C. Wagner Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Wagner seit 15.3.2021 | Prokura |
Olivier Jean-Francois Georges Lévesque seit 26.2.2021 | Geschäftsführer |
Ulrich Flatken seit 26.2.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
M.O.V.E. GmbHHagenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31.12.2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel
Konzern-Anhang1 ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN1.1 Allgemeine AngabenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften § 290 ff des Handelsgesetzbuches sowie die Regelungen im GmbH-Gesetz beachtet. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB (§ 298 Abs. 1 HGB i.V.m. §§ 266, § 275 HGB) gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Vorjahr ist irrtümlich eine Gewinnrücklagendotierung bei einem Tochterunternehmen nicht konsolidiert worden. Im aktuellen Geschäftsjahr ist daher eine Umbuchung von den Gewinnrücklagen in den Gewinnvortrag erfolgt. Erstmals erfolgt in 2023 eine Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern. 1.2 KonsolidierungskreisDie M.O.V.E. GmbH ist Mutterunternehmen für die in diesem Anhang aufgeführten Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB, die damit verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB sind. In den Konzernabschluss werden im Rahmen der Vollkonsolidierung folgende Unternehmen einbezogen: Tochtergesellschaft der M.O.V.E. GmbH, Hagen Financière FVS S.A.S., Méré / Frankreich Tochtergesellschaft der Financière FVS S.A.S, Méré / Frankreich Mecanholding S.A.S., Méré / Frankreich Tochtergesellschaften der Mecanholding S.A.S, Méré / Frankreich Mecanindus SARL, Méré / Frankreich Mecanique de Méré SARL, Méré / Frankreich European Fasteners GmbH, Hagen * Tochtergesellschaften der European Fasteners GmbH, Hagen * Jörg Vogelsang GmbH & Co. KG, Hagen * Jörg Vogelsang - Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hagen-Hohenlimburg * Vogelsang Fasteners s.r.o., Loděnice / Tschechien Vogelsang Corporation, Mount Sterling, Kentucky / USA Vogelsang Fastener Solutions Inc., Lakewood, New Jersey / USA Vogelsang-Mecanindus Metal Forming (Kunshan) Co., Ltd. / China Wilhelm Hedtmann GmbH & Co. KG, Hagen * Hedtmann Verwaltungs-GmbH, Hagen * * Diese Gesellschaften nehmen die Befreiungsmöglichkeit nach §§ 264 Abs. 3 HGB, § 264b HGB auf Verzicht zur Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses. Es handelt sich mit Ausnahme der Financière FVS S.A.S. (90,21 %) jeweils unmittelbar bzw. mittelbar um 100%-Beteiligungen. Mit Kaufvertrag vom 15. März 2021 wurden von der M.O.V.E. GmbH sämtliche Anteile an der Financière FVS S.A.S. erworben, dinglicher Übertragungsstichtag war der 15. März 2021. Als Erstkonsolidierungsstichtag wurde der 1. März 2021 gewählt. Die Financière FVS S.A.S. hatte bisher bereits einen Konzernabschluss erstellt. Die Anschaffungskosten dieses Teilkonzerns wurden deshalb gemäß DRS 23 Tz.198 ff mit dem bisherigen Teilkonzerneigenkapital verrechnet (Kettenkonsolidierung). Mit Kaufvertrag vom 16. März 2021 wurden anschließend von der European Fasteners GmbH sämtliche Anteile an der Wilhelm Hedtmann GmbH & Co. KG und der Hedtmann Verwaltungs-GmbH erworben, dinglicher Übertragungsstichtag war der 16. März 2021. Als Erstkonsolidierungsstichtag wurde ebenfalls der 01. März 2021 gewählt. 1.3 Konsolidierungsgrundsätze1.3.1 KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgte zum Erstkonsolidierungsstichtag nach der Neubewertungsmethode des § 301 (1) HGB. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 01. März 2021 wurden stille Reserven in Grundstücken in Höhe von insgesamt TEUR 4.790 aufgedeckt. Der verbleibende negative Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8.541 wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer des Anlagevermögens von 10 Jahren aufgelöst. 1.3.2 SchuldenkonsolidierungBei der Schuldenkonsolidierung wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. 1.3.3 Aufwands- und ErtragskonsolidierungBei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 305 Abs. 1 HGB wurden Umsatzerlöse sowie andere Erträge und Zinsen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. 1.3.4 Eliminierung von ZwischengewinnenZwischengewinne aus konzerninternen Leistungen werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 1.3.5 Latente SteuernLatente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden gebildet sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern sind zudem Verlustvorträge und vergleichbare Sachverhalte wie Steuergutschriften und Zinsvorträge in Höhe der innerhalb der folgenden fünf Jahre erwarteten Nutzung zu berücksichtigen. Latente Steuern auf den Geschäftswert aus Kapitalkonsolidierung bzw. passivischen Unterschiedsbetrag werden entsprechend § 306 Satz 3 HGB nicht erfasst. 1.3.6 WährungsumrechnungDie Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanz der ausländischen Gesellschaften werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Monatsdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von in fremder Währung geführten Gesellschaften nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, werden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEBei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten (mit Ausnahme der Tochtergesellschaften in den USA) Jahresabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Tochtergesellschaften in den USA haben abweichend hiervon einen Jahresabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden gegenüber dem Erstkonsolidierungsstichtag beachtet. 2.1 Angaben zur Bilanz2.1.1 AnlagevermögenDie Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet worden. Grundstücke, Gebäude und Außenanlagen werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet Die sonstigen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Die grundsätzliche Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Für die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenen Aufstockungswerte im Gebäude wurde die lt. Gutachten ermittelte Restnutzungsdauer bis 2038 zu Grunde gelegt. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 auf den niedrigeren beizulegenden Wert, sofern eine dauerhafte Wertminderung eintreten sollte, angesetzt. 2.1.2 UmlaufvermögenDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, allerdings ohne steuerlich nicht aktivierungspflichtige Kostenbestandteile, einbezogen. Kosten der Verwaltung sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nur angesetzt, soweit sie in den Fertigungskostenstellen angefallen sind. Lagerungs- und Gängigkeitsrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. dies entspricht dem handelsrechtlichen Mindestumfang unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips nach § 53 Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. 2.1.3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko, Skonto und Bearbeitungsgebühr wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. 2.1.4 Liquide MittelDie liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. 2.1.5 Aktiver RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2.1.6 Aktive latente SteuernFür bestehenden Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz (inkl. HB2s) und Steuerbilanz werden latente Steuern bilanziert. Aktive Latenzen ergeben sich im laufenden Geschäftsjahr hierbei neben den deutschen Gesellschaften auch die tschechische Gesellschaft sowie ein französisches Tochterunternehmen. Aus steuerlichen Verlustvorträgen der amerikanischen Gesellschaften und konsolidierter Zwischengewinne resultierten weitere aktive latente Steuern. 2.1.7 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. 2.1.8 RückstellungenDie Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zu den jeweiligen Bilanzstichtagen ermittelt wurde. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) unter Beachtung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bei einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) ermittelt (10-Jahres-Durchschnitt). Eingerechnet wurde ein Gehaltstrend von 0 % p.a. (Vj. 0 %) und eine Rentenanpassung von 1,00 % p.a. (Vj. 1,0 %). Der Durchschnittssatz für 7 Jahre beträgt per Dezember 2023 1,74 % (Vj. 1,44 %). Bei den französischen Gesellschaften wurde ebenfalls ein Zinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) zugrunde gelegt. 2.1.9 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden 2.1.10 Passiver RechnungsabgrenzungspostenAls Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Es handelt sich im Wesentlichen um Werkzeugkostenzuschüsse, die entsprechend der Nutzungsdauer der Werkzeuge aufgelöst werden. 2.2 FremdwährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Soweit Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften nicht in Euro aufgestellt wurden erfolgte die Bilanzierung nach den unter "2.2 Währungsumrechnung" dargestellten Methoden. Hierbei kamen folgende Kurse zur Anwendung: Stichtagskurs (Bilanz): USA 1,1050 USD/EUR (Vj: 1,06660 USD/EUR) Tschechien 24,72400 CZK/EUR bzw. 22,37466 CZK/USD (Vj: 24,11600 CZK/EUR bzw. 22,61016 CZK/USD) China 7,85090 CNY/EUR (Vj: 7,35820 CNY/EUR) Monatsdurchschnittskurse (GuV) USA von 1,0563 bis 1,11058 USD/EUR (Vj: von 0,98257 bis 1,13419 USD/EUR) Tschechien von 23,437 bis 24,584CZK/EUR (Vj: von 24,58436 bis 25,00652 CZK/EUR) China von 7,3173 bis 7,9482 CNY/EUR (Vj: von 6,85384 bis 7,38589 CNY/EUR) 2.3 BewertungseinheitenDie zinsbezogenen Geschäfte sind als Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zu klassifizieren. [UR1] Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich in der Regel um antizipative Makro-Hedges. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die in Kapitel 6.2 angegebenen Zeitwerte wurden bankseitig durch anerkannte Bewertungsmethoden ermittelt. 3 ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN BILANZ3.1.1 AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres auf der folgenden Seite dargestellt.
