Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 23744
Vorher
Blitz 12-227 GmbHWetzel Holding GmbHWetzel GmbHPlanatol Wetzel GmbH
Eingetragen
1.2.2012
Branche
Großhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Fabrikation von und der Großhandel mit Chemieprodukten, insbesondere Leimen und Klebstoffen

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.250.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Planatol GmbH

Rohrdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen

Geschäftsmodell

Die Planatol GmbH ist ein Tochterunternehmen der Blue Cap AG und kann auf eine mehr als 90-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Der Unternehmensgegenstand umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Handel sowie den Vertrieb von Klebstoffen Auftragesystemen für industrielle Anwendungsbereiche. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gewinnt die Substitution von mechanischen Verbindungen durch Klebeverbindungen stetig an Bedeutung. Zu unseren wichtigsten Produktgruppen gehören dabei industrielle Dispersionsklebstoffe und Hotmelt-Klebstoffe für den grafischen Markt, die Verpackungs- und Bauindustrie, die holzweiterverarbeitende und Möbelindustrie sowie der Automobilbereich. Zudem ist Planatol GmbH exklusiver Vertriebspartner der BASF AG für Kauritleime und vertreibt diese für die Anwendung im Bereich Möbel- und Türenherstellung.

Die Gesellschaft unterhält neben der Produktionsstätte am Sitz der Gesellschaft in Rohrdorf bei Rosenheim eine weitere Klebstofffertigung in Herford bei Bielefeld. Mit der PLANATOL France S.a.r.l. und der PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l. ist die Planatol GmbH in den Märkten Frankreich und Italien mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten.

Die Klebstofffertigung wird durch die Anwendungstechnologien der ehemaligen Tochtergesellschaft PLANATOL System ergänzt (Geschäftsbereich "System"). Die ehemals PLANATOL System GmbH wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 29. August 2023 rückwirkend zum 1. Janaur 2023 mit der Planatol GmbH verschmolzen.

Der Kundenkreis der Planatol GmbH umfasst u.a. Verlage, Großdruckereien, Buchbindereien, Möbel- und Türenhersteller und Fachhändler.

Ziel und Strategie

Auf der Grundlage unserer partnerschaftlichen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sowie unseres umfassenden technologischen Know-hows bieten wir kundenspezifische Klebstofflösungen an, die Produktionsprozesse unserer Kunden sauberer, schneller und effizienter gestalten. Unsere Strategie ist dabei auf ein langfristiges Umsatzwachstum und die konsequente Weiterentwicklung unserer Produkte zur nachhaltigen Erzielung von Erträgen ausgerichtet.

Steuerungskonzept

Die operative Steuerung der Gesellschaft obliegt dem Geschäftsführer, der sich an der Strategie und den Finanzzielen der Planung des jeweiligen Geschäftsjahrs orientiert. Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir insbesondere Kennzahlen wie Umsatzerlöse/Monat, Materialeinsatzquote, Bestände an Forderungen und Verbindlichkeiten, Auftragseingänge und -bestände sowie die Höhe des Vorratsvermögens heran. Diese Kennzahlen werden monatlich ermittelt und die unterjährige Entwicklung dem Jahresplan gegenübergestellt. Die genannten Kennzahlen spiegeln die nachfolgend beschriebene Entwicklung im Geschäftsjahr wider. Soweit wesentliche Ereignisse stattfinden, erfolgt eine fallweise Berichterstattung von den Abteilungsleitern über den Geschäftsführer ebenfalls bis hin zum Vorstand der Muttergesellschaft. In diesen Fällen, wie zum Beispiel wichtige Auftragsvergaben, strategische Investitionen wesentliche Finanzierungen oder ungewöhnliche Marktgeschehen, unterrichtet die Geschäftsführung die Muttergesellschaft, unabhängig davon, welche satzungsgemäßen oder gesellschaftsrechtlichen Regelungen bestehen.

Entwicklung und Anwendungstechnik

Die verfahrenstechnische und anwendungsorientierte Weiterentwicklung vorhandener Klebstoffe sowie die Entwicklung neuer Klebstoffe für weitere Anwendungsgebiete ist Kern unserer Entwicklungstätigkeit. Es sind insgesamt 7,7 % (Vorjahr: 6,5 %) der Mitarbeiter im Bereich Entwicklung beschäftigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde 2,2 % (Vorjahr: 1,4 %) des Umsatzes in die Entwicklung investiert. Für das neue Geschäftsjahr ist geplant, diesen Anteil beizubehalten.

Im Jahr 2023 waren rund 88,8 % (Vorjahr: 89,7 %) der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung Personalkosten. Die produkt- und technologiebezogenen Entwicklungskosten betrugen im Berichtsjahr TEUR 749 (Vorjahr: TEUR 506), davon stammen TEUR 270 aus der Verschmelzung. Diese haben wir vollständig als Aufwand gebucht.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen:

Beschleunigte Erholung und anhaltende Herausforderungen in der Weltwirtschaft 2023: 1

Im dritten Quartal 2023 erlebte die Weltwirtschaft eine Beschleunigung, getragen von starker Expansionsdynamik in China und den USA, obwohl ein nachhaltiger Aufschwung der globalen Industrieproduktion ausblieb und der weltweite Warenhandel weiterhin sank. Die Konsumstruktur normalisierte sich nach der Pandemie mit einer verstärkten Nachfrage nach Dienstleistungen. Trotz stabilisierter Rohölpreise stiegen die Erdgaspreise, während die Leitzinsen in den USA und im Euroraum voraussichtlich ihre Höchststände erreichten und die Inflation bei gleichzeitig angespannten Arbeitsmärkten deutlich sank. In den USA unterstützten robuste Konjunktur und steigende Realeinkommen die Konsumentenstimmung, während im Euroraum die Konsumnachfrage weiter schwächelte und höhere Energiekosten die Industriekonjunktur weiter belasteten. Im Euroraum lag die Inflation für 2023 bei 5,4 % und in den USA bei 4,1 %. Auch in den Schwellenländern ist die Teuerung hoch, wenngleich die Inflation dort bislang unter der in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag. Die Zentralbanken reagierten auf die anhaltend hohen Inflationsraten mit deutlichen Leitzinserhöhungen.

Vor diesem Hintergrund ergab sich für das Jahr 2023 insgesamt ein schwacher Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % (Vorjahr: 2,8 %). Der BIP-Anstieg betrug in den Schwellenländern (4,8 %; Vorjahr: 3,3 %) und in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (1,6 %; Vorjahr: 2,5 %). In den Vereinigten Staaten betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 2,5 % (Vorjahr: 1,9 %), im Euroraum 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %), im Vereinigten Königreich 0,1 % (Vorjahr: 4,3 %), in Japan 1,9 % (Vorjahr: 1,0 %) und in China 5,2 % (Vorjahr: 3,0 %).

