenten als auch Komplettmaschinen unter "near-real"-Bedingungen in einem erhöhten Detailgrad beobachtet werden. Dies kommt auch der Validierung von Ergebnissen der rechnerischen Simulation zugute, deren Vorhersagekraft damit ebenfalls verbessert wird. An den Überwachungssystemen und der Sensorik wurden viele Detailverbesserungen eingeführt, insbesondere an der Zustandsüberwachung "Motice". Zusätzlich werden Konzepte zur Vereinfachung dieser Techniken untersucht, um einen breiteren Einsatz zu erschließen. Neben diesen Schwerpunktthemen werden selbstverständlich laufend Anpassungsentwicklungen für spezielle Kundenwünsche realisiert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft sieht sich weiterhin mit den Herausforderungen hoher Zinsen und gedämpfter Wachstumsaussichten konfrontiert. In seiner Konjunkturprognose von Januar 2024 geht der IWF davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2024, wie auch im Vorjahr, um 3,1 % wachsen wird. Straffere Finanzierungsbedingungen, schwaches Handelswachstum und ein gesunkenes Geschäfts- und Verbrauchervertrauen belasten die Konjunkturaussichten. Zudem tragen erhöhte geopolitische Spannungen zu einer gesteigerten Unsicherheit über die konjunkturellen Aussichten bei. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 6,8 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024 und 4,4 Prozent im Jahr 2025 sinken und damit aber immer noch über dem Niveau vor der Pandemie (2017- 19) von etwa 3,5 Prozent liegen. Die Ursachen für die rückläufige Inflation sind von Land zu Land unterschiedlich, spiegeln aber im Allgemeinen eine niedrigere Kerninflation wider, die auf eine nach wie vor straffe Geldpolitik der Zentralbanken, der Entspannung auf den Arbeitsmärkten, sowie anhaltender Rückgänge der relativen Energiepreise zurückzuführen ist. Der IWF erwartet, dass im Vergleich zum Vorjahr etwa 80 Prozent der Volkswirtschaften der Welt im Jahresdurchschnitt eine niedrigere Gesamt- und Kerninflation im Jahr 2024 haben werden. In den Volkswirtschaften mit einem Inflationsziel wird die Gesamtinflation den Prognosen zufolge Ende 2024 um 0,6 Prozentpunkte über dem Zielwert liegen. Die meisten dieser Volkswirtschaften werden ihren Zielwert voraussichtlich bis 2025 erreichen. Den letzten vorliegenden Prognosen des IWF zufolge stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 3,1 % (2022: 3,5 %). Nach einer kräftigen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2021 verlangsamte sich das Wachstum im Laufe der Jahre 2022 und 2023 zusehends. Dabei verläuft die wirtschaftliche Erholung in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Während die Wirtschaftsleistung der Industrienationen nur um 1,6 % wuchs (2022: 2,6 %), verzeichneten die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Plus von 4,1 % (2022: 4,1 %). Das BIP der USA stieg um 2,5 % (2022: 1,9 %). Die Eurozone verzeichnete 2023 lediglich ein BIP-Wachstum von 0,5 % (2022: 3,4 %). 2.2. Geschäftsverlauf Der Auftragseingang im Jahr 2023 lag unter dem Vorjahresniveau und deutlich unter den Erwartungen für 2023. Die Verunsicherung des Marktes aufgrund geopolitischer Konflikte und der hohen Inflation und die daraus resultierende Investitionszurückhaltung wirken sich negativ auf den Auftragseingang aus. Die schwächelnde Wirtschaft im wichtigen chinesischen Markt wirkte sich ebenfalls belastend aus. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 594 TEUR (- 0,3 %) auf 227.370 TEUR leicht gesunken. Während das Aftermarket-Geschäft einen Anstieg von 4.764 TEUR (+6,5 %) auf 78.601 TEUR verzeichnet, resultiert der Gesamtumsatzrückgang aus dem Neugeschäft. Das Neugeschäft trug mit einem Minderumsatz von 5.358 TEUR (-3,5 %) auf 148.769 TEUR zu dem Umsatzrückgang bei. Regional konnte in der Business Unit EMEA eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Die Business Units Americas und APAC haben im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Während der Rückgang in Americas mit -0,6 % sehr moderat ausfällt, ist er in der Business Unit APAC ausgeprägter, was größtenteils auf den chinesischen Markt zurückzuführen ist. 3. Darstellung der Lage 3.1. Ertragslage Im Jahr 2023 verzeichnete die