3.1.2 ForderungenMit Ausnahme der Rückdeckungsversicherungen für die Pensionszusagen der französischen Gesellschaften (TEUR 391) sind wesentliche Forderungen innerhalb eines Jahres fällig. 3.1.3 Aktive latente SteuernBei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern kamen Steuersätze von 19 % bis 34 % zur Anwendung. Nach Saldierung mit passiven latenten Steuern verbleibt ein passivischer Überhang.
* darin enthalten sind TEUR 41 aus der Währungsumrechnung 3.1.4 EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 3.1.5 Unterschiedsbetrag aus der KapitalkonsolidierungDer negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird gemäß DRS 23 Tz. 145 über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer des Anlagevermögens von 10 Jahren aufgelöst. Der negative Unterschiedsbetrag entwickelte sich wie folgt:
Die erfolgswirksame Verrechnung wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 3.1.6 RückstellungenDer ermittelte Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8. Die sonstigen Rückstellungen teilen sich in die wesentlichen Bereiche wie folgt auf:
3.1.7 VerbindlichkeitenAus dem Verbindlichkeitenspiegel ergeben sich die gesamten Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und zwischen einem Jahr und fünf Jahren. Verbindlichkeitenspiegel
Die im Verbindlichkeitenspiegel aufgeführten Verbindlichkeiten sind wie folgt gesichert: - Grundschulden in Höhe von ca. EUR 10,2 Mio zu Lasten einer inländischen Tochtergesellschaft. - Sicherungsübereignung des Anlage- und Vorratsvermögens der inländischen Tochtergesellschaften. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 1.538; Vj. TEUR 1.513) und sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1.025) (Verkäuferdarlehen) wurden Rangrücktritte vereinbart. 3.1.8 Passive latente SteuernDie bilanzierten latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven. Diese sind den deutschen Gesellschaften zuzuordnen und wurden mit 34,0 % berechnet (Körperschaftsteuer zzgl. Gewerbesteuer am Standort Hagen). Weitere latente Steuern ergeben sich aus Abweichungen zwischen den nach landesrechtlichen Vorschriften ermittelten Wertansätzen und den nach konzerneinheitlichen Grundsätzen maßgebenden Wertansätzen der Financière FVS S.A.S, die mit 25,0 % bewertet wurden.
4 ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG4.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:
Aufgrund der Ähnlichkeit des Produktportfolios erfolgt keine Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen. 4.2 Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel (TEUR 1.173, Vj. TEUR 941), welche um kurzfristig fällige Kontokorrentverbindlichkeiten (TEUR 3.425, Vj. TEUR 2.532), gekürzt werden. 5 SONSTIGE ANGABEN5.1 Allgemeine AngabenDie M.O.V.E. GmbH hat ihren Sitz in Hagen und ist beim Amtsgericht Hagen unter HRB 11862 eingetragen. 5.2 Derivative FinanzinstrumenteEs bestehen Zinsbegrenzungsgeschäfte in Form von Zins-SWAP-Vereinbarungen, um ein Zinsrisiko aus bestehenden Darlehensverträgen (aufgrund variabler Verzinsung mit einem Nominalbetrag von TEUR 2.133) abzusichern. Der Zeitwert dieser derivativen Finanzinstrumente beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR -61. Die angegebenen Zeitwerte wurden bankseitig durch anerkannte Bewertungsmethoden ermittelt. Die zinsbezogenen Geschäfte sind als Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zu klassifizieren. Es ergab sich kein Rückstellungsbedarf zum 31. Dezember 2023. Weiterhin bestehen zwei Sammel-Devisen-Termin-Geschäfte für die Umwechslung EUR/USD. Der fixierte Kurs beträgt bei dem ersten Sammel-Devisen-Termin-Geschäft 1,099 EUR/USD und die Laufzeit endet am 30. Dezember 2024. Der Nominalbetrag von TUSD 1.500 wird abgesichert. Der Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR - 19. Der fixierte Kurs beträgt bei dem zweiten Sammel-Devisen-Termin-Geschäft 1,0985 EUR/USD und die Laufzeit endet am 30. Dezember 2024. Der Nominalbetrag von TUSD 1.500 wird abgesichert. Der Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR - 18. Es besteht ein Sammel-Devisen-Termin-Geschäft für die Umwechslung EUR/CZK. Der fixierte Kurs beträgt bei dem Sammel-Devisen-Termin-Geschäft 24,1518 EUR/CZK und die Laufzeit endet am 10. Dezember 2024. Der Nominalbetrag von TEUR 2.536. wird abgesichert. Der Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 78. 5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen GeschäftenDie finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit insgesamt TEUR 3.364 hiervon sind TEUR 1.386 im Jahr 2024 fällig, im Übrigen haben sie eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Leasing- und Mietverträge dienen der Finanzierung. Vorteile des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen sind u. a. Liquiditätsschonung und Finanzoptimierung. Besondere Risiken hieraus sind nicht zu erkennen. 5.4 BeschäftigteDer durchschnittliche Personalbestand des Jahres 2023 betrug[UR2] 407 (Vj. 414), dieser entfällt auf folgende Gesellschaften bzw. Unternehmensgruppen:
5.5 Organe und OrganbezügeAls Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren die Herren - Dipl.-Kfm. Ulrich Flatken, Geschäftsführer, Ahlen - Dipl.-Kfm. Olivier Jean-Francois Georges Lévesque, Geschäftsführer, Paris (Frankreich) bestellt. Beide sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Bezüge der Organe wird gemäß DRS 17 TZ 5 in analoger Anwendung von § 286 (4) HGB verzichtet. Herrn Christof Wagner ist Einzelprokura erteilt. Die Gesellschaft hat keinen Beirat. 5.6 Abschlussprüfer HonorareIm Konzernabschluss sind für die Prüfung des Konzernabschlusses 2023 der Muttergesellschaft sowie Prüfung bzw. prüferische Durchsicht der Jahresabschlüsse 2023 durch den Konzernabschlussprüfer Honorare in Höhe von TEUR 161 berücksichtigt. 6 NACHTRAGSBERICHTNach dem Geschäftsjahresende sind keine weiteren Vorgänge eingetreten, die von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 sind. Geschäfte zwischen den Gesellschaften wurden und werden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Hagen, den 29. Mai 2024 gez. Ulrich Flatken, Geschäftsführer gez. Christoph Wagner, Prokurist Konzern-LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die M.O.V.E. GmbH (Konzern), Hagen, ist das Mutterunternehmen der Mecanindus-Vogelsang-Gruppe. Die Mecanindus-Vogelsang-Gruppe ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe mit Standorten in Deutschland, Frankreich, der Tschechischen Republik, China und den USA. Erzeugt werden anspruchsvolle Rollbiegeprodukte aus Bandmaterial von höchster Präzision und Qualität. Die Marktfelder teilen sich im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie auf in drei Schwerpunkte mit der Notwendigkeit unterschiedlicher Vorgehensweisen in der strategischen Entwicklung und in den operativen Vorgehensweisen: - Standard Fasteners werden dabei im Wesentlichen als Ex Stock Geschäft über unsere Handelspartner vertrieben. - Engineered Fasteners haben ihren Schwerpunkt in der Autoindustrie mit Anwendungen für Motor / Getriebe sowie Kunststoffbauteile. - Chassis Fixings finden Anwendung bei OEM und Tier1 Kunden der Automobilindustrie im Bereich Fahrwerk II. Wirtschaftsbericht 1. Branchen- und Marktentwicklung Für die Standortbestimmung M.O.V.E. GmbH (Konzern) im Marktumfeld wurden neben den im Quellenverzeichnis dargelegten Informationen auch Auswertungen herangezogen, die für M.O.V.E. GmbH (Konzern) direkte Vergleichsmöglichkeiten bieten: • Kennzahlenreport des Industrieverband Blechumformung (IBU) 2023 • Verband der Automobilindustrie (VDA) • Statistisches Bundesamt (Destatis) • ifo Institut für Wirtschaftsforschung Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 wurde durch hohe Energiepreise, zunehmende Inflation, die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner, verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte und herausfordernde Finanzierungsbedingungen belastet. [1] Demzufolge sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent - kalenderbereinigt betrug der Wirtschaftsrückgang 0,1 Prozent - im Vergleich zum Vorjahr. [2] Die Wirtschaftsleistung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0 Prozent zurück. [3] Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ausmacht, verzeichnete auch preisbereinigt einen Rückgang um 0,4 Prozent. [4] Positive Impulse gingen trotz dieser Herausforderungen vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus. [5] Dagegen mussten energieintensive Branchen, wie die Chemie- und die Metallindustrie erneut Rückgänge bei Produktion und Wertschöpfung hinnehmen. [6] Im Dienstleistungssektor war hingegen ein wirtschaftlicher Aufschwung zu beobachten, der die Konjunktur im Jahr 2023 stützte. [7] Die stagnierende Wirtschaft und eine Inflationsrate von 5,9 Prozent spiegelten sich auch in einem Rückgang des privaten Konsums um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wider .