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vorjahr gab es noch einen Anstieg von 1,8 %. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete seit Jahresbeginn trotz rückläufiger Inflation und beschleunigten Anstiegs der Lohneinkommen eine Stagnation, was jedoch den Binnenmarkt nicht belebte, da ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Globaler Warenhandel und Industrieproduktionen lieferten wenig positive Impulse, während Notenbanken zur Inflationsbekämpfung die Konjunktur dämpften. Deutsche Exporte setzten ihre Talfahrt fort, beeinflusst durch Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank, die eine Abkühlung des Immobilienmarktes bewirkten, und auch Investitionen in Wohnbauten gingen zurück. Der Stellenabbau in der chemischen Industrie signalisiert einen strukturellen Wandel, teilweise durch Verlagerung energieintensiver Produktion ins Ausland. Staatliche Investitionen, vor allem in Rüstungsgüter, bildeten eine der wenigen expansiven Komponenten. Die Konjunkturerholung blieb aus, die Auftragspolster schmolzen ab, und die Produktionskapazitäten sind nicht ausgelastet.

In Deutschland lag die Inflationsrate im Jahresmittel bei 6,0 % (Vorjahr: 8,7 %) und entspricht damit in etwa dem Mittelwert der Volkswirtschaften im Euroraum. Trotz eines Rückgangs der Inflation und eines Anstiegs der Lohneinkommen blieb eine umfassende wirtschaftliche Erholung aus. Dennoch bestehen positive Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung, unterstützt durch eine rückläufige Inflation, zunehmende Lohneinkommen und eine robuste Beschäftigungslage. Die Konjunktur dürfte sich ab dem kommenden Jahr allmählich erholen, unterstützt durch erwartete Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und eine Belebung des globalen Warenhandels. Allerdings bleibt die kurzfristige Aussicht schwach, beeinträchtigt durch wirtschaftspolitische Unsicherheiten und eine verhaltene Stimmung bei Haushalten und Unternehmen.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf in 2023 war weiterhin durch die Ukrainekrise und die dadurch ausgelösten Umbrüche auf dem Energiemarkt bestimmt.

Das Jahr 2023 begann zunächst sehr hoffnungsvoll. Die Corona-Pandemie war erfolgreich gemeistert worden. So rechnete der Verband der Chemischen Industrie e.V. für die Chemische Industrie in 2023 mit einem Produktionsplus von ca. 3 %, bei moderat steigenden Rohstoff- und Energiekosten.

Ein beschleunigter Umbau der Energieversorgung, eine verstärkte Bevorratung in Deutschland sowie die beschlossenen Sanktionsmaßnahmen der Europäischen Union führten zu zunehmend stark steigenden Energiepreisen.

Erdöl und Erdgas sind wichtige Energieträger für Produktionsprozesse und zentrale Grundstoffe für vielfältigste Rohstoffe und Waren. Daher hat die chemische Industrie als eine der energieintensivsten Branchen unter den Preissteigerungen sehr gelitten. Konnten anfangs die steigenden Kosten noch über Absatzpreissteigerungen ganz oder teilweise weitergegeben werden, gelang dies mit fortschreitendem Jahr immer weniger. Vereinzelt mussten chemische Industriebetriebe ihre Produktion drosseln oder Produktionsanlagen vorübergehend stilllegen, weil diese nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben waren. Die Produktionsausfälle wiederum haben ihrerseits Folgeeffekte für andere, nachfolgende Wirtschaftsbetriebe. Nach einer Erhebung des Verbands der chemischen Industrie konnte die chemische Industrie in 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 5 % hinnehmen. Gleichzeitig wurde aber auch ein Rückgang der Produktion von 8 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Da sich die Erzeugerpreise außerdem im Vergleich zum Vorjahr erhöhten, verschlechterte sich in vielen Unternehmen die Ertragslage deutlich. So vermeldeten 2023 52 % der Unternehmen der chemischen Industrie Gewinnrückgänge oder gar Verluste.

Auf die Entwicklung unseres Unternehmens haben insbesondere die jeweiligen Branchenkonjunkturen unserer wichtigsten Abnehmermärkte großen Einfluss. Es sind hierbei hervorzuheben, die Verpackungsindustrie, die Druck- und grafische Industrie sowie die holzweiterverarbeitende Industrie wie z.B. die Küchen- und Möbelindustrie.

Branchenexperten sehen für die Verpackungsindustrie einen Markt der immer komplexer, unübersichtlicher und gleichzeitig dynamischer wird. Die Verpackungsindustrie steht vor disruptiven Veränderungen, die viele Risiken mit sich bringen aber auch große Chancen bieten. Entscheidend ist es, die am weitesten reichenden und dynamischsten Trend zu kennen und zu verinnerlichen. Auch die Themen "Nachhaltigkeit" und "Recyclingfähigkeit" treibt diese Branche voran.

So nahm nach Angaben des Branchenverbandes DIE PAPIERINDUSTRIE e. V. der Gesamtabsatz der deutschen Papierfabriken im Segment Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke um ca. 13,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Viele Unternehmen der Papierindustrie konnten die deutlich gestiegenen Erzeugerpreise nicht oder nur teilweise an ihre Abnehmer weitergeben und hatten gleichzeitig mit den Auswirkungen der Konsumzurückhaltung der Endverbraucher, die sich auch im Onlinehandel bemerkbar machte, zu kämpfen.

Der Bereich Verpackungsklebstoffe konnte sich von dieser negativen Branchenentwicklung der Verpackungsindustrie nicht abkoppeln. Infolge des Volumenrückgangs in der Verpackungsindustrie kam es zu einem erhöhten Wettbewerb und sich reduzierenden Margen. Der Bereich Verpackungsklebstoffe schloss das Berichtsjahr mit einem Umsatzrückgang von 4,1 % im Vergleich zum Vorjahr ab.

Nachdem im 1. Halbjahr 2023 eine leichte Erholung einsetzte, ging die Konjunkturlage im 2. Halbjahr 2023 in der Druck- und Medienindustrie laut Bundesverband Druck und Medien e.V. wieder etwa auf das Niveau von 2022 zurück.

Zum Jahresende 2023 verzeichnete das saison- und kalenderbereinigte Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche einen leichten Rückgang. Während die Geschäftsaussichten für die nächsten 6 Monate merklich zurückgingen, stiegen die Einschätzungen hinsichtlich der aktuellen Geschäftslage leicht an. Der vom Bundesverband Druck- und Medien berechnete Geschäftsklimaindex sank saison- und kalenderbereinigt um 0,7 %im Vergleich zum Vormonat ab. Mit 86,5 Punkten notierte der Index im Dezember rund 1,7 %unter seinem Vorjahresniveau und bildete damit den Jahrestiefstand. (Quelle: BVDM Konjunkturtelegramm Dezember 2023)

Insgesamt hat sich die Geschäftslage der Druck- und Medienindustrie in 2023 knapp auf Vorjahresniveau behaupten können. Insbesondere gegen Ende 2023 konnte eine konjunkturelle Stabilisierung festgestellt werden.