Flottweg SE gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 594 TEUR (-0,3 %) und beendete das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 227.370 TEUR (i. Vj. 227.964 TEUR). Der Exportanteil beträgt 82,3 % gegenüber 83,6 % im Vorjahr. Der Materialeinsatz hat sich bei gesunkener Gesamtleistung um 15,9 % bzw. 15.769 TEUR reduziert. Die Materialeinsatzquote beträgt in 2023 40,3 % und lag damit unter dem Niveau des Vorjahrs (43,4 %). Der Personalaufwand ist um 4,3 % bzw. 3.141 TEUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Neben dem Personalaufbau (im Durchschnitt + 13 Mitarbeiter) erklärt sich die Steigerung durch die inflationsbedingten Tarifanpassungen. Die Personalaufwandsquote beträgt in 2023 37,1 % nach 32,3 % im Vorjahr. Die betrieblichen Aufwendungen sind um 0,4 % bzw. 106 TEUR gesunken. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen hat sich im Jahr 2023 auf 3.216 TEUR (i. Vj. 1.300 TEUR) verbessert. Bessere Wechselkurseffekte, Auflösung von Rückstellungen und erhaltene Schadenersatzzahlungen sind dafür hauptverantwortlich. Der Abschreibungsaufwand reduzierte sich um 784 TEUR auf 7.495 TEUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die SAP-Einführung aus dem Jahr 2018 seit dem Vorjahresende vollständig abgeschrieben ist. Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielte die Flottweg SE 18.209 TEUR (i. Vj. 24.171 TEUR). Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresüberschuss von 16.909 (i. Vj. 16.582 TEUR). Der gegenüber dem Vorjahr gestiegene Jahresüberschuss, trotz niedrigerem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), resultiert aus dem stark verbesserten Finanzergebnis. Verantwortlich dafür sind höhere Dividendeneinzahlungen, höhere Verzinsungen der Barmittelbestände und der Sondereffekt aus der teilweisen Abschreibung der Beteiligung in Russland aus dem Vorjahr. 3.2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Flottweg SE reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr auf 259.620 TEUR (i. Vj. 269.882 TEUR). Das Anlagevermögen ist per Saldo um 2.241 TEUR niedriger als im Vorjahr. Das Vorratsvermögen weist einen Gesamtbestand von 76.729 TEUR (i. Vj. 95.131 TEUR) aus. Mit 19.375 TEUR ist der Stichtagsbestand an Kundenforderungen gegenüber dem Vorjahr um 996 TEUR gestiegen. Die liquiden Mittel sind mit 48.853 TEUR gegenüber dem Vorjahr (36.928 TEUR) deutlich angestiegen. Besonderes das verbesserte Working Capital Management und die niedrigeren Investitionen wirken sich im Berichtszeitraum positiv auf die liquiden Mittel aus. Das Eigenkapital der Flottweg SE beträgt zum 31. Dezember 2023 162.847 TEUR nach 150.063 TEUR zum 31. Dezember 2022. Die Eigenkapitalquote stieg auf 62,7 % (i. Vj. 55,6 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind planmäßig um 8.125 TEUR auf 25.188 TEUR zurückgeführt worden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um 13.359 TEUR auf 42.303 TEUR gesunken. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtszeitraum um 2.864 TEUR auf 5.271 TEUR ebenfalls vermindert. 3.3. Finanzlage Die Cashflows aus der Investitionstätigkeit (-1.074 TEUR) und aus der Finanzierungstätigkeit der Flottweg SE (-12.691 TEUR) konnten vollständig durch den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit (25.690 TEUR) finanziert werden. Der Finanzmittelbestand ist zum Ende der Periode mit 48.853 TEUR deutlich über dem Vorjahresniveau (36.928 TEUR). 3.4. Investitionen Im Wesentlichen erfolgten Investitionen im Berichtsjahr im Rahmen der Anschaffung neuer Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Sachanlagevermögen ist um 2.632 TEUR und die immateriellen Vermögensgegenstände sind um 71 TEUR gesunken. 