[8] [9] Auch der Staat reduzierte seine Konsumausgaben preisbereinigt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten um 1,7 Prozent. [10] Nach ersten Schätzungen schlossen die öffentlichen Haushalte 2023 mit einem Defizit von 82,7 Mrd. Euro ab, was einem Rückgang von rund 14 Mrd. Euro gegenüber 2022 (96,9 Mrd. Euro) entspricht. [11] Dieser Rückgang ist zum Teil auf den Wegfall der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch die Ausgaben für die Gas- und Strompreisbremse ausgeglichen. [12] Arbeitsmarkt Im Jahr 2023 trugen 45,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland zur Wirtschaftsleistung bei, was einem Anstieg um 0,7 Prozent oder 333.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. [13] Dies ist die höchste Anzahl an Erwerbstätigen, die jemals in Deutschland verzeichnet wurde. [14] Die Rekordbeschäftigung spiegelt sich jedoch nicht in der Produktivität wider, die sich seit einiger Zeit auf einem Abwärtstrend befindet und im ersten Quartal 2023 um ein Prozent unter dem Vorjahreswert lag. [15] Hohe Teilzeitquoten - die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg mit 2,1 Prozent deutlich stärker als die der Vollzeitbeschäftigten mit 0,6 Prozent - und steigende Krankenstände mit einem Rekordwert von 7,11 Prozent sind Faktoren für den Produktivitätsrückgang.[ 16] Der Zuwachs der Erwerbstätigen ist auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie auf eine zunehmende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung zurückzuführen. [17] Besonders auffällig ist, dass Arbeitsplätze vor allem im Dienstleistungsbereich entstanden sind. [18] Im Dezember 2023 waren in der gesamten EU etwa 12,9 Millionen Menschen arbeitslos, was einer Erwerbslosenquote von 5,9 Prozent entspricht. [19] Innerhalb der Eurozone lag die Quote mit 6,4 Prozent sogar noch etwas höher als im EU-Durchschnitt. Deutschland stach in diesem Kontext positiv hervor, mit einer der niedrigsten Erwerbslosenquoten von nur 3,1 Prozent. [20] Dies unterstreicht die starke Position Deutschlands auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Rest der EU. [21] Neben der Erwerbslosigkeit nach dem ILO-Erwerbsstatuskonzept wird auch die Arbeitslosigkeit nach der SGB-Arbeitsmarktstatistik gemessen, die im Jahr 2023 aufgrund unterschiedlicher Beobachtungsmerkmale höher ausfällt. [22] Im Jahr 2023 stieg die Arbeitslosenquote in Deutschland um 191.000 auf 2.609.000 Personen an. [23] Dies ist hauptsächlich auf eine träge Wirtschaft zurückzuführen, die es Arbeitsuchenden erschwerte, eine Anstellung zu finden, während die Zuwanderung ukrainischer Flüchtlinge nur einen geringen Effekt auf den Anstieg hatte. [24] Die durchschnittliche Anzahl der Kurzarbeitenden, einschließlich der Empfänger von Saison- und Transferkurzarbeitergeld, sank laut Bundesagentur für Arbeit auf etwa 220.000 von 426.000 im Vorjahr. [25] Der Arbeitsmarkt konnte durch die Nutzung von Kurzarbeit weiterhin gestützt werden, nahm jedoch im Vergleich zu den von der Corona-Pandemie stark betroffenen Jahren sowie gegenüber 2022 merklich ab und erreichte ein im historischen Vergleich moderates Niveau. [26] Durch den Einsatz von Kurzarbeit, die bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von etwa 31 Prozent rechnerisch für rund 69.000 Beschäftigte einen Job sicherte und ihre potenzielle Arbeitslosigkeit abwendete, zeigt sich die Bedeutung der Kurzarbeit für den deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere vor dem Hintergrund einer nachlassenden Arbeitskräftenachfrage. [27] Obwohl der Bedarf an Arbeitskräften im langjährigen Vergleich hoch blieb, nahm die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern im Jahr 2023 spürbar ab. [28] Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen fiel 2023 auf 761.000, ein Rückgang um 84.000 gegenüber 2022, während die Stellenzugänge als Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen aufgrund der schwachen Wirtschaftslage um 251.000 auf 1.633.000 sanken. [29] M.O.V.E. GmbH (Konzern) hat das Instrument der Kurzarbeit in 2023 nicht mehr genutzt. Die Stammbelegschaft konnte in der Gruppe gehalten werden. Entgegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Internationaler Automobilmarkt Der weltweite Pkw-Absatz stieg von ca. 67,3 Mio. Einheiten im Jahr 2022 auf ca. 75,3 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2023. [30] Der Anstieg wurde durch eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Fahrzeugverfügbarkeit begünstigt. [31] Der Zuwachs ist auch auf die niedrigen Verkaufszahlen im Vorjahr zurückzuführen, die einen Basiseffekt bewirkten, der das Wachstum zunächst begünstigte, dessen positiver Einfluss auf die Wachstumsraten aber im Laufe der Zeit nachließ. [32] Als weltweit größter Automarkt trägt China maßgeblich zu diesem Aufschwung bei und erreicht mit fast 25,8 Millionen neu zugelassenen Pkw einen historischen Höchststand. [33] Im Dezember 2023 wurden fast 2,8 Millionen Pkw verkauft, was ein bisher unerreichtes Absatzniveau darstellt. [34] Bei der Entwicklung der Elektroautos weltweit ist ein Anstieg von 35 Prozent zu verzeichnen, das sind 14,2 Millionen neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV). [35] Europäischer Automobilmarkt 2023 wurden auf dem europäischen Automobilmarkt, der die EU, die EFTA und das Vereinigte Königreich umfasst, rund 12,8 Mio. Pkw neu zugelassen, was einem Zuwachs von 14 Prozent entspricht. [36] Trotz des Wachstums gestaltet sich die Erholung weiterhin langwierig. [37] Im Vergleich zu den Neuzulassungszahlen vor der Krise im Jahr 2019 befindet sich der Markt noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau mit einem Rückgang von 19 Prozent. [38] Deutschland, als einer der fünf größten Absatzmärkte, leistet einen maßgeblichen Beitrag zu diesem Rückgang vor allem aufgrund von weniger neuzugelassenen Fahrzeugen im Elektrosegment. [39] Trotzdem stieg die Zahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge in der EU um 37 Prozent auf 1,54 Millionen. [40] Der Marktanteil der Elektrofahrzeuge übertrifft damit erstmals den der Dieselfahrzeuge. [41] Deutscher Automobilmarkt Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamts stieg die Anzahl der Neufahrzeugzulassungen in Deutschland im Jahr 2023 um 7 Prozent auf insgesamt mehr als 2,8 Millionen Fahrzeuge im Vergleich zu 2022 an. [42] Dennoch bewertete die deutsche Autoindustrie ihre Geschäftslage im Dezember 2023 etwas negativer als zuvor. [43] Der Geschäftsklimaindex sank in diesem Monat zudem auf 9,5 Punkte, nachdem er im November noch bei 15,4 Punkten gelegen hatte. [44] Trotz dieser Entwicklung beendete die Autobranche das Jahr 2023 aus ihrer Sicht auf einem zufriedenstellenden Produktionsniveau, wie sich aus der offiziellen Jahresbilanz ergibt. [45] Die politische Entscheidung, dass ab dem 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für die staatliche Kaufprämie für Elektroautos, den sogenannten Umweltbonus, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mehr eingereicht werden können, hat die Lage im deutschen Automobilsektor erschwert. [46] Trotzdem wurde im Jahr 2023 ein neuer Höchstwert in Deutschland, mit 523.00 neu zugelassenen E-Autos erreicht. [47] Im Jahr 2022 waren es nur knapp 471.000 neu zugelassene Elektrofahrzeuge. [48] Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, bis zum Jahr 2030 insgesamt 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu etablieren. [49] Bei einem aktuellen Bestand (November 2023) von 1,3 Millionen Elektrofahrzeugen und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungstrends erscheint die Erreichung dieses Ziels laut Präsidentin des VDA derzeitig als eher ambitioniert. [50] Entwicklungen der Branche Metallverarbeitung Eine vorübergehende Erholung in der Metall- und Elektroindustrie um 2,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 wurde hauptsächlich durch Nachholeffekte im ersten Halbjahr ermöglicht, welche durch eine verbesserte Verfügbarkeit von Materialien und aufgestaute Bestellungen angetrieben wurden. [51] Im vierten Quartal 2023 verzeichnete die Produktion in der Metall- und Elektrotechnik (M+E) jedoch einen weiteren Rückgang um 1,8 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal. [52] Das Auftragsvolumen fiel im Jahr 2023 um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. [53] Insbesondere die Umsätze außerhalb der Eurozone gingen deutlich zurück, neben dem schwachen Inlandsgeschäft. [54] Angesichts der schwierigen Auftragslage und des fortbestehenden Pessimismus ist es wahrscheinlich, dass es im ersten Halbjahr 2024 zu einem Abwärtstrend kommen wird. [55] Schwerpunkt Automotive Drei Viertel der Wertschöpfung eines Automobils entstehen