In 2023 verzeichneten wir für dieses Segment einen Rückgang des Auftragseingangs von ca. 17,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Schwerpunkt der deutschen Küchen- und Möbelindustrie, einer der Kern- und Wachstumsmärkte für den Klebstoffbereich, liegt in Ostwestfalen. Die Planatol GmbH unterhält in Herford einen Produktionsstandort mit einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung und unterstreicht damit die Kundennähe und traditionelle Verbundenheit mit der deutschen Holz- und Möbelindustrie.

Nach Angaben des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie e.V. konnte die Möbelindustrie im Berichtszeitraum rund 18 Milliarden Euro umsetzen und bleib damit 4,3 % unter Vorjahresniveau. Zulegen konnten dagegen die Büromöbelproduzenten (plus 2,6 % auf 2,3 Milliarden Euro) sowie die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln (plus 3,3 % auf 2,2 Milliarden Euro).

Der Bereich Klebstoffe für die technischen Anwendungen und holzweiterverarbeitende Industrie hat sich in dieser Marktentwicklung mit einem Umsatzrückgang von 21,5 % gegenüber Vorjahr stärker als der Trend rückentwickelt.

Ertragslage

Die Planatol GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz nach Erlösschmälerungen von TEUR 31.525 (Vorjahr: TEUR 36.055) erzielt. Der durch die Verschmelzung übernommene Geschäftsbereich System erzielte hiervon Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 2.243. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Gesamtumsatz um 12,6 % bzw. TEUR 4.530 (Vorjahr: TEUR -2.186) gesunken. Dabei war sowohl im In- und Ausland als auch in nahezu allen Produktgruppen ein Rückgang zu beobachten. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Absatzmengen, da die Nachfrage unserer Kunden insgesamt aufgrund der schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Lage - vor allem in den Branchen unserer Kunden - im Zusammenhang mit Ukraine-Konflikt sowie Inflation deutlich gesunken ist. Damit wurden die im Vorjahr geplanten Umsätze von TEUR 39.755 deutlich verfehlt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 524 auf TEUR 661 gestiegen. Im Berichtsjahr sind im Wesentlichen der Verschmelzungsgewinn (TEUR 442; Vorjahr: 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 73; Vorjahr: TEUR 300) enthalten.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandveränderung zzgl. sonstige betriebliche Erträge) der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 32.725 (Vorjahr: TEUR 36.221) und hat sich vor allem aufgrund des Umsatzrückgangs um TEUR 3.496 bzw. 9,7 % verringert und den Planwert von TEUR 40.549 aus dem Vorjahr nicht erreicht.

Der Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) beträgt TEUR 13.918 (Vorjahr: TEUR 13.212) und liegt damit um TEUR 706 bzw. 5,3 % über dem Vorjahreswert. Der Geschäftsbereich System hat mit TEUR 1.776 zum Rohertrag beigetragen. Dennoch wurde der im Vorjahr prognostizierte Wert von TEUR 15.431 aufgrund des starken Umsatzrückgangs verfehlt. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich von 63,5 % im Vorjahr auf 57,5 % vermindert. In Folge stieg die Rohertragsquote bezogen auf die Gesamtleistung von 36,5 % auf 42,5 %.

Der Personalaufwand hat sich um TEUR 1.347 von TEUR 6.386 auf TEUR 7.733 erhöht und beträgt 23,6 % (Vorjahr: 17,7 %) der Gesamtleistung, davon stammen TEUR 840 aus der Verschmelzung.

Die Abschreibungen haben sich von TEUR 710 in 2022 auf TEUR 617 reduziert, vor allem aufgrund geringerer außerplanmäßiger Abschreibungen (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 100).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 5.718 in 2022 auf TEUR 5.450 verringert, wovon aus dem Geschäftsbereich System Aufwendungen von TEUR 526 stammen. Trotzdem haben sich die Aufwendungen insgesamt verringert, dies liegt neben den umsatzkorrespondierenden Kosten (z.B. Ausgangsfrachten oder Messe- und Werbungskosten) insbesondere an den Einsparungen bei den Ausgaben für Mieten (durch den Erwerb der Immobilie am Standort Herford) und den Energiekosten sowie Beratungsaufwendungen.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR -400 (Vorjahr: TEUR 431) und enthält im Geschäftsjahr nahezu ausschließlich Zinsaufwendungen TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 223). Im Vorjahr waren noch Erträge aus der Gewinnabführung der mittlerweile verschmolzenen PLANATOL System GmbH in Höhe von TEUR 654 enthalten.

Das Ergebnis vor Steuern für 2023 beträgt TEUR -281 (Vorjahr: TEUR 829) und liegt damit deutlich unter dem im Vorjahr geplanten Wert von TEUR 1.519. Der starke Umsatzrückgang konnte dabei nur teilweise durch Kosteneinsparungen ausgeglichen werden.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 19.370 (Vorjahr: TEUR 19.565) und besteht in Höhe von TEUR 11.783 (Vorjahr: TEUR 9.134) bzw. 60,8 % (Vorjahr: 46,7 %) aus Anlagevermögen und zu TEUR 7.587 (Vorjahr: TEUR 10.431) bzw. 39,2 % (Vorjahr: 53,3 %) aus Umlaufvermögen (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten).

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Anlagevermögen um TEUR 2.649 erhöht. Die resultierte vor allem aus dem Kauf der bisher angemieteten Immobilie einschließlich Grundstück am Produktionsstandort Herford von einer Konzernschwestergesellschaft.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr TEUR 3.528 investiert. Demgegenüber stehen Abschreibungen von TEUR 617, wovon TEUR 44 außerplanmäßig waren.

Das im Rahmen der Verschmelzung übernommene Anlagevermögen ist mit einem Buchwert von TEUR 12 von untergeordneter Bedeutung, gegenläufig gingen die Anteile an der PLANATOL System GmbH in Höhe von TEUR 142 ab.

Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 128 bzw. 2,7 % leicht gestiegen, wobei TEUR 545 aus der Verschmelzung stammen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden auf Grund der verbesserten Liefersituation an den Beschaffungsmärkten reduziert. Der Anteil der Vorräte (TEUR 4.708; Vorjahr: TEUR 4.580) beläuft sich auf 24,3 % (Vorjahr: 23,4 %).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.664, Vorjahr: TEUR 2.265) haben sich entsprechend dem Rückgang bei den Umsatzerlösen reduziert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen deutlich von TEUR 3.296 auf TEUR 827 zurück. Zum einen wurden zum Vorjahressichtag bestehende Forderungen gegen die Alleingesellschafterin in Höhe von TEUR 1.519 vollständig beglichen, zum anderen wurden bestehende Forderungen gegen die PLANATOL System GmbH im Rahmen der Verschmelzung mit den entsprechend übernommenen Verbindlichkeiten verrechnet.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 7.861 (Vorjahr: TEUR 8.077) aus, welches sich aufgrund des Jahresfehlbetrags reduzierte. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 40,6 % (Vorjahr: 41,3 %).

