Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 3261
Eingetragen
13.11.1986
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von medizinischen Implantaten, Instrumenten sowie von Knochenersatzmaterialien.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Stephan Döring
seit 16.1.2024
Prokura
Martin Brehm
seit 3.7.2020
Prokura
Reinhard Schröder
seit 11.2.2014
Prokura
Paul Linzmayer
seit 11.2.2014
Prokura
Oliver Brehm
seit 17.12.2013
Geschäftsführer
Marc D. Michel
seit 25.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Peter Brehm Holding GmbH & Co. KG
Germany
78.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Peter Brehm GmbH

Weisendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A) Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Peter Brehm GmbH (im Folgenden BREHM) ist ein mittelständisches, weltweit agierendes Familienunternehmen der Medizintechnik, das in den Bereichen Hüft- und Knieendoprothetik sowie Wirbelsäulenchirurgie tätig ist. Unter Beachtung strengster Qualitätsaspekte entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen seit 1981 Implantate und Instrumente aus modernsten Werkstoffen. Dabei sind neben Standardprodukten insb. Revisionsendoprothesen und patientenindividuelle Sonderanfertigungen in geringen Stückzahlen (sog. "orphan devices") eine der wesentlichen Stärken. Weisendorf bei Erlangen ist der Standort des Unternehmens, eine Marktgemeinde rund 30 Kilometer nordwestlich von Nürnberg.

Die Ausbildungsquote liegt seit vielen Jahren konstant bei ca. 12 Prozent, um gerade jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Durch eine fundierte Berufsausbildung und duales Studium wird der aktuelle und zukünftige Bedarf an eigenen Fachkräften in den Berufen Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufleute und Fachinformatiker für Systemintegration gesichert.

2. Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Peter Brehm Holding GmbH & Co. KG ist Obergesellschaft von BREHM.

Organe:

a) Geschäftsführer

BREHM hat zwei Geschäftsführer. Beide Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft stets einzeln.

• Herr Dipl. Kfm. Univ. Marc D. Michel

• Herr Dipl.-Betriebsw. (FH) Oliver Brehm, MBA

b) Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

• Herr Peter Brehm (Vorsitzender)

• Herr Bernhard Ros (stellvertretender Vorsitzender)

• Frau Elfriede Brehm

Mit Betriebspachtvertrag vom 30.12.2013 pachtet BREHM mit Wirkung vom 01.01.2014, den Betrieb zur Entwicklung und Herstellung von Endoprothesen aller Art, einschließlich des Geschäftswertes, von der Verpächterin Peter Brehm Holding GmbH & Co. KG.

3. Wichtigste Produkte und Geschäftsprozesse

Am Unternehmenssitz in Weisendorf entwickelt, fertigt und vertreibt BREHM Implantate und Instrumente für die Hüft- und Knieendoprothetik sowie für die Wirbelsäulenchirurgie. Darüber hinaus werden Einzelanfertigungen von patientenindividuellen Implantaten angeboten.

Der Bereich der Revisionsendoprothetik war auch im Berichtsjahr 2023 das wichtigste Segment. Wichtigste Produkte im Portfolio von BREHM sind nach wie vor Modulare Revisionsendoprothesen für den Hüftgelenkersatz.

Im Geschäftsjahr 2024 und in den weiteren kommenden Jahren wird BREHM insb. die (modulare) Revisionsendoprothetik kontinuierlich weiterentwickeln, um weitere Indikationsspektren ergänzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit durch Innovationen nachhaltig zu stärken und auszubauen.

4. Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen

BREHM nutzt für den Vertrieb seiner Produkte verschiedene Distributionskanäle. Während im Inland der Verkauf an Krankenhäuser, Einkaufsgemeinschaften und private Krankenhausverbünde über eine eigene Vertriebsstruktur direkt durchgeführt wird, erfolgen die internationalen Vertriebsaktivitäten vorwiegend über ein Distributorennetzwerk sowie drei zum Firmenverbund gehörende Vertriebsgesellschaften in Japan, Österreich und der Schweiz.

Die internationalen Vertriebsaktivitäten in 35 Ländern konzentrierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vorwiegend auf Europa, naher und mittlerer Osten, Mittel- und Südamerika, Indien und Asien.

Im Geschäftsjahr 2023 zeigt sich insbesondere der Marktanteil im Bereich Revisionshüftendoprothetik weiter wachsend auf bereits hohem Niveau.

Mit der intensivierten Markteinführung eines ergänzenden Revisionspfannensystems (MRS-TITAN Standard/Maximum) mit makroporöser Oberfläche im 3D-Druck hergestellt, konnte die Wettbewerbsposition weiter systematisch verbessert und ausgebaut werden.

5. Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Zwingende Voraussetzung für einen Markteintritt resp. die Vermarktung von Medizinprodukten in allen relevanten Ländern der Welt sind behördliche Registrierungen und / oder Zulassungen. Da die Produkte von BREHM für eine weltweite Vermarktung bestimmt sind, basiert das Qualitätsmanagementsystem auf den Anforderungen international harmonisierter Normen und europäischer Richtlinien sowie nationalen und internationalen Gesetzen. Dementsprechend wird BREHM regelmäßig auditiert und entsprechend zertifiziert, so dass die Produkte mit dem CE-Kennzeichen versehen und vertrieben werden dürfen.

BREHM ist nach der für Medizinproduktehersteller relevanten und aktuell gültigen EN ISO 13485:2016 und nach der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte 93/42/EWG Anhang II zertifiziert.

Bereits im August 2021 wurde die Erst-Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach der "Medical Device Regulation" (EU-MDR) - zusammen mit den Sonderanfertigungen - erfolgreich absolviert.

Aufbauend auf den im Jahr 2021 und 2022 bereits erfolgreich geleisteten Aktivitäten wurden im Jahr 2023 weitere 2 Implantatsysteme nach MDR zertifiziert. Für insgesamt 12 Technische Dokumentationen der Instrumente und Probe-Implantate sind alle Zertifizierungen erfolgreich abgeschlossen worden.

Aufgrund von Ressourcenengpässen der Benannten Stelle besteht ein gewisses, systemisches Restrisiko, dass Zertifikate nicht rechtzeitig ausgestellt werden. Aufgrund dessen wurden durch BREHM alle Zertifizierungen gesetzeskonform, mindestens 12 Monaten im Voraus eingereicht. Im Überwachungsaudit in 2023 wurden die Zertifizierungen gemäß den Regularien der MDD, MDR und ISO 13485 bestätigt.

Zusätzlich wurde das QM-System gemäß MDSAP (Medical Device Single Audit Program) erweitert und in diesem Zuge erfolgreich zertifiziert. Dies vereinfacht die internationale Zulassung und eine in den kommenden Jahren angestrebte Internationalisierung in Australien, Brasilien, Japan, Kanada und die USA.

6. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

BREHM ist permanent mit der Entwicklung von Produkten beschäftigt, um Lücken im Portfolio zu schließen und bestehende Produkte zu verbessern. Aktuelle Entwicklungsschwerpunkte betreffen neue Implantatsysteme in den Bereichen Knie, Hüfte und Wirbelsäule sowie optimierte Instrumentensysteme zur weiteren Verbesserung und Vereinfachung der Implantation durch den Chirurgen.

Aktuelle, z.T. seit Jahrzehnten bewährte Implantat- und Instrumentensysteme werden laufend auf Basis neuester Erkenntnisse verbessert. In zahlreichen Projekten kooperieren wir mit national wie international führenden Medizinern, Biomechanikern, Werkstoffwissenschaftlern sowie sonstigen Forschungseinrichtungen.

Neben der Entwicklung investiert die Gesellschaft intensiv in neue Herstellungstechnologien, um qualitativ hochwertige und innovative Produkte zu produzieren.

Die Entwicklungskosten sind - nach einem im Jahr 2022 MDR-Akten einreichungsbedingten Tiefststand - im Jahr 2023 um über 50 % gestiegen.

7. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Brehm ist weltweit in 35 Ländern aktiv. Aktuelle Umsatzschwerpunkte liegen in Europa, Asien und Lateinamerika und sind weitere Wachstumsmärkte für unser Unternehmen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat dadurch eine grundsätzliche Auswirkung auf unser Geschäft.

Aufgrund der weiter dramatischen Kostensteigerungen stehen die Gewinne der Unternehmen unter großem Druck. Gemäß der sog. "BVMed-Herbstumfrage 2023" erwarten lediglich 20 % der im Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) organisierten MedTech-Unternehmen im Jahr 2023 Gewinnsteigerungen gegenüber dem Krisenjahr 2022. Mit 49 % gehen sogar knapp die Hälfte der Unternehmen von einer weiteren Verschlechterung der Gewinnsituation aus. Der wichtigste Grund für die angespannte Geschäftssituation sind wie im Vorjahr die gestiegenen Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Hinzu kommen stark steigende Personalkosten aufgrund der Inflationsentwicklung sowie der zunehmende bürokratische und damit monetäre Aufwand für das regulatorische System.

Der zunehmende Druck auf die Branche wirkt sich verstärkt auch auf die Investitionen am Standort Deutschland aus. Mehr als ein Viertel der Unternehmen verringern ihre Investitionen. Ähnlich sieht die Situation bei der Forschung aus: 20 % der Unternehmen verringern ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr.

Grundsätzlich ist der Medizintechnik-Standort Deutschland stark gefährdet. Das liegt vor allem an hausgemachten Problemen:

1) Ein handwerklich schlecht gemachtes, zu kompliziertes regulatorisches System für Medizinprodukte, das Innovationen ausbremst.