bei den Zulieferern, vornehmlich bei den Unternehmen der Metallbearbeitung und -verarbeitung. [56] Der Fahrzeugbau ist mit einem Umsatz von 509 Milliarden Euro (Stand 2022) der stärkste Wirtschaftszweig der M+E-Industrie und beeinflusst die Branche entsprechend stark. [57] Hierzu zählt ebenfalls Mecanindus Vogelsang Gruppe als europäischer Zulieferer mit einem hohen Automotive-Anteil, weshalb die Entwicklungen der Automobilindustrie maßgeblich für die berichtende Gruppe sind. Schwerpunkt Maschinenbau Trotz der schwachen Konjunktur konnte der Maschinen- und Anlagenbau, als zweitstärkster Wirtschaftszweig in der M+E-Industrie, [58] in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres ein Plus von 0,9 Prozent verzeichnen. [59] Dieser Aufwärtstrend endete jedoch schnell und im dritten Quartal 2023 lag der Wert um 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. [60] Auch die Prognose für 2024 wurde auf Basis der zweiten Jahreshälfte 2023 von einem Produktionsrückgang von minus 2 Prozent auf minus 4 Prozent gesenkt. [61] Der Auftragseingang lag in den ersten zehn Monaten 2023 bei minus 13 Prozent, sodass die Auftragspolster langsam aufgebraucht sind. [62] Der VDMA-Präsident sieht eine industriefreundliche, langfristig verlässliche Standortpolitik als entscheidenden Faktor, um Investitionen wieder anzukurbeln. [63] Entwicklungen der blechumformenden Unternehmen Die bereits erläuterten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen spiegeln sich auch in der Branche der Blechumformung wider. [64] Eine IBU-Konjunkturumfrage im Oktober 2023 zeigt, dass 43 Prozent der Unternehmen ihre Lage als schlecht oder sogar sehr schlecht bewerten. [65] Dies ist vor allem auf einen signifikanten Auftragsrückgang im letzten Quartal des Jahres 2023 zurückzuführen. [66] Besonders die Bauindustrie ist betroffen, da 70 Prozent der Lieferanten einen Mangel an Bestellungen berichten. [67] In der Automobilbranche haben 61 Prozent der Unternehmen weniger Aufträge erhalten, während im Maschinenbau ein Rückgang von 57 Prozent verzeichnet wurde. [68] Diese Entwicklung spiegelt sich in den Zukunftserwartungen für 2024 wider. [69] In den betroffenen Sektoren sind zwischen fast 50 und 63 Prozent der Befragten pessimistisch gestimmt, denn die blechumformenden Unternehmen werden neben den Auftragsrückgängen auch durch wechselnde gesetzliche Vorgaben, einschränkende politische Entscheidungen, steigende Energie- und Personalkosten sowie den Fachkräftemangel belastet. [70] Der dargestellte Jahresverlauf der Gesamtleistung spiegelt ebenfalls die Entwicklung von M.O.V.E. GmbH (Konzern) wider. Anzumerken ist hierbei, dass das 1. Halbjahr eines Geschäftsjahres in der Regel auf einem höheren Niveau als das 2. Halbjahr ist, Dies resultiert aus einem schwachen Urlaubsmonat (Juli oder August) und dem traditionell schwachen Dezember. Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind auch in der Reichweite der Auftragsbestände sowie der Kapazitätsauslastung erkennbar. [71] Während die Reichweite der Auftragsbestände im Januar 2023 noch bei knapp 9 Monate lag, so ist diese in den darauffolgenden Monaten auf durchschnittlich 4,8 Monate herabgesunken. [72] Die Kapazitätsauslastung liegt mit durchschnittlich 80,2 Prozent leicht über dem Vorjahresdurchschnitt (80,4 Prozent). [73] Laut ifo-Konjunkturspiegel bewerteten die Unternehmen der Branche (leichte Press-, Zieh-, Stanzteile) die Geschäftslage in der zweiten Jahreshälfte mehrheitlich befriedigend bzw. saisonüblich. [74] Die Nachfragesituation wurde insbesondere im letzten Quartal 2023 als eher schlechter beurteilt. Zum Jahresende zeigen sich die Erwartungen für die kommenden drei Monate unverändert, für die kommenden sechs Monate werden hingegen ungünstige Bedingungen erwartet. [75] 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 blieb stabil, wenn auch auf niedrigerem Niveau, wobei das Umsatzwachstum hauptsächlich durch Preiseffekte und weniger durch Steigerung der Produktionsvolumina getrieben wurde. [76] Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben sich ebenso auf M.O.V.E. GmbH (Konzern) ausgewirkt. Erfreulicherweise konnte trotz einer Umsatzreduzierung von 4% der Rohertrag gesteigert werden. Grund hierfür liegt in Preisanpassungen die erst in 2023 gegenüber den Kunden realisiert werden konnte. Erfreulich ist aber auch die Marktentwicklung im Bereich der Chassisprodukte mit einer Ausweitung der Produktionsmenge. Gegenläufig ist hingegen die Entwicklung bei den Standardprodukten; hier spüren wir die Schwäche des allgemeinen Industriesektors. Die größten Firmen der Mecanindus-Vogelsang Gruppe haben sich dabei in Bezug auf die Umsatzerlöse wie folgt entwickelt:
Problematisch ist weiterhin die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Der Fachkräftemangel und die damit verbundene gestiegene Inflation ist zunehmend problematisch für die Unternehmensentwicklung und führte zu erhöhten Personalkosten. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich um T€ 41. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um T€ 377 an. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 1,081 Mio. Euro davon der Bestand an Fertigprodukten alleine mit 0,923 Mio. Euro. Die sonstigen Rückstellungen sind hauptsächlich durch Zuführungen von Verpflichtungen gegenüber Kunden angestiegen. Finanzlage Das Eigenkapital von M.O.V.E. GmbH (Konzern) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,936 Mio. EUR erhöht. Investitionen wurden in einem Umfang von T€ 1.911 getätigt. Die Anlagenzugänge betrafen hauptsächlich die Anschaffung einer Presse und von Werkzeugen. Um auf die Unwägbarkeiten infolge der Lieferkettenprobleme sowie der politischen Lage vorbereitet zu sein, hat M.O.V.E. GmbH (Konzern) keine zusätzlichen Finanzmittel aufgenommen. Nur für die Finanzierung der neuen Presse, wurde ein Darlehen aufgenommen. Sonstige Darlehenstilgungen wurden planmäßig i. H. v. T€ 3.051 vorgenommen. Die Liquiditätslage ist weiterhin zufriedenstellend. Alle Bankengespräche verlaufen sehr positiv. Finanzielle Engpässe liegen nicht vor. Ertragslage Vor Berücksichtigung von Zinsen und Steuern konnte im Jahr 2023 ein Ergebnis (EBIT)in Höhe von T€ 3.855 (VJ. € 3.545) ausgewiesen werden. Dies bedeutet eine Steigerung um 9,0 % gegenüber dem Vorjahr. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen hat weitere Anstrengungen unternommen und in den Bereichen ESG und Datensicherheit gute Fortschritte erzielt. So konnte ein Nachhaltigkeitsbericht nach deutschem Nachhaltigkeitskodex veröffentlicht werden. Ebenso wurde ein Projekt zur Zertifizierung der Datensicherheit nach TISAX Standard erfolgreich abgeschlossen. Auf Gruppenebene zu ermittelnde Financial Covenants im Bezug auf Eigenkapitalquote und Schuldendeckungsgrad werden alle eingehalten. Sämtliche Zahlungen erfolgen pünktlich. Ein detailliertes Budget weißt die Kapitaldienstfähigkeit als absolut gut ein. 5. Gesamtaussage Die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 insgesamt zufrieden. So konnten wesentliche Punkte wie die Neukundengewinnung im Bereich Chassis, die Integration der Kunden der Wilhelm Hedtmann GmbH & Co. KG in den Bereich Fasteners des Unternehmens erfolgreich umgesetzt werden. Das geplante Umsatz-Budget wurde nicht erreicht. Der geplante Materialaufwand und die geplanten Personalkosten reduzierten sich im gleichen Verhältnis. Der Werkzeugbau war mit der Herstellung von Neuwerkzeugen voll ausgelastet. III. Nachtragsbericht Im Nachtragsbericht sind keine besonderen Vorgänge nach Schluss des Berichtszeitraumes zu vermerken. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird. [77] Laut World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA ein Wachstum von 2,1 Prozent, für China von 4,6 Prozent und für Frankreich von 1,0 Prozent erwartet. [78] Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, womit die Bundesrepublik das Schlusslicht bildet. [79] Von den sechs untersuchten Wirtschaftsregionen und 16 vom IWF bewerteten Ländern schneidet keines schlechter ab. [80] Die deutsche Wirtschaftslage im Jahr 2024 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation. [81] In der Folge senkte auch das ifo-Institut seine zunächst veröffentlichte Prognose von einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. [82] Dieser Rückgang ist auch auf eine schwache Entwicklung im letzten Quartal 2023 und eine schleppende Erholung zurückzuführen, die von Unsicherheit aufgrund der anhaltenden Sparneigung und geringen Investitionsbereitschaft geprägt ist. [83] Eine weitere Absenkung auf 0,7 Prozent Wachstum kündigte das ifo-Institut im Januar 2024 aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt mit Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro an, um die Haushaltslücke zu schließen. [84] Dies führt zu Mehrbelastungen bzw. geringerer Entlastungen von Unternehmen und Haushalten sowie zu Ausgabenkürzungen des Staates mit konjunkturellen Auswirkungen. [85] In der Tendenz sollte sich die Lage jedoch durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, erholen. [86] Prognosen zur Folge werde die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 2 Prozent zurückgehen, bei dienstleistungsnahen Konsumgütern aber deutlich über 3 Prozent bleiben. [87] Eine weitere Verbesserung ist beim Leistungsbilanzsaldo zu verzeichnen, das von 285 Mrd. Euro im Jahr 2023 auf 316 Mrd. Euro im Jahr 2024 ansteigen soll und damit 7,5 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung ausmachen würde. [88] Die gesamtwirtschaftliche Prognose wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf dem deutschen Arbeitsmarkt niederschlagen, die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um 82.000 Personen steigen, was einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent entspricht. [89] Gleichzeitig wird eine Zunahme der Erwerbstätigen um 83.000 Personen erwartet. [90] Im Jahr 2024 stagniert das Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie bei 4,11 Mio. Fahrzeugen und liegt damit noch 28 Prozent unter dem Rekordwert von 2016. [91] Die Produktion von Pkw mit Verbrennungsmotor (inkl. Plug-in-Hybride, PHEV) sinkt um 7 Prozent auf 2,92 Mio. Fahrzeuge. [92] Die Produktion von Elektrofahrzeugen (BEV) steigt dagegen um 25 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge. [93] Der Automobilsektor spielt in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle und hat in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil an der Industrie. Trotzdem wird für Deutschland ein Rückgang der Pkw-Produktion um ein Prozent auf 2,82 Millionen Einheiten erwartet. [94] Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat prognostiziert, dass der weltweite Automobilmarkt von 75,6 Mio. Einheiten im Jahr 2023 auf 77,4 Mio. Einheiten im darauffolgenden Jahr ansteigen wird. [95] Dennoch bleiben diese Zahlen unter den historischen Höchstständen, was die anhaltenden Herausforderungen für die Branche unterstreicht. [96] Es wird für Deutschland eine Seitwärtsbewegung (0 bis 2 Prozent) und für den Weltmarkt eine Steigerung von 2 bis 4 Prozent erwartet. Der konservativen Prognose des VDA schließt sich auch die VIA Consult an. Materialeffekte sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt. M.O.V.E. GmbH (Konzern) schließt sich den Prognosen an und plant das Geschäftsjahr 2024 entsprechend den oben gezeigten Ausführungen. Durch nicht wiederkehrende Sondereffekte in 2023 für 2024, gehen wir von einer leichten Erhöhung des operativen Ergebnisses aus. Finanzverbindlichkeiten werden in 2024 trotz steigender Forderungen alle pünktlich bedient werden. V. Chancen- und Risikobericht Zukunftsfähigkeit der Geschäftsfelder M.O.V.E. GmbH (Konzern) ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Risikomanagement ist für M.O.V.E. GmbH (Konzern) ein integraler Bestandteil der Strategie und aller Geschäftsprozesse. Hauptrisiken sind die politische Lage und der Personalmangel. Durch das Risikomanagement ergeben sich aber auch Chancen. Größter Vorteil ist hier sicherlich die internationale Aufstellung der Gruppe, auch mit Produktionsstätten in EU-Ländern aber auch in Drittstaaten. Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) sind entscheidend für die Innovationskraft, die sich maßgeblich auf die Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und den damit verbundenen zukünftigen Wohlstand auswirkt. [97] Im Rahmen der Bestrebung einer klimaneutralen Wirtschaft und angesichts einer Vielzahl an Herausforderungen ist technischer Fortschritt grundlegend für die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit. [98] Im Jahr 2023 machten vorläufigen Berechnungen zufolge die privaten und öffentlichen Ausgaben für F&E 3,13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, mit dem Ziel der Bundesregierung, diesen Anteil bis 2025 auf 3,5 Prozent zu erhöhen. [99] Langfristig weisen die F&E-Ausgaben bereits einen positiven Trend auf, mit einem Anstieg von 2,73 Prozent des BIP im Jahr 2010 auf 3,13 Prozent im Jahr 2022 jedoch einer relativ konstanten Quote seit 2019. [100] Für Unternehmen ist es demnach entscheidend, nicht nur ihre Innovationskraft zu fördern, sondern sich auch frühzeitig auf neue Technologien einzustellen und diese zu etablieren. Nur so können sie zukünftig wettbewerbsfähig bleiben. Neben dem Streben nach Innovation und dem damit verbundenen Wachstum stehen die Herausforderungen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. An dieser Stelle entsteht häufig ein Konflikt, wie das Ziel von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen mit der Reduzierung von Emissionen und der Verhinderung der globalen Erwärmung in Einklang gebracht werden kann. [101] An der Spitze der Investitionen steht die Automobilindustrie, deren Ausgaben für Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung für den Wandel der deutschen Automobilindustrie sind. [102] Ein Wandel hin zur Elektromobilität inklusive Batterietechnologie, zum autonomen Fahren und zur Digitalisierung. [103] Um dies zu erreichen, haben die Automobilunternehmen mit Sitz in Deutschland derzeit einen weltweiten Anteil von 30 Prozent an den F&E-Investitionen der Branche. Zukünftig werden die Hersteller und Zulieferer der deutschen Automobilindustrie von 2024 bis 2028 weltweit rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. [104] Die Investitionstätigkeit der Unternehmen wird laut VDA-Umfrage jedoch von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt. Eine Vielzahl der Unternehmen geben an, dass die Absatzlage bzw. Absatzerwartung den größten Einfluss auf ihre Investitionsbereitschaft hat. [105] Standortbedingungen Deutschland Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf der einen Seite stehen positive Aspekte wie ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld. [106] Auf der anderen Seite stehen negative Faktoren wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie. [107] Um positive Faktoren beizubehalten und negative Faktoren zu verbessern, veröffentlichte die Bundesregierung im Jahr 2023 den sogenannten 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsstandort Deutschland. [108] Dazu gehört unter anderem das Bürokratieentlastungsgesetz, welches die Verwaltung vereinfachen und die Verfahren beschleunigen soll, um den Bürokratieaufwand zu verringern. [109] Ein weiterer Punkt ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, dass die Einwanderung von Fachkräften erleichtern und den Zugang zu Aus- und Weiterbildung verbessern soll. [110] Der Fachkräftemangel in Deutschland ist je nach Bundesland und Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. [111] Aktuell sehen mehr als 50 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als größtes Entwicklungshemmnis. [112] Ein wesentlicher Faktor ist dabei der demografische Wandel, der die Zahl der Fachkräfte im erwerbsfähigen Alter aller Voraussicht nach deutlich sinken lassen wird. [113] Die Bundesregierung möchte mit der Fachkräftestrategie dem Mangel entgegenwirken und sieht vor allem Potenziale durch die Erwerbsbeteiligung und Einbindung von Frauen sowie ältere Personen. [114] Dies soll durch Unterstützungsangeboten, Erleichterungen und verbesserten Anreize erzielt werden. [115] Parallel zum inländischen Potential möchte die Bundesregierung auch Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland stärken. [116] An dieser Stelle werden zugewanderte Arbeitskräfte häufig durch die deutsche Bürokratie ausgebremst und unter ihrer eigentlichen Qualifikation und Ausbildung eingesetzt. [117] Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) befürwortet die Prüfung von Qualifikationen anstelle von Abschlüssen. [118] Die zunehmende Bürokratie verschärfe somit den bereits bestehenden Fachkräftemangel. [119] Allgemein schneidet Deutschland als Wirtschaftsstandort im internationalen Vergleich in den letzten Jahren immer schlechter ab. [120] Die Wettbewerbsfähigkeit wird in Frage gestellt, vor allem aufgrund der aktuell hohen Energiepreise und der Schwäche in der Globalisierung. [121] Für M.O.V.E. GmbH (Konzern) mit seinem Standort in Deutschland werden die beschriebenen Faktoren ebenso zunehmend bedeutsam. Es gilt die Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten und sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Dabei gilt es insbesondere nach Möglichkeit weitere Fixkosten zu reduzieren oder zu variabilsieren. M.O.V.E. GmbH (Konzern) steht in Zukunft vor zahlreichen regulatorischen Herausforderungen in verschiedenen Feldern. Es werden Kapazitäten, Know-how, Kosten und Zeit benötigt, um insbesondere die neuen Anforderungen und