Die Pensionsrückstellungen (TEUR 1.537; Vorjahr: TEUR 783) haben sich vor allem aus den im Rahmen der Verschmelzung übernommenen Verpflichtungen erhöht, während sich die Steuerrückstellungen insbesondere aufgrund eingegangener Bescheide für Vorjahre verringerten. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich von TEUR 639 auf TEUR 705 im Wesentlichen aufgrund der Verschmelzung.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen war aufgrund des geringeren Einkaufsvolumens im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang auf TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 1.074) zu beobachten. Dagegen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.316; Vorjahr. TEUR 3) stark an, was aus einem Darlehen der Alleingesellschafterin für den Gebäudeerwerb in Herford resultiert.

Das kurzfristige Vermögen (Umlaufvermögen zzgl. Rechnungsabgrenzungsposten) von TEUR 7.587 (Vorjahr: TEUR 10.431) übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Steuerrückstellungen zzgl. sonstige Rückstellungen zzgl. kurzfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zzgl. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen zzgl. sonstiger Verbindlichkeiten) von TEUR 4.243 (Vorjahr: TEUR 5.338) um TEUR 3.344 (Vorjahr: TEUR 5.094).

Die Planatol GmbH ist aufgrund ihrer stabilen Finanzlage im Jahr 2023 wie in der Vergangenheit stets in der Lage gewesen, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 7.170; Vorjahr: TEUR 8.140) planmäßig zu tilgen.

Personal

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 119 (Vorjahr: 104) Arbeitnehmer, wovon 14 Arbeitnehmer aus der verschmolzenen Planatol System GmbH stammen, sowie 5 (Vorjahr: 6) Auszubildende beschäftigt. Die Planatol GmbH legt großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung, um den langfristigen Bedarf an gut ausgebildetem Personal decken zu können und der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken. Außerdem wird im Rahmen von Nachfolgeregelungen versucht, hochqualifiziertes, junges Fachpersonal rechtzeitig in den Mitarbeiterstamm zu integrieren.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Umsatz, Gesamtleistung, Rohertrag und Ergebnis vor Steuern verringerten sich gegenüber 2022 teilweise deutlich. Insgesamt konnte Planatol sich aber in seinen Märkten gut behaupten und in seinem Kernsegment Druck- und grafische Industrie seine Position gut behaupten. Die Effekte des Ukraine-Konfliktes sowie die Inflation konnten teilweise durch Gegenmaßnahmen auf der Absatz- als auch Kostenseite kompensiert werden. Vor diesem Hintergrund wird der Geschäftsverlauf bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 als zufriedenstellend beurteilt.

1 Vgl. ifo Digital Konjunkturprognose März 2024. Zu finden unter: https://www.ifo.de/publikationen/2024/aufsatz-zeitschrift/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024.

C. Risiken, Chancen und Prognosebericht

Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen

Planatol ist ein international agierendes Unternehmen, dass sich mit der Entwicklung, Herstellung und dem Handel sowie dem Vertrieb von Klebstoffen für industrielle Anwendungsbereiche befasst. Die Gesellschaft steht daher einer Reihe von Risiken gegenüber, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Absatzentwicklung der klebstoffverarbeitenden Unternehmen, aus der Konjunktur und aus der Wettbewerbssituation resultieren. Diese gilt es, mit Hilfe unseres Risikomanagements sorgfältig abzuwägen.

Risikomanagement

Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess mit dem Ziel, die durch das unternehmerische Handeln entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und diesen effizient gegensteuern zu können, um mögliche geschäftliche Einbußen zu minimieren. Das Risiko-Managementsystem der Planatol GmbH greift auf die im Unternehmen bestehende Organisations- und Berichtsstruktur zurück und besteht aus einem zentralen Risikomanager, sowie den Risiko-Verantwortlichen wichtiger Fachbereiche. Auf der Basis regelmäßiger Risikoberichte der Fachbereiche werden wesentliche Risiken identifiziert, soweit möglich fortlaufend quantifiziert und entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Der zusammenfassende Bericht des Risikomanagers wird der Geschäftsführung als auch dem Risikomanagement der Konzernmuttergesellschaft regelmäßig vorgelegt, diskutiert und ggfs. notwendige Maßnahmen eingeleitet.

Fortgesetzte Anpassungen des Systems an das sich ändernde Unternehmensumfeld, die Fortführung des detaillierten wöchentlichen, monatlichen und quartalsweisen Berichtswesens sowie die Erfassung und Kommunikation von Risikopotentialen waren auch im Berichtszeitraum wesentliche Bestandteile unseres Risikomanagements. Bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Die im Folgenden genannten Risiken könnten Geschäftsentwicklung, Finanzlage und Ergebnis negativ beeinflussen. Daneben gibt es weitere Risiken, die wir aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt als weniger bedeutsam erachten, die unsere Entwicklung aber ebenfalls beeinträchtigen können.

Umfeld- und Branchenrisiken

Als Hersteller hochwertiger Klebstoffe für industrielle Anwendungen ist die Gesellschaft den Unsicherheiten der geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, aber auch der jeweiligen branchenspezifischen wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte ausgesetzt. Auf der Erlösseite wird das Geschäftsrisiko durch die Absatzentwicklung unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfeldes sowie durch das wettbewerbsintensive Auftreten von anderen Klebstoffherstellern geprägt. Auf der Ausgabenseite wird dieses Risiko durch die Rohstoffpreisentwicklung bestimmt. Die PLANATOL GmbH begegnet diesen Risiken durch eine flexible Preisgestaltung, die verstärkte Bearbeitung weiterer industrieller Anwendungsfelder unserer Produkte sowie die Erschließung weiterer Absatzmärkte. Unser Fokus liegt dabei auf der kontinuierlichen Stärkung und dem Ausbau unserer Kundenbeziehungen sowie der permanenten Entwicklung innovativer Produkte für unsere Abnehmer.

Schadensrisiken

Unsere Produkte finden Verwendung in der Produktion von industriellen Gütern. Durch fehlerhafte Produkte kann es zu erheblichen Schäden kommen. Wir senken dieses Risiko durch ein integriertes Qualitätsmanagement und reduzieren die Auswirkung des Eintritts eines Schadensrisikos durch entsprechende Versicherungen.

Finanzrisiken

Unser Vermögen ist zu einem großen Anteil langfristig finanziert. Die erforderliche Finanzstrategie zur Sicherstellung der Liquidität erfolgt auf Basis einer mittel- und kurzfristigen Finanzplanung. Diesbezüglich erläutern wir in regelmäßigen Gesprächen mit unseren Hausbanken die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und die Perspektiven der Branche generell. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Risikopositionen aus Zinsschwankungen genutzt.