2) Überbordende Bürokratisierung und Regulierungswut, die KMUs wie BREHM zu ersticken droht.

3) Schleppende Digitalisierung des Gesundheitssystems und mangelnde Datennutzung.

4) Unzureichende Wahrnehmung und Unterstützung des Mittelstandes als das Herzstück der deutschen Wirtschaft.

Die Folgen sind:

1) Zunehmend attraktivere Standortbedingungen, vor allem in den USA.

2) Tendenz, dass Unternehmen Forschungsprojekte nach Großbritannien oder in die USA verlagern, da dort Innovationszugang und Datennutzung besser geregelt sind. Jüngstes Beispiel: die Auslagerung der gesamten Krebsforschung von Biontech nach UK.

3) Selbst die Schweiz orientiert sich in Richtung USA und akzeptiert nun auch das FDA-Approval für Medizinprodukte statt wie bisher die EU-Zulassung.

Die Erträge der Deutschen Medizintechnik-Unternehmen gingen in 2023 weiter zurück. Zwar haben sich die Umsätze mit einem Plus von 4,8 % gegenüber dem Krisenjahr 2022 leicht erholt. Dem stehen jedoch stark gestiegene Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohen Kosten für die MDR-Umsetzung gegenüber.

Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf dem Tiefpunkt. Hauptgrund für den Abwärtstrend ist die überbürokratische MDR. Je nach Studie präferieren zwischen 50 und 80 % der deutschen Unternehmen mittlerweile das FDA-System für die Zulassung von innovativen Medizinprodukten.

In nahezu allen Märkten weltweit sind die orthopädischen Hersteller einem starken Kostendruck ausgesetzt. Der steigende Bedarf an Gesundheitsleistungen führt für die Gesundheitssysteme zu deutlich steigenden Ausgaben. Auf diese Situation wird über die Forderung nach immer neuen Preissenkungen an die Industrie reagiert. Auch Regierungen greifen in mehreren Staaten in die Preisbildung ein. Insgesamt stehen unsere Produkte weiterhin unter starkem Preisdruck.

B) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

1. Darstellung Ergebnisentwicklung/Ergebnisstruktur

Das Rohergebnis ohne Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % verbessert. Ursache hierfür waren der erhöhte Umsatz, bei moderat gestiegenden Rohstoffpreisen.

2. Wesentliche Einflussfaktoren auf Umsatz- und Auftragslage

Ein positives Ergebnis hätte erreicht werden können, wenn verschärfte nationale wie internationale Zulassungsbedingungen nicht weiterhin zu Verzögerungen bei Produktentwicklung, Produktzulassungen und Registrierungen in Auslandsmärkten geführt hätten und die regulatorischen Anforderungen der neuen europäischen Medizinprodukteverordnung nicht zu erhöhten Personalaufwendungen.

Bei Analyse der geographischen Umsatzverteilung zeigen sich steigende Umsätze sowohl im Inland, als auch außerhalb der Europäischen Union, während sind der Umsatz innerhalb der Europäischen Union auf Vorjahresniveau bewegt. In Deutschland erzielte BREHM rund 61 % seines Umsatzes. Damit ist Deutschland weiterhin der wichtigste Einzelmarkt.

Im Geschäftsjahr haben wir wie in den Vorjahren hinsichtlich Erfüllung der regulatorischen Anforderungen der neuen europäischen Medizinprodukteverordnung weitere Fortschritte gemacht und die Zertifizierungsverfahren mit 2 weiterem Implantatsystemen erfolgreich nach MDR abgeschlossen. Alle weiteren Zertifizierungen haben wir aufgrund Ressourcenengpässen der Benannten Stelle gesetzeskonform, mindestens 12 Monaten im Voraus eingereicht. Es besteht dennoch ein gewisses Restrisiko, dass Zertifikate nicht rechtzeitig ausgestellt werden.

3. Wesentliche Änderungen in der Struktur einzelner Aufwendungen und Erträge

Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 8,0 % gegenüber dem Vorjahr trotz geringerer Beschäftigtenzahl aufgrund Gewährung einer Zielerreichungsprämie für alle Mitarbeiter. Sie lagen bezogen auf die gestiegene Gesamtleistung um 5 % über dem Vorjahresniveau. Für 2024 rechnen wir mit weiter steigenden Personalaufwendungen durch wieder wachsende Mitarbeiterzahlen. BREHM beschäftigte zum 31. Dezember 2023 168 Mitarbeiter (VJ 171 Mitarbeiter) davon 115 Vollzeit-, 30 Teilzeitbeschäftigte, 22 Auszubildende und 1 Werkstudenten.

Alle Investitionen werden über die Muttergesellschaft Peter Brehm Holding GmbH & Co. KG vorgenommen und über den Betriebspachtvertrag verrechnet.

Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,7 %. Die wesentlichen Faktoren waren die Einzelwertberichtigung für die Forderungen gegenüber der Peter Brehm Japan Inc. mit 370 T€ und die freiwilligen sozialen Aufwendungen durch die Erhöhung der Inflationsausgleichsprämien mit 212 T€. Weiterhin die gestiegenen Aufwendungen für Reparaturen- und Instandhaltungen technischer Anlagen und betrieblicher Räume sowie die Kosten für Werkzeuge und Kleingeräte.

Insgesamt hat sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 225 T€ ergeben.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 1,1 Mio. € (Vorjahr -3,1 Mio. €). Ursächlich ist insbesondere die Abnahme des Vorratsvermögens sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -1,1 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €).

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode betrug demgemäß 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €).

Vermögenslage

Das Bilanzbild der Gesellschaft veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr in einigen Bereichen. Dabei verminderte sich die Bilanzsumme auf 12,5 Mio. € (Vorjahr 13,3 Mio. €).

Das Vorratsvermögen verminderte sich in der Summe von 9,3 Mio. € auf 8,9 Mio. €, wobei sich die fertigen Erzeugnisse und Waren um 0,3 Mio. € erhöhten, während sich die unfertigen Erzeugnisse um 0,5 Mio. € und die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe um 0,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr minderten.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieb trotz Umsatzanstieg nahezu unverändert mit 2,0 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €).

Der Forderungsbestand gegen verbundene Unternehmen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund Forderungsabschreibung gegenüber der Tochtergesellschaft in Japan von 1,0 Mio. € auf 0,7 Mio. €.

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrages und nicht entnommener Gewinnvorträge auf 5,5 Mio. € verringert. (Vorjahr 5,7 Mio. €).

Während die Rückstellungen für Pensionen mit 0,6 Mio. € und die Steuerrückstellungen mit 0,2 Mio. € nahezu gleichgeblieben sind, haben sich die sonstigen Rückstellungen von 0,9 Mio. € auf 1,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr erhöht, vorwiegend aufgrund Gewährung einer Zielerreichungsprämie für alle Mitarbeitenden.

Währungsrisiken bestehen bei den Geschäften mit den Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Japan. Alle anderen Geschäfte werden in € abgewickelt.

C) Prognosebericht

Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Unternehmens handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können demnach von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Der Markt Medizintechnik in Deutschland wird im Jahr 2024 voraussichtlich einen Umsatz von rund 35,7 Mrd. € generieren. Innerhalb des Marktes Medizintechnik entfällt auf den Bereich der medizinischen Geräte mit einem prognostizierten Marktvolumen von 31,8 Mrd. € im Jahr 2024 der größte Anteil. Es wird erwartet, dass der Umsatz jährlich um durchschnittlich 4,4 % wachsen wird (CAGR 2024-2028), was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 42,3 Mrd. € im Jahr 2028 führt. Im globalen Vergleich wird der Großteil des Umsatzes im Jahr 2024 in den USA erwartet, nämlich 197,3 Mrd. €.

Neben den Kriegen in der Ukraine und in Nahen Osten sowie den bevorstehenden EU- und US-Wahlen liegen einzelne Aspekte vor, welche die Wirtschaftstätigkeit des Unternehmens negativ beeinflussen und die Entwicklungsaussichten längerfristig negativ beeinflussen könnten. Hierunter fallen erste Anzeichen von Handelsstreitigkeiten u.a. durch die Verschärfung geopolitischer Spannungen.

Diese Aspekte haben direkten Einfluss auf Lieferketten, Rohstoffhandel, Währungskurse und weitere Themen, deren Auswirkungen und Einschränkungen nicht abschätzbar sind.

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ("LkSG") stellt seit über einem Jahr viele Unternehmen in Deutschland in der Umsetzung vor große Herausforderungen. Alle Unternehmen, auf die das LkSG unmittelbar anwendbar ist (seit dem 1. Januar 2024 erweiterter Anwendungsbereich auf Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitenden), müssen neben der Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards im eigenen Geschäftsbereich im Rahmen einer Risikoanalyse auch mögliche Risiken bei ihren Zulieferern identifizieren, Präventionsmaßnahmen etablieren und ggf. Verstöße durch geeignete Abhilfemaßnahmen unterbinden.

Neben den "großen" Unternehmen, die unmittelbar erfasst sind, sind aber auch viele mittelständische und kleinere Unternehmen wie BREHM indirekt vom LkSG betroffen, da sie im Rahmen der Risikoanalyse ihrer Kunden mit umfangreichen Fragebögen, der Verpflichtung zur Unterzeichnung weitreichender Supplier-Codizes oder Vertragsänderungen konfrontiert werden. Eine eigene LkSG-Strategie wurde daher auch bei BREHM nötig, insbesondere um den tatsächlichen Anforderungen des LkSG und den unterschiedlichen Anfragen und Anforderungen ihrer Kunden möglichst gerecht zu werden. Dies bindet zusätzliche Ressourcen.