Gesetze erfüllen zu können. Einige dieser aktuellen und für M.O.V.E. GmbH (Konzern) relevanten Auflagen werden im Folgenden kurz dargestellt. Energieeffizienzgesetz Nach Prüfung liegt das Unternehmen mit etwa 1,2 Gigawattstunden klar unter den gesetzlichen Mindestgrößen. Gemäß Beratung durch die Energieeffizienzagentur NRW ist das Energiemanagement gut ausgeprägt und mögliche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. NIS 2-Richtlinie Mit der Einführung der NIS-2-Richtlinie möchte die Europäische Union (EU) ein gemeinsames Cybersicherheitsniveau innerhalb ihrer Mitgliedsstaaten schaffen und damit die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen stärken. [122] Die Richtlinie umfasst Cybersicherheitsmaßnahmen für Unternehmen, indem sie umfassende Anforderungen in den Bereichen Risikomanagement, Meldung von Vorfällen, technische Sicherheitsmaßnahmen und Governance festlegt. [123] Bis zum 17. Oktober 2024 müssen die EU-Mitgliedstaaten den derzeitigen Referentenentwurf in nationales Recht umsetzen. [124] Deutschland beabsichtigt, die Umsetzung mit dem Erlass des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes (NIS2UmsuCG) im März 2024 zu beginnen, so dass den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen ein Zeitraum von sechs Monaten zur Umsetzung der neuen Verpflichtungen zur Verfügung steht. [125] Die NIS 2-Richtlinie erweitert die bisherige Regelung für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) und führt ein Mehrklassensystem für Betreiber ein, das zwischen besonders wichtigen und wichtigen Einrichtungen unterscheidet. [126] Betroffen sind nicht nur Betreiber kritischer Anlagen im klassischen Sinne, sondern auch neue Anlagen in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße sowie Bundeseinrichtungen und einige Sonderfälle. [127] Die Aufsichtsbehörden erhalten durch die Umsetzung von NIS 2 erweiterte Befugnisse, die eine Registrierungspflicht, Nachweispflichten, Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen und einen verpflichtenden Informationsaustausch umfassen. [128] Die bisher auf verschiedene Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) verteilte Regulierung soll durch diese Änderung trotz Aufgabenzuwachs vereinfacht werden. [129] Um die neuen Regelungen durchzusetzen, werden erweiterte Sanktionsvorschriften eingeführt, die neue Bußgeldtatbestände umfassen und Bußgelder zwischen 100.000 und 20 Millionen Euro vorsehen, teilweise abhängig vom weltweiten Umsatz des Unternehmens. [130] Diese Maßnahmen unterstreichen die Ernsthaftigkeit der EU und der deutschen Regierung, die Cybersicherheit zu stärken und die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberbedrohungen zu erhöhen. [131] TISAX Neben diesem einheitlichen Niveau zur Cybersicherheit von der EU gibt es speziell für Automobilzulieferer das Prüf- und Austauschverfahren TISAX. TISAX steht für "Trusted Information Security Assessment Exchange" und ist ein Informationssicherheitsstandard, der sicherstellt, dass in der Automobilindustrie tätige Unternehmen bestimmte Sicherheitsstandards einhalten, wenn sie mit sensiblen Informationen umgehen. [132] Viele Unternehmen fordern TISAX, um Transparenz zu schaffen, das Sicherheitsbewusstsein zu erhöhen und die gegenseitige Anerkennung von Prüfergebnissen zu ermöglichen. [133] Grundlage für die Prüfungen der Informations- und Cybersicherheit von Organisationen durch TISAX ist der ISA-Katalog. [134] Die neueste Version dieses Katalogs, ISA 6, wurde im Oktober 2023 veröffentlicht und definiert die Grundlagen und den aktuellen Technologiestand der Informations- und Cybersicherheit speziell aus Sicht der Automobilindustrie. [135] Ab dem 1. April 2024 werden alle neuen TISAX Assessments auf Basis der ISA-Version 6 durchgeführt, deren Einführung zum Ziel hat, den Assessmentprozess effizienter und präziser zu gestalten, um den spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie gerecht zu werden. [136] Die NIS-2-Richtlinie als auch TISAX verfolgen beide das Ziel die Sicherheit und des Schutzes von Informationen und Daten zu gewährleisten und bilden damit eine wesentliche Grundlage für die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. TISAX dient durch die Präzisierung und Anpassung der Standards für die Automobilindustrie als spezifische Grundlage für die Einhaltung gesetzlicher Regelungen wie der NIS-2-Richtlinie. Auch M.O.V.E. GmbH (Konzern) ist von den Anforderungen der NIS-2-Richtlinie und TISAX betroffen. Daher wurde bereits im Jahr 2023 ein Projekt zur Zertifizierung nach TISAX erfolgreich umgesetzt. Auf dieser Grundlage werden die notwendigen NIS-2 Themen nach entsprechend gründlicher Erarbeitung auf Grundlage der Informationen des Wirtschaftsverbandes Stahl - und Metallverarbeitung bearbeitet. KI-Verordnung (EU AI Act) EU-Mitgliedsstaaten haben nach langer Verhandlung die KI-Verordnung, auch EU AI Act genannt, einstimmig gebilligt, welche die Möglichkeiten zur Innovation durch KI fördern und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken angemessen berücksichtigen soll, um eine Balance zwischen Innovation und Risiken herzustellen. [137] Ziel ist es bei der nun folgenden Umsetzung die KI-Verordnung innovationsfreundlich, rechtsklar und mit einer bürokratiearmen Struktur zu entwerfen, um Europa zu einem starken KI-Standort zu transformieren. [138] Europa positioniert sich mit dieser neuesten Initiative als Vorreiter in Bezug auf Gesetzgebung, Vorschriften und Richtlinien im internationalen Vergleich. [139] Die deutsche Position wird in den Verhandlungen zur KI-Verordnung vom Bundesministerium der Justiz und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vertreten. [140] In den Sitzungen wurde bereits festgehalten, dass die KI-Verordnung einen risikobasierten Ansatz verfolgt, bei dem ein höheres Risiko zu einer strengeren Regulierung führt. [141] So sind KI-Anwendungen mit inakzeptablem Risiko, wie etwa Social Scoring, vollständig verboten, während solche mit hohem Risiko strengen Anforderungen unterliegen. Anwendungen mit geringem Risiko müssen hingegen nur bestimmte Transparenzpflichten erfüllen. [142] Darüber hinaus werden Verhaltenskodizes (Codes of Practice) in der Praxis unerlässlich sein, um der hochdynamischen Entwicklung der KI Rechnung zu tragen und unter anderem sicherzustellen, dass die Nutzerinnen und Nutzer die für sie notwendigen Informationen zur Verfügung haben. Ziel ist die Entwicklung eines Standards, damit Unternehmen auf eine harmonisierte europäische Norm zurückgreifen können. [143] Besonderes Augenmerk soll bei der weiteren Entwicklung auf das Thema generative KI gelegt werden. Diese Form der KI kann auf Basis von Trainingsdaten Bilder und Texte generieren. [144] Dabei handelt es sich unter anderem um leistungsfähige KI-Modelle mit hohem Risiko und daher strengen Auflagen. [145] Auch für M.O.V.E. GmbH (Konzern) nimmt die Bedeutung von KI in den kommenden Jahren zu. Die aktuellen Entwicklungen werden daher konsequent beobachtet. Hinweisgeberschutzgesetz Das am 2. Juli 2023 in Kraft getretene Hinweisgeberschutzgesetz verpflichtet Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden zur Einrichtung sicherer interner Hinweisgebersysteme. [146] Whistleblower, die Missstände in Unternehmen aufdecken, sollen die Möglichkeit haben, Hinweise mündlich, schriftlich oder persönlich abgeben zu können und die Meldestellen sind verpflichtet, innerhalb von sieben Tagen eine Eingangsbestätigung und innerhalb von drei Monaten eine Rückmeldung über die getroffenen Maßnahmen zu geben. [147] Neben internen Meldestellen gibt es auch externe Meldestellen, an die sich Whistleblower wenden können. [148] Das Gesetz schützt Whistleblower mit einer weitgehenden Beweislastumkehr vor Repressalien. [149] Nach Verhandlungen zwischen Bund und Ländern wurde beschlossen, auf eine Pflicht zur anonymen Meldung zu verzichten und stattdessen auch anonymen Hinweisen nachzugehen. [150] Die Bußgelder für Verstöße gegen das Gesetz wurden auf maximal 50.000 Euro festgelegt. [151] Auch für unser Unternehmen haben wir bereits eine organisatorische Lösung mit einem externen Dienstleister umgesetzt. Nachhaltigkeitsanforderungen Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt für Unternehmen aufgrund steigender Anforderungen von Kunden und Politik zunehmend an Bedeutung. [152] Diese externen Einflüsse haben in vielen Fällen dazu geführt, dass das Thema in allen Bereichen der Unternehmen angekommen ist und von Vorstands- oder Geschäftsführungsebene forciert wird. [153] Im Folgenden ein ausgewählter Auszug bereits eingeleiteter und zukünftig geforderter Nachhaltigkeitsaktivitäten. EU-Taxonomie in Zusammenhang mit CSRD Im Dezember 2022 hat die EU im Rahmen ihres Europäischen Grünen Deals die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erlassen. [154] Diese