3.5. Personal- und Sozialbereich Auch im Jahr 2023 hat die Flottweg SE für das strategisch geplante Umsatzwachstum den Personalstand weiter erhöht. Im Durchschnitt waren 943 Mitarbeiter beschäftigt, was gegenüber 2022 ein Plus von 1,4 % bedeutet. Zum 31.12.2023 waren 956 Mitarbeiter beschäftigt, die sich auf 531 Angestellte, 365 gewerbliche Mitarbeiter und 60 Auszubildende aufteilen. Aufgrund des weiter zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels hat das Thema Arbeitgeber- Attraktivität nach wie vor hohe Priorität bei Flottweg. Die Personalpolitik mit der Auswahl und Weiterbildung geeigneter Mitarbeiter sowie die strategische Positionierung als attraktiver Ausbildungsbetrieb werden auch in Zukunft wichtige Bestandteile der Entwicklung der Flottweg SE sein. 3.6. Umwelt- und Arbeitsschutz Umweltschutz Die Flottweg SE legt einen sehr hohen Wert auf einen schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen. Insbesondere werden während des Produktionsprozesses eingesetzte Betriebshilfsstoffe auf ein Minimum reduziert und anfallende Abfälle dem Wiederverwertungskreislauf zugeführt. Als zertifizierter Fachbetrieb nach Wasserhaushaltsgesetz werden alle gesetzlichen und behördlichen Vorgaben im Rahmen des Umweltschutzes eingehalten. Die Wirksamkeit des eingeführten Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 wurde durch unabhängige Auditoren der TÜV Süd Managementservice GmbH in regelmäßigen Audits bestätigt. Um kontinuierlich auch den Energieverbrauch im Unternehmen zu überwachen und zu optimieren, ist die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 geplant. Durch die Mitgliedschaft beim UNGC unterstützt Flottweg außerdem die weltweiten Bemühungen der Vereinten Nationen nachhaltig den Schutz der Umwelt durch einen ganzheitlichen Ansatz voranzutreiben. Arbeits- und Gesundheitsschutz Der Arbeits- und Gesundheitsschutz genießt einen besonders hohen Stellenwert bei der Flottweg SE. Durch das eingeführte Managementsystem nach DIN EN ISO 45001 wird die Einhaltung von Mindest- Standards regelmäßig in internen und externen Audits durch die TÜV Süd Managementservice GmbH überprüft. Die kontinuierliche Optimierung und Anpassung der persönlichen Schutzausrüstung der Mitarbeiter sowie das regelmäßige Angebot und die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen durch den Betriebsarzt über das gesetzliche Maß hinaus, sind eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus initiiert Flottweg laufend weitere Projekte im Bereich der Gesundheitsvorsorge, z.B. die aktive Umsetzung des Programms "Fit@Work" oder das Angebot einer externen Mitarbeiterberatung bei allen persönlichen Problemen und Krisen für unsere Mitarbeiter*innen und deren Angehörige. 4. Chancen- und Risikobericht Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit. Eine finanzielle Unabhängigkeit ist weiterhin allererste Priorität. Grundsätzlich verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. 4.1. Risikobericht Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen werden durch Kurssicherungsgeschäfte abgesichert. Durch die Energiekrise, bedingt durch den Ukraine-Konflikt sowie den aktuellen Nahostkonflikt, besteht weiterhin das Risiko, dass unsere Kunden Investitionen in Neuanlagen überdenken und tendenziell verschieben oder gänzlich verwerfen. Durch die praktizierte Konzernfinanzierung, die im Wesentlichen über die Muttergesellschaft gesteuert wird, und einem proaktivem Forderungsmanagement besteht insgesamt ein nur sehr geringes Liquiditätsrisiko. Aufgrund der langfristigen Unternehmensfinanzierung bleiben die Marktzinssteigerungen seit 2022 ohne wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung, obgleich dies einen wesentlichen Einfluss auf die Investitionslage unserer Kunden bedingt. Der Schutz unseren Technologie-Knowhows hat für uns einen sehr hohen Stellenwert, um möglichen Nachahmer-Risiken und einem Verlust von bestehenden Wettbewerbsvorteilen entgegenzutreten. Die weltweit stetig zunehmenden Cyber-Risiken und Datenmissbrauchsrisiken stellen eine ständige Bedrohung dar, der wir mit Sicherheitssystemen und Schulungskonzepten sowie entsprechenden Versicherungslösungen zielgerichtet entgegenwirken. Trotz bereits erwähnter gegenwärtiger Krisen verschafft uns die weltweite Streuung der Projekte und die sehr hohe Anwendungsvielfalt eine stabile Ausgangslage unsere gesetzten Wachstumsziele langfristig zu erreichen. Obgleich uns der Fachkräftemangel insbesondere im ländlichen Produktionsbereich vor wachsende Herausforderungen stellt, wirken wir diesem mit gezielten Anreizsystemen und entsprechendem Personalmarketing entgegen. Der nunmehr seit Jahren andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist mit dem Einmarsch russischer Truppen im Februar 2022 eskaliert. Durch bilaterale Sanktionierungen führte dies zum Erliegen des Russland- und Weißrusslandgeschäfts, was aktuell nicht mehr darstellbar ist und auch in den kommenden Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht wieder aufleben wird. Auch der sich seit Oktober 2023 enorm verschärfende Nahostkonflikt mit daraus resultierenden massiven Auswirkungen auf den Seeverkehr durch den Suez-Kanal führt zu Behinderungen der Beschaffungs- und Vertriebswege. Wenngleich hier aktuell nur von Verzögerungen auf den Transportwegen auszugehen ist, bleibt abzuwarten, ob aus dem Nahostkonflikt resultierend mit weiteren Risikoerhöhungen zu rechnen ist. Der Vorstand beobachtet derartige Entwicklungen fortlaufend und reagiert entsprechend. Die Auswirkung auf die Verwertbarkeit/Werthaltigkeit der Vermögenswerte in Russland (Verwaltung mit eigenem Gebäude und Grundstück) und in diesem Kontext der Beteiligungsansatz unterliegen einer permanenten Beobachtung. Bedingt durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine hat sich insbesondere die Energiekrise wesentlich verschärft, was zwischenzeitlich zu einer Verknappung auf den Beschaffungsmärkten und zu deutlichen Preisanstiegen geführt hatte. Auch wenn sich diese Risikolage vermeintlich wieder beruhigt hat, sind die Auswirkungen dessen unter anderem auf die globale Inflations- und Zinslage weiterhin präsent. Hier wirken unter anderem auch der Nahostkonflikt und weitere Konflikte wie der zwischen China und Taiwan negativ ein, weshalb eine Entspannung der aktuellen Inflations- und Zinslage kurzfristig nicht zu erwarten ist. Dieses stark inflationäre Umfeld und die generelle Verunsicherung über weitere Eskalationen führen derzeit im Industriegütermarkt dazu, dass geplante Investitionsentscheidungen kundenseitig langfristig verschoben bzw. ausgesetzt werden. Der Vorstand beobachtet und reagiert auf die fortlaufende Entwicklung und steuert insoweit sich hieraus ergebende Risiken für Absatz und Produktion ergeben. 4.2. Chancenbericht Die durch die abgeschlossene Produktionserweiterung geschaffenen zusätzlichen Kapazitäten, die stetige Modernisierung und Digitalisierung unserer Produkte und Prozesse sowie unsere Innovationsfähigkeit in der Entwicklung und Fertigung, bei gleichzeitiger Erhaltung der guten Finanzkraft, stellen die Basis des zukünftigen Wachstums dar. Der zunehmende Ausbau des Vertriebsnetzwerks und eine damit einhergehende Dezentralisierung von damit verbundenen Funktionen zusammen mit unseren strukturierten Konzernführungsfunktionen wird uns auch in Zukunft erlauben, überproportionalen Wachstumszielen gerecht zu werden. 4.3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Weiterentwicklung sehen wir insbesondere in der globalen Inflations- und Zinslage, der weltweiten Entwicklung der Energiekrise, einem längerfristig angespannten Beschaffungsmarkt und der unsicheren weltpolitischen Lage. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Risiken jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 5. Prognosebericht Um die positive Entwicklung der Flottweg SE zu unterstützen, wurden im Laufe des Jahres 2023 die Mittelfristplanung für die Jahre 2024-2026 erstellt und mit der weiteren Umsetzung der Strategie 2025 fortgefahren. Während die Mittelfristplanung einen Ausblick auf die Budgets für Auftragseingang, Umsatz und Kosten der Flottweg SE gibt, wird bei der Strategie 2025 insbesondere an der Umsetzung von Maßnahmen zur Erreichung strategischer Ziele gearbeitet. Beides wurde im Bottom-Up Verfahren unter Einbezug des lokalen Managements entwickelt. Das Budget für 2024 aus November 2023 sieht im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Steigerung beim Auftragseingang und eine leichte Steigerung beim Umsatz vor. Nach einem ordentlichen Start in das Jahr 2024 gehen wir beim Auftragseingang - trotz unsicherer wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen - derzeit davon aus, die Planzahlen erreichen zu können. Aufgrund der unerwartet hohen Umsätze in den letzten Monaten des Jahres 2023 und dem damit verbundenen Übertreffen der Umsatzziele aus 2023, müssen wir jedoch beim Umsatz aktuell davon ausgehen, unsere Ziele im Jahr 2024 nicht zu erreichen. In unserer Gesamteinschätzung gehen wir von einem prozentualen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Bereich aus und erwarten beim EBIT einen etwas stärkeren Rückgang. Unter den gegebenen Umständen beurteilen wir die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens nur verhalten positiv - unser Blick richtet sich aber nicht nur auf das Jahr 2024. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Vilsbiburg, 11. März 2024 gez. Dr. Kersten Link gez. Klaus Huber Der Vorstand Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung (modifiziertes Gesamtkostenverfahren) für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB sind einige Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (modifiziert) aufgestellt. Die Flottweg SE mit dem Sitz in Vilsbiburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 8839 eingetragen. Ihr Stammkapital beträgt zehn Millionen €. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, die um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert sind. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für die Gebäudeabschreibungen gelten die Grundsätze des § 7 EStG. Die beweglichen Anlagegüter werden linear über die steuerlich für zulässig gehaltene Nutzungsdauer abgeschrieben. Die lineare Abschreibung wird im Jahr der Anschaffung oder Herstellung nur zeitanteilig für den Monat der Anschaffung oder Herstellung und die folgenden Monate vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 Euro wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG als Betriebsausgabe abgesetzt; sie wurden im Anlagenspiegel nicht ausgewiesen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 250,01 Euro bis 800,00 Euro wurden in 2023 in Aus- übung des Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Umlaufvermögen Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen bzw. beizulegenden Werten angesetzt. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sind nicht aktiviert. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist allen erkennbaren Risiken durch angemessene Abwertung Rechnung getragen. Unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren, der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % (VJ 1,79 %), einer Rentendynamik von 1 % bei Anwartschaften und 1,9 % bei laufenden Renten sowie den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt worden. Für Abschiedszuwendungen wurde mit einem Zinssatz von 1,76 % (VJ 1,45 %) gerechnet. Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Der Ansatz erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst worden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Innerhalb eines Jahres fällige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind mit dem Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag umgerechnet worden. Bei Deckung durch Devisentermingeschäfte erfolgt die Umrechnung mit dem Terminkurs oder Hedgingkurs. Für Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde das Niederstwertprinzip beachtet. Der Ansatz von Beteiligungen erfolgt mit dem historischen Kurs zum Zugangszeitpunkt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse nach Regionen (in Tausend €)
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereich (in Tausend €)
(2) Sonstige betriebliche Erträge (in Tausend €)
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen (in Tausend €)
(4) Finanzergebnis (in Tausend €)
(5) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (in Tausend €)
(6) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einem Anlagenspiegel am Ende des Anhangs dargestellt. (7) Anteile an verbundenen Unternehmen (in Tausend €)
Flottweg ist Mutterunternehmen dieser Gesellschaften. Der Betrieb der Flottweg Iberica SL, Malaga, ruht seit 2004. (8) Vorräte (in Tausend €)
Der gesonderte Ausweis der Versuchs- und Mietmaschinen mit Zubehör erfolgte, weil es sich dabei um Vorräte handelt, die auf Grund der Eigenheiten des Geschäftsbetriebes nicht den üblichen Charakter von Umlaufvermögen haben. (9) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (in Tausend €)