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, finanziellen Verpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommen zu können. Im Zuge einer Neuordnung der Finanzmärkte und verschärfter Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen der Banken können etwaige mittel- und langfristige Änderungen der Refinanzierungskonditionen für Unternehmen entstehen. Aufgrund der bestehenden langfristigen Finanzierungsvereinbarungen der Gesellschaft stufen wir das Liquiditätsrisiko jedoch als sehr gering ein.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit mit Dritten ist die Gesellschaft grundsätzlich einem weltweiten Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus einer möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert. Zur Risikominimierung hat die Gesellschaft eine Warenkreditversicherung über unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Wir stufen dieses Risiko jedoch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Auswirkungen auf unsere Ergebnisprognose ein.

Darüber hinaus bestehen Zinsänderungsrisiken in Form von negativen Einflüssen auf das Ergebnis oder den Cashflow durch Veränderung der Zinssätze. Aus solchen Zinsänderungsrisiken rechnen wir zum jetzigen Zeitpunkt lediglich mit einer moderaten Wahrscheinlichkeit von nicht wesentlichen Auswirkungen auf unser erwartetes Jahresergebnis.

Beschaffungsmarktrisiko

Bei der Herstellung unserer Produkte bedienen wir uns zu einem großen Teil der Zulieferung von wenigen Unternehmen der Großchemie. Eine weltweit unerwartet stark ansteigende Nachfrage nach Rohstoffen kann zu Kapazitätsengpässen und damit zu Rohstoffverknappungen führen. Ein Einfluss auf die Kapazitätsplanung dieser wichtigen Lieferanten ist uns nicht oder nur im geringen Maß möglich.

Die mangelnde Verfügbarkeit einzelner Vorprodukte, plötzliche Lieferantenausfälle, die verzögerte Lieferung von Komponenten und die Lieferung von Vorprodukten minderer Qualität sind weitere Risiken auf den Beschaffungsmärkten. Wir wirken diesen Risiken durch eine kontinuierliche Recherche nach neuen Bezugsquellen, ein permanentes Lieferantenmonitoring und regelmäßige Lieferantengespräche sowie Qualitätskontrollen entgegen. Zudem unterliegen unsere Produkte einem ständigen Monitoring, um auf Preis- und Qualitätsschwankungen im Rohstoffbereich zeitnah und flexibel reagieren zu können. Ebenfalls können Preisschwankungen wichtiger Rohstoffe unsere Herstellungskosten negativ beeinflussen.

Risiken aus Gesetzen und Richtlinien

Staatliche Maßnahmen, wie z.B. Vorgaben im Zeichen des Umweltschutzes oder im Bereich der Sicherheitsstandards können zu unerwarteten und erheblichen Mehrbelastungen führen. Auch neue EU-Gesetze und -Richtlinien können die Geschäftsentwicklung stark beeinflussen. Insbesondere sind die Auswirkungen der europäischen Chemikalienverordnung REACH für unsere Branche eindeutig kostentreibend, rohstoffverknappend und innovationsfeindlich. Die Einführung der EEG-Umlage bzw. die CO 2 -Steuer haben Effekte auf unsere Ertragslage.

IT-Risiken

Die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur beeinflusst das reibungslose Funktionieren der Geschäftsprozesse. Angriffe aus dem Internet oder sonstige Ausfälle und Schäden in der IT-Infrastruktur können eine Bedrohung für die Funktionsfähigkeit des Unternehmens darstellen.

Um solche Gefahren abzuwehren, sind adäquate Zugriffsprofile definiert und aktuelle Sicherheitstechnologien im Einsatz. Für die systemkritischen Datenbestände werden täglich Datensicherungen erstellt und räumlich ausgelagert, um insbesondere die kurzfristige Wiederherstellung aller Datenbestände zu ermöglichen. Daneben wurden interne IT-Richtlinien definiert, zu deren Einhaltung auch externe Dienstleister verpflichtet sind. Die getroffenen Maßnahmen tragen dazu bei, die vorhandenen Risiken deutlich zu verringern.

Produktionsrisiken

Im Produktionsbereich bestehen grundsätzlich Risiken in einer zu geringen Kapazitätsauslastung aufgrund von Volumenrückgängen, in der Verzögerung bei der Anlieferung wichtiger Grundstoffe oder der schwankenden Qualität von Rohstoffen. Diese Risiken könnten beispielsweise zu unerwünschten Verzögerungen oder Unterbrechungen im Betriebsablauf führen. Eine flexible Produktionssteuerung, unsere hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards und die Investition in neue sowie die regelmäßige Wartung bestehender Anlagen minimieren diese Produktionsrisiken. Mögliche nachteilige Auswirkungen von Produktionsausfällen lassen sich zudem durch entsprechende Versicherungsverträge ökonomisch absichern. Risiken im Qualitätsbereich werden durch klar definierte Qualitätsstandards sowie unsere zertifizierten Produktionsprozesse minimiert.

Personelle Risiken

Die Planatol GmbH ist stark von der Qualifikation und Erfahrung ihrer Mitarbeiter abhängig. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann durch eine nicht adäquate personelle Ausstattung negativ beeinflusst werden. Darüber hinaus können sich Personalrisiken aus einer hohen Fluktuation von Leistungsträgern und einem unzureichenden Ausbildungsstand sowie durch von Mitarbeitern verursachte Fehler ergeben. Ein entscheidender Bestandteil unseres Erfolgs resultiert aus dem Engagement und der Leistung der Mitarbeiter. Um den Erfolg auch nachhaltig zu gewährleisten und sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, werden Programme zur internen und externen Aus- und Weiterbildung entwickelt, um qualifizierte Mitarbeiter aufzubauen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Außerdem bildet Planatol auch seit Jahren in vielen Bereichen z.B. der Fertigung oder auch im kaufmännischen Bereich, selbst aus.

Risiken aus dem Ukraine-Konflikt

Planatol ist in den Märkten Russland, Ukraine und Belarus nur in sehr geringem Umfang engagiert, so dass die internationalen Sanktionsmaßnahmen auch nur einen sehr geringen unmittelbaren Effekt auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben. Für die Gesellschaft ergeben sich aber mittelbare Risiken aus den Sanktionsmaßnahmen oder möglichen Gegenreaktionen seitens Russlands. Mineralölprodukte und Erdgas sind die wichtigsten Roh- und Energiestoffe der Chemischen Industrie. Ca. 55 % der deutschen Erdgasimporte und ca. 42 % der Rohölimporte stammten vor der Krise aus Russland. Eine Beeinträchtigung der Versorgung oder eine durch die Umstellung der Lieferketten verursachte starke Verteuerung von Erdöl oder Erdgas bzw. deren Derivate hat unmittelbaren Einfluss auf die Roh- oder Grundstoffe für unsere Produkte und die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft. Auch können Störungen in der Lieferkette, z.B. durch reduzierten Frachtraum auf Grund eines Mangels an LKW-Fahrern, nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt betrachtet unterliegt die Gesellschaft absehbar jedoch nur den durchschnittlichen branchenüblichen Risiken aus dem Ukraine-Konflikt.