Richtlinie verpflichtet große sowie börsennotierte Unternehmen, über ihre nachhaltigkeitsbezogenen Maßnahmen zu berichten. [155] Unternehmen, die von der CSRD betroffen sind, sollten ihre Berichterstattung an den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) ausrichten. Diese Standards werden von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) erarbeitet. [156] Zusätzlich zur CSRD-Richtlinie hat die EU auch die sogenannte EU-Taxonomie veröffentlicht, die einen Teil der CSRD darstellt. [157] Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem, das festlegt, welche Investitionen als ökologisch nachhaltig gelten, um zukünftige Finanzierungen in umweltfreundliche Wirtschaftsaktivitäten zu lenken. [158] Die Bedeutung der EU-Taxonomie nimmt für zahlreiche Unternehmen zu. Dies wird durch regulatorische Initiativen der Regierung vorangetrieben und führt zu einer höheren Attraktivität, insbesondere bei Investoren und Banken. [159] Die Richtlinie erfordert zunächst eine Überprüfung der Geschäftsaktivitäten auf ihre Taxonomie-Fähigkeit, gefolgt von einer Bewertung ihrer Konformität mit der Taxonomie. [160] Für die Konformitätsprüfung muss die Geschäftstätigkeit einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der Umweltziele 1 oder 2 leisten, ohne eins der anderen Ziele wesentlich zu beeinträchtigen, und die Mindestschutzstandards einhalten. [161] Das Ergebnis zeigt, welcher Prozentsatz des gesamten Umsatzes, der Investitions- und Betriebskosten Taxonomie-Fähig bzw. Taxonomie-Konform sind. [162] Die Kennzahlen der EU-Taxonomie sind wesentlicher Bestandteil der Berichtsanforderungen aus der CSRD-Richtlinie. [163] Im Rahmen ihrer CSRD-Berichterstattung müssen Unternehmen den Anteil ihrer Erträge, Investitionen (CapEx) und Betriebskosten (OpEx) aus EU-Taxonomie-konformen Aktivitäten offenlegen. [164] Unternehmen, die bereits nach der Non-Financial Reporting Directive (NFRD) oder CSRD berichtspflichtig sind, müssen automatisch auch den Anforderungen der EU-Taxonomie entsprechen. [165] Wenngleich M.O.V.E. GmbH (Konzern) zunächst nicht direkt von den Berichtspflichten der CSRD und dementsprechend der EU-Taxonomie betroffen sein wird, werden zunehmend Anforderungen durch die Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette an das Unternehmen weitergegeben werden. Eine gezielte Vorbereitung auf eine prüfbare Nachhaltigkeitsberichterstattung wird daher erforderlich werden. Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) zielt darauf ab, nachhaltiges und verantwortliches Wirtschaften zu fördern, indem Unternehmen verpflichtet werden, negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte und Umwelt zu identifizieren und zu vermeiden. [166] Diese Verpflichtungen erstrecken sich auf die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb und außerhalb Europas. [167] Mit der Richtlinie wird ein harmonisierter Rechtsrahmen in der EU geschaffen, der Rechtssicherheit bietet und für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgt. [168] Der Ausschuss der Ständigen Vertreter (COREPER) hat am 15. März 2024 gegen den anfänglichen Widerstand einiger Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, einen geänderten Vorschlag zur Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD) verabschiedet. [169] Die Änderungen beziehen sich insbesondere auf den Geltungsbereich: Unternehmen aus der EU müssen nun mehr als 1.000 Mitarbeiter (statt bisher 500) und einen jährlichen weltweiten Nettoumsatz von mehr als 450 Mio. EUR (bisher 150 Mio. EUR) aufweisen. [170] Für Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten gilt die Richtlinie ab einem jährlichen Nettoumsatz in der EU von mindestens 450 Mio. EUR (bisher 300 Mio. EUR). [171] Für die erstmalige Anwendung der Richtlinie sind zudem längere Übergangsfristen vorgesehen. [172] Dementsprechend werden nun Erweiterungen der CSDDD in das deutsche Lieferkettengesetz überführt und das nationale Gesetz dahingehend angepasst. [173] Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen zur Übernahme von Verantwortung für ihre gesamte Lieferkette, insbesondere in Bezug auf Menschenrechte und Umweltschutz. [174] Zu den wichtigsten Anforderungen gehören die Durchführung von Risikoanalysen, die Umsetzung präventiver Maßnahmen, um Verstöße zu verhindern, Abhilfemaßnahmen bei festgestellten Verstößen zu ergreifen und die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus. [175] Zudem müssen Unternehmen über ihre Maßnahmen und deren Wirksamkeit Bericht erstatten. [176] Bei Verstößen können erhebliche Bußgelder verhängt werden. Grundlage des Gesetzes ist eine Reihe international anerkannter Abkommen im Bereich der Menschenrechte und des Umweltschutzes. [177] Die CSDDD und das LkSG setzten sich beide für verantwortungsvolle Unternehmenspraktiken ein und sind dadurch thematisch miteinander verbunden, wobei die CSDDD einen breiteren, EU-weiten Ansatz verfolgt und das LkSG spezifische Anforderungen auf nationaler Ebene in Deutschland definiert. Die Erfüllung der Sorgfaltspflichten entlang der Wertschöpfungskette nach LkSG und zukünftig nach CSDDD sind auch für M.O.V.E. GmbH (Konzern) wenn auch nur indirekt relevant, da wir de definierten Größenklassen zwar nicht erreichen, wir aber von unseren Kunden sicherlich einbezogen werden. Nachhaltigkeitsbewertungsstandards Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Begriff, sondern eine weltweite Bewegung, die von allen Seiten vorangetrieben wird und Gegenstand von Forderungen verschiedener Interessengruppen ist. [178] Heutige Kunden sind zunehmend umwelt- und sozialbewusst und bevorzugen verantwortungsvollhandelnde Unternehmen mit ähnlichen Werten. [179] Nachhaltig agierende Unternehmen ziehen zudem vermehrt Investitionen an, was vor allem KMUs zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet. [180] Auch die Lieferkette verlangt zunehmend nachhaltige Praktiken, was den Druck auf kleinere Zulieferer erhöht, Standards einzuhalten. [181] Um diesen verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden, gibt es mehrere Plattformen, die die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens transparent abfragen und darstellen. [182] Bespielhaft sind hier folgende Standards zu nennen: • Self-Assessment-Questionnaire 5.0 (SAQ 5.0) [183] • Science Based Targets (SBTi) [184] • EcoVadis [185] Auch an M.O.V.E. GmbH (Konzern) werden bereits heute Kundenanforderungen im Bereich Nachhaltigkeit gestellt, SAQ 5.0 wurde bereits umgesetzt. hier sind exemplarisch folgende Standards (ergänzen) zu nennen. Zertifizierungen im Bereich Nachhaltigkeit Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Wirtschaft hat dazu geführt, dass es mittlerweile verschiedene Managementsysteme gibt, nach denen sich Unternehmen zertifizieren lassen können. Bereits etabliert sind die Normen ISO 14064, die einen Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen einer Organisation darstellt, und ISO 14067, die die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen eines Produkts beschreibt. [186] Für die Zukunft ist die Einführung einer weiteren Norm - die ISO 53001 - in Vorbereitung, die auf eine nachhaltige Entwicklung auf der Grundlage der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) abzielt. [187] Die Normenreihe ISO 14064 umfasst drei Normen, von denen sich ISO 14064-1 auf die Bilanzierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen, den sogenannten Corporate Carbon Footprint (CCF), konzentriert. [188] Diese Norm legt die Grundsätze und Anforderungen fest, um Treibhausgasemissionen methodisch zu erfassen und die Ergebnisse überprüfbar zu berichten. [189] Ziel ist es, den CO 2 -Fußabdruck zu reduzieren und Transparenz über die Klimaschutzaktivitäten eines Unternehmens zu schaffen. [190] ISO 14064-1 orientiert sich inhaltlich am Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), einem seit 1998 existierenden Carbon Accounting Standard. [191] Die zwei weiteren Teile der Normenreihe, DIN EN ISO 14064-2 und DIN EN ISO 14064-3, geben Richtlinien für die Erfassung von Treibhausgasminderungen bzw. -entnahmen auf Projektebene und definieren die Grundlagen für die Verifizierung von Treibhausgasbilanzen. [192] Die ISO 14067 definiert ebenfalls eine Richtlinie für die Bestimmung von Treibhausgasemissionen jedoch auf Produktebene und bietet damit eine standardisierte Methode für die Erfassung, Berichterstattung und Verifizierung des Product Carbon Footprints. [193] Die Norm eignet sich für eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen und soll Unternehmen in die Lage versetzen, die Umweltauswirkungen ihrer Produkte zu analysieren und Strategien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu entwickeln. [194] Durch die Anwendung der ISO 14064 und 14067 verdeutlichen