Neben weiterhin enorm gestiegenen Rohstoff- und Beschaffungspreisen über alle Produkte und Wertschöpfungsketten hinweg, sind vor dem Hintergrund der starken Inflation der letzten Jahre auch in 2024 erhebliche Lohn- und Gehaltsforderungen zu erwarten.

D) Risikobericht

Maßnahmen zur Erfassung und Steuerung von Risiken für den Konzern erfolgen zentral durch die PETER BREHM GmbH. Analysiert werden grundsätzlich Markt-, Beschaffungs-, Finanz-, und Haftungsrisiken.

Die Wettbewerbssituation am Markt muss weiterhin sorgfältig beobachtet werden. Die Tendenz zu Marktkonzentration durch M&A-Aktivitäten bleibt sowohl auf der Angebots- als auch der Nachfrageseite weiterhin bestehen. Dieser Trend wird aktuell durch die negativen ökonomischen Konsequenzen der MDR auf Seiten der Hersteller sogar noch verstärkt.

Die MDR erschwert weiterhin massiv die Zulassung neuer, besonders aber bestehender Medizinprodukte im EU-Raum. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Kosten und die Dauer der Zulassungsprozesse

Die gesamtorganisatorischen Belastungen bei BREHM waren im Jahr 2023 in nahezu jedem Bereich extrem. Generell werden für die Hersteller die Folgen zum einen erheblich steigende Kosten für die Aufrechterhaltung bestehender Unternehmens- und Produktzertifizierungen und zum anderen deutlich erhöhte Kosten und verlängerte Zulassungszeiträume für Neuprodukte sein. Auch können - bedingt durch die erwarteten Kostensteigerungen - Entwicklungsprojekte vollständig in Frage gestellt werden.

Aufgrund unserer seit Jahren stabilen Deckungsbeiträge und der in 2023 global durchgesetzten Preiserhöhung ist BREHM mit seinem Produktportfolio sehr wettbewerbsfähig. Die kommenden Jahre muss intensiv im Hinblick auf eine kostenseitige Optimierung genutzt werden. Die personellen & organisatorischen Strukturen unterliegen laufenden Anpassungen zur Steigerung von Effektivität, Effizienz und zur Senkung der Kosten.

Für die anstehenden Zulassungsherausforderungen ist BREHM nahezu optimal aufgestellt.

BREHM setzt Rohmaterialien ein, deren Preise erheblichen Schwankungen unterliegen. Das Risiko steigender Rohstoffpreise besteht regelmäßig. Die gestiegenen Rohstoffpreise bei gleichzeitigendem Preisdruck in nahezu allen Märkten, der teilweise durch schwächere Fremdwährungen verstärkt wird, wird kritisch gesehen. Um die gestiegen Rohstoffkosten zumindest teilweise kompensieren zu können, wurde in 2023 umfangreiche Preissteigerungen mit den nationalen und internationalen Kunden vereinbart.

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind derzeit für die Geschäftsentwicklung von BREHM noch nicht im Detail abschätzbar. Insbesondere die Verfügbarkeit von Rohstoffen, gestörte Lieferketten und daraus resultierende Preisentwicklungen können zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Bereits heute, noch mehr aber in der Zukunft, fehlen den Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz viele Pflegekräfte, so dass daher Krankenhäuser den Normalbetrieb aufgrund von strukturellem Personalmangel nicht aufrechterhalten können. Dies kann resp. wird zu sinkenden Fallzahlen und damit auch sinkenden Umsätzen bei BREHM führen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir weiterhin auf qualitätsbewusste Produktionsfirmen überwiegend in Europa zurück. Langfristige Verträge sind bereits vorhanden oder werden abgeschlossen. Gleichzeitig wird die Einbindung neuer Lieferanten in unser Beschaffungsportfolio durch die Vorgaben der MDR erheblich beinträchtig. Durch den Ausstieg mancher Lieferanten aus der Medizintechnik gibt es immer weniger Kapazitäten resp. Anbieter, die die Anforderungen erfüllen. Die Qualität der verwendeten Rohmaterialien und Vorprodukte liegt dennoch auch weiterhin im Fokus von BREHM.

Risiken auf der Lieferantenseite durch Abhängigkeit von einem oder mehreren Lieferanten wurden identifiziert und behoben, wo technisch möglich und ökonomisch sinnvoll, wurde bereits im Jahr 2023 verstärkt auf Eigenprodukte zurückgegriffen.