Gesamtbewertung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Insgesamt betrachtet unterliegt die Gesellschaft aufgrund der bestehenden Markt- und Wettbewerbsverhältnisse lediglich den durchschnittlichen branchenüblichen Risiken, denen durch Beobachtung des Marktes und anderer Indikatoren sowie der Ausarbeitung von Handlungsalternativen begegnet wird. Die Unternehmensleitung hält die vom Unternehmen beeinflussbaren Risiken insgesamt für beherrschbar.

Weitere vom durchschnittlichen Branchenrisiko abweichende wesentliche Risiken aus der eigenen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft oder aus Haftungsübernahmen zugunsten der Muttergesellschaft Blue Cap sind nicht zu erwarten.

Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Planatol GmbH eine solide Basis für eine nachhaltige und positive Geschäftsentwicklung und die Nutzung der sich bietenden Chancen ist.

Prognosebericht

Wirtschaftliches Gesamtumfeld: Hohe Inflationsraten belasten deutsche Konjunkturaussichten für 2024 2

Nach der Erholung des weltweiten Wirtschaftswachstums im Jahr 2023 (+2,7 %) geht das ifo Institut in seiner Konjunkturprognose vom März 2024 von einem Wachstum der globalen Wirtschaft von 2,3 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 aus. Der Welthandel soll im Jahr 2024 wieder leicht wachsen (+1,7 %) und im Jahr 2025 mit einer Rate von 4,1 % wieder zunehmen.

Weiterhin prägen die hohen, wenn auch sinkenden, Inflationsraten die globale Entwicklung. In der Folge haben die Zentralbanken in den vergangenen Monaten ihre restriktive Geldpolitik beibehalten und die Leitzinsen 2023 weiter erhöht. Das führte bereits zu rückläufigen, wenn auch noch nicht zu den Zielinflationsraten von ca. 2 %. Es ist daher davon auszugehen, dass die Leitzinsen weit bis in das nächste Jahr hinein das wirtschaftliche Umfeld prägen werden.

Das ifo Institut rechnet in seiner Frühjahrsprognose für die deutsche Wirtschaft nur mit einer leichten Erholung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024 (+0,2 %). Dies wird insbesondere begründet mit einem steigenden Preisdruck aufgrund angestiegener Lohnkosten sowie der nach wir vor hohen Kerninflationsrate. Die Inflationsrate dürfte in Deutschland im Jahr 2024 mit durchschnittlich 2,3 % unter dem Vorjahr (6,0 %) und damit nahe am Mandat der EZB liegen. Die Arbeitslosenquote soll von 5,7 % im Vorjahr auf 5,9 % leicht ansteigen.

Für die USA wird im Jahr 2023 ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,5 % auf 2,3 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 erwartet. In ihrer Sitzung im Januar entschied die Fed, den Leitzins vorerst unverändert im Korridor zwischen 4,25 % und 5,5 % zu lassen. Insbesondere ab dem zweiten Quartal 2024 dürften sich nach Expertenmeinung die Geldpolitik "lockern" und die Zinsen fallen - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, einer zunehmenden Konsumneigung und auch einer erhöhten Investitionsnachfrage.

Obwohl das Wirtschaftswachstum in China im letzten Jahr als Folge der späten Aufgabe der strikten Null-Covid-Politik zwar mit einem BIP-Wachstum von 5,2 % wieder zunahm, prognostiziert das ifo Institut für die Jahre 2024 und 2025 ein BIP-Wachstum von lediglich 4,4 % bzw. 4,0 %. Grund des rückläufigen Wirtschaftswachstums sei nach Ansicht des IWF vor allem die Krise des Immobilienmarkts und der rückläufige Export. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Verhältnis zum westlichen Wertebündnis, stellen einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar und könnten sich zusätzlich wachstumsdämpfend auswirken. Im Gegensatz zu anderen Ländern hat China derzeit kein Inflationsproblem.

Der Verband der Chemischen Industrie e.V. erwartet für 2024 keine Besserung der Lage der chemischen Industrie. Es wird auf Grund der Inlandsrezession mit einem weiteren Produktions- (-1 %) und auch mit einem Umsatzrückgang (-5 %) gerechnet.

Mit Blick auf unsere wichtigsten Absatzmärkte, Verpackung, Druck- und grafische Industrie sowie die holzweiterverarbeitende Industrie erwarten wir in 2024 für die Gesellschaft eine stabile Entwicklung über Vorjahresniveau. Nach einem schwächeren 1. Halbjahr erwarten wir eine zunehmende Wirkung der Energiepreisbremsen, eine zurückgehende Inflation sowie eine zunehmende Auflösung der Konsumzurückhaltung bei Endverbrauchern.

Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Druck und Medien ist die Mehrheit der Betriebe der Druck- und Medienindustrie pessimistisch gegenüber der Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 eingestellt. Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten wie im ersten Halbjahr 2023 werden nicht erwartet.

Die Verbände der Möbelindustrie blicken ebenfalls zuversichtlich ins nächste Jahr mit einer stabilen Entwicklung auf Vorjahresniveau. Es wird mit einem zunächst schwächeren 1. Halbjahr und einem auf Grund der Erholung des privaten Konsums stärkeren 2. Halbjahr gerechnet.

Die Verpackungsindustrie hat sich im schwierigen Umfeld des letzten Jahres trotz der hohen Energieintensivität stabil entwickelt. Es ist daher auch bei nachlassenden Belastungsfaktoren, wie z.B. den hohen Energiepreisen, und einem zunehmenden Konsum der Endverbraucher wieder mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen.

Auf der Basis dieser stabilen Inlandsentwicklung sind wir auch bestrebt, in 2024 unsere Vertriebstätigkeiten auf unseren Absatzmärkten zu verstärken und den Exportanteil weiter auszubauen. Die kundenspezifische Zusammenarbeit sowie unsere Kooperationen mit OEM-Herstellern werden intensiviert, um weitere Anwendungsmöglichkeiten für unsere Klebstoffe zu erschließen.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind folgende finanzielle Leistungsindikatoren geplant:

in TEUR in % zu GL
Umsatz 40.704 98,2
Gesamtleistung 41.451 100,0
Rohertrag 17.068 41,2
Ergebnis vor Steuern 1.254 3,0

Vor diesem Hintergrund der erwarteten Absatzmarktentwicklungen gehen wir für die Planatol GmbH bei der geplanten Umsatzausweitung, den geplanten Kosten für die Ausweitung der Vertriebstätigkeit sowie der erwarteten Kostensteigerungen von einem im Vergleich zum Berichtsjahr verbesserten Jahresergebnis aus.