Unternehmen ihr Engagement für den Klimaschutz und unterstreichen ihre Bemühungen, organisations- und produktbezogene Emissionen zu reduzieren. [195] Beide Normen sind im Bereich des Umweltmanagements und der Messung von Treibhausgasemissionen einzuordnen und unterschieden sich hauptsächlich in ihrem Anwendungsbereich. [196] Bis Herbst 2025 soll zudem die ISO 53001 - "Management Systems for UN Sustainable Development Goals - Requirements" veröffentlicht werden und die bestehenden Managementsysteme im Bereich der Nachhaltigkeit ergänzen. [197] Diese Norm soll Organisationen einen Rahmen bieten, um ausgewählte UN-Nachhaltigkeitsziele zielgerichtet und im Kontext ihrer spezifischen Situation umzusetzen. [198] Sie ergänzt die bestehenden ISO-Managementsystemnormen durch einen umfassenden Standard, der alle Nachhaltigkeitsfaktoren abdeckt und darauf abzielt, die Nachhaltigkeitsperformance zu verbessern, Compliance sicherzustellen und das Vertrauen der Stakeholder zu stärken. [199] Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) begleitet die Entwicklung dieses Standards aktiv und betont die Notwendigkeit eines integrativen Ansatzes zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele in Organisationen. [200] Auch M.O.V.E. GmbH (Konzern) hat bereits eine Zertifizierung nach ISO 14064 oder ISO 14067 durchgeführt. Bislang ist eine Zertifizierung nach ISO 14064 oder ISO 14067 für M.O.V.E. GmbH (Konzern) nicht relevant. Die Bedeutung einer möglichen Zertifizierung ist aber schon heute bekannt. Eine etwaige künftige Zertifizierung wird nach (Kunden-)Bedarf durchgeführt. Erfolgt ist bisher die Erstellung und Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts nach DNK. Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) Im Dezember 2022 einigte sich die EU auf die Einführung eines CO 2 -Grenzausgleichsmechanismus, bekannt als CBAM. [201] Ziel des CBAM ist der Erwerb spezieller CBAM-Zertifikate durch Importeure in der EU zum Ausgleich von Preisunterschieden zwischen den Kohlenstoffpreisen im Herkunftsland der Produkte und den höheren Preisen im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems. [202] Die Regelung gilt zunächst für EU-Unternehmen, die bestimmte Produkte wie Eisen, Stahl, Zement, Aluminium, Strom, Düngemittel, Wasserstoff sowie bestimmte vor- und nachgelagerte Produkte einschließlich weiterverarbeiteter Formen aus Ländern außerhalb der EU einführen. [203] Bis 2030 soll das System auf alle Industriegüter ausgeweitet werden. Bereits seit dem 1. Oktober 2023 sollen im Rahmen einer Übergangsphase erste Meldepflichten für die betroffenen Unternehmen gelten. [204] Für das Jahr 2026 ist die endgültige Umsetzung des CBAM geplant. [205] Mit dem CO 2 -Grenzausgleichssystem werden Importeure in Zukunft verpflichtet, die mit ihren Produkten verbundenen Emissionen zu deklarieren. Daher ist es auch für M.O.V.E. GmbH (Konzern) interessant, die eigenen CO 2 -Emissionen zu kennen und durch die Erstellung einer Treibhausgasbilanz bewerten zu können. Risikoberichterstattung über die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten Die Gruppe nutzt derivative Finanzinstrumente, um finanzwirtschaftliche Risiken aus Wechselkursrisiken oder Zinsänderungsrisiken zu reduzieren. Es werden lediglich sogenannte "geschlossene Positionen" gebildet, bei denen jedem derivativen Finanzinstrument ein erwartetes Grundgeschäft entgegensteht (antizipative Sicherungsgeschäfte). Spekulativer Handel mit derivativen Finanzinstrumenten findet nicht statt. Gesamtrisikoposition M.O.V.E. GmbH (Konzern) ist sich den oben genannten Risiken bewusst und behandelt diese mit der gebotenen Sorgfalt. Vor diesem Hintergrund werden kontinuierlich Strategien entwickelt und etabliert, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu minimieren und die Resilienz des Unternehmens zu stärken. VI. Schlussbemerkung Insgesamt ist die Situation des Unternehmens als zufriedenstellend zu bezeichnen, auch wenn die Lage nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges sowie die Gesamtsituation des Standortes Deutschland auch in Zukunft weitere Maßnahmen nötig machen und insbesondere die Internationalisierungsstrategie der Unternehmensgruppe beschleunigen wird.
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[23] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [24] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [25] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [26] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [27] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [28] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [29] Bundesagentur für Arbeit, 2024 [30] Statista, 2024d [31] VDA, 2024a [32] VDA, 2024a [33] VDA, 2024a [34] VDA, 2024a [35] EV-Volumes, n.d. [36] VDA, 2024a [37] VDA, 2024a [38] VDA, 2024a [39] VDA, 2024a [40] Tagesschau, 2024 [41] Tagesschau, 2024 [42] Ifo Institut, 2024a [43] Ifo Institut, 2024a [44] Ifo Institut, 2024a [45] Ifo Institut, 2024a [46] Handelsblatt, 2023 [47] Statista, 2024c [48] KBA, 2023 [49] Handelsblatt, 2023 [50] Handelsblatt, 2023 [51] Gesamtmetall, 2024 [52] Gesamtmetall, 2024 [53] Gesamtmetall, 2024 [54] Gesamtmetall, 2024 [55] Gesamtmetall, 2024 [56] VDA, 2023 [57] Gesamtmetall, 2023 [58] Gesamtmetall, 2023 [59] VDMA, 2023 [60] VDMA, 2023 [61] VDMA, 2023 [62] VDMA, 2023 [63] VDMA, 2023 [64] IBU, 2023 [65] IBU, 2023 [66] IBU, 2023 [67] IBU, 2023 [68] IBU, 2023 [69] IBU, 2023 [70] IBU, 2023 [71] IBU / IMU Mittagsforum, 2024 [72] IBU / IMU Mittagsforum, 2024 [73] IBU / IMU Mittagsforum, 2024 [74] Ifo Institut, 2023b [75] Ifo Institut, 2023b [76] BMWK, 2024 [77] IMF, 2024 [78] IMF, 2024 [79] IMF, 2024 [80] IMF, 2024 [81] Ifo Institut, 2023b [82] Ifo Institut, 2023a [83] Ifo Institut, 2023a [84] Ifo Institut, 2024b [85] Ifo Institut, 2024b [86] Ifo Institut, 2023a [87] Ifo Institut, 2023a [88] Ifo Institut, 2023a [89] Ifo Institut, 2023a [90] Ifo Institut, 2023a [91] VDA, 2024b [92] VDA, 2024b [93] VDA, 2024b [94] VDA, 2024b [95] VDA, 2024b [96] VDA, 2024b [97] BMWK, 2024 [98] BMWK, 2024 [99] BMWK, 2024 [100] BMWK, 2024 [101] The Economist, 2023 [102] VDA, 2024c [103] VDA, 2024c [104] VDA, 2024c [105] VDA, 2023b [106] KPMG, 2022 [107] Bundesregierung, 2023a [108] Bundesregierung, 2023a [109] Bundesregierung, 2023a [110] Bundesregierung, 2023a [111] BMWK, n.d. [112] BMWK, n.d. [113] BMWK, n.d. [114] BMWK, n.d. [115] BMWK, n.d. [116] BMWK, n.d. [117] Tagesschau, 2023 [118] Tagesschau, 2023 [119] Tagesschau, 2023 [120] Zdf, 2023 [121] Zdf, 2023 [122] OpenKRITIS, n.d. [123] OpenKRITIS, n.d. [124] OpenKRITIS, n.d. [125] OpenKRITIS, n.d. [126] OpenKRITIS, n.d. [127] OpenKRITIS, n.d. [128] OpenKRITIS, n.d. [129] OpenKRITIS, n.d. [130] OpenKRITIS, n.d. [131] OpenKRITIS, n.d. [132] ENX, 2023 [133] ENX, 2023 [134] ENX, 2023 [135] ENX, 2023 [136] ENX, 2023 [137] BMJ, 2024 [138] BMJ, 2024 [139] EY, 2024 [140] BMJ, 2024 [141] BMJ, 2024 [142] BMJ, 2024 [143] BMJ, 2024 [144] BMJ, 2024 [145] BMJ, 2024 [146] Haufe, 2023 [147] Haufe, 2023 [148] Haufe, 2023 [149] Haufe, 2023 [150] Haufe, 2023 [151] Haufe, 2023 [152] Bertelsmann Stiftung, n.d. [153] Bertelsmann Stiftung, n.d. [154] Europäische Kommission, n.d. 1 [155] Europäische Kommission, n.d. 1 [156] Europäische Kommission, n.d. 1 [157] Envoria, 2023 [158] Europäische Kommission, n.d. 2 [159] Europäische Kommission, n.d. 2 [160] Europäische Kommission, n.d. 2 [161] Europäische Kommission, n.d. 2 [162] Europäische Kommission, n.d. 2 [163] Envoria, 2023 [164] Envoria, 2023 [165] Envoria, 2023 [166] Europäische Kommission, 2022 [167] Europäische Kommission, 2022 [168] Europäische Kommission, 2022 [169] DATEV, 2024 [170] DATEV, 2024 [171] DATEV, 2024 [172] DATEV, 2024 [173] BMUV, 2023 [174] Bundesamt für Justiz, n.d. [175] Bundesamt für Justiz, n.d. [176] Bundesamt für Justiz, n.d. [177] Bundesamt für Justiz, n.d. [178] DFGE, 2023 [179] DFGE, 2023 [180] DFGE, 2023 [181] DFGE, 2023 [182] DFGE, 2023 [183] Supplier Assurance, n.d. [184] Science Based Targets, n.d. [185] EcoVadis, 2024 [186] DQS, 2024a [187] DGQ, 2024 [188] DQS, 2024b [189] DQS, 2024b [190] DQS, 2024b [191] DQS, 2024b [192] DQS, 2024b [193] DQS, 2024a [194] DQS, 2024a [195] DQS, 2024a [196] DQS, 2024a [197] DGQ, 2024 [198] DGQ, 2024 [199] DGQ, 2024 [200] DGQ, 2024 [201] KPMG, 2023 [202] KPMG, 2023 [203] KPMG, 2023 [204] KPMG, 2023 [205] KPMG, 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die M.O.V.E GmbH, Hagen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der M.O.V.E. GmbH, Hagen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der M.O.V.E. GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 26. Juni 2024 WUP
Treuhand GmbH
gez. Börstinghaus, Wirtschaftsprüfer gez. Prof. Dr. Yilmaz, Wirtschaftsprüfer |
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