Aktive latente Steuern Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht und keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen. (10) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 10.000. Es ist eingeteilt in 100.000 auf den Namen lautende Stückaktien. (11) Kapitalrücklage (in Tausend €)
(12) Andere Gewinnrücklagen (in Tausend €)
(13) Rückstellungen (in Tausend €)
Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB auf T€ 72 (Vorjahr: T€ 118). Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
(14) Verbindlichkeiten (in Tausend €)
Von den Verbindlichkeiten sind fällig:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 25.188 (Vorjahr: T€ 33.312) durch Grundpfandrechte gesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (in Tausend €)
Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft nutzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungsrisiken. Das Volumen der Devisensicherungsgeschäfte betrug zum 31. Dezember 2023 41.000 TUSD, 9.911 TAUD und 2.242 TCAD. Bei USD belief sich das Risiko zur Erfüllung der Terminkontrakte zu den Verfallsterminen - bewertet mit dem Stichtagskurs zum 31.12.2023 - auf T€ 191. Die Summe der negativen Werte bei den übrigen Währungen betrug T€ 1. Die Berücksichtigung im Jahresabschluss erfolgte durch entsprechende Bewertung der Forderungen. Sonstige Angaben Aufgliederung der Mitarbeiterzahl nach Gruppen Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (nur Standort Deutschland):
Angaben zu den Bezügen des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9 HGB Für die Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände nehmen wir die Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Die Ruhestandsbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer betrugen T€ 127 (Vorjahr T€ 117). Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis und ihre Hinterbliebenen wurden in voller Höhe gebildet und beliefen sich auf T€ 2.596 (Vorjahr: T€ 2.697). Angaben zu den Bezügen des Aufsichtsrates gemäß § 285 Nr. 9 HGB Der Aufwand für die Aufsichtsratsmitglieder belief sich in 2023 auf T€ 126 (Vorjahr: T€ 116). Angaben zum Honorar der Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB Von der Befreiungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB wurde Gebrauch gemacht. Angaben gemäß § 20 Abs. 1 AktG Die Flottweg-Stiftung, Vilsbiburg, und die PIA-Stiftung, Vilsbiburg, (vor Verschmelzung mit der PIA- Stiftung: PIA GmbH, Eurasburg) haben der Flottweg SE mitgeteilt, dass ihnen jeweils mehr als der vierte Teil der Aktien der Gesellschaft gehören. Vorstand Dr. Kersten Christoph Link, Sprecher des Vorstands, Vorstand Vertrieb, Service, Technik und Produktion Klaus Huber, Vorstand Verwaltung und Finanzen ab 01.12.2023 Peter Frankfurter, Vorstand Verwaltung, Finanzen und Produktion ausgeschieden zum 06.10.2023 Aufsichtsrat Marcus Bruckmayer, Vorsitzender Vorstand der PIA- und der Bruckmayer-Stiftung, Vilsbiburg ab 08.06.2023; (vorher Peter Bruckmayer, Vorsitzender Vorstand der PIA- und der Bruckmayer-Stiftung, Vilsbiburg, Vorsitzender bis 07.06.2023) Dr. Christoph Weiershaus, Arzt, München ab 08.06.2023; (vorher Joachim Weiershaus, Vorsitzender Vorstand der Flottweg-Stiftung, Vilsbiburg bis 07.06.2023) Klaus Kirchesch, Vorstand der Flottweg-Stiftung, München, Vorsitzender Bernhard Rau, Rechtsanwalt, München Manfred Schlarb, Mitglied des Stiftungsrats der Flottweg-Stiftung, Vilsbiburg Katrin Windmüller, Geschäftsführerin der Dr. Heimeier Executive Search GmbH, Stuttgart Felix Kleinert, stellv. Vorsitzender des Beirates der Weber Schraubautomaten GmbH, Wolfratshausen, stellv. Vorsitzender des Beirates der Faller Packaging Group, Waldkirch / Breisgau, Kraiburg am Inn ab 08.06.2023 Christian Nimmervoll, Geschäftsführer der Scoot & Ride Holding GmbH, Grieskirchen, Österreich bis 07.06.2023 Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Abschlussstichtag von besonderer Bedeutung haben nicht stattgefunden. GewinnverwendungsvorschlagAufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von € 8.553.744,69 eine Dividende von € 42,75 je Aktie auszuschütten sowie € 4.275.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von € 3.744,69 auf neue Rechnung vorzutragen.