Der technologische und strukturelle Ausbau der eigenen Produktion wurde in den vergangenen Jahren bereits begonnen und wird im Jahr 2024 weiter intensiviert. Ziel ist die weitestgehende Unabhängigkeit von erfolgskritischen Vorlieferanten durch Erhöhung der Wertschöpfungstiefe sowie die Senkung von Kosten und Risiken.

Zur Minimierung von Währungsrisiken wird bis auf Japan (Yen) in Euro fakturiert. Mittelbar kann jedoch eine starke Aufwertung des Euros zu erheblichen Nachteilen durch die Verteuerung der Produkte im Ausland führen. Diese Entwicklung kann den starken, ohnehin bestehenden Preisdruck noch weiter verstärken und zu rückläufigen Margen und Umsätzen führen.

Aufgrund von Ressourcenengpässen der Benannten Stelle besteht ein gewisses, systemisches Restrisiko, dass Zertifikate nicht rechtzeitig ausgestellt werden. Aufgrund dessen wurden durch BREHM alle Zertifizierungen gesetzeskonform, mindestens 12 Monaten im Voraus eingereicht. Zusätzlich wurde das QM-System gemäß MDSAP (Medical Device Single Audit Program) erweitert und in diesem Zuge erfolgreich zertifiziert.

Die zuvor berichteten einzelnen Risiken haben keine Auswirkung auf das Fortbestehen von BREHM, solange das Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssystem eingehalten wird. Es gibt ferner keine Abhängigkeiten zwischen den Risiken in einem Umfang, dass aus den sich gegenseitig verstärkenden Effekten eine Bestandsgefährdung erwachsen könnte. Die Risikotragfähigkeit des Unternehmens ist somit gegeben.

E) Chancenbericht

Die in den Geschäfts- und Rahmenbedingungen beschriebenen langfristigen Trends lassen auch in 2024 für die Branche und für BREHM ein kontinuierliches Wachstum erwarten, wenngleich die öffentlichen Gesundheitsbudgets weltweit überstrapaziert sind.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Endoprothetik und Wirbelsäulenprodukten ist getrieben durch technologischen Fortschritt und eine alternde Bevölkerung. Darüber hinaus führt der steigende Wohlstand bspw. in unserem Wachstumsmarkt Indien zu einer Erhöhung der Nachfrage nach medizinischer Versorgung.

In den letzten Jahren wurde intensiv an der Optimierung der Organisation, der Umsetzung der MDR, der Einführung neuer (Fertigungs-)Technologien und dem Abschluss neuer Vertriebsvereinbarungen im Export gearbeitet. Die Folgejahre 2024 und 2025 werden aufgrund dessen - trotz der o.g. Risiken - als gleichermaßen positiv wie herausfordernd beurteilt.

Durch die erfolgreiche MDSAP-Zertifizierung ist das QM-System von BREHM - zusammen mit der MDR - auf höchstem internationalem Standard und sichert dem Unternehmen den internationalen Marktzugang ihrer Produkte.

Durch die 2. Änderung der MDR in 2023 sind erweiterte Übergangsfristen der Bestandsprodukte per Gesetz bis zum 26.05.2024 erteilt worden. Darüber hinaus sind mit Antragsverfahren an die Benannte Stelle Übergangsfristen bis 2027 für Implantate möglich. Ein entsprechender Antrag wurde zur Sicherheit bei der Benannten Stelle eingereicht. Eine Bestätigung der Benannten Stelle ist bis zum 26.05.2024 zu erwarten. Die Vertriebsfähigkeit aller Bestandsprodukte sowie ein reibungsloser Übergang zur MDR in den Produktzertifizierungen ist damit gesichert.

Große Unternehmen fokussieren sich auf volumenstarke Produktlinien. Dadurch ergeben sich Gelegenheiten für kleinere, innovative Unternehmen entstandene Nischen zu besetzen. Aus diesem Grund werden wir an unserer Strategie einer Nischenproduktpolitik festhalten. Bedingt durch einige Akquisitionen im Markt, wie beispielsweise Enovis mit der Übernahme von Mathys und Lima sehen wir Chancen unsere Umsätze und damit unsere Marktanteile auszubauen und weitere Distributoren in Europa, Lateinamerika, Australien und Asien für den internationalen Vertrieb zu gewinnen.

Auf der Absatzseite werden langfristige Verträge mit unseren größten Partnern im In- wie Ausland angestrebt. Umsatzstarke Kooperationen, bzw. in Indien und Tschechien, wurden in 2023 vereinbart respektive ausgebaut und werden in 2024 Umsatzzuwächse generieren.

Umfassende Investitionen insbesondere im Produktionsbereich werden sich signifikant auf die Herstellkosten und die Liefertreue auswirken.

Die aktuelle Geschäfts- und Marktlage erfordert eine kontinuierliche Anpassung unseres Geschäftsmodells und eine noch konsequentere strategische Ausrichtung auf unsere Kernkompetenzen. Damit wird es BREHM gelingen, bestehende und neue Märkte zielgerichtet zu bearbeiten und auszubauen.