2 Vgl. ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 des ifo Instituts, veröffentlicht im März 2024, erreichbar unter: https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt

 

Rohrdorf, den 14. Juni 2024

Planatol GmbH

Peter

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204.323,24 270
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 35
204.323,24 305
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.024.812,72 6.243
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.468,21 210
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.166.746,65 602
4. Geleistete Anzahlungen 150.545,57 517
10.462.573,15 7.572
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.114.856,27 1.257
2. Beteiligungen 1.000,00 0
1.115.856,27 1.257
11.782.752,66 9.134
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.173.931,44 2.658
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 0
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.533.963,99 1.922
4.707.895,43 4.580
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.663.803,46 2.265
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 827.487,63 3.296
3. Sonstige Vermögensgegenstände 169.641,96 133
2.660.933,05 5.694
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 107.906,71 92
7.476.735,19 10.366
C. Rechnungsabgrenzungsposten 110.608,24 65
19.370.096,09 19.565

Passiva

EUR 31.12.2023
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.250.100,00 3.250
II. Kapitalrücklage 1.930.127,04 1.930
III. Gewinnvortrag 2.897.187,15 2.245
IV. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -216.681,18 652
7.860.733,01 8.077
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.537.059,00 783
2. Steuerrückstellungen 141.652,56 811
3. Sonstige Rückstellungen 704.934,74 639
2.383.646,30 2.233
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.170.358,68 8.140
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 465.133,34 1.074
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.315.645,62 3
4. Sonstige Verbindlichkeiten 174.579,14 38
9.125.716,78 9.255
19.370.096,09 19.565

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

EUR EUR 2023
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 31.525.050,19 36.055
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 538.866,08 -358
3. Sonstige betriebliche Erträge 660.752,06 524
32.724.668,33 36.221
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -18.806.243,96 -23.009
13.918.424,37 13.212
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.524.925,33 -5.305
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.207.886,78 -1.081
davon für Altersversorgung: EUR -25.616,56 (Vorjahr: TEUR -58)
-7.732.812,11 -6.386
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -616.577,57 -710
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.449.966,77 -5.718
-13.799.356,45 -12.814
119.067,92 398
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 654
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 129,26 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -399.888,62 -223
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR -28.576,00 (Vorjahr: TEUR -14)
-399.759,36 431
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 86.669,51 -177
12. Ergebnis nach Steuern -194.021,93 652
13. Sonstige Steuern -22.659,25 0
14. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -216.681,18 652

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I Vorbemerkungen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Planatol GmbH mit Sitz in Rohrdorf im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRB 23744 eingetragen.

II Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 242 bis 256a HGB und unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 bis 278 HGB sowie unter Beachtung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die PLANATOL System GmbH auf die Planatol GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde zu Buchwerten und ohne Kapitalerhöhung durchgeführt. Hierdurch ergeben sich folgende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Übernommene Aktiva TEUR
Sachanlagen 11
Beteiligungen 1
Vorräte 484
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 160
Guthaben bei Kreditinstituten 1.493
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1
2.150
Übernommene Passiva
Rückstellungen für Pensionen -803
Sonstige Rückstellungen -58
Verbindlichkeiten -705
-1.566
Übernommenes Reinvermögen 584
Buchwert der Anteile an der PLANATOL System GmbH zum 1. Januar 2023 -142
Verschmelzungsgewinn 442

In den übernommenen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 654 gegenüber der Planatol GmbH enthalten.

Aktiva

Die im Rahmen der Verschmelzung der PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf, auf die Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2014 mit ihren Zeitwerten aktivierten Rezepturen wurden anhand der Lizenzpreisanalogie-Methode errechnet. Hierbei wird davon ausgegangen, welchen Betrag der Eigentümer einer Lizenz einspart im Vergleich zu einem fremden Dritten, der marktübliche Lizenzentgelte zu entrichten hätte. Die Rezepturen wurden − unter Berücksichtigung des Tax Amortisation Benefits − mit den auf den 01.01.2014 errechneten Barwerten, der über die geschätzte Restnutzungsdauer zu erzielenden Lizenzgebühren bewertet. Hierbei wurde von einer Lizenzgebühr von durchschnittlich 3,48 % der generierten Umsätze sowie einem Diskontierungsfaktor von durchschnittlich 7,98 % ausgegangen.

Die Abschreibungen der übernommenen Rezepturen erfolgen linear über eine Nutzungsdauer von 12 Jahren. Bei der Festlegung dieser Nutzungsdauer wurde davon ausgegangen, dass die Dauer der Verwertbarkeit mindestens diesen Zeitraum umfasst. Jede einzelne Rezeptur wurde mit einem langfristigen Fokus für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsgebiete entwickelt, die ein breites Anwendungsspektrum ermöglichen. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass so entwickelte Rezepturen über viele Jahre unverändert eingesetzt werden können. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen.

Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibungen bewertet. Sie betreffen entgeltlich erworbene EDV-Programme und andere gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung von betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen. Als Nutzungsdauer wurde bei den EDV-Programmen und anderen gewerblichen Schutzrechten ein Zeitraum von drei bzw. fünf Jahren zugrunde gelegt.

Zugänge mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250 (geringwertige Anlagegüter) werden im Jahr des Zugangs im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von über EUR 250 bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr Abgang wird im Jahr des Zugangs unterstellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. ihrem geringeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu durchschnittlichen Einstandskosten, Fertigerzeugnisse ausgehend von den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten neben Materialeinzelkosten grundsätzlich auch Fertigungseinzel- sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei der Bewertung wurden Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Für Bestände mit eingeschränkter Verwertungs- oder Absatzfähigkeit wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten auf den beizulegenden Wert übergeleitet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten bewertet. Bestehende Ausfallrisiken und zu erwartende Zahlungsabzüge sind durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kasse und die Guthaben bei Kreditinstituten entsprechen den Nominalwerten.

Die Abgrenzungen entsprechenden zeitanteiligen Vorleistungen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister. Die Kapitalrücklage entspricht den Gesellschafterbeschlüssen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: Richttafeln 2018 G) von Professor Dr. Klaus Heubeck. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, der zum Bilanzstichtag erwartete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,76 % (Vorjahr: 1,79 %). Erfolgswirksame Veränderungen aus der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand gezeigt. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %), die durchschnittliche Fluktuation mit unverändert 3,0 % berücksichtigt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 44). In Höhe dieses Unterschiedsbetrages sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Laufzeit gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssätzen der letzten sieben Jahre abgezinst. Erwartete Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ermittlung der latenten Steuern werden temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zugrunde gelegt. Steuerliche Verlustvorträge werden in die Ermittlung einbezogen, sofern deren Realisierbarkeit innerhalb von fünf Jahren erwartet werden kann oder ihnen ein entsprechender Überhang passiver latenter Steuern gegenübersteht. Die Bewertung erfolgt auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatzes (inkl. Solidaritätszuschlag) von 15,83 % sowie des Gewerbesteuersatzes von 11,50 % der Gesellschaft. Eine Aktivierung von aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern hinaus erfolgt auf Basis des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht.

III Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter) ist integraler Bestandteil des Anhangs und diesem als Anlage beigefügt.