Vilsbiburg, 11. März 2024 gez. Dr. Kersten Link gez. Klaus Huber Der Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Flottweg SE, Vilsbiburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Flottweg SE, Vilsbiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Flottweg SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 11. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer gez. Ekkehard Lorenz, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, im Folgenden informiere ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023. Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten ordnungsgemäß wahr. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Arbeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Flottweg-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war durch eine umfassende, zeitnahe und regelmäßige Kommunikation und Abstimmung gekennzeichnet. Der Aufsichtsrat wurde anhand regelmäßiger mündlicher und schriftlicher Berichte des Vorstands und in gemeinsamen Sitzungen am 16. März 2023, am 06. Juni 2023, am 14. und 15. September 2023 sowie am 5. und 6. Dezember 2023 eingehend über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, die Absatz-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Risikolage sowie die Umsetzung der Strategie 2025 informiert. Mehrfach beschäftigte sich der Aufsichtsrat darüber hinaus mit dem geplanten Neubau eines Prozesscenter in der Baumgartenstraße. Weitere Themenschwerpunkte waren das Projekt "Erhöhung Wertschöpfungstiefe bei Gussteilen", die Erweiterung der Schneckenfertigung in Werk 1, eine umfassende Wettbewerbsanalyse sowie die Neuorganisation der Vertriebsabteilungen. Über den aktuellen Status der Gesellschaft FW Russland und zum Thema "Austausch fehlerhafte Schutzsysteme" wurde der Aufsichtsrat regelmäßig informiert. Aufgrund des Ausscheidens von Hr. Frankfurter als Vorstand Finanzen/Produktion beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Neustrukturierung des Vorstandes und einigte sich auf eine Vergrößerung des Vorstands auf 3 Mitglieder. Mit Beschluss vom 25.10.2023 und mit Wirkung ab 01. Dezember 2023 wurde Herr Klaus Huber zum ordentlichen Mitglied des Vorstandes für den Verantwortungsbereich Finanzen, IT und Geschäftsprozessmanagement bestellt. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands auseinanderzusetzen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich in regelmäßigem Kontakt mit den Mitgliedern des Vorstandes. Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Lage und Entwicklung des Konzerns konnten wir somit ohne Zeitverzug erörtern. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Konzernlagebericht sowie der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss, der Jahresabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 12. Juni 2024 hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. In der Bilanzsitzung wurde der Konzern- und Jahresabschluss vom Vorstand detailliert erläutert. Der Aufsichtsrat hat in der Bilanzsitzung sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung der vorgelegten und erläuterten Unterlagen erhob der Aufsichtsrat keine Einwände und schloss sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der Flottweg SE sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Der Jahresabschluss 2023 der Flottweg SE wurde damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Dabei wurden insbesondere die Liquidität der Gesellschaft sowie die Finanz- und Investitionsplanung berücksichtigt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Flottweg-Gruppe Dank, Anerkennung und großen Respekt für ihren persönlichen Einsatz und die im abgelaufenen Jahr geleistete Arbeit aus.
Vilsbiburg, 12. Juni 2024 gez. Klaus Kirchesch, Aufsichtsratsvorsitzender GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung am 12. Juni 2024 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Flottweg SE zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 8.553.744,69 eine Dividende auszuschütten in Höhe von € 42,75 je Aktie auf 100.000 auf den Namen lautende Stückaktien, das sind insgesamt € 4.275.000,00 sowie € 4.275.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der verbleibende Restbetrag von € 3.744,69 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Vilsbiburg, den 12. Juni 2024 gez. Dr. Kersten Link gez. Klaus Huber Der Vorstand |
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