F) Nachtragsbericht

Die zunehmende Zahl von Krankenhaus-Insolvenzen hat uns dazu veranlasst, dass Management der offenen Posten zu intensivieren. Damit sollten potentielle Forderungsausfälle möglichst geringgehalten werden können.

 

Weisendorf, den 28.03.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 12.395.147,66 13.112.258,76
I. Vorräte 8.855.557,00 9.294.453,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.718.060,24 3.005.476,60
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 709.280,36 1.020.898,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 48.410,04 28.051,22
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.008.779,88 1.984.578,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 22.735,87 5.376,51
III. Wertpapiere 0,00 486.172,20
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 821.530,42 326.156,96
B. Rechnungsabgrenzungsposten 132.033,28 187.639,16
Aktiva 12.527.180,94 13.299.897,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.524.946,29 5.749.822,52
I. Gezeichnetes Kapital 78.000,00 78.000,00
II. Gewinnvortrag 5.671.822,52 5.087.719,50
III. Jahresfehlbetrag 224.876,23 -584.103,02
B. Rückstellungen 2.005.027,16 1.648.699,88
C. Verbindlichkeiten 4.997.207,49 5.901.375,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.252.586,00 2.675.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.252.586,00 2.675.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 946.240,75 1.669.967,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 946.240,75 1.669.967,18
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.798.380,74 1.556.408,34
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.798.380,74 1.496.408,34
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 60.000,00
Passiva 12.527.180,94 13.299.897,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.593.445,88 14.921.173,88
2. Personalaufwand 9.904.957,89 9.359.843,72
a) Löhne und Gehälter 8.322.592,49 8.004.435,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.582.365,40 1.355.408,15
davon für Altersversorgung 281.097,46 182.889,33
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.761.382,27 4.696.946,34
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 115.265,36 89.495,82
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.878,66 127,02
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.142,33 97.606,36
davon an verbundene Unternehmen 16.985,33 13.503,77
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 73.256,28 171.430,65
7. Ergebnis nach Steuern -215.414,23 595.473,83
8. sonstige Steuern 9.462,00 11.370,81
9. Jahresfehlbetrag 224.876,23 -584.103,02

Anhang

1. Angaben zur Identifizierung der Gesellschaft

Die Gesellschaft Peter Brehm GmbH wurde am 07. Oktober 1986 gegründet. Sie ist unter dem Datum vom 13. November 1986 beim Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Nummer HR B 3261 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Weisendorf.

2. Erläuterungen zum Jahresabschluss

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB.

Die Gesellschaft entspricht den Größenklassen für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

B. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Umlaufvermögen

Die Bestände des Vorratsvermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu den Einstandspreisen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzel- und Gemeinkosten.

Zur Einhaltung des Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB wurden Abschläge wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorgenommen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag in Höhe von 1,02 % des nach Vornahme der Einzelwertberichtung verbliebenen Forderungsbestands Rechnung getragen.

Forderungen aus Lieferungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren Stichtagswert gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von € 709.280,26 (Vorjahr: € 1.020.898,00), Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 62.933,63 (Vorjahr: € 53.284,81) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.366.977,45 (Vorjahr: € 1.317.130,47) enthalten, davon wurden € 720.630,72 aufgrund der schlechteren Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Peter Brehm Japan Inc. einzelwertberichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet.

Sie beinhalten Lieferantenrückvergütungen mit 3.119,66, Reisekostenvorschüsse mit € 18.500,00, Mitarbeiterdarlehen mit € 22.735,87 und die Kreditoren Sollsalden mit € 3.599,96.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 22.735,87 (Vorjahr: € 5.376,51) enthalten.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde gem. § 250 Abs. 1 HGB gebildet. Er enthält Kosten für Softwarewartung, Lizenzen, Miete, Beiträge, Kfz.-Leasing Sonderzahlung, Maschinenwartung und Versicherungen.

Auf die Bildung von aktiven latenten Steuern wird verzichtet.

Rückstellungen

Bei der Bildung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist.

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen (Teilwertverfahren) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 von Dr. Klaus Heubeck und dem 10-Jahres-Abzinsungssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB zum 31.12.2023 von 1,82 % angesetzt; sie betreffen eine Person als Altersrentner Anwärter mit fester Steigerung von 1 % p.a. während der Rentenbezugsdauer.

Die Rückstellung zum 31.12.2023 in Höhe von € 810.004,54, wurde mit dem Rest-Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von € 120.237,48 sowie dem auf einem Sicherungskonto verwahrten bereits ausgezahlten Aktivwert in Höhe von € 81.021,34 verrechnet. Weiterhin ergab sich dadurch die Verrechnung des Minderungsbetrages der Rückstellung mit € 9.095,26 und dem Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung mit € 5.819,87.