Bei den im Rahmen der Verschmelzung der PLANATOL GmbH, Rohrdorf, auf die Gesellschaft aktivierten Klebstoffrezepturen zeichneten sich im Geschäftsjahr unerwartete Umsatzverschiebungen zwischen einzelnen Rezepturen ab, so dass bei einem Teil der Rezepturen buchmäßig außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 100) vorzunehmen waren.

Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz gliedert sich wie folgt auf:

Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Abschluss
Anteile an verbundenen Unternehmen
Unmittelbarer Besitz (Tochtergesellschaften)
PLANATOL France S.à.r.l, Villeneuve Saint Georges/Frankreich 100 406 61 2023
PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. s.r.l., Mailand/Italien 67,33 208 55 2023

Durch die Verschmelzung mit der Planatol System GmbH hält die Planatol GmbH zudem eine Beteiligung in Höhe von 2 % an der Printpromotion-Gesellschaft zur Förderung der Druck- und Papierverarbeitungsindustrie mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main.

2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.519) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

3 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 3.250. Es ist voll eingezahlt.

4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalverpflichtungen (TEUR 358; Vorjahr: TEUR 370), drohende Verluste aus dem Auftragsbestand und der Beendigung eines Vertragsverhältnisses (TEUR 92; Vorjahr: TEUR 12), Verpflichtung aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 152; Vorjahr: TEUR 146), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 40; Vorjahr: TEUR 35), Archivierungskosten (TEUR 28; Vorjahr: TEUR 29), Verpflichtung aus Beratungskosten (TEUR 22; Vorjahr: TEUR 19) und Betriebsprüfung (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 5) sowie Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 23).

5 Verbindlichkeiten

Angaben über die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zeigt der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel:

Beträge mit Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.721 1.338 3.111 7.170
(Vorjahr) (2.773) (2.325) (3.042) (8.140)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 466 0 0 466
(Vorjahr) (1.074) (0) (0) (1.074)
Verbindlichkeiten gg. verbundene Unternehmen 34 1.281 0 1.316
(Vorjahr) (3) (0) (0) (3)
Sonstige Verbindlichkeiten 175 0 0 175
(Vorjahr) (38) (0) (0) (38)
3.396 1.338 4.393 9.126
(Vorjahr) (3.888) (2.325) (3.042) (9.255)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 5.622 (Vorjahr: TEUR 5.600) durch Grundpfandrechte, TEUR 1.548 (Vorjahr: TEUR 2.415) durch Zession von Warenlager und TEUR 1.250 (Vorjahr: TEUR 2.000) durch Forderungszessionen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 1.298 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin, davon haben TEUR 1.281 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

6 Haftungsverhältnisse

Daneben haftet die Gesellschaft für Verbindlichkeiten der Blue Cap AG, München, in Höhe von TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 15.000). Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der erwarteten zukünftigen Ertrags- und Finanzlage bei der Muttergesellschaft nicht gerechnet.

7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31.12.2023 gliedern sich wie folgt auf:

< 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
Finanzielle Verpflichtungen aus Miet-/ 171 164 66 401
Leasingverträgen und sonstiges

Die Verpflichtungen aus Bestellobligo betragen zum Stichtag TEUR 239.

IV Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 19.414 22.577
Ausland 12.111 13.478
31.525 36.055

2 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind der Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 442 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 300) enthalten.

3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 33) periodenfremd.

4 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

In der Position sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr. TEUR 100) enthalten.

V Sonstige Angaben

1 Anzahl Arbeitnehmer gemäß § 267 Abs. 5 HGB

2023 Vorjahr
Angestellte 58 47
Arbeiter 61 57
119 104

Aufgrund der Verschmelzung hat sich die Arbeitnehmerzahl um 14 Personen erhöht, diese teilen sich in sieben Angestellte und sieben Arbeiter auf.

2 Konzernzugehörigkeit

Die Blue Cap AG, München, besitzt 100 % der Geschäftsanteile der Planatol GmbH. Unsere Gesellschaft wird in den gemäß § 291 HGB befreienden IFRS-Konzernabschluss der Blue Cap AG, München, (HRB 162137 beim Amtsgericht München) zum 31.12.2023 einbezogen. Die Blue Cap AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Blue Cap AG wird der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt.

3 Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Johann Mühlhauser, Gars am Inn (bis 31. Juli 2023)

Peter Prinz, Zell am Harmersbach (seit 1. Juli 2023)

Die Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

 

Rohrdorf, 14. Juni 2024

Peter Prinz, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023
EUR
Effekt aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.470.585,73 9.199,42 39.991,51 0,00 37.510,50 3.557.287,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.228.796,62 0,00 0,00 0,00 0,00 1.228.796,62
3. Geleistete Anzahlungen 34.971,75 0,00 2.538,75 0,00 -37.510,50 0,00
4.734.354,10 9.199,42 42.530,26 0,00 0,00 4.786.083,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.517.547,57 0,00 2.998.760,49 0,00 0,00 9.516.308,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.451.126,25 58.129,75 0,00 489,99 0,00 4.508.766,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.239.412,29 236.804,91 237.016,84 10.301,17 485.113,48 3.188.046,35
4. Geleistete Anzahlungen 517.282,43 0,00 249.741,62 131.365,00 -485.113,48 150.545,57
13.725.368,54 294.934,66 3.485.518,95 142.156,16 0,00 17.363.665,99
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.256.906,27 -142.050,00 0,00 0,00 0,00 1.114.856,27
2. Beteiligungen 0,00 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
1.256.906,27 -141.050,00 0,00 0,00 0,00 1.115.856,27
19.716.628,91 163.084,08 3.528.049,21 142.156,16 0,00 23.265.606,04
Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Effekt aus Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.200.534,84 9.199,42 143.229,66 0,00 0,00 3.352.963,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.228.796,62 0,00 0,00 0,00 0,00 1.228.796,62
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.429.331,46 9.199,42 143.229,66 0,00 0,00 4.581.760,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 274.962,17 0,00 216.533,17 0,00 0,00 491.495,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.241.155,94 56.415,76 91.141,28 0,00 415,18 4.388.297,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.636.927,63 227.613,24 165.673,46 0,00 8.914,63 2.021.299,70
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.153.045,74 284.029,00 473.347,91 0,00 9.329,81 6.901.092,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
10.582.377,20 293.228,42 616.577,57 0,00 9.329,81 11.482.853,38
Restbuchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 270.050,89 204.323,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 34.971,75 0,00
305.022,64 204.323,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.242.585,40 9.024.812,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 209.970,31 120.468,21
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602.484,66 1.166.746,65
4. Geleistete Anzahlungen 517.282,43 150.545,57
7.572.322,80 10.462.573,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.256.906,27 1.114.856,27
2. Beteiligungen 0,00 1.000,00
1.256.906,27 1.115.856,27
9.134.251,71 11.782.752,66

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Planatol GmbH, Rohrdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Planatol GmbH, Rohrdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Planatol GmbH, Rohrdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 14. Juni 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Cornelia Tauber, Wirtschaftsprüferin

Maximilian Domberg, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 31. Oktober 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.