Bei Verwendung des 7-Jahres-Abzinsungssatzes zum 31.12.2023 mit 1,74 % hätte sich ein Versicherungsmathematischer Wert in Höhe von € 817.764,86 € ergeben. Der Unterschiedsbetrag beider Abzinsungssätze beträgt € 7.760,32.

b) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten Gewerbesteuer 2022 mit € 61.914,00, Körperschaftsteuer 2022 mit € 93.616,00 und Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer 2022 mit € 5.148,88 sowie Gewerbesteuer 2023 mit € 35.482,00, Körperschaftsteuer 2023 mit € 35.805,00 und Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer 2023 mit € 1.969,28.

c) Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind solche für Gewährleistungsverpflichtungen mit € 104.800,00, Urlaubsansprüche mit € 159.100,00, Mitarbeiterbeteiligung mit € 326.600,00 Kundenboni mit € 378.100,00, Berufsgenossenschaftsbeiträge mit € 39.800,00 und Altersteilzeit mit € 40.337,00 ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023

Verbindlichkeiten Gesamt
TEUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
TEUR
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2.253 346 1.907 519
(Vj. 2.675) (Vj. 650) (Vj. 2.025) (Vj. 250)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0
(Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 502 502 0 0
(Vj. 302) (Vj. 302) (Vj. 0) (Vj. 0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.296 296 1.000 0
(Vj. 1.254) (Vj. 554) (Vj. 700) (Vj. 0)
-- aus Steuern (108) (108) (0) (0)
(Vj. 109) (Vj. 109) (Vj. 0) (Vj. 0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 946 446 500 0
(Vj. 1.670) (Vj. 420) (Vj. 1.250) (Vj. 0)
4.997 1.590 3.407 519
(Vj. 5.901) (Vj 1.926) (Vj. 3.975) (Vj. 250)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von € 500.000,00 (Vorjahr: € 1.250.000,00), Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von € 500.000,00 (Vorjahr: € 1.000.000,00) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 446.240,75 (Vorjahr: € 419.967,18) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Darlehen gegenüber der Familienstiftung mit € 1.000.000,00 (Vorjahr: € 700.000,00,

Debitoren Habensalden mit 159.635,10 (Vorjahr: € 198.288,87),

Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 108.189,73 (Vorjahr: € 109.035,69)

und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit € 0,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

1. Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge Beträge außergewöhnlicher Größenordnung sind die Abschreibungen auf Forderungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen Peter Brehm Japan Inc. in Höhe von € 371.113,44.

A. Sonstige Angaben

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Abteilung 2023 2022
Produktion 38 40
Forschung und Entwicklung 19 20
Qualitätssicherung/-management 13 19
Vertrieb 45 36
Verwaltung 20 23
Gesamt 135 138

Gewichtet zum Bilanzstichtag, ohne Berücksichtigung von Auszubildenden. Bei den Abteilungen Qualitätssicherung und Vertrieb hat sich eine Umgliederung ergeben, weshalb die Vorjahrszahlen bei diesen Abteilungen nicht vergleichbar sind.

Die Summe der ausschüttungsgesperrten Beträge nach 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf € 7.760,32. Diese resultieren aus dem Unterschiedsbetrag der Abzinsungssätze der Pensionsrückstellung.

Ergebnisverwendung:
Jahresfehlbetrag 224.876,23
Gewinnvortrag 5.671.767,74
Ausschüttungssperre 7.760,32
Zu verwenden 5.439.131,19
Ausschüttung 0,00
Vortrag auf neue Rechnung 5.446.891,51

3. Geschäftsführungsorgane, Aufsichtsrat

Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr

Herr Dipl. Kfm. Marc D. Michel seit 01.01.2005, Kaufmann,

MBA Dipl. Betriebswirt (FH) Oliver Brehm seit 26.11.2013, Kaufmann, Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Berichtsjahr an:

Herr Peter Brehm, Werkzeugmachermeister (Vorsitzender)

Herr Bernhard Ros, Wirtschaftsprüfer (stellvertretender Vorsitzender)

Frau Elfriede Brehm, Kfm. Angestellte

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Organmitglieder wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt.

 

Weisendorf, den 28.03.2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dipl.-Kfm. (Univ.) Marc D. Michel, Kaufmann

MBA, Dipl.-BW (FH) Oliver Brehm, Kaufmann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Peter Brehm GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Peter Brehm GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Peter Brehm GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwen dungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach die sen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und beufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zu treffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter ver antwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt so wie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet wer den könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Dar über hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reak tion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resul tierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufge deckt werden, dadolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehöri gen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht auf merksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein schließlich der Angaben so wie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Berlin, 28. März 2024

TaXperts Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Robert Millenet, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

16 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.